Geboren 1791. Bis zum Jahre 1814 war er Advokat in seiner Vaterstadt Boston, begab sich aber sodann nach Deutschland, um erst in Göttingen, später in Berlin den Studien obzuliegen. Aus Deutschland ging er nach Frankreich und Spanien, und machte sich in Paris und Madrid so vertraut mit den Litteraturen dieser Nationen, daß er bei seiner Heimkehr nach Amerika befähigt war, an der Harvard-Universität den Lehrstuhl romanischer Sprachen &c. &c. einzunehmen. Dabei las er auch über Goethe und über altenglische Dichter. Im Jahre 1835 gab er diese Professur wieder auf, und trat abermals eine Reise nach Europa an, die mehrere Jahre währte, und hauptsächlich auf Benützung großer Bibliotheken gerichtet war. Im Jahre 1840 begann er jenes große Werk, dem er seinen Weltruhm verdankt, dieGeschichte der spanischen Litteratur, 3 Bde. (1848.) und welches jetzt, in vermehrter, mit besonderer Hinweisung auf deutsche Verdienste um spanische Litteratur ausgestatteter zweiter Auflage erschienen ist. Dieses Werk ist in mehre Sprachen, auch in’s Spanische übersetzt worden, und wird auf der pyrenäischen Halbinsel als ihrebesteLitteraturgeschichte betrachtet.Außerdem schrieb er eine Biographie des Gen. Lafayette und eine (1863.) des amerikanischen Historikers Prescott.Sein Brief an Tieck enthält nichts Besonderes; wir nahmen ihn auf, damit neben Briten, Dänen, Schweden und Franzosen auch ein Amerikaner sich melde!
Geboren 1791. Bis zum Jahre 1814 war er Advokat in seiner Vaterstadt Boston, begab sich aber sodann nach Deutschland, um erst in Göttingen, später in Berlin den Studien obzuliegen. Aus Deutschland ging er nach Frankreich und Spanien, und machte sich in Paris und Madrid so vertraut mit den Litteraturen dieser Nationen, daß er bei seiner Heimkehr nach Amerika befähigt war, an der Harvard-Universität den Lehrstuhl romanischer Sprachen &c. &c. einzunehmen. Dabei las er auch über Goethe und über altenglische Dichter. Im Jahre 1835 gab er diese Professur wieder auf, und trat abermals eine Reise nach Europa an, die mehrere Jahre währte, und hauptsächlich auf Benützung großer Bibliotheken gerichtet war. Im Jahre 1840 begann er jenes große Werk, dem er seinen Weltruhm verdankt, dieGeschichte der spanischen Litteratur, 3 Bde. (1848.) und welches jetzt, in vermehrter, mit besonderer Hinweisung auf deutsche Verdienste um spanische Litteratur ausgestatteter zweiter Auflage erschienen ist. Dieses Werk ist in mehre Sprachen, auch in’s Spanische übersetzt worden, und wird auf der pyrenäischen Halbinsel als ihrebesteLitteraturgeschichte betrachtet.
Außerdem schrieb er eine Biographie des Gen. Lafayette und eine (1863.) des amerikanischen Historikers Prescott.
Sein Brief an Tieck enthält nichts Besonderes; wir nahmen ihn auf, damit neben Briten, Dänen, Schweden und Franzosen auch ein Amerikaner sich melde!
Boston, U.-States March 5. 1844.
My dear Mr. Tiek!
I take the liberty to present to you Mr. Francis Lieber, one of your own countrymen, who has lived so long in the United States, that he has become, no less one of mine. He is now professor in the University of South Carolina, and is well known both in this country and in England as the author of several important works on Political Economy and Legislation, as well as the Editor of the American Conversations Lexicon. I have known him many years andcommend him to you, as a man of talent and great knowledge, of a faithful and excellent character, whose acquaintance, I am sure, it will please you to enjoy.
Mrs. Ticknor and myself always remember with peculiar pleasure Dresden and above all the delightful evenings, we spent there with you. It grieves me to think you are no longer there; — how much more must it grieve Mad. de Lüttichau. Pray offer the affectionate regard of both of us to her, when you see her or write to her.
Always faithfully yoursGeorge Ticknor.
Always faithfully yours
George Ticknor.