Zweiundsiebzigster Brief.
Paris, den 13. October 1848.
Ich kann nicht beschreiben, welchen tiefen, erschrecklichen Eindruck die wiener Ereignisse nicht blos auf die Deutschen, sondern auch auf alle ordnungsliebenden Franzosen gemacht haben. Sie fürchten ähnliche Begebenheiten in dem unterwühlten, muthlosen Berlin, wo die elendesten Menschen das lauteste Wort führen; sie fürchten mit der Auflösung Deutschlands ein Wiedererstehen der rothen Republik in Frankreich.
Während der traurigen Auflösung des Reichsministeriums wollte man hier kaum an die Möglichkeit und das Dasein einer Reichsgewalt glauben; jetzt blickt man nach Frankfurt wie nach einem Felsen im Meere und erwartet und fordert, daß es die einzelnen Staaten (selbst Preußen) auferwecke, stütze, rette. Den jetzigen Machthabern ist, wenn sieunerschrockenundoffensivgegen alle Verschwörer und Wühler (ohne Ausnahme) verfahren, in diesen Tagen und Wochen die letzte Gelegenheit dargeboten, ihr Vaterland zu erretten und ewigen Ruhm zu erwerben. Möchten sie, um der Menschen, Deutschlands, der Ehre willen, diese Gelegenheit nicht versäumen und, trotz alles dagegen erhobenen Geschreies, überzeugt bleiben, daß Mitwelt und Nachwelt sie für ihr edles Thun segnen wird.
Ich kann hier noch eine Stelle aus Paturot anreihen: „Die Sekten, die Parteien haben jetzt nichts miteinander gemein, als die Wuth zu zerstören. Uneinig sind sie hingegen darüber, was an die Stelle des Zerstörten zu setzen sei, und der höchste Grad des Unsinns ist, diese Unwissenden und Wahnsinnigen götzendienerisch zu ehren.“
Den 14. October.
Hr. Minister Bastide sagte mir soeben: daß er die Gesuche über die Auslieferung der in Straßburg verhafteten Personen unverzüglich in geschäftlicher Weise dem Minister der Justiz übergeben habe und eine baldige Antwort desselben zu erwarten sei. Ich machte nochmals darauf aufmerksam, daß ohne Auslieferung der Prozeß in Frankfurt gar nicht gebührend könne eingeleitet und ihre Verurtheilung herbeigeführt werden.
Zu Folge soeben bekannt gemachter amtlicher Nachrichten befinden sich unter 3376 transportirten Junigefangenen nur
Man behauptet: sie würden so gut behandelt, daß sie meistens gar keine Sehnsucht fühlten, nach Deutschland ausgeliefert zu werden, und daß sie eben deshalb keine Gesuche einreichten.
Der friedliebende, gemäßigte Hr. Minister Bastide bleibt wenigstens vorläufig noch im Amte. Ich erinnerte ihn, daß er mir gesagt: die gegenseitige AccreditirungofficiellerGesandten habe keine Schwierigkeit mehr, worauf er erwiderte: „unsere freundliche Gesinnung gegen Deutschland steht fest und wird sich nicht ändern.“ Seit jener Äußerung sind aber in Frankreich und Deutschland so viele Begebenheiten und Veränderungen eingetreten, daß es Bedenken unterliegt, sachliche oder persönliche Neuerungen vorzunehmen. Man muß gegenseitig Geduld haben, sich orientiren, die jetzigen Zustände (welche ganz angenehmen, gefälligen Verkehr erlauben) noch etwas fortdauern lassen, bis sich inFrankreichundDeutschlanddie Dinge so gestalten, daß sie Dauer versprechen und man dafür die Verantwortlichkeit übernehmen kann. — Ich wiederholte nicht allein die früheren Gründe, sondern hob auch die Nothwendigkeit hervor, die diplomatischen Verhältnisse zur Reichsgewalt um so schneller zu ordnen, da bereits mehre deutsche Staaten ihre Gesandten abriefen und die öffentliche Meinung in Deutschland eine baldige, erwünschte Entscheidung fordere. Hr. Bastide ließ diese Bemerkung gelten, kam aber doch wieder darauf zurück: man möge vor der Hand (in der allseitigen Verwirrung) die Verhältnisse noch einige Zeit ungerügt fortdauern lassen.
Als sich das Gespräch auf die österreichischen Angelegenheiten wandte, bemerkte ich: es scheine mir derrechtenPolitik Frankreichs gemäß, daß es jene Machtnichtsinken und zerstückeln lasse; und Hr. Bastide erwiderte: ich entwerfe soeben ein Schreiben ganz in diesem Sinne. Denn wenn er auch den Gang nicht billigen könne, den Österreich in einigen Beziehungen neuerlichst eingeschlagen habe, würde sein Fall doch ein großes Unglück für Europa, also auch für Frankreich sein.
Gestern war die hiesige Ministerkrisis noch nicht zu Ende, und Cavaignac würde sich bei der neuen Wahl wohl noch mehr der Rechten nähern, wenn nicht die eifrigen Republikaner laut widersprächen. Jene Hinneigung zur jetzigen Rechten dürfte den Sachen wohl vortheilhaft sein; daß aber die Legitimisten sich dadurch sollten abhalten lassen, Louis Bonaparte auszuspielen (um zunächst wie die Republik, so das Kaiserthum zu parodiren), steht noch gar nicht fest. Vor der Präsidentenwahl (so scheint es) wird Cavaignac seine Gewalt nicht niederlegen und auch der friedliche Bastide sich wohl halten, bis mein Tagesfliegengesandtenleben zu Ende geht. Doch sagte er gestern spät seine Abendgesellschaft ab, was Sorgen hervorruft und die Geschäfte im Stillstand erhält. In dem jetzigen Augenblicke blutiger Umwälzungen ist überhaupt mit Worten und Schreibfedern nichts auszurichten, und auch mein Bemühen bleibt nur einlabor improbus.
— — Der Tadel, welchen Thiers gegen die meisten (unpraktischen) staatswirthschaftlichen Bücher aussprach, ist leider gerecht; er ging aber doch in VerurtheilungallerTheorie gar zu weit, und ebensowenig konnte ich in der neueren englischen Korngesetzgebung den Untergang der englischen Grundbesitzer, und in ihrem früheren Monopole ein ewiges Anrecht erblicken. Einem anderen Herrn widersprach ich, der da weissagte: in den Vereinigten Staaten von Nordamerika werde man bald das Königthum einführen. — Eher in Frankreich! — Nach Österreichs Unglück (rief ein Anderer) werden die Italiener unabhängig werden; — ich fügte hinzu: aber nicht einig!Nachdiesen Boutaden sagte ich mir selbst: sprich nicht zu viel,sondern höre mehr, das wird dir bringen Ruhm und Ehr. — Beim Weggehen fragte ich T—s: ob ich Lamartine’s Rede bewundernmüsse. — Ich habe, antwortete er, nie eine seiner Reden bewundert. Guizot sagte von Lamartine: wenn er dichten will, macht er Politik, und wenn er politisiren will, phantasirt er. In einem Briefe Tissot’s an Guizot (der in derRevue rétrospectiveabgedruckt ist) heißt es:est ce qu’il peut être loisible à Mr. Lamartine d’aller faire de l’agitation politique et de la démagogie en plein vent, en présence de 2–5000 curieux plus ou moins avinés, et d’avancer les propositions les plus niaises et les plus subversives de la tranquillité publique, sans que le pouvoir puisse s’opposer aux effets de sa phraséologie redondante?
Es ist ein lehrreiches Verzeichniß der Leute erschienen, welche in Folge der Juniereignisse fortgeschafft wurden. Ich gebe einige Auszüge:hommes de lettres7,avocats2,étudiants en médecine3,en droits1,peintres36,graveurs30,sculpteurs29,musiciens11,gardes mobiles38,soldats des armées regulières4,orfèvres54,imprimeurs46,boulangers35,tailleurs77,cordonniers107,menuisiers182,serruriers112,maçons161,propriétaires et rentiers7etc.Man kann aus den Zahlen auf die sittliche Entartung, und noch mehr auf die äußere Noth schließen. Unter 3423 Verbannten waren gegen ⅓ Pariser, 11 Preußen, 8 Baiern, 4 Österreicher, 4 andere Deutsche, — welche Bastide gern auslieferte (und die Franzosen obenein) um sie los zu werden.
DieRevue rétrospective(deren ich erwähnte) enthält lehrreiche Sachen. Zuvörderst theile ich zwei Äußerungen aus Briefen von Louis Philipp mit:Ce qui gâte toutes nos affaires, c’est qu’en général nos hommes politiques ont une surabondance de courage et d’audace quand ils sont dans l’opposition, tandis que dans le ministère ils sontfeigherziget toujours prêts à tout lâcher.—L’état actuel de toutes les têtes humaines ne s’accommodera de rien et bouleversera tout. The world shall be unkinged, l’angleterre ruinée prendra pour son type le gouvernement modèle des Etats-Unis, et le continent prendra pour le sien l’Amérique espagnole! (6 Nov. 1840).— Weissagungen!!
Besonders anziehend sind die dort enthaltenen Nachrichten über die spanischen Heirathen, welche ich (im Widerspruch mit Vielen) von Anfang an als ungebührlich und für alle Mitwirkende als unheilbringend bezeichnete. Es ergiebt sich aus jenem Briefwechsel: 1) daß man französischerseits auf die Königin Isabella gar keine Rücksicht nahm und sie wie eine Null behandelte. 2) Daß ihre Mutter sich als arge Stiefmutter benahm. 3) Daß sie erst denGrafen von Trapani als Heirathsbewerber vorschob, und dann fallen ließ, indem sie die Schuld auf Frankreich zu schieben suchte. 4) Daß sie nun einen Koburg zu ködern suchte, ohne alle Theilnahme, ja gegen den Wunsch Englands. 5) Daß Louis Philipp anfangs gar nicht auf dieGleichzeitigkeitder Verheirathung beider Prinzessinnen eingehen, und die mit England getroffene Verabredung halten wollte. Guizot, und vor Allen Bresson, trieben aber vorwärts, und daß Palmerston Koburg, sehr natürlich nicht als Candidatenstreichenwollte (da die Königin Christine und viele Spanier ihn nannten), gab den Vorwand. 6) Selbst Aberdeen vertheidigt Palmerston und sagt: Frankreich übea doubtful policy, which may lead ultimately to very serious consequences. Palmerston äußert: dieser Gemahl werde das Land und die Königin nicht beglücken. 7) Bresson kannte die Gesinnungen Isabellens über den Bräutigam, welchen man ihr aufdringen wollte. Er schreibt: sie habepréventions d’une vivacité et d’une énergie qui semble ne faire qu’augmenter. Man müssehabituer la reine à sa voix et à ses hanches. Dennoch beharrte er bei dem Plane, ihr den geistig und leiblich unfähigen Mann aufzuzwingen, bei Nacht und Nebel, trotz Weinen und Wehklagen! — Louis Philipp und Guizot büßen in England, die Königin Isabella geht ungezügelt ihre eigene Bahn, undBresson hat sich den Hals abgeschnitten!Discite justitiam moniti, et non temnere divos!—
Den 15. October.
O Gott! Wie ändern sich die Zeiten! Ich denke heute an den Geburtstag Friedrich’s II., wo der König erklärte — — — Und jetzt wird öffentlich in den Zeitungen verhandelt: ob man seinen eigenen Geburtstag feiern solle; es wird in vielen Kreisen beschlossen, es sei nicht an der Zeit; und wohlgesinnte Feiglinge unterwerfen sich dem Beschlusse, aus Furcht vor eintretenden Ungebührlichkeiten! — — — — Ja wohl hat Bastide Recht wenn er (ohne die Übel in Frankreich zu läugnen) sagte: „welch einGaschis habt ihr in Deutschland. Sonst so gemäßigt und verständig; wenn aber einmal aufgeregt, wie schwer zu beruhigen.“ — Das hat der Dreißigjährige Krieg gezeigt, und ähnlicher Wahnsinn wird schon lobgepriesen. Weit die große Mehrheit denkt, fühlt, spricht für Wahrheit und Recht, aber im Handeln läßt sie sich von einer kleinen, nichtsnutzigen Minderzahl überflügeln. Dort (mit den Mechanikern zu reden) große Massen und geringe Geschwindigkeit, hier geringe Massen aber große Geschwindigkeit. Die herausgeschossene Flintenkugel ist gefährlicher als die mit Händen fortgerollte Kanonenkugel. — Ich denke jetzt (auf mein hiesiges Leben zurückblickend) oft an dasWort:multa agendo, nil agimus; vielthuend, thun wir nichts.
Den 15. October.A son ExcellenceMonsieur Bastide, Min. des aff. étrangères.Monsieur le Ministre!Vous avez bien voulu à diverses reprises, me permettre de m’entretenir familièrement avec vous, en dehors des rapports de service, et il m’est aujourd’hui d’autant plus agréable d’user de cet avantage, que je n’ai reçu encore ni pu recevoir depuis notre dernier entretien de nouveaux ordres de Francfort. Les motifs importants qu’a fait valoir auprès de vous le Ministère de l’Empire pour nouer des rapports diplomatiques plus intimes avec la France, l’entière approbation donnée par vous a la ligne de conduite suivie dans l’affaire du Danemarc et à l’occasion des troubles de Francfort et enfin — tout ce que j’ai pu ajouter moi-même à ce sujet, vous avait engagé, Monsieur le Ministre, à vous prononcer affirmativement en faveur de l’établissement immédiat de rapports officiels entre la France et le pouvoir central Allemand. Ayant transmis sans retard à Francfort les paroles que j’avais été heureux de recueillir sur ce point de votre bouche, l’ony a envisagé avec raison l’objet de ma négociation comme étant vidé à la satisfaction réciproque et l’on s’y est attendu à y voir accrédité prochainement un envoyé de la France.Par contre dans le cours de l’entretien que j’ai eu l’honneur d’avoir hier avec vous, vous avez exprimé le désir que rien ne fût changé provisoirement encore aux rapports tels qu’ils ont existé jusqu’ici et vous avez motivé ce désir en alléguant que depuis la déclaration que vous m’aviez faite d’abord à ce sujet maints événements avaient surgi tant en France qu’en Allemagne, de nature à modifier le point de vue de la question et à nécessiter de nouvelles réflexions. Je ne conteste nullement la gravité de ces événements, mais après mûr examen j’arrive, Monsieur le Ministre, à une conclusion qui diffère de la vôtre et je pense que c’est surtout en y ayant égard, que l’Allemagne plus que jamais est fondée à émettre le voeu de voir le Gouvernement français témoigner la participation amicale et les bonnes intentions —, auxquelles Elle attache un grand prix, non seulement dans nos entretiens confidentiels, mais en face de l’Allemagne et de l’Europe entière par des actes qui soient de nature à exercer l’heureuse influence que l’on doit en attendre.L’on comprend que l’on n’ait rien voulu précipiter d’abord à l’égard du pouvoir central de l’Empire, que l’on ait cherché à le connaître par ses oeuvres; — mais aujourd’hui qu’il a déployé pas moins de sagesse que de force, aujourd’hui qu’il se trouve dans l’entente la plus cordiale avec les divers états d’Allemagne, dont il est le rempart, les doutes dont il aurait pu être l’objet à son origine sont levés de la manière la plus satisfaisante et les vrais amis de l’ordre ont les yeux dirigés sur Francfort comme sur un port de salut pour tous. Les partisans de l’anarchie, ceux de la République rouge, les communistes, les fauteurs du pillage et de l’assassinat sont les seuls en Allemagne qui osent insulter encore au pouvoir central de l’Empire et essayer de criminels attentats contre l’Assemblée. Dans leur aveuglement ils sont assez téméraires pour commenter les hésitations de la France, en faveur de menées coupables qu’elle a énergiquement répoussées dans son propre sein, ce dont l’Europe entière lui a su gré. C’est pourquoi, Monsieur le Ministre, je ne doute nullement qu’en ce moment surtout la France n’ait sincèrement à coeur de témoigner hautement qu’elle désire non moins pour l’Allemagne que pour elle-même, voir consolider le règne de l’ordre social et du droit, garantis par le pouvoir central de Francfort, et prouver en même temps aux plus obstinés que les coupables fauteurs d’anarchie en Europe n’ont rien à éspérer d’elle.Le Gouvernement français ne saurait vouloir opposer des considérations secondaires aux bienfaits qui doivent ressortir de l’amitié de deux grandes nations dont l’union seule peut sauver aujourd’hui l’Europe et la civilisation d’une ruine générale. — En partant d’un point de vue aussi élevé j’ose me flatter, Monsieur le Ministre, de vous voir revenir sans peine à la résolution que vous m’aviez exprimée d’abord. L’opinion publique généralement acquise à la modération qui jusqu’ici a fait la règle de votre politique extérieure vous sera par là également assurée en Allemagne et en établissant sans retards ultérieurs des rapports officiels entre la France et le pouvoir central de l’Empire, tels qu’ils conviennent à des nations voisines et amies, vous prêterez force à vous même, en secondant un pouvoir qui tend avec courage et à travers tant de difficultés aux mêmes fins de progrès et d’ordre que vous poursuivez en France.Je ne voudrais pas mêler une petite question d’amour-propre personnel à la question si élevée dont je suis l’organe, mais n’ayant reçu, Monsieur le Ministre, depuis deux mois que je suis ici aucune réponse vraiment satisfaisante aux diverses communications que j’ai en l’honneur de vous adresser, il m’est pénible de penser que l’on peut attribuer à Francfort et en Allemagne à l’insuffisancedu négociateur les retards qu’a soufferts jusqu’ici l’objet de sa mission. Cette pensée me préoccupe d’autant plus vivement que j’ai la conviction intime que la France, suivant avec sagesse le développement irrésistible de l’histoire du monde, accordera bientôt à un successeur plus heureux que moi, ce quelle aurait refusé si longtemps à mes instances.Je serai heureux si pour prix de mes efforts je parvenais à consolider de plus en plus les bons rapports existants entre mon pays et la France, en ayant égard de part et d’autre aux voeux et aux espérances de deux grands peuples pour le libre développement de leurs nationalités.Veuillez agréer, Monsieur le Ministre, la nouvelle assurance de ma haute considération etc.
Den 15. October.
A son Excellence
Monsieur Bastide, Min. des aff. étrangères.
Monsieur le Ministre!
Vous avez bien voulu à diverses reprises, me permettre de m’entretenir familièrement avec vous, en dehors des rapports de service, et il m’est aujourd’hui d’autant plus agréable d’user de cet avantage, que je n’ai reçu encore ni pu recevoir depuis notre dernier entretien de nouveaux ordres de Francfort. Les motifs importants qu’a fait valoir auprès de vous le Ministère de l’Empire pour nouer des rapports diplomatiques plus intimes avec la France, l’entière approbation donnée par vous a la ligne de conduite suivie dans l’affaire du Danemarc et à l’occasion des troubles de Francfort et enfin — tout ce que j’ai pu ajouter moi-même à ce sujet, vous avait engagé, Monsieur le Ministre, à vous prononcer affirmativement en faveur de l’établissement immédiat de rapports officiels entre la France et le pouvoir central Allemand. Ayant transmis sans retard à Francfort les paroles que j’avais été heureux de recueillir sur ce point de votre bouche, l’ony a envisagé avec raison l’objet de ma négociation comme étant vidé à la satisfaction réciproque et l’on s’y est attendu à y voir accrédité prochainement un envoyé de la France.
Par contre dans le cours de l’entretien que j’ai eu l’honneur d’avoir hier avec vous, vous avez exprimé le désir que rien ne fût changé provisoirement encore aux rapports tels qu’ils ont existé jusqu’ici et vous avez motivé ce désir en alléguant que depuis la déclaration que vous m’aviez faite d’abord à ce sujet maints événements avaient surgi tant en France qu’en Allemagne, de nature à modifier le point de vue de la question et à nécessiter de nouvelles réflexions. Je ne conteste nullement la gravité de ces événements, mais après mûr examen j’arrive, Monsieur le Ministre, à une conclusion qui diffère de la vôtre et je pense que c’est surtout en y ayant égard, que l’Allemagne plus que jamais est fondée à émettre le voeu de voir le Gouvernement français témoigner la participation amicale et les bonnes intentions —, auxquelles Elle attache un grand prix, non seulement dans nos entretiens confidentiels, mais en face de l’Allemagne et de l’Europe entière par des actes qui soient de nature à exercer l’heureuse influence que l’on doit en attendre.
L’on comprend que l’on n’ait rien voulu précipiter d’abord à l’égard du pouvoir central de l’Empire, que l’on ait cherché à le connaître par ses oeuvres; — mais aujourd’hui qu’il a déployé pas moins de sagesse que de force, aujourd’hui qu’il se trouve dans l’entente la plus cordiale avec les divers états d’Allemagne, dont il est le rempart, les doutes dont il aurait pu être l’objet à son origine sont levés de la manière la plus satisfaisante et les vrais amis de l’ordre ont les yeux dirigés sur Francfort comme sur un port de salut pour tous. Les partisans de l’anarchie, ceux de la République rouge, les communistes, les fauteurs du pillage et de l’assassinat sont les seuls en Allemagne qui osent insulter encore au pouvoir central de l’Empire et essayer de criminels attentats contre l’Assemblée. Dans leur aveuglement ils sont assez téméraires pour commenter les hésitations de la France, en faveur de menées coupables qu’elle a énergiquement répoussées dans son propre sein, ce dont l’Europe entière lui a su gré. C’est pourquoi, Monsieur le Ministre, je ne doute nullement qu’en ce moment surtout la France n’ait sincèrement à coeur de témoigner hautement qu’elle désire non moins pour l’Allemagne que pour elle-même, voir consolider le règne de l’ordre social et du droit, garantis par le pouvoir central de Francfort, et prouver en même temps aux plus obstinés que les coupables fauteurs d’anarchie en Europe n’ont rien à éspérer d’elle.
Le Gouvernement français ne saurait vouloir opposer des considérations secondaires aux bienfaits qui doivent ressortir de l’amitié de deux grandes nations dont l’union seule peut sauver aujourd’hui l’Europe et la civilisation d’une ruine générale. — En partant d’un point de vue aussi élevé j’ose me flatter, Monsieur le Ministre, de vous voir revenir sans peine à la résolution que vous m’aviez exprimée d’abord. L’opinion publique généralement acquise à la modération qui jusqu’ici a fait la règle de votre politique extérieure vous sera par là également assurée en Allemagne et en établissant sans retards ultérieurs des rapports officiels entre la France et le pouvoir central de l’Empire, tels qu’ils conviennent à des nations voisines et amies, vous prêterez force à vous même, en secondant un pouvoir qui tend avec courage et à travers tant de difficultés aux mêmes fins de progrès et d’ordre que vous poursuivez en France.
Je ne voudrais pas mêler une petite question d’amour-propre personnel à la question si élevée dont je suis l’organe, mais n’ayant reçu, Monsieur le Ministre, depuis deux mois que je suis ici aucune réponse vraiment satisfaisante aux diverses communications que j’ai en l’honneur de vous adresser, il m’est pénible de penser que l’on peut attribuer à Francfort et en Allemagne à l’insuffisancedu négociateur les retards qu’a soufferts jusqu’ici l’objet de sa mission. Cette pensée me préoccupe d’autant plus vivement que j’ai la conviction intime que la France, suivant avec sagesse le développement irrésistible de l’histoire du monde, accordera bientôt à un successeur plus heureux que moi, ce quelle aurait refusé si longtemps à mes instances.
Je serai heureux si pour prix de mes efforts je parvenais à consolider de plus en plus les bons rapports existants entre mon pays et la France, en ayant égard de part et d’autre aux voeux et aux espérances de deux grands peuples pour le libre développement de leurs nationalités.
Veuillez agréer, Monsieur le Ministre, la nouvelle assurance de ma haute considération etc.