Fig. 83.Grasrost.uUredospore im Verticaldurchschnitt. 400mal vergr.tTeleutosporen. 400mal vergr.
Fig. 83.
Grasrost.uUredospore im Verticaldurchschnitt. 400mal vergr.tTeleutosporen. 400mal vergr.
Grasrost.uUredospore im Verticaldurchschnitt. 400mal vergr.tTeleutosporen. 400mal vergr.
Fig. 84.Keimende Teleutosporemit einem Promycelium, welches Sporidienspabschnürt. 400mal vergr.
Fig. 84.
Keimende Teleutosporemit einem Promycelium, welches Sporidienspabschnürt. 400mal vergr.
Keimende Teleutosporemit einem Promycelium, welches Sporidienspabschnürt. 400mal vergr.
Der am häufigsten vorkommendeGetreiderostentsteht aus der Vegetation derPuccinia Graminis(Grasrost), welche sich sowohl direct nach Art ähnlicher Pilze, als auch auf dem Wege des Generationswechsels fortpflanzt. DiesePucciniagiebt sich durch rothgelbe Flecke auf dem Blatte des Grasgewächses kund, welche als Mycelium, zuerst innerhalb der Blattsubstanz befindlich, später die Epidermis durchbrechen und als rostfarbene Staubflecke auf der Blattfläche auftreten. Ein solcher Fleck lässt bei der mikroskopischen Untersuchung Myceliumfäden innerhalb des Blattgewebesund darauf sprossende, aus der Blattfläche hervortretende Basidien erkennen. Letztere tragen sogenannte Sommersporen, Uredosporen, Basidiensporen, welche keimfähig sind und, auf eine andere oder dieselbe Grasart übertragen, wieder die Bildung eines Pilzmyceliums (Fruchtlagers) veranlassen können. Die Uredospore ist eiförmig und besteht aus 2 Häuten, von welchen die innere im Gürtelumfange 4 Löcher, Keimporen, hat, durch welche die Keimschläuche hervortreten. Im Herbst verliert diese Spore ihre Keimfähigkeit und verschwindet, dafür aber entwickelt das Pilzmycelium Askobasidien, deren Sporen die sogenannten Wintersporen, Teleutosporen (Askobasidiensporen) sich im Frühjahr zu einem vorkeimartigen Organe (Promycelium) ausbilden, aus welchem sich Sporenschläuche (Sporidien) entwickeln. Die Teleutosporen nehmen jedoch ihren Entwickelungsgang auf keiner Graspflanze vor, sondern finden auf den Blättern des Sauerdorns (Berberis vulgaris) ihren Vegetationsboden, in deren Zellgewebe ihre Schläuche eindringenund zu einem Mycelium auswachsen, aus welchem auf der Unterseite des Blattes sogenannte Aecidiumbecherchen (Sporangien), angefüllt mit Spermogonien und Spermatien, die später als eine klebrige Masse entleert werden, hervortreten. Im Grunde der Aecidiumbecherchen entspringen Askobasidien, deren Sporen beim Austritt auf feuchte Theile des Getreides fallend sich wie die Sommersporen verhalten und wieder den Grasrost erzeugen. Von anderer Seite wird behauptet, dass das Mycelium derPucciniagleichzeitig Basidien und Askobasidien, also Uredo- und Teleutosporen zu gleicher Zeit neben einander hervorbringe.
Fig. 85.Getreiderost.Aecidiumbecherchen (Sporangie) im Blatte des Sauerdorns im Verticaldurchschnitt. 500mal vergr.ppBlattparenchym.zEpidermis.mMycelium.paParaphysen als Bekleidung der Oeffnung des Becherchens, welches mit Spermogonien oder Sterigmenstund Spermatienspangefüllt ist, welche letzteren entleert werden.bsAskobasidien,sSporen. 500mal vergr.
Fig. 85.
Getreiderost.Aecidiumbecherchen (Sporangie) im Blatte des Sauerdorns im Verticaldurchschnitt. 500mal vergr.ppBlattparenchym.zEpidermis.mMycelium.paParaphysen als Bekleidung der Oeffnung des Becherchens, welches mit Spermogonien oder Sterigmenstund Spermatienspangefüllt ist, welche letzteren entleert werden.bsAskobasidien,sSporen. 500mal vergr.
Getreiderost.
Aecidiumbecherchen (Sporangie) im Blatte des Sauerdorns im Verticaldurchschnitt. 500mal vergr.ppBlattparenchym.zEpidermis.mMycelium.paParaphysen als Bekleidung der Oeffnung des Becherchens, welches mit Spermogonien oder Sterigmenstund Spermatienspangefüllt ist, welche letzteren entleert werden.bsAskobasidien,sSporen. 500mal vergr.