Weintraubenpilz,Traubenpilz,Oidium Tuckeri, ein parasitischer Pilz und Ursache derTraubenkrankheit, tritt im ersten Stadium seiner Vegetation als ein zarter weisser Hauch oder Anflug auf den jungen Weinstockzweigen, Blättern und den Weinbeeren auf, bildet später bräunliche Flecke; die Trauben schrumpfen ein und vertrocknen oder gehen bei nasser Witterung in eine faulige Masse über. Die mikroskopische Prüfung ergiebt ein Mycelium (Trieblager), mit welchem die Epidermis der genannten Weinpflanzentheile überzogen sind und welches vermittelst Saug- oder Haftorganen den Zellen der Epidermis fest anhängt, das Wachsthum der Epidermis verhindert und ein Bersten derselben zur Folge hat. Durch die Spalten und Risse dringt das Mycelium in das innere Gewebe der Beere und erzeugt hier Fäulniss. An den nach aussen gewendeten Enden der Mycelienfäden entwickeln sich in unserem Klima gewöhnlich in Stelle der Sporangien eiförmigeGebilde (sogenannte Cicinobolusfrüchte, Oogonien, Oidiumformen), gleichsam mit gitterförmiger Cuticula bekleidete Asken, welche abfallen und auf Zweigen und Beeren des Weinstockes wieder zu einem Mycelium auswachsen. An der Rinde des neugebildeten Holzes der Nährpflanze überwintert das Mycelium.
Fig 89.Traubenpilz.cMyceliumfäden.c′Haftorgane.aCicinobolusfrüchte.bkeimende (Mycelium bildende) Cicinobolusfrucht (400mal vergr.).deine Cicinobolusfrucht noch mehr vergr.eSporen.
Fig 89.
Traubenpilz.cMyceliumfäden.c′Haftorgane.aCicinobolusfrüchte.bkeimende (Mycelium bildende) Cicinobolusfrucht (400mal vergr.).deine Cicinobolusfrucht noch mehr vergr.eSporen.
Traubenpilz.
cMyceliumfäden.c′Haftorgane.aCicinobolusfrüchte.bkeimende (Mycelium bildende) Cicinobolusfrucht (400mal vergr.).deine Cicinobolusfrucht noch mehr vergr.eSporen.