Aus einer Höhle trat ein Löwe stolz hervor;Ihm huldigten mit Zittern alle Thiere;Er neigte königlich sein Ohr,Und hörte gütig ihre Schwüre.Gäh zeigte sich in Wolken eine Hand,Die warf ihm Lorbeern zu, und goldne Kronen,Die Tapferkeit des Löwens zu belohnen.Als die Wohlthäterinn verschwand,Schwang sich ein Adler stolz aus einem Neste,Das in der Löwenhöhle stand.Er übereilte rasch die Wipfeln aller Aeste,Nahm alle Kronen mit, und flog in stolzer RuhDer Sonne majestätisch zu.Der Löwe lag indeß entkräftet auf der Erde,Und traurig schien mir seine Heerde.
Aus einer Höhle trat ein Löwe stolz hervor;
Ihm huldigten mit Zittern alle Thiere;
Er neigte königlich sein Ohr,
Und hörte gütig ihre Schwüre.
Gäh zeigte sich in Wolken eine Hand,
Die warf ihm Lorbeern zu, und goldne Kronen,
Die Tapferkeit des Löwens zu belohnen.
Als die Wohlthäterinn verschwand,
Schwang sich ein Adler stolz aus einem Neste,
Das in der Löwenhöhle stand.
Er übereilte rasch die Wipfeln aller Aeste,
Nahm alle Kronen mit, und flog in stolzer Ruh
Der Sonne majestätisch zu.
Der Löwe lag indeß entkräftet auf der Erde,
Und traurig schien mir seine Heerde.
Was däucht dir von diesem wunderbaren Traume? Du denkst nach? — Du scheinst verlegen? —— Nun kleine Hexe ——
Did.Der Sinn deines Traumes ist sonnenklar!
Edu.Du machst mich neugierig kleine Schwätzerinn ——
Did.Hör die Erklärung:
(Sie singt.)
Dein Heldenhaupt umgiebt so manche Krone;Doch keine lässest Du zur Erbschaft einem Sohne.Aus deinem Stamme sproßt ein edler Zweig hervor,Der trägt als Baum die Wipfel hoch empor.Sey gütig Fürst, denn du betrübst viel Mütter!Du bist den Königen zur Last,Und in der Welt ein böser Gast.Viel Feinde hassen dich, und du schenkst deine Güter,Dem Feinde, den dein Herz am meisten haßt.
Dein Heldenhaupt umgiebt so manche Krone;
Doch keine lässest Du zur Erbschaft einem Sohne.
Aus deinem Stamme sproßt ein edler Zweig hervor,
Der trägt als Baum die Wipfel hoch empor.
Sey gütig Fürst, denn du betrübst viel Mütter!
Du bist den Königen zur Last,
Und in der Welt ein böser Gast.
Viel Feinde hassen dich, und du schenkst deine Güter,
Dem Feinde, den dein Herz am meisten haßt.
Edu.Geh! Du bist eine Lügnerinn!
Did.Die Zeit wird mich rechtfertigen!
Edu.Da nimm diesen Ring! Trag ihn zu meinem Angedenken! Besuch meinen Hof, und ich will dir und den Deinigen wohl gewogen seyn. Diesen Beutel schenk ich deinen Brüdern und Schwestern. Lebt wohl! —— Ein wunderbares Volk! Die artige Sibylla!
Voll Verdruß über die Welt legte sich Isidor in das duftende Gras unter dem Schatten wohlthätiger Eichen. Komm süsser Schlaf,rief er, du einziger Freund der Armen, laß mich die Erde und ihre Narren vergessen! —— Izt hört er im nahen Gebüsche ein Geräusch; er horcht, und sieht seinen Neffen mit einer Pistole sich nähern. Der Jüngling sprach mit sich selbst; seine verstöhrte Miene, die gebrochenen Seufzer, die Thränen im Auge, die wilden Geberden machten den alten Edelmann aufmerksam. Rosalia wird mir geraubt! Ich muß sterben! So schluchzte der junge Lindor, es ist für mich kein Trost mehr; von einem Landmanne verachtet, mißhandelt zu seyn; das thut weh! Da bin ich Auswürfling des Schicksals! Wo soll ich als Bettler Hülfe suchen? Selbst meine edle Geburt wird mir zum Fluch! Ich will sterben! —— Lebwohl Rosalia! —— Halt ein! Rief hastig sein Onkel, indem er aufsprang, und sich der Pistole bemächtigte, die er in die Luft schoß. Thor, was willst du thun? sterben, wegen einer verliebten Grille sterben? —— Faß Muth Junge! Wenn oft die Noth am äussersten ist, lächelt uns Hülfe. Man muß nie verzweifeln; sieh mich an! —— Ich bin ein alter Schildknappe, mich hat das Schicksal durch die Spießruthen des Elendes gejaget; mein Herz ist morsch von den Streichen des Jammers! —— Setze dich zu mir in das Gras, erzähle mir deine Umstände, vielleicht kann ich dir helfen.
Sie setzten sich, und Lindor begann. Ach! mein theurer Onkel, ich bin sehr unglücklich! Soll ein Bettler wie ich ein zärtliches Herz haben? —— Und doch habe ich es wider meinen Willen. Ich liebe Rosalia die Tochter des reichen Jonas. Sie liebt mich wieder. Ich kann ohne sie nicht leben. Wir hielten lange Zeit unsere zärtliche Liebe geheim, allein der alte Bauer beschlich uns; ich warf mich zu seinen Füssen, ich beschwur ihn bey allem, was heilig ist; aber ich sprach zu einem Felsen. Jüngling, du bist ein Bettler, ein Taugenichts ohne Aussicht! Und was noch mehr ist, ein Edelmann! —— Meine Tochter soll einen wackern Landmann heurathen, der Brod verdienen kann, und hiemit ist der Handel entschieden! Ein Mann wie ich spricht nur zwey Worte. Meine Tochter ist schon verheissen. Geh Junge, such Kriegsdienste, wo man Edelleute braucht; auf meinenFeldern arbeiten fleißige Landburschen. So rief Jonas trotzig, nahm seine zitternde Tochter zörnend bey der Hand, und ließ mich wie eine Bildsäule stehen. Wäre er nicht Rosaliens Vater, bey Gott! —— Aber eine sanfte Thräne von ihr, ein bittlicher Blick schmelzt meine Rache nieder! —— O mein Onkel, für mich ist kein Trost!
Der Onkel sprang auf. Ich will für dich etwas wagen, was ich für mich selbst nicht thun würde. Wir sind arm, es ist wahr; aber wir haben alte gerechte Ansprüche bey Hofe. Mein Vetter hat dem Könige wichtige Summen vorgeschossen; ich habe die Schuldbriefe; ich will dem Könige die billige Foderung erlassen, um für Dich einen Dienst zu erhalten. Dann wollen wir sehen, was der stolze Bauer an Dir zu tadeln findet. Laß nur mich gehn, ich bin ein Kerl, der Gehirne im Kopfe hat! Sey ruhig, bis ich wieder komme! Willst du? —— Küß mich guter Neffe, du sollst glücklich seyn! —— Wein nicht, leb für Rosalien! —— Meine zitternde Hand schreibt sehr unleserlich, Bursche, du schreibst schön, ich will dir die Bittschrift an den König in die Feder sagen. Sie soll kurz; aber kräftig seyn! —— Eure Majestät, sollst Du schreiben, ich bin Isidor, ein alter Invalide, ich habe dreyßig Jahre als ein ehrlicher treuer Soldat gedient! —— Das mußt du groß schreiben! —— Ich habe einen Neffen, der gut gewachsen ist, der Mutterwitz besitzt, und den ich erzogen habe, weil sein Vater ein tapferer Biedermann auf dem Bette der Ehre gestorben ist; —— Ich bitte Eure Majestät für diesen hofnungsvollen Burschen um ein Aemtchen, damit er ein hübsches Mädchen heurathen kann, das er liebt, und das ihn wieder liebt. —— Ich erlasse Eurer Majestät aus Erkenntlichkeit die alte Foderung von zweymalhunderttausend Gulden —— (Ein hübsches Geld!) die mein reicher Vetter dem Staat in bedrängten Zeiten vorstreckte; —— Ich, wünsche Eurer Majestät tausend Segen! —— Das schreib Junge, und du bist ein gemachter Mann! —— Gelt soviel Verstand hast du in diesem alten Schedel nicht gesucht? Ich bin ein Teufelskerl; für andere kann ich alles; aber für mich selbst bin ich stumm wie ein Stock! —— Ich weiß nicht, ich bin gleich ein anderer Kerl, wenn ich für meinen Nächsten arbeite. Geschwind Neffe, die Schrift, und dann nach Hofe!
Der alte Edelmann mit seiner Schrift und mit tausend Hofnungen beladen eilte in die Residenz. Die Städter gafften ihn überall an, und lachten über den Schnitt seines Kleides. Die Jungen liefen ihm nach. Er gieng kaltblütig seinen Schritt weiter, und näherte endlich den königlichen Gemächern. Niemand hört den alten Haudegen; die Wachen verspotten ihn. So sind die Menschen, seufzt er. Mein Herr ich wünschte —— Ha, wie der Kerl lauft! —— Aber sie mein Herr —— Eure Gnaden! —— Nur ein Wort —— Bin ich denn eine Meerkatze? —— Blitz und Donner! Die stolzen Buben! Das sind ja keine Menschen, das sind ächte Waldteufel! —— So murmelte er unter den Zähnen, als ein Jagdhund durch die Gemächer lief, und sich ihm freundlich näherte. Komm her du liebes Thier! Du beschämest die Menschen, du würdigest einen armen Fremdling deines Blickes! —— Er streichelt den Hund, dieser wird dreister, er beriecht die Säcke, die vermuthlich mit einem kalten Braten beschwert waren, er hascht spielend im Hut die Bittschrift, und eilt wie der Blitz davon. Der Edelmann folgt hastig mit bangem Geschrey; aber die Wachen stossen ihn zurück.
Die Bittschrift ist beym Henker! Rief der Edelmann; so gar die Hunde bey Hofe sind Spitzbuben! Was werde ich meinem armen Neffen sagen? Wer schreibt mir hier eine so kräftige Bittschrift? Verdammt! Ich muß wieder in das Dorf zurück. Auf dem Wege will ich einen Vorwand ersinnen.
Indeß eilte der Hund mit seinem Papiere gerade in das Kabinet des Königs, und legte es nach seiner Gewohnheit vor seine Füsse, denn Eduard beliebte oft mit ihm wegen seiner besondern Artigkeit zu scherzen. Eduard nimmt das Papier von der Erde, will es zusammenballen, beschaut es neugierig, und liest. Er schüttelt den Kopf über das seltne Begehren, und fragt die nächsten Höflinge um den Verfasser. Diese schweigen, und gestehen ihre Unwissenheit. Eine so ausserordentliche Bittschrift läßt mich ausserordentliche Menschen muthmassen, ruft der König, ich muß sie sehen! Der Ort und die Namen sind hier verzeichnet, wir machen einen Spatzierritt auf das Dorf!
Der Edelmann schlenderte noch griesgramend über den Zufall auf der Heerstrasse fort, und verwünschte sein Unglück, als der König nur von einem Höfling begleitet im gemeinsten Reutkleide sich ihm näherte, und um den nächsten Weg fragte, der zum Dorfe führte.
Der König.Mein Freund kennst du auch im Dorf einen gewissen Isidor?
Isid.Der bin ich!
Der König,(der ihn steif beschaut, und lächelt.)Du selbst? Wo warst Du mein Freund, wenn ich fragen darf?
Isid.Herr, ich war bey Hofe, wo Menschen und Thiere Spitzbuben sind! Ich wollte das Nest um viel Geld nicht wieder besuchen. Doch der König, der von allem nichts weiß, ist frey gesprochen.
Der König.Das ist schön gedacht! Dörfte ich wohl um eine Erzählung dieser Begebenheit bitten, vielleicht kann ich Dir Dienste leisten.
Der alte Edelmann erzählte alles mit einer naifen Aufrichtigkeit, die den König ergötzte, und er begehrte von ihm, er sollte ihn unverzüglich zum Hause des alten Jonas führen. Sie nähern sich allmählich dem Dorfe. Schon von ferne lauert auf einem Hügel Lindor auf seinem Stock gelehnt, und erwartet mit Sehnsucht den Onkel. Er erblickt ihn kaum, so fliegt er ihm mit zärtlicher Begierde entgegen, und ist voll Hofnung, weil er ihn mit Stadtleuten erscheinen sieht. Der Onkel, der noch ein bischen verlegen ist, winkt ihm nur, und sagt ihm einige Hofnungen zu. Der König beschaut mit Vergnügen den schönen Jüngling, und freut sich schon im Herzen über den Segen, den er bald über so würdige Geschöpfe ausgiessen wird.
Man nähert dem Hause des alten Jonas. Rosalchen ist die Erste, die den Fremden gastfreundlich entgegenhüpft. Sie war so schön wie ein Engel, nur eine schwermüthige Blässe betrübte ein wenig ihr reizendes Antlitz. Der König liebkosete dem Mädchen, das sanft erröthete, und ihrem Vater rief.
Der König.Herr Jonas willkommen! —— Auf ein Wort im Vertrauen! —— Ich komm vom Hofe, der König ——
Jon.Unser König soll leben! —— Bedarf Er Steuern? Er soll fodern, mein Gut steht zu seinem Dienste!
Der König.Meinen Dank in seinem Namen! —— Du bist ein Biedermann!
Jon.He! Rosalchen, ein Glas Wein! —— Von meinem Faß! —— Nehmen sie Platz mein Herr! —— Also was beliebt?
Der König.Der König befiehlt ihm seine Tochter dem jungen Lindor zu geben ——
Jon.(springt auf)Der König befiehlt mir, meine Tochter dem Lindor zu geben? —— Befiehlt? —— Herr, da hat der König unrecht! —— Ich bin Vater! —— Des Herrn Gesundheit! —— Trink der Herr! —— Aber der König hat unrecht!
Der König.Herr Jonas, sein Wohlseyn! —— Jungfer Rosalchen soll leben!
Jon.Schönen Dank! Aber der König hat unrecht, einem Vater zu befehlen! —— Bey meiner Seele der König hat unrecht!
Der König.Mein lieber Jonas, bedenk dich wohl!
Jon.Was bedenken? der König hat unrecht! Das ist meine Tochter! Lindor ist ein Bettler, und der König hat unrecht!
Der König.Der König hat recht! Hör Vater Jonas: Der König ist dem jungen Lindor zweymalhunderttausend Gulden schuldig ——
Jon.Ey möglich?
Der König.Der junge Edelmann war so großmüthig, dem König die Schuld zu schenken ——
Jon.Er soll leben! —— Izt hat er meine Gnade!
Der König.Der König kann von einem armen Unterthan das Geschenk nicht annehmen ——
Jon.Was thut also der König? —— Unter uns! —— Trink der Herr!
Der König.Er läßt ihm das Kapital mit dem Interesse auszahlen, und schenkt ihm noch zur Belohnung für die treuen Dienste seiner Ahnen ein gutes Aemtchen. Dazu wünscht er also ——
Jon.Schön! Sehr schön! Aber der König hat doch unrecht! Ich gebe meine Tochter keinem Edelmann, das habe ich geschworen.Ich bin ein Bauer, der König hat unrecht.(Er schlägt auf den Tisch).
Der König.Lieber Jonas, der König hat recht! —— Der König hat dich in den Adelstand erhoben, befreyet dich von allen Steuern, und kann also deine Tochter als ein Fräulein unmöglich einem Bauer geben; er wählt diesen würdigen Edelmann, der König hat recht!
Jonas,(der sich staunend bedenkt.)Der König hat mich geadelt? —— Mich?
Der König.Das ist gewiß! Es lebe der edle Jonas?
Jon.Meine Tochter wäre also ein Fräulein?
Der König.Wer sie nur ansieht, gesteht es. Sie ist ein Engel!
Jon.Nur noch eine Frage, wenn es erlaubt ist —— Wer ist der Herr?
Der König.Ich bin der König!
Jonas(der den Hut vom Kopfe reißt, und ihm zu Füssen stürzt.)Eure Majestät izt habe ich unrecht!
Der König,(der ihn liebreich emporhebt.)Nein Jonas, du hast recht! Steh auf! Setze dich! —— Ich komme nicht dich zu zwingen, du bist Vater, du kannst die Hand deiner Tochter verschenken, aber ich komme zu dir als ein Freund, dich zu bitten; sieh ein würdiger Jüngling liebt dein Kind, und dieses süsse Mädchen liebt ihn. Willst Du als Vater zwey verbundene Herzen trennen?
Jon.O Eure Majestät, ich habe nur Thränen zur Antwort! Ich habe unrecht, Eure Majestät haben allezeit recht! Segen auf Euch meine Kinder! O welch ein glücklicher Vater bin ich, da mein Landesfürst selbst mich würdiget, unter mein Strohdach einzutreten, und mich und meine Familie zu beglücken. He Rosalia!
Rosalia, Lindor, und Isidor schlichen zu. Andere, Landleute horchten neugierig, und der König verband die jungen Verliebten. Sie stürzten zu seinen Füssen, und die Segenswünsche tönten aus dieser glücklichen Hütte bis zum Throne.
Eduard liebte Salinien täglich mehr. Umsonst war seine angewandte Mühe, sie zu vergessen; umsonst wandte der bescheidene Alsin und seine schöne Tochter selbst alle Vorsicht an, die siegenden Reize bey allen Gelegenheiten dem Auge des gekrönten Liebhabers zu entziehen. Eduard liebte, und entschloß endlich nach langem Kampfe die Tugend dieses würdigen Ministers, und seiner Geliebten zu krönen, und seinen Thron mit diesem weiblichen Kleinod zu schmücken. Der ganze Hof rüstete sich bereits zu dieser Feyerlichkeit, und man erdachte ausserordentliche Feste. Unter andern Schauspielen erschien ein allegorischer Tanz.
Die Scene ist eine gebirgigte Gegend mit Bäumen umgeben, in der Mitte eines Hügels raget über dem Tempel der Weisheit eine prächtige Sternwarte hervor. Beym goldenen Thore sitzt der Vorsteher, und begrüsset die ankommenden Weisen und Sternkündigen, welche mit Büchern und Ferngläsern belastet erscheinen. Sie drücken alle ihre Begierde aus, neue Entdeckungen zu machen, wodurch sie ihre Unsterblichkeit erreichen.
Izt erscheinen viele Weiber mit Büchern und Sehröhren, und wollen ganz dreist in den Tempel treten. Der Vorsteher erstaunt, und dräut den Verwegnen, die als profane Geschöpfe diese Freystäte der Weisheit entheiligen wollen. Er eilt zornig in den Pallast, und verriegelt die Thore. Umsonst flehen einige Mädchen eingelassen zu werden. Sie stehen alle beschämt und weinen.
Amor fliegt aus einer Silberwolke von Täubchen umflattert, und tröstet die betrübten Schönen, indem er ihnen einen Plan überreicht, wodurch er ihnen die nahe Zusammenkunft des Mars und der Venus eröfnet. Er pocht kühn an den Tempel, und fodert die stolzen Weisen zum gelehrten Streit auf. Sie erscheinen mit einem spöttischen Lächeln über den Knaben. Amor forscht um ihre neuen Entdeckungen, und sie gestehn ihre Unwissenheit. Izt zeigen die Mädchenihren Plan mit siegreicher Zufriedenheit. Die Weisen erstaunen, und umarmen sie als gelehrte Schwestern die würdig sind, in ihre mystischen Kreise zu treten. Sie drücken alle ihre Freude über diese glückliche Vereinigung aus, und eilen auf die Sternwarte, diese wichtige Verheissung erfüllt zu sehen.
Die Gegend verwandelt sich in einen prächtigen Sternensaal. Der Abendstern und einige Planeten erscheinen in goldenen Kleidern, welche von Diamanten blitzen; sie versammeln die mindern Sterne, und rüsten sich zur feyerlichen Bewillkommung ihrer hohen Gäste. Mars erscheint endlich mit einem furchtbaren Kriegsgefolge: Venus von Grazien und Liebesgöttern umgaukelt begegnet ihm. Sie erblicken einander, erstaunen über ihre ausserordentliche Schönheit, sind von Freude hingerissen, und umarmen sich freundschaftlich. Sein kriegerisches Gefolg hält ihn zwar zurück; aber sie werden von Grazien entwaffnet, und sinken in die Arme der Huldgöttinnen. Amor erscheinet, und bindet mit duftenden Rosenketten die edlen Verliebten, und die bräutliche Vereinigung der Venus mit dem Mars giebt Anlaß zu einem feyerlichen Tanz. Mars und Venus drücken durch entzückte Geberden ihre zärtlichen Empfindungen aus, und alle Uebrigen ergiessen ihre Wollust in zierlichen Reihentänzen. Beide Gottheiten eilen zum Braut-Lager.
Plötzlich verschwindet die Gegend, und unter einem nächtlichen hellgestirnten Himmel erscheint auf der Erde eine glänzende Denksäule. Alle Sternkündigen, Männer und Weiber eilen herzu, und umgeben staunend die Pyramide; der Vorsteher schreibt mit goldenem Griffel die seltne Begebenheit in feurigen Zügen auf das Ehrenmaal. Amor erscheint, bringt das Bildniß Eduards, und Saliniens unter der Gestalt des Mars und der Venus, und hängt die Gemälde mit Lorbeern und Myrthenkränzen auf die Ehrensäule. Alle Gegenwärtigen stürzen zur Erde, und schliessen den Ballet mit einer Huldigung.
Die Schönheit, Aglaja, Euphrosine, Thalia, und Amor.
Die Schönh.
Wie, Schwestern, folgt ihr mir?Entreißt Ihr Euch den mütterlichen Küssen;Könnt Ihr wie ich den Götternektar missen?
Wie, Schwestern, folgt ihr mir?
Entreißt Ihr Euch den mütterlichen Küssen;
Könnt Ihr wie ich den Götternektar missen?
Agla.
Wir leben nie getrennt von dir.Doch theure Schönheit, ich erstaune,Sprich welche seltne LauneDes grossen Jupiters schließt Dich vom Himmel aus?Verdient wohl eine Welt Dich zu besitzen?Wo ist die Stadt, wo ist ein Haus,Wo pranget ein Pallast auf edlen Marmorstützen,Der Dir zum Obdach schiksam ist?Wie selig ist der Ort, den deine Lippe grüßt!
Wir leben nie getrennt von dir.
Doch theure Schönheit, ich erstaune,
Sprich welche seltne Laune
Des grossen Jupiters schließt Dich vom Himmel aus?
Verdient wohl eine Welt Dich zu besitzen?
Wo ist die Stadt, wo ist ein Haus,
Wo pranget ein Pallast auf edlen Marmorstützen,
Der Dir zum Obdach schiksam ist?
Wie selig ist der Ort, den deine Lippe grüßt!
Die Schönh.
Ich will nicht lange mehr um eine Herberg suchen.Dieß kleine Dorf umringt von hohen Buchen,Soll stäts mein Aufenthalt auf dieser Erde seyn.
Ich will nicht lange mehr um eine Herberg suchen.
Dieß kleine Dorf umringt von hohen Buchen,
Soll stäts mein Aufenthalt auf dieser Erde seyn.
Euph.
So willst Du Dich o Schwester von uns trennen?Wähl einen Sitz, wo wir auch wohnen können.Ich heisse nicht das Landvolk zu gemein;Nie schlich der eitle Stolz in unsre Herzen;Einst pflegten wir mit Schäfern froh zu scherzen;Doch jene Zeiten sind nicht mehr.Die Dorfmagd kennt nicht unsre Reize.Jedoch die Städterinn sucht uns mit Geize.In grossen Städten wohnt die Schönheit würdiger.
So willst Du Dich o Schwester von uns trennen?
Wähl einen Sitz, wo wir auch wohnen können.
Ich heisse nicht das Landvolk zu gemein;
Nie schlich der eitle Stolz in unsre Herzen;
Einst pflegten wir mit Schäfern froh zu scherzen;
Doch jene Zeiten sind nicht mehr.
Die Dorfmagd kennt nicht unsre Reize.
Jedoch die Städterinn sucht uns mit Geize.
In grossen Städten wohnt die Schönheit würdiger.
Thalia.
O Schwätzerinn, Du machst mich lachen.Was sollen wir am faden Putztisch machen?Das ist das Grab für alle Grazien,Da würde man uns sterben sehn.Jedoch Freund Amor kömmt; der wird die Wohnung wissen,Die wir mit Anstand wählen müssen.Laßt uns dem holden Gott entgegen gehn.Wir wollen ihn recht schwesterlich begrüssen.
O Schwätzerinn, Du machst mich lachen.
Was sollen wir am faden Putztisch machen?
Das ist das Grab für alle Grazien,
Da würde man uns sterben sehn.
Jedoch Freund Amor kömmt; der wird die Wohnung wissen,
Die wir mit Anstand wählen müssen.
Laßt uns dem holden Gott entgegen gehn.
Wir wollen ihn recht schwesterlich begrüssen.
Amor.
Willkommen Grazien! Gewünscht besucht ihr mich!Kann der galante Zevs Euch einen Tag entrathen?Gewiß berauscht er sichHeut mit Ambrosia bey einem kalten Braten.Die Juno, die so oft Euch Schwesterchen beschlich,Sah Euch vielleicht mit ihrem Gatten spielen;Ihr fächelt oft bey Göttern Feuer an;Der Donnerer pflegt selbst auf Euch zu schielen,Und seine Majestät beliebt sich abzukühlen.Der Zufall freuet mich; ich habe manchen Plan.Beym Styx! Ihr kommet mir, als wäret Ihr gerufen.Die Wohnung wähl ich Euch, so gut man wählen kann.Sie ist bequem, und ohne hohe Stuffen,Auch nicht zu groß, und nicht zu klein.Das Aug Saliniens, das selbst die Götter schufen,O Schönheit soll für Dich die schönste Wohnung seyn?Da thronst Du königlich! Ihr weisser BusenIst schon der Sitz der edlen Musen:Und die benachbarten und hübschen GegendenSind für Euch theure Grazien!So könnt Ihr stäts beysammen wohnen,Und jeden, der mein Mädchen sieht, belohnen.Mein Plan gefällt gewiß, weil wir Euch lächeln sehn.Besucht Salinien, und machet eine Probe.Auf ihrer Wange blüht unschuldige Natur.Da findet Ihr von Schminke keine Spur,Genug ist es, wenn ich der Liebesgott sie lobe.Eilt theure Grazien, und ziehet siegreich ein,In ihrem Herzen will ich euer Nachbar seyn!
Willkommen Grazien! Gewünscht besucht ihr mich!
Kann der galante Zevs Euch einen Tag entrathen?
Gewiß berauscht er sich
Heut mit Ambrosia bey einem kalten Braten.
Die Juno, die so oft Euch Schwesterchen beschlich,
Sah Euch vielleicht mit ihrem Gatten spielen;
Ihr fächelt oft bey Göttern Feuer an;
Der Donnerer pflegt selbst auf Euch zu schielen,
Und seine Majestät beliebt sich abzukühlen.
Der Zufall freuet mich; ich habe manchen Plan.
Beym Styx! Ihr kommet mir, als wäret Ihr gerufen.
Die Wohnung wähl ich Euch, so gut man wählen kann.
Sie ist bequem, und ohne hohe Stuffen,
Auch nicht zu groß, und nicht zu klein.
Das Aug Saliniens, das selbst die Götter schufen,
O Schönheit soll für Dich die schönste Wohnung seyn?
Da thronst Du königlich! Ihr weisser Busen
Ist schon der Sitz der edlen Musen:
Und die benachbarten und hübschen Gegenden
Sind für Euch theure Grazien!
So könnt Ihr stäts beysammen wohnen,
Und jeden, der mein Mädchen sieht, belohnen.
Mein Plan gefällt gewiß, weil wir Euch lächeln sehn.
Besucht Salinien, und machet eine Probe.
Auf ihrer Wange blüht unschuldige Natur.
Da findet Ihr von Schminke keine Spur,
Genug ist es, wenn ich der Liebesgott sie lobe.
Eilt theure Grazien, und ziehet siegreich ein,
In ihrem Herzen will ich euer Nachbar seyn!
Göttliche Schönheit, und ihr siegenden TugendenWerdet die Säule des Liedes, das ich Euch heilige.Sehet, dort nähert die Braut eines EroberersSchüchtern, keusch, und jugendlich!
Göttliche Schönheit, und ihr siegenden Tugenden
Werdet die Säule des Liedes, das ich Euch heilige.
Sehet, dort nähert die Braut eines Eroberers
Schüchtern, keusch, und jugendlich!
Nicht so reizend erschien Griechenlands Helena;Auch nicht Aegypten dein Schmuck! Römerbezauberinn,Dich beschämet ein Blick einer Salinia,Welche die Tugend verherrlichet.
Nicht so reizend erschien Griechenlands Helena;
Auch nicht Aegypten dein Schmuck! Römerbezauberinn,
Dich beschämet ein Blick einer Salinia,
Welche die Tugend verherrlichet.
Täuscht mich ein gaukelnder Traum, nähert sich Venus selbst?Aus dem Silbergewölk eilt sie mit Grazien,Die Liebesgötterchen, und Täubchen umflattern sie,Sie reicht den Gürtel Alsinien.
Täuscht mich ein gaukelnder Traum, nähert sich Venus selbst?
Aus dem Silbergewölk eilt sie mit Grazien,
Die Liebesgötterchen, und Täubchen umflattern sie,
Sie reicht den Gürtel Alsinien.
Töne hochzeitlich und süß goldenes Saitenspiel!Der schönlokichte Gott reicht ihr den Myrthenkranz;Seine Fackel entflammet siegende Zärtlichkeit,Welche die Liebe verewiget.
Töne hochzeitlich und süß goldenes Saitenspiel!
Der schönlokichte Gott reicht ihr den Myrthenkranz;
Seine Fackel entflammet siegende Zärtlichkeit,
Welche die Liebe verewiget.
Schüchtern erscheinet der Held, vor dem die Erde bebt,Er blikt Salinien an, staunet und huldiget,Leget den Lorbeerzweig ihr zärtlich zu Füssen hin,Und begrüßt sie als Königinn.
Schüchtern erscheinet der Held, vor dem die Erde bebt,
Er blikt Salinien an, staunet und huldiget,
Leget den Lorbeerzweig ihr zärtlich zu Füssen hin,
Und begrüßt sie als Königinn.
Antlitz verschönernde Scham, zärtliche Liebe straltAuf der Wange der Braut, wie früh das Morgenroth.Eduard krönet ihr Herz, den Sitz der Tugenden,Sie sind fürstlicher Kronen werth.
Antlitz verschönernde Scham, zärtliche Liebe stralt
Auf der Wange der Braut, wie früh das Morgenroth.
Eduard krönet ihr Herz, den Sitz der Tugenden,
Sie sind fürstlicher Kronen werth.
Kabinet. Eduard, Alsin.
Als.Ich bitte meinen König um Gehör! ——
Edu.Du setzest mich in Erstaunung. Bin ich nicht dein Freund Eduard? —— Sprich!
Als.Izt sind es sechzig Jahre, die ich dem Dienste deines Vaters und dem Deinigen mit Vergnügen widmete. Ich sage dies nicht etwa aus eitler Ruhmredigkeit, sondern ich führe meine kleinen Verdienstemit Bedacht an, damit Du mir meine erste und letzte Bitte gewährest. Es betrift meine Ehre, den Ruhm meiner grauen Tage —
Edu.Ich staune! Bitte sagst du? Edler Mann, fodre die Hälfte meiner Krone, ich schwöre beym Himmel ——
Als.Ich kenne dein gütiges Herz. Eduard, besieg deine Liebe! Du liebst meine Tochter, und bist großmüthig genug ihr die Würde einer Königinn anzubieten. Unser Dank ist rege. Beraube mich nicht meines guten Rufes ——
Edu.Ich begreife nicht ——
Als.Die Welt würde sagen, daß mein Eifer, und meine Vaterlandsliebe nur ehrgeizige Absichten zum Grunde habe. Der Gott, der alle Herzen sieht, kennt meine Uneigennützigkeit. Eduard, bester der Könige, laß mich mit Ehre in das Grab meiner Väter eilen; wähl eine würdige Königinn zum Wohl deiner Staaten. Vergiß eine flüchtige Leidenschaft, und sey stäts Eduard! —— Hör mit Geduld eine kurze Moral ——
Die Morgenröthe warf ihre goldnen Stralen über die Gipfel der Berge, der Weise wusch sein Antlitz, und grüßte das schimmernde Tageslicht. Wohlthätige Sonne, sey den Sterblichen willkommen! Du giessest mit gleicher Huld auf Fromme und Böse deinen Segen. Wirf deinen gütigen Schimmer in das Schlafgemach des Königs, beleuchte seine schlummernden Augen, und lehr ihn wohlthätig wie Du zu seyn! O Vorsicht, warum lässest du durch grosse Fürsten die Kleinen unterdrücken? So seufzte der Weise, als ein glänzender Geist vor seinem Auge stand. Ich habe deine Klage gehört, ich will dich belehren. Was siehst Du dort? —— Ich sehe, sprach der Greis, eine einladende Quelle an einem blumenreichen Gestade; die Pilgrimme erquicken sich an dem kühlenden Wasser. Was erblickst du izt? fragte ihn der schimmernde Jüngling, Sieh, rief der Alte, eben diese sanfte Quelle schwillt zur stürmischen Flut empor, welche die Fluren verheeret, und die ländlichen Hütten niederstürzet. Was siehst du izt? war die Frage des Genius. Eine wohlthätige Flamme, die mich wärmet,und meine Speisen zur Verdauung kochet. Blick weiter! Rief der himmlische Geist. Gott! Ich sehe, jammerte der Greis, eine wütende Flamme, die alles verschlinget; Häuser und Menschen frißt! Aber izt fühle ich eine sanfte Luft, sie kühlet mein graues Haupt, und reizt meine Augen zum Schlummer. Aber ach! Sie wird zum rasenden Sturmwinde! Sieh, wie die höchsten Cedern zu Boden fallen! Hör dort die zerrissenen Haine klagen! —— Sey ruhig! Sprach der Geist lächelnd, was zeigt sich dir? —— Ich sehe, rief der Naturforscher eine grüne Ebne, welche mit dem Schmelzwerk der Blumen malerisch pranget. Doch, wie verwildert sich plötzlich dieß Eden! Die Erde bebt, die Abgründe öffnen sich; diese sonst so gütige Mutter verschlinget grausam ihre Kinder! —— Was soll O erhabner Lehrer, dieß wunderbare Gesicht bedeuten? Welch ein Widerspruch! —— Dieß ist ein Gemälde der Leidenschaften, so schloß der Genius, sie sind die edelsten Triebfedern aller menschlichen Handlungen; alle Tugenden keimen hervor, so lange sie von der Vernunft geführt und beherrscht sind; aber weh den Menschen, wenn ihre Leidenschaften die Gränzlinie verlassen, und die Schleussen durchbrechen, dann vertilgen sie alles. So rief der belehrende Geist und verschwand. Der Weise dankte, und segnete die Allmacht.
Eduard.Er verläßt mich! Wie bin ich beschämt! Welche erhabne Seele besitzest Du mein Freund! Du erniederst mich! —— Ich will dir nachfliegen kühner Adler! —— Ich eile unter dem Geräusche der Waffen meine Leidenschaft zu besiegen, zu vergessen! —— O Salinia, dich vergessen — Welchen schweren Kampf ficht mein Herz!
Der König, die Ehre mit ihrem Gefolge.
Die Ehre.
Wie lange wirst Du hier in träger Ruhe schlafen?Sieh auf! Dort lächelt Dir ein schöner Lorbeerhain!Ergreif mit Muth die edlen Waffen,Durch sie allein kannst du verewigt seyn!
Wie lange wirst Du hier in träger Ruhe schlafen?
Sieh auf! Dort lächelt Dir ein schöner Lorbeerhain!
Ergreif mit Muth die edlen Waffen,
Durch sie allein kannst du verewigt seyn!
Der Weichling mag im Arm der Wollust lenzen,Der, wenn er stirbt, vergessen ist;Doch Helden, die mit Siegespalmen glänzen,Die die Unsterblichkeit begrüßt,Enteilen streitbar ihren Gränzen,Weil sie ihr Geist in keine Welt verschließt.
Der Weichling mag im Arm der Wollust lenzen,
Der, wenn er stirbt, vergessen ist;
Doch Helden, die mit Siegespalmen glänzen,
Die die Unsterblichkeit begrüßt,
Enteilen streitbar ihren Gränzen,
Weil sie ihr Geist in keine Welt verschließt.
Der König.
Willkommen Königinn der Erde!Durch dich entflammt vergißt der Krieger die Beschwerde,Die sich ihm stolz entgegenstemmt,Und seine Riesenschritte hemmt.Umarme mich, Du hast mein Herz bemeistert,Ich fühle schon den göttlichen Instinkt,Ein Blick von Dir hat mich begeistert.Ich eile hin, wo mir dein theurer Lorbeer winkt.
Willkommen Königinn der Erde!
Durch dich entflammt vergißt der Krieger die Beschwerde,
Die sich ihm stolz entgegenstemmt,
Und seine Riesenschritte hemmt.
Umarme mich, Du hast mein Herz bemeistert,
Ich fühle schon den göttlichen Instinkt,
Ein Blick von Dir hat mich begeistert.
Ich eile hin, wo mir dein theurer Lorbeer winkt.
Die Weichlichkeit, und ihr Gefolge, Vorige.
Die Weichl.
Wohin mein Sohn, entfliehst Du meinen Armen?Die Ehre leitet Dich?Ich seh Euch beide mit Erbarmen!Held zaudre noch, und höre mich!Du willst Dich kühn in die Gefahren wagen?Ich schildre Dir das Bild von meinen sanften Tagen:Früh wecket Dich die süsse Harmonie,Dann eilst Du zu den Blumengärten,Umringt von schmäuchelnden Gefährten.Sie lieben dich, dein Blick beseelet sie.Indeß bewaffnen sich mit Reizen alle Schönen;Die Liebe buhlt um Dich in tausend Wollustscenen.Ein jedes Wölkchen wird verscheucht.Dann lädt Dich Bachus zu den Festen;Du taumelst froh mit muntern Gästen,Bis sich die Sonne roth zum Meere schleicht.Dann rufen Dich Thaliens Spiele,Und sie belebt dein Herz mit zärtlichem Gefühle.Doch endlich reicht der frohe TanzDir seinen bunten Blumenkranz.Spät eilt der Schlafgott dich zu grüssen,Und du entschläfst mit Amors süssen Küssen.Hat dieses Leben keinen Glanz?
Wohin mein Sohn, entfliehst Du meinen Armen?
Die Ehre leitet Dich?
Ich seh Euch beide mit Erbarmen!
Held zaudre noch, und höre mich!
Du willst Dich kühn in die Gefahren wagen?
Ich schildre Dir das Bild von meinen sanften Tagen:
Früh wecket Dich die süsse Harmonie,
Dann eilst Du zu den Blumengärten,
Umringt von schmäuchelnden Gefährten.
Sie lieben dich, dein Blick beseelet sie.
Indeß bewaffnen sich mit Reizen alle Schönen;
Die Liebe buhlt um Dich in tausend Wollustscenen.
Ein jedes Wölkchen wird verscheucht.
Dann lädt Dich Bachus zu den Festen;
Du taumelst froh mit muntern Gästen,
Bis sich die Sonne roth zum Meere schleicht.
Dann rufen Dich Thaliens Spiele,
Und sie belebt dein Herz mit zärtlichem Gefühle.
Doch endlich reicht der frohe Tanz
Dir seinen bunten Blumenkranz.
Spät eilt der Schlafgott dich zu grüssen,
Und du entschläfst mit Amors süssen Küssen.
Hat dieses Leben keinen Glanz?
Was ist mein Freund, der eitle Ruhm?Baust Du dein Glück auf Menschenknochen?O flieh die blutigen Epochen,Denn ihre Gleise sind zu krumm!Hier ruhest du am schönsten Busen!Hier lächeln Dir die sanften Musen,Und hier ist mein Elisium!
Was ist mein Freund, der eitle Ruhm?
Baust Du dein Glück auf Menschenknochen?
O flieh die blutigen Epochen,
Denn ihre Gleise sind zu krumm!
Hier ruhest du am schönsten Busen!
Hier lächeln Dir die sanften Musen,
Und hier ist mein Elisium!
(Izt umgaukeln ihn die Liebesgötter; die Grazien schmücken ihn mit Blumen, und er sinkt entzückt in ihre Arme. Der Friede krönt ihn.)
Chor des Gefolges der Weichlichkeit.
Freudige ChöreDer Liebe zur EhreErquicken das Ohr.Zärtliche LiederErheben izt wiederDie Herzen empor.
Freudige Chöre
Der Liebe zur Ehre
Erquicken das Ohr.
Zärtliche Lieder
Erheben izt wieder
Die Herzen empor.
Donner und Blitz. Der Eckel und die Zwietracht mit ihrem Gefolge stürzen herein.
Der Eckel.
Wirst du denn nicht der schaalen Lüste müde?Kannst du gewärmte Lust verdaun?Ich sage Dir mein Fürst ganz im Vertraun,Mir eckelt oft Gesundheit, Wohlseyn, Friede.Ich schwöre Dir, mich quält dieß Einerley.
Wirst du denn nicht der schaalen Lüste müde?
Kannst du gewärmte Lust verdaun?
Ich sage Dir mein Fürst ganz im Vertraun,
Mir eckelt oft Gesundheit, Wohlseyn, Friede.
Ich schwöre Dir, mich quält dieß Einerley.
Die Zwietr.
Wir treten deiner Meinung bey.Ich sehe diesen Hof bey allen Freuden gähnen.Dein Schauplatz, O Monarch, ist niemals neu.Man sieht beständig alte Scenen.Ein altes Lächeln fort, wenn es zu oft erscheint!Wähl lieber Krieg, wenn auch der Landmann weint,So sind es doch ganz neue Thränen.Hör, wie der Krieger murrt, wie frech dein Nachbar dräut,Und sich bey deinem Schlummer freut!Kannst du den Schimpf stäts so gelassen tragen?Wirst du denn nicht Versuche wagen?Begräbt die Weichlichkeit dein grosses Herz;Betäubt den grossen Geist ein kleiner Liebesscherz?Nein! Länger kann ich Dich nicht so entehret schauen,Ich reisse selbst den Wollusttempel ein;Ich will dem Ruhm Altäre baun!Ich steige zum Olymp! Willst du Begleiter seyn?Wir müssen Neid, und Haß, und Vorurtheil zerschmettern;Dein Zögern heischt von mir izt eine kühne That.Ich will mit Dir auf jenen Felsen klettern,Wo die Unsterblichkeit den schönsten Tempel hat.
Wir treten deiner Meinung bey.
Ich sehe diesen Hof bey allen Freuden gähnen.
Dein Schauplatz, O Monarch, ist niemals neu.
Man sieht beständig alte Scenen.
Ein altes Lächeln fort, wenn es zu oft erscheint!
Wähl lieber Krieg, wenn auch der Landmann weint,
So sind es doch ganz neue Thränen.
Hör, wie der Krieger murrt, wie frech dein Nachbar dräut,
Und sich bey deinem Schlummer freut!
Kannst du den Schimpf stäts so gelassen tragen?
Wirst du denn nicht Versuche wagen?
Begräbt die Weichlichkeit dein grosses Herz;
Betäubt den grossen Geist ein kleiner Liebesscherz?
Nein! Länger kann ich Dich nicht so entehret schauen,
Ich reisse selbst den Wollusttempel ein;
Ich will dem Ruhm Altäre baun!
Ich steige zum Olymp! Willst du Begleiter seyn?
Wir müssen Neid, und Haß, und Vorurtheil zerschmettern;
Dein Zögern heischt von mir izt eine kühne That.
Ich will mit Dir auf jenen Felsen klettern,
Wo die Unsterblichkeit den schönsten Tempel hat.
Willst du? So reiche mir die Hand!Verlaß die kleinen Liebesspiele;Verwirf dieß weichliche Gewand!Dort nähern wir dem edlen Ziele,Wo Herkules einst Lorbeern fand.
Willst du? So reiche mir die Hand!
Verlaß die kleinen Liebesspiele;
Verwirf dieß weichliche Gewand!
Dort nähern wir dem edlen Ziele,
Wo Herkules einst Lorbeern fand.
Der König.
Empfang von mir die erste Huldigung!Ich folge froh dem Heldenwinke.Ich bin zwar noch an Thaten jung;Jedoch es treffe mich die härtste Züchtigung,Wenn ich als Weichling je zurück zur Ruhe sinke,Und je den Taumelkelch der Wollust trinke.
Empfang von mir die erste Huldigung!
Ich folge froh dem Heldenwinke.
Ich bin zwar noch an Thaten jung;
Jedoch es treffe mich die härtste Züchtigung,
Wenn ich als Weichling je zurück zur Ruhe sinke,
Und je den Taumelkelch der Wollust trinke.
Auf Ehre! Komm, dein Ruf belebt!Mein Blut beginnt izt feuriger zu wallen;Ich höre schon die Kriegstrompete schallen,O Götterton, der mich erhebt!Laßt uns mit Muth das Siegesschwert ergreifen;Bald werden uns die schönsten Palmen reifen!O Heldengeist, der mich umschwebt,Sieh, wie die Welt schon furchtsam bebt!
Auf Ehre! Komm, dein Ruf belebt!
Mein Blut beginnt izt feuriger zu wallen;
Ich höre schon die Kriegstrompete schallen,
O Götterton, der mich erhebt!
Laßt uns mit Muth das Siegesschwert ergreifen;
Bald werden uns die schönsten Palmen reifen!
O Heldengeist, der mich umschwebt,
Sieh, wie die Welt schon furchtsam bebt!
Chor des kriegerischen Gefolges.
Wir eilen, wir fliegen zum blutigen Kriege!Dort pflücken wir Lorbeern, dort ärnden wir Siege,Die über die Meere die Fama posaunt,Bey denen die späteste Nachwelt erstaunt.
Wir eilen, wir fliegen zum blutigen Kriege!
Dort pflücken wir Lorbeern, dort ärnden wir Siege,
Die über die Meere die Fama posaunt,
Bey denen die späteste Nachwelt erstaunt.
Aber Willhelm der König hörte die Siege seines Feindes, und der Neid fuhr in ihn, und er sandte zu Philipp seinem Bundesgenossen, und an alle benachbarte Könige, und foderte sie zum Streit auf wider Eduard ihren Feind von gestern und ehegestern.
Und es thaten sich alle Gewaltigen zusammen, und das Getümmel der Kriegsschaaren war wie das Rauschen vieler Wässer.
Und der Herr sprach zu Eduard dem König, da er schlief, fürchte dich nicht vor ihnen, denn morgen um diese Stunde will ich sie alle vor deinem Angesicht vertilgen, und ihre Könige in deine Macht übergeben. Ihre Rosse sollst du lähmen, und ihre Wägen mit Feuer verbrennen.
Also kamen die Kriegsschaaren des Königs zusammen, und waren alle eines Gemüthes und eines Vornehmens, und es fanden sich funfzigtausend, die das Schwert auszogen.
Und alsobald wurden die Kriegstrompeten geblasen, und die Geschwader zogen auf das Schlachtfeld. Eduard aber trat an ihre Spitze.
Und er sprach zu ihnen: Folget mir, denn der Herr hat unsere Feinde in unsere Hände übergeben; und sie folgten ihm, und nahmen die Furth am Ufer des Flusses, welcher beide Heere trennte, und sie überfielen ihre Feinde, und erschlugen unzählbare Haufen, welche alle starke und streitbare Männer waren, und keiner konnte entrinnen.
Aber König Willhelm strit wider Eduard, und seine Schaaren flohen vor dem Angesicht der Feinde; ihrer wurden viele niedergeworfen und erschlagen in der Ebne.
Und die Geschwader Eduards drangen häufig auf die Leibwache Willhelms; er aber wurde in einer Sänfte getragen, denn er war krank, und er stieg heraus. Und der ganze Last des Streits wendet sich auf Willhelm, und die Schützen trafen ihn an, und er ward tödtlich verwundet, und die Seinigen fielen rings herum.
Da sprach Willhelm der König zu seinen Hauptleuten; tödtet mich, damit ich nicht in die Hände meiner Feinde falle, und sie ihren Spott mit mir treiben; aber seine Hauptleute wollten nicht, denn sie waren sehr erschrocken. Da stürzte er wüthend unter die zudringenden Feinde, verwünschte sein Schiksal, und ward im Gefechte getödtet, und von Pferden zermalmet. Also hat Gott das Böse vergolten, das Willhelm wider Eduard seinen Knecht gethan hatte. Er und seine Krieger wurden erschlagen und zertreten, und es gieng ein Gestank aus von ihren Aesern. Die Thore ihrer Städte wurden zerbrochen, und die Mauern niedergerissen.
Aber Philipp der König floh, und versperrte sich in eine feste Stadt, und der Hunger und die Noth mehrten sich täglich, denn siewurden von Eduard hart belagert. Und die Inwohner assen das Brod nach dem Gewicht, und mit Sorgen, und tranken das Wasser mit dem Maaß und in Aengsten, und sie verschmachteten. Da trat die Schwester des Königs mit ihrem Bruder in ein Verständniß, und sie gieng in das Lager der Feinde, und sie gefiel den Augen des Königs.
Alidia warf sich weinend zu den Füssen Eduards, und sprach: Herr, laß mich Gnade finden vor deinen Augen. Willst du denn alles vertilgen, was von uns übrig ist, und deinen Grimm über mein Volk ausschütten? Mein Bruder hat deinen Zorn gereizt, seine Missethat ist groß; aber schenk Gnade deiner Magd, die für die Schuldigen flehet, du bist der mächtigste und weiseste König, den ich verehre.
Und Eduard gab ihr Gnade, und Verzeihung ihren Freunden. Deine Thränen, sprach er, sind ihr Heil, ihr sollet wieder pflügen, und Saamen der Erde geben; die Städte sollen bewohnet werden, und die Ruinen sollet ihr wieder erbauen. Ich will eure Erde mit Menschen und Vieh erfüllen; sie sollen wachsen und blühen, und sich mehren. Die verheerten Felder sollen mit Korn beladen werden, und die Auen sollen Früchte tragen. Dieß alles thue ich um deinetwillen, denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden.
Aber sieh da, ihr Bruder ward mißtrauisch auf seine Schwester, und verzweifelte an seinem Heil.
Und er versammelte alle seine Kebsweiber und Diener, und sezte den Pallast in Flammen, und verbrannte sich und die Seinigen.
Alidia aber folgte dem König, und sie war seine ganze Seele. Er verschlang ihre Schmäucheleyen, und ward stolz und übermüthig.
Seine Krieger aber giengen siegreich in ihre Häuser, und assen die Frucht des Weinstockes, und die Frucht der Bäume, und tranken das Wasser ihrer Brunnen in Freude. Und die Völker jauchzten.
Ich will singen, und mit Psalmen den Allmächtigen preisen. Erzählet seine ewigen Wunderthaten in den Jahrbüchern der Erde.
Machet Euch auf ihr Völker zum Lobgesange des Herrn; machet Euch auf ihr Väter, ihr Mütter, und rufet seinen heiligen Namen!
Singet ihr Jünglinge und Jungfrauen sein heiliges Lob!
Er hat ein neues Denkmaal seiner Grösse und Güte errichtet. Zerschlagen waren unsere Herzen; wir weinten, und wir hiengen traurig unser Saitenspiel auf die Weiden.
Unsere Feinde waren hoch von Augen, und unersättlich von Herzen; Sie verliessen sich auf ihre ähernen Wägen, und ihre zahlreichen Rosse; wir aber haben in Demuth unsern Gott angerufen.
Er hat sie geschlagen, und seinen furchtbaren Arm wider sie aufgehoben. Er hat seinen verschlingenden Zorn in die Schaale unserer Feinde gelegt, und seine göttliche Gerechtigkeit in unsere Schaale; aber seine gränzenlose Barmherzigkeit war das Uebergewicht.
Der königliche Löwe zieht herauf aus seinem Lager, den Feinden entsinkt das Herz, denn unser Gott ficht mit ihm.
Seht, Er kommt herab wie eine schwarze Donnerwolke; sein feuriger Wagen ist wie ein heulender Sturmwind; und seine schnaubenden Pferde sind schneller denn Adler; er nimmt Frieden und Stärke von dem feindlichen Heere.
Wo ist izt die Wohnung der Hochmütigen? Er hat ihre Lagerstatt zerstöret, und ihre Nester zermalmet. Die Stolzen sind verstricket, und zu Boden gefallen; wir aber stehen auf, und preisen dich wohlthätiger Gott!
Unser König erfreut sich durch deine Stärke, und frohlocket über unser Heil; du hast ihm gegeben, was sein Herz begehrte, und ihn hoch über seine Feinde erhoben.
Sein Volk sitzt in der Schönheit des Friedens, und wohnt in überschwenglicher Ruhe durch dich O Gott der Herrlichkeit, und des Sieges; wir danken dir, und lobsingen dir in Ewigkeit.
Nach so glücklichen Siegen, und so häufigen Eroberungen kannte sich der mächtige Eduard nicht mehr. Sein ganzer Charakter verwandelte sich. Eine übertriebene Eigenliebe beherrschte ihn. Seine Leutseligkeit und Güte verschwand. Die Schmäucheleyen kriechender Hofschranzen vergrösserten täglich seinen Hochmuth. Er kannte nur seinen umschränkten Willen. Er schrieb den Nachbarn willkürlich Gesetze vor. Er gebot als Monarch seinen Bundesgenossen. Er sah auf seine Unterthanen wie auf verächtliche Sklaven herab, und wollte von der ganzen Erde gefürchtet und angebetet seyn. Alidia, und ihre Speichellecker umringten ihn stäts, verscheuchten seine patriotischen Räthe, und Freunde, und verdrängten alle treuen Diener des Vaterlands. Fremdlinge flößten in sein Herz Grundsätze einer schwarzen Politik, die alles gewaltsam zertrat, und alles hungrig verschlang. Das arme Volk fühlte die eiserne Ruthe des despotischen Eigendünkels eines Tyrannen. Alidia war alles in allem. Sie schlich sich so in sein Herz, daß er beschloß sie zur Königin zu erheben. Alle Feste des Hofes wurden ihr mit schwelgerischem Aufwande gefeyert, und alles staunte die glänzende Sonne an, die an der Seite Eduards glänzte.
Ein offener Gartensaal.
Der König, viele Höflinge, Damen, Ankart der Finanzminister, und hernach Losin.
Viele Damen und Kavaliere sitzen beym Frühstück. Der König geht auf und ab, und liest in einem Briefe, lächelt, hält die Hand auf die Stirne und denkt nach. Er blickt auf einen andernBrief, fährt freudig auf, und erblickt seinen Finanzminister, der sich nur beugt, und ihn nicht stöhren will. Der König nimmt einen Schwamm, läßt ihn wohl anschwellen, indem er zu allen Springquellen eilet, und dann drückt er den Schwamm auf einem Waschbecken, welches er in einen Schrank stellt. Ankart bemerkt alle Geberden, neigt sich, und geht. Der König liest weiter. Losin trit auf, will wegen gegenwärtiger Gesellschaft wieder abtreten. Der König winkt ihm, führt ihn zur Gartenebne, und haut mit einem Stäbchen alle Mohnköpfe von den Blumenbeeten ab. Losin überlegt diese Handlung ein wenig, verbeugt sich ehrfurchtsvoll, und eilt fort, bringt eine Schrift, Wachs und Licht. Der König drückt sein Siegel auf, und Losin nimmt Abschied. Die Gegenwärtigen staunen über die Räthsel, und über die Art des Königs seine geheimen Befehle zu ertheilen. Der König kehrt freudig zur Gesellschaft[16].
(Der Narr kommt mit einer Rolle und singt.)
Beliam.