Chapter 10

In gottes namen! Amen. Hie mag man ein frag schephen, ob ein man ein weib schül nemen. Dar zuo wil ich also sprechen: Ist, daz ein man wil und mag stät beleiben, chinder machen, weib und chinder füren mil rechtvertigem guot, noch got wil dienen, sam ein engel keuschechleich, der nem ein hausfrawen zu einer chan, die ym gevallen und fruchtper sey, weis und from und sein geleich.Der urteil ward do Bertschi fro.*** Er sprach: Mein dinch daz stet also22cZe geleicher weis nach deinem sagen,Dar umb so wil ich Mäczen haben.So hab sey, sprach do Varindkuo.Got geb dir gluk und häil dar zuo!5** Colman sprach: Lass mich dir sagen!Glük und säld daz mag er haben,Sich nur, daz er ir gevallUnd iren freunden uber al.Da mit so wurden aus gezelt10Zwen der besten und derwelt,Daz was der schreiber sinnereichUnd Rürenmost im selber gleich,Daz seu zuo Friczen giengin,Die red mit im an viengin15Von verrem her mit werten schelben,Sam seu es tätin vin in selben,Und also prittlen zemen machenDie ee an schuoler und an phaffen.Also traften seu da hin,20Zuo Friczen haus stund in der sin.Wer seu fragt wol hin alsoUm ein sach, sey sprachent do:Lass uns gen! Henricze sprach:Wis, es ist ein endleich sach,25Es ist ein sach und ist so gros,Kain sach die ward nie ir genos.Rurenmost sich ward besinnendEines andern und beginnend.Er sprach: Mich dunkt uns sey ze gach,30Und gen wir so dem Friczen nachMit eillen und mit lauffen!Wie teur wir mussend kauffen,Daz wir von ym nu wellin haben!Dar umb lass dir ein anders sagen!35Wir schüllen cheren zur tavern.Fricz der trincht des abents gern,Wir mügent mit ym zechen;So heb du an ze sprechen:Warleich, Fricz, du pist ein man,40Dem ich er und guotes gan.Dein früntschaft gfiel mir allweg wol,Won du pist from und eren vol.Nu dar, so hast ein tochter da,Die wirt dir untern henden gra:45Es wär vil langes zeit gewesen,Daz sey an einem chind genesenWär und stünd mit er auf erd,Won sey ist gross und mannes werd.Dar umb so han ich in dem muot50Ein dinch, das möcht wol wesen guot,22dOb mir so wurd gelingen,Daz ich es zuo möcht pringen,Daz Triefnas der vil sauber knechtMäczen nemen wolt ze recht.5Der ist jung und dar zuo reich,Einem fromen man geleich,So ist er auch von guoten geschlacht,Sam man im dorff gehaben mächt.Und so du dann gesprichst daz dein,10So leg ich auch darzuo daz meinUnd rat ym so, daz er daz tuo,Und was ich gehelffen mag dar zuo,Daz wil ich werben nacht und tag,Won mir sein mâgschaft auch wehag.15Hie mit wir werdent innen,Wes es ym wil beginnen.*** Der Schreiber reden do beganUnd sprach: Nu hin, daz sey getan!Wie schier sie hieten vollepracht20Des Rürenmost ym do gedocht!** Des dankt ym Friczo züchticleichUnd sprach: Got mach euch sälden reich!Ewer liebschaft gfiel mir wol,Die suoch ich gern mit we man schol.25Doch mich dunkt, er sey mir zwäch,An seinen sinnen gar ze gäch.Enruoch, so wurden sey ym sagen,Wie gross er ist, er lât sich gehaben,Acht umb deiner freunden willen!30Wir getrauwent in wol stillen.Da mit so huob er auf und tranchUnd sprach: Der red habt ymer danch!Dar zuo so schol man haben râtDes morgens fru und nit so spât!35Got der muss des ewern phlegen!Trinkt hin sant Johansen segen!*** Der wein sey euch gschenkt von mir!Des danktens ym mit herczen girUnd schieden von enander do.40Fricz der was der rede fro,Er schlieff bis an den morgen fruoUnd nam auch seinen dar zuo.Der erste was der Ochsonchroph,Der ander häisset Lärenchoph,45Den dritten nempt man Lastersak,Der vierd sey Uocz der übel gsmak,Straub und Härtel SäichinchrugUnd ander erber leut genuog.Sein freundin chamend auch dar zuo,23Daz was fro Hilda Leugafruo,Schürenprand und NimindhandRichteinschand und SyertdaslandUnd ander frome frawen gar,5Der ich doch nicht genennen gtar.** Fricz der hiess sey nider siczenUnd sprach also von seinen wiczen:Lieben muomen, freunt und mâg,Wisst, daz ich vil ungern wâg10Grosseu dink an ewern rât,Won der weis gesprochen hat:Niemant ist ym selber genuogIn seiner sach mit rechtem fuog,Man hat mir zuo gesprochen,15Von wan es sey gerochen.Des waiss ich nicht, mich dunkt also,Triefnas war meinr tochter fro,Der ym sey gäb ze einer chan.Sagt mir, waz ist guot gtan?20Ochsenchropf was namhaft,Dar zuo hiet er sin und chraft.Er sprach: Des sein wir schuldig dirZe helfen nâch deins herczen girUnd auch ze râten ze allem spil;25So wiss, dein tochter haben wilEinen man, der christan sey,Jung und frisch und gesunt da pey,Starch und sauber an dem leib,Nicht ze lind, recht sam ein weib.30Die aller beste varw daz istWeiss ein täil mit rotem gemist.Harr und part die schüllen seinEin wenich straublocht an irm schein,Nicht ze swarcz, ze rot, ze hert,35Ein wenich auf daz praun geferwt.Daz haubt schol haben hohes hirn,Nicht ze grôss, mit gefuger stirn.Prauneu augenprauwen leis,Mund und nas ze mittler weis,40Starker hals und nicht ze lang,Noch ze weibisch sey daz gesanch,Weiteu prust und stärkeu päin,Enmitten in der wüsti chläyn,Hend und armen lanch und gross,45Die finger sein auch ir genoss,23bNegel churcz, die stend vil wol,Der fuoss ze dik nicht wesen schol.Sein ganch der sey vil rösch und schlecht.Mittel man der kumpt uns recht.5Ist nu Bertschi so gestalt,So rât ich, daz sein Mäcz gewalt.Larenchoph des nicht benügt.Schönes haus uns wenig fügt,Sprach er, da ein böser wirt10Die geste auf und nider syert.Ist nu Bertschi sauber garAn dem leib und wol gevarUnd hat der frumkhait nit dar zuo,Ich schäcz in böser, dann ein kuo.15Dar umb so muoss er sein ein knecht,Da mit vil erber und gerecht,Der wenig schlaff, nit müssig ste,Noch gern mit bösen leuten ge,Der reden künn und doch nicht liegen,20Noch den freunt mit listen triegen,Dem der wein sey underchant,Noch der würffel in der hand,Der den frâss auf ym nicht trag,Won der gieng ym niemer ab,25Der mit dem seinen müg besten,Und lâss der leuten rinder gen,Dem daz hercz sey nicht ze hellig,Noch daz haubet gar ze schellig,Der leid und tuo sam einer schol,30Dem zucht und er behaget wol;Und hiet er alles daz an im,So daucht mich des in meinem sin,Mäczen der geschäch nicht we,Nem sey Bertschi zuo der e.35Fullenmagen her sich rekt,Er sprach: Diss dinch vil wenich klecht.Was hilft, daz einer sauber sey,Erber und auch from da pey,Ist er nicht weis und chluog da mit?40Won es ist nu der welte sit,Daz die esel und die narrenZeuhent bäid in einem charren,Der mit raynvail ist geladen,Und muossent doch sich des wassers laben.23cFro Leugafruo mit unfuogDie red ym yeso underschluog.Sey sprach: Vergest des ewern nichtUnd hört des ersten, was man spricht!5Der alleu dink dergrunden wil,Der siert sich selb und schafft nit vil.Dhäin e die wär noch nie geschehen,Hiet man ens und dicz besehen,Dhäin weltleichs mensch ward nie so rain,10Es hunch an einem überpayn.Secht, ich sag euchs recht heraus:Triefnas ist mir nicht ein laus.Dar umb so wil ich nicht enliegenNoch die fromen tochter triegen.15Er ist ein junger grader knecht,From und erber, dar zuo schlecht,Dann daz er mich dunchet faulUnd hât ein uberweites mul,Dem wil ich selber antwurt geben.20Chleiner mund chumpt frawen ebenUnd nit dem man, ich sag euchs vor.Grosseu stat wil weites tor.Ist er faul und schlaffet gern,Des wirt er alles sampt enbern,25So daz chindel wirt von nöt,Singent: Ätti, gib mir prott!Was schol er dann der wiczen haben,Ein junger knab, pey chläynen tagen,Der auch geschrift in im nit hât?30Dar umb so wisst, es ist mein rôt,Daz wir nu senden hin zuo ymUnd auch derfarin seinen sinChluochleich, sam er hat getan.Und wil er unser muomen han,35So haiss man chömen so zehandUnd seczt in nider zuo der wantUnd sagt ym alles sunder wol,Was er tuon und meiden schol.Und ist, daz er gelernen mag40Und auch getuon nach ewer sag,So schol man ym sey geben so.Des râtes wurdens alleu fro,Dann der vatter Fricz allain.Der sprach: Es wisst all gemäin,45Was mir Bertschi hat getanUnd meiner tother vor an.Daz verredt ym ieso zhant23dIunchfraw Hächel SchurenbrandUnd sprach: Du säist, sam einr der schaft.Hat dir Bertschi schande pracht?Won er hofieren kan so wol,5Dest e man ym sey geben schol,So behalcz ir er dester bas.Waist nicht, daz man spricht daz:Maus im sak und laus im nak.Mäcz ym haus und feur im kübel10Die bezalent iren wirten übel.Ich wäiss es selber wol an mir.Do ich nu cham zuo mannes girUnd wär mir schier ze hilf nicht komen,Ich hiet mir selber vier genomen.15Alteu junchfraw ist ein giftNieman haus, sam man da spricht.Seu sprachent all: Du redest recht.Wir schüllen senden nach dem chnechtUnd tuon sam uns geraten ist20Von Leugafruo ze diser frist.Des stuonden Fricz und Härtel aufUnd traten gen des schreibers haus,Den fundens da zuo irm gewin.Er gruosst seu schon, des danchtens ym.25Da mit so huob an Fricz und sprach:Umb die red, die nächt geschach,Wis, wir sein des uberäin.Wir wollen wissen, wie ers mäin;Und wil er tuon nach deinem rat,30So chüm mit ym und nicht ze spatHäym her, freunt, in ewer haus,Da wöllen wir ym legen aus,Waz er tuo und lass da pey.Henricze sprach: Daz sei, daz sey!35We, wie schier dicz was geschehen!Einr der hiet nit umb gesehen.Do nu Pertschi chomen was,Man gruosst in schon, er dankt vil bas.Seu sprachen: Wes hast du ze muot?40Des antwürt er: Mich deuchti guot,Es gebt mir Mäczen zuo der ee,Ich tät ir wol und dannocht me.Lastersak huob an zuo jehen:Daz dinch möcht alles sampt geschehen,45Woltist stellen nach der erUnd dar zuo volgen unser ler.24Bertschi sprach: Es gefelt mir wol,Ich tuon alles das, das man schol.So sicz da nider, sprach do Fricz,Und sag uns etwas deiner wicz!5Chanst den paternoster so?Ja do, äntwurt Perchi do.Daz Avemari und de glaubenAuch da mit an alles laugen?So sag auf eben, nicht enlach!10Triefnas huob an und sprach:Pater noster herrgot vatter unser, der da pist in dem hymel,*** gehaliget werd dein nam! Zuo chüm uns dein reich! Dein will werd hie in der erd, sam in dem hymel! Du verleich uns unser tägleich prot, und vergib uns unser schuld, sam wir tuon schüllen unsern schuldigern! Und verlâss uns nicht in böser versuochung, sunder lös uns von allem übel! Amen.** Ave Maria! Gegrusset seist du, raineu maget Maria, vol *** aller gnaden! Got ist mit dir. Du pist gesegnet über alleu weib, gesegnet ist deu frucht deines leibes, unser herr Jhesus Cristus. Amen.** Credo in deum, ich gelaub an einen got vatter allmäthigen, *** der schepfer ist hymelrichs und ertreichs, und gelaub an seinen eingepornen sun, unsern herren Jhesu Crist. Ich gelaub, daz der selbig gottes suon emphangen wart von dem hailigen gaist und auch geporn ward von der rainen mayt Marien, und gelaub, daz er gemärtrert ward untter dem richter Pylaten an dem hailigen creucz, derstarb, dar zuo auch begraben ward. Ich gelaub, daz sein hailigeu sel in die vorhelle fuor und nam alle die daraus, die seinen willen hieten getan, und daz er an den dritten tag erstuond von dem tod, gewarer got und gewarer mensch, und gelaub, daz er auf ze hymel fuor und da siczet ze der rechten hand des almäthigen gotz seines vatters. Ich glaub, daz er dar nach chünftic ist ze ricthen24buber die toten und uber die lebentigen, ieden man nach seinen werchen. Ich gelaub auch an den hailigen gast, an die hailigen kyrchen der cristenhäit und an die gemaine aller häiligen, und gelaub antlass aller meiner sünden ze gewinnen, ob seu mich reuwent von ganczem herczen meinem. Ich gelaub an der toten urstend und gelaub nach disem leben daz ewig leben ze besiczend werden, ob ich es verdient han. Amen, amen, amen, amen.** Hörr auf, lieber, sein ist gnuog,Sprach do Fricz. Du pist so chluog,Daz mich des dünkt, du seist gestandenManich jar in frömden landen.15Pertschi wand, ym war also,Und hiess ym Mäczen geben do.Secht, daz wär do nicht vermitten,Hiet es Lastersak gelitten.Dem geviel daz eyllen nicht.20Grosseu sach wil zuoversicht,Sprach er do und voll die ee.Sag mir, gesell, kanst du icht me?Des äntwurt Pertschi also schier:Ich alz wol, sam ander vier,25Erren, tröschen und auch säyn,Hakken, sneiden und auch mäynUnd was zuo prott gehoren schol,Daz tuon ich gern und kans auch wol.Lastersak huob wider an30Und sprach: der mensche nicht enkanGeleben mit dem prott alläinAn lib und an der sel gemäin,Sunder mit des gottes wort,Des leibes häil, der sele hort,35Daz ym da fleust aus seinem mundUnd tuot uns alle salde kunt.Dar umb so muost du lernen bas.Daz tuon ich gern, sprach Triefnas.Des ersten ich doch hören wolt,40Wie ein junger lernen scholt.Daz ist vil weisechleich geredet,Sprach do Lastersak ze stet.Dar umb so wiss, daz ich da wäiss,24cZehi sind dem schuler gemäiss,Der ze mäister werden wil,Nucz und er gewinnen vil.Daz erst ist, daz er dienen schol5Unserm herren besunder wol,Der selb mit seinen häiligen mundSprach gen uns ze einer stund:Des ersten schült es geruochenGottes reich ze suochen,10So wirt euch dar zuo auch gegeben,Was man haben schol ze leben.Salomon auch dar zuo spricht:In böseu sel kumpt weisshait nit.Ein anvanch aller wiczen ist15Gottes forcht mit sälger list.Daz ander, daz er haben schol,Ist ein frömdes land, daz fügt ym wol.Nach der vil gewaren lere sagNiemand wol gewesen mag20Ein prophet in seinem land,Won er ist ze wol bekant;Freunt und gesellen, dar zuo weibSaument in an sel und an leib,An guot, an nucz und auch an er,25An kunst, an zucht und dar zuo ler.Doch wolt er sich ir massen,Bösen gesellschaft lassen,Er mocht gelernen ane zal,Die chunst ist offen uber al.30Daz drit ist, daz er heb da peyEin gesundes haubt, daz gelirnig sey,Und wil er chomen uber all,So lerne, daz im best gevall.Daz vierd ist, sam ich han gelesen,35Daz er vil dyemütlich schol wesen,Won hat er hochfart in dem muot,Kain schuoler wil er han verguot,Er duncht sich seinem maister gleich,Dar umb so wirt er selten reich40An chunst und auch an weiser hab,Won niemant gross gewesen mag,Der vor nicht klainer ist gesein.Daz leg dir in daz haubet dein!Wiss, der mensche wirt geporn24dKunstlos, sam ein permet geschorn.Daz fünft ist, daz ym hilfet serStätes harren pey der ler.Empschleichs lernen daz ist guot,5Unstates allen schaden tuot.Daz sechst ist, daz hie pey schol wesen,Sein leczgen muoss er uberlesenOft und auch dergrunden wol,Wil er wiczen werden vol.10Daz sibend, sam der lerer spricht,Ist daz zweiveln in der gschrift,Ist, daz er sich nicht betragenLat an fundlen und an fragen.Daz ächt, daz ich euch sagen wil,15Ist guteu kost und der nicht vil,Wärmeu chleider, wein mit fuog,Daz macht in hubsch und dar zuo chluog.Daz neund ist, daz ym kumt geleich,Nicht ze arm und nicht ze reich.20Grossen armutt siert in ser,So saumpt in reichthuom dannocht mer.Daz lest, daz ist, vernempt mich wol,Daz er ym selb entleiben schol,Unterweilen, nicht ze vil,25Mit singen und mit saytenspilOder halt mit andern sachen,Die ym mügen fröde machen,Doch mit züchten, daz stet wol.Hie mit wirt er sinnen vol30Und verdirbt nit an dem leben,Wil er sich der kunst hergeben.Do sprach Triefnas gar mit gir:Secht, daz han ich als an mir,Guoten willen auch da mit,35Dar umb ich ewer tugend pitt.Sagt mir, herr, zuo diser fristAll die künst, die yendert ist!Lastersak do lachent wart.Er sprach: Daz wär ein langen vart.40Nie kain man der ward so weis,Der aller künsten hiet den preis,Wen unser herrgot Jhesu Crist,25Dem kain dinch verporgen ist.Die chunst ist lang, daz leben chläin,Dar umb so lerne dir alläin,Des ein laig nicht schol embern.5Daz sag ich dir von herczen gern,Und heb so an dem besten an.Wiss, daz yeder christan manUber alles, daz du wäistOder wäinst in deinem gäyst,10Schol ze glauben sein weräit,Daz die gewär trivaltichaitHat vil aygenleich und schonIn einem wesen drey person:Die ein ist nach der gerechten zal15Der vatter, gwaltig uber al;Die ander, die ich nennen schol,Ist der suon der weisshäit vol;Die dritt ist, merk in deinem gmüt,Der häilig gäyst mit seiner güt.20Von niempt der vatter komen istNoch chömen mag dehäiner frist.Stäts der sun vom vatter fleustUnd sich mit lieb zuo ym verschleust.So get der häylig gäyst von päyden25Sunderleich an alles schaiden.Des gib ich dir ein peyschaft,Die älleu ler verstenleich macht.Wiss, daz kol und hicz und scheinMügend in einer glüte sein.30Die hicz die chümet von dem kol,Der schein get von in päyden wol,Und wie daz sey daz mans derkenneNach einander oder nenneOder joch dem vater kraft35Geb zuo einer äygenschaft,Dem sun die wicz, dem haligen gäystDie gütichait so aller mäyst,Doch so wis sey sein geleichAuf erd und in dem hymelreich,40An mugent und an weisshäit,An guot und an der ewichayt!Hie zuo wiss, daz an den glaubenNiemant kümpt für gottes augen,25bHiet er joch gewurket vilGuoter werch ze allem zil.So ist dir auch der gelaub enwichtAn die werch, sam man do spricht.5Dar umb behalt an allen spotDie vil häyligen zehen gebott,Daz ist: Hab got in deinem sinUnd swer nit üppichleich pey ym!Feyrr auch, so man feyrren schol!10Vatter, muoter ere wol!Kain mensche scholt du töten,Noch dich mit unkeusch nötten!Huet dich auch vor stelen,Vor falscher zeuggnüss helen!15Des andern weibes beger auch nicht,Nach frömdes guocz, die wârhayt spricht.Dar zuo bis ze tuonn beraytDie sechs werck der barmherczikait:Speys daz hungerig mensche,20Daz dürstig dar zuo trenche,Daz nachent scholt du beschläiden,Dem frömden herberch zäygen,Den siechen man gesehen scholUnd die gevangen trosten wol.25So muost du haben dir ze häilDer siben hailichäit ein täil:Daz ist den tauff ze anevangUnd den crisem, lebst so lang.Hast gesunt, die rew ist guot,30Gottes leichnam und sein pluotUnd auch daz häylig öl da pey.Wie sälich priester orden seyUnd wie guot die häilig ee,Doch lat mans an der sele we.35Tauff und crisem und der ordenSind dir die nür einest worden,So schol man dirs nith geben me;Die andern geyt man nu sam e.Diss ist dannocht als enwicht,40Wilt du dich dar zuo hüten nichtVor den siben sünden gar,Die tötleich sind und salden bar;Daz ist vor böser hohfart,Vor geytikait der argen art,45Vor neyd und zorn, unkeuschait,25cVor dem frass und trachait.Hier nach lerne dir ze lestDaz nüczest dir und auch daz best!Minne got vor allen dingen,5So mag dir nimer misselingen,Dar zuo deinen ebencristanIn ganczer lieb ze allen fristen!Tu auch, was die kirch gepeut,Daz ist, sam ich es dir beteut,10Vasten sunder ane spottenAllen häiligen zwelffpotten;Doch sant Jacob und Philipp,Sant Johans ewangelist,Die pringent uns kain vasten we,15Daz selbig tuot sant Barthlome,Wo man sein gewonet istZe vasten im in kainer frist.Da mit so vaste also schierDie fronfasten alle vier,20Die langen fasten bis ze ostern,Den phingstabent und ym augstenUnser lieben frawen sterbenUnd gocz gepürt der reinen werden!Tägleich mess man hören schol25Mit rainem gpett, daz frumet wol.Wer daz nicht volpringen mag,Derfüll es an dem feyrtag.Hier zuo du gepunden pistUnd yecleich mensch, daz cristan ist,30Dem rechten pharrer sunderbarEinest zpeichten in dem jar,Und da mit gottes leichnamEmphahen, so man schonest kan.Wer daz nit tät und sturb also,35Den sol man begraben, alz ein stroIn den aker, daz ist war,Hat er uber vierzehn jarGehabt und sinn vernuft da mit.Sich, daz ist der kirchen sitt.40Des sprach Triefnas ze der vart:Nu we mir, daz ich gporn wart!Ich wäiss nit, wie man peychten schol,Dar umb ich senden smerczen dol.Lastersak der chond sein vil.25dHörr, was ich dir sagen wil,Sprach er zuo dem Triefnas.Wiss, ich wil dir sagen daz:Du scholl dich noch vil wol gehaben5Und nicht so törleich gar verzagen.Daz du nicht kanst, daz lerne!Nu lert man dich doch gerne.Hörr, ich pin noch ungeweichtUnd han gelernt die offen peicht.10Pey der selben lernt man wol,Wie einer häymleich peychten schol.Die sprich mir nach, sam ich dir sag,Und behalt sey auf den lesten tag!Ich sundiger mensch ich gib mich schuldig unserm herren *** got, meiner frawen sant Marien und alten gottes häiligen und auch euch, priester an gocz stat, daz ich grössleich gesündet han mit worten und mit werken, mit gedenchnüss und auch mit verlayssechäyt an den zehen gepotten unsers schepfers, daz ich die nicht behalten han, an den sechs werchen der erbärmde, daz ich die nicht begangen han, an den siben häylichäyt, daz ich die nicht geeret han, mit den siben totsünden, an den siben gaben des häiligen gäystes, daz ist an gottes forcht, an gütichait, an künst, an sterk wider die sünd, an rat, an sin und auch an weisshäyt. Ich derken auch, daz ich gesundet han mit meinenfünf sinnen, daz ist mit gesicht, mit gehörd, mit smakung, mit costung und anch mit der rürung und auch mit andern dingen, daz ist mit untugend, mit spot, mit hinterred, mit hass, mit liegen, mit triegen und auch mit zerganchleichen fröden, mit uppiger, mit zweiflen an cristem gelauben, mit ungedultikäyt, mit ungnaden, mit ungehorsami meinen obren, mit unstätichayt an guotem fursacz, mit ubergen der häiligen gpott der kyrchen, wie ich mich *** verschult han, es sey26wissend oder vergessen, daz ist mir läid und rüwet mich von ganczem meinem herczzen und pitt mein frawen sant Mari und alle gottes häyligen und euch, priester, daz ir mir gnad und antlass meiner sünd umb got derwerben und nach disem leben die ewigen sälichhäit. Amen.

In gottes namen! Amen. Hie mag man ein frag schephen, ob ein man ein weib schül nemen. Dar zuo wil ich also sprechen: Ist, daz ein man wil und mag stät beleiben, chinder machen, weib und chinder füren mil rechtvertigem guot, noch got wil dienen, sam ein engel keuschechleich, der nem ein hausfrawen zu einer chan, die ym gevallen und fruchtper sey, weis und from und sein geleich.

In gottes namen! Amen. Hie mag man ein frag schephen, ob ein man ein weib schül nemen. Dar zuo wil ich also sprechen: Ist, daz ein man wil und mag stät beleiben, chinder machen, weib und chinder füren mil rechtvertigem guot, noch got wil dienen, sam ein engel keuschechleich, der nem ein hausfrawen zu einer chan, die ym gevallen und fruchtper sey, weis und from und sein geleich.

Der urteil ward do Bertschi fro.*** Er sprach: Mein dinch daz stet also22cZe geleicher weis nach deinem sagen,Dar umb so wil ich Mäczen haben.So hab sey, sprach do Varindkuo.Got geb dir gluk und häil dar zuo!5** Colman sprach: Lass mich dir sagen!Glük und säld daz mag er haben,Sich nur, daz er ir gevallUnd iren freunden uber al.Da mit so wurden aus gezelt10Zwen der besten und derwelt,Daz was der schreiber sinnereichUnd Rürenmost im selber gleich,Daz seu zuo Friczen giengin,Die red mit im an viengin15Von verrem her mit werten schelben,Sam seu es tätin vin in selben,Und also prittlen zemen machenDie ee an schuoler und an phaffen.Also traften seu da hin,20Zuo Friczen haus stund in der sin.Wer seu fragt wol hin alsoUm ein sach, sey sprachent do:Lass uns gen! Henricze sprach:Wis, es ist ein endleich sach,25Es ist ein sach und ist so gros,Kain sach die ward nie ir genos.Rurenmost sich ward besinnendEines andern und beginnend.Er sprach: Mich dunkt uns sey ze gach,30Und gen wir so dem Friczen nachMit eillen und mit lauffen!Wie teur wir mussend kauffen,Daz wir von ym nu wellin haben!Dar umb lass dir ein anders sagen!35Wir schüllen cheren zur tavern.Fricz der trincht des abents gern,Wir mügent mit ym zechen;So heb du an ze sprechen:Warleich, Fricz, du pist ein man,40Dem ich er und guotes gan.Dein früntschaft gfiel mir allweg wol,Won du pist from und eren vol.Nu dar, so hast ein tochter da,Die wirt dir untern henden gra:45Es wär vil langes zeit gewesen,Daz sey an einem chind genesenWär und stünd mit er auf erd,Won sey ist gross und mannes werd.Dar umb so han ich in dem muot50Ein dinch, das möcht wol wesen guot,22dOb mir so wurd gelingen,Daz ich es zuo möcht pringen,Daz Triefnas der vil sauber knechtMäczen nemen wolt ze recht.5Der ist jung und dar zuo reich,Einem fromen man geleich,So ist er auch von guoten geschlacht,Sam man im dorff gehaben mächt.Und so du dann gesprichst daz dein,10So leg ich auch darzuo daz meinUnd rat ym so, daz er daz tuo,Und was ich gehelffen mag dar zuo,Daz wil ich werben nacht und tag,Won mir sein mâgschaft auch wehag.15Hie mit wir werdent innen,Wes es ym wil beginnen.*** Der Schreiber reden do beganUnd sprach: Nu hin, daz sey getan!Wie schier sie hieten vollepracht20Des Rürenmost ym do gedocht!** Des dankt ym Friczo züchticleichUnd sprach: Got mach euch sälden reich!Ewer liebschaft gfiel mir wol,Die suoch ich gern mit we man schol.25Doch mich dunkt, er sey mir zwäch,An seinen sinnen gar ze gäch.Enruoch, so wurden sey ym sagen,Wie gross er ist, er lât sich gehaben,Acht umb deiner freunden willen!30Wir getrauwent in wol stillen.Da mit so huob er auf und tranchUnd sprach: Der red habt ymer danch!Dar zuo so schol man haben râtDes morgens fru und nit so spât!35Got der muss des ewern phlegen!Trinkt hin sant Johansen segen!*** Der wein sey euch gschenkt von mir!Des danktens ym mit herczen girUnd schieden von enander do.40Fricz der was der rede fro,Er schlieff bis an den morgen fruoUnd nam auch seinen dar zuo.Der erste was der Ochsonchroph,Der ander häisset Lärenchoph,45Den dritten nempt man Lastersak,Der vierd sey Uocz der übel gsmak,Straub und Härtel SäichinchrugUnd ander erber leut genuog.Sein freundin chamend auch dar zuo,23Daz was fro Hilda Leugafruo,Schürenprand und NimindhandRichteinschand und SyertdaslandUnd ander frome frawen gar,5Der ich doch nicht genennen gtar.** Fricz der hiess sey nider siczenUnd sprach also von seinen wiczen:Lieben muomen, freunt und mâg,Wisst, daz ich vil ungern wâg10Grosseu dink an ewern rât,Won der weis gesprochen hat:Niemant ist ym selber genuogIn seiner sach mit rechtem fuog,Man hat mir zuo gesprochen,15Von wan es sey gerochen.Des waiss ich nicht, mich dunkt also,Triefnas war meinr tochter fro,Der ym sey gäb ze einer chan.Sagt mir, waz ist guot gtan?20Ochsenchropf was namhaft,Dar zuo hiet er sin und chraft.Er sprach: Des sein wir schuldig dirZe helfen nâch deins herczen girUnd auch ze râten ze allem spil;25So wiss, dein tochter haben wilEinen man, der christan sey,Jung und frisch und gesunt da pey,Starch und sauber an dem leib,Nicht ze lind, recht sam ein weib.30Die aller beste varw daz istWeiss ein täil mit rotem gemist.Harr und part die schüllen seinEin wenich straublocht an irm schein,Nicht ze swarcz, ze rot, ze hert,35Ein wenich auf daz praun geferwt.Daz haubt schol haben hohes hirn,Nicht ze grôss, mit gefuger stirn.Prauneu augenprauwen leis,Mund und nas ze mittler weis,40Starker hals und nicht ze lang,Noch ze weibisch sey daz gesanch,Weiteu prust und stärkeu päin,Enmitten in der wüsti chläyn,Hend und armen lanch und gross,45Die finger sein auch ir genoss,23bNegel churcz, die stend vil wol,Der fuoss ze dik nicht wesen schol.Sein ganch der sey vil rösch und schlecht.Mittel man der kumpt uns recht.5Ist nu Bertschi so gestalt,So rât ich, daz sein Mäcz gewalt.Larenchoph des nicht benügt.Schönes haus uns wenig fügt,Sprach er, da ein böser wirt10Die geste auf und nider syert.Ist nu Bertschi sauber garAn dem leib und wol gevarUnd hat der frumkhait nit dar zuo,Ich schäcz in böser, dann ein kuo.15Dar umb so muoss er sein ein knecht,Da mit vil erber und gerecht,Der wenig schlaff, nit müssig ste,Noch gern mit bösen leuten ge,Der reden künn und doch nicht liegen,20Noch den freunt mit listen triegen,Dem der wein sey underchant,Noch der würffel in der hand,Der den frâss auf ym nicht trag,Won der gieng ym niemer ab,25Der mit dem seinen müg besten,Und lâss der leuten rinder gen,Dem daz hercz sey nicht ze hellig,Noch daz haubet gar ze schellig,Der leid und tuo sam einer schol,30Dem zucht und er behaget wol;Und hiet er alles daz an im,So daucht mich des in meinem sin,Mäczen der geschäch nicht we,Nem sey Bertschi zuo der e.35Fullenmagen her sich rekt,Er sprach: Diss dinch vil wenich klecht.Was hilft, daz einer sauber sey,Erber und auch from da pey,Ist er nicht weis und chluog da mit?40Won es ist nu der welte sit,Daz die esel und die narrenZeuhent bäid in einem charren,Der mit raynvail ist geladen,Und muossent doch sich des wassers laben.23cFro Leugafruo mit unfuogDie red ym yeso underschluog.Sey sprach: Vergest des ewern nichtUnd hört des ersten, was man spricht!5Der alleu dink dergrunden wil,Der siert sich selb und schafft nit vil.Dhäin e die wär noch nie geschehen,Hiet man ens und dicz besehen,Dhäin weltleichs mensch ward nie so rain,10Es hunch an einem überpayn.Secht, ich sag euchs recht heraus:Triefnas ist mir nicht ein laus.Dar umb so wil ich nicht enliegenNoch die fromen tochter triegen.15Er ist ein junger grader knecht,From und erber, dar zuo schlecht,Dann daz er mich dunchet faulUnd hât ein uberweites mul,Dem wil ich selber antwurt geben.20Chleiner mund chumpt frawen ebenUnd nit dem man, ich sag euchs vor.Grosseu stat wil weites tor.Ist er faul und schlaffet gern,Des wirt er alles sampt enbern,25So daz chindel wirt von nöt,Singent: Ätti, gib mir prott!Was schol er dann der wiczen haben,Ein junger knab, pey chläynen tagen,Der auch geschrift in im nit hât?30Dar umb so wisst, es ist mein rôt,Daz wir nu senden hin zuo ymUnd auch derfarin seinen sinChluochleich, sam er hat getan.Und wil er unser muomen han,35So haiss man chömen so zehandUnd seczt in nider zuo der wantUnd sagt ym alles sunder wol,Was er tuon und meiden schol.Und ist, daz er gelernen mag40Und auch getuon nach ewer sag,So schol man ym sey geben so.Des râtes wurdens alleu fro,Dann der vatter Fricz allain.Der sprach: Es wisst all gemäin,45Was mir Bertschi hat getanUnd meiner tother vor an.Daz verredt ym ieso zhant23dIunchfraw Hächel SchurenbrandUnd sprach: Du säist, sam einr der schaft.Hat dir Bertschi schande pracht?Won er hofieren kan so wol,5Dest e man ym sey geben schol,So behalcz ir er dester bas.Waist nicht, daz man spricht daz:Maus im sak und laus im nak.Mäcz ym haus und feur im kübel10Die bezalent iren wirten übel.Ich wäiss es selber wol an mir.Do ich nu cham zuo mannes girUnd wär mir schier ze hilf nicht komen,Ich hiet mir selber vier genomen.15Alteu junchfraw ist ein giftNieman haus, sam man da spricht.Seu sprachent all: Du redest recht.Wir schüllen senden nach dem chnechtUnd tuon sam uns geraten ist20Von Leugafruo ze diser frist.Des stuonden Fricz und Härtel aufUnd traten gen des schreibers haus,Den fundens da zuo irm gewin.Er gruosst seu schon, des danchtens ym.25Da mit so huob an Fricz und sprach:Umb die red, die nächt geschach,Wis, wir sein des uberäin.Wir wollen wissen, wie ers mäin;Und wil er tuon nach deinem rat,30So chüm mit ym und nicht ze spatHäym her, freunt, in ewer haus,Da wöllen wir ym legen aus,Waz er tuo und lass da pey.Henricze sprach: Daz sei, daz sey!35We, wie schier dicz was geschehen!Einr der hiet nit umb gesehen.Do nu Pertschi chomen was,Man gruosst in schon, er dankt vil bas.Seu sprachen: Wes hast du ze muot?40Des antwürt er: Mich deuchti guot,Es gebt mir Mäczen zuo der ee,Ich tät ir wol und dannocht me.Lastersak huob an zuo jehen:Daz dinch möcht alles sampt geschehen,45Woltist stellen nach der erUnd dar zuo volgen unser ler.24Bertschi sprach: Es gefelt mir wol,Ich tuon alles das, das man schol.So sicz da nider, sprach do Fricz,Und sag uns etwas deiner wicz!5Chanst den paternoster so?Ja do, äntwurt Perchi do.Daz Avemari und de glaubenAuch da mit an alles laugen?So sag auf eben, nicht enlach!10Triefnas huob an und sprach:

Der urteil ward do Bertschi fro.*** Er sprach: Mein dinch daz stet also22cZe geleicher weis nach deinem sagen,Dar umb so wil ich Mäczen haben.So hab sey, sprach do Varindkuo.Got geb dir gluk und häil dar zuo!5** Colman sprach: Lass mich dir sagen!Glük und säld daz mag er haben,Sich nur, daz er ir gevallUnd iren freunden uber al.Da mit so wurden aus gezelt10Zwen der besten und derwelt,Daz was der schreiber sinnereichUnd Rürenmost im selber gleich,Daz seu zuo Friczen giengin,Die red mit im an viengin15Von verrem her mit werten schelben,Sam seu es tätin vin in selben,Und also prittlen zemen machenDie ee an schuoler und an phaffen.Also traften seu da hin,20Zuo Friczen haus stund in der sin.Wer seu fragt wol hin alsoUm ein sach, sey sprachent do:Lass uns gen! Henricze sprach:Wis, es ist ein endleich sach,25Es ist ein sach und ist so gros,Kain sach die ward nie ir genos.Rurenmost sich ward besinnendEines andern und beginnend.Er sprach: Mich dunkt uns sey ze gach,30Und gen wir so dem Friczen nachMit eillen und mit lauffen!Wie teur wir mussend kauffen,Daz wir von ym nu wellin haben!Dar umb lass dir ein anders sagen!35Wir schüllen cheren zur tavern.Fricz der trincht des abents gern,Wir mügent mit ym zechen;So heb du an ze sprechen:Warleich, Fricz, du pist ein man,40Dem ich er und guotes gan.Dein früntschaft gfiel mir allweg wol,Won du pist from und eren vol.Nu dar, so hast ein tochter da,Die wirt dir untern henden gra:45Es wär vil langes zeit gewesen,Daz sey an einem chind genesenWär und stünd mit er auf erd,Won sey ist gross und mannes werd.Dar umb so han ich in dem muot50Ein dinch, das möcht wol wesen guot,22dOb mir so wurd gelingen,Daz ich es zuo möcht pringen,Daz Triefnas der vil sauber knechtMäczen nemen wolt ze recht.5Der ist jung und dar zuo reich,Einem fromen man geleich,So ist er auch von guoten geschlacht,Sam man im dorff gehaben mächt.Und so du dann gesprichst daz dein,10So leg ich auch darzuo daz meinUnd rat ym so, daz er daz tuo,Und was ich gehelffen mag dar zuo,Daz wil ich werben nacht und tag,Won mir sein mâgschaft auch wehag.15Hie mit wir werdent innen,Wes es ym wil beginnen.*** Der Schreiber reden do beganUnd sprach: Nu hin, daz sey getan!Wie schier sie hieten vollepracht20Des Rürenmost ym do gedocht!** Des dankt ym Friczo züchticleichUnd sprach: Got mach euch sälden reich!Ewer liebschaft gfiel mir wol,Die suoch ich gern mit we man schol.25Doch mich dunkt, er sey mir zwäch,An seinen sinnen gar ze gäch.Enruoch, so wurden sey ym sagen,Wie gross er ist, er lât sich gehaben,Acht umb deiner freunden willen!30Wir getrauwent in wol stillen.Da mit so huob er auf und tranchUnd sprach: Der red habt ymer danch!Dar zuo so schol man haben râtDes morgens fru und nit so spât!35Got der muss des ewern phlegen!Trinkt hin sant Johansen segen!*** Der wein sey euch gschenkt von mir!Des danktens ym mit herczen girUnd schieden von enander do.40Fricz der was der rede fro,Er schlieff bis an den morgen fruoUnd nam auch seinen dar zuo.Der erste was der Ochsonchroph,Der ander häisset Lärenchoph,45Den dritten nempt man Lastersak,Der vierd sey Uocz der übel gsmak,Straub und Härtel SäichinchrugUnd ander erber leut genuog.Sein freundin chamend auch dar zuo,23Daz was fro Hilda Leugafruo,Schürenprand und NimindhandRichteinschand und SyertdaslandUnd ander frome frawen gar,5Der ich doch nicht genennen gtar.** Fricz der hiess sey nider siczenUnd sprach also von seinen wiczen:Lieben muomen, freunt und mâg,Wisst, daz ich vil ungern wâg10Grosseu dink an ewern rât,Won der weis gesprochen hat:Niemant ist ym selber genuogIn seiner sach mit rechtem fuog,Man hat mir zuo gesprochen,15Von wan es sey gerochen.Des waiss ich nicht, mich dunkt also,Triefnas war meinr tochter fro,Der ym sey gäb ze einer chan.Sagt mir, waz ist guot gtan?20Ochsenchropf was namhaft,Dar zuo hiet er sin und chraft.Er sprach: Des sein wir schuldig dirZe helfen nâch deins herczen girUnd auch ze râten ze allem spil;25So wiss, dein tochter haben wilEinen man, der christan sey,Jung und frisch und gesunt da pey,Starch und sauber an dem leib,Nicht ze lind, recht sam ein weib.30Die aller beste varw daz istWeiss ein täil mit rotem gemist.Harr und part die schüllen seinEin wenich straublocht an irm schein,Nicht ze swarcz, ze rot, ze hert,35Ein wenich auf daz praun geferwt.Daz haubt schol haben hohes hirn,Nicht ze grôss, mit gefuger stirn.Prauneu augenprauwen leis,Mund und nas ze mittler weis,40Starker hals und nicht ze lang,Noch ze weibisch sey daz gesanch,Weiteu prust und stärkeu päin,Enmitten in der wüsti chläyn,Hend und armen lanch und gross,45Die finger sein auch ir genoss,23bNegel churcz, die stend vil wol,Der fuoss ze dik nicht wesen schol.Sein ganch der sey vil rösch und schlecht.Mittel man der kumpt uns recht.5Ist nu Bertschi so gestalt,So rât ich, daz sein Mäcz gewalt.Larenchoph des nicht benügt.Schönes haus uns wenig fügt,Sprach er, da ein böser wirt10Die geste auf und nider syert.Ist nu Bertschi sauber garAn dem leib und wol gevarUnd hat der frumkhait nit dar zuo,Ich schäcz in böser, dann ein kuo.15Dar umb so muoss er sein ein knecht,Da mit vil erber und gerecht,Der wenig schlaff, nit müssig ste,Noch gern mit bösen leuten ge,Der reden künn und doch nicht liegen,20Noch den freunt mit listen triegen,Dem der wein sey underchant,Noch der würffel in der hand,Der den frâss auf ym nicht trag,Won der gieng ym niemer ab,25Der mit dem seinen müg besten,Und lâss der leuten rinder gen,Dem daz hercz sey nicht ze hellig,Noch daz haubet gar ze schellig,Der leid und tuo sam einer schol,30Dem zucht und er behaget wol;Und hiet er alles daz an im,So daucht mich des in meinem sin,Mäczen der geschäch nicht we,Nem sey Bertschi zuo der e.35Fullenmagen her sich rekt,Er sprach: Diss dinch vil wenich klecht.Was hilft, daz einer sauber sey,Erber und auch from da pey,Ist er nicht weis und chluog da mit?40Won es ist nu der welte sit,Daz die esel und die narrenZeuhent bäid in einem charren,Der mit raynvail ist geladen,Und muossent doch sich des wassers laben.23cFro Leugafruo mit unfuogDie red ym yeso underschluog.Sey sprach: Vergest des ewern nichtUnd hört des ersten, was man spricht!5Der alleu dink dergrunden wil,Der siert sich selb und schafft nit vil.Dhäin e die wär noch nie geschehen,Hiet man ens und dicz besehen,Dhäin weltleichs mensch ward nie so rain,10Es hunch an einem überpayn.Secht, ich sag euchs recht heraus:Triefnas ist mir nicht ein laus.Dar umb so wil ich nicht enliegenNoch die fromen tochter triegen.15Er ist ein junger grader knecht,From und erber, dar zuo schlecht,Dann daz er mich dunchet faulUnd hât ein uberweites mul,Dem wil ich selber antwurt geben.20Chleiner mund chumpt frawen ebenUnd nit dem man, ich sag euchs vor.Grosseu stat wil weites tor.Ist er faul und schlaffet gern,Des wirt er alles sampt enbern,25So daz chindel wirt von nöt,Singent: Ätti, gib mir prott!Was schol er dann der wiczen haben,Ein junger knab, pey chläynen tagen,Der auch geschrift in im nit hât?30Dar umb so wisst, es ist mein rôt,Daz wir nu senden hin zuo ymUnd auch derfarin seinen sinChluochleich, sam er hat getan.Und wil er unser muomen han,35So haiss man chömen so zehandUnd seczt in nider zuo der wantUnd sagt ym alles sunder wol,Was er tuon und meiden schol.Und ist, daz er gelernen mag40Und auch getuon nach ewer sag,So schol man ym sey geben so.Des râtes wurdens alleu fro,Dann der vatter Fricz allain.Der sprach: Es wisst all gemäin,45Was mir Bertschi hat getanUnd meiner tother vor an.Daz verredt ym ieso zhant23dIunchfraw Hächel SchurenbrandUnd sprach: Du säist, sam einr der schaft.Hat dir Bertschi schande pracht?Won er hofieren kan so wol,5Dest e man ym sey geben schol,So behalcz ir er dester bas.Waist nicht, daz man spricht daz:Maus im sak und laus im nak.Mäcz ym haus und feur im kübel10Die bezalent iren wirten übel.Ich wäiss es selber wol an mir.Do ich nu cham zuo mannes girUnd wär mir schier ze hilf nicht komen,Ich hiet mir selber vier genomen.15Alteu junchfraw ist ein giftNieman haus, sam man da spricht.Seu sprachent all: Du redest recht.Wir schüllen senden nach dem chnechtUnd tuon sam uns geraten ist20Von Leugafruo ze diser frist.Des stuonden Fricz und Härtel aufUnd traten gen des schreibers haus,Den fundens da zuo irm gewin.Er gruosst seu schon, des danchtens ym.25Da mit so huob an Fricz und sprach:Umb die red, die nächt geschach,Wis, wir sein des uberäin.Wir wollen wissen, wie ers mäin;Und wil er tuon nach deinem rat,30So chüm mit ym und nicht ze spatHäym her, freunt, in ewer haus,Da wöllen wir ym legen aus,Waz er tuo und lass da pey.Henricze sprach: Daz sei, daz sey!35We, wie schier dicz was geschehen!Einr der hiet nit umb gesehen.Do nu Pertschi chomen was,Man gruosst in schon, er dankt vil bas.Seu sprachen: Wes hast du ze muot?40Des antwürt er: Mich deuchti guot,Es gebt mir Mäczen zuo der ee,Ich tät ir wol und dannocht me.Lastersak huob an zuo jehen:Daz dinch möcht alles sampt geschehen,45Woltist stellen nach der erUnd dar zuo volgen unser ler.24Bertschi sprach: Es gefelt mir wol,Ich tuon alles das, das man schol.So sicz da nider, sprach do Fricz,Und sag uns etwas deiner wicz!5Chanst den paternoster so?Ja do, äntwurt Perchi do.Daz Avemari und de glaubenAuch da mit an alles laugen?So sag auf eben, nicht enlach!10Triefnas huob an und sprach:

Der urteil ward do Bertschi fro.*** Er sprach: Mein dinch daz stet also22cZe geleicher weis nach deinem sagen,Dar umb so wil ich Mäczen haben.So hab sey, sprach do Varindkuo.Got geb dir gluk und häil dar zuo!5** Colman sprach: Lass mich dir sagen!Glük und säld daz mag er haben,Sich nur, daz er ir gevallUnd iren freunden uber al.Da mit so wurden aus gezelt10Zwen der besten und derwelt,Daz was der schreiber sinnereichUnd Rürenmost im selber gleich,Daz seu zuo Friczen giengin,Die red mit im an viengin15Von verrem her mit werten schelben,Sam seu es tätin vin in selben,Und also prittlen zemen machenDie ee an schuoler und an phaffen.Also traften seu da hin,20Zuo Friczen haus stund in der sin.Wer seu fragt wol hin alsoUm ein sach, sey sprachent do:Lass uns gen! Henricze sprach:Wis, es ist ein endleich sach,25Es ist ein sach und ist so gros,Kain sach die ward nie ir genos.Rurenmost sich ward besinnendEines andern und beginnend.Er sprach: Mich dunkt uns sey ze gach,30Und gen wir so dem Friczen nachMit eillen und mit lauffen!Wie teur wir mussend kauffen,Daz wir von ym nu wellin haben!Dar umb lass dir ein anders sagen!35Wir schüllen cheren zur tavern.Fricz der trincht des abents gern,Wir mügent mit ym zechen;So heb du an ze sprechen:Warleich, Fricz, du pist ein man,40Dem ich er und guotes gan.Dein früntschaft gfiel mir allweg wol,Won du pist from und eren vol.Nu dar, so hast ein tochter da,Die wirt dir untern henden gra:45Es wär vil langes zeit gewesen,Daz sey an einem chind genesenWär und stünd mit er auf erd,Won sey ist gross und mannes werd.Dar umb so han ich in dem muot50Ein dinch, das möcht wol wesen guot,22dOb mir so wurd gelingen,Daz ich es zuo möcht pringen,Daz Triefnas der vil sauber knechtMäczen nemen wolt ze recht.5Der ist jung und dar zuo reich,Einem fromen man geleich,So ist er auch von guoten geschlacht,Sam man im dorff gehaben mächt.Und so du dann gesprichst daz dein,10So leg ich auch darzuo daz meinUnd rat ym so, daz er daz tuo,Und was ich gehelffen mag dar zuo,Daz wil ich werben nacht und tag,Won mir sein mâgschaft auch wehag.15Hie mit wir werdent innen,Wes es ym wil beginnen.*** Der Schreiber reden do beganUnd sprach: Nu hin, daz sey getan!Wie schier sie hieten vollepracht20Des Rürenmost ym do gedocht!** Des dankt ym Friczo züchticleichUnd sprach: Got mach euch sälden reich!Ewer liebschaft gfiel mir wol,Die suoch ich gern mit we man schol.25Doch mich dunkt, er sey mir zwäch,An seinen sinnen gar ze gäch.Enruoch, so wurden sey ym sagen,Wie gross er ist, er lât sich gehaben,Acht umb deiner freunden willen!30Wir getrauwent in wol stillen.Da mit so huob er auf und tranchUnd sprach: Der red habt ymer danch!Dar zuo so schol man haben râtDes morgens fru und nit so spât!35Got der muss des ewern phlegen!Trinkt hin sant Johansen segen!*** Der wein sey euch gschenkt von mir!Des danktens ym mit herczen girUnd schieden von enander do.40Fricz der was der rede fro,Er schlieff bis an den morgen fruoUnd nam auch seinen dar zuo.Der erste was der Ochsonchroph,Der ander häisset Lärenchoph,45Den dritten nempt man Lastersak,Der vierd sey Uocz der übel gsmak,Straub und Härtel SäichinchrugUnd ander erber leut genuog.Sein freundin chamend auch dar zuo,23Daz was fro Hilda Leugafruo,Schürenprand und NimindhandRichteinschand und SyertdaslandUnd ander frome frawen gar,5Der ich doch nicht genennen gtar.** Fricz der hiess sey nider siczenUnd sprach also von seinen wiczen:Lieben muomen, freunt und mâg,Wisst, daz ich vil ungern wâg10Grosseu dink an ewern rât,Won der weis gesprochen hat:Niemant ist ym selber genuogIn seiner sach mit rechtem fuog,Man hat mir zuo gesprochen,15Von wan es sey gerochen.Des waiss ich nicht, mich dunkt also,Triefnas war meinr tochter fro,Der ym sey gäb ze einer chan.Sagt mir, waz ist guot gtan?20Ochsenchropf was namhaft,Dar zuo hiet er sin und chraft.Er sprach: Des sein wir schuldig dirZe helfen nâch deins herczen girUnd auch ze râten ze allem spil;25So wiss, dein tochter haben wilEinen man, der christan sey,Jung und frisch und gesunt da pey,Starch und sauber an dem leib,Nicht ze lind, recht sam ein weib.30Die aller beste varw daz istWeiss ein täil mit rotem gemist.Harr und part die schüllen seinEin wenich straublocht an irm schein,Nicht ze swarcz, ze rot, ze hert,35Ein wenich auf daz praun geferwt.Daz haubt schol haben hohes hirn,Nicht ze grôss, mit gefuger stirn.Prauneu augenprauwen leis,Mund und nas ze mittler weis,40Starker hals und nicht ze lang,Noch ze weibisch sey daz gesanch,Weiteu prust und stärkeu päin,Enmitten in der wüsti chläyn,Hend und armen lanch und gross,45Die finger sein auch ir genoss,23bNegel churcz, die stend vil wol,Der fuoss ze dik nicht wesen schol.Sein ganch der sey vil rösch und schlecht.Mittel man der kumpt uns recht.5Ist nu Bertschi so gestalt,So rât ich, daz sein Mäcz gewalt.Larenchoph des nicht benügt.Schönes haus uns wenig fügt,Sprach er, da ein böser wirt10Die geste auf und nider syert.Ist nu Bertschi sauber garAn dem leib und wol gevarUnd hat der frumkhait nit dar zuo,Ich schäcz in böser, dann ein kuo.15Dar umb so muoss er sein ein knecht,Da mit vil erber und gerecht,Der wenig schlaff, nit müssig ste,Noch gern mit bösen leuten ge,Der reden künn und doch nicht liegen,20Noch den freunt mit listen triegen,Dem der wein sey underchant,Noch der würffel in der hand,Der den frâss auf ym nicht trag,Won der gieng ym niemer ab,25Der mit dem seinen müg besten,Und lâss der leuten rinder gen,Dem daz hercz sey nicht ze hellig,Noch daz haubet gar ze schellig,Der leid und tuo sam einer schol,30Dem zucht und er behaget wol;Und hiet er alles daz an im,So daucht mich des in meinem sin,Mäczen der geschäch nicht we,Nem sey Bertschi zuo der e.35Fullenmagen her sich rekt,Er sprach: Diss dinch vil wenich klecht.Was hilft, daz einer sauber sey,Erber und auch from da pey,Ist er nicht weis und chluog da mit?40Won es ist nu der welte sit,Daz die esel und die narrenZeuhent bäid in einem charren,Der mit raynvail ist geladen,Und muossent doch sich des wassers laben.23cFro Leugafruo mit unfuogDie red ym yeso underschluog.Sey sprach: Vergest des ewern nichtUnd hört des ersten, was man spricht!5Der alleu dink dergrunden wil,Der siert sich selb und schafft nit vil.Dhäin e die wär noch nie geschehen,Hiet man ens und dicz besehen,Dhäin weltleichs mensch ward nie so rain,10Es hunch an einem überpayn.Secht, ich sag euchs recht heraus:Triefnas ist mir nicht ein laus.Dar umb so wil ich nicht enliegenNoch die fromen tochter triegen.15Er ist ein junger grader knecht,From und erber, dar zuo schlecht,Dann daz er mich dunchet faulUnd hât ein uberweites mul,Dem wil ich selber antwurt geben.20Chleiner mund chumpt frawen ebenUnd nit dem man, ich sag euchs vor.Grosseu stat wil weites tor.Ist er faul und schlaffet gern,Des wirt er alles sampt enbern,25So daz chindel wirt von nöt,Singent: Ätti, gib mir prott!Was schol er dann der wiczen haben,Ein junger knab, pey chläynen tagen,Der auch geschrift in im nit hât?30Dar umb so wisst, es ist mein rôt,Daz wir nu senden hin zuo ymUnd auch derfarin seinen sinChluochleich, sam er hat getan.Und wil er unser muomen han,35So haiss man chömen so zehandUnd seczt in nider zuo der wantUnd sagt ym alles sunder wol,Was er tuon und meiden schol.Und ist, daz er gelernen mag40Und auch getuon nach ewer sag,So schol man ym sey geben so.Des râtes wurdens alleu fro,Dann der vatter Fricz allain.Der sprach: Es wisst all gemäin,45Was mir Bertschi hat getanUnd meiner tother vor an.Daz verredt ym ieso zhant23dIunchfraw Hächel SchurenbrandUnd sprach: Du säist, sam einr der schaft.Hat dir Bertschi schande pracht?Won er hofieren kan so wol,5Dest e man ym sey geben schol,So behalcz ir er dester bas.Waist nicht, daz man spricht daz:Maus im sak und laus im nak.Mäcz ym haus und feur im kübel10Die bezalent iren wirten übel.Ich wäiss es selber wol an mir.Do ich nu cham zuo mannes girUnd wär mir schier ze hilf nicht komen,Ich hiet mir selber vier genomen.15Alteu junchfraw ist ein giftNieman haus, sam man da spricht.Seu sprachent all: Du redest recht.Wir schüllen senden nach dem chnechtUnd tuon sam uns geraten ist20Von Leugafruo ze diser frist.Des stuonden Fricz und Härtel aufUnd traten gen des schreibers haus,Den fundens da zuo irm gewin.Er gruosst seu schon, des danchtens ym.25Da mit so huob an Fricz und sprach:Umb die red, die nächt geschach,Wis, wir sein des uberäin.Wir wollen wissen, wie ers mäin;Und wil er tuon nach deinem rat,30So chüm mit ym und nicht ze spatHäym her, freunt, in ewer haus,Da wöllen wir ym legen aus,Waz er tuo und lass da pey.Henricze sprach: Daz sei, daz sey!35We, wie schier dicz was geschehen!Einr der hiet nit umb gesehen.Do nu Pertschi chomen was,Man gruosst in schon, er dankt vil bas.Seu sprachen: Wes hast du ze muot?40Des antwürt er: Mich deuchti guot,Es gebt mir Mäczen zuo der ee,Ich tät ir wol und dannocht me.Lastersak huob an zuo jehen:Daz dinch möcht alles sampt geschehen,45Woltist stellen nach der erUnd dar zuo volgen unser ler.24Bertschi sprach: Es gefelt mir wol,Ich tuon alles das, das man schol.So sicz da nider, sprach do Fricz,Und sag uns etwas deiner wicz!5Chanst den paternoster so?Ja do, äntwurt Perchi do.Daz Avemari und de glaubenAuch da mit an alles laugen?So sag auf eben, nicht enlach!10Triefnas huob an und sprach:

Der urteil ward do Bertschi fro.

*** Er sprach: Mein dinch daz stet also22c

Ze geleicher weis nach deinem sagen,

Dar umb so wil ich Mäczen haben.

So hab sey, sprach do Varindkuo.

Got geb dir gluk und häil dar zuo!5

** Colman sprach: Lass mich dir sagen!

Glük und säld daz mag er haben,

Sich nur, daz er ir gevall

Und iren freunden uber al.

Da mit so wurden aus gezelt10

Zwen der besten und derwelt,

Daz was der schreiber sinnereich

Und Rürenmost im selber gleich,

Daz seu zuo Friczen giengin,

Die red mit im an viengin15

Von verrem her mit werten schelben,

Sam seu es tätin vin in selben,

Und also prittlen zemen machen

Die ee an schuoler und an phaffen.

Also traften seu da hin,20

Zuo Friczen haus stund in der sin.

Wer seu fragt wol hin also

Um ein sach, sey sprachent do:

Lass uns gen! Henricze sprach:

Wis, es ist ein endleich sach,25

Es ist ein sach und ist so gros,

Kain sach die ward nie ir genos.

Rurenmost sich ward besinnend

Eines andern und beginnend.

Er sprach: Mich dunkt uns sey ze gach,30

Und gen wir so dem Friczen nach

Mit eillen und mit lauffen!

Wie teur wir mussend kauffen,

Daz wir von ym nu wellin haben!

Dar umb lass dir ein anders sagen!35

Wir schüllen cheren zur tavern.

Fricz der trincht des abents gern,

Wir mügent mit ym zechen;

So heb du an ze sprechen:

Warleich, Fricz, du pist ein man,40

Dem ich er und guotes gan.

Dein früntschaft gfiel mir allweg wol,

Won du pist from und eren vol.

Nu dar, so hast ein tochter da,

Die wirt dir untern henden gra:45

Es wär vil langes zeit gewesen,

Daz sey an einem chind genesen

Wär und stünd mit er auf erd,

Won sey ist gross und mannes werd.

Dar umb so han ich in dem muot50

Ein dinch, das möcht wol wesen guot,22d

Ob mir so wurd gelingen,

Daz ich es zuo möcht pringen,

Daz Triefnas der vil sauber knecht

Mäczen nemen wolt ze recht.5

Der ist jung und dar zuo reich,

Einem fromen man geleich,

So ist er auch von guoten geschlacht,

Sam man im dorff gehaben mächt.

Und so du dann gesprichst daz dein,10

So leg ich auch darzuo daz mein

Und rat ym so, daz er daz tuo,

Und was ich gehelffen mag dar zuo,

Daz wil ich werben nacht und tag,

Won mir sein mâgschaft auch wehag.15

Hie mit wir werdent innen,

Wes es ym wil beginnen.

*** Der Schreiber reden do began

Und sprach: Nu hin, daz sey getan!

Wie schier sie hieten vollepracht20

Des Rürenmost ym do gedocht!

** Des dankt ym Friczo züchticleich

Und sprach: Got mach euch sälden reich!

Ewer liebschaft gfiel mir wol,

Die suoch ich gern mit we man schol.25

Doch mich dunkt, er sey mir zwäch,

An seinen sinnen gar ze gäch.

Enruoch, so wurden sey ym sagen,

Wie gross er ist, er lât sich gehaben,

Acht umb deiner freunden willen!30

Wir getrauwent in wol stillen.

Da mit so huob er auf und tranch

Und sprach: Der red habt ymer danch!

Dar zuo so schol man haben rât

Des morgens fru und nit so spât!35

Got der muss des ewern phlegen!

Trinkt hin sant Johansen segen!

*** Der wein sey euch gschenkt von mir!

Des danktens ym mit herczen gir

Und schieden von enander do.40

Fricz der was der rede fro,

Er schlieff bis an den morgen fruo

Und nam auch seinen dar zuo.

Der erste was der Ochsonchroph,

Der ander häisset Lärenchoph,45

Den dritten nempt man Lastersak,

Der vierd sey Uocz der übel gsmak,

Straub und Härtel Säichinchrug

Und ander erber leut genuog.

Sein freundin chamend auch dar zuo,23

Daz was fro Hilda Leugafruo,

Schürenprand und Nimindhand

Richteinschand und Syertdasland

Und ander frome frawen gar,5

Der ich doch nicht genennen gtar.

** Fricz der hiess sey nider siczen

Und sprach also von seinen wiczen:

Lieben muomen, freunt und mâg,

Wisst, daz ich vil ungern wâg10

Grosseu dink an ewern rât,

Won der weis gesprochen hat:

Niemant ist ym selber genuog

In seiner sach mit rechtem fuog,

Man hat mir zuo gesprochen,15

Von wan es sey gerochen.

Des waiss ich nicht, mich dunkt also,

Triefnas war meinr tochter fro,

Der ym sey gäb ze einer chan.

Sagt mir, waz ist guot gtan?20

Ochsenchropf was namhaft,

Dar zuo hiet er sin und chraft.

Er sprach: Des sein wir schuldig dir

Ze helfen nâch deins herczen gir

Und auch ze râten ze allem spil;25

So wiss, dein tochter haben wil

Einen man, der christan sey,

Jung und frisch und gesunt da pey,

Starch und sauber an dem leib,

Nicht ze lind, recht sam ein weib.30

Die aller beste varw daz ist

Weiss ein täil mit rotem gemist.

Harr und part die schüllen sein

Ein wenich straublocht an irm schein,

Nicht ze swarcz, ze rot, ze hert,35

Ein wenich auf daz praun geferwt.

Daz haubt schol haben hohes hirn,

Nicht ze grôss, mit gefuger stirn.

Prauneu augenprauwen leis,

Mund und nas ze mittler weis,40

Starker hals und nicht ze lang,

Noch ze weibisch sey daz gesanch,

Weiteu prust und stärkeu päin,

Enmitten in der wüsti chläyn,

Hend und armen lanch und gross,45

Die finger sein auch ir genoss,23b

Negel churcz, die stend vil wol,

Der fuoss ze dik nicht wesen schol.

Sein ganch der sey vil rösch und schlecht.

Mittel man der kumpt uns recht.5

Ist nu Bertschi so gestalt,

So rât ich, daz sein Mäcz gewalt.

Larenchoph des nicht benügt.

Schönes haus uns wenig fügt,

Sprach er, da ein böser wirt10

Die geste auf und nider syert.

Ist nu Bertschi sauber gar

An dem leib und wol gevar

Und hat der frumkhait nit dar zuo,

Ich schäcz in böser, dann ein kuo.15

Dar umb so muoss er sein ein knecht,

Da mit vil erber und gerecht,

Der wenig schlaff, nit müssig ste,

Noch gern mit bösen leuten ge,

Der reden künn und doch nicht liegen,20

Noch den freunt mit listen triegen,

Dem der wein sey underchant,

Noch der würffel in der hand,

Der den frâss auf ym nicht trag,

Won der gieng ym niemer ab,25

Der mit dem seinen müg besten,

Und lâss der leuten rinder gen,

Dem daz hercz sey nicht ze hellig,

Noch daz haubet gar ze schellig,

Der leid und tuo sam einer schol,30

Dem zucht und er behaget wol;

Und hiet er alles daz an im,

So daucht mich des in meinem sin,

Mäczen der geschäch nicht we,

Nem sey Bertschi zuo der e.35

Fullenmagen her sich rekt,

Er sprach: Diss dinch vil wenich klecht.

Was hilft, daz einer sauber sey,

Erber und auch from da pey,

Ist er nicht weis und chluog da mit?40

Won es ist nu der welte sit,

Daz die esel und die narren

Zeuhent bäid in einem charren,

Der mit raynvail ist geladen,

Und muossent doch sich des wassers laben.23c

Fro Leugafruo mit unfuog

Die red ym yeso underschluog.

Sey sprach: Vergest des ewern nicht

Und hört des ersten, was man spricht!5

Der alleu dink dergrunden wil,

Der siert sich selb und schafft nit vil.

Dhäin e die wär noch nie geschehen,

Hiet man ens und dicz besehen,

Dhäin weltleichs mensch ward nie so rain,10

Es hunch an einem überpayn.

Secht, ich sag euchs recht heraus:

Triefnas ist mir nicht ein laus.

Dar umb so wil ich nicht enliegen

Noch die fromen tochter triegen.15

Er ist ein junger grader knecht,

From und erber, dar zuo schlecht,

Dann daz er mich dunchet faul

Und hât ein uberweites mul,

Dem wil ich selber antwurt geben.20

Chleiner mund chumpt frawen eben

Und nit dem man, ich sag euchs vor.

Grosseu stat wil weites tor.

Ist er faul und schlaffet gern,

Des wirt er alles sampt enbern,25

So daz chindel wirt von nöt,

Singent: Ätti, gib mir prott!

Was schol er dann der wiczen haben,

Ein junger knab, pey chläynen tagen,

Der auch geschrift in im nit hât?30

Dar umb so wisst, es ist mein rôt,

Daz wir nu senden hin zuo ym

Und auch derfarin seinen sin

Chluochleich, sam er hat getan.

Und wil er unser muomen han,35

So haiss man chömen so zehand

Und seczt in nider zuo der want

Und sagt ym alles sunder wol,

Was er tuon und meiden schol.

Und ist, daz er gelernen mag40

Und auch getuon nach ewer sag,

So schol man ym sey geben so.

Des râtes wurdens alleu fro,

Dann der vatter Fricz allain.

Der sprach: Es wisst all gemäin,45

Was mir Bertschi hat getan

Und meiner tother vor an.

Daz verredt ym ieso zhant23d

Iunchfraw Hächel Schurenbrand

Und sprach: Du säist, sam einr der schaft.

Hat dir Bertschi schande pracht?

Won er hofieren kan so wol,5

Dest e man ym sey geben schol,

So behalcz ir er dester bas.

Waist nicht, daz man spricht daz:

Maus im sak und laus im nak.

Mäcz ym haus und feur im kübel10

Die bezalent iren wirten übel.

Ich wäiss es selber wol an mir.

Do ich nu cham zuo mannes gir

Und wär mir schier ze hilf nicht komen,

Ich hiet mir selber vier genomen.15

Alteu junchfraw ist ein gift

Nieman haus, sam man da spricht.

Seu sprachent all: Du redest recht.

Wir schüllen senden nach dem chnecht

Und tuon sam uns geraten ist20

Von Leugafruo ze diser frist.

Des stuonden Fricz und Härtel auf

Und traten gen des schreibers haus,

Den fundens da zuo irm gewin.

Er gruosst seu schon, des danchtens ym.25

Da mit so huob an Fricz und sprach:

Umb die red, die nächt geschach,

Wis, wir sein des uberäin.

Wir wollen wissen, wie ers mäin;

Und wil er tuon nach deinem rat,30

So chüm mit ym und nicht ze spat

Häym her, freunt, in ewer haus,

Da wöllen wir ym legen aus,

Waz er tuo und lass da pey.

Henricze sprach: Daz sei, daz sey!35

We, wie schier dicz was geschehen!

Einr der hiet nit umb gesehen.

Do nu Pertschi chomen was,

Man gruosst in schon, er dankt vil bas.

Seu sprachen: Wes hast du ze muot?40

Des antwürt er: Mich deuchti guot,

Es gebt mir Mäczen zuo der ee,

Ich tät ir wol und dannocht me.

Lastersak huob an zuo jehen:

Daz dinch möcht alles sampt geschehen,45

Woltist stellen nach der er

Und dar zuo volgen unser ler.24

Bertschi sprach: Es gefelt mir wol,

Ich tuon alles das, das man schol.

So sicz da nider, sprach do Fricz,

Und sag uns etwas deiner wicz!5

Chanst den paternoster so?

Ja do, äntwurt Perchi do.

Daz Avemari und de glauben

Auch da mit an alles laugen?

So sag auf eben, nicht enlach!10

Triefnas huob an und sprach:

Pater noster herrgot vatter unser, der da pist in dem hymel,*** gehaliget werd dein nam! Zuo chüm uns dein reich! Dein will werd hie in der erd, sam in dem hymel! Du verleich uns unser tägleich prot, und vergib uns unser schuld, sam wir tuon schüllen unsern schuldigern! Und verlâss uns nicht in böser versuochung, sunder lös uns von allem übel! Amen.** Ave Maria! Gegrusset seist du, raineu maget Maria, vol *** aller gnaden! Got ist mit dir. Du pist gesegnet über alleu weib, gesegnet ist deu frucht deines leibes, unser herr Jhesus Cristus. Amen.** Credo in deum, ich gelaub an einen got vatter allmäthigen, *** der schepfer ist hymelrichs und ertreichs, und gelaub an seinen eingepornen sun, unsern herren Jhesu Crist. Ich gelaub, daz der selbig gottes suon emphangen wart von dem hailigen gaist und auch geporn ward von der rainen mayt Marien, und gelaub, daz er gemärtrert ward untter dem richter Pylaten an dem hailigen creucz, derstarb, dar zuo auch begraben ward. Ich gelaub, daz sein hailigeu sel in die vorhelle fuor und nam alle die daraus, die seinen willen hieten getan, und daz er an den dritten tag erstuond von dem tod, gewarer got und gewarer mensch, und gelaub, daz er auf ze hymel fuor und da siczet ze der rechten hand des almäthigen gotz seines vatters. Ich glaub, daz er dar nach chünftic ist ze ricthen24buber die toten und uber die lebentigen, ieden man nach seinen werchen. Ich gelaub auch an den hailigen gast, an die hailigen kyrchen der cristenhäit und an die gemaine aller häiligen, und gelaub antlass aller meiner sünden ze gewinnen, ob seu mich reuwent von ganczem herczen meinem. Ich gelaub an der toten urstend und gelaub nach disem leben daz ewig leben ze besiczend werden, ob ich es verdient han. Amen, amen, amen, amen.

Pater noster herrgot vatter unser, der da pist in dem hymel,*** gehaliget werd dein nam! Zuo chüm uns dein reich! Dein will werd hie in der erd, sam in dem hymel! Du verleich uns unser tägleich prot, und vergib uns unser schuld, sam wir tuon schüllen unsern schuldigern! Und verlâss uns nicht in böser versuochung, sunder lös uns von allem übel! Amen.

** Ave Maria! Gegrusset seist du, raineu maget Maria, vol *** aller gnaden! Got ist mit dir. Du pist gesegnet über alleu weib, gesegnet ist deu frucht deines leibes, unser herr Jhesus Cristus. Amen.

** Credo in deum, ich gelaub an einen got vatter allmäthigen, *** der schepfer ist hymelrichs und ertreichs, und gelaub an seinen eingepornen sun, unsern herren Jhesu Crist. Ich gelaub, daz der selbig gottes suon emphangen wart von dem hailigen gaist und auch geporn ward von der rainen mayt Marien, und gelaub, daz er gemärtrert ward untter dem richter Pylaten an dem hailigen creucz, derstarb, dar zuo auch begraben ward. Ich gelaub, daz sein hailigeu sel in die vorhelle fuor und nam alle die daraus, die seinen willen hieten getan, und daz er an den dritten tag erstuond von dem tod, gewarer got und gewarer mensch, und gelaub, daz er auf ze hymel fuor und da siczet ze der rechten hand des almäthigen gotz seines vatters. Ich glaub, daz er dar nach chünftic ist ze ricthen24buber die toten und uber die lebentigen, ieden man nach seinen werchen. Ich gelaub auch an den hailigen gast, an die hailigen kyrchen der cristenhäit und an die gemaine aller häiligen, und gelaub antlass aller meiner sünden ze gewinnen, ob seu mich reuwent von ganczem herczen meinem. Ich gelaub an der toten urstend und gelaub nach disem leben daz ewig leben ze besiczend werden, ob ich es verdient han. Amen, amen, amen, amen.

** Hörr auf, lieber, sein ist gnuog,Sprach do Fricz. Du pist so chluog,Daz mich des dünkt, du seist gestandenManich jar in frömden landen.15Pertschi wand, ym war also,Und hiess ym Mäczen geben do.Secht, daz wär do nicht vermitten,Hiet es Lastersak gelitten.Dem geviel daz eyllen nicht.20Grosseu sach wil zuoversicht,Sprach er do und voll die ee.Sag mir, gesell, kanst du icht me?Des äntwurt Pertschi also schier:Ich alz wol, sam ander vier,25Erren, tröschen und auch säyn,Hakken, sneiden und auch mäynUnd was zuo prott gehoren schol,Daz tuon ich gern und kans auch wol.Lastersak huob wider an30Und sprach: der mensche nicht enkanGeleben mit dem prott alläinAn lib und an der sel gemäin,Sunder mit des gottes wort,Des leibes häil, der sele hort,35Daz ym da fleust aus seinem mundUnd tuot uns alle salde kunt.Dar umb so muost du lernen bas.Daz tuon ich gern, sprach Triefnas.Des ersten ich doch hören wolt,40Wie ein junger lernen scholt.Daz ist vil weisechleich geredet,Sprach do Lastersak ze stet.Dar umb so wiss, daz ich da wäiss,24cZehi sind dem schuler gemäiss,Der ze mäister werden wil,Nucz und er gewinnen vil.Daz erst ist, daz er dienen schol5Unserm herren besunder wol,Der selb mit seinen häiligen mundSprach gen uns ze einer stund:Des ersten schült es geruochenGottes reich ze suochen,10So wirt euch dar zuo auch gegeben,Was man haben schol ze leben.Salomon auch dar zuo spricht:In böseu sel kumpt weisshait nit.Ein anvanch aller wiczen ist15Gottes forcht mit sälger list.Daz ander, daz er haben schol,Ist ein frömdes land, daz fügt ym wol.Nach der vil gewaren lere sagNiemand wol gewesen mag20Ein prophet in seinem land,Won er ist ze wol bekant;Freunt und gesellen, dar zuo weibSaument in an sel und an leib,An guot, an nucz und auch an er,25An kunst, an zucht und dar zuo ler.Doch wolt er sich ir massen,Bösen gesellschaft lassen,Er mocht gelernen ane zal,Die chunst ist offen uber al.30Daz drit ist, daz er heb da peyEin gesundes haubt, daz gelirnig sey,Und wil er chomen uber all,So lerne, daz im best gevall.Daz vierd ist, sam ich han gelesen,35Daz er vil dyemütlich schol wesen,Won hat er hochfart in dem muot,Kain schuoler wil er han verguot,Er duncht sich seinem maister gleich,Dar umb so wirt er selten reich40An chunst und auch an weiser hab,Won niemant gross gewesen mag,Der vor nicht klainer ist gesein.Daz leg dir in daz haubet dein!Wiss, der mensche wirt geporn24dKunstlos, sam ein permet geschorn.Daz fünft ist, daz ym hilfet serStätes harren pey der ler.Empschleichs lernen daz ist guot,5Unstates allen schaden tuot.Daz sechst ist, daz hie pey schol wesen,Sein leczgen muoss er uberlesenOft und auch dergrunden wol,Wil er wiczen werden vol.10Daz sibend, sam der lerer spricht,Ist daz zweiveln in der gschrift,Ist, daz er sich nicht betragenLat an fundlen und an fragen.Daz ächt, daz ich euch sagen wil,15Ist guteu kost und der nicht vil,Wärmeu chleider, wein mit fuog,Daz macht in hubsch und dar zuo chluog.Daz neund ist, daz ym kumt geleich,Nicht ze arm und nicht ze reich.20Grossen armutt siert in ser,So saumpt in reichthuom dannocht mer.Daz lest, daz ist, vernempt mich wol,Daz er ym selb entleiben schol,Unterweilen, nicht ze vil,25Mit singen und mit saytenspilOder halt mit andern sachen,Die ym mügen fröde machen,Doch mit züchten, daz stet wol.Hie mit wirt er sinnen vol30Und verdirbt nit an dem leben,Wil er sich der kunst hergeben.Do sprach Triefnas gar mit gir:Secht, daz han ich als an mir,Guoten willen auch da mit,35Dar umb ich ewer tugend pitt.Sagt mir, herr, zuo diser fristAll die künst, die yendert ist!Lastersak do lachent wart.Er sprach: Daz wär ein langen vart.40Nie kain man der ward so weis,Der aller künsten hiet den preis,Wen unser herrgot Jhesu Crist,25Dem kain dinch verporgen ist.Die chunst ist lang, daz leben chläin,Dar umb so lerne dir alläin,Des ein laig nicht schol embern.5Daz sag ich dir von herczen gern,Und heb so an dem besten an.Wiss, daz yeder christan manUber alles, daz du wäistOder wäinst in deinem gäyst,10Schol ze glauben sein weräit,Daz die gewär trivaltichaitHat vil aygenleich und schonIn einem wesen drey person:Die ein ist nach der gerechten zal15Der vatter, gwaltig uber al;Die ander, die ich nennen schol,Ist der suon der weisshäit vol;Die dritt ist, merk in deinem gmüt,Der häilig gäyst mit seiner güt.20Von niempt der vatter komen istNoch chömen mag dehäiner frist.Stäts der sun vom vatter fleustUnd sich mit lieb zuo ym verschleust.So get der häylig gäyst von päyden25Sunderleich an alles schaiden.Des gib ich dir ein peyschaft,Die älleu ler verstenleich macht.Wiss, daz kol und hicz und scheinMügend in einer glüte sein.30Die hicz die chümet von dem kol,Der schein get von in päyden wol,Und wie daz sey daz mans derkenneNach einander oder nenneOder joch dem vater kraft35Geb zuo einer äygenschaft,Dem sun die wicz, dem haligen gäystDie gütichait so aller mäyst,Doch so wis sey sein geleichAuf erd und in dem hymelreich,40An mugent und an weisshäit,An guot und an der ewichayt!Hie zuo wiss, daz an den glaubenNiemant kümpt für gottes augen,25bHiet er joch gewurket vilGuoter werch ze allem zil.So ist dir auch der gelaub enwichtAn die werch, sam man do spricht.5Dar umb behalt an allen spotDie vil häyligen zehen gebott,Daz ist: Hab got in deinem sinUnd swer nit üppichleich pey ym!Feyrr auch, so man feyrren schol!10Vatter, muoter ere wol!Kain mensche scholt du töten,Noch dich mit unkeusch nötten!Huet dich auch vor stelen,Vor falscher zeuggnüss helen!15Des andern weibes beger auch nicht,Nach frömdes guocz, die wârhayt spricht.Dar zuo bis ze tuonn beraytDie sechs werck der barmherczikait:Speys daz hungerig mensche,20Daz dürstig dar zuo trenche,Daz nachent scholt du beschläiden,Dem frömden herberch zäygen,Den siechen man gesehen scholUnd die gevangen trosten wol.25So muost du haben dir ze häilDer siben hailichäit ein täil:Daz ist den tauff ze anevangUnd den crisem, lebst so lang.Hast gesunt, die rew ist guot,30Gottes leichnam und sein pluotUnd auch daz häylig öl da pey.Wie sälich priester orden seyUnd wie guot die häilig ee,Doch lat mans an der sele we.35Tauff und crisem und der ordenSind dir die nür einest worden,So schol man dirs nith geben me;Die andern geyt man nu sam e.Diss ist dannocht als enwicht,40Wilt du dich dar zuo hüten nichtVor den siben sünden gar,Die tötleich sind und salden bar;Daz ist vor böser hohfart,Vor geytikait der argen art,45Vor neyd und zorn, unkeuschait,25cVor dem frass und trachait.Hier nach lerne dir ze lestDaz nüczest dir und auch daz best!Minne got vor allen dingen,5So mag dir nimer misselingen,Dar zuo deinen ebencristanIn ganczer lieb ze allen fristen!Tu auch, was die kirch gepeut,Daz ist, sam ich es dir beteut,10Vasten sunder ane spottenAllen häiligen zwelffpotten;Doch sant Jacob und Philipp,Sant Johans ewangelist,Die pringent uns kain vasten we,15Daz selbig tuot sant Barthlome,Wo man sein gewonet istZe vasten im in kainer frist.Da mit so vaste also schierDie fronfasten alle vier,20Die langen fasten bis ze ostern,Den phingstabent und ym augstenUnser lieben frawen sterbenUnd gocz gepürt der reinen werden!Tägleich mess man hören schol25Mit rainem gpett, daz frumet wol.Wer daz nicht volpringen mag,Derfüll es an dem feyrtag.Hier zuo du gepunden pistUnd yecleich mensch, daz cristan ist,30Dem rechten pharrer sunderbarEinest zpeichten in dem jar,Und da mit gottes leichnamEmphahen, so man schonest kan.Wer daz nit tät und sturb also,35Den sol man begraben, alz ein stroIn den aker, daz ist war,Hat er uber vierzehn jarGehabt und sinn vernuft da mit.Sich, daz ist der kirchen sitt.40Des sprach Triefnas ze der vart:Nu we mir, daz ich gporn wart!Ich wäiss nit, wie man peychten schol,Dar umb ich senden smerczen dol.Lastersak der chond sein vil.25dHörr, was ich dir sagen wil,Sprach er zuo dem Triefnas.Wiss, ich wil dir sagen daz:Du scholl dich noch vil wol gehaben5Und nicht so törleich gar verzagen.Daz du nicht kanst, daz lerne!Nu lert man dich doch gerne.Hörr, ich pin noch ungeweichtUnd han gelernt die offen peicht.10Pey der selben lernt man wol,Wie einer häymleich peychten schol.Die sprich mir nach, sam ich dir sag,Und behalt sey auf den lesten tag!

** Hörr auf, lieber, sein ist gnuog,Sprach do Fricz. Du pist so chluog,Daz mich des dünkt, du seist gestandenManich jar in frömden landen.15Pertschi wand, ym war also,Und hiess ym Mäczen geben do.Secht, daz wär do nicht vermitten,Hiet es Lastersak gelitten.Dem geviel daz eyllen nicht.20Grosseu sach wil zuoversicht,Sprach er do und voll die ee.Sag mir, gesell, kanst du icht me?Des äntwurt Pertschi also schier:Ich alz wol, sam ander vier,25Erren, tröschen und auch säyn,Hakken, sneiden und auch mäynUnd was zuo prott gehoren schol,Daz tuon ich gern und kans auch wol.Lastersak huob wider an30Und sprach: der mensche nicht enkanGeleben mit dem prott alläinAn lib und an der sel gemäin,Sunder mit des gottes wort,Des leibes häil, der sele hort,35Daz ym da fleust aus seinem mundUnd tuot uns alle salde kunt.Dar umb so muost du lernen bas.Daz tuon ich gern, sprach Triefnas.Des ersten ich doch hören wolt,40Wie ein junger lernen scholt.Daz ist vil weisechleich geredet,Sprach do Lastersak ze stet.Dar umb so wiss, daz ich da wäiss,24cZehi sind dem schuler gemäiss,Der ze mäister werden wil,Nucz und er gewinnen vil.Daz erst ist, daz er dienen schol5Unserm herren besunder wol,Der selb mit seinen häiligen mundSprach gen uns ze einer stund:Des ersten schült es geruochenGottes reich ze suochen,10So wirt euch dar zuo auch gegeben,Was man haben schol ze leben.Salomon auch dar zuo spricht:In böseu sel kumpt weisshait nit.Ein anvanch aller wiczen ist15Gottes forcht mit sälger list.Daz ander, daz er haben schol,Ist ein frömdes land, daz fügt ym wol.Nach der vil gewaren lere sagNiemand wol gewesen mag20Ein prophet in seinem land,Won er ist ze wol bekant;Freunt und gesellen, dar zuo weibSaument in an sel und an leib,An guot, an nucz und auch an er,25An kunst, an zucht und dar zuo ler.Doch wolt er sich ir massen,Bösen gesellschaft lassen,Er mocht gelernen ane zal,Die chunst ist offen uber al.30Daz drit ist, daz er heb da peyEin gesundes haubt, daz gelirnig sey,Und wil er chomen uber all,So lerne, daz im best gevall.Daz vierd ist, sam ich han gelesen,35Daz er vil dyemütlich schol wesen,Won hat er hochfart in dem muot,Kain schuoler wil er han verguot,Er duncht sich seinem maister gleich,Dar umb so wirt er selten reich40An chunst und auch an weiser hab,Won niemant gross gewesen mag,Der vor nicht klainer ist gesein.Daz leg dir in daz haubet dein!Wiss, der mensche wirt geporn24dKunstlos, sam ein permet geschorn.Daz fünft ist, daz ym hilfet serStätes harren pey der ler.Empschleichs lernen daz ist guot,5Unstates allen schaden tuot.Daz sechst ist, daz hie pey schol wesen,Sein leczgen muoss er uberlesenOft und auch dergrunden wol,Wil er wiczen werden vol.10Daz sibend, sam der lerer spricht,Ist daz zweiveln in der gschrift,Ist, daz er sich nicht betragenLat an fundlen und an fragen.Daz ächt, daz ich euch sagen wil,15Ist guteu kost und der nicht vil,Wärmeu chleider, wein mit fuog,Daz macht in hubsch und dar zuo chluog.Daz neund ist, daz ym kumt geleich,Nicht ze arm und nicht ze reich.20Grossen armutt siert in ser,So saumpt in reichthuom dannocht mer.Daz lest, daz ist, vernempt mich wol,Daz er ym selb entleiben schol,Unterweilen, nicht ze vil,25Mit singen und mit saytenspilOder halt mit andern sachen,Die ym mügen fröde machen,Doch mit züchten, daz stet wol.Hie mit wirt er sinnen vol30Und verdirbt nit an dem leben,Wil er sich der kunst hergeben.Do sprach Triefnas gar mit gir:Secht, daz han ich als an mir,Guoten willen auch da mit,35Dar umb ich ewer tugend pitt.Sagt mir, herr, zuo diser fristAll die künst, die yendert ist!Lastersak do lachent wart.Er sprach: Daz wär ein langen vart.40Nie kain man der ward so weis,Der aller künsten hiet den preis,Wen unser herrgot Jhesu Crist,25Dem kain dinch verporgen ist.Die chunst ist lang, daz leben chläin,Dar umb so lerne dir alläin,Des ein laig nicht schol embern.5Daz sag ich dir von herczen gern,Und heb so an dem besten an.Wiss, daz yeder christan manUber alles, daz du wäistOder wäinst in deinem gäyst,10Schol ze glauben sein weräit,Daz die gewär trivaltichaitHat vil aygenleich und schonIn einem wesen drey person:Die ein ist nach der gerechten zal15Der vatter, gwaltig uber al;Die ander, die ich nennen schol,Ist der suon der weisshäit vol;Die dritt ist, merk in deinem gmüt,Der häilig gäyst mit seiner güt.20Von niempt der vatter komen istNoch chömen mag dehäiner frist.Stäts der sun vom vatter fleustUnd sich mit lieb zuo ym verschleust.So get der häylig gäyst von päyden25Sunderleich an alles schaiden.Des gib ich dir ein peyschaft,Die älleu ler verstenleich macht.Wiss, daz kol und hicz und scheinMügend in einer glüte sein.30Die hicz die chümet von dem kol,Der schein get von in päyden wol,Und wie daz sey daz mans derkenneNach einander oder nenneOder joch dem vater kraft35Geb zuo einer äygenschaft,Dem sun die wicz, dem haligen gäystDie gütichait so aller mäyst,Doch so wis sey sein geleichAuf erd und in dem hymelreich,40An mugent und an weisshäit,An guot und an der ewichayt!Hie zuo wiss, daz an den glaubenNiemant kümpt für gottes augen,25bHiet er joch gewurket vilGuoter werch ze allem zil.So ist dir auch der gelaub enwichtAn die werch, sam man do spricht.5Dar umb behalt an allen spotDie vil häyligen zehen gebott,Daz ist: Hab got in deinem sinUnd swer nit üppichleich pey ym!Feyrr auch, so man feyrren schol!10Vatter, muoter ere wol!Kain mensche scholt du töten,Noch dich mit unkeusch nötten!Huet dich auch vor stelen,Vor falscher zeuggnüss helen!15Des andern weibes beger auch nicht,Nach frömdes guocz, die wârhayt spricht.Dar zuo bis ze tuonn beraytDie sechs werck der barmherczikait:Speys daz hungerig mensche,20Daz dürstig dar zuo trenche,Daz nachent scholt du beschläiden,Dem frömden herberch zäygen,Den siechen man gesehen scholUnd die gevangen trosten wol.25So muost du haben dir ze häilDer siben hailichäit ein täil:Daz ist den tauff ze anevangUnd den crisem, lebst so lang.Hast gesunt, die rew ist guot,30Gottes leichnam und sein pluotUnd auch daz häylig öl da pey.Wie sälich priester orden seyUnd wie guot die häilig ee,Doch lat mans an der sele we.35Tauff und crisem und der ordenSind dir die nür einest worden,So schol man dirs nith geben me;Die andern geyt man nu sam e.Diss ist dannocht als enwicht,40Wilt du dich dar zuo hüten nichtVor den siben sünden gar,Die tötleich sind und salden bar;Daz ist vor böser hohfart,Vor geytikait der argen art,45Vor neyd und zorn, unkeuschait,25cVor dem frass und trachait.Hier nach lerne dir ze lestDaz nüczest dir und auch daz best!Minne got vor allen dingen,5So mag dir nimer misselingen,Dar zuo deinen ebencristanIn ganczer lieb ze allen fristen!Tu auch, was die kirch gepeut,Daz ist, sam ich es dir beteut,10Vasten sunder ane spottenAllen häiligen zwelffpotten;Doch sant Jacob und Philipp,Sant Johans ewangelist,Die pringent uns kain vasten we,15Daz selbig tuot sant Barthlome,Wo man sein gewonet istZe vasten im in kainer frist.Da mit so vaste also schierDie fronfasten alle vier,20Die langen fasten bis ze ostern,Den phingstabent und ym augstenUnser lieben frawen sterbenUnd gocz gepürt der reinen werden!Tägleich mess man hören schol25Mit rainem gpett, daz frumet wol.Wer daz nicht volpringen mag,Derfüll es an dem feyrtag.Hier zuo du gepunden pistUnd yecleich mensch, daz cristan ist,30Dem rechten pharrer sunderbarEinest zpeichten in dem jar,Und da mit gottes leichnamEmphahen, so man schonest kan.Wer daz nit tät und sturb also,35Den sol man begraben, alz ein stroIn den aker, daz ist war,Hat er uber vierzehn jarGehabt und sinn vernuft da mit.Sich, daz ist der kirchen sitt.40Des sprach Triefnas ze der vart:Nu we mir, daz ich gporn wart!Ich wäiss nit, wie man peychten schol,Dar umb ich senden smerczen dol.Lastersak der chond sein vil.25dHörr, was ich dir sagen wil,Sprach er zuo dem Triefnas.Wiss, ich wil dir sagen daz:Du scholl dich noch vil wol gehaben5Und nicht so törleich gar verzagen.Daz du nicht kanst, daz lerne!Nu lert man dich doch gerne.Hörr, ich pin noch ungeweichtUnd han gelernt die offen peicht.10Pey der selben lernt man wol,Wie einer häymleich peychten schol.Die sprich mir nach, sam ich dir sag,Und behalt sey auf den lesten tag!

** Hörr auf, lieber, sein ist gnuog,Sprach do Fricz. Du pist so chluog,Daz mich des dünkt, du seist gestandenManich jar in frömden landen.15Pertschi wand, ym war also,Und hiess ym Mäczen geben do.Secht, daz wär do nicht vermitten,Hiet es Lastersak gelitten.Dem geviel daz eyllen nicht.20Grosseu sach wil zuoversicht,Sprach er do und voll die ee.Sag mir, gesell, kanst du icht me?Des äntwurt Pertschi also schier:Ich alz wol, sam ander vier,25Erren, tröschen und auch säyn,Hakken, sneiden und auch mäynUnd was zuo prott gehoren schol,Daz tuon ich gern und kans auch wol.Lastersak huob wider an30Und sprach: der mensche nicht enkanGeleben mit dem prott alläinAn lib und an der sel gemäin,Sunder mit des gottes wort,Des leibes häil, der sele hort,35Daz ym da fleust aus seinem mundUnd tuot uns alle salde kunt.Dar umb so muost du lernen bas.Daz tuon ich gern, sprach Triefnas.Des ersten ich doch hören wolt,40Wie ein junger lernen scholt.Daz ist vil weisechleich geredet,Sprach do Lastersak ze stet.Dar umb so wiss, daz ich da wäiss,24cZehi sind dem schuler gemäiss,Der ze mäister werden wil,Nucz und er gewinnen vil.Daz erst ist, daz er dienen schol5Unserm herren besunder wol,Der selb mit seinen häiligen mundSprach gen uns ze einer stund:Des ersten schült es geruochenGottes reich ze suochen,10So wirt euch dar zuo auch gegeben,Was man haben schol ze leben.Salomon auch dar zuo spricht:In böseu sel kumpt weisshait nit.Ein anvanch aller wiczen ist15Gottes forcht mit sälger list.Daz ander, daz er haben schol,Ist ein frömdes land, daz fügt ym wol.Nach der vil gewaren lere sagNiemand wol gewesen mag20Ein prophet in seinem land,Won er ist ze wol bekant;Freunt und gesellen, dar zuo weibSaument in an sel und an leib,An guot, an nucz und auch an er,25An kunst, an zucht und dar zuo ler.Doch wolt er sich ir massen,Bösen gesellschaft lassen,Er mocht gelernen ane zal,Die chunst ist offen uber al.30Daz drit ist, daz er heb da peyEin gesundes haubt, daz gelirnig sey,Und wil er chomen uber all,So lerne, daz im best gevall.Daz vierd ist, sam ich han gelesen,35Daz er vil dyemütlich schol wesen,Won hat er hochfart in dem muot,Kain schuoler wil er han verguot,Er duncht sich seinem maister gleich,Dar umb so wirt er selten reich40An chunst und auch an weiser hab,Won niemant gross gewesen mag,Der vor nicht klainer ist gesein.Daz leg dir in daz haubet dein!Wiss, der mensche wirt geporn24dKunstlos, sam ein permet geschorn.Daz fünft ist, daz ym hilfet serStätes harren pey der ler.Empschleichs lernen daz ist guot,5Unstates allen schaden tuot.Daz sechst ist, daz hie pey schol wesen,Sein leczgen muoss er uberlesenOft und auch dergrunden wol,Wil er wiczen werden vol.10Daz sibend, sam der lerer spricht,Ist daz zweiveln in der gschrift,Ist, daz er sich nicht betragenLat an fundlen und an fragen.Daz ächt, daz ich euch sagen wil,15Ist guteu kost und der nicht vil,Wärmeu chleider, wein mit fuog,Daz macht in hubsch und dar zuo chluog.Daz neund ist, daz ym kumt geleich,Nicht ze arm und nicht ze reich.20Grossen armutt siert in ser,So saumpt in reichthuom dannocht mer.Daz lest, daz ist, vernempt mich wol,Daz er ym selb entleiben schol,Unterweilen, nicht ze vil,25Mit singen und mit saytenspilOder halt mit andern sachen,Die ym mügen fröde machen,Doch mit züchten, daz stet wol.Hie mit wirt er sinnen vol30Und verdirbt nit an dem leben,Wil er sich der kunst hergeben.Do sprach Triefnas gar mit gir:Secht, daz han ich als an mir,Guoten willen auch da mit,35Dar umb ich ewer tugend pitt.Sagt mir, herr, zuo diser fristAll die künst, die yendert ist!Lastersak do lachent wart.Er sprach: Daz wär ein langen vart.40Nie kain man der ward so weis,Der aller künsten hiet den preis,Wen unser herrgot Jhesu Crist,25Dem kain dinch verporgen ist.Die chunst ist lang, daz leben chläin,Dar umb so lerne dir alläin,Des ein laig nicht schol embern.5Daz sag ich dir von herczen gern,Und heb so an dem besten an.Wiss, daz yeder christan manUber alles, daz du wäistOder wäinst in deinem gäyst,10Schol ze glauben sein weräit,Daz die gewär trivaltichaitHat vil aygenleich und schonIn einem wesen drey person:Die ein ist nach der gerechten zal15Der vatter, gwaltig uber al;Die ander, die ich nennen schol,Ist der suon der weisshäit vol;Die dritt ist, merk in deinem gmüt,Der häilig gäyst mit seiner güt.20Von niempt der vatter komen istNoch chömen mag dehäiner frist.Stäts der sun vom vatter fleustUnd sich mit lieb zuo ym verschleust.So get der häylig gäyst von päyden25Sunderleich an alles schaiden.Des gib ich dir ein peyschaft,Die älleu ler verstenleich macht.Wiss, daz kol und hicz und scheinMügend in einer glüte sein.30Die hicz die chümet von dem kol,Der schein get von in päyden wol,Und wie daz sey daz mans derkenneNach einander oder nenneOder joch dem vater kraft35Geb zuo einer äygenschaft,Dem sun die wicz, dem haligen gäystDie gütichait so aller mäyst,Doch so wis sey sein geleichAuf erd und in dem hymelreich,40An mugent und an weisshäit,An guot und an der ewichayt!Hie zuo wiss, daz an den glaubenNiemant kümpt für gottes augen,25bHiet er joch gewurket vilGuoter werch ze allem zil.So ist dir auch der gelaub enwichtAn die werch, sam man do spricht.5Dar umb behalt an allen spotDie vil häyligen zehen gebott,Daz ist: Hab got in deinem sinUnd swer nit üppichleich pey ym!Feyrr auch, so man feyrren schol!10Vatter, muoter ere wol!Kain mensche scholt du töten,Noch dich mit unkeusch nötten!Huet dich auch vor stelen,Vor falscher zeuggnüss helen!15Des andern weibes beger auch nicht,Nach frömdes guocz, die wârhayt spricht.Dar zuo bis ze tuonn beraytDie sechs werck der barmherczikait:Speys daz hungerig mensche,20Daz dürstig dar zuo trenche,Daz nachent scholt du beschläiden,Dem frömden herberch zäygen,Den siechen man gesehen scholUnd die gevangen trosten wol.25So muost du haben dir ze häilDer siben hailichäit ein täil:Daz ist den tauff ze anevangUnd den crisem, lebst so lang.Hast gesunt, die rew ist guot,30Gottes leichnam und sein pluotUnd auch daz häylig öl da pey.Wie sälich priester orden seyUnd wie guot die häilig ee,Doch lat mans an der sele we.35Tauff und crisem und der ordenSind dir die nür einest worden,So schol man dirs nith geben me;Die andern geyt man nu sam e.Diss ist dannocht als enwicht,40Wilt du dich dar zuo hüten nichtVor den siben sünden gar,Die tötleich sind und salden bar;Daz ist vor böser hohfart,Vor geytikait der argen art,45Vor neyd und zorn, unkeuschait,25cVor dem frass und trachait.Hier nach lerne dir ze lestDaz nüczest dir und auch daz best!Minne got vor allen dingen,5So mag dir nimer misselingen,Dar zuo deinen ebencristanIn ganczer lieb ze allen fristen!Tu auch, was die kirch gepeut,Daz ist, sam ich es dir beteut,10Vasten sunder ane spottenAllen häiligen zwelffpotten;Doch sant Jacob und Philipp,Sant Johans ewangelist,Die pringent uns kain vasten we,15Daz selbig tuot sant Barthlome,Wo man sein gewonet istZe vasten im in kainer frist.Da mit so vaste also schierDie fronfasten alle vier,20Die langen fasten bis ze ostern,Den phingstabent und ym augstenUnser lieben frawen sterbenUnd gocz gepürt der reinen werden!Tägleich mess man hören schol25Mit rainem gpett, daz frumet wol.Wer daz nicht volpringen mag,Derfüll es an dem feyrtag.Hier zuo du gepunden pistUnd yecleich mensch, daz cristan ist,30Dem rechten pharrer sunderbarEinest zpeichten in dem jar,Und da mit gottes leichnamEmphahen, so man schonest kan.Wer daz nit tät und sturb also,35Den sol man begraben, alz ein stroIn den aker, daz ist war,Hat er uber vierzehn jarGehabt und sinn vernuft da mit.Sich, daz ist der kirchen sitt.40Des sprach Triefnas ze der vart:Nu we mir, daz ich gporn wart!Ich wäiss nit, wie man peychten schol,Dar umb ich senden smerczen dol.Lastersak der chond sein vil.25dHörr, was ich dir sagen wil,Sprach er zuo dem Triefnas.Wiss, ich wil dir sagen daz:Du scholl dich noch vil wol gehaben5Und nicht so törleich gar verzagen.Daz du nicht kanst, daz lerne!Nu lert man dich doch gerne.Hörr, ich pin noch ungeweichtUnd han gelernt die offen peicht.10Pey der selben lernt man wol,Wie einer häymleich peychten schol.Die sprich mir nach, sam ich dir sag,Und behalt sey auf den lesten tag!

** Hörr auf, lieber, sein ist gnuog,

Sprach do Fricz. Du pist so chluog,

Daz mich des dünkt, du seist gestanden

Manich jar in frömden landen.15

Pertschi wand, ym war also,

Und hiess ym Mäczen geben do.

Secht, daz wär do nicht vermitten,

Hiet es Lastersak gelitten.

Dem geviel daz eyllen nicht.20

Grosseu sach wil zuoversicht,

Sprach er do und voll die ee.

Sag mir, gesell, kanst du icht me?

Des äntwurt Pertschi also schier:

Ich alz wol, sam ander vier,25

Erren, tröschen und auch säyn,

Hakken, sneiden und auch mäyn

Und was zuo prott gehoren schol,

Daz tuon ich gern und kans auch wol.

Lastersak huob wider an30

Und sprach: der mensche nicht enkan

Geleben mit dem prott alläin

An lib und an der sel gemäin,

Sunder mit des gottes wort,

Des leibes häil, der sele hort,35

Daz ym da fleust aus seinem mund

Und tuot uns alle salde kunt.

Dar umb so muost du lernen bas.

Daz tuon ich gern, sprach Triefnas.

Des ersten ich doch hören wolt,40

Wie ein junger lernen scholt.

Daz ist vil weisechleich geredet,

Sprach do Lastersak ze stet.

Dar umb so wiss, daz ich da wäiss,24c

Zehi sind dem schuler gemäiss,

Der ze mäister werden wil,

Nucz und er gewinnen vil.

Daz erst ist, daz er dienen schol5

Unserm herren besunder wol,

Der selb mit seinen häiligen mund

Sprach gen uns ze einer stund:

Des ersten schült es geruochen

Gottes reich ze suochen,10

So wirt euch dar zuo auch gegeben,

Was man haben schol ze leben.

Salomon auch dar zuo spricht:

In böseu sel kumpt weisshait nit.

Ein anvanch aller wiczen ist15

Gottes forcht mit sälger list.

Daz ander, daz er haben schol,

Ist ein frömdes land, daz fügt ym wol.

Nach der vil gewaren lere sag

Niemand wol gewesen mag20

Ein prophet in seinem land,

Won er ist ze wol bekant;

Freunt und gesellen, dar zuo weib

Saument in an sel und an leib,

An guot, an nucz und auch an er,25

An kunst, an zucht und dar zuo ler.

Doch wolt er sich ir massen,

Bösen gesellschaft lassen,

Er mocht gelernen ane zal,

Die chunst ist offen uber al.30

Daz drit ist, daz er heb da pey

Ein gesundes haubt, daz gelirnig sey,

Und wil er chomen uber all,

So lerne, daz im best gevall.

Daz vierd ist, sam ich han gelesen,35

Daz er vil dyemütlich schol wesen,

Won hat er hochfart in dem muot,

Kain schuoler wil er han verguot,

Er duncht sich seinem maister gleich,

Dar umb so wirt er selten reich40

An chunst und auch an weiser hab,

Won niemant gross gewesen mag,

Der vor nicht klainer ist gesein.

Daz leg dir in daz haubet dein!

Wiss, der mensche wirt geporn24d

Kunstlos, sam ein permet geschorn.

Daz fünft ist, daz ym hilfet ser

Stätes harren pey der ler.

Empschleichs lernen daz ist guot,5

Unstates allen schaden tuot.

Daz sechst ist, daz hie pey schol wesen,

Sein leczgen muoss er uberlesen

Oft und auch dergrunden wol,

Wil er wiczen werden vol.10

Daz sibend, sam der lerer spricht,

Ist daz zweiveln in der gschrift,

Ist, daz er sich nicht betragen

Lat an fundlen und an fragen.

Daz ächt, daz ich euch sagen wil,15

Ist guteu kost und der nicht vil,

Wärmeu chleider, wein mit fuog,

Daz macht in hubsch und dar zuo chluog.

Daz neund ist, daz ym kumt geleich,

Nicht ze arm und nicht ze reich.20

Grossen armutt siert in ser,

So saumpt in reichthuom dannocht mer.

Daz lest, daz ist, vernempt mich wol,

Daz er ym selb entleiben schol,

Unterweilen, nicht ze vil,25

Mit singen und mit saytenspil

Oder halt mit andern sachen,

Die ym mügen fröde machen,

Doch mit züchten, daz stet wol.

Hie mit wirt er sinnen vol30

Und verdirbt nit an dem leben,

Wil er sich der kunst hergeben.

Do sprach Triefnas gar mit gir:

Secht, daz han ich als an mir,

Guoten willen auch da mit,35

Dar umb ich ewer tugend pitt.

Sagt mir, herr, zuo diser frist

All die künst, die yendert ist!

Lastersak do lachent wart.

Er sprach: Daz wär ein langen vart.40

Nie kain man der ward so weis,

Der aller künsten hiet den preis,

Wen unser herrgot Jhesu Crist,25

Dem kain dinch verporgen ist.

Die chunst ist lang, daz leben chläin,

Dar umb so lerne dir alläin,

Des ein laig nicht schol embern.5

Daz sag ich dir von herczen gern,

Und heb so an dem besten an.

Wiss, daz yeder christan man

Uber alles, daz du wäist

Oder wäinst in deinem gäyst,10

Schol ze glauben sein weräit,

Daz die gewär trivaltichait

Hat vil aygenleich und schon

In einem wesen drey person:

Die ein ist nach der gerechten zal15

Der vatter, gwaltig uber al;

Die ander, die ich nennen schol,

Ist der suon der weisshäit vol;

Die dritt ist, merk in deinem gmüt,

Der häilig gäyst mit seiner güt.20

Von niempt der vatter komen ist

Noch chömen mag dehäiner frist.

Stäts der sun vom vatter fleust

Und sich mit lieb zuo ym verschleust.

So get der häylig gäyst von päyden25

Sunderleich an alles schaiden.

Des gib ich dir ein peyschaft,

Die älleu ler verstenleich macht.

Wiss, daz kol und hicz und schein

Mügend in einer glüte sein.30

Die hicz die chümet von dem kol,

Der schein get von in päyden wol,

Und wie daz sey daz mans derkenne

Nach einander oder nenne

Oder joch dem vater kraft35

Geb zuo einer äygenschaft,

Dem sun die wicz, dem haligen gäyst

Die gütichait so aller mäyst,

Doch so wis sey sein geleich

Auf erd und in dem hymelreich,40

An mugent und an weisshäit,

An guot und an der ewichayt!

Hie zuo wiss, daz an den glauben

Niemant kümpt für gottes augen,25b

Hiet er joch gewurket vil

Guoter werch ze allem zil.

So ist dir auch der gelaub enwicht

An die werch, sam man do spricht.5

Dar umb behalt an allen spot

Die vil häyligen zehen gebott,

Daz ist: Hab got in deinem sin

Und swer nit üppichleich pey ym!

Feyrr auch, so man feyrren schol!10

Vatter, muoter ere wol!

Kain mensche scholt du töten,

Noch dich mit unkeusch nötten!

Huet dich auch vor stelen,

Vor falscher zeuggnüss helen!15

Des andern weibes beger auch nicht,

Nach frömdes guocz, die wârhayt spricht.

Dar zuo bis ze tuonn berayt

Die sechs werck der barmherczikait:

Speys daz hungerig mensche,20

Daz dürstig dar zuo trenche,

Daz nachent scholt du beschläiden,

Dem frömden herberch zäygen,

Den siechen man gesehen schol

Und die gevangen trosten wol.25

So muost du haben dir ze häil

Der siben hailichäit ein täil:

Daz ist den tauff ze anevang

Und den crisem, lebst so lang.

Hast gesunt, die rew ist guot,30

Gottes leichnam und sein pluot

Und auch daz häylig öl da pey.

Wie sälich priester orden sey

Und wie guot die häilig ee,

Doch lat mans an der sele we.35

Tauff und crisem und der orden

Sind dir die nür einest worden,

So schol man dirs nith geben me;

Die andern geyt man nu sam e.

Diss ist dannocht als enwicht,40

Wilt du dich dar zuo hüten nicht

Vor den siben sünden gar,

Die tötleich sind und salden bar;

Daz ist vor böser hohfart,

Vor geytikait der argen art,45

Vor neyd und zorn, unkeuschait,25c

Vor dem frass und trachait.

Hier nach lerne dir ze lest

Daz nüczest dir und auch daz best!

Minne got vor allen dingen,5

So mag dir nimer misselingen,

Dar zuo deinen ebencristan

In ganczer lieb ze allen fristen!

Tu auch, was die kirch gepeut,

Daz ist, sam ich es dir beteut,10

Vasten sunder ane spotten

Allen häiligen zwelffpotten;

Doch sant Jacob und Philipp,

Sant Johans ewangelist,

Die pringent uns kain vasten we,15

Daz selbig tuot sant Barthlome,

Wo man sein gewonet ist

Ze vasten im in kainer frist.

Da mit so vaste also schier

Die fronfasten alle vier,20

Die langen fasten bis ze ostern,

Den phingstabent und ym augsten

Unser lieben frawen sterben

Und gocz gepürt der reinen werden!

Tägleich mess man hören schol25

Mit rainem gpett, daz frumet wol.

Wer daz nicht volpringen mag,

Derfüll es an dem feyrtag.

Hier zuo du gepunden pist

Und yecleich mensch, daz cristan ist,30

Dem rechten pharrer sunderbar

Einest zpeichten in dem jar,

Und da mit gottes leichnam

Emphahen, so man schonest kan.

Wer daz nit tät und sturb also,35

Den sol man begraben, alz ein stro

In den aker, daz ist war,

Hat er uber vierzehn jar

Gehabt und sinn vernuft da mit.

Sich, daz ist der kirchen sitt.40

Des sprach Triefnas ze der vart:

Nu we mir, daz ich gporn wart!

Ich wäiss nit, wie man peychten schol,

Dar umb ich senden smerczen dol.

Lastersak der chond sein vil.25d

Hörr, was ich dir sagen wil,

Sprach er zuo dem Triefnas.

Wiss, ich wil dir sagen daz:

Du scholl dich noch vil wol gehaben5

Und nicht so törleich gar verzagen.

Daz du nicht kanst, daz lerne!

Nu lert man dich doch gerne.

Hörr, ich pin noch ungeweicht

Und han gelernt die offen peicht.10

Pey der selben lernt man wol,

Wie einer häymleich peychten schol.

Die sprich mir nach, sam ich dir sag,

Und behalt sey auf den lesten tag!

Ich sundiger mensch ich gib mich schuldig unserm herren *** got, meiner frawen sant Marien und alten gottes häiligen und auch euch, priester an gocz stat, daz ich grössleich gesündet han mit worten und mit werken, mit gedenchnüss und auch mit verlayssechäyt an den zehen gepotten unsers schepfers, daz ich die nicht behalten han, an den sechs werchen der erbärmde, daz ich die nicht begangen han, an den siben häylichäyt, daz ich die nicht geeret han, mit den siben totsünden, an den siben gaben des häiligen gäystes, daz ist an gottes forcht, an gütichait, an künst, an sterk wider die sünd, an rat, an sin und auch an weisshäyt. Ich derken auch, daz ich gesundet han mit meinenfünf sinnen, daz ist mit gesicht, mit gehörd, mit smakung, mit costung und anch mit der rürung und auch mit andern dingen, daz ist mit untugend, mit spot, mit hinterred, mit hass, mit liegen, mit triegen und auch mit zerganchleichen fröden, mit uppiger, mit zweiflen an cristem gelauben, mit ungedultikäyt, mit ungnaden, mit ungehorsami meinen obren, mit unstätichayt an guotem fursacz, mit ubergen der häiligen gpott der kyrchen, wie ich mich *** verschult han, es sey26wissend oder vergessen, daz ist mir läid und rüwet mich von ganczem meinem herczzen und pitt mein frawen sant Mari und alle gottes häyligen und euch, priester, daz ir mir gnad und antlass meiner sünd umb got derwerben und nach disem leben die ewigen sälichhäit. Amen.

Ich sundiger mensch ich gib mich schuldig unserm herren *** got, meiner frawen sant Marien und alten gottes häiligen und auch euch, priester an gocz stat, daz ich grössleich gesündet han mit worten und mit werken, mit gedenchnüss und auch mit verlayssechäyt an den zehen gepotten unsers schepfers, daz ich die nicht behalten han, an den sechs werchen der erbärmde, daz ich die nicht begangen han, an den siben häylichäyt, daz ich die nicht geeret han, mit den siben totsünden, an den siben gaben des häiligen gäystes, daz ist an gottes forcht, an gütichait, an künst, an sterk wider die sünd, an rat, an sin und auch an weisshäyt. Ich derken auch, daz ich gesundet han mit meinenfünf sinnen, daz ist mit gesicht, mit gehörd, mit smakung, mit costung und anch mit der rürung und auch mit andern dingen, daz ist mit untugend, mit spot, mit hinterred, mit hass, mit liegen, mit triegen und auch mit zerganchleichen fröden, mit uppiger, mit zweiflen an cristem gelauben, mit ungedultikäyt, mit ungnaden, mit ungehorsami meinen obren, mit unstätichayt an guotem fursacz, mit ubergen der häiligen gpott der kyrchen, wie ich mich *** verschult han, es sey26wissend oder vergessen, daz ist mir läid und rüwet mich von ganczem meinem herczzen und pitt mein frawen sant Mari und alle gottes häyligen und euch, priester, daz ir mir gnad und antlass meiner sünd umb got derwerben und nach disem leben die ewigen sälichhäit. Amen.


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