Erber gwand und nicht ze reich,Wiss, daz ist gar lobeleich,Ist sauber, nicht beschissen,Wol vernäyt, noch so zerrissen,31dUnd daz gewönleich sey der zeit.Neuwer sitt die narren reyt.Hünren geschräy und gensen gsanchHörr vil gern, des gwinst du danch.5Dein hund daz sey ein rud vil guot,Der dir daz dein beschirm mit huot.Cost ist guot umb kinder ler,Mit haymsteur auch daz dein verzer.Taylst den armen mit dein hab,10Daz volgt dir nach bis in dein grab.Doch besich in deinem sin,Daz dir vil grösser sey der gwin,Dann die zerung alle tag;Won ein geschicht dir chomen mag,15Die dir zucht in einem zeitenDeinen gwin von langen zeiten.Wie man aver gewinnen schol,Bewaren sich vor schaden wol,Daz sag ich dir vil recht her aus.20Bis du herr in deinem haus!Wiss, und träyt dein weib die pruoch,Sey wirt dein hagel und dein fluochWider got und sein gepott;Hier zuo wirst der leuten spott.25Dar umb so sicz ir auf dem nakUnd halt sey sam den fuchs im sak!Schaff, daz sey behalt vil ebenWas ir in die hend wirt geben.Schaff auch mit ir so ze stett,30Daz sey kuchi, visch und pettSchon beräyt und sauber halt,Wol sey pey dir werden alt.Häiss sey fürben, näyn und spinnen,Melchen, saugen, wilt du gwinnen!35Lass sey selten müssig gen!Daz selbig scholt du auch verstenVon deinen tochtren so ze hant.Und ist es inen underchant,So tracht, daz sey es lernin schier40Tag und nacht für ander vier.Won was dein weib dir kunnen schol,Daz fügt eim andern auch vil wol.32Dem suon emphilh daz stäbli nicht,Sam lieb sant Bernhart spricht.Ler in drat nach deiner machtHantwerch oder chauffmanschaft5Und die gschrift vor allen dingen,Wilt du in ze selden pringen.Mag er pey dir nicht werden teur,So schik in aus, daz ist sein steur.Hast du knecht in deiner huot,10Vertrag ir kainem ubermuot!Getrauw dem geleichsner auch nit wol!Merk, ein diener wesen scholGhorsam, getreuw, beleypleich,Cheusch und gdultig, nit gar reich,15Sinnig, endlich ane chlagen;So schol er auch ein herren haben,Der erber sey und geb genuog,Doch grober speis, daz ist sein fuog,Und der ym seinen lon mit macht20Nichzen vorhab uber nacht.Dar umb bezal und mach seu volUnd tracht, daz seus verdienen wol.Und wilt du haben sicher gewin,So ste vil fruo auf sampt mit in25Und sich auch selber zuo dem vich,Wilt du nit reichen hinter sich.Waisst nicht noch, daz ich da wäiss,Dein selbers aug daz vich macht fäiss.Pist aber faul in deiner sach,30Dein gesind ym schaffet auch gmachUnd gedeycht, daz wirser ist,In bös gedench ze kurczer frist.So du dich von dem hause trabest,Bedench, waz du ze schaffen habest.35Kümst du wider in dein haus,Besich, was dir sey genumen draus.Und hat sich nicht gemert dein chorn,So wiss, du hast den tag verlorn.Sein dein nachgepauren guot,40Des fröwe dich in deinem muot!Tu in dienst nach deiner macht,So bstet dein haus in langer kraft.32bWilt du wein und korn verkauffen,So scholt zuo in des ersten lauffenUnd geben bäss, dann andern leuten.Dar zuo wil ich dir beteuten,5Gib auch deinen veinten hinZe dem teursten, daz ist gewin.Und pist gerochen an daz pluot,Daz ist ein râch vor allen guot.Wilt verkauffen huoben täyl10Oder kauffen, ist es väyl,So huot dich vor eim gemainen man,Der reicher ist und mer kan,Oder nicht gar erber sey,Wilt du wesen sorgenfrey.15Doch so sag ich dir besunder:Besser ist dir zleiden hunger,Dann zferchauffen deyneu hab.Dennoch besser ist noch sag,Ein täil des erbes geben dar,20Dann dem wuochrer seczen gar.Leich nicht gern, du sechst dann, wem.Entlehen ungever vil von dem,Won wer sich leyhens trosten wil,Der jo verdirbt mit schanden vil.25Hie pey macht du sehen wol,Wie gern man wider gelten schol.Dar umb wilt du der wiczen phlegen,So tuo dein geschäft pey gesuntem leben,Daz du daz schuldig mügest schaffen30Deinem gültern vor den phaffen,Deynen dienern auch gedanchen,Des vergessent oft die kranchen.Lâss deim weib, daz sey schol haben!Dar zuo scholt ir freuntleich sagen,35Ob gott geputte uber dich,Daz sey mit eren halte sichUnd daz sie durch der kinder wegenDurch andâcht und umb besser lebenGeruoch zbeleiben ân ein chan,40Müg sey mannes wesen an.Doch scholt du sie des nicht zwingenMit sweren, geld, noch andern dingen;Won besser ist ein wirt mit recht32cDem weib, dann herr oder knecht.Hilf auch bas und gar geswindDer tochter und dem chlainen chind,Dann denn gesuntten starken knaben,5Die sich selber mugent betragen!Ze lesten rat de suonen dein,Ob seu kauffleut wellent sein,Daz seu sich täyllin unter in,So stellends dester bas nach gwin.10Schullens wesen hantwerchgsellen,So lâss seu tuon nach irem wellen!Trachtend seu nach müssig gen,So haiss seu pey ein ander stenUngetäylt, daz ist in guot;15Won iedes haubt daz wil seinn huot,Yeleich haus daz wil sein feur.*** Nicht mer so sag ich dir ze steur.Do nu der ler ein end ward,Friczo der sprach an der vart:20Nu dar, herr Perchtolt, hörst du das?Wilt es tuon und dannocht bas?Das sag uns auf die treuwe dein!So gib ich dir die tochter mein.** Triefnass andacht die was gross25Gen seines lieben Mäczleins schossUnd tett recht sam fuchs Raynhart,Der umb die faissen hennen warb,Und verhiess pey seinem äid,Zu allen dingen sein beräyt,30Die ein fromer weiser knechtLäysten scholt und tuon von recht.*** Da mit so wurden so behentZwo der besten hin gesentIn die küchi aus dem rât35Umb die praut, die eylten drâtUnd kament ze den selben stundenAn die stat, da seu sey funden,Und sprachent: Wiss, wir schullen hanDaz pettenprot, du hast einn man.40Des was fro Mäczli sunder fro.Wer ist der dann? sprach seu do.Daz ist trun Pertschi Triefnass,Der dein selten ye vergass.32dWas Mäczel vor hin fro gewesen,** Von fröden mocht sey kaum genesen,In ammacht viel sey yeso nider,Des hulffend ir die andern wider5Und machten sey vil schön da herMit salben von Capponer smer,Mit pürsten und auf machen,Sam sitt ist ze den sachen.*** Da mit so fuorten seis da hin.10Des sprach fro Mäczel so zuo in:Ich waiss nicht, wie ich geparen schol.** Die ein die sagt: Ich ler dich wol.So man dir hevet also an:Wilt du Pertschin ze dem man?15So scholt du dich des ersten werenEnwench, daz stet dir wol ze eren.*** Do seu nu zuo den andern chamen,Hort in gottes namen, amen,Sprach Ochsenchropf, hie schol geschehen20Ein ee, des schölt es mir verjehen,Sag an, Pertholt, pey deiner treuw,Got woll, daz es dich nicht geruw!Wilt du Mäczen zuo der ee?Bertschin dem was also we25Von fröden in dem herczen geschehen,Do er sey hiet komen sehen,Dar zuo was er ungewanZe einer sach also getan,Daz ym die härel giengen zeperg;30Wie chaum bestuond er auf der erdUnd mocht recht gesprechen: Ja!Dar umb so was sein antwurt gra.Des ward do nicht geachtet so.Zuo Mäczen chert er sich aldo35Und sprach: Nu sag auch, Mäczel, an,Wilt du Pertschin zuo dem man?Mäcz gedacht ir an daz lerrenUnd ward sich heven an ze weren.Mit füssen und mit elnbogen40Schlug sey umb so wol gezogen,Daz der frawen wol auf vierVielend nider also schier.33Do sprach Friczo an der vart:Tochter, scham dich nicht so hartUnd nim du Bertschin zuo der ee!Sey swäyg, er frâget aver me,5Do sprach sey: Sta, gevelt es dir.Also ward mit payder girDie ee yeso geschaffenAn schuler und an phaffen.Des nam so Pertschi fürher do10Ein fingerli geworcht also:Es was von pley und uberzint,Mit einem stain, sam ich es vind,Der hiess ein sapheyr von glas,Dar umb von harcz ein gsmelcze was,15Mit naswasser durch laseurt;Dar zu was es auch gesteurtMit zwain perlen von den augenAus dem visch, daz schult es glauben.Er stiess irs yeso an die hand.20Secht, do huob sich soleich schandDen preutgon ane ze lauffen,Im har und part aus rauffen,Also daz er an der vartMit enander glaczocht ward.25Bertschi wäint, die andern sungenUnd für die tür her aus drungen,Seu schreuwent vast und dannocht me:Bertschi Mäczen hat zuor eeGenomen heut vil fruo fruo fruo.30Da schlach geluk und hayle zuo!Die mär die chament so zehandGen Glaris und in Sweiczerland,Gen Appenczell, ins LauentalUnd auf daz Marchvelt uberal35In Prettengö und auf die Alben,Auf die Scherr und allenthalben.Man luod die nâchgepaurenDar zuo, die vil sauren,Aus dem dorff von Nissingen,40Von Seurenstorff und Rüczingen,Der machten sich vil schier darMit grossem geschray ein michel scharMit iren dorffmäczen,Die schült es alle schäczen33bNach dem und seu auch seyn genant.Hört, seu sein mir all bechant.Von Nissingen was GalgenswanchSein fromer uber seinen danch,5Dar zuo Gerwig SchinddennakMit seinem gesellen Scheubinsak,Dietreych von dem gatterUnd Gugginsnest sein gefatter,Storchenpayn und Arnolt10Harnstäin und ChriemboltUnd sust vil junger drappen,Die man da zalt für chnappen.Der diernen was ein michel tayl:Die erst hiess Chüczeldarm die gayl,15Die ander Gredul Ungemäss,Die dritte Ändel Pfefferräyss,Die reudig WasserschepferinUnd die schön fro Gnepferin.Von Seurenstörff ir chamen vier:20Daz was der Palstersach der zyer,Teufelsgaden, SchabenlochUnd der grindig Guggoch.Der tochtren trun der warent zwo:Daz waz fro Lena Vallinsstro25Und Sophya ir gespil.Der andern der was nicht gar vil,Dann von Rüczingen ein gsell,Den hiess man Jächel Reuschindhell,Und sein pruoder Varindwand30Mit einer tochter Hüdel genant.Sust so mocht ich nicht herkennenVon andern landen noch genennen,Dann einen der hiess PopphartVon Appenczel ein fiess von art.35Seu chament her gerittenAuf eseln und auch schlitten,Yeder mit seym wambesch guot,Zwäyn roten hosen und ein hut,Mit iren präyten swingen40Und auch mit andern dingen.Etleich chament gangenMit iren hülczin stangen.Die mäczel warent all bechläytMit weissen chitteln schon beräyt,45Ir schäppel hieten pluomen glancz,33cIr schühel nebent den lüchern ganz,Seu zogten her mit ir vermachtAn der selben sampstagznachtIn daz dorff ze Lappenhausen5Mit iren sümbern in dem sausen.Dem nicht enward des hauses gmach,Der nam den hymel für sein tachUnd die strasse für daz gefider.Secht, die vegtens auf und nider10Mit wüten all die langen nacht,Daz niemant vor in gschlaffen machtAuf dem häw noch in dem stro.Dis tribens bis ann tag also.Seu liessend keinen kerczen tragen,15Des cham der preutgom do ze schaden,Der seinn esel hiet geschundenFür die kuo ze denen stuondenUnd hiet daz fläisch ze kuchi pracht.Der wär joch dannocht nie gedacht,20Hiet er zuo dem andern tagDen esel funden an der stät,Do er die haut do ligen sachZuo seinem grossen ungemach.Do nu die nacht sich so vergieng25Und der liechte tag an vieng,Gunterfay sein bek derschalZe Lappenhausen über al.Yeder man sich macht her fürFür des jungen Pertschis tür,30Die frawen und die magetteynMachten sich zuor praut hin eyn.Da mit so laut man zuo der mess.Daz ich des pesten nicht vergess,Sprach do Pertschi Trieffnas.35Ich han nicht phennig, daz ist daz,Ze opfern, sam ich pilleich schol.Do sprachent seu: Dem tuon wir wol.Häiss dirs an einn rabasch sneiden,Wilt tu nicht die schande leiden.40Also giengen seu da mitZe chirchen, do das was der sitt.** Die jungen man die giengen vor,Die alten nach durch alleu tor,33dDie jungen frawen giengen nâch,Die alten vorhin gar ze gach.*** Do nu die mess ein end genam,Der pharrer huob ze sagen an:5** Hört, ir frauwen und ir knecht,Wisst, es ist der kyrchen recht,Daz einr ein chan im nemen scholOffenleich, so tuot er wol,Nicht so häymleich ane pfaffen.10Dar zuo ist mit uns geschaffen,Daz wir chündin uberlautVon dem prautgom und der prautUnd vor allem volk dar zuoIn der kyrchen spât und fruo,15Ob yemant wär und wesen scholt,Der da wider sprechen wolt.Dar umb gepeut ich pey dem pan,Wer der ist, der bewaren chan,Daz die ee nicht redleich sey.20Der sag es ze der vart hie pey.*** Des chroch ein altes weib her fürAn einem stab, sey sprach: Ich spür,Daz Pertschi mit des tiefels râtSein treuw an mir gesprochen hat,25Es ist ein jar und nicht vil me,Daz er mir schlechcz verhiees der ee.** Des wurdens älleu lachent doUnd gen pharrer sprechent so:Wisst, die ee was geschaffen30Vor münchen und vor phaffen,Dar umb so nem ym yeder gesellEin frauwen, do er gernest well.*** Umb die red, die da geschachVon dem weib, die in an sprach,35Ward hertäilt ze Lappenhausen,Daz sey scholt ein bruoche lausen,Und gesäch sey noch so wol,Sam ein eweib gesehen schol,Daz sey möcht derkennen40Die laus und dar zuo prennenUnd liess die knöpfe stil sten,Daz sey schölt für sey alle gen34Und bewären iren dant,Wolt sey Pertschin han zehant.Des zoch der preutgonn ab sein bruochUnd sprach: Nu se hin, hürr, nu suoch!5Und prennst du mir des fadens knöpf,Ich reisse dir aus die grawen zöph.Was schol man lengren dises lesen?Sey liess die peysser all genesenUnd graffelt an hin mit der hand,10Und wo sie einen stricke vant,Der hiet sein leben da verlorn.Des lachtens all von rechtem zorn.Der pheyffer hiess man schlahen aufUnd draten hin gen Pertschis haus.15Do sey nuo komen zuo der tür,Die praut man seczet schon hin für,Der preutgonn zuo ir nider sas,Sam do des dorffes sitte was.Des kam do Fricz und sprach also:20Euwer eren bin ich fro.Ungelük daz hause scheuch!Dar zuo will ich geben euchSyben hennen und ein hannZe haymsteur, da gedenket an!25Dar zuo gib ich euch gestrakEinn choczen und ein strosakUnd auch einen kyttel frisch,Da mit ist sey werayt ze tischUnd auch ze pett nach unserm recht.30Pist du dann ein söleich knecht,Der leynlachen gerne hab,So haiss sey spinnen nacht und tag!Engelmar der kam zestundUnd schancht ym einen hausehund.35Er sprach: Got behuot euch paydeUnd auch der hund vor läide!Ochsenchroph der kam hin nâchMit einer kaczen, die hiess Vach,Und sprach: Daz habt zuo andrer huot!40Es ist euch für die meuse guot.Cholman drang do für die gemäynMit einem kicz, daz was vil chläin,34bUnd sprach: Daz send ich euch ze haus.Da wirt ein gäyss mit hürnern aus.Jächels treuw waz nicht verlorn.Er pracht ein kälbel erst geporn5Und sprach: Daz gehört auch wol dar zuo,Es mag geraten zuo einer kuo.Do hiess einer Öttel Kriech,Der truog ein äntten, die was siech,Und schre ym: Se hin, junger man,10Ich wolt sie selber fressen han.Ain ander, der hiess Blasindäschen,Ward do greyffend in die täschen.Die phenning nimpt man gerner,Sprach er: Se den Perner!15Straub der hiet des gelaiches vilUnd gab dem preutgom ze dem zilStendelwürczen, chranichper,Und sprach: Daz pringt man uber mer:Es wirt dir zuo den nöten guot,20Wiss, so man daz dinge tuot.Fro Läychdenman was gemütes freyUnd schancht der praut der nadeln drey,Einn wierten und zwo spindlen,Einn feurzeug und zwo windelen.25Sey sprach: Nu müssist gewinnenMit nayggen und auch spinnen!Do gab fro Elsbet FollipruochDer praut ein hänfen ermeltuochUnd sprach: Daz ist ein genameu steur,30Won der hanff ist heur ze teur.Snatereyna räycht ir darEinen haspel ruossig gar,Einen sekel, hentschuch zwen,Die warend schymlich, sam ir zen.35Dannocht ward des dringens vil.Einer gab einn pesmenstil,Der ander her einn hafen truog,Der dritt der bott einn essichchruog,Der fünft einn korb, der sechst ein sib,40Der sibend gab ein uberlidZe einem salzvas, daz waz guot,Der acht verschenchet einen huot,Den hiet er dreyssich jar getragen,Dennocht mocht ern kaum verclagen.34cNoch so gab man ane zalSchüsslen, täller, kerczestal,Gablen, rechen, löffel vil.Wisst, daz ich euchs kürczen wil.5Die weil scholt man getanczet haben,Do mochten sey die füss nicht tragenVon hungers not, dar umb vil schierMachten sich hin auf ir vier,Die ze tische dienen wolten,10Und sprachent, daz seu haben scholten
Erber gwand und nicht ze reich,Wiss, daz ist gar lobeleich,Ist sauber, nicht beschissen,Wol vernäyt, noch so zerrissen,31dUnd daz gewönleich sey der zeit.Neuwer sitt die narren reyt.Hünren geschräy und gensen gsanchHörr vil gern, des gwinst du danch.5Dein hund daz sey ein rud vil guot,Der dir daz dein beschirm mit huot.Cost ist guot umb kinder ler,Mit haymsteur auch daz dein verzer.Taylst den armen mit dein hab,10Daz volgt dir nach bis in dein grab.Doch besich in deinem sin,Daz dir vil grösser sey der gwin,Dann die zerung alle tag;Won ein geschicht dir chomen mag,15Die dir zucht in einem zeitenDeinen gwin von langen zeiten.Wie man aver gewinnen schol,Bewaren sich vor schaden wol,Daz sag ich dir vil recht her aus.20Bis du herr in deinem haus!Wiss, und träyt dein weib die pruoch,Sey wirt dein hagel und dein fluochWider got und sein gepott;Hier zuo wirst der leuten spott.25Dar umb so sicz ir auf dem nakUnd halt sey sam den fuchs im sak!Schaff, daz sey behalt vil ebenWas ir in die hend wirt geben.Schaff auch mit ir so ze stett,30Daz sey kuchi, visch und pettSchon beräyt und sauber halt,Wol sey pey dir werden alt.Häiss sey fürben, näyn und spinnen,Melchen, saugen, wilt du gwinnen!35Lass sey selten müssig gen!Daz selbig scholt du auch verstenVon deinen tochtren so ze hant.Und ist es inen underchant,So tracht, daz sey es lernin schier40Tag und nacht für ander vier.Won was dein weib dir kunnen schol,Daz fügt eim andern auch vil wol.32Dem suon emphilh daz stäbli nicht,Sam lieb sant Bernhart spricht.Ler in drat nach deiner machtHantwerch oder chauffmanschaft5Und die gschrift vor allen dingen,Wilt du in ze selden pringen.Mag er pey dir nicht werden teur,So schik in aus, daz ist sein steur.Hast du knecht in deiner huot,10Vertrag ir kainem ubermuot!Getrauw dem geleichsner auch nit wol!Merk, ein diener wesen scholGhorsam, getreuw, beleypleich,Cheusch und gdultig, nit gar reich,15Sinnig, endlich ane chlagen;So schol er auch ein herren haben,Der erber sey und geb genuog,Doch grober speis, daz ist sein fuog,Und der ym seinen lon mit macht20Nichzen vorhab uber nacht.Dar umb bezal und mach seu volUnd tracht, daz seus verdienen wol.Und wilt du haben sicher gewin,So ste vil fruo auf sampt mit in25Und sich auch selber zuo dem vich,Wilt du nit reichen hinter sich.Waisst nicht noch, daz ich da wäiss,Dein selbers aug daz vich macht fäiss.Pist aber faul in deiner sach,30Dein gesind ym schaffet auch gmachUnd gedeycht, daz wirser ist,In bös gedench ze kurczer frist.So du dich von dem hause trabest,Bedench, waz du ze schaffen habest.35Kümst du wider in dein haus,Besich, was dir sey genumen draus.Und hat sich nicht gemert dein chorn,So wiss, du hast den tag verlorn.Sein dein nachgepauren guot,40Des fröwe dich in deinem muot!Tu in dienst nach deiner macht,So bstet dein haus in langer kraft.32bWilt du wein und korn verkauffen,So scholt zuo in des ersten lauffenUnd geben bäss, dann andern leuten.Dar zuo wil ich dir beteuten,5Gib auch deinen veinten hinZe dem teursten, daz ist gewin.Und pist gerochen an daz pluot,Daz ist ein râch vor allen guot.Wilt verkauffen huoben täyl10Oder kauffen, ist es väyl,So huot dich vor eim gemainen man,Der reicher ist und mer kan,Oder nicht gar erber sey,Wilt du wesen sorgenfrey.15Doch so sag ich dir besunder:Besser ist dir zleiden hunger,Dann zferchauffen deyneu hab.Dennoch besser ist noch sag,Ein täil des erbes geben dar,20Dann dem wuochrer seczen gar.Leich nicht gern, du sechst dann, wem.Entlehen ungever vil von dem,Won wer sich leyhens trosten wil,Der jo verdirbt mit schanden vil.25Hie pey macht du sehen wol,Wie gern man wider gelten schol.Dar umb wilt du der wiczen phlegen,So tuo dein geschäft pey gesuntem leben,Daz du daz schuldig mügest schaffen30Deinem gültern vor den phaffen,Deynen dienern auch gedanchen,Des vergessent oft die kranchen.Lâss deim weib, daz sey schol haben!Dar zuo scholt ir freuntleich sagen,35Ob gott geputte uber dich,Daz sey mit eren halte sichUnd daz sie durch der kinder wegenDurch andâcht und umb besser lebenGeruoch zbeleiben ân ein chan,40Müg sey mannes wesen an.Doch scholt du sie des nicht zwingenMit sweren, geld, noch andern dingen;Won besser ist ein wirt mit recht32cDem weib, dann herr oder knecht.Hilf auch bas und gar geswindDer tochter und dem chlainen chind,Dann denn gesuntten starken knaben,5Die sich selber mugent betragen!Ze lesten rat de suonen dein,Ob seu kauffleut wellent sein,Daz seu sich täyllin unter in,So stellends dester bas nach gwin.10Schullens wesen hantwerchgsellen,So lâss seu tuon nach irem wellen!Trachtend seu nach müssig gen,So haiss seu pey ein ander stenUngetäylt, daz ist in guot;15Won iedes haubt daz wil seinn huot,Yeleich haus daz wil sein feur.*** Nicht mer so sag ich dir ze steur.Do nu der ler ein end ward,Friczo der sprach an der vart:20Nu dar, herr Perchtolt, hörst du das?Wilt es tuon und dannocht bas?Das sag uns auf die treuwe dein!So gib ich dir die tochter mein.** Triefnass andacht die was gross25Gen seines lieben Mäczleins schossUnd tett recht sam fuchs Raynhart,Der umb die faissen hennen warb,Und verhiess pey seinem äid,Zu allen dingen sein beräyt,30Die ein fromer weiser knechtLäysten scholt und tuon von recht.*** Da mit so wurden so behentZwo der besten hin gesentIn die küchi aus dem rât35Umb die praut, die eylten drâtUnd kament ze den selben stundenAn die stat, da seu sey funden,Und sprachent: Wiss, wir schullen hanDaz pettenprot, du hast einn man.40Des was fro Mäczli sunder fro.Wer ist der dann? sprach seu do.Daz ist trun Pertschi Triefnass,Der dein selten ye vergass.32dWas Mäczel vor hin fro gewesen,** Von fröden mocht sey kaum genesen,In ammacht viel sey yeso nider,Des hulffend ir die andern wider5Und machten sey vil schön da herMit salben von Capponer smer,Mit pürsten und auf machen,Sam sitt ist ze den sachen.*** Da mit so fuorten seis da hin.10Des sprach fro Mäczel so zuo in:Ich waiss nicht, wie ich geparen schol.** Die ein die sagt: Ich ler dich wol.So man dir hevet also an:Wilt du Pertschin ze dem man?15So scholt du dich des ersten werenEnwench, daz stet dir wol ze eren.*** Do seu nu zuo den andern chamen,Hort in gottes namen, amen,Sprach Ochsenchropf, hie schol geschehen20Ein ee, des schölt es mir verjehen,Sag an, Pertholt, pey deiner treuw,Got woll, daz es dich nicht geruw!Wilt du Mäczen zuo der ee?Bertschin dem was also we25Von fröden in dem herczen geschehen,Do er sey hiet komen sehen,Dar zuo was er ungewanZe einer sach also getan,Daz ym die härel giengen zeperg;30Wie chaum bestuond er auf der erdUnd mocht recht gesprechen: Ja!Dar umb so was sein antwurt gra.Des ward do nicht geachtet so.Zuo Mäczen chert er sich aldo35Und sprach: Nu sag auch, Mäczel, an,Wilt du Pertschin zuo dem man?Mäcz gedacht ir an daz lerrenUnd ward sich heven an ze weren.Mit füssen und mit elnbogen40Schlug sey umb so wol gezogen,Daz der frawen wol auf vierVielend nider also schier.33Do sprach Friczo an der vart:Tochter, scham dich nicht so hartUnd nim du Bertschin zuo der ee!Sey swäyg, er frâget aver me,5Do sprach sey: Sta, gevelt es dir.Also ward mit payder girDie ee yeso geschaffenAn schuler und an phaffen.Des nam so Pertschi fürher do10Ein fingerli geworcht also:Es was von pley und uberzint,Mit einem stain, sam ich es vind,Der hiess ein sapheyr von glas,Dar umb von harcz ein gsmelcze was,15Mit naswasser durch laseurt;Dar zu was es auch gesteurtMit zwain perlen von den augenAus dem visch, daz schult es glauben.Er stiess irs yeso an die hand.20Secht, do huob sich soleich schandDen preutgon ane ze lauffen,Im har und part aus rauffen,Also daz er an der vartMit enander glaczocht ward.25Bertschi wäint, die andern sungenUnd für die tür her aus drungen,Seu schreuwent vast und dannocht me:Bertschi Mäczen hat zuor eeGenomen heut vil fruo fruo fruo.30Da schlach geluk und hayle zuo!Die mär die chament so zehandGen Glaris und in Sweiczerland,Gen Appenczell, ins LauentalUnd auf daz Marchvelt uberal35In Prettengö und auf die Alben,Auf die Scherr und allenthalben.Man luod die nâchgepaurenDar zuo, die vil sauren,Aus dem dorff von Nissingen,40Von Seurenstorff und Rüczingen,Der machten sich vil schier darMit grossem geschray ein michel scharMit iren dorffmäczen,Die schült es alle schäczen33bNach dem und seu auch seyn genant.Hört, seu sein mir all bechant.Von Nissingen was GalgenswanchSein fromer uber seinen danch,5Dar zuo Gerwig SchinddennakMit seinem gesellen Scheubinsak,Dietreych von dem gatterUnd Gugginsnest sein gefatter,Storchenpayn und Arnolt10Harnstäin und ChriemboltUnd sust vil junger drappen,Die man da zalt für chnappen.Der diernen was ein michel tayl:Die erst hiess Chüczeldarm die gayl,15Die ander Gredul Ungemäss,Die dritte Ändel Pfefferräyss,Die reudig WasserschepferinUnd die schön fro Gnepferin.Von Seurenstörff ir chamen vier:20Daz was der Palstersach der zyer,Teufelsgaden, SchabenlochUnd der grindig Guggoch.Der tochtren trun der warent zwo:Daz waz fro Lena Vallinsstro25Und Sophya ir gespil.Der andern der was nicht gar vil,Dann von Rüczingen ein gsell,Den hiess man Jächel Reuschindhell,Und sein pruoder Varindwand30Mit einer tochter Hüdel genant.Sust so mocht ich nicht herkennenVon andern landen noch genennen,Dann einen der hiess PopphartVon Appenczel ein fiess von art.35Seu chament her gerittenAuf eseln und auch schlitten,Yeder mit seym wambesch guot,Zwäyn roten hosen und ein hut,Mit iren präyten swingen40Und auch mit andern dingen.Etleich chament gangenMit iren hülczin stangen.Die mäczel warent all bechläytMit weissen chitteln schon beräyt,45Ir schäppel hieten pluomen glancz,33cIr schühel nebent den lüchern ganz,Seu zogten her mit ir vermachtAn der selben sampstagznachtIn daz dorff ze Lappenhausen5Mit iren sümbern in dem sausen.Dem nicht enward des hauses gmach,Der nam den hymel für sein tachUnd die strasse für daz gefider.Secht, die vegtens auf und nider10Mit wüten all die langen nacht,Daz niemant vor in gschlaffen machtAuf dem häw noch in dem stro.Dis tribens bis ann tag also.Seu liessend keinen kerczen tragen,15Des cham der preutgom do ze schaden,Der seinn esel hiet geschundenFür die kuo ze denen stuondenUnd hiet daz fläisch ze kuchi pracht.Der wär joch dannocht nie gedacht,20Hiet er zuo dem andern tagDen esel funden an der stät,Do er die haut do ligen sachZuo seinem grossen ungemach.Do nu die nacht sich so vergieng25Und der liechte tag an vieng,Gunterfay sein bek derschalZe Lappenhausen über al.Yeder man sich macht her fürFür des jungen Pertschis tür,30Die frawen und die magetteynMachten sich zuor praut hin eyn.Da mit so laut man zuo der mess.Daz ich des pesten nicht vergess,Sprach do Pertschi Trieffnas.35Ich han nicht phennig, daz ist daz,Ze opfern, sam ich pilleich schol.Do sprachent seu: Dem tuon wir wol.Häiss dirs an einn rabasch sneiden,Wilt tu nicht die schande leiden.40Also giengen seu da mitZe chirchen, do das was der sitt.** Die jungen man die giengen vor,Die alten nach durch alleu tor,33dDie jungen frawen giengen nâch,Die alten vorhin gar ze gach.*** Do nu die mess ein end genam,Der pharrer huob ze sagen an:5** Hört, ir frauwen und ir knecht,Wisst, es ist der kyrchen recht,Daz einr ein chan im nemen scholOffenleich, so tuot er wol,Nicht so häymleich ane pfaffen.10Dar zuo ist mit uns geschaffen,Daz wir chündin uberlautVon dem prautgom und der prautUnd vor allem volk dar zuoIn der kyrchen spât und fruo,15Ob yemant wär und wesen scholt,Der da wider sprechen wolt.Dar umb gepeut ich pey dem pan,Wer der ist, der bewaren chan,Daz die ee nicht redleich sey.20Der sag es ze der vart hie pey.*** Des chroch ein altes weib her fürAn einem stab, sey sprach: Ich spür,Daz Pertschi mit des tiefels râtSein treuw an mir gesprochen hat,25Es ist ein jar und nicht vil me,Daz er mir schlechcz verhiees der ee.** Des wurdens älleu lachent doUnd gen pharrer sprechent so:Wisst, die ee was geschaffen30Vor münchen und vor phaffen,Dar umb so nem ym yeder gesellEin frauwen, do er gernest well.*** Umb die red, die da geschachVon dem weib, die in an sprach,35Ward hertäilt ze Lappenhausen,Daz sey scholt ein bruoche lausen,Und gesäch sey noch so wol,Sam ein eweib gesehen schol,Daz sey möcht derkennen40Die laus und dar zuo prennenUnd liess die knöpfe stil sten,Daz sey schölt für sey alle gen34Und bewären iren dant,Wolt sey Pertschin han zehant.Des zoch der preutgonn ab sein bruochUnd sprach: Nu se hin, hürr, nu suoch!5Und prennst du mir des fadens knöpf,Ich reisse dir aus die grawen zöph.Was schol man lengren dises lesen?Sey liess die peysser all genesenUnd graffelt an hin mit der hand,10Und wo sie einen stricke vant,Der hiet sein leben da verlorn.Des lachtens all von rechtem zorn.Der pheyffer hiess man schlahen aufUnd draten hin gen Pertschis haus.15Do sey nuo komen zuo der tür,Die praut man seczet schon hin für,Der preutgonn zuo ir nider sas,Sam do des dorffes sitte was.Des kam do Fricz und sprach also:20Euwer eren bin ich fro.Ungelük daz hause scheuch!Dar zuo will ich geben euchSyben hennen und ein hannZe haymsteur, da gedenket an!25Dar zuo gib ich euch gestrakEinn choczen und ein strosakUnd auch einen kyttel frisch,Da mit ist sey werayt ze tischUnd auch ze pett nach unserm recht.30Pist du dann ein söleich knecht,Der leynlachen gerne hab,So haiss sey spinnen nacht und tag!Engelmar der kam zestundUnd schancht ym einen hausehund.35Er sprach: Got behuot euch paydeUnd auch der hund vor läide!Ochsenchroph der kam hin nâchMit einer kaczen, die hiess Vach,Und sprach: Daz habt zuo andrer huot!40Es ist euch für die meuse guot.Cholman drang do für die gemäynMit einem kicz, daz was vil chläin,34bUnd sprach: Daz send ich euch ze haus.Da wirt ein gäyss mit hürnern aus.Jächels treuw waz nicht verlorn.Er pracht ein kälbel erst geporn5Und sprach: Daz gehört auch wol dar zuo,Es mag geraten zuo einer kuo.Do hiess einer Öttel Kriech,Der truog ein äntten, die was siech,Und schre ym: Se hin, junger man,10Ich wolt sie selber fressen han.Ain ander, der hiess Blasindäschen,Ward do greyffend in die täschen.Die phenning nimpt man gerner,Sprach er: Se den Perner!15Straub der hiet des gelaiches vilUnd gab dem preutgom ze dem zilStendelwürczen, chranichper,Und sprach: Daz pringt man uber mer:Es wirt dir zuo den nöten guot,20Wiss, so man daz dinge tuot.Fro Läychdenman was gemütes freyUnd schancht der praut der nadeln drey,Einn wierten und zwo spindlen,Einn feurzeug und zwo windelen.25Sey sprach: Nu müssist gewinnenMit nayggen und auch spinnen!Do gab fro Elsbet FollipruochDer praut ein hänfen ermeltuochUnd sprach: Daz ist ein genameu steur,30Won der hanff ist heur ze teur.Snatereyna räycht ir darEinen haspel ruossig gar,Einen sekel, hentschuch zwen,Die warend schymlich, sam ir zen.35Dannocht ward des dringens vil.Einer gab einn pesmenstil,Der ander her einn hafen truog,Der dritt der bott einn essichchruog,Der fünft einn korb, der sechst ein sib,40Der sibend gab ein uberlidZe einem salzvas, daz waz guot,Der acht verschenchet einen huot,Den hiet er dreyssich jar getragen,Dennocht mocht ern kaum verclagen.34cNoch so gab man ane zalSchüsslen, täller, kerczestal,Gablen, rechen, löffel vil.Wisst, daz ich euchs kürczen wil.5Die weil scholt man getanczet haben,Do mochten sey die füss nicht tragenVon hungers not, dar umb vil schierMachten sich hin auf ir vier,Die ze tische dienen wolten,10Und sprachent, daz seu haben scholten
Erber gwand und nicht ze reich,Wiss, daz ist gar lobeleich,Ist sauber, nicht beschissen,Wol vernäyt, noch so zerrissen,31dUnd daz gewönleich sey der zeit.Neuwer sitt die narren reyt.Hünren geschräy und gensen gsanchHörr vil gern, des gwinst du danch.5Dein hund daz sey ein rud vil guot,Der dir daz dein beschirm mit huot.Cost ist guot umb kinder ler,Mit haymsteur auch daz dein verzer.Taylst den armen mit dein hab,10Daz volgt dir nach bis in dein grab.Doch besich in deinem sin,Daz dir vil grösser sey der gwin,Dann die zerung alle tag;Won ein geschicht dir chomen mag,15Die dir zucht in einem zeitenDeinen gwin von langen zeiten.Wie man aver gewinnen schol,Bewaren sich vor schaden wol,Daz sag ich dir vil recht her aus.20Bis du herr in deinem haus!Wiss, und träyt dein weib die pruoch,Sey wirt dein hagel und dein fluochWider got und sein gepott;Hier zuo wirst der leuten spott.25Dar umb so sicz ir auf dem nakUnd halt sey sam den fuchs im sak!Schaff, daz sey behalt vil ebenWas ir in die hend wirt geben.Schaff auch mit ir so ze stett,30Daz sey kuchi, visch und pettSchon beräyt und sauber halt,Wol sey pey dir werden alt.Häiss sey fürben, näyn und spinnen,Melchen, saugen, wilt du gwinnen!35Lass sey selten müssig gen!Daz selbig scholt du auch verstenVon deinen tochtren so ze hant.Und ist es inen underchant,So tracht, daz sey es lernin schier40Tag und nacht für ander vier.Won was dein weib dir kunnen schol,Daz fügt eim andern auch vil wol.32Dem suon emphilh daz stäbli nicht,Sam lieb sant Bernhart spricht.Ler in drat nach deiner machtHantwerch oder chauffmanschaft5Und die gschrift vor allen dingen,Wilt du in ze selden pringen.Mag er pey dir nicht werden teur,So schik in aus, daz ist sein steur.Hast du knecht in deiner huot,10Vertrag ir kainem ubermuot!Getrauw dem geleichsner auch nit wol!Merk, ein diener wesen scholGhorsam, getreuw, beleypleich,Cheusch und gdultig, nit gar reich,15Sinnig, endlich ane chlagen;So schol er auch ein herren haben,Der erber sey und geb genuog,Doch grober speis, daz ist sein fuog,Und der ym seinen lon mit macht20Nichzen vorhab uber nacht.Dar umb bezal und mach seu volUnd tracht, daz seus verdienen wol.Und wilt du haben sicher gewin,So ste vil fruo auf sampt mit in25Und sich auch selber zuo dem vich,Wilt du nit reichen hinter sich.Waisst nicht noch, daz ich da wäiss,Dein selbers aug daz vich macht fäiss.Pist aber faul in deiner sach,30Dein gesind ym schaffet auch gmachUnd gedeycht, daz wirser ist,In bös gedench ze kurczer frist.So du dich von dem hause trabest,Bedench, waz du ze schaffen habest.35Kümst du wider in dein haus,Besich, was dir sey genumen draus.Und hat sich nicht gemert dein chorn,So wiss, du hast den tag verlorn.Sein dein nachgepauren guot,40Des fröwe dich in deinem muot!Tu in dienst nach deiner macht,So bstet dein haus in langer kraft.32bWilt du wein und korn verkauffen,So scholt zuo in des ersten lauffenUnd geben bäss, dann andern leuten.Dar zuo wil ich dir beteuten,5Gib auch deinen veinten hinZe dem teursten, daz ist gewin.Und pist gerochen an daz pluot,Daz ist ein râch vor allen guot.Wilt verkauffen huoben täyl10Oder kauffen, ist es väyl,So huot dich vor eim gemainen man,Der reicher ist und mer kan,Oder nicht gar erber sey,Wilt du wesen sorgenfrey.15Doch so sag ich dir besunder:Besser ist dir zleiden hunger,Dann zferchauffen deyneu hab.Dennoch besser ist noch sag,Ein täil des erbes geben dar,20Dann dem wuochrer seczen gar.Leich nicht gern, du sechst dann, wem.Entlehen ungever vil von dem,Won wer sich leyhens trosten wil,Der jo verdirbt mit schanden vil.25Hie pey macht du sehen wol,Wie gern man wider gelten schol.Dar umb wilt du der wiczen phlegen,So tuo dein geschäft pey gesuntem leben,Daz du daz schuldig mügest schaffen30Deinem gültern vor den phaffen,Deynen dienern auch gedanchen,Des vergessent oft die kranchen.Lâss deim weib, daz sey schol haben!Dar zuo scholt ir freuntleich sagen,35Ob gott geputte uber dich,Daz sey mit eren halte sichUnd daz sie durch der kinder wegenDurch andâcht und umb besser lebenGeruoch zbeleiben ân ein chan,40Müg sey mannes wesen an.Doch scholt du sie des nicht zwingenMit sweren, geld, noch andern dingen;Won besser ist ein wirt mit recht32cDem weib, dann herr oder knecht.Hilf auch bas und gar geswindDer tochter und dem chlainen chind,Dann denn gesuntten starken knaben,5Die sich selber mugent betragen!Ze lesten rat de suonen dein,Ob seu kauffleut wellent sein,Daz seu sich täyllin unter in,So stellends dester bas nach gwin.10Schullens wesen hantwerchgsellen,So lâss seu tuon nach irem wellen!Trachtend seu nach müssig gen,So haiss seu pey ein ander stenUngetäylt, daz ist in guot;15Won iedes haubt daz wil seinn huot,Yeleich haus daz wil sein feur.*** Nicht mer so sag ich dir ze steur.Do nu der ler ein end ward,Friczo der sprach an der vart:20Nu dar, herr Perchtolt, hörst du das?Wilt es tuon und dannocht bas?Das sag uns auf die treuwe dein!So gib ich dir die tochter mein.** Triefnass andacht die was gross25Gen seines lieben Mäczleins schossUnd tett recht sam fuchs Raynhart,Der umb die faissen hennen warb,Und verhiess pey seinem äid,Zu allen dingen sein beräyt,30Die ein fromer weiser knechtLäysten scholt und tuon von recht.*** Da mit so wurden so behentZwo der besten hin gesentIn die küchi aus dem rât35Umb die praut, die eylten drâtUnd kament ze den selben stundenAn die stat, da seu sey funden,Und sprachent: Wiss, wir schullen hanDaz pettenprot, du hast einn man.40Des was fro Mäczli sunder fro.Wer ist der dann? sprach seu do.Daz ist trun Pertschi Triefnass,Der dein selten ye vergass.32dWas Mäczel vor hin fro gewesen,** Von fröden mocht sey kaum genesen,In ammacht viel sey yeso nider,Des hulffend ir die andern wider5Und machten sey vil schön da herMit salben von Capponer smer,Mit pürsten und auf machen,Sam sitt ist ze den sachen.*** Da mit so fuorten seis da hin.10Des sprach fro Mäczel so zuo in:Ich waiss nicht, wie ich geparen schol.** Die ein die sagt: Ich ler dich wol.So man dir hevet also an:Wilt du Pertschin ze dem man?15So scholt du dich des ersten werenEnwench, daz stet dir wol ze eren.*** Do seu nu zuo den andern chamen,Hort in gottes namen, amen,Sprach Ochsenchropf, hie schol geschehen20Ein ee, des schölt es mir verjehen,Sag an, Pertholt, pey deiner treuw,Got woll, daz es dich nicht geruw!Wilt du Mäczen zuo der ee?Bertschin dem was also we25Von fröden in dem herczen geschehen,Do er sey hiet komen sehen,Dar zuo was er ungewanZe einer sach also getan,Daz ym die härel giengen zeperg;30Wie chaum bestuond er auf der erdUnd mocht recht gesprechen: Ja!Dar umb so was sein antwurt gra.Des ward do nicht geachtet so.Zuo Mäczen chert er sich aldo35Und sprach: Nu sag auch, Mäczel, an,Wilt du Pertschin zuo dem man?Mäcz gedacht ir an daz lerrenUnd ward sich heven an ze weren.Mit füssen und mit elnbogen40Schlug sey umb so wol gezogen,Daz der frawen wol auf vierVielend nider also schier.33Do sprach Friczo an der vart:Tochter, scham dich nicht so hartUnd nim du Bertschin zuo der ee!Sey swäyg, er frâget aver me,5Do sprach sey: Sta, gevelt es dir.Also ward mit payder girDie ee yeso geschaffenAn schuler und an phaffen.Des nam so Pertschi fürher do10Ein fingerli geworcht also:Es was von pley und uberzint,Mit einem stain, sam ich es vind,Der hiess ein sapheyr von glas,Dar umb von harcz ein gsmelcze was,15Mit naswasser durch laseurt;Dar zu was es auch gesteurtMit zwain perlen von den augenAus dem visch, daz schult es glauben.Er stiess irs yeso an die hand.20Secht, do huob sich soleich schandDen preutgon ane ze lauffen,Im har und part aus rauffen,Also daz er an der vartMit enander glaczocht ward.25Bertschi wäint, die andern sungenUnd für die tür her aus drungen,Seu schreuwent vast und dannocht me:Bertschi Mäczen hat zuor eeGenomen heut vil fruo fruo fruo.30Da schlach geluk und hayle zuo!Die mär die chament so zehandGen Glaris und in Sweiczerland,Gen Appenczell, ins LauentalUnd auf daz Marchvelt uberal35In Prettengö und auf die Alben,Auf die Scherr und allenthalben.Man luod die nâchgepaurenDar zuo, die vil sauren,Aus dem dorff von Nissingen,40Von Seurenstorff und Rüczingen,Der machten sich vil schier darMit grossem geschray ein michel scharMit iren dorffmäczen,Die schült es alle schäczen33bNach dem und seu auch seyn genant.Hört, seu sein mir all bechant.Von Nissingen was GalgenswanchSein fromer uber seinen danch,5Dar zuo Gerwig SchinddennakMit seinem gesellen Scheubinsak,Dietreych von dem gatterUnd Gugginsnest sein gefatter,Storchenpayn und Arnolt10Harnstäin und ChriemboltUnd sust vil junger drappen,Die man da zalt für chnappen.Der diernen was ein michel tayl:Die erst hiess Chüczeldarm die gayl,15Die ander Gredul Ungemäss,Die dritte Ändel Pfefferräyss,Die reudig WasserschepferinUnd die schön fro Gnepferin.Von Seurenstörff ir chamen vier:20Daz was der Palstersach der zyer,Teufelsgaden, SchabenlochUnd der grindig Guggoch.Der tochtren trun der warent zwo:Daz waz fro Lena Vallinsstro25Und Sophya ir gespil.Der andern der was nicht gar vil,Dann von Rüczingen ein gsell,Den hiess man Jächel Reuschindhell,Und sein pruoder Varindwand30Mit einer tochter Hüdel genant.Sust so mocht ich nicht herkennenVon andern landen noch genennen,Dann einen der hiess PopphartVon Appenczel ein fiess von art.35Seu chament her gerittenAuf eseln und auch schlitten,Yeder mit seym wambesch guot,Zwäyn roten hosen und ein hut,Mit iren präyten swingen40Und auch mit andern dingen.Etleich chament gangenMit iren hülczin stangen.Die mäczel warent all bechläytMit weissen chitteln schon beräyt,45Ir schäppel hieten pluomen glancz,33cIr schühel nebent den lüchern ganz,Seu zogten her mit ir vermachtAn der selben sampstagznachtIn daz dorff ze Lappenhausen5Mit iren sümbern in dem sausen.Dem nicht enward des hauses gmach,Der nam den hymel für sein tachUnd die strasse für daz gefider.Secht, die vegtens auf und nider10Mit wüten all die langen nacht,Daz niemant vor in gschlaffen machtAuf dem häw noch in dem stro.Dis tribens bis ann tag also.Seu liessend keinen kerczen tragen,15Des cham der preutgom do ze schaden,Der seinn esel hiet geschundenFür die kuo ze denen stuondenUnd hiet daz fläisch ze kuchi pracht.Der wär joch dannocht nie gedacht,20Hiet er zuo dem andern tagDen esel funden an der stät,Do er die haut do ligen sachZuo seinem grossen ungemach.Do nu die nacht sich so vergieng25Und der liechte tag an vieng,Gunterfay sein bek derschalZe Lappenhausen über al.Yeder man sich macht her fürFür des jungen Pertschis tür,30Die frawen und die magetteynMachten sich zuor praut hin eyn.Da mit so laut man zuo der mess.Daz ich des pesten nicht vergess,Sprach do Pertschi Trieffnas.35Ich han nicht phennig, daz ist daz,Ze opfern, sam ich pilleich schol.Do sprachent seu: Dem tuon wir wol.Häiss dirs an einn rabasch sneiden,Wilt tu nicht die schande leiden.40Also giengen seu da mitZe chirchen, do das was der sitt.** Die jungen man die giengen vor,Die alten nach durch alleu tor,33dDie jungen frawen giengen nâch,Die alten vorhin gar ze gach.*** Do nu die mess ein end genam,Der pharrer huob ze sagen an:5** Hört, ir frauwen und ir knecht,Wisst, es ist der kyrchen recht,Daz einr ein chan im nemen scholOffenleich, so tuot er wol,Nicht so häymleich ane pfaffen.10Dar zuo ist mit uns geschaffen,Daz wir chündin uberlautVon dem prautgom und der prautUnd vor allem volk dar zuoIn der kyrchen spât und fruo,15Ob yemant wär und wesen scholt,Der da wider sprechen wolt.Dar umb gepeut ich pey dem pan,Wer der ist, der bewaren chan,Daz die ee nicht redleich sey.20Der sag es ze der vart hie pey.*** Des chroch ein altes weib her fürAn einem stab, sey sprach: Ich spür,Daz Pertschi mit des tiefels râtSein treuw an mir gesprochen hat,25Es ist ein jar und nicht vil me,Daz er mir schlechcz verhiees der ee.** Des wurdens älleu lachent doUnd gen pharrer sprechent so:Wisst, die ee was geschaffen30Vor münchen und vor phaffen,Dar umb so nem ym yeder gesellEin frauwen, do er gernest well.*** Umb die red, die da geschachVon dem weib, die in an sprach,35Ward hertäilt ze Lappenhausen,Daz sey scholt ein bruoche lausen,Und gesäch sey noch so wol,Sam ein eweib gesehen schol,Daz sey möcht derkennen40Die laus und dar zuo prennenUnd liess die knöpfe stil sten,Daz sey schölt für sey alle gen34Und bewären iren dant,Wolt sey Pertschin han zehant.Des zoch der preutgonn ab sein bruochUnd sprach: Nu se hin, hürr, nu suoch!5Und prennst du mir des fadens knöpf,Ich reisse dir aus die grawen zöph.Was schol man lengren dises lesen?Sey liess die peysser all genesenUnd graffelt an hin mit der hand,10Und wo sie einen stricke vant,Der hiet sein leben da verlorn.Des lachtens all von rechtem zorn.Der pheyffer hiess man schlahen aufUnd draten hin gen Pertschis haus.15Do sey nuo komen zuo der tür,Die praut man seczet schon hin für,Der preutgonn zuo ir nider sas,Sam do des dorffes sitte was.Des kam do Fricz und sprach also:20Euwer eren bin ich fro.Ungelük daz hause scheuch!Dar zuo will ich geben euchSyben hennen und ein hannZe haymsteur, da gedenket an!25Dar zuo gib ich euch gestrakEinn choczen und ein strosakUnd auch einen kyttel frisch,Da mit ist sey werayt ze tischUnd auch ze pett nach unserm recht.30Pist du dann ein söleich knecht,Der leynlachen gerne hab,So haiss sey spinnen nacht und tag!Engelmar der kam zestundUnd schancht ym einen hausehund.35Er sprach: Got behuot euch paydeUnd auch der hund vor läide!Ochsenchroph der kam hin nâchMit einer kaczen, die hiess Vach,Und sprach: Daz habt zuo andrer huot!40Es ist euch für die meuse guot.Cholman drang do für die gemäynMit einem kicz, daz was vil chläin,34bUnd sprach: Daz send ich euch ze haus.Da wirt ein gäyss mit hürnern aus.Jächels treuw waz nicht verlorn.Er pracht ein kälbel erst geporn5Und sprach: Daz gehört auch wol dar zuo,Es mag geraten zuo einer kuo.Do hiess einer Öttel Kriech,Der truog ein äntten, die was siech,Und schre ym: Se hin, junger man,10Ich wolt sie selber fressen han.Ain ander, der hiess Blasindäschen,Ward do greyffend in die täschen.Die phenning nimpt man gerner,Sprach er: Se den Perner!15Straub der hiet des gelaiches vilUnd gab dem preutgom ze dem zilStendelwürczen, chranichper,Und sprach: Daz pringt man uber mer:Es wirt dir zuo den nöten guot,20Wiss, so man daz dinge tuot.Fro Läychdenman was gemütes freyUnd schancht der praut der nadeln drey,Einn wierten und zwo spindlen,Einn feurzeug und zwo windelen.25Sey sprach: Nu müssist gewinnenMit nayggen und auch spinnen!Do gab fro Elsbet FollipruochDer praut ein hänfen ermeltuochUnd sprach: Daz ist ein genameu steur,30Won der hanff ist heur ze teur.Snatereyna räycht ir darEinen haspel ruossig gar,Einen sekel, hentschuch zwen,Die warend schymlich, sam ir zen.35Dannocht ward des dringens vil.Einer gab einn pesmenstil,Der ander her einn hafen truog,Der dritt der bott einn essichchruog,Der fünft einn korb, der sechst ein sib,40Der sibend gab ein uberlidZe einem salzvas, daz waz guot,Der acht verschenchet einen huot,Den hiet er dreyssich jar getragen,Dennocht mocht ern kaum verclagen.34cNoch so gab man ane zalSchüsslen, täller, kerczestal,Gablen, rechen, löffel vil.Wisst, daz ich euchs kürczen wil.5Die weil scholt man getanczet haben,Do mochten sey die füss nicht tragenVon hungers not, dar umb vil schierMachten sich hin auf ir vier,Die ze tische dienen wolten,10Und sprachent, daz seu haben scholten
Erber gwand und nicht ze reich,Wiss, daz ist gar lobeleich,Ist sauber, nicht beschissen,Wol vernäyt, noch so zerrissen,31dUnd daz gewönleich sey der zeit.Neuwer sitt die narren reyt.Hünren geschräy und gensen gsanchHörr vil gern, des gwinst du danch.5Dein hund daz sey ein rud vil guot,Der dir daz dein beschirm mit huot.Cost ist guot umb kinder ler,Mit haymsteur auch daz dein verzer.Taylst den armen mit dein hab,10Daz volgt dir nach bis in dein grab.Doch besich in deinem sin,Daz dir vil grösser sey der gwin,Dann die zerung alle tag;Won ein geschicht dir chomen mag,15Die dir zucht in einem zeitenDeinen gwin von langen zeiten.Wie man aver gewinnen schol,Bewaren sich vor schaden wol,Daz sag ich dir vil recht her aus.20Bis du herr in deinem haus!Wiss, und träyt dein weib die pruoch,Sey wirt dein hagel und dein fluochWider got und sein gepott;Hier zuo wirst der leuten spott.25Dar umb so sicz ir auf dem nakUnd halt sey sam den fuchs im sak!Schaff, daz sey behalt vil ebenWas ir in die hend wirt geben.Schaff auch mit ir so ze stett,30Daz sey kuchi, visch und pettSchon beräyt und sauber halt,Wol sey pey dir werden alt.Häiss sey fürben, näyn und spinnen,Melchen, saugen, wilt du gwinnen!35Lass sey selten müssig gen!Daz selbig scholt du auch verstenVon deinen tochtren so ze hant.Und ist es inen underchant,So tracht, daz sey es lernin schier40Tag und nacht für ander vier.Won was dein weib dir kunnen schol,Daz fügt eim andern auch vil wol.32Dem suon emphilh daz stäbli nicht,Sam lieb sant Bernhart spricht.Ler in drat nach deiner machtHantwerch oder chauffmanschaft5Und die gschrift vor allen dingen,Wilt du in ze selden pringen.Mag er pey dir nicht werden teur,So schik in aus, daz ist sein steur.Hast du knecht in deiner huot,10Vertrag ir kainem ubermuot!Getrauw dem geleichsner auch nit wol!Merk, ein diener wesen scholGhorsam, getreuw, beleypleich,Cheusch und gdultig, nit gar reich,15Sinnig, endlich ane chlagen;So schol er auch ein herren haben,Der erber sey und geb genuog,Doch grober speis, daz ist sein fuog,Und der ym seinen lon mit macht20Nichzen vorhab uber nacht.Dar umb bezal und mach seu volUnd tracht, daz seus verdienen wol.Und wilt du haben sicher gewin,So ste vil fruo auf sampt mit in25Und sich auch selber zuo dem vich,Wilt du nit reichen hinter sich.Waisst nicht noch, daz ich da wäiss,Dein selbers aug daz vich macht fäiss.Pist aber faul in deiner sach,30Dein gesind ym schaffet auch gmachUnd gedeycht, daz wirser ist,In bös gedench ze kurczer frist.So du dich von dem hause trabest,Bedench, waz du ze schaffen habest.35Kümst du wider in dein haus,Besich, was dir sey genumen draus.Und hat sich nicht gemert dein chorn,So wiss, du hast den tag verlorn.Sein dein nachgepauren guot,40Des fröwe dich in deinem muot!Tu in dienst nach deiner macht,So bstet dein haus in langer kraft.32bWilt du wein und korn verkauffen,So scholt zuo in des ersten lauffenUnd geben bäss, dann andern leuten.Dar zuo wil ich dir beteuten,5Gib auch deinen veinten hinZe dem teursten, daz ist gewin.Und pist gerochen an daz pluot,Daz ist ein râch vor allen guot.Wilt verkauffen huoben täyl10Oder kauffen, ist es väyl,So huot dich vor eim gemainen man,Der reicher ist und mer kan,Oder nicht gar erber sey,Wilt du wesen sorgenfrey.15Doch so sag ich dir besunder:Besser ist dir zleiden hunger,Dann zferchauffen deyneu hab.Dennoch besser ist noch sag,Ein täil des erbes geben dar,20Dann dem wuochrer seczen gar.Leich nicht gern, du sechst dann, wem.Entlehen ungever vil von dem,Won wer sich leyhens trosten wil,Der jo verdirbt mit schanden vil.25Hie pey macht du sehen wol,Wie gern man wider gelten schol.Dar umb wilt du der wiczen phlegen,So tuo dein geschäft pey gesuntem leben,Daz du daz schuldig mügest schaffen30Deinem gültern vor den phaffen,Deynen dienern auch gedanchen,Des vergessent oft die kranchen.Lâss deim weib, daz sey schol haben!Dar zuo scholt ir freuntleich sagen,35Ob gott geputte uber dich,Daz sey mit eren halte sichUnd daz sie durch der kinder wegenDurch andâcht und umb besser lebenGeruoch zbeleiben ân ein chan,40Müg sey mannes wesen an.Doch scholt du sie des nicht zwingenMit sweren, geld, noch andern dingen;Won besser ist ein wirt mit recht32cDem weib, dann herr oder knecht.Hilf auch bas und gar geswindDer tochter und dem chlainen chind,Dann denn gesuntten starken knaben,5Die sich selber mugent betragen!Ze lesten rat de suonen dein,Ob seu kauffleut wellent sein,Daz seu sich täyllin unter in,So stellends dester bas nach gwin.10Schullens wesen hantwerchgsellen,So lâss seu tuon nach irem wellen!Trachtend seu nach müssig gen,So haiss seu pey ein ander stenUngetäylt, daz ist in guot;15Won iedes haubt daz wil seinn huot,Yeleich haus daz wil sein feur.*** Nicht mer so sag ich dir ze steur.Do nu der ler ein end ward,Friczo der sprach an der vart:20Nu dar, herr Perchtolt, hörst du das?Wilt es tuon und dannocht bas?Das sag uns auf die treuwe dein!So gib ich dir die tochter mein.** Triefnass andacht die was gross25Gen seines lieben Mäczleins schossUnd tett recht sam fuchs Raynhart,Der umb die faissen hennen warb,Und verhiess pey seinem äid,Zu allen dingen sein beräyt,30Die ein fromer weiser knechtLäysten scholt und tuon von recht.*** Da mit so wurden so behentZwo der besten hin gesentIn die küchi aus dem rât35Umb die praut, die eylten drâtUnd kament ze den selben stundenAn die stat, da seu sey funden,Und sprachent: Wiss, wir schullen hanDaz pettenprot, du hast einn man.40Des was fro Mäczli sunder fro.Wer ist der dann? sprach seu do.Daz ist trun Pertschi Triefnass,Der dein selten ye vergass.32dWas Mäczel vor hin fro gewesen,** Von fröden mocht sey kaum genesen,In ammacht viel sey yeso nider,Des hulffend ir die andern wider5Und machten sey vil schön da herMit salben von Capponer smer,Mit pürsten und auf machen,Sam sitt ist ze den sachen.*** Da mit so fuorten seis da hin.10Des sprach fro Mäczel so zuo in:Ich waiss nicht, wie ich geparen schol.** Die ein die sagt: Ich ler dich wol.So man dir hevet also an:Wilt du Pertschin ze dem man?15So scholt du dich des ersten werenEnwench, daz stet dir wol ze eren.*** Do seu nu zuo den andern chamen,Hort in gottes namen, amen,Sprach Ochsenchropf, hie schol geschehen20Ein ee, des schölt es mir verjehen,Sag an, Pertholt, pey deiner treuw,Got woll, daz es dich nicht geruw!Wilt du Mäczen zuo der ee?Bertschin dem was also we25Von fröden in dem herczen geschehen,Do er sey hiet komen sehen,Dar zuo was er ungewanZe einer sach also getan,Daz ym die härel giengen zeperg;30Wie chaum bestuond er auf der erdUnd mocht recht gesprechen: Ja!Dar umb so was sein antwurt gra.Des ward do nicht geachtet so.Zuo Mäczen chert er sich aldo35Und sprach: Nu sag auch, Mäczel, an,Wilt du Pertschin zuo dem man?Mäcz gedacht ir an daz lerrenUnd ward sich heven an ze weren.Mit füssen und mit elnbogen40Schlug sey umb so wol gezogen,Daz der frawen wol auf vierVielend nider also schier.33Do sprach Friczo an der vart:Tochter, scham dich nicht so hartUnd nim du Bertschin zuo der ee!Sey swäyg, er frâget aver me,5Do sprach sey: Sta, gevelt es dir.Also ward mit payder girDie ee yeso geschaffenAn schuler und an phaffen.Des nam so Pertschi fürher do10Ein fingerli geworcht also:Es was von pley und uberzint,Mit einem stain, sam ich es vind,Der hiess ein sapheyr von glas,Dar umb von harcz ein gsmelcze was,15Mit naswasser durch laseurt;Dar zu was es auch gesteurtMit zwain perlen von den augenAus dem visch, daz schult es glauben.Er stiess irs yeso an die hand.20Secht, do huob sich soleich schandDen preutgon ane ze lauffen,Im har und part aus rauffen,Also daz er an der vartMit enander glaczocht ward.25Bertschi wäint, die andern sungenUnd für die tür her aus drungen,Seu schreuwent vast und dannocht me:Bertschi Mäczen hat zuor eeGenomen heut vil fruo fruo fruo.30Da schlach geluk und hayle zuo!Die mär die chament so zehandGen Glaris und in Sweiczerland,Gen Appenczell, ins LauentalUnd auf daz Marchvelt uberal35In Prettengö und auf die Alben,Auf die Scherr und allenthalben.Man luod die nâchgepaurenDar zuo, die vil sauren,Aus dem dorff von Nissingen,40Von Seurenstorff und Rüczingen,Der machten sich vil schier darMit grossem geschray ein michel scharMit iren dorffmäczen,Die schült es alle schäczen33bNach dem und seu auch seyn genant.Hört, seu sein mir all bechant.Von Nissingen was GalgenswanchSein fromer uber seinen danch,5Dar zuo Gerwig SchinddennakMit seinem gesellen Scheubinsak,Dietreych von dem gatterUnd Gugginsnest sein gefatter,Storchenpayn und Arnolt10Harnstäin und ChriemboltUnd sust vil junger drappen,Die man da zalt für chnappen.Der diernen was ein michel tayl:Die erst hiess Chüczeldarm die gayl,15Die ander Gredul Ungemäss,Die dritte Ändel Pfefferräyss,Die reudig WasserschepferinUnd die schön fro Gnepferin.Von Seurenstörff ir chamen vier:20Daz was der Palstersach der zyer,Teufelsgaden, SchabenlochUnd der grindig Guggoch.Der tochtren trun der warent zwo:Daz waz fro Lena Vallinsstro25Und Sophya ir gespil.Der andern der was nicht gar vil,Dann von Rüczingen ein gsell,Den hiess man Jächel Reuschindhell,Und sein pruoder Varindwand30Mit einer tochter Hüdel genant.Sust so mocht ich nicht herkennenVon andern landen noch genennen,Dann einen der hiess PopphartVon Appenczel ein fiess von art.35Seu chament her gerittenAuf eseln und auch schlitten,Yeder mit seym wambesch guot,Zwäyn roten hosen und ein hut,Mit iren präyten swingen40Und auch mit andern dingen.Etleich chament gangenMit iren hülczin stangen.Die mäczel warent all bechläytMit weissen chitteln schon beräyt,45Ir schäppel hieten pluomen glancz,33cIr schühel nebent den lüchern ganz,Seu zogten her mit ir vermachtAn der selben sampstagznachtIn daz dorff ze Lappenhausen5Mit iren sümbern in dem sausen.Dem nicht enward des hauses gmach,Der nam den hymel für sein tachUnd die strasse für daz gefider.Secht, die vegtens auf und nider10Mit wüten all die langen nacht,Daz niemant vor in gschlaffen machtAuf dem häw noch in dem stro.Dis tribens bis ann tag also.Seu liessend keinen kerczen tragen,15Des cham der preutgom do ze schaden,Der seinn esel hiet geschundenFür die kuo ze denen stuondenUnd hiet daz fläisch ze kuchi pracht.Der wär joch dannocht nie gedacht,20Hiet er zuo dem andern tagDen esel funden an der stät,Do er die haut do ligen sachZuo seinem grossen ungemach.Do nu die nacht sich so vergieng25Und der liechte tag an vieng,Gunterfay sein bek derschalZe Lappenhausen über al.Yeder man sich macht her fürFür des jungen Pertschis tür,30Die frawen und die magetteynMachten sich zuor praut hin eyn.Da mit so laut man zuo der mess.Daz ich des pesten nicht vergess,Sprach do Pertschi Trieffnas.35Ich han nicht phennig, daz ist daz,Ze opfern, sam ich pilleich schol.Do sprachent seu: Dem tuon wir wol.Häiss dirs an einn rabasch sneiden,Wilt tu nicht die schande leiden.40Also giengen seu da mitZe chirchen, do das was der sitt.** Die jungen man die giengen vor,Die alten nach durch alleu tor,33dDie jungen frawen giengen nâch,Die alten vorhin gar ze gach.*** Do nu die mess ein end genam,Der pharrer huob ze sagen an:5** Hört, ir frauwen und ir knecht,Wisst, es ist der kyrchen recht,Daz einr ein chan im nemen scholOffenleich, so tuot er wol,Nicht so häymleich ane pfaffen.10Dar zuo ist mit uns geschaffen,Daz wir chündin uberlautVon dem prautgom und der prautUnd vor allem volk dar zuoIn der kyrchen spât und fruo,15Ob yemant wär und wesen scholt,Der da wider sprechen wolt.Dar umb gepeut ich pey dem pan,Wer der ist, der bewaren chan,Daz die ee nicht redleich sey.20Der sag es ze der vart hie pey.*** Des chroch ein altes weib her fürAn einem stab, sey sprach: Ich spür,Daz Pertschi mit des tiefels râtSein treuw an mir gesprochen hat,25Es ist ein jar und nicht vil me,Daz er mir schlechcz verhiees der ee.** Des wurdens älleu lachent doUnd gen pharrer sprechent so:Wisst, die ee was geschaffen30Vor münchen und vor phaffen,Dar umb so nem ym yeder gesellEin frauwen, do er gernest well.*** Umb die red, die da geschachVon dem weib, die in an sprach,35Ward hertäilt ze Lappenhausen,Daz sey scholt ein bruoche lausen,Und gesäch sey noch so wol,Sam ein eweib gesehen schol,Daz sey möcht derkennen40Die laus und dar zuo prennenUnd liess die knöpfe stil sten,Daz sey schölt für sey alle gen34Und bewären iren dant,Wolt sey Pertschin han zehant.Des zoch der preutgonn ab sein bruochUnd sprach: Nu se hin, hürr, nu suoch!5Und prennst du mir des fadens knöpf,Ich reisse dir aus die grawen zöph.Was schol man lengren dises lesen?Sey liess die peysser all genesenUnd graffelt an hin mit der hand,10Und wo sie einen stricke vant,Der hiet sein leben da verlorn.Des lachtens all von rechtem zorn.Der pheyffer hiess man schlahen aufUnd draten hin gen Pertschis haus.15Do sey nuo komen zuo der tür,Die praut man seczet schon hin für,Der preutgonn zuo ir nider sas,Sam do des dorffes sitte was.Des kam do Fricz und sprach also:20Euwer eren bin ich fro.Ungelük daz hause scheuch!Dar zuo will ich geben euchSyben hennen und ein hannZe haymsteur, da gedenket an!25Dar zuo gib ich euch gestrakEinn choczen und ein strosakUnd auch einen kyttel frisch,Da mit ist sey werayt ze tischUnd auch ze pett nach unserm recht.30Pist du dann ein söleich knecht,Der leynlachen gerne hab,So haiss sey spinnen nacht und tag!Engelmar der kam zestundUnd schancht ym einen hausehund.35Er sprach: Got behuot euch paydeUnd auch der hund vor läide!Ochsenchroph der kam hin nâchMit einer kaczen, die hiess Vach,Und sprach: Daz habt zuo andrer huot!40Es ist euch für die meuse guot.Cholman drang do für die gemäynMit einem kicz, daz was vil chläin,34bUnd sprach: Daz send ich euch ze haus.Da wirt ein gäyss mit hürnern aus.Jächels treuw waz nicht verlorn.Er pracht ein kälbel erst geporn5Und sprach: Daz gehört auch wol dar zuo,Es mag geraten zuo einer kuo.Do hiess einer Öttel Kriech,Der truog ein äntten, die was siech,Und schre ym: Se hin, junger man,10Ich wolt sie selber fressen han.Ain ander, der hiess Blasindäschen,Ward do greyffend in die täschen.Die phenning nimpt man gerner,Sprach er: Se den Perner!15Straub der hiet des gelaiches vilUnd gab dem preutgom ze dem zilStendelwürczen, chranichper,Und sprach: Daz pringt man uber mer:Es wirt dir zuo den nöten guot,20Wiss, so man daz dinge tuot.Fro Läychdenman was gemütes freyUnd schancht der praut der nadeln drey,Einn wierten und zwo spindlen,Einn feurzeug und zwo windelen.25Sey sprach: Nu müssist gewinnenMit nayggen und auch spinnen!Do gab fro Elsbet FollipruochDer praut ein hänfen ermeltuochUnd sprach: Daz ist ein genameu steur,30Won der hanff ist heur ze teur.Snatereyna räycht ir darEinen haspel ruossig gar,Einen sekel, hentschuch zwen,Die warend schymlich, sam ir zen.35Dannocht ward des dringens vil.Einer gab einn pesmenstil,Der ander her einn hafen truog,Der dritt der bott einn essichchruog,Der fünft einn korb, der sechst ein sib,40Der sibend gab ein uberlidZe einem salzvas, daz waz guot,Der acht verschenchet einen huot,Den hiet er dreyssich jar getragen,Dennocht mocht ern kaum verclagen.34cNoch so gab man ane zalSchüsslen, täller, kerczestal,Gablen, rechen, löffel vil.Wisst, daz ich euchs kürczen wil.5Die weil scholt man getanczet haben,Do mochten sey die füss nicht tragenVon hungers not, dar umb vil schierMachten sich hin auf ir vier,Die ze tische dienen wolten,10Und sprachent, daz seu haben scholten
Erber gwand und nicht ze reich,
Wiss, daz ist gar lobeleich,
Ist sauber, nicht beschissen,
Wol vernäyt, noch so zerrissen,31d
Und daz gewönleich sey der zeit.
Neuwer sitt die narren reyt.
Hünren geschräy und gensen gsanch
Hörr vil gern, des gwinst du danch.5
Dein hund daz sey ein rud vil guot,
Der dir daz dein beschirm mit huot.
Cost ist guot umb kinder ler,
Mit haymsteur auch daz dein verzer.
Taylst den armen mit dein hab,10
Daz volgt dir nach bis in dein grab.
Doch besich in deinem sin,
Daz dir vil grösser sey der gwin,
Dann die zerung alle tag;
Won ein geschicht dir chomen mag,15
Die dir zucht in einem zeiten
Deinen gwin von langen zeiten.
Wie man aver gewinnen schol,
Bewaren sich vor schaden wol,
Daz sag ich dir vil recht her aus.20
Bis du herr in deinem haus!
Wiss, und träyt dein weib die pruoch,
Sey wirt dein hagel und dein fluoch
Wider got und sein gepott;
Hier zuo wirst der leuten spott.25
Dar umb so sicz ir auf dem nak
Und halt sey sam den fuchs im sak!
Schaff, daz sey behalt vil eben
Was ir in die hend wirt geben.
Schaff auch mit ir so ze stett,30
Daz sey kuchi, visch und pett
Schon beräyt und sauber halt,
Wol sey pey dir werden alt.
Häiss sey fürben, näyn und spinnen,
Melchen, saugen, wilt du gwinnen!35
Lass sey selten müssig gen!
Daz selbig scholt du auch versten
Von deinen tochtren so ze hant.
Und ist es inen underchant,
So tracht, daz sey es lernin schier40
Tag und nacht für ander vier.
Won was dein weib dir kunnen schol,
Daz fügt eim andern auch vil wol.32
Dem suon emphilh daz stäbli nicht,
Sam lieb sant Bernhart spricht.
Ler in drat nach deiner macht
Hantwerch oder chauffmanschaft5
Und die gschrift vor allen dingen,
Wilt du in ze selden pringen.
Mag er pey dir nicht werden teur,
So schik in aus, daz ist sein steur.
Hast du knecht in deiner huot,10
Vertrag ir kainem ubermuot!
Getrauw dem geleichsner auch nit wol!
Merk, ein diener wesen schol
Ghorsam, getreuw, beleypleich,
Cheusch und gdultig, nit gar reich,15
Sinnig, endlich ane chlagen;
So schol er auch ein herren haben,
Der erber sey und geb genuog,
Doch grober speis, daz ist sein fuog,
Und der ym seinen lon mit macht20
Nichzen vorhab uber nacht.
Dar umb bezal und mach seu vol
Und tracht, daz seus verdienen wol.
Und wilt du haben sicher gewin,
So ste vil fruo auf sampt mit in25
Und sich auch selber zuo dem vich,
Wilt du nit reichen hinter sich.
Waisst nicht noch, daz ich da wäiss,
Dein selbers aug daz vich macht fäiss.
Pist aber faul in deiner sach,30
Dein gesind ym schaffet auch gmach
Und gedeycht, daz wirser ist,
In bös gedench ze kurczer frist.
So du dich von dem hause trabest,
Bedench, waz du ze schaffen habest.35
Kümst du wider in dein haus,
Besich, was dir sey genumen draus.
Und hat sich nicht gemert dein chorn,
So wiss, du hast den tag verlorn.
Sein dein nachgepauren guot,40
Des fröwe dich in deinem muot!
Tu in dienst nach deiner macht,
So bstet dein haus in langer kraft.32b
Wilt du wein und korn verkauffen,
So scholt zuo in des ersten lauffen
Und geben bäss, dann andern leuten.
Dar zuo wil ich dir beteuten,5
Gib auch deinen veinten hin
Ze dem teursten, daz ist gewin.
Und pist gerochen an daz pluot,
Daz ist ein râch vor allen guot.
Wilt verkauffen huoben täyl10
Oder kauffen, ist es väyl,
So huot dich vor eim gemainen man,
Der reicher ist und mer kan,
Oder nicht gar erber sey,
Wilt du wesen sorgenfrey.15
Doch so sag ich dir besunder:
Besser ist dir zleiden hunger,
Dann zferchauffen deyneu hab.
Dennoch besser ist noch sag,
Ein täil des erbes geben dar,20
Dann dem wuochrer seczen gar.
Leich nicht gern, du sechst dann, wem.
Entlehen ungever vil von dem,
Won wer sich leyhens trosten wil,
Der jo verdirbt mit schanden vil.25
Hie pey macht du sehen wol,
Wie gern man wider gelten schol.
Dar umb wilt du der wiczen phlegen,
So tuo dein geschäft pey gesuntem leben,
Daz du daz schuldig mügest schaffen30
Deinem gültern vor den phaffen,
Deynen dienern auch gedanchen,
Des vergessent oft die kranchen.
Lâss deim weib, daz sey schol haben!
Dar zuo scholt ir freuntleich sagen,35
Ob gott geputte uber dich,
Daz sey mit eren halte sich
Und daz sie durch der kinder wegen
Durch andâcht und umb besser leben
Geruoch zbeleiben ân ein chan,40
Müg sey mannes wesen an.
Doch scholt du sie des nicht zwingen
Mit sweren, geld, noch andern dingen;
Won besser ist ein wirt mit recht32c
Dem weib, dann herr oder knecht.
Hilf auch bas und gar geswind
Der tochter und dem chlainen chind,
Dann denn gesuntten starken knaben,5
Die sich selber mugent betragen!
Ze lesten rat de suonen dein,
Ob seu kauffleut wellent sein,
Daz seu sich täyllin unter in,
So stellends dester bas nach gwin.10
Schullens wesen hantwerchgsellen,
So lâss seu tuon nach irem wellen!
Trachtend seu nach müssig gen,
So haiss seu pey ein ander sten
Ungetäylt, daz ist in guot;15
Won iedes haubt daz wil seinn huot,
Yeleich haus daz wil sein feur.
*** Nicht mer so sag ich dir ze steur.
Do nu der ler ein end ward,
Friczo der sprach an der vart:20
Nu dar, herr Perchtolt, hörst du das?
Wilt es tuon und dannocht bas?
Das sag uns auf die treuwe dein!
So gib ich dir die tochter mein.
** Triefnass andacht die was gross25
Gen seines lieben Mäczleins schoss
Und tett recht sam fuchs Raynhart,
Der umb die faissen hennen warb,
Und verhiess pey seinem äid,
Zu allen dingen sein beräyt,30
Die ein fromer weiser knecht
Läysten scholt und tuon von recht.
*** Da mit so wurden so behent
Zwo der besten hin gesent
In die küchi aus dem rât35
Umb die praut, die eylten drât
Und kament ze den selben stunden
An die stat, da seu sey funden,
Und sprachent: Wiss, wir schullen han
Daz pettenprot, du hast einn man.40
Des was fro Mäczli sunder fro.
Wer ist der dann? sprach seu do.
Daz ist trun Pertschi Triefnass,
Der dein selten ye vergass.32d
Was Mäczel vor hin fro gewesen,
** Von fröden mocht sey kaum genesen,
In ammacht viel sey yeso nider,
Des hulffend ir die andern wider5
Und machten sey vil schön da her
Mit salben von Capponer smer,
Mit pürsten und auf machen,
Sam sitt ist ze den sachen.
*** Da mit so fuorten seis da hin.10
Des sprach fro Mäczel so zuo in:
Ich waiss nicht, wie ich geparen schol.
** Die ein die sagt: Ich ler dich wol.
So man dir hevet also an:
Wilt du Pertschin ze dem man?15
So scholt du dich des ersten weren
Enwench, daz stet dir wol ze eren.
*** Do seu nu zuo den andern chamen,
Hort in gottes namen, amen,
Sprach Ochsenchropf, hie schol geschehen20
Ein ee, des schölt es mir verjehen,
Sag an, Pertholt, pey deiner treuw,
Got woll, daz es dich nicht geruw!
Wilt du Mäczen zuo der ee?
Bertschin dem was also we25
Von fröden in dem herczen geschehen,
Do er sey hiet komen sehen,
Dar zuo was er ungewan
Ze einer sach also getan,
Daz ym die härel giengen zeperg;30
Wie chaum bestuond er auf der erd
Und mocht recht gesprechen: Ja!
Dar umb so was sein antwurt gra.
Des ward do nicht geachtet so.
Zuo Mäczen chert er sich aldo35
Und sprach: Nu sag auch, Mäczel, an,
Wilt du Pertschin zuo dem man?
Mäcz gedacht ir an daz lerren
Und ward sich heven an ze weren.
Mit füssen und mit elnbogen40
Schlug sey umb so wol gezogen,
Daz der frawen wol auf vier
Vielend nider also schier.33
Do sprach Friczo an der vart:
Tochter, scham dich nicht so hart
Und nim du Bertschin zuo der ee!
Sey swäyg, er frâget aver me,5
Do sprach sey: Sta, gevelt es dir.
Also ward mit payder gir
Die ee yeso geschaffen
An schuler und an phaffen.
Des nam so Pertschi fürher do10
Ein fingerli geworcht also:
Es was von pley und uberzint,
Mit einem stain, sam ich es vind,
Der hiess ein sapheyr von glas,
Dar umb von harcz ein gsmelcze was,15
Mit naswasser durch laseurt;
Dar zu was es auch gesteurt
Mit zwain perlen von den augen
Aus dem visch, daz schult es glauben.
Er stiess irs yeso an die hand.20
Secht, do huob sich soleich schand
Den preutgon ane ze lauffen,
Im har und part aus rauffen,
Also daz er an der vart
Mit enander glaczocht ward.25
Bertschi wäint, die andern sungen
Und für die tür her aus drungen,
Seu schreuwent vast und dannocht me:
Bertschi Mäczen hat zuor ee
Genomen heut vil fruo fruo fruo.30
Da schlach geluk und hayle zuo!
Die mär die chament so zehand
Gen Glaris und in Sweiczerland,
Gen Appenczell, ins Lauental
Und auf daz Marchvelt uberal35
In Prettengö und auf die Alben,
Auf die Scherr und allenthalben.
Man luod die nâchgepauren
Dar zuo, die vil sauren,
Aus dem dorff von Nissingen,40
Von Seurenstorff und Rüczingen,
Der machten sich vil schier dar
Mit grossem geschray ein michel schar
Mit iren dorffmäczen,
Die schült es alle schäczen33b
Nach dem und seu auch seyn genant.
Hört, seu sein mir all bechant.
Von Nissingen was Galgenswanch
Sein fromer uber seinen danch,5
Dar zuo Gerwig Schinddennak
Mit seinem gesellen Scheubinsak,
Dietreych von dem gatter
Und Gugginsnest sein gefatter,
Storchenpayn und Arnolt10
Harnstäin und Chriembolt
Und sust vil junger drappen,
Die man da zalt für chnappen.
Der diernen was ein michel tayl:
Die erst hiess Chüczeldarm die gayl,15
Die ander Gredul Ungemäss,
Die dritte Ändel Pfefferräyss,
Die reudig Wasserschepferin
Und die schön fro Gnepferin.
Von Seurenstörff ir chamen vier:20
Daz was der Palstersach der zyer,
Teufelsgaden, Schabenloch
Und der grindig Guggoch.
Der tochtren trun der warent zwo:
Daz waz fro Lena Vallinsstro25
Und Sophya ir gespil.
Der andern der was nicht gar vil,
Dann von Rüczingen ein gsell,
Den hiess man Jächel Reuschindhell,
Und sein pruoder Varindwand30
Mit einer tochter Hüdel genant.
Sust so mocht ich nicht herkennen
Von andern landen noch genennen,
Dann einen der hiess Popphart
Von Appenczel ein fiess von art.35
Seu chament her geritten
Auf eseln und auch schlitten,
Yeder mit seym wambesch guot,
Zwäyn roten hosen und ein hut,
Mit iren präyten swingen40
Und auch mit andern dingen.
Etleich chament gangen
Mit iren hülczin stangen.
Die mäczel warent all bechläyt
Mit weissen chitteln schon beräyt,45
Ir schäppel hieten pluomen glancz,33c
Ir schühel nebent den lüchern ganz,
Seu zogten her mit ir vermacht
An der selben sampstagznacht
In daz dorff ze Lappenhausen5
Mit iren sümbern in dem sausen.
Dem nicht enward des hauses gmach,
Der nam den hymel für sein tach
Und die strasse für daz gefider.
Secht, die vegtens auf und nider10
Mit wüten all die langen nacht,
Daz niemant vor in gschlaffen macht
Auf dem häw noch in dem stro.
Dis tribens bis ann tag also.
Seu liessend keinen kerczen tragen,15
Des cham der preutgom do ze schaden,
Der seinn esel hiet geschunden
Für die kuo ze denen stuonden
Und hiet daz fläisch ze kuchi pracht.
Der wär joch dannocht nie gedacht,20
Hiet er zuo dem andern tag
Den esel funden an der stät,
Do er die haut do ligen sach
Zuo seinem grossen ungemach.
Do nu die nacht sich so vergieng25
Und der liechte tag an vieng,
Gunterfay sein bek derschal
Ze Lappenhausen über al.
Yeder man sich macht her für
Für des jungen Pertschis tür,30
Die frawen und die magetteyn
Machten sich zuor praut hin eyn.
Da mit so laut man zuo der mess.
Daz ich des pesten nicht vergess,
Sprach do Pertschi Trieffnas.35
Ich han nicht phennig, daz ist daz,
Ze opfern, sam ich pilleich schol.
Do sprachent seu: Dem tuon wir wol.
Häiss dirs an einn rabasch sneiden,
Wilt tu nicht die schande leiden.40
Also giengen seu da mit
Ze chirchen, do das was der sitt.
** Die jungen man die giengen vor,
Die alten nach durch alleu tor,33d
Die jungen frawen giengen nâch,
Die alten vorhin gar ze gach.
*** Do nu die mess ein end genam,
Der pharrer huob ze sagen an:5
** Hört, ir frauwen und ir knecht,
Wisst, es ist der kyrchen recht,
Daz einr ein chan im nemen schol
Offenleich, so tuot er wol,
Nicht so häymleich ane pfaffen.10
Dar zuo ist mit uns geschaffen,
Daz wir chündin uberlaut
Von dem prautgom und der praut
Und vor allem volk dar zuo
In der kyrchen spât und fruo,15
Ob yemant wär und wesen scholt,
Der da wider sprechen wolt.
Dar umb gepeut ich pey dem pan,
Wer der ist, der bewaren chan,
Daz die ee nicht redleich sey.20
Der sag es ze der vart hie pey.
*** Des chroch ein altes weib her für
An einem stab, sey sprach: Ich spür,
Daz Pertschi mit des tiefels rât
Sein treuw an mir gesprochen hat,25
Es ist ein jar und nicht vil me,
Daz er mir schlechcz verhiees der ee.
** Des wurdens älleu lachent do
Und gen pharrer sprechent so:
Wisst, die ee was geschaffen30
Vor münchen und vor phaffen,
Dar umb so nem ym yeder gesell
Ein frauwen, do er gernest well.
*** Umb die red, die da geschach
Von dem weib, die in an sprach,35
Ward hertäilt ze Lappenhausen,
Daz sey scholt ein bruoche lausen,
Und gesäch sey noch so wol,
Sam ein eweib gesehen schol,
Daz sey möcht derkennen40
Die laus und dar zuo prennen
Und liess die knöpfe stil sten,
Daz sey schölt für sey alle gen34
Und bewären iren dant,
Wolt sey Pertschin han zehant.
Des zoch der preutgonn ab sein bruoch
Und sprach: Nu se hin, hürr, nu suoch!5
Und prennst du mir des fadens knöpf,
Ich reisse dir aus die grawen zöph.
Was schol man lengren dises lesen?
Sey liess die peysser all genesen
Und graffelt an hin mit der hand,10
Und wo sie einen stricke vant,
Der hiet sein leben da verlorn.
Des lachtens all von rechtem zorn.
Der pheyffer hiess man schlahen auf
Und draten hin gen Pertschis haus.15
Do sey nuo komen zuo der tür,
Die praut man seczet schon hin für,
Der preutgonn zuo ir nider sas,
Sam do des dorffes sitte was.
Des kam do Fricz und sprach also:20
Euwer eren bin ich fro.
Ungelük daz hause scheuch!
Dar zuo will ich geben euch
Syben hennen und ein hann
Ze haymsteur, da gedenket an!25
Dar zuo gib ich euch gestrak
Einn choczen und ein strosak
Und auch einen kyttel frisch,
Da mit ist sey werayt ze tisch
Und auch ze pett nach unserm recht.30
Pist du dann ein söleich knecht,
Der leynlachen gerne hab,
So haiss sey spinnen nacht und tag!
Engelmar der kam zestund
Und schancht ym einen hausehund.35
Er sprach: Got behuot euch payde
Und auch der hund vor läide!
Ochsenchroph der kam hin nâch
Mit einer kaczen, die hiess Vach,
Und sprach: Daz habt zuo andrer huot!40
Es ist euch für die meuse guot.
Cholman drang do für die gemäyn
Mit einem kicz, daz was vil chläin,34b
Und sprach: Daz send ich euch ze haus.
Da wirt ein gäyss mit hürnern aus.
Jächels treuw waz nicht verlorn.
Er pracht ein kälbel erst geporn5
Und sprach: Daz gehört auch wol dar zuo,
Es mag geraten zuo einer kuo.
Do hiess einer Öttel Kriech,
Der truog ein äntten, die was siech,
Und schre ym: Se hin, junger man,10
Ich wolt sie selber fressen han.
Ain ander, der hiess Blasindäschen,
Ward do greyffend in die täschen.
Die phenning nimpt man gerner,
Sprach er: Se den Perner!15
Straub der hiet des gelaiches vil
Und gab dem preutgom ze dem zil
Stendelwürczen, chranichper,
Und sprach: Daz pringt man uber mer:
Es wirt dir zuo den nöten guot,20
Wiss, so man daz dinge tuot.
Fro Läychdenman was gemütes frey
Und schancht der praut der nadeln drey,
Einn wierten und zwo spindlen,
Einn feurzeug und zwo windelen.25
Sey sprach: Nu müssist gewinnen
Mit nayggen und auch spinnen!
Do gab fro Elsbet Follipruoch
Der praut ein hänfen ermeltuoch
Und sprach: Daz ist ein genameu steur,30
Won der hanff ist heur ze teur.
Snatereyna räycht ir dar
Einen haspel ruossig gar,
Einen sekel, hentschuch zwen,
Die warend schymlich, sam ir zen.35
Dannocht ward des dringens vil.
Einer gab einn pesmenstil,
Der ander her einn hafen truog,
Der dritt der bott einn essichchruog,
Der fünft einn korb, der sechst ein sib,40
Der sibend gab ein uberlid
Ze einem salzvas, daz waz guot,
Der acht verschenchet einen huot,
Den hiet er dreyssich jar getragen,
Dennocht mocht ern kaum verclagen.34c
Noch so gab man ane zal
Schüsslen, täller, kerczestal,
Gablen, rechen, löffel vil.
Wisst, daz ich euchs kürczen wil.5
Die weil scholt man getanczet haben,
Do mochten sey die füss nicht tragen
Von hungers not, dar umb vil schier
Machten sich hin auf ir vier,
Die ze tische dienen wolten,10
Und sprachent, daz seu haben scholten