Do nu dis geschehen was,39dSchindennak hiet gesehen das,Es muot in ser und ward sich rymphen.Er sprach: Es ist mir aus dem schimphen,Her Eysengreyn, daz schült ir wissen.5Mich düncht, ir habt die fröd verschissen.Wes habt ir so mein niftel gezigen,Ir hend verwüstet und verstigen?Die gest man erleich halten scholUnd nicht enschenden, daz stet wol.10Was chlaffst du? sprach do Ysengreyn.Ich siert dir noch die muoter deinMit sampt der niftel, hörstu das,Wilt sein nicht geraten bas.Schinddennack, schre Eysengreyn,15Und siertst du mir die muoter mein,Ich siert dich selb und als dein gschlecht.Da mit so griet der dörpel prachtZuo einem rauffen, daz ist war,Einr dem andern viel ins har,20Die frauwen machten sich ze flucht,Die knecht derzäigten ire zucht,Yeder zuo seym freunde sprang,Mit rauffen durch die andern drang.** Fesafögili besunder25Rauffet so, es was ein wunder,Er fasst der löken nur enchlainUnd zucht daz wider sich so räyn,Daz ym die hand ward hares vol.Diecz vergalt ym Dyetreich wol,30Er nam in pey seym langen partUnd zucht in so, daz an der vartDer kumpagg viel zer erden;*** Des muosst er yeso sterben.Daz tribens lang ye bas und bas,35Bis daz der löken nicht enwasIn dem haubt noch in dem part,Also daz das reissen wartGeraten ze den feusten do.Do schluogens umb so wertleich so,40Daz oft ir eim die nase pluot,Daz maul dar zuo, daz waz ym guotFür daz aderlassen do.** Snellagödel hielt sich so,Er want den taumen umb die faust40Und schluog zun oren, daz es taust.Er spiczt der finger chnodenUnd stiess vil ungezogenAuf zuor nasen gen dem herczen5An die chropf, daz schuoff ir smerczenUnd tet dem Scheubinsak vil ant,Der umb sein faust die gugel wantUnd styess ims in den weiten schlund,Daz er derstiket so ze stund.10*** Der feusten ward seu do verdriessenUnd grieffen her zuo iren spiessen,Seu wurden schirment her von tachMit iren swingen ungemach,Dar zuo mit den stangen grossen.15Söleich schlahen und ein stossenHiet sich auch von in derhaben,Ir gesacht es nie pey ewern tagen.** Seurrenstorffer RüczingerSâhind zuo von verrem her.20Der andern schaden warens froUnd sprachent zuo einander so:Die herren sind uns zstark gewesen;Sterken seu, so sein wir genesen.*** Die weil des vechtens vil geschach25Und Arnolt in den mülpachWas geworffen an der stund,Daz wasser gie ym in den mund.Dannocht täyschet er her aus,Er lieff in des mullners haus,30Der lech ym yest einen spiess.Secht, do vecht er sam ein fiess!Er stach den Chnoczen pey dem nabelUnd sprach: Nu se, da lig und zabel!Dez was hern Trollen do kain danch.35Der ward do vechtend, daz er stanch.Mit seiner helmpartenSchluog er her ein schartenDem Arnolten, daz ym der magUnter seinen füssen glag.40Da mit so was der Chnocz gerochenUnd die helmpart auch zeprochen.Wie schier der Troll einn mantel vand40bUnd wand in dreystund umb die hand!Er zucht ein bräyte swingen ausUnd facht, sam in dem grind ein laus.** Da hiet daz messer nicht sein zeit,5Won daz velt was ym ze weit.Daz füget speren stangen,Dar umb kam er gegangen*** Mit einem spiess her GalgenswanchUnd stach in über seinen danch,10Daz er an dem ärs gelagBis an seinen lesten tag.Juncher Troll der was verlorn.** Do kam der twerg vil hoh gepornMit seiner list ein chlainer wicht,15Der stangen mocht er getragen nicht,Des muost er seine veinde zwingenMit wurgen, chreczen und mit ringen.Galgenswanken lief er an,Pey der mitt er in gewan20Und huob in auf und warfff in nider,Daz er noch nie derstuond herwider.Dar zuo hiet dirr ander wicz.Er tratt dem Harnstayn auf die spicz,Die er an den schuohen truog,25Und stiess in hin so ungefuog,Daz er gelag an seiner stat.In den drüssel er in tratUnd hielt in so, ich wayss nicht wie,Bis daz ym die sel vergie.30Des liess er sich benügen nichtUnd lieff da her der selbig wicht.Hern Dyetrichen den grossen manEs pey seinen päynen gwanUnd schwancht in umb also geswind,35Daz er sich streket, sam ein rind.Doch so schiermpt er seinen chragen,Daz in der gfuog nicht mocht gehaben.Des ward ein anders gehebet an.Wie schier erkam der Gaggelman40Und her uber den vil grossenMit seinen henden also blossen!Woy, wie hiet er in so geswindGemacht an einem augen plind!Mit schürpfen und mit kreczen40cKond er die veinde leczen.Das maul wolt er ym reissen,Des huob dir an ze peyssenUnd behuob in mit dem zan,5Bis er ym den gürtel gwan.Do stiess er den vil künen twergMer dann drey stund wider derdUnd warff in uber Pertschis tach,Daz man in niemer me gesach.10*** Der zorn hiet in begriffen,Er zucht sein swert, daz geschliffen,Und schluog umb, daz von einem schlagEin michel diet vor ym gelag.Niemant getorst ym genahen,15Ze fliehen muostens gahen.Do dicz der preutgom so dersach,Es schuof ym läid und ungemach,Er lieff hin in den wendelstainUnd laut die gloggen all gemayn20Ze sturm, daz macht ein grossen schalIn dem pofel uber al.Seu fuoren auf: Wo schilt und sper?Mit ungewüschten ärsen herUnd chament ungezogen25Mit armbrusten und pogenn,Mit pölczen und mit pfeyllen.Machtig was ir eyllenAuf die von Nissingen die fiessenMit stechen, schlahen, schiessen,30Mit werffen und mit stossen,Mit staynen, stangen grossen,Gablen und auch rechenSach man vil da brechen,** Also daz die fremden geste35Wurden inen des ze leste,Daz das schayden was ze swärYerem leben gar zgevär,Und huoben sich zesamen soMit den ruggen chechleich do.40Seu schluogen ire lanczen für.Des kam do einr, sam ich es spür,Der was der Fladenranft gnant,Auf einem esel her gerantUnd wolt sich an yn rechen,45Ir maur vil gar zerprechen.Da seczet einr dem esel an,40dDer ander huob sich gen dem man,Also daz mein FladenranfViel da hin, ym was nicht sanft,Und der esel sampt mit ym,5Tod daz was sein ungewin.Do daz die andern sahen,Erst huob sich ein gahenMit werffen und mit schiessen.Des ward die gest verdriessen10Also ser, daz sey nicht woltenLeiden me, noch pleiben scholten.Des trosten seu sich hasenwerUnd lieffent snell, daz was ir er.Do gesach man nie kain flieher15An seinen nahezieher.*** Ze jochen ward den andern gach.Also ward in geeyllet nachGen Nissingen bis an daz tor.** So habt es wol gesehen vor,20Daz yeder hund auf seinem mistFür ander drey geherczer ist;Der minst erbaysst den maysten;*** So taten auch die ersten,Die kerten sich hin umb ze wer25Und fachten wol und dannocht mer,Dann seu hiettin vor getan.Da mit man schluog ze sturme anMit schlegen unverdrossen,Die glogg was noch nicht gossen,30Mäntleich auf und an die prugg,Da ward der jäger macht ze lugg.Hietens vor geeyllet ser,Des muostens gahen dreistund merWider umb auf halben weg,35Bis daz seu chament ubern steg,** Den wurffens ab, da warens frey*** Und koment häym gar gmach da pey.Seu viengen pey den hendenDie mäcznen ellenden40Ze sertenn und ze schenden,Des chonnd in niemant gewenden,Des warent doch von SaurrenstorffUnd von Rüczingen dem dorffDie diernen all gefüret hin,45Daz was ir er und auch gewin.41Die Nissinger auch wider umbSeu wuotten ser und machtens krumb,Der purgermayster schre vil drat:Auf, ir herren, in den rat!5Wir schüllen wissen, wie ym seyUnd was ze schaffen auch da pey.Des chamen zwelff der geswornenDie allerpest gepornenIn den rât gegangen10Parfuoss hin und dannen.Den ersten hiess man Strudel so,Der was ir purgermaister do,Dem andern sprach man Pachenfläsch,Dem dritten Egghart Rindtäysch,15Der vierd was Snegg, der fünft der Zing,Dem sechsten ruoff man Schilawingg;Wütreich und der Luodrer,Pütreich und der Marnär,Eselpagg und Fülzan20Machent auch wol sechs man.Ir rauthaus was ein scheur mit stro,Da sassens ein und sprachen so:Wir schüllen senden nach den knaben,Daz seu uns vil eben sagen,25Wie daz dinch sey an gevangen,Dar zuo wie es sey dergangen.Des ruoffens so dem Deupenpäyn,Der was do schrey der gemain,Und santten nach dem Chraymbolt,30Der cham vil endleich, sam er scholt,Und sayt vil eben, wie ym was.Do nu Egghart gehöret dazUnd wie Arnolt was derschlagen,Secht do huob sich jâmers chlagen35Von dem vatter umb sein knaben;Ir gehort es nie pey ewern tagen.** Er sprach: O we, du pitter tod,Du greuleichs end, du sende not,Wie hast du mir mein liebes kind40Emphüret hin so gar geswind?Daz laid ich nimer mer verschlag,Die weil ich leb, nur einen tag.Da mit so viel er yeso hin41bUnd lag geswunden in dem sin,Er tett sam vatters treuwe tuot,Dem seins herczen äygen pluotVergossen ist so gar ze drat,5Daz er so lang derzogen hatMit grosser mü pey seinen tagen.Doch was ym vil me ze clagen,Daz sein sun, recht sam ein pergEin man, derstarb von einem twerg10Lasterleych und ane peycht,Seiner er und sel unleycht.*** Des hiet auch Snegg verhört daz äyn,Daz sein vatter HarrenstaynHiet den seinen leyb verlorn.15Do zittert er von rechtem zorn.Daz wolt er yeso schiere rechen.Des huob er an also ze sprechen:** Ir herren, ich wisst langes wol,Wie sich einr bedenken schol20Langeu zeit und schaffen drat,Des er sich so hat bedacht,Won zorn und eyllen sint dem ratWiderwartig fruo und spat.Die regel falt, daz secht es wol,25So einr seynn schaden rechen scholMit schlahen, rauben und prennen,Des mügt ir auch da pey derkennen.Hat mich einer yecz verwuntUnd rich ich daz nicht so ze stund,30So köment ander leut ze stettUnd machent frid, so ist es wett.Seu sprechent nicht: Stich in hin wider!Da mit so leyt min er da nider.Min pluot verrert, daz fläsch gestochen35Beleybt so ganczleich ungerochen.Dar umb verhört, daz ist mein rat,Die weil daz dinch sein zeite hat,Daz wir gepeuten auf ein puossYedem man ze röss und zfuoss40Und tügin zstetts ein rennenZe schlahen und ze prennen,Ze rauben und zschalmüczen,Mit spiessen, für und schüczen41cAuf die von Lappenhausen.Daz wirt ein erleich sausen.Und schol dis haben fürgang,So tuot es schier und machcz nit lang.5Secht, daz wär gschehen so.Des gedacht ym Putreich doAn sein tochteren Küczeldarmen,Er muost sich uber sey derparmenUnd sprach: Her Snegg, daz tät ich gern,10So muoss man sein umb sach enbern.Wäyst nicht, daz gevangen seindUnser tochtren? Pist du plind?Dar umb so volgt es meinem râtUnd eyllt nit zuo der rach so drat!15Lasst uns e mit cluogen sinnenUnsreu kinder wider gewinnen!Daz ist, wir schüllen trachten ebenDen veinten susseu red ze gebenUnd verhaissen wol mit sagen,20Bis daz wir daz unser haben.Dar nach, rürens uns ein tahen,So schol man eins zum andern schlahen,Dar mit smuczen uber seu herZe ross und zfüss mit schilt und sper,25Mit schlahen, hawen und mit stechenUnd also alten schaden rechen.Do nu der das sein gesprach,Wütreich auf gen hymel sach.Er wolt sich zaygen erber sein30Und sprach: Her freunt, die rede deinIst wol nücz nach meinr versicht,Doch hant sey der eren nicht.Des sprachent do die andern allGemainclaich auf in lautem schall:35Was nicht enhat der eren scheyn,Daz mag auch nimer nücz gesein.Hie mit was des râtes geswigenUnd auch die sach in ir beliben.Strudel fragen do began,40Was noch wâre guot getan.Des antwurtent seu ym gemäynUnd sprachent: Herr, ir seyts der äyn,Der uber uns gesaczet istZe rat und schirm ze aller frist.41dDarum so schult ir heven an,Und was ir welt, daz sey getan.Strudel rüspelt seinen chragenUnd huob sein tadinch an ze sagen.5Er sprach: Der streyt geschaffen wasUmb anders nicht, dann umb das,Daz man an unzucht schon und ebenMöcht mit ganczem frid geleben.Dar umb wir mügen vechten10Mit got und mit dem rechtenWider yedem, der uns tuotZe kurcz an leibe oder guot.Nu dar, so habts vernomen wol,Des ich vil grossen chumber dol,15Wie die Lappenhauser heutGemürdet habent unser leut,Gevangen, gschlagen gar unleysIn irem dorff nach schelcher weis,Etleich gflohet uf der häid,20Daz schol uns pilleich wesen layd;Won besser ist, noch weiser lerFrisleich sterben umb die er,Dann mit schanden leben, secht!Nu hat auch got die seinen knecht25Moysen und JosueGehaissen in der alten eeStreyten wider falsche scharUnd half in dar zuo gancz und gar,So mag ein volk auch streiten wol,30So man daz sein beschirmen schol.Den gewalt wir von dem kayser haben.Doch so lat euch eines sagen!Des menschen grosser übermuotVil oft eim solhen schaden tuot,35Daz einem wirdet an gesiget,Wie wol er süst des rechten phliget.Dar umb so schüllen wir die sachGütleich heven an mit gmach.In ganczer diemuot wellen wir40Daz end ersehen nach begirUnd senden unser boten hinGen Lappenhausen in dem sin,Daz seu uns widersenden schier42Unser tochtren alle vierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügin5Fürbas chaymen mügin,Der von disem dorff sey,Wollens wesen streytes frey.Des rât ich euch und dünkt mich soVil guot, des wurdens alle fro.10Des wurden yeso ausderweltZwen der besten und gezelt:Daz was der weis her Albrecht ZinggUnd auch juncher SchilawinggZuo der potschaft in der sach.15Daz geviel dem Zinggen nit und sprach:Der häbch und sparwer vahen wil,Der schol mich des nicht bitten vil,Daz ich der sein neczfogel sey.Hie so schült es merken pey,20Daz ich nicht gecheren gtarZuo einer ungeheuren schar,Die so scheidleich ist uns bös,So ungeschlacht und auch so lös;Dar zuo seyn seu trunken auch.25Waynt ir, daz ich sey ein gauch,Daz ich so swäre botschaft werbenWell und ane wer verderben.Des was do Schilawingg vil jung,Er macht sich auf und tett einn sprung30Und sprach: Schol ich der zag nu sein?Welt ir ichcz, bedorft es mein?Ich trost mich meiner süssen so,Daz ich sein pin von herzcen fro,Ob ich die botschaft werben schol35Alters äyn. Daz gefiel in wol,Er hiet die schönen GnepferinZe einem lieb in seinem sinn.Daz was die sach, dar umbe daz,Daz so gar gehorsam was.40* Des lieff er hin der fröleich man,*** Bis er gen Lappenhausen cham.42bDa vand ers all nach pey dem tancz,Springen höh von rechter schancz.Er machet sich gen in zuo dem spil.** Hört, was ich euch sagen wil,5Sprach der bott zum herren do.Ir seyt des ewern lasters fro,Dunchet mich in meinem muot,Daz heut so manger helde guotVerloren hat sein leben hie10Und ir noch tuot, ich wäiss nit wie.*** Secht, da liessens von dem tancz.Niemant hiet vernomen gancz,Was der pott in hiett gesäyt;Des waren seu da hie beräyt,15Und sprachen: Was wil diser gauch?Sag uns, daz wirs hören auch!** Schilawingg was unverzäyt,Sein botschafft huob er an und säyt:Ir habt vil recht, ich pins ein gauch,20Ein chind dar zuo und tobig auch,Dar umb kan ich auch liegen nicht,Die leut betriegen, sam ein wicht;Won liegen daz wil haben list.Also sag ich, wie ym ist25Gewarleich in eim schlechten schein.*** Von Nissingen die herren meinDer purgermayster und der râtEnpeuten euch pey gedrat,Daz ir die tochtren alle vier30Gebin wider also schierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügind,Fürbas niemant mügin35Der von irem dorffe sey,Welt es wesen streytes frey.Do nu das verhöret was,Der do schelten chondet bas,Daz was ir mayger Ruofli do.40Der huob es an und sprach also:Her gsell, ich waiss nit, wer du pist;Doch gäb man umb dich nit ein fistNoch umb dein herren von dem rât,Den paurenmäyster, der dich hat42cGesant so törisch zuo uns her,Noch umb alle Nissinger.** Wiss, er was dir nicht gar holt,Der dich also her senden wolt;5Und war es nicht so gar ein schand,Botten fräveln so ze hand,Sterben muossist umb dein spil.
Do nu dis geschehen was,39dSchindennak hiet gesehen das,Es muot in ser und ward sich rymphen.Er sprach: Es ist mir aus dem schimphen,Her Eysengreyn, daz schült ir wissen.5Mich düncht, ir habt die fröd verschissen.Wes habt ir so mein niftel gezigen,Ir hend verwüstet und verstigen?Die gest man erleich halten scholUnd nicht enschenden, daz stet wol.10Was chlaffst du? sprach do Ysengreyn.Ich siert dir noch die muoter deinMit sampt der niftel, hörstu das,Wilt sein nicht geraten bas.Schinddennack, schre Eysengreyn,15Und siertst du mir die muoter mein,Ich siert dich selb und als dein gschlecht.Da mit so griet der dörpel prachtZuo einem rauffen, daz ist war,Einr dem andern viel ins har,20Die frauwen machten sich ze flucht,Die knecht derzäigten ire zucht,Yeder zuo seym freunde sprang,Mit rauffen durch die andern drang.** Fesafögili besunder25Rauffet so, es was ein wunder,Er fasst der löken nur enchlainUnd zucht daz wider sich so räyn,Daz ym die hand ward hares vol.Diecz vergalt ym Dyetreich wol,30Er nam in pey seym langen partUnd zucht in so, daz an der vartDer kumpagg viel zer erden;*** Des muosst er yeso sterben.Daz tribens lang ye bas und bas,35Bis daz der löken nicht enwasIn dem haubt noch in dem part,Also daz das reissen wartGeraten ze den feusten do.Do schluogens umb so wertleich so,40Daz oft ir eim die nase pluot,Daz maul dar zuo, daz waz ym guotFür daz aderlassen do.** Snellagödel hielt sich so,Er want den taumen umb die faust40Und schluog zun oren, daz es taust.Er spiczt der finger chnodenUnd stiess vil ungezogenAuf zuor nasen gen dem herczen5An die chropf, daz schuoff ir smerczenUnd tet dem Scheubinsak vil ant,Der umb sein faust die gugel wantUnd styess ims in den weiten schlund,Daz er derstiket so ze stund.10*** Der feusten ward seu do verdriessenUnd grieffen her zuo iren spiessen,Seu wurden schirment her von tachMit iren swingen ungemach,Dar zuo mit den stangen grossen.15Söleich schlahen und ein stossenHiet sich auch von in derhaben,Ir gesacht es nie pey ewern tagen.** Seurrenstorffer RüczingerSâhind zuo von verrem her.20Der andern schaden warens froUnd sprachent zuo einander so:Die herren sind uns zstark gewesen;Sterken seu, so sein wir genesen.*** Die weil des vechtens vil geschach25Und Arnolt in den mülpachWas geworffen an der stund,Daz wasser gie ym in den mund.Dannocht täyschet er her aus,Er lieff in des mullners haus,30Der lech ym yest einen spiess.Secht, do vecht er sam ein fiess!Er stach den Chnoczen pey dem nabelUnd sprach: Nu se, da lig und zabel!Dez was hern Trollen do kain danch.35Der ward do vechtend, daz er stanch.Mit seiner helmpartenSchluog er her ein schartenDem Arnolten, daz ym der magUnter seinen füssen glag.40Da mit so was der Chnocz gerochenUnd die helmpart auch zeprochen.Wie schier der Troll einn mantel vand40bUnd wand in dreystund umb die hand!Er zucht ein bräyte swingen ausUnd facht, sam in dem grind ein laus.** Da hiet daz messer nicht sein zeit,5Won daz velt was ym ze weit.Daz füget speren stangen,Dar umb kam er gegangen*** Mit einem spiess her GalgenswanchUnd stach in über seinen danch,10Daz er an dem ärs gelagBis an seinen lesten tag.Juncher Troll der was verlorn.** Do kam der twerg vil hoh gepornMit seiner list ein chlainer wicht,15Der stangen mocht er getragen nicht,Des muost er seine veinde zwingenMit wurgen, chreczen und mit ringen.Galgenswanken lief er an,Pey der mitt er in gewan20Und huob in auf und warfff in nider,Daz er noch nie derstuond herwider.Dar zuo hiet dirr ander wicz.Er tratt dem Harnstayn auf die spicz,Die er an den schuohen truog,25Und stiess in hin so ungefuog,Daz er gelag an seiner stat.In den drüssel er in tratUnd hielt in so, ich wayss nicht wie,Bis daz ym die sel vergie.30Des liess er sich benügen nichtUnd lieff da her der selbig wicht.Hern Dyetrichen den grossen manEs pey seinen päynen gwanUnd schwancht in umb also geswind,35Daz er sich streket, sam ein rind.Doch so schiermpt er seinen chragen,Daz in der gfuog nicht mocht gehaben.Des ward ein anders gehebet an.Wie schier erkam der Gaggelman40Und her uber den vil grossenMit seinen henden also blossen!Woy, wie hiet er in so geswindGemacht an einem augen plind!Mit schürpfen und mit kreczen40cKond er die veinde leczen.Das maul wolt er ym reissen,Des huob dir an ze peyssenUnd behuob in mit dem zan,5Bis er ym den gürtel gwan.Do stiess er den vil künen twergMer dann drey stund wider derdUnd warff in uber Pertschis tach,Daz man in niemer me gesach.10*** Der zorn hiet in begriffen,Er zucht sein swert, daz geschliffen,Und schluog umb, daz von einem schlagEin michel diet vor ym gelag.Niemant getorst ym genahen,15Ze fliehen muostens gahen.Do dicz der preutgom so dersach,Es schuof ym läid und ungemach,Er lieff hin in den wendelstainUnd laut die gloggen all gemayn20Ze sturm, daz macht ein grossen schalIn dem pofel uber al.Seu fuoren auf: Wo schilt und sper?Mit ungewüschten ärsen herUnd chament ungezogen25Mit armbrusten und pogenn,Mit pölczen und mit pfeyllen.Machtig was ir eyllenAuf die von Nissingen die fiessenMit stechen, schlahen, schiessen,30Mit werffen und mit stossen,Mit staynen, stangen grossen,Gablen und auch rechenSach man vil da brechen,** Also daz die fremden geste35Wurden inen des ze leste,Daz das schayden was ze swärYerem leben gar zgevär,Und huoben sich zesamen soMit den ruggen chechleich do.40Seu schluogen ire lanczen für.Des kam do einr, sam ich es spür,Der was der Fladenranft gnant,Auf einem esel her gerantUnd wolt sich an yn rechen,45Ir maur vil gar zerprechen.Da seczet einr dem esel an,40dDer ander huob sich gen dem man,Also daz mein FladenranfViel da hin, ym was nicht sanft,Und der esel sampt mit ym,5Tod daz was sein ungewin.Do daz die andern sahen,Erst huob sich ein gahenMit werffen und mit schiessen.Des ward die gest verdriessen10Also ser, daz sey nicht woltenLeiden me, noch pleiben scholten.Des trosten seu sich hasenwerUnd lieffent snell, daz was ir er.Do gesach man nie kain flieher15An seinen nahezieher.*** Ze jochen ward den andern gach.Also ward in geeyllet nachGen Nissingen bis an daz tor.** So habt es wol gesehen vor,20Daz yeder hund auf seinem mistFür ander drey geherczer ist;Der minst erbaysst den maysten;*** So taten auch die ersten,Die kerten sich hin umb ze wer25Und fachten wol und dannocht mer,Dann seu hiettin vor getan.Da mit man schluog ze sturme anMit schlegen unverdrossen,Die glogg was noch nicht gossen,30Mäntleich auf und an die prugg,Da ward der jäger macht ze lugg.Hietens vor geeyllet ser,Des muostens gahen dreistund merWider umb auf halben weg,35Bis daz seu chament ubern steg,** Den wurffens ab, da warens frey*** Und koment häym gar gmach da pey.Seu viengen pey den hendenDie mäcznen ellenden40Ze sertenn und ze schenden,Des chonnd in niemant gewenden,Des warent doch von SaurrenstorffUnd von Rüczingen dem dorffDie diernen all gefüret hin,45Daz was ir er und auch gewin.41Die Nissinger auch wider umbSeu wuotten ser und machtens krumb,Der purgermayster schre vil drat:Auf, ir herren, in den rat!5Wir schüllen wissen, wie ym seyUnd was ze schaffen auch da pey.Des chamen zwelff der geswornenDie allerpest gepornenIn den rât gegangen10Parfuoss hin und dannen.Den ersten hiess man Strudel so,Der was ir purgermaister do,Dem andern sprach man Pachenfläsch,Dem dritten Egghart Rindtäysch,15Der vierd was Snegg, der fünft der Zing,Dem sechsten ruoff man Schilawingg;Wütreich und der Luodrer,Pütreich und der Marnär,Eselpagg und Fülzan20Machent auch wol sechs man.Ir rauthaus was ein scheur mit stro,Da sassens ein und sprachen so:Wir schüllen senden nach den knaben,Daz seu uns vil eben sagen,25Wie daz dinch sey an gevangen,Dar zuo wie es sey dergangen.Des ruoffens so dem Deupenpäyn,Der was do schrey der gemain,Und santten nach dem Chraymbolt,30Der cham vil endleich, sam er scholt,Und sayt vil eben, wie ym was.Do nu Egghart gehöret dazUnd wie Arnolt was derschlagen,Secht do huob sich jâmers chlagen35Von dem vatter umb sein knaben;Ir gehort es nie pey ewern tagen.** Er sprach: O we, du pitter tod,Du greuleichs end, du sende not,Wie hast du mir mein liebes kind40Emphüret hin so gar geswind?Daz laid ich nimer mer verschlag,Die weil ich leb, nur einen tag.Da mit so viel er yeso hin41bUnd lag geswunden in dem sin,Er tett sam vatters treuwe tuot,Dem seins herczen äygen pluotVergossen ist so gar ze drat,5Daz er so lang derzogen hatMit grosser mü pey seinen tagen.Doch was ym vil me ze clagen,Daz sein sun, recht sam ein pergEin man, derstarb von einem twerg10Lasterleych und ane peycht,Seiner er und sel unleycht.*** Des hiet auch Snegg verhört daz äyn,Daz sein vatter HarrenstaynHiet den seinen leyb verlorn.15Do zittert er von rechtem zorn.Daz wolt er yeso schiere rechen.Des huob er an also ze sprechen:** Ir herren, ich wisst langes wol,Wie sich einr bedenken schol20Langeu zeit und schaffen drat,Des er sich so hat bedacht,Won zorn und eyllen sint dem ratWiderwartig fruo und spat.Die regel falt, daz secht es wol,25So einr seynn schaden rechen scholMit schlahen, rauben und prennen,Des mügt ir auch da pey derkennen.Hat mich einer yecz verwuntUnd rich ich daz nicht so ze stund,30So köment ander leut ze stettUnd machent frid, so ist es wett.Seu sprechent nicht: Stich in hin wider!Da mit so leyt min er da nider.Min pluot verrert, daz fläsch gestochen35Beleybt so ganczleich ungerochen.Dar umb verhört, daz ist mein rat,Die weil daz dinch sein zeite hat,Daz wir gepeuten auf ein puossYedem man ze röss und zfuoss40Und tügin zstetts ein rennenZe schlahen und ze prennen,Ze rauben und zschalmüczen,Mit spiessen, für und schüczen41cAuf die von Lappenhausen.Daz wirt ein erleich sausen.Und schol dis haben fürgang,So tuot es schier und machcz nit lang.5Secht, daz wär gschehen so.Des gedacht ym Putreich doAn sein tochteren Küczeldarmen,Er muost sich uber sey derparmenUnd sprach: Her Snegg, daz tät ich gern,10So muoss man sein umb sach enbern.Wäyst nicht, daz gevangen seindUnser tochtren? Pist du plind?Dar umb so volgt es meinem râtUnd eyllt nit zuo der rach so drat!15Lasst uns e mit cluogen sinnenUnsreu kinder wider gewinnen!Daz ist, wir schüllen trachten ebenDen veinten susseu red ze gebenUnd verhaissen wol mit sagen,20Bis daz wir daz unser haben.Dar nach, rürens uns ein tahen,So schol man eins zum andern schlahen,Dar mit smuczen uber seu herZe ross und zfüss mit schilt und sper,25Mit schlahen, hawen und mit stechenUnd also alten schaden rechen.Do nu der das sein gesprach,Wütreich auf gen hymel sach.Er wolt sich zaygen erber sein30Und sprach: Her freunt, die rede deinIst wol nücz nach meinr versicht,Doch hant sey der eren nicht.Des sprachent do die andern allGemainclaich auf in lautem schall:35Was nicht enhat der eren scheyn,Daz mag auch nimer nücz gesein.Hie mit was des râtes geswigenUnd auch die sach in ir beliben.Strudel fragen do began,40Was noch wâre guot getan.Des antwurtent seu ym gemäynUnd sprachent: Herr, ir seyts der äyn,Der uber uns gesaczet istZe rat und schirm ze aller frist.41dDarum so schult ir heven an,Und was ir welt, daz sey getan.Strudel rüspelt seinen chragenUnd huob sein tadinch an ze sagen.5Er sprach: Der streyt geschaffen wasUmb anders nicht, dann umb das,Daz man an unzucht schon und ebenMöcht mit ganczem frid geleben.Dar umb wir mügen vechten10Mit got und mit dem rechtenWider yedem, der uns tuotZe kurcz an leibe oder guot.Nu dar, so habts vernomen wol,Des ich vil grossen chumber dol,15Wie die Lappenhauser heutGemürdet habent unser leut,Gevangen, gschlagen gar unleysIn irem dorff nach schelcher weis,Etleich gflohet uf der häid,20Daz schol uns pilleich wesen layd;Won besser ist, noch weiser lerFrisleich sterben umb die er,Dann mit schanden leben, secht!Nu hat auch got die seinen knecht25Moysen und JosueGehaissen in der alten eeStreyten wider falsche scharUnd half in dar zuo gancz und gar,So mag ein volk auch streiten wol,30So man daz sein beschirmen schol.Den gewalt wir von dem kayser haben.Doch so lat euch eines sagen!Des menschen grosser übermuotVil oft eim solhen schaden tuot,35Daz einem wirdet an gesiget,Wie wol er süst des rechten phliget.Dar umb so schüllen wir die sachGütleich heven an mit gmach.In ganczer diemuot wellen wir40Daz end ersehen nach begirUnd senden unser boten hinGen Lappenhausen in dem sin,Daz seu uns widersenden schier42Unser tochtren alle vierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügin5Fürbas chaymen mügin,Der von disem dorff sey,Wollens wesen streytes frey.Des rât ich euch und dünkt mich soVil guot, des wurdens alle fro.10Des wurden yeso ausderweltZwen der besten und gezelt:Daz was der weis her Albrecht ZinggUnd auch juncher SchilawinggZuo der potschaft in der sach.15Daz geviel dem Zinggen nit und sprach:Der häbch und sparwer vahen wil,Der schol mich des nicht bitten vil,Daz ich der sein neczfogel sey.Hie so schült es merken pey,20Daz ich nicht gecheren gtarZuo einer ungeheuren schar,Die so scheidleich ist uns bös,So ungeschlacht und auch so lös;Dar zuo seyn seu trunken auch.25Waynt ir, daz ich sey ein gauch,Daz ich so swäre botschaft werbenWell und ane wer verderben.Des was do Schilawingg vil jung,Er macht sich auf und tett einn sprung30Und sprach: Schol ich der zag nu sein?Welt ir ichcz, bedorft es mein?Ich trost mich meiner süssen so,Daz ich sein pin von herzcen fro,Ob ich die botschaft werben schol35Alters äyn. Daz gefiel in wol,Er hiet die schönen GnepferinZe einem lieb in seinem sinn.Daz was die sach, dar umbe daz,Daz so gar gehorsam was.40* Des lieff er hin der fröleich man,*** Bis er gen Lappenhausen cham.42bDa vand ers all nach pey dem tancz,Springen höh von rechter schancz.Er machet sich gen in zuo dem spil.** Hört, was ich euch sagen wil,5Sprach der bott zum herren do.Ir seyt des ewern lasters fro,Dunchet mich in meinem muot,Daz heut so manger helde guotVerloren hat sein leben hie10Und ir noch tuot, ich wäiss nit wie.*** Secht, da liessens von dem tancz.Niemant hiet vernomen gancz,Was der pott in hiett gesäyt;Des waren seu da hie beräyt,15Und sprachen: Was wil diser gauch?Sag uns, daz wirs hören auch!** Schilawingg was unverzäyt,Sein botschafft huob er an und säyt:Ir habt vil recht, ich pins ein gauch,20Ein chind dar zuo und tobig auch,Dar umb kan ich auch liegen nicht,Die leut betriegen, sam ein wicht;Won liegen daz wil haben list.Also sag ich, wie ym ist25Gewarleich in eim schlechten schein.*** Von Nissingen die herren meinDer purgermayster und der râtEnpeuten euch pey gedrat,Daz ir die tochtren alle vier30Gebin wider also schierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügind,Fürbas niemant mügin35Der von irem dorffe sey,Welt es wesen streytes frey.Do nu das verhöret was,Der do schelten chondet bas,Daz was ir mayger Ruofli do.40Der huob es an und sprach also:Her gsell, ich waiss nit, wer du pist;Doch gäb man umb dich nit ein fistNoch umb dein herren von dem rât,Den paurenmäyster, der dich hat42cGesant so törisch zuo uns her,Noch umb alle Nissinger.** Wiss, er was dir nicht gar holt,Der dich also her senden wolt;5Und war es nicht so gar ein schand,Botten fräveln so ze hand,Sterben muossist umb dein spil.
Do nu dis geschehen was,39dSchindennak hiet gesehen das,Es muot in ser und ward sich rymphen.Er sprach: Es ist mir aus dem schimphen,Her Eysengreyn, daz schült ir wissen.5Mich düncht, ir habt die fröd verschissen.Wes habt ir so mein niftel gezigen,Ir hend verwüstet und verstigen?Die gest man erleich halten scholUnd nicht enschenden, daz stet wol.10Was chlaffst du? sprach do Ysengreyn.Ich siert dir noch die muoter deinMit sampt der niftel, hörstu das,Wilt sein nicht geraten bas.Schinddennack, schre Eysengreyn,15Und siertst du mir die muoter mein,Ich siert dich selb und als dein gschlecht.Da mit so griet der dörpel prachtZuo einem rauffen, daz ist war,Einr dem andern viel ins har,20Die frauwen machten sich ze flucht,Die knecht derzäigten ire zucht,Yeder zuo seym freunde sprang,Mit rauffen durch die andern drang.** Fesafögili besunder25Rauffet so, es was ein wunder,Er fasst der löken nur enchlainUnd zucht daz wider sich so räyn,Daz ym die hand ward hares vol.Diecz vergalt ym Dyetreich wol,30Er nam in pey seym langen partUnd zucht in so, daz an der vartDer kumpagg viel zer erden;*** Des muosst er yeso sterben.Daz tribens lang ye bas und bas,35Bis daz der löken nicht enwasIn dem haubt noch in dem part,Also daz das reissen wartGeraten ze den feusten do.Do schluogens umb so wertleich so,40Daz oft ir eim die nase pluot,Daz maul dar zuo, daz waz ym guotFür daz aderlassen do.** Snellagödel hielt sich so,Er want den taumen umb die faust40Und schluog zun oren, daz es taust.Er spiczt der finger chnodenUnd stiess vil ungezogenAuf zuor nasen gen dem herczen5An die chropf, daz schuoff ir smerczenUnd tet dem Scheubinsak vil ant,Der umb sein faust die gugel wantUnd styess ims in den weiten schlund,Daz er derstiket so ze stund.10*** Der feusten ward seu do verdriessenUnd grieffen her zuo iren spiessen,Seu wurden schirment her von tachMit iren swingen ungemach,Dar zuo mit den stangen grossen.15Söleich schlahen und ein stossenHiet sich auch von in derhaben,Ir gesacht es nie pey ewern tagen.** Seurrenstorffer RüczingerSâhind zuo von verrem her.20Der andern schaden warens froUnd sprachent zuo einander so:Die herren sind uns zstark gewesen;Sterken seu, so sein wir genesen.*** Die weil des vechtens vil geschach25Und Arnolt in den mülpachWas geworffen an der stund,Daz wasser gie ym in den mund.Dannocht täyschet er her aus,Er lieff in des mullners haus,30Der lech ym yest einen spiess.Secht, do vecht er sam ein fiess!Er stach den Chnoczen pey dem nabelUnd sprach: Nu se, da lig und zabel!Dez was hern Trollen do kain danch.35Der ward do vechtend, daz er stanch.Mit seiner helmpartenSchluog er her ein schartenDem Arnolten, daz ym der magUnter seinen füssen glag.40Da mit so was der Chnocz gerochenUnd die helmpart auch zeprochen.Wie schier der Troll einn mantel vand40bUnd wand in dreystund umb die hand!Er zucht ein bräyte swingen ausUnd facht, sam in dem grind ein laus.** Da hiet daz messer nicht sein zeit,5Won daz velt was ym ze weit.Daz füget speren stangen,Dar umb kam er gegangen*** Mit einem spiess her GalgenswanchUnd stach in über seinen danch,10Daz er an dem ärs gelagBis an seinen lesten tag.Juncher Troll der was verlorn.** Do kam der twerg vil hoh gepornMit seiner list ein chlainer wicht,15Der stangen mocht er getragen nicht,Des muost er seine veinde zwingenMit wurgen, chreczen und mit ringen.Galgenswanken lief er an,Pey der mitt er in gewan20Und huob in auf und warfff in nider,Daz er noch nie derstuond herwider.Dar zuo hiet dirr ander wicz.Er tratt dem Harnstayn auf die spicz,Die er an den schuohen truog,25Und stiess in hin so ungefuog,Daz er gelag an seiner stat.In den drüssel er in tratUnd hielt in so, ich wayss nicht wie,Bis daz ym die sel vergie.30Des liess er sich benügen nichtUnd lieff da her der selbig wicht.Hern Dyetrichen den grossen manEs pey seinen päynen gwanUnd schwancht in umb also geswind,35Daz er sich streket, sam ein rind.Doch so schiermpt er seinen chragen,Daz in der gfuog nicht mocht gehaben.Des ward ein anders gehebet an.Wie schier erkam der Gaggelman40Und her uber den vil grossenMit seinen henden also blossen!Woy, wie hiet er in so geswindGemacht an einem augen plind!Mit schürpfen und mit kreczen40cKond er die veinde leczen.Das maul wolt er ym reissen,Des huob dir an ze peyssenUnd behuob in mit dem zan,5Bis er ym den gürtel gwan.Do stiess er den vil künen twergMer dann drey stund wider derdUnd warff in uber Pertschis tach,Daz man in niemer me gesach.10*** Der zorn hiet in begriffen,Er zucht sein swert, daz geschliffen,Und schluog umb, daz von einem schlagEin michel diet vor ym gelag.Niemant getorst ym genahen,15Ze fliehen muostens gahen.Do dicz der preutgom so dersach,Es schuof ym läid und ungemach,Er lieff hin in den wendelstainUnd laut die gloggen all gemayn20Ze sturm, daz macht ein grossen schalIn dem pofel uber al.Seu fuoren auf: Wo schilt und sper?Mit ungewüschten ärsen herUnd chament ungezogen25Mit armbrusten und pogenn,Mit pölczen und mit pfeyllen.Machtig was ir eyllenAuf die von Nissingen die fiessenMit stechen, schlahen, schiessen,30Mit werffen und mit stossen,Mit staynen, stangen grossen,Gablen und auch rechenSach man vil da brechen,** Also daz die fremden geste35Wurden inen des ze leste,Daz das schayden was ze swärYerem leben gar zgevär,Und huoben sich zesamen soMit den ruggen chechleich do.40Seu schluogen ire lanczen für.Des kam do einr, sam ich es spür,Der was der Fladenranft gnant,Auf einem esel her gerantUnd wolt sich an yn rechen,45Ir maur vil gar zerprechen.Da seczet einr dem esel an,40dDer ander huob sich gen dem man,Also daz mein FladenranfViel da hin, ym was nicht sanft,Und der esel sampt mit ym,5Tod daz was sein ungewin.Do daz die andern sahen,Erst huob sich ein gahenMit werffen und mit schiessen.Des ward die gest verdriessen10Also ser, daz sey nicht woltenLeiden me, noch pleiben scholten.Des trosten seu sich hasenwerUnd lieffent snell, daz was ir er.Do gesach man nie kain flieher15An seinen nahezieher.*** Ze jochen ward den andern gach.Also ward in geeyllet nachGen Nissingen bis an daz tor.** So habt es wol gesehen vor,20Daz yeder hund auf seinem mistFür ander drey geherczer ist;Der minst erbaysst den maysten;*** So taten auch die ersten,Die kerten sich hin umb ze wer25Und fachten wol und dannocht mer,Dann seu hiettin vor getan.Da mit man schluog ze sturme anMit schlegen unverdrossen,Die glogg was noch nicht gossen,30Mäntleich auf und an die prugg,Da ward der jäger macht ze lugg.Hietens vor geeyllet ser,Des muostens gahen dreistund merWider umb auf halben weg,35Bis daz seu chament ubern steg,** Den wurffens ab, da warens frey*** Und koment häym gar gmach da pey.Seu viengen pey den hendenDie mäcznen ellenden40Ze sertenn und ze schenden,Des chonnd in niemant gewenden,Des warent doch von SaurrenstorffUnd von Rüczingen dem dorffDie diernen all gefüret hin,45Daz was ir er und auch gewin.41Die Nissinger auch wider umbSeu wuotten ser und machtens krumb,Der purgermayster schre vil drat:Auf, ir herren, in den rat!5Wir schüllen wissen, wie ym seyUnd was ze schaffen auch da pey.Des chamen zwelff der geswornenDie allerpest gepornenIn den rât gegangen10Parfuoss hin und dannen.Den ersten hiess man Strudel so,Der was ir purgermaister do,Dem andern sprach man Pachenfläsch,Dem dritten Egghart Rindtäysch,15Der vierd was Snegg, der fünft der Zing,Dem sechsten ruoff man Schilawingg;Wütreich und der Luodrer,Pütreich und der Marnär,Eselpagg und Fülzan20Machent auch wol sechs man.Ir rauthaus was ein scheur mit stro,Da sassens ein und sprachen so:Wir schüllen senden nach den knaben,Daz seu uns vil eben sagen,25Wie daz dinch sey an gevangen,Dar zuo wie es sey dergangen.Des ruoffens so dem Deupenpäyn,Der was do schrey der gemain,Und santten nach dem Chraymbolt,30Der cham vil endleich, sam er scholt,Und sayt vil eben, wie ym was.Do nu Egghart gehöret dazUnd wie Arnolt was derschlagen,Secht do huob sich jâmers chlagen35Von dem vatter umb sein knaben;Ir gehort es nie pey ewern tagen.** Er sprach: O we, du pitter tod,Du greuleichs end, du sende not,Wie hast du mir mein liebes kind40Emphüret hin so gar geswind?Daz laid ich nimer mer verschlag,Die weil ich leb, nur einen tag.Da mit so viel er yeso hin41bUnd lag geswunden in dem sin,Er tett sam vatters treuwe tuot,Dem seins herczen äygen pluotVergossen ist so gar ze drat,5Daz er so lang derzogen hatMit grosser mü pey seinen tagen.Doch was ym vil me ze clagen,Daz sein sun, recht sam ein pergEin man, derstarb von einem twerg10Lasterleych und ane peycht,Seiner er und sel unleycht.*** Des hiet auch Snegg verhört daz äyn,Daz sein vatter HarrenstaynHiet den seinen leyb verlorn.15Do zittert er von rechtem zorn.Daz wolt er yeso schiere rechen.Des huob er an also ze sprechen:** Ir herren, ich wisst langes wol,Wie sich einr bedenken schol20Langeu zeit und schaffen drat,Des er sich so hat bedacht,Won zorn und eyllen sint dem ratWiderwartig fruo und spat.Die regel falt, daz secht es wol,25So einr seynn schaden rechen scholMit schlahen, rauben und prennen,Des mügt ir auch da pey derkennen.Hat mich einer yecz verwuntUnd rich ich daz nicht so ze stund,30So köment ander leut ze stettUnd machent frid, so ist es wett.Seu sprechent nicht: Stich in hin wider!Da mit so leyt min er da nider.Min pluot verrert, daz fläsch gestochen35Beleybt so ganczleich ungerochen.Dar umb verhört, daz ist mein rat,Die weil daz dinch sein zeite hat,Daz wir gepeuten auf ein puossYedem man ze röss und zfuoss40Und tügin zstetts ein rennenZe schlahen und ze prennen,Ze rauben und zschalmüczen,Mit spiessen, für und schüczen41cAuf die von Lappenhausen.Daz wirt ein erleich sausen.Und schol dis haben fürgang,So tuot es schier und machcz nit lang.5Secht, daz wär gschehen so.Des gedacht ym Putreich doAn sein tochteren Küczeldarmen,Er muost sich uber sey derparmenUnd sprach: Her Snegg, daz tät ich gern,10So muoss man sein umb sach enbern.Wäyst nicht, daz gevangen seindUnser tochtren? Pist du plind?Dar umb so volgt es meinem râtUnd eyllt nit zuo der rach so drat!15Lasst uns e mit cluogen sinnenUnsreu kinder wider gewinnen!Daz ist, wir schüllen trachten ebenDen veinten susseu red ze gebenUnd verhaissen wol mit sagen,20Bis daz wir daz unser haben.Dar nach, rürens uns ein tahen,So schol man eins zum andern schlahen,Dar mit smuczen uber seu herZe ross und zfüss mit schilt und sper,25Mit schlahen, hawen und mit stechenUnd also alten schaden rechen.Do nu der das sein gesprach,Wütreich auf gen hymel sach.Er wolt sich zaygen erber sein30Und sprach: Her freunt, die rede deinIst wol nücz nach meinr versicht,Doch hant sey der eren nicht.Des sprachent do die andern allGemainclaich auf in lautem schall:35Was nicht enhat der eren scheyn,Daz mag auch nimer nücz gesein.Hie mit was des râtes geswigenUnd auch die sach in ir beliben.Strudel fragen do began,40Was noch wâre guot getan.Des antwurtent seu ym gemäynUnd sprachent: Herr, ir seyts der äyn,Der uber uns gesaczet istZe rat und schirm ze aller frist.41dDarum so schult ir heven an,Und was ir welt, daz sey getan.Strudel rüspelt seinen chragenUnd huob sein tadinch an ze sagen.5Er sprach: Der streyt geschaffen wasUmb anders nicht, dann umb das,Daz man an unzucht schon und ebenMöcht mit ganczem frid geleben.Dar umb wir mügen vechten10Mit got und mit dem rechtenWider yedem, der uns tuotZe kurcz an leibe oder guot.Nu dar, so habts vernomen wol,Des ich vil grossen chumber dol,15Wie die Lappenhauser heutGemürdet habent unser leut,Gevangen, gschlagen gar unleysIn irem dorff nach schelcher weis,Etleich gflohet uf der häid,20Daz schol uns pilleich wesen layd;Won besser ist, noch weiser lerFrisleich sterben umb die er,Dann mit schanden leben, secht!Nu hat auch got die seinen knecht25Moysen und JosueGehaissen in der alten eeStreyten wider falsche scharUnd half in dar zuo gancz und gar,So mag ein volk auch streiten wol,30So man daz sein beschirmen schol.Den gewalt wir von dem kayser haben.Doch so lat euch eines sagen!Des menschen grosser übermuotVil oft eim solhen schaden tuot,35Daz einem wirdet an gesiget,Wie wol er süst des rechten phliget.Dar umb so schüllen wir die sachGütleich heven an mit gmach.In ganczer diemuot wellen wir40Daz end ersehen nach begirUnd senden unser boten hinGen Lappenhausen in dem sin,Daz seu uns widersenden schier42Unser tochtren alle vierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügin5Fürbas chaymen mügin,Der von disem dorff sey,Wollens wesen streytes frey.Des rât ich euch und dünkt mich soVil guot, des wurdens alle fro.10Des wurden yeso ausderweltZwen der besten und gezelt:Daz was der weis her Albrecht ZinggUnd auch juncher SchilawinggZuo der potschaft in der sach.15Daz geviel dem Zinggen nit und sprach:Der häbch und sparwer vahen wil,Der schol mich des nicht bitten vil,Daz ich der sein neczfogel sey.Hie so schült es merken pey,20Daz ich nicht gecheren gtarZuo einer ungeheuren schar,Die so scheidleich ist uns bös,So ungeschlacht und auch so lös;Dar zuo seyn seu trunken auch.25Waynt ir, daz ich sey ein gauch,Daz ich so swäre botschaft werbenWell und ane wer verderben.Des was do Schilawingg vil jung,Er macht sich auf und tett einn sprung30Und sprach: Schol ich der zag nu sein?Welt ir ichcz, bedorft es mein?Ich trost mich meiner süssen so,Daz ich sein pin von herzcen fro,Ob ich die botschaft werben schol35Alters äyn. Daz gefiel in wol,Er hiet die schönen GnepferinZe einem lieb in seinem sinn.Daz was die sach, dar umbe daz,Daz so gar gehorsam was.40* Des lieff er hin der fröleich man,*** Bis er gen Lappenhausen cham.42bDa vand ers all nach pey dem tancz,Springen höh von rechter schancz.Er machet sich gen in zuo dem spil.** Hört, was ich euch sagen wil,5Sprach der bott zum herren do.Ir seyt des ewern lasters fro,Dunchet mich in meinem muot,Daz heut so manger helde guotVerloren hat sein leben hie10Und ir noch tuot, ich wäiss nit wie.*** Secht, da liessens von dem tancz.Niemant hiet vernomen gancz,Was der pott in hiett gesäyt;Des waren seu da hie beräyt,15Und sprachen: Was wil diser gauch?Sag uns, daz wirs hören auch!** Schilawingg was unverzäyt,Sein botschafft huob er an und säyt:Ir habt vil recht, ich pins ein gauch,20Ein chind dar zuo und tobig auch,Dar umb kan ich auch liegen nicht,Die leut betriegen, sam ein wicht;Won liegen daz wil haben list.Also sag ich, wie ym ist25Gewarleich in eim schlechten schein.*** Von Nissingen die herren meinDer purgermayster und der râtEnpeuten euch pey gedrat,Daz ir die tochtren alle vier30Gebin wider also schierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügind,Fürbas niemant mügin35Der von irem dorffe sey,Welt es wesen streytes frey.Do nu das verhöret was,Der do schelten chondet bas,Daz was ir mayger Ruofli do.40Der huob es an und sprach also:Her gsell, ich waiss nit, wer du pist;Doch gäb man umb dich nit ein fistNoch umb dein herren von dem rât,Den paurenmäyster, der dich hat42cGesant so törisch zuo uns her,Noch umb alle Nissinger.** Wiss, er was dir nicht gar holt,Der dich also her senden wolt;5Und war es nicht so gar ein schand,Botten fräveln so ze hand,Sterben muossist umb dein spil.
Do nu dis geschehen was,39dSchindennak hiet gesehen das,Es muot in ser und ward sich rymphen.Er sprach: Es ist mir aus dem schimphen,Her Eysengreyn, daz schült ir wissen.5Mich düncht, ir habt die fröd verschissen.Wes habt ir so mein niftel gezigen,Ir hend verwüstet und verstigen?Die gest man erleich halten scholUnd nicht enschenden, daz stet wol.10Was chlaffst du? sprach do Ysengreyn.Ich siert dir noch die muoter deinMit sampt der niftel, hörstu das,Wilt sein nicht geraten bas.Schinddennack, schre Eysengreyn,15Und siertst du mir die muoter mein,Ich siert dich selb und als dein gschlecht.Da mit so griet der dörpel prachtZuo einem rauffen, daz ist war,Einr dem andern viel ins har,20Die frauwen machten sich ze flucht,Die knecht derzäigten ire zucht,Yeder zuo seym freunde sprang,Mit rauffen durch die andern drang.** Fesafögili besunder25Rauffet so, es was ein wunder,Er fasst der löken nur enchlainUnd zucht daz wider sich so räyn,Daz ym die hand ward hares vol.Diecz vergalt ym Dyetreich wol,30Er nam in pey seym langen partUnd zucht in so, daz an der vartDer kumpagg viel zer erden;*** Des muosst er yeso sterben.Daz tribens lang ye bas und bas,35Bis daz der löken nicht enwasIn dem haubt noch in dem part,Also daz das reissen wartGeraten ze den feusten do.Do schluogens umb so wertleich so,40Daz oft ir eim die nase pluot,Daz maul dar zuo, daz waz ym guotFür daz aderlassen do.** Snellagödel hielt sich so,Er want den taumen umb die faust40Und schluog zun oren, daz es taust.Er spiczt der finger chnodenUnd stiess vil ungezogenAuf zuor nasen gen dem herczen5An die chropf, daz schuoff ir smerczenUnd tet dem Scheubinsak vil ant,Der umb sein faust die gugel wantUnd styess ims in den weiten schlund,Daz er derstiket so ze stund.10*** Der feusten ward seu do verdriessenUnd grieffen her zuo iren spiessen,Seu wurden schirment her von tachMit iren swingen ungemach,Dar zuo mit den stangen grossen.15Söleich schlahen und ein stossenHiet sich auch von in derhaben,Ir gesacht es nie pey ewern tagen.** Seurrenstorffer RüczingerSâhind zuo von verrem her.20Der andern schaden warens froUnd sprachent zuo einander so:Die herren sind uns zstark gewesen;Sterken seu, so sein wir genesen.*** Die weil des vechtens vil geschach25Und Arnolt in den mülpachWas geworffen an der stund,Daz wasser gie ym in den mund.Dannocht täyschet er her aus,Er lieff in des mullners haus,30Der lech ym yest einen spiess.Secht, do vecht er sam ein fiess!Er stach den Chnoczen pey dem nabelUnd sprach: Nu se, da lig und zabel!Dez was hern Trollen do kain danch.35Der ward do vechtend, daz er stanch.Mit seiner helmpartenSchluog er her ein schartenDem Arnolten, daz ym der magUnter seinen füssen glag.40Da mit so was der Chnocz gerochenUnd die helmpart auch zeprochen.Wie schier der Troll einn mantel vand40bUnd wand in dreystund umb die hand!Er zucht ein bräyte swingen ausUnd facht, sam in dem grind ein laus.** Da hiet daz messer nicht sein zeit,5Won daz velt was ym ze weit.Daz füget speren stangen,Dar umb kam er gegangen*** Mit einem spiess her GalgenswanchUnd stach in über seinen danch,10Daz er an dem ärs gelagBis an seinen lesten tag.Juncher Troll der was verlorn.** Do kam der twerg vil hoh gepornMit seiner list ein chlainer wicht,15Der stangen mocht er getragen nicht,Des muost er seine veinde zwingenMit wurgen, chreczen und mit ringen.Galgenswanken lief er an,Pey der mitt er in gewan20Und huob in auf und warfff in nider,Daz er noch nie derstuond herwider.Dar zuo hiet dirr ander wicz.Er tratt dem Harnstayn auf die spicz,Die er an den schuohen truog,25Und stiess in hin so ungefuog,Daz er gelag an seiner stat.In den drüssel er in tratUnd hielt in so, ich wayss nicht wie,Bis daz ym die sel vergie.30Des liess er sich benügen nichtUnd lieff da her der selbig wicht.Hern Dyetrichen den grossen manEs pey seinen päynen gwanUnd schwancht in umb also geswind,35Daz er sich streket, sam ein rind.Doch so schiermpt er seinen chragen,Daz in der gfuog nicht mocht gehaben.Des ward ein anders gehebet an.Wie schier erkam der Gaggelman40Und her uber den vil grossenMit seinen henden also blossen!Woy, wie hiet er in so geswindGemacht an einem augen plind!Mit schürpfen und mit kreczen40cKond er die veinde leczen.Das maul wolt er ym reissen,Des huob dir an ze peyssenUnd behuob in mit dem zan,5Bis er ym den gürtel gwan.Do stiess er den vil künen twergMer dann drey stund wider derdUnd warff in uber Pertschis tach,Daz man in niemer me gesach.10*** Der zorn hiet in begriffen,Er zucht sein swert, daz geschliffen,Und schluog umb, daz von einem schlagEin michel diet vor ym gelag.Niemant getorst ym genahen,15Ze fliehen muostens gahen.Do dicz der preutgom so dersach,Es schuof ym läid und ungemach,Er lieff hin in den wendelstainUnd laut die gloggen all gemayn20Ze sturm, daz macht ein grossen schalIn dem pofel uber al.Seu fuoren auf: Wo schilt und sper?Mit ungewüschten ärsen herUnd chament ungezogen25Mit armbrusten und pogenn,Mit pölczen und mit pfeyllen.Machtig was ir eyllenAuf die von Nissingen die fiessenMit stechen, schlahen, schiessen,30Mit werffen und mit stossen,Mit staynen, stangen grossen,Gablen und auch rechenSach man vil da brechen,** Also daz die fremden geste35Wurden inen des ze leste,Daz das schayden was ze swärYerem leben gar zgevär,Und huoben sich zesamen soMit den ruggen chechleich do.40Seu schluogen ire lanczen für.Des kam do einr, sam ich es spür,Der was der Fladenranft gnant,Auf einem esel her gerantUnd wolt sich an yn rechen,45Ir maur vil gar zerprechen.Da seczet einr dem esel an,40dDer ander huob sich gen dem man,Also daz mein FladenranfViel da hin, ym was nicht sanft,Und der esel sampt mit ym,5Tod daz was sein ungewin.Do daz die andern sahen,Erst huob sich ein gahenMit werffen und mit schiessen.Des ward die gest verdriessen10Also ser, daz sey nicht woltenLeiden me, noch pleiben scholten.Des trosten seu sich hasenwerUnd lieffent snell, daz was ir er.Do gesach man nie kain flieher15An seinen nahezieher.*** Ze jochen ward den andern gach.Also ward in geeyllet nachGen Nissingen bis an daz tor.** So habt es wol gesehen vor,20Daz yeder hund auf seinem mistFür ander drey geherczer ist;Der minst erbaysst den maysten;*** So taten auch die ersten,Die kerten sich hin umb ze wer25Und fachten wol und dannocht mer,Dann seu hiettin vor getan.Da mit man schluog ze sturme anMit schlegen unverdrossen,Die glogg was noch nicht gossen,30Mäntleich auf und an die prugg,Da ward der jäger macht ze lugg.Hietens vor geeyllet ser,Des muostens gahen dreistund merWider umb auf halben weg,35Bis daz seu chament ubern steg,** Den wurffens ab, da warens frey*** Und koment häym gar gmach da pey.Seu viengen pey den hendenDie mäcznen ellenden40Ze sertenn und ze schenden,Des chonnd in niemant gewenden,Des warent doch von SaurrenstorffUnd von Rüczingen dem dorffDie diernen all gefüret hin,45Daz was ir er und auch gewin.41Die Nissinger auch wider umbSeu wuotten ser und machtens krumb,Der purgermayster schre vil drat:Auf, ir herren, in den rat!5Wir schüllen wissen, wie ym seyUnd was ze schaffen auch da pey.Des chamen zwelff der geswornenDie allerpest gepornenIn den rât gegangen10Parfuoss hin und dannen.Den ersten hiess man Strudel so,Der was ir purgermaister do,Dem andern sprach man Pachenfläsch,Dem dritten Egghart Rindtäysch,15Der vierd was Snegg, der fünft der Zing,Dem sechsten ruoff man Schilawingg;Wütreich und der Luodrer,Pütreich und der Marnär,Eselpagg und Fülzan20Machent auch wol sechs man.Ir rauthaus was ein scheur mit stro,Da sassens ein und sprachen so:Wir schüllen senden nach den knaben,Daz seu uns vil eben sagen,25Wie daz dinch sey an gevangen,Dar zuo wie es sey dergangen.Des ruoffens so dem Deupenpäyn,Der was do schrey der gemain,Und santten nach dem Chraymbolt,30Der cham vil endleich, sam er scholt,Und sayt vil eben, wie ym was.Do nu Egghart gehöret dazUnd wie Arnolt was derschlagen,Secht do huob sich jâmers chlagen35Von dem vatter umb sein knaben;Ir gehort es nie pey ewern tagen.** Er sprach: O we, du pitter tod,Du greuleichs end, du sende not,Wie hast du mir mein liebes kind40Emphüret hin so gar geswind?Daz laid ich nimer mer verschlag,Die weil ich leb, nur einen tag.Da mit so viel er yeso hin41bUnd lag geswunden in dem sin,Er tett sam vatters treuwe tuot,Dem seins herczen äygen pluotVergossen ist so gar ze drat,5Daz er so lang derzogen hatMit grosser mü pey seinen tagen.Doch was ym vil me ze clagen,Daz sein sun, recht sam ein pergEin man, derstarb von einem twerg10Lasterleych und ane peycht,Seiner er und sel unleycht.*** Des hiet auch Snegg verhört daz äyn,Daz sein vatter HarrenstaynHiet den seinen leyb verlorn.15Do zittert er von rechtem zorn.Daz wolt er yeso schiere rechen.Des huob er an also ze sprechen:** Ir herren, ich wisst langes wol,Wie sich einr bedenken schol20Langeu zeit und schaffen drat,Des er sich so hat bedacht,Won zorn und eyllen sint dem ratWiderwartig fruo und spat.Die regel falt, daz secht es wol,25So einr seynn schaden rechen scholMit schlahen, rauben und prennen,Des mügt ir auch da pey derkennen.Hat mich einer yecz verwuntUnd rich ich daz nicht so ze stund,30So köment ander leut ze stettUnd machent frid, so ist es wett.Seu sprechent nicht: Stich in hin wider!Da mit so leyt min er da nider.Min pluot verrert, daz fläsch gestochen35Beleybt so ganczleich ungerochen.Dar umb verhört, daz ist mein rat,Die weil daz dinch sein zeite hat,Daz wir gepeuten auf ein puossYedem man ze röss und zfuoss40Und tügin zstetts ein rennenZe schlahen und ze prennen,Ze rauben und zschalmüczen,Mit spiessen, für und schüczen41cAuf die von Lappenhausen.Daz wirt ein erleich sausen.Und schol dis haben fürgang,So tuot es schier und machcz nit lang.5Secht, daz wär gschehen so.Des gedacht ym Putreich doAn sein tochteren Küczeldarmen,Er muost sich uber sey derparmenUnd sprach: Her Snegg, daz tät ich gern,10So muoss man sein umb sach enbern.Wäyst nicht, daz gevangen seindUnser tochtren? Pist du plind?Dar umb so volgt es meinem râtUnd eyllt nit zuo der rach so drat!15Lasst uns e mit cluogen sinnenUnsreu kinder wider gewinnen!Daz ist, wir schüllen trachten ebenDen veinten susseu red ze gebenUnd verhaissen wol mit sagen,20Bis daz wir daz unser haben.Dar nach, rürens uns ein tahen,So schol man eins zum andern schlahen,Dar mit smuczen uber seu herZe ross und zfüss mit schilt und sper,25Mit schlahen, hawen und mit stechenUnd also alten schaden rechen.Do nu der das sein gesprach,Wütreich auf gen hymel sach.Er wolt sich zaygen erber sein30Und sprach: Her freunt, die rede deinIst wol nücz nach meinr versicht,Doch hant sey der eren nicht.Des sprachent do die andern allGemainclaich auf in lautem schall:35Was nicht enhat der eren scheyn,Daz mag auch nimer nücz gesein.Hie mit was des râtes geswigenUnd auch die sach in ir beliben.Strudel fragen do began,40Was noch wâre guot getan.Des antwurtent seu ym gemäynUnd sprachent: Herr, ir seyts der äyn,Der uber uns gesaczet istZe rat und schirm ze aller frist.41dDarum so schult ir heven an,Und was ir welt, daz sey getan.Strudel rüspelt seinen chragenUnd huob sein tadinch an ze sagen.5Er sprach: Der streyt geschaffen wasUmb anders nicht, dann umb das,Daz man an unzucht schon und ebenMöcht mit ganczem frid geleben.Dar umb wir mügen vechten10Mit got und mit dem rechtenWider yedem, der uns tuotZe kurcz an leibe oder guot.Nu dar, so habts vernomen wol,Des ich vil grossen chumber dol,15Wie die Lappenhauser heutGemürdet habent unser leut,Gevangen, gschlagen gar unleysIn irem dorff nach schelcher weis,Etleich gflohet uf der häid,20Daz schol uns pilleich wesen layd;Won besser ist, noch weiser lerFrisleich sterben umb die er,Dann mit schanden leben, secht!Nu hat auch got die seinen knecht25Moysen und JosueGehaissen in der alten eeStreyten wider falsche scharUnd half in dar zuo gancz und gar,So mag ein volk auch streiten wol,30So man daz sein beschirmen schol.Den gewalt wir von dem kayser haben.Doch so lat euch eines sagen!Des menschen grosser übermuotVil oft eim solhen schaden tuot,35Daz einem wirdet an gesiget,Wie wol er süst des rechten phliget.Dar umb so schüllen wir die sachGütleich heven an mit gmach.In ganczer diemuot wellen wir40Daz end ersehen nach begirUnd senden unser boten hinGen Lappenhausen in dem sin,Daz seu uns widersenden schier42Unser tochtren alle vierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügin5Fürbas chaymen mügin,Der von disem dorff sey,Wollens wesen streytes frey.Des rât ich euch und dünkt mich soVil guot, des wurdens alle fro.10Des wurden yeso ausderweltZwen der besten und gezelt:Daz was der weis her Albrecht ZinggUnd auch juncher SchilawinggZuo der potschaft in der sach.15Daz geviel dem Zinggen nit und sprach:Der häbch und sparwer vahen wil,Der schol mich des nicht bitten vil,Daz ich der sein neczfogel sey.Hie so schült es merken pey,20Daz ich nicht gecheren gtarZuo einer ungeheuren schar,Die so scheidleich ist uns bös,So ungeschlacht und auch so lös;Dar zuo seyn seu trunken auch.25Waynt ir, daz ich sey ein gauch,Daz ich so swäre botschaft werbenWell und ane wer verderben.Des was do Schilawingg vil jung,Er macht sich auf und tett einn sprung30Und sprach: Schol ich der zag nu sein?Welt ir ichcz, bedorft es mein?Ich trost mich meiner süssen so,Daz ich sein pin von herzcen fro,Ob ich die botschaft werben schol35Alters äyn. Daz gefiel in wol,Er hiet die schönen GnepferinZe einem lieb in seinem sinn.Daz was die sach, dar umbe daz,Daz so gar gehorsam was.40* Des lieff er hin der fröleich man,*** Bis er gen Lappenhausen cham.42bDa vand ers all nach pey dem tancz,Springen höh von rechter schancz.Er machet sich gen in zuo dem spil.** Hört, was ich euch sagen wil,5Sprach der bott zum herren do.Ir seyt des ewern lasters fro,Dunchet mich in meinem muot,Daz heut so manger helde guotVerloren hat sein leben hie10Und ir noch tuot, ich wäiss nit wie.*** Secht, da liessens von dem tancz.Niemant hiet vernomen gancz,Was der pott in hiett gesäyt;Des waren seu da hie beräyt,15Und sprachen: Was wil diser gauch?Sag uns, daz wirs hören auch!** Schilawingg was unverzäyt,Sein botschafft huob er an und säyt:Ir habt vil recht, ich pins ein gauch,20Ein chind dar zuo und tobig auch,Dar umb kan ich auch liegen nicht,Die leut betriegen, sam ein wicht;Won liegen daz wil haben list.Also sag ich, wie ym ist25Gewarleich in eim schlechten schein.*** Von Nissingen die herren meinDer purgermayster und der râtEnpeuten euch pey gedrat,Daz ir die tochtren alle vier30Gebin wider also schierUnd auch die Wasserschepferin,Dar zuo allen ungewinUnd schaden wider tügind,Fürbas niemant mügin35Der von irem dorffe sey,Welt es wesen streytes frey.Do nu das verhöret was,Der do schelten chondet bas,Daz was ir mayger Ruofli do.40Der huob es an und sprach also:Her gsell, ich waiss nit, wer du pist;Doch gäb man umb dich nit ein fistNoch umb dein herren von dem rât,Den paurenmäyster, der dich hat42cGesant so törisch zuo uns her,Noch umb alle Nissinger.** Wiss, er was dir nicht gar holt,Der dich also her senden wolt;5Und war es nicht so gar ein schand,Botten fräveln so ze hand,Sterben muossist umb dein spil.
Do nu dis geschehen was,39d
Schindennak hiet gesehen das,
Es muot in ser und ward sich rymphen.
Er sprach: Es ist mir aus dem schimphen,
Her Eysengreyn, daz schült ir wissen.5
Mich düncht, ir habt die fröd verschissen.
Wes habt ir so mein niftel gezigen,
Ir hend verwüstet und verstigen?
Die gest man erleich halten schol
Und nicht enschenden, daz stet wol.10
Was chlaffst du? sprach do Ysengreyn.
Ich siert dir noch die muoter dein
Mit sampt der niftel, hörstu das,
Wilt sein nicht geraten bas.
Schinddennack, schre Eysengreyn,15
Und siertst du mir die muoter mein,
Ich siert dich selb und als dein gschlecht.
Da mit so griet der dörpel pracht
Zuo einem rauffen, daz ist war,
Einr dem andern viel ins har,20
Die frauwen machten sich ze flucht,
Die knecht derzäigten ire zucht,
Yeder zuo seym freunde sprang,
Mit rauffen durch die andern drang.
** Fesafögili besunder25
Rauffet so, es was ein wunder,
Er fasst der löken nur enchlain
Und zucht daz wider sich so räyn,
Daz ym die hand ward hares vol.
Diecz vergalt ym Dyetreich wol,30
Er nam in pey seym langen part
Und zucht in so, daz an der vart
Der kumpagg viel zer erden;
*** Des muosst er yeso sterben.
Daz tribens lang ye bas und bas,35
Bis daz der löken nicht enwas
In dem haubt noch in dem part,
Also daz das reissen wart
Geraten ze den feusten do.
Do schluogens umb so wertleich so,40
Daz oft ir eim die nase pluot,
Daz maul dar zuo, daz waz ym guot
Für daz aderlassen do.
** Snellagödel hielt sich so,
Er want den taumen umb die faust40
Und schluog zun oren, daz es taust.
Er spiczt der finger chnoden
Und stiess vil ungezogen
Auf zuor nasen gen dem herczen5
An die chropf, daz schuoff ir smerczen
Und tet dem Scheubinsak vil ant,
Der umb sein faust die gugel want
Und styess ims in den weiten schlund,
Daz er derstiket so ze stund.10
*** Der feusten ward seu do verdriessen
Und grieffen her zuo iren spiessen,
Seu wurden schirment her von tach
Mit iren swingen ungemach,
Dar zuo mit den stangen grossen.15
Söleich schlahen und ein stossen
Hiet sich auch von in derhaben,
Ir gesacht es nie pey ewern tagen.
** Seurrenstorffer Rüczinger
Sâhind zuo von verrem her.20
Der andern schaden warens fro
Und sprachent zuo einander so:
Die herren sind uns zstark gewesen;
Sterken seu, so sein wir genesen.
*** Die weil des vechtens vil geschach25
Und Arnolt in den mülpach
Was geworffen an der stund,
Daz wasser gie ym in den mund.
Dannocht täyschet er her aus,
Er lieff in des mullners haus,30
Der lech ym yest einen spiess.
Secht, do vecht er sam ein fiess!
Er stach den Chnoczen pey dem nabel
Und sprach: Nu se, da lig und zabel!
Dez was hern Trollen do kain danch.35
Der ward do vechtend, daz er stanch.
Mit seiner helmparten
Schluog er her ein scharten
Dem Arnolten, daz ym der mag
Unter seinen füssen glag.40
Da mit so was der Chnocz gerochen
Und die helmpart auch zeprochen.
Wie schier der Troll einn mantel vand40b
Und wand in dreystund umb die hand!
Er zucht ein bräyte swingen aus
Und facht, sam in dem grind ein laus.
** Da hiet daz messer nicht sein zeit,5
Won daz velt was ym ze weit.
Daz füget speren stangen,
Dar umb kam er gegangen
*** Mit einem spiess her Galgenswanch
Und stach in über seinen danch,10
Daz er an dem ärs gelag
Bis an seinen lesten tag.
Juncher Troll der was verlorn.
** Do kam der twerg vil hoh geporn
Mit seiner list ein chlainer wicht,15
Der stangen mocht er getragen nicht,
Des muost er seine veinde zwingen
Mit wurgen, chreczen und mit ringen.
Galgenswanken lief er an,
Pey der mitt er in gewan20
Und huob in auf und warfff in nider,
Daz er noch nie derstuond herwider.
Dar zuo hiet dirr ander wicz.
Er tratt dem Harnstayn auf die spicz,
Die er an den schuohen truog,25
Und stiess in hin so ungefuog,
Daz er gelag an seiner stat.
In den drüssel er in trat
Und hielt in so, ich wayss nicht wie,
Bis daz ym die sel vergie.30
Des liess er sich benügen nicht
Und lieff da her der selbig wicht.
Hern Dyetrichen den grossen man
Es pey seinen päynen gwan
Und schwancht in umb also geswind,35
Daz er sich streket, sam ein rind.
Doch so schiermpt er seinen chragen,
Daz in der gfuog nicht mocht gehaben.
Des ward ein anders gehebet an.
Wie schier erkam der Gaggelman40
Und her uber den vil grossen
Mit seinen henden also blossen!
Woy, wie hiet er in so geswind
Gemacht an einem augen plind!
Mit schürpfen und mit kreczen40c
Kond er die veinde leczen.
Das maul wolt er ym reissen,
Des huob dir an ze peyssen
Und behuob in mit dem zan,5
Bis er ym den gürtel gwan.
Do stiess er den vil künen twerg
Mer dann drey stund wider derd
Und warff in uber Pertschis tach,
Daz man in niemer me gesach.10
*** Der zorn hiet in begriffen,
Er zucht sein swert, daz geschliffen,
Und schluog umb, daz von einem schlag
Ein michel diet vor ym gelag.
Niemant getorst ym genahen,15
Ze fliehen muostens gahen.
Do dicz der preutgom so dersach,
Es schuof ym läid und ungemach,
Er lieff hin in den wendelstain
Und laut die gloggen all gemayn20
Ze sturm, daz macht ein grossen schal
In dem pofel uber al.
Seu fuoren auf: Wo schilt und sper?
Mit ungewüschten ärsen her
Und chament ungezogen25
Mit armbrusten und pogenn,
Mit pölczen und mit pfeyllen.
Machtig was ir eyllen
Auf die von Nissingen die fiessen
Mit stechen, schlahen, schiessen,30
Mit werffen und mit stossen,
Mit staynen, stangen grossen,
Gablen und auch rechen
Sach man vil da brechen,
** Also daz die fremden geste35
Wurden inen des ze leste,
Daz das schayden was ze swär
Yerem leben gar zgevär,
Und huoben sich zesamen so
Mit den ruggen chechleich do.40
Seu schluogen ire lanczen für.
Des kam do einr, sam ich es spür,
Der was der Fladenranft gnant,
Auf einem esel her gerant
Und wolt sich an yn rechen,45
Ir maur vil gar zerprechen.
Da seczet einr dem esel an,40d
Der ander huob sich gen dem man,
Also daz mein Fladenranf
Viel da hin, ym was nicht sanft,
Und der esel sampt mit ym,5
Tod daz was sein ungewin.
Do daz die andern sahen,
Erst huob sich ein gahen
Mit werffen und mit schiessen.
Des ward die gest verdriessen10
Also ser, daz sey nicht wolten
Leiden me, noch pleiben scholten.
Des trosten seu sich hasenwer
Und lieffent snell, daz was ir er.
Do gesach man nie kain flieher15
An seinen nahezieher.
*** Ze jochen ward den andern gach.
Also ward in geeyllet nach
Gen Nissingen bis an daz tor.
** So habt es wol gesehen vor,20
Daz yeder hund auf seinem mist
Für ander drey geherczer ist;
Der minst erbaysst den maysten;
*** So taten auch die ersten,
Die kerten sich hin umb ze wer25
Und fachten wol und dannocht mer,
Dann seu hiettin vor getan.
Da mit man schluog ze sturme an
Mit schlegen unverdrossen,
Die glogg was noch nicht gossen,30
Mäntleich auf und an die prugg,
Da ward der jäger macht ze lugg.
Hietens vor geeyllet ser,
Des muostens gahen dreistund mer
Wider umb auf halben weg,35
Bis daz seu chament ubern steg,
** Den wurffens ab, da warens frey
*** Und koment häym gar gmach da pey.
Seu viengen pey den henden
Die mäcznen ellenden40
Ze sertenn und ze schenden,
Des chonnd in niemant gewenden,
Des warent doch von Saurrenstorff
Und von Rüczingen dem dorff
Die diernen all gefüret hin,45
Daz was ir er und auch gewin.41
Die Nissinger auch wider umb
Seu wuotten ser und machtens krumb,
Der purgermayster schre vil drat:
Auf, ir herren, in den rat!5
Wir schüllen wissen, wie ym sey
Und was ze schaffen auch da pey.
Des chamen zwelff der geswornen
Die allerpest gepornen
In den rât gegangen10
Parfuoss hin und dannen.
Den ersten hiess man Strudel so,
Der was ir purgermaister do,
Dem andern sprach man Pachenfläsch,
Dem dritten Egghart Rindtäysch,15
Der vierd was Snegg, der fünft der Zing,
Dem sechsten ruoff man Schilawingg;
Wütreich und der Luodrer,
Pütreich und der Marnär,
Eselpagg und Fülzan20
Machent auch wol sechs man.
Ir rauthaus was ein scheur mit stro,
Da sassens ein und sprachen so:
Wir schüllen senden nach den knaben,
Daz seu uns vil eben sagen,25
Wie daz dinch sey an gevangen,
Dar zuo wie es sey dergangen.
Des ruoffens so dem Deupenpäyn,
Der was do schrey der gemain,
Und santten nach dem Chraymbolt,30
Der cham vil endleich, sam er scholt,
Und sayt vil eben, wie ym was.
Do nu Egghart gehöret daz
Und wie Arnolt was derschlagen,
Secht do huob sich jâmers chlagen35
Von dem vatter umb sein knaben;
Ir gehort es nie pey ewern tagen.
** Er sprach: O we, du pitter tod,
Du greuleichs end, du sende not,
Wie hast du mir mein liebes kind40
Emphüret hin so gar geswind?
Daz laid ich nimer mer verschlag,
Die weil ich leb, nur einen tag.
Da mit so viel er yeso hin41b
Und lag geswunden in dem sin,
Er tett sam vatters treuwe tuot,
Dem seins herczen äygen pluot
Vergossen ist so gar ze drat,5
Daz er so lang derzogen hat
Mit grosser mü pey seinen tagen.
Doch was ym vil me ze clagen,
Daz sein sun, recht sam ein perg
Ein man, derstarb von einem twerg10
Lasterleych und ane peycht,
Seiner er und sel unleycht.
*** Des hiet auch Snegg verhört daz äyn,
Daz sein vatter Harrenstayn
Hiet den seinen leyb verlorn.15
Do zittert er von rechtem zorn.
Daz wolt er yeso schiere rechen.
Des huob er an also ze sprechen:
** Ir herren, ich wisst langes wol,
Wie sich einr bedenken schol20
Langeu zeit und schaffen drat,
Des er sich so hat bedacht,
Won zorn und eyllen sint dem rat
Widerwartig fruo und spat.
Die regel falt, daz secht es wol,25
So einr seynn schaden rechen schol
Mit schlahen, rauben und prennen,
Des mügt ir auch da pey derkennen.
Hat mich einer yecz verwunt
Und rich ich daz nicht so ze stund,30
So köment ander leut ze stett
Und machent frid, so ist es wett.
Seu sprechent nicht: Stich in hin wider!
Da mit so leyt min er da nider.
Min pluot verrert, daz fläsch gestochen35
Beleybt so ganczleich ungerochen.
Dar umb verhört, daz ist mein rat,
Die weil daz dinch sein zeite hat,
Daz wir gepeuten auf ein puoss
Yedem man ze röss und zfuoss40
Und tügin zstetts ein rennen
Ze schlahen und ze prennen,
Ze rauben und zschalmüczen,
Mit spiessen, für und schüczen41c
Auf die von Lappenhausen.
Daz wirt ein erleich sausen.
Und schol dis haben fürgang,
So tuot es schier und machcz nit lang.5
Secht, daz wär gschehen so.
Des gedacht ym Putreich do
An sein tochteren Küczeldarmen,
Er muost sich uber sey derparmen
Und sprach: Her Snegg, daz tät ich gern,10
So muoss man sein umb sach enbern.
Wäyst nicht, daz gevangen seind
Unser tochtren? Pist du plind?
Dar umb so volgt es meinem rât
Und eyllt nit zuo der rach so drat!15
Lasst uns e mit cluogen sinnen
Unsreu kinder wider gewinnen!
Daz ist, wir schüllen trachten eben
Den veinten susseu red ze geben
Und verhaissen wol mit sagen,20
Bis daz wir daz unser haben.
Dar nach, rürens uns ein tahen,
So schol man eins zum andern schlahen,
Dar mit smuczen uber seu her
Ze ross und zfüss mit schilt und sper,25
Mit schlahen, hawen und mit stechen
Und also alten schaden rechen.
Do nu der das sein gesprach,
Wütreich auf gen hymel sach.
Er wolt sich zaygen erber sein30
Und sprach: Her freunt, die rede dein
Ist wol nücz nach meinr versicht,
Doch hant sey der eren nicht.
Des sprachent do die andern all
Gemainclaich auf in lautem schall:35
Was nicht enhat der eren scheyn,
Daz mag auch nimer nücz gesein.
Hie mit was des râtes geswigen
Und auch die sach in ir beliben.
Strudel fragen do began,40
Was noch wâre guot getan.
Des antwurtent seu ym gemäyn
Und sprachent: Herr, ir seyts der äyn,
Der uber uns gesaczet ist
Ze rat und schirm ze aller frist.41d
Darum so schult ir heven an,
Und was ir welt, daz sey getan.
Strudel rüspelt seinen chragen
Und huob sein tadinch an ze sagen.5
Er sprach: Der streyt geschaffen was
Umb anders nicht, dann umb das,
Daz man an unzucht schon und eben
Möcht mit ganczem frid geleben.
Dar umb wir mügen vechten10
Mit got und mit dem rechten
Wider yedem, der uns tuot
Ze kurcz an leibe oder guot.
Nu dar, so habts vernomen wol,
Des ich vil grossen chumber dol,15
Wie die Lappenhauser heut
Gemürdet habent unser leut,
Gevangen, gschlagen gar unleys
In irem dorff nach schelcher weis,
Etleich gflohet uf der häid,20
Daz schol uns pilleich wesen layd;
Won besser ist, noch weiser ler
Frisleich sterben umb die er,
Dann mit schanden leben, secht!
Nu hat auch got die seinen knecht25
Moysen und Josue
Gehaissen in der alten ee
Streyten wider falsche schar
Und half in dar zuo gancz und gar,
So mag ein volk auch streiten wol,30
So man daz sein beschirmen schol.
Den gewalt wir von dem kayser haben.
Doch so lat euch eines sagen!
Des menschen grosser übermuot
Vil oft eim solhen schaden tuot,35
Daz einem wirdet an gesiget,
Wie wol er süst des rechten phliget.
Dar umb so schüllen wir die sach
Gütleich heven an mit gmach.
In ganczer diemuot wellen wir40
Daz end ersehen nach begir
Und senden unser boten hin
Gen Lappenhausen in dem sin,
Daz seu uns widersenden schier42
Unser tochtren alle vier
Und auch die Wasserschepferin,
Dar zuo allen ungewin
Und schaden wider tügin5
Fürbas chaymen mügin,
Der von disem dorff sey,
Wollens wesen streytes frey.
Des rât ich euch und dünkt mich so
Vil guot, des wurdens alle fro.10
Des wurden yeso ausderwelt
Zwen der besten und gezelt:
Daz was der weis her Albrecht Zingg
Und auch juncher Schilawingg
Zuo der potschaft in der sach.15
Daz geviel dem Zinggen nit und sprach:
Der häbch und sparwer vahen wil,
Der schol mich des nicht bitten vil,
Daz ich der sein neczfogel sey.
Hie so schült es merken pey,20
Daz ich nicht gecheren gtar
Zuo einer ungeheuren schar,
Die so scheidleich ist uns bös,
So ungeschlacht und auch so lös;
Dar zuo seyn seu trunken auch.25
Waynt ir, daz ich sey ein gauch,
Daz ich so swäre botschaft werben
Well und ane wer verderben.
Des was do Schilawingg vil jung,
Er macht sich auf und tett einn sprung30
Und sprach: Schol ich der zag nu sein?
Welt ir ichcz, bedorft es mein?
Ich trost mich meiner süssen so,
Daz ich sein pin von herzcen fro,
Ob ich die botschaft werben schol35
Alters äyn. Daz gefiel in wol,
Er hiet die schönen Gnepferin
Ze einem lieb in seinem sinn.
Daz was die sach, dar umbe daz,
Daz so gar gehorsam was.40
* Des lieff er hin der fröleich man,
*** Bis er gen Lappenhausen cham.42b
Da vand ers all nach pey dem tancz,
Springen höh von rechter schancz.
Er machet sich gen in zuo dem spil.
** Hört, was ich euch sagen wil,5
Sprach der bott zum herren do.
Ir seyt des ewern lasters fro,
Dunchet mich in meinem muot,
Daz heut so manger helde guot
Verloren hat sein leben hie10
Und ir noch tuot, ich wäiss nit wie.
*** Secht, da liessens von dem tancz.
Niemant hiet vernomen gancz,
Was der pott in hiett gesäyt;
Des waren seu da hie beräyt,15
Und sprachen: Was wil diser gauch?
Sag uns, daz wirs hören auch!
** Schilawingg was unverzäyt,
Sein botschafft huob er an und säyt:
Ir habt vil recht, ich pins ein gauch,20
Ein chind dar zuo und tobig auch,
Dar umb kan ich auch liegen nicht,
Die leut betriegen, sam ein wicht;
Won liegen daz wil haben list.
Also sag ich, wie ym ist25
Gewarleich in eim schlechten schein.
*** Von Nissingen die herren mein
Der purgermayster und der rât
Enpeuten euch pey gedrat,
Daz ir die tochtren alle vier30
Gebin wider also schier
Und auch die Wasserschepferin,
Dar zuo allen ungewin
Und schaden wider tügind,
Fürbas niemant mügin35
Der von irem dorffe sey,
Welt es wesen streytes frey.
Do nu das verhöret was,
Der do schelten chondet bas,
Daz was ir mayger Ruofli do.40
Der huob es an und sprach also:
Her gsell, ich waiss nit, wer du pist;
Doch gäb man umb dich nit ein fist
Noch umb dein herren von dem rât,
Den paurenmäyster, der dich hat42c
Gesant so törisch zuo uns her,
Noch umb alle Nissinger.
** Wiss, er was dir nicht gar holt,
Der dich also her senden wolt;5
Und war es nicht so gar ein schand,
Botten fräveln so ze hand,
Sterben muossist umb dein spil.