Chapter 17

Des troste dich, doch nicht ze vil,Und cher vil endleich wider häym,10Als dir wäscht ein uberpäyn.*** Schylawinggen ward so häyssZe fliehen, im enphuor ein schäyss.Daz was der segen, den er gabDen leuten an dem sunnetag.15Daz wär ym alles ein getrencht,Hiet er sich en wench verrenchtAn seinen löffern, den was gâch,So veintleich eyllten seu ym nâch.Des cham er doch vor inen häym20Und sagt die mär in allen gemäyn.Da mit seu santen überallGen Aurach in Sweiczer talUnd zuo den von Gäygenhofen,In Gadubri zuo dem ofen,25Gen Kenelbach und Leybingen,Gen Hofen und gen Vettringen,Gen Ruczingen und Füczenswille,Gen Seurrenstorff und Wattwille,Dar zuo abhin an den Reyn,30Da ir freunde scholten sein,Duz seu ze hilfe kämin in,Won ze streytten stuond ir sin.Des waren so die botten bhend,Daz bis morgens hiet ein end35Ir potschaft gwunnen, daz ist daz.Die weil ze Lappenhausen wasDaz hochzeit schon begangenVon frauwen und von mannen.Seu hietten ser gesprungen,40Getrunchen und gesungen,Daz nachtmâl wol gefressen.** Man schol auch nicht vergessenDes, daz Bertschi TriefnasTet, do er pey Maczen was45In dem pett der selben nacht.42dDaz sag ich euch nâch meinr vermacht.Er hyels sey mit den armen seinUnd küsst sey in das maul hin einSiben stund nach seinem lust5Und trücht ir prustli an sein prust.Des wol er fürbas sein gevarn:Mäczli chond den weg verwarnUnd huob ze schreyen an so vast,Man hört es uber ein halben rast.10Die päyn seu huob ze samen ser,Daz was der junchfrawen er.Des liess der preutgom von dem streytUnd gedacht ym an der zeyt,Wie mit spächten scholt der man15Daz dinch den frauwen gewinnen an.Da mit so huob er an und sprach:Wol mir, daz ich ie gesachDie stat, da mundel sich ze mundGefuget hat in süsser stund!20Deineu prüstel zuo meiner prustGetruket sind so gar mit lustIn rechter lieb und auch so geleich,Des lob ich got von hymelreich,Der die wun geschaffen hat25Sunderleich mit seinem rât,Daz die menschäyt wachsen schol.Dar umb, mein lieb, nu tuo so wol!Gedench, daz got gesprochen hat:Ein mensche seinen vatter lat,30Er tuot sich auch seinr muter anUnd haltet sich zuo seiner chan,So werdent zway in einem fläischNach der glos, die ich da wäiss,Daz ist ze einem chind zgeperen,35Und geruoch mich des zgeweren,Daz die gens tuond in dem bach!Liebes lieb, daz ist ein sach,Daz ich ewecleichen dichHalten muoss und wil, sam mich.40Mäczli do mit ungemachWainent zuo dem knechte sprach:Ja, ich wayss wol, wie ym ist.Du pists ein gesell mit falcher list,Sam einr, der vogel vahen wil,43Der pfeiffet süss und macht sein vil,Und so seu koment in sein hab,So würgt er in die chragen ab.Näna, Mäczli, so sprach dirr,5Mich dunkt, du seygist worden irrIn disem bett, daz sag ich dir.Wayst nicht, daz von payder girZwüschen uns geschehen istDie häylig ee an bosen list?10So leyst auch in dem prautpett.Dar umb so trachtin wir ze stett,Daz die ee werd vollepracht,Der so mit willen ward gedacht!Secht, do tett er sam ein man15Und grayff sey chrefticleichen an!Wie schier er ir die päyn auf kert,Sam in der schreiber hiet gelert,Und macht sich zwüschen seu enmitten!Er tet nach seiner vordern sitten.20Mäczli was auch nicht ze träg,Wie sey an dem ruggen läg,Sey hüczret vast und zappelt serUnd bhielt auch wol des arczzets ler.Do nu daz erst vergangen was,25Daz wisst man wol und machet das,Das die pettstat was ze chranchUnd hiet getan daz best gesanch,Daz man joch yemer mag gesingen.Da mit der preutgom wolt verprinnen30Von grossem durst, des ruoft er:Wasser her, jo, wasser herr!Des pracht man in do von VenediEin suppen gemachet mit tragedi,Und auch von malvasey da mit.35Daz was ir aller pester sitt.Do assen seu und trunkend dar,Bis daz seu wider chamen gar,Da mit die geste bald hin für.Die praut stuond auf und bschlass die tür40Inrentalb vil gar ze stettUnd legt sich wider in daz bett.Doch chuond sey sich vil übel ghaben,Den pluomen in irn fröden chlagen.Des sprach der preutgom: Wäynn nicht mer,43bGehab dich wol, daz ist mein ler.Hast den pluomen nu verlorn,Da wider wirt ein chind geporn,Daz ist ein säylich dinch vil guot.5Dar zuo nym dir in den muot,Daz du in treuwen mäynist michUnd tügist was ich haysse dich,Daz doch mit nüczen sey und eren.Sich, so wil ich dir daz sweren,10Dich in rechter lieb ze haltenUnd von dir auch niemer mich gschalten.Der rede danket sey ym doUnd verhiess auch tuon also.Des ward do lenger nicht gspart,15Er tett irs noch en ander vart.Des wären seu do müde wordenUnd schlieffend hin bis an den morgen.*** Hiet die praut nur einen man;Küczeldarm ir vier gewan,20Annen ärs der ward zerriben,Sey hiet der gsellen mer dann siben.Zehner phlag die Gnepferin,Yecleichem nach seinem sin.Ungemäss die hiet ir acht,25Die veilten all die langen nacht.Die Wöscherin so reudich was,Daz sey vor inen allen genas.** Do nu der liechte tag herprach,Der wachter an der zinnen sprach:30Wer an lieben armen leit,Der mach sich auf, won es ist zeyt;Die sunne hat den morgen streytMit chreften uberwunden;Der man entweycht, ich wäyss nicht war;35Die sternen sein verblichen gar,Die nacht ir still ist worden bar,Daz brüf ich ze den stundenEt cetera, daz sang er gar.Des ward fro Mäczli do gewar40Und gedacht ir in dem sin:Wär, daz ich derweket in,So tät er mirs zür dritten stund,E man uns in dem bette funde.Des ward sey sich do rüren,43cDaz bettgwand alz durchfüren,Bis er doch muosst derwachen do.Pertschi auf und sprach: Wie so?Ich hiet mein fingerli verlorn,5Antwurt sey, daz tett mir zörn,Und han gesücht bis an den tag.Der macht, daz ich es funden hab.We wie schier do ward vollprachtDes, so ir Mäczli hiet gedacht!10*** Dar nach die gsellen kament allMit pheiffern und mit grossem schallIn daz gaden ze dem zilUnd wunschten in des glükes vil.Du scholt uns nicht versweygen,15Mocht sey es derleyden?Gevelts dir an der sneiden?Sprachen seu zuo Pertschinn do.Des antwürt er und sprach also:Mir geviel nie kayni bas.20Wisst, daz sey ein junchfraw was!Dar umb so gib ich ir vil drâtEin par schuoch ze morgengab.Do huob mans von dem bette auf.Secht, do was die hochzeit aus,25Won in wâren chumen märNotleich gar und dar zuo swär,Daz Nyssinger ze denen zeitenHieten muot mit in ze streyten,Und wie ir botten in die land30Warent hin umb hilf gesant.** Des machten sich die jungen froUnd die alten nicht also;Die wisten wol in iren sinnen,Was man mocht mit krieg gewinnen.35*** Also leutet man ze rât.Des chamen her der herren drâtWol auf zwaynzig und auch me:Etleich seint genennet e,Die andern wârent Ruoprecht,40Gaggsimachs und Niemansknecht,Hilprand, Grämpler und der Gnäst,Gumprecht und der Hellegayst,Künchelstil und Ochsenchäys,Fuczenpart und Fleugenschäyss45Peter Stümph und RyffyanUnd der werd her Pylyan,43dDar zuo Lyenhart mil dem phlegel,Symon Kegel, Jaudas SchlegelUnd der Höseller der gra.Da mit so warens alle da5In einem stadel auf dem tan.** Des huob do Rüfli mayger anUnd sprach: Ir herren arm und reich,Es habt gesehen all geleich,Wie die von Nyssingen die bösen10Mit iren faygen herczen lösenGestern schulten uns ym grasUmb anders nicht, dann umb daz,Daz Eysengreyn gejuket hietGreduln hand in ganczer lieb.15Nu lekt der hund den herren seinVon treuwen ym ze frödenscheyn,Dar umb so taten sey nicht wolUnd namend daz einr nemen scholDer ane recht und ane sach20Wil ym schaffen ungemach;Des wolt seu noch benügen nichtUnd santten uns enn argen wichtMit böser täydinch und mit treuwen,Sam die mause tuond den leuwen.25Dar zuo habent seu gesantUmb hilf und rât in alleu landUnd habend gir mit uns ze streyten.Wes schüllen danne wir gepeyten?Wisst, es ist uns nicht ze leyden,30Furbas also lange sweygen.Dar umb so ist der râte mein,Daz wir die ersten schullen seinIn des streytes an ze muotenUnd warnen uns mit wappen guoten,35Ze reytten auf die meuse,Ze rüren in die leuse,Sam die löwen unverzäyt.Die mär habt euch von mir gsäyt!Die red geviel den jungen wol,40Won seu ir gemuotes waren vol,Dar umb daz in gelungen wasDes vordern tags auf irem gras,Und wanden, daz in yemant ichtGeschaden mocht dehayner gschicht,45Und sprachent all: Daz sey getan!44Wer bessers wiss, der sag es an!Dar zuo fuor do Ryffyan,Der was der alten einer doUnd sprach: Dem dinch ist nicht also,5Sam ir nu wäynt nach euwer sag,Won ich oft daz vernomen hab,Daz niemant mag einn veldestreytGefüren recht pey seiner zeit,Dann ein hoher fürst gestalt10Oder einr von seinem gewalt.Dar umb mügt es gestreyten nicht,Sam des käysers rechte spricht.Lyenhart sprechent ward vil drat:Sag mir eins, des ich dich frag!15War aus sein die fürsten gmacht?Von wannen chümpt die herschaft?Sein seu nicht alz wol, sam wir,Adams kinder? Daz sag mir!Trauwen, sprach do Riffian,20Es ist wol war, daz yedermanChömen ist von Adams leibUnd von Evan, seinem weib;Doch sein etleich sunderbarSo from gewesen, daz ist war,25Daz seu von dem volk derweltSeyn ze herren und gezelt.Etleich warent tugenthaft,Etleich auch gar ungeschlacht.Die tugend die prach alweg für,30Die bosshäyt chrangelt vor der türSam her Noes sünen geschach,Do einr sein vater trunke sach,Do huob er sein ze spotten an;Dar umb ward er ein äygen man;35Und die den vatter erten do,Die wurden erber frien so.Also sein wir nicht geleich,Einr ist arm, der ander reich,Einr ein gpaur, der ander edel.40*** Do sprach Lienhart mit dem phlegel:Nu dar, daz fügt uns allen wol,Won wir sein from und tugend vol.44bDar zuo wir haben auch ein gfässAllen dörffern mit ubermässMit einem zaun gemauret wol,Dar umb ein pach rint wassers vol,5Zwäy tor und huotten vierMit einem teuffen graben zierHat daz dorff zuo seiner maurAllen veinten gar ze saur.So machtig sein wir und so reich,10Nie käyn volk ward uns geleich;Dar umb so mag ich sprechen so,Sind sein meyn gsellen fro:Bis du, Rüfel Lechdenspiss,Kayser uber all gewiss,15Und du, Walther Fleugenschayss,Kunig in der Grausner chrayss!Dar zuo sey auch FuczenpartHerczog zuo des streites vart,Und sunderleich zuo einem ruom20Hab er sein herzogentuomIn dem anter tayl dem land,Daz macht in uber all derkant!Und du, Pertschi Triefnas,Ich kan dir nicht geraten bas,25Marchgrâf bis von NyenderthäymÜber als daz gepyet gemäyn!Grâf Purkhart ist gewesen vorEin grâf geporn von Nydrentor.In Ungern ist sein grâfschaft,30Da man vil der grâfen macht.Wir andern seygin freyge herren!Secht, daz kan uns niempt derweren!Wer dann zritter werden wil,Der chum zum streyt, da machit manr vil!35Unser diener seygin knecht!Die jungen sprachent: Daz ist recht.** Ruoprecht des ward lachent do,Er sprach: Nu hin, dem sey also,Daz doch nicht gewesen mag,40Die weil du lebest einen tag.Dennocht schüllen wir nicht streytenMit Nissingern ze disen zeiten,Wellen wir vil recht hie peySehen, was der streyte sey45Und des streytes manig vach44cDes ungerehten krieges sach.Das sag uns, sprach do Farindkuo,Wir hörren dir vil gerne zuo.Do sprach Ruprecht ze der frist:5Wisst, der streyt ein chriege ist,Der an schlahen leyt und stechen,An schiessen, muosten und auch brechen,So ist der streyt auch manigvalt,Etleichen man gaystleich halt,10Etleicher ist leypleich gar.Gaystleichs streyts sein zwo schar:Die erste ist daz himelher,Die sich vil chrefteleich ze werStellet wider Lucifern15Und alle die ym volgten gern,Also daz er muosset vallenIn die hell mit seinen allen.Die peyn er billeich leyden scholt,Won er für got sich seczen wolt.20So leyt die ander gaystleich scharDes streytes an den pfaffen gar,Die die leut an gottes statPannend schedleich nacht und tag,Die kirchen in dar zuo verschlahent25Und auf von nücz und eren habend.Der streyt mag etswen wesen guot,Etswen böss, dar nach man tuot.Leypleichs streyts ist zwaygerhand:Der erst ist gemayn in allem land,30Gen dem andern daz geschicht,So der hohe fürste vichtOder volk von seim gewalt.Daz ding ist auch also gestalt,Daz der streit mit recht bestet35Oder nur von gewalte get.Der ander streyt ist taylsamUnd geschicht oft, so der manSeynes lebens sich dernert.Daz ist von glük und recht beschert.40Taylsam streyt auch hevet anAn dem seinen, so ein manGeschadigot ist von eim alläinUnd wil sich rechen an der gemayn.Das mag auch nimer recht gesein,44dWon allayn schol leyden peynDie sele, die auch sunderbarHat gesundet, daz ist wâr.Ze dem dritten man in sicht,5So einer mit dem andern vichtSunderleich in einem champf.Got geb ym läyd mit sampt dem rampf,Der in des ersten ye derdachtUnd so mangen man hât pracht10Umb sein leben ane sünd.Doch ficht man, sam ich euchs künd,Daz der grechte ob geleytOfter ze derselben zeit,Dan der schuldig, umbe daz,15Won er seins rechten getruwet bas;Daz gibt ym hercz und dar zuo sterk.Doch so hörr noch eins und merk:Ander sünd die machend dik,Daz er beleybet in dem strik.20So kumpt der streyt von manger sach.Doch, daz ich es kurczer mach,Die sach der sachen ist vil wolFünferlay, die man euch scholKunden eben ze dirr frist.25Dar umb so wisst, die erste ist,Daz man nicht bessert ubeltatNach dem und seu verdienet hat,Die ander daz ist voller chäst,Die den chriege steuret fast,30Die dritte ist, vernim mich eben,Daz wir den zehenden nicht gebenWellen unserm pfarrer,Dar umb so nimpt der söldner,Die vierd ist daz, daz wir nicht enwellen35Uns dem tiefel widerstellen,Won wer umb die sele vicht,Der achtt des leybes streytes nicht;Die leste sach, darumbe wirHabent zuo der tât begir,40Die kriege schaffet und auch streyt,Ist, daz wir nicht rechter zeitWissen mügen allen schaden,Den man von dem krieg mag habenAn sel und leyb und an dem guot.45Also hab auch in dem muotVon dem varen uber merUnd umb das lant ze pauwen verr,Won wer daz leyden wisst eben,5Der liess es alles unterwegen.Hie so mügt es merken pey,Ob euch guot ze streyten sey.*** Daz verredt vil schiere doEysengreyn und sagt also:10Lechspiss uns des ersten sprach,Wie recht wir hietin zuo der sach.Haben wir nu recht dar zuo,So schol man trachten spat und fruo,Daz wir es treyben an ein end.15Da von uns auch niemand wend,Won wir schüllen er beyagen.Was schadens schüllen danne habenDie, so mächtig sein und kek,Daz seu umb niemant einen zwek20Gabind, so es not tuot!Die rede daucht die jungen guot.** Da mit so huob her PylianAuch sein widerrede an,Won er auch ein alter was,25Der sich verwisst auf kriege bas,Und sprach: Wisst, daz niemant scholYm selb so gar getruwen wol,Won kaynr so stark ist noch so reych,Er vinde dannocht sein geleich.30So spricht man auch nach harscher ler:Der veldstreyt haben wil ein herZe fuoss auf sibentausent manUnd hundert, ob mans zellen kan,Und sybenhundert schüllen sein35Geritten nach der zale mein,Dannocht mer auf neunzehen,Die schol man pey enander sehenSchon gewappent gancz und gar!Der schüczen sey ein michel schar,40Die sich machen vor hin an,Die veint ze schlahen verr hin dann.Nu dar, daz habt ir alles nicht!Dar umb so ist der streyt enwichtJuncher Hayncz sprang auf von zorn45bUnd sprach: Sym siha durch ein horn,Wil uns nu der gemessens geben,Wie man schol ze streytten leben?Ich han von reken streyt gehört,5Von Alexanders hie und dört,De Troyaner ganz und garMit Kriechen hin und darUnd der Römer dort und hie.Ich vernam des zellens nie.10

Des troste dich, doch nicht ze vil,Und cher vil endleich wider häym,10Als dir wäscht ein uberpäyn.*** Schylawinggen ward so häyssZe fliehen, im enphuor ein schäyss.Daz was der segen, den er gabDen leuten an dem sunnetag.15Daz wär ym alles ein getrencht,Hiet er sich en wench verrenchtAn seinen löffern, den was gâch,So veintleich eyllten seu ym nâch.Des cham er doch vor inen häym20Und sagt die mär in allen gemäyn.Da mit seu santen überallGen Aurach in Sweiczer talUnd zuo den von Gäygenhofen,In Gadubri zuo dem ofen,25Gen Kenelbach und Leybingen,Gen Hofen und gen Vettringen,Gen Ruczingen und Füczenswille,Gen Seurrenstorff und Wattwille,Dar zuo abhin an den Reyn,30Da ir freunde scholten sein,Duz seu ze hilfe kämin in,Won ze streytten stuond ir sin.Des waren so die botten bhend,Daz bis morgens hiet ein end35Ir potschaft gwunnen, daz ist daz.Die weil ze Lappenhausen wasDaz hochzeit schon begangenVon frauwen und von mannen.Seu hietten ser gesprungen,40Getrunchen und gesungen,Daz nachtmâl wol gefressen.** Man schol auch nicht vergessenDes, daz Bertschi TriefnasTet, do er pey Maczen was45In dem pett der selben nacht.42dDaz sag ich euch nâch meinr vermacht.Er hyels sey mit den armen seinUnd küsst sey in das maul hin einSiben stund nach seinem lust5Und trücht ir prustli an sein prust.Des wol er fürbas sein gevarn:Mäczli chond den weg verwarnUnd huob ze schreyen an so vast,Man hört es uber ein halben rast.10Die päyn seu huob ze samen ser,Daz was der junchfrawen er.Des liess der preutgom von dem streytUnd gedacht ym an der zeyt,Wie mit spächten scholt der man15Daz dinch den frauwen gewinnen an.Da mit so huob er an und sprach:Wol mir, daz ich ie gesachDie stat, da mundel sich ze mundGefuget hat in süsser stund!20Deineu prüstel zuo meiner prustGetruket sind so gar mit lustIn rechter lieb und auch so geleich,Des lob ich got von hymelreich,Der die wun geschaffen hat25Sunderleich mit seinem rât,Daz die menschäyt wachsen schol.Dar umb, mein lieb, nu tuo so wol!Gedench, daz got gesprochen hat:Ein mensche seinen vatter lat,30Er tuot sich auch seinr muter anUnd haltet sich zuo seiner chan,So werdent zway in einem fläischNach der glos, die ich da wäiss,Daz ist ze einem chind zgeperen,35Und geruoch mich des zgeweren,Daz die gens tuond in dem bach!Liebes lieb, daz ist ein sach,Daz ich ewecleichen dichHalten muoss und wil, sam mich.40Mäczli do mit ungemachWainent zuo dem knechte sprach:Ja, ich wayss wol, wie ym ist.Du pists ein gesell mit falcher list,Sam einr, der vogel vahen wil,43Der pfeiffet süss und macht sein vil,Und so seu koment in sein hab,So würgt er in die chragen ab.Näna, Mäczli, so sprach dirr,5Mich dunkt, du seygist worden irrIn disem bett, daz sag ich dir.Wayst nicht, daz von payder girZwüschen uns geschehen istDie häylig ee an bosen list?10So leyst auch in dem prautpett.Dar umb so trachtin wir ze stett,Daz die ee werd vollepracht,Der so mit willen ward gedacht!Secht, do tett er sam ein man15Und grayff sey chrefticleichen an!Wie schier er ir die päyn auf kert,Sam in der schreiber hiet gelert,Und macht sich zwüschen seu enmitten!Er tet nach seiner vordern sitten.20Mäczli was auch nicht ze träg,Wie sey an dem ruggen läg,Sey hüczret vast und zappelt serUnd bhielt auch wol des arczzets ler.Do nu daz erst vergangen was,25Daz wisst man wol und machet das,Das die pettstat was ze chranchUnd hiet getan daz best gesanch,Daz man joch yemer mag gesingen.Da mit der preutgom wolt verprinnen30Von grossem durst, des ruoft er:Wasser her, jo, wasser herr!Des pracht man in do von VenediEin suppen gemachet mit tragedi,Und auch von malvasey da mit.35Daz was ir aller pester sitt.Do assen seu und trunkend dar,Bis daz seu wider chamen gar,Da mit die geste bald hin für.Die praut stuond auf und bschlass die tür40Inrentalb vil gar ze stettUnd legt sich wider in daz bett.Doch chuond sey sich vil übel ghaben,Den pluomen in irn fröden chlagen.Des sprach der preutgom: Wäynn nicht mer,43bGehab dich wol, daz ist mein ler.Hast den pluomen nu verlorn,Da wider wirt ein chind geporn,Daz ist ein säylich dinch vil guot.5Dar zuo nym dir in den muot,Daz du in treuwen mäynist michUnd tügist was ich haysse dich,Daz doch mit nüczen sey und eren.Sich, so wil ich dir daz sweren,10Dich in rechter lieb ze haltenUnd von dir auch niemer mich gschalten.Der rede danket sey ym doUnd verhiess auch tuon also.Des ward do lenger nicht gspart,15Er tett irs noch en ander vart.Des wären seu do müde wordenUnd schlieffend hin bis an den morgen.*** Hiet die praut nur einen man;Küczeldarm ir vier gewan,20Annen ärs der ward zerriben,Sey hiet der gsellen mer dann siben.Zehner phlag die Gnepferin,Yecleichem nach seinem sin.Ungemäss die hiet ir acht,25Die veilten all die langen nacht.Die Wöscherin so reudich was,Daz sey vor inen allen genas.** Do nu der liechte tag herprach,Der wachter an der zinnen sprach:30Wer an lieben armen leit,Der mach sich auf, won es ist zeyt;Die sunne hat den morgen streytMit chreften uberwunden;Der man entweycht, ich wäyss nicht war;35Die sternen sein verblichen gar,Die nacht ir still ist worden bar,Daz brüf ich ze den stundenEt cetera, daz sang er gar.Des ward fro Mäczli do gewar40Und gedacht ir in dem sin:Wär, daz ich derweket in,So tät er mirs zür dritten stund,E man uns in dem bette funde.Des ward sey sich do rüren,43cDaz bettgwand alz durchfüren,Bis er doch muosst derwachen do.Pertschi auf und sprach: Wie so?Ich hiet mein fingerli verlorn,5Antwurt sey, daz tett mir zörn,Und han gesücht bis an den tag.Der macht, daz ich es funden hab.We wie schier do ward vollprachtDes, so ir Mäczli hiet gedacht!10*** Dar nach die gsellen kament allMit pheiffern und mit grossem schallIn daz gaden ze dem zilUnd wunschten in des glükes vil.Du scholt uns nicht versweygen,15Mocht sey es derleyden?Gevelts dir an der sneiden?Sprachen seu zuo Pertschinn do.Des antwürt er und sprach also:Mir geviel nie kayni bas.20Wisst, daz sey ein junchfraw was!Dar umb so gib ich ir vil drâtEin par schuoch ze morgengab.Do huob mans von dem bette auf.Secht, do was die hochzeit aus,25Won in wâren chumen märNotleich gar und dar zuo swär,Daz Nyssinger ze denen zeitenHieten muot mit in ze streyten,Und wie ir botten in die land30Warent hin umb hilf gesant.** Des machten sich die jungen froUnd die alten nicht also;Die wisten wol in iren sinnen,Was man mocht mit krieg gewinnen.35*** Also leutet man ze rât.Des chamen her der herren drâtWol auf zwaynzig und auch me:Etleich seint genennet e,Die andern wârent Ruoprecht,40Gaggsimachs und Niemansknecht,Hilprand, Grämpler und der Gnäst,Gumprecht und der Hellegayst,Künchelstil und Ochsenchäys,Fuczenpart und Fleugenschäyss45Peter Stümph und RyffyanUnd der werd her Pylyan,43dDar zuo Lyenhart mil dem phlegel,Symon Kegel, Jaudas SchlegelUnd der Höseller der gra.Da mit so warens alle da5In einem stadel auf dem tan.** Des huob do Rüfli mayger anUnd sprach: Ir herren arm und reich,Es habt gesehen all geleich,Wie die von Nyssingen die bösen10Mit iren faygen herczen lösenGestern schulten uns ym grasUmb anders nicht, dann umb daz,Daz Eysengreyn gejuket hietGreduln hand in ganczer lieb.15Nu lekt der hund den herren seinVon treuwen ym ze frödenscheyn,Dar umb so taten sey nicht wolUnd namend daz einr nemen scholDer ane recht und ane sach20Wil ym schaffen ungemach;Des wolt seu noch benügen nichtUnd santten uns enn argen wichtMit böser täydinch und mit treuwen,Sam die mause tuond den leuwen.25Dar zuo habent seu gesantUmb hilf und rât in alleu landUnd habend gir mit uns ze streyten.Wes schüllen danne wir gepeyten?Wisst, es ist uns nicht ze leyden,30Furbas also lange sweygen.Dar umb so ist der râte mein,Daz wir die ersten schullen seinIn des streytes an ze muotenUnd warnen uns mit wappen guoten,35Ze reytten auf die meuse,Ze rüren in die leuse,Sam die löwen unverzäyt.Die mär habt euch von mir gsäyt!Die red geviel den jungen wol,40Won seu ir gemuotes waren vol,Dar umb daz in gelungen wasDes vordern tags auf irem gras,Und wanden, daz in yemant ichtGeschaden mocht dehayner gschicht,45Und sprachent all: Daz sey getan!44Wer bessers wiss, der sag es an!Dar zuo fuor do Ryffyan,Der was der alten einer doUnd sprach: Dem dinch ist nicht also,5Sam ir nu wäynt nach euwer sag,Won ich oft daz vernomen hab,Daz niemant mag einn veldestreytGefüren recht pey seiner zeit,Dann ein hoher fürst gestalt10Oder einr von seinem gewalt.Dar umb mügt es gestreyten nicht,Sam des käysers rechte spricht.Lyenhart sprechent ward vil drat:Sag mir eins, des ich dich frag!15War aus sein die fürsten gmacht?Von wannen chümpt die herschaft?Sein seu nicht alz wol, sam wir,Adams kinder? Daz sag mir!Trauwen, sprach do Riffian,20Es ist wol war, daz yedermanChömen ist von Adams leibUnd von Evan, seinem weib;Doch sein etleich sunderbarSo from gewesen, daz ist war,25Daz seu von dem volk derweltSeyn ze herren und gezelt.Etleich warent tugenthaft,Etleich auch gar ungeschlacht.Die tugend die prach alweg für,30Die bosshäyt chrangelt vor der türSam her Noes sünen geschach,Do einr sein vater trunke sach,Do huob er sein ze spotten an;Dar umb ward er ein äygen man;35Und die den vatter erten do,Die wurden erber frien so.Also sein wir nicht geleich,Einr ist arm, der ander reich,Einr ein gpaur, der ander edel.40*** Do sprach Lienhart mit dem phlegel:Nu dar, daz fügt uns allen wol,Won wir sein from und tugend vol.44bDar zuo wir haben auch ein gfässAllen dörffern mit ubermässMit einem zaun gemauret wol,Dar umb ein pach rint wassers vol,5Zwäy tor und huotten vierMit einem teuffen graben zierHat daz dorff zuo seiner maurAllen veinten gar ze saur.So machtig sein wir und so reich,10Nie käyn volk ward uns geleich;Dar umb so mag ich sprechen so,Sind sein meyn gsellen fro:Bis du, Rüfel Lechdenspiss,Kayser uber all gewiss,15Und du, Walther Fleugenschayss,Kunig in der Grausner chrayss!Dar zuo sey auch FuczenpartHerczog zuo des streites vart,Und sunderleich zuo einem ruom20Hab er sein herzogentuomIn dem anter tayl dem land,Daz macht in uber all derkant!Und du, Pertschi Triefnas,Ich kan dir nicht geraten bas,25Marchgrâf bis von NyenderthäymÜber als daz gepyet gemäyn!Grâf Purkhart ist gewesen vorEin grâf geporn von Nydrentor.In Ungern ist sein grâfschaft,30Da man vil der grâfen macht.Wir andern seygin freyge herren!Secht, daz kan uns niempt derweren!Wer dann zritter werden wil,Der chum zum streyt, da machit manr vil!35Unser diener seygin knecht!Die jungen sprachent: Daz ist recht.** Ruoprecht des ward lachent do,Er sprach: Nu hin, dem sey also,Daz doch nicht gewesen mag,40Die weil du lebest einen tag.Dennocht schüllen wir nicht streytenMit Nissingern ze disen zeiten,Wellen wir vil recht hie peySehen, was der streyte sey45Und des streytes manig vach44cDes ungerehten krieges sach.Das sag uns, sprach do Farindkuo,Wir hörren dir vil gerne zuo.Do sprach Ruprecht ze der frist:5Wisst, der streyt ein chriege ist,Der an schlahen leyt und stechen,An schiessen, muosten und auch brechen,So ist der streyt auch manigvalt,Etleichen man gaystleich halt,10Etleicher ist leypleich gar.Gaystleichs streyts sein zwo schar:Die erste ist daz himelher,Die sich vil chrefteleich ze werStellet wider Lucifern15Und alle die ym volgten gern,Also daz er muosset vallenIn die hell mit seinen allen.Die peyn er billeich leyden scholt,Won er für got sich seczen wolt.20So leyt die ander gaystleich scharDes streytes an den pfaffen gar,Die die leut an gottes statPannend schedleich nacht und tag,Die kirchen in dar zuo verschlahent25Und auf von nücz und eren habend.Der streyt mag etswen wesen guot,Etswen böss, dar nach man tuot.Leypleichs streyts ist zwaygerhand:Der erst ist gemayn in allem land,30Gen dem andern daz geschicht,So der hohe fürste vichtOder volk von seim gewalt.Daz ding ist auch also gestalt,Daz der streit mit recht bestet35Oder nur von gewalte get.Der ander streyt ist taylsamUnd geschicht oft, so der manSeynes lebens sich dernert.Daz ist von glük und recht beschert.40Taylsam streyt auch hevet anAn dem seinen, so ein manGeschadigot ist von eim alläinUnd wil sich rechen an der gemayn.Das mag auch nimer recht gesein,44dWon allayn schol leyden peynDie sele, die auch sunderbarHat gesundet, daz ist wâr.Ze dem dritten man in sicht,5So einer mit dem andern vichtSunderleich in einem champf.Got geb ym läyd mit sampt dem rampf,Der in des ersten ye derdachtUnd so mangen man hât pracht10Umb sein leben ane sünd.Doch ficht man, sam ich euchs künd,Daz der grechte ob geleytOfter ze derselben zeit,Dan der schuldig, umbe daz,15Won er seins rechten getruwet bas;Daz gibt ym hercz und dar zuo sterk.Doch so hörr noch eins und merk:Ander sünd die machend dik,Daz er beleybet in dem strik.20So kumpt der streyt von manger sach.Doch, daz ich es kurczer mach,Die sach der sachen ist vil wolFünferlay, die man euch scholKunden eben ze dirr frist.25Dar umb so wisst, die erste ist,Daz man nicht bessert ubeltatNach dem und seu verdienet hat,Die ander daz ist voller chäst,Die den chriege steuret fast,30Die dritte ist, vernim mich eben,Daz wir den zehenden nicht gebenWellen unserm pfarrer,Dar umb so nimpt der söldner,Die vierd ist daz, daz wir nicht enwellen35Uns dem tiefel widerstellen,Won wer umb die sele vicht,Der achtt des leybes streytes nicht;Die leste sach, darumbe wirHabent zuo der tât begir,40Die kriege schaffet und auch streyt,Ist, daz wir nicht rechter zeitWissen mügen allen schaden,Den man von dem krieg mag habenAn sel und leyb und an dem guot.45Also hab auch in dem muotVon dem varen uber merUnd umb das lant ze pauwen verr,Won wer daz leyden wisst eben,5Der liess es alles unterwegen.Hie so mügt es merken pey,Ob euch guot ze streyten sey.*** Daz verredt vil schiere doEysengreyn und sagt also:10Lechspiss uns des ersten sprach,Wie recht wir hietin zuo der sach.Haben wir nu recht dar zuo,So schol man trachten spat und fruo,Daz wir es treyben an ein end.15Da von uns auch niemand wend,Won wir schüllen er beyagen.Was schadens schüllen danne habenDie, so mächtig sein und kek,Daz seu umb niemant einen zwek20Gabind, so es not tuot!Die rede daucht die jungen guot.** Da mit so huob her PylianAuch sein widerrede an,Won er auch ein alter was,25Der sich verwisst auf kriege bas,Und sprach: Wisst, daz niemant scholYm selb so gar getruwen wol,Won kaynr so stark ist noch so reych,Er vinde dannocht sein geleich.30So spricht man auch nach harscher ler:Der veldstreyt haben wil ein herZe fuoss auf sibentausent manUnd hundert, ob mans zellen kan,Und sybenhundert schüllen sein35Geritten nach der zale mein,Dannocht mer auf neunzehen,Die schol man pey enander sehenSchon gewappent gancz und gar!Der schüczen sey ein michel schar,40Die sich machen vor hin an,Die veint ze schlahen verr hin dann.Nu dar, daz habt ir alles nicht!Dar umb so ist der streyt enwichtJuncher Hayncz sprang auf von zorn45bUnd sprach: Sym siha durch ein horn,Wil uns nu der gemessens geben,Wie man schol ze streytten leben?Ich han von reken streyt gehört,5Von Alexanders hie und dört,De Troyaner ganz und garMit Kriechen hin und darUnd der Römer dort und hie.Ich vernam des zellens nie.10

Des troste dich, doch nicht ze vil,Und cher vil endleich wider häym,10Als dir wäscht ein uberpäyn.*** Schylawinggen ward so häyssZe fliehen, im enphuor ein schäyss.Daz was der segen, den er gabDen leuten an dem sunnetag.15Daz wär ym alles ein getrencht,Hiet er sich en wench verrenchtAn seinen löffern, den was gâch,So veintleich eyllten seu ym nâch.Des cham er doch vor inen häym20Und sagt die mär in allen gemäyn.Da mit seu santen überallGen Aurach in Sweiczer talUnd zuo den von Gäygenhofen,In Gadubri zuo dem ofen,25Gen Kenelbach und Leybingen,Gen Hofen und gen Vettringen,Gen Ruczingen und Füczenswille,Gen Seurrenstorff und Wattwille,Dar zuo abhin an den Reyn,30Da ir freunde scholten sein,Duz seu ze hilfe kämin in,Won ze streytten stuond ir sin.Des waren so die botten bhend,Daz bis morgens hiet ein end35Ir potschaft gwunnen, daz ist daz.Die weil ze Lappenhausen wasDaz hochzeit schon begangenVon frauwen und von mannen.Seu hietten ser gesprungen,40Getrunchen und gesungen,Daz nachtmâl wol gefressen.** Man schol auch nicht vergessenDes, daz Bertschi TriefnasTet, do er pey Maczen was45In dem pett der selben nacht.42dDaz sag ich euch nâch meinr vermacht.Er hyels sey mit den armen seinUnd küsst sey in das maul hin einSiben stund nach seinem lust5Und trücht ir prustli an sein prust.Des wol er fürbas sein gevarn:Mäczli chond den weg verwarnUnd huob ze schreyen an so vast,Man hört es uber ein halben rast.10Die päyn seu huob ze samen ser,Daz was der junchfrawen er.Des liess der preutgom von dem streytUnd gedacht ym an der zeyt,Wie mit spächten scholt der man15Daz dinch den frauwen gewinnen an.Da mit so huob er an und sprach:Wol mir, daz ich ie gesachDie stat, da mundel sich ze mundGefuget hat in süsser stund!20Deineu prüstel zuo meiner prustGetruket sind so gar mit lustIn rechter lieb und auch so geleich,Des lob ich got von hymelreich,Der die wun geschaffen hat25Sunderleich mit seinem rât,Daz die menschäyt wachsen schol.Dar umb, mein lieb, nu tuo so wol!Gedench, daz got gesprochen hat:Ein mensche seinen vatter lat,30Er tuot sich auch seinr muter anUnd haltet sich zuo seiner chan,So werdent zway in einem fläischNach der glos, die ich da wäiss,Daz ist ze einem chind zgeperen,35Und geruoch mich des zgeweren,Daz die gens tuond in dem bach!Liebes lieb, daz ist ein sach,Daz ich ewecleichen dichHalten muoss und wil, sam mich.40Mäczli do mit ungemachWainent zuo dem knechte sprach:Ja, ich wayss wol, wie ym ist.Du pists ein gesell mit falcher list,Sam einr, der vogel vahen wil,43Der pfeiffet süss und macht sein vil,Und so seu koment in sein hab,So würgt er in die chragen ab.Näna, Mäczli, so sprach dirr,5Mich dunkt, du seygist worden irrIn disem bett, daz sag ich dir.Wayst nicht, daz von payder girZwüschen uns geschehen istDie häylig ee an bosen list?10So leyst auch in dem prautpett.Dar umb so trachtin wir ze stett,Daz die ee werd vollepracht,Der so mit willen ward gedacht!Secht, do tett er sam ein man15Und grayff sey chrefticleichen an!Wie schier er ir die päyn auf kert,Sam in der schreiber hiet gelert,Und macht sich zwüschen seu enmitten!Er tet nach seiner vordern sitten.20Mäczli was auch nicht ze träg,Wie sey an dem ruggen läg,Sey hüczret vast und zappelt serUnd bhielt auch wol des arczzets ler.Do nu daz erst vergangen was,25Daz wisst man wol und machet das,Das die pettstat was ze chranchUnd hiet getan daz best gesanch,Daz man joch yemer mag gesingen.Da mit der preutgom wolt verprinnen30Von grossem durst, des ruoft er:Wasser her, jo, wasser herr!Des pracht man in do von VenediEin suppen gemachet mit tragedi,Und auch von malvasey da mit.35Daz was ir aller pester sitt.Do assen seu und trunkend dar,Bis daz seu wider chamen gar,Da mit die geste bald hin für.Die praut stuond auf und bschlass die tür40Inrentalb vil gar ze stettUnd legt sich wider in daz bett.Doch chuond sey sich vil übel ghaben,Den pluomen in irn fröden chlagen.Des sprach der preutgom: Wäynn nicht mer,43bGehab dich wol, daz ist mein ler.Hast den pluomen nu verlorn,Da wider wirt ein chind geporn,Daz ist ein säylich dinch vil guot.5Dar zuo nym dir in den muot,Daz du in treuwen mäynist michUnd tügist was ich haysse dich,Daz doch mit nüczen sey und eren.Sich, so wil ich dir daz sweren,10Dich in rechter lieb ze haltenUnd von dir auch niemer mich gschalten.Der rede danket sey ym doUnd verhiess auch tuon also.Des ward do lenger nicht gspart,15Er tett irs noch en ander vart.Des wären seu do müde wordenUnd schlieffend hin bis an den morgen.*** Hiet die praut nur einen man;Küczeldarm ir vier gewan,20Annen ärs der ward zerriben,Sey hiet der gsellen mer dann siben.Zehner phlag die Gnepferin,Yecleichem nach seinem sin.Ungemäss die hiet ir acht,25Die veilten all die langen nacht.Die Wöscherin so reudich was,Daz sey vor inen allen genas.** Do nu der liechte tag herprach,Der wachter an der zinnen sprach:30Wer an lieben armen leit,Der mach sich auf, won es ist zeyt;Die sunne hat den morgen streytMit chreften uberwunden;Der man entweycht, ich wäyss nicht war;35Die sternen sein verblichen gar,Die nacht ir still ist worden bar,Daz brüf ich ze den stundenEt cetera, daz sang er gar.Des ward fro Mäczli do gewar40Und gedacht ir in dem sin:Wär, daz ich derweket in,So tät er mirs zür dritten stund,E man uns in dem bette funde.Des ward sey sich do rüren,43cDaz bettgwand alz durchfüren,Bis er doch muosst derwachen do.Pertschi auf und sprach: Wie so?Ich hiet mein fingerli verlorn,5Antwurt sey, daz tett mir zörn,Und han gesücht bis an den tag.Der macht, daz ich es funden hab.We wie schier do ward vollprachtDes, so ir Mäczli hiet gedacht!10*** Dar nach die gsellen kament allMit pheiffern und mit grossem schallIn daz gaden ze dem zilUnd wunschten in des glükes vil.Du scholt uns nicht versweygen,15Mocht sey es derleyden?Gevelts dir an der sneiden?Sprachen seu zuo Pertschinn do.Des antwürt er und sprach also:Mir geviel nie kayni bas.20Wisst, daz sey ein junchfraw was!Dar umb so gib ich ir vil drâtEin par schuoch ze morgengab.Do huob mans von dem bette auf.Secht, do was die hochzeit aus,25Won in wâren chumen märNotleich gar und dar zuo swär,Daz Nyssinger ze denen zeitenHieten muot mit in ze streyten,Und wie ir botten in die land30Warent hin umb hilf gesant.** Des machten sich die jungen froUnd die alten nicht also;Die wisten wol in iren sinnen,Was man mocht mit krieg gewinnen.35*** Also leutet man ze rât.Des chamen her der herren drâtWol auf zwaynzig und auch me:Etleich seint genennet e,Die andern wârent Ruoprecht,40Gaggsimachs und Niemansknecht,Hilprand, Grämpler und der Gnäst,Gumprecht und der Hellegayst,Künchelstil und Ochsenchäys,Fuczenpart und Fleugenschäyss45Peter Stümph und RyffyanUnd der werd her Pylyan,43dDar zuo Lyenhart mil dem phlegel,Symon Kegel, Jaudas SchlegelUnd der Höseller der gra.Da mit so warens alle da5In einem stadel auf dem tan.** Des huob do Rüfli mayger anUnd sprach: Ir herren arm und reich,Es habt gesehen all geleich,Wie die von Nyssingen die bösen10Mit iren faygen herczen lösenGestern schulten uns ym grasUmb anders nicht, dann umb daz,Daz Eysengreyn gejuket hietGreduln hand in ganczer lieb.15Nu lekt der hund den herren seinVon treuwen ym ze frödenscheyn,Dar umb so taten sey nicht wolUnd namend daz einr nemen scholDer ane recht und ane sach20Wil ym schaffen ungemach;Des wolt seu noch benügen nichtUnd santten uns enn argen wichtMit böser täydinch und mit treuwen,Sam die mause tuond den leuwen.25Dar zuo habent seu gesantUmb hilf und rât in alleu landUnd habend gir mit uns ze streyten.Wes schüllen danne wir gepeyten?Wisst, es ist uns nicht ze leyden,30Furbas also lange sweygen.Dar umb so ist der râte mein,Daz wir die ersten schullen seinIn des streytes an ze muotenUnd warnen uns mit wappen guoten,35Ze reytten auf die meuse,Ze rüren in die leuse,Sam die löwen unverzäyt.Die mär habt euch von mir gsäyt!Die red geviel den jungen wol,40Won seu ir gemuotes waren vol,Dar umb daz in gelungen wasDes vordern tags auf irem gras,Und wanden, daz in yemant ichtGeschaden mocht dehayner gschicht,45Und sprachent all: Daz sey getan!44Wer bessers wiss, der sag es an!Dar zuo fuor do Ryffyan,Der was der alten einer doUnd sprach: Dem dinch ist nicht also,5Sam ir nu wäynt nach euwer sag,Won ich oft daz vernomen hab,Daz niemant mag einn veldestreytGefüren recht pey seiner zeit,Dann ein hoher fürst gestalt10Oder einr von seinem gewalt.Dar umb mügt es gestreyten nicht,Sam des käysers rechte spricht.Lyenhart sprechent ward vil drat:Sag mir eins, des ich dich frag!15War aus sein die fürsten gmacht?Von wannen chümpt die herschaft?Sein seu nicht alz wol, sam wir,Adams kinder? Daz sag mir!Trauwen, sprach do Riffian,20Es ist wol war, daz yedermanChömen ist von Adams leibUnd von Evan, seinem weib;Doch sein etleich sunderbarSo from gewesen, daz ist war,25Daz seu von dem volk derweltSeyn ze herren und gezelt.Etleich warent tugenthaft,Etleich auch gar ungeschlacht.Die tugend die prach alweg für,30Die bosshäyt chrangelt vor der türSam her Noes sünen geschach,Do einr sein vater trunke sach,Do huob er sein ze spotten an;Dar umb ward er ein äygen man;35Und die den vatter erten do,Die wurden erber frien so.Also sein wir nicht geleich,Einr ist arm, der ander reich,Einr ein gpaur, der ander edel.40*** Do sprach Lienhart mit dem phlegel:Nu dar, daz fügt uns allen wol,Won wir sein from und tugend vol.44bDar zuo wir haben auch ein gfässAllen dörffern mit ubermässMit einem zaun gemauret wol,Dar umb ein pach rint wassers vol,5Zwäy tor und huotten vierMit einem teuffen graben zierHat daz dorff zuo seiner maurAllen veinten gar ze saur.So machtig sein wir und so reich,10Nie käyn volk ward uns geleich;Dar umb so mag ich sprechen so,Sind sein meyn gsellen fro:Bis du, Rüfel Lechdenspiss,Kayser uber all gewiss,15Und du, Walther Fleugenschayss,Kunig in der Grausner chrayss!Dar zuo sey auch FuczenpartHerczog zuo des streites vart,Und sunderleich zuo einem ruom20Hab er sein herzogentuomIn dem anter tayl dem land,Daz macht in uber all derkant!Und du, Pertschi Triefnas,Ich kan dir nicht geraten bas,25Marchgrâf bis von NyenderthäymÜber als daz gepyet gemäyn!Grâf Purkhart ist gewesen vorEin grâf geporn von Nydrentor.In Ungern ist sein grâfschaft,30Da man vil der grâfen macht.Wir andern seygin freyge herren!Secht, daz kan uns niempt derweren!Wer dann zritter werden wil,Der chum zum streyt, da machit manr vil!35Unser diener seygin knecht!Die jungen sprachent: Daz ist recht.** Ruoprecht des ward lachent do,Er sprach: Nu hin, dem sey also,Daz doch nicht gewesen mag,40Die weil du lebest einen tag.Dennocht schüllen wir nicht streytenMit Nissingern ze disen zeiten,Wellen wir vil recht hie peySehen, was der streyte sey45Und des streytes manig vach44cDes ungerehten krieges sach.Das sag uns, sprach do Farindkuo,Wir hörren dir vil gerne zuo.Do sprach Ruprecht ze der frist:5Wisst, der streyt ein chriege ist,Der an schlahen leyt und stechen,An schiessen, muosten und auch brechen,So ist der streyt auch manigvalt,Etleichen man gaystleich halt,10Etleicher ist leypleich gar.Gaystleichs streyts sein zwo schar:Die erste ist daz himelher,Die sich vil chrefteleich ze werStellet wider Lucifern15Und alle die ym volgten gern,Also daz er muosset vallenIn die hell mit seinen allen.Die peyn er billeich leyden scholt,Won er für got sich seczen wolt.20So leyt die ander gaystleich scharDes streytes an den pfaffen gar,Die die leut an gottes statPannend schedleich nacht und tag,Die kirchen in dar zuo verschlahent25Und auf von nücz und eren habend.Der streyt mag etswen wesen guot,Etswen böss, dar nach man tuot.Leypleichs streyts ist zwaygerhand:Der erst ist gemayn in allem land,30Gen dem andern daz geschicht,So der hohe fürste vichtOder volk von seim gewalt.Daz ding ist auch also gestalt,Daz der streit mit recht bestet35Oder nur von gewalte get.Der ander streyt ist taylsamUnd geschicht oft, so der manSeynes lebens sich dernert.Daz ist von glük und recht beschert.40Taylsam streyt auch hevet anAn dem seinen, so ein manGeschadigot ist von eim alläinUnd wil sich rechen an der gemayn.Das mag auch nimer recht gesein,44dWon allayn schol leyden peynDie sele, die auch sunderbarHat gesundet, daz ist wâr.Ze dem dritten man in sicht,5So einer mit dem andern vichtSunderleich in einem champf.Got geb ym läyd mit sampt dem rampf,Der in des ersten ye derdachtUnd so mangen man hât pracht10Umb sein leben ane sünd.Doch ficht man, sam ich euchs künd,Daz der grechte ob geleytOfter ze derselben zeit,Dan der schuldig, umbe daz,15Won er seins rechten getruwet bas;Daz gibt ym hercz und dar zuo sterk.Doch so hörr noch eins und merk:Ander sünd die machend dik,Daz er beleybet in dem strik.20So kumpt der streyt von manger sach.Doch, daz ich es kurczer mach,Die sach der sachen ist vil wolFünferlay, die man euch scholKunden eben ze dirr frist.25Dar umb so wisst, die erste ist,Daz man nicht bessert ubeltatNach dem und seu verdienet hat,Die ander daz ist voller chäst,Die den chriege steuret fast,30Die dritte ist, vernim mich eben,Daz wir den zehenden nicht gebenWellen unserm pfarrer,Dar umb so nimpt der söldner,Die vierd ist daz, daz wir nicht enwellen35Uns dem tiefel widerstellen,Won wer umb die sele vicht,Der achtt des leybes streytes nicht;Die leste sach, darumbe wirHabent zuo der tât begir,40Die kriege schaffet und auch streyt,Ist, daz wir nicht rechter zeitWissen mügen allen schaden,Den man von dem krieg mag habenAn sel und leyb und an dem guot.45Also hab auch in dem muotVon dem varen uber merUnd umb das lant ze pauwen verr,Won wer daz leyden wisst eben,5Der liess es alles unterwegen.Hie so mügt es merken pey,Ob euch guot ze streyten sey.*** Daz verredt vil schiere doEysengreyn und sagt also:10Lechspiss uns des ersten sprach,Wie recht wir hietin zuo der sach.Haben wir nu recht dar zuo,So schol man trachten spat und fruo,Daz wir es treyben an ein end.15Da von uns auch niemand wend,Won wir schüllen er beyagen.Was schadens schüllen danne habenDie, so mächtig sein und kek,Daz seu umb niemant einen zwek20Gabind, so es not tuot!Die rede daucht die jungen guot.** Da mit so huob her PylianAuch sein widerrede an,Won er auch ein alter was,25Der sich verwisst auf kriege bas,Und sprach: Wisst, daz niemant scholYm selb so gar getruwen wol,Won kaynr so stark ist noch so reych,Er vinde dannocht sein geleich.30So spricht man auch nach harscher ler:Der veldstreyt haben wil ein herZe fuoss auf sibentausent manUnd hundert, ob mans zellen kan,Und sybenhundert schüllen sein35Geritten nach der zale mein,Dannocht mer auf neunzehen,Die schol man pey enander sehenSchon gewappent gancz und gar!Der schüczen sey ein michel schar,40Die sich machen vor hin an,Die veint ze schlahen verr hin dann.Nu dar, daz habt ir alles nicht!Dar umb so ist der streyt enwichtJuncher Hayncz sprang auf von zorn45bUnd sprach: Sym siha durch ein horn,Wil uns nu der gemessens geben,Wie man schol ze streytten leben?Ich han von reken streyt gehört,5Von Alexanders hie und dört,De Troyaner ganz und garMit Kriechen hin und darUnd der Römer dort und hie.Ich vernam des zellens nie.10

Des troste dich, doch nicht ze vil,Und cher vil endleich wider häym,10Als dir wäscht ein uberpäyn.*** Schylawinggen ward so häyssZe fliehen, im enphuor ein schäyss.Daz was der segen, den er gabDen leuten an dem sunnetag.15Daz wär ym alles ein getrencht,Hiet er sich en wench verrenchtAn seinen löffern, den was gâch,So veintleich eyllten seu ym nâch.Des cham er doch vor inen häym20Und sagt die mär in allen gemäyn.Da mit seu santen überallGen Aurach in Sweiczer talUnd zuo den von Gäygenhofen,In Gadubri zuo dem ofen,25Gen Kenelbach und Leybingen,Gen Hofen und gen Vettringen,Gen Ruczingen und Füczenswille,Gen Seurrenstorff und Wattwille,Dar zuo abhin an den Reyn,30Da ir freunde scholten sein,Duz seu ze hilfe kämin in,Won ze streytten stuond ir sin.Des waren so die botten bhend,Daz bis morgens hiet ein end35Ir potschaft gwunnen, daz ist daz.Die weil ze Lappenhausen wasDaz hochzeit schon begangenVon frauwen und von mannen.Seu hietten ser gesprungen,40Getrunchen und gesungen,Daz nachtmâl wol gefressen.** Man schol auch nicht vergessenDes, daz Bertschi TriefnasTet, do er pey Maczen was45In dem pett der selben nacht.42dDaz sag ich euch nâch meinr vermacht.Er hyels sey mit den armen seinUnd küsst sey in das maul hin einSiben stund nach seinem lust5Und trücht ir prustli an sein prust.Des wol er fürbas sein gevarn:Mäczli chond den weg verwarnUnd huob ze schreyen an so vast,Man hört es uber ein halben rast.10Die päyn seu huob ze samen ser,Daz was der junchfrawen er.Des liess der preutgom von dem streytUnd gedacht ym an der zeyt,Wie mit spächten scholt der man15Daz dinch den frauwen gewinnen an.Da mit so huob er an und sprach:Wol mir, daz ich ie gesachDie stat, da mundel sich ze mundGefuget hat in süsser stund!20Deineu prüstel zuo meiner prustGetruket sind so gar mit lustIn rechter lieb und auch so geleich,Des lob ich got von hymelreich,Der die wun geschaffen hat25Sunderleich mit seinem rât,Daz die menschäyt wachsen schol.Dar umb, mein lieb, nu tuo so wol!Gedench, daz got gesprochen hat:Ein mensche seinen vatter lat,30Er tuot sich auch seinr muter anUnd haltet sich zuo seiner chan,So werdent zway in einem fläischNach der glos, die ich da wäiss,Daz ist ze einem chind zgeperen,35Und geruoch mich des zgeweren,Daz die gens tuond in dem bach!Liebes lieb, daz ist ein sach,Daz ich ewecleichen dichHalten muoss und wil, sam mich.40Mäczli do mit ungemachWainent zuo dem knechte sprach:Ja, ich wayss wol, wie ym ist.Du pists ein gesell mit falcher list,Sam einr, der vogel vahen wil,43Der pfeiffet süss und macht sein vil,Und so seu koment in sein hab,So würgt er in die chragen ab.Näna, Mäczli, so sprach dirr,5Mich dunkt, du seygist worden irrIn disem bett, daz sag ich dir.Wayst nicht, daz von payder girZwüschen uns geschehen istDie häylig ee an bosen list?10So leyst auch in dem prautpett.Dar umb so trachtin wir ze stett,Daz die ee werd vollepracht,Der so mit willen ward gedacht!Secht, do tett er sam ein man15Und grayff sey chrefticleichen an!Wie schier er ir die päyn auf kert,Sam in der schreiber hiet gelert,Und macht sich zwüschen seu enmitten!Er tet nach seiner vordern sitten.20Mäczli was auch nicht ze träg,Wie sey an dem ruggen läg,Sey hüczret vast und zappelt serUnd bhielt auch wol des arczzets ler.Do nu daz erst vergangen was,25Daz wisst man wol und machet das,Das die pettstat was ze chranchUnd hiet getan daz best gesanch,Daz man joch yemer mag gesingen.Da mit der preutgom wolt verprinnen30Von grossem durst, des ruoft er:Wasser her, jo, wasser herr!Des pracht man in do von VenediEin suppen gemachet mit tragedi,Und auch von malvasey da mit.35Daz was ir aller pester sitt.Do assen seu und trunkend dar,Bis daz seu wider chamen gar,Da mit die geste bald hin für.Die praut stuond auf und bschlass die tür40Inrentalb vil gar ze stettUnd legt sich wider in daz bett.Doch chuond sey sich vil übel ghaben,Den pluomen in irn fröden chlagen.Des sprach der preutgom: Wäynn nicht mer,43bGehab dich wol, daz ist mein ler.Hast den pluomen nu verlorn,Da wider wirt ein chind geporn,Daz ist ein säylich dinch vil guot.5Dar zuo nym dir in den muot,Daz du in treuwen mäynist michUnd tügist was ich haysse dich,Daz doch mit nüczen sey und eren.Sich, so wil ich dir daz sweren,10Dich in rechter lieb ze haltenUnd von dir auch niemer mich gschalten.Der rede danket sey ym doUnd verhiess auch tuon also.Des ward do lenger nicht gspart,15Er tett irs noch en ander vart.Des wären seu do müde wordenUnd schlieffend hin bis an den morgen.*** Hiet die praut nur einen man;Küczeldarm ir vier gewan,20Annen ärs der ward zerriben,Sey hiet der gsellen mer dann siben.Zehner phlag die Gnepferin,Yecleichem nach seinem sin.Ungemäss die hiet ir acht,25Die veilten all die langen nacht.Die Wöscherin so reudich was,Daz sey vor inen allen genas.** Do nu der liechte tag herprach,Der wachter an der zinnen sprach:30Wer an lieben armen leit,Der mach sich auf, won es ist zeyt;Die sunne hat den morgen streytMit chreften uberwunden;Der man entweycht, ich wäyss nicht war;35Die sternen sein verblichen gar,Die nacht ir still ist worden bar,Daz brüf ich ze den stundenEt cetera, daz sang er gar.Des ward fro Mäczli do gewar40Und gedacht ir in dem sin:Wär, daz ich derweket in,So tät er mirs zür dritten stund,E man uns in dem bette funde.Des ward sey sich do rüren,43cDaz bettgwand alz durchfüren,Bis er doch muosst derwachen do.Pertschi auf und sprach: Wie so?Ich hiet mein fingerli verlorn,5Antwurt sey, daz tett mir zörn,Und han gesücht bis an den tag.Der macht, daz ich es funden hab.We wie schier do ward vollprachtDes, so ir Mäczli hiet gedacht!10*** Dar nach die gsellen kament allMit pheiffern und mit grossem schallIn daz gaden ze dem zilUnd wunschten in des glükes vil.Du scholt uns nicht versweygen,15Mocht sey es derleyden?Gevelts dir an der sneiden?Sprachen seu zuo Pertschinn do.Des antwürt er und sprach also:Mir geviel nie kayni bas.20Wisst, daz sey ein junchfraw was!Dar umb so gib ich ir vil drâtEin par schuoch ze morgengab.Do huob mans von dem bette auf.Secht, do was die hochzeit aus,25Won in wâren chumen märNotleich gar und dar zuo swär,Daz Nyssinger ze denen zeitenHieten muot mit in ze streyten,Und wie ir botten in die land30Warent hin umb hilf gesant.** Des machten sich die jungen froUnd die alten nicht also;Die wisten wol in iren sinnen,Was man mocht mit krieg gewinnen.35*** Also leutet man ze rât.Des chamen her der herren drâtWol auf zwaynzig und auch me:Etleich seint genennet e,Die andern wârent Ruoprecht,40Gaggsimachs und Niemansknecht,Hilprand, Grämpler und der Gnäst,Gumprecht und der Hellegayst,Künchelstil und Ochsenchäys,Fuczenpart und Fleugenschäyss45Peter Stümph und RyffyanUnd der werd her Pylyan,43dDar zuo Lyenhart mil dem phlegel,Symon Kegel, Jaudas SchlegelUnd der Höseller der gra.Da mit so warens alle da5In einem stadel auf dem tan.** Des huob do Rüfli mayger anUnd sprach: Ir herren arm und reich,Es habt gesehen all geleich,Wie die von Nyssingen die bösen10Mit iren faygen herczen lösenGestern schulten uns ym grasUmb anders nicht, dann umb daz,Daz Eysengreyn gejuket hietGreduln hand in ganczer lieb.15Nu lekt der hund den herren seinVon treuwen ym ze frödenscheyn,Dar umb so taten sey nicht wolUnd namend daz einr nemen scholDer ane recht und ane sach20Wil ym schaffen ungemach;Des wolt seu noch benügen nichtUnd santten uns enn argen wichtMit böser täydinch und mit treuwen,Sam die mause tuond den leuwen.25Dar zuo habent seu gesantUmb hilf und rât in alleu landUnd habend gir mit uns ze streyten.Wes schüllen danne wir gepeyten?Wisst, es ist uns nicht ze leyden,30Furbas also lange sweygen.Dar umb so ist der râte mein,Daz wir die ersten schullen seinIn des streytes an ze muotenUnd warnen uns mit wappen guoten,35Ze reytten auf die meuse,Ze rüren in die leuse,Sam die löwen unverzäyt.Die mär habt euch von mir gsäyt!Die red geviel den jungen wol,40Won seu ir gemuotes waren vol,Dar umb daz in gelungen wasDes vordern tags auf irem gras,Und wanden, daz in yemant ichtGeschaden mocht dehayner gschicht,45Und sprachent all: Daz sey getan!44Wer bessers wiss, der sag es an!Dar zuo fuor do Ryffyan,Der was der alten einer doUnd sprach: Dem dinch ist nicht also,5Sam ir nu wäynt nach euwer sag,Won ich oft daz vernomen hab,Daz niemant mag einn veldestreytGefüren recht pey seiner zeit,Dann ein hoher fürst gestalt10Oder einr von seinem gewalt.Dar umb mügt es gestreyten nicht,Sam des käysers rechte spricht.Lyenhart sprechent ward vil drat:Sag mir eins, des ich dich frag!15War aus sein die fürsten gmacht?Von wannen chümpt die herschaft?Sein seu nicht alz wol, sam wir,Adams kinder? Daz sag mir!Trauwen, sprach do Riffian,20Es ist wol war, daz yedermanChömen ist von Adams leibUnd von Evan, seinem weib;Doch sein etleich sunderbarSo from gewesen, daz ist war,25Daz seu von dem volk derweltSeyn ze herren und gezelt.Etleich warent tugenthaft,Etleich auch gar ungeschlacht.Die tugend die prach alweg für,30Die bosshäyt chrangelt vor der türSam her Noes sünen geschach,Do einr sein vater trunke sach,Do huob er sein ze spotten an;Dar umb ward er ein äygen man;35Und die den vatter erten do,Die wurden erber frien so.Also sein wir nicht geleich,Einr ist arm, der ander reich,Einr ein gpaur, der ander edel.40*** Do sprach Lienhart mit dem phlegel:Nu dar, daz fügt uns allen wol,Won wir sein from und tugend vol.44bDar zuo wir haben auch ein gfässAllen dörffern mit ubermässMit einem zaun gemauret wol,Dar umb ein pach rint wassers vol,5Zwäy tor und huotten vierMit einem teuffen graben zierHat daz dorff zuo seiner maurAllen veinten gar ze saur.So machtig sein wir und so reich,10Nie käyn volk ward uns geleich;Dar umb so mag ich sprechen so,Sind sein meyn gsellen fro:Bis du, Rüfel Lechdenspiss,Kayser uber all gewiss,15Und du, Walther Fleugenschayss,Kunig in der Grausner chrayss!Dar zuo sey auch FuczenpartHerczog zuo des streites vart,Und sunderleich zuo einem ruom20Hab er sein herzogentuomIn dem anter tayl dem land,Daz macht in uber all derkant!Und du, Pertschi Triefnas,Ich kan dir nicht geraten bas,25Marchgrâf bis von NyenderthäymÜber als daz gepyet gemäyn!Grâf Purkhart ist gewesen vorEin grâf geporn von Nydrentor.In Ungern ist sein grâfschaft,30Da man vil der grâfen macht.Wir andern seygin freyge herren!Secht, daz kan uns niempt derweren!Wer dann zritter werden wil,Der chum zum streyt, da machit manr vil!35Unser diener seygin knecht!Die jungen sprachent: Daz ist recht.** Ruoprecht des ward lachent do,Er sprach: Nu hin, dem sey also,Daz doch nicht gewesen mag,40Die weil du lebest einen tag.Dennocht schüllen wir nicht streytenMit Nissingern ze disen zeiten,Wellen wir vil recht hie peySehen, was der streyte sey45Und des streytes manig vach44cDes ungerehten krieges sach.Das sag uns, sprach do Farindkuo,Wir hörren dir vil gerne zuo.Do sprach Ruprecht ze der frist:5Wisst, der streyt ein chriege ist,Der an schlahen leyt und stechen,An schiessen, muosten und auch brechen,So ist der streyt auch manigvalt,Etleichen man gaystleich halt,10Etleicher ist leypleich gar.Gaystleichs streyts sein zwo schar:Die erste ist daz himelher,Die sich vil chrefteleich ze werStellet wider Lucifern15Und alle die ym volgten gern,Also daz er muosset vallenIn die hell mit seinen allen.Die peyn er billeich leyden scholt,Won er für got sich seczen wolt.20So leyt die ander gaystleich scharDes streytes an den pfaffen gar,Die die leut an gottes statPannend schedleich nacht und tag,Die kirchen in dar zuo verschlahent25Und auf von nücz und eren habend.Der streyt mag etswen wesen guot,Etswen böss, dar nach man tuot.Leypleichs streyts ist zwaygerhand:Der erst ist gemayn in allem land,30Gen dem andern daz geschicht,So der hohe fürste vichtOder volk von seim gewalt.Daz ding ist auch also gestalt,Daz der streit mit recht bestet35Oder nur von gewalte get.Der ander streyt ist taylsamUnd geschicht oft, so der manSeynes lebens sich dernert.Daz ist von glük und recht beschert.40Taylsam streyt auch hevet anAn dem seinen, so ein manGeschadigot ist von eim alläinUnd wil sich rechen an der gemayn.Das mag auch nimer recht gesein,44dWon allayn schol leyden peynDie sele, die auch sunderbarHat gesundet, daz ist wâr.Ze dem dritten man in sicht,5So einer mit dem andern vichtSunderleich in einem champf.Got geb ym läyd mit sampt dem rampf,Der in des ersten ye derdachtUnd so mangen man hât pracht10Umb sein leben ane sünd.Doch ficht man, sam ich euchs künd,Daz der grechte ob geleytOfter ze derselben zeit,Dan der schuldig, umbe daz,15Won er seins rechten getruwet bas;Daz gibt ym hercz und dar zuo sterk.Doch so hörr noch eins und merk:Ander sünd die machend dik,Daz er beleybet in dem strik.20So kumpt der streyt von manger sach.Doch, daz ich es kurczer mach,Die sach der sachen ist vil wolFünferlay, die man euch scholKunden eben ze dirr frist.25Dar umb so wisst, die erste ist,Daz man nicht bessert ubeltatNach dem und seu verdienet hat,Die ander daz ist voller chäst,Die den chriege steuret fast,30Die dritte ist, vernim mich eben,Daz wir den zehenden nicht gebenWellen unserm pfarrer,Dar umb so nimpt der söldner,Die vierd ist daz, daz wir nicht enwellen35Uns dem tiefel widerstellen,Won wer umb die sele vicht,Der achtt des leybes streytes nicht;Die leste sach, darumbe wirHabent zuo der tât begir,40Die kriege schaffet und auch streyt,Ist, daz wir nicht rechter zeitWissen mügen allen schaden,Den man von dem krieg mag habenAn sel und leyb und an dem guot.45Also hab auch in dem muotVon dem varen uber merUnd umb das lant ze pauwen verr,Won wer daz leyden wisst eben,5Der liess es alles unterwegen.Hie so mügt es merken pey,Ob euch guot ze streyten sey.*** Daz verredt vil schiere doEysengreyn und sagt also:10Lechspiss uns des ersten sprach,Wie recht wir hietin zuo der sach.Haben wir nu recht dar zuo,So schol man trachten spat und fruo,Daz wir es treyben an ein end.15Da von uns auch niemand wend,Won wir schüllen er beyagen.Was schadens schüllen danne habenDie, so mächtig sein und kek,Daz seu umb niemant einen zwek20Gabind, so es not tuot!Die rede daucht die jungen guot.** Da mit so huob her PylianAuch sein widerrede an,Won er auch ein alter was,25Der sich verwisst auf kriege bas,Und sprach: Wisst, daz niemant scholYm selb so gar getruwen wol,Won kaynr so stark ist noch so reych,Er vinde dannocht sein geleich.30So spricht man auch nach harscher ler:Der veldstreyt haben wil ein herZe fuoss auf sibentausent manUnd hundert, ob mans zellen kan,Und sybenhundert schüllen sein35Geritten nach der zale mein,Dannocht mer auf neunzehen,Die schol man pey enander sehenSchon gewappent gancz und gar!Der schüczen sey ein michel schar,40Die sich machen vor hin an,Die veint ze schlahen verr hin dann.Nu dar, daz habt ir alles nicht!Dar umb so ist der streyt enwichtJuncher Hayncz sprang auf von zorn45bUnd sprach: Sym siha durch ein horn,Wil uns nu der gemessens geben,Wie man schol ze streytten leben?Ich han von reken streyt gehört,5Von Alexanders hie und dört,De Troyaner ganz und garMit Kriechen hin und darUnd der Römer dort und hie.Ich vernam des zellens nie.10

Des troste dich, doch nicht ze vil,

Und cher vil endleich wider häym,10

Als dir wäscht ein uberpäyn.

*** Schylawinggen ward so häyss

Ze fliehen, im enphuor ein schäyss.

Daz was der segen, den er gab

Den leuten an dem sunnetag.15

Daz wär ym alles ein getrencht,

Hiet er sich en wench verrencht

An seinen löffern, den was gâch,

So veintleich eyllten seu ym nâch.

Des cham er doch vor inen häym20

Und sagt die mär in allen gemäyn.

Da mit seu santen überall

Gen Aurach in Sweiczer tal

Und zuo den von Gäygenhofen,

In Gadubri zuo dem ofen,25

Gen Kenelbach und Leybingen,

Gen Hofen und gen Vettringen,

Gen Ruczingen und Füczenswille,

Gen Seurrenstorff und Wattwille,

Dar zuo abhin an den Reyn,30

Da ir freunde scholten sein,

Duz seu ze hilfe kämin in,

Won ze streytten stuond ir sin.

Des waren so die botten bhend,

Daz bis morgens hiet ein end35

Ir potschaft gwunnen, daz ist daz.

Die weil ze Lappenhausen was

Daz hochzeit schon begangen

Von frauwen und von mannen.

Seu hietten ser gesprungen,40

Getrunchen und gesungen,

Daz nachtmâl wol gefressen.

** Man schol auch nicht vergessen

Des, daz Bertschi Triefnas

Tet, do er pey Maczen was45

In dem pett der selben nacht.42d

Daz sag ich euch nâch meinr vermacht.

Er hyels sey mit den armen sein

Und küsst sey in das maul hin ein

Siben stund nach seinem lust5

Und trücht ir prustli an sein prust.

Des wol er fürbas sein gevarn:

Mäczli chond den weg verwarn

Und huob ze schreyen an so vast,

Man hört es uber ein halben rast.10

Die päyn seu huob ze samen ser,

Daz was der junchfrawen er.

Des liess der preutgom von dem streyt

Und gedacht ym an der zeyt,

Wie mit spächten scholt der man15

Daz dinch den frauwen gewinnen an.

Da mit so huob er an und sprach:

Wol mir, daz ich ie gesach

Die stat, da mundel sich ze mund

Gefuget hat in süsser stund!20

Deineu prüstel zuo meiner prust

Getruket sind so gar mit lust

In rechter lieb und auch so geleich,

Des lob ich got von hymelreich,

Der die wun geschaffen hat25

Sunderleich mit seinem rât,

Daz die menschäyt wachsen schol.

Dar umb, mein lieb, nu tuo so wol!

Gedench, daz got gesprochen hat:

Ein mensche seinen vatter lat,30

Er tuot sich auch seinr muter an

Und haltet sich zuo seiner chan,

So werdent zway in einem fläisch

Nach der glos, die ich da wäiss,

Daz ist ze einem chind zgeperen,35

Und geruoch mich des zgeweren,

Daz die gens tuond in dem bach!

Liebes lieb, daz ist ein sach,

Daz ich ewecleichen dich

Halten muoss und wil, sam mich.40

Mäczli do mit ungemach

Wainent zuo dem knechte sprach:

Ja, ich wayss wol, wie ym ist.

Du pists ein gesell mit falcher list,

Sam einr, der vogel vahen wil,43

Der pfeiffet süss und macht sein vil,

Und so seu koment in sein hab,

So würgt er in die chragen ab.

Näna, Mäczli, so sprach dirr,5

Mich dunkt, du seygist worden irr

In disem bett, daz sag ich dir.

Wayst nicht, daz von payder gir

Zwüschen uns geschehen ist

Die häylig ee an bosen list?10

So leyst auch in dem prautpett.

Dar umb so trachtin wir ze stett,

Daz die ee werd vollepracht,

Der so mit willen ward gedacht!

Secht, do tett er sam ein man15

Und grayff sey chrefticleichen an!

Wie schier er ir die päyn auf kert,

Sam in der schreiber hiet gelert,

Und macht sich zwüschen seu enmitten!

Er tet nach seiner vordern sitten.20

Mäczli was auch nicht ze träg,

Wie sey an dem ruggen läg,

Sey hüczret vast und zappelt ser

Und bhielt auch wol des arczzets ler.

Do nu daz erst vergangen was,25

Daz wisst man wol und machet das,

Das die pettstat was ze chranch

Und hiet getan daz best gesanch,

Daz man joch yemer mag gesingen.

Da mit der preutgom wolt verprinnen30

Von grossem durst, des ruoft er:

Wasser her, jo, wasser herr!

Des pracht man in do von Venedi

Ein suppen gemachet mit tragedi,

Und auch von malvasey da mit.35

Daz was ir aller pester sitt.

Do assen seu und trunkend dar,

Bis daz seu wider chamen gar,

Da mit die geste bald hin für.

Die praut stuond auf und bschlass die tür40

Inrentalb vil gar ze stett

Und legt sich wider in daz bett.

Doch chuond sey sich vil übel ghaben,

Den pluomen in irn fröden chlagen.

Des sprach der preutgom: Wäynn nicht mer,43b

Gehab dich wol, daz ist mein ler.

Hast den pluomen nu verlorn,

Da wider wirt ein chind geporn,

Daz ist ein säylich dinch vil guot.5

Dar zuo nym dir in den muot,

Daz du in treuwen mäynist mich

Und tügist was ich haysse dich,

Daz doch mit nüczen sey und eren.

Sich, so wil ich dir daz sweren,10

Dich in rechter lieb ze halten

Und von dir auch niemer mich gschalten.

Der rede danket sey ym do

Und verhiess auch tuon also.

Des ward do lenger nicht gspart,15

Er tett irs noch en ander vart.

Des wären seu do müde worden

Und schlieffend hin bis an den morgen.

*** Hiet die praut nur einen man;

Küczeldarm ir vier gewan,20

Annen ärs der ward zerriben,

Sey hiet der gsellen mer dann siben.

Zehner phlag die Gnepferin,

Yecleichem nach seinem sin.

Ungemäss die hiet ir acht,25

Die veilten all die langen nacht.

Die Wöscherin so reudich was,

Daz sey vor inen allen genas.

** Do nu der liechte tag herprach,

Der wachter an der zinnen sprach:30

Wer an lieben armen leit,

Der mach sich auf, won es ist zeyt;

Die sunne hat den morgen streyt

Mit chreften uberwunden;

Der man entweycht, ich wäyss nicht war;35

Die sternen sein verblichen gar,

Die nacht ir still ist worden bar,

Daz brüf ich ze den stunden

Et cetera, daz sang er gar.

Des ward fro Mäczli do gewar40

Und gedacht ir in dem sin:

Wär, daz ich derweket in,

So tät er mirs zür dritten stund,

E man uns in dem bette funde.

Des ward sey sich do rüren,43c

Daz bettgwand alz durchfüren,

Bis er doch muosst derwachen do.

Pertschi auf und sprach: Wie so?

Ich hiet mein fingerli verlorn,5

Antwurt sey, daz tett mir zörn,

Und han gesücht bis an den tag.

Der macht, daz ich es funden hab.

We wie schier do ward vollpracht

Des, so ir Mäczli hiet gedacht!10

*** Dar nach die gsellen kament all

Mit pheiffern und mit grossem schall

In daz gaden ze dem zil

Und wunschten in des glükes vil.

Du scholt uns nicht versweygen,15

Mocht sey es derleyden?

Gevelts dir an der sneiden?

Sprachen seu zuo Pertschinn do.

Des antwürt er und sprach also:

Mir geviel nie kayni bas.20

Wisst, daz sey ein junchfraw was!

Dar umb so gib ich ir vil drât

Ein par schuoch ze morgengab.

Do huob mans von dem bette auf.

Secht, do was die hochzeit aus,25

Won in wâren chumen mär

Notleich gar und dar zuo swär,

Daz Nyssinger ze denen zeiten

Hieten muot mit in ze streyten,

Und wie ir botten in die land30

Warent hin umb hilf gesant.

** Des machten sich die jungen fro

Und die alten nicht also;

Die wisten wol in iren sinnen,

Was man mocht mit krieg gewinnen.35

*** Also leutet man ze rât.

Des chamen her der herren drât

Wol auf zwaynzig und auch me:

Etleich seint genennet e,

Die andern wârent Ruoprecht,40

Gaggsimachs und Niemansknecht,

Hilprand, Grämpler und der Gnäst,

Gumprecht und der Hellegayst,

Künchelstil und Ochsenchäys,

Fuczenpart und Fleugenschäyss45

Peter Stümph und Ryffyan

Und der werd her Pylyan,43d

Dar zuo Lyenhart mil dem phlegel,

Symon Kegel, Jaudas Schlegel

Und der Höseller der gra.

Da mit so warens alle da5

In einem stadel auf dem tan.

** Des huob do Rüfli mayger an

Und sprach: Ir herren arm und reich,

Es habt gesehen all geleich,

Wie die von Nyssingen die bösen10

Mit iren faygen herczen lösen

Gestern schulten uns ym gras

Umb anders nicht, dann umb daz,

Daz Eysengreyn gejuket hiet

Greduln hand in ganczer lieb.15

Nu lekt der hund den herren sein

Von treuwen ym ze frödenscheyn,

Dar umb so taten sey nicht wol

Und namend daz einr nemen schol

Der ane recht und ane sach20

Wil ym schaffen ungemach;

Des wolt seu noch benügen nicht

Und santten uns enn argen wicht

Mit böser täydinch und mit treuwen,

Sam die mause tuond den leuwen.25

Dar zuo habent seu gesant

Umb hilf und rât in alleu land

Und habend gir mit uns ze streyten.

Wes schüllen danne wir gepeyten?

Wisst, es ist uns nicht ze leyden,30

Furbas also lange sweygen.

Dar umb so ist der râte mein,

Daz wir die ersten schullen sein

In des streytes an ze muoten

Und warnen uns mit wappen guoten,35

Ze reytten auf die meuse,

Ze rüren in die leuse,

Sam die löwen unverzäyt.

Die mär habt euch von mir gsäyt!

Die red geviel den jungen wol,40

Won seu ir gemuotes waren vol,

Dar umb daz in gelungen was

Des vordern tags auf irem gras,

Und wanden, daz in yemant icht

Geschaden mocht dehayner gschicht,45

Und sprachent all: Daz sey getan!44

Wer bessers wiss, der sag es an!

Dar zuo fuor do Ryffyan,

Der was der alten einer do

Und sprach: Dem dinch ist nicht also,5

Sam ir nu wäynt nach euwer sag,

Won ich oft daz vernomen hab,

Daz niemant mag einn veldestreyt

Gefüren recht pey seiner zeit,

Dann ein hoher fürst gestalt10

Oder einr von seinem gewalt.

Dar umb mügt es gestreyten nicht,

Sam des käysers rechte spricht.

Lyenhart sprechent ward vil drat:

Sag mir eins, des ich dich frag!15

War aus sein die fürsten gmacht?

Von wannen chümpt die herschaft?

Sein seu nicht alz wol, sam wir,

Adams kinder? Daz sag mir!

Trauwen, sprach do Riffian,20

Es ist wol war, daz yederman

Chömen ist von Adams leib

Und von Evan, seinem weib;

Doch sein etleich sunderbar

So from gewesen, daz ist war,25

Daz seu von dem volk derwelt

Seyn ze herren und gezelt.

Etleich warent tugenthaft,

Etleich auch gar ungeschlacht.

Die tugend die prach alweg für,30

Die bosshäyt chrangelt vor der tür

Sam her Noes sünen geschach,

Do einr sein vater trunke sach,

Do huob er sein ze spotten an;

Dar umb ward er ein äygen man;35

Und die den vatter erten do,

Die wurden erber frien so.

Also sein wir nicht geleich,

Einr ist arm, der ander reich,

Einr ein gpaur, der ander edel.40

*** Do sprach Lienhart mit dem phlegel:

Nu dar, daz fügt uns allen wol,

Won wir sein from und tugend vol.44b

Dar zuo wir haben auch ein gfäss

Allen dörffern mit ubermäss

Mit einem zaun gemauret wol,

Dar umb ein pach rint wassers vol,5

Zwäy tor und huotten vier

Mit einem teuffen graben zier

Hat daz dorff zuo seiner maur

Allen veinten gar ze saur.

So machtig sein wir und so reich,10

Nie käyn volk ward uns geleich;

Dar umb so mag ich sprechen so,

Sind sein meyn gsellen fro:

Bis du, Rüfel Lechdenspiss,

Kayser uber all gewiss,15

Und du, Walther Fleugenschayss,

Kunig in der Grausner chrayss!

Dar zuo sey auch Fuczenpart

Herczog zuo des streites vart,

Und sunderleich zuo einem ruom20

Hab er sein herzogentuom

In dem anter tayl dem land,

Daz macht in uber all derkant!

Und du, Pertschi Triefnas,

Ich kan dir nicht geraten bas,25

Marchgrâf bis von Nyenderthäym

Über als daz gepyet gemäyn!

Grâf Purkhart ist gewesen vor

Ein grâf geporn von Nydrentor.

In Ungern ist sein grâfschaft,30

Da man vil der grâfen macht.

Wir andern seygin freyge herren!

Secht, daz kan uns niempt derweren!

Wer dann zritter werden wil,

Der chum zum streyt, da machit manr vil!35

Unser diener seygin knecht!

Die jungen sprachent: Daz ist recht.

** Ruoprecht des ward lachent do,

Er sprach: Nu hin, dem sey also,

Daz doch nicht gewesen mag,40

Die weil du lebest einen tag.

Dennocht schüllen wir nicht streyten

Mit Nissingern ze disen zeiten,

Wellen wir vil recht hie pey

Sehen, was der streyte sey45

Und des streytes manig vach44c

Des ungerehten krieges sach.

Das sag uns, sprach do Farindkuo,

Wir hörren dir vil gerne zuo.

Do sprach Ruprecht ze der frist:5

Wisst, der streyt ein chriege ist,

Der an schlahen leyt und stechen,

An schiessen, muosten und auch brechen,

So ist der streyt auch manigvalt,

Etleichen man gaystleich halt,10

Etleicher ist leypleich gar.

Gaystleichs streyts sein zwo schar:

Die erste ist daz himelher,

Die sich vil chrefteleich ze wer

Stellet wider Lucifern15

Und alle die ym volgten gern,

Also daz er muosset vallen

In die hell mit seinen allen.

Die peyn er billeich leyden scholt,

Won er für got sich seczen wolt.20

So leyt die ander gaystleich schar

Des streytes an den pfaffen gar,

Die die leut an gottes stat

Pannend schedleich nacht und tag,

Die kirchen in dar zuo verschlahent25

Und auf von nücz und eren habend.

Der streyt mag etswen wesen guot,

Etswen böss, dar nach man tuot.

Leypleichs streyts ist zwaygerhand:

Der erst ist gemayn in allem land,30

Gen dem andern daz geschicht,

So der hohe fürste vicht

Oder volk von seim gewalt.

Daz ding ist auch also gestalt,

Daz der streit mit recht bestet35

Oder nur von gewalte get.

Der ander streyt ist taylsam

Und geschicht oft, so der man

Seynes lebens sich dernert.

Daz ist von glük und recht beschert.40

Taylsam streyt auch hevet an

An dem seinen, so ein man

Geschadigot ist von eim alläin

Und wil sich rechen an der gemayn.

Das mag auch nimer recht gesein,44d

Won allayn schol leyden peyn

Die sele, die auch sunderbar

Hat gesundet, daz ist wâr.

Ze dem dritten man in sicht,5

So einer mit dem andern vicht

Sunderleich in einem champf.

Got geb ym läyd mit sampt dem rampf,

Der in des ersten ye derdacht

Und so mangen man hât pracht10

Umb sein leben ane sünd.

Doch ficht man, sam ich euchs künd,

Daz der grechte ob geleyt

Ofter ze derselben zeit,

Dan der schuldig, umbe daz,15

Won er seins rechten getruwet bas;

Daz gibt ym hercz und dar zuo sterk.

Doch so hörr noch eins und merk:

Ander sünd die machend dik,

Daz er beleybet in dem strik.20

So kumpt der streyt von manger sach.

Doch, daz ich es kurczer mach,

Die sach der sachen ist vil wol

Fünferlay, die man euch schol

Kunden eben ze dirr frist.25

Dar umb so wisst, die erste ist,

Daz man nicht bessert ubeltat

Nach dem und seu verdienet hat,

Die ander daz ist voller chäst,

Die den chriege steuret fast,30

Die dritte ist, vernim mich eben,

Daz wir den zehenden nicht geben

Wellen unserm pfarrer,

Dar umb so nimpt der söldner,

Die vierd ist daz, daz wir nicht enwellen35

Uns dem tiefel widerstellen,

Won wer umb die sele vicht,

Der achtt des leybes streytes nicht;

Die leste sach, darumbe wir

Habent zuo der tât begir,40

Die kriege schaffet und auch streyt,

Ist, daz wir nicht rechter zeit

Wissen mügen allen schaden,

Den man von dem krieg mag haben

An sel und leyb und an dem guot.45

Also hab auch in dem muot

Von dem varen uber mer

Und umb das lant ze pauwen verr,

Won wer daz leyden wisst eben,5

Der liess es alles unterwegen.

Hie so mügt es merken pey,

Ob euch guot ze streyten sey.

*** Daz verredt vil schiere do

Eysengreyn und sagt also:10

Lechspiss uns des ersten sprach,

Wie recht wir hietin zuo der sach.

Haben wir nu recht dar zuo,

So schol man trachten spat und fruo,

Daz wir es treyben an ein end.15

Da von uns auch niemand wend,

Won wir schüllen er beyagen.

Was schadens schüllen danne haben

Die, so mächtig sein und kek,

Daz seu umb niemant einen zwek20

Gabind, so es not tuot!

Die rede daucht die jungen guot.

** Da mit so huob her Pylian

Auch sein widerrede an,

Won er auch ein alter was,25

Der sich verwisst auf kriege bas,

Und sprach: Wisst, daz niemant schol

Ym selb so gar getruwen wol,

Won kaynr so stark ist noch so reych,

Er vinde dannocht sein geleich.30

So spricht man auch nach harscher ler:

Der veldstreyt haben wil ein her

Ze fuoss auf sibentausent man

Und hundert, ob mans zellen kan,

Und sybenhundert schüllen sein35

Geritten nach der zale mein,

Dannocht mer auf neunzehen,

Die schol man pey enander sehen

Schon gewappent gancz und gar!

Der schüczen sey ein michel schar,40

Die sich machen vor hin an,

Die veint ze schlahen verr hin dann.

Nu dar, daz habt ir alles nicht!

Dar umb so ist der streyt enwicht

Juncher Hayncz sprang auf von zorn45b

Und sprach: Sym siha durch ein horn,

Wil uns nu der gemessens geben,

Wie man schol ze streytten leben?

Ich han von reken streyt gehört,5

Von Alexanders hie und dört,

De Troyaner ganz und gar

Mit Kriechen hin und dar

Und der Römer dort und hie.

Ich vernam des zellens nie.10


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