Chapter 18

Dar umb so wisst und ist mein rat,Der nicht auf zehen tausent hatGewâppenter zuo seinem streyt,Der chäm gegangen mit eym scheyt,Mag er nicht gevaren bas15Und schlach die veinde in das gras!Ein pfefferchorn vil hässer ist,Dann ein grosser hauffen mist.*** Da mit so kam fro LaychdenmanFür die tür und chlochet an,20Des ward sey in gelassen do.Sey gie hin für und sprach also:** Vorhin wisst ich alweg wol,Daz chäyn weiser chomen scholVon ym selber zuo dem rât,25Da man in nicht gepetten hât;So wäyss ich nu hin wider daz,Ob einer mag geraten bas,Dann ein andrer zuo der geschicht,Die in an so grössleich trifft,30Des hât er recht und dar zuo er.Dar umb so pin ich chomen herUnd sag euch auch die tayding meinMit manger clag von grosser peyn,Deu ich an meinem herczen trag.35Unser mayger ist ein knab,Und der rât von jungen leutenDaz mag uns anders nichtz beteuten,Dann sam ich es geschribens vind:We dem lande, daz ein kind40Haben muoss ze einem herren!Won das wil ich yeso sweren,Schol daz streyten für sich gen,Diss dorf vil wenich mag bestenEinen tag, daz wayss ich wol,45cEs wirt verprent zuo einem kol,Dar zuo daz guot geraubet gar,Und ob ich es gesprechen glar,Daz kind in seiner muoter leib5Dermürdet wirt mit sampt dem weyb,Die man derschlagen und gevangen,Dar zuo hoh embor derhangen.Daz hab ich alles sampt gelesenIn der gescrift und muos auch wesen,10Won die Nyssinger die sindDes planeten Marten kind.Das muogt es dar an spuren wol,Won ir dorff ist sunden vol,Der fläschhaker seu habent vil,15Die der sterne haben wil.Da mit so wirts am Eritag,Der ist auch seinn, sam ich euch sag.So ist dar zuo der selbig sternIn seinem haus, do stet er gern,20Daz ist in dem hymelstier,Da ist er auch wol sterker zwirTrun, dann ob des nicht enwär.Dar zuo so sag ich euch die mär,Dem sternen Venus ist gegeben25Sunderleichen unser leben,Daz mügt es sehen also drât,Won diss dorff nur weyber hatUnd auch sneyder uber all,Die schaczet man in seiner zall,30Dicze süne sein kinder schullen seyn.So hat der stern auch den peyn,Daz er widersinnigs getUnd in dem hymel taraut stet,Er hat ein böseu angesicht,35Daz saumpt euch zuo der geschicht.Dar umb, vil lieben kinder meyn,Daz ir vil sälich muossin sein,Massent euch des streytesUnd wartent bessers zeytes,40Wol ir behalten leib und sel,Chinder, weyber, guot und er!*** Do nu diseu red geschach,Wie greuleich Niggel gen ir sachUnd sprach: Get aus, ir alteu hür!45Daz euch der ubel gayst enphür45dMit ewerm sternensehen!Ich wil dir des vergehen:Wär ein stieg in disem haus,Du müssist vallen ab und auf.5Laychdenman die lieff da hinUnd liess den jungen iren sin.** Colman was ein weiser pach,Dar umb er haysse waynend sprach:Nu dar, vil lieben herren guot,10Sagt, wes habt ir noch ze muot?Des sprachen do die jüngen gmäyn:Wir wellen streyten umb daz äin,Daz wir der allen keczern tantMügin pringen ze einr schand.15Dis seu der haher musse streken!Schullens uns also derschreken?Colman sprach: So tut so wolUnd sent umb hilfe, sam man scholTuon in sölher grossen not!20Daz ding ist nicht ze verr dem tod,Es ist nicht umb einn ryemn alläyn,Wisst, es gilt die haut gemäyn.Secht, das mag euch schaden nicht,Won die weyshayt also spricht:25Den freund man in den noten magVersuochen bas, dann ander tag.So tuot uns bitten auch nicht vil!Ob einr uns nicht herhören wil,Dar umb so tuot er uns kayn we,30Und wissent dar zuo bas dann e,Wer uns getreuw ist oder nicht,Daz man sich auch darnach verricht.Dar zuo ist des streytes recht,Daz man den veinten send ein knecht35In einem rosenvarwen tuoch,Mit swert und auch mit hantschuoch,Gesprenget ser mit rotem pluot.Daz ist ze einem zaychen guot,Daz man vechten mit in well.40Dar zuo widersäyt der gesellYrem leyb und yrem guot,Daz seu sich dester bas in huotHaben schüllen, so tuot ir,Welt ir haben streytes gir.45*** Diss geviel den jungen allenUnd schreuwen auf mit grossem schallen:Sim daz wär joch uns ein gnad,46Daz Colman so gesprochen hat.Und santten drat den mesner hinZuo den veinten in dem sin,Daz er die märe scholte sagen5Und daz er von in würd zerschlagen,Won sey truogen hass gen ym.Das cham ym alles ze gewin,Won er gen Nyssingen do kamUnd huob also ein red an:10** Mein herr der mäyger und der ratVon Lappenhausen yeso drâtHaben mich zuo euch gesant,Daz ich euch machen schol bekantYren gruoss nâch dem und ir15Verdienet habt, daz gelaubent mir!Dar zuo ich euch widersagEwerm leyb and euwer habVon meinen herren allesampt.Den häntschuoch nempt in ewer hand20Und auch daz pluotig swert dar zuo,Ze weren euch des morgens fruo.Auf dem Nyssvelt pey der lindenDa wellen seu sich lassen vinden.Do die potschaft was gesagt,25Strudel der was unverzagtUnd sprach: Du macht ein gselle sein,Se hin den esel, der sey dein!Ze pottenprot den gib ich dirVon meinen purgern und von mir,30Won du hast uns wol gmuotGemacht mit deinen mären guot.Trag hin swert und hantschuochUnd sag in auch den unsern fluoch,Won mit unsern äygnen swerte35Wollen wir seu all zerserten,Kämin seu nur an die stat,Da seu uns hin habend gladt.*** Der râche ward der botte fro.Gieng er vor, des räyt er do40Gen Lappenhausen wider häymUnd sayt die antwürt allen gmäyn.** Des wurden seu von fröden springend,Wütend ser und dar zuo singendUnd santten hin von gemaynem rât,45Also schier und auch gedrât46bIn die pesten stete so,Die man vinden mocht aldo.Rom die erste was genant,Gelegen in Campanierlant,5Venedy sey die ander,Und dar zuo Prugg in Flander,Galiczi hat Compostellan,Navarr allayne Pampilon,In Cathaloni Barsalon,10Die gröst in Spangen ist SibiliUnd in Provincia Marsili,Palerm der insel ze Scycili,Nâpels in dem chüngreich,Parr litt in Püllen, die geleich15Ligend alle an dem mer,Daz selbig tuond auch JanuerMit äyner statt die haysst Schavon,Dar zuo in der march Ancon,Die ligend auch dar an vil schon,20Constantinopol sey derkantDen kindern dört ze Chriechenland,Ze Zyppern in der inseln istFamagost ze aller frist,Mayorica mit seinem strich25Hat ein insel auch für sich.Das ertreych ker ich wider an,Es ist Florencz in Tuscan,Paraus und auch Asseys,Lugg, die hohe Syen und Peys,30Bolony, Pern und MäylanEin Lamparter dyr zaigen chan,Dar zuo Padaw und Ferrär,Ist dir frâgen nicht ze swär,In Freyaul ist Weyden,35Der was auch nicht ze fersweygen,Peuschendörff an underlässPhligt der besten lantsträss,Poczen daz leyt an der Etsch,Tyrol dar zuo die herren fest,40In Sophoy ist Losan,Pareys in Franchreich wol getan,Tolosen und auch MontpalierSein der steten drey vil zyer,Leuden in Prabanden,45Köln in Niderlanden,46cWurms und Speyr, Triel, Mäncz und AchDie ligend all enander nâchPey dem Rein, sam Basel tuot,Dar zuo Costencz die vil guot5Liget in dem land ze Swaben,Von Ulme schol man dar zuo frâgenUnd von Augspurg auch da pey,Welheu da die beste sey,Und Zürich auf der Lintmag,10In der Steyrmarch Neuwenstät,In Elsayss Rastet, StrasspurgUnd in Türing Erdfurt,In Franchen vint man WirczpurgUnd den markt ze Frankenfurt,15Pabenberg schol man da kiesenUnd Münster suochen pey den Friesen,In Spenvelden Nürenperg,Prag daz leyt auf Pehmer erd,Prünn in Märhern an der march,20In Paiern Regenspurg die starch,Salczburg, München die vil reich,Passaw ist doch ir geleich,Wyen in Osterreich ist gewachsen,Halberstat das stet in Sachsen,25Meychsen ist ein stat alläynUnd hat ein march für sich gemayn,Ofen, Grân und PrespurgLigent auf Ungern furt,Chrakaw ist in Polner reich30Und auch Presslaw sein geleych,In Kärndern vint man VillachNicht gar verr von Friesach.Preussen und auch ändreu landSein mir nicht so wol bekant,35*** Dar umb ich nicht genennen chanIr stett und ker hin wider an,Da ich der gepauren botten liess,Churczleich, daz euch nicht verdriess.Die stett die brief vernament,40Wie schier sey zemen châment,Ze bedenken sich vil eben,Wem man scholte hilfe geben.Und do der tayding vil geschach,Der senador von Rôm der sprach:45** Lamparter sein weis genuog,46dDie von Franchreich sunder chluog,Teutscher man ist auch gelert,Dar umb sey in die er beschert,Was der pol von Florencz5Und der amman von Costencz,Von Pareys der haubtmanSprechent, daz sey alcz getan!Der priol, des ist mir ze vil,Sprach, doch nicht, sam ich da wil,10Sünder was ir wellt, daz sey!Und leg ein wortli aus da pey,Daz ein weiser sprach, daz ist:Besser ist ze aller fristZe richten zwüschen veintten zwäyn,15Danne zwüschen freuntten gemäin,Won der freunden in verleurÄinen, des chum ich ze teur,Der veintten mag ich gewinnen äynZe freunt, daz ist daz ich da mäyn.20Also mag ich sprechen hie:Yeder man, der wayss wol, wieUnser freunt sein NissingerAls wol sam Lappenhauser,Die schol man nicht also verliesen25Und den andern tayl derchyesenZuo unserm grossen ungewin,Das dunket mich in meinem sin.Der haubtman auch gefraget ward;Der äntwurt ze der selben vart30Und sprach: Her priol hat geredtAlso weysleich hie ze stett,Daz ich nicht bessers han ze sinne,Dar umb so wil ich volgen ymeUnd beweren sein geticht35Mit andrer red, die also spricht:Ist ein man auf häylem eys,Der ge vil gmach, so ist er weis,Und hab sich auf entwedern täyl,So vert er seine sträss mit häyl.40Also rât ich ze der sach,Daz wir beleiben mit gemach,Daz mügen wir auch sanft getuon,Won wir weder fried noch suonPrechent an den dorffgesellen,47Ob wir in nicht envolgen wellen,Und behalten ane schuldDen andern täyl in ganczer huld.Doch so leg ich eins dar zuo,5Daz man da sprichet spât und fruo:Verfluochet sey die maysterschaft,Die chupfer aus dem silber macht!Dar umb so schüllen wir die bottenSchon enphahen ane spotten.10Und in es auch derbieten wol,Sam man frömden gesten schol,Und voll die also sein gesantMit botschaft in ferreu lant,Da mit so Lappensauser sag15Zuchticleichen sagen abUnd sprechen, wie ir alteu treuwIn unsern herczen ist so neuw,Daz wir tätin an gevarAlles das, das billeich wär.20So ist der edeln leuten muotSo häyss auf unser leib und guot,Daz wir von unsern stetten nichtVarren mügen ze der geschicht,Darr umb wir bitten ire huld,25Daz seu uns halten ane schuld.Dar nach man vil sere batt*** Den gelerten amman von der statZe Costäncz an dem Podemse,Ob er ichzit wisset me30Für die andern, daz er dasSaget wol und rieti bas.** Des huob der amman an und sprach:Die vorhin rieten zuo der sach,Seyn so gerechte an ir sag,35Daz ich es nicht verbessern magVon nataur in meinem sin,Doch sam ich geleret pinVon einem, der was ein jurist,Sprich ich, daz die hilfe ist40Zwivaltich nach rechter chunst,Daz ist der schirm und auch der gunst.Ze schirmen sein wir alle gepundenEinen Cristan ze den stunden,47bSo man ym vil unrecht tuotAn leib, an er, ald an dem guot,Doch geschech das in der mass,Daz man allermanchleich lass5Ungeschlagen und gestochen,Won daz würd an uns gerochen,Ob der so geschlagen manWär eins andern undertan.Des gunstes vint man dreyerlay,10Daz sein der rât, der gewalt die zwäy,Mitworchen ist daz dritt.Râtes schol man helfen mitYedem man, der sein begert,Ist sein sache rates werd.15Tuot dann einer, daz er schol,Dem schullen wir mit hellen wolUnd ym geben also baldUnsern gunst und unsern gewalt.So mügen wir auch wirchen mit20Einem, phligt er guotter sitt,Und schafft es wol ze rechten stunden.Doch sein wir sein nit gepunden,Wen die hilfe haben wilMü und auch der zerung vil,25Er war dann, daz der selbig manUns ein soleyichs hiet getanOder tätt von herczen gern,Wolten wir sein nicht enbern.Die täding schol man doch versten,30Ob sich das dinch mag so vergen,Daz wir auch weder er noch lebenMüssin mit der hilfe geben,Ald daz äyner nicht da peyWolt der pfaffhayt werden frey,35Oder ob das helfen wärUnsern freunden nicht ze swar,Den schüllen wir missevallen nicht,Sam die tugent uns vergicht.Warind aber paydeu täyl40Unser freunt ze geleichem häyl,So schüllen wir daz schaidenZwüschen inen payden.Mag mans dann nicht untersten,So schol man zua dem ermern gen45Und in schirmen, hat er recht.Secht das duncht mich alles schleht.47cSeyn sie aber bayd geleich,An iren willen gar ze reich,So lassen wir seu also rüg,Bis seu selber werden müd;5Und was ich von den freunden sprich,Daz macht du merken hinter sichVon den veinten nâch der welt,Die die sel verkauft um gelt.Also wisst, daz ist mein rat,10Daz wir senden ieso dratMit ir potschaft unser zwen,Die mit worten unterstenSchüllen gütleich, ob seu mugen,Yren streyt mit ganczer tugend;15Und ob ir tading nicht enklek,So lâssen wir die spreuwersekVechtens werden ubervol,Ob es euch gevellet wol.*** Der herczog von Venedy sprach:20Besser red noch nie geschach.Dar zuo sagt der potestatVon Padaw: Daz ist mein rât.Von Prâg der schepfer warend drey,Die sprachen all: Daz sey, daz sey!25Also ward yeso ze handIr erber potschaft hin gesantGen Lappenhausen zuo dem rât.Ir täydinch huobens an vil drâtUmb den frid ze reden do.30Des geantwürt in also:Sagt den ewern von den steten,Wir haben seu umb hilf gepettenUnd nicht umb frid ze machen,Dar umb wir in den sachen35Zuo allen heiligen sweren,Yr gepeit auch nicht ze eren.** Die botten hin was scholtens sagen!Seu möchten vor gwisset haben,Daz ein gpaur vil selten tät,40Wes man in mit züchten pät,Dem daz haubet grosser gar,So man in gebitten gtar,Und tuot allaine, daz er muos.45Gewalt der ist sein rechteu buoss.Daz war dem Höseller ze swärUnd gedâcht, wie besser wär47dYm, auf frömder erde leben,Dann da haym des todes phlegen.Des macht er haymleich sich dar von,Sam noch die weisen sein gewon.5*** Die andern santen yeso hinZuo den dorffen in dem sin,Daz man in ze hilfe chäm.Daz erste dorff was Narrenhäym,Do hiettens mangen ohäym inn.10Daz ander dorff hiess in der Chrinn.Seu santen hin züm weyler,Den hiess man Rupfengeyler,Gen Torenhofen in dem talZuo iren freünden uber al,15Gen Leusaw unterm Höperg,Da sassen herren und auch twerg,Vil nach da pey auf grunen wisenSassen reken und auch risen.Da hietens umb und umb gesant,20Dar zuo in der hayden land,** Die Juden und die ChriechenHielten sey für siechen*** Und für nunnen zuo der geschicht,Darum so wolten seu ir nicht.25Des dauchten sich die häxen gmät.We, wie schier seu waren beräyt!Yecleicheu sass auf ein gäyssUnd flog da her, daz ich nicht wäyss,Weder tiefel in ir wär30In einem phät, daz was nicht swär,Dar an ir gemaynes zaychen wasPelsabuken chrumbe nas.Ze Lappenhausen fuorens einMit langen pürsten von dem sweyn35Und mit püchsen vol mit salb,Das mustens haben allenthalb.Daz wissten nu vil wol die twergGesessen in dem HöpergUnd wollen mit den häxen nicht40Wesen ze der selben geschicht,Wen seu mäynten sey nicht wol.Des warens auch der sinnen volUnd yeder mit seym mantel veh48Ward sieh seczent auf ein reh,Die, sprungen höh den häxen zdraczBis gen Nyssingen an placz.Die wâppen fuort man in vil gâch5Auf hohen chämeltyeren nach,Ir zaychen was ein chronter löwMit einem spruch: Mir niemant tröw!Vor inen farnder leuten vil

Dar umb so wisst und ist mein rat,Der nicht auf zehen tausent hatGewâppenter zuo seinem streyt,Der chäm gegangen mit eym scheyt,Mag er nicht gevaren bas15Und schlach die veinde in das gras!Ein pfefferchorn vil hässer ist,Dann ein grosser hauffen mist.*** Da mit so kam fro LaychdenmanFür die tür und chlochet an,20Des ward sey in gelassen do.Sey gie hin für und sprach also:** Vorhin wisst ich alweg wol,Daz chäyn weiser chomen scholVon ym selber zuo dem rât,25Da man in nicht gepetten hât;So wäyss ich nu hin wider daz,Ob einer mag geraten bas,Dann ein andrer zuo der geschicht,Die in an so grössleich trifft,30Des hât er recht und dar zuo er.Dar umb so pin ich chomen herUnd sag euch auch die tayding meinMit manger clag von grosser peyn,Deu ich an meinem herczen trag.35Unser mayger ist ein knab,Und der rât von jungen leutenDaz mag uns anders nichtz beteuten,Dann sam ich es geschribens vind:We dem lande, daz ein kind40Haben muoss ze einem herren!Won das wil ich yeso sweren,Schol daz streyten für sich gen,Diss dorf vil wenich mag bestenEinen tag, daz wayss ich wol,45cEs wirt verprent zuo einem kol,Dar zuo daz guot geraubet gar,Und ob ich es gesprechen glar,Daz kind in seiner muoter leib5Dermürdet wirt mit sampt dem weyb,Die man derschlagen und gevangen,Dar zuo hoh embor derhangen.Daz hab ich alles sampt gelesenIn der gescrift und muos auch wesen,10Won die Nyssinger die sindDes planeten Marten kind.Das muogt es dar an spuren wol,Won ir dorff ist sunden vol,Der fläschhaker seu habent vil,15Die der sterne haben wil.Da mit so wirts am Eritag,Der ist auch seinn, sam ich euch sag.So ist dar zuo der selbig sternIn seinem haus, do stet er gern,20Daz ist in dem hymelstier,Da ist er auch wol sterker zwirTrun, dann ob des nicht enwär.Dar zuo so sag ich euch die mär,Dem sternen Venus ist gegeben25Sunderleichen unser leben,Daz mügt es sehen also drât,Won diss dorff nur weyber hatUnd auch sneyder uber all,Die schaczet man in seiner zall,30Dicze süne sein kinder schullen seyn.So hat der stern auch den peyn,Daz er widersinnigs getUnd in dem hymel taraut stet,Er hat ein böseu angesicht,35Daz saumpt euch zuo der geschicht.Dar umb, vil lieben kinder meyn,Daz ir vil sälich muossin sein,Massent euch des streytesUnd wartent bessers zeytes,40Wol ir behalten leib und sel,Chinder, weyber, guot und er!*** Do nu diseu red geschach,Wie greuleich Niggel gen ir sachUnd sprach: Get aus, ir alteu hür!45Daz euch der ubel gayst enphür45dMit ewerm sternensehen!Ich wil dir des vergehen:Wär ein stieg in disem haus,Du müssist vallen ab und auf.5Laychdenman die lieff da hinUnd liess den jungen iren sin.** Colman was ein weiser pach,Dar umb er haysse waynend sprach:Nu dar, vil lieben herren guot,10Sagt, wes habt ir noch ze muot?Des sprachen do die jüngen gmäyn:Wir wellen streyten umb daz äin,Daz wir der allen keczern tantMügin pringen ze einr schand.15Dis seu der haher musse streken!Schullens uns also derschreken?Colman sprach: So tut so wolUnd sent umb hilfe, sam man scholTuon in sölher grossen not!20Daz ding ist nicht ze verr dem tod,Es ist nicht umb einn ryemn alläyn,Wisst, es gilt die haut gemäyn.Secht, das mag euch schaden nicht,Won die weyshayt also spricht:25Den freund man in den noten magVersuochen bas, dann ander tag.So tuot uns bitten auch nicht vil!Ob einr uns nicht herhören wil,Dar umb so tuot er uns kayn we,30Und wissent dar zuo bas dann e,Wer uns getreuw ist oder nicht,Daz man sich auch darnach verricht.Dar zuo ist des streytes recht,Daz man den veinten send ein knecht35In einem rosenvarwen tuoch,Mit swert und auch mit hantschuoch,Gesprenget ser mit rotem pluot.Daz ist ze einem zaychen guot,Daz man vechten mit in well.40Dar zuo widersäyt der gesellYrem leyb und yrem guot,Daz seu sich dester bas in huotHaben schüllen, so tuot ir,Welt ir haben streytes gir.45*** Diss geviel den jungen allenUnd schreuwen auf mit grossem schallen:Sim daz wär joch uns ein gnad,46Daz Colman so gesprochen hat.Und santten drat den mesner hinZuo den veinten in dem sin,Daz er die märe scholte sagen5Und daz er von in würd zerschlagen,Won sey truogen hass gen ym.Das cham ym alles ze gewin,Won er gen Nyssingen do kamUnd huob also ein red an:10** Mein herr der mäyger und der ratVon Lappenhausen yeso drâtHaben mich zuo euch gesant,Daz ich euch machen schol bekantYren gruoss nâch dem und ir15Verdienet habt, daz gelaubent mir!Dar zuo ich euch widersagEwerm leyb and euwer habVon meinen herren allesampt.Den häntschuoch nempt in ewer hand20Und auch daz pluotig swert dar zuo,Ze weren euch des morgens fruo.Auf dem Nyssvelt pey der lindenDa wellen seu sich lassen vinden.Do die potschaft was gesagt,25Strudel der was unverzagtUnd sprach: Du macht ein gselle sein,Se hin den esel, der sey dein!Ze pottenprot den gib ich dirVon meinen purgern und von mir,30Won du hast uns wol gmuotGemacht mit deinen mären guot.Trag hin swert und hantschuochUnd sag in auch den unsern fluoch,Won mit unsern äygnen swerte35Wollen wir seu all zerserten,Kämin seu nur an die stat,Da seu uns hin habend gladt.*** Der râche ward der botte fro.Gieng er vor, des räyt er do40Gen Lappenhausen wider häymUnd sayt die antwürt allen gmäyn.** Des wurden seu von fröden springend,Wütend ser und dar zuo singendUnd santten hin von gemaynem rât,45Also schier und auch gedrât46bIn die pesten stete so,Die man vinden mocht aldo.Rom die erste was genant,Gelegen in Campanierlant,5Venedy sey die ander,Und dar zuo Prugg in Flander,Galiczi hat Compostellan,Navarr allayne Pampilon,In Cathaloni Barsalon,10Die gröst in Spangen ist SibiliUnd in Provincia Marsili,Palerm der insel ze Scycili,Nâpels in dem chüngreich,Parr litt in Püllen, die geleich15Ligend alle an dem mer,Daz selbig tuond auch JanuerMit äyner statt die haysst Schavon,Dar zuo in der march Ancon,Die ligend auch dar an vil schon,20Constantinopol sey derkantDen kindern dört ze Chriechenland,Ze Zyppern in der inseln istFamagost ze aller frist,Mayorica mit seinem strich25Hat ein insel auch für sich.Das ertreych ker ich wider an,Es ist Florencz in Tuscan,Paraus und auch Asseys,Lugg, die hohe Syen und Peys,30Bolony, Pern und MäylanEin Lamparter dyr zaigen chan,Dar zuo Padaw und Ferrär,Ist dir frâgen nicht ze swär,In Freyaul ist Weyden,35Der was auch nicht ze fersweygen,Peuschendörff an underlässPhligt der besten lantsträss,Poczen daz leyt an der Etsch,Tyrol dar zuo die herren fest,40In Sophoy ist Losan,Pareys in Franchreich wol getan,Tolosen und auch MontpalierSein der steten drey vil zyer,Leuden in Prabanden,45Köln in Niderlanden,46cWurms und Speyr, Triel, Mäncz und AchDie ligend all enander nâchPey dem Rein, sam Basel tuot,Dar zuo Costencz die vil guot5Liget in dem land ze Swaben,Von Ulme schol man dar zuo frâgenUnd von Augspurg auch da pey,Welheu da die beste sey,Und Zürich auf der Lintmag,10In der Steyrmarch Neuwenstät,In Elsayss Rastet, StrasspurgUnd in Türing Erdfurt,In Franchen vint man WirczpurgUnd den markt ze Frankenfurt,15Pabenberg schol man da kiesenUnd Münster suochen pey den Friesen,In Spenvelden Nürenperg,Prag daz leyt auf Pehmer erd,Prünn in Märhern an der march,20In Paiern Regenspurg die starch,Salczburg, München die vil reich,Passaw ist doch ir geleich,Wyen in Osterreich ist gewachsen,Halberstat das stet in Sachsen,25Meychsen ist ein stat alläynUnd hat ein march für sich gemayn,Ofen, Grân und PrespurgLigent auf Ungern furt,Chrakaw ist in Polner reich30Und auch Presslaw sein geleych,In Kärndern vint man VillachNicht gar verr von Friesach.Preussen und auch ändreu landSein mir nicht so wol bekant,35*** Dar umb ich nicht genennen chanIr stett und ker hin wider an,Da ich der gepauren botten liess,Churczleich, daz euch nicht verdriess.Die stett die brief vernament,40Wie schier sey zemen châment,Ze bedenken sich vil eben,Wem man scholte hilfe geben.Und do der tayding vil geschach,Der senador von Rôm der sprach:45** Lamparter sein weis genuog,46dDie von Franchreich sunder chluog,Teutscher man ist auch gelert,Dar umb sey in die er beschert,Was der pol von Florencz5Und der amman von Costencz,Von Pareys der haubtmanSprechent, daz sey alcz getan!Der priol, des ist mir ze vil,Sprach, doch nicht, sam ich da wil,10Sünder was ir wellt, daz sey!Und leg ein wortli aus da pey,Daz ein weiser sprach, daz ist:Besser ist ze aller fristZe richten zwüschen veintten zwäyn,15Danne zwüschen freuntten gemäin,Won der freunden in verleurÄinen, des chum ich ze teur,Der veintten mag ich gewinnen äynZe freunt, daz ist daz ich da mäyn.20Also mag ich sprechen hie:Yeder man, der wayss wol, wieUnser freunt sein NissingerAls wol sam Lappenhauser,Die schol man nicht also verliesen25Und den andern tayl derchyesenZuo unserm grossen ungewin,Das dunket mich in meinem sin.Der haubtman auch gefraget ward;Der äntwurt ze der selben vart30Und sprach: Her priol hat geredtAlso weysleich hie ze stett,Daz ich nicht bessers han ze sinne,Dar umb so wil ich volgen ymeUnd beweren sein geticht35Mit andrer red, die also spricht:Ist ein man auf häylem eys,Der ge vil gmach, so ist er weis,Und hab sich auf entwedern täyl,So vert er seine sträss mit häyl.40Also rât ich ze der sach,Daz wir beleiben mit gemach,Daz mügen wir auch sanft getuon,Won wir weder fried noch suonPrechent an den dorffgesellen,47Ob wir in nicht envolgen wellen,Und behalten ane schuldDen andern täyl in ganczer huld.Doch so leg ich eins dar zuo,5Daz man da sprichet spât und fruo:Verfluochet sey die maysterschaft,Die chupfer aus dem silber macht!Dar umb so schüllen wir die bottenSchon enphahen ane spotten.10Und in es auch derbieten wol,Sam man frömden gesten schol,Und voll die also sein gesantMit botschaft in ferreu lant,Da mit so Lappensauser sag15Zuchticleichen sagen abUnd sprechen, wie ir alteu treuwIn unsern herczen ist so neuw,Daz wir tätin an gevarAlles das, das billeich wär.20So ist der edeln leuten muotSo häyss auf unser leib und guot,Daz wir von unsern stetten nichtVarren mügen ze der geschicht,Darr umb wir bitten ire huld,25Daz seu uns halten ane schuld.Dar nach man vil sere batt*** Den gelerten amman von der statZe Costäncz an dem Podemse,Ob er ichzit wisset me30Für die andern, daz er dasSaget wol und rieti bas.** Des huob der amman an und sprach:Die vorhin rieten zuo der sach,Seyn so gerechte an ir sag,35Daz ich es nicht verbessern magVon nataur in meinem sin,Doch sam ich geleret pinVon einem, der was ein jurist,Sprich ich, daz die hilfe ist40Zwivaltich nach rechter chunst,Daz ist der schirm und auch der gunst.Ze schirmen sein wir alle gepundenEinen Cristan ze den stunden,47bSo man ym vil unrecht tuotAn leib, an er, ald an dem guot,Doch geschech das in der mass,Daz man allermanchleich lass5Ungeschlagen und gestochen,Won daz würd an uns gerochen,Ob der so geschlagen manWär eins andern undertan.Des gunstes vint man dreyerlay,10Daz sein der rât, der gewalt die zwäy,Mitworchen ist daz dritt.Râtes schol man helfen mitYedem man, der sein begert,Ist sein sache rates werd.15Tuot dann einer, daz er schol,Dem schullen wir mit hellen wolUnd ym geben also baldUnsern gunst und unsern gewalt.So mügen wir auch wirchen mit20Einem, phligt er guotter sitt,Und schafft es wol ze rechten stunden.Doch sein wir sein nit gepunden,Wen die hilfe haben wilMü und auch der zerung vil,25Er war dann, daz der selbig manUns ein soleyichs hiet getanOder tätt von herczen gern,Wolten wir sein nicht enbern.Die täding schol man doch versten,30Ob sich das dinch mag so vergen,Daz wir auch weder er noch lebenMüssin mit der hilfe geben,Ald daz äyner nicht da peyWolt der pfaffhayt werden frey,35Oder ob das helfen wärUnsern freunden nicht ze swar,Den schüllen wir missevallen nicht,Sam die tugent uns vergicht.Warind aber paydeu täyl40Unser freunt ze geleichem häyl,So schüllen wir daz schaidenZwüschen inen payden.Mag mans dann nicht untersten,So schol man zua dem ermern gen45Und in schirmen, hat er recht.Secht das duncht mich alles schleht.47cSeyn sie aber bayd geleich,An iren willen gar ze reich,So lassen wir seu also rüg,Bis seu selber werden müd;5Und was ich von den freunden sprich,Daz macht du merken hinter sichVon den veinten nâch der welt,Die die sel verkauft um gelt.Also wisst, daz ist mein rat,10Daz wir senden ieso dratMit ir potschaft unser zwen,Die mit worten unterstenSchüllen gütleich, ob seu mugen,Yren streyt mit ganczer tugend;15Und ob ir tading nicht enklek,So lâssen wir die spreuwersekVechtens werden ubervol,Ob es euch gevellet wol.*** Der herczog von Venedy sprach:20Besser red noch nie geschach.Dar zuo sagt der potestatVon Padaw: Daz ist mein rât.Von Prâg der schepfer warend drey,Die sprachen all: Daz sey, daz sey!25Also ward yeso ze handIr erber potschaft hin gesantGen Lappenhausen zuo dem rât.Ir täydinch huobens an vil drâtUmb den frid ze reden do.30Des geantwürt in also:Sagt den ewern von den steten,Wir haben seu umb hilf gepettenUnd nicht umb frid ze machen,Dar umb wir in den sachen35Zuo allen heiligen sweren,Yr gepeit auch nicht ze eren.** Die botten hin was scholtens sagen!Seu möchten vor gwisset haben,Daz ein gpaur vil selten tät,40Wes man in mit züchten pät,Dem daz haubet grosser gar,So man in gebitten gtar,Und tuot allaine, daz er muos.45Gewalt der ist sein rechteu buoss.Daz war dem Höseller ze swärUnd gedâcht, wie besser wär47dYm, auf frömder erde leben,Dann da haym des todes phlegen.Des macht er haymleich sich dar von,Sam noch die weisen sein gewon.5*** Die andern santen yeso hinZuo den dorffen in dem sin,Daz man in ze hilfe chäm.Daz erste dorff was Narrenhäym,Do hiettens mangen ohäym inn.10Daz ander dorff hiess in der Chrinn.Seu santen hin züm weyler,Den hiess man Rupfengeyler,Gen Torenhofen in dem talZuo iren freünden uber al,15Gen Leusaw unterm Höperg,Da sassen herren und auch twerg,Vil nach da pey auf grunen wisenSassen reken und auch risen.Da hietens umb und umb gesant,20Dar zuo in der hayden land,** Die Juden und die ChriechenHielten sey für siechen*** Und für nunnen zuo der geschicht,Darum so wolten seu ir nicht.25Des dauchten sich die häxen gmät.We, wie schier seu waren beräyt!Yecleicheu sass auf ein gäyssUnd flog da her, daz ich nicht wäyss,Weder tiefel in ir wär30In einem phät, daz was nicht swär,Dar an ir gemaynes zaychen wasPelsabuken chrumbe nas.Ze Lappenhausen fuorens einMit langen pürsten von dem sweyn35Und mit püchsen vol mit salb,Das mustens haben allenthalb.Daz wissten nu vil wol die twergGesessen in dem HöpergUnd wollen mit den häxen nicht40Wesen ze der selben geschicht,Wen seu mäynten sey nicht wol.Des warens auch der sinnen volUnd yeder mit seym mantel veh48Ward sieh seczent auf ein reh,Die, sprungen höh den häxen zdraczBis gen Nyssingen an placz.Die wâppen fuort man in vil gâch5Auf hohen chämeltyeren nach,Ir zaychen was ein chronter löwMit einem spruch: Mir niemant tröw!Vor inen farnder leuten vil

Dar umb so wisst und ist mein rat,Der nicht auf zehen tausent hatGewâppenter zuo seinem streyt,Der chäm gegangen mit eym scheyt,Mag er nicht gevaren bas15Und schlach die veinde in das gras!Ein pfefferchorn vil hässer ist,Dann ein grosser hauffen mist.*** Da mit so kam fro LaychdenmanFür die tür und chlochet an,20Des ward sey in gelassen do.Sey gie hin für und sprach also:** Vorhin wisst ich alweg wol,Daz chäyn weiser chomen scholVon ym selber zuo dem rât,25Da man in nicht gepetten hât;So wäyss ich nu hin wider daz,Ob einer mag geraten bas,Dann ein andrer zuo der geschicht,Die in an so grössleich trifft,30Des hât er recht und dar zuo er.Dar umb so pin ich chomen herUnd sag euch auch die tayding meinMit manger clag von grosser peyn,Deu ich an meinem herczen trag.35Unser mayger ist ein knab,Und der rât von jungen leutenDaz mag uns anders nichtz beteuten,Dann sam ich es geschribens vind:We dem lande, daz ein kind40Haben muoss ze einem herren!Won das wil ich yeso sweren,Schol daz streyten für sich gen,Diss dorf vil wenich mag bestenEinen tag, daz wayss ich wol,45cEs wirt verprent zuo einem kol,Dar zuo daz guot geraubet gar,Und ob ich es gesprechen glar,Daz kind in seiner muoter leib5Dermürdet wirt mit sampt dem weyb,Die man derschlagen und gevangen,Dar zuo hoh embor derhangen.Daz hab ich alles sampt gelesenIn der gescrift und muos auch wesen,10Won die Nyssinger die sindDes planeten Marten kind.Das muogt es dar an spuren wol,Won ir dorff ist sunden vol,Der fläschhaker seu habent vil,15Die der sterne haben wil.Da mit so wirts am Eritag,Der ist auch seinn, sam ich euch sag.So ist dar zuo der selbig sternIn seinem haus, do stet er gern,20Daz ist in dem hymelstier,Da ist er auch wol sterker zwirTrun, dann ob des nicht enwär.Dar zuo so sag ich euch die mär,Dem sternen Venus ist gegeben25Sunderleichen unser leben,Daz mügt es sehen also drât,Won diss dorff nur weyber hatUnd auch sneyder uber all,Die schaczet man in seiner zall,30Dicze süne sein kinder schullen seyn.So hat der stern auch den peyn,Daz er widersinnigs getUnd in dem hymel taraut stet,Er hat ein böseu angesicht,35Daz saumpt euch zuo der geschicht.Dar umb, vil lieben kinder meyn,Daz ir vil sälich muossin sein,Massent euch des streytesUnd wartent bessers zeytes,40Wol ir behalten leib und sel,Chinder, weyber, guot und er!*** Do nu diseu red geschach,Wie greuleich Niggel gen ir sachUnd sprach: Get aus, ir alteu hür!45Daz euch der ubel gayst enphür45dMit ewerm sternensehen!Ich wil dir des vergehen:Wär ein stieg in disem haus,Du müssist vallen ab und auf.5Laychdenman die lieff da hinUnd liess den jungen iren sin.** Colman was ein weiser pach,Dar umb er haysse waynend sprach:Nu dar, vil lieben herren guot,10Sagt, wes habt ir noch ze muot?Des sprachen do die jüngen gmäyn:Wir wellen streyten umb daz äin,Daz wir der allen keczern tantMügin pringen ze einr schand.15Dis seu der haher musse streken!Schullens uns also derschreken?Colman sprach: So tut so wolUnd sent umb hilfe, sam man scholTuon in sölher grossen not!20Daz ding ist nicht ze verr dem tod,Es ist nicht umb einn ryemn alläyn,Wisst, es gilt die haut gemäyn.Secht, das mag euch schaden nicht,Won die weyshayt also spricht:25Den freund man in den noten magVersuochen bas, dann ander tag.So tuot uns bitten auch nicht vil!Ob einr uns nicht herhören wil,Dar umb so tuot er uns kayn we,30Und wissent dar zuo bas dann e,Wer uns getreuw ist oder nicht,Daz man sich auch darnach verricht.Dar zuo ist des streytes recht,Daz man den veinten send ein knecht35In einem rosenvarwen tuoch,Mit swert und auch mit hantschuoch,Gesprenget ser mit rotem pluot.Daz ist ze einem zaychen guot,Daz man vechten mit in well.40Dar zuo widersäyt der gesellYrem leyb und yrem guot,Daz seu sich dester bas in huotHaben schüllen, so tuot ir,Welt ir haben streytes gir.45*** Diss geviel den jungen allenUnd schreuwen auf mit grossem schallen:Sim daz wär joch uns ein gnad,46Daz Colman so gesprochen hat.Und santten drat den mesner hinZuo den veinten in dem sin,Daz er die märe scholte sagen5Und daz er von in würd zerschlagen,Won sey truogen hass gen ym.Das cham ym alles ze gewin,Won er gen Nyssingen do kamUnd huob also ein red an:10** Mein herr der mäyger und der ratVon Lappenhausen yeso drâtHaben mich zuo euch gesant,Daz ich euch machen schol bekantYren gruoss nâch dem und ir15Verdienet habt, daz gelaubent mir!Dar zuo ich euch widersagEwerm leyb and euwer habVon meinen herren allesampt.Den häntschuoch nempt in ewer hand20Und auch daz pluotig swert dar zuo,Ze weren euch des morgens fruo.Auf dem Nyssvelt pey der lindenDa wellen seu sich lassen vinden.Do die potschaft was gesagt,25Strudel der was unverzagtUnd sprach: Du macht ein gselle sein,Se hin den esel, der sey dein!Ze pottenprot den gib ich dirVon meinen purgern und von mir,30Won du hast uns wol gmuotGemacht mit deinen mären guot.Trag hin swert und hantschuochUnd sag in auch den unsern fluoch,Won mit unsern äygnen swerte35Wollen wir seu all zerserten,Kämin seu nur an die stat,Da seu uns hin habend gladt.*** Der râche ward der botte fro.Gieng er vor, des räyt er do40Gen Lappenhausen wider häymUnd sayt die antwürt allen gmäyn.** Des wurden seu von fröden springend,Wütend ser und dar zuo singendUnd santten hin von gemaynem rât,45Also schier und auch gedrât46bIn die pesten stete so,Die man vinden mocht aldo.Rom die erste was genant,Gelegen in Campanierlant,5Venedy sey die ander,Und dar zuo Prugg in Flander,Galiczi hat Compostellan,Navarr allayne Pampilon,In Cathaloni Barsalon,10Die gröst in Spangen ist SibiliUnd in Provincia Marsili,Palerm der insel ze Scycili,Nâpels in dem chüngreich,Parr litt in Püllen, die geleich15Ligend alle an dem mer,Daz selbig tuond auch JanuerMit äyner statt die haysst Schavon,Dar zuo in der march Ancon,Die ligend auch dar an vil schon,20Constantinopol sey derkantDen kindern dört ze Chriechenland,Ze Zyppern in der inseln istFamagost ze aller frist,Mayorica mit seinem strich25Hat ein insel auch für sich.Das ertreych ker ich wider an,Es ist Florencz in Tuscan,Paraus und auch Asseys,Lugg, die hohe Syen und Peys,30Bolony, Pern und MäylanEin Lamparter dyr zaigen chan,Dar zuo Padaw und Ferrär,Ist dir frâgen nicht ze swär,In Freyaul ist Weyden,35Der was auch nicht ze fersweygen,Peuschendörff an underlässPhligt der besten lantsträss,Poczen daz leyt an der Etsch,Tyrol dar zuo die herren fest,40In Sophoy ist Losan,Pareys in Franchreich wol getan,Tolosen und auch MontpalierSein der steten drey vil zyer,Leuden in Prabanden,45Köln in Niderlanden,46cWurms und Speyr, Triel, Mäncz und AchDie ligend all enander nâchPey dem Rein, sam Basel tuot,Dar zuo Costencz die vil guot5Liget in dem land ze Swaben,Von Ulme schol man dar zuo frâgenUnd von Augspurg auch da pey,Welheu da die beste sey,Und Zürich auf der Lintmag,10In der Steyrmarch Neuwenstät,In Elsayss Rastet, StrasspurgUnd in Türing Erdfurt,In Franchen vint man WirczpurgUnd den markt ze Frankenfurt,15Pabenberg schol man da kiesenUnd Münster suochen pey den Friesen,In Spenvelden Nürenperg,Prag daz leyt auf Pehmer erd,Prünn in Märhern an der march,20In Paiern Regenspurg die starch,Salczburg, München die vil reich,Passaw ist doch ir geleich,Wyen in Osterreich ist gewachsen,Halberstat das stet in Sachsen,25Meychsen ist ein stat alläynUnd hat ein march für sich gemayn,Ofen, Grân und PrespurgLigent auf Ungern furt,Chrakaw ist in Polner reich30Und auch Presslaw sein geleych,In Kärndern vint man VillachNicht gar verr von Friesach.Preussen und auch ändreu landSein mir nicht so wol bekant,35*** Dar umb ich nicht genennen chanIr stett und ker hin wider an,Da ich der gepauren botten liess,Churczleich, daz euch nicht verdriess.Die stett die brief vernament,40Wie schier sey zemen châment,Ze bedenken sich vil eben,Wem man scholte hilfe geben.Und do der tayding vil geschach,Der senador von Rôm der sprach:45** Lamparter sein weis genuog,46dDie von Franchreich sunder chluog,Teutscher man ist auch gelert,Dar umb sey in die er beschert,Was der pol von Florencz5Und der amman von Costencz,Von Pareys der haubtmanSprechent, daz sey alcz getan!Der priol, des ist mir ze vil,Sprach, doch nicht, sam ich da wil,10Sünder was ir wellt, daz sey!Und leg ein wortli aus da pey,Daz ein weiser sprach, daz ist:Besser ist ze aller fristZe richten zwüschen veintten zwäyn,15Danne zwüschen freuntten gemäin,Won der freunden in verleurÄinen, des chum ich ze teur,Der veintten mag ich gewinnen äynZe freunt, daz ist daz ich da mäyn.20Also mag ich sprechen hie:Yeder man, der wayss wol, wieUnser freunt sein NissingerAls wol sam Lappenhauser,Die schol man nicht also verliesen25Und den andern tayl derchyesenZuo unserm grossen ungewin,Das dunket mich in meinem sin.Der haubtman auch gefraget ward;Der äntwurt ze der selben vart30Und sprach: Her priol hat geredtAlso weysleich hie ze stett,Daz ich nicht bessers han ze sinne,Dar umb so wil ich volgen ymeUnd beweren sein geticht35Mit andrer red, die also spricht:Ist ein man auf häylem eys,Der ge vil gmach, so ist er weis,Und hab sich auf entwedern täyl,So vert er seine sträss mit häyl.40Also rât ich ze der sach,Daz wir beleiben mit gemach,Daz mügen wir auch sanft getuon,Won wir weder fried noch suonPrechent an den dorffgesellen,47Ob wir in nicht envolgen wellen,Und behalten ane schuldDen andern täyl in ganczer huld.Doch so leg ich eins dar zuo,5Daz man da sprichet spât und fruo:Verfluochet sey die maysterschaft,Die chupfer aus dem silber macht!Dar umb so schüllen wir die bottenSchon enphahen ane spotten.10Und in es auch derbieten wol,Sam man frömden gesten schol,Und voll die also sein gesantMit botschaft in ferreu lant,Da mit so Lappensauser sag15Zuchticleichen sagen abUnd sprechen, wie ir alteu treuwIn unsern herczen ist so neuw,Daz wir tätin an gevarAlles das, das billeich wär.20So ist der edeln leuten muotSo häyss auf unser leib und guot,Daz wir von unsern stetten nichtVarren mügen ze der geschicht,Darr umb wir bitten ire huld,25Daz seu uns halten ane schuld.Dar nach man vil sere batt*** Den gelerten amman von der statZe Costäncz an dem Podemse,Ob er ichzit wisset me30Für die andern, daz er dasSaget wol und rieti bas.** Des huob der amman an und sprach:Die vorhin rieten zuo der sach,Seyn so gerechte an ir sag,35Daz ich es nicht verbessern magVon nataur in meinem sin,Doch sam ich geleret pinVon einem, der was ein jurist,Sprich ich, daz die hilfe ist40Zwivaltich nach rechter chunst,Daz ist der schirm und auch der gunst.Ze schirmen sein wir alle gepundenEinen Cristan ze den stunden,47bSo man ym vil unrecht tuotAn leib, an er, ald an dem guot,Doch geschech das in der mass,Daz man allermanchleich lass5Ungeschlagen und gestochen,Won daz würd an uns gerochen,Ob der so geschlagen manWär eins andern undertan.Des gunstes vint man dreyerlay,10Daz sein der rât, der gewalt die zwäy,Mitworchen ist daz dritt.Râtes schol man helfen mitYedem man, der sein begert,Ist sein sache rates werd.15Tuot dann einer, daz er schol,Dem schullen wir mit hellen wolUnd ym geben also baldUnsern gunst und unsern gewalt.So mügen wir auch wirchen mit20Einem, phligt er guotter sitt,Und schafft es wol ze rechten stunden.Doch sein wir sein nit gepunden,Wen die hilfe haben wilMü und auch der zerung vil,25Er war dann, daz der selbig manUns ein soleyichs hiet getanOder tätt von herczen gern,Wolten wir sein nicht enbern.Die täding schol man doch versten,30Ob sich das dinch mag so vergen,Daz wir auch weder er noch lebenMüssin mit der hilfe geben,Ald daz äyner nicht da peyWolt der pfaffhayt werden frey,35Oder ob das helfen wärUnsern freunden nicht ze swar,Den schüllen wir missevallen nicht,Sam die tugent uns vergicht.Warind aber paydeu täyl40Unser freunt ze geleichem häyl,So schüllen wir daz schaidenZwüschen inen payden.Mag mans dann nicht untersten,So schol man zua dem ermern gen45Und in schirmen, hat er recht.Secht das duncht mich alles schleht.47cSeyn sie aber bayd geleich,An iren willen gar ze reich,So lassen wir seu also rüg,Bis seu selber werden müd;5Und was ich von den freunden sprich,Daz macht du merken hinter sichVon den veinten nâch der welt,Die die sel verkauft um gelt.Also wisst, daz ist mein rat,10Daz wir senden ieso dratMit ir potschaft unser zwen,Die mit worten unterstenSchüllen gütleich, ob seu mugen,Yren streyt mit ganczer tugend;15Und ob ir tading nicht enklek,So lâssen wir die spreuwersekVechtens werden ubervol,Ob es euch gevellet wol.*** Der herczog von Venedy sprach:20Besser red noch nie geschach.Dar zuo sagt der potestatVon Padaw: Daz ist mein rât.Von Prâg der schepfer warend drey,Die sprachen all: Daz sey, daz sey!25Also ward yeso ze handIr erber potschaft hin gesantGen Lappenhausen zuo dem rât.Ir täydinch huobens an vil drâtUmb den frid ze reden do.30Des geantwürt in also:Sagt den ewern von den steten,Wir haben seu umb hilf gepettenUnd nicht umb frid ze machen,Dar umb wir in den sachen35Zuo allen heiligen sweren,Yr gepeit auch nicht ze eren.** Die botten hin was scholtens sagen!Seu möchten vor gwisset haben,Daz ein gpaur vil selten tät,40Wes man in mit züchten pät,Dem daz haubet grosser gar,So man in gebitten gtar,Und tuot allaine, daz er muos.45Gewalt der ist sein rechteu buoss.Daz war dem Höseller ze swärUnd gedâcht, wie besser wär47dYm, auf frömder erde leben,Dann da haym des todes phlegen.Des macht er haymleich sich dar von,Sam noch die weisen sein gewon.5*** Die andern santen yeso hinZuo den dorffen in dem sin,Daz man in ze hilfe chäm.Daz erste dorff was Narrenhäym,Do hiettens mangen ohäym inn.10Daz ander dorff hiess in der Chrinn.Seu santen hin züm weyler,Den hiess man Rupfengeyler,Gen Torenhofen in dem talZuo iren freünden uber al,15Gen Leusaw unterm Höperg,Da sassen herren und auch twerg,Vil nach da pey auf grunen wisenSassen reken und auch risen.Da hietens umb und umb gesant,20Dar zuo in der hayden land,** Die Juden und die ChriechenHielten sey für siechen*** Und für nunnen zuo der geschicht,Darum so wolten seu ir nicht.25Des dauchten sich die häxen gmät.We, wie schier seu waren beräyt!Yecleicheu sass auf ein gäyssUnd flog da her, daz ich nicht wäyss,Weder tiefel in ir wär30In einem phät, daz was nicht swär,Dar an ir gemaynes zaychen wasPelsabuken chrumbe nas.Ze Lappenhausen fuorens einMit langen pürsten von dem sweyn35Und mit püchsen vol mit salb,Das mustens haben allenthalb.Daz wissten nu vil wol die twergGesessen in dem HöpergUnd wollen mit den häxen nicht40Wesen ze der selben geschicht,Wen seu mäynten sey nicht wol.Des warens auch der sinnen volUnd yeder mit seym mantel veh48Ward sieh seczent auf ein reh,Die, sprungen höh den häxen zdraczBis gen Nyssingen an placz.Die wâppen fuort man in vil gâch5Auf hohen chämeltyeren nach,Ir zaychen was ein chronter löwMit einem spruch: Mir niemant tröw!Vor inen farnder leuten vil

Dar umb so wisst und ist mein rat,Der nicht auf zehen tausent hatGewâppenter zuo seinem streyt,Der chäm gegangen mit eym scheyt,Mag er nicht gevaren bas15Und schlach die veinde in das gras!Ein pfefferchorn vil hässer ist,Dann ein grosser hauffen mist.*** Da mit so kam fro LaychdenmanFür die tür und chlochet an,20Des ward sey in gelassen do.Sey gie hin für und sprach also:** Vorhin wisst ich alweg wol,Daz chäyn weiser chomen scholVon ym selber zuo dem rât,25Da man in nicht gepetten hât;So wäyss ich nu hin wider daz,Ob einer mag geraten bas,Dann ein andrer zuo der geschicht,Die in an so grössleich trifft,30Des hât er recht und dar zuo er.Dar umb so pin ich chomen herUnd sag euch auch die tayding meinMit manger clag von grosser peyn,Deu ich an meinem herczen trag.35Unser mayger ist ein knab,Und der rât von jungen leutenDaz mag uns anders nichtz beteuten,Dann sam ich es geschribens vind:We dem lande, daz ein kind40Haben muoss ze einem herren!Won das wil ich yeso sweren,Schol daz streyten für sich gen,Diss dorf vil wenich mag bestenEinen tag, daz wayss ich wol,45cEs wirt verprent zuo einem kol,Dar zuo daz guot geraubet gar,Und ob ich es gesprechen glar,Daz kind in seiner muoter leib5Dermürdet wirt mit sampt dem weyb,Die man derschlagen und gevangen,Dar zuo hoh embor derhangen.Daz hab ich alles sampt gelesenIn der gescrift und muos auch wesen,10Won die Nyssinger die sindDes planeten Marten kind.Das muogt es dar an spuren wol,Won ir dorff ist sunden vol,Der fläschhaker seu habent vil,15Die der sterne haben wil.Da mit so wirts am Eritag,Der ist auch seinn, sam ich euch sag.So ist dar zuo der selbig sternIn seinem haus, do stet er gern,20Daz ist in dem hymelstier,Da ist er auch wol sterker zwirTrun, dann ob des nicht enwär.Dar zuo so sag ich euch die mär,Dem sternen Venus ist gegeben25Sunderleichen unser leben,Daz mügt es sehen also drât,Won diss dorff nur weyber hatUnd auch sneyder uber all,Die schaczet man in seiner zall,30Dicze süne sein kinder schullen seyn.So hat der stern auch den peyn,Daz er widersinnigs getUnd in dem hymel taraut stet,Er hat ein böseu angesicht,35Daz saumpt euch zuo der geschicht.Dar umb, vil lieben kinder meyn,Daz ir vil sälich muossin sein,Massent euch des streytesUnd wartent bessers zeytes,40Wol ir behalten leib und sel,Chinder, weyber, guot und er!*** Do nu diseu red geschach,Wie greuleich Niggel gen ir sachUnd sprach: Get aus, ir alteu hür!45Daz euch der ubel gayst enphür45dMit ewerm sternensehen!Ich wil dir des vergehen:Wär ein stieg in disem haus,Du müssist vallen ab und auf.5Laychdenman die lieff da hinUnd liess den jungen iren sin.** Colman was ein weiser pach,Dar umb er haysse waynend sprach:Nu dar, vil lieben herren guot,10Sagt, wes habt ir noch ze muot?Des sprachen do die jüngen gmäyn:Wir wellen streyten umb daz äin,Daz wir der allen keczern tantMügin pringen ze einr schand.15Dis seu der haher musse streken!Schullens uns also derschreken?Colman sprach: So tut so wolUnd sent umb hilfe, sam man scholTuon in sölher grossen not!20Daz ding ist nicht ze verr dem tod,Es ist nicht umb einn ryemn alläyn,Wisst, es gilt die haut gemäyn.Secht, das mag euch schaden nicht,Won die weyshayt also spricht:25Den freund man in den noten magVersuochen bas, dann ander tag.So tuot uns bitten auch nicht vil!Ob einr uns nicht herhören wil,Dar umb so tuot er uns kayn we,30Und wissent dar zuo bas dann e,Wer uns getreuw ist oder nicht,Daz man sich auch darnach verricht.Dar zuo ist des streytes recht,Daz man den veinten send ein knecht35In einem rosenvarwen tuoch,Mit swert und auch mit hantschuoch,Gesprenget ser mit rotem pluot.Daz ist ze einem zaychen guot,Daz man vechten mit in well.40Dar zuo widersäyt der gesellYrem leyb und yrem guot,Daz seu sich dester bas in huotHaben schüllen, so tuot ir,Welt ir haben streytes gir.45*** Diss geviel den jungen allenUnd schreuwen auf mit grossem schallen:Sim daz wär joch uns ein gnad,46Daz Colman so gesprochen hat.Und santten drat den mesner hinZuo den veinten in dem sin,Daz er die märe scholte sagen5Und daz er von in würd zerschlagen,Won sey truogen hass gen ym.Das cham ym alles ze gewin,Won er gen Nyssingen do kamUnd huob also ein red an:10** Mein herr der mäyger und der ratVon Lappenhausen yeso drâtHaben mich zuo euch gesant,Daz ich euch machen schol bekantYren gruoss nâch dem und ir15Verdienet habt, daz gelaubent mir!Dar zuo ich euch widersagEwerm leyb and euwer habVon meinen herren allesampt.Den häntschuoch nempt in ewer hand20Und auch daz pluotig swert dar zuo,Ze weren euch des morgens fruo.Auf dem Nyssvelt pey der lindenDa wellen seu sich lassen vinden.Do die potschaft was gesagt,25Strudel der was unverzagtUnd sprach: Du macht ein gselle sein,Se hin den esel, der sey dein!Ze pottenprot den gib ich dirVon meinen purgern und von mir,30Won du hast uns wol gmuotGemacht mit deinen mären guot.Trag hin swert und hantschuochUnd sag in auch den unsern fluoch,Won mit unsern äygnen swerte35Wollen wir seu all zerserten,Kämin seu nur an die stat,Da seu uns hin habend gladt.*** Der râche ward der botte fro.Gieng er vor, des räyt er do40Gen Lappenhausen wider häymUnd sayt die antwürt allen gmäyn.** Des wurden seu von fröden springend,Wütend ser und dar zuo singendUnd santten hin von gemaynem rât,45Also schier und auch gedrât46bIn die pesten stete so,Die man vinden mocht aldo.Rom die erste was genant,Gelegen in Campanierlant,5Venedy sey die ander,Und dar zuo Prugg in Flander,Galiczi hat Compostellan,Navarr allayne Pampilon,In Cathaloni Barsalon,10Die gröst in Spangen ist SibiliUnd in Provincia Marsili,Palerm der insel ze Scycili,Nâpels in dem chüngreich,Parr litt in Püllen, die geleich15Ligend alle an dem mer,Daz selbig tuond auch JanuerMit äyner statt die haysst Schavon,Dar zuo in der march Ancon,Die ligend auch dar an vil schon,20Constantinopol sey derkantDen kindern dört ze Chriechenland,Ze Zyppern in der inseln istFamagost ze aller frist,Mayorica mit seinem strich25Hat ein insel auch für sich.Das ertreych ker ich wider an,Es ist Florencz in Tuscan,Paraus und auch Asseys,Lugg, die hohe Syen und Peys,30Bolony, Pern und MäylanEin Lamparter dyr zaigen chan,Dar zuo Padaw und Ferrär,Ist dir frâgen nicht ze swär,In Freyaul ist Weyden,35Der was auch nicht ze fersweygen,Peuschendörff an underlässPhligt der besten lantsträss,Poczen daz leyt an der Etsch,Tyrol dar zuo die herren fest,40In Sophoy ist Losan,Pareys in Franchreich wol getan,Tolosen und auch MontpalierSein der steten drey vil zyer,Leuden in Prabanden,45Köln in Niderlanden,46cWurms und Speyr, Triel, Mäncz und AchDie ligend all enander nâchPey dem Rein, sam Basel tuot,Dar zuo Costencz die vil guot5Liget in dem land ze Swaben,Von Ulme schol man dar zuo frâgenUnd von Augspurg auch da pey,Welheu da die beste sey,Und Zürich auf der Lintmag,10In der Steyrmarch Neuwenstät,In Elsayss Rastet, StrasspurgUnd in Türing Erdfurt,In Franchen vint man WirczpurgUnd den markt ze Frankenfurt,15Pabenberg schol man da kiesenUnd Münster suochen pey den Friesen,In Spenvelden Nürenperg,Prag daz leyt auf Pehmer erd,Prünn in Märhern an der march,20In Paiern Regenspurg die starch,Salczburg, München die vil reich,Passaw ist doch ir geleich,Wyen in Osterreich ist gewachsen,Halberstat das stet in Sachsen,25Meychsen ist ein stat alläynUnd hat ein march für sich gemayn,Ofen, Grân und PrespurgLigent auf Ungern furt,Chrakaw ist in Polner reich30Und auch Presslaw sein geleych,In Kärndern vint man VillachNicht gar verr von Friesach.Preussen und auch ändreu landSein mir nicht so wol bekant,35*** Dar umb ich nicht genennen chanIr stett und ker hin wider an,Da ich der gepauren botten liess,Churczleich, daz euch nicht verdriess.Die stett die brief vernament,40Wie schier sey zemen châment,Ze bedenken sich vil eben,Wem man scholte hilfe geben.Und do der tayding vil geschach,Der senador von Rôm der sprach:45** Lamparter sein weis genuog,46dDie von Franchreich sunder chluog,Teutscher man ist auch gelert,Dar umb sey in die er beschert,Was der pol von Florencz5Und der amman von Costencz,Von Pareys der haubtmanSprechent, daz sey alcz getan!Der priol, des ist mir ze vil,Sprach, doch nicht, sam ich da wil,10Sünder was ir wellt, daz sey!Und leg ein wortli aus da pey,Daz ein weiser sprach, daz ist:Besser ist ze aller fristZe richten zwüschen veintten zwäyn,15Danne zwüschen freuntten gemäin,Won der freunden in verleurÄinen, des chum ich ze teur,Der veintten mag ich gewinnen äynZe freunt, daz ist daz ich da mäyn.20Also mag ich sprechen hie:Yeder man, der wayss wol, wieUnser freunt sein NissingerAls wol sam Lappenhauser,Die schol man nicht also verliesen25Und den andern tayl derchyesenZuo unserm grossen ungewin,Das dunket mich in meinem sin.Der haubtman auch gefraget ward;Der äntwurt ze der selben vart30Und sprach: Her priol hat geredtAlso weysleich hie ze stett,Daz ich nicht bessers han ze sinne,Dar umb so wil ich volgen ymeUnd beweren sein geticht35Mit andrer red, die also spricht:Ist ein man auf häylem eys,Der ge vil gmach, so ist er weis,Und hab sich auf entwedern täyl,So vert er seine sträss mit häyl.40Also rât ich ze der sach,Daz wir beleiben mit gemach,Daz mügen wir auch sanft getuon,Won wir weder fried noch suonPrechent an den dorffgesellen,47Ob wir in nicht envolgen wellen,Und behalten ane schuldDen andern täyl in ganczer huld.Doch so leg ich eins dar zuo,5Daz man da sprichet spât und fruo:Verfluochet sey die maysterschaft,Die chupfer aus dem silber macht!Dar umb so schüllen wir die bottenSchon enphahen ane spotten.10Und in es auch derbieten wol,Sam man frömden gesten schol,Und voll die also sein gesantMit botschaft in ferreu lant,Da mit so Lappensauser sag15Zuchticleichen sagen abUnd sprechen, wie ir alteu treuwIn unsern herczen ist so neuw,Daz wir tätin an gevarAlles das, das billeich wär.20So ist der edeln leuten muotSo häyss auf unser leib und guot,Daz wir von unsern stetten nichtVarren mügen ze der geschicht,Darr umb wir bitten ire huld,25Daz seu uns halten ane schuld.Dar nach man vil sere batt*** Den gelerten amman von der statZe Costäncz an dem Podemse,Ob er ichzit wisset me30Für die andern, daz er dasSaget wol und rieti bas.** Des huob der amman an und sprach:Die vorhin rieten zuo der sach,Seyn so gerechte an ir sag,35Daz ich es nicht verbessern magVon nataur in meinem sin,Doch sam ich geleret pinVon einem, der was ein jurist,Sprich ich, daz die hilfe ist40Zwivaltich nach rechter chunst,Daz ist der schirm und auch der gunst.Ze schirmen sein wir alle gepundenEinen Cristan ze den stunden,47bSo man ym vil unrecht tuotAn leib, an er, ald an dem guot,Doch geschech das in der mass,Daz man allermanchleich lass5Ungeschlagen und gestochen,Won daz würd an uns gerochen,Ob der so geschlagen manWär eins andern undertan.Des gunstes vint man dreyerlay,10Daz sein der rât, der gewalt die zwäy,Mitworchen ist daz dritt.Râtes schol man helfen mitYedem man, der sein begert,Ist sein sache rates werd.15Tuot dann einer, daz er schol,Dem schullen wir mit hellen wolUnd ym geben also baldUnsern gunst und unsern gewalt.So mügen wir auch wirchen mit20Einem, phligt er guotter sitt,Und schafft es wol ze rechten stunden.Doch sein wir sein nit gepunden,Wen die hilfe haben wilMü und auch der zerung vil,25Er war dann, daz der selbig manUns ein soleyichs hiet getanOder tätt von herczen gern,Wolten wir sein nicht enbern.Die täding schol man doch versten,30Ob sich das dinch mag so vergen,Daz wir auch weder er noch lebenMüssin mit der hilfe geben,Ald daz äyner nicht da peyWolt der pfaffhayt werden frey,35Oder ob das helfen wärUnsern freunden nicht ze swar,Den schüllen wir missevallen nicht,Sam die tugent uns vergicht.Warind aber paydeu täyl40Unser freunt ze geleichem häyl,So schüllen wir daz schaidenZwüschen inen payden.Mag mans dann nicht untersten,So schol man zua dem ermern gen45Und in schirmen, hat er recht.Secht das duncht mich alles schleht.47cSeyn sie aber bayd geleich,An iren willen gar ze reich,So lassen wir seu also rüg,Bis seu selber werden müd;5Und was ich von den freunden sprich,Daz macht du merken hinter sichVon den veinten nâch der welt,Die die sel verkauft um gelt.Also wisst, daz ist mein rat,10Daz wir senden ieso dratMit ir potschaft unser zwen,Die mit worten unterstenSchüllen gütleich, ob seu mugen,Yren streyt mit ganczer tugend;15Und ob ir tading nicht enklek,So lâssen wir die spreuwersekVechtens werden ubervol,Ob es euch gevellet wol.*** Der herczog von Venedy sprach:20Besser red noch nie geschach.Dar zuo sagt der potestatVon Padaw: Daz ist mein rât.Von Prâg der schepfer warend drey,Die sprachen all: Daz sey, daz sey!25Also ward yeso ze handIr erber potschaft hin gesantGen Lappenhausen zuo dem rât.Ir täydinch huobens an vil drâtUmb den frid ze reden do.30Des geantwürt in also:Sagt den ewern von den steten,Wir haben seu umb hilf gepettenUnd nicht umb frid ze machen,Dar umb wir in den sachen35Zuo allen heiligen sweren,Yr gepeit auch nicht ze eren.** Die botten hin was scholtens sagen!Seu möchten vor gwisset haben,Daz ein gpaur vil selten tät,40Wes man in mit züchten pät,Dem daz haubet grosser gar,So man in gebitten gtar,Und tuot allaine, daz er muos.45Gewalt der ist sein rechteu buoss.Daz war dem Höseller ze swärUnd gedâcht, wie besser wär47dYm, auf frömder erde leben,Dann da haym des todes phlegen.Des macht er haymleich sich dar von,Sam noch die weisen sein gewon.5*** Die andern santen yeso hinZuo den dorffen in dem sin,Daz man in ze hilfe chäm.Daz erste dorff was Narrenhäym,Do hiettens mangen ohäym inn.10Daz ander dorff hiess in der Chrinn.Seu santen hin züm weyler,Den hiess man Rupfengeyler,Gen Torenhofen in dem talZuo iren freünden uber al,15Gen Leusaw unterm Höperg,Da sassen herren und auch twerg,Vil nach da pey auf grunen wisenSassen reken und auch risen.Da hietens umb und umb gesant,20Dar zuo in der hayden land,** Die Juden und die ChriechenHielten sey für siechen*** Und für nunnen zuo der geschicht,Darum so wolten seu ir nicht.25Des dauchten sich die häxen gmät.We, wie schier seu waren beräyt!Yecleicheu sass auf ein gäyssUnd flog da her, daz ich nicht wäyss,Weder tiefel in ir wär30In einem phät, daz was nicht swär,Dar an ir gemaynes zaychen wasPelsabuken chrumbe nas.Ze Lappenhausen fuorens einMit langen pürsten von dem sweyn35Und mit püchsen vol mit salb,Das mustens haben allenthalb.Daz wissten nu vil wol die twergGesessen in dem HöpergUnd wollen mit den häxen nicht40Wesen ze der selben geschicht,Wen seu mäynten sey nicht wol.Des warens auch der sinnen volUnd yeder mit seym mantel veh48Ward sieh seczent auf ein reh,Die, sprungen höh den häxen zdraczBis gen Nyssingen an placz.Die wâppen fuort man in vil gâch5Auf hohen chämeltyeren nach,Ir zaychen was ein chronter löwMit einem spruch: Mir niemant tröw!Vor inen farnder leuten vil

Dar umb so wisst und ist mein rat,

Der nicht auf zehen tausent hat

Gewâppenter zuo seinem streyt,

Der chäm gegangen mit eym scheyt,

Mag er nicht gevaren bas15

Und schlach die veinde in das gras!

Ein pfefferchorn vil hässer ist,

Dann ein grosser hauffen mist.

*** Da mit so kam fro Laychdenman

Für die tür und chlochet an,20

Des ward sey in gelassen do.

Sey gie hin für und sprach also:

** Vorhin wisst ich alweg wol,

Daz chäyn weiser chomen schol

Von ym selber zuo dem rât,25

Da man in nicht gepetten hât;

So wäyss ich nu hin wider daz,

Ob einer mag geraten bas,

Dann ein andrer zuo der geschicht,

Die in an so grössleich trifft,30

Des hât er recht und dar zuo er.

Dar umb so pin ich chomen her

Und sag euch auch die tayding mein

Mit manger clag von grosser peyn,

Deu ich an meinem herczen trag.35

Unser mayger ist ein knab,

Und der rât von jungen leuten

Daz mag uns anders nichtz beteuten,

Dann sam ich es geschribens vind:

We dem lande, daz ein kind40

Haben muoss ze einem herren!

Won das wil ich yeso sweren,

Schol daz streyten für sich gen,

Diss dorf vil wenich mag besten

Einen tag, daz wayss ich wol,45c

Es wirt verprent zuo einem kol,

Dar zuo daz guot geraubet gar,

Und ob ich es gesprechen glar,

Daz kind in seiner muoter leib5

Dermürdet wirt mit sampt dem weyb,

Die man derschlagen und gevangen,

Dar zuo hoh embor derhangen.

Daz hab ich alles sampt gelesen

In der gescrift und muos auch wesen,10

Won die Nyssinger die sind

Des planeten Marten kind.

Das muogt es dar an spuren wol,

Won ir dorff ist sunden vol,

Der fläschhaker seu habent vil,15

Die der sterne haben wil.

Da mit so wirts am Eritag,

Der ist auch seinn, sam ich euch sag.

So ist dar zuo der selbig stern

In seinem haus, do stet er gern,20

Daz ist in dem hymelstier,

Da ist er auch wol sterker zwir

Trun, dann ob des nicht enwär.

Dar zuo so sag ich euch die mär,

Dem sternen Venus ist gegeben25

Sunderleichen unser leben,

Daz mügt es sehen also drât,

Won diss dorff nur weyber hat

Und auch sneyder uber all,

Die schaczet man in seiner zall,30

Dicze süne sein kinder schullen seyn.

So hat der stern auch den peyn,

Daz er widersinnigs get

Und in dem hymel taraut stet,

Er hat ein böseu angesicht,35

Daz saumpt euch zuo der geschicht.

Dar umb, vil lieben kinder meyn,

Daz ir vil sälich muossin sein,

Massent euch des streytes

Und wartent bessers zeytes,40

Wol ir behalten leib und sel,

Chinder, weyber, guot und er!

*** Do nu diseu red geschach,

Wie greuleich Niggel gen ir sach

Und sprach: Get aus, ir alteu hür!45

Daz euch der ubel gayst enphür45d

Mit ewerm sternensehen!

Ich wil dir des vergehen:

Wär ein stieg in disem haus,

Du müssist vallen ab und auf.5

Laychdenman die lieff da hin

Und liess den jungen iren sin.

** Colman was ein weiser pach,

Dar umb er haysse waynend sprach:

Nu dar, vil lieben herren guot,10

Sagt, wes habt ir noch ze muot?

Des sprachen do die jüngen gmäyn:

Wir wellen streyten umb daz äin,

Daz wir der allen keczern tant

Mügin pringen ze einr schand.15

Dis seu der haher musse streken!

Schullens uns also derschreken?

Colman sprach: So tut so wol

Und sent umb hilfe, sam man schol

Tuon in sölher grossen not!20

Daz ding ist nicht ze verr dem tod,

Es ist nicht umb einn ryemn alläyn,

Wisst, es gilt die haut gemäyn.

Secht, das mag euch schaden nicht,

Won die weyshayt also spricht:25

Den freund man in den noten mag

Versuochen bas, dann ander tag.

So tuot uns bitten auch nicht vil!

Ob einr uns nicht herhören wil,

Dar umb so tuot er uns kayn we,30

Und wissent dar zuo bas dann e,

Wer uns getreuw ist oder nicht,

Daz man sich auch darnach verricht.

Dar zuo ist des streytes recht,

Daz man den veinten send ein knecht35

In einem rosenvarwen tuoch,

Mit swert und auch mit hantschuoch,

Gesprenget ser mit rotem pluot.

Daz ist ze einem zaychen guot,

Daz man vechten mit in well.40

Dar zuo widersäyt der gesell

Yrem leyb und yrem guot,

Daz seu sich dester bas in huot

Haben schüllen, so tuot ir,

Welt ir haben streytes gir.45

*** Diss geviel den jungen allen

Und schreuwen auf mit grossem schallen:

Sim daz wär joch uns ein gnad,46

Daz Colman so gesprochen hat.

Und santten drat den mesner hin

Zuo den veinten in dem sin,

Daz er die märe scholte sagen5

Und daz er von in würd zerschlagen,

Won sey truogen hass gen ym.

Das cham ym alles ze gewin,

Won er gen Nyssingen do kam

Und huob also ein red an:10

** Mein herr der mäyger und der rat

Von Lappenhausen yeso drât

Haben mich zuo euch gesant,

Daz ich euch machen schol bekant

Yren gruoss nâch dem und ir15

Verdienet habt, daz gelaubent mir!

Dar zuo ich euch widersag

Ewerm leyb and euwer hab

Von meinen herren allesampt.

Den häntschuoch nempt in ewer hand20

Und auch daz pluotig swert dar zuo,

Ze weren euch des morgens fruo.

Auf dem Nyssvelt pey der linden

Da wellen seu sich lassen vinden.

Do die potschaft was gesagt,25

Strudel der was unverzagt

Und sprach: Du macht ein gselle sein,

Se hin den esel, der sey dein!

Ze pottenprot den gib ich dir

Von meinen purgern und von mir,30

Won du hast uns wol gmuot

Gemacht mit deinen mären guot.

Trag hin swert und hantschuoch

Und sag in auch den unsern fluoch,

Won mit unsern äygnen swerte35

Wollen wir seu all zerserten,

Kämin seu nur an die stat,

Da seu uns hin habend gladt.

*** Der râche ward der botte fro.

Gieng er vor, des räyt er do40

Gen Lappenhausen wider häym

Und sayt die antwürt allen gmäyn.

** Des wurden seu von fröden springend,

Wütend ser und dar zuo singend

Und santten hin von gemaynem rât,45

Also schier und auch gedrât46b

In die pesten stete so,

Die man vinden mocht aldo.

Rom die erste was genant,

Gelegen in Campanierlant,5

Venedy sey die ander,

Und dar zuo Prugg in Flander,

Galiczi hat Compostellan,

Navarr allayne Pampilon,

In Cathaloni Barsalon,10

Die gröst in Spangen ist Sibili

Und in Provincia Marsili,

Palerm der insel ze Scycili,

Nâpels in dem chüngreich,

Parr litt in Püllen, die geleich15

Ligend alle an dem mer,

Daz selbig tuond auch Januer

Mit äyner statt die haysst Schavon,

Dar zuo in der march Ancon,

Die ligend auch dar an vil schon,20

Constantinopol sey derkant

Den kindern dört ze Chriechenland,

Ze Zyppern in der inseln ist

Famagost ze aller frist,

Mayorica mit seinem strich25

Hat ein insel auch für sich.

Das ertreych ker ich wider an,

Es ist Florencz in Tuscan,

Paraus und auch Asseys,

Lugg, die hohe Syen und Peys,30

Bolony, Pern und Mäylan

Ein Lamparter dyr zaigen chan,

Dar zuo Padaw und Ferrär,

Ist dir frâgen nicht ze swär,

In Freyaul ist Weyden,35

Der was auch nicht ze fersweygen,

Peuschendörff an underläss

Phligt der besten lantsträss,

Poczen daz leyt an der Etsch,

Tyrol dar zuo die herren fest,40

In Sophoy ist Losan,

Pareys in Franchreich wol getan,

Tolosen und auch Montpalier

Sein der steten drey vil zyer,

Leuden in Prabanden,45

Köln in Niderlanden,46c

Wurms und Speyr, Triel, Mäncz und Ach

Die ligend all enander nâch

Pey dem Rein, sam Basel tuot,

Dar zuo Costencz die vil guot5

Liget in dem land ze Swaben,

Von Ulme schol man dar zuo frâgen

Und von Augspurg auch da pey,

Welheu da die beste sey,

Und Zürich auf der Lintmag,10

In der Steyrmarch Neuwenstät,

In Elsayss Rastet, Strasspurg

Und in Türing Erdfurt,

In Franchen vint man Wirczpurg

Und den markt ze Frankenfurt,15

Pabenberg schol man da kiesen

Und Münster suochen pey den Friesen,

In Spenvelden Nürenperg,

Prag daz leyt auf Pehmer erd,

Prünn in Märhern an der march,20

In Paiern Regenspurg die starch,

Salczburg, München die vil reich,

Passaw ist doch ir geleich,

Wyen in Osterreich ist gewachsen,

Halberstat das stet in Sachsen,25

Meychsen ist ein stat alläyn

Und hat ein march für sich gemayn,

Ofen, Grân und Prespurg

Ligent auf Ungern furt,

Chrakaw ist in Polner reich30

Und auch Presslaw sein geleych,

In Kärndern vint man Villach

Nicht gar verr von Friesach.

Preussen und auch ändreu land

Sein mir nicht so wol bekant,35

*** Dar umb ich nicht genennen chan

Ir stett und ker hin wider an,

Da ich der gepauren botten liess,

Churczleich, daz euch nicht verdriess.

Die stett die brief vernament,40

Wie schier sey zemen châment,

Ze bedenken sich vil eben,

Wem man scholte hilfe geben.

Und do der tayding vil geschach,

Der senador von Rôm der sprach:45

** Lamparter sein weis genuog,46d

Die von Franchreich sunder chluog,

Teutscher man ist auch gelert,

Dar umb sey in die er beschert,

Was der pol von Florencz5

Und der amman von Costencz,

Von Pareys der haubtman

Sprechent, daz sey alcz getan!

Der priol, des ist mir ze vil,

Sprach, doch nicht, sam ich da wil,10

Sünder was ir wellt, daz sey!

Und leg ein wortli aus da pey,

Daz ein weiser sprach, daz ist:

Besser ist ze aller frist

Ze richten zwüschen veintten zwäyn,15

Danne zwüschen freuntten gemäin,

Won der freunden in verleur

Äinen, des chum ich ze teur,

Der veintten mag ich gewinnen äyn

Ze freunt, daz ist daz ich da mäyn.20

Also mag ich sprechen hie:

Yeder man, der wayss wol, wie

Unser freunt sein Nissinger

Als wol sam Lappenhauser,

Die schol man nicht also verliesen25

Und den andern tayl derchyesen

Zuo unserm grossen ungewin,

Das dunket mich in meinem sin.

Der haubtman auch gefraget ward;

Der äntwurt ze der selben vart30

Und sprach: Her priol hat geredt

Also weysleich hie ze stett,

Daz ich nicht bessers han ze sinne,

Dar umb so wil ich volgen yme

Und beweren sein geticht35

Mit andrer red, die also spricht:

Ist ein man auf häylem eys,

Der ge vil gmach, so ist er weis,

Und hab sich auf entwedern täyl,

So vert er seine sträss mit häyl.40

Also rât ich ze der sach,

Daz wir beleiben mit gemach,

Daz mügen wir auch sanft getuon,

Won wir weder fried noch suon

Prechent an den dorffgesellen,47

Ob wir in nicht envolgen wellen,

Und behalten ane schuld

Den andern täyl in ganczer huld.

Doch so leg ich eins dar zuo,5

Daz man da sprichet spât und fruo:

Verfluochet sey die maysterschaft,

Die chupfer aus dem silber macht!

Dar umb so schüllen wir die botten

Schon enphahen ane spotten.10

Und in es auch derbieten wol,

Sam man frömden gesten schol,

Und voll die also sein gesant

Mit botschaft in ferreu lant,

Da mit so Lappensauser sag15

Zuchticleichen sagen ab

Und sprechen, wie ir alteu treuw

In unsern herczen ist so neuw,

Daz wir tätin an gevar

Alles das, das billeich wär.20

So ist der edeln leuten muot

So häyss auf unser leib und guot,

Daz wir von unsern stetten nicht

Varren mügen ze der geschicht,

Darr umb wir bitten ire huld,25

Daz seu uns halten ane schuld.

Dar nach man vil sere batt

*** Den gelerten amman von der stat

Ze Costäncz an dem Podemse,

Ob er ichzit wisset me30

Für die andern, daz er das

Saget wol und rieti bas.

** Des huob der amman an und sprach:

Die vorhin rieten zuo der sach,

Seyn so gerechte an ir sag,35

Daz ich es nicht verbessern mag

Von nataur in meinem sin,

Doch sam ich geleret pin

Von einem, der was ein jurist,

Sprich ich, daz die hilfe ist40

Zwivaltich nach rechter chunst,

Daz ist der schirm und auch der gunst.

Ze schirmen sein wir alle gepunden

Einen Cristan ze den stunden,47b

So man ym vil unrecht tuot

An leib, an er, ald an dem guot,

Doch geschech das in der mass,

Daz man allermanchleich lass5

Ungeschlagen und gestochen,

Won daz würd an uns gerochen,

Ob der so geschlagen man

Wär eins andern undertan.

Des gunstes vint man dreyerlay,10

Daz sein der rât, der gewalt die zwäy,

Mitworchen ist daz dritt.

Râtes schol man helfen mit

Yedem man, der sein begert,

Ist sein sache rates werd.15

Tuot dann einer, daz er schol,

Dem schullen wir mit hellen wol

Und ym geben also bald

Unsern gunst und unsern gewalt.

So mügen wir auch wirchen mit20

Einem, phligt er guotter sitt,

Und schafft es wol ze rechten stunden.

Doch sein wir sein nit gepunden,

Wen die hilfe haben wil

Mü und auch der zerung vil,25

Er war dann, daz der selbig man

Uns ein soleyichs hiet getan

Oder tätt von herczen gern,

Wolten wir sein nicht enbern.

Die täding schol man doch versten,30

Ob sich das dinch mag so vergen,

Daz wir auch weder er noch leben

Müssin mit der hilfe geben,

Ald daz äyner nicht da pey

Wolt der pfaffhayt werden frey,35

Oder ob das helfen wär

Unsern freunden nicht ze swar,

Den schüllen wir missevallen nicht,

Sam die tugent uns vergicht.

Warind aber paydeu täyl40

Unser freunt ze geleichem häyl,

So schüllen wir daz schaiden

Zwüschen inen payden.

Mag mans dann nicht untersten,

So schol man zua dem ermern gen45

Und in schirmen, hat er recht.

Secht das duncht mich alles schleht.47c

Seyn sie aber bayd geleich,

An iren willen gar ze reich,

So lassen wir seu also rüg,

Bis seu selber werden müd;5

Und was ich von den freunden sprich,

Daz macht du merken hinter sich

Von den veinten nâch der welt,

Die die sel verkauft um gelt.

Also wisst, daz ist mein rat,10

Daz wir senden ieso drat

Mit ir potschaft unser zwen,

Die mit worten untersten

Schüllen gütleich, ob seu mugen,

Yren streyt mit ganczer tugend;15

Und ob ir tading nicht enklek,

So lâssen wir die spreuwersek

Vechtens werden ubervol,

Ob es euch gevellet wol.

*** Der herczog von Venedy sprach:20

Besser red noch nie geschach.

Dar zuo sagt der potestat

Von Padaw: Daz ist mein rât.

Von Prâg der schepfer warend drey,

Die sprachen all: Daz sey, daz sey!25

Also ward yeso ze hand

Ir erber potschaft hin gesant

Gen Lappenhausen zuo dem rât.

Ir täydinch huobens an vil drât

Umb den frid ze reden do.30

Des geantwürt in also:

Sagt den ewern von den steten,

Wir haben seu umb hilf gepetten

Und nicht umb frid ze machen,

Dar umb wir in den sachen35

Zuo allen heiligen sweren,

Yr gepeit auch nicht ze eren.

** Die botten hin was scholtens sagen!

Seu möchten vor gwisset haben,

Daz ein gpaur vil selten tät,40

Wes man in mit züchten pät,

Dem daz haubet grosser gar,

So man in gebitten gtar,

Und tuot allaine, daz er muos.45

Gewalt der ist sein rechteu buoss.

Daz war dem Höseller ze swär

Und gedâcht, wie besser wär47d

Ym, auf frömder erde leben,

Dann da haym des todes phlegen.

Des macht er haymleich sich dar von,

Sam noch die weisen sein gewon.5

*** Die andern santen yeso hin

Zuo den dorffen in dem sin,

Daz man in ze hilfe chäm.

Daz erste dorff was Narrenhäym,

Do hiettens mangen ohäym inn.10

Daz ander dorff hiess in der Chrinn.

Seu santen hin züm weyler,

Den hiess man Rupfengeyler,

Gen Torenhofen in dem tal

Zuo iren freünden uber al,15

Gen Leusaw unterm Höperg,

Da sassen herren und auch twerg,

Vil nach da pey auf grunen wisen

Sassen reken und auch risen.

Da hietens umb und umb gesant,20

Dar zuo in der hayden land,

** Die Juden und die Chriechen

Hielten sey für siechen

*** Und für nunnen zuo der geschicht,

Darum so wolten seu ir nicht.25

Des dauchten sich die häxen gmät.

We, wie schier seu waren beräyt!

Yecleicheu sass auf ein gäyss

Und flog da her, daz ich nicht wäyss,

Weder tiefel in ir wär30

In einem phät, daz was nicht swär,

Dar an ir gemaynes zaychen was

Pelsabuken chrumbe nas.

Ze Lappenhausen fuorens ein

Mit langen pürsten von dem sweyn35

Und mit püchsen vol mit salb,

Das mustens haben allenthalb.

Daz wissten nu vil wol die twerg

Gesessen in dem Höperg

Und wollen mit den häxen nicht40

Wesen ze der selben geschicht,

Wen seu mäynten sey nicht wol.

Des warens auch der sinnen vol

Und yeder mit seym mantel veh48

Ward sieh seczent auf ein reh,

Die, sprungen höh den häxen zdracz

Bis gen Nyssingen an placz.

Die wâppen fuort man in vil gâch5

Auf hohen chämeltyeren nach,

Ir zaychen was ein chronter löw

Mit einem spruch: Mir niemant tröw!

Vor inen farnder leuten vil


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