Mit pfeyffen und mit saytenspil10Dönten sunderleichen wol.Die freunt seu machten fröden volHie mit und auch die risen her.Yder fuort ein ysen sperUnd mit ir ein chläynet schon,15Daz was ein drake also hön.Des drâtten seu in siben schrittenGen Lappenhausen bis enmittenAuf den plan, des was man fro.Daz sâhent so die reken do,20Den die risen truogend hass,Und bedachten sich auch bassZe Nyssingen ze varen ein.Secht, daz geschach und scholt auch sein!Iecleichs swert waz lang und präyt,25Dar an des stahels vil geläyt.Daz seu do fuorten zuo eym schein,Daz was einer maget bild so vein.Die häyden wisten auch vil wol,** Mit we der man sich rechen schol.30Und do sey hieten so gehört,Wie der Cristan minn zerstörtWas, des wurden seu vil froUnd sprachen gen enander so:Veint mit veinten temmen schol35Ein man, der sich wil rechen wol.*** Des zoh ir her ein michel dyetBis in Lappenhauser gepyet,Etleich ze fuoss, die andern ze röss,Mit iren krölen und irm geschöss,40Mit einem sternen sampt dem man.Der wappen wurdens selten an.Wes scholten do die Sweyczer warten?Mit iren geschliffenn helmpartenCham ir her ein michel täyl48bNur den Nyssingern ze häyl.Etleich do ze fuosse giengend,Die andern auf den sätteln hiengend,Seu waren frays und dar zuo ubel,5Ir paner hiet einn melchkübellVon dem dorff ze Aurach,Daz allweg für die andern prach;Narrenhäymer auch da hin,Gen Lappenhausen stuond ir sin10Mit iren oren von dem esel.Der dauchtens sich nicht wenig edel,Hakken truogen seu ze wer,Die schluogen fast und heuwen ser;Torenhofner auch hin zuo,15Den zagel fuortens von der kuoUnd kamer her gegangenMit eim und dreissig mannen,Iecleicher mit seinem stab,Mit dem er grosse peullen gab.20Fünfzig waren chomen darVon Narrenhayme sunderbar.Der hayden tausent was und meChömen auf der Cristan we;Ir haubtman hiess her Mägeron,25Gewappent all mit leder schon.Der risen warend siben:Den ersten hiess man Sigen,Den andern namp man Egg,Der dritte was der Wegg,30Der vierd Golyas was genant,Dem fünften sprach man Ruolant,Neymprecht und her schön SyrenWarend do die lesten zwen.Hächel zaubermaysterein35Hiet der fäygen fräweleinEinlfhündert gzöhet dar.Da was der Lappenhausner scharZwelff und dreu hundert,So gerad, daz mich des wundert,40Was seu hyetin gessen.Seu waren unvermessenYeder mit seinr lanczen hie,Ze ross und ze fuoss, ich waiss nicht wie,Also daz ir uber al45Warend da nach meiner zalZway tausent streyt frey48cUnd fünf hundert auch da pey.** Die ander dörffer koment nichtUnd sprachent, daz zuo der geschichtBesser wär ein luogen zuo,5Rüwecleichen spat und fruo,Also schlaffent pey der want,Dann selber spilen mit der hand.*** Doch so ward in zuo gesantVon Indertrinn dem teuffen land10Ein alter man und dar zuo gra;Nicht mer so vand man ir auch da.Der wolt auch sein ze ritter worden,Also wol gefiel ym der orden.Des ward verworfen er ze stuond.15Sym, was schol uns der schebig hund?Sprachen seu, ker wider häym!Du pist den jungen ungenäm.Des war auch chömen her GalvanEin ritter werd von Montalban,20Lanczelott und her Tristan,Stolff und ander herren gmäyn.Do muosten seu ir schlosse rettenUnd andreu güter von den steten.Her Rüggel doch von Elrpach,25Den man nie derligen sach,Hiet ze streyten ym derkorn,Da was er dannacht ungeporn.Des waren chömen in der zeitDen Nyssingern zuo irem streyt30Mäczendorffer ungebetten,Die sach man grimmelechen tretten,Sam die zieren fiessenMit baslern und auch spiessen.Yeder auf seim wappenroch35Fuort einn ygel auf eim stok.Seu wâren chomen umb ein sach,Die vor hundert jaren gschach.Daz was ein schad und ein verratten,Daz die Lappenhauser taten40Iren vordren umb ein stro;Daz wolten die erst rechen so.Der andern dörffern kainer cham,Dan von Leybingen ein manVil jägerleichen mit eim horn,48dEr hiet der veinten tod gesworn.Ein rostigs panczer truog er an,Ein fuorggen auch, da mit der manGab, so er wolt rüren sich,5Wunden drey in einem stich.Mäczendorffer der was vilUnd, sam ich euch es sagen wil,Wol auf neun und sibenczig do.Daz wurden eben achczig so.10Der Sweiczer was auf hundert knechtDannocht zwänczich, daz macht rechtZwirent hundert, alz ein har.Do was der reken sunderbarVier alläin, die nenn ich dir.15Es was der Perner, glaub es mir,Und sein mäyster Hiltprant,Dyetleib von SteyrlandUnd der werd Wolffdyetreich.Secht, do was der twergen gleich20Tausent neunczig und auch ächt.Nu secht vil eben, waz daz macht!Der von Nyssingen man hiessRechter harscher sechczig spiessReiten auf den placz da her,25Da zeller man ze yedem sperDreu phert beräytet wol,Sam ein lancze haben schol.Secht, do hiet ein man gesehenZe hundert malen dreyzehen30Und sechzig erbrer uber al.Der andern warent ane zalZe päyden taylen komen darVon sakman und preganten schar,Von schüczen und schiltknechten,35** Die hulfend auch ze fechten.*** Die geste wurden schone enphangenVon den frauwen und den mannen.Man hiess in allen ze drinken geben.Wes scholten seu do fürbas phlegen?40Der wein in zuo den stirnen schluog,Des wuostens auf vil ungefuogUnd wolten ze der selben stundDie veint erwürgen sam die hund.Trun daz wär leycht do getan!49Da zugen seu die alten von,** Die Nyssinger mit grossem schall.Her zuo, ir herren, schreuwens all;Seyt ze streyten nicht ze gäch!5Wir schüllen haben ein gesprächUnd auch kumen uber äyn,Was uns sey ze tuon gemayn.Des waren seu gehorsam do.Strudel machet sich aufhin so10Uber sich bis auf ein tach.Er huob sein rede an und sprach:Hört, ir herren arm und reich,Chläin und gröss und all geleich,Got der alleu ding tuot15Uns ze hayl und auch ze guot,Geyt dem sünder oft ein peinAn dem leib und an dem seyn,Daz er sich dest e beker,Dar umb so wisst, es ist mein ler,20Daz wir alle Cristan gemäynPeychtig werdin gancz und räyn.Das pin ich nicht ze sagen worden,Dar wir die veinde schullen bsorgen,Die so löss sein und so zag,25So böss und narrisch alle tag.Ich sprich es nur alläyn umb das,Daz wir got behagin bäs,Won ist er mit uns alläin,Niemand zeucht uns umb die päyn.30Dar nach schullen wir auch allFröleich essen und mit schallProt und fläysch von einem swein,Dar zuo trinken roten wein,Daz git uns chraft und dar zuo macht.35Nach dem schol man gen der nachtZiehen auss hin auf hin auf daz veldZe richten hütten auf und zelt.Da schullen wir auch all beleyben,Die nacht vil rüwechleich vertreyben,40Doch mit guoter wart und feur,Bis an den liechten tag geheur.Dar nach so mach sich ieder manAuf und leg sein härnäsch an49bUnd segen sich, er sauff ein äyDreu ald viereu oder zwayMit einem glass von guotem wein.Das hilft ym zuo den nöten sein.5Des mach er sich ye so hin anZuo seinem rechten haubtman,Der hie fünfe schullen sein.Der erste sey her LaureynEin künich lobesam und werd,10Gewaltig über alle perg.Der ander ist her DyetreichVon Pern, dem nie kayn man geleichWard an tugend und an macht.Des haben auch die reken acht,15Doch sein seu all so wol getan,Daz yeder möcht ein haubetmanUber all die welt gesein.Das sprich ich auf die treuwe mein.Der dritte haubtman ist geräyt20Der fräydigest der cristenhait,Er ist ein fiess vil wol derkant,Her Paggenzan von Sweiczerland,Der von Aurach hie mein herrenHat gefüret so von verren.25Der vierde haübtman ist der starkVon Mäczendorffe auf der march,Der des streytens gar vil phligtUnd in allen angesigt.Der von Leybingen der sey30Sein selbers herr ein degen frey,So pin auch dirr purger hieHaubt und mäyster, got wiss wie!Gar unwirdig ich sein pin,Sam mich dünkt in meinem sin.35So muoss meim nefen auch glingen,Der ist der best von NyssingenUnd is gehaissen Füliczan.Des rüm ich nicht, er ghört mich an.Man mag es sehen an seiner tât,40Was der man ym herezen hat.*** Der ist von uns dar zuo derwelt,Ist, daz es euch auch gevelt,Daz er durch ewer nucz und erFürer sey und weis daz her49cMit unserm paner an daz zil,Da man des morgens streyten wil,Won er der strâssenkunst ist vol.Seu sprachent all: Daz gefelt uns wol.5Wer schol aver pilleich habenDen vorstreyt? Daz schült ir uns sagen?Trun, des antwurt Strudel do,Unser ordnung sey also!Hie sind cristan, twerg und reken,10Die schüllen sich ze velde streken,Ze ross und fuosse gancz und garSunderleich auf fünf schar,Alz vil, sam auch der haubtleut.Dar zuo wisst, sam ich euchs beteut,15Der veinten gsind daz ist gschaidenIn häxen, risen und in häyden,Dar zuo habens cristan herWol auf sechse schar und mer.Nu sagt mir an, daz wisst ir bas,20Wen habt es allermäyst in hass,Dem schult ir auch des streytes geben.Das ghört dar zuo und fügt euch eben.Ich wäyss wol, am ze aller zeitDer Sweyczer ist der vorstreyt25Von iren alten rechten,Wann seu mit cristan vechten.Der twergen gwonhäyt wayss ichNoch der helden, so man vicht.Seu sein aller eren vol,30Got geb was in fügi wol!Der rede wurdens alle fro.Des sprachen do die twerg also:Kayn häxe noch kayn unholdWard uns nie mit trüwen holt.35Nu dar, so macht euch an den streyt,Wan sen chöment welher zeit,Sprach do Strudel an der vart.Der reken täyl auch schreyent ward:Die risen maynen wir nicht wol,40Won seu sind aller bösshäyt vol.Der schult ir mich gepeyten,Bis daz seu werden streyten,Antwurt Strudel ze der stuond.Die Sweyczer ruften aus dem mund:45So wisst, wir seigin cristan leutUnd lust uns wol der häyden heut.49dSo nemps auch hin, sprach Struodel do.Doch so rât ich euch also,Daz yecleicher ein segen habUnd sneid die payn den kaczern ab.5Mäczendorffer auch hin zuo:So wisst, wir hassent spat und fruoLappenhauser, daz ist war.** Do sprach Strudel offenbar:Die schullen werden uns ze täyl,10Seu sind uns umb käin gelte väyl.Doch so mag ich also sprechen:Wolt es euch an inen rechen,So greyfft dte Narrenhäymer an,Won es spricht der weise man:15Wer die diener füret hin,Der fürt den herren sampt mit in.Mäczendorffer sprachent do:Das selbig schult es tuon also,Sam ir von uns halten welt.20Daz haben wir für recht gezelt.Strudel der hiet weisen muot.Daz wär vil pilleich und auch guot,Sprach er, so ist ir ze vil,Dar umb man euch nicht lassen wil25So verderben, noch enschol;Won wir wissen alle wol,Wer euch schlügi auf den tod,Der prächt uns in die selben not.Des liessen seu sich auch benügen.30*** Fülzan der ward sich rügenUnd sprach: Vil lieber vetter mein,Daz du sälich müssist sein!Du sprichst: Ich schül das paner tragenUnd dem her den wege sagen.35Ghört daz nicht eim haubtmann aff,Dem das gesind ist undertan?** Nayn du, sprach her Strudel do,Du pists der panermayster soUnd hast ze schaffen anders nicht,40Dann den sturmfan, so man vicht,Tragen vestecleich hin anHoh embor, so bist ein man.Und tracht, daz nicht kerst widerOder daz mans truk da nider!45Da geit man dir auch hilffen zuo,50Die dein gaument spat und fruo.Ein anders ghört einm haubtman an,Der schol des ersten sein ein manFrey des gemütes unerzäyt,5Daz er ze trösten sey beraytDas ander volk und pring auch anMit heczen, so er beste kan,Won der fröd in ym nicht hât,Der tröst die andren gar ze spât.10Daz ander ist, daz er schol seinListig in den sinnen sein,Daz er sich halt recht sam der man,Der schaffzagel spilen kan,Mit greyffen an und hüten sich15Vor schaden nemen, merkst du mich?Dar umb so tuo des ersten dasZe frides zeit, daz fügt ym bas,Und hayss sein gsinde tag und nachtUben sich in ritterschaft20Mit stechenn und turnierenUnd anderm jubilieren,Won der ungelert den gelertenMag so wenig uberherten,Sam der bloss mag einen man,25Der ganczen härnesch füret an.Dar umb des ersten künnen scholYecleicher vil sunder wolSchon und sauberleichen reyten,Auf und ab zder tenchen seyten30Sicz der man an underlâss,Dar zuo sey der stegräyff mâss,Daz sich so einer müg derhebenIn dem sattel, daz man legenMöcht ein kugel unter in.35Die payne schol man streken hinUnd die knie doch zemen haben,Die sporn nicht gen dem phärde tragen,Den zaume hab in seiner gewalt,Sicz aufrecht in schlechter gstalt.40Der dann mit dem sper wil reyten,Der trachti daz zder andern seytenDer stegräyff umb ein halbeu spangFür den andern stegräyff hang!Smukt er sich ein tayl hin an,45Dest minr man ym geschaden kan.Des ersten schol er stapfen hin,50bDarnach bald, daz ist der sin,Und wil er treffen alle zeit,So nem den lauffe nit ze weyt!Pey frid so schol man wappen chauffen,5Der nicht enwelle nakent lauffenVor dem veinde an der zeit,So derhaben ist der streyt.In den selben sachenDer haubtman schol auch wachen,10Nicht enschlaffen, daz ist recht.Er schol die ritter und die knechtNicht so füren gar verwegen,Des gesindes leben muoss er phlegenUnd zühen sich ze velde so,15Da man haber vind und stro,Holcz und wasser, des ist not,Daz die phärd nicht liegen tod,Noch der mensche gepresten hab,Daz er an creften neme ab.20Das wasser, das man trinken schol,Schol man vor credenczen wolUnd auch die frömden speys da pey,Wil man wesen giftes frey.In chaym wald schol er beleyben25Noch pey mos die nacht vertreyben,Dar zuo schol er speher haben,Die ym tägleich mügin sagenDer veinten willen und ir macht.Secht, daz geyt die besten craft.30Und ist der veinten gar ze vil,So wisst, daz ich ym raten wil,Das er häymleich seu derschleych,Wil er werden siges reich.Oder mag daz nicht gesein,35So tuo noch nach der lere meynUnd warti ir en sölcher stat,Da ers am ertreich bessers hab.Sein seu krencher oder geleich,So mag ein haubtmann gmütes reich40Freyleich lassen lauffen dar,Schlahen, rumpeln in die schar.Doch sag ich, ob eins geschäch,Das man an dem lesten sächAnders nichczit, dann den tod,45So mag er fliehen in der not.50cDaz ist der aller beste streyt,Den man da vindet ze der zeyt.Der seu aver haben woltZe gevangen, sam man billeich scholt,5Doch ân toten, so rât ich,Daz yeder geb ze gefangen sichLieber, dann ym werd gesantHasenswancz ze seiner schand,Sunderleichen, daz er werd10Uberhaben das auf erd.So schol er sich ze streyten hebenMit dem rossvolk auf die eben,Mit dem fuossfolk auf die perg,Daz ym der obertayle werd.15Ist daz gpirgig sey daz land,Die schüczen schik er doch ze landHin für die andren, daz ist guot.Das geschoss den ersten schaden tuot.Dur zuo so schol er auch die schar20Zemen halten fest und gar,Und die die krenchsten müssen sein,Die machin sich enmitt hin ein.Niemand für den andern lâssTretten hin, daz ist die mâss.25Ist das lande alles eben,So scholt du nach den schüczen legenDie reyter, die die langen sperRennen durch die veinde her,Dar nâch die mit den swerten,30Daz seu die helm zerserten.Die zfuossen seygin auch da pey,Ob ein reyter gefallen seyAus dem sattel und dar nider,Das seu ym helffin wider.35Der veinten phärt seu schüllen stechenUnd der gfallner drüssel brechen,Ringen, schlahen, dar zuo würgen,Daz ander fuossvolk nider mürden.Und ob der sige wär dergangen,40So nemin seu daz überig zgfangen.Ist es aber alles gepirggig,So hab daz obertäyl vil wirdigDie schüczen für die reyter ab,Die phert seu pinden zuo dem hag45Und schiessin mit den lanczen dar,50dDaz ir die veinde werdin gewarDie schüllen seu auch überdringen,So mag in dester bas gelingen.Und ob in got daz glük verhengt,5Daz man die veinde schindt und pfendt,
Mit pfeyffen und mit saytenspil10Dönten sunderleichen wol.Die freunt seu machten fröden volHie mit und auch die risen her.Yder fuort ein ysen sperUnd mit ir ein chläynet schon,15Daz was ein drake also hön.Des drâtten seu in siben schrittenGen Lappenhausen bis enmittenAuf den plan, des was man fro.Daz sâhent so die reken do,20Den die risen truogend hass,Und bedachten sich auch bassZe Nyssingen ze varen ein.Secht, daz geschach und scholt auch sein!Iecleichs swert waz lang und präyt,25Dar an des stahels vil geläyt.Daz seu do fuorten zuo eym schein,Daz was einer maget bild so vein.Die häyden wisten auch vil wol,** Mit we der man sich rechen schol.30Und do sey hieten so gehört,Wie der Cristan minn zerstörtWas, des wurden seu vil froUnd sprachen gen enander so:Veint mit veinten temmen schol35Ein man, der sich wil rechen wol.*** Des zoh ir her ein michel dyetBis in Lappenhauser gepyet,Etleich ze fuoss, die andern ze röss,Mit iren krölen und irm geschöss,40Mit einem sternen sampt dem man.Der wappen wurdens selten an.Wes scholten do die Sweyczer warten?Mit iren geschliffenn helmpartenCham ir her ein michel täyl48bNur den Nyssingern ze häyl.Etleich do ze fuosse giengend,Die andern auf den sätteln hiengend,Seu waren frays und dar zuo ubel,5Ir paner hiet einn melchkübellVon dem dorff ze Aurach,Daz allweg für die andern prach;Narrenhäymer auch da hin,Gen Lappenhausen stuond ir sin10Mit iren oren von dem esel.Der dauchtens sich nicht wenig edel,Hakken truogen seu ze wer,Die schluogen fast und heuwen ser;Torenhofner auch hin zuo,15Den zagel fuortens von der kuoUnd kamer her gegangenMit eim und dreissig mannen,Iecleicher mit seinem stab,Mit dem er grosse peullen gab.20Fünfzig waren chomen darVon Narrenhayme sunderbar.Der hayden tausent was und meChömen auf der Cristan we;Ir haubtman hiess her Mägeron,25Gewappent all mit leder schon.Der risen warend siben:Den ersten hiess man Sigen,Den andern namp man Egg,Der dritte was der Wegg,30Der vierd Golyas was genant,Dem fünften sprach man Ruolant,Neymprecht und her schön SyrenWarend do die lesten zwen.Hächel zaubermaysterein35Hiet der fäygen fräweleinEinlfhündert gzöhet dar.Da was der Lappenhausner scharZwelff und dreu hundert,So gerad, daz mich des wundert,40Was seu hyetin gessen.Seu waren unvermessenYeder mit seinr lanczen hie,Ze ross und ze fuoss, ich waiss nicht wie,Also daz ir uber al45Warend da nach meiner zalZway tausent streyt frey48cUnd fünf hundert auch da pey.** Die ander dörffer koment nichtUnd sprachent, daz zuo der geschichtBesser wär ein luogen zuo,5Rüwecleichen spat und fruo,Also schlaffent pey der want,Dann selber spilen mit der hand.*** Doch so ward in zuo gesantVon Indertrinn dem teuffen land10Ein alter man und dar zuo gra;Nicht mer so vand man ir auch da.Der wolt auch sein ze ritter worden,Also wol gefiel ym der orden.Des ward verworfen er ze stuond.15Sym, was schol uns der schebig hund?Sprachen seu, ker wider häym!Du pist den jungen ungenäm.Des war auch chömen her GalvanEin ritter werd von Montalban,20Lanczelott und her Tristan,Stolff und ander herren gmäyn.Do muosten seu ir schlosse rettenUnd andreu güter von den steten.Her Rüggel doch von Elrpach,25Den man nie derligen sach,Hiet ze streyten ym derkorn,Da was er dannacht ungeporn.Des waren chömen in der zeitDen Nyssingern zuo irem streyt30Mäczendorffer ungebetten,Die sach man grimmelechen tretten,Sam die zieren fiessenMit baslern und auch spiessen.Yeder auf seim wappenroch35Fuort einn ygel auf eim stok.Seu wâren chomen umb ein sach,Die vor hundert jaren gschach.Daz was ein schad und ein verratten,Daz die Lappenhauser taten40Iren vordren umb ein stro;Daz wolten die erst rechen so.Der andern dörffern kainer cham,Dan von Leybingen ein manVil jägerleichen mit eim horn,48dEr hiet der veinten tod gesworn.Ein rostigs panczer truog er an,Ein fuorggen auch, da mit der manGab, so er wolt rüren sich,5Wunden drey in einem stich.Mäczendorffer der was vilUnd, sam ich euch es sagen wil,Wol auf neun und sibenczig do.Daz wurden eben achczig so.10Der Sweiczer was auf hundert knechtDannocht zwänczich, daz macht rechtZwirent hundert, alz ein har.Do was der reken sunderbarVier alläin, die nenn ich dir.15Es was der Perner, glaub es mir,Und sein mäyster Hiltprant,Dyetleib von SteyrlandUnd der werd Wolffdyetreich.Secht, do was der twergen gleich20Tausent neunczig und auch ächt.Nu secht vil eben, waz daz macht!Der von Nyssingen man hiessRechter harscher sechczig spiessReiten auf den placz da her,25Da zeller man ze yedem sperDreu phert beräytet wol,Sam ein lancze haben schol.Secht, do hiet ein man gesehenZe hundert malen dreyzehen30Und sechzig erbrer uber al.Der andern warent ane zalZe päyden taylen komen darVon sakman und preganten schar,Von schüczen und schiltknechten,35** Die hulfend auch ze fechten.*** Die geste wurden schone enphangenVon den frauwen und den mannen.Man hiess in allen ze drinken geben.Wes scholten seu do fürbas phlegen?40Der wein in zuo den stirnen schluog,Des wuostens auf vil ungefuogUnd wolten ze der selben stundDie veint erwürgen sam die hund.Trun daz wär leycht do getan!49Da zugen seu die alten von,** Die Nyssinger mit grossem schall.Her zuo, ir herren, schreuwens all;Seyt ze streyten nicht ze gäch!5Wir schüllen haben ein gesprächUnd auch kumen uber äyn,Was uns sey ze tuon gemayn.Des waren seu gehorsam do.Strudel machet sich aufhin so10Uber sich bis auf ein tach.Er huob sein rede an und sprach:Hört, ir herren arm und reich,Chläin und gröss und all geleich,Got der alleu ding tuot15Uns ze hayl und auch ze guot,Geyt dem sünder oft ein peinAn dem leib und an dem seyn,Daz er sich dest e beker,Dar umb so wisst, es ist mein ler,20Daz wir alle Cristan gemäynPeychtig werdin gancz und räyn.Das pin ich nicht ze sagen worden,Dar wir die veinde schullen bsorgen,Die so löss sein und so zag,25So böss und narrisch alle tag.Ich sprich es nur alläyn umb das,Daz wir got behagin bäs,Won ist er mit uns alläin,Niemand zeucht uns umb die päyn.30Dar nach schullen wir auch allFröleich essen und mit schallProt und fläysch von einem swein,Dar zuo trinken roten wein,Daz git uns chraft und dar zuo macht.35Nach dem schol man gen der nachtZiehen auss hin auf hin auf daz veldZe richten hütten auf und zelt.Da schullen wir auch all beleyben,Die nacht vil rüwechleich vertreyben,40Doch mit guoter wart und feur,Bis an den liechten tag geheur.Dar nach so mach sich ieder manAuf und leg sein härnäsch an49bUnd segen sich, er sauff ein äyDreu ald viereu oder zwayMit einem glass von guotem wein.Das hilft ym zuo den nöten sein.5Des mach er sich ye so hin anZuo seinem rechten haubtman,Der hie fünfe schullen sein.Der erste sey her LaureynEin künich lobesam und werd,10Gewaltig über alle perg.Der ander ist her DyetreichVon Pern, dem nie kayn man geleichWard an tugend und an macht.Des haben auch die reken acht,15Doch sein seu all so wol getan,Daz yeder möcht ein haubetmanUber all die welt gesein.Das sprich ich auf die treuwe mein.Der dritte haubtman ist geräyt20Der fräydigest der cristenhait,Er ist ein fiess vil wol derkant,Her Paggenzan von Sweiczerland,Der von Aurach hie mein herrenHat gefüret so von verren.25Der vierde haübtman ist der starkVon Mäczendorffe auf der march,Der des streytens gar vil phligtUnd in allen angesigt.Der von Leybingen der sey30Sein selbers herr ein degen frey,So pin auch dirr purger hieHaubt und mäyster, got wiss wie!Gar unwirdig ich sein pin,Sam mich dünkt in meinem sin.35So muoss meim nefen auch glingen,Der ist der best von NyssingenUnd is gehaissen Füliczan.Des rüm ich nicht, er ghört mich an.Man mag es sehen an seiner tât,40Was der man ym herezen hat.*** Der ist von uns dar zuo derwelt,Ist, daz es euch auch gevelt,Daz er durch ewer nucz und erFürer sey und weis daz her49cMit unserm paner an daz zil,Da man des morgens streyten wil,Won er der strâssenkunst ist vol.Seu sprachent all: Daz gefelt uns wol.5Wer schol aver pilleich habenDen vorstreyt? Daz schült ir uns sagen?Trun, des antwurt Strudel do,Unser ordnung sey also!Hie sind cristan, twerg und reken,10Die schüllen sich ze velde streken,Ze ross und fuosse gancz und garSunderleich auf fünf schar,Alz vil, sam auch der haubtleut.Dar zuo wisst, sam ich euchs beteut,15Der veinten gsind daz ist gschaidenIn häxen, risen und in häyden,Dar zuo habens cristan herWol auf sechse schar und mer.Nu sagt mir an, daz wisst ir bas,20Wen habt es allermäyst in hass,Dem schult ir auch des streytes geben.Das ghört dar zuo und fügt euch eben.Ich wäyss wol, am ze aller zeitDer Sweyczer ist der vorstreyt25Von iren alten rechten,Wann seu mit cristan vechten.Der twergen gwonhäyt wayss ichNoch der helden, so man vicht.Seu sein aller eren vol,30Got geb was in fügi wol!Der rede wurdens alle fro.Des sprachen do die twerg also:Kayn häxe noch kayn unholdWard uns nie mit trüwen holt.35Nu dar, so macht euch an den streyt,Wan sen chöment welher zeit,Sprach do Strudel an der vart.Der reken täyl auch schreyent ward:Die risen maynen wir nicht wol,40Won seu sind aller bösshäyt vol.Der schult ir mich gepeyten,Bis daz seu werden streyten,Antwurt Strudel ze der stuond.Die Sweyczer ruften aus dem mund:45So wisst, wir seigin cristan leutUnd lust uns wol der häyden heut.49dSo nemps auch hin, sprach Struodel do.Doch so rât ich euch also,Daz yecleicher ein segen habUnd sneid die payn den kaczern ab.5Mäczendorffer auch hin zuo:So wisst, wir hassent spat und fruoLappenhauser, daz ist war.** Do sprach Strudel offenbar:Die schullen werden uns ze täyl,10Seu sind uns umb käin gelte väyl.Doch so mag ich also sprechen:Wolt es euch an inen rechen,So greyfft dte Narrenhäymer an,Won es spricht der weise man:15Wer die diener füret hin,Der fürt den herren sampt mit in.Mäczendorffer sprachent do:Das selbig schult es tuon also,Sam ir von uns halten welt.20Daz haben wir für recht gezelt.Strudel der hiet weisen muot.Daz wär vil pilleich und auch guot,Sprach er, so ist ir ze vil,Dar umb man euch nicht lassen wil25So verderben, noch enschol;Won wir wissen alle wol,Wer euch schlügi auf den tod,Der prächt uns in die selben not.Des liessen seu sich auch benügen.30*** Fülzan der ward sich rügenUnd sprach: Vil lieber vetter mein,Daz du sälich müssist sein!Du sprichst: Ich schül das paner tragenUnd dem her den wege sagen.35Ghört daz nicht eim haubtmann aff,Dem das gesind ist undertan?** Nayn du, sprach her Strudel do,Du pists der panermayster soUnd hast ze schaffen anders nicht,40Dann den sturmfan, so man vicht,Tragen vestecleich hin anHoh embor, so bist ein man.Und tracht, daz nicht kerst widerOder daz mans truk da nider!45Da geit man dir auch hilffen zuo,50Die dein gaument spat und fruo.Ein anders ghört einm haubtman an,Der schol des ersten sein ein manFrey des gemütes unerzäyt,5Daz er ze trösten sey beraytDas ander volk und pring auch anMit heczen, so er beste kan,Won der fröd in ym nicht hât,Der tröst die andren gar ze spât.10Daz ander ist, daz er schol seinListig in den sinnen sein,Daz er sich halt recht sam der man,Der schaffzagel spilen kan,Mit greyffen an und hüten sich15Vor schaden nemen, merkst du mich?Dar umb so tuo des ersten dasZe frides zeit, daz fügt ym bas,Und hayss sein gsinde tag und nachtUben sich in ritterschaft20Mit stechenn und turnierenUnd anderm jubilieren,Won der ungelert den gelertenMag so wenig uberherten,Sam der bloss mag einen man,25Der ganczen härnesch füret an.Dar umb des ersten künnen scholYecleicher vil sunder wolSchon und sauberleichen reyten,Auf und ab zder tenchen seyten30Sicz der man an underlâss,Dar zuo sey der stegräyff mâss,Daz sich so einer müg derhebenIn dem sattel, daz man legenMöcht ein kugel unter in.35Die payne schol man streken hinUnd die knie doch zemen haben,Die sporn nicht gen dem phärde tragen,Den zaume hab in seiner gewalt,Sicz aufrecht in schlechter gstalt.40Der dann mit dem sper wil reyten,Der trachti daz zder andern seytenDer stegräyff umb ein halbeu spangFür den andern stegräyff hang!Smukt er sich ein tayl hin an,45Dest minr man ym geschaden kan.Des ersten schol er stapfen hin,50bDarnach bald, daz ist der sin,Und wil er treffen alle zeit,So nem den lauffe nit ze weyt!Pey frid so schol man wappen chauffen,5Der nicht enwelle nakent lauffenVor dem veinde an der zeit,So derhaben ist der streyt.In den selben sachenDer haubtman schol auch wachen,10Nicht enschlaffen, daz ist recht.Er schol die ritter und die knechtNicht so füren gar verwegen,Des gesindes leben muoss er phlegenUnd zühen sich ze velde so,15Da man haber vind und stro,Holcz und wasser, des ist not,Daz die phärd nicht liegen tod,Noch der mensche gepresten hab,Daz er an creften neme ab.20Das wasser, das man trinken schol,Schol man vor credenczen wolUnd auch die frömden speys da pey,Wil man wesen giftes frey.In chaym wald schol er beleyben25Noch pey mos die nacht vertreyben,Dar zuo schol er speher haben,Die ym tägleich mügin sagenDer veinten willen und ir macht.Secht, daz geyt die besten craft.30Und ist der veinten gar ze vil,So wisst, daz ich ym raten wil,Das er häymleich seu derschleych,Wil er werden siges reich.Oder mag daz nicht gesein,35So tuo noch nach der lere meynUnd warti ir en sölcher stat,Da ers am ertreich bessers hab.Sein seu krencher oder geleich,So mag ein haubtmann gmütes reich40Freyleich lassen lauffen dar,Schlahen, rumpeln in die schar.Doch sag ich, ob eins geschäch,Das man an dem lesten sächAnders nichczit, dann den tod,45So mag er fliehen in der not.50cDaz ist der aller beste streyt,Den man da vindet ze der zeyt.Der seu aver haben woltZe gevangen, sam man billeich scholt,5Doch ân toten, so rât ich,Daz yeder geb ze gefangen sichLieber, dann ym werd gesantHasenswancz ze seiner schand,Sunderleichen, daz er werd10Uberhaben das auf erd.So schol er sich ze streyten hebenMit dem rossvolk auf die eben,Mit dem fuossfolk auf die perg,Daz ym der obertayle werd.15Ist daz gpirgig sey daz land,Die schüczen schik er doch ze landHin für die andren, daz ist guot.Das geschoss den ersten schaden tuot.Dur zuo so schol er auch die schar20Zemen halten fest und gar,Und die die krenchsten müssen sein,Die machin sich enmitt hin ein.Niemand für den andern lâssTretten hin, daz ist die mâss.25Ist das lande alles eben,So scholt du nach den schüczen legenDie reyter, die die langen sperRennen durch die veinde her,Dar nâch die mit den swerten,30Daz seu die helm zerserten.Die zfuossen seygin auch da pey,Ob ein reyter gefallen seyAus dem sattel und dar nider,Das seu ym helffin wider.35Der veinten phärt seu schüllen stechenUnd der gfallner drüssel brechen,Ringen, schlahen, dar zuo würgen,Daz ander fuossvolk nider mürden.Und ob der sige wär dergangen,40So nemin seu daz überig zgfangen.Ist es aber alles gepirggig,So hab daz obertäyl vil wirdigDie schüczen für die reyter ab,Die phert seu pinden zuo dem hag45Und schiessin mit den lanczen dar,50dDaz ir die veinde werdin gewarDie schüllen seu auch überdringen,So mag in dester bas gelingen.Und ob in got daz glük verhengt,5Daz man die veinde schindt und pfendt,
Mit pfeyffen und mit saytenspil10Dönten sunderleichen wol.Die freunt seu machten fröden volHie mit und auch die risen her.Yder fuort ein ysen sperUnd mit ir ein chläynet schon,15Daz was ein drake also hön.Des drâtten seu in siben schrittenGen Lappenhausen bis enmittenAuf den plan, des was man fro.Daz sâhent so die reken do,20Den die risen truogend hass,Und bedachten sich auch bassZe Nyssingen ze varen ein.Secht, daz geschach und scholt auch sein!Iecleichs swert waz lang und präyt,25Dar an des stahels vil geläyt.Daz seu do fuorten zuo eym schein,Daz was einer maget bild so vein.Die häyden wisten auch vil wol,** Mit we der man sich rechen schol.30Und do sey hieten so gehört,Wie der Cristan minn zerstörtWas, des wurden seu vil froUnd sprachen gen enander so:Veint mit veinten temmen schol35Ein man, der sich wil rechen wol.*** Des zoh ir her ein michel dyetBis in Lappenhauser gepyet,Etleich ze fuoss, die andern ze röss,Mit iren krölen und irm geschöss,40Mit einem sternen sampt dem man.Der wappen wurdens selten an.Wes scholten do die Sweyczer warten?Mit iren geschliffenn helmpartenCham ir her ein michel täyl48bNur den Nyssingern ze häyl.Etleich do ze fuosse giengend,Die andern auf den sätteln hiengend,Seu waren frays und dar zuo ubel,5Ir paner hiet einn melchkübellVon dem dorff ze Aurach,Daz allweg für die andern prach;Narrenhäymer auch da hin,Gen Lappenhausen stuond ir sin10Mit iren oren von dem esel.Der dauchtens sich nicht wenig edel,Hakken truogen seu ze wer,Die schluogen fast und heuwen ser;Torenhofner auch hin zuo,15Den zagel fuortens von der kuoUnd kamer her gegangenMit eim und dreissig mannen,Iecleicher mit seinem stab,Mit dem er grosse peullen gab.20Fünfzig waren chomen darVon Narrenhayme sunderbar.Der hayden tausent was und meChömen auf der Cristan we;Ir haubtman hiess her Mägeron,25Gewappent all mit leder schon.Der risen warend siben:Den ersten hiess man Sigen,Den andern namp man Egg,Der dritte was der Wegg,30Der vierd Golyas was genant,Dem fünften sprach man Ruolant,Neymprecht und her schön SyrenWarend do die lesten zwen.Hächel zaubermaysterein35Hiet der fäygen fräweleinEinlfhündert gzöhet dar.Da was der Lappenhausner scharZwelff und dreu hundert,So gerad, daz mich des wundert,40Was seu hyetin gessen.Seu waren unvermessenYeder mit seinr lanczen hie,Ze ross und ze fuoss, ich waiss nicht wie,Also daz ir uber al45Warend da nach meiner zalZway tausent streyt frey48cUnd fünf hundert auch da pey.** Die ander dörffer koment nichtUnd sprachent, daz zuo der geschichtBesser wär ein luogen zuo,5Rüwecleichen spat und fruo,Also schlaffent pey der want,Dann selber spilen mit der hand.*** Doch so ward in zuo gesantVon Indertrinn dem teuffen land10Ein alter man und dar zuo gra;Nicht mer so vand man ir auch da.Der wolt auch sein ze ritter worden,Also wol gefiel ym der orden.Des ward verworfen er ze stuond.15Sym, was schol uns der schebig hund?Sprachen seu, ker wider häym!Du pist den jungen ungenäm.Des war auch chömen her GalvanEin ritter werd von Montalban,20Lanczelott und her Tristan,Stolff und ander herren gmäyn.Do muosten seu ir schlosse rettenUnd andreu güter von den steten.Her Rüggel doch von Elrpach,25Den man nie derligen sach,Hiet ze streyten ym derkorn,Da was er dannacht ungeporn.Des waren chömen in der zeitDen Nyssingern zuo irem streyt30Mäczendorffer ungebetten,Die sach man grimmelechen tretten,Sam die zieren fiessenMit baslern und auch spiessen.Yeder auf seim wappenroch35Fuort einn ygel auf eim stok.Seu wâren chomen umb ein sach,Die vor hundert jaren gschach.Daz was ein schad und ein verratten,Daz die Lappenhauser taten40Iren vordren umb ein stro;Daz wolten die erst rechen so.Der andern dörffern kainer cham,Dan von Leybingen ein manVil jägerleichen mit eim horn,48dEr hiet der veinten tod gesworn.Ein rostigs panczer truog er an,Ein fuorggen auch, da mit der manGab, so er wolt rüren sich,5Wunden drey in einem stich.Mäczendorffer der was vilUnd, sam ich euch es sagen wil,Wol auf neun und sibenczig do.Daz wurden eben achczig so.10Der Sweiczer was auf hundert knechtDannocht zwänczich, daz macht rechtZwirent hundert, alz ein har.Do was der reken sunderbarVier alläin, die nenn ich dir.15Es was der Perner, glaub es mir,Und sein mäyster Hiltprant,Dyetleib von SteyrlandUnd der werd Wolffdyetreich.Secht, do was der twergen gleich20Tausent neunczig und auch ächt.Nu secht vil eben, waz daz macht!Der von Nyssingen man hiessRechter harscher sechczig spiessReiten auf den placz da her,25Da zeller man ze yedem sperDreu phert beräytet wol,Sam ein lancze haben schol.Secht, do hiet ein man gesehenZe hundert malen dreyzehen30Und sechzig erbrer uber al.Der andern warent ane zalZe päyden taylen komen darVon sakman und preganten schar,Von schüczen und schiltknechten,35** Die hulfend auch ze fechten.*** Die geste wurden schone enphangenVon den frauwen und den mannen.Man hiess in allen ze drinken geben.Wes scholten seu do fürbas phlegen?40Der wein in zuo den stirnen schluog,Des wuostens auf vil ungefuogUnd wolten ze der selben stundDie veint erwürgen sam die hund.Trun daz wär leycht do getan!49Da zugen seu die alten von,** Die Nyssinger mit grossem schall.Her zuo, ir herren, schreuwens all;Seyt ze streyten nicht ze gäch!5Wir schüllen haben ein gesprächUnd auch kumen uber äyn,Was uns sey ze tuon gemayn.Des waren seu gehorsam do.Strudel machet sich aufhin so10Uber sich bis auf ein tach.Er huob sein rede an und sprach:Hört, ir herren arm und reich,Chläin und gröss und all geleich,Got der alleu ding tuot15Uns ze hayl und auch ze guot,Geyt dem sünder oft ein peinAn dem leib und an dem seyn,Daz er sich dest e beker,Dar umb so wisst, es ist mein ler,20Daz wir alle Cristan gemäynPeychtig werdin gancz und räyn.Das pin ich nicht ze sagen worden,Dar wir die veinde schullen bsorgen,Die so löss sein und so zag,25So böss und narrisch alle tag.Ich sprich es nur alläyn umb das,Daz wir got behagin bäs,Won ist er mit uns alläin,Niemand zeucht uns umb die päyn.30Dar nach schullen wir auch allFröleich essen und mit schallProt und fläysch von einem swein,Dar zuo trinken roten wein,Daz git uns chraft und dar zuo macht.35Nach dem schol man gen der nachtZiehen auss hin auf hin auf daz veldZe richten hütten auf und zelt.Da schullen wir auch all beleyben,Die nacht vil rüwechleich vertreyben,40Doch mit guoter wart und feur,Bis an den liechten tag geheur.Dar nach so mach sich ieder manAuf und leg sein härnäsch an49bUnd segen sich, er sauff ein äyDreu ald viereu oder zwayMit einem glass von guotem wein.Das hilft ym zuo den nöten sein.5Des mach er sich ye so hin anZuo seinem rechten haubtman,Der hie fünfe schullen sein.Der erste sey her LaureynEin künich lobesam und werd,10Gewaltig über alle perg.Der ander ist her DyetreichVon Pern, dem nie kayn man geleichWard an tugend und an macht.Des haben auch die reken acht,15Doch sein seu all so wol getan,Daz yeder möcht ein haubetmanUber all die welt gesein.Das sprich ich auf die treuwe mein.Der dritte haubtman ist geräyt20Der fräydigest der cristenhait,Er ist ein fiess vil wol derkant,Her Paggenzan von Sweiczerland,Der von Aurach hie mein herrenHat gefüret so von verren.25Der vierde haübtman ist der starkVon Mäczendorffe auf der march,Der des streytens gar vil phligtUnd in allen angesigt.Der von Leybingen der sey30Sein selbers herr ein degen frey,So pin auch dirr purger hieHaubt und mäyster, got wiss wie!Gar unwirdig ich sein pin,Sam mich dünkt in meinem sin.35So muoss meim nefen auch glingen,Der ist der best von NyssingenUnd is gehaissen Füliczan.Des rüm ich nicht, er ghört mich an.Man mag es sehen an seiner tât,40Was der man ym herezen hat.*** Der ist von uns dar zuo derwelt,Ist, daz es euch auch gevelt,Daz er durch ewer nucz und erFürer sey und weis daz her49cMit unserm paner an daz zil,Da man des morgens streyten wil,Won er der strâssenkunst ist vol.Seu sprachent all: Daz gefelt uns wol.5Wer schol aver pilleich habenDen vorstreyt? Daz schült ir uns sagen?Trun, des antwurt Strudel do,Unser ordnung sey also!Hie sind cristan, twerg und reken,10Die schüllen sich ze velde streken,Ze ross und fuosse gancz und garSunderleich auf fünf schar,Alz vil, sam auch der haubtleut.Dar zuo wisst, sam ich euchs beteut,15Der veinten gsind daz ist gschaidenIn häxen, risen und in häyden,Dar zuo habens cristan herWol auf sechse schar und mer.Nu sagt mir an, daz wisst ir bas,20Wen habt es allermäyst in hass,Dem schult ir auch des streytes geben.Das ghört dar zuo und fügt euch eben.Ich wäyss wol, am ze aller zeitDer Sweyczer ist der vorstreyt25Von iren alten rechten,Wann seu mit cristan vechten.Der twergen gwonhäyt wayss ichNoch der helden, so man vicht.Seu sein aller eren vol,30Got geb was in fügi wol!Der rede wurdens alle fro.Des sprachen do die twerg also:Kayn häxe noch kayn unholdWard uns nie mit trüwen holt.35Nu dar, so macht euch an den streyt,Wan sen chöment welher zeit,Sprach do Strudel an der vart.Der reken täyl auch schreyent ward:Die risen maynen wir nicht wol,40Won seu sind aller bösshäyt vol.Der schult ir mich gepeyten,Bis daz seu werden streyten,Antwurt Strudel ze der stuond.Die Sweyczer ruften aus dem mund:45So wisst, wir seigin cristan leutUnd lust uns wol der häyden heut.49dSo nemps auch hin, sprach Struodel do.Doch so rât ich euch also,Daz yecleicher ein segen habUnd sneid die payn den kaczern ab.5Mäczendorffer auch hin zuo:So wisst, wir hassent spat und fruoLappenhauser, daz ist war.** Do sprach Strudel offenbar:Die schullen werden uns ze täyl,10Seu sind uns umb käin gelte väyl.Doch so mag ich also sprechen:Wolt es euch an inen rechen,So greyfft dte Narrenhäymer an,Won es spricht der weise man:15Wer die diener füret hin,Der fürt den herren sampt mit in.Mäczendorffer sprachent do:Das selbig schult es tuon also,Sam ir von uns halten welt.20Daz haben wir für recht gezelt.Strudel der hiet weisen muot.Daz wär vil pilleich und auch guot,Sprach er, so ist ir ze vil,Dar umb man euch nicht lassen wil25So verderben, noch enschol;Won wir wissen alle wol,Wer euch schlügi auf den tod,Der prächt uns in die selben not.Des liessen seu sich auch benügen.30*** Fülzan der ward sich rügenUnd sprach: Vil lieber vetter mein,Daz du sälich müssist sein!Du sprichst: Ich schül das paner tragenUnd dem her den wege sagen.35Ghört daz nicht eim haubtmann aff,Dem das gesind ist undertan?** Nayn du, sprach her Strudel do,Du pists der panermayster soUnd hast ze schaffen anders nicht,40Dann den sturmfan, so man vicht,Tragen vestecleich hin anHoh embor, so bist ein man.Und tracht, daz nicht kerst widerOder daz mans truk da nider!45Da geit man dir auch hilffen zuo,50Die dein gaument spat und fruo.Ein anders ghört einm haubtman an,Der schol des ersten sein ein manFrey des gemütes unerzäyt,5Daz er ze trösten sey beraytDas ander volk und pring auch anMit heczen, so er beste kan,Won der fröd in ym nicht hât,Der tröst die andren gar ze spât.10Daz ander ist, daz er schol seinListig in den sinnen sein,Daz er sich halt recht sam der man,Der schaffzagel spilen kan,Mit greyffen an und hüten sich15Vor schaden nemen, merkst du mich?Dar umb so tuo des ersten dasZe frides zeit, daz fügt ym bas,Und hayss sein gsinde tag und nachtUben sich in ritterschaft20Mit stechenn und turnierenUnd anderm jubilieren,Won der ungelert den gelertenMag so wenig uberherten,Sam der bloss mag einen man,25Der ganczen härnesch füret an.Dar umb des ersten künnen scholYecleicher vil sunder wolSchon und sauberleichen reyten,Auf und ab zder tenchen seyten30Sicz der man an underlâss,Dar zuo sey der stegräyff mâss,Daz sich so einer müg derhebenIn dem sattel, daz man legenMöcht ein kugel unter in.35Die payne schol man streken hinUnd die knie doch zemen haben,Die sporn nicht gen dem phärde tragen,Den zaume hab in seiner gewalt,Sicz aufrecht in schlechter gstalt.40Der dann mit dem sper wil reyten,Der trachti daz zder andern seytenDer stegräyff umb ein halbeu spangFür den andern stegräyff hang!Smukt er sich ein tayl hin an,45Dest minr man ym geschaden kan.Des ersten schol er stapfen hin,50bDarnach bald, daz ist der sin,Und wil er treffen alle zeit,So nem den lauffe nit ze weyt!Pey frid so schol man wappen chauffen,5Der nicht enwelle nakent lauffenVor dem veinde an der zeit,So derhaben ist der streyt.In den selben sachenDer haubtman schol auch wachen,10Nicht enschlaffen, daz ist recht.Er schol die ritter und die knechtNicht so füren gar verwegen,Des gesindes leben muoss er phlegenUnd zühen sich ze velde so,15Da man haber vind und stro,Holcz und wasser, des ist not,Daz die phärd nicht liegen tod,Noch der mensche gepresten hab,Daz er an creften neme ab.20Das wasser, das man trinken schol,Schol man vor credenczen wolUnd auch die frömden speys da pey,Wil man wesen giftes frey.In chaym wald schol er beleyben25Noch pey mos die nacht vertreyben,Dar zuo schol er speher haben,Die ym tägleich mügin sagenDer veinten willen und ir macht.Secht, daz geyt die besten craft.30Und ist der veinten gar ze vil,So wisst, daz ich ym raten wil,Das er häymleich seu derschleych,Wil er werden siges reich.Oder mag daz nicht gesein,35So tuo noch nach der lere meynUnd warti ir en sölcher stat,Da ers am ertreich bessers hab.Sein seu krencher oder geleich,So mag ein haubtmann gmütes reich40Freyleich lassen lauffen dar,Schlahen, rumpeln in die schar.Doch sag ich, ob eins geschäch,Das man an dem lesten sächAnders nichczit, dann den tod,45So mag er fliehen in der not.50cDaz ist der aller beste streyt,Den man da vindet ze der zeyt.Der seu aver haben woltZe gevangen, sam man billeich scholt,5Doch ân toten, so rât ich,Daz yeder geb ze gefangen sichLieber, dann ym werd gesantHasenswancz ze seiner schand,Sunderleichen, daz er werd10Uberhaben das auf erd.So schol er sich ze streyten hebenMit dem rossvolk auf die eben,Mit dem fuossfolk auf die perg,Daz ym der obertayle werd.15Ist daz gpirgig sey daz land,Die schüczen schik er doch ze landHin für die andren, daz ist guot.Das geschoss den ersten schaden tuot.Dur zuo so schol er auch die schar20Zemen halten fest und gar,Und die die krenchsten müssen sein,Die machin sich enmitt hin ein.Niemand für den andern lâssTretten hin, daz ist die mâss.25Ist das lande alles eben,So scholt du nach den schüczen legenDie reyter, die die langen sperRennen durch die veinde her,Dar nâch die mit den swerten,30Daz seu die helm zerserten.Die zfuossen seygin auch da pey,Ob ein reyter gefallen seyAus dem sattel und dar nider,Das seu ym helffin wider.35Der veinten phärt seu schüllen stechenUnd der gfallner drüssel brechen,Ringen, schlahen, dar zuo würgen,Daz ander fuossvolk nider mürden.Und ob der sige wär dergangen,40So nemin seu daz überig zgfangen.Ist es aber alles gepirggig,So hab daz obertäyl vil wirdigDie schüczen für die reyter ab,Die phert seu pinden zuo dem hag45Und schiessin mit den lanczen dar,50dDaz ir die veinde werdin gewarDie schüllen seu auch überdringen,So mag in dester bas gelingen.Und ob in got daz glük verhengt,5Daz man die veinde schindt und pfendt,
Mit pfeyffen und mit saytenspil10Dönten sunderleichen wol.Die freunt seu machten fröden volHie mit und auch die risen her.Yder fuort ein ysen sperUnd mit ir ein chläynet schon,15Daz was ein drake also hön.Des drâtten seu in siben schrittenGen Lappenhausen bis enmittenAuf den plan, des was man fro.Daz sâhent so die reken do,20Den die risen truogend hass,Und bedachten sich auch bassZe Nyssingen ze varen ein.Secht, daz geschach und scholt auch sein!Iecleichs swert waz lang und präyt,25Dar an des stahels vil geläyt.Daz seu do fuorten zuo eym schein,Daz was einer maget bild so vein.Die häyden wisten auch vil wol,** Mit we der man sich rechen schol.30Und do sey hieten so gehört,Wie der Cristan minn zerstörtWas, des wurden seu vil froUnd sprachen gen enander so:Veint mit veinten temmen schol35Ein man, der sich wil rechen wol.*** Des zoh ir her ein michel dyetBis in Lappenhauser gepyet,Etleich ze fuoss, die andern ze röss,Mit iren krölen und irm geschöss,40Mit einem sternen sampt dem man.Der wappen wurdens selten an.Wes scholten do die Sweyczer warten?Mit iren geschliffenn helmpartenCham ir her ein michel täyl48bNur den Nyssingern ze häyl.Etleich do ze fuosse giengend,Die andern auf den sätteln hiengend,Seu waren frays und dar zuo ubel,5Ir paner hiet einn melchkübellVon dem dorff ze Aurach,Daz allweg für die andern prach;Narrenhäymer auch da hin,Gen Lappenhausen stuond ir sin10Mit iren oren von dem esel.Der dauchtens sich nicht wenig edel,Hakken truogen seu ze wer,Die schluogen fast und heuwen ser;Torenhofner auch hin zuo,15Den zagel fuortens von der kuoUnd kamer her gegangenMit eim und dreissig mannen,Iecleicher mit seinem stab,Mit dem er grosse peullen gab.20Fünfzig waren chomen darVon Narrenhayme sunderbar.Der hayden tausent was und meChömen auf der Cristan we;Ir haubtman hiess her Mägeron,25Gewappent all mit leder schon.Der risen warend siben:Den ersten hiess man Sigen,Den andern namp man Egg,Der dritte was der Wegg,30Der vierd Golyas was genant,Dem fünften sprach man Ruolant,Neymprecht und her schön SyrenWarend do die lesten zwen.Hächel zaubermaysterein35Hiet der fäygen fräweleinEinlfhündert gzöhet dar.Da was der Lappenhausner scharZwelff und dreu hundert,So gerad, daz mich des wundert,40Was seu hyetin gessen.Seu waren unvermessenYeder mit seinr lanczen hie,Ze ross und ze fuoss, ich waiss nicht wie,Also daz ir uber al45Warend da nach meiner zalZway tausent streyt frey48cUnd fünf hundert auch da pey.** Die ander dörffer koment nichtUnd sprachent, daz zuo der geschichtBesser wär ein luogen zuo,5Rüwecleichen spat und fruo,Also schlaffent pey der want,Dann selber spilen mit der hand.*** Doch so ward in zuo gesantVon Indertrinn dem teuffen land10Ein alter man und dar zuo gra;Nicht mer so vand man ir auch da.Der wolt auch sein ze ritter worden,Also wol gefiel ym der orden.Des ward verworfen er ze stuond.15Sym, was schol uns der schebig hund?Sprachen seu, ker wider häym!Du pist den jungen ungenäm.Des war auch chömen her GalvanEin ritter werd von Montalban,20Lanczelott und her Tristan,Stolff und ander herren gmäyn.Do muosten seu ir schlosse rettenUnd andreu güter von den steten.Her Rüggel doch von Elrpach,25Den man nie derligen sach,Hiet ze streyten ym derkorn,Da was er dannacht ungeporn.Des waren chömen in der zeitDen Nyssingern zuo irem streyt30Mäczendorffer ungebetten,Die sach man grimmelechen tretten,Sam die zieren fiessenMit baslern und auch spiessen.Yeder auf seim wappenroch35Fuort einn ygel auf eim stok.Seu wâren chomen umb ein sach,Die vor hundert jaren gschach.Daz was ein schad und ein verratten,Daz die Lappenhauser taten40Iren vordren umb ein stro;Daz wolten die erst rechen so.Der andern dörffern kainer cham,Dan von Leybingen ein manVil jägerleichen mit eim horn,48dEr hiet der veinten tod gesworn.Ein rostigs panczer truog er an,Ein fuorggen auch, da mit der manGab, so er wolt rüren sich,5Wunden drey in einem stich.Mäczendorffer der was vilUnd, sam ich euch es sagen wil,Wol auf neun und sibenczig do.Daz wurden eben achczig so.10Der Sweiczer was auf hundert knechtDannocht zwänczich, daz macht rechtZwirent hundert, alz ein har.Do was der reken sunderbarVier alläin, die nenn ich dir.15Es was der Perner, glaub es mir,Und sein mäyster Hiltprant,Dyetleib von SteyrlandUnd der werd Wolffdyetreich.Secht, do was der twergen gleich20Tausent neunczig und auch ächt.Nu secht vil eben, waz daz macht!Der von Nyssingen man hiessRechter harscher sechczig spiessReiten auf den placz da her,25Da zeller man ze yedem sperDreu phert beräytet wol,Sam ein lancze haben schol.Secht, do hiet ein man gesehenZe hundert malen dreyzehen30Und sechzig erbrer uber al.Der andern warent ane zalZe päyden taylen komen darVon sakman und preganten schar,Von schüczen und schiltknechten,35** Die hulfend auch ze fechten.*** Die geste wurden schone enphangenVon den frauwen und den mannen.Man hiess in allen ze drinken geben.Wes scholten seu do fürbas phlegen?40Der wein in zuo den stirnen schluog,Des wuostens auf vil ungefuogUnd wolten ze der selben stundDie veint erwürgen sam die hund.Trun daz wär leycht do getan!49Da zugen seu die alten von,** Die Nyssinger mit grossem schall.Her zuo, ir herren, schreuwens all;Seyt ze streyten nicht ze gäch!5Wir schüllen haben ein gesprächUnd auch kumen uber äyn,Was uns sey ze tuon gemayn.Des waren seu gehorsam do.Strudel machet sich aufhin so10Uber sich bis auf ein tach.Er huob sein rede an und sprach:Hört, ir herren arm und reich,Chläin und gröss und all geleich,Got der alleu ding tuot15Uns ze hayl und auch ze guot,Geyt dem sünder oft ein peinAn dem leib und an dem seyn,Daz er sich dest e beker,Dar umb so wisst, es ist mein ler,20Daz wir alle Cristan gemäynPeychtig werdin gancz und räyn.Das pin ich nicht ze sagen worden,Dar wir die veinde schullen bsorgen,Die so löss sein und so zag,25So böss und narrisch alle tag.Ich sprich es nur alläyn umb das,Daz wir got behagin bäs,Won ist er mit uns alläin,Niemand zeucht uns umb die päyn.30Dar nach schullen wir auch allFröleich essen und mit schallProt und fläysch von einem swein,Dar zuo trinken roten wein,Daz git uns chraft und dar zuo macht.35Nach dem schol man gen der nachtZiehen auss hin auf hin auf daz veldZe richten hütten auf und zelt.Da schullen wir auch all beleyben,Die nacht vil rüwechleich vertreyben,40Doch mit guoter wart und feur,Bis an den liechten tag geheur.Dar nach so mach sich ieder manAuf und leg sein härnäsch an49bUnd segen sich, er sauff ein äyDreu ald viereu oder zwayMit einem glass von guotem wein.Das hilft ym zuo den nöten sein.5Des mach er sich ye so hin anZuo seinem rechten haubtman,Der hie fünfe schullen sein.Der erste sey her LaureynEin künich lobesam und werd,10Gewaltig über alle perg.Der ander ist her DyetreichVon Pern, dem nie kayn man geleichWard an tugend und an macht.Des haben auch die reken acht,15Doch sein seu all so wol getan,Daz yeder möcht ein haubetmanUber all die welt gesein.Das sprich ich auf die treuwe mein.Der dritte haubtman ist geräyt20Der fräydigest der cristenhait,Er ist ein fiess vil wol derkant,Her Paggenzan von Sweiczerland,Der von Aurach hie mein herrenHat gefüret so von verren.25Der vierde haübtman ist der starkVon Mäczendorffe auf der march,Der des streytens gar vil phligtUnd in allen angesigt.Der von Leybingen der sey30Sein selbers herr ein degen frey,So pin auch dirr purger hieHaubt und mäyster, got wiss wie!Gar unwirdig ich sein pin,Sam mich dünkt in meinem sin.35So muoss meim nefen auch glingen,Der ist der best von NyssingenUnd is gehaissen Füliczan.Des rüm ich nicht, er ghört mich an.Man mag es sehen an seiner tât,40Was der man ym herezen hat.*** Der ist von uns dar zuo derwelt,Ist, daz es euch auch gevelt,Daz er durch ewer nucz und erFürer sey und weis daz her49cMit unserm paner an daz zil,Da man des morgens streyten wil,Won er der strâssenkunst ist vol.Seu sprachent all: Daz gefelt uns wol.5Wer schol aver pilleich habenDen vorstreyt? Daz schült ir uns sagen?Trun, des antwurt Strudel do,Unser ordnung sey also!Hie sind cristan, twerg und reken,10Die schüllen sich ze velde streken,Ze ross und fuosse gancz und garSunderleich auf fünf schar,Alz vil, sam auch der haubtleut.Dar zuo wisst, sam ich euchs beteut,15Der veinten gsind daz ist gschaidenIn häxen, risen und in häyden,Dar zuo habens cristan herWol auf sechse schar und mer.Nu sagt mir an, daz wisst ir bas,20Wen habt es allermäyst in hass,Dem schult ir auch des streytes geben.Das ghört dar zuo und fügt euch eben.Ich wäyss wol, am ze aller zeitDer Sweyczer ist der vorstreyt25Von iren alten rechten,Wann seu mit cristan vechten.Der twergen gwonhäyt wayss ichNoch der helden, so man vicht.Seu sein aller eren vol,30Got geb was in fügi wol!Der rede wurdens alle fro.Des sprachen do die twerg also:Kayn häxe noch kayn unholdWard uns nie mit trüwen holt.35Nu dar, so macht euch an den streyt,Wan sen chöment welher zeit,Sprach do Strudel an der vart.Der reken täyl auch schreyent ward:Die risen maynen wir nicht wol,40Won seu sind aller bösshäyt vol.Der schult ir mich gepeyten,Bis daz seu werden streyten,Antwurt Strudel ze der stuond.Die Sweyczer ruften aus dem mund:45So wisst, wir seigin cristan leutUnd lust uns wol der häyden heut.49dSo nemps auch hin, sprach Struodel do.Doch so rât ich euch also,Daz yecleicher ein segen habUnd sneid die payn den kaczern ab.5Mäczendorffer auch hin zuo:So wisst, wir hassent spat und fruoLappenhauser, daz ist war.** Do sprach Strudel offenbar:Die schullen werden uns ze täyl,10Seu sind uns umb käin gelte väyl.Doch so mag ich also sprechen:Wolt es euch an inen rechen,So greyfft dte Narrenhäymer an,Won es spricht der weise man:15Wer die diener füret hin,Der fürt den herren sampt mit in.Mäczendorffer sprachent do:Das selbig schult es tuon also,Sam ir von uns halten welt.20Daz haben wir für recht gezelt.Strudel der hiet weisen muot.Daz wär vil pilleich und auch guot,Sprach er, so ist ir ze vil,Dar umb man euch nicht lassen wil25So verderben, noch enschol;Won wir wissen alle wol,Wer euch schlügi auf den tod,Der prächt uns in die selben not.Des liessen seu sich auch benügen.30*** Fülzan der ward sich rügenUnd sprach: Vil lieber vetter mein,Daz du sälich müssist sein!Du sprichst: Ich schül das paner tragenUnd dem her den wege sagen.35Ghört daz nicht eim haubtmann aff,Dem das gesind ist undertan?** Nayn du, sprach her Strudel do,Du pists der panermayster soUnd hast ze schaffen anders nicht,40Dann den sturmfan, so man vicht,Tragen vestecleich hin anHoh embor, so bist ein man.Und tracht, daz nicht kerst widerOder daz mans truk da nider!45Da geit man dir auch hilffen zuo,50Die dein gaument spat und fruo.Ein anders ghört einm haubtman an,Der schol des ersten sein ein manFrey des gemütes unerzäyt,5Daz er ze trösten sey beraytDas ander volk und pring auch anMit heczen, so er beste kan,Won der fröd in ym nicht hât,Der tröst die andren gar ze spât.10Daz ander ist, daz er schol seinListig in den sinnen sein,Daz er sich halt recht sam der man,Der schaffzagel spilen kan,Mit greyffen an und hüten sich15Vor schaden nemen, merkst du mich?Dar umb so tuo des ersten dasZe frides zeit, daz fügt ym bas,Und hayss sein gsinde tag und nachtUben sich in ritterschaft20Mit stechenn und turnierenUnd anderm jubilieren,Won der ungelert den gelertenMag so wenig uberherten,Sam der bloss mag einen man,25Der ganczen härnesch füret an.Dar umb des ersten künnen scholYecleicher vil sunder wolSchon und sauberleichen reyten,Auf und ab zder tenchen seyten30Sicz der man an underlâss,Dar zuo sey der stegräyff mâss,Daz sich so einer müg derhebenIn dem sattel, daz man legenMöcht ein kugel unter in.35Die payne schol man streken hinUnd die knie doch zemen haben,Die sporn nicht gen dem phärde tragen,Den zaume hab in seiner gewalt,Sicz aufrecht in schlechter gstalt.40Der dann mit dem sper wil reyten,Der trachti daz zder andern seytenDer stegräyff umb ein halbeu spangFür den andern stegräyff hang!Smukt er sich ein tayl hin an,45Dest minr man ym geschaden kan.Des ersten schol er stapfen hin,50bDarnach bald, daz ist der sin,Und wil er treffen alle zeit,So nem den lauffe nit ze weyt!Pey frid so schol man wappen chauffen,5Der nicht enwelle nakent lauffenVor dem veinde an der zeit,So derhaben ist der streyt.In den selben sachenDer haubtman schol auch wachen,10Nicht enschlaffen, daz ist recht.Er schol die ritter und die knechtNicht so füren gar verwegen,Des gesindes leben muoss er phlegenUnd zühen sich ze velde so,15Da man haber vind und stro,Holcz und wasser, des ist not,Daz die phärd nicht liegen tod,Noch der mensche gepresten hab,Daz er an creften neme ab.20Das wasser, das man trinken schol,Schol man vor credenczen wolUnd auch die frömden speys da pey,Wil man wesen giftes frey.In chaym wald schol er beleyben25Noch pey mos die nacht vertreyben,Dar zuo schol er speher haben,Die ym tägleich mügin sagenDer veinten willen und ir macht.Secht, daz geyt die besten craft.30Und ist der veinten gar ze vil,So wisst, daz ich ym raten wil,Das er häymleich seu derschleych,Wil er werden siges reich.Oder mag daz nicht gesein,35So tuo noch nach der lere meynUnd warti ir en sölcher stat,Da ers am ertreich bessers hab.Sein seu krencher oder geleich,So mag ein haubtmann gmütes reich40Freyleich lassen lauffen dar,Schlahen, rumpeln in die schar.Doch sag ich, ob eins geschäch,Das man an dem lesten sächAnders nichczit, dann den tod,45So mag er fliehen in der not.50cDaz ist der aller beste streyt,Den man da vindet ze der zeyt.Der seu aver haben woltZe gevangen, sam man billeich scholt,5Doch ân toten, so rât ich,Daz yeder geb ze gefangen sichLieber, dann ym werd gesantHasenswancz ze seiner schand,Sunderleichen, daz er werd10Uberhaben das auf erd.So schol er sich ze streyten hebenMit dem rossvolk auf die eben,Mit dem fuossfolk auf die perg,Daz ym der obertayle werd.15Ist daz gpirgig sey daz land,Die schüczen schik er doch ze landHin für die andren, daz ist guot.Das geschoss den ersten schaden tuot.Dur zuo so schol er auch die schar20Zemen halten fest und gar,Und die die krenchsten müssen sein,Die machin sich enmitt hin ein.Niemand für den andern lâssTretten hin, daz ist die mâss.25Ist das lande alles eben,So scholt du nach den schüczen legenDie reyter, die die langen sperRennen durch die veinde her,Dar nâch die mit den swerten,30Daz seu die helm zerserten.Die zfuossen seygin auch da pey,Ob ein reyter gefallen seyAus dem sattel und dar nider,Das seu ym helffin wider.35Der veinten phärt seu schüllen stechenUnd der gfallner drüssel brechen,Ringen, schlahen, dar zuo würgen,Daz ander fuossvolk nider mürden.Und ob der sige wär dergangen,40So nemin seu daz überig zgfangen.Ist es aber alles gepirggig,So hab daz obertäyl vil wirdigDie schüczen für die reyter ab,Die phert seu pinden zuo dem hag45Und schiessin mit den lanczen dar,50dDaz ir die veinde werdin gewarDie schüllen seu auch überdringen,So mag in dester bas gelingen.Und ob in got daz glük verhengt,5Daz man die veinde schindt und pfendt,
Mit pfeyffen und mit saytenspil10
Dönten sunderleichen wol.
Die freunt seu machten fröden vol
Hie mit und auch die risen her.
Yder fuort ein ysen sper
Und mit ir ein chläynet schon,15
Daz was ein drake also hön.
Des drâtten seu in siben schritten
Gen Lappenhausen bis enmitten
Auf den plan, des was man fro.
Daz sâhent so die reken do,20
Den die risen truogend hass,
Und bedachten sich auch bass
Ze Nyssingen ze varen ein.
Secht, daz geschach und scholt auch sein!
Iecleichs swert waz lang und präyt,25
Dar an des stahels vil geläyt.
Daz seu do fuorten zuo eym schein,
Daz was einer maget bild so vein.
Die häyden wisten auch vil wol,
** Mit we der man sich rechen schol.30
Und do sey hieten so gehört,
Wie der Cristan minn zerstört
Was, des wurden seu vil fro
Und sprachen gen enander so:
Veint mit veinten temmen schol35
Ein man, der sich wil rechen wol.
*** Des zoh ir her ein michel dyet
Bis in Lappenhauser gepyet,
Etleich ze fuoss, die andern ze röss,
Mit iren krölen und irm geschöss,40
Mit einem sternen sampt dem man.
Der wappen wurdens selten an.
Wes scholten do die Sweyczer warten?
Mit iren geschliffenn helmparten
Cham ir her ein michel täyl48b
Nur den Nyssingern ze häyl.
Etleich do ze fuosse giengend,
Die andern auf den sätteln hiengend,
Seu waren frays und dar zuo ubel,5
Ir paner hiet einn melchkübell
Von dem dorff ze Aurach,
Daz allweg für die andern prach;
Narrenhäymer auch da hin,
Gen Lappenhausen stuond ir sin10
Mit iren oren von dem esel.
Der dauchtens sich nicht wenig edel,
Hakken truogen seu ze wer,
Die schluogen fast und heuwen ser;
Torenhofner auch hin zuo,15
Den zagel fuortens von der kuo
Und kamer her gegangen
Mit eim und dreissig mannen,
Iecleicher mit seinem stab,
Mit dem er grosse peullen gab.20
Fünfzig waren chomen dar
Von Narrenhayme sunderbar.
Der hayden tausent was und me
Chömen auf der Cristan we;
Ir haubtman hiess her Mägeron,25
Gewappent all mit leder schon.
Der risen warend siben:
Den ersten hiess man Sigen,
Den andern namp man Egg,
Der dritte was der Wegg,30
Der vierd Golyas was genant,
Dem fünften sprach man Ruolant,
Neymprecht und her schön Syren
Warend do die lesten zwen.
Hächel zaubermaysterein35
Hiet der fäygen fräwelein
Einlfhündert gzöhet dar.
Da was der Lappenhausner schar
Zwelff und dreu hundert,
So gerad, daz mich des wundert,40
Was seu hyetin gessen.
Seu waren unvermessen
Yeder mit seinr lanczen hie,
Ze ross und ze fuoss, ich waiss nicht wie,
Also daz ir uber al45
Warend da nach meiner zal
Zway tausent streyt frey48c
Und fünf hundert auch da pey.
** Die ander dörffer koment nicht
Und sprachent, daz zuo der geschicht
Besser wär ein luogen zuo,5
Rüwecleichen spat und fruo,
Also schlaffent pey der want,
Dann selber spilen mit der hand.
*** Doch so ward in zuo gesant
Von Indertrinn dem teuffen land10
Ein alter man und dar zuo gra;
Nicht mer so vand man ir auch da.
Der wolt auch sein ze ritter worden,
Also wol gefiel ym der orden.
Des ward verworfen er ze stuond.15
Sym, was schol uns der schebig hund?
Sprachen seu, ker wider häym!
Du pist den jungen ungenäm.
Des war auch chömen her Galvan
Ein ritter werd von Montalban,20
Lanczelott und her Tristan,
Stolff und ander herren gmäyn.
Do muosten seu ir schlosse retten
Und andreu güter von den steten.
Her Rüggel doch von Elrpach,25
Den man nie derligen sach,
Hiet ze streyten ym derkorn,
Da was er dannacht ungeporn.
Des waren chömen in der zeit
Den Nyssingern zuo irem streyt30
Mäczendorffer ungebetten,
Die sach man grimmelechen tretten,
Sam die zieren fiessen
Mit baslern und auch spiessen.
Yeder auf seim wappenroch35
Fuort einn ygel auf eim stok.
Seu wâren chomen umb ein sach,
Die vor hundert jaren gschach.
Daz was ein schad und ein verratten,
Daz die Lappenhauser taten40
Iren vordren umb ein stro;
Daz wolten die erst rechen so.
Der andern dörffern kainer cham,
Dan von Leybingen ein man
Vil jägerleichen mit eim horn,48d
Er hiet der veinten tod gesworn.
Ein rostigs panczer truog er an,
Ein fuorggen auch, da mit der man
Gab, so er wolt rüren sich,5
Wunden drey in einem stich.
Mäczendorffer der was vil
Und, sam ich euch es sagen wil,
Wol auf neun und sibenczig do.
Daz wurden eben achczig so.10
Der Sweiczer was auf hundert knecht
Dannocht zwänczich, daz macht recht
Zwirent hundert, alz ein har.
Do was der reken sunderbar
Vier alläin, die nenn ich dir.15
Es was der Perner, glaub es mir,
Und sein mäyster Hiltprant,
Dyetleib von Steyrland
Und der werd Wolffdyetreich.
Secht, do was der twergen gleich20
Tausent neunczig und auch ächt.
Nu secht vil eben, waz daz macht!
Der von Nyssingen man hiess
Rechter harscher sechczig spiess
Reiten auf den placz da her,25
Da zeller man ze yedem sper
Dreu phert beräytet wol,
Sam ein lancze haben schol.
Secht, do hiet ein man gesehen
Ze hundert malen dreyzehen30
Und sechzig erbrer uber al.
Der andern warent ane zal
Ze päyden taylen komen dar
Von sakman und preganten schar,
Von schüczen und schiltknechten,35
** Die hulfend auch ze fechten.
*** Die geste wurden schone enphangen
Von den frauwen und den mannen.
Man hiess in allen ze drinken geben.
Wes scholten seu do fürbas phlegen?40
Der wein in zuo den stirnen schluog,
Des wuostens auf vil ungefuog
Und wolten ze der selben stund
Die veint erwürgen sam die hund.
Trun daz wär leycht do getan!49
Da zugen seu die alten von,
** Die Nyssinger mit grossem schall.
Her zuo, ir herren, schreuwens all;
Seyt ze streyten nicht ze gäch!5
Wir schüllen haben ein gespräch
Und auch kumen uber äyn,
Was uns sey ze tuon gemayn.
Des waren seu gehorsam do.
Strudel machet sich aufhin so10
Uber sich bis auf ein tach.
Er huob sein rede an und sprach:
Hört, ir herren arm und reich,
Chläin und gröss und all geleich,
Got der alleu ding tuot15
Uns ze hayl und auch ze guot,
Geyt dem sünder oft ein pein
An dem leib und an dem seyn,
Daz er sich dest e beker,
Dar umb so wisst, es ist mein ler,20
Daz wir alle Cristan gemäyn
Peychtig werdin gancz und räyn.
Das pin ich nicht ze sagen worden,
Dar wir die veinde schullen bsorgen,
Die so löss sein und so zag,25
So böss und narrisch alle tag.
Ich sprich es nur alläyn umb das,
Daz wir got behagin bäs,
Won ist er mit uns alläin,
Niemand zeucht uns umb die päyn.30
Dar nach schullen wir auch all
Fröleich essen und mit schall
Prot und fläysch von einem swein,
Dar zuo trinken roten wein,
Daz git uns chraft und dar zuo macht.35
Nach dem schol man gen der nacht
Ziehen auss hin auf hin auf daz veld
Ze richten hütten auf und zelt.
Da schullen wir auch all beleyben,
Die nacht vil rüwechleich vertreyben,40
Doch mit guoter wart und feur,
Bis an den liechten tag geheur.
Dar nach so mach sich ieder man
Auf und leg sein härnäsch an49b
Und segen sich, er sauff ein äy
Dreu ald viereu oder zway
Mit einem glass von guotem wein.
Das hilft ym zuo den nöten sein.5
Des mach er sich ye so hin an
Zuo seinem rechten haubtman,
Der hie fünfe schullen sein.
Der erste sey her Laureyn
Ein künich lobesam und werd,10
Gewaltig über alle perg.
Der ander ist her Dyetreich
Von Pern, dem nie kayn man geleich
Ward an tugend und an macht.
Des haben auch die reken acht,15
Doch sein seu all so wol getan,
Daz yeder möcht ein haubetman
Uber all die welt gesein.
Das sprich ich auf die treuwe mein.
Der dritte haubtman ist geräyt20
Der fräydigest der cristenhait,
Er ist ein fiess vil wol derkant,
Her Paggenzan von Sweiczerland,
Der von Aurach hie mein herren
Hat gefüret so von verren.25
Der vierde haübtman ist der stark
Von Mäczendorffe auf der march,
Der des streytens gar vil phligt
Und in allen angesigt.
Der von Leybingen der sey30
Sein selbers herr ein degen frey,
So pin auch dirr purger hie
Haubt und mäyster, got wiss wie!
Gar unwirdig ich sein pin,
Sam mich dünkt in meinem sin.35
So muoss meim nefen auch glingen,
Der ist der best von Nyssingen
Und is gehaissen Füliczan.
Des rüm ich nicht, er ghört mich an.
Man mag es sehen an seiner tât,40
Was der man ym herezen hat.
*** Der ist von uns dar zuo derwelt,
Ist, daz es euch auch gevelt,
Daz er durch ewer nucz und er
Fürer sey und weis daz her49c
Mit unserm paner an daz zil,
Da man des morgens streyten wil,
Won er der strâssenkunst ist vol.
Seu sprachent all: Daz gefelt uns wol.5
Wer schol aver pilleich haben
Den vorstreyt? Daz schült ir uns sagen?
Trun, des antwurt Strudel do,
Unser ordnung sey also!
Hie sind cristan, twerg und reken,10
Die schüllen sich ze velde streken,
Ze ross und fuosse gancz und gar
Sunderleich auf fünf schar,
Alz vil, sam auch der haubtleut.
Dar zuo wisst, sam ich euchs beteut,15
Der veinten gsind daz ist gschaiden
In häxen, risen und in häyden,
Dar zuo habens cristan her
Wol auf sechse schar und mer.
Nu sagt mir an, daz wisst ir bas,20
Wen habt es allermäyst in hass,
Dem schult ir auch des streytes geben.
Das ghört dar zuo und fügt euch eben.
Ich wäyss wol, am ze aller zeit
Der Sweyczer ist der vorstreyt25
Von iren alten rechten,
Wann seu mit cristan vechten.
Der twergen gwonhäyt wayss ich
Noch der helden, so man vicht.
Seu sein aller eren vol,30
Got geb was in fügi wol!
Der rede wurdens alle fro.
Des sprachen do die twerg also:
Kayn häxe noch kayn unhold
Ward uns nie mit trüwen holt.35
Nu dar, so macht euch an den streyt,
Wan sen chöment welher zeit,
Sprach do Strudel an der vart.
Der reken täyl auch schreyent ward:
Die risen maynen wir nicht wol,40
Won seu sind aller bösshäyt vol.
Der schult ir mich gepeyten,
Bis daz seu werden streyten,
Antwurt Strudel ze der stuond.
Die Sweyczer ruften aus dem mund:45
So wisst, wir seigin cristan leut
Und lust uns wol der häyden heut.49d
So nemps auch hin, sprach Struodel do.
Doch so rât ich euch also,
Daz yecleicher ein segen hab
Und sneid die payn den kaczern ab.5
Mäczendorffer auch hin zuo:
So wisst, wir hassent spat und fruo
Lappenhauser, daz ist war.
** Do sprach Strudel offenbar:
Die schullen werden uns ze täyl,10
Seu sind uns umb käin gelte väyl.
Doch so mag ich also sprechen:
Wolt es euch an inen rechen,
So greyfft dte Narrenhäymer an,
Won es spricht der weise man:15
Wer die diener füret hin,
Der fürt den herren sampt mit in.
Mäczendorffer sprachent do:
Das selbig schult es tuon also,
Sam ir von uns halten welt.20
Daz haben wir für recht gezelt.
Strudel der hiet weisen muot.
Daz wär vil pilleich und auch guot,
Sprach er, so ist ir ze vil,
Dar umb man euch nicht lassen wil25
So verderben, noch enschol;
Won wir wissen alle wol,
Wer euch schlügi auf den tod,
Der prächt uns in die selben not.
Des liessen seu sich auch benügen.30
*** Fülzan der ward sich rügen
Und sprach: Vil lieber vetter mein,
Daz du sälich müssist sein!
Du sprichst: Ich schül das paner tragen
Und dem her den wege sagen.35
Ghört daz nicht eim haubtmann aff,
Dem das gesind ist undertan?
** Nayn du, sprach her Strudel do,
Du pists der panermayster so
Und hast ze schaffen anders nicht,40
Dann den sturmfan, so man vicht,
Tragen vestecleich hin an
Hoh embor, so bist ein man.
Und tracht, daz nicht kerst wider
Oder daz mans truk da nider!45
Da geit man dir auch hilffen zuo,50
Die dein gaument spat und fruo.
Ein anders ghört einm haubtman an,
Der schol des ersten sein ein man
Frey des gemütes unerzäyt,5
Daz er ze trösten sey berayt
Das ander volk und pring auch an
Mit heczen, so er beste kan,
Won der fröd in ym nicht hât,
Der tröst die andren gar ze spât.10
Daz ander ist, daz er schol sein
Listig in den sinnen sein,
Daz er sich halt recht sam der man,
Der schaffzagel spilen kan,
Mit greyffen an und hüten sich15
Vor schaden nemen, merkst du mich?
Dar umb so tuo des ersten das
Ze frides zeit, daz fügt ym bas,
Und hayss sein gsinde tag und nacht
Uben sich in ritterschaft20
Mit stechenn und turnieren
Und anderm jubilieren,
Won der ungelert den gelerten
Mag so wenig uberherten,
Sam der bloss mag einen man,25
Der ganczen härnesch füret an.
Dar umb des ersten künnen schol
Yecleicher vil sunder wol
Schon und sauberleichen reyten,
Auf und ab zder tenchen seyten30
Sicz der man an underlâss,
Dar zuo sey der stegräyff mâss,
Daz sich so einer müg derheben
In dem sattel, daz man legen
Möcht ein kugel unter in.35
Die payne schol man streken hin
Und die knie doch zemen haben,
Die sporn nicht gen dem phärde tragen,
Den zaume hab in seiner gewalt,
Sicz aufrecht in schlechter gstalt.40
Der dann mit dem sper wil reyten,
Der trachti daz zder andern seyten
Der stegräyff umb ein halbeu spang
Für den andern stegräyff hang!
Smukt er sich ein tayl hin an,45
Dest minr man ym geschaden kan.
Des ersten schol er stapfen hin,50b
Darnach bald, daz ist der sin,
Und wil er treffen alle zeit,
So nem den lauffe nit ze weyt!
Pey frid so schol man wappen chauffen,5
Der nicht enwelle nakent lauffen
Vor dem veinde an der zeit,
So derhaben ist der streyt.
In den selben sachen
Der haubtman schol auch wachen,10
Nicht enschlaffen, daz ist recht.
Er schol die ritter und die knecht
Nicht so füren gar verwegen,
Des gesindes leben muoss er phlegen
Und zühen sich ze velde so,15
Da man haber vind und stro,
Holcz und wasser, des ist not,
Daz die phärd nicht liegen tod,
Noch der mensche gepresten hab,
Daz er an creften neme ab.20
Das wasser, das man trinken schol,
Schol man vor credenczen wol
Und auch die frömden speys da pey,
Wil man wesen giftes frey.
In chaym wald schol er beleyben25
Noch pey mos die nacht vertreyben,
Dar zuo schol er speher haben,
Die ym tägleich mügin sagen
Der veinten willen und ir macht.
Secht, daz geyt die besten craft.30
Und ist der veinten gar ze vil,
So wisst, daz ich ym raten wil,
Das er häymleich seu derschleych,
Wil er werden siges reich.
Oder mag daz nicht gesein,35
So tuo noch nach der lere meyn
Und warti ir en sölcher stat,
Da ers am ertreich bessers hab.
Sein seu krencher oder geleich,
So mag ein haubtmann gmütes reich40
Freyleich lassen lauffen dar,
Schlahen, rumpeln in die schar.
Doch sag ich, ob eins geschäch,
Das man an dem lesten säch
Anders nichczit, dann den tod,45
So mag er fliehen in der not.50c
Daz ist der aller beste streyt,
Den man da vindet ze der zeyt.
Der seu aver haben wolt
Ze gevangen, sam man billeich scholt,5
Doch ân toten, so rât ich,
Daz yeder geb ze gefangen sich
Lieber, dann ym werd gesant
Hasenswancz ze seiner schand,
Sunderleichen, daz er werd10
Uberhaben das auf erd.
So schol er sich ze streyten heben
Mit dem rossvolk auf die eben,
Mit dem fuossfolk auf die perg,
Daz ym der obertayle werd.15
Ist daz gpirgig sey daz land,
Die schüczen schik er doch ze land
Hin für die andren, daz ist guot.
Das geschoss den ersten schaden tuot.
Dur zuo so schol er auch die schar20
Zemen halten fest und gar,
Und die die krenchsten müssen sein,
Die machin sich enmitt hin ein.
Niemand für den andern lâss
Tretten hin, daz ist die mâss.25
Ist das lande alles eben,
So scholt du nach den schüczen legen
Die reyter, die die langen sper
Rennen durch die veinde her,
Dar nâch die mit den swerten,30
Daz seu die helm zerserten.
Die zfuossen seygin auch da pey,
Ob ein reyter gefallen sey
Aus dem sattel und dar nider,
Das seu ym helffin wider.35
Der veinten phärt seu schüllen stechen
Und der gfallner drüssel brechen,
Ringen, schlahen, dar zuo würgen,
Daz ander fuossvolk nider mürden.
Und ob der sige wär dergangen,40
So nemin seu daz überig zgfangen.
Ist es aber alles gepirggig,
So hab daz obertäyl vil wirdig
Die schüczen für die reyter ab,
Die phert seu pinden zuo dem hag45
Und schiessin mit den lanczen dar,50d
Daz ir die veinde werdin gewar
Die schüllen seu auch überdringen,
So mag in dester bas gelingen.
Und ob in got daz glük verhengt,5
Daz man die veinde schindt und pfendt,