Chapter 3

*Der obresten trivaltichäyt,1cMarien, muoter, räynen mayt,Dar zuo allem hymelschen herZe lob, ze dienst und auch ze er,Den guoten zlieb, ze fröden schein,5Den bösen zläyd, ze hertzen peinSült es hörren so zehantEyn puoch, daz ist der Ring genant,Mit äynem edeln stayn bechläyt,Wan es ze ring umb uns beschäyt10Der welte lawff und lert auch wol,Was man tuon und lâzzen schol.Chäyn vingerli ward nie so guot,Sam ditz, gehabt in rechter huot.In drew schol ez getäylet sein15Besunder nach den sinnen mein.Daz erste lert hofierenMit stechen und turnyernMit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.20Daz ander kan uns sagen wol,Wie äyn man sich halten scholAn sel und leyb und gen der welt;Daz hab dir für daz best gezelt.Daz dritte täyl dir chündet gar,25Wie man allerpest gevarZe nöten, chrieges zeyten,In stürmen, vechten, streyten.Also leyt dez ringes fruchtAn hübschichäyt und mannes zucht,30An tugend und an frümchayt.Nu ist der mensch so chläyner stät,Daz er nicht allwege hören magErnstleich sach ân schympfes sageUnd fräwet sich vil mangerläy.35Dar umb hab ich der gpawren gschräyGemischet ünter disew ler,Daz sey desta senfter uns becker,Beschäyden doch mit varwen zwäyn:1dDie rot die ist dem ernst gemäyn,Die grün ertzäygt uns frölich leben.Doch vernempt mich, welt ir, eben!Er ist äyn gpawr in meinem muot,5Der unrecht lept und läppisch tuot,Nycht eyner, der auz weysem gfertSich mit trewer arbäyt nert,Wan der ist mir in den awgenSälich vil, dez schült ir glawben.10Secht er aver ichts hie inn,Das weder nutz noch tagalt pring,So mügt irs haben für äyn mär,Sprach Häynreich Wittenweylär.Derschallend in dem hertzen fro15Hebt die täyding an also.

*Der obresten trivaltichäyt,1cMarien, muoter, räynen mayt,Dar zuo allem hymelschen herZe lob, ze dienst und auch ze er,Den guoten zlieb, ze fröden schein,5Den bösen zläyd, ze hertzen peinSült es hörren so zehantEyn puoch, daz ist der Ring genant,Mit äynem edeln stayn bechläyt,Wan es ze ring umb uns beschäyt10Der welte lawff und lert auch wol,Was man tuon und lâzzen schol.Chäyn vingerli ward nie so guot,Sam ditz, gehabt in rechter huot.In drew schol ez getäylet sein15Besunder nach den sinnen mein.Daz erste lert hofierenMit stechen und turnyernMit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.20Daz ander kan uns sagen wol,Wie äyn man sich halten scholAn sel und leyb und gen der welt;Daz hab dir für daz best gezelt.Daz dritte täyl dir chündet gar,25Wie man allerpest gevarZe nöten, chrieges zeyten,In stürmen, vechten, streyten.Also leyt dez ringes fruchtAn hübschichäyt und mannes zucht,30An tugend und an frümchayt.Nu ist der mensch so chläyner stät,Daz er nicht allwege hören magErnstleich sach ân schympfes sageUnd fräwet sich vil mangerläy.35Dar umb hab ich der gpawren gschräyGemischet ünter disew ler,Daz sey desta senfter uns becker,Beschäyden doch mit varwen zwäyn:1dDie rot die ist dem ernst gemäyn,Die grün ertzäygt uns frölich leben.Doch vernempt mich, welt ir, eben!Er ist äyn gpawr in meinem muot,5Der unrecht lept und läppisch tuot,Nycht eyner, der auz weysem gfertSich mit trewer arbäyt nert,Wan der ist mir in den awgenSälich vil, dez schült ir glawben.10Secht er aver ichts hie inn,Das weder nutz noch tagalt pring,So mügt irs haben für äyn mär,Sprach Häynreich Wittenweylär.Derschallend in dem hertzen fro15Hebt die täyding an also.

*Der obresten trivaltichäyt,1cMarien, muoter, räynen mayt,Dar zuo allem hymelschen herZe lob, ze dienst und auch ze er,Den guoten zlieb, ze fröden schein,5Den bösen zläyd, ze hertzen peinSült es hörren so zehantEyn puoch, daz ist der Ring genant,Mit äynem edeln stayn bechläyt,Wan es ze ring umb uns beschäyt10Der welte lawff und lert auch wol,Was man tuon und lâzzen schol.Chäyn vingerli ward nie so guot,Sam ditz, gehabt in rechter huot.In drew schol ez getäylet sein15Besunder nach den sinnen mein.Daz erste lert hofierenMit stechen und turnyernMit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.20Daz ander kan uns sagen wol,Wie äyn man sich halten scholAn sel und leyb und gen der welt;Daz hab dir für daz best gezelt.Daz dritte täyl dir chündet gar,25Wie man allerpest gevarZe nöten, chrieges zeyten,In stürmen, vechten, streyten.Also leyt dez ringes fruchtAn hübschichäyt und mannes zucht,30An tugend und an frümchayt.Nu ist der mensch so chläyner stät,Daz er nicht allwege hören magErnstleich sach ân schympfes sageUnd fräwet sich vil mangerläy.35Dar umb hab ich der gpawren gschräyGemischet ünter disew ler,Daz sey desta senfter uns becker,Beschäyden doch mit varwen zwäyn:1dDie rot die ist dem ernst gemäyn,Die grün ertzäygt uns frölich leben.Doch vernempt mich, welt ir, eben!Er ist äyn gpawr in meinem muot,5Der unrecht lept und läppisch tuot,Nycht eyner, der auz weysem gfertSich mit trewer arbäyt nert,Wan der ist mir in den awgenSälich vil, dez schült ir glawben.10Secht er aver ichts hie inn,Das weder nutz noch tagalt pring,So mügt irs haben für äyn mär,Sprach Häynreich Wittenweylär.Derschallend in dem hertzen fro15Hebt die täyding an also.

*Der obresten trivaltichäyt,1cMarien, muoter, räynen mayt,Dar zuo allem hymelschen herZe lob, ze dienst und auch ze er,Den guoten zlieb, ze fröden schein,5Den bösen zläyd, ze hertzen peinSült es hörren so zehantEyn puoch, daz ist der Ring genant,Mit äynem edeln stayn bechläyt,Wan es ze ring umb uns beschäyt10Der welte lawff und lert auch wol,Was man tuon und lâzzen schol.Chäyn vingerli ward nie so guot,Sam ditz, gehabt in rechter huot.In drew schol ez getäylet sein15Besunder nach den sinnen mein.Daz erste lert hofierenMit stechen und turnyernMit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.20Daz ander kan uns sagen wol,Wie äyn man sich halten scholAn sel und leyb und gen der welt;Daz hab dir für daz best gezelt.Daz dritte täyl dir chündet gar,25Wie man allerpest gevarZe nöten, chrieges zeyten,In stürmen, vechten, streyten.Also leyt dez ringes fruchtAn hübschichäyt und mannes zucht,30An tugend und an frümchayt.Nu ist der mensch so chläyner stät,Daz er nicht allwege hören magErnstleich sach ân schympfes sageUnd fräwet sich vil mangerläy.35Dar umb hab ich der gpawren gschräyGemischet ünter disew ler,Daz sey desta senfter uns becker,Beschäyden doch mit varwen zwäyn:1dDie rot die ist dem ernst gemäyn,Die grün ertzäygt uns frölich leben.Doch vernempt mich, welt ir, eben!Er ist äyn gpawr in meinem muot,5Der unrecht lept und läppisch tuot,Nycht eyner, der auz weysem gfertSich mit trewer arbäyt nert,Wan der ist mir in den awgenSälich vil, dez schült ir glawben.10Secht er aver ichts hie inn,Das weder nutz noch tagalt pring,So mügt irs haben für äyn mär,Sprach Häynreich Wittenweylär.Derschallend in dem hertzen fro15Hebt die täyding an also.

*Der obresten trivaltichäyt,1c

Marien, muoter, räynen mayt,

Dar zuo allem hymelschen her

Ze lob, ze dienst und auch ze er,

Den guoten zlieb, ze fröden schein,5

Den bösen zläyd, ze hertzen pein

Sült es hörren so zehant

Eyn puoch, daz ist der Ring genant,

Mit äynem edeln stayn bechläyt,

Wan es ze ring umb uns beschäyt10

Der welte lawff und lert auch wol,

Was man tuon und lâzzen schol.

Chäyn vingerli ward nie so guot,

Sam ditz, gehabt in rechter huot.

In drew schol ez getäylet sein15

Besunder nach den sinnen mein.

Daz erste lert hofieren

Mit stechen und turnyern

Mit sagen und mit singen

Und auch mit andern dingen.20

Daz ander kan uns sagen wol,

Wie äyn man sich halten schol

An sel und leyb und gen der welt;

Daz hab dir für daz best gezelt.

Daz dritte täyl dir chündet gar,25

Wie man allerpest gevar

Ze nöten, chrieges zeyten,

In stürmen, vechten, streyten.

Also leyt dez ringes frucht

An hübschichäyt und mannes zucht,30

An tugend und an frümchayt.

Nu ist der mensch so chläyner stät,

Daz er nicht allwege hören mag

Ernstleich sach ân schympfes sage

Und fräwet sich vil mangerläy.35

Dar umb hab ich der gpawren gschräy

Gemischet ünter disew ler,

Daz sey desta senfter uns becker,

Beschäyden doch mit varwen zwäyn:1d

Die rot die ist dem ernst gemäyn,

Die grün ertzäygt uns frölich leben.

Doch vernempt mich, welt ir, eben!

Er ist äyn gpawr in meinem muot,5

Der unrecht lept und läppisch tuot,

Nycht eyner, der auz weysem gfert

Sich mit trewer arbäyt nert,

Wan der ist mir in den awgen

Sälich vil, dez schült ir glawben.10

Secht er aver ichts hie inn,

Das weder nutz noch tagalt pring,

So mügt irs haben für äyn mär,

Sprach Häynreich Wittenweylär.

Derschallend in dem hertzen fro15

Hebt die täyding an also.


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