Chapter 4

***In dem tal ze Grausen2Äyn dorff hyezz Lappenhausen,Was gelegen wunechleich,An holcz und wasser uberreich,Dar inn vil esler pauren5Sassen ane truren,Under den ein junger was,Der hiess Bertschi Triefnas,Ein degen säuberleich und stoltz,Sam er gedrait wär aus holtz.10An dem feyrtag gieng er umb,Er wär schlecht oder chrumb,Er wär nahent oder verr,Der muost im sprechen junkherr.Was schol man euch nu mer sagen?15Also wol chond er sich betragen,Daz die alten und die jungenFrauwen sere nach ym drungen;Doch was einew sunderbarIn sinem herczen, daz ist war,20Die hiez Mäczli Rürenzumph.** Sey was von adel lam und krumpf,Ir zen, ir händel sam ein brand,Ir mündel rot sam mersand,Sam ein mäuszagel waz ir zoph,25An ir chelen hieng ein chroph,Der ir für den bauch gie.Lieben gesellen, horet, wieIr rugg was uberschossen!Man hiet ein gloggen daruber gossen.30Die füzzli warend dick und bräit,Also daz ir chain wind läidGetuon moht mit vellen,Wolt sey sich widerstellen,Ir wängel rosenleicht sam äschen,35Ir prüstel chlein sam smirtäschen;Die augen lauchten sam der nebel,2bDer âten smacht ir, alz der swebel;So stund ir daz gwändel gstrichen,Sam ir die sel wär enwichen.Sey chond so schon gparen,5Sam ob sey wär von drien jaren.*** Welt ir ander lagweis,Über all truog sey den preis,Also daz der TriefnasMäczleins selten ie vergas,10Und ward ir schletheleich also holt,Das er nach ir zuo serten wolt.Do huob sich ein hofierenMit stechen und tornieren,An einem sonttag daz geschach,15Daz man do Bertschin chomen sachHit zwelf gsellen wol getanZe Lappenhausen auf den plan,Die ritten also unverdrossen,Sam si der regen hiet begossen.20Der erst was unser Triefnas,Ein held recht sam ein giesfas;Des wappen warend gablen zwoIn einem mist, der was er fro.Der ander Chuoncz von Stadel hies,25Ein helde sam ein waldmies.In seinem schilt gemalet wasIn grünem veld ein toter has.Der dritte Chunczo waz genant,In allen schanden wol erkant.30Er füert für seynew wappenZwen hulczin chrieshaken.Dem vierden sprach man junkher Troll,Ein cheker sam ein anchenzoll;Daz sein zäichen was ein rechen,35Der sich ungern liess zerprechen.Der fünft was Hainczo mit der gaiss,Ein eselmann vndrittigmäiss,Dem hiet der pharrer wâppen geben2cDrey nuss an einer weinreben.Der sechste hiet den namen Twerg,Ein hochgeporner auf dem perg,Des wappenrok gemâlet was5Mit dreyn fleugen in eim glas.Den sibenden so nenmet manHer Eysengreyn ein snauferman.Er fuort auf seinem drüsselNeun löffel in einer schüssel.10Der aht der häist, alz ich es mäin,Graf Burkhart mit dem überpäin,Der liess ym machen seyneu wappenMit zwain ruoben häiss gepraten.De neunden ich euch tauffen wil,15Er häisset Pencza Trinkavil.Daz er do in dem schilte truog,Daz wârend rinder in eim phluog.Der zehend lept nit ane schaden,Er häist her Jächel Grabinsgaden;20Der fuort von seiner alten gpürtVier rindrin chäis auf einer hürd.Des einlften namen sey man gwiss!Der was her Rüfli Lekdenspiss;Er was des torffes mäiger,25Seyn wappen warend äyger.Des lesten namen ich enwäiss,Doch cham er auf den selben chräissGeritten mit eim fuchszagel.Ich wäin, es wär der pauren hagel30Her Neythart, trun ein ritter chluog,Der allen törpeln hass truog.Ir chläinet was das aller best,Ein kalb in einem storchennest,Daz fuortens gmaincleich in dem her35Durch junkfrawn Mätzen zuht und er.Die helm sam chörbe warent gstricht,Also daz käynr dar inn dersticht;2dDar under sach man hangenIr schilt, daz wârent wannen;Ir geplayt daz was von lodenMit häw und stro wol underschoben.5Wolten si die päyn verpinden,Dar zu nâmens paumrinden.Si sâssen ritterleichenAuf saumernsätteln reichen,Auf eseln und auch veltrossen,10Es möht ein juden han verdrossen,Mit tächen und auch sekkenSach man si die phert techen.Ufen krücken wârent sper,Si vegten greuleich hin und her15Mit irem pheiffer Gunterfay,Der ein beki blies enzway.Si schrien all gemainchleich:Hört, ir herren, arm und reych,Der muot hab heut ze stechen,20Schilt und sper ze prechenDurch aller frawen eren,Der schol sich gen uns keren!Do vand man nieman auf dem plan,Der die rekken törst bestan,25Also daz her Triefnas,Der sein selbers nie vergas,Sprach zuo den gesellen sein:Und gieng es an daz leben mein,Es muoss halt sein ghofieret,30Gestochen und gturnieret.Ist daz uns niemant gtar bestan,So räiten wir enander an.Der rede sin warend si alle fro.Zuo Gunterfay man ruoffet do:35Pheyff auf, lieber spilman!Wir wellend dir wol lonan.Gunterfay sein bek erschal,Das man es höret uberal.3Die helm seu aufpundenMit jungem holcz gewunden,Die sper si underschluogendUnd in einander fuorend.5So herte ward daz reyten,Daz ir enkainr gepaitenMocht bis daz ym hilfe chäim,Dann her Neythart der gemäin,Den man selten mocht gevellen10Mit chrukken und mit dorfgsellen.Seht, do sach man strebenEin und zehen degenAuf der erd und in dem bach,Daz waz ir aller ungemach.15Triefnas der vil trostleich manWider zuo ym selber cham.Er sach, daz er gevallen wasFür frawen Mäczen in daz gras,Des schemet er sich über dank.20Er sprach: Mir ist daz jar ze lanch,Und wär mir dicz allein geschehen,Man müss vil kumbers an mir sehen.Do cham doch seines vatters chnechtUnd half ym auf, daz waz sein recht.25In den selben sachenHer Troll begund erwachenUnd schreyen: Wâffen, wâffen!Wie hart han ich geschlaffen!Er ward sich in der seyten clagen,30Dar umb man in muost häim tragen.Graf Burkhart waz auch niht gar träg,Wie er an dem ruggen läg.Er batt die herren von dem râtDaz man ym hulffi aus dem chât.35Chuoczen waz ein stich gemessenIn den pauch, daz ym daz essen3bZuo der selben stundeFuor aus seinem munde.Weder singen noch gesagenMocht er, noch sein smerczen clagen,5Dennocht wär im hilff gegeben.Do giengs den andern an daz leben,Den daz wasser in den schlundGüsselt in des baches grund.Die huob man auf, alz gesellen.10Waz scholt mans fürbas swellen?Doch hiet der gtwerg getrunken,Daz ym die augen sunchen.Daz muost man ym do büessen.Auf hub man pey den füessen,15Daz wasser liess man rinnenVon ym, er cham ze sinnen.Do sprach Pencza Trinkavil:Für wars ich euch daz sagen wil,Türstes mir nie buosse wart20Trâwen, wen zuo diser vart.Grabinsgaden was gewäschenAne laug und ane aschen.Er sprach: Ich han gewunnen.Vor waz ich verprunnen,25Vor waz ich derstunken,Dar zuo sein mir die laus ertrunken.Des lobt er got mit fleizz.Do sprach Hainczo mit der gäiss:Dein gewinn der ist ein stro30Gen dem mein, des bin ich fro.E ich in den bache chäm,Ich waz häiden ungezäm,Ich waz auch in der keczzer orden,Erst bin ich ze cristan worden.35Secht, daz tet dem Chuonczen zorn.Er sprach: Mich duncht, daz wir verlornHabin mere, dann gewunnen.Wir sein in dem bach grunnen3cSam die toten mäuse.Sprecht ir, daz euch die läuseSein dertrunken, daz ist glogen.Die bruoch ich oft han ab gezogen5Und gewäschen in dem bach,Käin laus ich me dertrinken sach.** Und du, Hainczo mit der gäiss,Deins gewinnes ich enwäiss.Bist du also worden cristan,10das ist gescolten und gefisten,Wan nâch der weisen phaffen sagNieman sich getauffen magSelber in eim bacheVon chäinr lay sache;15Es muoss ein underschäidung seinZwüschem tauffer und auch dein;Dar zuo der tauffer sprechen scholGenantew wörter, die man wolVindet in der hailigen gschrift;20Dennocht ist ez als ein wicht,Hat der tauffer nit den muotZe tauffen, so er daz tuot.In gottes dienst bist du verdrossen,Dar umb so hâst du wenk vergossen25Deins pluotz in seiner minne.Du prinst auch nit mit sinneIn dem gäyst, daz sag ich dir,Noch bist ein jud, gelaubes mir!*** Eysengrayn mocht nit enbern30Einer red, die höret gern!Siha durch gotz plunder,Ist daz nit ein wunder,Daz Chuoncz da häim uf seinem mistIst worden ein so guot jurist?35Wolt ir euch en wench enthaben,Ein red mag ich für war sagen3dAne brief und ane potten,Es mügt wol euch er selber spotten.Die täyding allen misseviel,Ieder schluog sich an den giel,5Der schimpz begond seu reuwen.Woy, wie laut sey schreuwen:Nu we min und umbnâmen,Daz wir ie ze samen châmen!Daz wir ie gestochen haben,10Des müss wir schand und laster tragen.** Lechdenspiss der unverzaytHort die clag, es waz ym layd.Er sprach: Herfür mit schalle,Hört, ir herren alle,15Ein red, die ich euch sagen wil!Wir chömend noch zuo guotem spil,Wolt ir volgen miner lere.Wir behalten noch die ere,Ist, daz wir stechen mit dem gast20Und bindent uns ind sättel vast.Des rates fröwtens sich gemain,Dem Chuoncz vom Stadel, der alläinDo sprach: Ich wil nit stechen,Lung und leber brechen.25Ie mer ich mich so wolt verpinden,Ie e mir wurd von we geswinden.*** Der red si nit vernamen,Auf iren rossen si komen,Mit widen sey sich do verpunden,30So si aller beste kunden.Doch mocht der Chuocz beleiben niht,Sein reiten daz waz gar enwicht.Der ärs begond in smerczen,Wie wol ers hiet am hertzen,35Also daz nicht mer dann ähtChâmend her mit irm geprahtAuf den plan und widern gast.Sey ruoften laut, sey schrewend fast:4Her, frömder gesell, wes hâst du muot?Wilt du stechen umb daz guot,Wilt du reiten umb die er,So halt dich her und wart nit mer!5Her Neythart ward der rede fro,Wie wol ers nit erzäigti do.Er äntwürt züchtecleich und sprach:Ich wolte haben mein gemach,Den frid so wolt ich suochen,10Wolt ir es sein geruochen.Wie wol es sey ein rehter schimph,So wär es doch nit mein gelimphGen sölhen herren zuo reyten,Die mir ze allen zeiten15Ze edel und ze stark seyn.Waren der joch nür einr alläin,Ich getörst in nit bestân,Des schült er mich geniessen lân.Do man die red verhörret,20Ir forht die was zerstörret,Künew herczen seu gewunen,Si sprâchend: Höra zuo der nunnen,Waz sey spricht und waz sey säyt,Recht sam ein gfrorner has verzäit.25Graf Burkhart für die andern brachUnd sunder zuo hern Neythart sprach:Ich wäiss nit, wie dus kochest,Ich sich wol, daz du sochestIn dem sattel, so wir vallen.30Die schand missvelt uns allenUnd tuot uns in dem magen weDar umb so muost du stechen me.Trun, sprach der gast vil hofeleych,Daz wis gott von hymelreich,35Daz ich es han verwegen mich.4bWaz ich tuon muoss, daz tät ich.Da mit man pheiffet schon, alz e.Helm auf! he, wie laut man schre!Des ward nit lenger do gepitten,5Vil drât si auch zesamen rittenSo chrefticleichen und so hart,Daz grâf Burchart an der vartDem rosse auf dem ärs gelag.Hört, waz ich euch mer sag!10Do sach man seinen gsellenHer auf der prüche prellen.Erst huob sich jamer angst und not,Die frawen lachten sich ze tot.** Grâf Burkhart in den sattel kam.15Sym so, ir ziegglin, sprach der man.Durch aventewr so seyt er chomen,Aventewr habt er vernomen.*** Do mit so huob er sich von stat.Lechspiss do her fürher trat20Mit seiner scharffen angesicht.Er sprach: Ir gast, ir seit ein wicht,Des dunket mich in meinem herczen;Dar umb so muost ir leiden smerczen.Des antwürt ym der frömde man:25Mein juncherr, waz han ich getan,Daz ich schol smerczen dulden?Ich pitt euch pey gotts hulden,Last mich reiten meineu vartDurch aller werden frâwen art.30Süsser red mocht er engelten.Lechspiss erst huob an ze schelten,Ein langes sper er under schluogUnd lieff hin an reht sam ein phluog.Er stach den gast, daz im wol halb35Aus dem nest emphiel daz kalb.Des frewtend si sich alle,Si ruoften hoch mit schalle:Ge hain, Üli mit der nasen,4cHilf deim weyb der kuo grasen!Lechspiss ruoffet aus dem mund:Da für näm ich nicht hundert phund.Doch muoss ich in noch aber rüren,5Er chan mirs trawen nit enphuren.Daz sper so nam er in die hant,Gen dem gast er anhin rantUnd traff in pey dem sattelpogenAlso ser und ungezogen,10Daz in die riemen liessen,Er mocht ir nit geniessen,Vallen muost er in die erdeDrey sprang tieff der werde.Secht, do huob sich jamers chlagen.15Ir ghort es nie pey ewern tagen,Wie schier ze wäinen waz geratenIr lachen, daz si vor taten.Dem mäyger mund und nase pluot,Doch ruoft der held aus freyem muot:20Hört, ir herren überall,Ir schült nit chlagen meinen val,Er hat mich nit getroffen,Ich han mich selber ab gestochen.Man truog in fuder so zehant,25Vil drât so cham her für gerantEysengrein ein küner degen,Er sprach: Der tiefel müss sein phlegen,Miss ich im nit einen stich,Daz er werd gagent unter sich.30Eyn lautes gschray er do an huob:Sym so, ir her verlauffner buob,Wolt ir daz treyben ymer mer,Daz tuot mir zorn und müt mich ser.Her Neythart äntwurt ym aldo:35So, min lieber herr, so!Ich lâsses gern beleiben,Welt irs nit fürbas treiben.Ich säit euchs vor, vernemet mich!Was ich tuon muss, daz tät ich.40Nit so, sprach her Eysengreyn,Es muoss noch bas getumbelt seyn.4dIch muoss dir deinen chübel rüren,Der hanher wolt dich dan enphüren.Die helme sey verpundenZe den selben stunden,5Eysengrein begräiff daz sper.Über in herr, so, über in herr!Die andern alle schrewen vast,So häiss in waz auff disen gast,Do mit sey zu zemen wolten seyn.10Der esel unter EysengreynSchreyn und fliehen do beganAlse schänczleich hin und dan,Daz er wenich do gestechenMocht, noch seynen schaden rechen.15Daz sper gie auf die erde.Do ruoft der degen werde:Hilffa, herr, und hilffa schier!Ich wil verderben auf dem tier.Do cham ein müllner noch glauffen.20Herr, wolt ir daz tier verchauffen?Zehen schilling an ein phuntGib ich euch ze diser stund.Des äntwurt ym der wolgetan:Häiss nür den esel stille stan25Und hab den sattel sampt mit im!Nim hin, lieber müllner min!Hagen ward gevangenMit des müllners zangen,Die andern ranten all her nach,30Zuo dem esel waz in gach.** Si schrien laut: Es ist enwicht,Verpint dem esel sein gesiht,So mag er lauffen drichcz hinan.*** Secht, daz waz so schier getan.35Hagen stuond verpundenSam in die wolf geschundenHieten, also draft er herRöschleich gen her Neythartz sper.Do ward vil ritterleich gestochen,40Schilt und sper ân zal zerprochen.Der gast mocht nit lenger payten,Er stiess den esel in die seytenDaz er also schiere5Streket ällew viere.Eysengrein dar unter glag.Seht, do huob sich new clagUmb den edeln herren,5Der sich so schon chond weren.** Eysengreyn was unverzäit,Er sprach: Mir tuot daz clagen läid.Syha durch einr merhen fist,Ob mein phärt gevallen ist.10Waz schulden schol ich dar um tragen?Wer mag sich an den hymel haben?*** Ich han verwüst die rehten hand,Daz tuot mir wirser, dann die schand.Da mit so was die red ergangen.15Eysengreyn sich huob von dannen,So er aller röschest kond.** Triefnas rügen sich begond,Die nasen ward er rimphen,Daz feur im aus den augen glast,20Aus seinem maul der gäifer prast.Jo, wie zittert er von zorn!Sein varw hiet er so gar verlorn,Stamblent ward sein räisseu zung.*** Waz man saget oder sung,25Dem gast wolt er do nit vertragen,Er wolt in nür für toten haben.Do huob er an ze lurggen do:So, du du du hürrensun, so,Des ha ha hab du dich verwegen,30Du ma ma macht nit mer geleben.Her Neythart waz ein cristan man,Dar umb so ruoft er Bertschin an:Min he he herr, duorch unsern got,Lâst mi mi mich vor meinem tot35Ze re re reuwe chomen!

***In dem tal ze Grausen2Äyn dorff hyezz Lappenhausen,Was gelegen wunechleich,An holcz und wasser uberreich,Dar inn vil esler pauren5Sassen ane truren,Under den ein junger was,Der hiess Bertschi Triefnas,Ein degen säuberleich und stoltz,Sam er gedrait wär aus holtz.10An dem feyrtag gieng er umb,Er wär schlecht oder chrumb,Er wär nahent oder verr,Der muost im sprechen junkherr.Was schol man euch nu mer sagen?15Also wol chond er sich betragen,Daz die alten und die jungenFrauwen sere nach ym drungen;Doch was einew sunderbarIn sinem herczen, daz ist war,20Die hiez Mäczli Rürenzumph.** Sey was von adel lam und krumpf,Ir zen, ir händel sam ein brand,Ir mündel rot sam mersand,Sam ein mäuszagel waz ir zoph,25An ir chelen hieng ein chroph,Der ir für den bauch gie.Lieben gesellen, horet, wieIr rugg was uberschossen!Man hiet ein gloggen daruber gossen.30Die füzzli warend dick und bräit,Also daz ir chain wind läidGetuon moht mit vellen,Wolt sey sich widerstellen,Ir wängel rosenleicht sam äschen,35Ir prüstel chlein sam smirtäschen;Die augen lauchten sam der nebel,2bDer âten smacht ir, alz der swebel;So stund ir daz gwändel gstrichen,Sam ir die sel wär enwichen.Sey chond so schon gparen,5Sam ob sey wär von drien jaren.*** Welt ir ander lagweis,Über all truog sey den preis,Also daz der TriefnasMäczleins selten ie vergas,10Und ward ir schletheleich also holt,Das er nach ir zuo serten wolt.Do huob sich ein hofierenMit stechen und tornieren,An einem sonttag daz geschach,15Daz man do Bertschin chomen sachHit zwelf gsellen wol getanZe Lappenhausen auf den plan,Die ritten also unverdrossen,Sam si der regen hiet begossen.20Der erst was unser Triefnas,Ein held recht sam ein giesfas;Des wappen warend gablen zwoIn einem mist, der was er fro.Der ander Chuoncz von Stadel hies,25Ein helde sam ein waldmies.In seinem schilt gemalet wasIn grünem veld ein toter has.Der dritte Chunczo waz genant,In allen schanden wol erkant.30Er füert für seynew wappenZwen hulczin chrieshaken.Dem vierden sprach man junkher Troll,Ein cheker sam ein anchenzoll;Daz sein zäichen was ein rechen,35Der sich ungern liess zerprechen.Der fünft was Hainczo mit der gaiss,Ein eselmann vndrittigmäiss,Dem hiet der pharrer wâppen geben2cDrey nuss an einer weinreben.Der sechste hiet den namen Twerg,Ein hochgeporner auf dem perg,Des wappenrok gemâlet was5Mit dreyn fleugen in eim glas.Den sibenden so nenmet manHer Eysengreyn ein snauferman.Er fuort auf seinem drüsselNeun löffel in einer schüssel.10Der aht der häist, alz ich es mäin,Graf Burkhart mit dem überpäin,Der liess ym machen seyneu wappenMit zwain ruoben häiss gepraten.De neunden ich euch tauffen wil,15Er häisset Pencza Trinkavil.Daz er do in dem schilte truog,Daz wârend rinder in eim phluog.Der zehend lept nit ane schaden,Er häist her Jächel Grabinsgaden;20Der fuort von seiner alten gpürtVier rindrin chäis auf einer hürd.Des einlften namen sey man gwiss!Der was her Rüfli Lekdenspiss;Er was des torffes mäiger,25Seyn wappen warend äyger.Des lesten namen ich enwäiss,Doch cham er auf den selben chräissGeritten mit eim fuchszagel.Ich wäin, es wär der pauren hagel30Her Neythart, trun ein ritter chluog,Der allen törpeln hass truog.Ir chläinet was das aller best,Ein kalb in einem storchennest,Daz fuortens gmaincleich in dem her35Durch junkfrawn Mätzen zuht und er.Die helm sam chörbe warent gstricht,Also daz käynr dar inn dersticht;2dDar under sach man hangenIr schilt, daz wârent wannen;Ir geplayt daz was von lodenMit häw und stro wol underschoben.5Wolten si die päyn verpinden,Dar zu nâmens paumrinden.Si sâssen ritterleichenAuf saumernsätteln reichen,Auf eseln und auch veltrossen,10Es möht ein juden han verdrossen,Mit tächen und auch sekkenSach man si die phert techen.Ufen krücken wârent sper,Si vegten greuleich hin und her15Mit irem pheiffer Gunterfay,Der ein beki blies enzway.Si schrien all gemainchleich:Hört, ir herren, arm und reych,Der muot hab heut ze stechen,20Schilt und sper ze prechenDurch aller frawen eren,Der schol sich gen uns keren!Do vand man nieman auf dem plan,Der die rekken törst bestan,25Also daz her Triefnas,Der sein selbers nie vergas,Sprach zuo den gesellen sein:Und gieng es an daz leben mein,Es muoss halt sein ghofieret,30Gestochen und gturnieret.Ist daz uns niemant gtar bestan,So räiten wir enander an.Der rede sin warend si alle fro.Zuo Gunterfay man ruoffet do:35Pheyff auf, lieber spilman!Wir wellend dir wol lonan.Gunterfay sein bek erschal,Das man es höret uberal.3Die helm seu aufpundenMit jungem holcz gewunden,Die sper si underschluogendUnd in einander fuorend.5So herte ward daz reyten,Daz ir enkainr gepaitenMocht bis daz ym hilfe chäim,Dann her Neythart der gemäin,Den man selten mocht gevellen10Mit chrukken und mit dorfgsellen.Seht, do sach man strebenEin und zehen degenAuf der erd und in dem bach,Daz waz ir aller ungemach.15Triefnas der vil trostleich manWider zuo ym selber cham.Er sach, daz er gevallen wasFür frawen Mäczen in daz gras,Des schemet er sich über dank.20Er sprach: Mir ist daz jar ze lanch,Und wär mir dicz allein geschehen,Man müss vil kumbers an mir sehen.Do cham doch seines vatters chnechtUnd half ym auf, daz waz sein recht.25In den selben sachenHer Troll begund erwachenUnd schreyen: Wâffen, wâffen!Wie hart han ich geschlaffen!Er ward sich in der seyten clagen,30Dar umb man in muost häim tragen.Graf Burkhart waz auch niht gar träg,Wie er an dem ruggen läg.Er batt die herren von dem râtDaz man ym hulffi aus dem chât.35Chuoczen waz ein stich gemessenIn den pauch, daz ym daz essen3bZuo der selben stundeFuor aus seinem munde.Weder singen noch gesagenMocht er, noch sein smerczen clagen,5Dennocht wär im hilff gegeben.Do giengs den andern an daz leben,Den daz wasser in den schlundGüsselt in des baches grund.Die huob man auf, alz gesellen.10Waz scholt mans fürbas swellen?Doch hiet der gtwerg getrunken,Daz ym die augen sunchen.Daz muost man ym do büessen.Auf hub man pey den füessen,15Daz wasser liess man rinnenVon ym, er cham ze sinnen.Do sprach Pencza Trinkavil:Für wars ich euch daz sagen wil,Türstes mir nie buosse wart20Trâwen, wen zuo diser vart.Grabinsgaden was gewäschenAne laug und ane aschen.Er sprach: Ich han gewunnen.Vor waz ich verprunnen,25Vor waz ich derstunken,Dar zuo sein mir die laus ertrunken.Des lobt er got mit fleizz.Do sprach Hainczo mit der gäiss:Dein gewinn der ist ein stro30Gen dem mein, des bin ich fro.E ich in den bache chäm,Ich waz häiden ungezäm,Ich waz auch in der keczzer orden,Erst bin ich ze cristan worden.35Secht, daz tet dem Chuonczen zorn.Er sprach: Mich duncht, daz wir verlornHabin mere, dann gewunnen.Wir sein in dem bach grunnen3cSam die toten mäuse.Sprecht ir, daz euch die läuseSein dertrunken, daz ist glogen.Die bruoch ich oft han ab gezogen5Und gewäschen in dem bach,Käin laus ich me dertrinken sach.** Und du, Hainczo mit der gäiss,Deins gewinnes ich enwäiss.Bist du also worden cristan,10das ist gescolten und gefisten,Wan nâch der weisen phaffen sagNieman sich getauffen magSelber in eim bacheVon chäinr lay sache;15Es muoss ein underschäidung seinZwüschem tauffer und auch dein;Dar zuo der tauffer sprechen scholGenantew wörter, die man wolVindet in der hailigen gschrift;20Dennocht ist ez als ein wicht,Hat der tauffer nit den muotZe tauffen, so er daz tuot.In gottes dienst bist du verdrossen,Dar umb so hâst du wenk vergossen25Deins pluotz in seiner minne.Du prinst auch nit mit sinneIn dem gäyst, daz sag ich dir,Noch bist ein jud, gelaubes mir!*** Eysengrayn mocht nit enbern30Einer red, die höret gern!Siha durch gotz plunder,Ist daz nit ein wunder,Daz Chuoncz da häim uf seinem mistIst worden ein so guot jurist?35Wolt ir euch en wench enthaben,Ein red mag ich für war sagen3dAne brief und ane potten,Es mügt wol euch er selber spotten.Die täyding allen misseviel,Ieder schluog sich an den giel,5Der schimpz begond seu reuwen.Woy, wie laut sey schreuwen:Nu we min und umbnâmen,Daz wir ie ze samen châmen!Daz wir ie gestochen haben,10Des müss wir schand und laster tragen.** Lechdenspiss der unverzaytHort die clag, es waz ym layd.Er sprach: Herfür mit schalle,Hört, ir herren alle,15Ein red, die ich euch sagen wil!Wir chömend noch zuo guotem spil,Wolt ir volgen miner lere.Wir behalten noch die ere,Ist, daz wir stechen mit dem gast20Und bindent uns ind sättel vast.Des rates fröwtens sich gemain,Dem Chuoncz vom Stadel, der alläinDo sprach: Ich wil nit stechen,Lung und leber brechen.25Ie mer ich mich so wolt verpinden,Ie e mir wurd von we geswinden.*** Der red si nit vernamen,Auf iren rossen si komen,Mit widen sey sich do verpunden,30So si aller beste kunden.Doch mocht der Chuocz beleiben niht,Sein reiten daz waz gar enwicht.Der ärs begond in smerczen,Wie wol ers hiet am hertzen,35Also daz nicht mer dann ähtChâmend her mit irm geprahtAuf den plan und widern gast.Sey ruoften laut, sey schrewend fast:4Her, frömder gesell, wes hâst du muot?Wilt du stechen umb daz guot,Wilt du reiten umb die er,So halt dich her und wart nit mer!5Her Neythart ward der rede fro,Wie wol ers nit erzäigti do.Er äntwürt züchtecleich und sprach:Ich wolte haben mein gemach,Den frid so wolt ich suochen,10Wolt ir es sein geruochen.Wie wol es sey ein rehter schimph,So wär es doch nit mein gelimphGen sölhen herren zuo reyten,Die mir ze allen zeiten15Ze edel und ze stark seyn.Waren der joch nür einr alläin,Ich getörst in nit bestân,Des schült er mich geniessen lân.Do man die red verhörret,20Ir forht die was zerstörret,Künew herczen seu gewunen,Si sprâchend: Höra zuo der nunnen,Waz sey spricht und waz sey säyt,Recht sam ein gfrorner has verzäit.25Graf Burkhart für die andern brachUnd sunder zuo hern Neythart sprach:Ich wäiss nit, wie dus kochest,Ich sich wol, daz du sochestIn dem sattel, so wir vallen.30Die schand missvelt uns allenUnd tuot uns in dem magen weDar umb so muost du stechen me.Trun, sprach der gast vil hofeleych,Daz wis gott von hymelreich,35Daz ich es han verwegen mich.4bWaz ich tuon muoss, daz tät ich.Da mit man pheiffet schon, alz e.Helm auf! he, wie laut man schre!Des ward nit lenger do gepitten,5Vil drât si auch zesamen rittenSo chrefticleichen und so hart,Daz grâf Burchart an der vartDem rosse auf dem ärs gelag.Hört, waz ich euch mer sag!10Do sach man seinen gsellenHer auf der prüche prellen.Erst huob sich jamer angst und not,Die frawen lachten sich ze tot.** Grâf Burkhart in den sattel kam.15Sym so, ir ziegglin, sprach der man.Durch aventewr so seyt er chomen,Aventewr habt er vernomen.*** Do mit so huob er sich von stat.Lechspiss do her fürher trat20Mit seiner scharffen angesicht.Er sprach: Ir gast, ir seit ein wicht,Des dunket mich in meinem herczen;Dar umb so muost ir leiden smerczen.Des antwürt ym der frömde man:25Mein juncherr, waz han ich getan,Daz ich schol smerczen dulden?Ich pitt euch pey gotts hulden,Last mich reiten meineu vartDurch aller werden frâwen art.30Süsser red mocht er engelten.Lechspiss erst huob an ze schelten,Ein langes sper er under schluogUnd lieff hin an reht sam ein phluog.Er stach den gast, daz im wol halb35Aus dem nest emphiel daz kalb.Des frewtend si sich alle,Si ruoften hoch mit schalle:Ge hain, Üli mit der nasen,4cHilf deim weyb der kuo grasen!Lechspiss ruoffet aus dem mund:Da für näm ich nicht hundert phund.Doch muoss ich in noch aber rüren,5Er chan mirs trawen nit enphuren.Daz sper so nam er in die hant,Gen dem gast er anhin rantUnd traff in pey dem sattelpogenAlso ser und ungezogen,10Daz in die riemen liessen,Er mocht ir nit geniessen,Vallen muost er in die erdeDrey sprang tieff der werde.Secht, do huob sich jamers chlagen.15Ir ghort es nie pey ewern tagen,Wie schier ze wäinen waz geratenIr lachen, daz si vor taten.Dem mäyger mund und nase pluot,Doch ruoft der held aus freyem muot:20Hört, ir herren überall,Ir schült nit chlagen meinen val,Er hat mich nit getroffen,Ich han mich selber ab gestochen.Man truog in fuder so zehant,25Vil drât so cham her für gerantEysengrein ein küner degen,Er sprach: Der tiefel müss sein phlegen,Miss ich im nit einen stich,Daz er werd gagent unter sich.30Eyn lautes gschray er do an huob:Sym so, ir her verlauffner buob,Wolt ir daz treyben ymer mer,Daz tuot mir zorn und müt mich ser.Her Neythart äntwurt ym aldo:35So, min lieber herr, so!Ich lâsses gern beleiben,Welt irs nit fürbas treiben.Ich säit euchs vor, vernemet mich!Was ich tuon muss, daz tät ich.40Nit so, sprach her Eysengreyn,Es muoss noch bas getumbelt seyn.4dIch muoss dir deinen chübel rüren,Der hanher wolt dich dan enphüren.Die helme sey verpundenZe den selben stunden,5Eysengrein begräiff daz sper.Über in herr, so, über in herr!Die andern alle schrewen vast,So häiss in waz auff disen gast,Do mit sey zu zemen wolten seyn.10Der esel unter EysengreynSchreyn und fliehen do beganAlse schänczleich hin und dan,Daz er wenich do gestechenMocht, noch seynen schaden rechen.15Daz sper gie auf die erde.Do ruoft der degen werde:Hilffa, herr, und hilffa schier!Ich wil verderben auf dem tier.Do cham ein müllner noch glauffen.20Herr, wolt ir daz tier verchauffen?Zehen schilling an ein phuntGib ich euch ze diser stund.Des äntwurt ym der wolgetan:Häiss nür den esel stille stan25Und hab den sattel sampt mit im!Nim hin, lieber müllner min!Hagen ward gevangenMit des müllners zangen,Die andern ranten all her nach,30Zuo dem esel waz in gach.** Si schrien laut: Es ist enwicht,Verpint dem esel sein gesiht,So mag er lauffen drichcz hinan.*** Secht, daz waz so schier getan.35Hagen stuond verpundenSam in die wolf geschundenHieten, also draft er herRöschleich gen her Neythartz sper.Do ward vil ritterleich gestochen,40Schilt und sper ân zal zerprochen.Der gast mocht nit lenger payten,Er stiess den esel in die seytenDaz er also schiere5Streket ällew viere.Eysengrein dar unter glag.Seht, do huob sich new clagUmb den edeln herren,5Der sich so schon chond weren.** Eysengreyn was unverzäit,Er sprach: Mir tuot daz clagen läid.Syha durch einr merhen fist,Ob mein phärt gevallen ist.10Waz schulden schol ich dar um tragen?Wer mag sich an den hymel haben?*** Ich han verwüst die rehten hand,Daz tuot mir wirser, dann die schand.Da mit so was die red ergangen.15Eysengreyn sich huob von dannen,So er aller röschest kond.** Triefnas rügen sich begond,Die nasen ward er rimphen,Daz feur im aus den augen glast,20Aus seinem maul der gäifer prast.Jo, wie zittert er von zorn!Sein varw hiet er so gar verlorn,Stamblent ward sein räisseu zung.*** Waz man saget oder sung,25Dem gast wolt er do nit vertragen,Er wolt in nür für toten haben.Do huob er an ze lurggen do:So, du du du hürrensun, so,Des ha ha hab du dich verwegen,30Du ma ma macht nit mer geleben.Her Neythart waz ein cristan man,Dar umb so ruoft er Bertschin an:Min he he herr, duorch unsern got,Lâst mi mi mich vor meinem tot35Ze re re reuwe chomen!

***In dem tal ze Grausen2Äyn dorff hyezz Lappenhausen,Was gelegen wunechleich,An holcz und wasser uberreich,Dar inn vil esler pauren5Sassen ane truren,Under den ein junger was,Der hiess Bertschi Triefnas,Ein degen säuberleich und stoltz,Sam er gedrait wär aus holtz.10An dem feyrtag gieng er umb,Er wär schlecht oder chrumb,Er wär nahent oder verr,Der muost im sprechen junkherr.Was schol man euch nu mer sagen?15Also wol chond er sich betragen,Daz die alten und die jungenFrauwen sere nach ym drungen;Doch was einew sunderbarIn sinem herczen, daz ist war,20Die hiez Mäczli Rürenzumph.** Sey was von adel lam und krumpf,Ir zen, ir händel sam ein brand,Ir mündel rot sam mersand,Sam ein mäuszagel waz ir zoph,25An ir chelen hieng ein chroph,Der ir für den bauch gie.Lieben gesellen, horet, wieIr rugg was uberschossen!Man hiet ein gloggen daruber gossen.30Die füzzli warend dick und bräit,Also daz ir chain wind läidGetuon moht mit vellen,Wolt sey sich widerstellen,Ir wängel rosenleicht sam äschen,35Ir prüstel chlein sam smirtäschen;Die augen lauchten sam der nebel,2bDer âten smacht ir, alz der swebel;So stund ir daz gwändel gstrichen,Sam ir die sel wär enwichen.Sey chond so schon gparen,5Sam ob sey wär von drien jaren.*** Welt ir ander lagweis,Über all truog sey den preis,Also daz der TriefnasMäczleins selten ie vergas,10Und ward ir schletheleich also holt,Das er nach ir zuo serten wolt.Do huob sich ein hofierenMit stechen und tornieren,An einem sonttag daz geschach,15Daz man do Bertschin chomen sachHit zwelf gsellen wol getanZe Lappenhausen auf den plan,Die ritten also unverdrossen,Sam si der regen hiet begossen.20Der erst was unser Triefnas,Ein held recht sam ein giesfas;Des wappen warend gablen zwoIn einem mist, der was er fro.Der ander Chuoncz von Stadel hies,25Ein helde sam ein waldmies.In seinem schilt gemalet wasIn grünem veld ein toter has.Der dritte Chunczo waz genant,In allen schanden wol erkant.30Er füert für seynew wappenZwen hulczin chrieshaken.Dem vierden sprach man junkher Troll,Ein cheker sam ein anchenzoll;Daz sein zäichen was ein rechen,35Der sich ungern liess zerprechen.Der fünft was Hainczo mit der gaiss,Ein eselmann vndrittigmäiss,Dem hiet der pharrer wâppen geben2cDrey nuss an einer weinreben.Der sechste hiet den namen Twerg,Ein hochgeporner auf dem perg,Des wappenrok gemâlet was5Mit dreyn fleugen in eim glas.Den sibenden so nenmet manHer Eysengreyn ein snauferman.Er fuort auf seinem drüsselNeun löffel in einer schüssel.10Der aht der häist, alz ich es mäin,Graf Burkhart mit dem überpäin,Der liess ym machen seyneu wappenMit zwain ruoben häiss gepraten.De neunden ich euch tauffen wil,15Er häisset Pencza Trinkavil.Daz er do in dem schilte truog,Daz wârend rinder in eim phluog.Der zehend lept nit ane schaden,Er häist her Jächel Grabinsgaden;20Der fuort von seiner alten gpürtVier rindrin chäis auf einer hürd.Des einlften namen sey man gwiss!Der was her Rüfli Lekdenspiss;Er was des torffes mäiger,25Seyn wappen warend äyger.Des lesten namen ich enwäiss,Doch cham er auf den selben chräissGeritten mit eim fuchszagel.Ich wäin, es wär der pauren hagel30Her Neythart, trun ein ritter chluog,Der allen törpeln hass truog.Ir chläinet was das aller best,Ein kalb in einem storchennest,Daz fuortens gmaincleich in dem her35Durch junkfrawn Mätzen zuht und er.Die helm sam chörbe warent gstricht,Also daz käynr dar inn dersticht;2dDar under sach man hangenIr schilt, daz wârent wannen;Ir geplayt daz was von lodenMit häw und stro wol underschoben.5Wolten si die päyn verpinden,Dar zu nâmens paumrinden.Si sâssen ritterleichenAuf saumernsätteln reichen,Auf eseln und auch veltrossen,10Es möht ein juden han verdrossen,Mit tächen und auch sekkenSach man si die phert techen.Ufen krücken wârent sper,Si vegten greuleich hin und her15Mit irem pheiffer Gunterfay,Der ein beki blies enzway.Si schrien all gemainchleich:Hört, ir herren, arm und reych,Der muot hab heut ze stechen,20Schilt und sper ze prechenDurch aller frawen eren,Der schol sich gen uns keren!Do vand man nieman auf dem plan,Der die rekken törst bestan,25Also daz her Triefnas,Der sein selbers nie vergas,Sprach zuo den gesellen sein:Und gieng es an daz leben mein,Es muoss halt sein ghofieret,30Gestochen und gturnieret.Ist daz uns niemant gtar bestan,So räiten wir enander an.Der rede sin warend si alle fro.Zuo Gunterfay man ruoffet do:35Pheyff auf, lieber spilman!Wir wellend dir wol lonan.Gunterfay sein bek erschal,Das man es höret uberal.3Die helm seu aufpundenMit jungem holcz gewunden,Die sper si underschluogendUnd in einander fuorend.5So herte ward daz reyten,Daz ir enkainr gepaitenMocht bis daz ym hilfe chäim,Dann her Neythart der gemäin,Den man selten mocht gevellen10Mit chrukken und mit dorfgsellen.Seht, do sach man strebenEin und zehen degenAuf der erd und in dem bach,Daz waz ir aller ungemach.15Triefnas der vil trostleich manWider zuo ym selber cham.Er sach, daz er gevallen wasFür frawen Mäczen in daz gras,Des schemet er sich über dank.20Er sprach: Mir ist daz jar ze lanch,Und wär mir dicz allein geschehen,Man müss vil kumbers an mir sehen.Do cham doch seines vatters chnechtUnd half ym auf, daz waz sein recht.25In den selben sachenHer Troll begund erwachenUnd schreyen: Wâffen, wâffen!Wie hart han ich geschlaffen!Er ward sich in der seyten clagen,30Dar umb man in muost häim tragen.Graf Burkhart waz auch niht gar träg,Wie er an dem ruggen läg.Er batt die herren von dem râtDaz man ym hulffi aus dem chât.35Chuoczen waz ein stich gemessenIn den pauch, daz ym daz essen3bZuo der selben stundeFuor aus seinem munde.Weder singen noch gesagenMocht er, noch sein smerczen clagen,5Dennocht wär im hilff gegeben.Do giengs den andern an daz leben,Den daz wasser in den schlundGüsselt in des baches grund.Die huob man auf, alz gesellen.10Waz scholt mans fürbas swellen?Doch hiet der gtwerg getrunken,Daz ym die augen sunchen.Daz muost man ym do büessen.Auf hub man pey den füessen,15Daz wasser liess man rinnenVon ym, er cham ze sinnen.Do sprach Pencza Trinkavil:Für wars ich euch daz sagen wil,Türstes mir nie buosse wart20Trâwen, wen zuo diser vart.Grabinsgaden was gewäschenAne laug und ane aschen.Er sprach: Ich han gewunnen.Vor waz ich verprunnen,25Vor waz ich derstunken,Dar zuo sein mir die laus ertrunken.Des lobt er got mit fleizz.Do sprach Hainczo mit der gäiss:Dein gewinn der ist ein stro30Gen dem mein, des bin ich fro.E ich in den bache chäm,Ich waz häiden ungezäm,Ich waz auch in der keczzer orden,Erst bin ich ze cristan worden.35Secht, daz tet dem Chuonczen zorn.Er sprach: Mich duncht, daz wir verlornHabin mere, dann gewunnen.Wir sein in dem bach grunnen3cSam die toten mäuse.Sprecht ir, daz euch die läuseSein dertrunken, daz ist glogen.Die bruoch ich oft han ab gezogen5Und gewäschen in dem bach,Käin laus ich me dertrinken sach.** Und du, Hainczo mit der gäiss,Deins gewinnes ich enwäiss.Bist du also worden cristan,10das ist gescolten und gefisten,Wan nâch der weisen phaffen sagNieman sich getauffen magSelber in eim bacheVon chäinr lay sache;15Es muoss ein underschäidung seinZwüschem tauffer und auch dein;Dar zuo der tauffer sprechen scholGenantew wörter, die man wolVindet in der hailigen gschrift;20Dennocht ist ez als ein wicht,Hat der tauffer nit den muotZe tauffen, so er daz tuot.In gottes dienst bist du verdrossen,Dar umb so hâst du wenk vergossen25Deins pluotz in seiner minne.Du prinst auch nit mit sinneIn dem gäyst, daz sag ich dir,Noch bist ein jud, gelaubes mir!*** Eysengrayn mocht nit enbern30Einer red, die höret gern!Siha durch gotz plunder,Ist daz nit ein wunder,Daz Chuoncz da häim uf seinem mistIst worden ein so guot jurist?35Wolt ir euch en wench enthaben,Ein red mag ich für war sagen3dAne brief und ane potten,Es mügt wol euch er selber spotten.Die täyding allen misseviel,Ieder schluog sich an den giel,5Der schimpz begond seu reuwen.Woy, wie laut sey schreuwen:Nu we min und umbnâmen,Daz wir ie ze samen châmen!Daz wir ie gestochen haben,10Des müss wir schand und laster tragen.** Lechdenspiss der unverzaytHort die clag, es waz ym layd.Er sprach: Herfür mit schalle,Hört, ir herren alle,15Ein red, die ich euch sagen wil!Wir chömend noch zuo guotem spil,Wolt ir volgen miner lere.Wir behalten noch die ere,Ist, daz wir stechen mit dem gast20Und bindent uns ind sättel vast.Des rates fröwtens sich gemain,Dem Chuoncz vom Stadel, der alläinDo sprach: Ich wil nit stechen,Lung und leber brechen.25Ie mer ich mich so wolt verpinden,Ie e mir wurd von we geswinden.*** Der red si nit vernamen,Auf iren rossen si komen,Mit widen sey sich do verpunden,30So si aller beste kunden.Doch mocht der Chuocz beleiben niht,Sein reiten daz waz gar enwicht.Der ärs begond in smerczen,Wie wol ers hiet am hertzen,35Also daz nicht mer dann ähtChâmend her mit irm geprahtAuf den plan und widern gast.Sey ruoften laut, sey schrewend fast:4Her, frömder gesell, wes hâst du muot?Wilt du stechen umb daz guot,Wilt du reiten umb die er,So halt dich her und wart nit mer!5Her Neythart ward der rede fro,Wie wol ers nit erzäigti do.Er äntwürt züchtecleich und sprach:Ich wolte haben mein gemach,Den frid so wolt ich suochen,10Wolt ir es sein geruochen.Wie wol es sey ein rehter schimph,So wär es doch nit mein gelimphGen sölhen herren zuo reyten,Die mir ze allen zeiten15Ze edel und ze stark seyn.Waren der joch nür einr alläin,Ich getörst in nit bestân,Des schült er mich geniessen lân.Do man die red verhörret,20Ir forht die was zerstörret,Künew herczen seu gewunen,Si sprâchend: Höra zuo der nunnen,Waz sey spricht und waz sey säyt,Recht sam ein gfrorner has verzäit.25Graf Burkhart für die andern brachUnd sunder zuo hern Neythart sprach:Ich wäiss nit, wie dus kochest,Ich sich wol, daz du sochestIn dem sattel, so wir vallen.30Die schand missvelt uns allenUnd tuot uns in dem magen weDar umb so muost du stechen me.Trun, sprach der gast vil hofeleych,Daz wis gott von hymelreich,35Daz ich es han verwegen mich.4bWaz ich tuon muoss, daz tät ich.Da mit man pheiffet schon, alz e.Helm auf! he, wie laut man schre!Des ward nit lenger do gepitten,5Vil drât si auch zesamen rittenSo chrefticleichen und so hart,Daz grâf Burchart an der vartDem rosse auf dem ärs gelag.Hört, waz ich euch mer sag!10Do sach man seinen gsellenHer auf der prüche prellen.Erst huob sich jamer angst und not,Die frawen lachten sich ze tot.** Grâf Burkhart in den sattel kam.15Sym so, ir ziegglin, sprach der man.Durch aventewr so seyt er chomen,Aventewr habt er vernomen.*** Do mit so huob er sich von stat.Lechspiss do her fürher trat20Mit seiner scharffen angesicht.Er sprach: Ir gast, ir seit ein wicht,Des dunket mich in meinem herczen;Dar umb so muost ir leiden smerczen.Des antwürt ym der frömde man:25Mein juncherr, waz han ich getan,Daz ich schol smerczen dulden?Ich pitt euch pey gotts hulden,Last mich reiten meineu vartDurch aller werden frâwen art.30Süsser red mocht er engelten.Lechspiss erst huob an ze schelten,Ein langes sper er under schluogUnd lieff hin an reht sam ein phluog.Er stach den gast, daz im wol halb35Aus dem nest emphiel daz kalb.Des frewtend si sich alle,Si ruoften hoch mit schalle:Ge hain, Üli mit der nasen,4cHilf deim weyb der kuo grasen!Lechspiss ruoffet aus dem mund:Da für näm ich nicht hundert phund.Doch muoss ich in noch aber rüren,5Er chan mirs trawen nit enphuren.Daz sper so nam er in die hant,Gen dem gast er anhin rantUnd traff in pey dem sattelpogenAlso ser und ungezogen,10Daz in die riemen liessen,Er mocht ir nit geniessen,Vallen muost er in die erdeDrey sprang tieff der werde.Secht, do huob sich jamers chlagen.15Ir ghort es nie pey ewern tagen,Wie schier ze wäinen waz geratenIr lachen, daz si vor taten.Dem mäyger mund und nase pluot,Doch ruoft der held aus freyem muot:20Hört, ir herren überall,Ir schült nit chlagen meinen val,Er hat mich nit getroffen,Ich han mich selber ab gestochen.Man truog in fuder so zehant,25Vil drât so cham her für gerantEysengrein ein küner degen,Er sprach: Der tiefel müss sein phlegen,Miss ich im nit einen stich,Daz er werd gagent unter sich.30Eyn lautes gschray er do an huob:Sym so, ir her verlauffner buob,Wolt ir daz treyben ymer mer,Daz tuot mir zorn und müt mich ser.Her Neythart äntwurt ym aldo:35So, min lieber herr, so!Ich lâsses gern beleiben,Welt irs nit fürbas treiben.Ich säit euchs vor, vernemet mich!Was ich tuon muss, daz tät ich.40Nit so, sprach her Eysengreyn,Es muoss noch bas getumbelt seyn.4dIch muoss dir deinen chübel rüren,Der hanher wolt dich dan enphüren.Die helme sey verpundenZe den selben stunden,5Eysengrein begräiff daz sper.Über in herr, so, über in herr!Die andern alle schrewen vast,So häiss in waz auff disen gast,Do mit sey zu zemen wolten seyn.10Der esel unter EysengreynSchreyn und fliehen do beganAlse schänczleich hin und dan,Daz er wenich do gestechenMocht, noch seynen schaden rechen.15Daz sper gie auf die erde.Do ruoft der degen werde:Hilffa, herr, und hilffa schier!Ich wil verderben auf dem tier.Do cham ein müllner noch glauffen.20Herr, wolt ir daz tier verchauffen?Zehen schilling an ein phuntGib ich euch ze diser stund.Des äntwurt ym der wolgetan:Häiss nür den esel stille stan25Und hab den sattel sampt mit im!Nim hin, lieber müllner min!Hagen ward gevangenMit des müllners zangen,Die andern ranten all her nach,30Zuo dem esel waz in gach.** Si schrien laut: Es ist enwicht,Verpint dem esel sein gesiht,So mag er lauffen drichcz hinan.*** Secht, daz waz so schier getan.35Hagen stuond verpundenSam in die wolf geschundenHieten, also draft er herRöschleich gen her Neythartz sper.Do ward vil ritterleich gestochen,40Schilt und sper ân zal zerprochen.Der gast mocht nit lenger payten,Er stiess den esel in die seytenDaz er also schiere5Streket ällew viere.Eysengrein dar unter glag.Seht, do huob sich new clagUmb den edeln herren,5Der sich so schon chond weren.** Eysengreyn was unverzäit,Er sprach: Mir tuot daz clagen läid.Syha durch einr merhen fist,Ob mein phärt gevallen ist.10Waz schulden schol ich dar um tragen?Wer mag sich an den hymel haben?*** Ich han verwüst die rehten hand,Daz tuot mir wirser, dann die schand.Da mit so was die red ergangen.15Eysengreyn sich huob von dannen,So er aller röschest kond.** Triefnas rügen sich begond,Die nasen ward er rimphen,Daz feur im aus den augen glast,20Aus seinem maul der gäifer prast.Jo, wie zittert er von zorn!Sein varw hiet er so gar verlorn,Stamblent ward sein räisseu zung.*** Waz man saget oder sung,25Dem gast wolt er do nit vertragen,Er wolt in nür für toten haben.Do huob er an ze lurggen do:So, du du du hürrensun, so,Des ha ha hab du dich verwegen,30Du ma ma macht nit mer geleben.Her Neythart waz ein cristan man,Dar umb so ruoft er Bertschin an:Min he he herr, duorch unsern got,Lâst mi mi mich vor meinem tot35Ze re re reuwe chomen!

***In dem tal ze Grausen2Äyn dorff hyezz Lappenhausen,Was gelegen wunechleich,An holcz und wasser uberreich,Dar inn vil esler pauren5Sassen ane truren,Under den ein junger was,Der hiess Bertschi Triefnas,Ein degen säuberleich und stoltz,Sam er gedrait wär aus holtz.10An dem feyrtag gieng er umb,Er wär schlecht oder chrumb,Er wär nahent oder verr,Der muost im sprechen junkherr.Was schol man euch nu mer sagen?15Also wol chond er sich betragen,Daz die alten und die jungenFrauwen sere nach ym drungen;Doch was einew sunderbarIn sinem herczen, daz ist war,20Die hiez Mäczli Rürenzumph.** Sey was von adel lam und krumpf,Ir zen, ir händel sam ein brand,Ir mündel rot sam mersand,Sam ein mäuszagel waz ir zoph,25An ir chelen hieng ein chroph,Der ir für den bauch gie.Lieben gesellen, horet, wieIr rugg was uberschossen!Man hiet ein gloggen daruber gossen.30Die füzzli warend dick und bräit,Also daz ir chain wind läidGetuon moht mit vellen,Wolt sey sich widerstellen,Ir wängel rosenleicht sam äschen,35Ir prüstel chlein sam smirtäschen;Die augen lauchten sam der nebel,2bDer âten smacht ir, alz der swebel;So stund ir daz gwändel gstrichen,Sam ir die sel wär enwichen.Sey chond so schon gparen,5Sam ob sey wär von drien jaren.*** Welt ir ander lagweis,Über all truog sey den preis,Also daz der TriefnasMäczleins selten ie vergas,10Und ward ir schletheleich also holt,Das er nach ir zuo serten wolt.Do huob sich ein hofierenMit stechen und tornieren,An einem sonttag daz geschach,15Daz man do Bertschin chomen sachHit zwelf gsellen wol getanZe Lappenhausen auf den plan,Die ritten also unverdrossen,Sam si der regen hiet begossen.20Der erst was unser Triefnas,Ein held recht sam ein giesfas;Des wappen warend gablen zwoIn einem mist, der was er fro.Der ander Chuoncz von Stadel hies,25Ein helde sam ein waldmies.In seinem schilt gemalet wasIn grünem veld ein toter has.Der dritte Chunczo waz genant,In allen schanden wol erkant.30Er füert für seynew wappenZwen hulczin chrieshaken.Dem vierden sprach man junkher Troll,Ein cheker sam ein anchenzoll;Daz sein zäichen was ein rechen,35Der sich ungern liess zerprechen.Der fünft was Hainczo mit der gaiss,Ein eselmann vndrittigmäiss,Dem hiet der pharrer wâppen geben2cDrey nuss an einer weinreben.Der sechste hiet den namen Twerg,Ein hochgeporner auf dem perg,Des wappenrok gemâlet was5Mit dreyn fleugen in eim glas.Den sibenden so nenmet manHer Eysengreyn ein snauferman.Er fuort auf seinem drüsselNeun löffel in einer schüssel.10Der aht der häist, alz ich es mäin,Graf Burkhart mit dem überpäin,Der liess ym machen seyneu wappenMit zwain ruoben häiss gepraten.De neunden ich euch tauffen wil,15Er häisset Pencza Trinkavil.Daz er do in dem schilte truog,Daz wârend rinder in eim phluog.Der zehend lept nit ane schaden,Er häist her Jächel Grabinsgaden;20Der fuort von seiner alten gpürtVier rindrin chäis auf einer hürd.Des einlften namen sey man gwiss!Der was her Rüfli Lekdenspiss;Er was des torffes mäiger,25Seyn wappen warend äyger.Des lesten namen ich enwäiss,Doch cham er auf den selben chräissGeritten mit eim fuchszagel.Ich wäin, es wär der pauren hagel30Her Neythart, trun ein ritter chluog,Der allen törpeln hass truog.Ir chläinet was das aller best,Ein kalb in einem storchennest,Daz fuortens gmaincleich in dem her35Durch junkfrawn Mätzen zuht und er.Die helm sam chörbe warent gstricht,Also daz käynr dar inn dersticht;2dDar under sach man hangenIr schilt, daz wârent wannen;Ir geplayt daz was von lodenMit häw und stro wol underschoben.5Wolten si die päyn verpinden,Dar zu nâmens paumrinden.Si sâssen ritterleichenAuf saumernsätteln reichen,Auf eseln und auch veltrossen,10Es möht ein juden han verdrossen,Mit tächen und auch sekkenSach man si die phert techen.Ufen krücken wârent sper,Si vegten greuleich hin und her15Mit irem pheiffer Gunterfay,Der ein beki blies enzway.Si schrien all gemainchleich:Hört, ir herren, arm und reych,Der muot hab heut ze stechen,20Schilt und sper ze prechenDurch aller frawen eren,Der schol sich gen uns keren!Do vand man nieman auf dem plan,Der die rekken törst bestan,25Also daz her Triefnas,Der sein selbers nie vergas,Sprach zuo den gesellen sein:Und gieng es an daz leben mein,Es muoss halt sein ghofieret,30Gestochen und gturnieret.Ist daz uns niemant gtar bestan,So räiten wir enander an.Der rede sin warend si alle fro.Zuo Gunterfay man ruoffet do:35Pheyff auf, lieber spilman!Wir wellend dir wol lonan.Gunterfay sein bek erschal,Das man es höret uberal.3Die helm seu aufpundenMit jungem holcz gewunden,Die sper si underschluogendUnd in einander fuorend.5So herte ward daz reyten,Daz ir enkainr gepaitenMocht bis daz ym hilfe chäim,Dann her Neythart der gemäin,Den man selten mocht gevellen10Mit chrukken und mit dorfgsellen.Seht, do sach man strebenEin und zehen degenAuf der erd und in dem bach,Daz waz ir aller ungemach.15Triefnas der vil trostleich manWider zuo ym selber cham.Er sach, daz er gevallen wasFür frawen Mäczen in daz gras,Des schemet er sich über dank.20Er sprach: Mir ist daz jar ze lanch,Und wär mir dicz allein geschehen,Man müss vil kumbers an mir sehen.Do cham doch seines vatters chnechtUnd half ym auf, daz waz sein recht.25In den selben sachenHer Troll begund erwachenUnd schreyen: Wâffen, wâffen!Wie hart han ich geschlaffen!Er ward sich in der seyten clagen,30Dar umb man in muost häim tragen.Graf Burkhart waz auch niht gar träg,Wie er an dem ruggen läg.Er batt die herren von dem râtDaz man ym hulffi aus dem chât.35Chuoczen waz ein stich gemessenIn den pauch, daz ym daz essen3bZuo der selben stundeFuor aus seinem munde.Weder singen noch gesagenMocht er, noch sein smerczen clagen,5Dennocht wär im hilff gegeben.Do giengs den andern an daz leben,Den daz wasser in den schlundGüsselt in des baches grund.Die huob man auf, alz gesellen.10Waz scholt mans fürbas swellen?Doch hiet der gtwerg getrunken,Daz ym die augen sunchen.Daz muost man ym do büessen.Auf hub man pey den füessen,15Daz wasser liess man rinnenVon ym, er cham ze sinnen.Do sprach Pencza Trinkavil:Für wars ich euch daz sagen wil,Türstes mir nie buosse wart20Trâwen, wen zuo diser vart.Grabinsgaden was gewäschenAne laug und ane aschen.Er sprach: Ich han gewunnen.Vor waz ich verprunnen,25Vor waz ich derstunken,Dar zuo sein mir die laus ertrunken.Des lobt er got mit fleizz.Do sprach Hainczo mit der gäiss:Dein gewinn der ist ein stro30Gen dem mein, des bin ich fro.E ich in den bache chäm,Ich waz häiden ungezäm,Ich waz auch in der keczzer orden,Erst bin ich ze cristan worden.35Secht, daz tet dem Chuonczen zorn.Er sprach: Mich duncht, daz wir verlornHabin mere, dann gewunnen.Wir sein in dem bach grunnen3cSam die toten mäuse.Sprecht ir, daz euch die läuseSein dertrunken, daz ist glogen.Die bruoch ich oft han ab gezogen5Und gewäschen in dem bach,Käin laus ich me dertrinken sach.** Und du, Hainczo mit der gäiss,Deins gewinnes ich enwäiss.Bist du also worden cristan,10das ist gescolten und gefisten,Wan nâch der weisen phaffen sagNieman sich getauffen magSelber in eim bacheVon chäinr lay sache;15Es muoss ein underschäidung seinZwüschem tauffer und auch dein;Dar zuo der tauffer sprechen scholGenantew wörter, die man wolVindet in der hailigen gschrift;20Dennocht ist ez als ein wicht,Hat der tauffer nit den muotZe tauffen, so er daz tuot.In gottes dienst bist du verdrossen,Dar umb so hâst du wenk vergossen25Deins pluotz in seiner minne.Du prinst auch nit mit sinneIn dem gäyst, daz sag ich dir,Noch bist ein jud, gelaubes mir!*** Eysengrayn mocht nit enbern30Einer red, die höret gern!Siha durch gotz plunder,Ist daz nit ein wunder,Daz Chuoncz da häim uf seinem mistIst worden ein so guot jurist?35Wolt ir euch en wench enthaben,Ein red mag ich für war sagen3dAne brief und ane potten,Es mügt wol euch er selber spotten.Die täyding allen misseviel,Ieder schluog sich an den giel,5Der schimpz begond seu reuwen.Woy, wie laut sey schreuwen:Nu we min und umbnâmen,Daz wir ie ze samen châmen!Daz wir ie gestochen haben,10Des müss wir schand und laster tragen.** Lechdenspiss der unverzaytHort die clag, es waz ym layd.Er sprach: Herfür mit schalle,Hört, ir herren alle,15Ein red, die ich euch sagen wil!Wir chömend noch zuo guotem spil,Wolt ir volgen miner lere.Wir behalten noch die ere,Ist, daz wir stechen mit dem gast20Und bindent uns ind sättel vast.Des rates fröwtens sich gemain,Dem Chuoncz vom Stadel, der alläinDo sprach: Ich wil nit stechen,Lung und leber brechen.25Ie mer ich mich so wolt verpinden,Ie e mir wurd von we geswinden.*** Der red si nit vernamen,Auf iren rossen si komen,Mit widen sey sich do verpunden,30So si aller beste kunden.Doch mocht der Chuocz beleiben niht,Sein reiten daz waz gar enwicht.Der ärs begond in smerczen,Wie wol ers hiet am hertzen,35Also daz nicht mer dann ähtChâmend her mit irm geprahtAuf den plan und widern gast.Sey ruoften laut, sey schrewend fast:4Her, frömder gesell, wes hâst du muot?Wilt du stechen umb daz guot,Wilt du reiten umb die er,So halt dich her und wart nit mer!5Her Neythart ward der rede fro,Wie wol ers nit erzäigti do.Er äntwürt züchtecleich und sprach:Ich wolte haben mein gemach,Den frid so wolt ich suochen,10Wolt ir es sein geruochen.Wie wol es sey ein rehter schimph,So wär es doch nit mein gelimphGen sölhen herren zuo reyten,Die mir ze allen zeiten15Ze edel und ze stark seyn.Waren der joch nür einr alläin,Ich getörst in nit bestân,Des schült er mich geniessen lân.Do man die red verhörret,20Ir forht die was zerstörret,Künew herczen seu gewunen,Si sprâchend: Höra zuo der nunnen,Waz sey spricht und waz sey säyt,Recht sam ein gfrorner has verzäit.25Graf Burkhart für die andern brachUnd sunder zuo hern Neythart sprach:Ich wäiss nit, wie dus kochest,Ich sich wol, daz du sochestIn dem sattel, so wir vallen.30Die schand missvelt uns allenUnd tuot uns in dem magen weDar umb so muost du stechen me.Trun, sprach der gast vil hofeleych,Daz wis gott von hymelreich,35Daz ich es han verwegen mich.4bWaz ich tuon muoss, daz tät ich.Da mit man pheiffet schon, alz e.Helm auf! he, wie laut man schre!Des ward nit lenger do gepitten,5Vil drât si auch zesamen rittenSo chrefticleichen und so hart,Daz grâf Burchart an der vartDem rosse auf dem ärs gelag.Hört, waz ich euch mer sag!10Do sach man seinen gsellenHer auf der prüche prellen.Erst huob sich jamer angst und not,Die frawen lachten sich ze tot.** Grâf Burkhart in den sattel kam.15Sym so, ir ziegglin, sprach der man.Durch aventewr so seyt er chomen,Aventewr habt er vernomen.*** Do mit so huob er sich von stat.Lechspiss do her fürher trat20Mit seiner scharffen angesicht.Er sprach: Ir gast, ir seit ein wicht,Des dunket mich in meinem herczen;Dar umb so muost ir leiden smerczen.Des antwürt ym der frömde man:25Mein juncherr, waz han ich getan,Daz ich schol smerczen dulden?Ich pitt euch pey gotts hulden,Last mich reiten meineu vartDurch aller werden frâwen art.30Süsser red mocht er engelten.Lechspiss erst huob an ze schelten,Ein langes sper er under schluogUnd lieff hin an reht sam ein phluog.Er stach den gast, daz im wol halb35Aus dem nest emphiel daz kalb.Des frewtend si sich alle,Si ruoften hoch mit schalle:Ge hain, Üli mit der nasen,4cHilf deim weyb der kuo grasen!Lechspiss ruoffet aus dem mund:Da für näm ich nicht hundert phund.Doch muoss ich in noch aber rüren,5Er chan mirs trawen nit enphuren.Daz sper so nam er in die hant,Gen dem gast er anhin rantUnd traff in pey dem sattelpogenAlso ser und ungezogen,10Daz in die riemen liessen,Er mocht ir nit geniessen,Vallen muost er in die erdeDrey sprang tieff der werde.Secht, do huob sich jamers chlagen.15Ir ghort es nie pey ewern tagen,Wie schier ze wäinen waz geratenIr lachen, daz si vor taten.Dem mäyger mund und nase pluot,Doch ruoft der held aus freyem muot:20Hört, ir herren überall,Ir schült nit chlagen meinen val,Er hat mich nit getroffen,Ich han mich selber ab gestochen.Man truog in fuder so zehant,25Vil drât so cham her für gerantEysengrein ein küner degen,Er sprach: Der tiefel müss sein phlegen,Miss ich im nit einen stich,Daz er werd gagent unter sich.30Eyn lautes gschray er do an huob:Sym so, ir her verlauffner buob,Wolt ir daz treyben ymer mer,Daz tuot mir zorn und müt mich ser.Her Neythart äntwurt ym aldo:35So, min lieber herr, so!Ich lâsses gern beleiben,Welt irs nit fürbas treiben.Ich säit euchs vor, vernemet mich!Was ich tuon muss, daz tät ich.40Nit so, sprach her Eysengreyn,Es muoss noch bas getumbelt seyn.4dIch muoss dir deinen chübel rüren,Der hanher wolt dich dan enphüren.Die helme sey verpundenZe den selben stunden,5Eysengrein begräiff daz sper.Über in herr, so, über in herr!Die andern alle schrewen vast,So häiss in waz auff disen gast,Do mit sey zu zemen wolten seyn.10Der esel unter EysengreynSchreyn und fliehen do beganAlse schänczleich hin und dan,Daz er wenich do gestechenMocht, noch seynen schaden rechen.15Daz sper gie auf die erde.Do ruoft der degen werde:Hilffa, herr, und hilffa schier!Ich wil verderben auf dem tier.Do cham ein müllner noch glauffen.20Herr, wolt ir daz tier verchauffen?Zehen schilling an ein phuntGib ich euch ze diser stund.Des äntwurt ym der wolgetan:Häiss nür den esel stille stan25Und hab den sattel sampt mit im!Nim hin, lieber müllner min!Hagen ward gevangenMit des müllners zangen,Die andern ranten all her nach,30Zuo dem esel waz in gach.** Si schrien laut: Es ist enwicht,Verpint dem esel sein gesiht,So mag er lauffen drichcz hinan.*** Secht, daz waz so schier getan.35Hagen stuond verpundenSam in die wolf geschundenHieten, also draft er herRöschleich gen her Neythartz sper.Do ward vil ritterleich gestochen,40Schilt und sper ân zal zerprochen.Der gast mocht nit lenger payten,Er stiess den esel in die seytenDaz er also schiere5Streket ällew viere.Eysengrein dar unter glag.Seht, do huob sich new clagUmb den edeln herren,5Der sich so schon chond weren.** Eysengreyn was unverzäit,Er sprach: Mir tuot daz clagen läid.Syha durch einr merhen fist,Ob mein phärt gevallen ist.10Waz schulden schol ich dar um tragen?Wer mag sich an den hymel haben?*** Ich han verwüst die rehten hand,Daz tuot mir wirser, dann die schand.Da mit so was die red ergangen.15Eysengreyn sich huob von dannen,So er aller röschest kond.** Triefnas rügen sich begond,Die nasen ward er rimphen,Daz feur im aus den augen glast,20Aus seinem maul der gäifer prast.Jo, wie zittert er von zorn!Sein varw hiet er so gar verlorn,Stamblent ward sein räisseu zung.*** Waz man saget oder sung,25Dem gast wolt er do nit vertragen,Er wolt in nür für toten haben.Do huob er an ze lurggen do:So, du du du hürrensun, so,Des ha ha hab du dich verwegen,30Du ma ma macht nit mer geleben.Her Neythart waz ein cristan man,Dar umb so ruoft er Bertschin an:Min he he herr, duorch unsern got,Lâst mi mi mich vor meinem tot35Ze re re reuwe chomen!

***In dem tal ze Grausen2

Äyn dorff hyezz Lappenhausen,

Was gelegen wunechleich,

An holcz und wasser uberreich,

Dar inn vil esler pauren5

Sassen ane truren,

Under den ein junger was,

Der hiess Bertschi Triefnas,

Ein degen säuberleich und stoltz,

Sam er gedrait wär aus holtz.10

An dem feyrtag gieng er umb,

Er wär schlecht oder chrumb,

Er wär nahent oder verr,

Der muost im sprechen junkherr.

Was schol man euch nu mer sagen?15

Also wol chond er sich betragen,

Daz die alten und die jungen

Frauwen sere nach ym drungen;

Doch was einew sunderbar

In sinem herczen, daz ist war,20

Die hiez Mäczli Rürenzumph.

** Sey was von adel lam und krumpf,

Ir zen, ir händel sam ein brand,

Ir mündel rot sam mersand,

Sam ein mäuszagel waz ir zoph,25

An ir chelen hieng ein chroph,

Der ir für den bauch gie.

Lieben gesellen, horet, wie

Ir rugg was uberschossen!

Man hiet ein gloggen daruber gossen.30

Die füzzli warend dick und bräit,

Also daz ir chain wind läid

Getuon moht mit vellen,

Wolt sey sich widerstellen,

Ir wängel rosenleicht sam äschen,35

Ir prüstel chlein sam smirtäschen;

Die augen lauchten sam der nebel,2b

Der âten smacht ir, alz der swebel;

So stund ir daz gwändel gstrichen,

Sam ir die sel wär enwichen.

Sey chond so schon gparen,5

Sam ob sey wär von drien jaren.

*** Welt ir ander lagweis,

Über all truog sey den preis,

Also daz der Triefnas

Mäczleins selten ie vergas,10

Und ward ir schletheleich also holt,

Das er nach ir zuo serten wolt.

Do huob sich ein hofieren

Mit stechen und tornieren,

An einem sonttag daz geschach,15

Daz man do Bertschin chomen sach

Hit zwelf gsellen wol getan

Ze Lappenhausen auf den plan,

Die ritten also unverdrossen,

Sam si der regen hiet begossen.20

Der erst was unser Triefnas,

Ein held recht sam ein giesfas;

Des wappen warend gablen zwo

In einem mist, der was er fro.

Der ander Chuoncz von Stadel hies,25

Ein helde sam ein waldmies.

In seinem schilt gemalet was

In grünem veld ein toter has.

Der dritte Chunczo waz genant,

In allen schanden wol erkant.30

Er füert für seynew wappen

Zwen hulczin chrieshaken.

Dem vierden sprach man junkher Troll,

Ein cheker sam ein anchenzoll;

Daz sein zäichen was ein rechen,35

Der sich ungern liess zerprechen.

Der fünft was Hainczo mit der gaiss,

Ein eselmann vndrittigmäiss,

Dem hiet der pharrer wâppen geben2c

Drey nuss an einer weinreben.

Der sechste hiet den namen Twerg,

Ein hochgeporner auf dem perg,

Des wappenrok gemâlet was5

Mit dreyn fleugen in eim glas.

Den sibenden so nenmet man

Her Eysengreyn ein snauferman.

Er fuort auf seinem drüssel

Neun löffel in einer schüssel.10

Der aht der häist, alz ich es mäin,

Graf Burkhart mit dem überpäin,

Der liess ym machen seyneu wappen

Mit zwain ruoben häiss gepraten.

De neunden ich euch tauffen wil,15

Er häisset Pencza Trinkavil.

Daz er do in dem schilte truog,

Daz wârend rinder in eim phluog.

Der zehend lept nit ane schaden,

Er häist her Jächel Grabinsgaden;20

Der fuort von seiner alten gpürt

Vier rindrin chäis auf einer hürd.

Des einlften namen sey man gwiss!

Der was her Rüfli Lekdenspiss;

Er was des torffes mäiger,25

Seyn wappen warend äyger.

Des lesten namen ich enwäiss,

Doch cham er auf den selben chräiss

Geritten mit eim fuchszagel.

Ich wäin, es wär der pauren hagel30

Her Neythart, trun ein ritter chluog,

Der allen törpeln hass truog.

Ir chläinet was das aller best,

Ein kalb in einem storchennest,

Daz fuortens gmaincleich in dem her35

Durch junkfrawn Mätzen zuht und er.

Die helm sam chörbe warent gstricht,

Also daz käynr dar inn dersticht;2d

Dar under sach man hangen

Ir schilt, daz wârent wannen;

Ir geplayt daz was von loden

Mit häw und stro wol underschoben.5

Wolten si die päyn verpinden,

Dar zu nâmens paumrinden.

Si sâssen ritterleichen

Auf saumernsätteln reichen,

Auf eseln und auch veltrossen,10

Es möht ein juden han verdrossen,

Mit tächen und auch sekken

Sach man si die phert techen.

Ufen krücken wârent sper,

Si vegten greuleich hin und her15

Mit irem pheiffer Gunterfay,

Der ein beki blies enzway.

Si schrien all gemainchleich:

Hört, ir herren, arm und reych,

Der muot hab heut ze stechen,20

Schilt und sper ze prechen

Durch aller frawen eren,

Der schol sich gen uns keren!

Do vand man nieman auf dem plan,

Der die rekken törst bestan,25

Also daz her Triefnas,

Der sein selbers nie vergas,

Sprach zuo den gesellen sein:

Und gieng es an daz leben mein,

Es muoss halt sein ghofieret,30

Gestochen und gturnieret.

Ist daz uns niemant gtar bestan,

So räiten wir enander an.

Der rede sin warend si alle fro.

Zuo Gunterfay man ruoffet do:35

Pheyff auf, lieber spilman!

Wir wellend dir wol lonan.

Gunterfay sein bek erschal,

Das man es höret uberal.3

Die helm seu aufpunden

Mit jungem holcz gewunden,

Die sper si underschluogend

Und in einander fuorend.5

So herte ward daz reyten,

Daz ir enkainr gepaiten

Mocht bis daz ym hilfe chäim,

Dann her Neythart der gemäin,

Den man selten mocht gevellen10

Mit chrukken und mit dorfgsellen.

Seht, do sach man streben

Ein und zehen degen

Auf der erd und in dem bach,

Daz waz ir aller ungemach.15

Triefnas der vil trostleich man

Wider zuo ym selber cham.

Er sach, daz er gevallen was

Für frawen Mäczen in daz gras,

Des schemet er sich über dank.20

Er sprach: Mir ist daz jar ze lanch,

Und wär mir dicz allein geschehen,

Man müss vil kumbers an mir sehen.

Do cham doch seines vatters chnecht

Und half ym auf, daz waz sein recht.25

In den selben sachen

Her Troll begund erwachen

Und schreyen: Wâffen, wâffen!

Wie hart han ich geschlaffen!

Er ward sich in der seyten clagen,30

Dar umb man in muost häim tragen.

Graf Burkhart waz auch niht gar träg,

Wie er an dem ruggen läg.

Er batt die herren von dem rât

Daz man ym hulffi aus dem chât.35

Chuoczen waz ein stich gemessen

In den pauch, daz ym daz essen3b

Zuo der selben stunde

Fuor aus seinem munde.

Weder singen noch gesagen

Mocht er, noch sein smerczen clagen,5

Dennocht wär im hilff gegeben.

Do giengs den andern an daz leben,

Den daz wasser in den schlund

Güsselt in des baches grund.

Die huob man auf, alz gesellen.10

Waz scholt mans fürbas swellen?

Doch hiet der gtwerg getrunken,

Daz ym die augen sunchen.

Daz muost man ym do büessen.

Auf hub man pey den füessen,15

Daz wasser liess man rinnen

Von ym, er cham ze sinnen.

Do sprach Pencza Trinkavil:

Für wars ich euch daz sagen wil,

Türstes mir nie buosse wart20

Trâwen, wen zuo diser vart.

Grabinsgaden was gewäschen

Ane laug und ane aschen.

Er sprach: Ich han gewunnen.

Vor waz ich verprunnen,25

Vor waz ich derstunken,

Dar zuo sein mir die laus ertrunken.

Des lobt er got mit fleizz.

Do sprach Hainczo mit der gäiss:

Dein gewinn der ist ein stro30

Gen dem mein, des bin ich fro.

E ich in den bache chäm,

Ich waz häiden ungezäm,

Ich waz auch in der keczzer orden,

Erst bin ich ze cristan worden.35

Secht, daz tet dem Chuonczen zorn.

Er sprach: Mich duncht, daz wir verlorn

Habin mere, dann gewunnen.

Wir sein in dem bach grunnen3c

Sam die toten mäuse.

Sprecht ir, daz euch die läuse

Sein dertrunken, daz ist glogen.

Die bruoch ich oft han ab gezogen5

Und gewäschen in dem bach,

Käin laus ich me dertrinken sach.

** Und du, Hainczo mit der gäiss,

Deins gewinnes ich enwäiss.

Bist du also worden cristan,10

das ist gescolten und gefisten,

Wan nâch der weisen phaffen sag

Nieman sich getauffen mag

Selber in eim bache

Von chäinr lay sache;15

Es muoss ein underschäidung sein

Zwüschem tauffer und auch dein;

Dar zuo der tauffer sprechen schol

Genantew wörter, die man wol

Vindet in der hailigen gschrift;20

Dennocht ist ez als ein wicht,

Hat der tauffer nit den muot

Ze tauffen, so er daz tuot.

In gottes dienst bist du verdrossen,

Dar umb so hâst du wenk vergossen25

Deins pluotz in seiner minne.

Du prinst auch nit mit sinne

In dem gäyst, daz sag ich dir,

Noch bist ein jud, gelaubes mir!

*** Eysengrayn mocht nit enbern30

Einer red, die höret gern!

Siha durch gotz plunder,

Ist daz nit ein wunder,

Daz Chuoncz da häim uf seinem mist

Ist worden ein so guot jurist?35

Wolt ir euch en wench enthaben,

Ein red mag ich für war sagen3d

Ane brief und ane potten,

Es mügt wol euch er selber spotten.

Die täyding allen misseviel,

Ieder schluog sich an den giel,5

Der schimpz begond seu reuwen.

Woy, wie laut sey schreuwen:

Nu we min und umbnâmen,

Daz wir ie ze samen châmen!

Daz wir ie gestochen haben,10

Des müss wir schand und laster tragen.

** Lechdenspiss der unverzayt

Hort die clag, es waz ym layd.

Er sprach: Herfür mit schalle,

Hört, ir herren alle,15

Ein red, die ich euch sagen wil!

Wir chömend noch zuo guotem spil,

Wolt ir volgen miner lere.

Wir behalten noch die ere,

Ist, daz wir stechen mit dem gast20

Und bindent uns ind sättel vast.

Des rates fröwtens sich gemain,

Dem Chuoncz vom Stadel, der alläin

Do sprach: Ich wil nit stechen,

Lung und leber brechen.25

Ie mer ich mich so wolt verpinden,

Ie e mir wurd von we geswinden.

*** Der red si nit vernamen,

Auf iren rossen si komen,

Mit widen sey sich do verpunden,30

So si aller beste kunden.

Doch mocht der Chuocz beleiben niht,

Sein reiten daz waz gar enwicht.

Der ärs begond in smerczen,

Wie wol ers hiet am hertzen,35

Also daz nicht mer dann äht

Châmend her mit irm gepraht

Auf den plan und widern gast.

Sey ruoften laut, sey schrewend fast:4

Her, frömder gesell, wes hâst du muot?

Wilt du stechen umb daz guot,

Wilt du reiten umb die er,

So halt dich her und wart nit mer!5

Her Neythart ward der rede fro,

Wie wol ers nit erzäigti do.

Er äntwürt züchtecleich und sprach:

Ich wolte haben mein gemach,

Den frid so wolt ich suochen,10

Wolt ir es sein geruochen.

Wie wol es sey ein rehter schimph,

So wär es doch nit mein gelimph

Gen sölhen herren zuo reyten,

Die mir ze allen zeiten15

Ze edel und ze stark seyn.

Waren der joch nür einr alläin,

Ich getörst in nit bestân,

Des schült er mich geniessen lân.

Do man die red verhörret,20

Ir forht die was zerstörret,

Künew herczen seu gewunen,

Si sprâchend: Höra zuo der nunnen,

Waz sey spricht und waz sey säyt,

Recht sam ein gfrorner has verzäit.25

Graf Burkhart für die andern brach

Und sunder zuo hern Neythart sprach:

Ich wäiss nit, wie dus kochest,

Ich sich wol, daz du sochest

In dem sattel, so wir vallen.30

Die schand missvelt uns allen

Und tuot uns in dem magen we

Dar umb so muost du stechen me.

Trun, sprach der gast vil hofeleych,

Daz wis gott von hymelreich,35

Daz ich es han verwegen mich.4b

Waz ich tuon muoss, daz tät ich.

Da mit man pheiffet schon, alz e.

Helm auf! he, wie laut man schre!

Des ward nit lenger do gepitten,5

Vil drât si auch zesamen ritten

So chrefticleichen und so hart,

Daz grâf Burchart an der vart

Dem rosse auf dem ärs gelag.

Hört, waz ich euch mer sag!10

Do sach man seinen gsellen

Her auf der prüche prellen.

Erst huob sich jamer angst und not,

Die frawen lachten sich ze tot.

** Grâf Burkhart in den sattel kam.15

Sym so, ir ziegglin, sprach der man.

Durch aventewr so seyt er chomen,

Aventewr habt er vernomen.

*** Do mit so huob er sich von stat.

Lechspiss do her fürher trat20

Mit seiner scharffen angesicht.

Er sprach: Ir gast, ir seit ein wicht,

Des dunket mich in meinem herczen;

Dar umb so muost ir leiden smerczen.

Des antwürt ym der frömde man:25

Mein juncherr, waz han ich getan,

Daz ich schol smerczen dulden?

Ich pitt euch pey gotts hulden,

Last mich reiten meineu vart

Durch aller werden frâwen art.30

Süsser red mocht er engelten.

Lechspiss erst huob an ze schelten,

Ein langes sper er under schluog

Und lieff hin an reht sam ein phluog.

Er stach den gast, daz im wol halb35

Aus dem nest emphiel daz kalb.

Des frewtend si sich alle,

Si ruoften hoch mit schalle:

Ge hain, Üli mit der nasen,4c

Hilf deim weyb der kuo grasen!

Lechspiss ruoffet aus dem mund:

Da für näm ich nicht hundert phund.

Doch muoss ich in noch aber rüren,5

Er chan mirs trawen nit enphuren.

Daz sper so nam er in die hant,

Gen dem gast er anhin rant

Und traff in pey dem sattelpogen

Also ser und ungezogen,10

Daz in die riemen liessen,

Er mocht ir nit geniessen,

Vallen muost er in die erde

Drey sprang tieff der werde.

Secht, do huob sich jamers chlagen.15

Ir ghort es nie pey ewern tagen,

Wie schier ze wäinen waz geraten

Ir lachen, daz si vor taten.

Dem mäyger mund und nase pluot,

Doch ruoft der held aus freyem muot:20

Hört, ir herren überall,

Ir schült nit chlagen meinen val,

Er hat mich nit getroffen,

Ich han mich selber ab gestochen.

Man truog in fuder so zehant,25

Vil drât so cham her für gerant

Eysengrein ein küner degen,

Er sprach: Der tiefel müss sein phlegen,

Miss ich im nit einen stich,

Daz er werd gagent unter sich.30

Eyn lautes gschray er do an huob:

Sym so, ir her verlauffner buob,

Wolt ir daz treyben ymer mer,

Daz tuot mir zorn und müt mich ser.

Her Neythart äntwurt ym aldo:35

So, min lieber herr, so!

Ich lâsses gern beleiben,

Welt irs nit fürbas treiben.

Ich säit euchs vor, vernemet mich!

Was ich tuon muss, daz tät ich.40

Nit so, sprach her Eysengreyn,

Es muoss noch bas getumbelt seyn.4d

Ich muoss dir deinen chübel rüren,

Der hanher wolt dich dan enphüren.

Die helme sey verpunden

Ze den selben stunden,5

Eysengrein begräiff daz sper.

Über in herr, so, über in herr!

Die andern alle schrewen vast,

So häiss in waz auff disen gast,

Do mit sey zu zemen wolten seyn.10

Der esel unter Eysengreyn

Schreyn und fliehen do began

Alse schänczleich hin und dan,

Daz er wenich do gestechen

Mocht, noch seynen schaden rechen.15

Daz sper gie auf die erde.

Do ruoft der degen werde:

Hilffa, herr, und hilffa schier!

Ich wil verderben auf dem tier.

Do cham ein müllner noch glauffen.20

Herr, wolt ir daz tier verchauffen?

Zehen schilling an ein phunt

Gib ich euch ze diser stund.

Des äntwurt ym der wolgetan:

Häiss nür den esel stille stan25

Und hab den sattel sampt mit im!

Nim hin, lieber müllner min!

Hagen ward gevangen

Mit des müllners zangen,

Die andern ranten all her nach,30

Zuo dem esel waz in gach.

** Si schrien laut: Es ist enwicht,

Verpint dem esel sein gesiht,

So mag er lauffen drichcz hinan.

*** Secht, daz waz so schier getan.35

Hagen stuond verpunden

Sam in die wolf geschunden

Hieten, also draft er her

Röschleich gen her Neythartz sper.

Do ward vil ritterleich gestochen,40

Schilt und sper ân zal zerprochen.

Der gast mocht nit lenger payten,

Er stiess den esel in die seyten

Daz er also schiere5

Streket ällew viere.

Eysengrein dar unter glag.

Seht, do huob sich new clag

Umb den edeln herren,5

Der sich so schon chond weren.

** Eysengreyn was unverzäit,

Er sprach: Mir tuot daz clagen läid.

Syha durch einr merhen fist,

Ob mein phärt gevallen ist.10

Waz schulden schol ich dar um tragen?

Wer mag sich an den hymel haben?

*** Ich han verwüst die rehten hand,

Daz tuot mir wirser, dann die schand.

Da mit so was die red ergangen.15

Eysengreyn sich huob von dannen,

So er aller röschest kond.

** Triefnas rügen sich begond,

Die nasen ward er rimphen,

Daz feur im aus den augen glast,20

Aus seinem maul der gäifer prast.

Jo, wie zittert er von zorn!

Sein varw hiet er so gar verlorn,

Stamblent ward sein räisseu zung.

*** Waz man saget oder sung,25

Dem gast wolt er do nit vertragen,

Er wolt in nür für toten haben.

Do huob er an ze lurggen do:

So, du du du hürrensun, so,

Des ha ha hab du dich verwegen,30

Du ma ma macht nit mer geleben.

Her Neythart waz ein cristan man,

Dar umb so ruoft er Bertschin an:

Min he he herr, duorch unsern got,

Lâst mi mi mich vor meinem tot35

Ze re re reuwe chomen!


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