Daz mocht in layder nicht gefromen.Bertschin tet der spot we.Er sprach: Nu chla la laff nit me!Wie drat er seinen helm auf band!40Daz sper er vasset in die hant,Eylen wolt er gen dem manUnd in der herberg rayten an,Do stiess sichs phert, ich wäiss nit wie,5bÜber ein ärws, daz ym die chnieZuo der erden sunken,Sam es nit hiet getrunken.Triefnas über und über viel5Also hart auf seinen giel,Daz er wainet und auch gräin.Er fluochet allen frawen rain:Ir gunten, koczen, bösen breken,Daz euch der ubel tot müss streken10Um die marter, die ich duldNit anders dann umb ewer huld.War zuo habt es mich nuo pracht?Her widerumb er do gedachtAn frawn Mäczleins wirdichayt,15Vil drât er swäig, ez waz im layt,Ein anders gsanch do huob er an:So sey ich nit ein biderman,Frâwen gnad wil ich derwerbenScholt ich vierstund dar uber sterben.20Uber sich so ward er sehenUnd schrein: Mir ist nit recht geschehen,Helft mir in den sattel wider!Und stech ich in dann nit da nider,So sprecht, daz ich ein esel sey.25Also châmen ir wol dreyUnd hulffen do dem chünen man,Daz er auf die merhen cham.Waz er vor gepunden ser,Si punden in noch dreistund mer.30Den peyffer hiess man aber dönen.Haltab, haltab, wurdens hönen.Die sper si under drukten,** Ir ruggen sey do smuktenHinter die schilt vil werleich35*** Und ranten also erleich,Daz zwo ofenchrukenVielend hin ze stuken,Des muost der ofner do engelten.Fluochend ward er und auch schelten40Umb seyn chruken bäyde.Bertschi jach: Hab dir nit laide!Ich wil dir geben häw und stro,Pring mir ander chruken zwo!Daz waz so schier geschehen.5cTriefnas sprach: Nu schol man sehen,frawen dienen chan.Den gast so rant er wider an,Herrn Neytharten des do verdross,5Er gab dem minner einen stoss,Daz man in selten mer hiet funden.Do waz er also stark gepunden,Daz er mit käinir gepardeMocht chümen von dem phärde.10Daz cham alz zuo seinen schanden,Hangend ward er in den pandenDer merhen auf die hüfe,Ob ich es rechte brüfe,Ze hart ym an der selben vart15Gestrigelt ward sein har und bart,Und wär man ym ze hilf nit chomen,Daz schläpfen hiet im sel benomen,Doch ward ym von we geswinden.Secht, do ward er erst enphinden,20Daz Chuoncz ym vor gesaget hiet,Do er ze lesten von ym schied.Die frawen schreuwen, daz es clanch:Helm ab, helm ab! waz ir gesanch.Daz pheiffen was vil gar gelegen.25Wes scholten do die andern phlegen?Daz muogt es äigenleichen wissen.Sey heten sich vil nach beschissenVon rechter forcht, die si do hieten.Si wolten sich des schimphes nieten.30Dennocht sprach her Lechspiss:Des lebens seyn wir noch gewissUnd möchtin dar zuo er bejagen,Hietin wir den gast erschlagen.Unser sind noch vier beliben.35Schölten wir nit eim gesigen,So wär doch ubel, daz wir ässinOder zuo Lappenhausen sässin.Dar umb so schüllen wir nu reytenMit ein ander und nit payten40Auf den schalk mit plossen swertenUnd in von ein ander serten.5dDo sprach Jächel Grabinsgaden:Des rat was selten ie an schaden,Dar umb ich dir nit volgen wil.Des frewt sich Pencza Trinkavil.5Jo, sprach Heinczo mit der gäiss:Er achtet unsz nit einen schäiss.Mich dunkt, er sey ein fuchs wild,Den zagel fürt er an dem schilt.Der täidinch waz so vil beschehen,10Daz sich her Neythart ward versehen,Si gtörsten nit mer stechen,Die forht wolt er in brechenUnd auch geben künen sin.Fliehent macht er sich do hin.15Secht do huob sich söleich jagen,Man chönd euchs nimmer gar gesagen,Und ein schreyen nach dem gast,Man hört es uber drey rast.Ze eylen waz in also not,20Daz sich ir zwen ervielen ztot.Do daz die andern sahen,Si liessen von irm gahen.Die sünd die ward seu reuwen,Si ruoften nach mit treuwen:25Lieber herr von frömden landen,Behütend uns vor bosen schanden,Vergebt uns unser bosshait!Sey reuwt uns ser und ist uns läid,Wen wir nu trun enphinden wol,30Ir seyt des heiligen gaistes vol.Des ward der gast von herzen fro,Gen in so cheret er sich doUnd sprach mit senftem herczen:Got büs euch allen smerczen35Und vergeb euch ewer sünde,** Doch für wars ich euch daz kündeNach der häiligen geschrifte sag,Die sund ich nit vergeben magAne reuw und peicht und puoss,40Die der sunder tuon muossGänczleich ane falschechäitDaz sey euch von mir gesäit.6*** Erst do vieng sich an ein reuwen,Sy worden iren herczen pleuwenAlso ser, daz in daz bluotZe mund und nasen aus schluog.5Ir wäinen daz was gross.Hainczo gab ym einen stoss,Daz er zuo der erden sanch.Von rehter andacht ward er chrank.Lechspiss der sach auf zuo got,10Es waz ym chomen aus dem spot,Er ruoffet laut mit ganczer macht:Hergot gib mir sinn und chraft,Daz ich meiner sunden ledig werdeUnd so nit var von diser erde,15Sam Pencz und Jächel sind verschaidenAlz lästerleich auf diser häyden.Dar nach er gen dem ritter gieUnd näygt sich nider auf die chnieAlso treuleich in den plan,20Er mocht die pain zerprosten han.Auf ruoft er: Mein lieber herr,Hört mein sünd durch Marien erUnd gebt mir auch der buoss genuog!Ich han gesündet ane fuog.25Her Neythart in dem grünen grasDen pauren do ze peychte sas,Ein crucz er machet über seyUnd sprach: Got schaff euch sorgen frey!Gen Lechspiss er sich keret do30Und sprach: Durch got, der haw und stroGeschaffen hat, und durch den gäist,Sag mir alles, daz du wäist!Also huob mein Leckspiss anUnd sprach: Ich pin ein schuldig man35Und han gesündet aus der massWider euch auf diser strass.Noch gedenk ich, sam er sprach,Einer sünd, die gester gschach,Die ist läider also gros,40Daz ich mich an der zungen stoss6bUnd wäiss nit, ob ichs sagen schol;Doch getraw ich euch so wol,Daz irs nit fürbas pringet,Daz mich mein andacht zwinget,5Euch ze sagen an gotes stat.Wie erstleichen er in des patt,Her Neythart sprach vil taugen:Du scholt mir daz gelauben,Daz mir war von herczen läit,10Scholt ich meine phaffhäitMit deiner peychte so verliesen.E wolt ich den tot herkiesen.Sag mir freyleich deine sünd,Wilt du werden gottes fründ.15Lechspiss zuo seinr peychte cham,Doch zittert er vor sünden schamUnd sprach: So wil ichs sagenUnd wil dar an nit verzagen.Herr, mein weib, nu we, nu we,20Ich gtar euch nit gesagen me.Es ist ein so grösseu sünd,Daz ichs euch nit gerne künd.Der peychter aber gen ym sprach:Got nem dir alles ungemach,25Lieber sün! Du fürcht dir nicht!So werd ich heüt ein böswicht,Sag ich ieman deynen sin,So ich alters aünig pin.Lechspiss daz nit recht vernam,30Dar umb so huob er wider an:Herr, mein weib ist nit gar lanch,Dar um so nam sey einen banch,Mit iren paynen sey dar auf stäig,Ein stuch sey ab dem bachen snäyd.35Do ich des nu innen wart,Geschlichen kam ich an die vartUnd zucht den stuol so schon von stat,Daz sey reht an dem ruggen glag.Daz gwändel huob ich ir do auf40Und chust sey dreistund in den bauch.Her Neythart smieren do began,Er sprach: Sim, phü dich, böser man!6cWes hast du wütreich dich gezigen?Sel und leib so gar verstigen?Deiner sünd der ist also vil,Daz ich dich nit enledigen wil,5Noch enkan dir bessers sagen,Du muost dich zuo dem bischolf draben.** Daz sagt er ym nit ane sachHer Neythart do der gumppelphaff,Der ym gedâcht in seinem muot:10Böser schimph ward nie guot,Mit der sel ist nit ze scherczen,Ich wäiss daz wol in meinem herczenNach der wäisen lere sag,Daz ich in nit gelösen mag15Noch gepinden gäistechleich,So mag er auch nit sicherleichSeyneu sünd eim läyen sagen,So er priester mag gehaben.*** Lechspiss macht sich dannen.20Do cham do her gegangenHeinczo der vil reuwig man,Seineu peycht die huob er anUnd sprach: Mein herr, helft mier aus not!Ich han gesundet in den tot,25Ich hab auch gottes huld verlorn.So we mir, daz ich ie gepornWard hie auf diser erde.Do sprach der Neythart werde:** Sym, sün, du scholt nit so verzagen.30Ich wil daz für wâr sagenGottes herbarmherczichchaitIst so michel und so bräit,Daz nie chain sünd so grosse wart,Si wurd vergeben an der vart,35Wolcz den menschen ruwenVon grunt mit ganczen treuwen.*** Da mit so huob mein Heinczo anUnd saget, waz er hiet getan.Er sprach: Mein herr, es ist ein schand;40Gestern fuor ich über landBis daz ich cham zu einem bach,6dDo huob sich läid und ungemach.Aufzeschlauffen mich verdrossUnd durch ze watten also bloss,So wolt ich auch nit wider keren5Und mein gelt umb süst verzeren.Secht do vand ich dört ein kuo,Die fuort ich bey den orn hin zuo,Ich stäig auf sey und räyt hin an,Bis daz ich durch daz wasser cham.10Ir fäyger keczer, sprach der ritter,Daz euch der übel tod der bitterNemen müss, ir böser man!Ir möcht nit wirser han getan.Ich sag dirs nit aus einem trauwm,15Du muost dich machen hin gen RomMit henden und mit füessen,Wilt du dein sünde büssen.Also macht sich Häincz do hinGen Rom, daz waz sein ungewin.20Lechspiss hincz zum bischolff trat,Daz ward ym in dem sekel schad.Neythart gab in seinen segen.Ewer müss der tiefel phlegen,Got geb euch payden smerczen,25Sprach er in dem herczen.Do mit so stuond er von der peycht,Sam ein pruoder ungewäicht.Mit dem so kam da her gerittenTriefnas schon auf einem schlitten.30Den gast besorgt er vast und ser.Er sprach: Mein lieber juncherr,Hab ich wider euch getan,Daz schölt ir mir nu faren lânDurch den uberreichen got35Und râten mir an allen spot,Ob ich schüll hofierenFurbas mit turnieren,Mit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.40** Darzuo sprach her Neythart:Mich dunkt, du säyst von hoher art7Ein degen chün mit deinem leib.Ist, daz du nemen wilt ein weibZuo der e, ich dir daz chünd,Du macht ir dienen ane sünd,5*** Und dar zuo wil ich helffen dirZuo dem besten, glaub es mir!Dar zuo wil ich dir vergebenAlz, daz du pey deinem lebenHâst begangen wider mich.10Dar umb, du freyer held, vergich,Waz dunket dich in deinem muotWol getan umb er und um guot?Des dankt ym Bertschi so zehant.So wol, daz ich euch ie derchant,15Sprach er zuo dem NeythartUnd swuor ym auf sein lesten vart,Daz er Mäczen näm zun eren,Scholt er joch de bruoch verzeren.Da mit so wurdens jausen20Hin wider zLappenhausen,Sam ein bleiens fögelleyn,Und châmend zuo den gsellen sein,Der wârend dännoch sechs beliben.Bertschi sprach: Ich sey gestigen,25Es müss noch sein gehofieretUnd ritterleich geturnieretDurch deu lieben Mäczen mein.Ir kayner wolt der zag sein,Si sprachen alle: Nu hin, daz sey!30Do mit so huob sich ein geschrayTurnierens trun wir müssen kosten,Scholtin wir joch all zerchnosten.Wistin wirs nur an ze keren!Her Neythart sprach: Ich wil euch leren35Eygenleich mit ganzer treuw.In dem spil pin ich nit new.Des benügtend sie sich alleUnd schrewen auf mit schalle:Got hât uns seinen engel gsant,40Einen man von fremdem landDar zuo so sein wier ghäilet.7bVil schier si wurden getäyletNâch her Neytharts redenIn zwäy täil gar eben.In dem ersten täile waz5Er und Bertschi Triefnas,Burkhart mit dem überpäynUnd der wütend Eysengrayn.In dem andern was der twergChuoncz vom Stadel der vil werd,10Chnocz und Troll die herren.Für wârs möcht ich des sweren,Daz chäin turner nie so schierGtäilt wart sam die vier und vier.** Her Neythart huob an ze sprechen:15Der turner und daz stechenSind nit erdâcht um daz allain,Daz man hofierr den frawen räyn,Sey sein auch dar zuo jo gemacht,Daz man da mit die ritterschafft20Erzäig und dar zuo lerne.Dar umb so schült ir gerneÜben euch in sölhen dingen,Daz euch destofter werd gelingenIn ernst und auch in streitten.25Stechen lert uns reytenCreftichcleichen mit dem sper.Dar zuo so hilf der turnerDaz swert vil ritterleichen füren,Fleisch und päyn und eysen rüren.30*** Si sprachen all: Gelobt sey CristUnd alles, daz ym hymel ist!Tuon wil wellen, waz wir schullenUnd ewer gpott mit ernst herfüllen.** Her Neythart aber redet do:35Ewer eren pin ich fro,Dar umb wir schüllen wellenZwey unter uns gesellenVon part und widerparteZuo zaumern an der varte,40Die habend anders nit ze schaffen,Dan hin und her im turner gaffen,Ob si vinden unter allen,7cDie man schlahen sol mit schallen.Die selben schullen sie ziehenPay dem zaum, daz si nit fliehenMügen so geswinde,5Bis daz daz ander gsindeDer ir geschellschaft chäm hernachUnd in umb und umbe fâchUnd dar zuo schlahi, doch nit hert,Oder schüphi von dem phert;10Und ist, daz si in vellen,So schol er dar so zellenPhenning vier und nit der bösen,Wil er seinen esel lösen.Die red geviel in allen wol,15Doch ruoften si, mit we man scholDie gezäumpten gsellen treffen,Mit schlagen und mit stechen.Des antwürt in her Neythart so:Mit pengeln gstriket aus dem stro.20Si ruoften laut: Wie guot, wie guot!Dis stro uns chlainen schaden tuot.* Da mit so wurden aus herwelt*** Chnocz und Burkhart, und gezeltFür ir zäumer also gemäyn.25Yeder täil macht sich allainZu eim winkel also drâtUnd wurden unter in ze rât,Uber welh der turner gieng.Do mit her Burkhart an vieng30Und sprach: Enkäinr ist schlahens werd,Denn der hürrensun der twerg,Der den ärs wüscht an daz phayt.Daz schol uns allen wesen läid.Daz dunket Bertschin nit gar guot.35Er sprach: Mich dunkt in meinem muot,Daz wir schüllen streichenChunczen haut die weichen,Wan er in der kyrchen stanchÜber aller unserr danch.40Eysengräin hin wider säyt:Daz wär mir umb den Chuonczen läid.7dIst nit waiger, daz wir TrollenSchllahin uber seinen schollen,Der die leut und lande läichtUnd dar zuo in daz pette säicht?5Des selben râtes wârens froUnd sprachen all: Dem sey also!Chnocz im andern winkel sprach:Went ir hörren, was geschach?Es ist geleich, sam ich es sag,10Das an einem sunnentagEysengrein den seinen stallMistet, daz es uber allSmecht in der gassen.Dar umb man scholl in vassen15Pay dem hâr und pey dem part,Daz ym sein misten chüm ze hart.Daz mocht dem twergen nit behagen.Er sprach: Ein anders wil ich sagen,Des ich so mich nu han bedacht.20Der gast der hat uns hie zuo pracht.Dem gast dem schüllen wir geltenMit schlahen und mit schelten.Do daz der Troll erhörret,Die red waz gar zerstörret.25Er sprach: Her twerg, ir seit nit werd,Daz ir habt erd und tal und perg.Wist ir nit, waz überlastWir haben glitten von dem gastNur von unsern schulden?30Nu sein wier chomen zhulden;Scholten wir nu daz verscheissen?E wolt ich dirs hâr zerreissen.Der rede ward den twerg verdriessen.Er sprach: Du chanst wol pölcz schiessen,35So werd ich heut erstochen.Die schand muoss sein gerochen.Do mit si in die messer griffen,Die warend neulech wol geschliffen.Chuoncz der schre: Drucz, morder, drucz!40Iedem gab er einen smuczUnd schied si von einander bäid.Er sprach: Mir ist dicz ding läid;8Wolt ir treiben disen täil,** Daz macht uns allen unhäil.Wir muossen uns zunanner haben,Wollen wir die er bejagen.5*** Da mit so was ein frid geschehen.Cuonczo der ward furbas jehen:Mich dunkt in meinem sinne,Der schimp chöm von der minne.Den minner, daz ist Triefnas,10Schüllen wir bezalen bas.Dar zuo so hab ich funden,Daz Bertschi hat geschundenEin kaczen mit der tenggen hand,Daz ist ein laster und ein schand.15Des selben râtes wârens froUnd schreuwen all: Dem sey also!Aus den winkeln sey do drungenUnd santend bäidenthalben einen jungen,Daz er scholt die gloggen leuten,20Die den turner wurd beteuten.Secht, daz was so schier geschehen!We was fröden hiet man gsehenMit singen und mit swaczenUnter den torffmäczen!25
Daz mocht in layder nicht gefromen.Bertschin tet der spot we.Er sprach: Nu chla la laff nit me!Wie drat er seinen helm auf band!40Daz sper er vasset in die hant,Eylen wolt er gen dem manUnd in der herberg rayten an,Do stiess sichs phert, ich wäiss nit wie,5bÜber ein ärws, daz ym die chnieZuo der erden sunken,Sam es nit hiet getrunken.Triefnas über und über viel5Also hart auf seinen giel,Daz er wainet und auch gräin.Er fluochet allen frawen rain:Ir gunten, koczen, bösen breken,Daz euch der ubel tot müss streken10Um die marter, die ich duldNit anders dann umb ewer huld.War zuo habt es mich nuo pracht?Her widerumb er do gedachtAn frawn Mäczleins wirdichayt,15Vil drât er swäig, ez waz im layt,Ein anders gsanch do huob er an:So sey ich nit ein biderman,Frâwen gnad wil ich derwerbenScholt ich vierstund dar uber sterben.20Uber sich so ward er sehenUnd schrein: Mir ist nit recht geschehen,Helft mir in den sattel wider!Und stech ich in dann nit da nider,So sprecht, daz ich ein esel sey.25Also châmen ir wol dreyUnd hulffen do dem chünen man,Daz er auf die merhen cham.Waz er vor gepunden ser,Si punden in noch dreistund mer.30Den peyffer hiess man aber dönen.Haltab, haltab, wurdens hönen.Die sper si under drukten,** Ir ruggen sey do smuktenHinter die schilt vil werleich35*** Und ranten also erleich,Daz zwo ofenchrukenVielend hin ze stuken,Des muost der ofner do engelten.Fluochend ward er und auch schelten40Umb seyn chruken bäyde.Bertschi jach: Hab dir nit laide!Ich wil dir geben häw und stro,Pring mir ander chruken zwo!Daz waz so schier geschehen.5cTriefnas sprach: Nu schol man sehen,frawen dienen chan.Den gast so rant er wider an,Herrn Neytharten des do verdross,5Er gab dem minner einen stoss,Daz man in selten mer hiet funden.Do waz er also stark gepunden,Daz er mit käinir gepardeMocht chümen von dem phärde.10Daz cham alz zuo seinen schanden,Hangend ward er in den pandenDer merhen auf die hüfe,Ob ich es rechte brüfe,Ze hart ym an der selben vart15Gestrigelt ward sein har und bart,Und wär man ym ze hilf nit chomen,Daz schläpfen hiet im sel benomen,Doch ward ym von we geswinden.Secht, do ward er erst enphinden,20Daz Chuoncz ym vor gesaget hiet,Do er ze lesten von ym schied.Die frawen schreuwen, daz es clanch:Helm ab, helm ab! waz ir gesanch.Daz pheiffen was vil gar gelegen.25Wes scholten do die andern phlegen?Daz muogt es äigenleichen wissen.Sey heten sich vil nach beschissenVon rechter forcht, die si do hieten.Si wolten sich des schimphes nieten.30Dennocht sprach her Lechspiss:Des lebens seyn wir noch gewissUnd möchtin dar zuo er bejagen,Hietin wir den gast erschlagen.Unser sind noch vier beliben.35Schölten wir nit eim gesigen,So wär doch ubel, daz wir ässinOder zuo Lappenhausen sässin.Dar umb so schüllen wir nu reytenMit ein ander und nit payten40Auf den schalk mit plossen swertenUnd in von ein ander serten.5dDo sprach Jächel Grabinsgaden:Des rat was selten ie an schaden,Dar umb ich dir nit volgen wil.Des frewt sich Pencza Trinkavil.5Jo, sprach Heinczo mit der gäiss:Er achtet unsz nit einen schäiss.Mich dunkt, er sey ein fuchs wild,Den zagel fürt er an dem schilt.Der täidinch waz so vil beschehen,10Daz sich her Neythart ward versehen,Si gtörsten nit mer stechen,Die forht wolt er in brechenUnd auch geben künen sin.Fliehent macht er sich do hin.15Secht do huob sich söleich jagen,Man chönd euchs nimmer gar gesagen,Und ein schreyen nach dem gast,Man hört es uber drey rast.Ze eylen waz in also not,20Daz sich ir zwen ervielen ztot.Do daz die andern sahen,Si liessen von irm gahen.Die sünd die ward seu reuwen,Si ruoften nach mit treuwen:25Lieber herr von frömden landen,Behütend uns vor bosen schanden,Vergebt uns unser bosshait!Sey reuwt uns ser und ist uns läid,Wen wir nu trun enphinden wol,30Ir seyt des heiligen gaistes vol.Des ward der gast von herzen fro,Gen in so cheret er sich doUnd sprach mit senftem herczen:Got büs euch allen smerczen35Und vergeb euch ewer sünde,** Doch für wars ich euch daz kündeNach der häiligen geschrifte sag,Die sund ich nit vergeben magAne reuw und peicht und puoss,40Die der sunder tuon muossGänczleich ane falschechäitDaz sey euch von mir gesäit.6*** Erst do vieng sich an ein reuwen,Sy worden iren herczen pleuwenAlso ser, daz in daz bluotZe mund und nasen aus schluog.5Ir wäinen daz was gross.Hainczo gab ym einen stoss,Daz er zuo der erden sanch.Von rehter andacht ward er chrank.Lechspiss der sach auf zuo got,10Es waz ym chomen aus dem spot,Er ruoffet laut mit ganczer macht:Hergot gib mir sinn und chraft,Daz ich meiner sunden ledig werdeUnd so nit var von diser erde,15Sam Pencz und Jächel sind verschaidenAlz lästerleich auf diser häyden.Dar nach er gen dem ritter gieUnd näygt sich nider auf die chnieAlso treuleich in den plan,20Er mocht die pain zerprosten han.Auf ruoft er: Mein lieber herr,Hört mein sünd durch Marien erUnd gebt mir auch der buoss genuog!Ich han gesündet ane fuog.25Her Neythart in dem grünen grasDen pauren do ze peychte sas,Ein crucz er machet über seyUnd sprach: Got schaff euch sorgen frey!Gen Lechspiss er sich keret do30Und sprach: Durch got, der haw und stroGeschaffen hat, und durch den gäist,Sag mir alles, daz du wäist!Also huob mein Leckspiss anUnd sprach: Ich pin ein schuldig man35Und han gesündet aus der massWider euch auf diser strass.Noch gedenk ich, sam er sprach,Einer sünd, die gester gschach,Die ist läider also gros,40Daz ich mich an der zungen stoss6bUnd wäiss nit, ob ichs sagen schol;Doch getraw ich euch so wol,Daz irs nit fürbas pringet,Daz mich mein andacht zwinget,5Euch ze sagen an gotes stat.Wie erstleichen er in des patt,Her Neythart sprach vil taugen:Du scholt mir daz gelauben,Daz mir war von herczen läit,10Scholt ich meine phaffhäitMit deiner peychte so verliesen.E wolt ich den tot herkiesen.Sag mir freyleich deine sünd,Wilt du werden gottes fründ.15Lechspiss zuo seinr peychte cham,Doch zittert er vor sünden schamUnd sprach: So wil ichs sagenUnd wil dar an nit verzagen.Herr, mein weib, nu we, nu we,20Ich gtar euch nit gesagen me.Es ist ein so grösseu sünd,Daz ichs euch nit gerne künd.Der peychter aber gen ym sprach:Got nem dir alles ungemach,25Lieber sün! Du fürcht dir nicht!So werd ich heüt ein böswicht,Sag ich ieman deynen sin,So ich alters aünig pin.Lechspiss daz nit recht vernam,30Dar umb so huob er wider an:Herr, mein weib ist nit gar lanch,Dar um so nam sey einen banch,Mit iren paynen sey dar auf stäig,Ein stuch sey ab dem bachen snäyd.35Do ich des nu innen wart,Geschlichen kam ich an die vartUnd zucht den stuol so schon von stat,Daz sey reht an dem ruggen glag.Daz gwändel huob ich ir do auf40Und chust sey dreistund in den bauch.Her Neythart smieren do began,Er sprach: Sim, phü dich, böser man!6cWes hast du wütreich dich gezigen?Sel und leib so gar verstigen?Deiner sünd der ist also vil,Daz ich dich nit enledigen wil,5Noch enkan dir bessers sagen,Du muost dich zuo dem bischolf draben.** Daz sagt er ym nit ane sachHer Neythart do der gumppelphaff,Der ym gedâcht in seinem muot:10Böser schimph ward nie guot,Mit der sel ist nit ze scherczen,Ich wäiss daz wol in meinem herczenNach der wäisen lere sag,Daz ich in nit gelösen mag15Noch gepinden gäistechleich,So mag er auch nit sicherleichSeyneu sünd eim läyen sagen,So er priester mag gehaben.*** Lechspiss macht sich dannen.20Do cham do her gegangenHeinczo der vil reuwig man,Seineu peycht die huob er anUnd sprach: Mein herr, helft mier aus not!Ich han gesundet in den tot,25Ich hab auch gottes huld verlorn.So we mir, daz ich ie gepornWard hie auf diser erde.Do sprach der Neythart werde:** Sym, sün, du scholt nit so verzagen.30Ich wil daz für wâr sagenGottes herbarmherczichchaitIst so michel und so bräit,Daz nie chain sünd so grosse wart,Si wurd vergeben an der vart,35Wolcz den menschen ruwenVon grunt mit ganczen treuwen.*** Da mit so huob mein Heinczo anUnd saget, waz er hiet getan.Er sprach: Mein herr, es ist ein schand;40Gestern fuor ich über landBis daz ich cham zu einem bach,6dDo huob sich läid und ungemach.Aufzeschlauffen mich verdrossUnd durch ze watten also bloss,So wolt ich auch nit wider keren5Und mein gelt umb süst verzeren.Secht do vand ich dört ein kuo,Die fuort ich bey den orn hin zuo,Ich stäig auf sey und räyt hin an,Bis daz ich durch daz wasser cham.10Ir fäyger keczer, sprach der ritter,Daz euch der übel tod der bitterNemen müss, ir böser man!Ir möcht nit wirser han getan.Ich sag dirs nit aus einem trauwm,15Du muost dich machen hin gen RomMit henden und mit füessen,Wilt du dein sünde büssen.Also macht sich Häincz do hinGen Rom, daz waz sein ungewin.20Lechspiss hincz zum bischolff trat,Daz ward ym in dem sekel schad.Neythart gab in seinen segen.Ewer müss der tiefel phlegen,Got geb euch payden smerczen,25Sprach er in dem herczen.Do mit so stuond er von der peycht,Sam ein pruoder ungewäicht.Mit dem so kam da her gerittenTriefnas schon auf einem schlitten.30Den gast besorgt er vast und ser.Er sprach: Mein lieber juncherr,Hab ich wider euch getan,Daz schölt ir mir nu faren lânDurch den uberreichen got35Und râten mir an allen spot,Ob ich schüll hofierenFurbas mit turnieren,Mit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.40** Darzuo sprach her Neythart:Mich dunkt, du säyst von hoher art7Ein degen chün mit deinem leib.Ist, daz du nemen wilt ein weibZuo der e, ich dir daz chünd,Du macht ir dienen ane sünd,5*** Und dar zuo wil ich helffen dirZuo dem besten, glaub es mir!Dar zuo wil ich dir vergebenAlz, daz du pey deinem lebenHâst begangen wider mich.10Dar umb, du freyer held, vergich,Waz dunket dich in deinem muotWol getan umb er und um guot?Des dankt ym Bertschi so zehant.So wol, daz ich euch ie derchant,15Sprach er zuo dem NeythartUnd swuor ym auf sein lesten vart,Daz er Mäczen näm zun eren,Scholt er joch de bruoch verzeren.Da mit so wurdens jausen20Hin wider zLappenhausen,Sam ein bleiens fögelleyn,Und châmend zuo den gsellen sein,Der wârend dännoch sechs beliben.Bertschi sprach: Ich sey gestigen,25Es müss noch sein gehofieretUnd ritterleich geturnieretDurch deu lieben Mäczen mein.Ir kayner wolt der zag sein,Si sprachen alle: Nu hin, daz sey!30Do mit so huob sich ein geschrayTurnierens trun wir müssen kosten,Scholtin wir joch all zerchnosten.Wistin wirs nur an ze keren!Her Neythart sprach: Ich wil euch leren35Eygenleich mit ganzer treuw.In dem spil pin ich nit new.Des benügtend sie sich alleUnd schrewen auf mit schalle:Got hât uns seinen engel gsant,40Einen man von fremdem landDar zuo so sein wier ghäilet.7bVil schier si wurden getäyletNâch her Neytharts redenIn zwäy täil gar eben.In dem ersten täile waz5Er und Bertschi Triefnas,Burkhart mit dem überpäynUnd der wütend Eysengrayn.In dem andern was der twergChuoncz vom Stadel der vil werd,10Chnocz und Troll die herren.Für wârs möcht ich des sweren,Daz chäin turner nie so schierGtäilt wart sam die vier und vier.** Her Neythart huob an ze sprechen:15Der turner und daz stechenSind nit erdâcht um daz allain,Daz man hofierr den frawen räyn,Sey sein auch dar zuo jo gemacht,Daz man da mit die ritterschafft20Erzäig und dar zuo lerne.Dar umb so schült ir gerneÜben euch in sölhen dingen,Daz euch destofter werd gelingenIn ernst und auch in streitten.25Stechen lert uns reytenCreftichcleichen mit dem sper.Dar zuo so hilf der turnerDaz swert vil ritterleichen füren,Fleisch und päyn und eysen rüren.30*** Si sprachen all: Gelobt sey CristUnd alles, daz ym hymel ist!Tuon wil wellen, waz wir schullenUnd ewer gpott mit ernst herfüllen.** Her Neythart aber redet do:35Ewer eren pin ich fro,Dar umb wir schüllen wellenZwey unter uns gesellenVon part und widerparteZuo zaumern an der varte,40Die habend anders nit ze schaffen,Dan hin und her im turner gaffen,Ob si vinden unter allen,7cDie man schlahen sol mit schallen.Die selben schullen sie ziehenPay dem zaum, daz si nit fliehenMügen so geswinde,5Bis daz daz ander gsindeDer ir geschellschaft chäm hernachUnd in umb und umbe fâchUnd dar zuo schlahi, doch nit hert,Oder schüphi von dem phert;10Und ist, daz si in vellen,So schol er dar so zellenPhenning vier und nit der bösen,Wil er seinen esel lösen.Die red geviel in allen wol,15Doch ruoften si, mit we man scholDie gezäumpten gsellen treffen,Mit schlagen und mit stechen.Des antwürt in her Neythart so:Mit pengeln gstriket aus dem stro.20Si ruoften laut: Wie guot, wie guot!Dis stro uns chlainen schaden tuot.* Da mit so wurden aus herwelt*** Chnocz und Burkhart, und gezeltFür ir zäumer also gemäyn.25Yeder täil macht sich allainZu eim winkel also drâtUnd wurden unter in ze rât,Uber welh der turner gieng.Do mit her Burkhart an vieng30Und sprach: Enkäinr ist schlahens werd,Denn der hürrensun der twerg,Der den ärs wüscht an daz phayt.Daz schol uns allen wesen läid.Daz dunket Bertschin nit gar guot.35Er sprach: Mich dunkt in meinem muot,Daz wir schüllen streichenChunczen haut die weichen,Wan er in der kyrchen stanchÜber aller unserr danch.40Eysengräin hin wider säyt:Daz wär mir umb den Chuonczen läid.7dIst nit waiger, daz wir TrollenSchllahin uber seinen schollen,Der die leut und lande läichtUnd dar zuo in daz pette säicht?5Des selben râtes wârens froUnd sprachen all: Dem sey also!Chnocz im andern winkel sprach:Went ir hörren, was geschach?Es ist geleich, sam ich es sag,10Das an einem sunnentagEysengrein den seinen stallMistet, daz es uber allSmecht in der gassen.Dar umb man scholl in vassen15Pay dem hâr und pey dem part,Daz ym sein misten chüm ze hart.Daz mocht dem twergen nit behagen.Er sprach: Ein anders wil ich sagen,Des ich so mich nu han bedacht.20Der gast der hat uns hie zuo pracht.Dem gast dem schüllen wir geltenMit schlahen und mit schelten.Do daz der Troll erhörret,Die red waz gar zerstörret.25Er sprach: Her twerg, ir seit nit werd,Daz ir habt erd und tal und perg.Wist ir nit, waz überlastWir haben glitten von dem gastNur von unsern schulden?30Nu sein wier chomen zhulden;Scholten wir nu daz verscheissen?E wolt ich dirs hâr zerreissen.Der rede ward den twerg verdriessen.Er sprach: Du chanst wol pölcz schiessen,35So werd ich heut erstochen.Die schand muoss sein gerochen.Do mit si in die messer griffen,Die warend neulech wol geschliffen.Chuoncz der schre: Drucz, morder, drucz!40Iedem gab er einen smuczUnd schied si von einander bäid.Er sprach: Mir ist dicz ding läid;8Wolt ir treiben disen täil,** Daz macht uns allen unhäil.Wir muossen uns zunanner haben,Wollen wir die er bejagen.5*** Da mit so was ein frid geschehen.Cuonczo der ward furbas jehen:Mich dunkt in meinem sinne,Der schimp chöm von der minne.Den minner, daz ist Triefnas,10Schüllen wir bezalen bas.Dar zuo so hab ich funden,Daz Bertschi hat geschundenEin kaczen mit der tenggen hand,Daz ist ein laster und ein schand.15Des selben râtes wârens froUnd schreuwen all: Dem sey also!Aus den winkeln sey do drungenUnd santend bäidenthalben einen jungen,Daz er scholt die gloggen leuten,20Die den turner wurd beteuten.Secht, daz was so schier geschehen!We was fröden hiet man gsehenMit singen und mit swaczenUnter den torffmäczen!25
Daz mocht in layder nicht gefromen.Bertschin tet der spot we.Er sprach: Nu chla la laff nit me!Wie drat er seinen helm auf band!40Daz sper er vasset in die hant,Eylen wolt er gen dem manUnd in der herberg rayten an,Do stiess sichs phert, ich wäiss nit wie,5bÜber ein ärws, daz ym die chnieZuo der erden sunken,Sam es nit hiet getrunken.Triefnas über und über viel5Also hart auf seinen giel,Daz er wainet und auch gräin.Er fluochet allen frawen rain:Ir gunten, koczen, bösen breken,Daz euch der ubel tot müss streken10Um die marter, die ich duldNit anders dann umb ewer huld.War zuo habt es mich nuo pracht?Her widerumb er do gedachtAn frawn Mäczleins wirdichayt,15Vil drât er swäig, ez waz im layt,Ein anders gsanch do huob er an:So sey ich nit ein biderman,Frâwen gnad wil ich derwerbenScholt ich vierstund dar uber sterben.20Uber sich so ward er sehenUnd schrein: Mir ist nit recht geschehen,Helft mir in den sattel wider!Und stech ich in dann nit da nider,So sprecht, daz ich ein esel sey.25Also châmen ir wol dreyUnd hulffen do dem chünen man,Daz er auf die merhen cham.Waz er vor gepunden ser,Si punden in noch dreistund mer.30Den peyffer hiess man aber dönen.Haltab, haltab, wurdens hönen.Die sper si under drukten,** Ir ruggen sey do smuktenHinter die schilt vil werleich35*** Und ranten also erleich,Daz zwo ofenchrukenVielend hin ze stuken,Des muost der ofner do engelten.Fluochend ward er und auch schelten40Umb seyn chruken bäyde.Bertschi jach: Hab dir nit laide!Ich wil dir geben häw und stro,Pring mir ander chruken zwo!Daz waz so schier geschehen.5cTriefnas sprach: Nu schol man sehen,frawen dienen chan.Den gast so rant er wider an,Herrn Neytharten des do verdross,5Er gab dem minner einen stoss,Daz man in selten mer hiet funden.Do waz er also stark gepunden,Daz er mit käinir gepardeMocht chümen von dem phärde.10Daz cham alz zuo seinen schanden,Hangend ward er in den pandenDer merhen auf die hüfe,Ob ich es rechte brüfe,Ze hart ym an der selben vart15Gestrigelt ward sein har und bart,Und wär man ym ze hilf nit chomen,Daz schläpfen hiet im sel benomen,Doch ward ym von we geswinden.Secht, do ward er erst enphinden,20Daz Chuoncz ym vor gesaget hiet,Do er ze lesten von ym schied.Die frawen schreuwen, daz es clanch:Helm ab, helm ab! waz ir gesanch.Daz pheiffen was vil gar gelegen.25Wes scholten do die andern phlegen?Daz muogt es äigenleichen wissen.Sey heten sich vil nach beschissenVon rechter forcht, die si do hieten.Si wolten sich des schimphes nieten.30Dennocht sprach her Lechspiss:Des lebens seyn wir noch gewissUnd möchtin dar zuo er bejagen,Hietin wir den gast erschlagen.Unser sind noch vier beliben.35Schölten wir nit eim gesigen,So wär doch ubel, daz wir ässinOder zuo Lappenhausen sässin.Dar umb so schüllen wir nu reytenMit ein ander und nit payten40Auf den schalk mit plossen swertenUnd in von ein ander serten.5dDo sprach Jächel Grabinsgaden:Des rat was selten ie an schaden,Dar umb ich dir nit volgen wil.Des frewt sich Pencza Trinkavil.5Jo, sprach Heinczo mit der gäiss:Er achtet unsz nit einen schäiss.Mich dunkt, er sey ein fuchs wild,Den zagel fürt er an dem schilt.Der täidinch waz so vil beschehen,10Daz sich her Neythart ward versehen,Si gtörsten nit mer stechen,Die forht wolt er in brechenUnd auch geben künen sin.Fliehent macht er sich do hin.15Secht do huob sich söleich jagen,Man chönd euchs nimmer gar gesagen,Und ein schreyen nach dem gast,Man hört es uber drey rast.Ze eylen waz in also not,20Daz sich ir zwen ervielen ztot.Do daz die andern sahen,Si liessen von irm gahen.Die sünd die ward seu reuwen,Si ruoften nach mit treuwen:25Lieber herr von frömden landen,Behütend uns vor bosen schanden,Vergebt uns unser bosshait!Sey reuwt uns ser und ist uns läid,Wen wir nu trun enphinden wol,30Ir seyt des heiligen gaistes vol.Des ward der gast von herzen fro,Gen in so cheret er sich doUnd sprach mit senftem herczen:Got büs euch allen smerczen35Und vergeb euch ewer sünde,** Doch für wars ich euch daz kündeNach der häiligen geschrifte sag,Die sund ich nit vergeben magAne reuw und peicht und puoss,40Die der sunder tuon muossGänczleich ane falschechäitDaz sey euch von mir gesäit.6*** Erst do vieng sich an ein reuwen,Sy worden iren herczen pleuwenAlso ser, daz in daz bluotZe mund und nasen aus schluog.5Ir wäinen daz was gross.Hainczo gab ym einen stoss,Daz er zuo der erden sanch.Von rehter andacht ward er chrank.Lechspiss der sach auf zuo got,10Es waz ym chomen aus dem spot,Er ruoffet laut mit ganczer macht:Hergot gib mir sinn und chraft,Daz ich meiner sunden ledig werdeUnd so nit var von diser erde,15Sam Pencz und Jächel sind verschaidenAlz lästerleich auf diser häyden.Dar nach er gen dem ritter gieUnd näygt sich nider auf die chnieAlso treuleich in den plan,20Er mocht die pain zerprosten han.Auf ruoft er: Mein lieber herr,Hört mein sünd durch Marien erUnd gebt mir auch der buoss genuog!Ich han gesündet ane fuog.25Her Neythart in dem grünen grasDen pauren do ze peychte sas,Ein crucz er machet über seyUnd sprach: Got schaff euch sorgen frey!Gen Lechspiss er sich keret do30Und sprach: Durch got, der haw und stroGeschaffen hat, und durch den gäist,Sag mir alles, daz du wäist!Also huob mein Leckspiss anUnd sprach: Ich pin ein schuldig man35Und han gesündet aus der massWider euch auf diser strass.Noch gedenk ich, sam er sprach,Einer sünd, die gester gschach,Die ist läider also gros,40Daz ich mich an der zungen stoss6bUnd wäiss nit, ob ichs sagen schol;Doch getraw ich euch so wol,Daz irs nit fürbas pringet,Daz mich mein andacht zwinget,5Euch ze sagen an gotes stat.Wie erstleichen er in des patt,Her Neythart sprach vil taugen:Du scholt mir daz gelauben,Daz mir war von herczen läit,10Scholt ich meine phaffhäitMit deiner peychte so verliesen.E wolt ich den tot herkiesen.Sag mir freyleich deine sünd,Wilt du werden gottes fründ.15Lechspiss zuo seinr peychte cham,Doch zittert er vor sünden schamUnd sprach: So wil ichs sagenUnd wil dar an nit verzagen.Herr, mein weib, nu we, nu we,20Ich gtar euch nit gesagen me.Es ist ein so grösseu sünd,Daz ichs euch nit gerne künd.Der peychter aber gen ym sprach:Got nem dir alles ungemach,25Lieber sün! Du fürcht dir nicht!So werd ich heüt ein böswicht,Sag ich ieman deynen sin,So ich alters aünig pin.Lechspiss daz nit recht vernam,30Dar umb so huob er wider an:Herr, mein weib ist nit gar lanch,Dar um so nam sey einen banch,Mit iren paynen sey dar auf stäig,Ein stuch sey ab dem bachen snäyd.35Do ich des nu innen wart,Geschlichen kam ich an die vartUnd zucht den stuol so schon von stat,Daz sey reht an dem ruggen glag.Daz gwändel huob ich ir do auf40Und chust sey dreistund in den bauch.Her Neythart smieren do began,Er sprach: Sim, phü dich, böser man!6cWes hast du wütreich dich gezigen?Sel und leib so gar verstigen?Deiner sünd der ist also vil,Daz ich dich nit enledigen wil,5Noch enkan dir bessers sagen,Du muost dich zuo dem bischolf draben.** Daz sagt er ym nit ane sachHer Neythart do der gumppelphaff,Der ym gedâcht in seinem muot:10Böser schimph ward nie guot,Mit der sel ist nit ze scherczen,Ich wäiss daz wol in meinem herczenNach der wäisen lere sag,Daz ich in nit gelösen mag15Noch gepinden gäistechleich,So mag er auch nit sicherleichSeyneu sünd eim läyen sagen,So er priester mag gehaben.*** Lechspiss macht sich dannen.20Do cham do her gegangenHeinczo der vil reuwig man,Seineu peycht die huob er anUnd sprach: Mein herr, helft mier aus not!Ich han gesundet in den tot,25Ich hab auch gottes huld verlorn.So we mir, daz ich ie gepornWard hie auf diser erde.Do sprach der Neythart werde:** Sym, sün, du scholt nit so verzagen.30Ich wil daz für wâr sagenGottes herbarmherczichchaitIst so michel und so bräit,Daz nie chain sünd so grosse wart,Si wurd vergeben an der vart,35Wolcz den menschen ruwenVon grunt mit ganczen treuwen.*** Da mit so huob mein Heinczo anUnd saget, waz er hiet getan.Er sprach: Mein herr, es ist ein schand;40Gestern fuor ich über landBis daz ich cham zu einem bach,6dDo huob sich läid und ungemach.Aufzeschlauffen mich verdrossUnd durch ze watten also bloss,So wolt ich auch nit wider keren5Und mein gelt umb süst verzeren.Secht do vand ich dört ein kuo,Die fuort ich bey den orn hin zuo,Ich stäig auf sey und räyt hin an,Bis daz ich durch daz wasser cham.10Ir fäyger keczer, sprach der ritter,Daz euch der übel tod der bitterNemen müss, ir böser man!Ir möcht nit wirser han getan.Ich sag dirs nit aus einem trauwm,15Du muost dich machen hin gen RomMit henden und mit füessen,Wilt du dein sünde büssen.Also macht sich Häincz do hinGen Rom, daz waz sein ungewin.20Lechspiss hincz zum bischolff trat,Daz ward ym in dem sekel schad.Neythart gab in seinen segen.Ewer müss der tiefel phlegen,Got geb euch payden smerczen,25Sprach er in dem herczen.Do mit so stuond er von der peycht,Sam ein pruoder ungewäicht.Mit dem so kam da her gerittenTriefnas schon auf einem schlitten.30Den gast besorgt er vast und ser.Er sprach: Mein lieber juncherr,Hab ich wider euch getan,Daz schölt ir mir nu faren lânDurch den uberreichen got35Und râten mir an allen spot,Ob ich schüll hofierenFurbas mit turnieren,Mit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.40** Darzuo sprach her Neythart:Mich dunkt, du säyst von hoher art7Ein degen chün mit deinem leib.Ist, daz du nemen wilt ein weibZuo der e, ich dir daz chünd,Du macht ir dienen ane sünd,5*** Und dar zuo wil ich helffen dirZuo dem besten, glaub es mir!Dar zuo wil ich dir vergebenAlz, daz du pey deinem lebenHâst begangen wider mich.10Dar umb, du freyer held, vergich,Waz dunket dich in deinem muotWol getan umb er und um guot?Des dankt ym Bertschi so zehant.So wol, daz ich euch ie derchant,15Sprach er zuo dem NeythartUnd swuor ym auf sein lesten vart,Daz er Mäczen näm zun eren,Scholt er joch de bruoch verzeren.Da mit so wurdens jausen20Hin wider zLappenhausen,Sam ein bleiens fögelleyn,Und châmend zuo den gsellen sein,Der wârend dännoch sechs beliben.Bertschi sprach: Ich sey gestigen,25Es müss noch sein gehofieretUnd ritterleich geturnieretDurch deu lieben Mäczen mein.Ir kayner wolt der zag sein,Si sprachen alle: Nu hin, daz sey!30Do mit so huob sich ein geschrayTurnierens trun wir müssen kosten,Scholtin wir joch all zerchnosten.Wistin wirs nur an ze keren!Her Neythart sprach: Ich wil euch leren35Eygenleich mit ganzer treuw.In dem spil pin ich nit new.Des benügtend sie sich alleUnd schrewen auf mit schalle:Got hât uns seinen engel gsant,40Einen man von fremdem landDar zuo so sein wier ghäilet.7bVil schier si wurden getäyletNâch her Neytharts redenIn zwäy täil gar eben.In dem ersten täile waz5Er und Bertschi Triefnas,Burkhart mit dem überpäynUnd der wütend Eysengrayn.In dem andern was der twergChuoncz vom Stadel der vil werd,10Chnocz und Troll die herren.Für wârs möcht ich des sweren,Daz chäin turner nie so schierGtäilt wart sam die vier und vier.** Her Neythart huob an ze sprechen:15Der turner und daz stechenSind nit erdâcht um daz allain,Daz man hofierr den frawen räyn,Sey sein auch dar zuo jo gemacht,Daz man da mit die ritterschafft20Erzäig und dar zuo lerne.Dar umb so schült ir gerneÜben euch in sölhen dingen,Daz euch destofter werd gelingenIn ernst und auch in streitten.25Stechen lert uns reytenCreftichcleichen mit dem sper.Dar zuo so hilf der turnerDaz swert vil ritterleichen füren,Fleisch und päyn und eysen rüren.30*** Si sprachen all: Gelobt sey CristUnd alles, daz ym hymel ist!Tuon wil wellen, waz wir schullenUnd ewer gpott mit ernst herfüllen.** Her Neythart aber redet do:35Ewer eren pin ich fro,Dar umb wir schüllen wellenZwey unter uns gesellenVon part und widerparteZuo zaumern an der varte,40Die habend anders nit ze schaffen,Dan hin und her im turner gaffen,Ob si vinden unter allen,7cDie man schlahen sol mit schallen.Die selben schullen sie ziehenPay dem zaum, daz si nit fliehenMügen so geswinde,5Bis daz daz ander gsindeDer ir geschellschaft chäm hernachUnd in umb und umbe fâchUnd dar zuo schlahi, doch nit hert,Oder schüphi von dem phert;10Und ist, daz si in vellen,So schol er dar so zellenPhenning vier und nit der bösen,Wil er seinen esel lösen.Die red geviel in allen wol,15Doch ruoften si, mit we man scholDie gezäumpten gsellen treffen,Mit schlagen und mit stechen.Des antwürt in her Neythart so:Mit pengeln gstriket aus dem stro.20Si ruoften laut: Wie guot, wie guot!Dis stro uns chlainen schaden tuot.* Da mit so wurden aus herwelt*** Chnocz und Burkhart, und gezeltFür ir zäumer also gemäyn.25Yeder täil macht sich allainZu eim winkel also drâtUnd wurden unter in ze rât,Uber welh der turner gieng.Do mit her Burkhart an vieng30Und sprach: Enkäinr ist schlahens werd,Denn der hürrensun der twerg,Der den ärs wüscht an daz phayt.Daz schol uns allen wesen läid.Daz dunket Bertschin nit gar guot.35Er sprach: Mich dunkt in meinem muot,Daz wir schüllen streichenChunczen haut die weichen,Wan er in der kyrchen stanchÜber aller unserr danch.40Eysengräin hin wider säyt:Daz wär mir umb den Chuonczen läid.7dIst nit waiger, daz wir TrollenSchllahin uber seinen schollen,Der die leut und lande läichtUnd dar zuo in daz pette säicht?5Des selben râtes wârens froUnd sprachen all: Dem sey also!Chnocz im andern winkel sprach:Went ir hörren, was geschach?Es ist geleich, sam ich es sag,10Das an einem sunnentagEysengrein den seinen stallMistet, daz es uber allSmecht in der gassen.Dar umb man scholl in vassen15Pay dem hâr und pey dem part,Daz ym sein misten chüm ze hart.Daz mocht dem twergen nit behagen.Er sprach: Ein anders wil ich sagen,Des ich so mich nu han bedacht.20Der gast der hat uns hie zuo pracht.Dem gast dem schüllen wir geltenMit schlahen und mit schelten.Do daz der Troll erhörret,Die red waz gar zerstörret.25Er sprach: Her twerg, ir seit nit werd,Daz ir habt erd und tal und perg.Wist ir nit, waz überlastWir haben glitten von dem gastNur von unsern schulden?30Nu sein wier chomen zhulden;Scholten wir nu daz verscheissen?E wolt ich dirs hâr zerreissen.Der rede ward den twerg verdriessen.Er sprach: Du chanst wol pölcz schiessen,35So werd ich heut erstochen.Die schand muoss sein gerochen.Do mit si in die messer griffen,Die warend neulech wol geschliffen.Chuoncz der schre: Drucz, morder, drucz!40Iedem gab er einen smuczUnd schied si von einander bäid.Er sprach: Mir ist dicz ding läid;8Wolt ir treiben disen täil,** Daz macht uns allen unhäil.Wir muossen uns zunanner haben,Wollen wir die er bejagen.5*** Da mit so was ein frid geschehen.Cuonczo der ward furbas jehen:Mich dunkt in meinem sinne,Der schimp chöm von der minne.Den minner, daz ist Triefnas,10Schüllen wir bezalen bas.Dar zuo so hab ich funden,Daz Bertschi hat geschundenEin kaczen mit der tenggen hand,Daz ist ein laster und ein schand.15Des selben râtes wârens froUnd schreuwen all: Dem sey also!Aus den winkeln sey do drungenUnd santend bäidenthalben einen jungen,Daz er scholt die gloggen leuten,20Die den turner wurd beteuten.Secht, daz was so schier geschehen!We was fröden hiet man gsehenMit singen und mit swaczenUnter den torffmäczen!25
Daz mocht in layder nicht gefromen.Bertschin tet der spot we.Er sprach: Nu chla la laff nit me!Wie drat er seinen helm auf band!40Daz sper er vasset in die hant,Eylen wolt er gen dem manUnd in der herberg rayten an,Do stiess sichs phert, ich wäiss nit wie,5bÜber ein ärws, daz ym die chnieZuo der erden sunken,Sam es nit hiet getrunken.Triefnas über und über viel5Also hart auf seinen giel,Daz er wainet und auch gräin.Er fluochet allen frawen rain:Ir gunten, koczen, bösen breken,Daz euch der ubel tot müss streken10Um die marter, die ich duldNit anders dann umb ewer huld.War zuo habt es mich nuo pracht?Her widerumb er do gedachtAn frawn Mäczleins wirdichayt,15Vil drât er swäig, ez waz im layt,Ein anders gsanch do huob er an:So sey ich nit ein biderman,Frâwen gnad wil ich derwerbenScholt ich vierstund dar uber sterben.20Uber sich so ward er sehenUnd schrein: Mir ist nit recht geschehen,Helft mir in den sattel wider!Und stech ich in dann nit da nider,So sprecht, daz ich ein esel sey.25Also châmen ir wol dreyUnd hulffen do dem chünen man,Daz er auf die merhen cham.Waz er vor gepunden ser,Si punden in noch dreistund mer.30Den peyffer hiess man aber dönen.Haltab, haltab, wurdens hönen.Die sper si under drukten,** Ir ruggen sey do smuktenHinter die schilt vil werleich35*** Und ranten also erleich,Daz zwo ofenchrukenVielend hin ze stuken,Des muost der ofner do engelten.Fluochend ward er und auch schelten40Umb seyn chruken bäyde.Bertschi jach: Hab dir nit laide!Ich wil dir geben häw und stro,Pring mir ander chruken zwo!Daz waz so schier geschehen.5cTriefnas sprach: Nu schol man sehen,frawen dienen chan.Den gast so rant er wider an,Herrn Neytharten des do verdross,5Er gab dem minner einen stoss,Daz man in selten mer hiet funden.Do waz er also stark gepunden,Daz er mit käinir gepardeMocht chümen von dem phärde.10Daz cham alz zuo seinen schanden,Hangend ward er in den pandenDer merhen auf die hüfe,Ob ich es rechte brüfe,Ze hart ym an der selben vart15Gestrigelt ward sein har und bart,Und wär man ym ze hilf nit chomen,Daz schläpfen hiet im sel benomen,Doch ward ym von we geswinden.Secht, do ward er erst enphinden,20Daz Chuoncz ym vor gesaget hiet,Do er ze lesten von ym schied.Die frawen schreuwen, daz es clanch:Helm ab, helm ab! waz ir gesanch.Daz pheiffen was vil gar gelegen.25Wes scholten do die andern phlegen?Daz muogt es äigenleichen wissen.Sey heten sich vil nach beschissenVon rechter forcht, die si do hieten.Si wolten sich des schimphes nieten.30Dennocht sprach her Lechspiss:Des lebens seyn wir noch gewissUnd möchtin dar zuo er bejagen,Hietin wir den gast erschlagen.Unser sind noch vier beliben.35Schölten wir nit eim gesigen,So wär doch ubel, daz wir ässinOder zuo Lappenhausen sässin.Dar umb so schüllen wir nu reytenMit ein ander und nit payten40Auf den schalk mit plossen swertenUnd in von ein ander serten.5dDo sprach Jächel Grabinsgaden:Des rat was selten ie an schaden,Dar umb ich dir nit volgen wil.Des frewt sich Pencza Trinkavil.5Jo, sprach Heinczo mit der gäiss:Er achtet unsz nit einen schäiss.Mich dunkt, er sey ein fuchs wild,Den zagel fürt er an dem schilt.Der täidinch waz so vil beschehen,10Daz sich her Neythart ward versehen,Si gtörsten nit mer stechen,Die forht wolt er in brechenUnd auch geben künen sin.Fliehent macht er sich do hin.15Secht do huob sich söleich jagen,Man chönd euchs nimmer gar gesagen,Und ein schreyen nach dem gast,Man hört es uber drey rast.Ze eylen waz in also not,20Daz sich ir zwen ervielen ztot.Do daz die andern sahen,Si liessen von irm gahen.Die sünd die ward seu reuwen,Si ruoften nach mit treuwen:25Lieber herr von frömden landen,Behütend uns vor bosen schanden,Vergebt uns unser bosshait!Sey reuwt uns ser und ist uns läid,Wen wir nu trun enphinden wol,30Ir seyt des heiligen gaistes vol.Des ward der gast von herzen fro,Gen in so cheret er sich doUnd sprach mit senftem herczen:Got büs euch allen smerczen35Und vergeb euch ewer sünde,** Doch für wars ich euch daz kündeNach der häiligen geschrifte sag,Die sund ich nit vergeben magAne reuw und peicht und puoss,40Die der sunder tuon muossGänczleich ane falschechäitDaz sey euch von mir gesäit.6*** Erst do vieng sich an ein reuwen,Sy worden iren herczen pleuwenAlso ser, daz in daz bluotZe mund und nasen aus schluog.5Ir wäinen daz was gross.Hainczo gab ym einen stoss,Daz er zuo der erden sanch.Von rehter andacht ward er chrank.Lechspiss der sach auf zuo got,10Es waz ym chomen aus dem spot,Er ruoffet laut mit ganczer macht:Hergot gib mir sinn und chraft,Daz ich meiner sunden ledig werdeUnd so nit var von diser erde,15Sam Pencz und Jächel sind verschaidenAlz lästerleich auf diser häyden.Dar nach er gen dem ritter gieUnd näygt sich nider auf die chnieAlso treuleich in den plan,20Er mocht die pain zerprosten han.Auf ruoft er: Mein lieber herr,Hört mein sünd durch Marien erUnd gebt mir auch der buoss genuog!Ich han gesündet ane fuog.25Her Neythart in dem grünen grasDen pauren do ze peychte sas,Ein crucz er machet über seyUnd sprach: Got schaff euch sorgen frey!Gen Lechspiss er sich keret do30Und sprach: Durch got, der haw und stroGeschaffen hat, und durch den gäist,Sag mir alles, daz du wäist!Also huob mein Leckspiss anUnd sprach: Ich pin ein schuldig man35Und han gesündet aus der massWider euch auf diser strass.Noch gedenk ich, sam er sprach,Einer sünd, die gester gschach,Die ist läider also gros,40Daz ich mich an der zungen stoss6bUnd wäiss nit, ob ichs sagen schol;Doch getraw ich euch so wol,Daz irs nit fürbas pringet,Daz mich mein andacht zwinget,5Euch ze sagen an gotes stat.Wie erstleichen er in des patt,Her Neythart sprach vil taugen:Du scholt mir daz gelauben,Daz mir war von herczen läit,10Scholt ich meine phaffhäitMit deiner peychte so verliesen.E wolt ich den tot herkiesen.Sag mir freyleich deine sünd,Wilt du werden gottes fründ.15Lechspiss zuo seinr peychte cham,Doch zittert er vor sünden schamUnd sprach: So wil ichs sagenUnd wil dar an nit verzagen.Herr, mein weib, nu we, nu we,20Ich gtar euch nit gesagen me.Es ist ein so grösseu sünd,Daz ichs euch nit gerne künd.Der peychter aber gen ym sprach:Got nem dir alles ungemach,25Lieber sün! Du fürcht dir nicht!So werd ich heüt ein böswicht,Sag ich ieman deynen sin,So ich alters aünig pin.Lechspiss daz nit recht vernam,30Dar umb so huob er wider an:Herr, mein weib ist nit gar lanch,Dar um so nam sey einen banch,Mit iren paynen sey dar auf stäig,Ein stuch sey ab dem bachen snäyd.35Do ich des nu innen wart,Geschlichen kam ich an die vartUnd zucht den stuol so schon von stat,Daz sey reht an dem ruggen glag.Daz gwändel huob ich ir do auf40Und chust sey dreistund in den bauch.Her Neythart smieren do began,Er sprach: Sim, phü dich, böser man!6cWes hast du wütreich dich gezigen?Sel und leib so gar verstigen?Deiner sünd der ist also vil,Daz ich dich nit enledigen wil,5Noch enkan dir bessers sagen,Du muost dich zuo dem bischolf draben.** Daz sagt er ym nit ane sachHer Neythart do der gumppelphaff,Der ym gedâcht in seinem muot:10Böser schimph ward nie guot,Mit der sel ist nit ze scherczen,Ich wäiss daz wol in meinem herczenNach der wäisen lere sag,Daz ich in nit gelösen mag15Noch gepinden gäistechleich,So mag er auch nit sicherleichSeyneu sünd eim läyen sagen,So er priester mag gehaben.*** Lechspiss macht sich dannen.20Do cham do her gegangenHeinczo der vil reuwig man,Seineu peycht die huob er anUnd sprach: Mein herr, helft mier aus not!Ich han gesundet in den tot,25Ich hab auch gottes huld verlorn.So we mir, daz ich ie gepornWard hie auf diser erde.Do sprach der Neythart werde:** Sym, sün, du scholt nit so verzagen.30Ich wil daz für wâr sagenGottes herbarmherczichchaitIst so michel und so bräit,Daz nie chain sünd so grosse wart,Si wurd vergeben an der vart,35Wolcz den menschen ruwenVon grunt mit ganczen treuwen.*** Da mit so huob mein Heinczo anUnd saget, waz er hiet getan.Er sprach: Mein herr, es ist ein schand;40Gestern fuor ich über landBis daz ich cham zu einem bach,6dDo huob sich läid und ungemach.Aufzeschlauffen mich verdrossUnd durch ze watten also bloss,So wolt ich auch nit wider keren5Und mein gelt umb süst verzeren.Secht do vand ich dört ein kuo,Die fuort ich bey den orn hin zuo,Ich stäig auf sey und räyt hin an,Bis daz ich durch daz wasser cham.10Ir fäyger keczer, sprach der ritter,Daz euch der übel tod der bitterNemen müss, ir böser man!Ir möcht nit wirser han getan.Ich sag dirs nit aus einem trauwm,15Du muost dich machen hin gen RomMit henden und mit füessen,Wilt du dein sünde büssen.Also macht sich Häincz do hinGen Rom, daz waz sein ungewin.20Lechspiss hincz zum bischolff trat,Daz ward ym in dem sekel schad.Neythart gab in seinen segen.Ewer müss der tiefel phlegen,Got geb euch payden smerczen,25Sprach er in dem herczen.Do mit so stuond er von der peycht,Sam ein pruoder ungewäicht.Mit dem so kam da her gerittenTriefnas schon auf einem schlitten.30Den gast besorgt er vast und ser.Er sprach: Mein lieber juncherr,Hab ich wider euch getan,Daz schölt ir mir nu faren lânDurch den uberreichen got35Und râten mir an allen spot,Ob ich schüll hofierenFurbas mit turnieren,Mit sagen und mit singenUnd auch mit andern dingen.40** Darzuo sprach her Neythart:Mich dunkt, du säyst von hoher art7Ein degen chün mit deinem leib.Ist, daz du nemen wilt ein weibZuo der e, ich dir daz chünd,Du macht ir dienen ane sünd,5*** Und dar zuo wil ich helffen dirZuo dem besten, glaub es mir!Dar zuo wil ich dir vergebenAlz, daz du pey deinem lebenHâst begangen wider mich.10Dar umb, du freyer held, vergich,Waz dunket dich in deinem muotWol getan umb er und um guot?Des dankt ym Bertschi so zehant.So wol, daz ich euch ie derchant,15Sprach er zuo dem NeythartUnd swuor ym auf sein lesten vart,Daz er Mäczen näm zun eren,Scholt er joch de bruoch verzeren.Da mit so wurdens jausen20Hin wider zLappenhausen,Sam ein bleiens fögelleyn,Und châmend zuo den gsellen sein,Der wârend dännoch sechs beliben.Bertschi sprach: Ich sey gestigen,25Es müss noch sein gehofieretUnd ritterleich geturnieretDurch deu lieben Mäczen mein.Ir kayner wolt der zag sein,Si sprachen alle: Nu hin, daz sey!30Do mit so huob sich ein geschrayTurnierens trun wir müssen kosten,Scholtin wir joch all zerchnosten.Wistin wirs nur an ze keren!Her Neythart sprach: Ich wil euch leren35Eygenleich mit ganzer treuw.In dem spil pin ich nit new.Des benügtend sie sich alleUnd schrewen auf mit schalle:Got hât uns seinen engel gsant,40Einen man von fremdem landDar zuo so sein wier ghäilet.7bVil schier si wurden getäyletNâch her Neytharts redenIn zwäy täil gar eben.In dem ersten täile waz5Er und Bertschi Triefnas,Burkhart mit dem überpäynUnd der wütend Eysengrayn.In dem andern was der twergChuoncz vom Stadel der vil werd,10Chnocz und Troll die herren.Für wârs möcht ich des sweren,Daz chäin turner nie so schierGtäilt wart sam die vier und vier.** Her Neythart huob an ze sprechen:15Der turner und daz stechenSind nit erdâcht um daz allain,Daz man hofierr den frawen räyn,Sey sein auch dar zuo jo gemacht,Daz man da mit die ritterschafft20Erzäig und dar zuo lerne.Dar umb so schült ir gerneÜben euch in sölhen dingen,Daz euch destofter werd gelingenIn ernst und auch in streitten.25Stechen lert uns reytenCreftichcleichen mit dem sper.Dar zuo so hilf der turnerDaz swert vil ritterleichen füren,Fleisch und päyn und eysen rüren.30*** Si sprachen all: Gelobt sey CristUnd alles, daz ym hymel ist!Tuon wil wellen, waz wir schullenUnd ewer gpott mit ernst herfüllen.** Her Neythart aber redet do:35Ewer eren pin ich fro,Dar umb wir schüllen wellenZwey unter uns gesellenVon part und widerparteZuo zaumern an der varte,40Die habend anders nit ze schaffen,Dan hin und her im turner gaffen,Ob si vinden unter allen,7cDie man schlahen sol mit schallen.Die selben schullen sie ziehenPay dem zaum, daz si nit fliehenMügen so geswinde,5Bis daz daz ander gsindeDer ir geschellschaft chäm hernachUnd in umb und umbe fâchUnd dar zuo schlahi, doch nit hert,Oder schüphi von dem phert;10Und ist, daz si in vellen,So schol er dar so zellenPhenning vier und nit der bösen,Wil er seinen esel lösen.Die red geviel in allen wol,15Doch ruoften si, mit we man scholDie gezäumpten gsellen treffen,Mit schlagen und mit stechen.Des antwürt in her Neythart so:Mit pengeln gstriket aus dem stro.20Si ruoften laut: Wie guot, wie guot!Dis stro uns chlainen schaden tuot.* Da mit so wurden aus herwelt*** Chnocz und Burkhart, und gezeltFür ir zäumer also gemäyn.25Yeder täil macht sich allainZu eim winkel also drâtUnd wurden unter in ze rât,Uber welh der turner gieng.Do mit her Burkhart an vieng30Und sprach: Enkäinr ist schlahens werd,Denn der hürrensun der twerg,Der den ärs wüscht an daz phayt.Daz schol uns allen wesen läid.Daz dunket Bertschin nit gar guot.35Er sprach: Mich dunkt in meinem muot,Daz wir schüllen streichenChunczen haut die weichen,Wan er in der kyrchen stanchÜber aller unserr danch.40Eysengräin hin wider säyt:Daz wär mir umb den Chuonczen läid.7dIst nit waiger, daz wir TrollenSchllahin uber seinen schollen,Der die leut und lande läichtUnd dar zuo in daz pette säicht?5Des selben râtes wârens froUnd sprachen all: Dem sey also!Chnocz im andern winkel sprach:Went ir hörren, was geschach?Es ist geleich, sam ich es sag,10Das an einem sunnentagEysengrein den seinen stallMistet, daz es uber allSmecht in der gassen.Dar umb man scholl in vassen15Pay dem hâr und pey dem part,Daz ym sein misten chüm ze hart.Daz mocht dem twergen nit behagen.Er sprach: Ein anders wil ich sagen,Des ich so mich nu han bedacht.20Der gast der hat uns hie zuo pracht.Dem gast dem schüllen wir geltenMit schlahen und mit schelten.Do daz der Troll erhörret,Die red waz gar zerstörret.25Er sprach: Her twerg, ir seit nit werd,Daz ir habt erd und tal und perg.Wist ir nit, waz überlastWir haben glitten von dem gastNur von unsern schulden?30Nu sein wier chomen zhulden;Scholten wir nu daz verscheissen?E wolt ich dirs hâr zerreissen.Der rede ward den twerg verdriessen.Er sprach: Du chanst wol pölcz schiessen,35So werd ich heut erstochen.Die schand muoss sein gerochen.Do mit si in die messer griffen,Die warend neulech wol geschliffen.Chuoncz der schre: Drucz, morder, drucz!40Iedem gab er einen smuczUnd schied si von einander bäid.Er sprach: Mir ist dicz ding läid;8Wolt ir treiben disen täil,** Daz macht uns allen unhäil.Wir muossen uns zunanner haben,Wollen wir die er bejagen.5*** Da mit so was ein frid geschehen.Cuonczo der ward furbas jehen:Mich dunkt in meinem sinne,Der schimp chöm von der minne.Den minner, daz ist Triefnas,10Schüllen wir bezalen bas.Dar zuo so hab ich funden,Daz Bertschi hat geschundenEin kaczen mit der tenggen hand,Daz ist ein laster und ein schand.15Des selben râtes wârens froUnd schreuwen all: Dem sey also!Aus den winkeln sey do drungenUnd santend bäidenthalben einen jungen,Daz er scholt die gloggen leuten,20Die den turner wurd beteuten.Secht, daz was so schier geschehen!We was fröden hiet man gsehenMit singen und mit swaczenUnter den torffmäczen!25
Daz mocht in layder nicht gefromen.
Bertschin tet der spot we.
Er sprach: Nu chla la laff nit me!
Wie drat er seinen helm auf band!40
Daz sper er vasset in die hant,
Eylen wolt er gen dem man
Und in der herberg rayten an,
Do stiess sichs phert, ich wäiss nit wie,5b
Über ein ärws, daz ym die chnie
Zuo der erden sunken,
Sam es nit hiet getrunken.
Triefnas über und über viel5
Also hart auf seinen giel,
Daz er wainet und auch gräin.
Er fluochet allen frawen rain:
Ir gunten, koczen, bösen breken,
Daz euch der ubel tot müss streken10
Um die marter, die ich duld
Nit anders dann umb ewer huld.
War zuo habt es mich nuo pracht?
Her widerumb er do gedacht
An frawn Mäczleins wirdichayt,15
Vil drât er swäig, ez waz im layt,
Ein anders gsanch do huob er an:
So sey ich nit ein biderman,
Frâwen gnad wil ich derwerben
Scholt ich vierstund dar uber sterben.20
Uber sich so ward er sehen
Und schrein: Mir ist nit recht geschehen,
Helft mir in den sattel wider!
Und stech ich in dann nit da nider,
So sprecht, daz ich ein esel sey.25
Also châmen ir wol drey
Und hulffen do dem chünen man,
Daz er auf die merhen cham.
Waz er vor gepunden ser,
Si punden in noch dreistund mer.30
Den peyffer hiess man aber dönen.
Haltab, haltab, wurdens hönen.
Die sper si under drukten,
** Ir ruggen sey do smukten
Hinter die schilt vil werleich35
*** Und ranten also erleich,
Daz zwo ofenchruken
Vielend hin ze stuken,
Des muost der ofner do engelten.
Fluochend ward er und auch schelten40
Umb seyn chruken bäyde.
Bertschi jach: Hab dir nit laide!
Ich wil dir geben häw und stro,
Pring mir ander chruken zwo!
Daz waz so schier geschehen.5c
Triefnas sprach: Nu schol man sehen,
frawen dienen chan.
Den gast so rant er wider an,
Herrn Neytharten des do verdross,5
Er gab dem minner einen stoss,
Daz man in selten mer hiet funden.
Do waz er also stark gepunden,
Daz er mit käinir geparde
Mocht chümen von dem phärde.10
Daz cham alz zuo seinen schanden,
Hangend ward er in den panden
Der merhen auf die hüfe,
Ob ich es rechte brüfe,
Ze hart ym an der selben vart15
Gestrigelt ward sein har und bart,
Und wär man ym ze hilf nit chomen,
Daz schläpfen hiet im sel benomen,
Doch ward ym von we geswinden.
Secht, do ward er erst enphinden,20
Daz Chuoncz ym vor gesaget hiet,
Do er ze lesten von ym schied.
Die frawen schreuwen, daz es clanch:
Helm ab, helm ab! waz ir gesanch.
Daz pheiffen was vil gar gelegen.25
Wes scholten do die andern phlegen?
Daz muogt es äigenleichen wissen.
Sey heten sich vil nach beschissen
Von rechter forcht, die si do hieten.
Si wolten sich des schimphes nieten.30
Dennocht sprach her Lechspiss:
Des lebens seyn wir noch gewiss
Und möchtin dar zuo er bejagen,
Hietin wir den gast erschlagen.
Unser sind noch vier beliben.35
Schölten wir nit eim gesigen,
So wär doch ubel, daz wir ässin
Oder zuo Lappenhausen sässin.
Dar umb so schüllen wir nu reyten
Mit ein ander und nit payten40
Auf den schalk mit plossen swerten
Und in von ein ander serten.5d
Do sprach Jächel Grabinsgaden:
Des rat was selten ie an schaden,
Dar umb ich dir nit volgen wil.
Des frewt sich Pencza Trinkavil.5
Jo, sprach Heinczo mit der gäiss:
Er achtet unsz nit einen schäiss.
Mich dunkt, er sey ein fuchs wild,
Den zagel fürt er an dem schilt.
Der täidinch waz so vil beschehen,10
Daz sich her Neythart ward versehen,
Si gtörsten nit mer stechen,
Die forht wolt er in brechen
Und auch geben künen sin.
Fliehent macht er sich do hin.15
Secht do huob sich söleich jagen,
Man chönd euchs nimmer gar gesagen,
Und ein schreyen nach dem gast,
Man hört es uber drey rast.
Ze eylen waz in also not,20
Daz sich ir zwen ervielen ztot.
Do daz die andern sahen,
Si liessen von irm gahen.
Die sünd die ward seu reuwen,
Si ruoften nach mit treuwen:25
Lieber herr von frömden landen,
Behütend uns vor bosen schanden,
Vergebt uns unser bosshait!
Sey reuwt uns ser und ist uns läid,
Wen wir nu trun enphinden wol,30
Ir seyt des heiligen gaistes vol.
Des ward der gast von herzen fro,
Gen in so cheret er sich do
Und sprach mit senftem herczen:
Got büs euch allen smerczen35
Und vergeb euch ewer sünde,
** Doch für wars ich euch daz künde
Nach der häiligen geschrifte sag,
Die sund ich nit vergeben mag
Ane reuw und peicht und puoss,40
Die der sunder tuon muoss
Gänczleich ane falschechäit
Daz sey euch von mir gesäit.6
*** Erst do vieng sich an ein reuwen,
Sy worden iren herczen pleuwen
Also ser, daz in daz bluot
Ze mund und nasen aus schluog.5
Ir wäinen daz was gross.
Hainczo gab ym einen stoss,
Daz er zuo der erden sanch.
Von rehter andacht ward er chrank.
Lechspiss der sach auf zuo got,10
Es waz ym chomen aus dem spot,
Er ruoffet laut mit ganczer macht:
Hergot gib mir sinn und chraft,
Daz ich meiner sunden ledig werde
Und so nit var von diser erde,15
Sam Pencz und Jächel sind verschaiden
Alz lästerleich auf diser häyden.
Dar nach er gen dem ritter gie
Und näygt sich nider auf die chnie
Also treuleich in den plan,20
Er mocht die pain zerprosten han.
Auf ruoft er: Mein lieber herr,
Hört mein sünd durch Marien er
Und gebt mir auch der buoss genuog!
Ich han gesündet ane fuog.25
Her Neythart in dem grünen gras
Den pauren do ze peychte sas,
Ein crucz er machet über sey
Und sprach: Got schaff euch sorgen frey!
Gen Lechspiss er sich keret do30
Und sprach: Durch got, der haw und stro
Geschaffen hat, und durch den gäist,
Sag mir alles, daz du wäist!
Also huob mein Leckspiss an
Und sprach: Ich pin ein schuldig man35
Und han gesündet aus der mass
Wider euch auf diser strass.
Noch gedenk ich, sam er sprach,
Einer sünd, die gester gschach,
Die ist läider also gros,40
Daz ich mich an der zungen stoss6b
Und wäiss nit, ob ichs sagen schol;
Doch getraw ich euch so wol,
Daz irs nit fürbas pringet,
Daz mich mein andacht zwinget,5
Euch ze sagen an gotes stat.
Wie erstleichen er in des patt,
Her Neythart sprach vil taugen:
Du scholt mir daz gelauben,
Daz mir war von herczen läit,10
Scholt ich meine phaffhäit
Mit deiner peychte so verliesen.
E wolt ich den tot herkiesen.
Sag mir freyleich deine sünd,
Wilt du werden gottes fründ.15
Lechspiss zuo seinr peychte cham,
Doch zittert er vor sünden scham
Und sprach: So wil ichs sagen
Und wil dar an nit verzagen.
Herr, mein weib, nu we, nu we,20
Ich gtar euch nit gesagen me.
Es ist ein so grösseu sünd,
Daz ichs euch nit gerne künd.
Der peychter aber gen ym sprach:
Got nem dir alles ungemach,25
Lieber sün! Du fürcht dir nicht!
So werd ich heüt ein böswicht,
Sag ich ieman deynen sin,
So ich alters aünig pin.
Lechspiss daz nit recht vernam,30
Dar umb so huob er wider an:
Herr, mein weib ist nit gar lanch,
Dar um so nam sey einen banch,
Mit iren paynen sey dar auf stäig,
Ein stuch sey ab dem bachen snäyd.35
Do ich des nu innen wart,
Geschlichen kam ich an die vart
Und zucht den stuol so schon von stat,
Daz sey reht an dem ruggen glag.
Daz gwändel huob ich ir do auf40
Und chust sey dreistund in den bauch.
Her Neythart smieren do began,
Er sprach: Sim, phü dich, böser man!6c
Wes hast du wütreich dich gezigen?
Sel und leib so gar verstigen?
Deiner sünd der ist also vil,
Daz ich dich nit enledigen wil,5
Noch enkan dir bessers sagen,
Du muost dich zuo dem bischolf draben.
** Daz sagt er ym nit ane sach
Her Neythart do der gumppelphaff,
Der ym gedâcht in seinem muot:10
Böser schimph ward nie guot,
Mit der sel ist nit ze scherczen,
Ich wäiss daz wol in meinem herczen
Nach der wäisen lere sag,
Daz ich in nit gelösen mag15
Noch gepinden gäistechleich,
So mag er auch nit sicherleich
Seyneu sünd eim läyen sagen,
So er priester mag gehaben.
*** Lechspiss macht sich dannen.20
Do cham do her gegangen
Heinczo der vil reuwig man,
Seineu peycht die huob er an
Und sprach: Mein herr, helft mier aus not!
Ich han gesundet in den tot,25
Ich hab auch gottes huld verlorn.
So we mir, daz ich ie geporn
Ward hie auf diser erde.
Do sprach der Neythart werde:
** Sym, sün, du scholt nit so verzagen.30
Ich wil daz für wâr sagen
Gottes herbarmherczichchait
Ist so michel und so bräit,
Daz nie chain sünd so grosse wart,
Si wurd vergeben an der vart,35
Wolcz den menschen ruwen
Von grunt mit ganczen treuwen.
*** Da mit so huob mein Heinczo an
Und saget, waz er hiet getan.
Er sprach: Mein herr, es ist ein schand;40
Gestern fuor ich über land
Bis daz ich cham zu einem bach,6d
Do huob sich läid und ungemach.
Aufzeschlauffen mich verdross
Und durch ze watten also bloss,
So wolt ich auch nit wider keren5
Und mein gelt umb süst verzeren.
Secht do vand ich dört ein kuo,
Die fuort ich bey den orn hin zuo,
Ich stäig auf sey und räyt hin an,
Bis daz ich durch daz wasser cham.10
Ir fäyger keczer, sprach der ritter,
Daz euch der übel tod der bitter
Nemen müss, ir böser man!
Ir möcht nit wirser han getan.
Ich sag dirs nit aus einem trauwm,15
Du muost dich machen hin gen Rom
Mit henden und mit füessen,
Wilt du dein sünde büssen.
Also macht sich Häincz do hin
Gen Rom, daz waz sein ungewin.20
Lechspiss hincz zum bischolff trat,
Daz ward ym in dem sekel schad.
Neythart gab in seinen segen.
Ewer müss der tiefel phlegen,
Got geb euch payden smerczen,25
Sprach er in dem herczen.
Do mit so stuond er von der peycht,
Sam ein pruoder ungewäicht.
Mit dem so kam da her geritten
Triefnas schon auf einem schlitten.30
Den gast besorgt er vast und ser.
Er sprach: Mein lieber juncherr,
Hab ich wider euch getan,
Daz schölt ir mir nu faren lân
Durch den uberreichen got35
Und râten mir an allen spot,
Ob ich schüll hofieren
Furbas mit turnieren,
Mit sagen und mit singen
Und auch mit andern dingen.40
** Darzuo sprach her Neythart:
Mich dunkt, du säyst von hoher art7
Ein degen chün mit deinem leib.
Ist, daz du nemen wilt ein weib
Zuo der e, ich dir daz chünd,
Du macht ir dienen ane sünd,5
*** Und dar zuo wil ich helffen dir
Zuo dem besten, glaub es mir!
Dar zuo wil ich dir vergeben
Alz, daz du pey deinem leben
Hâst begangen wider mich.10
Dar umb, du freyer held, vergich,
Waz dunket dich in deinem muot
Wol getan umb er und um guot?
Des dankt ym Bertschi so zehant.
So wol, daz ich euch ie derchant,15
Sprach er zuo dem Neythart
Und swuor ym auf sein lesten vart,
Daz er Mäczen näm zun eren,
Scholt er joch de bruoch verzeren.
Da mit so wurdens jausen20
Hin wider zLappenhausen,
Sam ein bleiens fögelleyn,
Und châmend zuo den gsellen sein,
Der wârend dännoch sechs beliben.
Bertschi sprach: Ich sey gestigen,25
Es müss noch sein gehofieret
Und ritterleich geturnieret
Durch deu lieben Mäczen mein.
Ir kayner wolt der zag sein,
Si sprachen alle: Nu hin, daz sey!30
Do mit so huob sich ein geschray
Turnierens trun wir müssen kosten,
Scholtin wir joch all zerchnosten.
Wistin wirs nur an ze keren!
Her Neythart sprach: Ich wil euch leren35
Eygenleich mit ganzer treuw.
In dem spil pin ich nit new.
Des benügtend sie sich alle
Und schrewen auf mit schalle:
Got hât uns seinen engel gsant,40
Einen man von fremdem land
Dar zuo so sein wier ghäilet.7b
Vil schier si wurden getäylet
Nâch her Neytharts reden
In zwäy täil gar eben.
In dem ersten täile waz5
Er und Bertschi Triefnas,
Burkhart mit dem überpäyn
Und der wütend Eysengrayn.
In dem andern was der twerg
Chuoncz vom Stadel der vil werd,10
Chnocz und Troll die herren.
Für wârs möcht ich des sweren,
Daz chäin turner nie so schier
Gtäilt wart sam die vier und vier.
** Her Neythart huob an ze sprechen:15
Der turner und daz stechen
Sind nit erdâcht um daz allain,
Daz man hofierr den frawen räyn,
Sey sein auch dar zuo jo gemacht,
Daz man da mit die ritterschafft20
Erzäig und dar zuo lerne.
Dar umb so schült ir gerne
Üben euch in sölhen dingen,
Daz euch destofter werd gelingen
In ernst und auch in streitten.25
Stechen lert uns reyten
Creftichcleichen mit dem sper.
Dar zuo so hilf der turner
Daz swert vil ritterleichen füren,
Fleisch und päyn und eysen rüren.30
*** Si sprachen all: Gelobt sey Crist
Und alles, daz ym hymel ist!
Tuon wil wellen, waz wir schullen
Und ewer gpott mit ernst herfüllen.
** Her Neythart aber redet do:35
Ewer eren pin ich fro,
Dar umb wir schüllen wellen
Zwey unter uns gesellen
Von part und widerparte
Zuo zaumern an der varte,40
Die habend anders nit ze schaffen,
Dan hin und her im turner gaffen,
Ob si vinden unter allen,7c
Die man schlahen sol mit schallen.
Die selben schullen sie ziehen
Pay dem zaum, daz si nit fliehen
Mügen so geswinde,5
Bis daz daz ander gsinde
Der ir geschellschaft chäm hernach
Und in umb und umbe fâch
Und dar zuo schlahi, doch nit hert,
Oder schüphi von dem phert;10
Und ist, daz si in vellen,
So schol er dar so zellen
Phenning vier und nit der bösen,
Wil er seinen esel lösen.
Die red geviel in allen wol,15
Doch ruoften si, mit we man schol
Die gezäumpten gsellen treffen,
Mit schlagen und mit stechen.
Des antwürt in her Neythart so:
Mit pengeln gstriket aus dem stro.20
Si ruoften laut: Wie guot, wie guot!
Dis stro uns chlainen schaden tuot.
* Da mit so wurden aus herwelt
*** Chnocz und Burkhart, und gezelt
Für ir zäumer also gemäyn.25
Yeder täil macht sich allain
Zu eim winkel also drât
Und wurden unter in ze rât,
Uber welh der turner gieng.
Do mit her Burkhart an vieng30
Und sprach: Enkäinr ist schlahens werd,
Denn der hürrensun der twerg,
Der den ärs wüscht an daz phayt.
Daz schol uns allen wesen läid.
Daz dunket Bertschin nit gar guot.35
Er sprach: Mich dunkt in meinem muot,
Daz wir schüllen streichen
Chunczen haut die weichen,
Wan er in der kyrchen stanch
Über aller unserr danch.40
Eysengräin hin wider säyt:
Daz wär mir umb den Chuonczen läid.7d
Ist nit waiger, daz wir Trollen
Schllahin uber seinen schollen,
Der die leut und lande läicht
Und dar zuo in daz pette säicht?5
Des selben râtes wârens fro
Und sprachen all: Dem sey also!
Chnocz im andern winkel sprach:
Went ir hörren, was geschach?
Es ist geleich, sam ich es sag,10
Das an einem sunnentag
Eysengrein den seinen stall
Mistet, daz es uber all
Smecht in der gassen.
Dar umb man scholl in vassen15
Pay dem hâr und pey dem part,
Daz ym sein misten chüm ze hart.
Daz mocht dem twergen nit behagen.
Er sprach: Ein anders wil ich sagen,
Des ich so mich nu han bedacht.20
Der gast der hat uns hie zuo pracht.
Dem gast dem schüllen wir gelten
Mit schlahen und mit schelten.
Do daz der Troll erhörret,
Die red waz gar zerstörret.25
Er sprach: Her twerg, ir seit nit werd,
Daz ir habt erd und tal und perg.
Wist ir nit, waz überlast
Wir haben glitten von dem gast
Nur von unsern schulden?30
Nu sein wier chomen zhulden;
Scholten wir nu daz verscheissen?
E wolt ich dirs hâr zerreissen.
Der rede ward den twerg verdriessen.
Er sprach: Du chanst wol pölcz schiessen,35
So werd ich heut erstochen.
Die schand muoss sein gerochen.
Do mit si in die messer griffen,
Die warend neulech wol geschliffen.
Chuoncz der schre: Drucz, morder, drucz!40
Iedem gab er einen smucz
Und schied si von einander bäid.
Er sprach: Mir ist dicz ding läid;8
Wolt ir treiben disen täil,
** Daz macht uns allen unhäil.
Wir muossen uns zunanner haben,
Wollen wir die er bejagen.5
*** Da mit so was ein frid geschehen.
Cuonczo der ward furbas jehen:
Mich dunkt in meinem sinne,
Der schimp chöm von der minne.
Den minner, daz ist Triefnas,10
Schüllen wir bezalen bas.
Dar zuo so hab ich funden,
Daz Bertschi hat geschunden
Ein kaczen mit der tenggen hand,
Daz ist ein laster und ein schand.15
Des selben râtes wârens fro
Und schreuwen all: Dem sey also!
Aus den winkeln sey do drungen
Und santend bäidenthalben einen jungen,
Daz er scholt die gloggen leuten,20
Die den turner wurd beteuten.
Secht, daz was so schier geschehen!
We was fröden hiet man gsehen
Mit singen und mit swaczen
Unter den torffmäczen!25