Chapter 6

Dar zuo ward geschaffen,Daz man auch scholte machenEinen zaun all umb den plan.Daz waz jo also schier getânUnd dar auf scholt man prügi legen30Durch der schönen frawen wegen,Die den turner scholten sehen.Daz waz also schier geschehenAn den selben stunden.Die rekken sich verpunden,35Ein halbe chuo si frâssenUnd auf die esel sassenMit den kolben von dem stro.Doch waz her Neythartz nit also,Ich wil euch des beweisen,40Sein knüttel waz von eysen,Mit stro wol übermachet,Won er vil läides schaffet8bTaugenleichen mit gelimphAllen gesellen in dem schimph.In den plan seu ritten doNach irem alten sitten so5Mit Gunterfäyn dem pheyffer,Dem der pauch waz selten lärVon ruoben und von gersten.Also rant des erstenBertschi in dem ringe umb.10Heya he, wie gsunt, wie jungBin ich an dem herczen mein!Daz was do das jauchczen sein.Wie ritterleichen kond er reytenMit den sporen zpayden seyten!15Den kolben wand er umb daz haubt.Er ist ein narr, der mir daz glaubt.Dar nâch secht, der fröleich manMacht sich an sein art hin danZuo den seinen gsellen.20Cer ander täyl sich zstellenTrachtet an daz ander art.Hie mit sprach der gast: Daz wartZuo den chäphern von dem gäw,Die warent beschläyt von stro und häw.25Hört, ir herren dfiessen,Die portten schült ir schliessenDie abgeworffnen heft in dan!Das stet enk wol und ghört euch an.Der turner ward herhaben,30Schrenkpäum zuo geschlagen,Seu ritten in enander,Recht sam die säw von Flander,Des tämers des ward gnuog und vilIn der gmäin bis an daz zil,35Daz her Burchart Trollen vandUnd in zaümpt mit seiner hand.Er sprach: Du muost dich mit mir trabenUnd von ärs auff werden geschlagen.Do mit so sach man Chnoczen40Gen Triefnasen hoczen.Er sprach: Nu gib dich zgfangen!Es ist umb dich dergangen.Ein flieher bist du vor gesin,Dar umb so muost du leiden peyn.8cMan fuort ein hin, den andern herBesunder in dem turner.Ieder viel in sattelpogen,Er wär anders ab gezogen5Und huob sich also vast,Daz ym des atens gprast,Die päyn die schlugens untnan zemen,Daz man die ross nit kond genemen,Doch ward mans pengeln mit dem stro,10Daz die frawen schrien doVon grundauf gar ze vollen:Retta Bertschin und auch Trollen!Daz hört her Troll, es gie ym zherczen,Gen dem ritter ward er ferczen15Und sprach: Daz sey dem gast geschankt!Des ward ym ie so schier gedankt.Her Neythart pand ym ab die haubenUnd craczt, daz yms pluot von augenSchreyt, und mass im einen schlag,20Daz er do unterm esel gelag.Do mit waz er entrunnenUnd auch sein Hagen gwunnen.Her Burkhart sprach: Nu schullen wirBertschin retten: volgend mir!25Daz ist pilleich, sprachen sey.Zuo Bertschin vegtens alle drey.Do nu Triefnas hiet vernomen,Daz sein gesellen wären chomen,Starks gemüt er do gewan30Und huob auch sein gespötte an.Er sprach: Ich sicz so sanft und wol,Daz mich joch nieman retten schol.Pringt mir chäs und dar zu prot!Ich pins nahent hungers tot.35Daz prot man im vil schiere gab.Triefnas peyss ein stukke abUnd trukt es genczleich in den schlunt.Wie laut er schre: Wie guot, wie gsunt!Neythart lachen do began40Chnoczen räyt er hintnan anUnd hub in auf von seinem phert,Er warff in nider in die erd.Die chäpfer namen in hin dan,Die merhen muost er varen lan.8dDo daz Eysengreyn dersach,Es tet ym läid und ungemach,Er hiet es zstet gerochen gern,Do muost er sein von forht enbern.5Der twerg hiet sich der er verwegen,Er sprach: Sein muoss der tiefel phlegen!Mit Bertschin zfechten ist enwicht,Er hât gefressen und wir nicht.Da mit so waz der turner aus,10Den lüller hiess man trüllen auf.Do ruoffet Geri mit dem kruog:Nuwe ist sein yecz genuog.** Des antwürt ir der pharrer do:Sim so, du hürrrsun, so, du so!15Winst, es seygin hodenschleg?Daz dein der übel tiefel phleg!*** Geri gswaig, doch sprach der gast:Noch schüllen wir uns streken vastUnd in enander reyten20Mit schlahen zallen seyten.Daz häist der nachturner.Secht, do wurdens gasslent herUnd rumplen unter enanderSam wildeu swein von Flandern.25Dicz dinch verzoch sich also lanch,Bis ein nebel und ein tamphVon leuten und von phärdenSich huob von den gepärden,Also daz yeso ze hant30Nieman do den endern bkant.Erst wir mügen spüren,Ob sich her Neythart rürenChönd unter den gesellenMit schlahen und mit fellen.35Es gescach ze stunden,Daz man da hiete fundenFünf turnierer wol getanGestreket nider in den planUnd dar zuo gstossen und gschlagen.40Man hiez in chörben fuder gtragen,Daz schuoff her Neythartz pengellein,Daz da so fro win scholta sein.Dicz chond er dannocht tekenVil sanft ward er sich streken9Nider zuo den gesellen seynUnd schier: Nuwe der lunggen mein,Die in mir zerschlagen ist!Des muos ich ligen in dem mist.5Do daz die alten sahen,Gemäinchleich seu des jahen,** Daz si pey iren zeitenSo pöschleich nie gestreitenSahen, sam da was geschehen,10Scholt mans für ein ernst ersehen;Wolt mans aber zellenFür einen schimph daz vellen,So sprachens, daz seu nie chäin schimphGesahen mit dem ungelimph.15Die gsellen wurden hin getragen.*** Ein ander turner ward sich habenZwüschen eseln und den rossen,Die wurden gumpend und auch poszenSo ser, daz niemand gtorst genâhen,20Die esel und die merhen zvahen.Do schluog des Trollen HagenBertschins rüssin in den magen,Daz sey älleu vieriStrechet also schieri.25Neythartz phart schluog hyntna aufEim esel zend und zungen aus,Da mit er yeso tod gelag.Daz waz niemand also schad,Sam dem müllner von der wisen,30Der Hagen hiet von im gelihen,Und auch Chuonczen weib der Jutzen,Die von lachen und von chutzenObnen ab der prügi vielAlso hart auf iren gyel,35Daz ir die sel nit bleiben woltUnd fuor do hin, daz faren scholt.Dar um so ward ein gescray derhaben.Hört, ir tohtern und ir chnaben,Yederman far in sein haus!40Dem schimph dem ist der poden aus.Do mit so ward zerhauwen9bDer zaun, vil e dann gepawen,Schrenkpäyn nider gschlagenUnd hin und herr vertragen.Do dicz so was ergangen,5Die werlt sich macht von dannen,Ein täil so mit dem toten weib,Daz da verlor den seinen leib;Daz ward man so ze hand begraben,Daz was dem pharrer an schaden.10Der ander täil der muosset ziehenDen esel, der nit mocht gefliehen,Und in emphelhen do den raben;Daz was den wolfen ane schaden.Der leste täil, daz muoss ich jehen,15Gie da hin die recken sehen,Die so sere warent geschlagen,Dem wundarzet ane schaden.Doch mocht her Neythart nit geniesenNoch Bertschins des vil raine süssen.20Die warint also schier genesen,Sam in nie wär we gwesen,Wan her Neythart kond sein schonen,Dar umb wolt er chäym arczet lonen,So hiet der minner hohen muot,25Daz was ym zuo den wunden guot,Er hiet gesprungen und getanczet,Dar zuo gsungen und geswanczet,Do mocht ym niempt den haber tragen.Der gast der hiet sich hin getraben.30Wie chond man Trollen läid zerstören?Weder gsehen noch gehörenMocht er, noch sein smerczen chlagen,Also hart waz er geschlagen.Chuonczen waz ein straich gemessen,35Daz er tanczens hiet vergessen,Dar zuo waz ims weibe tod,Daz pracht ym jamer und auch not.Wär dem twergen bas gelungen,Wie gern er hiet mit Bertschin gsprungen!40Do mohten in die füss nit tragen,Also hart was er geschlagen.Do sprach junkherr EysengreynUnd die andern gesellen seyn:9cSwanczens chan uns nit behagen,Also hart sein wir geschlagen,Und ob joch des nu nicht emwär,So macht uns doch daz wachen swär,5So wir des morgens scholten eren,Tröschen, sneyden, mäyn und perren.Er müss dertrinken in dem kat,Der uns hier zuo ie gepraht!Dennocht Purkhart hiet gesungen10Rayns gesanch in süzzer zungen,Do moht ers nit an herczen haben,Also ser waz er geschlagen.Hie mit muost der TriefnasAünich bleyben, daz ist das,15Doch wolt er nit er lassen ab,Und dient frawn Mäczen nacht und tagMit sinnen und gedenken,Von ir mocht er nicht wenken.Des nahtes gie er alweg aus20Und schläich hin zuo irs vattern haus,Den läym den räyss er von der maurUnd peyss dar in, es waz nicht saur.Fegend ward er her und hin,Zuom türlein eyn stund ym der sin.25Weil und zit was ym ze lanch,Wie oft so huob er an und sanch:Ich wil nach dir verderben,Mäczli mein, nach dir so wil ich sterben.Da mit so schiegt er hin zum laden,30Ob ers gesehen da möcht haben.Do vand er nit, daz tet ym zorn,Also was sein gesanch verlorn.Daz träib er oft und dar zuo dik,Es half in läider nicht ein stik.35Des chroch er zuo des pheyffers hausUnd sprach: Mein lieber gesell, ste aufUnd hilf mir heynt mit deiner chunst!Ich arbäit in der minne prunst.Gunterfay der snarchelt ser,40Ym traumpts, er fischet in dem mer.Waz scholt der helde sprechen?Der hals waz ym derlechen.9dUngpitig waz mein Triefnas,Er ward dem spilman ruoffent basUnd in die haustür possenMit swäin stainen grossen,5Mit einem steken chlocht er anUnd sprach: Ste auf, biderman!In den selben sachenDer spilman begond derwachenUnd wüst auf, sam ein wilder has.10Was ist dicz und was ist das?Ward er rüffend do ze stet;Sein weib daz warff er ab dem pett,Er wand, sey hiet diss alz getan.Ir teuscherin, so sprach der man,15Wes siertst mich heint die langen nacht?Bertschi hiet do schier gelacht,Do martret in der minne gluotSo ser, daz ym die nas pluot.Do daz verran, do schluog er an,20Er gie hin dan und ruoft dem man:Ste auf durch den reichen gotUnd ge mit mir, des ist mir not.Gunterfay was zornes vol,Dar zuo hiet er getrunken wol,25Er schre: Ge fuder, merhen sun,Un chlok nit me! Daz ist dein frum.Bertschin det daz schelten weUnd daz düczen dannocht me.** Er gedocht, ich sey ein wicht,30Und betörft ich dein so nicht,Ich zerschlüg dir kalb und kuoUnd deinen ruggen auch dar zuo.Nu muoss ich singen, wie du wilt.Doch kumpt ein tag, daz ich dirs gilt.35*** Süsse red die huob er an.Zürn nicht, lieber spilman!Ich pins, Triefnas; ge mit mir!Siben haller gib ich dir.Do dis erhörret Gunterfay,40Do huob er an ein anders gschräy.Ja, mein lieber herr, seyt irs?Ich bkant euch nicht, vergebt mirs!Also stuond er auf aldo,10Die augen wüscht er mit dem stro,Er suocht die pruoch, sey was verlorn,Doch hiet er ir noch wol enborn,Wär der sekel nicht ze den stunden5An die selben pruoch gepunden,Des mocht er do nicht an gesein,Daz gelt wolt er do legen drein.Dicz suochen truwen ward so lanch,Daz Bertschi dristund auf spranch10Von rehtem zorn, den er gewan.Chümpst nicht? ruoft er zu dem man.Ja, sprach diser, so geswind,Ist daz ich die bruoch vind.Des sprach Triefnas do vil drat:15Chüm, la sten daz niderwat!Ich gib dir phenning und die täschen,Ich schenk dir pier mit sampter fläschen.Wer waz fro, dann Gunterfäy?Er acht der pruoch nicht umb ein äy20Und cham her aus gestoben,Gerumpelt und geflogenMit seinem bekkin, daz waz new.Bertschi sprach: Nu plew und plewUnd lass uns heynt hofieren!25Ich zel dir dar mit vieren,Uber al daz bekk erschal,Daz es erchnal in perg und tal.Seu chomen hin zuo Meczleins haus,Die pot den ärs zum fenster aus.30Do sprach Bertschi yeso zhant:So wol mir, daz ich ie derchantDeinen amblik wol gestalt!Halt her, liebes Maczeli, halt!Des ward den andern allen35Daz tämer missevallen,Seu hietin gerner gschlaffen,Zuo Gunterfäyn si sprachen:Wes schläist uns heint mit deinem pheyffen?Wilt, daz wir dir dhant derstrichen?40Des antwurt in der Schollentrit:Lieben Herren, zürnet nicht!10bMich dunkt, er hab ins pad gschlagen,Wier schüllen uns da hin dertraben.Schollentritten glaubt man do,Yederman der ward so fro,5Daz er also zsteiteSich huob von seinem beite,Wen seu pey allen iren tagenHäiss pad chonden nie gehaben.Gunterfayn dem lieffens nâch,10Do waz er gflohen also gâchHin mit Bertschin sam ein fiess,Daz er sich nicht do vinden liess,Des müsten sey engelten.Ward in dhayn bad ie selten,15Daz mocht in dannocht selczner sein,Da mit seu chertens wider eyn.Triefnas der was fröden vol,In daucht er hiets gschaffet wol.Wie oft so ward mein narrel jehen:20Sym, so mir ein surt, ich han sey gsehen.Sein akergen waz gar da hin,Gen Mäczellein stund ym der sin.Der andern nacht so gie er ausUnd chriemelt in irs vattern haus.25Er macht sich in den chuostalAlso leis, daz ez nicht hal,Hinderd tür er sich verparg,Bis daz Mäczli melchend ward.Er cham her für and sprach: Nu sweig,30Liebes lieb! Minn dir nit läid!Ich pins, Bertschi; ghab dich wol!Ich mach dich aller fröden vol.Mäczli do so hart dercham,Daz sey Bertschin nit vernam35Und huob an zgreinen und auch gräyn.Näyna, Mäczli, näyna, näyn!Bertschi sprach, er was nicht faul,Die hand schluog er ir für daz maul,Ein zabeln huob sich und ein bossen,40Daz die milch ward umb gestossen.Daz gie der kuo ze herczen,Die hürner ward sie sterczenLüyen und auch rauschen10cEinmitten durch den hauffen.Sey craczt, er rauft, die kuo die stach,Daz wunder nie chain man gesach.In dem selben streben5Die kuo ward messen ebenBertschin über seinen dankZwen stich in einem swank,Der möht er wenich sein genesen,Wär sein dikker schop nicht gwesen.10Triefnas ward aldo vertriben,Mäczleins maul damit entliben,Dar umb sey rüffet und auch schre:Hie deup, hie deup, he he he he!Do man derhort fron Mäczen gschray,15Alleu gnad die was enzwäy;Der do wâpen haben macht,Der wappet sich hincz zmitter nacht.Erst do chammens her geflogenMit iren swerten aus gezogen20Und schreuwen alle: Was ist dicz?Sag uns, Friczo, durch poks swicz!Friczo sprach: In einem stalEin deup ist gewesen über al.Welt ir sein geruochen,25So schüllen wir in suochenUnter der erd und ob der erd,Ob uns der hürrensun nu werd.Des sein wir gpunden, sprachen sey.Fricz und seiner sünn drey30Wagten sich des ersten hin,Die andern chamen all nach hinIn den stal all über al.Vil laut erhal ir gschräy, ir schal,Seu schluogen greuleich in die wend.35Woy daz dich der tiefel schendWirdist ie ein biderb knecht,So chüm her für und mach es schlecht!Des pumbelns do die kuo verdrossUnd gab Friczen einen stoss,40Daz er belaib in seinem haus,Da mit die andern fluhend aus,Den deup man do nicht vinden maht,Bis hincz auf die dritten nacht.10dDa pracht in zuo die minne,Er gdacht in seinem sinne:Du muost dich heven aber ausUnd steygen auf meins puolen haus,5So wirst du sehen durch daz tach,Waz sey tuo und waz sey schaff.Wie schier er do hiet volleprachtAlles, daz er ym gedacht!Triefnas auf dem tache was,10Fricz mit seinen kindern sasPey dem feur und ass der ruoben,Bertschi wolt des zuo luogenUnd stiess daz haubet durch ein loch.Do waz er swärer, dann ein bloch;15Dar umb so muost er vallenVor den chindern allenUnd dem vatter in daz feur,Sam der tiefel ungeheur.Häl und kessel viel dahin20Mit Bertschin zuo seim ungewin.Wer mocht do lenger gpeyten?Der nicht enhiet ze reyten,Der floh mit henden und füssen,Daz chond ym nieman gpüssen.25Mäczli die was also lam,Das sey chaum zur stegen cham,Secht, do rumpelt sey hin ab,Sam ein ander mülrad.Die andern vielen all hin nach,30Ze fliehen was in also gach.Fricz der muost beleiben,Er mocht sich nicht gescheiben,Dar zuo hiet in pracht der schad,Den ym die chuo im stadel gab.35Do dicz nu also was geschehen,Fricz der ward sichs dings versehenUnd gedacht in seinem muot:Gluot ist gvallen in die gluot,Feur ist chömen zuo dem feur,40Daz schaft die Min, die Aventeur.Bertschi wolt verprinnenAusrenthalbe und innen.Do zoh in Friczo durch die äschenMit ruobwasser heyss gewäschen11

Dar zuo ward geschaffen,Daz man auch scholte machenEinen zaun all umb den plan.Daz waz jo also schier getânUnd dar auf scholt man prügi legen30Durch der schönen frawen wegen,Die den turner scholten sehen.Daz waz also schier geschehenAn den selben stunden.Die rekken sich verpunden,35Ein halbe chuo si frâssenUnd auf die esel sassenMit den kolben von dem stro.Doch waz her Neythartz nit also,Ich wil euch des beweisen,40Sein knüttel waz von eysen,Mit stro wol übermachet,Won er vil läides schaffet8bTaugenleichen mit gelimphAllen gesellen in dem schimph.In den plan seu ritten doNach irem alten sitten so5Mit Gunterfäyn dem pheyffer,Dem der pauch waz selten lärVon ruoben und von gersten.Also rant des erstenBertschi in dem ringe umb.10Heya he, wie gsunt, wie jungBin ich an dem herczen mein!Daz was do das jauchczen sein.Wie ritterleichen kond er reytenMit den sporen zpayden seyten!15Den kolben wand er umb daz haubt.Er ist ein narr, der mir daz glaubt.Dar nâch secht, der fröleich manMacht sich an sein art hin danZuo den seinen gsellen.20Cer ander täyl sich zstellenTrachtet an daz ander art.Hie mit sprach der gast: Daz wartZuo den chäphern von dem gäw,Die warent beschläyt von stro und häw.25Hört, ir herren dfiessen,Die portten schült ir schliessenDie abgeworffnen heft in dan!Das stet enk wol und ghört euch an.Der turner ward herhaben,30Schrenkpäum zuo geschlagen,Seu ritten in enander,Recht sam die säw von Flander,Des tämers des ward gnuog und vilIn der gmäin bis an daz zil,35Daz her Burchart Trollen vandUnd in zaümpt mit seiner hand.Er sprach: Du muost dich mit mir trabenUnd von ärs auff werden geschlagen.Do mit so sach man Chnoczen40Gen Triefnasen hoczen.Er sprach: Nu gib dich zgfangen!Es ist umb dich dergangen.Ein flieher bist du vor gesin,Dar umb so muost du leiden peyn.8cMan fuort ein hin, den andern herBesunder in dem turner.Ieder viel in sattelpogen,Er wär anders ab gezogen5Und huob sich also vast,Daz ym des atens gprast,Die päyn die schlugens untnan zemen,Daz man die ross nit kond genemen,Doch ward mans pengeln mit dem stro,10Daz die frawen schrien doVon grundauf gar ze vollen:Retta Bertschin und auch Trollen!Daz hört her Troll, es gie ym zherczen,Gen dem ritter ward er ferczen15Und sprach: Daz sey dem gast geschankt!Des ward ym ie so schier gedankt.Her Neythart pand ym ab die haubenUnd craczt, daz yms pluot von augenSchreyt, und mass im einen schlag,20Daz er do unterm esel gelag.Do mit waz er entrunnenUnd auch sein Hagen gwunnen.Her Burkhart sprach: Nu schullen wirBertschin retten: volgend mir!25Daz ist pilleich, sprachen sey.Zuo Bertschin vegtens alle drey.Do nu Triefnas hiet vernomen,Daz sein gesellen wären chomen,Starks gemüt er do gewan30Und huob auch sein gespötte an.Er sprach: Ich sicz so sanft und wol,Daz mich joch nieman retten schol.Pringt mir chäs und dar zu prot!Ich pins nahent hungers tot.35Daz prot man im vil schiere gab.Triefnas peyss ein stukke abUnd trukt es genczleich in den schlunt.Wie laut er schre: Wie guot, wie gsunt!Neythart lachen do began40Chnoczen räyt er hintnan anUnd hub in auf von seinem phert,Er warff in nider in die erd.Die chäpfer namen in hin dan,Die merhen muost er varen lan.8dDo daz Eysengreyn dersach,Es tet ym läid und ungemach,Er hiet es zstet gerochen gern,Do muost er sein von forht enbern.5Der twerg hiet sich der er verwegen,Er sprach: Sein muoss der tiefel phlegen!Mit Bertschin zfechten ist enwicht,Er hât gefressen und wir nicht.Da mit so waz der turner aus,10Den lüller hiess man trüllen auf.Do ruoffet Geri mit dem kruog:Nuwe ist sein yecz genuog.** Des antwürt ir der pharrer do:Sim so, du hürrrsun, so, du so!15Winst, es seygin hodenschleg?Daz dein der übel tiefel phleg!*** Geri gswaig, doch sprach der gast:Noch schüllen wir uns streken vastUnd in enander reyten20Mit schlahen zallen seyten.Daz häist der nachturner.Secht, do wurdens gasslent herUnd rumplen unter enanderSam wildeu swein von Flandern.25Dicz dinch verzoch sich also lanch,Bis ein nebel und ein tamphVon leuten und von phärdenSich huob von den gepärden,Also daz yeso ze hant30Nieman do den endern bkant.Erst wir mügen spüren,Ob sich her Neythart rürenChönd unter den gesellenMit schlahen und mit fellen.35Es gescach ze stunden,Daz man da hiete fundenFünf turnierer wol getanGestreket nider in den planUnd dar zuo gstossen und gschlagen.40Man hiez in chörben fuder gtragen,Daz schuoff her Neythartz pengellein,Daz da so fro win scholta sein.Dicz chond er dannocht tekenVil sanft ward er sich streken9Nider zuo den gesellen seynUnd schier: Nuwe der lunggen mein,Die in mir zerschlagen ist!Des muos ich ligen in dem mist.5Do daz die alten sahen,Gemäinchleich seu des jahen,** Daz si pey iren zeitenSo pöschleich nie gestreitenSahen, sam da was geschehen,10Scholt mans für ein ernst ersehen;Wolt mans aber zellenFür einen schimph daz vellen,So sprachens, daz seu nie chäin schimphGesahen mit dem ungelimph.15Die gsellen wurden hin getragen.*** Ein ander turner ward sich habenZwüschen eseln und den rossen,Die wurden gumpend und auch poszenSo ser, daz niemand gtorst genâhen,20Die esel und die merhen zvahen.Do schluog des Trollen HagenBertschins rüssin in den magen,Daz sey älleu vieriStrechet also schieri.25Neythartz phart schluog hyntna aufEim esel zend und zungen aus,Da mit er yeso tod gelag.Daz waz niemand also schad,Sam dem müllner von der wisen,30Der Hagen hiet von im gelihen,Und auch Chuonczen weib der Jutzen,Die von lachen und von chutzenObnen ab der prügi vielAlso hart auf iren gyel,35Daz ir die sel nit bleiben woltUnd fuor do hin, daz faren scholt.Dar um so ward ein gescray derhaben.Hört, ir tohtern und ir chnaben,Yederman far in sein haus!40Dem schimph dem ist der poden aus.Do mit so ward zerhauwen9bDer zaun, vil e dann gepawen,Schrenkpäyn nider gschlagenUnd hin und herr vertragen.Do dicz so was ergangen,5Die werlt sich macht von dannen,Ein täil so mit dem toten weib,Daz da verlor den seinen leib;Daz ward man so ze hand begraben,Daz was dem pharrer an schaden.10Der ander täil der muosset ziehenDen esel, der nit mocht gefliehen,Und in emphelhen do den raben;Daz was den wolfen ane schaden.Der leste täil, daz muoss ich jehen,15Gie da hin die recken sehen,Die so sere warent geschlagen,Dem wundarzet ane schaden.Doch mocht her Neythart nit geniesenNoch Bertschins des vil raine süssen.20Die warint also schier genesen,Sam in nie wär we gwesen,Wan her Neythart kond sein schonen,Dar umb wolt er chäym arczet lonen,So hiet der minner hohen muot,25Daz was ym zuo den wunden guot,Er hiet gesprungen und getanczet,Dar zuo gsungen und geswanczet,Do mocht ym niempt den haber tragen.Der gast der hiet sich hin getraben.30Wie chond man Trollen läid zerstören?Weder gsehen noch gehörenMocht er, noch sein smerczen chlagen,Also hart waz er geschlagen.Chuonczen waz ein straich gemessen,35Daz er tanczens hiet vergessen,Dar zuo waz ims weibe tod,Daz pracht ym jamer und auch not.Wär dem twergen bas gelungen,Wie gern er hiet mit Bertschin gsprungen!40Do mohten in die füss nit tragen,Also hart was er geschlagen.Do sprach junkherr EysengreynUnd die andern gesellen seyn:9cSwanczens chan uns nit behagen,Also hart sein wir geschlagen,Und ob joch des nu nicht emwär,So macht uns doch daz wachen swär,5So wir des morgens scholten eren,Tröschen, sneyden, mäyn und perren.Er müss dertrinken in dem kat,Der uns hier zuo ie gepraht!Dennocht Purkhart hiet gesungen10Rayns gesanch in süzzer zungen,Do moht ers nit an herczen haben,Also ser waz er geschlagen.Hie mit muost der TriefnasAünich bleyben, daz ist das,15Doch wolt er nit er lassen ab,Und dient frawn Mäczen nacht und tagMit sinnen und gedenken,Von ir mocht er nicht wenken.Des nahtes gie er alweg aus20Und schläich hin zuo irs vattern haus,Den läym den räyss er von der maurUnd peyss dar in, es waz nicht saur.Fegend ward er her und hin,Zuom türlein eyn stund ym der sin.25Weil und zit was ym ze lanch,Wie oft so huob er an und sanch:Ich wil nach dir verderben,Mäczli mein, nach dir so wil ich sterben.Da mit so schiegt er hin zum laden,30Ob ers gesehen da möcht haben.Do vand er nit, daz tet ym zorn,Also was sein gesanch verlorn.Daz träib er oft und dar zuo dik,Es half in läider nicht ein stik.35Des chroch er zuo des pheyffers hausUnd sprach: Mein lieber gesell, ste aufUnd hilf mir heynt mit deiner chunst!Ich arbäit in der minne prunst.Gunterfay der snarchelt ser,40Ym traumpts, er fischet in dem mer.Waz scholt der helde sprechen?Der hals waz ym derlechen.9dUngpitig waz mein Triefnas,Er ward dem spilman ruoffent basUnd in die haustür possenMit swäin stainen grossen,5Mit einem steken chlocht er anUnd sprach: Ste auf, biderman!In den selben sachenDer spilman begond derwachenUnd wüst auf, sam ein wilder has.10Was ist dicz und was ist das?Ward er rüffend do ze stet;Sein weib daz warff er ab dem pett,Er wand, sey hiet diss alz getan.Ir teuscherin, so sprach der man,15Wes siertst mich heint die langen nacht?Bertschi hiet do schier gelacht,Do martret in der minne gluotSo ser, daz ym die nas pluot.Do daz verran, do schluog er an,20Er gie hin dan und ruoft dem man:Ste auf durch den reichen gotUnd ge mit mir, des ist mir not.Gunterfay was zornes vol,Dar zuo hiet er getrunken wol,25Er schre: Ge fuder, merhen sun,Un chlok nit me! Daz ist dein frum.Bertschin det daz schelten weUnd daz düczen dannocht me.** Er gedocht, ich sey ein wicht,30Und betörft ich dein so nicht,Ich zerschlüg dir kalb und kuoUnd deinen ruggen auch dar zuo.Nu muoss ich singen, wie du wilt.Doch kumpt ein tag, daz ich dirs gilt.35*** Süsse red die huob er an.Zürn nicht, lieber spilman!Ich pins, Triefnas; ge mit mir!Siben haller gib ich dir.Do dis erhörret Gunterfay,40Do huob er an ein anders gschräy.Ja, mein lieber herr, seyt irs?Ich bkant euch nicht, vergebt mirs!Also stuond er auf aldo,10Die augen wüscht er mit dem stro,Er suocht die pruoch, sey was verlorn,Doch hiet er ir noch wol enborn,Wär der sekel nicht ze den stunden5An die selben pruoch gepunden,Des mocht er do nicht an gesein,Daz gelt wolt er do legen drein.Dicz suochen truwen ward so lanch,Daz Bertschi dristund auf spranch10Von rehtem zorn, den er gewan.Chümpst nicht? ruoft er zu dem man.Ja, sprach diser, so geswind,Ist daz ich die bruoch vind.Des sprach Triefnas do vil drat:15Chüm, la sten daz niderwat!Ich gib dir phenning und die täschen,Ich schenk dir pier mit sampter fläschen.Wer waz fro, dann Gunterfäy?Er acht der pruoch nicht umb ein äy20Und cham her aus gestoben,Gerumpelt und geflogenMit seinem bekkin, daz waz new.Bertschi sprach: Nu plew und plewUnd lass uns heynt hofieren!25Ich zel dir dar mit vieren,Uber al daz bekk erschal,Daz es erchnal in perg und tal.Seu chomen hin zuo Meczleins haus,Die pot den ärs zum fenster aus.30Do sprach Bertschi yeso zhant:So wol mir, daz ich ie derchantDeinen amblik wol gestalt!Halt her, liebes Maczeli, halt!Des ward den andern allen35Daz tämer missevallen,Seu hietin gerner gschlaffen,Zuo Gunterfäyn si sprachen:Wes schläist uns heint mit deinem pheyffen?Wilt, daz wir dir dhant derstrichen?40Des antwurt in der Schollentrit:Lieben Herren, zürnet nicht!10bMich dunkt, er hab ins pad gschlagen,Wier schüllen uns da hin dertraben.Schollentritten glaubt man do,Yederman der ward so fro,5Daz er also zsteiteSich huob von seinem beite,Wen seu pey allen iren tagenHäiss pad chonden nie gehaben.Gunterfayn dem lieffens nâch,10Do waz er gflohen also gâchHin mit Bertschin sam ein fiess,Daz er sich nicht do vinden liess,Des müsten sey engelten.Ward in dhayn bad ie selten,15Daz mocht in dannocht selczner sein,Da mit seu chertens wider eyn.Triefnas der was fröden vol,In daucht er hiets gschaffet wol.Wie oft so ward mein narrel jehen:20Sym, so mir ein surt, ich han sey gsehen.Sein akergen waz gar da hin,Gen Mäczellein stund ym der sin.Der andern nacht so gie er ausUnd chriemelt in irs vattern haus.25Er macht sich in den chuostalAlso leis, daz ez nicht hal,Hinderd tür er sich verparg,Bis daz Mäczli melchend ward.Er cham her für and sprach: Nu sweig,30Liebes lieb! Minn dir nit läid!Ich pins, Bertschi; ghab dich wol!Ich mach dich aller fröden vol.Mäczli do so hart dercham,Daz sey Bertschin nit vernam35Und huob an zgreinen und auch gräyn.Näyna, Mäczli, näyna, näyn!Bertschi sprach, er was nicht faul,Die hand schluog er ir für daz maul,Ein zabeln huob sich und ein bossen,40Daz die milch ward umb gestossen.Daz gie der kuo ze herczen,Die hürner ward sie sterczenLüyen und auch rauschen10cEinmitten durch den hauffen.Sey craczt, er rauft, die kuo die stach,Daz wunder nie chain man gesach.In dem selben streben5Die kuo ward messen ebenBertschin über seinen dankZwen stich in einem swank,Der möht er wenich sein genesen,Wär sein dikker schop nicht gwesen.10Triefnas ward aldo vertriben,Mäczleins maul damit entliben,Dar umb sey rüffet und auch schre:Hie deup, hie deup, he he he he!Do man derhort fron Mäczen gschray,15Alleu gnad die was enzwäy;Der do wâpen haben macht,Der wappet sich hincz zmitter nacht.Erst do chammens her geflogenMit iren swerten aus gezogen20Und schreuwen alle: Was ist dicz?Sag uns, Friczo, durch poks swicz!Friczo sprach: In einem stalEin deup ist gewesen über al.Welt ir sein geruochen,25So schüllen wir in suochenUnter der erd und ob der erd,Ob uns der hürrensun nu werd.Des sein wir gpunden, sprachen sey.Fricz und seiner sünn drey30Wagten sich des ersten hin,Die andern chamen all nach hinIn den stal all über al.Vil laut erhal ir gschräy, ir schal,Seu schluogen greuleich in die wend.35Woy daz dich der tiefel schendWirdist ie ein biderb knecht,So chüm her für und mach es schlecht!Des pumbelns do die kuo verdrossUnd gab Friczen einen stoss,40Daz er belaib in seinem haus,Da mit die andern fluhend aus,Den deup man do nicht vinden maht,Bis hincz auf die dritten nacht.10dDa pracht in zuo die minne,Er gdacht in seinem sinne:Du muost dich heven aber ausUnd steygen auf meins puolen haus,5So wirst du sehen durch daz tach,Waz sey tuo und waz sey schaff.Wie schier er do hiet volleprachtAlles, daz er ym gedacht!Triefnas auf dem tache was,10Fricz mit seinen kindern sasPey dem feur und ass der ruoben,Bertschi wolt des zuo luogenUnd stiess daz haubet durch ein loch.Do waz er swärer, dann ein bloch;15Dar umb so muost er vallenVor den chindern allenUnd dem vatter in daz feur,Sam der tiefel ungeheur.Häl und kessel viel dahin20Mit Bertschin zuo seim ungewin.Wer mocht do lenger gpeyten?Der nicht enhiet ze reyten,Der floh mit henden und füssen,Daz chond ym nieman gpüssen.25Mäczli die was also lam,Das sey chaum zur stegen cham,Secht, do rumpelt sey hin ab,Sam ein ander mülrad.Die andern vielen all hin nach,30Ze fliehen was in also gach.Fricz der muost beleiben,Er mocht sich nicht gescheiben,Dar zuo hiet in pracht der schad,Den ym die chuo im stadel gab.35Do dicz nu also was geschehen,Fricz der ward sichs dings versehenUnd gedacht in seinem muot:Gluot ist gvallen in die gluot,Feur ist chömen zuo dem feur,40Daz schaft die Min, die Aventeur.Bertschi wolt verprinnenAusrenthalbe und innen.Do zoh in Friczo durch die äschenMit ruobwasser heyss gewäschen11

Dar zuo ward geschaffen,Daz man auch scholte machenEinen zaun all umb den plan.Daz waz jo also schier getânUnd dar auf scholt man prügi legen30Durch der schönen frawen wegen,Die den turner scholten sehen.Daz waz also schier geschehenAn den selben stunden.Die rekken sich verpunden,35Ein halbe chuo si frâssenUnd auf die esel sassenMit den kolben von dem stro.Doch waz her Neythartz nit also,Ich wil euch des beweisen,40Sein knüttel waz von eysen,Mit stro wol übermachet,Won er vil läides schaffet8bTaugenleichen mit gelimphAllen gesellen in dem schimph.In den plan seu ritten doNach irem alten sitten so5Mit Gunterfäyn dem pheyffer,Dem der pauch waz selten lärVon ruoben und von gersten.Also rant des erstenBertschi in dem ringe umb.10Heya he, wie gsunt, wie jungBin ich an dem herczen mein!Daz was do das jauchczen sein.Wie ritterleichen kond er reytenMit den sporen zpayden seyten!15Den kolben wand er umb daz haubt.Er ist ein narr, der mir daz glaubt.Dar nâch secht, der fröleich manMacht sich an sein art hin danZuo den seinen gsellen.20Cer ander täyl sich zstellenTrachtet an daz ander art.Hie mit sprach der gast: Daz wartZuo den chäphern von dem gäw,Die warent beschläyt von stro und häw.25Hört, ir herren dfiessen,Die portten schült ir schliessenDie abgeworffnen heft in dan!Das stet enk wol und ghört euch an.Der turner ward herhaben,30Schrenkpäum zuo geschlagen,Seu ritten in enander,Recht sam die säw von Flander,Des tämers des ward gnuog und vilIn der gmäin bis an daz zil,35Daz her Burchart Trollen vandUnd in zaümpt mit seiner hand.Er sprach: Du muost dich mit mir trabenUnd von ärs auff werden geschlagen.Do mit so sach man Chnoczen40Gen Triefnasen hoczen.Er sprach: Nu gib dich zgfangen!Es ist umb dich dergangen.Ein flieher bist du vor gesin,Dar umb so muost du leiden peyn.8cMan fuort ein hin, den andern herBesunder in dem turner.Ieder viel in sattelpogen,Er wär anders ab gezogen5Und huob sich also vast,Daz ym des atens gprast,Die päyn die schlugens untnan zemen,Daz man die ross nit kond genemen,Doch ward mans pengeln mit dem stro,10Daz die frawen schrien doVon grundauf gar ze vollen:Retta Bertschin und auch Trollen!Daz hört her Troll, es gie ym zherczen,Gen dem ritter ward er ferczen15Und sprach: Daz sey dem gast geschankt!Des ward ym ie so schier gedankt.Her Neythart pand ym ab die haubenUnd craczt, daz yms pluot von augenSchreyt, und mass im einen schlag,20Daz er do unterm esel gelag.Do mit waz er entrunnenUnd auch sein Hagen gwunnen.Her Burkhart sprach: Nu schullen wirBertschin retten: volgend mir!25Daz ist pilleich, sprachen sey.Zuo Bertschin vegtens alle drey.Do nu Triefnas hiet vernomen,Daz sein gesellen wären chomen,Starks gemüt er do gewan30Und huob auch sein gespötte an.Er sprach: Ich sicz so sanft und wol,Daz mich joch nieman retten schol.Pringt mir chäs und dar zu prot!Ich pins nahent hungers tot.35Daz prot man im vil schiere gab.Triefnas peyss ein stukke abUnd trukt es genczleich in den schlunt.Wie laut er schre: Wie guot, wie gsunt!Neythart lachen do began40Chnoczen räyt er hintnan anUnd hub in auf von seinem phert,Er warff in nider in die erd.Die chäpfer namen in hin dan,Die merhen muost er varen lan.8dDo daz Eysengreyn dersach,Es tet ym läid und ungemach,Er hiet es zstet gerochen gern,Do muost er sein von forht enbern.5Der twerg hiet sich der er verwegen,Er sprach: Sein muoss der tiefel phlegen!Mit Bertschin zfechten ist enwicht,Er hât gefressen und wir nicht.Da mit so waz der turner aus,10Den lüller hiess man trüllen auf.Do ruoffet Geri mit dem kruog:Nuwe ist sein yecz genuog.** Des antwürt ir der pharrer do:Sim so, du hürrrsun, so, du so!15Winst, es seygin hodenschleg?Daz dein der übel tiefel phleg!*** Geri gswaig, doch sprach der gast:Noch schüllen wir uns streken vastUnd in enander reyten20Mit schlahen zallen seyten.Daz häist der nachturner.Secht, do wurdens gasslent herUnd rumplen unter enanderSam wildeu swein von Flandern.25Dicz dinch verzoch sich also lanch,Bis ein nebel und ein tamphVon leuten und von phärdenSich huob von den gepärden,Also daz yeso ze hant30Nieman do den endern bkant.Erst wir mügen spüren,Ob sich her Neythart rürenChönd unter den gesellenMit schlahen und mit fellen.35Es gescach ze stunden,Daz man da hiete fundenFünf turnierer wol getanGestreket nider in den planUnd dar zuo gstossen und gschlagen.40Man hiez in chörben fuder gtragen,Daz schuoff her Neythartz pengellein,Daz da so fro win scholta sein.Dicz chond er dannocht tekenVil sanft ward er sich streken9Nider zuo den gesellen seynUnd schier: Nuwe der lunggen mein,Die in mir zerschlagen ist!Des muos ich ligen in dem mist.5Do daz die alten sahen,Gemäinchleich seu des jahen,** Daz si pey iren zeitenSo pöschleich nie gestreitenSahen, sam da was geschehen,10Scholt mans für ein ernst ersehen;Wolt mans aber zellenFür einen schimph daz vellen,So sprachens, daz seu nie chäin schimphGesahen mit dem ungelimph.15Die gsellen wurden hin getragen.*** Ein ander turner ward sich habenZwüschen eseln und den rossen,Die wurden gumpend und auch poszenSo ser, daz niemand gtorst genâhen,20Die esel und die merhen zvahen.Do schluog des Trollen HagenBertschins rüssin in den magen,Daz sey älleu vieriStrechet also schieri.25Neythartz phart schluog hyntna aufEim esel zend und zungen aus,Da mit er yeso tod gelag.Daz waz niemand also schad,Sam dem müllner von der wisen,30Der Hagen hiet von im gelihen,Und auch Chuonczen weib der Jutzen,Die von lachen und von chutzenObnen ab der prügi vielAlso hart auf iren gyel,35Daz ir die sel nit bleiben woltUnd fuor do hin, daz faren scholt.Dar um so ward ein gescray derhaben.Hört, ir tohtern und ir chnaben,Yederman far in sein haus!40Dem schimph dem ist der poden aus.Do mit so ward zerhauwen9bDer zaun, vil e dann gepawen,Schrenkpäyn nider gschlagenUnd hin und herr vertragen.Do dicz so was ergangen,5Die werlt sich macht von dannen,Ein täil so mit dem toten weib,Daz da verlor den seinen leib;Daz ward man so ze hand begraben,Daz was dem pharrer an schaden.10Der ander täil der muosset ziehenDen esel, der nit mocht gefliehen,Und in emphelhen do den raben;Daz was den wolfen ane schaden.Der leste täil, daz muoss ich jehen,15Gie da hin die recken sehen,Die so sere warent geschlagen,Dem wundarzet ane schaden.Doch mocht her Neythart nit geniesenNoch Bertschins des vil raine süssen.20Die warint also schier genesen,Sam in nie wär we gwesen,Wan her Neythart kond sein schonen,Dar umb wolt er chäym arczet lonen,So hiet der minner hohen muot,25Daz was ym zuo den wunden guot,Er hiet gesprungen und getanczet,Dar zuo gsungen und geswanczet,Do mocht ym niempt den haber tragen.Der gast der hiet sich hin getraben.30Wie chond man Trollen läid zerstören?Weder gsehen noch gehörenMocht er, noch sein smerczen chlagen,Also hart waz er geschlagen.Chuonczen waz ein straich gemessen,35Daz er tanczens hiet vergessen,Dar zuo waz ims weibe tod,Daz pracht ym jamer und auch not.Wär dem twergen bas gelungen,Wie gern er hiet mit Bertschin gsprungen!40Do mohten in die füss nit tragen,Also hart was er geschlagen.Do sprach junkherr EysengreynUnd die andern gesellen seyn:9cSwanczens chan uns nit behagen,Also hart sein wir geschlagen,Und ob joch des nu nicht emwär,So macht uns doch daz wachen swär,5So wir des morgens scholten eren,Tröschen, sneyden, mäyn und perren.Er müss dertrinken in dem kat,Der uns hier zuo ie gepraht!Dennocht Purkhart hiet gesungen10Rayns gesanch in süzzer zungen,Do moht ers nit an herczen haben,Also ser waz er geschlagen.Hie mit muost der TriefnasAünich bleyben, daz ist das,15Doch wolt er nit er lassen ab,Und dient frawn Mäczen nacht und tagMit sinnen und gedenken,Von ir mocht er nicht wenken.Des nahtes gie er alweg aus20Und schläich hin zuo irs vattern haus,Den läym den räyss er von der maurUnd peyss dar in, es waz nicht saur.Fegend ward er her und hin,Zuom türlein eyn stund ym der sin.25Weil und zit was ym ze lanch,Wie oft so huob er an und sanch:Ich wil nach dir verderben,Mäczli mein, nach dir so wil ich sterben.Da mit so schiegt er hin zum laden,30Ob ers gesehen da möcht haben.Do vand er nit, daz tet ym zorn,Also was sein gesanch verlorn.Daz träib er oft und dar zuo dik,Es half in läider nicht ein stik.35Des chroch er zuo des pheyffers hausUnd sprach: Mein lieber gesell, ste aufUnd hilf mir heynt mit deiner chunst!Ich arbäit in der minne prunst.Gunterfay der snarchelt ser,40Ym traumpts, er fischet in dem mer.Waz scholt der helde sprechen?Der hals waz ym derlechen.9dUngpitig waz mein Triefnas,Er ward dem spilman ruoffent basUnd in die haustür possenMit swäin stainen grossen,5Mit einem steken chlocht er anUnd sprach: Ste auf, biderman!In den selben sachenDer spilman begond derwachenUnd wüst auf, sam ein wilder has.10Was ist dicz und was ist das?Ward er rüffend do ze stet;Sein weib daz warff er ab dem pett,Er wand, sey hiet diss alz getan.Ir teuscherin, so sprach der man,15Wes siertst mich heint die langen nacht?Bertschi hiet do schier gelacht,Do martret in der minne gluotSo ser, daz ym die nas pluot.Do daz verran, do schluog er an,20Er gie hin dan und ruoft dem man:Ste auf durch den reichen gotUnd ge mit mir, des ist mir not.Gunterfay was zornes vol,Dar zuo hiet er getrunken wol,25Er schre: Ge fuder, merhen sun,Un chlok nit me! Daz ist dein frum.Bertschin det daz schelten weUnd daz düczen dannocht me.** Er gedocht, ich sey ein wicht,30Und betörft ich dein so nicht,Ich zerschlüg dir kalb und kuoUnd deinen ruggen auch dar zuo.Nu muoss ich singen, wie du wilt.Doch kumpt ein tag, daz ich dirs gilt.35*** Süsse red die huob er an.Zürn nicht, lieber spilman!Ich pins, Triefnas; ge mit mir!Siben haller gib ich dir.Do dis erhörret Gunterfay,40Do huob er an ein anders gschräy.Ja, mein lieber herr, seyt irs?Ich bkant euch nicht, vergebt mirs!Also stuond er auf aldo,10Die augen wüscht er mit dem stro,Er suocht die pruoch, sey was verlorn,Doch hiet er ir noch wol enborn,Wär der sekel nicht ze den stunden5An die selben pruoch gepunden,Des mocht er do nicht an gesein,Daz gelt wolt er do legen drein.Dicz suochen truwen ward so lanch,Daz Bertschi dristund auf spranch10Von rehtem zorn, den er gewan.Chümpst nicht? ruoft er zu dem man.Ja, sprach diser, so geswind,Ist daz ich die bruoch vind.Des sprach Triefnas do vil drat:15Chüm, la sten daz niderwat!Ich gib dir phenning und die täschen,Ich schenk dir pier mit sampter fläschen.Wer waz fro, dann Gunterfäy?Er acht der pruoch nicht umb ein äy20Und cham her aus gestoben,Gerumpelt und geflogenMit seinem bekkin, daz waz new.Bertschi sprach: Nu plew und plewUnd lass uns heynt hofieren!25Ich zel dir dar mit vieren,Uber al daz bekk erschal,Daz es erchnal in perg und tal.Seu chomen hin zuo Meczleins haus,Die pot den ärs zum fenster aus.30Do sprach Bertschi yeso zhant:So wol mir, daz ich ie derchantDeinen amblik wol gestalt!Halt her, liebes Maczeli, halt!Des ward den andern allen35Daz tämer missevallen,Seu hietin gerner gschlaffen,Zuo Gunterfäyn si sprachen:Wes schläist uns heint mit deinem pheyffen?Wilt, daz wir dir dhant derstrichen?40Des antwurt in der Schollentrit:Lieben Herren, zürnet nicht!10bMich dunkt, er hab ins pad gschlagen,Wier schüllen uns da hin dertraben.Schollentritten glaubt man do,Yederman der ward so fro,5Daz er also zsteiteSich huob von seinem beite,Wen seu pey allen iren tagenHäiss pad chonden nie gehaben.Gunterfayn dem lieffens nâch,10Do waz er gflohen also gâchHin mit Bertschin sam ein fiess,Daz er sich nicht do vinden liess,Des müsten sey engelten.Ward in dhayn bad ie selten,15Daz mocht in dannocht selczner sein,Da mit seu chertens wider eyn.Triefnas der was fröden vol,In daucht er hiets gschaffet wol.Wie oft so ward mein narrel jehen:20Sym, so mir ein surt, ich han sey gsehen.Sein akergen waz gar da hin,Gen Mäczellein stund ym der sin.Der andern nacht so gie er ausUnd chriemelt in irs vattern haus.25Er macht sich in den chuostalAlso leis, daz ez nicht hal,Hinderd tür er sich verparg,Bis daz Mäczli melchend ward.Er cham her für and sprach: Nu sweig,30Liebes lieb! Minn dir nit läid!Ich pins, Bertschi; ghab dich wol!Ich mach dich aller fröden vol.Mäczli do so hart dercham,Daz sey Bertschin nit vernam35Und huob an zgreinen und auch gräyn.Näyna, Mäczli, näyna, näyn!Bertschi sprach, er was nicht faul,Die hand schluog er ir für daz maul,Ein zabeln huob sich und ein bossen,40Daz die milch ward umb gestossen.Daz gie der kuo ze herczen,Die hürner ward sie sterczenLüyen und auch rauschen10cEinmitten durch den hauffen.Sey craczt, er rauft, die kuo die stach,Daz wunder nie chain man gesach.In dem selben streben5Die kuo ward messen ebenBertschin über seinen dankZwen stich in einem swank,Der möht er wenich sein genesen,Wär sein dikker schop nicht gwesen.10Triefnas ward aldo vertriben,Mäczleins maul damit entliben,Dar umb sey rüffet und auch schre:Hie deup, hie deup, he he he he!Do man derhort fron Mäczen gschray,15Alleu gnad die was enzwäy;Der do wâpen haben macht,Der wappet sich hincz zmitter nacht.Erst do chammens her geflogenMit iren swerten aus gezogen20Und schreuwen alle: Was ist dicz?Sag uns, Friczo, durch poks swicz!Friczo sprach: In einem stalEin deup ist gewesen über al.Welt ir sein geruochen,25So schüllen wir in suochenUnter der erd und ob der erd,Ob uns der hürrensun nu werd.Des sein wir gpunden, sprachen sey.Fricz und seiner sünn drey30Wagten sich des ersten hin,Die andern chamen all nach hinIn den stal all über al.Vil laut erhal ir gschräy, ir schal,Seu schluogen greuleich in die wend.35Woy daz dich der tiefel schendWirdist ie ein biderb knecht,So chüm her für und mach es schlecht!Des pumbelns do die kuo verdrossUnd gab Friczen einen stoss,40Daz er belaib in seinem haus,Da mit die andern fluhend aus,Den deup man do nicht vinden maht,Bis hincz auf die dritten nacht.10dDa pracht in zuo die minne,Er gdacht in seinem sinne:Du muost dich heven aber ausUnd steygen auf meins puolen haus,5So wirst du sehen durch daz tach,Waz sey tuo und waz sey schaff.Wie schier er do hiet volleprachtAlles, daz er ym gedacht!Triefnas auf dem tache was,10Fricz mit seinen kindern sasPey dem feur und ass der ruoben,Bertschi wolt des zuo luogenUnd stiess daz haubet durch ein loch.Do waz er swärer, dann ein bloch;15Dar umb so muost er vallenVor den chindern allenUnd dem vatter in daz feur,Sam der tiefel ungeheur.Häl und kessel viel dahin20Mit Bertschin zuo seim ungewin.Wer mocht do lenger gpeyten?Der nicht enhiet ze reyten,Der floh mit henden und füssen,Daz chond ym nieman gpüssen.25Mäczli die was also lam,Das sey chaum zur stegen cham,Secht, do rumpelt sey hin ab,Sam ein ander mülrad.Die andern vielen all hin nach,30Ze fliehen was in also gach.Fricz der muost beleiben,Er mocht sich nicht gescheiben,Dar zuo hiet in pracht der schad,Den ym die chuo im stadel gab.35Do dicz nu also was geschehen,Fricz der ward sichs dings versehenUnd gedacht in seinem muot:Gluot ist gvallen in die gluot,Feur ist chömen zuo dem feur,40Daz schaft die Min, die Aventeur.Bertschi wolt verprinnenAusrenthalbe und innen.Do zoh in Friczo durch die äschenMit ruobwasser heyss gewäschen11

Dar zuo ward geschaffen,Daz man auch scholte machenEinen zaun all umb den plan.Daz waz jo also schier getânUnd dar auf scholt man prügi legen30Durch der schönen frawen wegen,Die den turner scholten sehen.Daz waz also schier geschehenAn den selben stunden.Die rekken sich verpunden,35Ein halbe chuo si frâssenUnd auf die esel sassenMit den kolben von dem stro.Doch waz her Neythartz nit also,Ich wil euch des beweisen,40Sein knüttel waz von eysen,Mit stro wol übermachet,Won er vil läides schaffet8bTaugenleichen mit gelimphAllen gesellen in dem schimph.In den plan seu ritten doNach irem alten sitten so5Mit Gunterfäyn dem pheyffer,Dem der pauch waz selten lärVon ruoben und von gersten.Also rant des erstenBertschi in dem ringe umb.10Heya he, wie gsunt, wie jungBin ich an dem herczen mein!Daz was do das jauchczen sein.Wie ritterleichen kond er reytenMit den sporen zpayden seyten!15Den kolben wand er umb daz haubt.Er ist ein narr, der mir daz glaubt.Dar nâch secht, der fröleich manMacht sich an sein art hin danZuo den seinen gsellen.20Cer ander täyl sich zstellenTrachtet an daz ander art.Hie mit sprach der gast: Daz wartZuo den chäphern von dem gäw,Die warent beschläyt von stro und häw.25Hört, ir herren dfiessen,Die portten schült ir schliessenDie abgeworffnen heft in dan!Das stet enk wol und ghört euch an.Der turner ward herhaben,30Schrenkpäum zuo geschlagen,Seu ritten in enander,Recht sam die säw von Flander,Des tämers des ward gnuog und vilIn der gmäin bis an daz zil,35Daz her Burchart Trollen vandUnd in zaümpt mit seiner hand.Er sprach: Du muost dich mit mir trabenUnd von ärs auff werden geschlagen.Do mit so sach man Chnoczen40Gen Triefnasen hoczen.Er sprach: Nu gib dich zgfangen!Es ist umb dich dergangen.Ein flieher bist du vor gesin,Dar umb so muost du leiden peyn.8cMan fuort ein hin, den andern herBesunder in dem turner.Ieder viel in sattelpogen,Er wär anders ab gezogen5Und huob sich also vast,Daz ym des atens gprast,Die päyn die schlugens untnan zemen,Daz man die ross nit kond genemen,Doch ward mans pengeln mit dem stro,10Daz die frawen schrien doVon grundauf gar ze vollen:Retta Bertschin und auch Trollen!Daz hört her Troll, es gie ym zherczen,Gen dem ritter ward er ferczen15Und sprach: Daz sey dem gast geschankt!Des ward ym ie so schier gedankt.Her Neythart pand ym ab die haubenUnd craczt, daz yms pluot von augenSchreyt, und mass im einen schlag,20Daz er do unterm esel gelag.Do mit waz er entrunnenUnd auch sein Hagen gwunnen.Her Burkhart sprach: Nu schullen wirBertschin retten: volgend mir!25Daz ist pilleich, sprachen sey.Zuo Bertschin vegtens alle drey.Do nu Triefnas hiet vernomen,Daz sein gesellen wären chomen,Starks gemüt er do gewan30Und huob auch sein gespötte an.Er sprach: Ich sicz so sanft und wol,Daz mich joch nieman retten schol.Pringt mir chäs und dar zu prot!Ich pins nahent hungers tot.35Daz prot man im vil schiere gab.Triefnas peyss ein stukke abUnd trukt es genczleich in den schlunt.Wie laut er schre: Wie guot, wie gsunt!Neythart lachen do began40Chnoczen räyt er hintnan anUnd hub in auf von seinem phert,Er warff in nider in die erd.Die chäpfer namen in hin dan,Die merhen muost er varen lan.8dDo daz Eysengreyn dersach,Es tet ym läid und ungemach,Er hiet es zstet gerochen gern,Do muost er sein von forht enbern.5Der twerg hiet sich der er verwegen,Er sprach: Sein muoss der tiefel phlegen!Mit Bertschin zfechten ist enwicht,Er hât gefressen und wir nicht.Da mit so waz der turner aus,10Den lüller hiess man trüllen auf.Do ruoffet Geri mit dem kruog:Nuwe ist sein yecz genuog.** Des antwürt ir der pharrer do:Sim so, du hürrrsun, so, du so!15Winst, es seygin hodenschleg?Daz dein der übel tiefel phleg!*** Geri gswaig, doch sprach der gast:Noch schüllen wir uns streken vastUnd in enander reyten20Mit schlahen zallen seyten.Daz häist der nachturner.Secht, do wurdens gasslent herUnd rumplen unter enanderSam wildeu swein von Flandern.25Dicz dinch verzoch sich also lanch,Bis ein nebel und ein tamphVon leuten und von phärdenSich huob von den gepärden,Also daz yeso ze hant30Nieman do den endern bkant.Erst wir mügen spüren,Ob sich her Neythart rürenChönd unter den gesellenMit schlahen und mit fellen.35Es gescach ze stunden,Daz man da hiete fundenFünf turnierer wol getanGestreket nider in den planUnd dar zuo gstossen und gschlagen.40Man hiez in chörben fuder gtragen,Daz schuoff her Neythartz pengellein,Daz da so fro win scholta sein.Dicz chond er dannocht tekenVil sanft ward er sich streken9Nider zuo den gesellen seynUnd schier: Nuwe der lunggen mein,Die in mir zerschlagen ist!Des muos ich ligen in dem mist.5Do daz die alten sahen,Gemäinchleich seu des jahen,** Daz si pey iren zeitenSo pöschleich nie gestreitenSahen, sam da was geschehen,10Scholt mans für ein ernst ersehen;Wolt mans aber zellenFür einen schimph daz vellen,So sprachens, daz seu nie chäin schimphGesahen mit dem ungelimph.15Die gsellen wurden hin getragen.*** Ein ander turner ward sich habenZwüschen eseln und den rossen,Die wurden gumpend und auch poszenSo ser, daz niemand gtorst genâhen,20Die esel und die merhen zvahen.Do schluog des Trollen HagenBertschins rüssin in den magen,Daz sey älleu vieriStrechet also schieri.25Neythartz phart schluog hyntna aufEim esel zend und zungen aus,Da mit er yeso tod gelag.Daz waz niemand also schad,Sam dem müllner von der wisen,30Der Hagen hiet von im gelihen,Und auch Chuonczen weib der Jutzen,Die von lachen und von chutzenObnen ab der prügi vielAlso hart auf iren gyel,35Daz ir die sel nit bleiben woltUnd fuor do hin, daz faren scholt.Dar um so ward ein gescray derhaben.Hört, ir tohtern und ir chnaben,Yederman far in sein haus!40Dem schimph dem ist der poden aus.Do mit so ward zerhauwen9bDer zaun, vil e dann gepawen,Schrenkpäyn nider gschlagenUnd hin und herr vertragen.Do dicz so was ergangen,5Die werlt sich macht von dannen,Ein täil so mit dem toten weib,Daz da verlor den seinen leib;Daz ward man so ze hand begraben,Daz was dem pharrer an schaden.10Der ander täil der muosset ziehenDen esel, der nit mocht gefliehen,Und in emphelhen do den raben;Daz was den wolfen ane schaden.Der leste täil, daz muoss ich jehen,15Gie da hin die recken sehen,Die so sere warent geschlagen,Dem wundarzet ane schaden.Doch mocht her Neythart nit geniesenNoch Bertschins des vil raine süssen.20Die warint also schier genesen,Sam in nie wär we gwesen,Wan her Neythart kond sein schonen,Dar umb wolt er chäym arczet lonen,So hiet der minner hohen muot,25Daz was ym zuo den wunden guot,Er hiet gesprungen und getanczet,Dar zuo gsungen und geswanczet,Do mocht ym niempt den haber tragen.Der gast der hiet sich hin getraben.30Wie chond man Trollen läid zerstören?Weder gsehen noch gehörenMocht er, noch sein smerczen chlagen,Also hart waz er geschlagen.Chuonczen waz ein straich gemessen,35Daz er tanczens hiet vergessen,Dar zuo waz ims weibe tod,Daz pracht ym jamer und auch not.Wär dem twergen bas gelungen,Wie gern er hiet mit Bertschin gsprungen!40Do mohten in die füss nit tragen,Also hart was er geschlagen.Do sprach junkherr EysengreynUnd die andern gesellen seyn:9cSwanczens chan uns nit behagen,Also hart sein wir geschlagen,Und ob joch des nu nicht emwär,So macht uns doch daz wachen swär,5So wir des morgens scholten eren,Tröschen, sneyden, mäyn und perren.Er müss dertrinken in dem kat,Der uns hier zuo ie gepraht!Dennocht Purkhart hiet gesungen10Rayns gesanch in süzzer zungen,Do moht ers nit an herczen haben,Also ser waz er geschlagen.Hie mit muost der TriefnasAünich bleyben, daz ist das,15Doch wolt er nit er lassen ab,Und dient frawn Mäczen nacht und tagMit sinnen und gedenken,Von ir mocht er nicht wenken.Des nahtes gie er alweg aus20Und schläich hin zuo irs vattern haus,Den läym den räyss er von der maurUnd peyss dar in, es waz nicht saur.Fegend ward er her und hin,Zuom türlein eyn stund ym der sin.25Weil und zit was ym ze lanch,Wie oft so huob er an und sanch:Ich wil nach dir verderben,Mäczli mein, nach dir so wil ich sterben.Da mit so schiegt er hin zum laden,30Ob ers gesehen da möcht haben.Do vand er nit, daz tet ym zorn,Also was sein gesanch verlorn.Daz träib er oft und dar zuo dik,Es half in läider nicht ein stik.35Des chroch er zuo des pheyffers hausUnd sprach: Mein lieber gesell, ste aufUnd hilf mir heynt mit deiner chunst!Ich arbäit in der minne prunst.Gunterfay der snarchelt ser,40Ym traumpts, er fischet in dem mer.Waz scholt der helde sprechen?Der hals waz ym derlechen.9dUngpitig waz mein Triefnas,Er ward dem spilman ruoffent basUnd in die haustür possenMit swäin stainen grossen,5Mit einem steken chlocht er anUnd sprach: Ste auf, biderman!In den selben sachenDer spilman begond derwachenUnd wüst auf, sam ein wilder has.10Was ist dicz und was ist das?Ward er rüffend do ze stet;Sein weib daz warff er ab dem pett,Er wand, sey hiet diss alz getan.Ir teuscherin, so sprach der man,15Wes siertst mich heint die langen nacht?Bertschi hiet do schier gelacht,Do martret in der minne gluotSo ser, daz ym die nas pluot.Do daz verran, do schluog er an,20Er gie hin dan und ruoft dem man:Ste auf durch den reichen gotUnd ge mit mir, des ist mir not.Gunterfay was zornes vol,Dar zuo hiet er getrunken wol,25Er schre: Ge fuder, merhen sun,Un chlok nit me! Daz ist dein frum.Bertschin det daz schelten weUnd daz düczen dannocht me.** Er gedocht, ich sey ein wicht,30Und betörft ich dein so nicht,Ich zerschlüg dir kalb und kuoUnd deinen ruggen auch dar zuo.Nu muoss ich singen, wie du wilt.Doch kumpt ein tag, daz ich dirs gilt.35*** Süsse red die huob er an.Zürn nicht, lieber spilman!Ich pins, Triefnas; ge mit mir!Siben haller gib ich dir.Do dis erhörret Gunterfay,40Do huob er an ein anders gschräy.Ja, mein lieber herr, seyt irs?Ich bkant euch nicht, vergebt mirs!Also stuond er auf aldo,10Die augen wüscht er mit dem stro,Er suocht die pruoch, sey was verlorn,Doch hiet er ir noch wol enborn,Wär der sekel nicht ze den stunden5An die selben pruoch gepunden,Des mocht er do nicht an gesein,Daz gelt wolt er do legen drein.Dicz suochen truwen ward so lanch,Daz Bertschi dristund auf spranch10Von rehtem zorn, den er gewan.Chümpst nicht? ruoft er zu dem man.Ja, sprach diser, so geswind,Ist daz ich die bruoch vind.Des sprach Triefnas do vil drat:15Chüm, la sten daz niderwat!Ich gib dir phenning und die täschen,Ich schenk dir pier mit sampter fläschen.Wer waz fro, dann Gunterfäy?Er acht der pruoch nicht umb ein äy20Und cham her aus gestoben,Gerumpelt und geflogenMit seinem bekkin, daz waz new.Bertschi sprach: Nu plew und plewUnd lass uns heynt hofieren!25Ich zel dir dar mit vieren,Uber al daz bekk erschal,Daz es erchnal in perg und tal.Seu chomen hin zuo Meczleins haus,Die pot den ärs zum fenster aus.30Do sprach Bertschi yeso zhant:So wol mir, daz ich ie derchantDeinen amblik wol gestalt!Halt her, liebes Maczeli, halt!Des ward den andern allen35Daz tämer missevallen,Seu hietin gerner gschlaffen,Zuo Gunterfäyn si sprachen:Wes schläist uns heint mit deinem pheyffen?Wilt, daz wir dir dhant derstrichen?40Des antwurt in der Schollentrit:Lieben Herren, zürnet nicht!10bMich dunkt, er hab ins pad gschlagen,Wier schüllen uns da hin dertraben.Schollentritten glaubt man do,Yederman der ward so fro,5Daz er also zsteiteSich huob von seinem beite,Wen seu pey allen iren tagenHäiss pad chonden nie gehaben.Gunterfayn dem lieffens nâch,10Do waz er gflohen also gâchHin mit Bertschin sam ein fiess,Daz er sich nicht do vinden liess,Des müsten sey engelten.Ward in dhayn bad ie selten,15Daz mocht in dannocht selczner sein,Da mit seu chertens wider eyn.Triefnas der was fröden vol,In daucht er hiets gschaffet wol.Wie oft so ward mein narrel jehen:20Sym, so mir ein surt, ich han sey gsehen.Sein akergen waz gar da hin,Gen Mäczellein stund ym der sin.Der andern nacht so gie er ausUnd chriemelt in irs vattern haus.25Er macht sich in den chuostalAlso leis, daz ez nicht hal,Hinderd tür er sich verparg,Bis daz Mäczli melchend ward.Er cham her für and sprach: Nu sweig,30Liebes lieb! Minn dir nit läid!Ich pins, Bertschi; ghab dich wol!Ich mach dich aller fröden vol.Mäczli do so hart dercham,Daz sey Bertschin nit vernam35Und huob an zgreinen und auch gräyn.Näyna, Mäczli, näyna, näyn!Bertschi sprach, er was nicht faul,Die hand schluog er ir für daz maul,Ein zabeln huob sich und ein bossen,40Daz die milch ward umb gestossen.Daz gie der kuo ze herczen,Die hürner ward sie sterczenLüyen und auch rauschen10cEinmitten durch den hauffen.Sey craczt, er rauft, die kuo die stach,Daz wunder nie chain man gesach.In dem selben streben5Die kuo ward messen ebenBertschin über seinen dankZwen stich in einem swank,Der möht er wenich sein genesen,Wär sein dikker schop nicht gwesen.10Triefnas ward aldo vertriben,Mäczleins maul damit entliben,Dar umb sey rüffet und auch schre:Hie deup, hie deup, he he he he!Do man derhort fron Mäczen gschray,15Alleu gnad die was enzwäy;Der do wâpen haben macht,Der wappet sich hincz zmitter nacht.Erst do chammens her geflogenMit iren swerten aus gezogen20Und schreuwen alle: Was ist dicz?Sag uns, Friczo, durch poks swicz!Friczo sprach: In einem stalEin deup ist gewesen über al.Welt ir sein geruochen,25So schüllen wir in suochenUnter der erd und ob der erd,Ob uns der hürrensun nu werd.Des sein wir gpunden, sprachen sey.Fricz und seiner sünn drey30Wagten sich des ersten hin,Die andern chamen all nach hinIn den stal all über al.Vil laut erhal ir gschräy, ir schal,Seu schluogen greuleich in die wend.35Woy daz dich der tiefel schendWirdist ie ein biderb knecht,So chüm her für und mach es schlecht!Des pumbelns do die kuo verdrossUnd gab Friczen einen stoss,40Daz er belaib in seinem haus,Da mit die andern fluhend aus,Den deup man do nicht vinden maht,Bis hincz auf die dritten nacht.10dDa pracht in zuo die minne,Er gdacht in seinem sinne:Du muost dich heven aber ausUnd steygen auf meins puolen haus,5So wirst du sehen durch daz tach,Waz sey tuo und waz sey schaff.Wie schier er do hiet volleprachtAlles, daz er ym gedacht!Triefnas auf dem tache was,10Fricz mit seinen kindern sasPey dem feur und ass der ruoben,Bertschi wolt des zuo luogenUnd stiess daz haubet durch ein loch.Do waz er swärer, dann ein bloch;15Dar umb so muost er vallenVor den chindern allenUnd dem vatter in daz feur,Sam der tiefel ungeheur.Häl und kessel viel dahin20Mit Bertschin zuo seim ungewin.Wer mocht do lenger gpeyten?Der nicht enhiet ze reyten,Der floh mit henden und füssen,Daz chond ym nieman gpüssen.25Mäczli die was also lam,Das sey chaum zur stegen cham,Secht, do rumpelt sey hin ab,Sam ein ander mülrad.Die andern vielen all hin nach,30Ze fliehen was in also gach.Fricz der muost beleiben,Er mocht sich nicht gescheiben,Dar zuo hiet in pracht der schad,Den ym die chuo im stadel gab.35Do dicz nu also was geschehen,Fricz der ward sichs dings versehenUnd gedacht in seinem muot:Gluot ist gvallen in die gluot,Feur ist chömen zuo dem feur,40Daz schaft die Min, die Aventeur.Bertschi wolt verprinnenAusrenthalbe und innen.Do zoh in Friczo durch die äschenMit ruobwasser heyss gewäschen11

Dar zuo ward geschaffen,

Daz man auch scholte machen

Einen zaun all umb den plan.

Daz waz jo also schier getân

Und dar auf scholt man prügi legen30

Durch der schönen frawen wegen,

Die den turner scholten sehen.

Daz waz also schier geschehen

An den selben stunden.

Die rekken sich verpunden,35

Ein halbe chuo si frâssen

Und auf die esel sassen

Mit den kolben von dem stro.

Doch waz her Neythartz nit also,

Ich wil euch des beweisen,40

Sein knüttel waz von eysen,

Mit stro wol übermachet,

Won er vil läides schaffet8b

Taugenleichen mit gelimph

Allen gesellen in dem schimph.

In den plan seu ritten do

Nach irem alten sitten so5

Mit Gunterfäyn dem pheyffer,

Dem der pauch waz selten lär

Von ruoben und von gersten.

Also rant des ersten

Bertschi in dem ringe umb.10

Heya he, wie gsunt, wie jung

Bin ich an dem herczen mein!

Daz was do das jauchczen sein.

Wie ritterleichen kond er reyten

Mit den sporen zpayden seyten!15

Den kolben wand er umb daz haubt.

Er ist ein narr, der mir daz glaubt.

Dar nâch secht, der fröleich man

Macht sich an sein art hin dan

Zuo den seinen gsellen.20

Cer ander täyl sich zstellen

Trachtet an daz ander art.

Hie mit sprach der gast: Daz wart

Zuo den chäphern von dem gäw,

Die warent beschläyt von stro und häw.25

Hört, ir herren dfiessen,

Die portten schült ir schliessen

Die abgeworffnen heft in dan!

Das stet enk wol und ghört euch an.

Der turner ward herhaben,30

Schrenkpäum zuo geschlagen,

Seu ritten in enander,

Recht sam die säw von Flander,

Des tämers des ward gnuog und vil

In der gmäin bis an daz zil,35

Daz her Burchart Trollen vand

Und in zaümpt mit seiner hand.

Er sprach: Du muost dich mit mir traben

Und von ärs auff werden geschlagen.

Do mit so sach man Chnoczen40

Gen Triefnasen hoczen.

Er sprach: Nu gib dich zgfangen!

Es ist umb dich dergangen.

Ein flieher bist du vor gesin,

Dar umb so muost du leiden peyn.8c

Man fuort ein hin, den andern her

Besunder in dem turner.

Ieder viel in sattelpogen,

Er wär anders ab gezogen5

Und huob sich also vast,

Daz ym des atens gprast,

Die päyn die schlugens untnan zemen,

Daz man die ross nit kond genemen,

Doch ward mans pengeln mit dem stro,10

Daz die frawen schrien do

Von grundauf gar ze vollen:

Retta Bertschin und auch Trollen!

Daz hört her Troll, es gie ym zherczen,

Gen dem ritter ward er ferczen15

Und sprach: Daz sey dem gast geschankt!

Des ward ym ie so schier gedankt.

Her Neythart pand ym ab die hauben

Und craczt, daz yms pluot von augen

Schreyt, und mass im einen schlag,20

Daz er do unterm esel gelag.

Do mit waz er entrunnen

Und auch sein Hagen gwunnen.

Her Burkhart sprach: Nu schullen wir

Bertschin retten: volgend mir!25

Daz ist pilleich, sprachen sey.

Zuo Bertschin vegtens alle drey.

Do nu Triefnas hiet vernomen,

Daz sein gesellen wären chomen,

Starks gemüt er do gewan30

Und huob auch sein gespötte an.

Er sprach: Ich sicz so sanft und wol,

Daz mich joch nieman retten schol.

Pringt mir chäs und dar zu prot!

Ich pins nahent hungers tot.35

Daz prot man im vil schiere gab.

Triefnas peyss ein stukke ab

Und trukt es genczleich in den schlunt.

Wie laut er schre: Wie guot, wie gsunt!

Neythart lachen do began40

Chnoczen räyt er hintnan an

Und hub in auf von seinem phert,

Er warff in nider in die erd.

Die chäpfer namen in hin dan,

Die merhen muost er varen lan.8d

Do daz Eysengreyn dersach,

Es tet ym läid und ungemach,

Er hiet es zstet gerochen gern,

Do muost er sein von forht enbern.5

Der twerg hiet sich der er verwegen,

Er sprach: Sein muoss der tiefel phlegen!

Mit Bertschin zfechten ist enwicht,

Er hât gefressen und wir nicht.

Da mit so waz der turner aus,10

Den lüller hiess man trüllen auf.

Do ruoffet Geri mit dem kruog:

Nuwe ist sein yecz genuog.

** Des antwürt ir der pharrer do:

Sim so, du hürrrsun, so, du so!15

Winst, es seygin hodenschleg?

Daz dein der übel tiefel phleg!

*** Geri gswaig, doch sprach der gast:

Noch schüllen wir uns streken vast

Und in enander reyten20

Mit schlahen zallen seyten.

Daz häist der nachturner.

Secht, do wurdens gasslent her

Und rumplen unter enander

Sam wildeu swein von Flandern.25

Dicz dinch verzoch sich also lanch,

Bis ein nebel und ein tamph

Von leuten und von phärden

Sich huob von den gepärden,

Also daz yeso ze hant30

Nieman do den endern bkant.

Erst wir mügen spüren,

Ob sich her Neythart rüren

Chönd unter den gesellen

Mit schlahen und mit fellen.35

Es gescach ze stunden,

Daz man da hiete funden

Fünf turnierer wol getan

Gestreket nider in den plan

Und dar zuo gstossen und gschlagen.40

Man hiez in chörben fuder gtragen,

Daz schuoff her Neythartz pengellein,

Daz da so fro win scholta sein.

Dicz chond er dannocht teken

Vil sanft ward er sich streken9

Nider zuo den gesellen seyn

Und schier: Nuwe der lunggen mein,

Die in mir zerschlagen ist!

Des muos ich ligen in dem mist.5

Do daz die alten sahen,

Gemäinchleich seu des jahen,

** Daz si pey iren zeiten

So pöschleich nie gestreiten

Sahen, sam da was geschehen,10

Scholt mans für ein ernst ersehen;

Wolt mans aber zellen

Für einen schimph daz vellen,

So sprachens, daz seu nie chäin schimph

Gesahen mit dem ungelimph.15

Die gsellen wurden hin getragen.

*** Ein ander turner ward sich haben

Zwüschen eseln und den rossen,

Die wurden gumpend und auch poszen

So ser, daz niemand gtorst genâhen,20

Die esel und die merhen zvahen.

Do schluog des Trollen Hagen

Bertschins rüssin in den magen,

Daz sey älleu vieri

Strechet also schieri.25

Neythartz phart schluog hyntna auf

Eim esel zend und zungen aus,

Da mit er yeso tod gelag.

Daz waz niemand also schad,

Sam dem müllner von der wisen,30

Der Hagen hiet von im gelihen,

Und auch Chuonczen weib der Jutzen,

Die von lachen und von chutzen

Obnen ab der prügi viel

Also hart auf iren gyel,35

Daz ir die sel nit bleiben wolt

Und fuor do hin, daz faren scholt.

Dar um so ward ein gescray derhaben.

Hört, ir tohtern und ir chnaben,

Yederman far in sein haus!40

Dem schimph dem ist der poden aus.

Do mit so ward zerhauwen9b

Der zaun, vil e dann gepawen,

Schrenkpäyn nider gschlagen

Und hin und herr vertragen.

Do dicz so was ergangen,5

Die werlt sich macht von dannen,

Ein täil so mit dem toten weib,

Daz da verlor den seinen leib;

Daz ward man so ze hand begraben,

Daz was dem pharrer an schaden.10

Der ander täil der muosset ziehen

Den esel, der nit mocht gefliehen,

Und in emphelhen do den raben;

Daz was den wolfen ane schaden.

Der leste täil, daz muoss ich jehen,15

Gie da hin die recken sehen,

Die so sere warent geschlagen,

Dem wundarzet ane schaden.

Doch mocht her Neythart nit geniesen

Noch Bertschins des vil raine süssen.20

Die warint also schier genesen,

Sam in nie wär we gwesen,

Wan her Neythart kond sein schonen,

Dar umb wolt er chäym arczet lonen,

So hiet der minner hohen muot,25

Daz was ym zuo den wunden guot,

Er hiet gesprungen und getanczet,

Dar zuo gsungen und geswanczet,

Do mocht ym niempt den haber tragen.

Der gast der hiet sich hin getraben.30

Wie chond man Trollen läid zerstören?

Weder gsehen noch gehören

Mocht er, noch sein smerczen chlagen,

Also hart waz er geschlagen.

Chuonczen waz ein straich gemessen,35

Daz er tanczens hiet vergessen,

Dar zuo waz ims weibe tod,

Daz pracht ym jamer und auch not.

Wär dem twergen bas gelungen,

Wie gern er hiet mit Bertschin gsprungen!40

Do mohten in die füss nit tragen,

Also hart was er geschlagen.

Do sprach junkherr Eysengreyn

Und die andern gesellen seyn:9c

Swanczens chan uns nit behagen,

Also hart sein wir geschlagen,

Und ob joch des nu nicht emwär,

So macht uns doch daz wachen swär,5

So wir des morgens scholten eren,

Tröschen, sneyden, mäyn und perren.

Er müss dertrinken in dem kat,

Der uns hier zuo ie gepraht!

Dennocht Purkhart hiet gesungen10

Rayns gesanch in süzzer zungen,

Do moht ers nit an herczen haben,

Also ser waz er geschlagen.

Hie mit muost der Triefnas

Aünich bleyben, daz ist das,15

Doch wolt er nit er lassen ab,

Und dient frawn Mäczen nacht und tag

Mit sinnen und gedenken,

Von ir mocht er nicht wenken.

Des nahtes gie er alweg aus20

Und schläich hin zuo irs vattern haus,

Den läym den räyss er von der maur

Und peyss dar in, es waz nicht saur.

Fegend ward er her und hin,

Zuom türlein eyn stund ym der sin.25

Weil und zit was ym ze lanch,

Wie oft so huob er an und sanch:

Ich wil nach dir verderben,

Mäczli mein, nach dir so wil ich sterben.

Da mit so schiegt er hin zum laden,30

Ob ers gesehen da möcht haben.

Do vand er nit, daz tet ym zorn,

Also was sein gesanch verlorn.

Daz träib er oft und dar zuo dik,

Es half in läider nicht ein stik.35

Des chroch er zuo des pheyffers haus

Und sprach: Mein lieber gesell, ste auf

Und hilf mir heynt mit deiner chunst!

Ich arbäit in der minne prunst.

Gunterfay der snarchelt ser,40

Ym traumpts, er fischet in dem mer.

Waz scholt der helde sprechen?

Der hals waz ym derlechen.9d

Ungpitig waz mein Triefnas,

Er ward dem spilman ruoffent bas

Und in die haustür possen

Mit swäin stainen grossen,5

Mit einem steken chlocht er an

Und sprach: Ste auf, biderman!

In den selben sachen

Der spilman begond derwachen

Und wüst auf, sam ein wilder has.10

Was ist dicz und was ist das?

Ward er rüffend do ze stet;

Sein weib daz warff er ab dem pett,

Er wand, sey hiet diss alz getan.

Ir teuscherin, so sprach der man,15

Wes siertst mich heint die langen nacht?

Bertschi hiet do schier gelacht,

Do martret in der minne gluot

So ser, daz ym die nas pluot.

Do daz verran, do schluog er an,20

Er gie hin dan und ruoft dem man:

Ste auf durch den reichen got

Und ge mit mir, des ist mir not.

Gunterfay was zornes vol,

Dar zuo hiet er getrunken wol,25

Er schre: Ge fuder, merhen sun,

Un chlok nit me! Daz ist dein frum.

Bertschin det daz schelten we

Und daz düczen dannocht me.

** Er gedocht, ich sey ein wicht,30

Und betörft ich dein so nicht,

Ich zerschlüg dir kalb und kuo

Und deinen ruggen auch dar zuo.

Nu muoss ich singen, wie du wilt.

Doch kumpt ein tag, daz ich dirs gilt.35

*** Süsse red die huob er an.

Zürn nicht, lieber spilman!

Ich pins, Triefnas; ge mit mir!

Siben haller gib ich dir.

Do dis erhörret Gunterfay,40

Do huob er an ein anders gschräy.

Ja, mein lieber herr, seyt irs?

Ich bkant euch nicht, vergebt mirs!

Also stuond er auf aldo,10

Die augen wüscht er mit dem stro,

Er suocht die pruoch, sey was verlorn,

Doch hiet er ir noch wol enborn,

Wär der sekel nicht ze den stunden5

An die selben pruoch gepunden,

Des mocht er do nicht an gesein,

Daz gelt wolt er do legen drein.

Dicz suochen truwen ward so lanch,

Daz Bertschi dristund auf spranch10

Von rehtem zorn, den er gewan.

Chümpst nicht? ruoft er zu dem man.

Ja, sprach diser, so geswind,

Ist daz ich die bruoch vind.

Des sprach Triefnas do vil drat:15

Chüm, la sten daz niderwat!

Ich gib dir phenning und die täschen,

Ich schenk dir pier mit sampter fläschen.

Wer waz fro, dann Gunterfäy?

Er acht der pruoch nicht umb ein äy20

Und cham her aus gestoben,

Gerumpelt und geflogen

Mit seinem bekkin, daz waz new.

Bertschi sprach: Nu plew und plew

Und lass uns heynt hofieren!25

Ich zel dir dar mit vieren,

Uber al daz bekk erschal,

Daz es erchnal in perg und tal.

Seu chomen hin zuo Meczleins haus,

Die pot den ärs zum fenster aus.30

Do sprach Bertschi yeso zhant:

So wol mir, daz ich ie derchant

Deinen amblik wol gestalt!

Halt her, liebes Maczeli, halt!

Des ward den andern allen35

Daz tämer missevallen,

Seu hietin gerner gschlaffen,

Zuo Gunterfäyn si sprachen:

Wes schläist uns heint mit deinem pheyffen?

Wilt, daz wir dir dhant derstrichen?40

Des antwurt in der Schollentrit:

Lieben Herren, zürnet nicht!10b

Mich dunkt, er hab ins pad gschlagen,

Wier schüllen uns da hin dertraben.

Schollentritten glaubt man do,

Yederman der ward so fro,5

Daz er also zsteite

Sich huob von seinem beite,

Wen seu pey allen iren tagen

Häiss pad chonden nie gehaben.

Gunterfayn dem lieffens nâch,10

Do waz er gflohen also gâch

Hin mit Bertschin sam ein fiess,

Daz er sich nicht do vinden liess,

Des müsten sey engelten.

Ward in dhayn bad ie selten,15

Daz mocht in dannocht selczner sein,

Da mit seu chertens wider eyn.

Triefnas der was fröden vol,

In daucht er hiets gschaffet wol.

Wie oft so ward mein narrel jehen:20

Sym, so mir ein surt, ich han sey gsehen.

Sein akergen waz gar da hin,

Gen Mäczellein stund ym der sin.

Der andern nacht so gie er aus

Und chriemelt in irs vattern haus.25

Er macht sich in den chuostal

Also leis, daz ez nicht hal,

Hinderd tür er sich verparg,

Bis daz Mäczli melchend ward.

Er cham her für and sprach: Nu sweig,30

Liebes lieb! Minn dir nit läid!

Ich pins, Bertschi; ghab dich wol!

Ich mach dich aller fröden vol.

Mäczli do so hart dercham,

Daz sey Bertschin nit vernam35

Und huob an zgreinen und auch gräyn.

Näyna, Mäczli, näyna, näyn!

Bertschi sprach, er was nicht faul,

Die hand schluog er ir für daz maul,

Ein zabeln huob sich und ein bossen,40

Daz die milch ward umb gestossen.

Daz gie der kuo ze herczen,

Die hürner ward sie sterczen

Lüyen und auch rauschen10c

Einmitten durch den hauffen.

Sey craczt, er rauft, die kuo die stach,

Daz wunder nie chain man gesach.

In dem selben streben5

Die kuo ward messen eben

Bertschin über seinen dank

Zwen stich in einem swank,

Der möht er wenich sein genesen,

Wär sein dikker schop nicht gwesen.10

Triefnas ward aldo vertriben,

Mäczleins maul damit entliben,

Dar umb sey rüffet und auch schre:

Hie deup, hie deup, he he he he!

Do man derhort fron Mäczen gschray,15

Alleu gnad die was enzwäy;

Der do wâpen haben macht,

Der wappet sich hincz zmitter nacht.

Erst do chammens her geflogen

Mit iren swerten aus gezogen20

Und schreuwen alle: Was ist dicz?

Sag uns, Friczo, durch poks swicz!

Friczo sprach: In einem stal

Ein deup ist gewesen über al.

Welt ir sein geruochen,25

So schüllen wir in suochen

Unter der erd und ob der erd,

Ob uns der hürrensun nu werd.

Des sein wir gpunden, sprachen sey.

Fricz und seiner sünn drey30

Wagten sich des ersten hin,

Die andern chamen all nach hin

In den stal all über al.

Vil laut erhal ir gschräy, ir schal,

Seu schluogen greuleich in die wend.35

Woy daz dich der tiefel schend

Wirdist ie ein biderb knecht,

So chüm her für und mach es schlecht!

Des pumbelns do die kuo verdross

Und gab Friczen einen stoss,40

Daz er belaib in seinem haus,

Da mit die andern fluhend aus,

Den deup man do nicht vinden maht,

Bis hincz auf die dritten nacht.10d

Da pracht in zuo die minne,

Er gdacht in seinem sinne:

Du muost dich heven aber aus

Und steygen auf meins puolen haus,5

So wirst du sehen durch daz tach,

Waz sey tuo und waz sey schaff.

Wie schier er do hiet vollepracht

Alles, daz er ym gedacht!

Triefnas auf dem tache was,10

Fricz mit seinen kindern sas

Pey dem feur und ass der ruoben,

Bertschi wolt des zuo luogen

Und stiess daz haubet durch ein loch.

Do waz er swärer, dann ein bloch;15

Dar umb so muost er vallen

Vor den chindern allen

Und dem vatter in daz feur,

Sam der tiefel ungeheur.

Häl und kessel viel dahin20

Mit Bertschin zuo seim ungewin.

Wer mocht do lenger gpeyten?

Der nicht enhiet ze reyten,

Der floh mit henden und füssen,

Daz chond ym nieman gpüssen.25

Mäczli die was also lam,

Das sey chaum zur stegen cham,

Secht, do rumpelt sey hin ab,

Sam ein ander mülrad.

Die andern vielen all hin nach,30

Ze fliehen was in also gach.

Fricz der muost beleiben,

Er mocht sich nicht gescheiben,

Dar zuo hiet in pracht der schad,

Den ym die chuo im stadel gab.35

Do dicz nu also was geschehen,

Fricz der ward sichs dings versehen

Und gedacht in seinem muot:

Gluot ist gvallen in die gluot,

Feur ist chömen zuo dem feur,40

Daz schaft die Min, die Aventeur.

Bertschi wolt verprinnen

Ausrenthalbe und innen.

Do zoh in Friczo durch die äschen

Mit ruobwasser heyss gewäschen11


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