Des ward Bertschi fröden vol,Es geviel ym alles wolUnd sprach: Ich wil und muoss sey haben,35Hiecz mir all mein freunt erschlagen.Wie ich mag, sey muoss mir werden,Scholt ein ganczes land verderben!Des nam er seinen freunt dar zuo,Engelmaren Farindkuo40Und seinen vetter Gumpost,Herman den Rürenmost,Niggeln Fesafögellin,Janseln Snellagödellin,Hafenschleken, Nagenfleken,17cSchlinddenspek und OfenstekenUnd den alten Colman,Den scholt ich vor genennet han,Nabelräybern mit dem stil,5Und anderer erberer leuten vil.Er ruoffet seinen mumen,Juczin ScheyssindpluomenUnd Elsbethen Völlipruoch,Engeldrauden Erenfluoch,10Snatereinen, Töreleynen,Juncfrawn Feynen mit der seynenUnd die alten LäichdenmanMit dem blöden reffzan,Die sich daucht so wiczich sein.15Die châmend all zuo im hin ein,Seu wurden alleu umb in stenUnd frâgen, wes er wolt begen,Daz scholt er freileich in verjehen.Bertschi sprach: Daz sey geschehen!20Sein parlament so huob er an:Hört, ir frawen und auch man,Lieben freunt, vernempt mich ebenUnd geruocht mir rât ze geben!Ich mag nicht lenger sein an weib,25Scholtz mich chosten meinen leyb.Ich han mir eineu ausderkorn,Die mir ze sälden ist geporn.Ich muoss sey han, es tuot mir not,Anders ich würd ligen tot.30Daz ist ein dink, daz ich euch bitt,Und trauw, ir sayt mir treuleich mitAn rât und auch an hilf dar zuo.** Des antwürt ym do Farindiekuo,Der sein nächster öhaym was:35Ich chan dir nicht geraten bas,Tuo ein dink, daz wesen muoss,Und acht nicht umb einr hennen fuoss,Was man sing und was man sag!Des hilf ich dir, so vil ich mag.40Des wunders mich joch gar bevilt,Daz du von uns nu haben wiltRât umb sach nach deiner sag,17dDie anders nit gewesen mag.Hin wider sprach do Triefnas:Wetter zieggel, was ist das?Wer chan iederman gevallen5In ernst, in schymph und auch in schallen?Nie chayn dink daz ward so schlecht,Güter rat der chäm ym reht.Dar umb Cumpost wiczen vol,Rât mir, wie ich faren schol!10Gumpost der huob an und sayt:Ich brüf, daz in der cristenhäytDreu ding man vindet guot von art,Zuo den nie guot ze raten wartDurch der grossen fluochen wegen,15Die man geyt den rategeben,Daz ist zuo einem münch ze werden,Weyt ze farn auf diser erdenUnd auch zuo der hailigen e.Also sag ich dir nicht me.20Doy, was wunders was ist das?Sprach do Bertschi Triefnas.Wie mag yemer misselingenWeisem rat zuo guten dingen?Nu dar, mein lieber Rürenmost,25Gib mir warm in disem frost,Mach mir chuol in diser hiczMit deinem rât von chluoger wicz!Rürenmost der sprach aldo:Dein dink daz ist gestalt also,30Daz du jo reuwich muost beleiben,Welhen weg du dich wilt scheiben.Nimpst ein weib, dicz wesen muos,Daz dir wirt sorgen niemer buoss,Arbayt get dir selten ab.35Merk vil eben, was ich sag!Hast du danne weibes nicht,Chäin sälde deinen leib geschicht,So wilt dein äygen pluot verderben,Ein frömder gast der wirt dich erben.40Do daz nu Bertschi so vernam,Von läid er von ym selber cham,Er sprach: Nu we mir heut den tod!18Umb und umb ist angst und not.Fesafögili sag an,Was tät noch ein cristen man?Des huob der guot man an und sprach:5Wir horrend, daz in disem bachIeder furt ist bös ze reyten;Dar umb so lassen wir die seitten,Die die böser ist genant,Und kerin zuo der bessern hand!10Daz ist, du scholt also beleibenAn eim weib dein zeyt vertriben.Scheyssindpluomen dicz vernam,Wie schier sey huob ir chläffen an,Des auch nicht zfersweigen was!15Sey sprach: Her Niggel, wisset das,Ein weiser man der chan her zellenAlleu stuk und dar aus wellen,Was daz besser wesen schol;Dar inn man spürt sein wicze wol.20Daz böser habt ir aus gelesen,Des muost ir unser narr wesen.Ist nicht wäger, daz ein manHab ein frawen wolgetan,Die sein phlege nacht und tag25Mit flisse, so sey beste mag,Dann daz er also beleibArm und ellend an ein weib?Was sorgen wil er danne haben?Der sich vekeut mag betragen,30Daz ym gesund ist an dem leben,Wil er gutter sinnen phlegen.Snellagödili vil dratSprach: Dicz dink wil haben râtUnd bedarff noch wiczen vil.35Es ist nicht ein chindenspil.Wissz, das besser ist, ze sterben,Dann ein böses weib erwerben,Die dich sirtet durch daz jarTaugenleich und offenbar40Mit schelten und mit fluochen,Mit straffen und versuochen.Nieman mag vor ir genesen.Pist du aus dem haus gewesen,18bSo snarchelcz her in irm zornUnd spricht: Du hast dein trew verlornGen mir, des muost du liden;Du gest zuo andern weiben.5Stest du aver in dem haus,So sprichtz: Die nunn kümpt niemer aus,Mich duncht, es sey ein stubenritter,Er stinkt so saur, er feist so bitterIn der äschen bi dem feur,10Daz mir alleu fröd ist teur.Emphilhst du ir das haus mit sampt,So wil sey herschen in dem ampt.Wilt du dir ein täil behalten,So sprichcz: Sein müss der tiefel walten!15Getar er mir getruwen nicht?Ich stift im gift dem bösen wicht.Seczt sey dir dann hürner an,So muost du tuon recht sam ein man,Der sein laster schol verswigen,20Und sam ein wolf gefangen lygen.Dar zuo sprach frou Follipruoch:Mich zympt, du seist der weiben fluoch.Waistu nicht, daz in aller habGuot und bös man vinden mag?25Dar umb spricht ein wiser man:Suoch ein weib nicht verr hin dan!Wilt du aber einen herren,Sich den vinde die von verren,Von dem dich mügest brechen wol,30Halt er dich nicht, sam er schol.Hie pey macht du merken gar,Wie ein man ym reht dervarEin weib geschikt von guoter art,Vor der käin dink nie besser ward;35Wenn beleibst du in dem haus,Sey ist dein phleg, sey wart dir aus;Verst du aus, sey ist dein segen;Gest du ein, sey kümpt hin gegenMit irem minnechleichen gruos,40Er tuot dir alles leides buoss.So hâcz mit trewen schon behuotHaus und er und ander guot.Haffenschlek enmocht dicz nit leiden.Er sprach: Waz schol ich fürbas sweigen?18cSiha, wunder, was die chlaft!Sey wil uns leren kauffmanschaftZuo weiben, dar an ieder manBetrogen wirt, wie vil er chan.5Man versuochet älle dinch,E daz man den chauff volprinch,Dann alläin die fäigen frawen,Die sich so selten lâssen schauwenÄigenchleichen vor der e.10Daz pringt vil mangem jamers we,Der im da lernet gar ze spâtDie tädel, die sein weibe hât.Erenfluoch der ward so gâchZe reden, daz sey sich vil nach15Besäichet hiet ze stunde.Seu ruoft aus irem schlunde:Her Hafenschlek, ir seicz ein chnecht,Der wider got und widers rechtWüsten wil die häiligen e;20Daz muot mich ser und tuot mir we.Sagt mir, wo habt irs gelesen,Daz yecleich weib schol ubel wesen?Habt ir noch nicht daz gesehen,Daz man iedem wol schol jehen,25All die wil er nicht enistBewärt ein mensch mit böser list?Dis verhörret Nagenflek,Er schre: Sim, siha durch ein zwek!Die hat gelernt nach irm versehen30Der siben chünste vierzehen.Noch wäiss sey wenich, daz die schriftFür wârs von allen frawen spricht:Von natur ist iecleich weibUnkeusch gar an irem leib.35Snattereyna dicz verreit.Sey sprach: Und ist es noch nicht wett,So hörr noch eins, daz sag ich dir.Wer nach seines herczen girLeben wil, der tuot nicht recht,40Es sey ritter oder knecht.Dar umb so hat uns got gegebenBeschäidenhait, nach der wir lebenGmäynchleich und nit sam die hund,Den käyn er ist worden chunt.45Schlinddenspek sich macht herfür,18dEr sprach: Hy yo, was ich noch spürMü und zerung pey der e!Gnuog und vil und dannocht meHaben muost du so zehant5Gelt und reiches pettgewant,Frawencläynet, hausgeschier,Cläyder vil für ander vier,Wein und brot und fläisch und visch,Und anders ghört zum tisch,10Haus und hof und knecht und vichÄker, wisen. Bertschi, sich,Merk und höre, waz seyn wirt,Daz uns armen leute syrt.Töreleyna: Sim so15Mich dunkt, du seyst gmacht us stro,Also get dir von dem mundToren red ze diser stund.Du sprichst, wil er ein frawen haben,So muoss er gelt im pautel tragen,20Dar zuo gewand und ander ding.Hörr ein anders, daz ich sing!Sag mir, wie tet Adam,Der dhain phenning nie gewanUnd lebt neunhundert jar und mer25Mit eren in der alten e.War zuo ist daz bette guot?Sichstu nit, wie ein Unger tuot,Der nie kain vedergwand gesachUnd schaft im dannocht guot gmach?30Wilt du haben ander gewand,Sich ein weib von Spangenland,Die kain andreu chläider hat,Ein leinlachen ist ir wat,Gestrichet ob der achseln zuo,35Da mit so hütet sey der kuoUnd get zuo fuoss, wie schon sey spint,Und träyt ein wiegen mit eim kint.Frawen chläynet, was ist daz?Daz ist ir tugend, die vil bass40Zierent schon ein yecleich weib,Dan mit perlen chrönter leib.Hausgeschier daz ist wol guot,So tuo, sam oft ein soldner tuot,Der ym umb einen schilling vint45Küchingrait zuo seim gesint.Mag er dan nicht wein gehaben,So schol er sich mit wasser laben,19Sam ein man von Preussenland,Dem chäyn weinreb ist derkant.Wem ist dann des fläisches not?Ein prediger hat wangel rot,5Dar zuo fäissü angesichtUnd doch kains ochsen nicht.Du retst umb visch? Du bist nicht weis.Wis, es ist ein herren speis.Der wein und pfeffer nith enhab,10Der tuo sich aller vischen ab.Haus und hoff daz ist ein er.Hörr, wie tuot ein Lamparter,Der in eins andern herberch stetUnd sich noch dreistund bas beget15Mit seinem gelte fru und spat,Dan der daz haus geschaffet hat.So sprichst du: Wo ist knecht und dirn?Mich dunkt, du seist ein tabigs hirn.Wer nicht haben mag en knecht,20Der dien ym selber, daz ist recht.Nu muoss oft einr eim andern dienenUnd ym in seinen drüssel gienen.Vich ist nücz nach deiner sag:Ja, äss es weder nacht noch tag,25Geschäch im von kaym schalmen laydNoch von wolfen auf der häid.Acker, wisen wärind guot,Bhielt seu got vorm schaur behuotUnd vor frömder sichel gar,30Vor mausen und vor vogel schar.Protz des ist uns allen not:Gelobt sey er, der uns es bot!Doch bedarff man sein nicht vil,Der nach der masse leben wil.35Nach der weisen lerer sagKainem man gebresten mag,Der sich benügt, die weil er wert,Des, da die sein nataur begert.Ofenstek dar uber sprach:40Jamer not und ungemachIst noch an den weiben vil,Sam ich euchs beschaiden wil.Ist sey schön und junger tagen,Kain guot du macht von ir gehaben,45Du pist versmacht, so kans auch nicht.19bSo ist es swär nach meinr versicht,Ein dinch ze halten sunderbar,Nach dem man stellet durch daz jar.Ist sey alt und ungeschaffen,5So mag sey anders nicht dan klaffen.Du bist versaumpt, sey fröwt dich nicht,So ist auch hart, sam man da spricht,Ewekleich ein dinch ze halten,Des da niemant wil gewalten.10Hat sey dann der freunden vil,So träyst du sorg zuo allem spil,Ob ir einer richt scandUnd pring dich sampt mit ym vom land.Die armen nagend dich aufs päyn,15Die reichen achtend dein vil kläyn.Wilt du leben ungeschlagen,So muost sey für ein frawen haben.Ist sey ungefreund und arm,So hast du wirser nie gevarn.20Wie oft man dirs in daugen schlecht,Du hast dich gnidert und gswecht,Du bist ze einem bettler wordenMit weib und kindern gar verdorben.Junchfraw Fina sprach zehant:25Yederman der sayt sein tant,So wil ich auch den meinen anHeven, so ich beste kan.Ofenstech, noch pist ein gpaur.Waz sayt der maister von nataur?30Spricht er nicht, daz seubreu gstaltRains gemüt in ir behalt?Dar umb schol kain weiser manSchones weib für übel han.Ist sey jung und chan nicht vil,35Dar zuo ich dir sagen wil,Daz sey noch gelernet wol,Was ein hausfraw kunnen schol.Sey lât sich piegen und auch smiegen,Sam ein kindel in der wiegen.40Muost du dann ein alteu haben,Daz scholt du dannocht wol verklagen.Sey ist dein amm und peut dirs wol,Sey tuot dir alles, das sei schol.Mag sey dann nit kinder tragen,45So scholt sey für ein muoter haben.Ist sey dann nicht hubsch, daz sey,19cSo scheynt sey dester bas da pey.Wie schon ich das bewaren magNach der chluogen logich sag,Ye ungestalter ist ein weib5Ye mer sey zieret iren leibMit bstreychen und aufmachen,Mit gwand und andern sachen,Ye mer sey dann gezieret ist,Ye schöner scheynt sey ze der frist.10Warta, warta, durch ein schäiss,Was sey der sophistrey wäiss!Sprach do Ofenstech vil drat.Der tiefel dichs geleret hat.Nu dar, daz sey des tages guot!15So sag, wie er des nachtes tuot,Wan sey so nakent pey ym leit,Ungetan recht sam ein scheit!Des antwurt sey ym so ze stet:Kain liecht so lass er pey dem pett,20Des mag er auch geraten wolZe ligen, da man schlaffen schol.Ist nu, daz er wenich gesicht,Ir ungestalt die schadet nicht,Wan an dem griff sind älleu weib25Des einen leders, wie mans treib.Ze gelicher weis ist es gestaltUmb de hünr, die manichvaltFedern tragend in der heut,Und so mans pringet für die leut30Auf den tisch gepraten häiss,So zaygents doch nur ein fläsch.So waynn ich auch in minem muot,Du sprechist, es werd selten guot,Ze hoch ze weiben und ze nider;35Dar umb so sag ich dir hinwider:Welher wil mit sälden reichen,Der füg sich zuo den sein geleichen!Do nu die red ein end gewan,Die alt fro Berchta Läychdenman40Ruoft vil laut: O jungeu kinder,Ez seczt den wagen für die rinder.Wisst ir nicht, daz alter hatFür die andern weisen rât?Dar umb so was ze heven an45Pey unserm vattern ColmanUnd nit ze rauschen in dem ratEinr fürn andern ungefragt.Dar zuo sprach do Engelmar:19dDie red ist an ir selben war,Doch sprichst sey mit neyder list,Won du die aller eltest pist.Der rât wär graten ze schanden,5Hiet mans nit understandenMit stangen und mit rechen.Bertschi huob an ze sprechen:Ir herren, wisst, es ist nicht recht,So man daz chrumb schol machen schlecht,10Daz man es noch danne chrumber mach.Da mit und er zuo Colman sprach:Du waist wol, daz ze aller zeitIn dem rât und in dem streitDie ersten und die lesten15Schüllen sein die besten;Dar umb sag an, vil guoter man,Was daz wäygist sey getan.Colman sprach aus chluogem sin:Wisst, daz her chumen pin20Lüsens und nicht claffens wegen,Won mir got geruocht ze gebenOren zway und einen mund.Da pey schol euch auch wesen kund,Daz einer wenich reden schol,25Hören vil, so tuot er wol.Hin wider sayt do Triefnas:Wiss, daz mir gevellet basWeyseu red in guoter zungen,Dann ein sweigen von dem stummen.30Mas ist guot zuo allen dingen,Bessers chan ich dir nicht singen.Also huob der grawe manSein red vil züchtichleichen an:Daz sprüchwart ist mir oft gsäit:35Alter part hat weisshäit.Dar zuo pin ich worden innen:Iunges hirn phligt cluoger sinnen.So duncht mich auch, sam gwissen ist,Die frawen sind nicht ane list.40Daz hab ich sunderleichen gesehenIn disem rât, des muoss ich jehen.Hie ist gerürt so mancher puntUnd auch geschäyt so gar von grunt,Daz ich euch nichcz gesagen chan,45Dann kindelred, die heb ich an.20Nu hin, daz sey, das yecleich weibFrom und erber sey von leib,Daz doch läider nicht gewesenMag, sam ich es han gelesen.5Dannocht fügt dir dhaine nicht.Hört, was uns die warhait spricht!Niemant zwain hern gedienen magSchon und eben nacht and tag.So macht du nicht gevallen10Deinem weib mit schallenUnd mit andacht deinem got.Daz sag ich dir aus kaynem spot,Wie gleich es tönt ze einem zilDer psalter mit dem saitenspil.15Dar zuo hab ich auch gelesen,Wil ein man behalten wesen,So bedarff er weibes nicht;Daz ist auch war nâch meinr versicht.Hie mit legt sey sich da nider20Auf die benk und in daz gefider;Du muost sey für ein siechen haltenUnd von ir nimer dich geschalten.Und voll, wan sey nu swanger wirt,Wann sey nu dann daz kind gepirt,25So spricht man, daz sey genesen sey.Hörr, was ich versten da pey!Sey ist genesen glich sam der,Dem zergangen ist ein geswerUnd der rut ist an gevallen,30Das swer ich allen pey sant Gallen.Secht ir nicht, daz erst sich hebtKindelgeschräy und kindelpett,Windel waschen, kindel paden?Darzuo muoss man ammen haben.35Chamerweib die getrunkend me,Dann man wassers vind ym se,Seu fressent vil und sagent an,Es hab daz kindel alz getan.Diss ist dannocht alz ein wind,40Bis daz jo nu gewachst daz kind.Erst so muoss man leiden haben,Wie mans erleich muog betragenMit chläidern und mit nerungMit geschüch und ander zerung.45Den knaben muoss man besorgen20bDen abent und den morgenVor stelen und vor raubenOffenbar und taugen,Vor schlahen und vor stechen,5Vor knüsten und auch brechen;Die tother muoss man behutenVor laster und vor wüten,Vor schuolern und vor phaffen,In heusern und in gassen.10Nu dar, daz sei derlitten!So hat daz kind den sitten.Wenn nu der leib und selGewaget hat umb guot und erIm ze fröden und ze gewin,15Daz es ym spricht in seinem sin:Zarter vatter, wärist begraben,Daz ich das erbe mocht gehaben!Des jamers wirt man selten an,Wie schön daz kindel sey getan.20Wirt es aver gar verlornOder lam und plint geborn,Zum narren oder zstummen,So ist uns erst zrunnenAlleu fröd und sälichäit.25Die mär sein euch von mir gesayt.Doch hiet ich uch ze sagen mer,So matrent mich der huost so ser,Daz ich es nicht volpringen mag,Waz ich in den sinnen trag.30Do die rede so vergie,Käyner kond gewissen, wieMan scholt da wider sprechen.Seu warend gar derlechenUnd woltens alleu mit ym han,35Dan die alt fraw Läichenman,Die sich ieso furher macht.Wie laut sie spächt, wie ser sey pracht!Und tätin mir die zend nicht we,Ich hiet euch wol geantwurt e.40Mit urläib sprich ichs, liebeu kinder,Aus kelbern werdent stärkeu rinder,Mit dem man pauwet und auch ert,So in die hurner werdent hert.Hie pei scholt es merken das,45Die weil ich chlainer tagen was,Do verstuond ich mich auch chläyn,20cDo red ich, sam die kind gemäin,Und tet auch nach der jungen orden:Nu pin ich, secht, zum menschen wordenUnd han verworffen kindel spil,5Dar umb so wisst, daz ich nicht wilVolgen eines mannes sag,So ich daz besser haben mag.Ir scholt mirs nicht für übel haben,Her Colman, daz ich euch wil sagen.10Do ir es scholtent heben anZe raten sam ein weiser man,Daz ertrich ward sich wegenUnd über sich derheben,Ich forcht, ein drak scholt kumen her,15Do sach ich zuo, es was ein scher,Plint und plöd und ungestalt,Den wil ich temmen also baldUnd heven an den lesten an,So ich nu aller beste chan.20Ir sprecht, ir hiet uns mer gesäyt,Do mocht ir nicht vor huostes läid.Nu dar, der huost der ist do hin:Sagt, waz hiet ir in dem sin?Des äntwört so her Colman:25Lengeu red stet übel an,Dar umb so sag ich anders nicht,Dann kurzeu wörter, die man spricht.Daz gwarest spruchwart daz ist daz:Einiger vatter füret bas30Syben kinder durch einn gatter,Dann siben kinder einen vatter.Hie mit, fraw von hoher list,Tuot es durch den süssen CristUnd zaigt uns ewer wiczichäit!35Ze lernen was ich ie berayt.Do sprach Laychdenman zehant:Her Colman, wisst, es ist ein schand,Ze lernen einen greysen partt,Syben und sibenczig jaren alt;40Doch ist böser wann ein manPey alten zeiten nicht enkanUnd ym auch lernen nicht enwil,Des hat er schand und lasters vil.Dar umb so merk die rede mein,45Welt ir bas geleret sein.20dGot, do er geschaffen hietDaz erste mensch in rechter liebUnd ym verpott des öpfels mas,Die geschepht sein trew vergas5Und des schepfers gpott zerprach.Dar umb so hab kain ungemach,Ob dir deineu kinder nichtDankin nach deinr zuoversicht,Won du deinen vordern so10Gelonet hast mit haberstro.Doch so muoss ich dir des sprechen:Ein man ist sneller vil, ze rechenSeinen vatter, dann daz kind,Ob seu ym päydeu gsmähet sind.15So sprichst, der rede sey genuog,Claffen vil sey narren fuog.Daz möcht sich alles wol begen,Woltist du die red versten,Für uppig und verdrossen,20Für schedleich ungenossen;Aver ist die zunge guotUnd nücz, sey kaynen schaden tuot,So mags auch nicht zlange gesein,Daz leg dir in daz hercze dein.25Hast du nie gehöret, dasGrosses vich wil michel gras?Da vor so hast du uns gesäytDen grosten jâmer und daz läid,Die wir tragin auf und nider,30Hat daz kind nicht älleu gelider.Hier zuo sag ich dir geswind:Wiss, daz edler ist ein kind,Hatz ein wesen in der hell,Dan dacz mans für nichti zell.35Hörr auf, sprach da Colman.Mich duncht, der aller vilest kan,Der leugt and fäillet aller mäystWider got und seinen gaist.Waist nicht, daz die warhäyt spricht40Von Jaudessen dem falschen wicht,Sein dink hiet ym vil bas gedigen,Wär er ungeporn beliben.Seth, daz tet fraw Leichdenman zorn.Wie nâch sey hiet ir sin verlorn!21Sey sprach: Verhört, her Colman!Mich duncht, ir leugt euch selber an.Ir sprecht, daz lernen euch behagUnd welt mich straffen nacht und tag;5Daz stet nicht wol, es ist kain rechtVon einem schuoler oder knecht.Wolt ir lernen, sweigt und hörrtMit ganczer dyemuot hie und dört!Des sprach do Cholman zuchtichleich:10Genad, vil liebeu sädenreich,Hab ich wider euch gjehen,Daz ist umb anders nicht geschehen,Dann daz ich die wârhayt garMit red und widerred dervar.15Ich zweiveln in der vinster ler,Helft mir, fraw, durch ewer er!Ja du, sayt du Laychdenman.Noch so wilt mirs gewinnen an.Woltist solicheu rede tuon,20Du möchtist chomen noch ze suonn.Wiss, ich pin da wider nicht.Waz got tuot und was er spricht,Ich sich es mit der warhait gen,Der es gar eben mag versten.25Dar zuo ist die glos vil guot,Wan der text uns zwivel tuot.Daz sey uns beschäyde schonRechtes sinns in chlugem don.Nu spricht mein text: Das böste ist,30Nichcz nicht wesen älleu frist;So säyt der, dem daz besser wär,Dem gotzverräyter nicht so swär,Ob er gewesen wär ungporn,Wan sein sel ist gar verlorn.35Hie pei so dunkt dein wiczichäit,Es si ein widerwartikäyt;Daz wil ich so geleichen dir,Es ist auch war, gelaub es mir,Wäger war ym das, daz er gesnitten40Von seiner muoter wär enmitten,Dan daz er geporn wartUnd die muoter nicht enstarb,Won er sey bschlieff dar nach vil tag,Den hals er schluog dem vatter ab.21bEin anders glösel also spricht:Wäger wär ym, daz er nichtPey Cristes zeiten wär geporn,Won daz schuoff im disen zorn.5Doch schol diss ein end haben!Alleu mär sein nicht ze sagenUnd schüllen cheren zuo der sach,Die dein torhäit vor dem sprachUmb die chinder, die da geporn10Werdent tod und gar velorn.Hie verleust der vatter anZe geleicher weis recht sam der man,Dem man yeso gebent wirtEin paum, der taubeu nüssel gepirt.15So hâst gerett gar âne not,Daz kind beger des vatters tod.Was schad mir daz, sam man da spricht,Gedench und wünsch mich chrenkent nicht?So spricht man leide fruo und spat20Von gewachsner kinden missetât.Hie für so ist daz lernen guotUnd daz straffen, daz man tuotJungen kinden nacht und tag,Die wil man seu gepegen mag.25Was sayst danne von der zerung,Von den chlaydern und von nerung?Wäyst nicht, daz der mensche werdenSchol derzogen auf dirr erdenMit einem sach, mit gfüger speis,30Wil man in machen from und weis,In seiden alten werdend,Vil reich und sälich sterbend?So ist kain gelt dem jungen guot,Dem die zerung schaden tuot.35Macht dann alter weiben nichtGehalten nach der ammen phlicht,So emphilch der muoter zartIr kind, daz sey sein selber wartMit saugen, hüten und auch phlegen.40Daz ist dir von nataur gegeben.Was chlafft von windelen und von wäschen,Die weil daz wasser und die äschenMit holcz und altem leingewandSind so wolfäyl in dem land.45Da pey so wilt uns auch derschrechn21cMit kindel geschray und kinderpetten,Mit siechtuom und mit arebayt:So hab dir daz von mir gesayt:Äigen haus und aigen chind5Machend grosseu mü ze windUnd klaineu fröd ze paradeys.Der red ich dich also beweis:Ist der smid in seinem haus,So stet er von ym selber auf10Und smidet lustleich uber tag,Daz er den gewin im peutel hab;Ist er in eines smitten,In dunckt, er hab ein jar gelitten,So er gearbayt einen tag,15Wie chlain er sich geheven magAus dem pett des morgens fruo,Wan daz gelt get ym nicht zuo.Greynt mein kind, mich dunkt es sing,So wol gevellet mir die stimm;20Es ist dem nachgepauren schad,Der da bey nicht geschlaffen mag.Hab ich dann äiger in dem haus,Da mach ich grösseu hüner aus,Die mich dunchent fäysser sein,25Dann des mullners mesteswein.Nuss und prott auf meinem tischSmekend bas, dann all die visch,Die der marchgraf von FerrärGäb mir, ob ich pey ym wär.30Sprichst du aver, daz ein manAn ein weib müg haus gehan,Das ist nicht stät nach meinr versicht,Won es enhat des grundes nicht.Die gruntfest ist ein bider weib,35Die daz haus mit irem leibAufenthalt mit manigen sachen,Mit kochen und mit kindermachen.Wirt sey siech und dar zuo blöd,So wirtz auch gesunt, daz ist ein fröd.40Du hast gelesen in der gschrift,Ein man bedorff des weibes nicht,Ob er gottes reichs geruoch.Waz ghort daz zuo grawem tuoch?Ist nit da geschriben pey,45Daz ym daz weibe schedleich sey?So hört ich pey der ersten sag:Niemant zwäin gdienen mag.21dDas merke, zwäin, sam ich es vind,Die enander wider sind.So ist dein weib der tiefel nicht;Dar umb so acht ich wenich der gschrift5Und ker mich lieber an daz wort,Daz ich hab funden an eim ort,Und spricht, daz nicht allayn die maitWesizent ewich sälichait,Es mag auch sein, daz gmähelt leut10Wehalten werden mit der heut,Wie gewar es ist und nicht ein trom.Sant Eustächi, purger ze Rom,Hiet ein weib und dar zuo kind,Die sampt mit ym wehalten sind,15Und ander grösser hailigen vil.Claff nu, wer dergaffen wil!Do die red sich hiet verdrapt,Der an Cholman sich gehabtHiet, der warff sich wider umb;20Da mit so ward die tädinch krumb.Dennocht ruort sich alter partHin wider umb ein ander vart.Er sprach: Dis muoss der tiefel gebenOder got mit sinen segen,25Daz ein weib zuo disen stundenSo genczleich hat mich uberwundenAn beschaidenhäit und an der gschrift.Doch so mag ich gelauben nicht,Daz Mäczli fuog dehainem man,30Dem die welt der eren gan,Die so flach ist, dar zuo hinkt,Der der aten also stinkt.Sey ist so bugglocht und so churcz,Der eren acht sey nit ein furcz.35Wie swarcz sey ist und ungevar,Vor schand sey niempt genennen tar.Do hatz auch nicht, daz ist der galg.War zuo ist uns diser balg,Den die fliegen so beschissen40Hant und auch die hund zerrissen?Laychdenman huob wider an:Sym, was er chan der schymlig zan!Wiss, ich sag dirs unter daugenWilt du der warhait nicht gelauben,22So gelaubt man aver das von dir,Du seysts ein esel und ein stir.Was säist du uns mit deiner list?Du waist noch wenich, wer du pist?5Ist sey chrofecht, kumph und lam,Do schol man sey für edel han.Stincht ir aten uber tag,Kain frömder sey gehüssen mag.Ist sey kurcz und hogrocht vil,10Dest minr tuochs sey haben wil.Gesicht sey wenich an den augen,So machs auch kind, daz scholt du gelauben.Der swarczen frawen michil ist guot,Grosses tuttli gypt ir gnuog;15Rosen wängel, roter mundSind vil scheder, dann gesund,Won sey oft die jungen chnabenMachent alt in kurczen tagen.Schones har die frawen irt,20An dem gepett die man es siert.Nüczer ist ein gärnel spinnen,Dann mit pürsten härli swingen.Rürenzumph ist sey genant,Daz ist allaine dem ein schand,25Der sey also haissen wolt,Do man sey zcristan machen scholt.Chan sey dan geparen nicht,Von rechten treuwen daz geschicht;Und hiet sey joch die wol geporn30Ir er in süsser minn verlorn,So gdient er antlass nach der schrift,Der sich zuor e mit ir verphlicht.Ist sey arm, nu hin, daz sey!Dannocht lebt sey noch da pey,35Sey schlaft dest bas und furcht ir nitVor teupen und vor feursch gschicht.Es ist behuot ir leib und guot,So hats verguot, wie man ir tuot.Neid ir auch nicht kan geschaden,40Daz recht wir sehend armuot haben,Von der noch vil ze sagen wär,Wurd daz püchel nicht ze swär.Hörr zuo, was der weis gepeut!Von rehter liebschaft sich die leut45Nemen schollen, nit umb geltSo sein seu sälig in der welt.Nu dar, so hat seu Bertschi lieb,Dar umb so sing ich ym das lieb:22bPertschi Mäczen nemen scholZuo seinem weib, so tuot er wol.Do sängelt junker Triefnas:Ich gehöret nie gesingen bas,5Noch ward der tädinch also vilHin und wider ze dem zil,Daz in swindelt an den sinnen.Ieder schre: Ich wil verprinnenUnd dertrinken in der wicz,10In dem rât und in dem swicz.Wir möhtens ewicleichen treiben.Dar umb so lassin wirs weleibenOder hörrin all gemäinDes torffes schreiber muoters äin,15Der hat der bücher vil gelesen,Und waz er sag, daz sei geschehen!Henreicze der ward ausderwelt,Ze einem gemainen man gestelt,Daz er die urtäil scholte geben.20Der sprach: Nu dar, vernempt mich eben!Ir hietind wol ein weisern funden,Doch geschieht es ze den stunden,Daz ein närrli vindt ein list,Die dem weisen selczen ist.25Ich sich wol, warumb es gevältHabt und ganczleich nichcz dertäilt;Es seyt gestanden ze den wiczen,So man mit ruwen scholte siczen;Ir habt gereimet und geticht;30Chlugeu sach wil reymens nicht.Wer mag ein disputyerenMit gmessner red florieren?Dar umb so secz ich mich da hinUnd sag euch schlethleich minen sin.35
Des ward Bertschi fröden vol,Es geviel ym alles wolUnd sprach: Ich wil und muoss sey haben,35Hiecz mir all mein freunt erschlagen.Wie ich mag, sey muoss mir werden,Scholt ein ganczes land verderben!Des nam er seinen freunt dar zuo,Engelmaren Farindkuo40Und seinen vetter Gumpost,Herman den Rürenmost,Niggeln Fesafögellin,Janseln Snellagödellin,Hafenschleken, Nagenfleken,17cSchlinddenspek und OfenstekenUnd den alten Colman,Den scholt ich vor genennet han,Nabelräybern mit dem stil,5Und anderer erberer leuten vil.Er ruoffet seinen mumen,Juczin ScheyssindpluomenUnd Elsbethen Völlipruoch,Engeldrauden Erenfluoch,10Snatereinen, Töreleynen,Juncfrawn Feynen mit der seynenUnd die alten LäichdenmanMit dem blöden reffzan,Die sich daucht so wiczich sein.15Die châmend all zuo im hin ein,Seu wurden alleu umb in stenUnd frâgen, wes er wolt begen,Daz scholt er freileich in verjehen.Bertschi sprach: Daz sey geschehen!20Sein parlament so huob er an:Hört, ir frawen und auch man,Lieben freunt, vernempt mich ebenUnd geruocht mir rât ze geben!Ich mag nicht lenger sein an weib,25Scholtz mich chosten meinen leyb.Ich han mir eineu ausderkorn,Die mir ze sälden ist geporn.Ich muoss sey han, es tuot mir not,Anders ich würd ligen tot.30Daz ist ein dink, daz ich euch bitt,Und trauw, ir sayt mir treuleich mitAn rât und auch an hilf dar zuo.** Des antwürt ym do Farindiekuo,Der sein nächster öhaym was:35Ich chan dir nicht geraten bas,Tuo ein dink, daz wesen muoss,Und acht nicht umb einr hennen fuoss,Was man sing und was man sag!Des hilf ich dir, so vil ich mag.40Des wunders mich joch gar bevilt,Daz du von uns nu haben wiltRât umb sach nach deiner sag,17dDie anders nit gewesen mag.Hin wider sprach do Triefnas:Wetter zieggel, was ist das?Wer chan iederman gevallen5In ernst, in schymph und auch in schallen?Nie chayn dink daz ward so schlecht,Güter rat der chäm ym reht.Dar umb Cumpost wiczen vol,Rât mir, wie ich faren schol!10Gumpost der huob an und sayt:Ich brüf, daz in der cristenhäytDreu ding man vindet guot von art,Zuo den nie guot ze raten wartDurch der grossen fluochen wegen,15Die man geyt den rategeben,Daz ist zuo einem münch ze werden,Weyt ze farn auf diser erdenUnd auch zuo der hailigen e.Also sag ich dir nicht me.20Doy, was wunders was ist das?Sprach do Bertschi Triefnas.Wie mag yemer misselingenWeisem rat zuo guten dingen?Nu dar, mein lieber Rürenmost,25Gib mir warm in disem frost,Mach mir chuol in diser hiczMit deinem rât von chluoger wicz!Rürenmost der sprach aldo:Dein dink daz ist gestalt also,30Daz du jo reuwich muost beleiben,Welhen weg du dich wilt scheiben.Nimpst ein weib, dicz wesen muos,Daz dir wirt sorgen niemer buoss,Arbayt get dir selten ab.35Merk vil eben, was ich sag!Hast du danne weibes nicht,Chäin sälde deinen leib geschicht,So wilt dein äygen pluot verderben,Ein frömder gast der wirt dich erben.40Do daz nu Bertschi so vernam,Von läid er von ym selber cham,Er sprach: Nu we mir heut den tod!18Umb und umb ist angst und not.Fesafögili sag an,Was tät noch ein cristen man?Des huob der guot man an und sprach:5Wir horrend, daz in disem bachIeder furt ist bös ze reyten;Dar umb so lassen wir die seitten,Die die böser ist genant,Und kerin zuo der bessern hand!10Daz ist, du scholt also beleibenAn eim weib dein zeyt vertriben.Scheyssindpluomen dicz vernam,Wie schier sey huob ir chläffen an,Des auch nicht zfersweigen was!15Sey sprach: Her Niggel, wisset das,Ein weiser man der chan her zellenAlleu stuk und dar aus wellen,Was daz besser wesen schol;Dar inn man spürt sein wicze wol.20Daz böser habt ir aus gelesen,Des muost ir unser narr wesen.Ist nicht wäger, daz ein manHab ein frawen wolgetan,Die sein phlege nacht und tag25Mit flisse, so sey beste mag,Dann daz er also beleibArm und ellend an ein weib?Was sorgen wil er danne haben?Der sich vekeut mag betragen,30Daz ym gesund ist an dem leben,Wil er gutter sinnen phlegen.Snellagödili vil dratSprach: Dicz dink wil haben râtUnd bedarff noch wiczen vil.35Es ist nicht ein chindenspil.Wissz, das besser ist, ze sterben,Dann ein böses weib erwerben,Die dich sirtet durch daz jarTaugenleich und offenbar40Mit schelten und mit fluochen,Mit straffen und versuochen.Nieman mag vor ir genesen.Pist du aus dem haus gewesen,18bSo snarchelcz her in irm zornUnd spricht: Du hast dein trew verlornGen mir, des muost du liden;Du gest zuo andern weiben.5Stest du aver in dem haus,So sprichtz: Die nunn kümpt niemer aus,Mich duncht, es sey ein stubenritter,Er stinkt so saur, er feist so bitterIn der äschen bi dem feur,10Daz mir alleu fröd ist teur.Emphilhst du ir das haus mit sampt,So wil sey herschen in dem ampt.Wilt du dir ein täil behalten,So sprichcz: Sein müss der tiefel walten!15Getar er mir getruwen nicht?Ich stift im gift dem bösen wicht.Seczt sey dir dann hürner an,So muost du tuon recht sam ein man,Der sein laster schol verswigen,20Und sam ein wolf gefangen lygen.Dar zuo sprach frou Follipruoch:Mich zympt, du seist der weiben fluoch.Waistu nicht, daz in aller habGuot und bös man vinden mag?25Dar umb spricht ein wiser man:Suoch ein weib nicht verr hin dan!Wilt du aber einen herren,Sich den vinde die von verren,Von dem dich mügest brechen wol,30Halt er dich nicht, sam er schol.Hie pey macht du merken gar,Wie ein man ym reht dervarEin weib geschikt von guoter art,Vor der käin dink nie besser ward;35Wenn beleibst du in dem haus,Sey ist dein phleg, sey wart dir aus;Verst du aus, sey ist dein segen;Gest du ein, sey kümpt hin gegenMit irem minnechleichen gruos,40Er tuot dir alles leides buoss.So hâcz mit trewen schon behuotHaus und er und ander guot.Haffenschlek enmocht dicz nit leiden.Er sprach: Waz schol ich fürbas sweigen?18cSiha, wunder, was die chlaft!Sey wil uns leren kauffmanschaftZuo weiben, dar an ieder manBetrogen wirt, wie vil er chan.5Man versuochet älle dinch,E daz man den chauff volprinch,Dann alläin die fäigen frawen,Die sich so selten lâssen schauwenÄigenchleichen vor der e.10Daz pringt vil mangem jamers we,Der im da lernet gar ze spâtDie tädel, die sein weibe hât.Erenfluoch der ward so gâchZe reden, daz sey sich vil nach15Besäichet hiet ze stunde.Seu ruoft aus irem schlunde:Her Hafenschlek, ir seicz ein chnecht,Der wider got und widers rechtWüsten wil die häiligen e;20Daz muot mich ser und tuot mir we.Sagt mir, wo habt irs gelesen,Daz yecleich weib schol ubel wesen?Habt ir noch nicht daz gesehen,Daz man iedem wol schol jehen,25All die wil er nicht enistBewärt ein mensch mit böser list?Dis verhörret Nagenflek,Er schre: Sim, siha durch ein zwek!Die hat gelernt nach irm versehen30Der siben chünste vierzehen.Noch wäiss sey wenich, daz die schriftFür wârs von allen frawen spricht:Von natur ist iecleich weibUnkeusch gar an irem leib.35Snattereyna dicz verreit.Sey sprach: Und ist es noch nicht wett,So hörr noch eins, daz sag ich dir.Wer nach seines herczen girLeben wil, der tuot nicht recht,40Es sey ritter oder knecht.Dar umb so hat uns got gegebenBeschäidenhait, nach der wir lebenGmäynchleich und nit sam die hund,Den käyn er ist worden chunt.45Schlinddenspek sich macht herfür,18dEr sprach: Hy yo, was ich noch spürMü und zerung pey der e!Gnuog und vil und dannocht meHaben muost du so zehant5Gelt und reiches pettgewant,Frawencläynet, hausgeschier,Cläyder vil für ander vier,Wein und brot und fläisch und visch,Und anders ghört zum tisch,10Haus und hof und knecht und vichÄker, wisen. Bertschi, sich,Merk und höre, waz seyn wirt,Daz uns armen leute syrt.Töreleyna: Sim so15Mich dunkt, du seyst gmacht us stro,Also get dir von dem mundToren red ze diser stund.Du sprichst, wil er ein frawen haben,So muoss er gelt im pautel tragen,20Dar zuo gewand und ander ding.Hörr ein anders, daz ich sing!Sag mir, wie tet Adam,Der dhain phenning nie gewanUnd lebt neunhundert jar und mer25Mit eren in der alten e.War zuo ist daz bette guot?Sichstu nit, wie ein Unger tuot,Der nie kain vedergwand gesachUnd schaft im dannocht guot gmach?30Wilt du haben ander gewand,Sich ein weib von Spangenland,Die kain andreu chläider hat,Ein leinlachen ist ir wat,Gestrichet ob der achseln zuo,35Da mit so hütet sey der kuoUnd get zuo fuoss, wie schon sey spint,Und träyt ein wiegen mit eim kint.Frawen chläynet, was ist daz?Daz ist ir tugend, die vil bass40Zierent schon ein yecleich weib,Dan mit perlen chrönter leib.Hausgeschier daz ist wol guot,So tuo, sam oft ein soldner tuot,Der ym umb einen schilling vint45Küchingrait zuo seim gesint.Mag er dan nicht wein gehaben,So schol er sich mit wasser laben,19Sam ein man von Preussenland,Dem chäyn weinreb ist derkant.Wem ist dann des fläisches not?Ein prediger hat wangel rot,5Dar zuo fäissü angesichtUnd doch kains ochsen nicht.Du retst umb visch? Du bist nicht weis.Wis, es ist ein herren speis.Der wein und pfeffer nith enhab,10Der tuo sich aller vischen ab.Haus und hoff daz ist ein er.Hörr, wie tuot ein Lamparter,Der in eins andern herberch stetUnd sich noch dreistund bas beget15Mit seinem gelte fru und spat,Dan der daz haus geschaffet hat.So sprichst du: Wo ist knecht und dirn?Mich dunkt, du seist ein tabigs hirn.Wer nicht haben mag en knecht,20Der dien ym selber, daz ist recht.Nu muoss oft einr eim andern dienenUnd ym in seinen drüssel gienen.Vich ist nücz nach deiner sag:Ja, äss es weder nacht noch tag,25Geschäch im von kaym schalmen laydNoch von wolfen auf der häid.Acker, wisen wärind guot,Bhielt seu got vorm schaur behuotUnd vor frömder sichel gar,30Vor mausen und vor vogel schar.Protz des ist uns allen not:Gelobt sey er, der uns es bot!Doch bedarff man sein nicht vil,Der nach der masse leben wil.35Nach der weisen lerer sagKainem man gebresten mag,Der sich benügt, die weil er wert,Des, da die sein nataur begert.Ofenstek dar uber sprach:40Jamer not und ungemachIst noch an den weiben vil,Sam ich euchs beschaiden wil.Ist sey schön und junger tagen,Kain guot du macht von ir gehaben,45Du pist versmacht, so kans auch nicht.19bSo ist es swär nach meinr versicht,Ein dinch ze halten sunderbar,Nach dem man stellet durch daz jar.Ist sey alt und ungeschaffen,5So mag sey anders nicht dan klaffen.Du bist versaumpt, sey fröwt dich nicht,So ist auch hart, sam man da spricht,Ewekleich ein dinch ze halten,Des da niemant wil gewalten.10Hat sey dann der freunden vil,So träyst du sorg zuo allem spil,Ob ir einer richt scandUnd pring dich sampt mit ym vom land.Die armen nagend dich aufs päyn,15Die reichen achtend dein vil kläyn.Wilt du leben ungeschlagen,So muost sey für ein frawen haben.Ist sey ungefreund und arm,So hast du wirser nie gevarn.20Wie oft man dirs in daugen schlecht,Du hast dich gnidert und gswecht,Du bist ze einem bettler wordenMit weib und kindern gar verdorben.Junchfraw Fina sprach zehant:25Yederman der sayt sein tant,So wil ich auch den meinen anHeven, so ich beste kan.Ofenstech, noch pist ein gpaur.Waz sayt der maister von nataur?30Spricht er nicht, daz seubreu gstaltRains gemüt in ir behalt?Dar umb schol kain weiser manSchones weib für übel han.Ist sey jung und chan nicht vil,35Dar zuo ich dir sagen wil,Daz sey noch gelernet wol,Was ein hausfraw kunnen schol.Sey lât sich piegen und auch smiegen,Sam ein kindel in der wiegen.40Muost du dann ein alteu haben,Daz scholt du dannocht wol verklagen.Sey ist dein amm und peut dirs wol,Sey tuot dir alles, das sei schol.Mag sey dann nit kinder tragen,45So scholt sey für ein muoter haben.Ist sey dann nicht hubsch, daz sey,19cSo scheynt sey dester bas da pey.Wie schon ich das bewaren magNach der chluogen logich sag,Ye ungestalter ist ein weib5Ye mer sey zieret iren leibMit bstreychen und aufmachen,Mit gwand und andern sachen,Ye mer sey dann gezieret ist,Ye schöner scheynt sey ze der frist.10Warta, warta, durch ein schäiss,Was sey der sophistrey wäiss!Sprach do Ofenstech vil drat.Der tiefel dichs geleret hat.Nu dar, daz sey des tages guot!15So sag, wie er des nachtes tuot,Wan sey so nakent pey ym leit,Ungetan recht sam ein scheit!Des antwurt sey ym so ze stet:Kain liecht so lass er pey dem pett,20Des mag er auch geraten wolZe ligen, da man schlaffen schol.Ist nu, daz er wenich gesicht,Ir ungestalt die schadet nicht,Wan an dem griff sind älleu weib25Des einen leders, wie mans treib.Ze gelicher weis ist es gestaltUmb de hünr, die manichvaltFedern tragend in der heut,Und so mans pringet für die leut30Auf den tisch gepraten häiss,So zaygents doch nur ein fläsch.So waynn ich auch in minem muot,Du sprechist, es werd selten guot,Ze hoch ze weiben und ze nider;35Dar umb so sag ich dir hinwider:Welher wil mit sälden reichen,Der füg sich zuo den sein geleichen!Do nu die red ein end gewan,Die alt fro Berchta Läychdenman40Ruoft vil laut: O jungeu kinder,Ez seczt den wagen für die rinder.Wisst ir nicht, daz alter hatFür die andern weisen rât?Dar umb so was ze heven an45Pey unserm vattern ColmanUnd nit ze rauschen in dem ratEinr fürn andern ungefragt.Dar zuo sprach do Engelmar:19dDie red ist an ir selben war,Doch sprichst sey mit neyder list,Won du die aller eltest pist.Der rât wär graten ze schanden,5Hiet mans nit understandenMit stangen und mit rechen.Bertschi huob an ze sprechen:Ir herren, wisst, es ist nicht recht,So man daz chrumb schol machen schlecht,10Daz man es noch danne chrumber mach.Da mit und er zuo Colman sprach:Du waist wol, daz ze aller zeitIn dem rât und in dem streitDie ersten und die lesten15Schüllen sein die besten;Dar umb sag an, vil guoter man,Was daz wäygist sey getan.Colman sprach aus chluogem sin:Wisst, daz her chumen pin20Lüsens und nicht claffens wegen,Won mir got geruocht ze gebenOren zway und einen mund.Da pey schol euch auch wesen kund,Daz einer wenich reden schol,25Hören vil, so tuot er wol.Hin wider sayt do Triefnas:Wiss, daz mir gevellet basWeyseu red in guoter zungen,Dann ein sweigen von dem stummen.30Mas ist guot zuo allen dingen,Bessers chan ich dir nicht singen.Also huob der grawe manSein red vil züchtichleichen an:Daz sprüchwart ist mir oft gsäit:35Alter part hat weisshäit.Dar zuo pin ich worden innen:Iunges hirn phligt cluoger sinnen.So duncht mich auch, sam gwissen ist,Die frawen sind nicht ane list.40Daz hab ich sunderleichen gesehenIn disem rât, des muoss ich jehen.Hie ist gerürt so mancher puntUnd auch geschäyt so gar von grunt,Daz ich euch nichcz gesagen chan,45Dann kindelred, die heb ich an.20Nu hin, daz sey, das yecleich weibFrom und erber sey von leib,Daz doch läider nicht gewesenMag, sam ich es han gelesen.5Dannocht fügt dir dhaine nicht.Hört, was uns die warhait spricht!Niemant zwain hern gedienen magSchon und eben nacht and tag.So macht du nicht gevallen10Deinem weib mit schallenUnd mit andacht deinem got.Daz sag ich dir aus kaynem spot,Wie gleich es tönt ze einem zilDer psalter mit dem saitenspil.15Dar zuo hab ich auch gelesen,Wil ein man behalten wesen,So bedarff er weibes nicht;Daz ist auch war nâch meinr versicht.Hie mit legt sey sich da nider20Auf die benk und in daz gefider;Du muost sey für ein siechen haltenUnd von ir nimer dich geschalten.Und voll, wan sey nu swanger wirt,Wann sey nu dann daz kind gepirt,25So spricht man, daz sey genesen sey.Hörr, was ich versten da pey!Sey ist genesen glich sam der,Dem zergangen ist ein geswerUnd der rut ist an gevallen,30Das swer ich allen pey sant Gallen.Secht ir nicht, daz erst sich hebtKindelgeschräy und kindelpett,Windel waschen, kindel paden?Darzuo muoss man ammen haben.35Chamerweib die getrunkend me,Dann man wassers vind ym se,Seu fressent vil und sagent an,Es hab daz kindel alz getan.Diss ist dannocht alz ein wind,40Bis daz jo nu gewachst daz kind.Erst so muoss man leiden haben,Wie mans erleich muog betragenMit chläidern und mit nerungMit geschüch und ander zerung.45Den knaben muoss man besorgen20bDen abent und den morgenVor stelen und vor raubenOffenbar und taugen,Vor schlahen und vor stechen,5Vor knüsten und auch brechen;Die tother muoss man behutenVor laster und vor wüten,Vor schuolern und vor phaffen,In heusern und in gassen.10Nu dar, daz sei derlitten!So hat daz kind den sitten.Wenn nu der leib und selGewaget hat umb guot und erIm ze fröden und ze gewin,15Daz es ym spricht in seinem sin:Zarter vatter, wärist begraben,Daz ich das erbe mocht gehaben!Des jamers wirt man selten an,Wie schön daz kindel sey getan.20Wirt es aver gar verlornOder lam und plint geborn,Zum narren oder zstummen,So ist uns erst zrunnenAlleu fröd und sälichäit.25Die mär sein euch von mir gesayt.Doch hiet ich uch ze sagen mer,So matrent mich der huost so ser,Daz ich es nicht volpringen mag,Waz ich in den sinnen trag.30Do die rede so vergie,Käyner kond gewissen, wieMan scholt da wider sprechen.Seu warend gar derlechenUnd woltens alleu mit ym han,35Dan die alt fraw Läichenman,Die sich ieso furher macht.Wie laut sie spächt, wie ser sey pracht!Und tätin mir die zend nicht we,Ich hiet euch wol geantwurt e.40Mit urläib sprich ichs, liebeu kinder,Aus kelbern werdent stärkeu rinder,Mit dem man pauwet und auch ert,So in die hurner werdent hert.Hie pei scholt es merken das,45Die weil ich chlainer tagen was,Do verstuond ich mich auch chläyn,20cDo red ich, sam die kind gemäin,Und tet auch nach der jungen orden:Nu pin ich, secht, zum menschen wordenUnd han verworffen kindel spil,5Dar umb so wisst, daz ich nicht wilVolgen eines mannes sag,So ich daz besser haben mag.Ir scholt mirs nicht für übel haben,Her Colman, daz ich euch wil sagen.10Do ir es scholtent heben anZe raten sam ein weiser man,Daz ertrich ward sich wegenUnd über sich derheben,Ich forcht, ein drak scholt kumen her,15Do sach ich zuo, es was ein scher,Plint und plöd und ungestalt,Den wil ich temmen also baldUnd heven an den lesten an,So ich nu aller beste chan.20Ir sprecht, ir hiet uns mer gesäyt,Do mocht ir nicht vor huostes läid.Nu dar, der huost der ist do hin:Sagt, waz hiet ir in dem sin?Des äntwört so her Colman:25Lengeu red stet übel an,Dar umb so sag ich anders nicht,Dann kurzeu wörter, die man spricht.Daz gwarest spruchwart daz ist daz:Einiger vatter füret bas30Syben kinder durch einn gatter,Dann siben kinder einen vatter.Hie mit, fraw von hoher list,Tuot es durch den süssen CristUnd zaigt uns ewer wiczichäit!35Ze lernen was ich ie berayt.Do sprach Laychdenman zehant:Her Colman, wisst, es ist ein schand,Ze lernen einen greysen partt,Syben und sibenczig jaren alt;40Doch ist böser wann ein manPey alten zeiten nicht enkanUnd ym auch lernen nicht enwil,Des hat er schand und lasters vil.Dar umb so merk die rede mein,45Welt ir bas geleret sein.20dGot, do er geschaffen hietDaz erste mensch in rechter liebUnd ym verpott des öpfels mas,Die geschepht sein trew vergas5Und des schepfers gpott zerprach.Dar umb so hab kain ungemach,Ob dir deineu kinder nichtDankin nach deinr zuoversicht,Won du deinen vordern so10Gelonet hast mit haberstro.Doch so muoss ich dir des sprechen:Ein man ist sneller vil, ze rechenSeinen vatter, dann daz kind,Ob seu ym päydeu gsmähet sind.15So sprichst, der rede sey genuog,Claffen vil sey narren fuog.Daz möcht sich alles wol begen,Woltist du die red versten,Für uppig und verdrossen,20Für schedleich ungenossen;Aver ist die zunge guotUnd nücz, sey kaynen schaden tuot,So mags auch nicht zlange gesein,Daz leg dir in daz hercze dein.25Hast du nie gehöret, dasGrosses vich wil michel gras?Da vor so hast du uns gesäytDen grosten jâmer und daz läid,Die wir tragin auf und nider,30Hat daz kind nicht älleu gelider.Hier zuo sag ich dir geswind:Wiss, daz edler ist ein kind,Hatz ein wesen in der hell,Dan dacz mans für nichti zell.35Hörr auf, sprach da Colman.Mich duncht, der aller vilest kan,Der leugt and fäillet aller mäystWider got und seinen gaist.Waist nicht, daz die warhäyt spricht40Von Jaudessen dem falschen wicht,Sein dink hiet ym vil bas gedigen,Wär er ungeporn beliben.Seth, daz tet fraw Leichdenman zorn.Wie nâch sey hiet ir sin verlorn!21Sey sprach: Verhört, her Colman!Mich duncht, ir leugt euch selber an.Ir sprecht, daz lernen euch behagUnd welt mich straffen nacht und tag;5Daz stet nicht wol, es ist kain rechtVon einem schuoler oder knecht.Wolt ir lernen, sweigt und hörrtMit ganczer dyemuot hie und dört!Des sprach do Cholman zuchtichleich:10Genad, vil liebeu sädenreich,Hab ich wider euch gjehen,Daz ist umb anders nicht geschehen,Dann daz ich die wârhayt garMit red und widerred dervar.15Ich zweiveln in der vinster ler,Helft mir, fraw, durch ewer er!Ja du, sayt du Laychdenman.Noch so wilt mirs gewinnen an.Woltist solicheu rede tuon,20Du möchtist chomen noch ze suonn.Wiss, ich pin da wider nicht.Waz got tuot und was er spricht,Ich sich es mit der warhait gen,Der es gar eben mag versten.25Dar zuo ist die glos vil guot,Wan der text uns zwivel tuot.Daz sey uns beschäyde schonRechtes sinns in chlugem don.Nu spricht mein text: Das böste ist,30Nichcz nicht wesen älleu frist;So säyt der, dem daz besser wär,Dem gotzverräyter nicht so swär,Ob er gewesen wär ungporn,Wan sein sel ist gar verlorn.35Hie pei so dunkt dein wiczichäit,Es si ein widerwartikäyt;Daz wil ich so geleichen dir,Es ist auch war, gelaub es mir,Wäger war ym das, daz er gesnitten40Von seiner muoter wär enmitten,Dan daz er geporn wartUnd die muoter nicht enstarb,Won er sey bschlieff dar nach vil tag,Den hals er schluog dem vatter ab.21bEin anders glösel also spricht:Wäger wär ym, daz er nichtPey Cristes zeiten wär geporn,Won daz schuoff im disen zorn.5Doch schol diss ein end haben!Alleu mär sein nicht ze sagenUnd schüllen cheren zuo der sach,Die dein torhäit vor dem sprachUmb die chinder, die da geporn10Werdent tod und gar velorn.Hie verleust der vatter anZe geleicher weis recht sam der man,Dem man yeso gebent wirtEin paum, der taubeu nüssel gepirt.15So hâst gerett gar âne not,Daz kind beger des vatters tod.Was schad mir daz, sam man da spricht,Gedench und wünsch mich chrenkent nicht?So spricht man leide fruo und spat20Von gewachsner kinden missetât.Hie für so ist daz lernen guotUnd daz straffen, daz man tuotJungen kinden nacht und tag,Die wil man seu gepegen mag.25Was sayst danne von der zerung,Von den chlaydern und von nerung?Wäyst nicht, daz der mensche werdenSchol derzogen auf dirr erdenMit einem sach, mit gfüger speis,30Wil man in machen from und weis,In seiden alten werdend,Vil reich und sälich sterbend?So ist kain gelt dem jungen guot,Dem die zerung schaden tuot.35Macht dann alter weiben nichtGehalten nach der ammen phlicht,So emphilch der muoter zartIr kind, daz sey sein selber wartMit saugen, hüten und auch phlegen.40Daz ist dir von nataur gegeben.Was chlafft von windelen und von wäschen,Die weil daz wasser und die äschenMit holcz und altem leingewandSind so wolfäyl in dem land.45Da pey so wilt uns auch derschrechn21cMit kindel geschray und kinderpetten,Mit siechtuom und mit arebayt:So hab dir daz von mir gesayt:Äigen haus und aigen chind5Machend grosseu mü ze windUnd klaineu fröd ze paradeys.Der red ich dich also beweis:Ist der smid in seinem haus,So stet er von ym selber auf10Und smidet lustleich uber tag,Daz er den gewin im peutel hab;Ist er in eines smitten,In dunckt, er hab ein jar gelitten,So er gearbayt einen tag,15Wie chlain er sich geheven magAus dem pett des morgens fruo,Wan daz gelt get ym nicht zuo.Greynt mein kind, mich dunkt es sing,So wol gevellet mir die stimm;20Es ist dem nachgepauren schad,Der da bey nicht geschlaffen mag.Hab ich dann äiger in dem haus,Da mach ich grösseu hüner aus,Die mich dunchent fäysser sein,25Dann des mullners mesteswein.Nuss und prott auf meinem tischSmekend bas, dann all die visch,Die der marchgraf von FerrärGäb mir, ob ich pey ym wär.30Sprichst du aver, daz ein manAn ein weib müg haus gehan,Das ist nicht stät nach meinr versicht,Won es enhat des grundes nicht.Die gruntfest ist ein bider weib,35Die daz haus mit irem leibAufenthalt mit manigen sachen,Mit kochen und mit kindermachen.Wirt sey siech und dar zuo blöd,So wirtz auch gesunt, daz ist ein fröd.40Du hast gelesen in der gschrift,Ein man bedorff des weibes nicht,Ob er gottes reichs geruoch.Waz ghort daz zuo grawem tuoch?Ist nit da geschriben pey,45Daz ym daz weibe schedleich sey?So hört ich pey der ersten sag:Niemant zwäin gdienen mag.21dDas merke, zwäin, sam ich es vind,Die enander wider sind.So ist dein weib der tiefel nicht;Dar umb so acht ich wenich der gschrift5Und ker mich lieber an daz wort,Daz ich hab funden an eim ort,Und spricht, daz nicht allayn die maitWesizent ewich sälichait,Es mag auch sein, daz gmähelt leut10Wehalten werden mit der heut,Wie gewar es ist und nicht ein trom.Sant Eustächi, purger ze Rom,Hiet ein weib und dar zuo kind,Die sampt mit ym wehalten sind,15Und ander grösser hailigen vil.Claff nu, wer dergaffen wil!Do die red sich hiet verdrapt,Der an Cholman sich gehabtHiet, der warff sich wider umb;20Da mit so ward die tädinch krumb.Dennocht ruort sich alter partHin wider umb ein ander vart.Er sprach: Dis muoss der tiefel gebenOder got mit sinen segen,25Daz ein weib zuo disen stundenSo genczleich hat mich uberwundenAn beschaidenhäit und an der gschrift.Doch so mag ich gelauben nicht,Daz Mäczli fuog dehainem man,30Dem die welt der eren gan,Die so flach ist, dar zuo hinkt,Der der aten also stinkt.Sey ist so bugglocht und so churcz,Der eren acht sey nit ein furcz.35Wie swarcz sey ist und ungevar,Vor schand sey niempt genennen tar.Do hatz auch nicht, daz ist der galg.War zuo ist uns diser balg,Den die fliegen so beschissen40Hant und auch die hund zerrissen?Laychdenman huob wider an:Sym, was er chan der schymlig zan!Wiss, ich sag dirs unter daugenWilt du der warhait nicht gelauben,22So gelaubt man aver das von dir,Du seysts ein esel und ein stir.Was säist du uns mit deiner list?Du waist noch wenich, wer du pist?5Ist sey chrofecht, kumph und lam,Do schol man sey für edel han.Stincht ir aten uber tag,Kain frömder sey gehüssen mag.Ist sey kurcz und hogrocht vil,10Dest minr tuochs sey haben wil.Gesicht sey wenich an den augen,So machs auch kind, daz scholt du gelauben.Der swarczen frawen michil ist guot,Grosses tuttli gypt ir gnuog;15Rosen wängel, roter mundSind vil scheder, dann gesund,Won sey oft die jungen chnabenMachent alt in kurczen tagen.Schones har die frawen irt,20An dem gepett die man es siert.Nüczer ist ein gärnel spinnen,Dann mit pürsten härli swingen.Rürenzumph ist sey genant,Daz ist allaine dem ein schand,25Der sey also haissen wolt,Do man sey zcristan machen scholt.Chan sey dan geparen nicht,Von rechten treuwen daz geschicht;Und hiet sey joch die wol geporn30Ir er in süsser minn verlorn,So gdient er antlass nach der schrift,Der sich zuor e mit ir verphlicht.Ist sey arm, nu hin, daz sey!Dannocht lebt sey noch da pey,35Sey schlaft dest bas und furcht ir nitVor teupen und vor feursch gschicht.Es ist behuot ir leib und guot,So hats verguot, wie man ir tuot.Neid ir auch nicht kan geschaden,40Daz recht wir sehend armuot haben,Von der noch vil ze sagen wär,Wurd daz püchel nicht ze swär.Hörr zuo, was der weis gepeut!Von rehter liebschaft sich die leut45Nemen schollen, nit umb geltSo sein seu sälig in der welt.Nu dar, so hat seu Bertschi lieb,Dar umb so sing ich ym das lieb:22bPertschi Mäczen nemen scholZuo seinem weib, so tuot er wol.Do sängelt junker Triefnas:Ich gehöret nie gesingen bas,5Noch ward der tädinch also vilHin und wider ze dem zil,Daz in swindelt an den sinnen.Ieder schre: Ich wil verprinnenUnd dertrinken in der wicz,10In dem rât und in dem swicz.Wir möhtens ewicleichen treiben.Dar umb so lassin wirs weleibenOder hörrin all gemäinDes torffes schreiber muoters äin,15Der hat der bücher vil gelesen,Und waz er sag, daz sei geschehen!Henreicze der ward ausderwelt,Ze einem gemainen man gestelt,Daz er die urtäil scholte geben.20Der sprach: Nu dar, vernempt mich eben!Ir hietind wol ein weisern funden,Doch geschieht es ze den stunden,Daz ein närrli vindt ein list,Die dem weisen selczen ist.25Ich sich wol, warumb es gevältHabt und ganczleich nichcz dertäilt;Es seyt gestanden ze den wiczen,So man mit ruwen scholte siczen;Ir habt gereimet und geticht;30Chlugeu sach wil reymens nicht.Wer mag ein disputyerenMit gmessner red florieren?Dar umb so secz ich mich da hinUnd sag euch schlethleich minen sin.35
Des ward Bertschi fröden vol,Es geviel ym alles wolUnd sprach: Ich wil und muoss sey haben,35Hiecz mir all mein freunt erschlagen.Wie ich mag, sey muoss mir werden,Scholt ein ganczes land verderben!Des nam er seinen freunt dar zuo,Engelmaren Farindkuo40Und seinen vetter Gumpost,Herman den Rürenmost,Niggeln Fesafögellin,Janseln Snellagödellin,Hafenschleken, Nagenfleken,17cSchlinddenspek und OfenstekenUnd den alten Colman,Den scholt ich vor genennet han,Nabelräybern mit dem stil,5Und anderer erberer leuten vil.Er ruoffet seinen mumen,Juczin ScheyssindpluomenUnd Elsbethen Völlipruoch,Engeldrauden Erenfluoch,10Snatereinen, Töreleynen,Juncfrawn Feynen mit der seynenUnd die alten LäichdenmanMit dem blöden reffzan,Die sich daucht so wiczich sein.15Die châmend all zuo im hin ein,Seu wurden alleu umb in stenUnd frâgen, wes er wolt begen,Daz scholt er freileich in verjehen.Bertschi sprach: Daz sey geschehen!20Sein parlament so huob er an:Hört, ir frawen und auch man,Lieben freunt, vernempt mich ebenUnd geruocht mir rât ze geben!Ich mag nicht lenger sein an weib,25Scholtz mich chosten meinen leyb.Ich han mir eineu ausderkorn,Die mir ze sälden ist geporn.Ich muoss sey han, es tuot mir not,Anders ich würd ligen tot.30Daz ist ein dink, daz ich euch bitt,Und trauw, ir sayt mir treuleich mitAn rât und auch an hilf dar zuo.** Des antwürt ym do Farindiekuo,Der sein nächster öhaym was:35Ich chan dir nicht geraten bas,Tuo ein dink, daz wesen muoss,Und acht nicht umb einr hennen fuoss,Was man sing und was man sag!Des hilf ich dir, so vil ich mag.40Des wunders mich joch gar bevilt,Daz du von uns nu haben wiltRât umb sach nach deiner sag,17dDie anders nit gewesen mag.Hin wider sprach do Triefnas:Wetter zieggel, was ist das?Wer chan iederman gevallen5In ernst, in schymph und auch in schallen?Nie chayn dink daz ward so schlecht,Güter rat der chäm ym reht.Dar umb Cumpost wiczen vol,Rât mir, wie ich faren schol!10Gumpost der huob an und sayt:Ich brüf, daz in der cristenhäytDreu ding man vindet guot von art,Zuo den nie guot ze raten wartDurch der grossen fluochen wegen,15Die man geyt den rategeben,Daz ist zuo einem münch ze werden,Weyt ze farn auf diser erdenUnd auch zuo der hailigen e.Also sag ich dir nicht me.20Doy, was wunders was ist das?Sprach do Bertschi Triefnas.Wie mag yemer misselingenWeisem rat zuo guten dingen?Nu dar, mein lieber Rürenmost,25Gib mir warm in disem frost,Mach mir chuol in diser hiczMit deinem rât von chluoger wicz!Rürenmost der sprach aldo:Dein dink daz ist gestalt also,30Daz du jo reuwich muost beleiben,Welhen weg du dich wilt scheiben.Nimpst ein weib, dicz wesen muos,Daz dir wirt sorgen niemer buoss,Arbayt get dir selten ab.35Merk vil eben, was ich sag!Hast du danne weibes nicht,Chäin sälde deinen leib geschicht,So wilt dein äygen pluot verderben,Ein frömder gast der wirt dich erben.40Do daz nu Bertschi so vernam,Von läid er von ym selber cham,Er sprach: Nu we mir heut den tod!18Umb und umb ist angst und not.Fesafögili sag an,Was tät noch ein cristen man?Des huob der guot man an und sprach:5Wir horrend, daz in disem bachIeder furt ist bös ze reyten;Dar umb so lassen wir die seitten,Die die böser ist genant,Und kerin zuo der bessern hand!10Daz ist, du scholt also beleibenAn eim weib dein zeyt vertriben.Scheyssindpluomen dicz vernam,Wie schier sey huob ir chläffen an,Des auch nicht zfersweigen was!15Sey sprach: Her Niggel, wisset das,Ein weiser man der chan her zellenAlleu stuk und dar aus wellen,Was daz besser wesen schol;Dar inn man spürt sein wicze wol.20Daz böser habt ir aus gelesen,Des muost ir unser narr wesen.Ist nicht wäger, daz ein manHab ein frawen wolgetan,Die sein phlege nacht und tag25Mit flisse, so sey beste mag,Dann daz er also beleibArm und ellend an ein weib?Was sorgen wil er danne haben?Der sich vekeut mag betragen,30Daz ym gesund ist an dem leben,Wil er gutter sinnen phlegen.Snellagödili vil dratSprach: Dicz dink wil haben râtUnd bedarff noch wiczen vil.35Es ist nicht ein chindenspil.Wissz, das besser ist, ze sterben,Dann ein böses weib erwerben,Die dich sirtet durch daz jarTaugenleich und offenbar40Mit schelten und mit fluochen,Mit straffen und versuochen.Nieman mag vor ir genesen.Pist du aus dem haus gewesen,18bSo snarchelcz her in irm zornUnd spricht: Du hast dein trew verlornGen mir, des muost du liden;Du gest zuo andern weiben.5Stest du aver in dem haus,So sprichtz: Die nunn kümpt niemer aus,Mich duncht, es sey ein stubenritter,Er stinkt so saur, er feist so bitterIn der äschen bi dem feur,10Daz mir alleu fröd ist teur.Emphilhst du ir das haus mit sampt,So wil sey herschen in dem ampt.Wilt du dir ein täil behalten,So sprichcz: Sein müss der tiefel walten!15Getar er mir getruwen nicht?Ich stift im gift dem bösen wicht.Seczt sey dir dann hürner an,So muost du tuon recht sam ein man,Der sein laster schol verswigen,20Und sam ein wolf gefangen lygen.Dar zuo sprach frou Follipruoch:Mich zympt, du seist der weiben fluoch.Waistu nicht, daz in aller habGuot und bös man vinden mag?25Dar umb spricht ein wiser man:Suoch ein weib nicht verr hin dan!Wilt du aber einen herren,Sich den vinde die von verren,Von dem dich mügest brechen wol,30Halt er dich nicht, sam er schol.Hie pey macht du merken gar,Wie ein man ym reht dervarEin weib geschikt von guoter art,Vor der käin dink nie besser ward;35Wenn beleibst du in dem haus,Sey ist dein phleg, sey wart dir aus;Verst du aus, sey ist dein segen;Gest du ein, sey kümpt hin gegenMit irem minnechleichen gruos,40Er tuot dir alles leides buoss.So hâcz mit trewen schon behuotHaus und er und ander guot.Haffenschlek enmocht dicz nit leiden.Er sprach: Waz schol ich fürbas sweigen?18cSiha, wunder, was die chlaft!Sey wil uns leren kauffmanschaftZuo weiben, dar an ieder manBetrogen wirt, wie vil er chan.5Man versuochet älle dinch,E daz man den chauff volprinch,Dann alläin die fäigen frawen,Die sich so selten lâssen schauwenÄigenchleichen vor der e.10Daz pringt vil mangem jamers we,Der im da lernet gar ze spâtDie tädel, die sein weibe hât.Erenfluoch der ward so gâchZe reden, daz sey sich vil nach15Besäichet hiet ze stunde.Seu ruoft aus irem schlunde:Her Hafenschlek, ir seicz ein chnecht,Der wider got und widers rechtWüsten wil die häiligen e;20Daz muot mich ser und tuot mir we.Sagt mir, wo habt irs gelesen,Daz yecleich weib schol ubel wesen?Habt ir noch nicht daz gesehen,Daz man iedem wol schol jehen,25All die wil er nicht enistBewärt ein mensch mit böser list?Dis verhörret Nagenflek,Er schre: Sim, siha durch ein zwek!Die hat gelernt nach irm versehen30Der siben chünste vierzehen.Noch wäiss sey wenich, daz die schriftFür wârs von allen frawen spricht:Von natur ist iecleich weibUnkeusch gar an irem leib.35Snattereyna dicz verreit.Sey sprach: Und ist es noch nicht wett,So hörr noch eins, daz sag ich dir.Wer nach seines herczen girLeben wil, der tuot nicht recht,40Es sey ritter oder knecht.Dar umb so hat uns got gegebenBeschäidenhait, nach der wir lebenGmäynchleich und nit sam die hund,Den käyn er ist worden chunt.45Schlinddenspek sich macht herfür,18dEr sprach: Hy yo, was ich noch spürMü und zerung pey der e!Gnuog und vil und dannocht meHaben muost du so zehant5Gelt und reiches pettgewant,Frawencläynet, hausgeschier,Cläyder vil für ander vier,Wein und brot und fläisch und visch,Und anders ghört zum tisch,10Haus und hof und knecht und vichÄker, wisen. Bertschi, sich,Merk und höre, waz seyn wirt,Daz uns armen leute syrt.Töreleyna: Sim so15Mich dunkt, du seyst gmacht us stro,Also get dir von dem mundToren red ze diser stund.Du sprichst, wil er ein frawen haben,So muoss er gelt im pautel tragen,20Dar zuo gewand und ander ding.Hörr ein anders, daz ich sing!Sag mir, wie tet Adam,Der dhain phenning nie gewanUnd lebt neunhundert jar und mer25Mit eren in der alten e.War zuo ist daz bette guot?Sichstu nit, wie ein Unger tuot,Der nie kain vedergwand gesachUnd schaft im dannocht guot gmach?30Wilt du haben ander gewand,Sich ein weib von Spangenland,Die kain andreu chläider hat,Ein leinlachen ist ir wat,Gestrichet ob der achseln zuo,35Da mit so hütet sey der kuoUnd get zuo fuoss, wie schon sey spint,Und träyt ein wiegen mit eim kint.Frawen chläynet, was ist daz?Daz ist ir tugend, die vil bass40Zierent schon ein yecleich weib,Dan mit perlen chrönter leib.Hausgeschier daz ist wol guot,So tuo, sam oft ein soldner tuot,Der ym umb einen schilling vint45Küchingrait zuo seim gesint.Mag er dan nicht wein gehaben,So schol er sich mit wasser laben,19Sam ein man von Preussenland,Dem chäyn weinreb ist derkant.Wem ist dann des fläisches not?Ein prediger hat wangel rot,5Dar zuo fäissü angesichtUnd doch kains ochsen nicht.Du retst umb visch? Du bist nicht weis.Wis, es ist ein herren speis.Der wein und pfeffer nith enhab,10Der tuo sich aller vischen ab.Haus und hoff daz ist ein er.Hörr, wie tuot ein Lamparter,Der in eins andern herberch stetUnd sich noch dreistund bas beget15Mit seinem gelte fru und spat,Dan der daz haus geschaffet hat.So sprichst du: Wo ist knecht und dirn?Mich dunkt, du seist ein tabigs hirn.Wer nicht haben mag en knecht,20Der dien ym selber, daz ist recht.Nu muoss oft einr eim andern dienenUnd ym in seinen drüssel gienen.Vich ist nücz nach deiner sag:Ja, äss es weder nacht noch tag,25Geschäch im von kaym schalmen laydNoch von wolfen auf der häid.Acker, wisen wärind guot,Bhielt seu got vorm schaur behuotUnd vor frömder sichel gar,30Vor mausen und vor vogel schar.Protz des ist uns allen not:Gelobt sey er, der uns es bot!Doch bedarff man sein nicht vil,Der nach der masse leben wil.35Nach der weisen lerer sagKainem man gebresten mag,Der sich benügt, die weil er wert,Des, da die sein nataur begert.Ofenstek dar uber sprach:40Jamer not und ungemachIst noch an den weiben vil,Sam ich euchs beschaiden wil.Ist sey schön und junger tagen,Kain guot du macht von ir gehaben,45Du pist versmacht, so kans auch nicht.19bSo ist es swär nach meinr versicht,Ein dinch ze halten sunderbar,Nach dem man stellet durch daz jar.Ist sey alt und ungeschaffen,5So mag sey anders nicht dan klaffen.Du bist versaumpt, sey fröwt dich nicht,So ist auch hart, sam man da spricht,Ewekleich ein dinch ze halten,Des da niemant wil gewalten.10Hat sey dann der freunden vil,So träyst du sorg zuo allem spil,Ob ir einer richt scandUnd pring dich sampt mit ym vom land.Die armen nagend dich aufs päyn,15Die reichen achtend dein vil kläyn.Wilt du leben ungeschlagen,So muost sey für ein frawen haben.Ist sey ungefreund und arm,So hast du wirser nie gevarn.20Wie oft man dirs in daugen schlecht,Du hast dich gnidert und gswecht,Du bist ze einem bettler wordenMit weib und kindern gar verdorben.Junchfraw Fina sprach zehant:25Yederman der sayt sein tant,So wil ich auch den meinen anHeven, so ich beste kan.Ofenstech, noch pist ein gpaur.Waz sayt der maister von nataur?30Spricht er nicht, daz seubreu gstaltRains gemüt in ir behalt?Dar umb schol kain weiser manSchones weib für übel han.Ist sey jung und chan nicht vil,35Dar zuo ich dir sagen wil,Daz sey noch gelernet wol,Was ein hausfraw kunnen schol.Sey lât sich piegen und auch smiegen,Sam ein kindel in der wiegen.40Muost du dann ein alteu haben,Daz scholt du dannocht wol verklagen.Sey ist dein amm und peut dirs wol,Sey tuot dir alles, das sei schol.Mag sey dann nit kinder tragen,45So scholt sey für ein muoter haben.Ist sey dann nicht hubsch, daz sey,19cSo scheynt sey dester bas da pey.Wie schon ich das bewaren magNach der chluogen logich sag,Ye ungestalter ist ein weib5Ye mer sey zieret iren leibMit bstreychen und aufmachen,Mit gwand und andern sachen,Ye mer sey dann gezieret ist,Ye schöner scheynt sey ze der frist.10Warta, warta, durch ein schäiss,Was sey der sophistrey wäiss!Sprach do Ofenstech vil drat.Der tiefel dichs geleret hat.Nu dar, daz sey des tages guot!15So sag, wie er des nachtes tuot,Wan sey so nakent pey ym leit,Ungetan recht sam ein scheit!Des antwurt sey ym so ze stet:Kain liecht so lass er pey dem pett,20Des mag er auch geraten wolZe ligen, da man schlaffen schol.Ist nu, daz er wenich gesicht,Ir ungestalt die schadet nicht,Wan an dem griff sind älleu weib25Des einen leders, wie mans treib.Ze gelicher weis ist es gestaltUmb de hünr, die manichvaltFedern tragend in der heut,Und so mans pringet für die leut30Auf den tisch gepraten häiss,So zaygents doch nur ein fläsch.So waynn ich auch in minem muot,Du sprechist, es werd selten guot,Ze hoch ze weiben und ze nider;35Dar umb so sag ich dir hinwider:Welher wil mit sälden reichen,Der füg sich zuo den sein geleichen!Do nu die red ein end gewan,Die alt fro Berchta Läychdenman40Ruoft vil laut: O jungeu kinder,Ez seczt den wagen für die rinder.Wisst ir nicht, daz alter hatFür die andern weisen rât?Dar umb so was ze heven an45Pey unserm vattern ColmanUnd nit ze rauschen in dem ratEinr fürn andern ungefragt.Dar zuo sprach do Engelmar:19dDie red ist an ir selben war,Doch sprichst sey mit neyder list,Won du die aller eltest pist.Der rât wär graten ze schanden,5Hiet mans nit understandenMit stangen und mit rechen.Bertschi huob an ze sprechen:Ir herren, wisst, es ist nicht recht,So man daz chrumb schol machen schlecht,10Daz man es noch danne chrumber mach.Da mit und er zuo Colman sprach:Du waist wol, daz ze aller zeitIn dem rât und in dem streitDie ersten und die lesten15Schüllen sein die besten;Dar umb sag an, vil guoter man,Was daz wäygist sey getan.Colman sprach aus chluogem sin:Wisst, daz her chumen pin20Lüsens und nicht claffens wegen,Won mir got geruocht ze gebenOren zway und einen mund.Da pey schol euch auch wesen kund,Daz einer wenich reden schol,25Hören vil, so tuot er wol.Hin wider sayt do Triefnas:Wiss, daz mir gevellet basWeyseu red in guoter zungen,Dann ein sweigen von dem stummen.30Mas ist guot zuo allen dingen,Bessers chan ich dir nicht singen.Also huob der grawe manSein red vil züchtichleichen an:Daz sprüchwart ist mir oft gsäit:35Alter part hat weisshäit.Dar zuo pin ich worden innen:Iunges hirn phligt cluoger sinnen.So duncht mich auch, sam gwissen ist,Die frawen sind nicht ane list.40Daz hab ich sunderleichen gesehenIn disem rât, des muoss ich jehen.Hie ist gerürt so mancher puntUnd auch geschäyt so gar von grunt,Daz ich euch nichcz gesagen chan,45Dann kindelred, die heb ich an.20Nu hin, daz sey, das yecleich weibFrom und erber sey von leib,Daz doch läider nicht gewesenMag, sam ich es han gelesen.5Dannocht fügt dir dhaine nicht.Hört, was uns die warhait spricht!Niemant zwain hern gedienen magSchon und eben nacht and tag.So macht du nicht gevallen10Deinem weib mit schallenUnd mit andacht deinem got.Daz sag ich dir aus kaynem spot,Wie gleich es tönt ze einem zilDer psalter mit dem saitenspil.15Dar zuo hab ich auch gelesen,Wil ein man behalten wesen,So bedarff er weibes nicht;Daz ist auch war nâch meinr versicht.Hie mit legt sey sich da nider20Auf die benk und in daz gefider;Du muost sey für ein siechen haltenUnd von ir nimer dich geschalten.Und voll, wan sey nu swanger wirt,Wann sey nu dann daz kind gepirt,25So spricht man, daz sey genesen sey.Hörr, was ich versten da pey!Sey ist genesen glich sam der,Dem zergangen ist ein geswerUnd der rut ist an gevallen,30Das swer ich allen pey sant Gallen.Secht ir nicht, daz erst sich hebtKindelgeschräy und kindelpett,Windel waschen, kindel paden?Darzuo muoss man ammen haben.35Chamerweib die getrunkend me,Dann man wassers vind ym se,Seu fressent vil und sagent an,Es hab daz kindel alz getan.Diss ist dannocht alz ein wind,40Bis daz jo nu gewachst daz kind.Erst so muoss man leiden haben,Wie mans erleich muog betragenMit chläidern und mit nerungMit geschüch und ander zerung.45Den knaben muoss man besorgen20bDen abent und den morgenVor stelen und vor raubenOffenbar und taugen,Vor schlahen und vor stechen,5Vor knüsten und auch brechen;Die tother muoss man behutenVor laster und vor wüten,Vor schuolern und vor phaffen,In heusern und in gassen.10Nu dar, daz sei derlitten!So hat daz kind den sitten.Wenn nu der leib und selGewaget hat umb guot und erIm ze fröden und ze gewin,15Daz es ym spricht in seinem sin:Zarter vatter, wärist begraben,Daz ich das erbe mocht gehaben!Des jamers wirt man selten an,Wie schön daz kindel sey getan.20Wirt es aver gar verlornOder lam und plint geborn,Zum narren oder zstummen,So ist uns erst zrunnenAlleu fröd und sälichäit.25Die mär sein euch von mir gesayt.Doch hiet ich uch ze sagen mer,So matrent mich der huost so ser,Daz ich es nicht volpringen mag,Waz ich in den sinnen trag.30Do die rede so vergie,Käyner kond gewissen, wieMan scholt da wider sprechen.Seu warend gar derlechenUnd woltens alleu mit ym han,35Dan die alt fraw Läichenman,Die sich ieso furher macht.Wie laut sie spächt, wie ser sey pracht!Und tätin mir die zend nicht we,Ich hiet euch wol geantwurt e.40Mit urläib sprich ichs, liebeu kinder,Aus kelbern werdent stärkeu rinder,Mit dem man pauwet und auch ert,So in die hurner werdent hert.Hie pei scholt es merken das,45Die weil ich chlainer tagen was,Do verstuond ich mich auch chläyn,20cDo red ich, sam die kind gemäin,Und tet auch nach der jungen orden:Nu pin ich, secht, zum menschen wordenUnd han verworffen kindel spil,5Dar umb so wisst, daz ich nicht wilVolgen eines mannes sag,So ich daz besser haben mag.Ir scholt mirs nicht für übel haben,Her Colman, daz ich euch wil sagen.10Do ir es scholtent heben anZe raten sam ein weiser man,Daz ertrich ward sich wegenUnd über sich derheben,Ich forcht, ein drak scholt kumen her,15Do sach ich zuo, es was ein scher,Plint und plöd und ungestalt,Den wil ich temmen also baldUnd heven an den lesten an,So ich nu aller beste chan.20Ir sprecht, ir hiet uns mer gesäyt,Do mocht ir nicht vor huostes läid.Nu dar, der huost der ist do hin:Sagt, waz hiet ir in dem sin?Des äntwört so her Colman:25Lengeu red stet übel an,Dar umb so sag ich anders nicht,Dann kurzeu wörter, die man spricht.Daz gwarest spruchwart daz ist daz:Einiger vatter füret bas30Syben kinder durch einn gatter,Dann siben kinder einen vatter.Hie mit, fraw von hoher list,Tuot es durch den süssen CristUnd zaigt uns ewer wiczichäit!35Ze lernen was ich ie berayt.Do sprach Laychdenman zehant:Her Colman, wisst, es ist ein schand,Ze lernen einen greysen partt,Syben und sibenczig jaren alt;40Doch ist böser wann ein manPey alten zeiten nicht enkanUnd ym auch lernen nicht enwil,Des hat er schand und lasters vil.Dar umb so merk die rede mein,45Welt ir bas geleret sein.20dGot, do er geschaffen hietDaz erste mensch in rechter liebUnd ym verpott des öpfels mas,Die geschepht sein trew vergas5Und des schepfers gpott zerprach.Dar umb so hab kain ungemach,Ob dir deineu kinder nichtDankin nach deinr zuoversicht,Won du deinen vordern so10Gelonet hast mit haberstro.Doch so muoss ich dir des sprechen:Ein man ist sneller vil, ze rechenSeinen vatter, dann daz kind,Ob seu ym päydeu gsmähet sind.15So sprichst, der rede sey genuog,Claffen vil sey narren fuog.Daz möcht sich alles wol begen,Woltist du die red versten,Für uppig und verdrossen,20Für schedleich ungenossen;Aver ist die zunge guotUnd nücz, sey kaynen schaden tuot,So mags auch nicht zlange gesein,Daz leg dir in daz hercze dein.25Hast du nie gehöret, dasGrosses vich wil michel gras?Da vor so hast du uns gesäytDen grosten jâmer und daz läid,Die wir tragin auf und nider,30Hat daz kind nicht älleu gelider.Hier zuo sag ich dir geswind:Wiss, daz edler ist ein kind,Hatz ein wesen in der hell,Dan dacz mans für nichti zell.35Hörr auf, sprach da Colman.Mich duncht, der aller vilest kan,Der leugt and fäillet aller mäystWider got und seinen gaist.Waist nicht, daz die warhäyt spricht40Von Jaudessen dem falschen wicht,Sein dink hiet ym vil bas gedigen,Wär er ungeporn beliben.Seth, daz tet fraw Leichdenman zorn.Wie nâch sey hiet ir sin verlorn!21Sey sprach: Verhört, her Colman!Mich duncht, ir leugt euch selber an.Ir sprecht, daz lernen euch behagUnd welt mich straffen nacht und tag;5Daz stet nicht wol, es ist kain rechtVon einem schuoler oder knecht.Wolt ir lernen, sweigt und hörrtMit ganczer dyemuot hie und dört!Des sprach do Cholman zuchtichleich:10Genad, vil liebeu sädenreich,Hab ich wider euch gjehen,Daz ist umb anders nicht geschehen,Dann daz ich die wârhayt garMit red und widerred dervar.15Ich zweiveln in der vinster ler,Helft mir, fraw, durch ewer er!Ja du, sayt du Laychdenman.Noch so wilt mirs gewinnen an.Woltist solicheu rede tuon,20Du möchtist chomen noch ze suonn.Wiss, ich pin da wider nicht.Waz got tuot und was er spricht,Ich sich es mit der warhait gen,Der es gar eben mag versten.25Dar zuo ist die glos vil guot,Wan der text uns zwivel tuot.Daz sey uns beschäyde schonRechtes sinns in chlugem don.Nu spricht mein text: Das böste ist,30Nichcz nicht wesen älleu frist;So säyt der, dem daz besser wär,Dem gotzverräyter nicht so swär,Ob er gewesen wär ungporn,Wan sein sel ist gar verlorn.35Hie pei so dunkt dein wiczichäit,Es si ein widerwartikäyt;Daz wil ich so geleichen dir,Es ist auch war, gelaub es mir,Wäger war ym das, daz er gesnitten40Von seiner muoter wär enmitten,Dan daz er geporn wartUnd die muoter nicht enstarb,Won er sey bschlieff dar nach vil tag,Den hals er schluog dem vatter ab.21bEin anders glösel also spricht:Wäger wär ym, daz er nichtPey Cristes zeiten wär geporn,Won daz schuoff im disen zorn.5Doch schol diss ein end haben!Alleu mär sein nicht ze sagenUnd schüllen cheren zuo der sach,Die dein torhäit vor dem sprachUmb die chinder, die da geporn10Werdent tod und gar velorn.Hie verleust der vatter anZe geleicher weis recht sam der man,Dem man yeso gebent wirtEin paum, der taubeu nüssel gepirt.15So hâst gerett gar âne not,Daz kind beger des vatters tod.Was schad mir daz, sam man da spricht,Gedench und wünsch mich chrenkent nicht?So spricht man leide fruo und spat20Von gewachsner kinden missetât.Hie für so ist daz lernen guotUnd daz straffen, daz man tuotJungen kinden nacht und tag,Die wil man seu gepegen mag.25Was sayst danne von der zerung,Von den chlaydern und von nerung?Wäyst nicht, daz der mensche werdenSchol derzogen auf dirr erdenMit einem sach, mit gfüger speis,30Wil man in machen from und weis,In seiden alten werdend,Vil reich und sälich sterbend?So ist kain gelt dem jungen guot,Dem die zerung schaden tuot.35Macht dann alter weiben nichtGehalten nach der ammen phlicht,So emphilch der muoter zartIr kind, daz sey sein selber wartMit saugen, hüten und auch phlegen.40Daz ist dir von nataur gegeben.Was chlafft von windelen und von wäschen,Die weil daz wasser und die äschenMit holcz und altem leingewandSind so wolfäyl in dem land.45Da pey so wilt uns auch derschrechn21cMit kindel geschray und kinderpetten,Mit siechtuom und mit arebayt:So hab dir daz von mir gesayt:Äigen haus und aigen chind5Machend grosseu mü ze windUnd klaineu fröd ze paradeys.Der red ich dich also beweis:Ist der smid in seinem haus,So stet er von ym selber auf10Und smidet lustleich uber tag,Daz er den gewin im peutel hab;Ist er in eines smitten,In dunckt, er hab ein jar gelitten,So er gearbayt einen tag,15Wie chlain er sich geheven magAus dem pett des morgens fruo,Wan daz gelt get ym nicht zuo.Greynt mein kind, mich dunkt es sing,So wol gevellet mir die stimm;20Es ist dem nachgepauren schad,Der da bey nicht geschlaffen mag.Hab ich dann äiger in dem haus,Da mach ich grösseu hüner aus,Die mich dunchent fäysser sein,25Dann des mullners mesteswein.Nuss und prott auf meinem tischSmekend bas, dann all die visch,Die der marchgraf von FerrärGäb mir, ob ich pey ym wär.30Sprichst du aver, daz ein manAn ein weib müg haus gehan,Das ist nicht stät nach meinr versicht,Won es enhat des grundes nicht.Die gruntfest ist ein bider weib,35Die daz haus mit irem leibAufenthalt mit manigen sachen,Mit kochen und mit kindermachen.Wirt sey siech und dar zuo blöd,So wirtz auch gesunt, daz ist ein fröd.40Du hast gelesen in der gschrift,Ein man bedorff des weibes nicht,Ob er gottes reichs geruoch.Waz ghort daz zuo grawem tuoch?Ist nit da geschriben pey,45Daz ym daz weibe schedleich sey?So hört ich pey der ersten sag:Niemant zwäin gdienen mag.21dDas merke, zwäin, sam ich es vind,Die enander wider sind.So ist dein weib der tiefel nicht;Dar umb so acht ich wenich der gschrift5Und ker mich lieber an daz wort,Daz ich hab funden an eim ort,Und spricht, daz nicht allayn die maitWesizent ewich sälichait,Es mag auch sein, daz gmähelt leut10Wehalten werden mit der heut,Wie gewar es ist und nicht ein trom.Sant Eustächi, purger ze Rom,Hiet ein weib und dar zuo kind,Die sampt mit ym wehalten sind,15Und ander grösser hailigen vil.Claff nu, wer dergaffen wil!Do die red sich hiet verdrapt,Der an Cholman sich gehabtHiet, der warff sich wider umb;20Da mit so ward die tädinch krumb.Dennocht ruort sich alter partHin wider umb ein ander vart.Er sprach: Dis muoss der tiefel gebenOder got mit sinen segen,25Daz ein weib zuo disen stundenSo genczleich hat mich uberwundenAn beschaidenhäit und an der gschrift.Doch so mag ich gelauben nicht,Daz Mäczli fuog dehainem man,30Dem die welt der eren gan,Die so flach ist, dar zuo hinkt,Der der aten also stinkt.Sey ist so bugglocht und so churcz,Der eren acht sey nit ein furcz.35Wie swarcz sey ist und ungevar,Vor schand sey niempt genennen tar.Do hatz auch nicht, daz ist der galg.War zuo ist uns diser balg,Den die fliegen so beschissen40Hant und auch die hund zerrissen?Laychdenman huob wider an:Sym, was er chan der schymlig zan!Wiss, ich sag dirs unter daugenWilt du der warhait nicht gelauben,22So gelaubt man aver das von dir,Du seysts ein esel und ein stir.Was säist du uns mit deiner list?Du waist noch wenich, wer du pist?5Ist sey chrofecht, kumph und lam,Do schol man sey für edel han.Stincht ir aten uber tag,Kain frömder sey gehüssen mag.Ist sey kurcz und hogrocht vil,10Dest minr tuochs sey haben wil.Gesicht sey wenich an den augen,So machs auch kind, daz scholt du gelauben.Der swarczen frawen michil ist guot,Grosses tuttli gypt ir gnuog;15Rosen wängel, roter mundSind vil scheder, dann gesund,Won sey oft die jungen chnabenMachent alt in kurczen tagen.Schones har die frawen irt,20An dem gepett die man es siert.Nüczer ist ein gärnel spinnen,Dann mit pürsten härli swingen.Rürenzumph ist sey genant,Daz ist allaine dem ein schand,25Der sey also haissen wolt,Do man sey zcristan machen scholt.Chan sey dan geparen nicht,Von rechten treuwen daz geschicht;Und hiet sey joch die wol geporn30Ir er in süsser minn verlorn,So gdient er antlass nach der schrift,Der sich zuor e mit ir verphlicht.Ist sey arm, nu hin, daz sey!Dannocht lebt sey noch da pey,35Sey schlaft dest bas und furcht ir nitVor teupen und vor feursch gschicht.Es ist behuot ir leib und guot,So hats verguot, wie man ir tuot.Neid ir auch nicht kan geschaden,40Daz recht wir sehend armuot haben,Von der noch vil ze sagen wär,Wurd daz püchel nicht ze swär.Hörr zuo, was der weis gepeut!Von rehter liebschaft sich die leut45Nemen schollen, nit umb geltSo sein seu sälig in der welt.Nu dar, so hat seu Bertschi lieb,Dar umb so sing ich ym das lieb:22bPertschi Mäczen nemen scholZuo seinem weib, so tuot er wol.Do sängelt junker Triefnas:Ich gehöret nie gesingen bas,5Noch ward der tädinch also vilHin und wider ze dem zil,Daz in swindelt an den sinnen.Ieder schre: Ich wil verprinnenUnd dertrinken in der wicz,10In dem rât und in dem swicz.Wir möhtens ewicleichen treiben.Dar umb so lassin wirs weleibenOder hörrin all gemäinDes torffes schreiber muoters äin,15Der hat der bücher vil gelesen,Und waz er sag, daz sei geschehen!Henreicze der ward ausderwelt,Ze einem gemainen man gestelt,Daz er die urtäil scholte geben.20Der sprach: Nu dar, vernempt mich eben!Ir hietind wol ein weisern funden,Doch geschieht es ze den stunden,Daz ein närrli vindt ein list,Die dem weisen selczen ist.25Ich sich wol, warumb es gevältHabt und ganczleich nichcz dertäilt;Es seyt gestanden ze den wiczen,So man mit ruwen scholte siczen;Ir habt gereimet und geticht;30Chlugeu sach wil reymens nicht.Wer mag ein disputyerenMit gmessner red florieren?Dar umb so secz ich mich da hinUnd sag euch schlethleich minen sin.35
Des ward Bertschi fröden vol,Es geviel ym alles wolUnd sprach: Ich wil und muoss sey haben,35Hiecz mir all mein freunt erschlagen.Wie ich mag, sey muoss mir werden,Scholt ein ganczes land verderben!Des nam er seinen freunt dar zuo,Engelmaren Farindkuo40Und seinen vetter Gumpost,Herman den Rürenmost,Niggeln Fesafögellin,Janseln Snellagödellin,Hafenschleken, Nagenfleken,17cSchlinddenspek und OfenstekenUnd den alten Colman,Den scholt ich vor genennet han,Nabelräybern mit dem stil,5Und anderer erberer leuten vil.Er ruoffet seinen mumen,Juczin ScheyssindpluomenUnd Elsbethen Völlipruoch,Engeldrauden Erenfluoch,10Snatereinen, Töreleynen,Juncfrawn Feynen mit der seynenUnd die alten LäichdenmanMit dem blöden reffzan,Die sich daucht so wiczich sein.15Die châmend all zuo im hin ein,Seu wurden alleu umb in stenUnd frâgen, wes er wolt begen,Daz scholt er freileich in verjehen.Bertschi sprach: Daz sey geschehen!20Sein parlament so huob er an:Hört, ir frawen und auch man,Lieben freunt, vernempt mich ebenUnd geruocht mir rât ze geben!Ich mag nicht lenger sein an weib,25Scholtz mich chosten meinen leyb.Ich han mir eineu ausderkorn,Die mir ze sälden ist geporn.Ich muoss sey han, es tuot mir not,Anders ich würd ligen tot.30Daz ist ein dink, daz ich euch bitt,Und trauw, ir sayt mir treuleich mitAn rât und auch an hilf dar zuo.** Des antwürt ym do Farindiekuo,Der sein nächster öhaym was:35Ich chan dir nicht geraten bas,Tuo ein dink, daz wesen muoss,Und acht nicht umb einr hennen fuoss,Was man sing und was man sag!Des hilf ich dir, so vil ich mag.40Des wunders mich joch gar bevilt,Daz du von uns nu haben wiltRât umb sach nach deiner sag,17dDie anders nit gewesen mag.Hin wider sprach do Triefnas:Wetter zieggel, was ist das?Wer chan iederman gevallen5In ernst, in schymph und auch in schallen?Nie chayn dink daz ward so schlecht,Güter rat der chäm ym reht.Dar umb Cumpost wiczen vol,Rât mir, wie ich faren schol!10Gumpost der huob an und sayt:Ich brüf, daz in der cristenhäytDreu ding man vindet guot von art,Zuo den nie guot ze raten wartDurch der grossen fluochen wegen,15Die man geyt den rategeben,Daz ist zuo einem münch ze werden,Weyt ze farn auf diser erdenUnd auch zuo der hailigen e.Also sag ich dir nicht me.20Doy, was wunders was ist das?Sprach do Bertschi Triefnas.Wie mag yemer misselingenWeisem rat zuo guten dingen?Nu dar, mein lieber Rürenmost,25Gib mir warm in disem frost,Mach mir chuol in diser hiczMit deinem rât von chluoger wicz!Rürenmost der sprach aldo:Dein dink daz ist gestalt also,30Daz du jo reuwich muost beleiben,Welhen weg du dich wilt scheiben.Nimpst ein weib, dicz wesen muos,Daz dir wirt sorgen niemer buoss,Arbayt get dir selten ab.35Merk vil eben, was ich sag!Hast du danne weibes nicht,Chäin sälde deinen leib geschicht,So wilt dein äygen pluot verderben,Ein frömder gast der wirt dich erben.40Do daz nu Bertschi so vernam,Von läid er von ym selber cham,Er sprach: Nu we mir heut den tod!18Umb und umb ist angst und not.Fesafögili sag an,Was tät noch ein cristen man?Des huob der guot man an und sprach:5Wir horrend, daz in disem bachIeder furt ist bös ze reyten;Dar umb so lassen wir die seitten,Die die böser ist genant,Und kerin zuo der bessern hand!10Daz ist, du scholt also beleibenAn eim weib dein zeyt vertriben.Scheyssindpluomen dicz vernam,Wie schier sey huob ir chläffen an,Des auch nicht zfersweigen was!15Sey sprach: Her Niggel, wisset das,Ein weiser man der chan her zellenAlleu stuk und dar aus wellen,Was daz besser wesen schol;Dar inn man spürt sein wicze wol.20Daz böser habt ir aus gelesen,Des muost ir unser narr wesen.Ist nicht wäger, daz ein manHab ein frawen wolgetan,Die sein phlege nacht und tag25Mit flisse, so sey beste mag,Dann daz er also beleibArm und ellend an ein weib?Was sorgen wil er danne haben?Der sich vekeut mag betragen,30Daz ym gesund ist an dem leben,Wil er gutter sinnen phlegen.Snellagödili vil dratSprach: Dicz dink wil haben râtUnd bedarff noch wiczen vil.35Es ist nicht ein chindenspil.Wissz, das besser ist, ze sterben,Dann ein böses weib erwerben,Die dich sirtet durch daz jarTaugenleich und offenbar40Mit schelten und mit fluochen,Mit straffen und versuochen.Nieman mag vor ir genesen.Pist du aus dem haus gewesen,18bSo snarchelcz her in irm zornUnd spricht: Du hast dein trew verlornGen mir, des muost du liden;Du gest zuo andern weiben.5Stest du aver in dem haus,So sprichtz: Die nunn kümpt niemer aus,Mich duncht, es sey ein stubenritter,Er stinkt so saur, er feist so bitterIn der äschen bi dem feur,10Daz mir alleu fröd ist teur.Emphilhst du ir das haus mit sampt,So wil sey herschen in dem ampt.Wilt du dir ein täil behalten,So sprichcz: Sein müss der tiefel walten!15Getar er mir getruwen nicht?Ich stift im gift dem bösen wicht.Seczt sey dir dann hürner an,So muost du tuon recht sam ein man,Der sein laster schol verswigen,20Und sam ein wolf gefangen lygen.Dar zuo sprach frou Follipruoch:Mich zympt, du seist der weiben fluoch.Waistu nicht, daz in aller habGuot und bös man vinden mag?25Dar umb spricht ein wiser man:Suoch ein weib nicht verr hin dan!Wilt du aber einen herren,Sich den vinde die von verren,Von dem dich mügest brechen wol,30Halt er dich nicht, sam er schol.Hie pey macht du merken gar,Wie ein man ym reht dervarEin weib geschikt von guoter art,Vor der käin dink nie besser ward;35Wenn beleibst du in dem haus,Sey ist dein phleg, sey wart dir aus;Verst du aus, sey ist dein segen;Gest du ein, sey kümpt hin gegenMit irem minnechleichen gruos,40Er tuot dir alles leides buoss.So hâcz mit trewen schon behuotHaus und er und ander guot.Haffenschlek enmocht dicz nit leiden.Er sprach: Waz schol ich fürbas sweigen?18cSiha, wunder, was die chlaft!Sey wil uns leren kauffmanschaftZuo weiben, dar an ieder manBetrogen wirt, wie vil er chan.5Man versuochet älle dinch,E daz man den chauff volprinch,Dann alläin die fäigen frawen,Die sich so selten lâssen schauwenÄigenchleichen vor der e.10Daz pringt vil mangem jamers we,Der im da lernet gar ze spâtDie tädel, die sein weibe hât.Erenfluoch der ward so gâchZe reden, daz sey sich vil nach15Besäichet hiet ze stunde.Seu ruoft aus irem schlunde:Her Hafenschlek, ir seicz ein chnecht,Der wider got und widers rechtWüsten wil die häiligen e;20Daz muot mich ser und tuot mir we.Sagt mir, wo habt irs gelesen,Daz yecleich weib schol ubel wesen?Habt ir noch nicht daz gesehen,Daz man iedem wol schol jehen,25All die wil er nicht enistBewärt ein mensch mit böser list?Dis verhörret Nagenflek,Er schre: Sim, siha durch ein zwek!Die hat gelernt nach irm versehen30Der siben chünste vierzehen.Noch wäiss sey wenich, daz die schriftFür wârs von allen frawen spricht:Von natur ist iecleich weibUnkeusch gar an irem leib.35Snattereyna dicz verreit.Sey sprach: Und ist es noch nicht wett,So hörr noch eins, daz sag ich dir.Wer nach seines herczen girLeben wil, der tuot nicht recht,40Es sey ritter oder knecht.Dar umb so hat uns got gegebenBeschäidenhait, nach der wir lebenGmäynchleich und nit sam die hund,Den käyn er ist worden chunt.45Schlinddenspek sich macht herfür,18dEr sprach: Hy yo, was ich noch spürMü und zerung pey der e!Gnuog und vil und dannocht meHaben muost du so zehant5Gelt und reiches pettgewant,Frawencläynet, hausgeschier,Cläyder vil für ander vier,Wein und brot und fläisch und visch,Und anders ghört zum tisch,10Haus und hof und knecht und vichÄker, wisen. Bertschi, sich,Merk und höre, waz seyn wirt,Daz uns armen leute syrt.Töreleyna: Sim so15Mich dunkt, du seyst gmacht us stro,Also get dir von dem mundToren red ze diser stund.Du sprichst, wil er ein frawen haben,So muoss er gelt im pautel tragen,20Dar zuo gewand und ander ding.Hörr ein anders, daz ich sing!Sag mir, wie tet Adam,Der dhain phenning nie gewanUnd lebt neunhundert jar und mer25Mit eren in der alten e.War zuo ist daz bette guot?Sichstu nit, wie ein Unger tuot,Der nie kain vedergwand gesachUnd schaft im dannocht guot gmach?30Wilt du haben ander gewand,Sich ein weib von Spangenland,Die kain andreu chläider hat,Ein leinlachen ist ir wat,Gestrichet ob der achseln zuo,35Da mit so hütet sey der kuoUnd get zuo fuoss, wie schon sey spint,Und träyt ein wiegen mit eim kint.Frawen chläynet, was ist daz?Daz ist ir tugend, die vil bass40Zierent schon ein yecleich weib,Dan mit perlen chrönter leib.Hausgeschier daz ist wol guot,So tuo, sam oft ein soldner tuot,Der ym umb einen schilling vint45Küchingrait zuo seim gesint.Mag er dan nicht wein gehaben,So schol er sich mit wasser laben,19Sam ein man von Preussenland,Dem chäyn weinreb ist derkant.Wem ist dann des fläisches not?Ein prediger hat wangel rot,5Dar zuo fäissü angesichtUnd doch kains ochsen nicht.Du retst umb visch? Du bist nicht weis.Wis, es ist ein herren speis.Der wein und pfeffer nith enhab,10Der tuo sich aller vischen ab.Haus und hoff daz ist ein er.Hörr, wie tuot ein Lamparter,Der in eins andern herberch stetUnd sich noch dreistund bas beget15Mit seinem gelte fru und spat,Dan der daz haus geschaffet hat.So sprichst du: Wo ist knecht und dirn?Mich dunkt, du seist ein tabigs hirn.Wer nicht haben mag en knecht,20Der dien ym selber, daz ist recht.Nu muoss oft einr eim andern dienenUnd ym in seinen drüssel gienen.Vich ist nücz nach deiner sag:Ja, äss es weder nacht noch tag,25Geschäch im von kaym schalmen laydNoch von wolfen auf der häid.Acker, wisen wärind guot,Bhielt seu got vorm schaur behuotUnd vor frömder sichel gar,30Vor mausen und vor vogel schar.Protz des ist uns allen not:Gelobt sey er, der uns es bot!Doch bedarff man sein nicht vil,Der nach der masse leben wil.35Nach der weisen lerer sagKainem man gebresten mag,Der sich benügt, die weil er wert,Des, da die sein nataur begert.Ofenstek dar uber sprach:40Jamer not und ungemachIst noch an den weiben vil,Sam ich euchs beschaiden wil.Ist sey schön und junger tagen,Kain guot du macht von ir gehaben,45Du pist versmacht, so kans auch nicht.19bSo ist es swär nach meinr versicht,Ein dinch ze halten sunderbar,Nach dem man stellet durch daz jar.Ist sey alt und ungeschaffen,5So mag sey anders nicht dan klaffen.Du bist versaumpt, sey fröwt dich nicht,So ist auch hart, sam man da spricht,Ewekleich ein dinch ze halten,Des da niemant wil gewalten.10Hat sey dann der freunden vil,So träyst du sorg zuo allem spil,Ob ir einer richt scandUnd pring dich sampt mit ym vom land.Die armen nagend dich aufs päyn,15Die reichen achtend dein vil kläyn.Wilt du leben ungeschlagen,So muost sey für ein frawen haben.Ist sey ungefreund und arm,So hast du wirser nie gevarn.20Wie oft man dirs in daugen schlecht,Du hast dich gnidert und gswecht,Du bist ze einem bettler wordenMit weib und kindern gar verdorben.Junchfraw Fina sprach zehant:25Yederman der sayt sein tant,So wil ich auch den meinen anHeven, so ich beste kan.Ofenstech, noch pist ein gpaur.Waz sayt der maister von nataur?30Spricht er nicht, daz seubreu gstaltRains gemüt in ir behalt?Dar umb schol kain weiser manSchones weib für übel han.Ist sey jung und chan nicht vil,35Dar zuo ich dir sagen wil,Daz sey noch gelernet wol,Was ein hausfraw kunnen schol.Sey lât sich piegen und auch smiegen,Sam ein kindel in der wiegen.40Muost du dann ein alteu haben,Daz scholt du dannocht wol verklagen.Sey ist dein amm und peut dirs wol,Sey tuot dir alles, das sei schol.Mag sey dann nit kinder tragen,45So scholt sey für ein muoter haben.Ist sey dann nicht hubsch, daz sey,19cSo scheynt sey dester bas da pey.Wie schon ich das bewaren magNach der chluogen logich sag,Ye ungestalter ist ein weib5Ye mer sey zieret iren leibMit bstreychen und aufmachen,Mit gwand und andern sachen,Ye mer sey dann gezieret ist,Ye schöner scheynt sey ze der frist.10Warta, warta, durch ein schäiss,Was sey der sophistrey wäiss!Sprach do Ofenstech vil drat.Der tiefel dichs geleret hat.Nu dar, daz sey des tages guot!15So sag, wie er des nachtes tuot,Wan sey so nakent pey ym leit,Ungetan recht sam ein scheit!Des antwurt sey ym so ze stet:Kain liecht so lass er pey dem pett,20Des mag er auch geraten wolZe ligen, da man schlaffen schol.Ist nu, daz er wenich gesicht,Ir ungestalt die schadet nicht,Wan an dem griff sind älleu weib25Des einen leders, wie mans treib.Ze gelicher weis ist es gestaltUmb de hünr, die manichvaltFedern tragend in der heut,Und so mans pringet für die leut30Auf den tisch gepraten häiss,So zaygents doch nur ein fläsch.So waynn ich auch in minem muot,Du sprechist, es werd selten guot,Ze hoch ze weiben und ze nider;35Dar umb so sag ich dir hinwider:Welher wil mit sälden reichen,Der füg sich zuo den sein geleichen!Do nu die red ein end gewan,Die alt fro Berchta Läychdenman40Ruoft vil laut: O jungeu kinder,Ez seczt den wagen für die rinder.Wisst ir nicht, daz alter hatFür die andern weisen rât?Dar umb so was ze heven an45Pey unserm vattern ColmanUnd nit ze rauschen in dem ratEinr fürn andern ungefragt.Dar zuo sprach do Engelmar:19dDie red ist an ir selben war,Doch sprichst sey mit neyder list,Won du die aller eltest pist.Der rât wär graten ze schanden,5Hiet mans nit understandenMit stangen und mit rechen.Bertschi huob an ze sprechen:Ir herren, wisst, es ist nicht recht,So man daz chrumb schol machen schlecht,10Daz man es noch danne chrumber mach.Da mit und er zuo Colman sprach:Du waist wol, daz ze aller zeitIn dem rât und in dem streitDie ersten und die lesten15Schüllen sein die besten;Dar umb sag an, vil guoter man,Was daz wäygist sey getan.Colman sprach aus chluogem sin:Wisst, daz her chumen pin20Lüsens und nicht claffens wegen,Won mir got geruocht ze gebenOren zway und einen mund.Da pey schol euch auch wesen kund,Daz einer wenich reden schol,25Hören vil, so tuot er wol.Hin wider sayt do Triefnas:Wiss, daz mir gevellet basWeyseu red in guoter zungen,Dann ein sweigen von dem stummen.30Mas ist guot zuo allen dingen,Bessers chan ich dir nicht singen.Also huob der grawe manSein red vil züchtichleichen an:Daz sprüchwart ist mir oft gsäit:35Alter part hat weisshäit.Dar zuo pin ich worden innen:Iunges hirn phligt cluoger sinnen.So duncht mich auch, sam gwissen ist,Die frawen sind nicht ane list.40Daz hab ich sunderleichen gesehenIn disem rât, des muoss ich jehen.Hie ist gerürt so mancher puntUnd auch geschäyt so gar von grunt,Daz ich euch nichcz gesagen chan,45Dann kindelred, die heb ich an.20Nu hin, daz sey, das yecleich weibFrom und erber sey von leib,Daz doch läider nicht gewesenMag, sam ich es han gelesen.5Dannocht fügt dir dhaine nicht.Hört, was uns die warhait spricht!Niemant zwain hern gedienen magSchon und eben nacht and tag.So macht du nicht gevallen10Deinem weib mit schallenUnd mit andacht deinem got.Daz sag ich dir aus kaynem spot,Wie gleich es tönt ze einem zilDer psalter mit dem saitenspil.15Dar zuo hab ich auch gelesen,Wil ein man behalten wesen,So bedarff er weibes nicht;Daz ist auch war nâch meinr versicht.Hie mit legt sey sich da nider20Auf die benk und in daz gefider;Du muost sey für ein siechen haltenUnd von ir nimer dich geschalten.Und voll, wan sey nu swanger wirt,Wann sey nu dann daz kind gepirt,25So spricht man, daz sey genesen sey.Hörr, was ich versten da pey!Sey ist genesen glich sam der,Dem zergangen ist ein geswerUnd der rut ist an gevallen,30Das swer ich allen pey sant Gallen.Secht ir nicht, daz erst sich hebtKindelgeschräy und kindelpett,Windel waschen, kindel paden?Darzuo muoss man ammen haben.35Chamerweib die getrunkend me,Dann man wassers vind ym se,Seu fressent vil und sagent an,Es hab daz kindel alz getan.Diss ist dannocht alz ein wind,40Bis daz jo nu gewachst daz kind.Erst so muoss man leiden haben,Wie mans erleich muog betragenMit chläidern und mit nerungMit geschüch und ander zerung.45Den knaben muoss man besorgen20bDen abent und den morgenVor stelen und vor raubenOffenbar und taugen,Vor schlahen und vor stechen,5Vor knüsten und auch brechen;Die tother muoss man behutenVor laster und vor wüten,Vor schuolern und vor phaffen,In heusern und in gassen.10Nu dar, daz sei derlitten!So hat daz kind den sitten.Wenn nu der leib und selGewaget hat umb guot und erIm ze fröden und ze gewin,15Daz es ym spricht in seinem sin:Zarter vatter, wärist begraben,Daz ich das erbe mocht gehaben!Des jamers wirt man selten an,Wie schön daz kindel sey getan.20Wirt es aver gar verlornOder lam und plint geborn,Zum narren oder zstummen,So ist uns erst zrunnenAlleu fröd und sälichäit.25Die mär sein euch von mir gesayt.Doch hiet ich uch ze sagen mer,So matrent mich der huost so ser,Daz ich es nicht volpringen mag,Waz ich in den sinnen trag.30Do die rede so vergie,Käyner kond gewissen, wieMan scholt da wider sprechen.Seu warend gar derlechenUnd woltens alleu mit ym han,35Dan die alt fraw Läichenman,Die sich ieso furher macht.Wie laut sie spächt, wie ser sey pracht!Und tätin mir die zend nicht we,Ich hiet euch wol geantwurt e.40Mit urläib sprich ichs, liebeu kinder,Aus kelbern werdent stärkeu rinder,Mit dem man pauwet und auch ert,So in die hurner werdent hert.Hie pei scholt es merken das,45Die weil ich chlainer tagen was,Do verstuond ich mich auch chläyn,20cDo red ich, sam die kind gemäin,Und tet auch nach der jungen orden:Nu pin ich, secht, zum menschen wordenUnd han verworffen kindel spil,5Dar umb so wisst, daz ich nicht wilVolgen eines mannes sag,So ich daz besser haben mag.Ir scholt mirs nicht für übel haben,Her Colman, daz ich euch wil sagen.10Do ir es scholtent heben anZe raten sam ein weiser man,Daz ertrich ward sich wegenUnd über sich derheben,Ich forcht, ein drak scholt kumen her,15Do sach ich zuo, es was ein scher,Plint und plöd und ungestalt,Den wil ich temmen also baldUnd heven an den lesten an,So ich nu aller beste chan.20Ir sprecht, ir hiet uns mer gesäyt,Do mocht ir nicht vor huostes läid.Nu dar, der huost der ist do hin:Sagt, waz hiet ir in dem sin?Des äntwört so her Colman:25Lengeu red stet übel an,Dar umb so sag ich anders nicht,Dann kurzeu wörter, die man spricht.Daz gwarest spruchwart daz ist daz:Einiger vatter füret bas30Syben kinder durch einn gatter,Dann siben kinder einen vatter.Hie mit, fraw von hoher list,Tuot es durch den süssen CristUnd zaigt uns ewer wiczichäit!35Ze lernen was ich ie berayt.Do sprach Laychdenman zehant:Her Colman, wisst, es ist ein schand,Ze lernen einen greysen partt,Syben und sibenczig jaren alt;40Doch ist böser wann ein manPey alten zeiten nicht enkanUnd ym auch lernen nicht enwil,Des hat er schand und lasters vil.Dar umb so merk die rede mein,45Welt ir bas geleret sein.20dGot, do er geschaffen hietDaz erste mensch in rechter liebUnd ym verpott des öpfels mas,Die geschepht sein trew vergas5Und des schepfers gpott zerprach.Dar umb so hab kain ungemach,Ob dir deineu kinder nichtDankin nach deinr zuoversicht,Won du deinen vordern so10Gelonet hast mit haberstro.Doch so muoss ich dir des sprechen:Ein man ist sneller vil, ze rechenSeinen vatter, dann daz kind,Ob seu ym päydeu gsmähet sind.15So sprichst, der rede sey genuog,Claffen vil sey narren fuog.Daz möcht sich alles wol begen,Woltist du die red versten,Für uppig und verdrossen,20Für schedleich ungenossen;Aver ist die zunge guotUnd nücz, sey kaynen schaden tuot,So mags auch nicht zlange gesein,Daz leg dir in daz hercze dein.25Hast du nie gehöret, dasGrosses vich wil michel gras?Da vor so hast du uns gesäytDen grosten jâmer und daz läid,Die wir tragin auf und nider,30Hat daz kind nicht älleu gelider.Hier zuo sag ich dir geswind:Wiss, daz edler ist ein kind,Hatz ein wesen in der hell,Dan dacz mans für nichti zell.35Hörr auf, sprach da Colman.Mich duncht, der aller vilest kan,Der leugt and fäillet aller mäystWider got und seinen gaist.Waist nicht, daz die warhäyt spricht40Von Jaudessen dem falschen wicht,Sein dink hiet ym vil bas gedigen,Wär er ungeporn beliben.Seth, daz tet fraw Leichdenman zorn.Wie nâch sey hiet ir sin verlorn!21Sey sprach: Verhört, her Colman!Mich duncht, ir leugt euch selber an.Ir sprecht, daz lernen euch behagUnd welt mich straffen nacht und tag;5Daz stet nicht wol, es ist kain rechtVon einem schuoler oder knecht.Wolt ir lernen, sweigt und hörrtMit ganczer dyemuot hie und dört!Des sprach do Cholman zuchtichleich:10Genad, vil liebeu sädenreich,Hab ich wider euch gjehen,Daz ist umb anders nicht geschehen,Dann daz ich die wârhayt garMit red und widerred dervar.15Ich zweiveln in der vinster ler,Helft mir, fraw, durch ewer er!Ja du, sayt du Laychdenman.Noch so wilt mirs gewinnen an.Woltist solicheu rede tuon,20Du möchtist chomen noch ze suonn.Wiss, ich pin da wider nicht.Waz got tuot und was er spricht,Ich sich es mit der warhait gen,Der es gar eben mag versten.25Dar zuo ist die glos vil guot,Wan der text uns zwivel tuot.Daz sey uns beschäyde schonRechtes sinns in chlugem don.Nu spricht mein text: Das böste ist,30Nichcz nicht wesen älleu frist;So säyt der, dem daz besser wär,Dem gotzverräyter nicht so swär,Ob er gewesen wär ungporn,Wan sein sel ist gar verlorn.35Hie pei so dunkt dein wiczichäit,Es si ein widerwartikäyt;Daz wil ich so geleichen dir,Es ist auch war, gelaub es mir,Wäger war ym das, daz er gesnitten40Von seiner muoter wär enmitten,Dan daz er geporn wartUnd die muoter nicht enstarb,Won er sey bschlieff dar nach vil tag,Den hals er schluog dem vatter ab.21bEin anders glösel also spricht:Wäger wär ym, daz er nichtPey Cristes zeiten wär geporn,Won daz schuoff im disen zorn.5Doch schol diss ein end haben!Alleu mär sein nicht ze sagenUnd schüllen cheren zuo der sach,Die dein torhäit vor dem sprachUmb die chinder, die da geporn10Werdent tod und gar velorn.Hie verleust der vatter anZe geleicher weis recht sam der man,Dem man yeso gebent wirtEin paum, der taubeu nüssel gepirt.15So hâst gerett gar âne not,Daz kind beger des vatters tod.Was schad mir daz, sam man da spricht,Gedench und wünsch mich chrenkent nicht?So spricht man leide fruo und spat20Von gewachsner kinden missetât.Hie für so ist daz lernen guotUnd daz straffen, daz man tuotJungen kinden nacht und tag,Die wil man seu gepegen mag.25Was sayst danne von der zerung,Von den chlaydern und von nerung?Wäyst nicht, daz der mensche werdenSchol derzogen auf dirr erdenMit einem sach, mit gfüger speis,30Wil man in machen from und weis,In seiden alten werdend,Vil reich und sälich sterbend?So ist kain gelt dem jungen guot,Dem die zerung schaden tuot.35Macht dann alter weiben nichtGehalten nach der ammen phlicht,So emphilch der muoter zartIr kind, daz sey sein selber wartMit saugen, hüten und auch phlegen.40Daz ist dir von nataur gegeben.Was chlafft von windelen und von wäschen,Die weil daz wasser und die äschenMit holcz und altem leingewandSind so wolfäyl in dem land.45Da pey so wilt uns auch derschrechn21cMit kindel geschray und kinderpetten,Mit siechtuom und mit arebayt:So hab dir daz von mir gesayt:Äigen haus und aigen chind5Machend grosseu mü ze windUnd klaineu fröd ze paradeys.Der red ich dich also beweis:Ist der smid in seinem haus,So stet er von ym selber auf10Und smidet lustleich uber tag,Daz er den gewin im peutel hab;Ist er in eines smitten,In dunckt, er hab ein jar gelitten,So er gearbayt einen tag,15Wie chlain er sich geheven magAus dem pett des morgens fruo,Wan daz gelt get ym nicht zuo.Greynt mein kind, mich dunkt es sing,So wol gevellet mir die stimm;20Es ist dem nachgepauren schad,Der da bey nicht geschlaffen mag.Hab ich dann äiger in dem haus,Da mach ich grösseu hüner aus,Die mich dunchent fäysser sein,25Dann des mullners mesteswein.Nuss und prott auf meinem tischSmekend bas, dann all die visch,Die der marchgraf von FerrärGäb mir, ob ich pey ym wär.30Sprichst du aver, daz ein manAn ein weib müg haus gehan,Das ist nicht stät nach meinr versicht,Won es enhat des grundes nicht.Die gruntfest ist ein bider weib,35Die daz haus mit irem leibAufenthalt mit manigen sachen,Mit kochen und mit kindermachen.Wirt sey siech und dar zuo blöd,So wirtz auch gesunt, daz ist ein fröd.40Du hast gelesen in der gschrift,Ein man bedorff des weibes nicht,Ob er gottes reichs geruoch.Waz ghort daz zuo grawem tuoch?Ist nit da geschriben pey,45Daz ym daz weibe schedleich sey?So hört ich pey der ersten sag:Niemant zwäin gdienen mag.21dDas merke, zwäin, sam ich es vind,Die enander wider sind.So ist dein weib der tiefel nicht;Dar umb so acht ich wenich der gschrift5Und ker mich lieber an daz wort,Daz ich hab funden an eim ort,Und spricht, daz nicht allayn die maitWesizent ewich sälichait,Es mag auch sein, daz gmähelt leut10Wehalten werden mit der heut,Wie gewar es ist und nicht ein trom.Sant Eustächi, purger ze Rom,Hiet ein weib und dar zuo kind,Die sampt mit ym wehalten sind,15Und ander grösser hailigen vil.Claff nu, wer dergaffen wil!Do die red sich hiet verdrapt,Der an Cholman sich gehabtHiet, der warff sich wider umb;20Da mit so ward die tädinch krumb.Dennocht ruort sich alter partHin wider umb ein ander vart.Er sprach: Dis muoss der tiefel gebenOder got mit sinen segen,25Daz ein weib zuo disen stundenSo genczleich hat mich uberwundenAn beschaidenhäit und an der gschrift.Doch so mag ich gelauben nicht,Daz Mäczli fuog dehainem man,30Dem die welt der eren gan,Die so flach ist, dar zuo hinkt,Der der aten also stinkt.Sey ist so bugglocht und so churcz,Der eren acht sey nit ein furcz.35Wie swarcz sey ist und ungevar,Vor schand sey niempt genennen tar.Do hatz auch nicht, daz ist der galg.War zuo ist uns diser balg,Den die fliegen so beschissen40Hant und auch die hund zerrissen?Laychdenman huob wider an:Sym, was er chan der schymlig zan!Wiss, ich sag dirs unter daugenWilt du der warhait nicht gelauben,22So gelaubt man aver das von dir,Du seysts ein esel und ein stir.Was säist du uns mit deiner list?Du waist noch wenich, wer du pist?5Ist sey chrofecht, kumph und lam,Do schol man sey für edel han.Stincht ir aten uber tag,Kain frömder sey gehüssen mag.Ist sey kurcz und hogrocht vil,10Dest minr tuochs sey haben wil.Gesicht sey wenich an den augen,So machs auch kind, daz scholt du gelauben.Der swarczen frawen michil ist guot,Grosses tuttli gypt ir gnuog;15Rosen wängel, roter mundSind vil scheder, dann gesund,Won sey oft die jungen chnabenMachent alt in kurczen tagen.Schones har die frawen irt,20An dem gepett die man es siert.Nüczer ist ein gärnel spinnen,Dann mit pürsten härli swingen.Rürenzumph ist sey genant,Daz ist allaine dem ein schand,25Der sey also haissen wolt,Do man sey zcristan machen scholt.Chan sey dan geparen nicht,Von rechten treuwen daz geschicht;Und hiet sey joch die wol geporn30Ir er in süsser minn verlorn,So gdient er antlass nach der schrift,Der sich zuor e mit ir verphlicht.Ist sey arm, nu hin, daz sey!Dannocht lebt sey noch da pey,35Sey schlaft dest bas und furcht ir nitVor teupen und vor feursch gschicht.Es ist behuot ir leib und guot,So hats verguot, wie man ir tuot.Neid ir auch nicht kan geschaden,40Daz recht wir sehend armuot haben,Von der noch vil ze sagen wär,Wurd daz püchel nicht ze swär.Hörr zuo, was der weis gepeut!Von rehter liebschaft sich die leut45Nemen schollen, nit umb geltSo sein seu sälig in der welt.Nu dar, so hat seu Bertschi lieb,Dar umb so sing ich ym das lieb:22bPertschi Mäczen nemen scholZuo seinem weib, so tuot er wol.Do sängelt junker Triefnas:Ich gehöret nie gesingen bas,5Noch ward der tädinch also vilHin und wider ze dem zil,Daz in swindelt an den sinnen.Ieder schre: Ich wil verprinnenUnd dertrinken in der wicz,10In dem rât und in dem swicz.Wir möhtens ewicleichen treiben.Dar umb so lassin wirs weleibenOder hörrin all gemäinDes torffes schreiber muoters äin,15Der hat der bücher vil gelesen,Und waz er sag, daz sei geschehen!Henreicze der ward ausderwelt,Ze einem gemainen man gestelt,Daz er die urtäil scholte geben.20Der sprach: Nu dar, vernempt mich eben!Ir hietind wol ein weisern funden,Doch geschieht es ze den stunden,Daz ein närrli vindt ein list,Die dem weisen selczen ist.25Ich sich wol, warumb es gevältHabt und ganczleich nichcz dertäilt;Es seyt gestanden ze den wiczen,So man mit ruwen scholte siczen;Ir habt gereimet und geticht;30Chlugeu sach wil reymens nicht.Wer mag ein disputyerenMit gmessner red florieren?Dar umb so secz ich mich da hinUnd sag euch schlethleich minen sin.35
Des ward Bertschi fröden vol,
Es geviel ym alles wol
Und sprach: Ich wil und muoss sey haben,35
Hiecz mir all mein freunt erschlagen.
Wie ich mag, sey muoss mir werden,
Scholt ein ganczes land verderben!
Des nam er seinen freunt dar zuo,
Engelmaren Farindkuo40
Und seinen vetter Gumpost,
Herman den Rürenmost,
Niggeln Fesafögellin,
Janseln Snellagödellin,
Hafenschleken, Nagenfleken,17c
Schlinddenspek und Ofensteken
Und den alten Colman,
Den scholt ich vor genennet han,
Nabelräybern mit dem stil,5
Und anderer erberer leuten vil.
Er ruoffet seinen mumen,
Juczin Scheyssindpluomen
Und Elsbethen Völlipruoch,
Engeldrauden Erenfluoch,10
Snatereinen, Töreleynen,
Juncfrawn Feynen mit der seynen
Und die alten Läichdenman
Mit dem blöden reffzan,
Die sich daucht so wiczich sein.15
Die châmend all zuo im hin ein,
Seu wurden alleu umb in sten
Und frâgen, wes er wolt begen,
Daz scholt er freileich in verjehen.
Bertschi sprach: Daz sey geschehen!20
Sein parlament so huob er an:
Hört, ir frawen und auch man,
Lieben freunt, vernempt mich eben
Und geruocht mir rât ze geben!
Ich mag nicht lenger sein an weib,25
Scholtz mich chosten meinen leyb.
Ich han mir eineu ausderkorn,
Die mir ze sälden ist geporn.
Ich muoss sey han, es tuot mir not,
Anders ich würd ligen tot.30
Daz ist ein dink, daz ich euch bitt,
Und trauw, ir sayt mir treuleich mit
An rât und auch an hilf dar zuo.
** Des antwürt ym do Farindiekuo,
Der sein nächster öhaym was:35
Ich chan dir nicht geraten bas,
Tuo ein dink, daz wesen muoss,
Und acht nicht umb einr hennen fuoss,
Was man sing und was man sag!
Des hilf ich dir, so vil ich mag.40
Des wunders mich joch gar bevilt,
Daz du von uns nu haben wilt
Rât umb sach nach deiner sag,17d
Die anders nit gewesen mag.
Hin wider sprach do Triefnas:
Wetter zieggel, was ist das?
Wer chan iederman gevallen5
In ernst, in schymph und auch in schallen?
Nie chayn dink daz ward so schlecht,
Güter rat der chäm ym reht.
Dar umb Cumpost wiczen vol,
Rât mir, wie ich faren schol!10
Gumpost der huob an und sayt:
Ich brüf, daz in der cristenhäyt
Dreu ding man vindet guot von art,
Zuo den nie guot ze raten wart
Durch der grossen fluochen wegen,15
Die man geyt den rategeben,
Daz ist zuo einem münch ze werden,
Weyt ze farn auf diser erden
Und auch zuo der hailigen e.
Also sag ich dir nicht me.20
Doy, was wunders was ist das?
Sprach do Bertschi Triefnas.
Wie mag yemer misselingen
Weisem rat zuo guten dingen?
Nu dar, mein lieber Rürenmost,25
Gib mir warm in disem frost,
Mach mir chuol in diser hicz
Mit deinem rât von chluoger wicz!
Rürenmost der sprach aldo:
Dein dink daz ist gestalt also,30
Daz du jo reuwich muost beleiben,
Welhen weg du dich wilt scheiben.
Nimpst ein weib, dicz wesen muos,
Daz dir wirt sorgen niemer buoss,
Arbayt get dir selten ab.35
Merk vil eben, was ich sag!
Hast du danne weibes nicht,
Chäin sälde deinen leib geschicht,
So wilt dein äygen pluot verderben,
Ein frömder gast der wirt dich erben.40
Do daz nu Bertschi so vernam,
Von läid er von ym selber cham,
Er sprach: Nu we mir heut den tod!18
Umb und umb ist angst und not.
Fesafögili sag an,
Was tät noch ein cristen man?
Des huob der guot man an und sprach:5
Wir horrend, daz in disem bach
Ieder furt ist bös ze reyten;
Dar umb so lassen wir die seitten,
Die die böser ist genant,
Und kerin zuo der bessern hand!10
Daz ist, du scholt also beleiben
An eim weib dein zeyt vertriben.
Scheyssindpluomen dicz vernam,
Wie schier sey huob ir chläffen an,
Des auch nicht zfersweigen was!15
Sey sprach: Her Niggel, wisset das,
Ein weiser man der chan her zellen
Alleu stuk und dar aus wellen,
Was daz besser wesen schol;
Dar inn man spürt sein wicze wol.20
Daz böser habt ir aus gelesen,
Des muost ir unser narr wesen.
Ist nicht wäger, daz ein man
Hab ein frawen wolgetan,
Die sein phlege nacht und tag25
Mit flisse, so sey beste mag,
Dann daz er also beleib
Arm und ellend an ein weib?
Was sorgen wil er danne haben?
Der sich vekeut mag betragen,30
Daz ym gesund ist an dem leben,
Wil er gutter sinnen phlegen.
Snellagödili vil drat
Sprach: Dicz dink wil haben rât
Und bedarff noch wiczen vil.35
Es ist nicht ein chindenspil.
Wissz, das besser ist, ze sterben,
Dann ein böses weib erwerben,
Die dich sirtet durch daz jar
Taugenleich und offenbar40
Mit schelten und mit fluochen,
Mit straffen und versuochen.
Nieman mag vor ir genesen.
Pist du aus dem haus gewesen,18b
So snarchelcz her in irm zorn
Und spricht: Du hast dein trew verlorn
Gen mir, des muost du liden;
Du gest zuo andern weiben.5
Stest du aver in dem haus,
So sprichtz: Die nunn kümpt niemer aus,
Mich duncht, es sey ein stubenritter,
Er stinkt so saur, er feist so bitter
In der äschen bi dem feur,10
Daz mir alleu fröd ist teur.
Emphilhst du ir das haus mit sampt,
So wil sey herschen in dem ampt.
Wilt du dir ein täil behalten,
So sprichcz: Sein müss der tiefel walten!15
Getar er mir getruwen nicht?
Ich stift im gift dem bösen wicht.
Seczt sey dir dann hürner an,
So muost du tuon recht sam ein man,
Der sein laster schol verswigen,20
Und sam ein wolf gefangen lygen.
Dar zuo sprach frou Follipruoch:
Mich zympt, du seist der weiben fluoch.
Waistu nicht, daz in aller hab
Guot und bös man vinden mag?25
Dar umb spricht ein wiser man:
Suoch ein weib nicht verr hin dan!
Wilt du aber einen herren,
Sich den vinde die von verren,
Von dem dich mügest brechen wol,30
Halt er dich nicht, sam er schol.
Hie pey macht du merken gar,
Wie ein man ym reht dervar
Ein weib geschikt von guoter art,
Vor der käin dink nie besser ward;35
Wenn beleibst du in dem haus,
Sey ist dein phleg, sey wart dir aus;
Verst du aus, sey ist dein segen;
Gest du ein, sey kümpt hin gegen
Mit irem minnechleichen gruos,40
Er tuot dir alles leides buoss.
So hâcz mit trewen schon behuot
Haus und er und ander guot.
Haffenschlek enmocht dicz nit leiden.
Er sprach: Waz schol ich fürbas sweigen?18c
Siha, wunder, was die chlaft!
Sey wil uns leren kauffmanschaft
Zuo weiben, dar an ieder man
Betrogen wirt, wie vil er chan.5
Man versuochet älle dinch,
E daz man den chauff volprinch,
Dann alläin die fäigen frawen,
Die sich so selten lâssen schauwen
Äigenchleichen vor der e.10
Daz pringt vil mangem jamers we,
Der im da lernet gar ze spât
Die tädel, die sein weibe hât.
Erenfluoch der ward so gâch
Ze reden, daz sey sich vil nach15
Besäichet hiet ze stunde.
Seu ruoft aus irem schlunde:
Her Hafenschlek, ir seicz ein chnecht,
Der wider got und widers recht
Wüsten wil die häiligen e;20
Daz muot mich ser und tuot mir we.
Sagt mir, wo habt irs gelesen,
Daz yecleich weib schol ubel wesen?
Habt ir noch nicht daz gesehen,
Daz man iedem wol schol jehen,25
All die wil er nicht enist
Bewärt ein mensch mit böser list?
Dis verhörret Nagenflek,
Er schre: Sim, siha durch ein zwek!
Die hat gelernt nach irm versehen30
Der siben chünste vierzehen.
Noch wäiss sey wenich, daz die schrift
Für wârs von allen frawen spricht:
Von natur ist iecleich weib
Unkeusch gar an irem leib.35
Snattereyna dicz verreit.
Sey sprach: Und ist es noch nicht wett,
So hörr noch eins, daz sag ich dir.
Wer nach seines herczen gir
Leben wil, der tuot nicht recht,40
Es sey ritter oder knecht.
Dar umb so hat uns got gegeben
Beschäidenhait, nach der wir leben
Gmäynchleich und nit sam die hund,
Den käyn er ist worden chunt.45
Schlinddenspek sich macht herfür,18d
Er sprach: Hy yo, was ich noch spür
Mü und zerung pey der e!
Gnuog und vil und dannocht me
Haben muost du so zehant5
Gelt und reiches pettgewant,
Frawencläynet, hausgeschier,
Cläyder vil für ander vier,
Wein und brot und fläisch und visch,
Und anders ghört zum tisch,10
Haus und hof und knecht und vich
Äker, wisen. Bertschi, sich,
Merk und höre, waz seyn wirt,
Daz uns armen leute syrt.
Töreleyna: Sim so15
Mich dunkt, du seyst gmacht us stro,
Also get dir von dem mund
Toren red ze diser stund.
Du sprichst, wil er ein frawen haben,
So muoss er gelt im pautel tragen,20
Dar zuo gewand und ander ding.
Hörr ein anders, daz ich sing!
Sag mir, wie tet Adam,
Der dhain phenning nie gewan
Und lebt neunhundert jar und mer25
Mit eren in der alten e.
War zuo ist daz bette guot?
Sichstu nit, wie ein Unger tuot,
Der nie kain vedergwand gesach
Und schaft im dannocht guot gmach?30
Wilt du haben ander gewand,
Sich ein weib von Spangenland,
Die kain andreu chläider hat,
Ein leinlachen ist ir wat,
Gestrichet ob der achseln zuo,35
Da mit so hütet sey der kuo
Und get zuo fuoss, wie schon sey spint,
Und träyt ein wiegen mit eim kint.
Frawen chläynet, was ist daz?
Daz ist ir tugend, die vil bass40
Zierent schon ein yecleich weib,
Dan mit perlen chrönter leib.
Hausgeschier daz ist wol guot,
So tuo, sam oft ein soldner tuot,
Der ym umb einen schilling vint45
Küchingrait zuo seim gesint.
Mag er dan nicht wein gehaben,
So schol er sich mit wasser laben,19
Sam ein man von Preussenland,
Dem chäyn weinreb ist derkant.
Wem ist dann des fläisches not?
Ein prediger hat wangel rot,5
Dar zuo fäissü angesicht
Und doch kains ochsen nicht.
Du retst umb visch? Du bist nicht weis.
Wis, es ist ein herren speis.
Der wein und pfeffer nith enhab,10
Der tuo sich aller vischen ab.
Haus und hoff daz ist ein er.
Hörr, wie tuot ein Lamparter,
Der in eins andern herberch stet
Und sich noch dreistund bas beget15
Mit seinem gelte fru und spat,
Dan der daz haus geschaffet hat.
So sprichst du: Wo ist knecht und dirn?
Mich dunkt, du seist ein tabigs hirn.
Wer nicht haben mag en knecht,20
Der dien ym selber, daz ist recht.
Nu muoss oft einr eim andern dienen
Und ym in seinen drüssel gienen.
Vich ist nücz nach deiner sag:
Ja, äss es weder nacht noch tag,25
Geschäch im von kaym schalmen layd
Noch von wolfen auf der häid.
Acker, wisen wärind guot,
Bhielt seu got vorm schaur behuot
Und vor frömder sichel gar,30
Vor mausen und vor vogel schar.
Protz des ist uns allen not:
Gelobt sey er, der uns es bot!
Doch bedarff man sein nicht vil,
Der nach der masse leben wil.35
Nach der weisen lerer sag
Kainem man gebresten mag,
Der sich benügt, die weil er wert,
Des, da die sein nataur begert.
Ofenstek dar uber sprach:40
Jamer not und ungemach
Ist noch an den weiben vil,
Sam ich euchs beschaiden wil.
Ist sey schön und junger tagen,
Kain guot du macht von ir gehaben,45
Du pist versmacht, so kans auch nicht.19b
So ist es swär nach meinr versicht,
Ein dinch ze halten sunderbar,
Nach dem man stellet durch daz jar.
Ist sey alt und ungeschaffen,5
So mag sey anders nicht dan klaffen.
Du bist versaumpt, sey fröwt dich nicht,
So ist auch hart, sam man da spricht,
Ewekleich ein dinch ze halten,
Des da niemant wil gewalten.10
Hat sey dann der freunden vil,
So träyst du sorg zuo allem spil,
Ob ir einer richt scand
Und pring dich sampt mit ym vom land.
Die armen nagend dich aufs päyn,15
Die reichen achtend dein vil kläyn.
Wilt du leben ungeschlagen,
So muost sey für ein frawen haben.
Ist sey ungefreund und arm,
So hast du wirser nie gevarn.20
Wie oft man dirs in daugen schlecht,
Du hast dich gnidert und gswecht,
Du bist ze einem bettler worden
Mit weib und kindern gar verdorben.
Junchfraw Fina sprach zehant:25
Yederman der sayt sein tant,
So wil ich auch den meinen an
Heven, so ich beste kan.
Ofenstech, noch pist ein gpaur.
Waz sayt der maister von nataur?30
Spricht er nicht, daz seubreu gstalt
Rains gemüt in ir behalt?
Dar umb schol kain weiser man
Schones weib für übel han.
Ist sey jung und chan nicht vil,35
Dar zuo ich dir sagen wil,
Daz sey noch gelernet wol,
Was ein hausfraw kunnen schol.
Sey lât sich piegen und auch smiegen,
Sam ein kindel in der wiegen.40
Muost du dann ein alteu haben,
Daz scholt du dannocht wol verklagen.
Sey ist dein amm und peut dirs wol,
Sey tuot dir alles, das sei schol.
Mag sey dann nit kinder tragen,45
So scholt sey für ein muoter haben.
Ist sey dann nicht hubsch, daz sey,19c
So scheynt sey dester bas da pey.
Wie schon ich das bewaren mag
Nach der chluogen logich sag,
Ye ungestalter ist ein weib5
Ye mer sey zieret iren leib
Mit bstreychen und aufmachen,
Mit gwand und andern sachen,
Ye mer sey dann gezieret ist,
Ye schöner scheynt sey ze der frist.10
Warta, warta, durch ein schäiss,
Was sey der sophistrey wäiss!
Sprach do Ofenstech vil drat.
Der tiefel dichs geleret hat.
Nu dar, daz sey des tages guot!15
So sag, wie er des nachtes tuot,
Wan sey so nakent pey ym leit,
Ungetan recht sam ein scheit!
Des antwurt sey ym so ze stet:
Kain liecht so lass er pey dem pett,20
Des mag er auch geraten wol
Ze ligen, da man schlaffen schol.
Ist nu, daz er wenich gesicht,
Ir ungestalt die schadet nicht,
Wan an dem griff sind älleu weib25
Des einen leders, wie mans treib.
Ze gelicher weis ist es gestalt
Umb de hünr, die manichvalt
Federn tragend in der heut,
Und so mans pringet für die leut30
Auf den tisch gepraten häiss,
So zaygents doch nur ein fläsch.
So waynn ich auch in minem muot,
Du sprechist, es werd selten guot,
Ze hoch ze weiben und ze nider;35
Dar umb so sag ich dir hinwider:
Welher wil mit sälden reichen,
Der füg sich zuo den sein geleichen!
Do nu die red ein end gewan,
Die alt fro Berchta Läychdenman40
Ruoft vil laut: O jungeu kinder,
Ez seczt den wagen für die rinder.
Wisst ir nicht, daz alter hat
Für die andern weisen rât?
Dar umb so was ze heven an45
Pey unserm vattern Colman
Und nit ze rauschen in dem rat
Einr fürn andern ungefragt.
Dar zuo sprach do Engelmar:19d
Die red ist an ir selben war,
Doch sprichst sey mit neyder list,
Won du die aller eltest pist.
Der rât wär graten ze schanden,5
Hiet mans nit understanden
Mit stangen und mit rechen.
Bertschi huob an ze sprechen:
Ir herren, wisst, es ist nicht recht,
So man daz chrumb schol machen schlecht,10
Daz man es noch danne chrumber mach.
Da mit und er zuo Colman sprach:
Du waist wol, daz ze aller zeit
In dem rât und in dem streit
Die ersten und die lesten15
Schüllen sein die besten;
Dar umb sag an, vil guoter man,
Was daz wäygist sey getan.
Colman sprach aus chluogem sin:
Wisst, daz her chumen pin20
Lüsens und nicht claffens wegen,
Won mir got geruocht ze geben
Oren zway und einen mund.
Da pey schol euch auch wesen kund,
Daz einer wenich reden schol,25
Hören vil, so tuot er wol.
Hin wider sayt do Triefnas:
Wiss, daz mir gevellet bas
Weyseu red in guoter zungen,
Dann ein sweigen von dem stummen.30
Mas ist guot zuo allen dingen,
Bessers chan ich dir nicht singen.
Also huob der grawe man
Sein red vil züchtichleichen an:
Daz sprüchwart ist mir oft gsäit:35
Alter part hat weisshäit.
Dar zuo pin ich worden innen:
Iunges hirn phligt cluoger sinnen.
So duncht mich auch, sam gwissen ist,
Die frawen sind nicht ane list.40
Daz hab ich sunderleichen gesehen
In disem rât, des muoss ich jehen.
Hie ist gerürt so mancher punt
Und auch geschäyt so gar von grunt,
Daz ich euch nichcz gesagen chan,45
Dann kindelred, die heb ich an.20
Nu hin, daz sey, das yecleich weib
From und erber sey von leib,
Daz doch läider nicht gewesen
Mag, sam ich es han gelesen.5
Dannocht fügt dir dhaine nicht.
Hört, was uns die warhait spricht!
Niemant zwain hern gedienen mag
Schon und eben nacht and tag.
So macht du nicht gevallen10
Deinem weib mit schallen
Und mit andacht deinem got.
Daz sag ich dir aus kaynem spot,
Wie gleich es tönt ze einem zil
Der psalter mit dem saitenspil.15
Dar zuo hab ich auch gelesen,
Wil ein man behalten wesen,
So bedarff er weibes nicht;
Daz ist auch war nâch meinr versicht.
Hie mit legt sey sich da nider20
Auf die benk und in daz gefider;
Du muost sey für ein siechen halten
Und von ir nimer dich geschalten.
Und voll, wan sey nu swanger wirt,
Wann sey nu dann daz kind gepirt,25
So spricht man, daz sey genesen sey.
Hörr, was ich versten da pey!
Sey ist genesen glich sam der,
Dem zergangen ist ein geswer
Und der rut ist an gevallen,30
Das swer ich allen pey sant Gallen.
Secht ir nicht, daz erst sich hebt
Kindelgeschräy und kindelpett,
Windel waschen, kindel paden?
Darzuo muoss man ammen haben.35
Chamerweib die getrunkend me,
Dann man wassers vind ym se,
Seu fressent vil und sagent an,
Es hab daz kindel alz getan.
Diss ist dannocht alz ein wind,40
Bis daz jo nu gewachst daz kind.
Erst so muoss man leiden haben,
Wie mans erleich muog betragen
Mit chläidern und mit nerung
Mit geschüch und ander zerung.45
Den knaben muoss man besorgen20b
Den abent und den morgen
Vor stelen und vor rauben
Offenbar und taugen,
Vor schlahen und vor stechen,5
Vor knüsten und auch brechen;
Die tother muoss man behuten
Vor laster und vor wüten,
Vor schuolern und vor phaffen,
In heusern und in gassen.10
Nu dar, daz sei derlitten!
So hat daz kind den sitten.
Wenn nu der leib und sel
Gewaget hat umb guot und er
Im ze fröden und ze gewin,15
Daz es ym spricht in seinem sin:
Zarter vatter, wärist begraben,
Daz ich das erbe mocht gehaben!
Des jamers wirt man selten an,
Wie schön daz kindel sey getan.20
Wirt es aver gar verlorn
Oder lam und plint geborn,
Zum narren oder zstummen,
So ist uns erst zrunnen
Alleu fröd und sälichäit.25
Die mär sein euch von mir gesayt.
Doch hiet ich uch ze sagen mer,
So matrent mich der huost so ser,
Daz ich es nicht volpringen mag,
Waz ich in den sinnen trag.30
Do die rede so vergie,
Käyner kond gewissen, wie
Man scholt da wider sprechen.
Seu warend gar derlechen
Und woltens alleu mit ym han,35
Dan die alt fraw Läichenman,
Die sich ieso furher macht.
Wie laut sie spächt, wie ser sey pracht!
Und tätin mir die zend nicht we,
Ich hiet euch wol geantwurt e.40
Mit urläib sprich ichs, liebeu kinder,
Aus kelbern werdent stärkeu rinder,
Mit dem man pauwet und auch ert,
So in die hurner werdent hert.
Hie pei scholt es merken das,45
Die weil ich chlainer tagen was,
Do verstuond ich mich auch chläyn,20c
Do red ich, sam die kind gemäin,
Und tet auch nach der jungen orden:
Nu pin ich, secht, zum menschen worden
Und han verworffen kindel spil,5
Dar umb so wisst, daz ich nicht wil
Volgen eines mannes sag,
So ich daz besser haben mag.
Ir scholt mirs nicht für übel haben,
Her Colman, daz ich euch wil sagen.10
Do ir es scholtent heben an
Ze raten sam ein weiser man,
Daz ertrich ward sich wegen
Und über sich derheben,
Ich forcht, ein drak scholt kumen her,15
Do sach ich zuo, es was ein scher,
Plint und plöd und ungestalt,
Den wil ich temmen also bald
Und heven an den lesten an,
So ich nu aller beste chan.20
Ir sprecht, ir hiet uns mer gesäyt,
Do mocht ir nicht vor huostes läid.
Nu dar, der huost der ist do hin:
Sagt, waz hiet ir in dem sin?
Des äntwört so her Colman:25
Lengeu red stet übel an,
Dar umb so sag ich anders nicht,
Dann kurzeu wörter, die man spricht.
Daz gwarest spruchwart daz ist daz:
Einiger vatter füret bas30
Syben kinder durch einn gatter,
Dann siben kinder einen vatter.
Hie mit, fraw von hoher list,
Tuot es durch den süssen Crist
Und zaigt uns ewer wiczichäit!35
Ze lernen was ich ie berayt.
Do sprach Laychdenman zehant:
Her Colman, wisst, es ist ein schand,
Ze lernen einen greysen partt,
Syben und sibenczig jaren alt;40
Doch ist böser wann ein man
Pey alten zeiten nicht enkan
Und ym auch lernen nicht enwil,
Des hat er schand und lasters vil.
Dar umb so merk die rede mein,45
Welt ir bas geleret sein.20d
Got, do er geschaffen hiet
Daz erste mensch in rechter lieb
Und ym verpott des öpfels mas,
Die geschepht sein trew vergas5
Und des schepfers gpott zerprach.
Dar umb so hab kain ungemach,
Ob dir deineu kinder nicht
Dankin nach deinr zuoversicht,
Won du deinen vordern so10
Gelonet hast mit haberstro.
Doch so muoss ich dir des sprechen:
Ein man ist sneller vil, ze rechen
Seinen vatter, dann daz kind,
Ob seu ym päydeu gsmähet sind.15
So sprichst, der rede sey genuog,
Claffen vil sey narren fuog.
Daz möcht sich alles wol begen,
Woltist du die red versten,
Für uppig und verdrossen,20
Für schedleich ungenossen;
Aver ist die zunge guot
Und nücz, sey kaynen schaden tuot,
So mags auch nicht zlange gesein,
Daz leg dir in daz hercze dein.25
Hast du nie gehöret, das
Grosses vich wil michel gras?
Da vor so hast du uns gesäyt
Den grosten jâmer und daz läid,
Die wir tragin auf und nider,30
Hat daz kind nicht älleu gelider.
Hier zuo sag ich dir geswind:
Wiss, daz edler ist ein kind,
Hatz ein wesen in der hell,
Dan dacz mans für nichti zell.35
Hörr auf, sprach da Colman.
Mich duncht, der aller vilest kan,
Der leugt and fäillet aller mäyst
Wider got und seinen gaist.
Waist nicht, daz die warhäyt spricht40
Von Jaudessen dem falschen wicht,
Sein dink hiet ym vil bas gedigen,
Wär er ungeporn beliben.
Seth, daz tet fraw Leichdenman zorn.
Wie nâch sey hiet ir sin verlorn!21
Sey sprach: Verhört, her Colman!
Mich duncht, ir leugt euch selber an.
Ir sprecht, daz lernen euch behag
Und welt mich straffen nacht und tag;5
Daz stet nicht wol, es ist kain recht
Von einem schuoler oder knecht.
Wolt ir lernen, sweigt und hörrt
Mit ganczer dyemuot hie und dört!
Des sprach do Cholman zuchtichleich:10
Genad, vil liebeu sädenreich,
Hab ich wider euch gjehen,
Daz ist umb anders nicht geschehen,
Dann daz ich die wârhayt gar
Mit red und widerred dervar.15
Ich zweiveln in der vinster ler,
Helft mir, fraw, durch ewer er!
Ja du, sayt du Laychdenman.
Noch so wilt mirs gewinnen an.
Woltist solicheu rede tuon,20
Du möchtist chomen noch ze suonn.
Wiss, ich pin da wider nicht.
Waz got tuot und was er spricht,
Ich sich es mit der warhait gen,
Der es gar eben mag versten.25
Dar zuo ist die glos vil guot,
Wan der text uns zwivel tuot.
Daz sey uns beschäyde schon
Rechtes sinns in chlugem don.
Nu spricht mein text: Das böste ist,30
Nichcz nicht wesen älleu frist;
So säyt der, dem daz besser wär,
Dem gotzverräyter nicht so swär,
Ob er gewesen wär ungporn,
Wan sein sel ist gar verlorn.35
Hie pei so dunkt dein wiczichäit,
Es si ein widerwartikäyt;
Daz wil ich so geleichen dir,
Es ist auch war, gelaub es mir,
Wäger war ym das, daz er gesnitten40
Von seiner muoter wär enmitten,
Dan daz er geporn wart
Und die muoter nicht enstarb,
Won er sey bschlieff dar nach vil tag,
Den hals er schluog dem vatter ab.21b
Ein anders glösel also spricht:
Wäger wär ym, daz er nicht
Pey Cristes zeiten wär geporn,
Won daz schuoff im disen zorn.5
Doch schol diss ein end haben!
Alleu mär sein nicht ze sagen
Und schüllen cheren zuo der sach,
Die dein torhäit vor dem sprach
Umb die chinder, die da geporn10
Werdent tod und gar velorn.
Hie verleust der vatter an
Ze geleicher weis recht sam der man,
Dem man yeso gebent wirt
Ein paum, der taubeu nüssel gepirt.15
So hâst gerett gar âne not,
Daz kind beger des vatters tod.
Was schad mir daz, sam man da spricht,
Gedench und wünsch mich chrenkent nicht?
So spricht man leide fruo und spat20
Von gewachsner kinden missetât.
Hie für so ist daz lernen guot
Und daz straffen, daz man tuot
Jungen kinden nacht und tag,
Die wil man seu gepegen mag.25
Was sayst danne von der zerung,
Von den chlaydern und von nerung?
Wäyst nicht, daz der mensche werden
Schol derzogen auf dirr erden
Mit einem sach, mit gfüger speis,30
Wil man in machen from und weis,
In seiden alten werdend,
Vil reich und sälich sterbend?
So ist kain gelt dem jungen guot,
Dem die zerung schaden tuot.35
Macht dann alter weiben nicht
Gehalten nach der ammen phlicht,
So emphilch der muoter zart
Ir kind, daz sey sein selber wart
Mit saugen, hüten und auch phlegen.40
Daz ist dir von nataur gegeben.
Was chlafft von windelen und von wäschen,
Die weil daz wasser und die äschen
Mit holcz und altem leingewand
Sind so wolfäyl in dem land.45
Da pey so wilt uns auch derschrechn21c
Mit kindel geschray und kinderpetten,
Mit siechtuom und mit arebayt:
So hab dir daz von mir gesayt:
Äigen haus und aigen chind5
Machend grosseu mü ze wind
Und klaineu fröd ze paradeys.
Der red ich dich also beweis:
Ist der smid in seinem haus,
So stet er von ym selber auf10
Und smidet lustleich uber tag,
Daz er den gewin im peutel hab;
Ist er in eines smitten,
In dunckt, er hab ein jar gelitten,
So er gearbayt einen tag,15
Wie chlain er sich geheven mag
Aus dem pett des morgens fruo,
Wan daz gelt get ym nicht zuo.
Greynt mein kind, mich dunkt es sing,
So wol gevellet mir die stimm;20
Es ist dem nachgepauren schad,
Der da bey nicht geschlaffen mag.
Hab ich dann äiger in dem haus,
Da mach ich grösseu hüner aus,
Die mich dunchent fäysser sein,25
Dann des mullners mesteswein.
Nuss und prott auf meinem tisch
Smekend bas, dann all die visch,
Die der marchgraf von Ferrär
Gäb mir, ob ich pey ym wär.30
Sprichst du aver, daz ein man
An ein weib müg haus gehan,
Das ist nicht stät nach meinr versicht,
Won es enhat des grundes nicht.
Die gruntfest ist ein bider weib,35
Die daz haus mit irem leib
Aufenthalt mit manigen sachen,
Mit kochen und mit kindermachen.
Wirt sey siech und dar zuo blöd,
So wirtz auch gesunt, daz ist ein fröd.40
Du hast gelesen in der gschrift,
Ein man bedorff des weibes nicht,
Ob er gottes reichs geruoch.
Waz ghort daz zuo grawem tuoch?
Ist nit da geschriben pey,45
Daz ym daz weibe schedleich sey?
So hört ich pey der ersten sag:
Niemant zwäin gdienen mag.21d
Das merke, zwäin, sam ich es vind,
Die enander wider sind.
So ist dein weib der tiefel nicht;
Dar umb so acht ich wenich der gschrift5
Und ker mich lieber an daz wort,
Daz ich hab funden an eim ort,
Und spricht, daz nicht allayn die mait
Wesizent ewich sälichait,
Es mag auch sein, daz gmähelt leut10
Wehalten werden mit der heut,
Wie gewar es ist und nicht ein trom.
Sant Eustächi, purger ze Rom,
Hiet ein weib und dar zuo kind,
Die sampt mit ym wehalten sind,15
Und ander grösser hailigen vil.
Claff nu, wer dergaffen wil!
Do die red sich hiet verdrapt,
Der an Cholman sich gehabt
Hiet, der warff sich wider umb;20
Da mit so ward die tädinch krumb.
Dennocht ruort sich alter part
Hin wider umb ein ander vart.
Er sprach: Dis muoss der tiefel geben
Oder got mit sinen segen,25
Daz ein weib zuo disen stunden
So genczleich hat mich uberwunden
An beschaidenhäit und an der gschrift.
Doch so mag ich gelauben nicht,
Daz Mäczli fuog dehainem man,30
Dem die welt der eren gan,
Die so flach ist, dar zuo hinkt,
Der der aten also stinkt.
Sey ist so bugglocht und so churcz,
Der eren acht sey nit ein furcz.35
Wie swarcz sey ist und ungevar,
Vor schand sey niempt genennen tar.
Do hatz auch nicht, daz ist der galg.
War zuo ist uns diser balg,
Den die fliegen so beschissen40
Hant und auch die hund zerrissen?
Laychdenman huob wider an:
Sym, was er chan der schymlig zan!
Wiss, ich sag dirs unter daugen
Wilt du der warhait nicht gelauben,22
So gelaubt man aver das von dir,
Du seysts ein esel und ein stir.
Was säist du uns mit deiner list?
Du waist noch wenich, wer du pist?5
Ist sey chrofecht, kumph und lam,
Do schol man sey für edel han.
Stincht ir aten uber tag,
Kain frömder sey gehüssen mag.
Ist sey kurcz und hogrocht vil,10
Dest minr tuochs sey haben wil.
Gesicht sey wenich an den augen,
So machs auch kind, daz scholt du gelauben.
Der swarczen frawen michil ist guot,
Grosses tuttli gypt ir gnuog;15
Rosen wängel, roter mund
Sind vil scheder, dann gesund,
Won sey oft die jungen chnaben
Machent alt in kurczen tagen.
Schones har die frawen irt,20
An dem gepett die man es siert.
Nüczer ist ein gärnel spinnen,
Dann mit pürsten härli swingen.
Rürenzumph ist sey genant,
Daz ist allaine dem ein schand,25
Der sey also haissen wolt,
Do man sey zcristan machen scholt.
Chan sey dan geparen nicht,
Von rechten treuwen daz geschicht;
Und hiet sey joch die wol geporn30
Ir er in süsser minn verlorn,
So gdient er antlass nach der schrift,
Der sich zuor e mit ir verphlicht.
Ist sey arm, nu hin, daz sey!
Dannocht lebt sey noch da pey,35
Sey schlaft dest bas und furcht ir nit
Vor teupen und vor feursch gschicht.
Es ist behuot ir leib und guot,
So hats verguot, wie man ir tuot.
Neid ir auch nicht kan geschaden,40
Daz recht wir sehend armuot haben,
Von der noch vil ze sagen wär,
Wurd daz püchel nicht ze swär.
Hörr zuo, was der weis gepeut!
Von rehter liebschaft sich die leut45
Nemen schollen, nit umb gelt
So sein seu sälig in der welt.
Nu dar, so hat seu Bertschi lieb,
Dar umb so sing ich ym das lieb:22b
Pertschi Mäczen nemen schol
Zuo seinem weib, so tuot er wol.
Do sängelt junker Triefnas:
Ich gehöret nie gesingen bas,5
Noch ward der tädinch also vil
Hin und wider ze dem zil,
Daz in swindelt an den sinnen.
Ieder schre: Ich wil verprinnen
Und dertrinken in der wicz,10
In dem rât und in dem swicz.
Wir möhtens ewicleichen treiben.
Dar umb so lassin wirs weleiben
Oder hörrin all gemäin
Des torffes schreiber muoters äin,15
Der hat der bücher vil gelesen,
Und waz er sag, daz sei geschehen!
Henreicze der ward ausderwelt,
Ze einem gemainen man gestelt,
Daz er die urtäil scholte geben.20
Der sprach: Nu dar, vernempt mich eben!
Ir hietind wol ein weisern funden,
Doch geschieht es ze den stunden,
Daz ein närrli vindt ein list,
Die dem weisen selczen ist.25
Ich sich wol, warumb es gevält
Habt und ganczleich nichcz dertäilt;
Es seyt gestanden ze den wiczen,
So man mit ruwen scholte siczen;
Ir habt gereimet und geticht;30
Chlugeu sach wil reymens nicht.
Wer mag ein disputyeren
Mit gmessner red florieren?
Dar umb so secz ich mich da hin
Und sag euch schlethleich minen sin.35