„Willst du so gut sein und mir den Schein geben?“ fragte Olga das nächste Mal.
„Willst du so gut sein und mir den Schein geben?“ fragte Olga das nächste Mal.
„Den Schein?!“ Mette wurde ein wenig verlegen und kramte in ihrer Tasche. „Ja, sofort! Wo habe ich ihn denn? Du brauchst keine Angst zu haben, er ist da! Ich will dir nur erst das Geld aufzählen!“
„Das laß, bitte!“ sagte Olga bestimmt. „Das Geld ist da, wo es hingehört. Keine Szenen, bitte. Ich habe dir kein Recht gegeben, mich zu beleidigen.“
„Ich verstehe dich nicht,“ sagte Mette ratlos. „Was soll denn das heißen?“
„Das soll heißen, daß ich mich bedeutend lieber an eine Straßenecke setzen will und betteln, als daß ich dir Geld schuldig sein will. Ich hab’ auch nur deswegen dich zum Leihamt geschickt, damit du das Geld gleich in Händen hast. Sonst hätt’ ich dir’s aufdrängen müssen, und ich hasse solche Szenen. Und jetzt genug davon geredet, ich will kein Wort mehr hören!“
„Aber ...“
„Kein Wort – hab’ ich gesagt. Im übrigen kannstdu den Schein behalten. Du kannst es mir wieder einlösen. Ich will lieber nicht sehen, in wessen Händen es war. Ich werde dir gelegentlich das Geld geben –“ sie lachte kurz auf. „Wann, mögen die Götter wissen! Komm, wir wollen eine Partie Schach spielen. Ich gebe dir einen Turm vor.“ – – –