„Weißt du?“ sagte Olga das nächstemal, „ich hab’ eine Idee! Meinst du nicht, Mette, ich könnte Sprachunterricht geben? Jeden Tag fünf Stunden à 2 Mark sind 10 Mark, davon müßte man doch eigentlich leben können, wenn man sich sehr einrichtet.“
„Weißt du?“ sagte Olga das nächstemal, „ich hab’ eine Idee! Meinst du nicht, Mette, ich könnte Sprachunterricht geben? Jeden Tag fünf Stunden à 2 Mark sind 10 Mark, davon müßte man doch eigentlich leben können, wenn man sich sehr einrichtet.“
„Eine reizende Idee!“ sagte Mette entrüstet. „Erstens sehe ich dich von zehn Mark täglich leben, und zweitens hab’ ich dann überhaupt gar nichts mehr von dir!“
„Darüber kannst du dich allerdings beklagen!“ sagte Olga lachend, „du bist ja auch nur jeden Tag, den Gott werden läßt, von morgens bis mittags und von nachmittags bis abends mit mir zusammen.“
„Wenn es dir zuviel ist,“ – Mette war ernstlich etwas gekränkt – „dann brauchst du es ja nur zu sagen.“
„Hab’ keine Angst,“ sagte Olga beruhigend, „ich kann mich wehren. Wenn ich einen Menschen los sein will, werd’ ich deutlich!“
„Gott sei Dank! Wenn ich mich darauf verlassen kann. Aber jetzt habe ich wirklich eine Idee: wir werden das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.Du kannstmirdie fünf Stunden täglich Unterricht in fremden Sprachen erteilen, und ich werde mir von meinem Vater das Geld dafür geben lassen – auf seinen eigensten Wunsch.“ – – –