KAPITEL XII.WIRTSCHAFTSPROBLEME.

Mischehen in Preußen1875-1879:11951895-1899:23181880-1884:12281900-1904:24521885-1889:14661905-1909:34351890-1894:15661910-1914:42791875-1894:545512384

in % der rein jüd. Ehen waren Mischehen1876-1880:9,61896-1900:17,51886-1890:12,81906-1910:26,5

Mischehen in Deutschlandin % d. jüd. Ehen1900-1902: 195217,01912-1913: 223230,25

in Berlin (im Durchschnitt)jüdischeMischehen1875-18802841461881-18904691831891-19005741811901-19106082521911-1914502291

Es wurden Mischehen —stehende— 1910 in Preußen ermittelt: 3643 mit 1675 Kindern davon 782 jüdische, also auf fast 5 Mischehen ein jüdisches Kind.

Stehende Mischehen inBerlin.

VaterMutterZahl der EhenKinderdavon jüdischeev.jüd.641763164kath.jüd.818830sonst.jüd.10515456Judeev.11241199340Judekath.11711937Judesonst.79956421472418691

Von 1875-1914 wurden in Preußen 18000 Mischehen geschlossen, wobei die Mischehen nicht ermittelt sind, die zwischen getauften Juden und Nichtjuden eingegangen wurden. Insgesamt müssen es mehr denn 20000 gewesen sein. Gegenüber den jährlichen rein jüdischen Ehen in Preußen von durchschnittlich 2500 bis 2700 handelt es sich um recht respektable Ziffern. Die Großstadt liefert ein besonders reichliches Kontingent. Hamburg, Berlin, Frankfurt und München bezeugen es. Einen Ueberblick über die Mischehen im Reich ergibtdie Tabelle, nach der auf 100 jüdische Ehen (1901) 17 Mischehen trafen, die sich bis (1909) auf 25,4 vermehrten. In letzter Zeit scheint die Mischehe1/8bis1/7der Heiratenden ergriffen zu haben. Die Vermischung kann aber noch zunehmen. Die Verhältnisse in Dänemark ergaben in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts auf 100 jüdische Ehen 96 Mischehen und für Schweden (1901-1908) 135 gemischte auf 154 reine Ehen, so daß selbst in Ländern, in denen eine russische Einwanderung vorherrschte, bei der starken Assimilierungstendenz der Einheimischen eine rasche Vermischung eintrat. Erhebungen aus Italien, Frankreich, Ungarn, Holland, der Schweiz und Australien unterrichten uns über den internationalen Charakter dieser Erscheinung.

Ich habe mich in der ersten Auflage des „Untergangs” mit den Verhältnissen in anderen Ländern eingehend befaßt.Wilhelm Müllerspricht vom amerikanischen Judentum im 19. Jahrhundert (Nr. 34 der Zukunft):

„Von den Reformierten sagt der französische Schriftsteller Henry Barky, dass es die wahren Vertreter des Judentums in Amerika seien. Ihre Religion ist Deismus und ihr Ritus ein Ausdruck des Gefühlslebens, der die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet. Diese Hauptaufgabe erblickt er jedoch in tatkräftiger Verwirklichung sittlicher Ideen. Mit dieser Auffassung nähern sich die Juden den liberalen christlichen Kirchen. Mr. Copp meinte, die religiöse Entwicklung der Juden habe sie dem liberalen Christentum zugeführt. Damit geht Hand in Hand die Abschaffung des Sabbaths, den Rabbiner Dr. Isidor Singer einen alt semitischen Aberglauben nennt.”

„Von den Reformierten sagt der französische Schriftsteller Henry Barky, dass es die wahren Vertreter des Judentums in Amerika seien. Ihre Religion ist Deismus und ihr Ritus ein Ausdruck des Gefühlslebens, der die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet. Diese Hauptaufgabe erblickt er jedoch in tatkräftiger Verwirklichung sittlicher Ideen. Mit dieser Auffassung nähern sich die Juden den liberalen christlichen Kirchen. Mr. Copp meinte, die religiöse Entwicklung der Juden habe sie dem liberalen Christentum zugeführt. Damit geht Hand in Hand die Abschaffung des Sabbaths, den Rabbiner Dr. Isidor Singer einen alt semitischen Aberglauben nennt.”

Wie das Deutschtum im Amerikanertum aufgegangen ist, so sieht schon jetzt eine Anzahl bekannter Juden die jüdische Zukunft in demselben Licht. Zangwill bezeichnet in seinem Drama: „Der Schmelztiegel”:

..... ein Aufgehen der Juden im Amerikanertum durch Zwischenheirat als das voraussichtliche Los seines Stammes.

..... ein Aufgehen der Juden im Amerikanertum durch Zwischenheirat als das voraussichtliche Los seines Stammes.

Damit fände wie so mancher wegmüde Wanderer auch Israel im großen gastlichen Land der Freiheit Ruhe und Frieden.

In Sombarts „Judentaufen” verbreitet sichZangwillüber die Bedeutung der Zwischenheiraten.

„Hätte uns der Christ stets christlich angefasst, kein einziger Jude lebte heute in Europa. Ganz abgesehen von den Ereignissen im Ausland, ist in Deutschland die Mischehe kein Produkt des Zufalls, sie ist eine heute weitverbreitete Erscheinung, die bei einigen Wechselverbindungen zwischen Volksteilen, die sich immer mehr ausgleichen, auftreten muss. Die jüdische Gesamtheit bietet wohl noch Differenziertheiten. Diese Eigenart kann von einzelnen Individuen übersehen oder mit in den Kauf genommen werden. Der Jude ist an und für sich keine besondere Erscheinung mehr. Sein Geld, seinen Beruf, seine Anschauungen besitzen auch Christen.”Zollschanhat in einigen markanten Sätzen zusammengefasst, was zu sagen ist: „Völkerstämme, die untereinander wohnen, vermischen sich stets, wenn die Ehe nicht durch das Gesetz oder die Religion verboten ist. Die Juden wohnen vermischt mit den anderen Völkern. Das Zivilgesetz gestattet heute die Mischehe. Die sexuellen und materiellen Interessen sind mächtiger als jede konfessionelle Schranke, namentlich wenn an diese selbst nur mehr eine blosse Erinnerung besteht. Die statistisch konstatierten Erfahrungen stimmen mit diesem Syllogismus überein.”ProfessorDr. Eduard Steiner, der Kenner des amerikanischen Judentums, befand: „Es ist zweifellos, dass das jüdische Volk in Amerika ernsterer Krisis entgegengeht als einst im babylonischen Exil. Das amerikanische Judentum geht einer Katastrophe entgegen. Der Auflösungsprozess wird nur durch den Zuzug von Juden aus Russland und Polen verzögert. Der Durchschnittsjude hat sich so weit amerikanisiert, dass er bereits vollständig seine Herkunft und Abstammung vergessen hat. Amerikanisierung und Assimilation sind nur zwei Seiten derselben Medaille, sind ein einheitlicher Prozess.”Ruppinhat in klassischer Prägnanz die Inzucht der Juden gedeutet: „Ob die Juden von ihrem Eintritt in die Geschichte an eine einheitliche Rasse gebildet und diesen einheitlichen Charakter stets bewahrt haben, steht völlig dahin. Als sicher aber kann gelten, dass die Bekenner der mosaischen Religion gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts nach vielen Jahrhunderten strengster Inzucht innerhalb eines relativ kleinen und räumlich beschränkten Kreises eine durch anthropologische Merkmale von ihrer christlichen Umgebung scharf unterschiedene Gemeinschaft bilden. Im XIX. Jahrhundertsind manche Angehörige dieser Rasse von der jüdischen Religion zur christlichen übergetreten, andere haben einen christlichen Ehegatten geheiratet und ihre Kinder dem Christentum zugewendet, sodass sich jetzt Angehörige der jüdischen Rasse auch unter den Anhängern der christlichen Religion befinden. Dem gegenüber sind die Fälle, in denen Christen (d. h. anthropologisch gesprochen Germanen, Slaven u. a.) durch Uebertritt zum Judentum oder auf dem Wege der geschlechtlichen Vermischung mit Juden zu Bekennern der mosaischen Religion geworden sind, so selten, dass man sie ohne erheblichen Fehler ganz vernachlässigen und auch heute nochalle Anhänger der mosaischenReligion als Anhänger der jüdischen Rasse bezeichnen kann.”

„Hätte uns der Christ stets christlich angefasst, kein einziger Jude lebte heute in Europa. Ganz abgesehen von den Ereignissen im Ausland, ist in Deutschland die Mischehe kein Produkt des Zufalls, sie ist eine heute weitverbreitete Erscheinung, die bei einigen Wechselverbindungen zwischen Volksteilen, die sich immer mehr ausgleichen, auftreten muss. Die jüdische Gesamtheit bietet wohl noch Differenziertheiten. Diese Eigenart kann von einzelnen Individuen übersehen oder mit in den Kauf genommen werden. Der Jude ist an und für sich keine besondere Erscheinung mehr. Sein Geld, seinen Beruf, seine Anschauungen besitzen auch Christen.”

Zollschanhat in einigen markanten Sätzen zusammengefasst, was zu sagen ist: „Völkerstämme, die untereinander wohnen, vermischen sich stets, wenn die Ehe nicht durch das Gesetz oder die Religion verboten ist. Die Juden wohnen vermischt mit den anderen Völkern. Das Zivilgesetz gestattet heute die Mischehe. Die sexuellen und materiellen Interessen sind mächtiger als jede konfessionelle Schranke, namentlich wenn an diese selbst nur mehr eine blosse Erinnerung besteht. Die statistisch konstatierten Erfahrungen stimmen mit diesem Syllogismus überein.”

ProfessorDr. Eduard Steiner, der Kenner des amerikanischen Judentums, befand: „Es ist zweifellos, dass das jüdische Volk in Amerika ernsterer Krisis entgegengeht als einst im babylonischen Exil. Das amerikanische Judentum geht einer Katastrophe entgegen. Der Auflösungsprozess wird nur durch den Zuzug von Juden aus Russland und Polen verzögert. Der Durchschnittsjude hat sich so weit amerikanisiert, dass er bereits vollständig seine Herkunft und Abstammung vergessen hat. Amerikanisierung und Assimilation sind nur zwei Seiten derselben Medaille, sind ein einheitlicher Prozess.”

Ruppinhat in klassischer Prägnanz die Inzucht der Juden gedeutet: „Ob die Juden von ihrem Eintritt in die Geschichte an eine einheitliche Rasse gebildet und diesen einheitlichen Charakter stets bewahrt haben, steht völlig dahin. Als sicher aber kann gelten, dass die Bekenner der mosaischen Religion gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts nach vielen Jahrhunderten strengster Inzucht innerhalb eines relativ kleinen und räumlich beschränkten Kreises eine durch anthropologische Merkmale von ihrer christlichen Umgebung scharf unterschiedene Gemeinschaft bilden. Im XIX. Jahrhundertsind manche Angehörige dieser Rasse von der jüdischen Religion zur christlichen übergetreten, andere haben einen christlichen Ehegatten geheiratet und ihre Kinder dem Christentum zugewendet, sodass sich jetzt Angehörige der jüdischen Rasse auch unter den Anhängern der christlichen Religion befinden. Dem gegenüber sind die Fälle, in denen Christen (d. h. anthropologisch gesprochen Germanen, Slaven u. a.) durch Uebertritt zum Judentum oder auf dem Wege der geschlechtlichen Vermischung mit Juden zu Bekennern der mosaischen Religion geworden sind, so selten, dass man sie ohne erheblichen Fehler ganz vernachlässigen und auch heute nochalle Anhänger der mosaischenReligion als Anhänger der jüdischen Rasse bezeichnen kann.”

Die Inzucht gewährleistet das einzige objektiv jüdische Kennzeichen, erhält die körperliche Eigenart des Juden, während das Bekenntnis der jüdischen Religion oder zur Nationalität nur ein subjectives Merkmal, die momentane geistige Willensrichtung, die Empfindung der Zugehörigkeit darstellt.

Die jüdische Inzucht ist die letzte Komponente, die die Eigenart erhält. Daher sehen die Vorkämpfer der rein religiösen Gemeinschaft die Mischehe, selbst wenn der Partner die jüdische Religion annimmt, durchaus nicht gern. Die Aufhebung der Inzucht bedingt einen Verlust der Eigenart und heißt sich selbst aufgeben.

Für die Umwelt hat die Mischehe keine große Bedeutung. Es hat sich herausgestellt, das die Kinderzahl in jüdisch-christlichen Ehen das Zweikindersystem schon längst verlassen hat und zum Einkind übergegangen ist. (Ueber die Statistik u. dgl. siehe die verschiedenen Arbeiten M. Marcuses u. a. in den Sexualproblemen, 1911, und die 1. Auflage dieses Buches).

Die Entwicklung der Fruchtbarkeit in der Mischehe deutet darauf hin, daß auch hier rationalistische Einflüsse die Geburtenzahlen herabdrücken und wir es mit den allgemeinen Erscheinungen zu tun haben, denen wir allgemein bei der Erörterung des Geburtenproblemsnäher kamen. Die Anschauungen der Anthropologen, welche diese geringe Fruchtbarkeit auf die Rassenverschiedenheiten zurückführen, wie Lapouge, erscheint mir nicht mehr stichhaltig. Wohl aber mag ein seelischer Reiz oder vielmehr eine psychische Hemmung vorliegen, welche die Ehegatten den Nachwuchs noch weniger erwünscht sein läßt als bei rein jüdischen Ehen. Wegen der Verschiedenheit der Religion bringt die Geburt eines Kindes die unangenehme Frage und die Entscheidung mit sich, in welchem Glauben man es aufziehen soll. Die beste Lösung aller bevorstehenden Differenzen ist und bleibt die Geburtenverhinderung. Umsomehr, als insbesonders beim jüdischen Partner der Wille, den Namen und die Familie zu erhalten, von geringer Bedeutung ist. Vor allem aber sind die Ehegatten überaus moderne Menschen, die in ihrem Liebesleben der Allgemeinheit und der Umwelt keine Konzessionen zu machen wünschen und ihren Bund als die einfache Beziehung zwischen zwei Menschen ohne Berücksichtigung der Interessen der Verwandtschaft, der Rassen oder des Volkes, aufgefaßt wissen wollen. Da die Mischehe gerade in den assimiliertesten Kreisen stattfindet, ist die Unterfrüchtigkeit der Ausdruck der Gebär-un-Freudigkeit (sit venia verbo!) dieser Schichten.

Ich habe in meiner Untersuchung der Entwicklung der Berliner Juden den geringeren Anteil der ausländischen Juden an den Mischehen nachgewiesen. Während im Jahre 1909 der Anteil der Ausländer an jüdischen Eheschließungen 16,4% betrug, waren sie unter den Mischehen mit 10,8 vertreten. Ohne diese Einwanderung wäre der Mischehekoëffizient noch größer.

Bei der Mischehe wird ein hoher Prozent (12 vom 100 nach Dr. A.Kahn) wieder aufgelöst. Die Individualitäten, die in diesen Ehen praevalieren — im Gegensatz zu den Partnern der Konvenienzehe — scheinen rascher davon zurückzutreten, wenn sie ihren Zweck der Ehe d. i. ihr persönliches Glück nicht finden.

Sombartschrieb in der „Zukunft der Juden”: „Die Kinder, die den Mischehen entspringen, so wunderbar schön und so hochbegabt sie oft genug sind, scheinen doch des seelischen Gleichgewichts zu entbehren, das rassenreine Blutmischung gewährleistet. Wir finden unter ihnen gar zu häufig intellektuelle oder moralisch disäquilibrierte Menschen, die entweder sittlich verkommen oder mit Selbstmord oder in geistiger Umnachtung endigen. (Obwohl sich darüber zuverlässige Aussagen, die auf mehr als der persönlichen Erfahrung beruhen, beim heutigen Stand unseres Wissens Schlüsse nicht machen lassen).”

Sombartschrieb in der „Zukunft der Juden”: „Die Kinder, die den Mischehen entspringen, so wunderbar schön und so hochbegabt sie oft genug sind, scheinen doch des seelischen Gleichgewichts zu entbehren, das rassenreine Blutmischung gewährleistet. Wir finden unter ihnen gar zu häufig intellektuelle oder moralisch disäquilibrierte Menschen, die entweder sittlich verkommen oder mit Selbstmord oder in geistiger Umnachtung endigen. (Obwohl sich darüber zuverlässige Aussagen, die auf mehr als der persönlichen Erfahrung beruhen, beim heutigen Stand unseres Wissens Schlüsse nicht machen lassen).”

Derartige Werturteile entbehren vorerst der eingehenden Beweisführung. Einige bekannte Größen, wieLudwig Gurlitt,Heyse,v. Hofmannsthal,v. Bayer,Nobel,Dernburgentstammen jüdischen Mischehen. Da die Zahl der in Mischehen Geborenen bis zum Jahre 1890 insgesamt nur 12-15000 betrug, so kann man auch nicht verlangen, daß bis jetzt unheimlich viele Genies aus der Mischehe hervorkamen.Kohlermeinte zwar in dem Sammelheft über die Judentaufe:

„Nicht reine, sondern Mischrassen haben von jeher die Welt beherrscht und eine der Hauptmischrassen, die Engländer, wären niemals das geworden, was sie sind, wenn nicht das keltische, sächsische und normannische Element in ihnen in so glücklicher Weise vereinigt worden wäre. Eines möchte ich noch bemerken. Eigenschaften, die den Juden zukommen, finden sich auch in der deutschen Nation und zwar in sehr bedeutender Weise vertreten. Auch hier gibt es abstraktdenkende Kinder, auch gibt es Finanzgenies und Menschen von gewaltiger Kombinationsgabe und Suggestivkraft, Allein wir Deutschen sind nun durch den dreissigjährigen Krieg so verödet worden, dass wir im praktischen Leben mit unseren eigenen Talenten allein nicht vollständig das leisten würden, was notwendig ist, damit wir anderen Völkern den Widerpart halten. Das ist der Hauptgrund, der uns die Assimilierung des Judentums wünschenswert macht.”Der anonyme Verfasser der Broschüre „Der Untergang Israels” wendet sich sehr energisch gegen die Mischehe. „Individuelle Heiraten zwischen Juden und Christen haben physiologisch genommen wenig Zweck. In moralisch, ethisch, historischer Hinsicht halte ich solche Heiraten für direkt verderblich. Verderblich für die Reinheit des Stammes,verderblich für die weitere Durchführung der jüdischen Gesetzgebung, verderblich mit einem Wort für den Geist des Judentums, der aller Stagnation abhold als Fortschrittsfaktor der Weltgeschichte.”

„Nicht reine, sondern Mischrassen haben von jeher die Welt beherrscht und eine der Hauptmischrassen, die Engländer, wären niemals das geworden, was sie sind, wenn nicht das keltische, sächsische und normannische Element in ihnen in so glücklicher Weise vereinigt worden wäre. Eines möchte ich noch bemerken. Eigenschaften, die den Juden zukommen, finden sich auch in der deutschen Nation und zwar in sehr bedeutender Weise vertreten. Auch hier gibt es abstraktdenkende Kinder, auch gibt es Finanzgenies und Menschen von gewaltiger Kombinationsgabe und Suggestivkraft, Allein wir Deutschen sind nun durch den dreissigjährigen Krieg so verödet worden, dass wir im praktischen Leben mit unseren eigenen Talenten allein nicht vollständig das leisten würden, was notwendig ist, damit wir anderen Völkern den Widerpart halten. Das ist der Hauptgrund, der uns die Assimilierung des Judentums wünschenswert macht.”

Der anonyme Verfasser der Broschüre „Der Untergang Israels” wendet sich sehr energisch gegen die Mischehe. „Individuelle Heiraten zwischen Juden und Christen haben physiologisch genommen wenig Zweck. In moralisch, ethisch, historischer Hinsicht halte ich solche Heiraten für direkt verderblich. Verderblich für die Reinheit des Stammes,verderblich für die weitere Durchführung der jüdischen Gesetzgebung, verderblich mit einem Wort für den Geist des Judentums, der aller Stagnation abhold als Fortschrittsfaktor der Weltgeschichte.”

Die Mischehe führt aus dem Judentum heraus. Alle Ziffern ergeben, daß 20% bis höchstens 25% der Kinder im jüdischen Glauben erzogen werden. Bei der an und für sich geringen Fruchtbarkeit der Mischehen bedeutet diese Zahl fast nichts mehr. Beobachtet wird, daß getaufte Juden gern ebensolche heiraten. Diese Erscheinung weist darauf hin, wie unbewusstes Rassegefühl und historische Nachwirkung noch stark im Spiel sind und sich wieder geltend machen (also eine Parallel resp. Contreaktion). Das alles nimmt nicht der Mischehe ihre Aussicht, ihre eigentliche Bedeutung und die Wirkung, die mit Nietzsche in sich sterben läßt und zur Vernichtung auffordert, was reif zum Sterben ist: Geburten zu verhüten, um künftigen Generationen das niederdrückende Gefühl des Elends zu ersparen und somit noch schneller fallen zu lassen, was reif zum Sterben ist; und das, was fällt, nicht zu halten, sondern sogar noch zu stoßen, damit es noch schneller falle ...

Heute gibt es keinen ernsten Beobachter des jüdischen Lebens, der nicht die Abnormität einsähe, die den ökonomischen Grundlagen der jüdischen Existenz anhaftet. Dies ist die historische Krankheit des jüdischen Wirtschaftslebens. Und alle die, die das jüdische Volk an die verdünnte Golusluft ketten wollen, es mit Golusgesängen und Golushoffnungen einlullen — wollen diese Krankheitsverewiger.

Ber Borochow.

In der ersten Auflage dieses Buches habe ich die bekannte Berufsstatistik der deutschen Juden ausführlich wiedergegeben, wovon ich nur das Wichtigste wiederhole. Von der gesamten preußischen Bevölkerung waren 1907 29% in der Landwirtschaft tätig, gegenüber 1% bei den Juden. Im Handel und Gewerbe waren es 55% aller Juden und 13% der Christen. Im öffentlichen Dienst, in den freien Berufen und als Selbständige ohne Beruf finden wir Juden in steigender Zahl (20,8% gegenüber 13,8%). Zwischen den Jahren 1895 und 1907 waren folgende Veränderungen der berufstätigen Juden: In den freien Berufen plus 15000, Industrie plus 13000, Handel 6000, Landwirtschaft plus 700, Dienende minus 1000. Mit anderen Worten:Der Jude drängt vor allem zu den freien Berufen, d. h. zur Kopfarbeit.

Die geringe Zunahme der preußischen Juden in der Landwirtschaft ist cum grano salis zu verstehen. Von 2355 hier tätigen Juden waren 1406 Frauen, zwischen den letzten zwei Zählungen wurden 162 jüdische Männer weniger und 867 Jüdinnen mehr vorgefunden. Anscheinend wurde früher die Arbeit der Jüdin in der Landwirtschaft statistisch schlecht erfaßt, während heute die Frauen der Juden auf dem Lande, soweit sie im Stall und auf dem Feld helfen, als landwirtschaftlich erwerbstätig gezählt werden. Die Zahl von 949 Männern gegenüber 1406 Frauen gibt zu denken. In der Hauptsache interessiert uns die Zahl der erwerbstätigen männlichen Landwirte, von denen die selbständigen in der Zeit zwischen den letzten Berufszählungen um 30% abgenommen hatten.

Die Landwirtschaft hat bei den deutschen Juden keinen goldenen Boden. Der 12. Jahresbericht des Vereins zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden verkündet resigniert: „Die meisten der landwirtschaftlich ausgebildeten Eleven haben den Wanderstab ergriffen und sind größtenteils nach Amerika ausgewandert, während einige in Ungarn und neuerdings auch in Palästina Beschäftigung gefunden haben”. Nach diesem Jahresbericht verteilen sich die in der Landwirtschaft hauptsächlich beschäftigten 3727 Juden (wohl in ganz Deutschland gezählt) in

Unter den 930 Eigentümern verstehen sich auch die Großgrundbesitzer und Gutsherren, die sich ein Rittergut anschafften. Die Zahl der wirklichen jüdischen Landwirte ist recht klein geworden und schrumpft immer mehr zusammen. In Bayern gab es

18822005 Landwirte = 9,7% aller erwerbstätigen Juden,1895893 = 3,9%,1905723 = 2,9%.

Ja, es gibt in Deutschland eine Judenheit, die so gut wie gar keine landwirtschaftliche Bevölkerung unter sich hat, nämlich die sächsische, die insgesamt sieben agrarisch berufstätige ermittelte. Einige Landwirte mehr zählte Württemberg.

Nach Segall (7. Jahrgang d. Zeitschr. f. St. d. J.) war die Beteiligung der Juden in der Landwirtschaft in Deutschland:

selbst.Angest.Mithelf.Fam.-Angeh.ArbeiterInsgesamtmännliche{189516167616793371190710117020965693746weibliche{18954193786110819073241416881492175

Von 5772 in der Landwirtschaft (1907) nach Segall gezählten Juden (nach der Addition wären es 5921!) üben 514 ihren Beruf in den Großstädten über 100000 Einwohner aus, das sind 8,8% aller landwirtschaftlich tätigen Juden. Segall interpretiert diese Erscheinung:

„Dies dürfte vielleicht damit zusammenhängen, dass die Juden in der jüngsten Zeit auf dem Weg über den Kapitalismus zur Landwirtschaft gelangen; der Kapitalismus aber hat seinen Sitz in den Grossstädten.”

„Dies dürfte vielleicht damit zusammenhängen, dass die Juden in der jüngsten Zeit auf dem Weg über den Kapitalismus zur Landwirtschaft gelangen; der Kapitalismus aber hat seinen Sitz in den Grossstädten.”

Vielleicht meint Segall mit diesem Kapitalismus der Großstädte die reichen Grossgrundbesitzer, die in den Städten wohnen. Es handelt sich allerdings um diese, und um Gärtnereibesitzer und Angestellte, Besitzer von Molkereien und Milchwirtschaften. Der ausgesprochene enorme Rückgang der männlichen Angestellten und Arbeiter in der Landwirtschaft zeugt nicht davon, dass die Juden über den Kapitalismus auf dem Anmarsch zur Landwirtschaft sind. Wenn auch vereinzelte die Landwirtschaft in den Großstädten betreiben, so verschwinden sie und berühmten Rittergutsbesitzer gegenüber den kleinen Landjuden, die ihre Wirtschaft aufgaben.

Der Friedensschluss von Versailles nimmt den deutschen Juden zwei wertvolle Gebiete, nämlich Elsass-Lothringen und die Ostmark. In beiden fanden sich noch Reste jüdischer Landbevölkerung. —

Alle Untersuchungen ergeben das Einströmen der Juden in die freien Berufe und in die Industrie. 1905 waren unter den preussischen Studenten 7% reichsinländischer Juden (Blau) bei 1% ihres Volksanteiles. Wenn auch viele Akademiker in eine wirtschaftliche Notlage kommen, so entstehen dadurch nicht echte Proletarier mit den Gewohnheiten dieser Klasse, sondern Zwittermenschen, die mit ihren Ansprüchen in der Welt der oberen Zehntausend sich befinden, mit ihren Einnahmen womöglich unter den Arbeitern rangieren. Diese Klasse von Enterbten stellte das höchste Prozent von Ledigen und neigt zur Taufe, weil sie von ihr Wunder erwartet oder führt zu einer Mischehe, weil die jüdischen Gesellschaftskreise den wirtschaftlich unsicheren Kantonisten ihre Töchter nicht anvertrauen.

Die Verpflanzung der Juden in die Handels- und Industriecentren bringt die Juden einander näher und reißt sie auch wieder wirtschaftlich auseinander. Eigenart, Ueberlieferung und ökonomische Voraussetzungen lassen sie gewisse Berufe bevorzugen. Antisemitische Beschränkungen, die ihnen vielfach andere Berufsgelegenheiten nehmen, tun ein übriges und so ist es ein Selbstverständliches, daß sich in der deutschen Judenheit wieder gewisse Domänen und Typen (des jüdischen Konfektionärs, des Agenten, des Anwaltes und des Arztes) herausbilden. Die jüdische Note und Eigenart läßt sich auch in anderen Berufen nachweisen (Warenhäuser, Pelzhandel, Tabakgeschäft, selbst in der Presse). Eines der jüdischen Merkmale ist der Zug des Individualismus, die Sucht sich selbständig zu machen, sowie der Drang, eine materiell möglichst günstige Lage zu erreichen. Nach der statistischen Aufnahme in Berlin im Jahre 1871 (citiert bei Nossig,Materialien z. Stat. d. jüd. Stammes, Wien 1887) ergaben sich schon

unterAdeligenJudenevang.Kath.100 Arbeitgebern90,271,938,136,9100 Arbeitnehmern9,828,161,363,1

Die bayrische Statistik kommt zu denselben Ergebnissen. In dem industriellen Sachsen dagegen fand sich ein geringerer Anteil selbständiger Juden. Trotzdem waren sie unter den Selbständigen immer noch dreimal so stark wie die Katholiken vertreten. In Preußen waren von hundert Erwerbstätigen in der Industrie 5,6 Juden. Unter den Selbständigen waren es jedoch 11,4%. Sombart hat berechnet, daß sie zu 13% die Direktorstellen der Industriegesellschaften besetzen und als 24% der Aufsichtsräte erscheinen. Dieser Aufstieg hat neuerdings scheinbar einen Stillstand erfahren. Entweder sind die Juden gesättigt oder genügsamer geworden. An dem Einströmen in den Beamtenberufen, (1895 gab es im Eisenbahn- und Trambahnbetrieb nur 117 Juden unter 231688 Angestellten) können wir diese Erscheinungen nicht genügend feststellen, da äussere Widerstände ihr Aufgehen in diesen Beruf verhindern. Die antisemitischen Einschränkungen verursachen daher die wiederkehrende Zusammendrängung in einzelnen Berufen und begünstigen die Auswirkung ihrer Eigenart.

Am stärksten aber wird die soziale Eigenart umgewälzt und erschüttert durch das Auftreten dererwerbstätigenjüdischen Frau.

Ursprünglich war ihre Arbeit auf Haus und Hof beschränkt. 1882 fanden sich 16% aller jüdischen weiblichen Personen berufstätig, 13 Jahre später 22%, gegenüber 26,4% der Christinnen, 1907 bereits 24%. Die Zahl der erwerbstätigen jüdischen Frauen, d. h. der Mädchen und Ehegattinnen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Da wir in der Statistik nach Sundberg mit 50% der Bevölkerung im reifen Alter rechnen, waren 1907 bereits die Hälfte aller Jüdinnen im erwerbstätigen Alter berufstätig.Die Unterhaltkosten der Familien werden immer kostspieliger, die Aussichten für die Ehe geringer, so daß bei allem Wohlstand der Juden jede Familie, die nicht unter ihr Niveau sinken will, einen gewissen Kampf mit den Verhältnissen aufzunehmen hat. Viele jüdische Mädchen erlernen heute auch einen Beruf, damit sie nicht mehr beim Staubabwischen der väterlichen Wohnung auf den Freiersmann zu warten brauchen ...

„Die Zeit,” schliesst Henriette Fürth eine Untersuchung über Erwerbstätigkeit und Berufswahl der jüdischen Frau „in der das Biederweib der Bibel als Königin und Herrin am heimischen Herd waltete, ist auf ewig dahin. Das Paradies, das besonders wir Juden in dieser Form besassen, ist und bleibt uns ewig verloren.” Henriette Fürth verspricht sich dafür Ersatz in neuen Lebensformen.

„Die Zeit,” schliesst Henriette Fürth eine Untersuchung über Erwerbstätigkeit und Berufswahl der jüdischen Frau „in der das Biederweib der Bibel als Königin und Herrin am heimischen Herd waltete, ist auf ewig dahin. Das Paradies, das besonders wir Juden in dieser Form besassen, ist und bleibt uns ewig verloren.” Henriette Fürth verspricht sich dafür Ersatz in neuen Lebensformen.

Die Berufstätigkeit der Frau bedingt eine vollkommene Umwälzung der Denkungsweise der Jüdinnen. Auf keinen Fall wird das vorher berufstätige Mädchen, das in der Großstadt eine glänzende Ausbildung genossen hat, im Kreise aufgeweckter Kameradinnen verkehrte und durch die Anschauung des großstädtischen Lebens gegangen ist, eine ungehemmte Fruchtbarkeit entfalten. Sie, die die Unannehmlichkeiten gehäufter Schwangerschaften vom pekuniären Standpunkt wie vom persönlichen übersieht, weiß sich immer mehr in die Zeit zu schicken. Die Spätehe mit allen ihren Folgen und Voraussetzungen ist kinderarm. Aber auch die Frühehen, die heute geschlossen werden, bescheiden sich.

Es ist eine allgemein beobachtete Erscheinung, daß die Geburteneinschränkung gerade bei den wohlhabenden Kreisen einsetzt und später erst die Aufklärung zu den niederen Schichten der Bevölkerung dringt. Es ist übrigens falsch, von den wohlhabenden Leuten eine größere Geburtenfreudigkeit erwarten zu wollen. Da sie entsprechend größere Bedürfnisse haben, mehr Luxus und Aufwand treiben und ihre Kinder am liebsten noch wohlhabender werden lassen möchten,so besteht bei ihnen die fortwährende Angst, durch zu reichen Kindersegen zu verarmen. Wer erst einmal in die Kreise des Kapitalismus geriet, den erfaßt der auri sacra fames und läßt ihn nicht mehr los. Für die Juden war die Erfassung des Geldes als Machtfaktor und Lebensidol geboten.

Im Zeitalter des Rationalismus wurde ihr Losungswort „Business as usual”. Die deutsche Judenheit wurde der Vorposten der neuen Zeit, das Amerikanertum im alten Europa. Dies und vieles andere erklärt die folgenden Statistiken.

Ueber den Volkswohlstand der Berliner Juden (ohne die westlichen Vororte) brachte ich eingehendes Material in meiner Preisarbeit. Ich wiederhole hier einige der Ziffern:

Es betrug das Steuersoll der Stadt Berlin in Mark

1895in %1904/05in %pro Kopf versteuertenbei den18951905/06Evang. 1145660561,31900504261,2138,7132,9Kath.       7769704,215894735,0110,6111,9Juden     592443131,7855432930,3317,2357,418676532100,031568882100,0166,9165,8

Eine bei Nossig zitierte Breslauer Statistik des Jahres 1874 läßt sich in drei Steuerstufen zusammenfassen. Danach gab es unter 100 Breslauern

ArmemittlerereicheJuden3648,815,2Christen85,212,91,9

Nach Sombart war der prozentuale Anteil der Juden

inan d. Einwohnerzahlam SteuerbetragAachen1,167,79Barmen0,371,75Beuthen4,0426,9Bielefeld1,27,2Bochum0,95,3Bonn1,53,8Brandenburg0,52,3Bromberg2,813,7Crefeld1,76,6Düsseldorf1,13,6

Nach Sombart war der prozentuale Anteil der Juden

inan d. Einwohnerzahlam SteuerbetragDuisburg0,52,1Elberfeld1,13,8Essen1,04,7Frankfurt a. O.1,26,9Gelsenkirchen0,83,0Gleiwitz3,223,9Kiel0,30,8Coblenz1,20,4Königshütte1,514,5Magdeburg0,82,7Mülheim Rhein0,52,2Mülheim Ruhr0,82,7München-Gladb.1,36,9Münster0,62,6Oberhausen0,61,6Osnabrück0,82,7Posen4,224,0Wiesbaden2,68,2

Eine ähnliche Entwicklung zunehmenden Wohlstands (Kapitalvermögen und Einkommen) finden wir bei den Berliner und Badischen Juden (siehe erste Auflage und meine Preisschrift).

Auch die Frankfurter Juden liefern einen wertvollen Beitrag zur Beurteilung dieser Frage. Im Jahre 1902 waren

Steuerpflichtigein %mit einem Steuerbetrag v. Mk.in %Evang.2487061,03020000= 49,0Kath.1003024,5595000=   9,7Juden595014,52541000= 41,3Insges.40850100,06157000100,0

in % aller Zensiten waren vertreten

Evang.kath.Jud.9500-12000Mk.Einkommen1,80,85,2über 12000„„4,91,916,5

Allerdings hatten die Frankfurter Juden schon vor Hunderten von Jahren einen gewaltigen Reichtum. Sie versteuerten anno

155616301700180050-100fl.4733}150-950„2898273141000-5000„441982655000-10000„922206010000-15000„53226darüber121885Steuerzahler90340365485Seelenzahl550240024003000

Trotzdem hatten die Frankfurter Juden wie die reichen Spaniolen in Amsterdam und die wohlhabenden Berliner Juden von 1737 eine große Kinderzahl. Von den 120 jüdischen Familien, die es 1737 in Berlin gab, hatten nur 10 weniger als 1000 Taler im Vermögen, alle übrigen 2-30000 Taler und mehr. Von 166 spanischen Juden in Amsterdam, die sich zwischen 1590 und 1650 dort aufhielten, konnte noch von 84 nach 250-300 Jahren die Deszendenz nachgewiesen werden.Kohlbruggefiel die ziemlich starke Vermehrung und der Erhaltungstrieb dieser durchschnittlich stets reichen Juden auf, aber neuerdings ist die Zahl der Spaniolen in Holland zusammengeschmolzen. Es gab 1910 in Holland

männl.weibl.deutsche Juden4774652039spanische Juden30793545

Ebenso hatDietzeine recht große Kinderzahl bei den früheren reichen Frankfurter Juden beobachtet. Der Reichtum an sich bietet also nicht die letzte Ursache zu der Destruktion der Familie, sondern derKapitalismus + Rationalismus.

Die Juden als die Träger des Kapitalismus sind am meisten von den Launen des Kapitals abhängig und von den Schäden der Geldwirtschaft getroffen. Die religiösen Teile des jüdischen Volkes kämpfen um die Suprematie des Geistes über die mächtigen wirtschaftlichen Einflüsse.

Und das ist eines der vielen tragischen Momente: es fiel noch keinem der jüdischen Experten ein, wie viel wir auch über die psychische Infektion, über Feminismus, gehobene Lebenshaltung, Individualismus, Freidenkertum reden — dass jenseits der Einflüsse von Kultur und Wohlstand, Zivilisation und Sitte, Erotik und Ehe, eine Kraft aus dem Dunkeln emporsteigt, die das Sexualleben von der Wurzel her verpestet, ihm denHauch der Ursprünglichkeit nimmt und die Freude am einfachen Leben zerstört.[31]

Diese Infektion besitzt ihre organische Grundlage in dem Wirken des Kapitalismus, jenes werbenden Geldes, das ohne Sinn und Verstand des Besitzers ihm dauerndes äusseres Glück verspricht.

„Meinet Ihr, die Welt wird es euch danken, wenn Ihr ein Volk von grossen Leistungen und seltenen hohen Kräften, wenn Ihr euer ruhmreiches Volk in den Tod hinzugeben bereit seid ...?!”

Dr. Max Joseph.

Degeneration oder Entartung eines Volkes ist ein täglich gebrauchtes Wort. Die Degeneration, an der einst die alte Welt und heute indianische Völkerstämme, die Neger Australiens und manche Rassen in Afrika zugrunde gehen, bedeutet nicht die echte Degeneration. Geschenke Europas: Alkohol und Syphilis, die Ansteckung mit der Tuberkulose sind äußere Einwirkungen. Die echte Degeneration eines Volkes verlangt einebiologische Entartungseiner Individuen in allergrößtem Umfang. Erst wenn die Qualität des Nachwuchses infolge sozialer und hygienischer Mißstände immer mehr abnimmt, können wir von einer Entartung reden, obwohl wir uns damit einer unsicheren Definition und eines unwissenschaftlichen Schlagwortes bedienen.

Einzelne Rassenforscher haben versucht, Aeußerungen der Psyche gereizter oder auch krankhafter Individuen als Kennzeichen der Entartung anzusehen.Gobineaufindet alle Kennzeichen der Degeneration an dem Beispiel von Frankreich: unverhohlene Freudeam Läppischen, an der Karrikatur, grausame Jagd auf wehrlose Tiere, abergläubischer Kult von Amuletten, Talismen und Fetische in alljährlich wechselnder Modeform, die Tatsache von Polygamie, rückhaltige Unterwerfung unter die Tyrannei sexueller Sinnlichkeit. Als exakte Wissenschaft kann uns diese Methodik nicht ansprechen, da sie die Zahl der objektiv minderwertigen und krankhaften Subjekte nicht feststellt und einzelne feine psychische Vorgänge zum Maßstabe der Dinge erhebt.

Wir sollten eigentlich von degenerativen Vorgängen sprechen, sobald ein Volk oder eine Rasse statistisch gesprochen, in zunehmender Zahl biologisch minderwertige Elemente aufweist, wenn die Masse der Geisteskranken, sei es durch Vererbung oder durch beträchtliche Kulturschädigungen zunimmt. Für all das wären entsprechende Statistiken notwendig, über die wir nicht verfügen.

Es liegen für die Verbreitung der Geisteskrankheiten unter den Juden Angaben nur bis zum Beginn dieses Jahrhunderts vor. Ich habe sie in der ersten Auflage dieses Buches ausführlich reproduziert. Danach bildeten die Juden in den Jahren 1892-1900 3,5% aller eingelieferten Geisteskranken und somit 300% mehr, als ihrer Verteilung unter der stehenden Bevölkerung entsprach. Die jüdischen Paralyse- (Gehirnerweichung) Kranken waren1/4bis1/8aller Fälle und beim jüdischen Mann zehnmal so häufig wie bei der jüdischen Frau. Die Paralyse ist eine Folgeerscheinung der Syphilis, die also verheerend zu wirken beginnt. Von den Paralytikern betraf1/3Individuen aus belasteten Familien, während Epileptiker zur Hälfte prädisponiert waren. Das letztere Verhältnis wurde auch bei den Idioten festgestellt; die Säufer stammten zu 86% aus normalen Familien.Dr. Max Sichelhat in der Zeitschr. f. Sexualwissenschaft die Paralyse einer sexologischen Beleuchtung unterzogen, im Verlauf deren er die in erschreckendem Maße überhandnehmende Gehirnerweichung feststellt. Sichel hat allein in Frankfurt127 Fälle beobachtet. „Die Gehirnerweichung ist bei den Juden eine Krankheit jüngeren Datums.” Das starke Anschwellen, auf das u. a. auchZollschanund A.Guttmannhingewiesen haben, läßt sich immer mehr verfolgen. Es ist die Begleiterscheinung der syphilischen Verseuchung der Westjuden.

Allein an Gehirnerweichung, also nur einem Folgezustand der sexuellen Verseuchung, wurden 1892-1900 740 jüdische Paralytiker in preußischen Irrenanstalten eingeliefert (bei einer Gesamtbevölkerung von 400000 Menschen). Ein beachtenswertes Factum!

Tacitus hat schon von den Juden behauptet, daß sie ein projectissime ad libidinem gens seien. Die Lockerung der nationalen religiösen Vorstellungen, verbunden mit der starken Einwirkung der Eigenart ihrer sozialen Stellung, verstärkt durch das großstädtische Milieu, läßt die Zahl der sexuellen Erkrankungen von Jahr zu Jahr steigen und alle Formen pathologischer Erscheinungen, die hiermit in Zusammenhang stehen, immer mehr in Erscheinung treten.

Der a. o. zitierte anonyme Physiologe meinte, der Jude von heute neige zur Unmäßigkeit. Er sei ein Schlemmer und Prasser geworden und tue des Guten zu viel, das heutige Geschlecht befinde sich im Zustand konstitutioneller Entartung.Hoppebemerkte das Anwachsen des Alkoholbrauchs bei den Juden; die Zahl der wegen delirium tremens in preußischen Irrenanstalten eingelieferten Juden hat sich von 1878 zu 1900 verdoppelt.

Die Zahl der Blinden und Taubstummen ist hier nur wenig verwertbar.

1895 fand man bei den Christen und bei den Juden


Back to IndexNext