Chapter 12

Wein, wein von dem Rein,Lauther, claar und vein!Dein varb gibt gar lichten scheinAls cristall und rubin.Du gibst mediceinFür trauren, schenck du ein!Trinck, quot KätterleinMach rothe wängelein!

Wein, wein von dem Rein,Lauther, claar und vein!Dein varb gibt gar lichten scheinAls cristall und rubin.

Du gibst mediceinFür trauren, schenck du ein!Trinck, quot KätterleinMach rothe wängelein!

Dem Pfälzer Wein singt der geistvolle Gelehrte Nicodemus Frischlin (1547–1590) 1575 ein Loblied, aus dem hervorgeht, daß man auch damals die Tugenden des Elfingers, Hippachers, Beutelsbachers, Felbachers und Beinsteiners zu schätzen wußte.

Bei der großen Liebe, die man dem Wein allenthalben entgegenbrachte, konnte es nicht ausbleiben, daß man ihn mit allerlei Kosenamen belegte, von denen Johannes Fischart in trunkenem Gespräch seiner »Geschichtsklitterung« folgende aufzählt: Herzenssaft, Herzenssälble, Erdenblut, Leberfrist, Lungenschwamm, Kragenspülerle, Stirnstößerle, Lungenbädlein, Fußfinderer, Vettelnkutzler, Bettlerbett, Himmeltau, Rebenbrühlein, Bankpfühlbelein, Gaumenkitzel, Netz den Gaum, Mayenreglein, Herbstmellin, Aprillenbädlein, Wintergrün, Wendunmut, Wintermayen.« Diesen Bezeichnungen fügt Hegendorfius noch den Namen »Leidvergiß« zu.

Von fremdländischen Weinen wies Tuchers Keller auf: »Osterwein – österreichischen – heinischen, d. h. hunnischen, in diesem Fall wohl ungarischen Wein, Veltliner, Reinfal aus Istrien, den auch Tuchers Landsmann Michael Behaim bezog, Muskateller, Malvasier, den malfasy des dreizehnten Jahrhunderts und andere Süßweine.

Peter Suchenwirt, der Minnesänger, gedenkt der Südweine: »Die tisch sach man beraten mit welchisch und mit oster wein, Chlarn Raifal schanckt man ein« und »Nur Wippacher (Kärnthner) und Reinfal Und Lutenberger (Steirischen) guten wein«. In Nürnberg wurde Lackwein, süßer, durchgeseihter Wein feilgehalten,[114]dann Schabernac,ein italienischer Wein, vielleicht aus Capranica bei Viterbo.[115]In Bremen gab es im sechzehnten Jahrhundert Petersymen – Pedro Ximenes – Bastert, aus Spanien, Wyn Teynd – vino tinto – und Seck oder Weinseck, vermutlich aus Xeres.[116]

Von deutschen Weinen finden sich noch als vielbegehrte Sorten: »lantweyn in Slesien gewachsen«, Gubener, Neumarker, Crossener, Oderwein aus Frankfurt, der viel exportiert wurde und noch viele andere, nach ihrer Herkunft benannte Sorten. Hermann von Sachsenheim, eine feine Zunge, dessen Gedicht »Moerin« von Weinsorten wimmelt, sagt: »Den besten win, Den ich zu Botzen getranck« (Vers 5568), dann spricht er von »malfasy« in einem »Behembschglaß«, dann wieder (Vers 1654) »Ich main, es riech uß dir der win, Den nechten trunkt uß Rummeny« und (Vers 2834) »Dis ist der allerbeste win, der dort in Rummeny ye gewuchs«.

Unsere üblichen Weinkarten finden wir zuerst im 17. Jahrhundert, und zwar in der Form reichgeschnitzter, mit Karyatiden und Traubenbehang gezierter buntbemalter Holztafeln, auf denen auf schwarzbemaltem Untergrund die Namen der Weine in weißer Farbe verzeichnet waren, und zwar folgende Sorten: Rhein-Wein, Mossel, Döningerbleicher, Wertheimer, Hasslacher, Stein, Leuten, Margräfler, Kräuter. – Schampagner weißer und roter.[117]– Bourgogne, weiß undrot, Pontack; Medock, Mouscat, weiß und rot, Lünel, Frontignant, Mallaga, Sect,[118]Alicant, spanischen. – Eine andere, einige Jahre später, verzeichnet noch außerdem: Cortibenedicten, Wermut, spanischen Sect und Meth, weiß und rot. Die exotischen Weine waren aber viel zu teuer, um selbst von wohlhabenden Leuten ständig getrunken werden zu können. Sie werden daher nur zum Nachtisch gereicht worden sein, während man sich als Tischtrank billigeres Gewächs munden ließ. War der einheimische zu sauer, so versüßte man ihn mit Honig und setzte ihm Gewürze zu, wodurch er zum Lautertrant, Lûtertrank, den Moerin (Vers 2836) als »ouch gar suoß« hinstellt. Mit Gewürzen wüstete man bekanntlich im Mittelalter sowohl in der Küche wie bei der Trankbereitung. Mischte man doch aus feingestoßenem, durch Leinwandsäcke geseihten Pfeffer in Verbindung mit Honig und Wein denPimentoder Pigment genannten Würzwein; aus denselben Ingredienzien und Zimmt den vielgerühmten Hypokras. Ein Rezept zu diesem Mischtrank finde ich in M. Gualther H. Ryffs Kochbuch von 1540, von dem Scheible einen Auszug mitteilt:[119]»Ist ein gemeiner Trank des Morgens nüchtern zu trinken, wird gewöhnlich in allen Apotheken bereit gefunden, sunderlich Winters Zeit; von Zimmet, Ingber, Zucker und gutem rothem Wein bereittet, auf dieseweiß: Nimm des besten Zimmets 1½ Loth, guten weißen Ingber 1 Loth, Galgant ½ Loth; stoß zu Pulver, schütt in einem Glas ein wenig Wein darüber, laß über nacht stohn, des Morgens thu noch 1½ Maß Wein dazu, Zucker so viel du wilst. Etliche stoßen auch diese Würze zusammen: Nimm 4 Loth Zimmet, 2 Loth Ingber, 1 Loth Paradieskörner, ½ Loth Galgant, Nägelein, Muscatnuß, Cubeben, Cardanum, jedes 1½ Quintlein; von dieser gestoßenen Würz nemen sie 1 Loth auf ein Maß und ½ Pfund Zucker minder oder mehr nach ihrem Gefallen, danach der Ypocras stark sein soll, vermischen den gestoßenen Zucker kalt unter den Wein und das gewürz, lassens durch ein wullin spitzig Säklin lauffen dazu bereit«.

Außer den Rebenweinen waren auch Frucht- und Kräuterweine vielbeliebt.

Der Fruchtwein wurde bald aus Birnen, bald aus Äpfeln bereitet. Sein Name war lît. Im »Buch der Rügen« heißt es Vers 779 »Mîdel (meide) auch daz lîthûs«. Im Meier Helmbrecht »Viel süeze lîtgebinne Ir sult uns füllen den maser (Holzbecher).[120]

Birnenmost trank man vornehmlich in Bayern. »Ir birnenmost den tranc ich alsô swinde« sagt Neidhard von Reuenthal. »Lâz Beyer trinken bîremost« heißt es im Siegfried Helbling (III 233). Apfelwein scheint aber weitaus beliebter gewesen zu sein. War der Apfelwein zu sauer, so behandelte man auchihn mit Zusätzen von Honig und Gewürzen.[121]Außerdem gab es auch Kirschen-, Schlehen-, Heidelbeer-, Stachelbeer-, Johannisbeer- und Brombeer-Weine. Von den Kräuterweinen blieb der, besonders gut in Bacharach aus der Alantwurzel (Inula) bereitete Alantwein bis um die Mitte des verflossenen Jahrhunderts beliebt, während andere Arten, deren »furnemsten und bräuchlichsten« waren: Rosmarin-, Salbei-, Hirschzungen-, Ysop-, Bethonien-, »Mayeron-«, Augentrost-, Bimpernellen- oder Schlutten-, Absinth-, Sinopel-, Melissen-, auch als Augenheilmittel beliebt, um »Augen lauter und klar zu machen«, und Sponwein im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert für immer von der Bildfläche verschwanden. So der einst so hochgeschätzteMoras(vinum moratum), das Ideal aller Leckermäuler der Vergangenheit. Das Nibelungenlied[122]erwähnt den Moras, wie der Parzival, wo es heißt:

Diese vier Jungfrauen klug,Hört, was jegliche trug:Moras, Wein und LautertrankTrugen drei auf Händen blank.[123]

Diese vier Jungfrauen klug,Hört, was jegliche trug:Moras, Wein und LautertrankTrugen drei auf Händen blank.[123]

Dieser Moras war eine Mischung von Heidelbeer- und Rebenwein, demnach eigentlich eine Verfälschung von Wein durch Heidelbeersaft. Ein gleiches Schicksal widerfuhr auch den Fruchtsprossen oder Julep, die man aus Rosen, Veilchen, Sauerampfer,Citronen, Apfelsinen, Granatäpfeln, Erdrauch, Wermut, Essig usw. erzeugte und an Stelle unserer Liköre reichte.

Kirchlicher Vorschrift gemäß war an Bußtagen und während der Fastenzeit bis zum neunten Jahrhundert der Genuß von Wein oder Met untersagt. Nur Most oder Bier war erlaubt.[124]

Weinverfälschungen waren schon in der frühesten Zeit der Weinbereitung im Schwange. Karl der Große, Friedrich II. und Ludwig der Bayer erließen strenge Gesetze gegen diese Frevel, ohne aber viel zu erreichen. Auch Gregorius von Tours gedenkt mit Schmähworten der habsüchtigen Weinfälscher.[125]Besonders im fünfzehnten Jahrhundert häufen sich die Klagen gegen die Weinpanscher. 1427 hatten zwei Kaufleute Nahewein »gevelschet up den brunst ind op de vorwe« und in Köln verkauft. Man warf sie ins Gefängnis, schenkte ihnen zwar das Leben, brannte sie aber durch beide Backen und in den Nacken und peitschte sie mit Ruten aus der Stadt. Das war um Weihnachten geschehen, aber im März wurde derselbe Betrug nochmals versucht. Acht Jahre später mußten im Ewigen Köln ein Weinschänker mit seiner Frau gebunden auf einem Faß unter dem Kax (Kaak), dem Pranger, sitzen, weil sie gesottene Beeren in den Wein getan. Die aufgeweichten Beeren waren ihnen wie Paternoster (einRosenkranz) um den Hals gehängt. Nach abgebüßter Strafe verwies man sie der Stadt.[126]Der Hansetag von 1447 beschloß nach Köln, Bingen, Frankfurt und Straßburg zu schreiben, die elende Wasserplumperei einzustellen und den Wein ganz so zu belassen, wie ihn Gott wachsen ließ. In Ulm mußte jeder Weinwirt schwören, daß seine Weine echt seien und weder er, noch sein Weib, noch sein Knecht, noch sonst Jemand in seinem Namen ein Gemächt von Weidaschen, weidaschiger Lauge, Kalk, Senf, Senfkorn, Speck, Scharlachkraut, Birn- und Apfelmost, Bleiweiß, Quecksilber, Heringkraut oder Vitriol gemacht habe.

O Gott behüt den Wein,Vor Hagelstein,Und treff den,Der die Maß macht kleinUnd thut Wasser, Milch, Eierklar, Salz, Speck,Senf, Weidäsche und Tropfwurz drein

O Gott behüt den Wein,Vor Hagelstein,Und treff den,Der die Maß macht kleinUnd thut Wasser, Milch, Eierklar, Salz, Speck,Senf, Weidäsche und Tropfwurz drein

sagt Johannes Fischart in seiner »Geschichtsklitterung«.[127]

In Straßburg i. Elsaß war es nicht so streng wie an anderen Orten. »1528 Montags den letzten Novembris« verbietet »Jacob Zorn zum Rieth der Meister und der Rath« die zum Verkauf gebrachten Weinfässer unterwegs anzustechen und mit Wasser aufzufüllen bei strenger Strafe.[128]Die auf dem Rottenburger Konvent von 1487 erlassene Weinordnung bestimmt: »wo aber yemanz,wär der wär geistlich oder werentlich (weltlich), erfunden würd, der ainicherley Gemächt, nichzig ußgenommen, denn allein die obgeschriebene Zulassung des Swebels (Schwefels), in die Win oder Faß thätt, machte oder zu thun bestellte, es wäre vor oder nach dem Ablaß, durch sich selbs oder jmantz ander, demselben sollen zuvörderst von Stund an, an den Enden, da sollich Win gefunden, den Faßen die Boden ußgeschlagen, und der Win verschütt, und dazu ain yeder zu yedenmal von siner Herrschaft, mit nachfolgender Peen, nehmlich hundert Gülden rinisch gestraft werden.«[129]

Wie dem armen Wein seitens der Täufer ansonst noch mitgespielt wurde, erfahren wir aus einem der zwanzig Weinsegen Hans Rosenblüts, in dem es heißt:

Nu gesegen dich got, du krefftreiche Labung,Du wol zeltende sanfft drabung,Du suesses meyenpad meiner zungen,Du frischt mir die lebern vnd feuchtest mir die lungen,Als wenn es auf durren acker tawt.Wenn man dich in einem gleslein schawt,So kan man deines herren frumkeit schetzen,Ob er dich gefelscht hat mit dem vetzen.Das er mit dir treybt vber jar,Mit milch vnd auch mit eyer klar,Mit steinsaltzt vnd auch mit sweinen swarttenDamit der Kellerknecht dein muss wartten,Mit sennff, mit weydaschen vnd mit tropffwurtzDavon dein edel nympt offt vnters turtz.Der zoll der hat dich vbel gesmaltzen;So hat dich das vngelt gar versaltzen:Das prufen die armen in der taschen.Wenn man dir dann den spunt sol waschen,So muß zweintzig maß zulauffen.Wer das dann für wein will verkauffen,Der wil seinen nechsten als trewlich betzalenAls einer der gut mele awf mewsekot wil malen.[130]

Nu gesegen dich got, du krefftreiche Labung,Du wol zeltende sanfft drabung,Du suesses meyenpad meiner zungen,Du frischt mir die lebern vnd feuchtest mir die lungen,Als wenn es auf durren acker tawt.Wenn man dich in einem gleslein schawt,So kan man deines herren frumkeit schetzen,Ob er dich gefelscht hat mit dem vetzen.Das er mit dir treybt vber jar,Mit milch vnd auch mit eyer klar,Mit steinsaltzt vnd auch mit sweinen swarttenDamit der Kellerknecht dein muss wartten,Mit sennff, mit weydaschen vnd mit tropffwurtzDavon dein edel nympt offt vnters turtz.Der zoll der hat dich vbel gesmaltzen;So hat dich das vngelt gar versaltzen:Das prufen die armen in der taschen.Wenn man dir dann den spunt sol waschen,So muß zweintzig maß zulauffen.Wer das dann für wein will verkauffen,Der wil seinen nechsten als trewlich betzalenAls einer der gut mele awf mewsekot wil malen.[130]

Durch den Zusatz von Giften kamen selbstverständlich hier und da Leute zu Schaden. Wurde ein solcher Giftmischer ertappt, dann ging es ihm wie dem Weinfälscher Erni, der 1706 in Stuttgart öffentlich enthauptet wurde.[131]

Das Süßen sauren Weines durch Zucker und Honigzusätze, wie die Fabrikation von teueren Weinen aus billigeren Sorten, was 1720 in Hamburg ausdrücklich verboten wurde, sowie die Umarbeitung von Kräuter- und Fruchtweinen in »echten Rebensaft« war allgemein bekannt und überall, wo Wein gehandelt wurde, gebräuchlich.

Wenn die Behörden dahinter kamen, wurde allerdings der Wein vernichtet oder den Armenhäuslern preisgegeben – für die war das geschmierte Zeug noch lange gut genug – aber wie selten wurden in jener chemielosen Zeit die Panscher überführt. Nur der unglaublich gute Magen ihrer Zeitgenossen bewahrte viele der Weintäufer vor dem Schicksal ihres Genossen Erni.

Hohem Besuch brachte der Rat einer Stadt als Ehrengeschenk sehr häufig Wein dar, der entweder durch seine Güte oderdurch die Menge des Geschenkes imponieren sollte. Als Kaiser Sigmund 1414 nach Straßburg kam, schenkte ihm der Magistrat drei Fuder Wein und »ein silbern übergült Gießfaß wohl werth«. Herzog Heinrich von Liegnitz erhielt 1576 vom Kölner Rat dreißig tönerne Krüge mit Wein, jeden drei Quart haltend. Vordem hatte der Rat den Wein in silbernen Gefäßen gesandt, die in tönerne umgeleert wurden, bis ein Graf von Arberg einst die silbernen Flaschen nicht mehr herausgegeben hatte. Seitdem war man vorsichtiger geworden.[132]

Die Weinlese stand natürlich unter behördlicher Aufsicht. »Zur Zeit des Herbstes, wenn die Trauben schon reif sind«, erzählt Johannes Boëmus, »darf keiner früher lesen, ehe es die Herren, denen der Zehnte zusteht, erlaubt haben; nicht liest heute der, morgen der, sondern so viele an einem Berg Weingüter haben, lesen in ein bis zwei Tagen alles, und es wird bekannt, daß heute auf dem, morgen auf dem gelesen wird. Die Zehnten werden im Tal unter den Weinbergen in Empfang genommen und wer später als es angeordnet ist lesen will, muß nicht bloß die Erlaubnis sich erwirken, sondern auch auf seine Kosten den Zehnten nach dem Kelter des Herrn schaffen. Zu Würzburg wird jedem Lesenden, ich denke wegen Betrügereien in Bezug auf den Zehnten, ein junger Mann beigegeben, der sorgsam aufmerkt undimmer das zehnte gelesene Faß ohne Betrug seinem Herrn zu geben anordnet. Nach Beendigung der Lese kommen die Burschen alle auf freiem Felde zusammen und versehen sich mit ein bis zwei Fackeln, aus dem Stroh gedreht, das zu diesem Zwecke angefahren ist, zünden sie gegen die Nacht an und ziehen singend in die Stadt ein. Auf diese Weise, sagen sie, reinigen sie und brennen den Herbst aus. Die Tage des Martinus und Nicolaus, der heil. Bischöfe, feiert das Volk in Franken mit wunderbarer Freude und Festlichkeit, jedoch verschieden, den einen in der Kirche und am Altar, den andern am Tische und in der Küche. Da ist im ganzen Lande keiner so arm, keiner so geizig, daß er am Feste des heil. Martin nicht gemästetes Geflügel oder wenigstens gebratene Schweins- oder Kalbswürste (suillo vitalinove viscere assato) ißt, dem Wein nicht ungezwungen zuspricht.«

»Jeder kostet da seinen neuen Wein, dessen er sich bis dahin enthielt, und gibt allen zu kosten. In Würzburg und den meisten Orten wird auch den Armen aus Frömmigkeit Wein verteilt. Öffentliche Schauspiele werden veranstaltet: zwei oder mehr knirschende Eber werden in einen Kreis eingeschlossen, damit sie sich gegenseitig mit den Hauern stückweise zerfleischen; das Fleisch der Gefallenen wird teils dem Volke, teils den Vornehmen zugeteilt.Am Sankt Niklastage aber wählen die Jungen, die zu ihrer Erziehung die Schule besuchen, unter sich drei: einen, der den Bischof, und zwei, die die Diakonen spielen. Dieser (Bischof) wird an demselben Tage von dem Haufen der Schüler feierlich in die Kirche geführt und leitet mit einer Infula auf dem Haupte den Gottesdienst, nach dessen Beendigung er mit einigen Auserwählten singend von Haus zu Haus Geld einsammelt; das ist kein Almosen, sondern die Bischofssteuer. In der Nacht vor dem Feste fasten die Kinder und werden dann von den Eltern angehalten, weil sie überzeugt sind, daß sie die Geschenke, die des nachts in die zu diesem Zweck unter den Tisch gestellten Schuhe gelegt werden, von dem freigebigen Bischof Nicolaus erhalten; deshalb fasten die meisten so eifrig, daß sie zum Essen gezwungen werden müssen, weil man für ihre Gesundheit fürchtet.«[133]

Meist wurden die Weinlesefeste am Sankt Martinstag abgehalten, doch setzen sie sich gewöhnlich noch ein bis zwei Tage länger fort. Der Hochmeister des deutschen Ordens in Marienburg feierte es, wenn es nicht gerade galt, sein Mütchen an mehr oder weniger harmlosen Heiden zu kühlen, mit seinen Komthuren und Rittern im Kreise der Winzer, wobei zwei Tonnen Wein und acht Tonnen Bier aufgebraucht wurden. Häufig ließen die edlen Ritter von Marienburg, derenCharakterbild in der Geschichte recht verdächtig schwankt, im Kriege am St. Martins-, also am Weihnachtstag, Waffenstillstand eintreten, um sich, wie an vielen anderen Tagen des Jahres, gründlich auszutoben. Ihren »Feinden« kam das nicht unwillkommen, denn an einem solchen Tage wurden sie nicht hingeschlachtet, ihre Weiber und Kinder entgingen der Gefangenschaft, und ihre friedlichen Anwesen wurden nicht niedergebrannt – ad majorem dei gloriam! Sie mögen daher den Wein so innig gesegnet haben, wie er es, freilich aus anderen Gründen, verdiente.

Der geerntete Wein kam in die Keller, die nicht nur in jedem größeren Anwesen, sondern auch in jedem besseren Bürgerhaus vorhanden waren; denn auch in diesen Privatkellereien wurden mitunter ganz gewaltige Mengen Stoffes eingelagert. Von den Wiener Kellern sagt Aeneas Sylvius: »die Weinkeller sind so tief und weitläufig, daß man gemeiniglich sagt, sie machten ein unterirdisches Wien aus, das demjenigen, welches auf der Oberfläche steht, an Größe nichts nachgibt«,[134]und hundert Jahre später (1548) bestätigt dies der Schulmeister Wolfganz Schmeltzl in seinem »Lobspruch«:

Die gantz Stadt ist sogar durchgrabn,So weit vnd tieffe Kheller habn,Vol angesteckt mit khulem wein,Möchten nit pesser, khuler sein.

Die gantz Stadt ist sogar durchgrabn,So weit vnd tieffe Kheller habn,Vol angesteckt mit khulem wein,Möchten nit pesser, khuler sein.

Über große Lagerräume mußte auch Anton Tucher verfügen, denn er verbrauchte in den Jahren:

also im Jahre durchschnittlich 2500 l Wein und 3600 l Bier zum Preise von 95 bezw. 33 Gulden nach heutigem Wert etwa 4800, resp. 1650 Mark, demnach über sechstausend Mark allein für den Trank – ein ganz nettes Sümmchen!

Was waren aber diese Weinmengen im Vergleich zu den in den Klöstern aufgespeicherten, wo man allerdings für eine ganze Reihe durstiger Kehlen zu sorgen hatte. – Und nicht die Mönche allein konnten einen Stiefel vertragen, auch ihre Schwestern in Christo tranken gern und gut.

Als Kaiser Joseph II. von Österreich im Jahre 1781 mehr als siebenhundert Klöster in seinem Erblande aufhob, die Zahl der Ordensgeistlichen von dreiundsechzigtausend auf siebenundzwanzigtausend verminderte,welch geradezu riesenhafte Weinmengen fanden nicht die Beamten in den Klöstern vor! Die Kanonissinnen von St. Himmelpforten in Wien, die Himmelspförtnerinnen, hatten in ihren Kellereien noch sechstausendachthundert Eimer Wein, und Raum für die doppelte Menge. Es gab da einen Gottvater-, Gottsohn- und Heiligengeistkeller, einen Muttergottes-, Johannes-, Xaverie- und Nepomukkeller. Der allergrößte, der Gottsohnkeller, war leergetrunken bis auf ein einziges Faß.[135]

Wie es in einem mittelalterlichen Weinkeller aussah, beschreibt Hans Folz wie folgt:

»Vort ich mich in den Keller mach, ob nit ein truncklin folg hernach. Im Keller darff man manch zupuß, Wein, pir, kraut, ruhen, öppel, nuß, Pirn, Kuten (Quitten), kesten, nespeln (Mispeln), gleich Nachdem einer arm ist oder reich. Ein saure milch zu dem geproten Kan man kein gesten hast geroten, Und viel geschlex, das dan einmacht.«

Aus diesem Vorratskeller geht es in den eigentlichen Weinkeller:

Nun nempt des Kellerzeuges acht:Faßparer, Kuner (?), zapffen, hannen,Stentner (Stande), drichter, flaschen, kannen,Weinlater, weinleger, hebrigel,Weinseil, probirkrans, ein lichtdigel,Weinror, dampader (zum Verstopfen), dammesser,Van nicht verrun, es wer vil pesser,Ich mein, man det in sunst wee gnugMit sweffel und aus dem milchkrug,Senf, weidasch, eyerklar und thaen (thendehem-Decem, Abgabe).An maß man thut mit wasser zwaken,Und wie sein weiter zimpt zu wartenMit gesaltzen speck, mit sweinen swarten,Mit susser wirtz, mit glater smir;Da von nichts ist befollen mir,Dan das man auff sech in alln ecken.Mit zangen, keupseln und faßdeckenUnd alle meßgeschir sein verhanten,Untersetzschusel, spunt und stanten,Der man hart eins geraten kan,Ob man an nicht will mangel han.[136]

Nun nempt des Kellerzeuges acht:Faßparer, Kuner (?), zapffen, hannen,Stentner (Stande), drichter, flaschen, kannen,Weinlater, weinleger, hebrigel,Weinseil, probirkrans, ein lichtdigel,Weinror, dampader (zum Verstopfen), dammesser,Van nicht verrun, es wer vil pesser,Ich mein, man det in sunst wee gnugMit sweffel und aus dem milchkrug,Senf, weidasch, eyerklar und thaen (thendehem-Decem, Abgabe).An maß man thut mit wasser zwaken,Und wie sein weiter zimpt zu wartenMit gesaltzen speck, mit sweinen swarten,Mit susser wirtz, mit glater smir;Da von nichts ist befollen mir,Dan das man auff sech in alln ecken.Mit zangen, keupseln und faßdeckenUnd alle meßgeschir sein verhanten,Untersetzschusel, spunt und stanten,Der man hart eins geraten kan,Ob man an nicht will mangel han.[136]

Auch Hans Sachs, der Schuhmacher und Poet dazu, gibt in Versen die Erfordernisse eines wohleingerichteten Weinkellers also an:

Nun mußt auch haben in dem KellerWein und Bier, je mehr je besser,Ein Schrotleiter, und ein Dambmesser,Ein Faßbörer muß auch da seyn.Ein Rören und ein Kunnerlein,Ein Steudtlein und auch etlich Kandel,Weinschlauch, und was gehört zu dem Handel.[137]

Nun mußt auch haben in dem KellerWein und Bier, je mehr je besser,Ein Schrotleiter, und ein Dambmesser,Ein Faßbörer muß auch da seyn.Ein Rören und ein Kunnerlein,Ein Steudtlein und auch etlich Kandel,Weinschlauch, und was gehört zu dem Handel.[137]

Den Riesenkellern und den großen Weinvorräten entsprachen auch die Riesenfässer, von denen uns eine ganze Anzahl nach Umfang und Inhalt bekannt ist. Das größte dieser Gebinde lag auf der Elbfestung Königstein; es faßte achthundertfünfzig Fuder. 1725 erbaut, war es 34 Fuß lang, 24 Fuß hoch. Zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts führten Fäulnis und Baufälligkeit das Ende jenes turmähnlichen Weinbehältersherbei. Nach ihm kam das Tübinger Faß, 1548 von Herzog Ulrich von Württemberg für seinen Schloßkeller erbaut, »vierundzwanzig Schuh lang und sechzehn hoch«; ferner das Riesenfaß im Kloster Eberbach, das vierundsechzigtausend Liter enthielt und 1520 von aufrührerischen Bauern erst leergetrunken und dann zerschlagen wurde. Ferner das dreihundert Eimerfaß im Ludwigsburger Schloßkeller. Dann die Fässer des Bremer Ratskellers, so das Bacchusfaß mit vierzigtausend Flaschen Inhalt von 1624, und zwei weitere mit Raum für dreißig- bezw. vierundzwanzigtausend Flaschen, die sich die Franzosen in den Sturmjahren des vorigen Säculums und ihr Führer, General Davoust, bis auf den letzten Tropfen schmecken ließen. Das Faß zu Grüningen im Halberstädtschen, das mit Eisen und Wein 3448 Zentner wog, hatte, ohne Holz, über 6000 Reichstaler gekostet.

In der Abtei Salmannsweiler befand sich ein vierzig Fuder haltendes Weinfaß, »von einem solchen Umfang, daß durch sein Spundloch einst ein Mönch hineinfiel und darinnen ertrank« schreibt Münster, in der Cosmography, im 5. Band, Seite 946 und ihm sei die Verantwortung für die Richtigkeit dieser Angabe überlassen. Im Keller des Schlosses zu Würzburg liegen mehrere sehr große, schön verzierte Weinfässer, wie auch in dem Aschaffenburger Schloßkeller.

Dem achtzehnten Jahrhundert gehört das Riesenfaß in der Stiftskellerei zu Klosterneuburg bei Wien an. Das Faß wurde 1704 angefertigt und im Weinjahre 1771 zum erstenmal gefüllt. Es faßt 999 Eimer; der Spundaufsatz enthält den tausendsten Eimer. Im Jahre 1809 wurde der Koloß zum letztenmal geleert und seither nicht mehr gefüllt.

Alljährlich am 15. November, am Tage des heil. Leopold, wallen Tausende von Wienern nach diesem Faß, um sich am »Fasselrutschen« zu ergötzen.

Wie dieses »Fasselrutschen« entstanden, darüber berichtet eine uralte Legende: Es war einmal, die Zeit ist nicht angegeben, ein Klosterwirt, der unter dem Pantoffel seines Weibes stand und als echtes »Simandl« – Sie Mann – bekannt war. Das Stiftskellervolk saß eines Abends beim fröhlichen Gelage, und der Bindermeister frotzelte den Klosterwirt. Er meinte, wenn es die strenge Gattin befehlen würde, müßte der Wirt auf das Faß hinaufsteigen und herabrutschen. Der Klosterwirt aber schwur: »Wenn ich meiner Alten so parieren müßte, dann soll jeder, der hier kommt, das Kellerrecht haben, mir zum Spotte den Rutscher über das Faß zu machen. Die gestrenge Frau Wirtin erfuhr von der Geschichte und sekkierte den Simandl so lange, er möge über das Faß rutschen, bis er unter der Bedingung einwilligte, daß die Sache unter den Eheleutengeheim bleibe. Eines Abends schlichen die beiden in den finsteren Keller, der Mann kletterte auf eine Leiter bis zur Höhe des Fasses und als er herunterrutschte, erscholl ein Gelächter, es wurde plötzlich Licht und das ganze Personal begrüßte den Pantoffelhelden. So entstand das Kellerrecht, das bis jetzt noch immer geübt wird. Die Mehrzahl der heutigen Besucher von Klosterneuburg steigt über die vierzehn Stufen, die zur Höhe des Fasses führen, empor und rutscht zum Gaudium der Zuschauer über den Rücken des Kolosses hinab.

Aber alle diese Fässer stellt das noch heute vielberühmte, einst von Hagedorn und von Fischers »Saufpoeten«, dem deutschen Anakreon, J. V. von Scheffel, besungeneHeidelberger Faßin den Schatten, durch den unvergänglichen Ruhm, mit dem es durch den Autor des »Gaudeamus« umgeben wurde. Von jeher war es der Stolz der pfälzischen Fürsten, die größten Fässer im Reich zu besitzen. Denn ein altes Winzersprichwort besagt: »Je größer der Pfühl, desto besser der Wein«.

Das erste der Riesenfässer ließ Johann Kasimir 1582 und für dieses den jetzt noch vorhandenen Keller bauen. Das zweite entstand unter Karl Ludwig, das dritte unter Karl Philipp und endlich das auf unsere Zeit gekommene 1751 unter Karl Theodor. Dieses von Johann Jakob Engel angefertigteFaß ist das größte aller Heidelberger Fässer. Es faßt zweihundertzwölftausend vierhundertzweiundzwanzig Liter, ist neun Meter lang bei einem Durchmesser von beinahe sieben Metern.

Auf die Zeremonien, denen Besichtiger vom Stand unterworfen wurden, komme ich später zurück. »So groß aber auch das jüngste Heidelberger Faß ist, das voluminöseste ist es doch nicht in deutschen Landen. Herzog Eberhard III. vom Württemberg ließ 1719 durch den Böttcher Ackermann ein äußerst schmuckes, reichverziertes Behältnis erbauen, welches sich im Schloßkeller zu Ludwigsburg befindet und geräumiger ist als das Meisterstück Englers. Riesenfässer enthält auch der ehemals fürstbischöfliche Keller zu Würzburg, in welchem der gepriesene Steinwein lagerte.«[138]

Ein weiterer Faßkoloß soll, wie der Reisende Keyßler im achtzehnten Jahrhundert mitteilte, im Dunkel eines Dresdener Kellers gelegen haben, doch konnte ich näheres darüber nirgends finden.

Eine Geschichte des Weines, und wäre sie auch noch so kurz, würde eine unverzeihliche Lücke aufweisen, wenn sie nicht Branders Lieblingsgetränk, des »…Champagnerwein

Und recht moussierend soll er sein!«

Und recht moussierend soll er sein!«

gedenken würde, denn:

Ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen leiden,Doch ihre Weine trinkt er gerne!

Ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen leiden,Doch ihre Weine trinkt er gerne!

Der Champagner hat aber eigentlich gar keine Geschichte, denn niemand kennt seinen Ursprung, kein Dokument nennt seinen Erfinder. Selbst das Jahr, in dem zuerst die bekannten fünfmalhunderttausend Teufel entfesselt wurden, ist nicht mehr nachweisbar, trotzdem es nicht etwa in grauer Vergangenheit, sondern höchstens gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts zu suchen ist. Das Altertum und das Mittelalter kannten keinen moussierenden Wein. Der Sekt, in seiner Bedeutung als Schaumwein, ist neueren Datums und bekanntlich eine Erfindung Ludwig Devrients, der in der Weinstube von Lutter und Wegener in Berlin seinen Lieblingswein mit den Worten Falstaffs: »Gebt mir ein Glas Sekt«[139]verlangte, obgleich der dicke Schwerenöter Shakespeares darunter vino secco, d. h. trockenen Spanier oder Canarier verstand. Zum ersten Mal wird der Champagner 1718 mit dem Bemerken erwähnt, daß er jetzt seit etwa zwanzig Jahren bekannt sei. Dom Pérignon, »der 1638 geborene, 1715 verstorbene wohlbestallte Pater Kellermeister der Abtei zu Hautvilliers, soll zuerst gefunden haben, daß und wie es möglich ist, das Mousseux, welches jeder junge Wein in der Zeit der Gärung entwickelt, ihm dauernd zu erhalten. – Ehre seinem Andenken.«[140]Er wurde »pétillant« genannt und das Volk beehrte ihn mit den Namen »Teufelswein« oder »Pfropfentreiber«; denn Teufelswerk schien der perlende Wein zu sein, bei dessen Bereitung Zauberei und allerlei unheimliche Mittel im Spiele waren. Heute wissen wir, daß es bei seiner Fabrikation meist, aber nicht immer, wenigstens bei vielen Sekten unseres schönen Vaterlandes nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, und daß bei ihm nur eines unheimlich ist, – seine Wirkung – sofern er nicht lauter und rein, wie es jedem Weine, daher auch dem Champagner, zukommt.

Im achtzehnten Jahrhundert trank man in Norddeutschland einen aus demBirkensafterzeugten Champagner-Wein, von dem Krünitz, nach Angabe seiner Anfertigung schreibt: »Das Produkt ist in allen Stücken dem Champagnerwein so ähnlich gefunden worden, als nur irgend seyn kann. Viele Kenner(?) haben mit Vergnügen diesen nachgemachten Champagner dem wahren vorgezogen.«(??)[141]

Auch Met und Bier kochte man, demselben Autor zufolge, aus dem vielseitigen Birkensaft, der sogar, wie der gelehrte Simon Pauli versichert, die Sommersprossen vertreiben und die Maden aus dem Käse verscheuchen soll – was ich gerne glaube. Brrr!

Auch sonst noch hatte die Bacchusgabe,der edle Wein, die lobenswerte Eigenschaft, dem Wasser den Zutritt in den weingefüllten Magen zu verwehren, was unter gewissen Umständen von hohem Vorteil sein konnte.

Wie der Nürnberger Chronist Heinrich Deichsler erzählt, wurde 1500, den 17. März in Nürnberg eine Frau vieler Diebstähle wegen lebendig begraben; sie hatte schon einmal im Rhein ertränkt werden sollen. Sie sprach: »da het ich vor vier moß weins getruncken, vor demselben wein kunt kein wasser in mich kumen.«


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