WIR STERBEN DAS LEBEN

Guter Mensch; du rührst an deiner Saite,Die wie ein Licht leidend in dir glüht,Wie eine Bitte, um die du bittest,Leise und singend träumerisch,Rührst du die Güte einer ganzen Weite.Und wo dein Fühlen erblichVor Schreck, als du das Nichts im AllSchaudernd erlittest:Da blieb kein Wall,Der das Ergießen der TraurigkeitNoch hemmen könnte.Dein Auge aber ist so schönVom Glanz der dunklen traurigen Macht,Daß der Raum zittert wie VogelstimmeVor Lust für dein Leid —Daß er zittert, als wollt’ er zerbrechen.Du weißt, auch das Unglück muß,Muß wie ein bestraftes Kind.Und deine Lippen, blühend bleich,Ohne zu küssen, ohne zu sprechen,Sind Klage und Kuß.Du siehst den Fremdling anIn flehender Geduld;Tief verwundert, verwundet dich sein Lachen.Und du möchtest dann,Als sei alles, was ist, Schuld, deine Schuld,Noch das Gute wieder gutmachen.

Guter Mensch; du rührst an deiner Saite,Die wie ein Licht leidend in dir glüht,Wie eine Bitte, um die du bittest,Leise und singend träumerisch,Rührst du die Güte einer ganzen Weite.Und wo dein Fühlen erblichVor Schreck, als du das Nichts im AllSchaudernd erlittest:Da blieb kein Wall,Der das Ergießen der TraurigkeitNoch hemmen könnte.Dein Auge aber ist so schönVom Glanz der dunklen traurigen Macht,Daß der Raum zittert wie VogelstimmeVor Lust für dein Leid —Daß er zittert, als wollt’ er zerbrechen.Du weißt, auch das Unglück muß,Muß wie ein bestraftes Kind.Und deine Lippen, blühend bleich,Ohne zu küssen, ohne zu sprechen,Sind Klage und Kuß.Du siehst den Fremdling anIn flehender Geduld;Tief verwundert, verwundet dich sein Lachen.Und du möchtest dann,Als sei alles, was ist, Schuld, deine Schuld,Noch das Gute wieder gutmachen.

Guter Mensch; du rührst an deiner Saite,Die wie ein Licht leidend in dir glüht,Wie eine Bitte, um die du bittest,Leise und singend träumerisch,Rührst du die Güte einer ganzen Weite.Und wo dein Fühlen erblichVor Schreck, als du das Nichts im AllSchaudernd erlittest:Da blieb kein Wall,Der das Ergießen der TraurigkeitNoch hemmen könnte.

Guter Mensch; du rührst an deiner Saite,

Die wie ein Licht leidend in dir glüht,

Wie eine Bitte, um die du bittest,

Leise und singend träumerisch,

Rührst du die Güte einer ganzen Weite.

Und wo dein Fühlen erblich

Vor Schreck, als du das Nichts im All

Schaudernd erlittest:

Da blieb kein Wall,

Der das Ergießen der Traurigkeit

Noch hemmen könnte.

Dein Auge aber ist so schönVom Glanz der dunklen traurigen Macht,Daß der Raum zittert wie VogelstimmeVor Lust für dein Leid —Daß er zittert, als wollt’ er zerbrechen.Du weißt, auch das Unglück muß,Muß wie ein bestraftes Kind.Und deine Lippen, blühend bleich,Ohne zu küssen, ohne zu sprechen,Sind Klage und Kuß.

Dein Auge aber ist so schön

Vom Glanz der dunklen traurigen Macht,

Daß der Raum zittert wie Vogelstimme

Vor Lust für dein Leid —

Daß er zittert, als wollt’ er zerbrechen.

Du weißt, auch das Unglück muß,

Muß wie ein bestraftes Kind.

Und deine Lippen, blühend bleich,

Ohne zu küssen, ohne zu sprechen,

Sind Klage und Kuß.

Du siehst den Fremdling anIn flehender Geduld;Tief verwundert, verwundet dich sein Lachen.Und du möchtest dann,Als sei alles, was ist, Schuld, deine Schuld,Noch das Gute wieder gutmachen.

Du siehst den Fremdling an

In flehender Geduld;

Tief verwundert, verwundet dich sein Lachen.

Und du möchtest dann,

Als sei alles, was ist, Schuld, deine Schuld,

Noch das Gute wieder gutmachen.

Die Leichentücher können mich nicht hüten,Die Kissen, die wie weiße Spiegel blenden,Sie helfen nur die Augen mir entblüten —Mein Kopf wird leer, ein Kranz von hohlen Händen.Warum hat man die Brust mir so gefeuert?Mit meinem Schrei will ich euch niederstechenOh, alle euch, die ihr voll List erneuertDas Blut des Lebens, furchtbar zum Erbrechen.

Die Leichentücher können mich nicht hüten,Die Kissen, die wie weiße Spiegel blenden,Sie helfen nur die Augen mir entblüten —Mein Kopf wird leer, ein Kranz von hohlen Händen.Warum hat man die Brust mir so gefeuert?Mit meinem Schrei will ich euch niederstechenOh, alle euch, die ihr voll List erneuertDas Blut des Lebens, furchtbar zum Erbrechen.

Die Leichentücher können mich nicht hüten,Die Kissen, die wie weiße Spiegel blenden,Sie helfen nur die Augen mir entblüten —Mein Kopf wird leer, ein Kranz von hohlen Händen.

Die Leichentücher können mich nicht hüten,

Die Kissen, die wie weiße Spiegel blenden,

Sie helfen nur die Augen mir entblüten —

Mein Kopf wird leer, ein Kranz von hohlen Händen.

Warum hat man die Brust mir so gefeuert?Mit meinem Schrei will ich euch niederstechenOh, alle euch, die ihr voll List erneuertDas Blut des Lebens, furchtbar zum Erbrechen.

Warum hat man die Brust mir so gefeuert?

Mit meinem Schrei will ich euch niederstechen

Oh, alle euch, die ihr voll List erneuert

Das Blut des Lebens, furchtbar zum Erbrechen.

Hingeworfen bin ich in Welt!Kühnheit und Zerrissenheit!Doch mein So-Wildsein ist Traurigkeit,Nur Finsternis ist erhellt.Was kann uns unendlich heben?Nichts. Wir altern immer, sind nie gesundet.Wir sterben das Leben,Alles Leben ist tödlich verwundet.Doch ich habe ja Kühnheit in mir!Ich könnte ja kühn sein!Wohin aber können wirAufjauchzend streben?— Es ist dumm, kühn zu leben.Alle Pyramiden sind Wahnsinn und Stein.Zerfetzt die Schönheit in meinem Gesicht!Ach, alle Hände sind zu zahme Tiere.Ich will mein verblühendes Blühen nicht!Leben ist Aas, mit dem ich mich beschmiere!Lach’ ich über mein Atmen?Ich sollte besser Stein sein.Doch einmal jetzt muß ich noch schreienAus dieser Erde heraus, dieser Grube,Und mit Knochen und GebeinenMich hinwerfen und schreien!!— — — — —In die Wände meiner engen StubeWill ich mich weinen.

Hingeworfen bin ich in Welt!Kühnheit und Zerrissenheit!Doch mein So-Wildsein ist Traurigkeit,Nur Finsternis ist erhellt.Was kann uns unendlich heben?Nichts. Wir altern immer, sind nie gesundet.Wir sterben das Leben,Alles Leben ist tödlich verwundet.Doch ich habe ja Kühnheit in mir!Ich könnte ja kühn sein!Wohin aber können wirAufjauchzend streben?— Es ist dumm, kühn zu leben.Alle Pyramiden sind Wahnsinn und Stein.Zerfetzt die Schönheit in meinem Gesicht!Ach, alle Hände sind zu zahme Tiere.Ich will mein verblühendes Blühen nicht!Leben ist Aas, mit dem ich mich beschmiere!Lach’ ich über mein Atmen?Ich sollte besser Stein sein.Doch einmal jetzt muß ich noch schreienAus dieser Erde heraus, dieser Grube,Und mit Knochen und GebeinenMich hinwerfen und schreien!!— — — — —In die Wände meiner engen StubeWill ich mich weinen.

Hingeworfen bin ich in Welt!Kühnheit und Zerrissenheit!Doch mein So-Wildsein ist Traurigkeit,Nur Finsternis ist erhellt.Was kann uns unendlich heben?Nichts. Wir altern immer, sind nie gesundet.Wir sterben das Leben,Alles Leben ist tödlich verwundet.

Hingeworfen bin ich in Welt!

Kühnheit und Zerrissenheit!

Doch mein So-Wildsein ist Traurigkeit,

Nur Finsternis ist erhellt.

Was kann uns unendlich heben?

Nichts. Wir altern immer, sind nie gesundet.

Wir sterben das Leben,

Alles Leben ist tödlich verwundet.

Doch ich habe ja Kühnheit in mir!Ich könnte ja kühn sein!Wohin aber können wirAufjauchzend streben?— Es ist dumm, kühn zu leben.Alle Pyramiden sind Wahnsinn und Stein.

Doch ich habe ja Kühnheit in mir!

Ich könnte ja kühn sein!

Wohin aber können wir

Aufjauchzend streben?

— Es ist dumm, kühn zu leben.

Alle Pyramiden sind Wahnsinn und Stein.

Zerfetzt die Schönheit in meinem Gesicht!Ach, alle Hände sind zu zahme Tiere.Ich will mein verblühendes Blühen nicht!Leben ist Aas, mit dem ich mich beschmiere!

Zerfetzt die Schönheit in meinem Gesicht!

Ach, alle Hände sind zu zahme Tiere.

Ich will mein verblühendes Blühen nicht!

Leben ist Aas, mit dem ich mich beschmiere!

Lach’ ich über mein Atmen?Ich sollte besser Stein sein.Doch einmal jetzt muß ich noch schreienAus dieser Erde heraus, dieser Grube,Und mit Knochen und GebeinenMich hinwerfen und schreien!!

Lach’ ich über mein Atmen?

Ich sollte besser Stein sein.

Doch einmal jetzt muß ich noch schreien

Aus dieser Erde heraus, dieser Grube,

Und mit Knochen und Gebeinen

Mich hinwerfen und schreien!!

— — — — —

— — — — —

In die Wände meiner engen StubeWill ich mich weinen.

In die Wände meiner engen Stube

Will ich mich weinen.

Wach auf! Aug’ über dem Tag!Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.Aug’ ist ohne Blick, Welt ohne Blick,Mensch kann nicht mehr auf, ist nur ein Stück.Könige, thront ihr auch, seid nur Gewimmel,Punkte überall, Kreise und Himmel.Hoffen zerflog in Luft, Menschelein hilf!Schlacke schuf ein Schalk, Chaos und Schilf.Qualen sind im Schlamm, Kraft ohne Mut,Feuer flackt und ertrinkt im hohlen Blut.Was uns ist, ist nicht, zieht immer vorbei,Jedes Ding ist morsch und dennoch neu.Schultern biegen sich gähnend zurück,Immer wimmert ein Greinen um Glück.Wach auf! Aug’ über dem Tag!Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.

Wach auf! Aug’ über dem Tag!Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.Aug’ ist ohne Blick, Welt ohne Blick,Mensch kann nicht mehr auf, ist nur ein Stück.Könige, thront ihr auch, seid nur Gewimmel,Punkte überall, Kreise und Himmel.Hoffen zerflog in Luft, Menschelein hilf!Schlacke schuf ein Schalk, Chaos und Schilf.Qualen sind im Schlamm, Kraft ohne Mut,Feuer flackt und ertrinkt im hohlen Blut.Was uns ist, ist nicht, zieht immer vorbei,Jedes Ding ist morsch und dennoch neu.Schultern biegen sich gähnend zurück,Immer wimmert ein Greinen um Glück.Wach auf! Aug’ über dem Tag!Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.

Wach auf! Aug’ über dem Tag!Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.

Wach auf! Aug’ über dem Tag!

Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.

Aug’ ist ohne Blick, Welt ohne Blick,Mensch kann nicht mehr auf, ist nur ein Stück.

Aug’ ist ohne Blick, Welt ohne Blick,

Mensch kann nicht mehr auf, ist nur ein Stück.

Könige, thront ihr auch, seid nur Gewimmel,Punkte überall, Kreise und Himmel.

Könige, thront ihr auch, seid nur Gewimmel,

Punkte überall, Kreise und Himmel.

Hoffen zerflog in Luft, Menschelein hilf!Schlacke schuf ein Schalk, Chaos und Schilf.

Hoffen zerflog in Luft, Menschelein hilf!

Schlacke schuf ein Schalk, Chaos und Schilf.

Qualen sind im Schlamm, Kraft ohne Mut,Feuer flackt und ertrinkt im hohlen Blut.

Qualen sind im Schlamm, Kraft ohne Mut,

Feuer flackt und ertrinkt im hohlen Blut.

Was uns ist, ist nicht, zieht immer vorbei,Jedes Ding ist morsch und dennoch neu.

Was uns ist, ist nicht, zieht immer vorbei,

Jedes Ding ist morsch und dennoch neu.

Schultern biegen sich gähnend zurück,Immer wimmert ein Greinen um Glück.

Schultern biegen sich gähnend zurück,

Immer wimmert ein Greinen um Glück.

Wach auf! Aug’ über dem Tag!Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.

Wach auf! Aug’ über dem Tag!

Wundes Vogeltier, müde zum Schlag.

Ins Grau des Tages bin ich hingestellt.Die Lebensstraße ist im Staub ein Strich.Allglück zerstürzt in die Novemberwelt.Nie war ein Blühen, das nicht bald erblich.Das Himmelsfenster kann ich nicht zerschlagen.Ich bin versperrt. Ich kann nur Schritte tun.Ich muß wie einen Sack mich weitertragen,Muß nachts im Bett wie eine Leiche ruhn.Mein Tod bezuckt mein Dasein heimlich fern;Er grinst in meinen Rücken sein Plaisir:Wie man sich schindet ohne Ziel und KernIm Sterbetaghemd — niemand weiß wofür.Man trippelt sich die müden Sohlen wundAm Gängelband des Lebens. Gram und GrausUnd Lust und Last sind täglich der Befund.Wir sind in Uns und können nicht heraus.Wir können nicht die Erde höher heben.Die Frage krächzt: Was soll der Wille wollen?Wir blicken nichts vom Leben als das Leben.Wir sind die Erde, fahrend und verschollen.

Ins Grau des Tages bin ich hingestellt.Die Lebensstraße ist im Staub ein Strich.Allglück zerstürzt in die Novemberwelt.Nie war ein Blühen, das nicht bald erblich.Das Himmelsfenster kann ich nicht zerschlagen.Ich bin versperrt. Ich kann nur Schritte tun.Ich muß wie einen Sack mich weitertragen,Muß nachts im Bett wie eine Leiche ruhn.Mein Tod bezuckt mein Dasein heimlich fern;Er grinst in meinen Rücken sein Plaisir:Wie man sich schindet ohne Ziel und KernIm Sterbetaghemd — niemand weiß wofür.Man trippelt sich die müden Sohlen wundAm Gängelband des Lebens. Gram und GrausUnd Lust und Last sind täglich der Befund.Wir sind in Uns und können nicht heraus.Wir können nicht die Erde höher heben.Die Frage krächzt: Was soll der Wille wollen?Wir blicken nichts vom Leben als das Leben.Wir sind die Erde, fahrend und verschollen.

Ins Grau des Tages bin ich hingestellt.Die Lebensstraße ist im Staub ein Strich.Allglück zerstürzt in die Novemberwelt.Nie war ein Blühen, das nicht bald erblich.

Ins Grau des Tages bin ich hingestellt.

Die Lebensstraße ist im Staub ein Strich.

Allglück zerstürzt in die Novemberwelt.

Nie war ein Blühen, das nicht bald erblich.

Das Himmelsfenster kann ich nicht zerschlagen.Ich bin versperrt. Ich kann nur Schritte tun.Ich muß wie einen Sack mich weitertragen,Muß nachts im Bett wie eine Leiche ruhn.

Das Himmelsfenster kann ich nicht zerschlagen.

Ich bin versperrt. Ich kann nur Schritte tun.

Ich muß wie einen Sack mich weitertragen,

Muß nachts im Bett wie eine Leiche ruhn.

Mein Tod bezuckt mein Dasein heimlich fern;Er grinst in meinen Rücken sein Plaisir:Wie man sich schindet ohne Ziel und KernIm Sterbetaghemd — niemand weiß wofür.

Mein Tod bezuckt mein Dasein heimlich fern;

Er grinst in meinen Rücken sein Plaisir:

Wie man sich schindet ohne Ziel und Kern

Im Sterbetaghemd — niemand weiß wofür.

Man trippelt sich die müden Sohlen wundAm Gängelband des Lebens. Gram und GrausUnd Lust und Last sind täglich der Befund.Wir sind in Uns und können nicht heraus.

Man trippelt sich die müden Sohlen wund

Am Gängelband des Lebens. Gram und Graus

Und Lust und Last sind täglich der Befund.

Wir sind in Uns und können nicht heraus.

Wir können nicht die Erde höher heben.Die Frage krächzt: Was soll der Wille wollen?Wir blicken nichts vom Leben als das Leben.Wir sind die Erde, fahrend und verschollen.

Wir können nicht die Erde höher heben.

Die Frage krächzt: Was soll der Wille wollen?

Wir blicken nichts vom Leben als das Leben.

Wir sind die Erde, fahrend und verschollen.

Der Tag war schwül.Ich schließe meine Augen wie ein gelebtes Buch.Die Bilder sind zu Ende,Zu wenig und zu viel —Ich bin nur noch der FluchAus einem Zorn.Und keine Wende wird sein,Die wie ein helles HornZum Aufschwung bliese —Ich klage wie ein RieseUnd bin klein.

Der Tag war schwül.Ich schließe meine Augen wie ein gelebtes Buch.Die Bilder sind zu Ende,Zu wenig und zu viel —Ich bin nur noch der FluchAus einem Zorn.Und keine Wende wird sein,Die wie ein helles HornZum Aufschwung bliese —Ich klage wie ein RieseUnd bin klein.

Der Tag war schwül.Ich schließe meine Augen wie ein gelebtes Buch.Die Bilder sind zu Ende,Zu wenig und zu viel —Ich bin nur noch der FluchAus einem Zorn.Und keine Wende wird sein,Die wie ein helles HornZum Aufschwung bliese —Ich klage wie ein RieseUnd bin klein.

Der Tag war schwül.

Ich schließe meine Augen wie ein gelebtes Buch.

Die Bilder sind zu Ende,

Zu wenig und zu viel —

Ich bin nur noch der Fluch

Aus einem Zorn.

Und keine Wende wird sein,

Die wie ein helles Horn

Zum Aufschwung bliese —

Ich klage wie ein Riese

Und bin klein.

Zerrissen ist das Tiefste, das wir sind,Und dennoch nur mit seinem Selbst vereint.Solch Leid hat keine Tränen ... wie ein Kind,Das am Ersticken ist, bevor es weint.Das Niedrige ist nichts, das Große ist zu groß,Die Weisheit sagt: Hoffen ist hoffnungslos.Wir sind des Lichts umnachtete Begleiter.Ist nicht das Leben wie ein Gnadenbrot?Ob Ja, ob Nein: Es reißt und peitscht uns weiter,Das All des Glücks versagt sich unsrer Not.Und ob wir weinen oder traurig lachen:Wir können uns nicht ungeboren machen.Auch kühnste Trunkenheit ist nicht Erfüllung.Was nutzt das bißchen Zuversicht der Brust?Der höchste Himmel selbst ist nur UmhüllungVon fahlen Dingen, keine Götterlust.Die Schöpfung ist ein Zirkel, irr umkreist,Ein Schattentanz, der keinen Ausweg weist.

Zerrissen ist das Tiefste, das wir sind,Und dennoch nur mit seinem Selbst vereint.Solch Leid hat keine Tränen ... wie ein Kind,Das am Ersticken ist, bevor es weint.Das Niedrige ist nichts, das Große ist zu groß,Die Weisheit sagt: Hoffen ist hoffnungslos.Wir sind des Lichts umnachtete Begleiter.Ist nicht das Leben wie ein Gnadenbrot?Ob Ja, ob Nein: Es reißt und peitscht uns weiter,Das All des Glücks versagt sich unsrer Not.Und ob wir weinen oder traurig lachen:Wir können uns nicht ungeboren machen.Auch kühnste Trunkenheit ist nicht Erfüllung.Was nutzt das bißchen Zuversicht der Brust?Der höchste Himmel selbst ist nur UmhüllungVon fahlen Dingen, keine Götterlust.Die Schöpfung ist ein Zirkel, irr umkreist,Ein Schattentanz, der keinen Ausweg weist.

Zerrissen ist das Tiefste, das wir sind,Und dennoch nur mit seinem Selbst vereint.Solch Leid hat keine Tränen ... wie ein Kind,Das am Ersticken ist, bevor es weint.Das Niedrige ist nichts, das Große ist zu groß,Die Weisheit sagt: Hoffen ist hoffnungslos.

Zerrissen ist das Tiefste, das wir sind,

Und dennoch nur mit seinem Selbst vereint.

Solch Leid hat keine Tränen ... wie ein Kind,

Das am Ersticken ist, bevor es weint.

Das Niedrige ist nichts, das Große ist zu groß,

Die Weisheit sagt: Hoffen ist hoffnungslos.

Wir sind des Lichts umnachtete Begleiter.Ist nicht das Leben wie ein Gnadenbrot?Ob Ja, ob Nein: Es reißt und peitscht uns weiter,Das All des Glücks versagt sich unsrer Not.Und ob wir weinen oder traurig lachen:Wir können uns nicht ungeboren machen.

Wir sind des Lichts umnachtete Begleiter.

Ist nicht das Leben wie ein Gnadenbrot?

Ob Ja, ob Nein: Es reißt und peitscht uns weiter,

Das All des Glücks versagt sich unsrer Not.

Und ob wir weinen oder traurig lachen:

Wir können uns nicht ungeboren machen.

Auch kühnste Trunkenheit ist nicht Erfüllung.Was nutzt das bißchen Zuversicht der Brust?Der höchste Himmel selbst ist nur UmhüllungVon fahlen Dingen, keine Götterlust.Die Schöpfung ist ein Zirkel, irr umkreist,Ein Schattentanz, der keinen Ausweg weist.

Auch kühnste Trunkenheit ist nicht Erfüllung.

Was nutzt das bißchen Zuversicht der Brust?

Der höchste Himmel selbst ist nur Umhüllung

Von fahlen Dingen, keine Götterlust.

Die Schöpfung ist ein Zirkel, irr umkreist,

Ein Schattentanz, der keinen Ausweg weist.

Falle in des Himmels Nacht,Glühend in die Schlucht der Straßen,Schmerzenlichter sind entfacht,Greller, als Drommeten blasen.Nirgends, wo ich knieend bliebe;Gleite über weiche Steine;Unerlösbar ist die Liebe,Die ich in der Stadt verweine.Zückt nur, Lichter, nach dem Müden,Bis ihr all’ ihn umgebracht!Ach, mein Sinn weht in den SüdenMit den Wogen dieser Nacht!Dort erfüllt den Himmel vollEin geliebter Sternenbund,Küsse träum’ ich tief und tollMeinem liebebleichen Mund.Liebste, daß ich sinken werde,Wußt’ ich, da ich dich nicht fand.Nach dem Schiffbruch dieser ErdeSpült das Meer mich an den Sand.Wär’ doch die Umschlingung meinIn den Sternendiademen!Immer ist das ErdenseinEin umarmtes Abschiednehmen.

Falle in des Himmels Nacht,Glühend in die Schlucht der Straßen,Schmerzenlichter sind entfacht,Greller, als Drommeten blasen.Nirgends, wo ich knieend bliebe;Gleite über weiche Steine;Unerlösbar ist die Liebe,Die ich in der Stadt verweine.Zückt nur, Lichter, nach dem Müden,Bis ihr all’ ihn umgebracht!Ach, mein Sinn weht in den SüdenMit den Wogen dieser Nacht!Dort erfüllt den Himmel vollEin geliebter Sternenbund,Küsse träum’ ich tief und tollMeinem liebebleichen Mund.Liebste, daß ich sinken werde,Wußt’ ich, da ich dich nicht fand.Nach dem Schiffbruch dieser ErdeSpült das Meer mich an den Sand.Wär’ doch die Umschlingung meinIn den Sternendiademen!Immer ist das ErdenseinEin umarmtes Abschiednehmen.

Falle in des Himmels Nacht,Glühend in die Schlucht der Straßen,Schmerzenlichter sind entfacht,Greller, als Drommeten blasen.

Falle in des Himmels Nacht,

Glühend in die Schlucht der Straßen,

Schmerzenlichter sind entfacht,

Greller, als Drommeten blasen.

Nirgends, wo ich knieend bliebe;Gleite über weiche Steine;Unerlösbar ist die Liebe,Die ich in der Stadt verweine.

Nirgends, wo ich knieend bliebe;

Gleite über weiche Steine;

Unerlösbar ist die Liebe,

Die ich in der Stadt verweine.

Zückt nur, Lichter, nach dem Müden,Bis ihr all’ ihn umgebracht!Ach, mein Sinn weht in den SüdenMit den Wogen dieser Nacht!

Zückt nur, Lichter, nach dem Müden,

Bis ihr all’ ihn umgebracht!

Ach, mein Sinn weht in den Süden

Mit den Wogen dieser Nacht!

Dort erfüllt den Himmel vollEin geliebter Sternenbund,Küsse träum’ ich tief und tollMeinem liebebleichen Mund.

Dort erfüllt den Himmel voll

Ein geliebter Sternenbund,

Küsse träum’ ich tief und toll

Meinem liebebleichen Mund.

Liebste, daß ich sinken werde,Wußt’ ich, da ich dich nicht fand.Nach dem Schiffbruch dieser ErdeSpült das Meer mich an den Sand.

Liebste, daß ich sinken werde,

Wußt’ ich, da ich dich nicht fand.

Nach dem Schiffbruch dieser Erde

Spült das Meer mich an den Sand.

Wär’ doch die Umschlingung meinIn den Sternendiademen!Immer ist das ErdenseinEin umarmtes Abschiednehmen.

Wär’ doch die Umschlingung mein

In den Sternendiademen!

Immer ist das Erdensein

Ein umarmtes Abschiednehmen.

Es wird ein Traum aus dem, was Tag noch war.O süßer Abend, der die Augen küßt!O Lichterschmuck, Musik und Harfenhaar!Verzückte Stadt, die wie ein Weihnachtsbaum beglitzert ist.Ein Lieben ist im tummelnden Bewegen.Viel’ Frauen, nackt in Kleidern, ziehn vorbei.Das Gold der Sterne ist wie goldner Regen.Die Erde, die ihr Nachtfest fahrend feiert, atmet frei.Und unsrer schlanken Körper müde FührungIn Straßen, die wie Flüsse nächtlich glänzen,Ist wie ein Mädchen träumender BerührungMit junger Nacht und Glück und Rausch von ferngefühlten Tänzen.

Es wird ein Traum aus dem, was Tag noch war.O süßer Abend, der die Augen küßt!O Lichterschmuck, Musik und Harfenhaar!Verzückte Stadt, die wie ein Weihnachtsbaum beglitzert ist.Ein Lieben ist im tummelnden Bewegen.Viel’ Frauen, nackt in Kleidern, ziehn vorbei.Das Gold der Sterne ist wie goldner Regen.Die Erde, die ihr Nachtfest fahrend feiert, atmet frei.Und unsrer schlanken Körper müde FührungIn Straßen, die wie Flüsse nächtlich glänzen,Ist wie ein Mädchen träumender BerührungMit junger Nacht und Glück und Rausch von ferngefühlten Tänzen.

Es wird ein Traum aus dem, was Tag noch war.O süßer Abend, der die Augen küßt!O Lichterschmuck, Musik und Harfenhaar!Verzückte Stadt, die wie ein Weihnachtsbaum beglitzert ist.

Es wird ein Traum aus dem, was Tag noch war.

O süßer Abend, der die Augen küßt!

O Lichterschmuck, Musik und Harfenhaar!

Verzückte Stadt, die wie ein Weihnachtsbaum beglitzert ist.

Ein Lieben ist im tummelnden Bewegen.Viel’ Frauen, nackt in Kleidern, ziehn vorbei.Das Gold der Sterne ist wie goldner Regen.Die Erde, die ihr Nachtfest fahrend feiert, atmet frei.

Ein Lieben ist im tummelnden Bewegen.

Viel’ Frauen, nackt in Kleidern, ziehn vorbei.

Das Gold der Sterne ist wie goldner Regen.

Die Erde, die ihr Nachtfest fahrend feiert, atmet frei.

Und unsrer schlanken Körper müde FührungIn Straßen, die wie Flüsse nächtlich glänzen,Ist wie ein Mädchen träumender BerührungMit junger Nacht und Glück und Rausch von ferngefühlten Tänzen.

Und unsrer schlanken Körper müde Führung

In Straßen, die wie Flüsse nächtlich glänzen,

Ist wie ein Mädchen träumender Berührung

Mit junger Nacht und Glück und Rausch von ferngefühlten Tänzen.

Wenn hoch ein Stern die Tempelnacht beglüht:Hält nicht die kleinste Hand den Allpokal?Ist’s nicht ein einziger Strom, der heimwärts ziehtIn Grotten leiser Wasser ... traumhaft wie Opal?Mein Musikant und deiner — alle geigenDen Linienrausch, der raumlos uns verführt.So löst sich unser Halten in den Reigen,Der an die ewige Verzückung rührt.Schämt euch des Weinens nicht! Ihr seid ja Kinder!Ein Lächeln ist im Tränenregenbogen.Vieltausendmal geküßt sind eure MünderVon Liebsten, blühenden in Welt und Wogen.

Wenn hoch ein Stern die Tempelnacht beglüht:Hält nicht die kleinste Hand den Allpokal?Ist’s nicht ein einziger Strom, der heimwärts ziehtIn Grotten leiser Wasser ... traumhaft wie Opal?Mein Musikant und deiner — alle geigenDen Linienrausch, der raumlos uns verführt.So löst sich unser Halten in den Reigen,Der an die ewige Verzückung rührt.Schämt euch des Weinens nicht! Ihr seid ja Kinder!Ein Lächeln ist im Tränenregenbogen.Vieltausendmal geküßt sind eure MünderVon Liebsten, blühenden in Welt und Wogen.

Wenn hoch ein Stern die Tempelnacht beglüht:Hält nicht die kleinste Hand den Allpokal?Ist’s nicht ein einziger Strom, der heimwärts ziehtIn Grotten leiser Wasser ... traumhaft wie Opal?

Wenn hoch ein Stern die Tempelnacht beglüht:

Hält nicht die kleinste Hand den Allpokal?

Ist’s nicht ein einziger Strom, der heimwärts zieht

In Grotten leiser Wasser ... traumhaft wie Opal?

Mein Musikant und deiner — alle geigenDen Linienrausch, der raumlos uns verführt.So löst sich unser Halten in den Reigen,Der an die ewige Verzückung rührt.

Mein Musikant und deiner — alle geigen

Den Linienrausch, der raumlos uns verführt.

So löst sich unser Halten in den Reigen,

Der an die ewige Verzückung rührt.

Schämt euch des Weinens nicht! Ihr seid ja Kinder!Ein Lächeln ist im Tränenregenbogen.Vieltausendmal geküßt sind eure MünderVon Liebsten, blühenden in Welt und Wogen.

Schämt euch des Weinens nicht! Ihr seid ja Kinder!

Ein Lächeln ist im Tränenregenbogen.

Vieltausendmal geküßt sind eure Münder

Von Liebsten, blühenden in Welt und Wogen.

Nun bin ich wieder heimgekehrt,Dort draußen war die Angst der Welt;Hier innen hat sich nichts vermehrt,Blieb alles ruhig aufgestellt.Und oben, hör’ ich, spielt man noch Klavier,Jungsanfte Hände schweben über mir.Ich bin in meinem treuen Bett,Will lesen wie vor weiter Zeit.O liebes Glück! Ein AmulettIst jede kleine Einzelheit.Ganz ferne schlagen Blitze um das Zelt,Wo Haß und Hast und Schreigelächter gellt.Hier ist das Glück umfaßt geküßt!Mein Unruhblut ist liebewach,Als ob mich jemand küssen müßt’,Als stellten Menschen tausendfachSich in der Liebe meiner Augen dar,Als sehnt’ ich Küsse für mein wildes Haar!Oft schien ich lebend eingebaut,Oft weint’ ich ohne rechten Grund.Doch dieser Raum ist so vertrautWie ein geflüstert tiefer Bund.In Bett und Gondel fließt der nächtige ScheinUnd hüllt die Fahrt des weiten Lebens ein.Komm, Liebste, in das NahgefühlVon Welt und Menschen heller Nacht!Die Leiber wogen im Gewühl,Verheißung unerschöpfter Pracht.O Melodie, die sich in Küssen neigt,Die süß, in Glück verführend, uns umgeigt!

Nun bin ich wieder heimgekehrt,Dort draußen war die Angst der Welt;Hier innen hat sich nichts vermehrt,Blieb alles ruhig aufgestellt.Und oben, hör’ ich, spielt man noch Klavier,Jungsanfte Hände schweben über mir.Ich bin in meinem treuen Bett,Will lesen wie vor weiter Zeit.O liebes Glück! Ein AmulettIst jede kleine Einzelheit.Ganz ferne schlagen Blitze um das Zelt,Wo Haß und Hast und Schreigelächter gellt.Hier ist das Glück umfaßt geküßt!Mein Unruhblut ist liebewach,Als ob mich jemand küssen müßt’,Als stellten Menschen tausendfachSich in der Liebe meiner Augen dar,Als sehnt’ ich Küsse für mein wildes Haar!Oft schien ich lebend eingebaut,Oft weint’ ich ohne rechten Grund.Doch dieser Raum ist so vertrautWie ein geflüstert tiefer Bund.In Bett und Gondel fließt der nächtige ScheinUnd hüllt die Fahrt des weiten Lebens ein.Komm, Liebste, in das NahgefühlVon Welt und Menschen heller Nacht!Die Leiber wogen im Gewühl,Verheißung unerschöpfter Pracht.O Melodie, die sich in Küssen neigt,Die süß, in Glück verführend, uns umgeigt!

Nun bin ich wieder heimgekehrt,Dort draußen war die Angst der Welt;Hier innen hat sich nichts vermehrt,Blieb alles ruhig aufgestellt.Und oben, hör’ ich, spielt man noch Klavier,Jungsanfte Hände schweben über mir.

Nun bin ich wieder heimgekehrt,

Dort draußen war die Angst der Welt;

Hier innen hat sich nichts vermehrt,

Blieb alles ruhig aufgestellt.

Und oben, hör’ ich, spielt man noch Klavier,

Jungsanfte Hände schweben über mir.

Ich bin in meinem treuen Bett,Will lesen wie vor weiter Zeit.O liebes Glück! Ein AmulettIst jede kleine Einzelheit.Ganz ferne schlagen Blitze um das Zelt,Wo Haß und Hast und Schreigelächter gellt.

Ich bin in meinem treuen Bett,

Will lesen wie vor weiter Zeit.

O liebes Glück! Ein Amulett

Ist jede kleine Einzelheit.

Ganz ferne schlagen Blitze um das Zelt,

Wo Haß und Hast und Schreigelächter gellt.

Hier ist das Glück umfaßt geküßt!Mein Unruhblut ist liebewach,Als ob mich jemand küssen müßt’,Als stellten Menschen tausendfachSich in der Liebe meiner Augen dar,Als sehnt’ ich Küsse für mein wildes Haar!

Hier ist das Glück umfaßt geküßt!

Mein Unruhblut ist liebewach,

Als ob mich jemand küssen müßt’,

Als stellten Menschen tausendfach

Sich in der Liebe meiner Augen dar,

Als sehnt’ ich Küsse für mein wildes Haar!

Oft schien ich lebend eingebaut,Oft weint’ ich ohne rechten Grund.Doch dieser Raum ist so vertrautWie ein geflüstert tiefer Bund.In Bett und Gondel fließt der nächtige ScheinUnd hüllt die Fahrt des weiten Lebens ein.

Oft schien ich lebend eingebaut,

Oft weint’ ich ohne rechten Grund.

Doch dieser Raum ist so vertraut

Wie ein geflüstert tiefer Bund.

In Bett und Gondel fließt der nächtige Schein

Und hüllt die Fahrt des weiten Lebens ein.

Komm, Liebste, in das NahgefühlVon Welt und Menschen heller Nacht!Die Leiber wogen im Gewühl,Verheißung unerschöpfter Pracht.O Melodie, die sich in Küssen neigt,Die süß, in Glück verführend, uns umgeigt!

Komm, Liebste, in das Nahgefühl

Von Welt und Menschen heller Nacht!

Die Leiber wogen im Gewühl,

Verheißung unerschöpfter Pracht.

O Melodie, die sich in Küssen neigt,

Die süß, in Glück verführend, uns umgeigt!

Frauen sind das Vertrauen,Wissende ohne Klügeln,Wehende Schiffe dahin —Fahrtverzückt im Erschauen,Lächelnd in Buchten und Hügeln,Trächtig von Sein und Sinn.Küssende Blicke führenGlück der umarmenden Weite,Schmiegen sich deinem Mund.Sehnendes NahberührenGlühen sie deiner Seite,Gotteskindlichen Bund.Farben, trunken und golden,Spiegeln sie in den Augen,Leiten sie deinem Lauf ...Frauen sind reichende Dolden,Lassen die Süße dich saugen,Liebende himmelauf.Wo ihr Leib der MildeBreitet Brüste und Hüfte,Himmelwerden im Schoß:Da umfaltet GefildeTaumelnder Gärten und LüfteUnsere Seele groß.

Frauen sind das Vertrauen,Wissende ohne Klügeln,Wehende Schiffe dahin —Fahrtverzückt im Erschauen,Lächelnd in Buchten und Hügeln,Trächtig von Sein und Sinn.Küssende Blicke führenGlück der umarmenden Weite,Schmiegen sich deinem Mund.Sehnendes NahberührenGlühen sie deiner Seite,Gotteskindlichen Bund.Farben, trunken und golden,Spiegeln sie in den Augen,Leiten sie deinem Lauf ...Frauen sind reichende Dolden,Lassen die Süße dich saugen,Liebende himmelauf.Wo ihr Leib der MildeBreitet Brüste und Hüfte,Himmelwerden im Schoß:Da umfaltet GefildeTaumelnder Gärten und LüfteUnsere Seele groß.

Frauen sind das Vertrauen,Wissende ohne Klügeln,Wehende Schiffe dahin —

Frauen sind das Vertrauen,

Wissende ohne Klügeln,

Wehende Schiffe dahin —

Fahrtverzückt im Erschauen,Lächelnd in Buchten und Hügeln,Trächtig von Sein und Sinn.

Fahrtverzückt im Erschauen,

Lächelnd in Buchten und Hügeln,

Trächtig von Sein und Sinn.

Küssende Blicke führenGlück der umarmenden Weite,Schmiegen sich deinem Mund.

Küssende Blicke führen

Glück der umarmenden Weite,

Schmiegen sich deinem Mund.

Sehnendes NahberührenGlühen sie deiner Seite,Gotteskindlichen Bund.

Sehnendes Nahberühren

Glühen sie deiner Seite,

Gotteskindlichen Bund.

Farben, trunken und golden,Spiegeln sie in den Augen,Leiten sie deinem Lauf ...

Farben, trunken und golden,

Spiegeln sie in den Augen,

Leiten sie deinem Lauf ...

Frauen sind reichende Dolden,Lassen die Süße dich saugen,Liebende himmelauf.

Frauen sind reichende Dolden,

Lassen die Süße dich saugen,

Liebende himmelauf.

Wo ihr Leib der MildeBreitet Brüste und Hüfte,Himmelwerden im Schoß:

Wo ihr Leib der Milde

Breitet Brüste und Hüfte,

Himmelwerden im Schoß:

Da umfaltet GefildeTaumelnder Gärten und LüfteUnsere Seele groß.

Da umfaltet Gefilde

Taumelnder Gärten und Lüfte

Unsere Seele groß.

Wund von Wundern und jungRiß dich ein Rausch in die Höhe,Daß im sausenden SchwungJubel und Ruhm bestehe.Nicht bedürftig der ErdeSchien dein stürmendes Steigen,Auf die kriechende HerdeSahst du aus höchsten Gezweigen.Sangst in die SternäonenAll, was dein Eigen war,Lachtest drohender Zonen,Lähmender Höhengefahr ...Doch mit einemmal zuckteZitternd dein Leib und Blut,Und die Kehle schluckteMühsam nach Luft und Mut.Und in rasendem DrehenFühltest du klemmende Not — —.Konntest nicht länger bestehen.Luft ohne Staub ward dein Tod.In der Leere der LüfteBrach die Seele der Glieder.In die Tiefen der Klüfte,Tonlos, stürztest du nieder.

Wund von Wundern und jungRiß dich ein Rausch in die Höhe,Daß im sausenden SchwungJubel und Ruhm bestehe.Nicht bedürftig der ErdeSchien dein stürmendes Steigen,Auf die kriechende HerdeSahst du aus höchsten Gezweigen.Sangst in die SternäonenAll, was dein Eigen war,Lachtest drohender Zonen,Lähmender Höhengefahr ...Doch mit einemmal zuckteZitternd dein Leib und Blut,Und die Kehle schluckteMühsam nach Luft und Mut.Und in rasendem DrehenFühltest du klemmende Not — —.Konntest nicht länger bestehen.Luft ohne Staub ward dein Tod.In der Leere der LüfteBrach die Seele der Glieder.In die Tiefen der Klüfte,Tonlos, stürztest du nieder.

Wund von Wundern und jungRiß dich ein Rausch in die Höhe,Daß im sausenden SchwungJubel und Ruhm bestehe.

Wund von Wundern und jung

Riß dich ein Rausch in die Höhe,

Daß im sausenden Schwung

Jubel und Ruhm bestehe.

Nicht bedürftig der ErdeSchien dein stürmendes Steigen,Auf die kriechende HerdeSahst du aus höchsten Gezweigen.

Nicht bedürftig der Erde

Schien dein stürmendes Steigen,

Auf die kriechende Herde

Sahst du aus höchsten Gezweigen.

Sangst in die SternäonenAll, was dein Eigen war,Lachtest drohender Zonen,Lähmender Höhengefahr ...

Sangst in die Sternäonen

All, was dein Eigen war,

Lachtest drohender Zonen,

Lähmender Höhengefahr ...

Doch mit einemmal zuckteZitternd dein Leib und Blut,Und die Kehle schluckteMühsam nach Luft und Mut.

Doch mit einemmal zuckte

Zitternd dein Leib und Blut,

Und die Kehle schluckte

Mühsam nach Luft und Mut.

Und in rasendem DrehenFühltest du klemmende Not — —.Konntest nicht länger bestehen.Luft ohne Staub ward dein Tod.

Und in rasendem Drehen

Fühltest du klemmende Not — —.

Konntest nicht länger bestehen.

Luft ohne Staub ward dein Tod.

In der Leere der LüfteBrach die Seele der Glieder.In die Tiefen der Klüfte,Tonlos, stürztest du nieder.

In der Leere der Lüfte

Brach die Seele der Glieder.

In die Tiefen der Klüfte,

Tonlos, stürztest du nieder.

Ich umschlinge deine Hand und zerpresse alles Leiden,In schmiedenden Küssen den angstwachen Traum,Daß keine Tage mehr sind und kein RaumZwischen uns beiden.Ich zerküsse deine Lippen, deine Stirn, deinen Blick,Daß Gärten erblühen und singen. Und die WonneUnd Schöpfung der Welt kehrt zurückZum ersten Morgen der Sonne.

Ich umschlinge deine Hand und zerpresse alles Leiden,In schmiedenden Küssen den angstwachen Traum,Daß keine Tage mehr sind und kein RaumZwischen uns beiden.Ich zerküsse deine Lippen, deine Stirn, deinen Blick,Daß Gärten erblühen und singen. Und die WonneUnd Schöpfung der Welt kehrt zurückZum ersten Morgen der Sonne.

Ich umschlinge deine Hand und zerpresse alles Leiden,In schmiedenden Küssen den angstwachen Traum,Daß keine Tage mehr sind und kein RaumZwischen uns beiden.

Ich umschlinge deine Hand und zerpresse alles Leiden,

In schmiedenden Küssen den angstwachen Traum,

Daß keine Tage mehr sind und kein Raum

Zwischen uns beiden.

Ich zerküsse deine Lippen, deine Stirn, deinen Blick,Daß Gärten erblühen und singen. Und die WonneUnd Schöpfung der Welt kehrt zurückZum ersten Morgen der Sonne.

Ich zerküsse deine Lippen, deine Stirn, deinen Blick,

Daß Gärten erblühen und singen. Und die Wonne

Und Schöpfung der Welt kehrt zurück

Zum ersten Morgen der Sonne.

Ich dacht’ es nicht, nie, daß ich so verzücke,Wo Wiesen blühn wild in ihr eigenes Meer,Die junge Sonne an Gesträuchen pflücke,Die Luft, die Lust umarme und die BrückeDer Erde leicht mich trage überher;... und Flügel fühlend tausenden Gehäusen,Der Unruh Linien findend ihre Bahn,Entring ich mich, unendlich in den Kreisen,Will Welt, dich, mich und alles an mich reißen,Musik, wie Glaube glüht, ist aufgetan!Weinen vertraut, wo so VersunkenheitDer Landschaft ist —, viel Farben führen, erwidernDas Leid. Und Strömung, Jubel ist und weitGeöffnet Flut großer Gemeinsamkeit;Herr bin ich von Brüdern, Bruder von Brüdern.So zieht wie über alle Länder mein Blick,Friede sinnend; tief in die Brust hineinAtmet der Raum. Nichts bleibt verarmt zurück —Denn allen ist und alles Unglücks Glück,Unter der einigen Sonne zu sein.Oft ging ich dumpf und blind; und hier ist Kunde,Brausender Dom, Sieg der Sonne, und Segen!Ich will nicht grübeln, warum. Meinem MundeFühl’ ich Küsse entstehn, geweihter Wunde!Zügle mein Hirn, o Gott, laß mir den Segen!

Ich dacht’ es nicht, nie, daß ich so verzücke,Wo Wiesen blühn wild in ihr eigenes Meer,Die junge Sonne an Gesträuchen pflücke,Die Luft, die Lust umarme und die BrückeDer Erde leicht mich trage überher;... und Flügel fühlend tausenden Gehäusen,Der Unruh Linien findend ihre Bahn,Entring ich mich, unendlich in den Kreisen,Will Welt, dich, mich und alles an mich reißen,Musik, wie Glaube glüht, ist aufgetan!Weinen vertraut, wo so VersunkenheitDer Landschaft ist —, viel Farben führen, erwidernDas Leid. Und Strömung, Jubel ist und weitGeöffnet Flut großer Gemeinsamkeit;Herr bin ich von Brüdern, Bruder von Brüdern.So zieht wie über alle Länder mein Blick,Friede sinnend; tief in die Brust hineinAtmet der Raum. Nichts bleibt verarmt zurück —Denn allen ist und alles Unglücks Glück,Unter der einigen Sonne zu sein.Oft ging ich dumpf und blind; und hier ist Kunde,Brausender Dom, Sieg der Sonne, und Segen!Ich will nicht grübeln, warum. Meinem MundeFühl’ ich Küsse entstehn, geweihter Wunde!Zügle mein Hirn, o Gott, laß mir den Segen!

Ich dacht’ es nicht, nie, daß ich so verzücke,Wo Wiesen blühn wild in ihr eigenes Meer,Die junge Sonne an Gesträuchen pflücke,Die Luft, die Lust umarme und die BrückeDer Erde leicht mich trage überher;

Ich dacht’ es nicht, nie, daß ich so verzücke,

Wo Wiesen blühn wild in ihr eigenes Meer,

Die junge Sonne an Gesträuchen pflücke,

Die Luft, die Lust umarme und die Brücke

Der Erde leicht mich trage überher;

... und Flügel fühlend tausenden Gehäusen,Der Unruh Linien findend ihre Bahn,Entring ich mich, unendlich in den Kreisen,Will Welt, dich, mich und alles an mich reißen,Musik, wie Glaube glüht, ist aufgetan!

... und Flügel fühlend tausenden Gehäusen,

Der Unruh Linien findend ihre Bahn,

Entring ich mich, unendlich in den Kreisen,

Will Welt, dich, mich und alles an mich reißen,

Musik, wie Glaube glüht, ist aufgetan!

Weinen vertraut, wo so VersunkenheitDer Landschaft ist —, viel Farben führen, erwidernDas Leid. Und Strömung, Jubel ist und weitGeöffnet Flut großer Gemeinsamkeit;Herr bin ich von Brüdern, Bruder von Brüdern.

Weinen vertraut, wo so Versunkenheit

Der Landschaft ist —, viel Farben führen, erwidern

Das Leid. Und Strömung, Jubel ist und weit

Geöffnet Flut großer Gemeinsamkeit;

Herr bin ich von Brüdern, Bruder von Brüdern.

So zieht wie über alle Länder mein Blick,Friede sinnend; tief in die Brust hineinAtmet der Raum. Nichts bleibt verarmt zurück —Denn allen ist und alles Unglücks Glück,Unter der einigen Sonne zu sein.

So zieht wie über alle Länder mein Blick,

Friede sinnend; tief in die Brust hinein

Atmet der Raum. Nichts bleibt verarmt zurück —

Denn allen ist und alles Unglücks Glück,

Unter der einigen Sonne zu sein.

Oft ging ich dumpf und blind; und hier ist Kunde,Brausender Dom, Sieg der Sonne, und Segen!Ich will nicht grübeln, warum. Meinem MundeFühl’ ich Küsse entstehn, geweihter Wunde!Zügle mein Hirn, o Gott, laß mir den Segen!

Oft ging ich dumpf und blind; und hier ist Kunde,

Brausender Dom, Sieg der Sonne, und Segen!

Ich will nicht grübeln, warum. Meinem Munde

Fühl’ ich Küsse entstehn, geweihter Wunde!

Zügle mein Hirn, o Gott, laß mir den Segen!

Du gehst zerschluchtet, Bruder, von tausenden Streiten.Ich seh dich gehen, blicklos blickend, dunkel schwer.Du kreisest die Erde, verfolgt vom eignen Begleiten:Dein entmenschtes Gesicht ist Krampf im begrabenden Meer.Dein Höhlenleib heult in fleischzerpeitschtem Zucken.Was du ersehnt, das Viele, einst jung, ist verloren.Hell wolltest du herrschen, dann wieder dich demutvoll ducken:So schienst du zum Führen nicht und nicht zum Folgen erkoren.Härte und Huld, erdstarken Aufstieg, aber auch Milde hast du gesungen,Gebietenden Geist und frei dennoch die menschenwogende Masse —Nun im Zerdenken des Ziels, bis das Licht, das dich lockte, in Dunst verklungen,Läufst du blind und entleibt von sich selbst fluchendem Hasse.

Du gehst zerschluchtet, Bruder, von tausenden Streiten.Ich seh dich gehen, blicklos blickend, dunkel schwer.Du kreisest die Erde, verfolgt vom eignen Begleiten:Dein entmenschtes Gesicht ist Krampf im begrabenden Meer.Dein Höhlenleib heult in fleischzerpeitschtem Zucken.Was du ersehnt, das Viele, einst jung, ist verloren.Hell wolltest du herrschen, dann wieder dich demutvoll ducken:So schienst du zum Führen nicht und nicht zum Folgen erkoren.Härte und Huld, erdstarken Aufstieg, aber auch Milde hast du gesungen,Gebietenden Geist und frei dennoch die menschenwogende Masse —Nun im Zerdenken des Ziels, bis das Licht, das dich lockte, in Dunst verklungen,Läufst du blind und entleibt von sich selbst fluchendem Hasse.

Du gehst zerschluchtet, Bruder, von tausenden Streiten.Ich seh dich gehen, blicklos blickend, dunkel schwer.Du kreisest die Erde, verfolgt vom eignen Begleiten:Dein entmenschtes Gesicht ist Krampf im begrabenden Meer.

Du gehst zerschluchtet, Bruder, von tausenden Streiten.

Ich seh dich gehen, blicklos blickend, dunkel schwer.

Du kreisest die Erde, verfolgt vom eignen Begleiten:

Dein entmenschtes Gesicht ist Krampf im begrabenden Meer.

Dein Höhlenleib heult in fleischzerpeitschtem Zucken.Was du ersehnt, das Viele, einst jung, ist verloren.Hell wolltest du herrschen, dann wieder dich demutvoll ducken:So schienst du zum Führen nicht und nicht zum Folgen erkoren.

Dein Höhlenleib heult in fleischzerpeitschtem Zucken.

Was du ersehnt, das Viele, einst jung, ist verloren.

Hell wolltest du herrschen, dann wieder dich demutvoll ducken:

So schienst du zum Führen nicht und nicht zum Folgen erkoren.

Härte und Huld, erdstarken Aufstieg, aber auch Milde hast du gesungen,Gebietenden Geist und frei dennoch die menschenwogende Masse —Nun im Zerdenken des Ziels, bis das Licht, das dich lockte, in Dunst verklungen,Läufst du blind und entleibt von sich selbst fluchendem Hasse.

Härte und Huld, erdstarken Aufstieg, aber auch Milde hast du gesungen,

Gebietenden Geist und frei dennoch die menschenwogende Masse —

Nun im Zerdenken des Ziels, bis das Licht, das dich lockte, in Dunst verklungen,

Läufst du blind und entleibt von sich selbst fluchendem Hasse.

Schon will der Tag im Zimmer untergehn.Mein Freund erzählt, in weite Linien blickend,Von Wandernächten zu erwachten Höh’n,Zeit überwindend, Räume überbrückend.Wir gehen aus und treffen in den StraßenSo viele Menschen, die uns nicht verstehn.Wir wollen nicht in enger Hürde grasen,Komm, laß uns zu den großen Bäumen gehn.Ich fahr’ mit dir in den Botanischen Garten —Doch ist nicht jeder Weg ein Doppelsinn?Fühl’ ich nicht hinter mir Verlassne warten?Mein Blut ist Flut in weiten Weltbeginn!Wir gehen zwischen großen Baumkulissen.Hoch werden Wolken in die Nacht geschwemmt,Um uns ist alles willenlos umrissen.Wir sprechen laut und heiß und ungehemmt.Ich weiß, daß wir uns alles Dasein gönnen.Die kleinsten Qualen darf ich dir erwähnen.Wenn wir am innigsten uns finden können,Ist das Beisammensein voll Sturm und Tränen.Den heißen Kopf in kühle Nacht geschmiegt,Erdenkt ein neuer Mut sein Weltsignal.Und wo der düsterhafte Druck zerfliegt,Strahlt eine Weite auf wie ein Choral.

Schon will der Tag im Zimmer untergehn.Mein Freund erzählt, in weite Linien blickend,Von Wandernächten zu erwachten Höh’n,Zeit überwindend, Räume überbrückend.Wir gehen aus und treffen in den StraßenSo viele Menschen, die uns nicht verstehn.Wir wollen nicht in enger Hürde grasen,Komm, laß uns zu den großen Bäumen gehn.Ich fahr’ mit dir in den Botanischen Garten —Doch ist nicht jeder Weg ein Doppelsinn?Fühl’ ich nicht hinter mir Verlassne warten?Mein Blut ist Flut in weiten Weltbeginn!Wir gehen zwischen großen Baumkulissen.Hoch werden Wolken in die Nacht geschwemmt,Um uns ist alles willenlos umrissen.Wir sprechen laut und heiß und ungehemmt.Ich weiß, daß wir uns alles Dasein gönnen.Die kleinsten Qualen darf ich dir erwähnen.Wenn wir am innigsten uns finden können,Ist das Beisammensein voll Sturm und Tränen.Den heißen Kopf in kühle Nacht geschmiegt,Erdenkt ein neuer Mut sein Weltsignal.Und wo der düsterhafte Druck zerfliegt,Strahlt eine Weite auf wie ein Choral.

Schon will der Tag im Zimmer untergehn.Mein Freund erzählt, in weite Linien blickend,Von Wandernächten zu erwachten Höh’n,Zeit überwindend, Räume überbrückend.

Schon will der Tag im Zimmer untergehn.

Mein Freund erzählt, in weite Linien blickend,

Von Wandernächten zu erwachten Höh’n,

Zeit überwindend, Räume überbrückend.

Wir gehen aus und treffen in den StraßenSo viele Menschen, die uns nicht verstehn.Wir wollen nicht in enger Hürde grasen,Komm, laß uns zu den großen Bäumen gehn.

Wir gehen aus und treffen in den Straßen

So viele Menschen, die uns nicht verstehn.

Wir wollen nicht in enger Hürde grasen,

Komm, laß uns zu den großen Bäumen gehn.

Ich fahr’ mit dir in den Botanischen Garten —Doch ist nicht jeder Weg ein Doppelsinn?Fühl’ ich nicht hinter mir Verlassne warten?Mein Blut ist Flut in weiten Weltbeginn!

Ich fahr’ mit dir in den Botanischen Garten —

Doch ist nicht jeder Weg ein Doppelsinn?

Fühl’ ich nicht hinter mir Verlassne warten?

Mein Blut ist Flut in weiten Weltbeginn!

Wir gehen zwischen großen Baumkulissen.Hoch werden Wolken in die Nacht geschwemmt,Um uns ist alles willenlos umrissen.Wir sprechen laut und heiß und ungehemmt.

Wir gehen zwischen großen Baumkulissen.

Hoch werden Wolken in die Nacht geschwemmt,

Um uns ist alles willenlos umrissen.

Wir sprechen laut und heiß und ungehemmt.

Ich weiß, daß wir uns alles Dasein gönnen.Die kleinsten Qualen darf ich dir erwähnen.Wenn wir am innigsten uns finden können,Ist das Beisammensein voll Sturm und Tränen.

Ich weiß, daß wir uns alles Dasein gönnen.

Die kleinsten Qualen darf ich dir erwähnen.

Wenn wir am innigsten uns finden können,

Ist das Beisammensein voll Sturm und Tränen.

Den heißen Kopf in kühle Nacht geschmiegt,Erdenkt ein neuer Mut sein Weltsignal.Und wo der düsterhafte Druck zerfliegt,Strahlt eine Weite auf wie ein Choral.

Den heißen Kopf in kühle Nacht geschmiegt,

Erdenkt ein neuer Mut sein Weltsignal.

Und wo der düsterhafte Druck zerfliegt,

Strahlt eine Weite auf wie ein Choral.

Der Abend erst hat meine Kunst gefunden,Ich war entartet schon in meiner Müh,Doch plötzlich durft’ ich noch zum Licht gesundenAm Vollgelingen meiner Melodie.Da ging ich schnell zu meinem Bruderfreunde,Der auch in seiner Stube glücklich war,Gleich mir den ganzen Tag verloren meinte,Dann aber auch den hohen Sang gebar.Wir gingen aus, in Straßen still umher —Es war kein Gehen, eher noch ein FahrenIn Glück. Wir hatten keine Worte mehr,Die Klänge nur, die fast frohlockend waren.

Der Abend erst hat meine Kunst gefunden,Ich war entartet schon in meiner Müh,Doch plötzlich durft’ ich noch zum Licht gesundenAm Vollgelingen meiner Melodie.Da ging ich schnell zu meinem Bruderfreunde,Der auch in seiner Stube glücklich war,Gleich mir den ganzen Tag verloren meinte,Dann aber auch den hohen Sang gebar.Wir gingen aus, in Straßen still umher —Es war kein Gehen, eher noch ein FahrenIn Glück. Wir hatten keine Worte mehr,Die Klänge nur, die fast frohlockend waren.

Der Abend erst hat meine Kunst gefunden,Ich war entartet schon in meiner Müh,Doch plötzlich durft’ ich noch zum Licht gesundenAm Vollgelingen meiner Melodie.

Der Abend erst hat meine Kunst gefunden,

Ich war entartet schon in meiner Müh,

Doch plötzlich durft’ ich noch zum Licht gesunden

Am Vollgelingen meiner Melodie.

Da ging ich schnell zu meinem Bruderfreunde,Der auch in seiner Stube glücklich war,Gleich mir den ganzen Tag verloren meinte,Dann aber auch den hohen Sang gebar.

Da ging ich schnell zu meinem Bruderfreunde,

Der auch in seiner Stube glücklich war,

Gleich mir den ganzen Tag verloren meinte,

Dann aber auch den hohen Sang gebar.

Wir gingen aus, in Straßen still umher —Es war kein Gehen, eher noch ein FahrenIn Glück. Wir hatten keine Worte mehr,Die Klänge nur, die fast frohlockend waren.

Wir gingen aus, in Straßen still umher —

Es war kein Gehen, eher noch ein Fahren

In Glück. Wir hatten keine Worte mehr,

Die Klänge nur, die fast frohlockend waren.

Saßen viele Stunden beideImmer an der Türe Schwelle,Du in deinem blauen Kleide,Beide wie an tiefer Quelle.Hörten stumm und sahen wiederImmer unsre Gegenbilder,Waren seliger denn BrüderUnd noch inniger und milder.Süß bedrückt, um Worte mühend,Sehnen war und kein Bewegen;Und wir hätten uns doch glühendIn die Arme sinken mögen.Doch ich zitterte und fühlte,Unheil sollte niederbrechen,Wünsche, die ich mir erzielte,Wollten mir das Herz durchstechen.Denn, noch ohne die Berührung,Sprachst du schon das Abschiedswort;Und wie außer aller FührungSchwamm das ganze Leben fort.

Saßen viele Stunden beideImmer an der Türe Schwelle,Du in deinem blauen Kleide,Beide wie an tiefer Quelle.Hörten stumm und sahen wiederImmer unsre Gegenbilder,Waren seliger denn BrüderUnd noch inniger und milder.Süß bedrückt, um Worte mühend,Sehnen war und kein Bewegen;Und wir hätten uns doch glühendIn die Arme sinken mögen.Doch ich zitterte und fühlte,Unheil sollte niederbrechen,Wünsche, die ich mir erzielte,Wollten mir das Herz durchstechen.Denn, noch ohne die Berührung,Sprachst du schon das Abschiedswort;Und wie außer aller FührungSchwamm das ganze Leben fort.

Saßen viele Stunden beideImmer an der Türe Schwelle,Du in deinem blauen Kleide,Beide wie an tiefer Quelle.

Saßen viele Stunden beide

Immer an der Türe Schwelle,

Du in deinem blauen Kleide,

Beide wie an tiefer Quelle.

Hörten stumm und sahen wiederImmer unsre Gegenbilder,Waren seliger denn BrüderUnd noch inniger und milder.

Hörten stumm und sahen wieder

Immer unsre Gegenbilder,

Waren seliger denn Brüder

Und noch inniger und milder.

Süß bedrückt, um Worte mühend,Sehnen war und kein Bewegen;Und wir hätten uns doch glühendIn die Arme sinken mögen.

Süß bedrückt, um Worte mühend,

Sehnen war und kein Bewegen;

Und wir hätten uns doch glühend

In die Arme sinken mögen.

Doch ich zitterte und fühlte,Unheil sollte niederbrechen,Wünsche, die ich mir erzielte,Wollten mir das Herz durchstechen.

Doch ich zitterte und fühlte,

Unheil sollte niederbrechen,

Wünsche, die ich mir erzielte,

Wollten mir das Herz durchstechen.

Denn, noch ohne die Berührung,Sprachst du schon das Abschiedswort;Und wie außer aller FührungSchwamm das ganze Leben fort.

Denn, noch ohne die Berührung,

Sprachst du schon das Abschiedswort;

Und wie außer aller Führung

Schwamm das ganze Leben fort.

Noch rührt’ ich nicht an deine Blütenhände,Dein Bildnis zieht in flimmernden Gestalten —Ich aber geh’ die Stube und die WändeUnd kann den Schritt an keiner Stelle halten.Denn alles ist wie aufwärts ausgegraben;Wie Schlangen greif’ ich in die GegenständeAuf meinem Tisch, und will doch gar nichts haben —Denn der Gedanke sucht nur deine Hände.Ihr Liebenden der Welt, wo soll ich hin?Oh, daß die Jugend noch ein Jubel werde,Die Mitternacht gekrönt und heller Sinn! —Wie Muscheln schallt die dumpfe Zaubererde.Ich glaube, darf ich je die Hände küssen,Die deine Unschuld so unendlich wahrt:Da, glaub’ ich, bin ich wie vom Glück zerrissen,Ein seliges Opfer nach der weiten Fahrt.

Noch rührt’ ich nicht an deine Blütenhände,Dein Bildnis zieht in flimmernden Gestalten —Ich aber geh’ die Stube und die WändeUnd kann den Schritt an keiner Stelle halten.Denn alles ist wie aufwärts ausgegraben;Wie Schlangen greif’ ich in die GegenständeAuf meinem Tisch, und will doch gar nichts haben —Denn der Gedanke sucht nur deine Hände.Ihr Liebenden der Welt, wo soll ich hin?Oh, daß die Jugend noch ein Jubel werde,Die Mitternacht gekrönt und heller Sinn! —Wie Muscheln schallt die dumpfe Zaubererde.Ich glaube, darf ich je die Hände küssen,Die deine Unschuld so unendlich wahrt:Da, glaub’ ich, bin ich wie vom Glück zerrissen,Ein seliges Opfer nach der weiten Fahrt.

Noch rührt’ ich nicht an deine Blütenhände,Dein Bildnis zieht in flimmernden Gestalten —Ich aber geh’ die Stube und die WändeUnd kann den Schritt an keiner Stelle halten.

Noch rührt’ ich nicht an deine Blütenhände,

Dein Bildnis zieht in flimmernden Gestalten —

Ich aber geh’ die Stube und die Wände

Und kann den Schritt an keiner Stelle halten.

Denn alles ist wie aufwärts ausgegraben;Wie Schlangen greif’ ich in die GegenständeAuf meinem Tisch, und will doch gar nichts haben —Denn der Gedanke sucht nur deine Hände.

Denn alles ist wie aufwärts ausgegraben;

Wie Schlangen greif’ ich in die Gegenstände

Auf meinem Tisch, und will doch gar nichts haben —

Denn der Gedanke sucht nur deine Hände.

Ihr Liebenden der Welt, wo soll ich hin?Oh, daß die Jugend noch ein Jubel werde,Die Mitternacht gekrönt und heller Sinn! —Wie Muscheln schallt die dumpfe Zaubererde.

Ihr Liebenden der Welt, wo soll ich hin?

Oh, daß die Jugend noch ein Jubel werde,

Die Mitternacht gekrönt und heller Sinn! —

Wie Muscheln schallt die dumpfe Zaubererde.

Ich glaube, darf ich je die Hände küssen,Die deine Unschuld so unendlich wahrt:Da, glaub’ ich, bin ich wie vom Glück zerrissen,Ein seliges Opfer nach der weiten Fahrt.

Ich glaube, darf ich je die Hände küssen,

Die deine Unschuld so unendlich wahrt:

Da, glaub’ ich, bin ich wie vom Glück zerrissen,

Ein seliges Opfer nach der weiten Fahrt.

Des Tages Hirn wird dunkel und verdorben,Die Häuser blutleer und wie stille Leichen.Schon ist in mir auch vieles ausgestorben,Und nichts Bestimmtes will ich mehr erreichen.O weiche Melodie der Müdigkeit,Bist du das Gift, das mich so ruhig macht?Ich geh’, für alle Menschen jetzt bereit,Mit halb geschlossnen Augen in die Nacht.

Des Tages Hirn wird dunkel und verdorben,Die Häuser blutleer und wie stille Leichen.Schon ist in mir auch vieles ausgestorben,Und nichts Bestimmtes will ich mehr erreichen.O weiche Melodie der Müdigkeit,Bist du das Gift, das mich so ruhig macht?Ich geh’, für alle Menschen jetzt bereit,Mit halb geschlossnen Augen in die Nacht.

Des Tages Hirn wird dunkel und verdorben,Die Häuser blutleer und wie stille Leichen.Schon ist in mir auch vieles ausgestorben,Und nichts Bestimmtes will ich mehr erreichen.

Des Tages Hirn wird dunkel und verdorben,

Die Häuser blutleer und wie stille Leichen.

Schon ist in mir auch vieles ausgestorben,

Und nichts Bestimmtes will ich mehr erreichen.

O weiche Melodie der Müdigkeit,Bist du das Gift, das mich so ruhig macht?Ich geh’, für alle Menschen jetzt bereit,Mit halb geschlossnen Augen in die Nacht.

O weiche Melodie der Müdigkeit,

Bist du das Gift, das mich so ruhig macht?

Ich geh’, für alle Menschen jetzt bereit,

Mit halb geschlossnen Augen in die Nacht.

Ist mein Bett das wilde Schiff,Das in stürzenden Kreisen dreht?Ist die Wand verstrickend das Riff,Das krächzend entgegensteht?Doch draußen weit ist Meer und die Welt,Der göttliche Gesang!Ich komme, ich komme! und bin euer Held!Und bleibe euch treu mein Leben lang.Funkelnd richt’ ich mich auf,Noch verlassen wie ein Stern.Doch im Fenster der Himmel dortIst Weg und Gewähr,Und über alle Maßen fernZieht der Begierde zitternder LaufIn das brütend dunkle rauschende Meer.Hell ruf’ ich die Nacht zum Schwert.O du endlich gefundene Tat!Ich selbst mein Geleit und heiliger Wert,Der zwingend menschengütig naht.Ja! Hier ist Meer und Welt,Der göttliche Gesang!Ich komme, ich komme! und bin euer Held!Und bleibe euch treu mein Leben lang.

Ist mein Bett das wilde Schiff,Das in stürzenden Kreisen dreht?Ist die Wand verstrickend das Riff,Das krächzend entgegensteht?Doch draußen weit ist Meer und die Welt,Der göttliche Gesang!Ich komme, ich komme! und bin euer Held!Und bleibe euch treu mein Leben lang.Funkelnd richt’ ich mich auf,Noch verlassen wie ein Stern.Doch im Fenster der Himmel dortIst Weg und Gewähr,Und über alle Maßen fernZieht der Begierde zitternder LaufIn das brütend dunkle rauschende Meer.Hell ruf’ ich die Nacht zum Schwert.O du endlich gefundene Tat!Ich selbst mein Geleit und heiliger Wert,Der zwingend menschengütig naht.Ja! Hier ist Meer und Welt,Der göttliche Gesang!Ich komme, ich komme! und bin euer Held!Und bleibe euch treu mein Leben lang.

Ist mein Bett das wilde Schiff,Das in stürzenden Kreisen dreht?Ist die Wand verstrickend das Riff,Das krächzend entgegensteht?Doch draußen weit ist Meer und die Welt,Der göttliche Gesang!Ich komme, ich komme! und bin euer Held!Und bleibe euch treu mein Leben lang.

Ist mein Bett das wilde Schiff,

Das in stürzenden Kreisen dreht?

Ist die Wand verstrickend das Riff,

Das krächzend entgegensteht?

Doch draußen weit ist Meer und die Welt,

Der göttliche Gesang!

Ich komme, ich komme! und bin euer Held!

Und bleibe euch treu mein Leben lang.

Funkelnd richt’ ich mich auf,Noch verlassen wie ein Stern.Doch im Fenster der Himmel dortIst Weg und Gewähr,Und über alle Maßen fernZieht der Begierde zitternder LaufIn das brütend dunkle rauschende Meer.

Funkelnd richt’ ich mich auf,

Noch verlassen wie ein Stern.

Doch im Fenster der Himmel dort

Ist Weg und Gewähr,

Und über alle Maßen fern

Zieht der Begierde zitternder Lauf

In das brütend dunkle rauschende Meer.

Hell ruf’ ich die Nacht zum Schwert.O du endlich gefundene Tat!Ich selbst mein Geleit und heiliger Wert,Der zwingend menschengütig naht.Ja! Hier ist Meer und Welt,Der göttliche Gesang!Ich komme, ich komme! und bin euer Held!Und bleibe euch treu mein Leben lang.

Hell ruf’ ich die Nacht zum Schwert.

O du endlich gefundene Tat!

Ich selbst mein Geleit und heiliger Wert,

Der zwingend menschengütig naht.

Ja! Hier ist Meer und Welt,

Der göttliche Gesang!

Ich komme, ich komme! und bin euer Held!

Und bleibe euch treu mein Leben lang.

Man dankt mir viel und drängt mir Worte aufUnd Arme voll von Händen ... Stets war’s nochEin gleicher Arm, steif wie ein Flintenlauf,Aus dem die Hand wie eine Zunge kroch.Was soll mir euer Dank so kalt und stier,Er reicht doch nie an mein Gefühl heran:Das ist so glutvoll tief und wild in mir,Daß nur das tiefste Sehnen nahen kann.O könnt’ ich selber einmal Dank verkünden,Ich wollt’ die Hand zerdrücken, die ich hielte,Und würde wogend solche Worte finden,Daß jede Ader ihre Strömung fühlte!

Man dankt mir viel und drängt mir Worte aufUnd Arme voll von Händen ... Stets war’s nochEin gleicher Arm, steif wie ein Flintenlauf,Aus dem die Hand wie eine Zunge kroch.Was soll mir euer Dank so kalt und stier,Er reicht doch nie an mein Gefühl heran:Das ist so glutvoll tief und wild in mir,Daß nur das tiefste Sehnen nahen kann.O könnt’ ich selber einmal Dank verkünden,Ich wollt’ die Hand zerdrücken, die ich hielte,Und würde wogend solche Worte finden,Daß jede Ader ihre Strömung fühlte!

Man dankt mir viel und drängt mir Worte aufUnd Arme voll von Händen ... Stets war’s nochEin gleicher Arm, steif wie ein Flintenlauf,Aus dem die Hand wie eine Zunge kroch.

Man dankt mir viel und drängt mir Worte auf

Und Arme voll von Händen ... Stets war’s noch

Ein gleicher Arm, steif wie ein Flintenlauf,

Aus dem die Hand wie eine Zunge kroch.

Was soll mir euer Dank so kalt und stier,Er reicht doch nie an mein Gefühl heran:Das ist so glutvoll tief und wild in mir,Daß nur das tiefste Sehnen nahen kann.

Was soll mir euer Dank so kalt und stier,

Er reicht doch nie an mein Gefühl heran:

Das ist so glutvoll tief und wild in mir,

Daß nur das tiefste Sehnen nahen kann.

O könnt’ ich selber einmal Dank verkünden,Ich wollt’ die Hand zerdrücken, die ich hielte,Und würde wogend solche Worte finden,Daß jede Ader ihre Strömung fühlte!

O könnt’ ich selber einmal Dank verkünden,

Ich wollt’ die Hand zerdrücken, die ich hielte,

Und würde wogend solche Worte finden,

Daß jede Ader ihre Strömung fühlte!

Du bist der Himmel und das Grab,Verträumter Geist, der mich belebt.Ich weiß nicht recht, wo ich mein Schicksal hab’,Oft hab’ ich wie ein Schatten nur gebebt.Das Erdensein ist der Versuch,Das Land des Glückes zu entdecken.Das Menschenleben ist ein Knabenbuch,Den Schlaf der Wünsche strahlend aufzuschrecken.Am heimlichsten ist unser Ich,Nur blitzend wie ein Blitz, der schon erlischt.Die Bilderdinge rühren dich —Sind wir dem All, dem Nichts vermischt?Das Leben hat nur in sich selbst den SinnUnd im Vertrauen in den eigenen Rat.Das ist die Antwort auf dein Wort „Wohin“:Zu dir, zu deiner Höhe, deiner Tat.

Du bist der Himmel und das Grab,Verträumter Geist, der mich belebt.Ich weiß nicht recht, wo ich mein Schicksal hab’,Oft hab’ ich wie ein Schatten nur gebebt.Das Erdensein ist der Versuch,Das Land des Glückes zu entdecken.Das Menschenleben ist ein Knabenbuch,Den Schlaf der Wünsche strahlend aufzuschrecken.Am heimlichsten ist unser Ich,Nur blitzend wie ein Blitz, der schon erlischt.Die Bilderdinge rühren dich —Sind wir dem All, dem Nichts vermischt?Das Leben hat nur in sich selbst den SinnUnd im Vertrauen in den eigenen Rat.Das ist die Antwort auf dein Wort „Wohin“:Zu dir, zu deiner Höhe, deiner Tat.

Du bist der Himmel und das Grab,Verträumter Geist, der mich belebt.Ich weiß nicht recht, wo ich mein Schicksal hab’,Oft hab’ ich wie ein Schatten nur gebebt.

Du bist der Himmel und das Grab,

Verträumter Geist, der mich belebt.

Ich weiß nicht recht, wo ich mein Schicksal hab’,

Oft hab’ ich wie ein Schatten nur gebebt.

Das Erdensein ist der Versuch,Das Land des Glückes zu entdecken.Das Menschenleben ist ein Knabenbuch,Den Schlaf der Wünsche strahlend aufzuschrecken.

Das Erdensein ist der Versuch,

Das Land des Glückes zu entdecken.

Das Menschenleben ist ein Knabenbuch,

Den Schlaf der Wünsche strahlend aufzuschrecken.

Am heimlichsten ist unser Ich,Nur blitzend wie ein Blitz, der schon erlischt.Die Bilderdinge rühren dich —Sind wir dem All, dem Nichts vermischt?

Am heimlichsten ist unser Ich,

Nur blitzend wie ein Blitz, der schon erlischt.

Die Bilderdinge rühren dich —

Sind wir dem All, dem Nichts vermischt?

Das Leben hat nur in sich selbst den SinnUnd im Vertrauen in den eigenen Rat.Das ist die Antwort auf dein Wort „Wohin“:Zu dir, zu deiner Höhe, deiner Tat.

Das Leben hat nur in sich selbst den Sinn

Und im Vertrauen in den eigenen Rat.

Das ist die Antwort auf dein Wort „Wohin“:

Zu dir, zu deiner Höhe, deiner Tat.

Ist Jugend kranke Armut?Ist das geweinte frühe LebenSo ohne jedes süße Gut,Schon hingesunken, ohne sich zu heben?Was will die wilde Stadt,Die mir im Ohr erdröhnt?Schon hab’ ich mich zu Tode mattNach Menschen hingesehnt:Nach einem Inbegriff,Der überm Schmerz bestehtUnd nicht wie Wellen an dem RiffDer schwarzen Erde stumm verweht.Und dann, dann kam der Qualm,Der in der Höhlen sielt,Und losch den BlütenhalmUnd Blick, den ich noch aufrechthielt.Dann immer neue Wolken und die NachtUnd Regen, Grauen und die letzten Schauer —Jetzt sind nur unermeßlich noch der SchachtUnd meine große Angst auf ihrer Lauer.

Ist Jugend kranke Armut?Ist das geweinte frühe LebenSo ohne jedes süße Gut,Schon hingesunken, ohne sich zu heben?Was will die wilde Stadt,Die mir im Ohr erdröhnt?Schon hab’ ich mich zu Tode mattNach Menschen hingesehnt:Nach einem Inbegriff,Der überm Schmerz bestehtUnd nicht wie Wellen an dem RiffDer schwarzen Erde stumm verweht.Und dann, dann kam der Qualm,Der in der Höhlen sielt,Und losch den BlütenhalmUnd Blick, den ich noch aufrechthielt.Dann immer neue Wolken und die NachtUnd Regen, Grauen und die letzten Schauer —Jetzt sind nur unermeßlich noch der SchachtUnd meine große Angst auf ihrer Lauer.

Ist Jugend kranke Armut?Ist das geweinte frühe LebenSo ohne jedes süße Gut,Schon hingesunken, ohne sich zu heben?Was will die wilde Stadt,Die mir im Ohr erdröhnt?Schon hab’ ich mich zu Tode mattNach Menschen hingesehnt:Nach einem Inbegriff,Der überm Schmerz bestehtUnd nicht wie Wellen an dem RiffDer schwarzen Erde stumm verweht.

Ist Jugend kranke Armut?

Ist das geweinte frühe Leben

So ohne jedes süße Gut,

Schon hingesunken, ohne sich zu heben?

Was will die wilde Stadt,

Die mir im Ohr erdröhnt?

Schon hab’ ich mich zu Tode matt

Nach Menschen hingesehnt:

Nach einem Inbegriff,

Der überm Schmerz besteht

Und nicht wie Wellen an dem Riff

Der schwarzen Erde stumm verweht.

Und dann, dann kam der Qualm,Der in der Höhlen sielt,Und losch den BlütenhalmUnd Blick, den ich noch aufrechthielt.Dann immer neue Wolken und die NachtUnd Regen, Grauen und die letzten Schauer —Jetzt sind nur unermeßlich noch der SchachtUnd meine große Angst auf ihrer Lauer.

Und dann, dann kam der Qualm,

Der in der Höhlen sielt,

Und losch den Blütenhalm

Und Blick, den ich noch aufrechthielt.

Dann immer neue Wolken und die Nacht

Und Regen, Grauen und die letzten Schauer —

Jetzt sind nur unermeßlich noch der Schacht

Und meine große Angst auf ihrer Lauer.

Am Morgen kam seine Mutter.Sie saß den ganzen Tag bei ihm.Er kniete an ihrem Schoß,Weinte in ihr zärtliches Kleid,Lachte in ihre küssenden Hände,Und weinte;Hätte den ganzen KörperIn sie hineinweinen mögen.Sie war ihm so hell wie ein einziger Stern.Sie sprach: Mein Kind,Mein liebes Kind.

Am Morgen kam seine Mutter.Sie saß den ganzen Tag bei ihm.Er kniete an ihrem Schoß,Weinte in ihr zärtliches Kleid,Lachte in ihre küssenden Hände,Und weinte;Hätte den ganzen KörperIn sie hineinweinen mögen.Sie war ihm so hell wie ein einziger Stern.Sie sprach: Mein Kind,Mein liebes Kind.

Am Morgen kam seine Mutter.Sie saß den ganzen Tag bei ihm.Er kniete an ihrem Schoß,Weinte in ihr zärtliches Kleid,Lachte in ihre küssenden Hände,Und weinte;Hätte den ganzen KörperIn sie hineinweinen mögen.Sie war ihm so hell wie ein einziger Stern.

Am Morgen kam seine Mutter.

Sie saß den ganzen Tag bei ihm.

Er kniete an ihrem Schoß,

Weinte in ihr zärtliches Kleid,

Lachte in ihre küssenden Hände,

Und weinte;

Hätte den ganzen Körper

In sie hineinweinen mögen.

Sie war ihm so hell wie ein einziger Stern.

Sie sprach: Mein Kind,Mein liebes Kind.

Sie sprach: Mein Kind,

Mein liebes Kind.

Die tiefe Mauer, die mich starr umstellt,Ist wie das Grab der Gräber. Hartes Stein-Gebilde ist der Mensch; mir gönnt die WeltAuch nicht das kleinste Tröpfchen Sonnenschein.Es beugt sich niemand, mir in meinem KerkerDie dunkle Stirne himmelhell zu küssen.Und meine Wünsche werden immer stärker,Wenn sie so langen Tod erleben müssen.Und manchmal träume ich von einer Rache,Nach der dann wie verglast die Hände langen —Doch wenn ich zuckend wieder bald erwache,Bin ich umengt von Mauern wie von Schlangen.

Die tiefe Mauer, die mich starr umstellt,Ist wie das Grab der Gräber. Hartes Stein-Gebilde ist der Mensch; mir gönnt die WeltAuch nicht das kleinste Tröpfchen Sonnenschein.Es beugt sich niemand, mir in meinem KerkerDie dunkle Stirne himmelhell zu küssen.Und meine Wünsche werden immer stärker,Wenn sie so langen Tod erleben müssen.Und manchmal träume ich von einer Rache,Nach der dann wie verglast die Hände langen —Doch wenn ich zuckend wieder bald erwache,Bin ich umengt von Mauern wie von Schlangen.

Die tiefe Mauer, die mich starr umstellt,Ist wie das Grab der Gräber. Hartes Stein-Gebilde ist der Mensch; mir gönnt die WeltAuch nicht das kleinste Tröpfchen Sonnenschein.

Die tiefe Mauer, die mich starr umstellt,

Ist wie das Grab der Gräber. Hartes Stein-

Gebilde ist der Mensch; mir gönnt die Welt

Auch nicht das kleinste Tröpfchen Sonnenschein.

Es beugt sich niemand, mir in meinem KerkerDie dunkle Stirne himmelhell zu küssen.Und meine Wünsche werden immer stärker,Wenn sie so langen Tod erleben müssen.

Es beugt sich niemand, mir in meinem Kerker

Die dunkle Stirne himmelhell zu küssen.

Und meine Wünsche werden immer stärker,

Wenn sie so langen Tod erleben müssen.

Und manchmal träume ich von einer Rache,Nach der dann wie verglast die Hände langen —Doch wenn ich zuckend wieder bald erwache,Bin ich umengt von Mauern wie von Schlangen.

Und manchmal träume ich von einer Rache,

Nach der dann wie verglast die Hände langen —

Doch wenn ich zuckend wieder bald erwache,

Bin ich umengt von Mauern wie von Schlangen.

Himmel! Sinke den Augen!Ich bin zwar blind und überdeckt,Doch noch nicht blind genug in meinem Haupt:Mein Blick will Menschen saugen,Hat Tausende hingestreckt.Was ich dem Trieb verbiete,Hat sich mein Trieb erlaubt.Wer trug die Kraft in mein Gehirn?Wer gab mir Macht und Können schwerer Schlacht?Wer die Idee? — Ich schlage mir die Stirn;Ich will nicht Krieg und Mord,Nicht Krieg, nicht Krieg,Nicht Mord!Ich sehne den Sieg!In meiner Stirn ist ein Adler, ein Geier,Rasend mit den Flügeln vor Ungeduld!Schweige, Tier! Ich fühl’ es wie Schuld:Über der Vernunft ist ein Schleier.Ich bin von der eigenen Kraft zerrissen.Völker, Volk, Frankreich,Ihr seid in meinem Blut;Ich blute mit euch,Mit dem Reich;Ich opfere, zum Ruhme gesandt,Euch das heiligste Gut,Mein Gewissen.

Himmel! Sinke den Augen!Ich bin zwar blind und überdeckt,Doch noch nicht blind genug in meinem Haupt:Mein Blick will Menschen saugen,Hat Tausende hingestreckt.Was ich dem Trieb verbiete,Hat sich mein Trieb erlaubt.Wer trug die Kraft in mein Gehirn?Wer gab mir Macht und Können schwerer Schlacht?Wer die Idee? — Ich schlage mir die Stirn;Ich will nicht Krieg und Mord,Nicht Krieg, nicht Krieg,Nicht Mord!Ich sehne den Sieg!In meiner Stirn ist ein Adler, ein Geier,Rasend mit den Flügeln vor Ungeduld!Schweige, Tier! Ich fühl’ es wie Schuld:Über der Vernunft ist ein Schleier.Ich bin von der eigenen Kraft zerrissen.Völker, Volk, Frankreich,Ihr seid in meinem Blut;Ich blute mit euch,Mit dem Reich;Ich opfere, zum Ruhme gesandt,Euch das heiligste Gut,Mein Gewissen.

Himmel! Sinke den Augen!Ich bin zwar blind und überdeckt,Doch noch nicht blind genug in meinem Haupt:Mein Blick will Menschen saugen,Hat Tausende hingestreckt.Was ich dem Trieb verbiete,Hat sich mein Trieb erlaubt.

Himmel! Sinke den Augen!

Ich bin zwar blind und überdeckt,

Doch noch nicht blind genug in meinem Haupt:

Mein Blick will Menschen saugen,

Hat Tausende hingestreckt.

Was ich dem Trieb verbiete,

Hat sich mein Trieb erlaubt.

Wer trug die Kraft in mein Gehirn?Wer gab mir Macht und Können schwerer Schlacht?Wer die Idee? — Ich schlage mir die Stirn;Ich will nicht Krieg und Mord,Nicht Krieg, nicht Krieg,Nicht Mord!Ich sehne den Sieg!

Wer trug die Kraft in mein Gehirn?

Wer gab mir Macht und Können schwerer Schlacht?

Wer die Idee? — Ich schlage mir die Stirn;

Ich will nicht Krieg und Mord,

Nicht Krieg, nicht Krieg,

Nicht Mord!

Ich sehne den Sieg!

In meiner Stirn ist ein Adler, ein Geier,Rasend mit den Flügeln vor Ungeduld!Schweige, Tier! Ich fühl’ es wie Schuld:Über der Vernunft ist ein Schleier.

In meiner Stirn ist ein Adler, ein Geier,

Rasend mit den Flügeln vor Ungeduld!

Schweige, Tier! Ich fühl’ es wie Schuld:

Über der Vernunft ist ein Schleier.

Ich bin von der eigenen Kraft zerrissen.Völker, Volk, Frankreich,Ihr seid in meinem Blut;Ich blute mit euch,Mit dem Reich;Ich opfere, zum Ruhme gesandt,Euch das heiligste Gut,Mein Gewissen.

Ich bin von der eigenen Kraft zerrissen.

Völker, Volk, Frankreich,

Ihr seid in meinem Blut;

Ich blute mit euch,

Mit dem Reich;

Ich opfere, zum Ruhme gesandt,

Euch das heiligste Gut,

Mein Gewissen.

Schon heult die Nacht. Die Schlacht brüllt auf und brennt.Bald sind auch wir nur Fetzen.Noch in Reserve unser Regiment.Wir warten entseelt in Entsetzen.Brach wirklich hin, was kaum noch blühend sang?Für wessen Habsucht-Rachen?O Gott! Warum der viehisch rohe Zwang,Totschlag und Qual und Nieerwachen!Wer ist mein wahrer Feind? Ich wurde KnechtNur durch den eignen Staat.Sind aber Ruhmgier, Raubgelüst im Recht?Jung sink’ ich hin, jung ohne Tat.Mai, Juni, Juli, Monate der Blumen,Werd’ ich euch wiedersehn?April ist jetzt. Heut’ soll noch in den KrumenDer Erde all mein Herz zergehn.Ward die Geduld der Jugend und GefahrSo hinterrücks belauert?Muß Strafe sein, wo keine Sünde war,Wo nur ein früh Sichsehnen schauert?Liebst du mich nicht, Macht meines Vaterlands,Daß du mich niedertrittst?Nur um der Feldherrn willen und des Stands,Der eitel waltet und besitzt.Sind nicht auch wir wie ihr ein Heimatgut,Wohl wert auch, daß es bleibt?Verachtet ihr uns so und unser Blut,Daß ihr uns auf die Schlachtbank treibt?O Heimatland, das liebste, das ich wüßte,Des Lebens tiefster Lohn,Entweichst du mir? der dich geküßt so küßteWie nur dein innigst junger Sohn.Du Freundeland, Land heißer Jugendbriefe,Zu Tränen reißt du hin,Du singst die Sprache meiner trunknen Tiefe: —Und du erfüllst nicht ihren Sinn.Kehr’ ich noch heim? Und wie? Zerschlagen, krumm,Ein Krüppel, blind — ganz blind?Hier ist kein Aufschrei mehr, nur kalt und stummIst Schutt und Dunst und Todeswind.Muß wirklich so die Pflicht erniedrigt werden,Um fremden Glanz zu gründen?Ist denn die Sonne nicht genug auf Erden?— Oder war ich voller Sünden?Ich darf nicht länger von mir selber wissen,Schon hör’ ich das Signal.Ich muß, muß, muß, und kann nur immer müssen,Und selbst zum Mut bleibt keine Wahl.So zieh ich fort, erloschen und verloren.Wohin? Nirgendwohin.Das Ewige ist tot. Ich ward geborenFür meinen Mord und toten Sinn.Lebt wohl! Ich will nicht allzu feindlich scheiden —Daß nicht zum Fluch noch werde,Was eine Jugend war voll milder Leiden.Lebt wohl! Ach! Mutter, Brüder, Erde.

Schon heult die Nacht. Die Schlacht brüllt auf und brennt.Bald sind auch wir nur Fetzen.Noch in Reserve unser Regiment.Wir warten entseelt in Entsetzen.Brach wirklich hin, was kaum noch blühend sang?Für wessen Habsucht-Rachen?O Gott! Warum der viehisch rohe Zwang,Totschlag und Qual und Nieerwachen!Wer ist mein wahrer Feind? Ich wurde KnechtNur durch den eignen Staat.Sind aber Ruhmgier, Raubgelüst im Recht?Jung sink’ ich hin, jung ohne Tat.Mai, Juni, Juli, Monate der Blumen,Werd’ ich euch wiedersehn?April ist jetzt. Heut’ soll noch in den KrumenDer Erde all mein Herz zergehn.Ward die Geduld der Jugend und GefahrSo hinterrücks belauert?Muß Strafe sein, wo keine Sünde war,Wo nur ein früh Sichsehnen schauert?Liebst du mich nicht, Macht meines Vaterlands,Daß du mich niedertrittst?Nur um der Feldherrn willen und des Stands,Der eitel waltet und besitzt.Sind nicht auch wir wie ihr ein Heimatgut,Wohl wert auch, daß es bleibt?Verachtet ihr uns so und unser Blut,Daß ihr uns auf die Schlachtbank treibt?O Heimatland, das liebste, das ich wüßte,Des Lebens tiefster Lohn,Entweichst du mir? der dich geküßt so küßteWie nur dein innigst junger Sohn.Du Freundeland, Land heißer Jugendbriefe,Zu Tränen reißt du hin,Du singst die Sprache meiner trunknen Tiefe: —Und du erfüllst nicht ihren Sinn.Kehr’ ich noch heim? Und wie? Zerschlagen, krumm,Ein Krüppel, blind — ganz blind?Hier ist kein Aufschrei mehr, nur kalt und stummIst Schutt und Dunst und Todeswind.Muß wirklich so die Pflicht erniedrigt werden,Um fremden Glanz zu gründen?Ist denn die Sonne nicht genug auf Erden?— Oder war ich voller Sünden?Ich darf nicht länger von mir selber wissen,Schon hör’ ich das Signal.Ich muß, muß, muß, und kann nur immer müssen,Und selbst zum Mut bleibt keine Wahl.So zieh ich fort, erloschen und verloren.Wohin? Nirgendwohin.Das Ewige ist tot. Ich ward geborenFür meinen Mord und toten Sinn.Lebt wohl! Ich will nicht allzu feindlich scheiden —Daß nicht zum Fluch noch werde,Was eine Jugend war voll milder Leiden.Lebt wohl! Ach! Mutter, Brüder, Erde.

Schon heult die Nacht. Die Schlacht brüllt auf und brennt.Bald sind auch wir nur Fetzen.Noch in Reserve unser Regiment.Wir warten entseelt in Entsetzen.

Schon heult die Nacht. Die Schlacht brüllt auf und brennt.

Bald sind auch wir nur Fetzen.

Noch in Reserve unser Regiment.

Wir warten entseelt in Entsetzen.

Brach wirklich hin, was kaum noch blühend sang?Für wessen Habsucht-Rachen?O Gott! Warum der viehisch rohe Zwang,Totschlag und Qual und Nieerwachen!

Brach wirklich hin, was kaum noch blühend sang?

Für wessen Habsucht-Rachen?

O Gott! Warum der viehisch rohe Zwang,

Totschlag und Qual und Nieerwachen!

Wer ist mein wahrer Feind? Ich wurde KnechtNur durch den eignen Staat.Sind aber Ruhmgier, Raubgelüst im Recht?Jung sink’ ich hin, jung ohne Tat.

Wer ist mein wahrer Feind? Ich wurde Knecht

Nur durch den eignen Staat.

Sind aber Ruhmgier, Raubgelüst im Recht?

Jung sink’ ich hin, jung ohne Tat.

Mai, Juni, Juli, Monate der Blumen,Werd’ ich euch wiedersehn?April ist jetzt. Heut’ soll noch in den KrumenDer Erde all mein Herz zergehn.

Mai, Juni, Juli, Monate der Blumen,

Werd’ ich euch wiedersehn?

April ist jetzt. Heut’ soll noch in den Krumen

Der Erde all mein Herz zergehn.

Ward die Geduld der Jugend und GefahrSo hinterrücks belauert?Muß Strafe sein, wo keine Sünde war,Wo nur ein früh Sichsehnen schauert?

Ward die Geduld der Jugend und Gefahr

So hinterrücks belauert?

Muß Strafe sein, wo keine Sünde war,

Wo nur ein früh Sichsehnen schauert?

Liebst du mich nicht, Macht meines Vaterlands,Daß du mich niedertrittst?Nur um der Feldherrn willen und des Stands,Der eitel waltet und besitzt.

Liebst du mich nicht, Macht meines Vaterlands,

Daß du mich niedertrittst?

Nur um der Feldherrn willen und des Stands,

Der eitel waltet und besitzt.

Sind nicht auch wir wie ihr ein Heimatgut,Wohl wert auch, daß es bleibt?Verachtet ihr uns so und unser Blut,Daß ihr uns auf die Schlachtbank treibt?

Sind nicht auch wir wie ihr ein Heimatgut,

Wohl wert auch, daß es bleibt?

Verachtet ihr uns so und unser Blut,

Daß ihr uns auf die Schlachtbank treibt?

O Heimatland, das liebste, das ich wüßte,Des Lebens tiefster Lohn,Entweichst du mir? der dich geküßt so küßteWie nur dein innigst junger Sohn.

O Heimatland, das liebste, das ich wüßte,

Des Lebens tiefster Lohn,

Entweichst du mir? der dich geküßt so küßte

Wie nur dein innigst junger Sohn.

Du Freundeland, Land heißer Jugendbriefe,Zu Tränen reißt du hin,Du singst die Sprache meiner trunknen Tiefe: —Und du erfüllst nicht ihren Sinn.

Du Freundeland, Land heißer Jugendbriefe,

Zu Tränen reißt du hin,

Du singst die Sprache meiner trunknen Tiefe: —

Und du erfüllst nicht ihren Sinn.

Kehr’ ich noch heim? Und wie? Zerschlagen, krumm,Ein Krüppel, blind — ganz blind?Hier ist kein Aufschrei mehr, nur kalt und stummIst Schutt und Dunst und Todeswind.

Kehr’ ich noch heim? Und wie? Zerschlagen, krumm,

Ein Krüppel, blind — ganz blind?

Hier ist kein Aufschrei mehr, nur kalt und stumm

Ist Schutt und Dunst und Todeswind.

Muß wirklich so die Pflicht erniedrigt werden,Um fremden Glanz zu gründen?Ist denn die Sonne nicht genug auf Erden?— Oder war ich voller Sünden?

Muß wirklich so die Pflicht erniedrigt werden,

Um fremden Glanz zu gründen?

Ist denn die Sonne nicht genug auf Erden?

— Oder war ich voller Sünden?

Ich darf nicht länger von mir selber wissen,Schon hör’ ich das Signal.Ich muß, muß, muß, und kann nur immer müssen,Und selbst zum Mut bleibt keine Wahl.

Ich darf nicht länger von mir selber wissen,

Schon hör’ ich das Signal.

Ich muß, muß, muß, und kann nur immer müssen,

Und selbst zum Mut bleibt keine Wahl.

So zieh ich fort, erloschen und verloren.Wohin? Nirgendwohin.Das Ewige ist tot. Ich ward geborenFür meinen Mord und toten Sinn.

So zieh ich fort, erloschen und verloren.

Wohin? Nirgendwohin.

Das Ewige ist tot. Ich ward geboren

Für meinen Mord und toten Sinn.

Lebt wohl! Ich will nicht allzu feindlich scheiden —Daß nicht zum Fluch noch werde,Was eine Jugend war voll milder Leiden.Lebt wohl! Ach! Mutter, Brüder, Erde.

Lebt wohl! Ich will nicht allzu feindlich scheiden —

Daß nicht zum Fluch noch werde,

Was eine Jugend war voll milder Leiden.

Lebt wohl! Ach! Mutter, Brüder, Erde.

Nicht mehr die LustDes Taumelns im Getriebe;Nicht mehr voll Macht die Brust,Voll Ruhm und allgeliebter Liebe;Nicht mehr das Singen, Stürmen in den Himmel,In wilder Wiesen blühendem Gewimmel,In der Gebüsche grün verschlungnem Blühn;Nie jubelnd mehr das weite Land durchziehn;Zu nichts mehr als zum Erdbekriechen taugen;Nie mehr die Düfte einer Welt einsaugen:— Verloren irgendwo auf dürrem PfadSteht der SoldatMit den zerschossnen Augen.Er geht und macht nach jedem Schritte Halt.Was soll er gehn?Die Welt ist dumpf, ungütig kaltWie schweres Winterwehn.Geräusche hört er hohl vorüberrauschen;Sein Hirn erstickt im Denken an ein Glück.Er will mit seinem Kopf der Sonne lauschen: —Der Alte Wahnsinn krallt ihn im Genick.Er weint in seinen Leib.O süßes Weib,Mit Blumen, Blüten, Kränzen im Haar,Mit Tanz und Spiel,Umschlingendem Gefühl,O alles, was im Licht voll Liebe war!Viel Tausende mit ihmZerschlug die Schlacht und ließ sie leben.Sie waren jung, in frohem Ungestüm,Voll Wille wollten sie die Welt erheben.Nun schleppen sie den Leib wie eine Fracht,Die niemand will,Erstarrt und stillVon Nacht zu Nacht.O käme Mord in diesen Qualenschacht!Ein GnadenstoßIn das verdammte Menschenlos,Das ihr zum Vieh-Dasein gemacht.Mord ist nicht grausam, wäre willkommen jetzt,Wo ein zerwühltes NichtsmehrsehnDie Sinne folternd fetzt!O käm’ ein unbegrenztes Untergehn!

Nicht mehr die LustDes Taumelns im Getriebe;Nicht mehr voll Macht die Brust,Voll Ruhm und allgeliebter Liebe;Nicht mehr das Singen, Stürmen in den Himmel,In wilder Wiesen blühendem Gewimmel,In der Gebüsche grün verschlungnem Blühn;Nie jubelnd mehr das weite Land durchziehn;Zu nichts mehr als zum Erdbekriechen taugen;Nie mehr die Düfte einer Welt einsaugen:— Verloren irgendwo auf dürrem PfadSteht der SoldatMit den zerschossnen Augen.Er geht und macht nach jedem Schritte Halt.Was soll er gehn?Die Welt ist dumpf, ungütig kaltWie schweres Winterwehn.Geräusche hört er hohl vorüberrauschen;Sein Hirn erstickt im Denken an ein Glück.Er will mit seinem Kopf der Sonne lauschen: —Der Alte Wahnsinn krallt ihn im Genick.Er weint in seinen Leib.O süßes Weib,Mit Blumen, Blüten, Kränzen im Haar,Mit Tanz und Spiel,Umschlingendem Gefühl,O alles, was im Licht voll Liebe war!Viel Tausende mit ihmZerschlug die Schlacht und ließ sie leben.Sie waren jung, in frohem Ungestüm,Voll Wille wollten sie die Welt erheben.Nun schleppen sie den Leib wie eine Fracht,Die niemand will,Erstarrt und stillVon Nacht zu Nacht.O käme Mord in diesen Qualenschacht!Ein GnadenstoßIn das verdammte Menschenlos,Das ihr zum Vieh-Dasein gemacht.Mord ist nicht grausam, wäre willkommen jetzt,Wo ein zerwühltes NichtsmehrsehnDie Sinne folternd fetzt!O käm’ ein unbegrenztes Untergehn!

Nicht mehr die LustDes Taumelns im Getriebe;Nicht mehr voll Macht die Brust,Voll Ruhm und allgeliebter Liebe;Nicht mehr das Singen, Stürmen in den Himmel,In wilder Wiesen blühendem Gewimmel,In der Gebüsche grün verschlungnem Blühn;Nie jubelnd mehr das weite Land durchziehn;Zu nichts mehr als zum Erdbekriechen taugen;Nie mehr die Düfte einer Welt einsaugen:— Verloren irgendwo auf dürrem PfadSteht der SoldatMit den zerschossnen Augen.

Nicht mehr die Lust

Des Taumelns im Getriebe;

Nicht mehr voll Macht die Brust,

Voll Ruhm und allgeliebter Liebe;

Nicht mehr das Singen, Stürmen in den Himmel,

In wilder Wiesen blühendem Gewimmel,

In der Gebüsche grün verschlungnem Blühn;

Nie jubelnd mehr das weite Land durchziehn;

Zu nichts mehr als zum Erdbekriechen taugen;

Nie mehr die Düfte einer Welt einsaugen:

— Verloren irgendwo auf dürrem Pfad

Steht der Soldat

Mit den zerschossnen Augen.

Er geht und macht nach jedem Schritte Halt.Was soll er gehn?Die Welt ist dumpf, ungütig kaltWie schweres Winterwehn.Geräusche hört er hohl vorüberrauschen;Sein Hirn erstickt im Denken an ein Glück.Er will mit seinem Kopf der Sonne lauschen: —Der Alte Wahnsinn krallt ihn im Genick.

Er geht und macht nach jedem Schritte Halt.

Was soll er gehn?

Die Welt ist dumpf, ungütig kalt

Wie schweres Winterwehn.

Geräusche hört er hohl vorüberrauschen;

Sein Hirn erstickt im Denken an ein Glück.

Er will mit seinem Kopf der Sonne lauschen: —

Der Alte Wahnsinn krallt ihn im Genick.

Er weint in seinen Leib.O süßes Weib,Mit Blumen, Blüten, Kränzen im Haar,Mit Tanz und Spiel,Umschlingendem Gefühl,O alles, was im Licht voll Liebe war!

Er weint in seinen Leib.

O süßes Weib,

Mit Blumen, Blüten, Kränzen im Haar,

Mit Tanz und Spiel,

Umschlingendem Gefühl,

O alles, was im Licht voll Liebe war!

Viel Tausende mit ihmZerschlug die Schlacht und ließ sie leben.Sie waren jung, in frohem Ungestüm,Voll Wille wollten sie die Welt erheben.Nun schleppen sie den Leib wie eine Fracht,Die niemand will,Erstarrt und stillVon Nacht zu Nacht.

Viel Tausende mit ihm

Zerschlug die Schlacht und ließ sie leben.

Sie waren jung, in frohem Ungestüm,

Voll Wille wollten sie die Welt erheben.

Nun schleppen sie den Leib wie eine Fracht,

Die niemand will,

Erstarrt und still

Von Nacht zu Nacht.

O käme Mord in diesen Qualenschacht!Ein GnadenstoßIn das verdammte Menschenlos,Das ihr zum Vieh-Dasein gemacht.Mord ist nicht grausam, wäre willkommen jetzt,Wo ein zerwühltes NichtsmehrsehnDie Sinne folternd fetzt!O käm’ ein unbegrenztes Untergehn!

O käme Mord in diesen Qualenschacht!

Ein Gnadenstoß

In das verdammte Menschenlos,

Das ihr zum Vieh-Dasein gemacht.

Mord ist nicht grausam, wäre willkommen jetzt,

Wo ein zerwühltes Nichtsmehrsehn

Die Sinne folternd fetzt!

O käm’ ein unbegrenztes Untergehn!

Nie faßt ihr sehend Seligen den TrugUnd Jammer, den die Blindheit birgt;Daß, seit mich die Erblindung niederschlug,Ein Heulschrei immer meine Kehle würgt.Seht her, wie wild verfiebert ich noch schwitze,Da ich vom Sonnenuntergang geträumt.Sah ich’s denn nicht, wie eine goldne LitzeBlaugraue Hügelwellen schön umsäumt?Ich sah’s und sah es nicht, — und seh es nie.Es war das Wahnsinnslachen meiner Trauer.Ich bin im engen Stall der Welt ein Vieh,Die Luft ist steinig dick wie eine Mauer.Nacht oder Tag: ist all in eins verjammert,Da solch ein Leben ohne Leben ist.Mich hält das tiefste Grauen tief umklammert,Das langsam sicher meinen Leib zerfrißt.

Nie faßt ihr sehend Seligen den TrugUnd Jammer, den die Blindheit birgt;Daß, seit mich die Erblindung niederschlug,Ein Heulschrei immer meine Kehle würgt.Seht her, wie wild verfiebert ich noch schwitze,Da ich vom Sonnenuntergang geträumt.Sah ich’s denn nicht, wie eine goldne LitzeBlaugraue Hügelwellen schön umsäumt?Ich sah’s und sah es nicht, — und seh es nie.Es war das Wahnsinnslachen meiner Trauer.Ich bin im engen Stall der Welt ein Vieh,Die Luft ist steinig dick wie eine Mauer.Nacht oder Tag: ist all in eins verjammert,Da solch ein Leben ohne Leben ist.Mich hält das tiefste Grauen tief umklammert,Das langsam sicher meinen Leib zerfrißt.

Nie faßt ihr sehend Seligen den TrugUnd Jammer, den die Blindheit birgt;Daß, seit mich die Erblindung niederschlug,Ein Heulschrei immer meine Kehle würgt.

Nie faßt ihr sehend Seligen den Trug

Und Jammer, den die Blindheit birgt;

Daß, seit mich die Erblindung niederschlug,

Ein Heulschrei immer meine Kehle würgt.

Seht her, wie wild verfiebert ich noch schwitze,Da ich vom Sonnenuntergang geträumt.Sah ich’s denn nicht, wie eine goldne LitzeBlaugraue Hügelwellen schön umsäumt?

Seht her, wie wild verfiebert ich noch schwitze,

Da ich vom Sonnenuntergang geträumt.

Sah ich’s denn nicht, wie eine goldne Litze

Blaugraue Hügelwellen schön umsäumt?

Ich sah’s und sah es nicht, — und seh es nie.Es war das Wahnsinnslachen meiner Trauer.Ich bin im engen Stall der Welt ein Vieh,Die Luft ist steinig dick wie eine Mauer.

Ich sah’s und sah es nicht, — und seh es nie.

Es war das Wahnsinnslachen meiner Trauer.

Ich bin im engen Stall der Welt ein Vieh,

Die Luft ist steinig dick wie eine Mauer.

Nacht oder Tag: ist all in eins verjammert,Da solch ein Leben ohne Leben ist.Mich hält das tiefste Grauen tief umklammert,Das langsam sicher meinen Leib zerfrißt.

Nacht oder Tag: ist all in eins verjammert,

Da solch ein Leben ohne Leben ist.

Mich hält das tiefste Grauen tief umklammert,

Das langsam sicher meinen Leib zerfrißt.

Was bleibt dem Menschen, wenn nicht ein Erbarmen,Das wundertätig greift in Angst und Stöhnen?Ihr Mächtigen der Welt, von Millionen ArmenSeid ihr umfleht nach Hilfe und Versöhnen.Noch sind die Ebenen von Qual und Qualm vernebelt.Noch herrscht peitschlustig eine Dünkelbrut,Die jedes Aufschwung-Atmen niederknebelt,Verliebt in ihre eigne Wüstlingswut.Kein Schimpf beirrt ihr närrisches Genießen.Getreten liegt der Geist. Aufwollende GedankenSind eingekäfigt müde in den Schranken.Des Hergebrachten blöder Götze ist gepriesen.Aus goldnen Schüsseln schlürfen sie Erquickung,Indes, hohl in den Nächten, die Entblößten wandern.Sie spinnen sich in lüsterne Verzückung —Was kümmert sie der Aufschrei in den andern?Doch bleibt, in Not und Nacht, der Schrei nur nach Erbarmen?Wird nicht Tumult, Alarm? Aus Angst und StöhnenEin Zornsignal? Und von Millionen ArmenDes schmerzgeeinten Wollens donnerndes Erdröhnen?Europas Häuptlinge! Marschälle und Magnaten!Zwingt selbst die Tat hervor, die um die Menschheit wirbt!Da eurer Untertanen Leib, versklavt, verraten,In Schlacht und stumpfer Wüterei verdirbt.Verdammt, ihr selbst, die Eigenlust, die Kraftgebärde!Und kommt starkmild herab die stolzen Stufen,Die Macht als Mittel nur, begnadet und berufen,Für eurer Völker frohe Fahrt und Erde.Und ihr, Entehrte unter Willkürtritten,Bleibt nicht zum Rachesprung gekrümmt, zerquält im Fluchen!Ward auch der Aufwärtsweg von Bergen schwer geschritten:Erkennt die Kommenden, die euer Antlitz suchen.Und jene Harten, unbewegt im Bösen,Laßt sie nicht eher los, umringt sie mit der Bitte,Bis sich die Herzen wie in Harfen lösen,Aufklingend mild, hinknieend eurer Mitte.

Was bleibt dem Menschen, wenn nicht ein Erbarmen,Das wundertätig greift in Angst und Stöhnen?Ihr Mächtigen der Welt, von Millionen ArmenSeid ihr umfleht nach Hilfe und Versöhnen.Noch sind die Ebenen von Qual und Qualm vernebelt.Noch herrscht peitschlustig eine Dünkelbrut,Die jedes Aufschwung-Atmen niederknebelt,Verliebt in ihre eigne Wüstlingswut.Kein Schimpf beirrt ihr närrisches Genießen.Getreten liegt der Geist. Aufwollende GedankenSind eingekäfigt müde in den Schranken.Des Hergebrachten blöder Götze ist gepriesen.Aus goldnen Schüsseln schlürfen sie Erquickung,Indes, hohl in den Nächten, die Entblößten wandern.Sie spinnen sich in lüsterne Verzückung —Was kümmert sie der Aufschrei in den andern?Doch bleibt, in Not und Nacht, der Schrei nur nach Erbarmen?Wird nicht Tumult, Alarm? Aus Angst und StöhnenEin Zornsignal? Und von Millionen ArmenDes schmerzgeeinten Wollens donnerndes Erdröhnen?Europas Häuptlinge! Marschälle und Magnaten!Zwingt selbst die Tat hervor, die um die Menschheit wirbt!Da eurer Untertanen Leib, versklavt, verraten,In Schlacht und stumpfer Wüterei verdirbt.Verdammt, ihr selbst, die Eigenlust, die Kraftgebärde!Und kommt starkmild herab die stolzen Stufen,Die Macht als Mittel nur, begnadet und berufen,Für eurer Völker frohe Fahrt und Erde.Und ihr, Entehrte unter Willkürtritten,Bleibt nicht zum Rachesprung gekrümmt, zerquält im Fluchen!Ward auch der Aufwärtsweg von Bergen schwer geschritten:Erkennt die Kommenden, die euer Antlitz suchen.Und jene Harten, unbewegt im Bösen,Laßt sie nicht eher los, umringt sie mit der Bitte,Bis sich die Herzen wie in Harfen lösen,Aufklingend mild, hinknieend eurer Mitte.

Was bleibt dem Menschen, wenn nicht ein Erbarmen,Das wundertätig greift in Angst und Stöhnen?Ihr Mächtigen der Welt, von Millionen ArmenSeid ihr umfleht nach Hilfe und Versöhnen.

Was bleibt dem Menschen, wenn nicht ein Erbarmen,

Das wundertätig greift in Angst und Stöhnen?

Ihr Mächtigen der Welt, von Millionen Armen

Seid ihr umfleht nach Hilfe und Versöhnen.

Noch sind die Ebenen von Qual und Qualm vernebelt.Noch herrscht peitschlustig eine Dünkelbrut,Die jedes Aufschwung-Atmen niederknebelt,Verliebt in ihre eigne Wüstlingswut.

Noch sind die Ebenen von Qual und Qualm vernebelt.

Noch herrscht peitschlustig eine Dünkelbrut,

Die jedes Aufschwung-Atmen niederknebelt,

Verliebt in ihre eigne Wüstlingswut.

Kein Schimpf beirrt ihr närrisches Genießen.Getreten liegt der Geist. Aufwollende GedankenSind eingekäfigt müde in den Schranken.Des Hergebrachten blöder Götze ist gepriesen.

Kein Schimpf beirrt ihr närrisches Genießen.

Getreten liegt der Geist. Aufwollende Gedanken

Sind eingekäfigt müde in den Schranken.

Des Hergebrachten blöder Götze ist gepriesen.

Aus goldnen Schüsseln schlürfen sie Erquickung,Indes, hohl in den Nächten, die Entblößten wandern.Sie spinnen sich in lüsterne Verzückung —Was kümmert sie der Aufschrei in den andern?

Aus goldnen Schüsseln schlürfen sie Erquickung,

Indes, hohl in den Nächten, die Entblößten wandern.

Sie spinnen sich in lüsterne Verzückung —

Was kümmert sie der Aufschrei in den andern?

Doch bleibt, in Not und Nacht, der Schrei nur nach Erbarmen?Wird nicht Tumult, Alarm? Aus Angst und StöhnenEin Zornsignal? Und von Millionen ArmenDes schmerzgeeinten Wollens donnerndes Erdröhnen?

Doch bleibt, in Not und Nacht, der Schrei nur nach Erbarmen?

Wird nicht Tumult, Alarm? Aus Angst und Stöhnen

Ein Zornsignal? Und von Millionen Armen

Des schmerzgeeinten Wollens donnerndes Erdröhnen?

Europas Häuptlinge! Marschälle und Magnaten!Zwingt selbst die Tat hervor, die um die Menschheit wirbt!Da eurer Untertanen Leib, versklavt, verraten,In Schlacht und stumpfer Wüterei verdirbt.

Europas Häuptlinge! Marschälle und Magnaten!

Zwingt selbst die Tat hervor, die um die Menschheit wirbt!

Da eurer Untertanen Leib, versklavt, verraten,

In Schlacht und stumpfer Wüterei verdirbt.

Verdammt, ihr selbst, die Eigenlust, die Kraftgebärde!Und kommt starkmild herab die stolzen Stufen,Die Macht als Mittel nur, begnadet und berufen,Für eurer Völker frohe Fahrt und Erde.

Verdammt, ihr selbst, die Eigenlust, die Kraftgebärde!

Und kommt starkmild herab die stolzen Stufen,

Die Macht als Mittel nur, begnadet und berufen,

Für eurer Völker frohe Fahrt und Erde.

Und ihr, Entehrte unter Willkürtritten,Bleibt nicht zum Rachesprung gekrümmt, zerquält im Fluchen!Ward auch der Aufwärtsweg von Bergen schwer geschritten:Erkennt die Kommenden, die euer Antlitz suchen.

Und ihr, Entehrte unter Willkürtritten,

Bleibt nicht zum Rachesprung gekrümmt, zerquält im Fluchen!

Ward auch der Aufwärtsweg von Bergen schwer geschritten:

Erkennt die Kommenden, die euer Antlitz suchen.

Und jene Harten, unbewegt im Bösen,Laßt sie nicht eher los, umringt sie mit der Bitte,Bis sich die Herzen wie in Harfen lösen,Aufklingend mild, hinknieend eurer Mitte.

Und jene Harten, unbewegt im Bösen,

Laßt sie nicht eher los, umringt sie mit der Bitte,

Bis sich die Herzen wie in Harfen lösen,

Aufklingend mild, hinknieend eurer Mitte.

Noch ist es Orgelwehn.Noch ist der Flugblick ausgesandt,Nur um zu spähn.Und nur von fernem KüstenlandDurchdringt ein Stoß die Luft:Fanfarenstoß und Marsch.Denn für ein Anderswerden,Erhebung und Erhellung, Kampf ohne Krieg, Sieg ohne Mord,Aufstürmt ein Menschenozean —Zwar dumpf noch wie ein Wahn,Doch wissend tief: Tat wird getan!Wenn ferner, Thronende, zu euch auf prunknen SesselnGefühl, fürbittend, nicht hinauf kann dringen,Auftosen wird das Blut: Galeeren nicht und FesselnSind stark genug, Vulkane zu bezwingen!Bewegung wogt empor: Ein Sturm von Schreien zerreißt die Nacht!Glaubt ihr, die Trauer bliebe ewig lahm,Am Grab der Hingeopferten, hilflos in Gram?!Schon ballt sich eine Riesenvölkermacht.Und aus dem Grund der Gassen, wachsend, hebt ein HeerNach Licht, Kindheit und Frohheit Leib und Flügel auf;Umkreist die Städtethrone wolkenschwer,Raubaugenwild, unwankelbarer Lauf.Posaunen tönen, eh’ der Schlag geschieht:Zerschleudert euren Haß und öffnet der ErneuungDas ganze Auge! Seht, die gleiche Fülle blühtDen Tausenden! Bekennt euch zur Befreiung!Dann ringen Rassen edel um die Höhe.Kein Fleischzerkrallen wühlt den Tag in Blut.Kampf heißt jetzt Glück, das weithin auferstehe,Rein wie ein junger Gott, durchhellt von Mut.Raubhändel, Blutbrunst, Krieg, die Jünglingsschlächter, -schänderSind fern, dumpfdüstre Vorzeit, Tierischkeit.Kampf ist Beglückung jetzt. Umschlungen sind die Länder.Der Führer Sicht und Wille erdenweit.Erkannt habt ihr den Feind und seid Gefährten.Nun seiet Gläubige, um Wollende zu sein!Laßt eure Tat erstrahlen den Beschwerten.Durchglühung eine euch wie goldner Wein!Und so, von Licht umbrandet und dem Morgenmeer,Erwacht ihr zu des Daseins Fest und Spiel.O Bund der Bünde! Der das MenschenheerZum Ruhme führt aus kläglichem Gewühl.Völkerlegion! Geschart dem FlammenzugDer Jünglinge des Lichts! Chorbrausend brecht die StilleUnd reißt die Starrgesinnten in den Flug,Daß euer Recht und Rhythmus sich erfülle!Mitatmende der Zeit, dem Menschenkreis gesellt:Seid ihr einander Freund, habt ihr gesiegt!Die Brust berauscht von Weiten, erdhaft starker Welt,Schallt euer Lied, das in die Freiheit fliegt!

Noch ist es Orgelwehn.Noch ist der Flugblick ausgesandt,Nur um zu spähn.Und nur von fernem KüstenlandDurchdringt ein Stoß die Luft:Fanfarenstoß und Marsch.Denn für ein Anderswerden,Erhebung und Erhellung, Kampf ohne Krieg, Sieg ohne Mord,Aufstürmt ein Menschenozean —Zwar dumpf noch wie ein Wahn,Doch wissend tief: Tat wird getan!Wenn ferner, Thronende, zu euch auf prunknen SesselnGefühl, fürbittend, nicht hinauf kann dringen,Auftosen wird das Blut: Galeeren nicht und FesselnSind stark genug, Vulkane zu bezwingen!Bewegung wogt empor: Ein Sturm von Schreien zerreißt die Nacht!Glaubt ihr, die Trauer bliebe ewig lahm,Am Grab der Hingeopferten, hilflos in Gram?!Schon ballt sich eine Riesenvölkermacht.Und aus dem Grund der Gassen, wachsend, hebt ein HeerNach Licht, Kindheit und Frohheit Leib und Flügel auf;Umkreist die Städtethrone wolkenschwer,Raubaugenwild, unwankelbarer Lauf.Posaunen tönen, eh’ der Schlag geschieht:Zerschleudert euren Haß und öffnet der ErneuungDas ganze Auge! Seht, die gleiche Fülle blühtDen Tausenden! Bekennt euch zur Befreiung!Dann ringen Rassen edel um die Höhe.Kein Fleischzerkrallen wühlt den Tag in Blut.Kampf heißt jetzt Glück, das weithin auferstehe,Rein wie ein junger Gott, durchhellt von Mut.Raubhändel, Blutbrunst, Krieg, die Jünglingsschlächter, -schänderSind fern, dumpfdüstre Vorzeit, Tierischkeit.Kampf ist Beglückung jetzt. Umschlungen sind die Länder.Der Führer Sicht und Wille erdenweit.Erkannt habt ihr den Feind und seid Gefährten.Nun seiet Gläubige, um Wollende zu sein!Laßt eure Tat erstrahlen den Beschwerten.Durchglühung eine euch wie goldner Wein!Und so, von Licht umbrandet und dem Morgenmeer,Erwacht ihr zu des Daseins Fest und Spiel.O Bund der Bünde! Der das MenschenheerZum Ruhme führt aus kläglichem Gewühl.Völkerlegion! Geschart dem FlammenzugDer Jünglinge des Lichts! Chorbrausend brecht die StilleUnd reißt die Starrgesinnten in den Flug,Daß euer Recht und Rhythmus sich erfülle!Mitatmende der Zeit, dem Menschenkreis gesellt:Seid ihr einander Freund, habt ihr gesiegt!Die Brust berauscht von Weiten, erdhaft starker Welt,Schallt euer Lied, das in die Freiheit fliegt!

Noch ist es Orgelwehn.Noch ist der Flugblick ausgesandt,Nur um zu spähn.Und nur von fernem KüstenlandDurchdringt ein Stoß die Luft:Fanfarenstoß und Marsch.Denn für ein Anderswerden,Erhebung und Erhellung, Kampf ohne Krieg, Sieg ohne Mord,Aufstürmt ein Menschenozean —Zwar dumpf noch wie ein Wahn,Doch wissend tief: Tat wird getan!

Noch ist es Orgelwehn.

Noch ist der Flugblick ausgesandt,

Nur um zu spähn.

Und nur von fernem Küstenland

Durchdringt ein Stoß die Luft:

Fanfarenstoß und Marsch.

Denn für ein Anderswerden,

Erhebung und Erhellung, Kampf ohne Krieg, Sieg ohne Mord,

Aufstürmt ein Menschenozean —

Zwar dumpf noch wie ein Wahn,

Doch wissend tief: Tat wird getan!

Wenn ferner, Thronende, zu euch auf prunknen SesselnGefühl, fürbittend, nicht hinauf kann dringen,Auftosen wird das Blut: Galeeren nicht und FesselnSind stark genug, Vulkane zu bezwingen!

Wenn ferner, Thronende, zu euch auf prunknen Sesseln

Gefühl, fürbittend, nicht hinauf kann dringen,

Auftosen wird das Blut: Galeeren nicht und Fesseln

Sind stark genug, Vulkane zu bezwingen!

Bewegung wogt empor: Ein Sturm von Schreien zerreißt die Nacht!Glaubt ihr, die Trauer bliebe ewig lahm,Am Grab der Hingeopferten, hilflos in Gram?!Schon ballt sich eine Riesenvölkermacht.

Bewegung wogt empor: Ein Sturm von Schreien zerreißt die Nacht!

Glaubt ihr, die Trauer bliebe ewig lahm,

Am Grab der Hingeopferten, hilflos in Gram?!

Schon ballt sich eine Riesenvölkermacht.

Und aus dem Grund der Gassen, wachsend, hebt ein HeerNach Licht, Kindheit und Frohheit Leib und Flügel auf;Umkreist die Städtethrone wolkenschwer,Raubaugenwild, unwankelbarer Lauf.

Und aus dem Grund der Gassen, wachsend, hebt ein Heer

Nach Licht, Kindheit und Frohheit Leib und Flügel auf;

Umkreist die Städtethrone wolkenschwer,

Raubaugenwild, unwankelbarer Lauf.

Posaunen tönen, eh’ der Schlag geschieht:Zerschleudert euren Haß und öffnet der ErneuungDas ganze Auge! Seht, die gleiche Fülle blühtDen Tausenden! Bekennt euch zur Befreiung!

Posaunen tönen, eh’ der Schlag geschieht:

Zerschleudert euren Haß und öffnet der Erneuung

Das ganze Auge! Seht, die gleiche Fülle blüht

Den Tausenden! Bekennt euch zur Befreiung!

Dann ringen Rassen edel um die Höhe.Kein Fleischzerkrallen wühlt den Tag in Blut.Kampf heißt jetzt Glück, das weithin auferstehe,Rein wie ein junger Gott, durchhellt von Mut.

Dann ringen Rassen edel um die Höhe.

Kein Fleischzerkrallen wühlt den Tag in Blut.

Kampf heißt jetzt Glück, das weithin auferstehe,

Rein wie ein junger Gott, durchhellt von Mut.

Raubhändel, Blutbrunst, Krieg, die Jünglingsschlächter, -schänderSind fern, dumpfdüstre Vorzeit, Tierischkeit.Kampf ist Beglückung jetzt. Umschlungen sind die Länder.Der Führer Sicht und Wille erdenweit.

Raubhändel, Blutbrunst, Krieg, die Jünglingsschlächter, -schänder

Sind fern, dumpfdüstre Vorzeit, Tierischkeit.

Kampf ist Beglückung jetzt. Umschlungen sind die Länder.

Der Führer Sicht und Wille erdenweit.

Erkannt habt ihr den Feind und seid Gefährten.Nun seiet Gläubige, um Wollende zu sein!Laßt eure Tat erstrahlen den Beschwerten.Durchglühung eine euch wie goldner Wein!

Erkannt habt ihr den Feind und seid Gefährten.

Nun seiet Gläubige, um Wollende zu sein!

Laßt eure Tat erstrahlen den Beschwerten.

Durchglühung eine euch wie goldner Wein!

Und so, von Licht umbrandet und dem Morgenmeer,Erwacht ihr zu des Daseins Fest und Spiel.O Bund der Bünde! Der das MenschenheerZum Ruhme führt aus kläglichem Gewühl.

Und so, von Licht umbrandet und dem Morgenmeer,

Erwacht ihr zu des Daseins Fest und Spiel.

O Bund der Bünde! Der das Menschenheer

Zum Ruhme führt aus kläglichem Gewühl.

Völkerlegion! Geschart dem FlammenzugDer Jünglinge des Lichts! Chorbrausend brecht die StilleUnd reißt die Starrgesinnten in den Flug,Daß euer Recht und Rhythmus sich erfülle!

Völkerlegion! Geschart dem Flammenzug

Der Jünglinge des Lichts! Chorbrausend brecht die Stille

Und reißt die Starrgesinnten in den Flug,

Daß euer Recht und Rhythmus sich erfülle!

Mitatmende der Zeit, dem Menschenkreis gesellt:Seid ihr einander Freund, habt ihr gesiegt!Die Brust berauscht von Weiten, erdhaft starker Welt,Schallt euer Lied, das in die Freiheit fliegt!

Mitatmende der Zeit, dem Menschenkreis gesellt:

Seid ihr einander Freund, habt ihr gesiegt!

Die Brust berauscht von Weiten, erdhaft starker Welt,

Schallt euer Lied, das in die Freiheit fliegt!


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