Der Tambour

Der Tambour

von

Eduard Mörike.

Wenn meine Mutter hexen könnt’,da müßt’ sie mit dem Regimentnach Frankreich, überall mit hin,und wär’ die Marketenderin.Im Lager, wohl um Mitternacht,wenn niemand auf ist als die Wacht,und alles schnarchet, Roß und Mann,vor meiner Trommel säß’ ich dann:die Trommel müßt’ eine Schüssel sein,ein warmes Sauerkraut darein,die Schlegel Messer und Gabel,eine lange Wurst mein Sabel,mein Tschako wär’ ein Humpen gut,den füll’ ich mit Burgunderblut.Und weil es mir an Lichte fehlt,da scheint der Mond in mein Gezelt;scheint er auch auf französ’sch herein,mir fällt doch meine Liebste ein:Ach weh! Jetzt hat der Spaß ein End’!— Wenn nur meine Mutter hexen könnt’!

Wenn meine Mutter hexen könnt’,da müßt’ sie mit dem Regimentnach Frankreich, überall mit hin,und wär’ die Marketenderin.Im Lager, wohl um Mitternacht,wenn niemand auf ist als die Wacht,und alles schnarchet, Roß und Mann,vor meiner Trommel säß’ ich dann:die Trommel müßt’ eine Schüssel sein,ein warmes Sauerkraut darein,die Schlegel Messer und Gabel,eine lange Wurst mein Sabel,mein Tschako wär’ ein Humpen gut,den füll’ ich mit Burgunderblut.Und weil es mir an Lichte fehlt,da scheint der Mond in mein Gezelt;scheint er auch auf französ’sch herein,mir fällt doch meine Liebste ein:Ach weh! Jetzt hat der Spaß ein End’!— Wenn nur meine Mutter hexen könnt’!

Wenn meine Mutter hexen könnt’,da müßt’ sie mit dem Regimentnach Frankreich, überall mit hin,und wär’ die Marketenderin.Im Lager, wohl um Mitternacht,wenn niemand auf ist als die Wacht,und alles schnarchet, Roß und Mann,vor meiner Trommel säß’ ich dann:die Trommel müßt’ eine Schüssel sein,ein warmes Sauerkraut darein,die Schlegel Messer und Gabel,eine lange Wurst mein Sabel,mein Tschako wär’ ein Humpen gut,den füll’ ich mit Burgunderblut.Und weil es mir an Lichte fehlt,da scheint der Mond in mein Gezelt;scheint er auch auf französ’sch herein,mir fällt doch meine Liebste ein:Ach weh! Jetzt hat der Spaß ein End’!— Wenn nur meine Mutter hexen könnt’!

Wenn meine Mutter hexen könnt’,

da müßt’ sie mit dem Regiment

nach Frankreich, überall mit hin,

und wär’ die Marketenderin.

Im Lager, wohl um Mitternacht,

wenn niemand auf ist als die Wacht,

und alles schnarchet, Roß und Mann,

vor meiner Trommel säß’ ich dann:

die Trommel müßt’ eine Schüssel sein,

ein warmes Sauerkraut darein,

die Schlegel Messer und Gabel,

eine lange Wurst mein Sabel,

mein Tschako wär’ ein Humpen gut,

den füll’ ich mit Burgunderblut.

Und weil es mir an Lichte fehlt,

da scheint der Mond in mein Gezelt;

scheint er auch auf französ’sch herein,

mir fällt doch meine Liebste ein:

Ach weh! Jetzt hat der Spaß ein End’!

— Wenn nur meine Mutter hexen könnt’!


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