Graf Eberstein

Graf Eberstein

von

Ludwig Uhland.

Zu Speier im Saale, da hebt sich ein Klingen,mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.Graf Ebersteinführet den Reihnmit des Kaisers holdseligem Töchterlein.Und als er sie schwingt nun im luftigen Reigen,da flüstert sie leise (sie kann’s nicht verschweigen):„Graf Eberstein,hüte dich fein!Heut’ nacht wird dein Schlößlein gefährdet sein.“„Ei,“ denket der Graf, „Euer kaiserlich Gnaden,so habt Ihr mich darum zum Tanze geladen!“Er sucht sein Roß,läßt seinen Troßund jagt nach seinem gefährdeten Schloß.Um Ebersteins Feste, da wimmelt’s von Streitern,sie schleichen im Nebel mit Haken und Leitern.Graf Ebersteingrüßet sie fein,er wirft sie vom Wall in die Gräben hinein.Als nun der Herr Kaiser am Morgen gekommen,da meint er, es seie die Burg schon genommen.Doch auf dem Walltanzen mit Schallder Graf und seine Gewappneten all’:„Herr Kaiser, beschleicht Ihr ein andermal Schlösser,tut’s not, Ihr verstehet aufs Tanzen Euch besser.Euer Töchterleintanzet so fein,dem soll meine Feste geöffnet sein.“Im Schlosse des Grafen, da hebt sich ein Klingen,mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.Graf Ebersteinführet den Reihnmit des Kaisers holdseligem Töchterlein.Und als er sie schwingt nun im bräutlichen Reigen,da flüstert er leise, nicht kann er’s verschweigen:„Schön Jungfräulein,hüte dich fein!Heut nacht wird ein Schlößlein gefährdet sein.“

Zu Speier im Saale, da hebt sich ein Klingen,mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.Graf Ebersteinführet den Reihnmit des Kaisers holdseligem Töchterlein.Und als er sie schwingt nun im luftigen Reigen,da flüstert sie leise (sie kann’s nicht verschweigen):„Graf Eberstein,hüte dich fein!Heut’ nacht wird dein Schlößlein gefährdet sein.“„Ei,“ denket der Graf, „Euer kaiserlich Gnaden,so habt Ihr mich darum zum Tanze geladen!“Er sucht sein Roß,läßt seinen Troßund jagt nach seinem gefährdeten Schloß.Um Ebersteins Feste, da wimmelt’s von Streitern,sie schleichen im Nebel mit Haken und Leitern.Graf Ebersteingrüßet sie fein,er wirft sie vom Wall in die Gräben hinein.Als nun der Herr Kaiser am Morgen gekommen,da meint er, es seie die Burg schon genommen.Doch auf dem Walltanzen mit Schallder Graf und seine Gewappneten all’:„Herr Kaiser, beschleicht Ihr ein andermal Schlösser,tut’s not, Ihr verstehet aufs Tanzen Euch besser.Euer Töchterleintanzet so fein,dem soll meine Feste geöffnet sein.“Im Schlosse des Grafen, da hebt sich ein Klingen,mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.Graf Ebersteinführet den Reihnmit des Kaisers holdseligem Töchterlein.Und als er sie schwingt nun im bräutlichen Reigen,da flüstert er leise, nicht kann er’s verschweigen:„Schön Jungfräulein,hüte dich fein!Heut nacht wird ein Schlößlein gefährdet sein.“

Zu Speier im Saale, da hebt sich ein Klingen,mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.Graf Ebersteinführet den Reihnmit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Zu Speier im Saale, da hebt sich ein Klingen,

mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.

Graf Eberstein

führet den Reihn

mit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Und als er sie schwingt nun im luftigen Reigen,da flüstert sie leise (sie kann’s nicht verschweigen):„Graf Eberstein,hüte dich fein!Heut’ nacht wird dein Schlößlein gefährdet sein.“

Und als er sie schwingt nun im luftigen Reigen,

da flüstert sie leise (sie kann’s nicht verschweigen):

„Graf Eberstein,

hüte dich fein!

Heut’ nacht wird dein Schlößlein gefährdet sein.“

„Ei,“ denket der Graf, „Euer kaiserlich Gnaden,so habt Ihr mich darum zum Tanze geladen!“Er sucht sein Roß,läßt seinen Troßund jagt nach seinem gefährdeten Schloß.

„Ei,“ denket der Graf, „Euer kaiserlich Gnaden,

so habt Ihr mich darum zum Tanze geladen!“

Er sucht sein Roß,

läßt seinen Troß

und jagt nach seinem gefährdeten Schloß.

Um Ebersteins Feste, da wimmelt’s von Streitern,sie schleichen im Nebel mit Haken und Leitern.Graf Ebersteingrüßet sie fein,er wirft sie vom Wall in die Gräben hinein.

Um Ebersteins Feste, da wimmelt’s von Streitern,

sie schleichen im Nebel mit Haken und Leitern.

Graf Eberstein

grüßet sie fein,

er wirft sie vom Wall in die Gräben hinein.

Als nun der Herr Kaiser am Morgen gekommen,da meint er, es seie die Burg schon genommen.Doch auf dem Walltanzen mit Schallder Graf und seine Gewappneten all’:

Als nun der Herr Kaiser am Morgen gekommen,

da meint er, es seie die Burg schon genommen.

Doch auf dem Wall

tanzen mit Schall

der Graf und seine Gewappneten all’:

„Herr Kaiser, beschleicht Ihr ein andermal Schlösser,tut’s not, Ihr verstehet aufs Tanzen Euch besser.Euer Töchterleintanzet so fein,dem soll meine Feste geöffnet sein.“

„Herr Kaiser, beschleicht Ihr ein andermal Schlösser,

tut’s not, Ihr verstehet aufs Tanzen Euch besser.

Euer Töchterlein

tanzet so fein,

dem soll meine Feste geöffnet sein.“

Im Schlosse des Grafen, da hebt sich ein Klingen,mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.Graf Ebersteinführet den Reihnmit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Im Schlosse des Grafen, da hebt sich ein Klingen,

mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.

Graf Eberstein

führet den Reihn

mit des Kaisers holdseligem Töchterlein.

Und als er sie schwingt nun im bräutlichen Reigen,da flüstert er leise, nicht kann er’s verschweigen:„Schön Jungfräulein,hüte dich fein!Heut nacht wird ein Schlößlein gefährdet sein.“

Und als er sie schwingt nun im bräutlichen Reigen,

da flüstert er leise, nicht kann er’s verschweigen:

„Schön Jungfräulein,

hüte dich fein!

Heut nacht wird ein Schlößlein gefährdet sein.“


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