Spatz und Spätzin
von
Karl August Mayer.
Auf dem Dache sitzt der Spatz,und die Spätzin sitzt daneben;und er spricht zu seinem Schatz:„Küsse mich, mein holdes Leben!„Bald nun wird der Kirschbaum blühn;Frühlingszeit ist so vergnüglich!Ach, wie lieb’ ich junges Grün,und die Erbsen ganz vorzüglich!“Spricht die Spätzin: „Teurer Mann,denke doch der neuen Pflichten!Fangen wir noch heute an,uns ein Nestchen einzurichten!“Spricht der Spatz: „Das Nesterbau’n,Eier brüten, Junge fütternund dem Mann den Kopf zu krau’n,liegt den Weibern ob und Müttern.“Spricht die Spätzin: „Du Barbar,soll ich bei der Arbeit schwitzen,und du willst nur immerdarzwitschern und herumstibitzen?“Spricht der Spaß: „Ich will dich hiermit zwei Worten kurz berichten:Für den Spatz ist das Pläsier,für die Spätzin sind die Pflichten!“
Auf dem Dache sitzt der Spatz,und die Spätzin sitzt daneben;und er spricht zu seinem Schatz:„Küsse mich, mein holdes Leben!„Bald nun wird der Kirschbaum blühn;Frühlingszeit ist so vergnüglich!Ach, wie lieb’ ich junges Grün,und die Erbsen ganz vorzüglich!“Spricht die Spätzin: „Teurer Mann,denke doch der neuen Pflichten!Fangen wir noch heute an,uns ein Nestchen einzurichten!“Spricht der Spatz: „Das Nesterbau’n,Eier brüten, Junge fütternund dem Mann den Kopf zu krau’n,liegt den Weibern ob und Müttern.“Spricht die Spätzin: „Du Barbar,soll ich bei der Arbeit schwitzen,und du willst nur immerdarzwitschern und herumstibitzen?“Spricht der Spaß: „Ich will dich hiermit zwei Worten kurz berichten:Für den Spatz ist das Pläsier,für die Spätzin sind die Pflichten!“
Auf dem Dache sitzt der Spatz,und die Spätzin sitzt daneben;und er spricht zu seinem Schatz:„Küsse mich, mein holdes Leben!
Auf dem Dache sitzt der Spatz,
und die Spätzin sitzt daneben;
und er spricht zu seinem Schatz:
„Küsse mich, mein holdes Leben!
„Bald nun wird der Kirschbaum blühn;Frühlingszeit ist so vergnüglich!Ach, wie lieb’ ich junges Grün,und die Erbsen ganz vorzüglich!“
„Bald nun wird der Kirschbaum blühn;
Frühlingszeit ist so vergnüglich!
Ach, wie lieb’ ich junges Grün,
und die Erbsen ganz vorzüglich!“
Spricht die Spätzin: „Teurer Mann,denke doch der neuen Pflichten!Fangen wir noch heute an,uns ein Nestchen einzurichten!“
Spricht die Spätzin: „Teurer Mann,
denke doch der neuen Pflichten!
Fangen wir noch heute an,
uns ein Nestchen einzurichten!“
Spricht der Spatz: „Das Nesterbau’n,Eier brüten, Junge fütternund dem Mann den Kopf zu krau’n,liegt den Weibern ob und Müttern.“
Spricht der Spatz: „Das Nesterbau’n,
Eier brüten, Junge füttern
und dem Mann den Kopf zu krau’n,
liegt den Weibern ob und Müttern.“
Spricht die Spätzin: „Du Barbar,soll ich bei der Arbeit schwitzen,und du willst nur immerdarzwitschern und herumstibitzen?“
Spricht die Spätzin: „Du Barbar,
soll ich bei der Arbeit schwitzen,
und du willst nur immerdar
zwitschern und herumstibitzen?“
Spricht der Spaß: „Ich will dich hiermit zwei Worten kurz berichten:Für den Spatz ist das Pläsier,für die Spätzin sind die Pflichten!“
Spricht der Spaß: „Ich will dich hier
mit zwei Worten kurz berichten:
Für den Spatz ist das Pläsier,
für die Spätzin sind die Pflichten!“