Wanderer im schwarzen Wind; leise flüstert das dürre RohrIn der Stille des Moors. Am grauen HimmelEin Zug von wilden Vögeln folgt;Quere über finsteren Wassern.Aufruhr. In verfallener HütteAufflattert mit schwarzen Flügeln die Fäulnis;Verkrüppelte Birken seufzen im Wind.Abend in verlassener Schenke. Den Heimweg umwittertDie sanfte Schwermut grasender Herden,Erscheinung der Nacht: Kröten tauchen aus silbernen Wassern.
Wanderer im schwarzen Wind; leise flüstert das dürre RohrIn der Stille des Moors. Am grauen HimmelEin Zug von wilden Vögeln folgt;Quere über finsteren Wassern.
Aufruhr. In verfallener HütteAufflattert mit schwarzen Flügeln die Fäulnis;Verkrüppelte Birken seufzen im Wind.
Abend in verlassener Schenke. Den Heimweg umwittertDie sanfte Schwermut grasender Herden,Erscheinung der Nacht: Kröten tauchen aus silbernen Wassern.
Aufschrei im Schlaf; durch schwarze Gassen stürzt der Wind,Das Blau des Frühlings winkt durch brechendes Geäst,Purpurner Nachttau und es erlöschen rings die Sterne.Grünlich dämmert der Fluß, silbern die alten AlleenUnd die Türme der Stadt. O sanfte TrunkenheitIm gleitenden Kahn und die dunklen Rufe der AmselIn kindlichen Gärten. Schon lichtet sich der rosige Flor.Feierlich rauschen die Wasser. O die feuchten Schatten der Au,Das schreitende Tier; Grünendes, BlütengezweigRührt die kristallene Stirne; schimmernder Schaukelkahn.Leise tönt die Sonne im Rosengewölk am Hügel.Groß ist die Stille des Tannenwalds, die ernsten Schatten am Fluß.Reinheit! Reinheit! Wo sind die furchtbaren Pfade des Todes,Des grauen steinernen Schweigens, die Felsen der NachtUnd die friedlosen Schatten? Strahlender Sonnenabgrund.Schwester, da ich dich fand an einsamer LichtungDes Waldes und Mittag war und groß das Schweigen des Tiers;Weiße unter wilder Eiche, und es blühte silbern der Dorn.Gewaltiges Sterben und die singende Flamme im Herzen.Dunkler umfließen die Wasser die schönen Spiele der Fische.Stunde der Trauer, schweigender Anblick der Sonne;Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden. Geistlich dämmertBläue über dem verhauenen Wald und es läutetLange eine dunkle Glocke im Dorf; friedlich Geleit.Stille blüht die Myrte über den weißen Lidern des Toten.Leise tönen die Wasser im sinkenden NachmittagUnd es grünet dunkler die Wildnis am Ufer, Freude im rosigen Wind;Der sanfte Gesang des Bruders am Abendhügel.
Aufschrei im Schlaf; durch schwarze Gassen stürzt der Wind,Das Blau des Frühlings winkt durch brechendes Geäst,Purpurner Nachttau und es erlöschen rings die Sterne.Grünlich dämmert der Fluß, silbern die alten AlleenUnd die Türme der Stadt. O sanfte TrunkenheitIm gleitenden Kahn und die dunklen Rufe der AmselIn kindlichen Gärten. Schon lichtet sich der rosige Flor.
Feierlich rauschen die Wasser. O die feuchten Schatten der Au,Das schreitende Tier; Grünendes, BlütengezweigRührt die kristallene Stirne; schimmernder Schaukelkahn.Leise tönt die Sonne im Rosengewölk am Hügel.Groß ist die Stille des Tannenwalds, die ernsten Schatten am Fluß.
Reinheit! Reinheit! Wo sind die furchtbaren Pfade des Todes,Des grauen steinernen Schweigens, die Felsen der NachtUnd die friedlosen Schatten? Strahlender Sonnenabgrund.Schwester, da ich dich fand an einsamer LichtungDes Waldes und Mittag war und groß das Schweigen des Tiers;Weiße unter wilder Eiche, und es blühte silbern der Dorn.Gewaltiges Sterben und die singende Flamme im Herzen.
Dunkler umfließen die Wasser die schönen Spiele der Fische.Stunde der Trauer, schweigender Anblick der Sonne;Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden. Geistlich dämmertBläue über dem verhauenen Wald und es läutetLange eine dunkle Glocke im Dorf; friedlich Geleit.Stille blüht die Myrte über den weißen Lidern des Toten.
Leise tönen die Wasser im sinkenden NachmittagUnd es grünet dunkler die Wildnis am Ufer, Freude im rosigen Wind;Der sanfte Gesang des Bruders am Abendhügel.
Vollkommen ist die Stille dieses goldenen Tags.Unter alten EichenErscheinst du, Elis, ein Ruhender mit runden Augen.Ihre Bläue spiegelt den Schlummer der Liebenden.An deinem MundVerstummten ihre rosigen Seufzer.Am Abend zog der Fischer die schweren Netze ein.Ein guter HirtFührt seine Herde am Waldsaum hin.O! wie gerecht sind, Elis, alle deine Tage.Leise sinktAn kahlen Mauern des Ölbaums blaue Stille,Erstirbt eines Greisen dunkler Gesang.Ein goldener KahnSchaukelt, Elis, dein Herz am einsamen Himmel.
Vollkommen ist die Stille dieses goldenen Tags.Unter alten EichenErscheinst du, Elis, ein Ruhender mit runden Augen.
Ihre Bläue spiegelt den Schlummer der Liebenden.An deinem MundVerstummten ihre rosigen Seufzer.
Am Abend zog der Fischer die schweren Netze ein.Ein guter HirtFührt seine Herde am Waldsaum hin.O! wie gerecht sind, Elis, alle deine Tage.
Leise sinktAn kahlen Mauern des Ölbaums blaue Stille,Erstirbt eines Greisen dunkler Gesang.
Ein goldener KahnSchaukelt, Elis, dein Herz am einsamen Himmel.
Ein sanftes Glockenspiel tönt in Elis' BrustAm Abend,Da sein Haupt ins schwarze Kissen sinkt.Ein blaues WildBlutet leise im Dornengestrüpp.Ein brauner Baum steht abgeschieden da;Seine blauen Früchte fielen von ihm.Zeichen und SterneVersinken leise im Abendweiher.Hinter dem Hügel ist es Winter geworden.Blaue TaubenTrinken nachts den eisigen Schweiß,Der von Elis' kristallener Stirne rinnt.Immer töntAn schwarzen Mauern Gottes einsamer Wind.
Ein sanftes Glockenspiel tönt in Elis' BrustAm Abend,Da sein Haupt ins schwarze Kissen sinkt.
Ein blaues WildBlutet leise im Dornengestrüpp.
Ein brauner Baum steht abgeschieden da;Seine blauen Früchte fielen von ihm.
Zeichen und SterneVersinken leise im Abendweiher.
Hinter dem Hügel ist es Winter geworden.
Blaue TaubenTrinken nachts den eisigen Schweiß,Der von Elis' kristallener Stirne rinnt.
Immer töntAn schwarzen Mauern Gottes einsamer Wind.
Geboren am 15. April 1878 zu Biel in der Schweiz. – Gedichte 1908.
Ich mache das Fenster auf,Es ist dunkle Morgenhelle.Das Schneien hörte schon auf,Ein großer Stern ist an seiner Stelle.Der Stern, der SternIst wunderbar schön.Weiß von Schnee ist die Fern',Weiß von Schnee alle Höhn.Heilige, frischeMorgenruh' in der Welt.Jeder Laut deutlich fällt;Die Dächer glänzen wie Kindertische.So still und weiß:Eine große, schöne Einöde,Deren kalte Stille jedeÄußerung stört; in mir brennt's heiß.
Ich mache das Fenster auf,Es ist dunkle Morgenhelle.Das Schneien hörte schon auf,Ein großer Stern ist an seiner Stelle.
Der Stern, der SternIst wunderbar schön.Weiß von Schnee ist die Fern',Weiß von Schnee alle Höhn.
Heilige, frischeMorgenruh' in der Welt.Jeder Laut deutlich fällt;Die Dächer glänzen wie Kindertische.
So still und weiß:Eine große, schöne Einöde,Deren kalte Stille jedeÄußerung stört; in mir brennt's heiß.
Ich tu' mir Zwang,Zu scherzen und lachen,Was soll ich machen,Die Zeit ist lang.Gewohnten GangIm müden HerzenGehn alte Schmerzen,Die Zeit ist lang.Ich muß den HangZu weinen bezwingen,Nebst andern Dingen,Die Zeit ist lang.
Ich tu' mir Zwang,Zu scherzen und lachen,Was soll ich machen,Die Zeit ist lang.
Gewohnten GangIm müden HerzenGehn alte Schmerzen,Die Zeit ist lang.
Ich muß den HangZu weinen bezwingen,Nebst andern Dingen,Die Zeit ist lang.
Und als ein solcher klarerTag hastig nun wiederkam,Sprach er voll ruhiger, wahrerEntschlossenheit langsam:Nun soll es anders sein,Ich stürze mich in den Kampf hinein;Ich will gleich so vielen andernAus der Welt tragen helfen das Leid,Will leiden und wandern,Bis das Volk befreit.Will nie mehr müde mich niederlegen;Geschehen soll etwas.Da überkam ihn ein Erwägen,Ein Schlummer: ach, laß doch das.
Und als ein solcher klarerTag hastig nun wiederkam,Sprach er voll ruhiger, wahrerEntschlossenheit langsam:Nun soll es anders sein,Ich stürze mich in den Kampf hinein;Ich will gleich so vielen andernAus der Welt tragen helfen das Leid,Will leiden und wandern,Bis das Volk befreit.Will nie mehr müde mich niederlegen;Geschehen soll etwas.Da überkam ihn ein Erwägen,Ein Schlummer: ach, laß doch das.
Es schneit, es schneit, bedeckt die ErdeMit weißer Beschwerde, so weit, so weit.Es taumelt so weh, hinunter vom Himmel,Das Flockengewimmel, der Schnee, der Schnee.Das gibt dir, ach, eine Ruh', eine Weite,Die weißverschneite Welt macht mich schwach.So daß erst klein, dann groß mein SehnenSich drängt zu Tränen, in mich hinein.
Es schneit, es schneit, bedeckt die ErdeMit weißer Beschwerde, so weit, so weit.
Es taumelt so weh, hinunter vom Himmel,Das Flockengewimmel, der Schnee, der Schnee.
Das gibt dir, ach, eine Ruh', eine Weite,Die weißverschneite Welt macht mich schwach.
So daß erst klein, dann groß mein SehnenSich drängt zu Tränen, in mich hinein.
Ich dachte gestern nacht,Die Sterne müssen singen,Als ich aufgewachtUnd es leise hörte klingen.Es war aber eine Handharfe,Die durch die Räume drang,Und durch die kalte, scharfeNacht klang es so bang.Dachte so verlornem Ringen,Gebeten und Flüchen nach,Und noch lange hört' ich es singen,Lag lang' noch wach.
Ich dachte gestern nacht,Die Sterne müssen singen,Als ich aufgewachtUnd es leise hörte klingen.
Es war aber eine Handharfe,Die durch die Räume drang,Und durch die kalte, scharfeNacht klang es so bang.
Dachte so verlornem Ringen,Gebeten und Flüchen nach,Und noch lange hört' ich es singen,Lag lang' noch wach.
Entführ' mich, wie ich bin;Sieh, mein verirrter SinnWeist von sich diese Welt,Die ihn nicht mehr erhellt.Komm, o ich werde bravUnd selig stille seinIn deinem dichten Schein,Heiliger, süßer Schlaf.
Entführ' mich, wie ich bin;Sieh, mein verirrter SinnWeist von sich diese Welt,Die ihn nicht mehr erhellt.Komm, o ich werde bravUnd selig stille seinIn deinem dichten Schein,Heiliger, süßer Schlaf.
Wie geisterhaft im SinkenUnd Steigen ist mein Leben.Stets seh' ich mich mir winken,Dem Winkenden entschweben.Ich seh' mich als Gelächter,Als tiefe Trauer wieder,Als wüsten Redeflechter;Doch alles dies sinkt nieder.Und ist zu allen ZeitenWohl niemals recht gewesen.Ich bin vergeßne WeitenZu wandern auserlesen.
Wie geisterhaft im SinkenUnd Steigen ist mein Leben.Stets seh' ich mich mir winken,Dem Winkenden entschweben.
Ich seh' mich als Gelächter,Als tiefe Trauer wieder,Als wüsten Redeflechter;Doch alles dies sinkt nieder.
Und ist zu allen ZeitenWohl niemals recht gewesen.Ich bin vergeßne WeitenZu wandern auserlesen.
Es braust noch immer in der Welt,Das Brausen hört doch niemals auf;Ich liebe – es hört niemals auf,Es braust ein Lieben durch die Welt.Und ob ich auch ein Feigling bin,Und ob du auch ein Kranker bist:Du liebst, wenn du es auch nicht bist,Der liebt, ich liebe, wenn ich's auch nicht bin.Es braust, und ich steh' horchend still,Ich weiß, ich hasse den und den,Es nützt mir nichts; wie ich auch will:Ich liebe alles, so auch den.Dann gibt es Stunden, wo ich weiß,Daß wir vor Liebe alle heiß.
Es braust noch immer in der Welt,Das Brausen hört doch niemals auf;Ich liebe – es hört niemals auf,Es braust ein Lieben durch die Welt.Und ob ich auch ein Feigling bin,Und ob du auch ein Kranker bist:Du liebst, wenn du es auch nicht bist,Der liebt, ich liebe, wenn ich's auch nicht bin.Es braust, und ich steh' horchend still,Ich weiß, ich hasse den und den,Es nützt mir nichts; wie ich auch will:Ich liebe alles, so auch den.Dann gibt es Stunden, wo ich weiß,Daß wir vor Liebe alle heiß.
Er schwenkte leise seinen HutUnd ging, heißt es vom Wandersmann.Er riß die Blätter von dem BaumUnd ging, heißt es vom rauhen Herbst.Sie teilte lächelnd Gnaden ausUnd ging, heißt's von der Majestät.Es klopfte nächtlich an die TürUnd ging, heißt es vom Herzeleid.Er zeigte weinend auf sein HerzUnd ging, heißt es vom armen Mann.
Er schwenkte leise seinen HutUnd ging, heißt es vom Wandersmann.Er riß die Blätter von dem BaumUnd ging, heißt es vom rauhen Herbst.Sie teilte lächelnd Gnaden ausUnd ging, heißt's von der Majestät.Es klopfte nächtlich an die TürUnd ging, heißt es vom Herzeleid.Er zeigte weinend auf sein HerzUnd ging, heißt es vom armen Mann.
Geboren am 24. Juli 1864 in Hannover, gestorben am 9. März 1918 in München. – Die vier Jahreszeiten 1905.
Greife wacker nach der Sünde;Aus der Sünde wächst Genuß.Ach, du gleichest einem Kinde,Dem man alles zeigen muß.Meide nicht die ird'schen Schätze:Wo sie liegen, nimm sie mit.Hat die Welt doch nur Gesetze,Daß man sie mit Füßen tritt.Glücklich, wer geschickt und heiterÜber frische Gräber hopst.Tanzend auf der GalgenleiterHat sich keiner noch gemopst.
Greife wacker nach der Sünde;Aus der Sünde wächst Genuß.Ach, du gleichest einem Kinde,Dem man alles zeigen muß.
Meide nicht die ird'schen Schätze:Wo sie liegen, nimm sie mit.Hat die Welt doch nur Gesetze,Daß man sie mit Füßen tritt.
Glücklich, wer geschickt und heiterÜber frische Gräber hopst.Tanzend auf der GalgenleiterHat sich keiner noch gemopst.
Ein Waisenkind, mit nassen, blassen Wangen,Mit hohlen Augen und mit dünnen ArmenHuscht scheu hervor, inständig mein ErbarmenAnflehend, stotternd, schlotternd, furchtbefangen.Eisig sein Körper, glühend sein Verlangen,Müht sich's frostbebend, menschlich zu erwarmen.Vergebne Qual; erschlafft in meinen Armen,Bewimmert es sein Hoffen und sein Bangen.Beschämt schleicht sich's von hinnen, ächzend, siechend,Nachts bettelnd und bei Tage sich verkriechend,Heut in Verzweiflung, morgen in Verzücktheit;Verfällt gemach schmerzstillender Verrücktheit,Stutzt, lacht, jauchzt todesfroh, und, der GewandungVom Gischt beraubt, zerschellt es in der Brandung.
Ein Waisenkind, mit nassen, blassen Wangen,Mit hohlen Augen und mit dünnen ArmenHuscht scheu hervor, inständig mein ErbarmenAnflehend, stotternd, schlotternd, furchtbefangen.
Eisig sein Körper, glühend sein Verlangen,Müht sich's frostbebend, menschlich zu erwarmen.Vergebne Qual; erschlafft in meinen Armen,Bewimmert es sein Hoffen und sein Bangen.
Beschämt schleicht sich's von hinnen, ächzend, siechend,Nachts bettelnd und bei Tage sich verkriechend,Heut in Verzweiflung, morgen in Verzücktheit;
Verfällt gemach schmerzstillender Verrücktheit,Stutzt, lacht, jauchzt todesfroh, und, der GewandungVom Gischt beraubt, zerschellt es in der Brandung.
Ich war ein Kind von fünfzehn Jahren,Ein reines unschuldsvolles Kind,Als ich zum erstenmal erfahren,Wie süß der Liebe Freuden sind.Er nahm mich um den Leib und lachteUnd flüsterte: O welch ein Glück!Und dabei bog er sachte, sachteMein Köpfchen auf das Pfühl zurück.Seit jenem Tag lieb' ich sie alle,Des Lebens schönster Lenz ist mein;Und wenn ich keinem mehr gefalle,Dann will ich gern begraben sein.
Ich war ein Kind von fünfzehn Jahren,Ein reines unschuldsvolles Kind,Als ich zum erstenmal erfahren,Wie süß der Liebe Freuden sind.
Er nahm mich um den Leib und lachteUnd flüsterte: O welch ein Glück!Und dabei bog er sachte, sachteMein Köpfchen auf das Pfühl zurück.
Seit jenem Tag lieb' ich sie alle,Des Lebens schönster Lenz ist mein;Und wenn ich keinem mehr gefalle,Dann will ich gern begraben sein.
Reicht mir in der TodesstundeNicht in Gnaden den Pokal!Von des Weibes heißem MundeLaßt mich trinken noch einmal!Mögt ihr sinnlos euch berauschen,Wenn mein Blut zerrinnt im Sand.Meinen Kuß mag sie nicht tauschenAuch für Brot aus Henkershand.Einen Sohn wird sie gebären,Dem mein Kreuz im Herzen steht,Der für seiner Mutter ZährenEurer Kinder Häupter mäht.
Reicht mir in der TodesstundeNicht in Gnaden den Pokal!Von des Weibes heißem MundeLaßt mich trinken noch einmal!
Mögt ihr sinnlos euch berauschen,Wenn mein Blut zerrinnt im Sand.Meinen Kuß mag sie nicht tauschenAuch für Brot aus Henkershand.
Einen Sohn wird sie gebären,Dem mein Kreuz im Herzen steht,Der für seiner Mutter ZährenEurer Kinder Häupter mäht.
Zwischen duftigen BüschenStieß ich auf einen Quell;Meinen Mund zu erfrischen,Dünkt' er mich rein und hell.Als ich mich satt getrunken,Träumend wankt' ich zur Stadt,Bin aufs Lager gesunken,Fiebernd und todesmatt.Hat kein Arzt sich gefunden,Dessen Kunst mich geheilt;Werd' auch nimmer gesunden,Bis mich der Tod ereilt. –Ei du mein durstiger Knabe,Streife nicht durchs Gebüsch;Bleib bei der Mutter und labeFromm dich am Kaffeetisch.
Zwischen duftigen BüschenStieß ich auf einen Quell;Meinen Mund zu erfrischen,Dünkt' er mich rein und hell.
Als ich mich satt getrunken,Träumend wankt' ich zur Stadt,Bin aufs Lager gesunken,Fiebernd und todesmatt.
Hat kein Arzt sich gefunden,Dessen Kunst mich geheilt;Werd' auch nimmer gesunden,Bis mich der Tod ereilt. –
Ei du mein durstiger Knabe,Streife nicht durchs Gebüsch;Bleib bei der Mutter und labeFromm dich am Kaffeetisch.
Geboren am 10. September 1890 zu Prag. – Der Weltfreund 1911. Wir sind 1913. Einander 1915. Gesänge aus den drei Reichen 1917. Der Gerichtstag 1920.
Ich reichte einem Kranken meine HandUnd gab ihm Wunsch und Mitgefühl bekannt.Doch während treulich meine Worte waren,Sprach wohl ein Herz, das nur sich selbst empfand.Mittäglich sah ich einen Droschkenstand,Wo sich beweglich alte Gäule sonnten.Da hat ein klarer Kopf sich umgewandtUnd tief durchfühlt traf mich ein schweres Auge.Bin aber dumpf des eigenen Wegs geranntUnd nicht durchfloß mich dieses Bruderleben.Am Abend hab' ich heißes Wort genannt.Verzweiflung, Liebe, Sehnsucht nannt ich mein.Hah, Mein und Mein! Und immer diese Wand!Warum bin ich nicht durch die Welt gespannt,Allfühlend gleicherzeit in Tier und Bäumen,In Knecht und Ofen, Mensch und Gegenstand?!So ist's mein Teil, sternhaft dahinzurollen,Gebunden zwar, doch niemandem verwandt,Wie nichts erkennend, so auch unerkannt.
Ich reichte einem Kranken meine HandUnd gab ihm Wunsch und Mitgefühl bekannt.Doch während treulich meine Worte waren,Sprach wohl ein Herz, das nur sich selbst empfand.Mittäglich sah ich einen Droschkenstand,Wo sich beweglich alte Gäule sonnten.Da hat ein klarer Kopf sich umgewandtUnd tief durchfühlt traf mich ein schweres Auge.Bin aber dumpf des eigenen Wegs geranntUnd nicht durchfloß mich dieses Bruderleben.
Am Abend hab' ich heißes Wort genannt.Verzweiflung, Liebe, Sehnsucht nannt ich mein.Hah, Mein und Mein! Und immer diese Wand!Warum bin ich nicht durch die Welt gespannt,Allfühlend gleicherzeit in Tier und Bäumen,In Knecht und Ofen, Mensch und Gegenstand?!So ist's mein Teil, sternhaft dahinzurollen,Gebunden zwar, doch niemandem verwandt,Wie nichts erkennend, so auch unerkannt.
Nacht kam herein.Und morgen, wähnen wir, ist Tag.Da gehn die Wagen wiederUnd an den Türen läutet es.Die Mutter mein sitzt da.Ihr Antlitz ist nicht meins.Sie redet viel an mich.Ich denk an fremdes Nichts.Die Schwester mein lacht auf.Leicht könnte ich sie hassen.In meiner Öde brodeltSchon ein gemeines Wort.Ich bin so zugebaut!Und alles rauscht nach Liebe.Ich auch nach Liebe weineUnd hab doch keinen gern.
Nacht kam herein.Und morgen, wähnen wir, ist Tag.Da gehn die Wagen wiederUnd an den Türen läutet es.
Die Mutter mein sitzt da.Ihr Antlitz ist nicht meins.Sie redet viel an mich.Ich denk an fremdes Nichts.
Die Schwester mein lacht auf.Leicht könnte ich sie hassen.In meiner Öde brodeltSchon ein gemeines Wort.
Ich bin so zugebaut!Und alles rauscht nach Liebe.Ich auch nach Liebe weineUnd hab doch keinen gern.
Taucht nur, senkt nur eure wilden FratzenIn mein reines fließendes Wesen!Diese Seele brandzuschatzen,Seid ihr alle, allesamt erlesen.Märtyrer, gegrüßt, wollüstige Büßer!Heil dem Busen durch und durch geschlagen!Welche Lust auf Erden denn ist süßer,Als verwundet werden und nichts sagen.Komm, Verräter, daß ich dich erbose,Du mit müden Händen, list'ger Späher!Hier Gesicht und Brust!! Mit jedem StoßeBin ich ja dem Tempo Gottes näher!
Taucht nur, senkt nur eure wilden FratzenIn mein reines fließendes Wesen!Diese Seele brandzuschatzen,Seid ihr alle, allesamt erlesen.
Märtyrer, gegrüßt, wollüstige Büßer!Heil dem Busen durch und durch geschlagen!Welche Lust auf Erden denn ist süßer,Als verwundet werden und nichts sagen.
Komm, Verräter, daß ich dich erbose,Du mit müden Händen, list'ger Späher!Hier Gesicht und Brust!! Mit jedem StoßeBin ich ja dem Tempo Gottes näher!
Daß einmal mein dies Leben war,Daß in ihm jene Kiefern standenUnd Ufer schlafend sich vorüberwanden,Daß ich in Wäldern aufschrie sonderbar.Daß einmal mein dies Leben war!Wo Ufer schlafend sich vorüberwanden,Was trug der Fluß mit Schilf und Wolk' davon?Wo bin ich – und ich höre noch den TonVon Ruderbooten, wie sie lachend landen,Wo Ufer schlafend sich vorüberwanden.Wo bin ich – und ich höre noch den TonVon Equipagen, dicht im Kies verfahren,Kastanien- und Laternensprache warenNoch da und Worte – doch wo sind sie schon?Wo bin ich – und ich höre noch den Ton?Kastanien- und Laternensprache warenNoch da und Atem einer breiten Schar.Und mein war ein Gefühl von Gang und Haaren.O Ewigkeit! – Und werd' ich es bewahren,Daß einmal mein dies Leben war!
Daß einmal mein dies Leben war,Daß in ihm jene Kiefern standenUnd Ufer schlafend sich vorüberwanden,Daß ich in Wäldern aufschrie sonderbar.Daß einmal mein dies Leben war!
Wo Ufer schlafend sich vorüberwanden,Was trug der Fluß mit Schilf und Wolk' davon?Wo bin ich – und ich höre noch den TonVon Ruderbooten, wie sie lachend landen,Wo Ufer schlafend sich vorüberwanden.
Wo bin ich – und ich höre noch den TonVon Equipagen, dicht im Kies verfahren,Kastanien- und Laternensprache warenNoch da und Worte – doch wo sind sie schon?Wo bin ich – und ich höre noch den Ton?
Kastanien- und Laternensprache warenNoch da und Atem einer breiten Schar.Und mein war ein Gefühl von Gang und Haaren.O Ewigkeit! – Und werd' ich es bewahren,Daß einmal mein dies Leben war!
Wenn noch die EitelkeitDas Auge dir entweiht,Ist kommen nicht die Zeit.Solang du noch willst stehnAuf Podien, gesehn,Kann Glücks dir nicht geschehn.Wer sich noch nicht zerbrach,Sich öffnend jeder Schmach,Ist Gottes noch nicht wach.Wer noch mit Eifer spitzt,Daß er ein Weib besitzt,Ist noch nicht ausgewitzt.Erst wenn ein Mensch zergingIn jedem Tier und Ding,Zu lieben er anfing.Erst wer Erfüllung floh,Wächst an zum Höchsten so,Wird letzter Sehnsucht froh.Erst wer sich jauchzend botDer Schande und der NotUnd zehnfach jedem Tod,Im heiligsten Verzicht,Vor Liebe ihm zerbrichtSein irdisch Angesicht!Wohin schwillt er empor?Was schwingt er überm ChorUnendlich sein amor'!!
Wenn noch die EitelkeitDas Auge dir entweiht,Ist kommen nicht die Zeit.
Solang du noch willst stehnAuf Podien, gesehn,Kann Glücks dir nicht geschehn.
Wer sich noch nicht zerbrach,Sich öffnend jeder Schmach,Ist Gottes noch nicht wach.
Wer noch mit Eifer spitzt,Daß er ein Weib besitzt,Ist noch nicht ausgewitzt.
Erst wenn ein Mensch zergingIn jedem Tier und Ding,Zu lieben er anfing.
Erst wer Erfüllung floh,Wächst an zum Höchsten so,Wird letzter Sehnsucht froh.
Erst wer sich jauchzend botDer Schande und der NotUnd zehnfach jedem Tod,
Im heiligsten Verzicht,Vor Liebe ihm zerbrichtSein irdisch Angesicht!
Wohin schwillt er empor?Was schwingt er überm ChorUnendlich sein amor'!!
In dem sanften Wallen der alten FrühlingeStehn die alten Dienerinnen von Haus zu Haus.Der ausgebrannte Himmel schwebt dem Mond entgegen,Der Sonntag füllt mit seinem zarten Tod die Straße aus.Sein letzter Odem trägt den Schall von Ruderschlägen,Von Ufer, Hügelton und Klang von Weggesprächen her.Die alten Mägde haben gütige Hüte auf,Mild von Vergangenheit und kaum entlächelnd mehr.Nur manche Masche oder kühne Rose schlägt zum Flug die Flügel auf.Gestrickten Handschuh tun sie ab mit treuem Gruß und altem Nicken,Eh' sie sich in das Dunkel ihrer Tore schicken.Ach diese alten Frauen tragen ewig auf den alten HändenDas erdenlose schluchzende Traumlicht vom frühen Tag.Wohin sie auch ihr Gehen wenden,Klirrt ein Geschirr, ist Küche um sie, Stiege, alter Uhrenschlag.Im Hof ist Lärm, im Herd die ewige Kohle.Sie hören auf dem Gang das Schlürfen ihrer Sohle,Sie haben keinen Sohn und kein Geschick,Kein Bett zum Sterben breit. Nur kleinen Klatsch im Flur.Schon keift die Herrin auf, die aus der Türe fuhr …Unwandelbar in Ehrfurcht, so mit scheu gebeugtem RückenSind die bereit sich neu zu ewigem Dienst zu bücken.Doch ich Verworfener der Lust und Eitler in der Zeit,Ich weiß, daß diese alten geisterhaften LebenSich ohne Ende über meins erheben,Das voll von Hoffart Worte machen mag.Nur uns zu prüfen gab uns Gott den Tag,Allein des Tages Sinn heißt Heiligkeit.O heiliger Dienst, o Dienst, der niemals schließt,O Einfalt, die nichts weiß und nichts genießt,O Licht am Abend überm Tisch gebückt!Gepriesenes Leben, Dienst! Mit abgeschundenen Händen,Sich irdisch tilgend, himmlisch zu vollenden!
In dem sanften Wallen der alten FrühlingeStehn die alten Dienerinnen von Haus zu Haus.Der ausgebrannte Himmel schwebt dem Mond entgegen,Der Sonntag füllt mit seinem zarten Tod die Straße aus.Sein letzter Odem trägt den Schall von Ruderschlägen,Von Ufer, Hügelton und Klang von Weggesprächen her.Die alten Mägde haben gütige Hüte auf,Mild von Vergangenheit und kaum entlächelnd mehr.Nur manche Masche oder kühne Rose schlägt zum Flug die Flügel auf.Gestrickten Handschuh tun sie ab mit treuem Gruß und altem Nicken,Eh' sie sich in das Dunkel ihrer Tore schicken.
Ach diese alten Frauen tragen ewig auf den alten HändenDas erdenlose schluchzende Traumlicht vom frühen Tag.Wohin sie auch ihr Gehen wenden,Klirrt ein Geschirr, ist Küche um sie, Stiege, alter Uhrenschlag.Im Hof ist Lärm, im Herd die ewige Kohle.Sie hören auf dem Gang das Schlürfen ihrer Sohle,Sie haben keinen Sohn und kein Geschick,Kein Bett zum Sterben breit. Nur kleinen Klatsch im Flur.Schon keift die Herrin auf, die aus der Türe fuhr …Unwandelbar in Ehrfurcht, so mit scheu gebeugtem RückenSind die bereit sich neu zu ewigem Dienst zu bücken.
Doch ich Verworfener der Lust und Eitler in der Zeit,Ich weiß, daß diese alten geisterhaften LebenSich ohne Ende über meins erheben,Das voll von Hoffart Worte machen mag.Nur uns zu prüfen gab uns Gott den Tag,Allein des Tages Sinn heißt Heiligkeit.O heiliger Dienst, o Dienst, der niemals schließt,O Einfalt, die nichts weiß und nichts genießt,O Licht am Abend überm Tisch gebückt!Gepriesenes Leben, Dienst! Mit abgeschundenen Händen,Sich irdisch tilgend, himmlisch zu vollenden!
Ich liege in gläsernem Wachen,Gelöst mein Haar und Gesicht.Am Boden in langsamen LachenSchwebt Mond, das unselige Licht.Und wie mir die tödliche HelleDie Stirn und das Auge befühlt,Zerrinn ich und bin eine Welle,Gekräuselt, entführt und gespült.Die Mutter atmet daneben,Der Vater schläft auf und ab.Ich habe Angst um das LebenVon allen, die ich liebhab.Jetzt gehn durch verwachsene ZimmerErzengel mit schrecklichem Schwert.Ins Ohr weint mir immer, mir immerEin Kind, das mir nicht gehört.Nachtlampe von tausend BettenDes Leidens, der Mond mir scheint.Ich möchte viel Schluchzendes retten,Und bin es doch selbst, die weint.All Ding im Zimmer verlassen,Der Schuh, und der Tisch, und die Wand …Ich möchte das Ferne anfassen,Nur sein eine streichelnde Hand!Ich möchte mit Fröstelnden spielenUnd halten die Kalten im Arm!Ich fühle, die Reichen und VielenSind Kinder vor mir und so arm!Für alle muß ich mich sorgen,Mein Schlaf ist gläsern und schwebt …Ich horche, wie in den MorgenDer Atem von allen sich hebt.Im Fenster wehn Bäume zerrissen,Viel Himmel sind windig in Ruh.Ich decke mit meinen KissenDie frierenden Welten zu.
Ich liege in gläsernem Wachen,Gelöst mein Haar und Gesicht.Am Boden in langsamen LachenSchwebt Mond, das unselige Licht.
Und wie mir die tödliche HelleDie Stirn und das Auge befühlt,Zerrinn ich und bin eine Welle,Gekräuselt, entführt und gespült.
Die Mutter atmet daneben,Der Vater schläft auf und ab.Ich habe Angst um das LebenVon allen, die ich liebhab.
Jetzt gehn durch verwachsene ZimmerErzengel mit schrecklichem Schwert.Ins Ohr weint mir immer, mir immerEin Kind, das mir nicht gehört.
Nachtlampe von tausend BettenDes Leidens, der Mond mir scheint.Ich möchte viel Schluchzendes retten,Und bin es doch selbst, die weint.
All Ding im Zimmer verlassen,Der Schuh, und der Tisch, und die Wand …Ich möchte das Ferne anfassen,Nur sein eine streichelnde Hand!
Ich möchte mit Fröstelnden spielenUnd halten die Kalten im Arm!Ich fühle, die Reichen und VielenSind Kinder vor mir und so arm!
Für alle muß ich mich sorgen,Mein Schlaf ist gläsern und schwebt …Ich horche, wie in den MorgenDer Atem von allen sich hebt.
Im Fenster wehn Bäume zerrissen,Viel Himmel sind windig in Ruh.Ich decke mit meinen KissenDie frierenden Welten zu.
Mein Gott, es werden sein zu deiner RechtenNicht die Wahrhaftigen allein und die Gerechten!Nein alle, die in dreizehn DezembernächtenVor einem Fenster standen. Und Frauen, die sich rächtenMit Vitriol und dann im Gerichtssaal ergrauten,Die Eifersüchtigen all, die ihr Blut stauten,In Droschken weinten, in Sälen sich erfrechten!Die durchgefallnen tiefen Atmer,Sänger, die mit bezechtenGliedern dem Tod sich in die Grube schmissen,Sie werden sein zu dir emporgerissen,Und werden sitzen, Gott, zu deiner Rechten!Es werden wandeln in deinen GärtenNicht nur die Demütigen und Beschwerten,Nein alle, die leuchteten und verehrten!Mädchen, die in Konzerten erkrankten,Weil ihre Wangen zu bleich sich verklärten,Blicke aus Augen, die dankten –Wahre Augen-Blicke zu nimmer verzehrtenDauern aus Zeit in deine Zeiten gehoben,Werden sie lodern weiter und loben,Leichte Feuer wandelnd in deinen Gärten!Es werden ruhen, Gott, in deinen TiefenNicht die allein, die deinen Namen riefen,Nein alle, die in den Nächten nicht schliefen!Die am Morgen ihr Herz mit beiden Händen häuftenWie Flamme, und liefenTiefatmend, blind, in unbekannten Läuften.Ein Küsten-Wind zuckt in Selbstmörderbriefen.Die Knaben haben Meere nicht verstanden,So brannten sie sich ab in Hieroglyphen.Nun knarrt ein Rost-Schild an den schiefenEisernen Kreuzen der Konfirmanden.Wie sehr wir hier sind, sind wir dort vorhanden –Die hier unruheten aus deinen Tiefen,Sie werden ruhen dort in deinen Tiefen.
Mein Gott, es werden sein zu deiner RechtenNicht die Wahrhaftigen allein und die Gerechten!Nein alle, die in dreizehn DezembernächtenVor einem Fenster standen. Und Frauen, die sich rächtenMit Vitriol und dann im Gerichtssaal ergrauten,Die Eifersüchtigen all, die ihr Blut stauten,In Droschken weinten, in Sälen sich erfrechten!Die durchgefallnen tiefen Atmer,Sänger, die mit bezechtenGliedern dem Tod sich in die Grube schmissen,Sie werden sein zu dir emporgerissen,Und werden sitzen, Gott, zu deiner Rechten!
Es werden wandeln in deinen GärtenNicht nur die Demütigen und Beschwerten,Nein alle, die leuchteten und verehrten!Mädchen, die in Konzerten erkrankten,Weil ihre Wangen zu bleich sich verklärten,Blicke aus Augen, die dankten –Wahre Augen-Blicke zu nimmer verzehrtenDauern aus Zeit in deine Zeiten gehoben,Werden sie lodern weiter und loben,Leichte Feuer wandelnd in deinen Gärten!
Es werden ruhen, Gott, in deinen TiefenNicht die allein, die deinen Namen riefen,Nein alle, die in den Nächten nicht schliefen!Die am Morgen ihr Herz mit beiden Händen häuftenWie Flamme, und liefenTiefatmend, blind, in unbekannten Läuften.Ein Küsten-Wind zuckt in Selbstmörderbriefen.Die Knaben haben Meere nicht verstanden,So brannten sie sich ab in Hieroglyphen.Nun knarrt ein Rost-Schild an den schiefenEisernen Kreuzen der Konfirmanden.Wie sehr wir hier sind, sind wir dort vorhanden –Die hier unruheten aus deinen Tiefen,Sie werden ruhen dort in deinen Tiefen.
Zwei Schwestern sah ich heut auf morgendlicher Au.Sie schwebten lerchenfrüh und schwärmten in das Blau,Und waren angetan kühl in Gewande weiß.Doch auf ihren Schürzen warVon trockenem Blut ein Rost und dumpfer Kreis.Sie aber tief umschlungen schritten wunderbar.Ich trat sie an die Schwebenden, und fragte leis:Schwestern, von welchem Schein sind eurer Augen Scheine froh?Kommt ihr nicht aus den Sälen, woDie eingetränkte Maske auf das arme Antlitz sinkt,Und in die weißen Stoffe Blut und Eiter dringt?Geht ihr nicht durch die Fäulnis schwerer Zimmer ein und aus?Tragt ihr nicht Schüsseln Unrats mild mit euch hinaus?Und habt in eurem Opfer keinen Tag und keine Stunde Lust,Dürft nicht in das Theater gehn und nicht im Grünen sitzen unbewußt!Die beiden Schwestern aber sahn mich an mit einem Schaun,Mit einem Blick voll tiefstem Jenseits sahn mich an die beiden Fraun.Mit einem Blick, den ich, ein niedrer Laie, noch nicht ganz verstand,Und doch geschah es, daß mich Weinen überwand.Ich sah ein Licht steigen, das sich dem Wiesen-Kuß entreißt.Es ahnte eine tiefste Wollust mein entzückter Geist.Mir war von unbetretner Freude offenbar ein letztes Ziel …Von ferne fühlt ich lachen leichtDas Schwesternpaar, wie's nun entweicht,Und schwindet tiefumschlungen in ein zärtlich frühes Glockenspiel.
Zwei Schwestern sah ich heut auf morgendlicher Au.Sie schwebten lerchenfrüh und schwärmten in das Blau,Und waren angetan kühl in Gewande weiß.Doch auf ihren Schürzen warVon trockenem Blut ein Rost und dumpfer Kreis.Sie aber tief umschlungen schritten wunderbar.
Ich trat sie an die Schwebenden, und fragte leis:Schwestern, von welchem Schein sind eurer Augen Scheine froh?Kommt ihr nicht aus den Sälen, woDie eingetränkte Maske auf das arme Antlitz sinkt,Und in die weißen Stoffe Blut und Eiter dringt?Geht ihr nicht durch die Fäulnis schwerer Zimmer ein und aus?Tragt ihr nicht Schüsseln Unrats mild mit euch hinaus?Und habt in eurem Opfer keinen Tag und keine Stunde Lust,Dürft nicht in das Theater gehn und nicht im Grünen sitzen unbewußt!
Die beiden Schwestern aber sahn mich an mit einem Schaun,Mit einem Blick voll tiefstem Jenseits sahn mich an die beiden Fraun.Mit einem Blick, den ich, ein niedrer Laie, noch nicht ganz verstand,Und doch geschah es, daß mich Weinen überwand.Ich sah ein Licht steigen, das sich dem Wiesen-Kuß entreißt.Es ahnte eine tiefste Wollust mein entzückter Geist.Mir war von unbetretner Freude offenbar ein letztes Ziel …
Von ferne fühlt ich lachen leichtDas Schwesternpaar, wie's nun entweicht,Und schwindet tiefumschlungen in ein zärtlich frühes Glockenspiel.
Warum, warum diese neue Angst?: Die Welt ist schon so oft!Und Oft ein Wort, das fort und fort ins Ohr tropft unverhofft.Ein rundes Wort, ein runder Laut, der endet und beschließt.Mir graut vor meinem Haar,Es war so oft, meine Hand war oft, mein Mund war oft, war, war!Meine Zunge war oft, meine Brust und was er genießt.Mir graut, es graut auch meinem Haar.Oft – ist unfaßliche Gefahr.Ich kann die Blumen nicht sehn auf dem Tisch, sie machen mich krank.Mein Geliebter hat einen verräterischen Gang.Oft und Gewohnt sein aufgeknöpftes FreundespaarWischt sich die Stiefel nicht ab. Sie spucken garUnd blasen Zigarrenrauch in mein Haar.Oft ist mein Feind und schon lang.O diese schrecklichen Frühen. Sie tragen Altes auf ihren Glocken her.Wie bin ich von weitem und lang schon her.Nun kann ich mich gar nicht erinnern mehr.Wie man sich lachend auf die Fußspitzen stellt,Das entfiel dem Gedächtnis meiner Füße, dem viel entfällt.Trübsinn heißt vierfach meine Jahreszeit,Im Winter fürcht' ich den Frühling, im Frühling die scharfe Zeit,Und doch möcht' ich alles halten, was mich vermaledeit.Nein, nein! Ach! Wie ist mir das doch hassenswert!Wie alles an mir vergeht, möchte auch ich vergehn.Verzehrt sein, vergehn, eingehn in einen hohen Wert.Lieben, lieben zum erstenmal,Wo Liebe nicht verlischt mit dem Wangenmal,Nicht jeder Kuß, verhauchend, wird Betrug,Und Ekel durch die Morgenlumpen lugt!Eingehn in ein reines weißes Weiß!Weiße Schürzen tragen, weißes Kleid und eine Farbe nur sehr: Weiß!Mein Gesicht vergessen, keine Zeit haben, immer ein Werk haben, immer tun,Nur am Abend ins Gebet hinüberruhn!O Leidenschaft!Nun schimpft zum Fenster ein Regen herein.Auch der Regen ist oft. Ich zähle die Feinde nicht.Ich fühle nur meine Augen. Wohin ist mein Gesicht?Früher lebte ich seine Farben und flog unendlich in alles ein,Von unten, von der Seite, streichelte alles mit meinem Schein.Jetzt ist in mir solch eine Beschwerlichkeit.Ich bin leicht, ich bin leicht, aber mein Antlitz neigt,Neigt sich zu allem nieder, als wär' ich sehr groß und sehr weit,Und alles ist nur bedacht, daß es sich höflich zeigt.Wo bin ich denn? O Himmelsrose, die mich in die Mitte klemmt!Ich sitze auf meinem Bettrand im Hemd,Und schaue auf meinen edel ermatteten Fuß,Der mich entzückt, daß ich fast weinen muß.Und doch ist in meinen süßen Beinen schon etwas, das man verhängt …
Warum, warum diese neue Angst?: Die Welt ist schon so oft!Und Oft ein Wort, das fort und fort ins Ohr tropft unverhofft.Ein rundes Wort, ein runder Laut, der endet und beschließt.Mir graut vor meinem Haar,Es war so oft, meine Hand war oft, mein Mund war oft, war, war!Meine Zunge war oft, meine Brust und was er genießt.Mir graut, es graut auch meinem Haar.Oft – ist unfaßliche Gefahr.
Ich kann die Blumen nicht sehn auf dem Tisch, sie machen mich krank.Mein Geliebter hat einen verräterischen Gang.Oft und Gewohnt sein aufgeknöpftes FreundespaarWischt sich die Stiefel nicht ab. Sie spucken garUnd blasen Zigarrenrauch in mein Haar.Oft ist mein Feind und schon lang.
O diese schrecklichen Frühen. Sie tragen Altes auf ihren Glocken her.Wie bin ich von weitem und lang schon her.Nun kann ich mich gar nicht erinnern mehr.Wie man sich lachend auf die Fußspitzen stellt,Das entfiel dem Gedächtnis meiner Füße, dem viel entfällt.
Trübsinn heißt vierfach meine Jahreszeit,Im Winter fürcht' ich den Frühling, im Frühling die scharfe Zeit,Und doch möcht' ich alles halten, was mich vermaledeit.
Nein, nein! Ach! Wie ist mir das doch hassenswert!Wie alles an mir vergeht, möchte auch ich vergehn.Verzehrt sein, vergehn, eingehn in einen hohen Wert.
Lieben, lieben zum erstenmal,Wo Liebe nicht verlischt mit dem Wangenmal,Nicht jeder Kuß, verhauchend, wird Betrug,Und Ekel durch die Morgenlumpen lugt!Eingehn in ein reines weißes Weiß!Weiße Schürzen tragen, weißes Kleid und eine Farbe nur sehr: Weiß!Mein Gesicht vergessen, keine Zeit haben, immer ein Werk haben, immer tun,Nur am Abend ins Gebet hinüberruhn!O Leidenschaft!
Nun schimpft zum Fenster ein Regen herein.Auch der Regen ist oft. Ich zähle die Feinde nicht.Ich fühle nur meine Augen. Wohin ist mein Gesicht?Früher lebte ich seine Farben und flog unendlich in alles ein,Von unten, von der Seite, streichelte alles mit meinem Schein.Jetzt ist in mir solch eine Beschwerlichkeit.Ich bin leicht, ich bin leicht, aber mein Antlitz neigt,Neigt sich zu allem nieder, als wär' ich sehr groß und sehr weit,Und alles ist nur bedacht, daß es sich höflich zeigt.
Wo bin ich denn? O Himmelsrose, die mich in die Mitte klemmt!Ich sitze auf meinem Bettrand im Hemd,Und schaue auf meinen edel ermatteten Fuß,Der mich entzückt, daß ich fast weinen muß.Und doch ist in meinen süßen Beinen schon etwas, das man verhängt …
Franz Werfel
So reich bist du, als du tränenreich bist.So frei bist du, als du dich selbst überspringst,So wahr bist du, als du dich kannst verwerfen.So groß bist du, als klein vor dir der Tod ist.So tief bist du Wunder,Als du tiefe Wunder siehst!
So reich bist du, als du tränenreich bist.So frei bist du, als du dich selbst überspringst,So wahr bist du, als du dich kannst verwerfen.So groß bist du, als klein vor dir der Tod ist.So tief bist du Wunder,Als du tiefe Wunder siehst!
Niemals wieder will ichEines Menschen Antlitz verlachen.Niemals wieder will ichEines Menschen Wesen richten.Wohl gibt es Kannibalen-Stirnen.Wohl gibt es Kuppler-Augen.Wohl gibt es Vielfraß-Lippen.Aber plötzlichAus der dumpfen RedeDes leichthin Gerichteten,Aus einem hilflosen SchulterzuckenWehte mir zarter LindenduftUnserer fernen seligen Heimat,Und ich bereute gerissenes Urteil.Noch im schlammigsten AntlitzHarret das Gott-Licht seiner Entfaltung.Die gierigen Herzen greifen nach Kot –Aber in jedemGeborenen MenschenIst mir die Heimkunft des Heilands verheißen.
Niemals wieder will ichEines Menschen Antlitz verlachen.Niemals wieder will ichEines Menschen Wesen richten.
Wohl gibt es Kannibalen-Stirnen.Wohl gibt es Kuppler-Augen.Wohl gibt es Vielfraß-Lippen.
Aber plötzlichAus der dumpfen RedeDes leichthin Gerichteten,Aus einem hilflosen SchulterzuckenWehte mir zarter LindenduftUnserer fernen seligen Heimat,Und ich bereute gerissenes Urteil.
Noch im schlammigsten AntlitzHarret das Gott-Licht seiner Entfaltung.Die gierigen Herzen greifen nach Kot –Aber in jedemGeborenen MenschenIst mir die Heimkunft des Heilands verheißen.
Erkennen ist noch Hast.Auch Können ist Unrast.Wer wirklich ist, der ist!Der wohlgeborene Hund darf sein.Der mißgeborene Hund muß springen.
Erkennen ist noch Hast.Auch Können ist Unrast.Wer wirklich ist, der ist!Der wohlgeborene Hund darf sein.Der mißgeborene Hund muß springen.
Nun wieder, mein Vater, ist kommen die Nacht, die alte, immergleiche.Sie durchschreitet uns all die Wunderblinden mitten im Wunder.Und die Stunde ist da, wo die Menschen, unwissend des tiefen Zeichens,Vor ihr Wasser treten, den Kopf eintauchen und die beschmutzten Hände spülen.O heilig Wasser der Erde, doppelt bestimmt, zu tränken und zu reinigen!O mein Gott, o mein Vater, heilig Wasser der Geisterwelt!Ist nicht meine Sehnsucht nach deiner Kühle Gewähr, daß du springst und spülst,Ist nicht mein Zweifel noch das Hinlauschen nach deinem süßen Gefälle?Ich senke meinen Kopf und tauche ihn in die Feuchte des Lampenkreises.Ich halte dir meine beschmutzten Hände hin, wie ein Kind, das am Abend der Waschung wartet.Nach einem lügnerischen Tage will ich mich sammeln, um in dieser Spanne wahr zu sein.Ich will mich in meiner Hürde zusammendrängen, bis das Geheul meiner Eitelkeit verstummt.Dein Psalmist, mein Vater, hat wider seine Feinde gesungen,Und ich, mein Vater, folge ihm und singe einen Psalm hier wider meinen Feind!Ach, ich habe keine Feinde, denn wir Menschen lieben einander nicht einmal so sehr, um uns Feinde zu sein.Aber ich habe einen Feind, einen gewaltigen Feind, der mich berennt und an alle meine Tore pocht.Ich habe einen Feind, mein Vater, der an meinem Tisch sitzt und Völlerei treibt,Während ich meine verdorrten Hände falte und darbe, und sich am Fenster die Hungrigen drängen.Ich habe einen Feind, der aufstoßend nach der Mahlzeit seine Zigarre raucht und fett wird,Während ich immer geringer werde und zusehn muß, wie er das Gut meiner Seele verpraßt.Ich habe einen Feind, mein Vater, der meine edle Rede in Geschwätz verkehrt und in Selbstbetrug.Ich habe einen Feind, der mein Gewissen liebedienerisch macht, und meine Liebe mit Trägheit erstickt.Ich habe einen Feind, der mich zu jeder Niedrigkeit verleitet, zur Wollust des Sieges an den Spieltischen,Der ich doch ein Meister der göttlichen Genüsse bin.Warum hast du mich mit diesem Feind erschaffen, mein Vater, warum mich zu dieser Zwieheit gemacht?Warum gabst du mir nicht Einheit und Reinheit? Reinige, einige mich, o du Gewässer!Siehe, es wehklagen all deine wissenden Kinder seit eh und je über die Zahl Zwei.Ich tauche meinen Kopf ins Licht und halte dir meine Hände hin zur Waschung.Befreie mich, reinige mich, mein Vater, töte diesen Feind, töte mich, ertränke diesen Mich!Wie selig sind die Einfachen, die Unwissenden, selig die einfach Guten, selig die einfach Bösen!Aber unselig, unselig die Entzweiten, die Zwiefachen, die zu- und abnehmenden Gegenspieler.O heilig Gewässer, um dein und meiner Größe willen, hilf mir!
Nun wieder, mein Vater, ist kommen die Nacht, die alte, immergleiche.Sie durchschreitet uns all die Wunderblinden mitten im Wunder.Und die Stunde ist da, wo die Menschen, unwissend des tiefen Zeichens,Vor ihr Wasser treten, den Kopf eintauchen und die beschmutzten Hände spülen.
O heilig Wasser der Erde, doppelt bestimmt, zu tränken und zu reinigen!O mein Gott, o mein Vater, heilig Wasser der Geisterwelt!Ist nicht meine Sehnsucht nach deiner Kühle Gewähr, daß du springst und spülst,Ist nicht mein Zweifel noch das Hinlauschen nach deinem süßen Gefälle?
Ich senke meinen Kopf und tauche ihn in die Feuchte des Lampenkreises.Ich halte dir meine beschmutzten Hände hin, wie ein Kind, das am Abend der Waschung wartet.Nach einem lügnerischen Tage will ich mich sammeln, um in dieser Spanne wahr zu sein.Ich will mich in meiner Hürde zusammendrängen, bis das Geheul meiner Eitelkeit verstummt.
Dein Psalmist, mein Vater, hat wider seine Feinde gesungen,Und ich, mein Vater, folge ihm und singe einen Psalm hier wider meinen Feind!Ach, ich habe keine Feinde, denn wir Menschen lieben einander nicht einmal so sehr, um uns Feinde zu sein.Aber ich habe einen Feind, einen gewaltigen Feind, der mich berennt und an alle meine Tore pocht.
Ich habe einen Feind, mein Vater, der an meinem Tisch sitzt und Völlerei treibt,Während ich meine verdorrten Hände falte und darbe, und sich am Fenster die Hungrigen drängen.Ich habe einen Feind, der aufstoßend nach der Mahlzeit seine Zigarre raucht und fett wird,Während ich immer geringer werde und zusehn muß, wie er das Gut meiner Seele verpraßt.
Ich habe einen Feind, mein Vater, der meine edle Rede in Geschwätz verkehrt und in Selbstbetrug.Ich habe einen Feind, der mein Gewissen liebedienerisch macht, und meine Liebe mit Trägheit erstickt.Ich habe einen Feind, der mich zu jeder Niedrigkeit verleitet, zur Wollust des Sieges an den Spieltischen,Der ich doch ein Meister der göttlichen Genüsse bin.
Warum hast du mich mit diesem Feind erschaffen, mein Vater, warum mich zu dieser Zwieheit gemacht?Warum gabst du mir nicht Einheit und Reinheit? Reinige, einige mich, o du Gewässer!Siehe, es wehklagen all deine wissenden Kinder seit eh und je über die Zahl Zwei.Ich tauche meinen Kopf ins Licht und halte dir meine Hände hin zur Waschung.
Befreie mich, reinige mich, mein Vater, töte diesen Feind, töte mich, ertränke diesen Mich!Wie selig sind die Einfachen, die Unwissenden, selig die einfach Guten, selig die einfach Bösen!Aber unselig, unselig die Entzweiten, die Zwiefachen, die zu- und abnehmenden Gegenspieler.O heilig Gewässer, um dein und meiner Größe willen, hilf mir!