B.Baaders. a) I.Bad(V.) b) III.Bader.Baakes. 1)Bag2)Bald(einst. K.).Baar-s.Bera(V., einst. K.).Baath, Baatzs.Bad(einst. K.).Babbes.Bad(zweist. K.).BabendererdeIII. niederd. (Mecklenb.) „über der Erde“ (in welchem Sinne?), vgl. Chonradus uf der Erde 1194.Babsts.Pabst.Bachs. a) I.Bagb) III.Bach.BachIII. ahd. pah, bah, mhd. bach, altsächs. biki bildet urspr. Flußnamen, dann auch Benennungen von Orten, die an den Flüssen liegen — heutzutage hochd. -bachin tausenden von Namen, niederd. -beck(spr. bäk, mit gedehntem, offenem e, daher auchin der Schreibung) -bek, -beek; -becke. Häufig elliptisch:Weißenbach= zum weißen Bach;Langenbeck.FN.Bach(= am Bach, s. Lubbeke bi der beke fries. Urk. Pott 543 — Bach auch häufiger ON.)Zumbach. —Bachmann.Anspach.Hilspach.Perkhausen von Aiglspach(wie auchPachmayrMünch.). —Achenbach.Erlebach; niederd.Ellerbeck.Feuerbach.Grumbach.Hagenbach.Marbach.Raupach(O. Raubach).Roßbach.Seebach.Süßenbach. Niederdeutsch:van der Beck,Beeck(Bek niederd. weiblich).Terbeck. —Billerbeck.Düsterbeck.Einbeck.Goldbeck(Klemp. Goltbeke 1369).Langenbeck(O. in Hannover, welchem hochd. Langenbach in Bayern, Nassau entspricht).Lilienbeck.Lutterbeck(O. Lutterbeck u. -bek).Mühlenbeck; ganz niederdeutschMöllenbeck(westf.).Nordbeck(O. Nordenbeck).Overbeck.Rohrbeck.Schwanebeck.Schwarzenbeck(neben hochd.Schwarzenbach).Seebeck.Steinbeck.Westerbeck.von dem Knesebeck(Kn. Dorf in Hannover).Selten -becke:Harbecke(O. im Regb. Arnsberg).Thorbecke(flämisch, deutsch Thorbeck O. in Mecklenb., Hannov.).Ableitung auf -er (oberd.):1) -pacher(bes. nach s):Dürenpacher(nebenDurnbacher, O. Dürnbach in Gottschee).Gerspacher.Rinderspacher.Rummelspacher.Überpacher(Wien, O. -bach).2) -bacher:Embacher.Föhrenbacher.Kuchelbacher.Speckbacher.Steinbacher.Daneben ist bemerkenswert eine F. mit Umlaut:3) -bächer, gew. -becher(wo dann der Schein einer Zss. mit dem Hauptw. Becher entsteht). Während im Hochdeutschen die umlautfreie F. bei solchen Ableitungen von ON. auf -bach jetzt alleinige Geltung hat, z. B. „das Hambacher Fest“, „Weilbacher Brunnen“, weisen oberdeutsche Mundarten den Umlaut auf, z. B. die alemannische (Hebel: „’s MambecherHätteli“ von Mambach im Oberrheinkreis). Demnach finden sich:Arzbächer.Offenbächer.Vogelbächer.Weilbächer.Dörrenbächer, auchDörrenbecher.Reichenbächer, auch -becher.Isselbächer, auch -becher(s. Verlustliste Nr. 91: Isselbecher aus Isselbach, wo demnach die Zusammengehörigkeit recht in die Augen springt).EberspechernebenEberspacher(München). —Cumbecher.Eschenbecher.Leutbecher.Merschbecher.Nußbecher.Odenbecher.Rohrbecher.Schneckenbecher.Seidenbecher.Steinbecher.Stürzelbecher.Weidenbecher.Wittenbecher.Zu diesen sämtlichen N. finden sich entsprechende ON. auf -bachin Rudolphs Lex. Dementsprechend wird auchHolzbecherabzuleiten sein, da es mehrere O. Holzbach gibt, obwohl der N. auch von einem Geräte abgeleitet, „(der mit dem) Holzbecher“, einen guten Sinn ergäbe.(In Bayern und Österreich begegnet mitunter -beck, -böck für -bach (-bacher) als FN., soHotzbeck,Adenböck,Deisböck,Waitzenböcks. Steub S. 146).-bacher, -bächers.Bach.Bäcks.Beck.Backes. a)Bad(einst. K.) b)Bagc)Bald(einst. K.).Backers.Becker.BackfischIII. „Fisch zum Backen d. i. Bratfisch“.BackhausIII. „der am (oder im) Backhause wohnt“. Niederd.Backhus(S. 54, Anm. 2). Doch gibt es auch ein Dorf Backhaus (im Rbz. Koblenz).BackmeisterIII. auchBacmeister, mhd. bachmeister „Aufseher der Bäckerei“, Oberbäcker. („Lütke oder Lüdeke, d. i. Ludwig Willens war oberster Bäcker bei dem Herzog von Braunschweig zu Lüneburg, und da er hiernach aller andern Bäcker Meister war, so wurde er von den Hofleuten gemeiniglich „Lütke Backmeister“ genannt. Sein Fürst, als er dies hörte, befahl, daß er und seine Nachkommen diesen N. immer als einenGeschlechts- und Zunamen führen sollten“. Adolf Bacmeister, Germanist. Kleinigkeiten).BADI. zu altnord. bodh, angels. beado „Kampf“, die ein ahd. patu voraussetzen (S. 14).FN. Patager:Bagger—Bättger.Bathari:Bader,Baader—Bäder—Päder—Better.(Baduman):Bahmann—Bethmann.Badomar:Battmer—Bammer—Pammer.(Badold):Badelt—Bathelt.Einstämmige Kürzung Bad-.Bado, Pato:Bade—Pahde—Bathe;Baath—Pathe—Beede—Bethe—Päthe.Patr. A.Bading.Vklf. (l) Patilo:Padell—Pätel—Bathel. (k) Baducho:Badeke—Battig—Backe—Bätke—Bethge—Pethke. (z) Pazzo, Bezo:Batz, —Patze—Batsch—Baatz. (z + l) Bezilo:Batzel. (z + k) Bezeco:Patzke;Patzig.Zweistämmige Kürzung Badb-.Babo, Papo:Pape(doch s. auchPfaffe) —Babbe. Patr. A.Papinga(ostfries.).Vklf. (l) Babilo:Bebel. (k):Papke—Päpke.Bad-s.Bad(V., einst. K.).Badenheuers.Bardenheuer.Badera) I. s.Bad(V.) b) III. urspr. der, welcher den Badenden bedient, dann „Besitzer einer Badestube“. (Hans Paders Padstuben 1437 Bacm.). Derselbe schor auch den Bart. (Vgl. Badstüber).Bäders.Bad(V.).BadstüberIII. Die öffentliche Badestube (ahd. stuba, mhd. stube aus lat. stupa „heizbares Zimmer“), wo auch zur Ader gelassen und geschröpft wurde, spielte früher eine große Rolle im städtischen Leben, sie war vielfach der Mittelpunkt, an welchem sich Bürger zur Besprechung städtischer Angelegenheiten versammelten. Daher zahlreiche FN., die auf Besitzer solcher Badestuben zurückgehen:Badstuber(Wien);Badstüber(wie es auch „Badstüberstraßen“ gibt — merkwürdig entstellt (sächs.)Patschdieber.Dann geteilt 1)Bader. 2)Stüber—Stieber—Steuber—Stoiber(österr.). Niederd.:Stöber—Stöwer(Gött. UB. 1383: Stovere).Mit dem n der schwachen Bildung:Badstübner—Stübener—Stöbener.BAGI. zu ahd. bâgan „streiten“. Bagodeo.FN. (Bagarih):Beyrich.Einstämmige Kürzung Bag-.Bago, Bacco:Bage—Backe—Baacke—Bach—Pach. Gen.Backes—Bax. (Doch s. auchBaldu.Bad).Baggers.Bad(V.).Bahl-s.Bald(V., einst. K.).Bahmanns.Bad(V.).Bähr-s. 1)Ber(einst. K.) 2)Berin(V., einst. K.).Bahr-s.Ber(einst. K.).BaierIII. „der Baier“. AuchBayer,Beyer—Peyer.Vklf.Beierle.Baintners.Bünd.Bakkers.Becker.BALDI. got. balths, ahd. pald, bald, mhd. balt „kühn“ (jetzt nur noch Umstandsw. „bald“); vom deutschen entlehnt ital. baldo.FN. Baldhard:Ballert—Bollert—Pollart;Pollert—Bohlert.Baldher:Balter—Baller—Bolder—Boller—Poller—Böller. Patr. A.Baldring.Paldhram:Paldramus—Peldram.Baldroh:Poltrock.Baldmann:Baldemann—Bahlmann—Boldemann—Boldtmann—Bollmann—Pollmann—Bohlmann.Baldemar:Ballmer—Palmer—Pollmar—Bellmer.Baldarich:Baldrich.Paldewart:Bollward.Baldwig:Ballweg;Balwey—Bollwöck.Baldavin:Baldewein—Bolwin,Bollwien—Pollwein—Bullwein.Baldulf:Baldauf—Balluf;BallaufPallauf(bayr.) —Waldauf(Gottschee, wo b u. w mundartl. wechseln) —Bolluf.(Baldawan):Bollwahn—Bolduan(Boldewan 17. Jh.).Einstämmige Kürzung Bald-.Baldo, Ballo:Balde;Bald—Ball—Bahl—Pahl—Bolde—Bolte—Bölte—Bolle—Poll—Bohle—Böhl. Gen.Baldes—Bolten—Bohlen. Patr. A. Baldung:Balling—Bolling—Bölling—Böhling.Vklf. (k) Baldiko, Bolko:Balke—Backe,Baake(s. Stark S. 73; nordfries. Backe = Baldicke) —Bolke—Böldicke;Böldge—Böhlke;Bölk—Bock(s. auchBurg). Patr. A.Böcking. (k + l):Bockel—Böckel. (z) Balzo:Balze—Balleis—Boltze;Bolz(Boltzmann) —Polz. (z + l):Pölzl.Auslautend (199 mal Först.):-bald:Sebald.-bold:Siebold.-pold:Seypold— selten -polt:Seepolt.-blot:Humblot.-belt:Liebelt.-pelt:Leipelt.-ball:Niedball.-bol:Sambol.-bel:Sybel.-pel:Seyppel.-bet:Gerbet.Siebeth.-bt:Seibt.Balkes.Bald(einst. K.).Ball-s.Bald(V., einst. K.).BallesterIII. „Armbrustschütze“. (Vgl. altfranz. arbalestrier.)BallschmieterIII. niederd. (Rügen) „Ballwerfer“. AuchBalschmieder.Balsters.Balthasar.Balters.Bald(V.).BalthasarII. Beltschazar, Belsazar, (babylon.) „sein Leben schirme“, einer der h. drei Könige, wozu die Legende die Weisen aus dem Morgenlande gemacht hat (Kal. 6. Jan.).FN.Balthasar. Zsgz.Balzer(als VN. noch im 18. Jh.: Baltzer Bruswitz 1870 KB.) —Balster. Gen.Balsters(ostfries.).Mit Kürzung im Anlaut:Hauser(bayr.).Balweys.Bald(V.).Balzes.Bald(einst. K.).Balzers.Balthasar.Bammers.Bad(V.).BANDI. zu langobard. bandu „Kriegsbanner“, vgl. ahd. pant, bant, mhd. bant, Band (doch ist auch altsächs. bant, ahd. panz „Gau“ in Betracht zu ziehen).FN. Bandhard:Bannert—Bendert.(Bandheri):Pander—Bender.(Bandmar):Bandemer. Vklf.Pemmerl.(Bandold):Bandhold.Einstämmige Kürzung Band-,Bando:Bando—Bante—Bonne(fries.). Patr. A.Banning—Panning—Bentinck.Vklf. (l):Bandel(Bandelmann);Bandle—Pandel—Pantell—Bantel—Pendele—Bendel. (l + n):Bandelin. (k):Bandich—Bantke—Panneke. Gen.Bantjes(ostfries.). (z) Panzo, Benze:Pantz—Pantsch—Banse—Benz—Bense(Bensemann). (z + l) Patr. A.Benzler—Benseler.Bann-, Banse, Bant-s.Band.BaptistaII. griech. „der Täufer“; St. Johannes der Täufer.FN.Battist.Bar-, Bär-s. 1)Ber(V., einst. K.) — 2)Berin(V., einst. K.).BARDI. ahd. barta „Barte“ (Axt) — altnord. bardi „Riese“ (mischt sich mit beraht).FN. Bartholf:Bardolph.Einstämmige Kürzung Bard-.Bardo:Barde—Bahrdt.Vklf. (l) Bardilo:Bardel.Bardelmess.Bartholomäus.BardenheuerIII. „der Barten (ahd. parta, mhd. barte, Beil, Streitaxt) zuhaut“, anfertigt. Entstellt:Bardenheier;Badenheuer.Bardolphs. a)Beraht(V.) b)Bard.Barendss.Berin(V.).BärenfängerIII. s.S. 41— auch allgem. „Bärenjäger“, da Bärenfang nicht bloß die angelegte Grube bed., in welcher sich B. fangen sollen, sondern auch überhaupt die Bärenjagd.Bärenss.Berin(einst. K.).-barg, -bargens.Berg.BarfußIII. (schon im 12. Jh.) —Parfuß(österr.). Niederd. barft aus barfot, dah.Barfknecht.Bargmanns.Bergmann.Barnerts.Berin(V.).BartIII. der „Bart“. Chonrad Mitembart, Ch. cum barba 13. Jh. Vgl. auch Eberhardim Barte, H. Ludwigmit dem Barte.Seit dem 12. Jahrh. ward (nach Schultze Modenarrheiten S. 43) das glatte Gesicht die Regel, und alle Bartformen waren Ausnahmen, besonders bei hohem Alter und hoher Würde (der Fürsten) sich findend. Daher mußte ein bärtiges Gesicht um so mehr auffallen und konnte um so eher zu einem Beinamen Veranlassung geben.Erst während der Reformationszeit begann man allgemeiner den Bart wachsen zu lassen, und während des dreißigjährigen Krieges war derselbe in den mannigfachsten Formen Mode. Als solche zählt Moscherosch auf: Zirkelbärtel, Schneckenbärtel, Jungfrauenbärtel, Dellerbärtel, Spitzbärtel, Entenwädele, Schmalbärtel, Zuckerbärtel, Türkenbärtel, spanisch Bärtel, italienisch Bärtel, Sonntagsbärtel, Osterbärtel, Lillbärtel, Spill-, Drill-, Schmutzbärtel, Stutz-, Trutzbärtel usw.FN.Bart,Barth. — Zss.Breitbart.Buntebarth.Flachsbart.Judenbart.Rauschbart(vgl. Eberhard der Rauschebart).Rothbart.Schlitzbart.Schmalbart.Schweizerbarth.Spitzbart(„Everhardus der Spizebart“ Stark S. 153).Weißbart.Bart-s.Beraht(V., einst. K.).-barts. a) I.Berahtb) III.Bart.Bartels. a) I.Beraht(einst. K.) b) II.Bartholomäus.Bartha) I. s.Bardb) I. s.Berahtc) III. „der mit dem (langen) Barte“ (Golz mit dem Barte 1327) — auch ON.Barthols. a) I.Berahtb) II.Bartholomäus.BartholomäusII. hebr. „Sohn des Tolmaï“; Apostel. (Kal. 24. Aug.)FN.Bartholomäus—Bartelmus—Barthelmeß—Bardelmes—Bartlme. Gen.Bartholomä—Bartholmey.Gewöhnlich wegen seiner Länge in zwei Hälften zerschnitten: 1)Barthol;Bartel(vgl. schweiz. Bartli, bayr. Bartl). 2)Mewes(mit eingeschobenem w, vgl. niederd. Bartelmeews, Meewsdag: 24. Aug., up ollen Bartelmeiwes: 5. Sept. nach dem alten, julianischen Kal. Berghaus, Sprachschatz der Sassen);Mews—Möwes;Möws— das w in b verhärtet:Mebus;Mebes—Möbus;Möbes. Latinis.:Mevius—Möbius. Patr. Zss.Mewissen.Bartsch, Bärtschis.Ber(einst. K.).Barza) I. s.Ber(einst. K.) b) III. ON. (in Mecklenb.).BaslerIII. „einer aus Basel“. AuchBäsler.BassünerIII. mhd. busûnaere, mittelniederd. basûner „Posaunenbläser“.Bast-s.Sebastianus.BastinellerIII. (Tirol) „einer aus Bastianello“.Bath-, Bätkes.Bad(einst. K.).Batt-s.Bad(V., einst. K.).Bättgers.Bad(V.).Batsch, Batz-s.Bad(einst. K.).BauchIII. in einigen Zss.:Breitenbauch(der mit dem br. B.).Gutschebauch.Schmerbauch.Baucks.Baug.Baudissin, von III. altes lausitzisches Adelsgeschlecht, Stammort Bautzen (früher Baudissin).BauerIII. mhd. bûr (auch bûwaere, ahd. pûâri, bûâri) „der den Ackerbaut“, Gegensatz zu herre (Ritter), später auch zu burgaere.FN.Bauer, in älterer F.Baur. Südd.Paur;Pauer. Niederd.Buhr— in Ostfriesland mit Artikelde Buhr, in holländischer Schreibungde Boer(S. 40).Vklf. (l): Bäuerle (schwäb.); Bäuerlein.Zss. (bes. zahlreich im eigentlichen Bayern): mit Vornamen:Christlbauer.Kasparbauer— mit Eigenschaften:Jungbauer.Neubauer; -pauer; niederd.Niebuhr— nach der Beschaffenheit des Hofes:Großbauer.Hallbauer; niederd.Halbuer(Halb-) — nach der Lage:Bruckbauer.Kreuzbauer.Oberbauer;Oberpaur.Mitterbauer.Holzbauer; niederd.Holtbuer.Moosbauer(Moor-).Seebauer— nach den Erzeugnissen:Rosenbauer.Rubenbauer(Rüben-).Gerstbauer.Waitzenbauer— nach der Zugehörigkeit und Verpflichtung:Hoffbauer;Hofpauer.Kirchenpauer.Königsbauer.Bauerfeinds.Baurenfeind.Bauermann, (ostfries.) Boerma.BauermeisterIII. vom mhd. bûr Wohnung, eine städtische Obrigkeit = „Bürgermeister“, auch auf ländliche Gemeinden angewandt (z. B. in der Umgegend von Münden in Hannover, Pauli II, 27).FN.Burmeister—Baurmeister;Bauermeister. Niederd.Burmester(mit langem e in der mittleren Silbe).BAUGI. ahd. pouc, mhd. bouc „Ring“, Spange für Hals, Haupt oder Arm, von biugan „biegen“. Die bouge waren ein sehr begehrter Schmuck für Frauen und auch Männer. Baugulf 8.FN. Bougrat:Peukert.Einstämmige Kürzung Baug-.Bauco:Bauke;Bauck—Pauck. Gen.Baukes;Bauken.BaumIII. ahd. poum, boum, mhd. boum, altsächs. bôm, mittels dativischer Ellipse zu ON. verwendet, zuerst im 11. Jh. in Budenbomen — gegenwärtig nicht viel unter 200 bewohnte O. auf -baumin Deutschland (außerhalb Deutschlands z. B. Oranienbaum).Andere FN. sind durch Häusernamen vermittelt, wie ein Haus „zum Mulboum“ 1315 zu Mainz, im 12. Jh. zu Basel war (s.Buck, oberd. Flurnamenbuch S. 176 unter Maulbeerbaum) — noch andere sind unmittelbar von den Baumnamen abgeleitet; eine Scheidung ist schwer durchzuführen.Vgl. Henr. Nuzboum 1223. Hinrik Heisterbom 1413. (Franz. Cerisier, Poirier).FN.Baum. — Zss.Apfelbaum.Birnbaum.Eichbaum;Eichelbaum.Eschbaum.Grünbaum.Holderbaum;Hollinderbaum.Honigbaum.Kienbaum.Kirschbaum.Krähenbaum.Kriechenbaum.Nußbaum.Pappelbaum.Pfraumbaum.Quittenbaum.Rosenbaum.Schlöhbaum.Weidenbaum. —halbniederd.:Appelbaum.Beerbaum.Blöbaum.Busenbaum.Dannenbaum.Kassebaum.Kreikenbaum.Nottebaum;Nuttebaum—ganz niederd.:Bohm.Beerboom.Cassebohm.Dannenbohm.Lindeboom.Nottebohm.Plumbohm.Rosenbohm.Ableitung auf -er(Conrad Holderbäumer 1285. Heinr. dict. Kirsbaumer 1297).1)Baumer(z. B. von dem O. Bauma im Tößtal, Schweiz. Tobler-Meyer).Bierbaumer.Eschbaumer(Münch.).Kerschbaumer(tirol.).Nußbaumer.2)Bäumer.Altenbäumer.Brinkbäumer.Hägerbäumer.Hasenbäumer.Hollinderbäumer.Strothbäumer— alle in Westfalen, wo auch mehr vereinzelt.3) niederd. -bömer:Burgböhmer.Steinbömer.BaumIII. zur Bildung von Gerät-N. im Sinne von „Stange, Balken“ — bes. „Schlagbaum“ (Lipp. Reg.).FN.Heubaum.Leiterbaum.Maibaum, niederd.v. Meibom.Schierbaum.Schurbaum(wenn = Schürbaum).Schnitzelbaum.Wallbaum.Wiesbaum.Zugbaum.BaumannIII. mhd. bûman „Ackerbauer“. (In manchen Gegenden Pommerns die Formel: „der ehr- und achtbareBaumannund Wirt“ in Grabschriften bis in die Gegenwart herein die stehende Bezeichnung des bäuerlichen Besitzers.)FN.Baumann. Niederd.Bumann(Eutin).Paumann(südd.).BäumerIII. „Inhaber oder Anwohner eines Schlagbaums an der Grenze oder Zollstätte“. Niederd.Böhmer(Preuß, Lipp. FN. S. 32). Gen.Beumers(niederrh.). Zss.Schuckenbäumer(Johann vor dem Schuckenbome 1507).BaumstarkIII. „stark wie ein Baum“.BaurenfeindIII. der „Bauernfeind“, vgl. Joh. Purenfint 1348. Heintz v. Redwitz, Bawrnfeind genannt 15. Jh.FN.Baurenfeind;Paurnfeindt(vermutlich daraus des übeln Sinnes wegen umgeändert:Bauernfreund) —Bauerfeind.Baxs. a)Bad(einst. K.) b)Bag(einst. K.).BayerIII. derBayer, mit dem altertümlichen y, welches auch in der amtlichen Schreibung des Volks- und Landesnamens in Bayern immer noch festgehalten wird. (Vgl. aber auch beier, baier = Eber Grimm DW.)Bebels.Bad(zweist. K.).-bechers.Bach.BechererIII. Verfertiger hölzerner Trinkgefäße, der Becher (ahd. bechar) und der Schleifkannen. Förstemann, Progr. S. 4 (der hinzufügt, daß die Nordhäuser Gilde der Becherer im 15. Jh. verschwunden sei, vermutlich weil nun die metallenen und gläsernen Trinkgefäße mehr in Gebrauch gekommen).Becht-s.Beraht(V., einst. K.).BeckIII. ahd. peccho, mhd. becke, aus der Schriftsprache durch „Bäcker“ verdrängt; in oberdeutschen Mundarten noch jetzt der „Beck“, Mehrh. die „Becken“.FN.Beck,Beckh,Bäck(München 1876: 49 mal Beck, nur 17 mal Becker).Zss. (S. 44).Brodbeck(mhd. brôtbecke).Fesenbeck.Hofbeck.Jungbeck.Kleinbeck.Kornbeck(„Korn“ hier wohl in dem engeren Sinne von Roggen).Sauerbeck.Täglichsbeck.Wasserbäch(Württ. — vgl. Bertram der Waterbeck 1379 Lipp. Reg.).-becks. 1)Bach2)Beck.BeckenhubeIII. „Pickelhaube“, vgl. Peckelhub 1434. Übrigens 1610 in Waldsee eine Wirtschaft „zur Beckelhaube“.BeckerIII. ahd. bakâri, mhd. becker der „Bäcker“.FN.Becker(mit seltenen Ausnahmen noch in der alten Schreibung mit e), hin und wiederBekker, welches auf niederländische Einflüsse zurückzugehen scheint (s.Dekker). In Ostfriesland auch ohne Umlaut:Backer,Bakker(Borkum), vgl. neuniederl. bakker. Gen.Beckers(niederrhein.).Zss. 1) nach der Art des Gebäckes:Kuchenbecker.Semmelbecker.Stollenbecker.Weckbecker.Weißbecker—2) nach der Art des Backens und dem dabei verwendeten Geräte:Kohlenbecker.Pfannenbecker.Waterbecker—3) nach Unterschieden, die in der Person des Bäckers selbst liegen:Jungbecker.Neubecker; niederd.Niebecker.-beckers. a)Beckerb) von ON. auf-beck, z. B.Walbecker.Beckert, Beckhardts.Big.Beedes.Bad(einst. K.).Beelkes.Bil.Beer-s. 1)Ber(V.) 2)Berin(einst. K.).BeerboomIII. niederd. „Birnbaum“. Halbniederd.Beerbaum.BeethovenIII. (flam.) „Rübengarten“.Ludwig van B.Behl-s.Bil.Behms.Böhme.Behn-s.Berin(V., einst. K.).Behr-s.Ber(V., einst. K.).BeiderbeckeIII. halbniederd. „bei dem Bache“.BeiderlindenIII. „bei der Linde“. Conradus apud tiliam 1313. Andreas under der Linden.BeiderwidenIII. „bei der Weide“.Beierles.Baier.Beila) I. s.Bilb) III. mhd. bîl das Werkzeug, mit den Zss.Breitbeil.Eisenbeil.Klingbeil(Klemp. Klinckebil).Beilhardt, Beilings.Bil.BeimgrabenIII. „beim Graben“.Beina) I. s. 1)Win:Widebein2)Berin. b) III. das Körperglied, in mannigfachen Zss.:Dünnebein.Einbein.Hochbein;Hobein.Holbein;Hohlbein.Huckelbein.Klapperbein.Krummbein.Langbein.Löffelbein.Schönbein.Streckbein— besonders auch nach Tieren:Hasenbein.Hühnerbein.Kuhbein(vgl. Kuhfuß).Otterbein.Vosbein.Ziegenbein.(DochSchiefelbeinist ON., Städtchen in den früher zur Neumark gehörigen Teilen Pommerns — und in süddeutschen ON. tritt nach Bacmeister S. 23 bisweilen bein an Stelle von -beund = bünd.)BeinhauerIII. der „Fleischer“ (Knochenhauer).Beink-s.Berin(einst. K.).BeißenhirzIII. Satz-N. „beiß den Hirsch“, wohl einen eifrigen Jäger bezeichnend. AuchBeißenherz.BekeIII. niederd. „Bach“, inBekemeyer.Bell-s. 1)Bil(V., einst. K.) 2)Bald(V.).Bellachini, Zauberkünstler aus dem Posenschen, namensBellach, der sich — durch bloße Geschwindigkeit, ohne Hexerei! — in Bellachini veritalienert hat.Bellmers.Bald(V.).Bencks.Berin(einst. K.).Bend-s.Band.Benders. a) I.Bandb) III.Binder.Benditt, Bendixs.Benedictus.Beneckes.Berin(einst. K.).BenedictusII. lat. „der Gesegnete“; Benedict von Nursia, Stifter des Benedictiner-Ordens im 6. Jahrh.FN.Benedict;Benditt;Benedick—Benedix;Bendix. Gen.Bendixen. — Südd. Patr.Benedicter.Mit Kürzung im Anlaut:Dictus;Dict—Dix.Benhelms.Berin(V.).Benings.Berin(einst. K.).Benk-s.Berin(einst. K.).Benn-s.Berin(V., einst. K.).Bens-, Benz-s. 1)Band(einst. K.) 2)Berin(einst. K.).BERI. ahd. bero, mhd. bere „Bär“, ehemals in der Anschauung des Nordens König der Tiere.FN. Berhard:Berardt.Berachar:Behrer.Perlaic, Berlah:Berlich,Berleck;Berlach—Barlach—Bierlich;Bierlick.Berman:Bermann,Behrmann,Bärmann—Baarmann.Bernot:Bernot—Biernoth.Paradeo:Bardey—Parthey.Beroald:Bärwald—Berold;Beerhold—Börold—Berletmit der Zss.Gutberlet—Berlitt;Berlt—Perlett—Biehrhold—Pyroldt. Gen.Berholz—Bierholz.Beroward:Berward;Beerwarth—Bierwerth;Bierwirth(Preuß 8).Beriwich:Barwig.Berewin:Berwin—Bärwein.Berulf:Bärwolf.Einstämmige Kürzung Ber-.Bero:Behre;Bär,Bähr— niederd.Bahre;Baar. Gen.Behrs—Bahrs. Patr. A.Bering;Bähring—Pering—Berring—Baring—Bierung.Vklf. (l) Berilo:Berle—Perl—Bierl—Birle;Birla. Patr. A.Perling—Bierling. (l+n)Bärlein. (k) Berico:Berke—Bährecke—Bierig. Patr. A.Berking. (z) Berzo, Bezzo (Stark S. 86 — doch auch für beraht S. 84. 87):Bertz—Pertz—Pertsch—Betz(Zss.Schmidtbetz) —Petz(dah. Beiname des Bären) —Pätsch—Barz—Bartsch—Bärtschi(schweiz.). (z+l):Betzel—Petzel—Bessel.Ber-s.Ber(V., einst. K.).BERAHTI. got. baírhts, ahd. peraht, beraht mhd. perht, berht „glänzend“.
B.
Baaders. a) I.Bad(V.) b) III.Bader.
Baakes. 1)Bag2)Bald(einst. K.).
Baar-s.Bera(V., einst. K.).
Baath, Baatzs.Bad(einst. K.).
Babbes.Bad(zweist. K.).
BabendererdeIII. niederd. (Mecklenb.) „über der Erde“ (in welchem Sinne?), vgl. Chonradus uf der Erde 1194.
Babsts.Pabst.
Bachs. a) I.Bagb) III.Bach.
BachIII. ahd. pah, bah, mhd. bach, altsächs. biki bildet urspr. Flußnamen, dann auch Benennungen von Orten, die an den Flüssen liegen — heutzutage hochd. -bachin tausenden von Namen, niederd. -beck(spr. bäk, mit gedehntem, offenem e, daher auchin der Schreibung) -bek, -beek; -becke. Häufig elliptisch:Weißenbach= zum weißen Bach;Langenbeck.
FN.Bach(= am Bach, s. Lubbeke bi der beke fries. Urk. Pott 543 — Bach auch häufiger ON.)Zumbach. —Bachmann.Anspach.Hilspach.Perkhausen von Aiglspach(wie auchPachmayrMünch.). —Achenbach.Erlebach; niederd.Ellerbeck.Feuerbach.Grumbach.Hagenbach.Marbach.Raupach(O. Raubach).Roßbach.Seebach.Süßenbach. Niederdeutsch:van der Beck,Beeck(Bek niederd. weiblich).Terbeck. —Billerbeck.Düsterbeck.Einbeck.Goldbeck(Klemp. Goltbeke 1369).Langenbeck(O. in Hannover, welchem hochd. Langenbach in Bayern, Nassau entspricht).Lilienbeck.Lutterbeck(O. Lutterbeck u. -bek).Mühlenbeck; ganz niederdeutschMöllenbeck(westf.).Nordbeck(O. Nordenbeck).Overbeck.Rohrbeck.Schwanebeck.Schwarzenbeck(neben hochd.Schwarzenbach).Seebeck.Steinbeck.Westerbeck.von dem Knesebeck(Kn. Dorf in Hannover).Selten -becke:Harbecke(O. im Regb. Arnsberg).Thorbecke(flämisch, deutsch Thorbeck O. in Mecklenb., Hannov.).Ableitung auf -er (oberd.):1) -pacher(bes. nach s):Dürenpacher(nebenDurnbacher, O. Dürnbach in Gottschee).Gerspacher.Rinderspacher.Rummelspacher.Überpacher(Wien, O. -bach).2) -bacher:Embacher.Föhrenbacher.Kuchelbacher.Speckbacher.Steinbacher.Daneben ist bemerkenswert eine F. mit Umlaut:3) -bächer, gew. -becher(wo dann der Schein einer Zss. mit dem Hauptw. Becher entsteht). Während im Hochdeutschen die umlautfreie F. bei solchen Ableitungen von ON. auf -bach jetzt alleinige Geltung hat, z. B. „das Hambacher Fest“, „Weilbacher Brunnen“, weisen oberdeutsche Mundarten den Umlaut auf, z. B. die alemannische (Hebel: „’s MambecherHätteli“ von Mambach im Oberrheinkreis). Demnach finden sich:Arzbächer.Offenbächer.Vogelbächer.Weilbächer.Dörrenbächer, auchDörrenbecher.Reichenbächer, auch -becher.Isselbächer, auch -becher(s. Verlustliste Nr. 91: Isselbecher aus Isselbach, wo demnach die Zusammengehörigkeit recht in die Augen springt).EberspechernebenEberspacher(München). —Cumbecher.Eschenbecher.Leutbecher.Merschbecher.Nußbecher.Odenbecher.Rohrbecher.Schneckenbecher.Seidenbecher.Steinbecher.Stürzelbecher.Weidenbecher.Wittenbecher.Zu diesen sämtlichen N. finden sich entsprechende ON. auf -bachin Rudolphs Lex. Dementsprechend wird auchHolzbecherabzuleiten sein, da es mehrere O. Holzbach gibt, obwohl der N. auch von einem Geräte abgeleitet, „(der mit dem) Holzbecher“, einen guten Sinn ergäbe.(In Bayern und Österreich begegnet mitunter -beck, -böck für -bach (-bacher) als FN., soHotzbeck,Adenböck,Deisböck,Waitzenböcks. Steub S. 146).
FN.Bach(= am Bach, s. Lubbeke bi der beke fries. Urk. Pott 543 — Bach auch häufiger ON.)Zumbach. —Bachmann.Anspach.Hilspach.Perkhausen von Aiglspach(wie auchPachmayrMünch.). —Achenbach.Erlebach; niederd.Ellerbeck.Feuerbach.Grumbach.Hagenbach.Marbach.Raupach(O. Raubach).Roßbach.Seebach.Süßenbach. Niederdeutsch:van der Beck,Beeck(Bek niederd. weiblich).Terbeck. —Billerbeck.Düsterbeck.Einbeck.Goldbeck(Klemp. Goltbeke 1369).Langenbeck(O. in Hannover, welchem hochd. Langenbach in Bayern, Nassau entspricht).Lilienbeck.Lutterbeck(O. Lutterbeck u. -bek).Mühlenbeck; ganz niederdeutschMöllenbeck(westf.).Nordbeck(O. Nordenbeck).Overbeck.Rohrbeck.Schwanebeck.Schwarzenbeck(neben hochd.Schwarzenbach).Seebeck.Steinbeck.Westerbeck.von dem Knesebeck(Kn. Dorf in Hannover).
Selten -becke:Harbecke(O. im Regb. Arnsberg).Thorbecke(flämisch, deutsch Thorbeck O. in Mecklenb., Hannov.).
Ableitung auf -er (oberd.):
1) -pacher(bes. nach s):Dürenpacher(nebenDurnbacher, O. Dürnbach in Gottschee).Gerspacher.Rinderspacher.Rummelspacher.Überpacher(Wien, O. -bach).
2) -bacher:Embacher.Föhrenbacher.Kuchelbacher.Speckbacher.Steinbacher.
Daneben ist bemerkenswert eine F. mit Umlaut:
3) -bächer, gew. -becher(wo dann der Schein einer Zss. mit dem Hauptw. Becher entsteht). Während im Hochdeutschen die umlautfreie F. bei solchen Ableitungen von ON. auf -bach jetzt alleinige Geltung hat, z. B. „das Hambacher Fest“, „Weilbacher Brunnen“, weisen oberdeutsche Mundarten den Umlaut auf, z. B. die alemannische (Hebel: „’s MambecherHätteli“ von Mambach im Oberrheinkreis). Demnach finden sich:
Arzbächer.Offenbächer.Vogelbächer.Weilbächer.Dörrenbächer, auchDörrenbecher.Reichenbächer, auch -becher.Isselbächer, auch -becher(s. Verlustliste Nr. 91: Isselbecher aus Isselbach, wo demnach die Zusammengehörigkeit recht in die Augen springt).EberspechernebenEberspacher(München). —Cumbecher.Eschenbecher.Leutbecher.Merschbecher.Nußbecher.Odenbecher.Rohrbecher.Schneckenbecher.Seidenbecher.Steinbecher.Stürzelbecher.Weidenbecher.Wittenbecher.
Zu diesen sämtlichen N. finden sich entsprechende ON. auf -bachin Rudolphs Lex. Dementsprechend wird auchHolzbecherabzuleiten sein, da es mehrere O. Holzbach gibt, obwohl der N. auch von einem Geräte abgeleitet, „(der mit dem) Holzbecher“, einen guten Sinn ergäbe.
(In Bayern und Österreich begegnet mitunter -beck, -böck für -bach (-bacher) als FN., soHotzbeck,Adenböck,Deisböck,Waitzenböcks. Steub S. 146).
-bacher, -bächers.Bach.
Bäcks.Beck.
Backes. a)Bad(einst. K.) b)Bagc)Bald(einst. K.).
Backers.Becker.
BackfischIII. „Fisch zum Backen d. i. Bratfisch“.
BackhausIII. „der am (oder im) Backhause wohnt“. Niederd.Backhus(S. 54, Anm. 2). Doch gibt es auch ein Dorf Backhaus (im Rbz. Koblenz).
BackmeisterIII. auchBacmeister, mhd. bachmeister „Aufseher der Bäckerei“, Oberbäcker. („Lütke oder Lüdeke, d. i. Ludwig Willens war oberster Bäcker bei dem Herzog von Braunschweig zu Lüneburg, und da er hiernach aller andern Bäcker Meister war, so wurde er von den Hofleuten gemeiniglich „Lütke Backmeister“ genannt. Sein Fürst, als er dies hörte, befahl, daß er und seine Nachkommen diesen N. immer als einenGeschlechts- und Zunamen führen sollten“. Adolf Bacmeister, Germanist. Kleinigkeiten).
BADI. zu altnord. bodh, angels. beado „Kampf“, die ein ahd. patu voraussetzen (S. 14).
FN. Patager:Bagger—Bättger.Bathari:Bader,Baader—Bäder—Päder—Better.(Baduman):Bahmann—Bethmann.Badomar:Battmer—Bammer—Pammer.(Badold):Badelt—Bathelt.Einstämmige Kürzung Bad-.Bado, Pato:Bade—Pahde—Bathe;Baath—Pathe—Beede—Bethe—Päthe.Patr. A.Bading.Vklf. (l) Patilo:Padell—Pätel—Bathel. (k) Baducho:Badeke—Battig—Backe—Bätke—Bethge—Pethke. (z) Pazzo, Bezo:Batz, —Patze—Batsch—Baatz. (z + l) Bezilo:Batzel. (z + k) Bezeco:Patzke;Patzig.Zweistämmige Kürzung Badb-.Babo, Papo:Pape(doch s. auchPfaffe) —Babbe. Patr. A.Papinga(ostfries.).Vklf. (l) Babilo:Bebel. (k):Papke—Päpke.
FN. Patager:Bagger—Bättger.
Bathari:Bader,Baader—Bäder—Päder—Better.
(Baduman):Bahmann—Bethmann.
Badomar:Battmer—Bammer—Pammer.
(Badold):Badelt—Bathelt.
Einstämmige Kürzung Bad-.
Bado, Pato:Bade—Pahde—Bathe;Baath—Pathe—Beede—Bethe—Päthe.
Patr. A.Bading.
Vklf. (l) Patilo:Padell—Pätel—Bathel. (k) Baducho:Badeke—Battig—Backe—Bätke—Bethge—Pethke. (z) Pazzo, Bezo:Batz, —Patze—Batsch—Baatz. (z + l) Bezilo:Batzel. (z + k) Bezeco:Patzke;Patzig.
Zweistämmige Kürzung Badb-.
Babo, Papo:Pape(doch s. auchPfaffe) —Babbe. Patr. A.Papinga(ostfries.).
Vklf. (l) Babilo:Bebel. (k):Papke—Päpke.
Bad-s.Bad(V., einst. K.).
Badenheuers.Bardenheuer.
Badera) I. s.Bad(V.) b) III. urspr. der, welcher den Badenden bedient, dann „Besitzer einer Badestube“. (Hans Paders Padstuben 1437 Bacm.). Derselbe schor auch den Bart. (Vgl. Badstüber).
Bäders.Bad(V.).
BadstüberIII. Die öffentliche Badestube (ahd. stuba, mhd. stube aus lat. stupa „heizbares Zimmer“), wo auch zur Ader gelassen und geschröpft wurde, spielte früher eine große Rolle im städtischen Leben, sie war vielfach der Mittelpunkt, an welchem sich Bürger zur Besprechung städtischer Angelegenheiten versammelten. Daher zahlreiche FN., die auf Besitzer solcher Badestuben zurückgehen:
Badstuber(Wien);Badstüber(wie es auch „Badstüberstraßen“ gibt — merkwürdig entstellt (sächs.)Patschdieber.Dann geteilt 1)Bader. 2)Stüber—Stieber—Steuber—Stoiber(österr.). Niederd.:Stöber—Stöwer(Gött. UB. 1383: Stovere).Mit dem n der schwachen Bildung:Badstübner—Stübener—Stöbener.
Badstuber(Wien);Badstüber(wie es auch „Badstüberstraßen“ gibt — merkwürdig entstellt (sächs.)Patschdieber.
Dann geteilt 1)Bader. 2)Stüber—Stieber—Steuber—Stoiber(österr.). Niederd.:Stöber—Stöwer(Gött. UB. 1383: Stovere).
Mit dem n der schwachen Bildung:
Badstübner—Stübener—Stöbener.
BAGI. zu ahd. bâgan „streiten“. Bagodeo.
FN. (Bagarih):Beyrich.Einstämmige Kürzung Bag-.Bago, Bacco:Bage—Backe—Baacke—Bach—Pach. Gen.Backes—Bax. (Doch s. auchBaldu.Bad).
FN. (Bagarih):Beyrich.
Einstämmige Kürzung Bag-.
Bago, Bacco:Bage—Backe—Baacke—Bach—Pach. Gen.Backes—Bax. (Doch s. auchBaldu.Bad).
Baggers.Bad(V.).
Bahl-s.Bald(V., einst. K.).
Bahmanns.Bad(V.).
Bähr-s. 1)Ber(einst. K.) 2)Berin(V., einst. K.).
Bahr-s.Ber(einst. K.).
BaierIII. „der Baier“. AuchBayer,Beyer—Peyer.
Vklf.Beierle.
Vklf.Beierle.
Baintners.Bünd.
Bakkers.Becker.
BALDI. got. balths, ahd. pald, bald, mhd. balt „kühn“ (jetzt nur noch Umstandsw. „bald“); vom deutschen entlehnt ital. baldo.
FN. Baldhard:Ballert—Bollert—Pollart;Pollert—Bohlert.Baldher:Balter—Baller—Bolder—Boller—Poller—Böller. Patr. A.Baldring.Paldhram:Paldramus—Peldram.Baldroh:Poltrock.Baldmann:Baldemann—Bahlmann—Boldemann—Boldtmann—Bollmann—Pollmann—Bohlmann.Baldemar:Ballmer—Palmer—Pollmar—Bellmer.Baldarich:Baldrich.Paldewart:Bollward.Baldwig:Ballweg;Balwey—Bollwöck.Baldavin:Baldewein—Bolwin,Bollwien—Pollwein—Bullwein.Baldulf:Baldauf—Balluf;BallaufPallauf(bayr.) —Waldauf(Gottschee, wo b u. w mundartl. wechseln) —Bolluf.(Baldawan):Bollwahn—Bolduan(Boldewan 17. Jh.).Einstämmige Kürzung Bald-.Baldo, Ballo:Balde;Bald—Ball—Bahl—Pahl—Bolde—Bolte—Bölte—Bolle—Poll—Bohle—Böhl. Gen.Baldes—Bolten—Bohlen. Patr. A. Baldung:Balling—Bolling—Bölling—Böhling.Vklf. (k) Baldiko, Bolko:Balke—Backe,Baake(s. Stark S. 73; nordfries. Backe = Baldicke) —Bolke—Böldicke;Böldge—Böhlke;Bölk—Bock(s. auchBurg). Patr. A.Böcking. (k + l):Bockel—Böckel. (z) Balzo:Balze—Balleis—Boltze;Bolz(Boltzmann) —Polz. (z + l):Pölzl.Auslautend (199 mal Först.):-bald:Sebald.-bold:Siebold.-pold:Seypold— selten -polt:Seepolt.-blot:Humblot.-belt:Liebelt.-pelt:Leipelt.-ball:Niedball.-bol:Sambol.-bel:Sybel.-pel:Seyppel.-bet:Gerbet.Siebeth.-bt:Seibt.
FN. Baldhard:Ballert—Bollert—Pollart;Pollert—Bohlert.
Baldher:Balter—Baller—Bolder—Boller—Poller—Böller. Patr. A.Baldring.
Paldhram:Paldramus—Peldram.
Baldroh:Poltrock.
Baldmann:Baldemann—Bahlmann—Boldemann—Boldtmann—Bollmann—Pollmann—Bohlmann.
Baldemar:Ballmer—Palmer—Pollmar—Bellmer.
Baldarich:Baldrich.
Paldewart:Bollward.
Baldwig:Ballweg;Balwey—Bollwöck.
Baldavin:Baldewein—Bolwin,Bollwien—Pollwein—Bullwein.
Baldulf:Baldauf—Balluf;BallaufPallauf(bayr.) —Waldauf(Gottschee, wo b u. w mundartl. wechseln) —Bolluf.
(Baldawan):Bollwahn—Bolduan(Boldewan 17. Jh.).
Einstämmige Kürzung Bald-.
Baldo, Ballo:Balde;Bald—Ball—Bahl—Pahl—Bolde—Bolte—Bölte—Bolle—Poll—Bohle—Böhl. Gen.Baldes—Bolten—Bohlen. Patr. A. Baldung:Balling—Bolling—Bölling—Böhling.
Vklf. (k) Baldiko, Bolko:Balke—Backe,Baake(s. Stark S. 73; nordfries. Backe = Baldicke) —Bolke—Böldicke;Böldge—Böhlke;Bölk—Bock(s. auchBurg). Patr. A.Böcking. (k + l):Bockel—Böckel. (z) Balzo:Balze—Balleis—Boltze;Bolz(Boltzmann) —Polz. (z + l):Pölzl.
Auslautend (199 mal Först.):
-bald:Sebald.
-bold:Siebold.
-pold:Seypold— selten -polt:Seepolt.
-blot:Humblot.
-belt:Liebelt.
-pelt:Leipelt.
-ball:Niedball.
-bol:Sambol.
-bel:Sybel.
-pel:Seyppel.
-bet:Gerbet.Siebeth.
-bt:Seibt.
Balkes.Bald(einst. K.).
Ball-s.Bald(V., einst. K.).
BallesterIII. „Armbrustschütze“. (Vgl. altfranz. arbalestrier.)
BallschmieterIII. niederd. (Rügen) „Ballwerfer“. AuchBalschmieder.
Balsters.Balthasar.
Balters.Bald(V.).
BalthasarII. Beltschazar, Belsazar, (babylon.) „sein Leben schirme“, einer der h. drei Könige, wozu die Legende die Weisen aus dem Morgenlande gemacht hat (Kal. 6. Jan.).
FN.Balthasar. Zsgz.Balzer(als VN. noch im 18. Jh.: Baltzer Bruswitz 1870 KB.) —Balster. Gen.Balsters(ostfries.).Mit Kürzung im Anlaut:Hauser(bayr.).
FN.Balthasar. Zsgz.Balzer(als VN. noch im 18. Jh.: Baltzer Bruswitz 1870 KB.) —Balster. Gen.Balsters(ostfries.).
Mit Kürzung im Anlaut:Hauser(bayr.).
Balweys.Bald(V.).
Balzes.Bald(einst. K.).
Balzers.Balthasar.
Bammers.Bad(V.).
BANDI. zu langobard. bandu „Kriegsbanner“, vgl. ahd. pant, bant, mhd. bant, Band (doch ist auch altsächs. bant, ahd. panz „Gau“ in Betracht zu ziehen).
FN. Bandhard:Bannert—Bendert.(Bandheri):Pander—Bender.(Bandmar):Bandemer. Vklf.Pemmerl.(Bandold):Bandhold.Einstämmige Kürzung Band-,Bando:Bando—Bante—Bonne(fries.). Patr. A.Banning—Panning—Bentinck.Vklf. (l):Bandel(Bandelmann);Bandle—Pandel—Pantell—Bantel—Pendele—Bendel. (l + n):Bandelin. (k):Bandich—Bantke—Panneke. Gen.Bantjes(ostfries.). (z) Panzo, Benze:Pantz—Pantsch—Banse—Benz—Bense(Bensemann). (z + l) Patr. A.Benzler—Benseler.
FN. Bandhard:Bannert—Bendert.
(Bandheri):Pander—Bender.
(Bandmar):Bandemer. Vklf.Pemmerl.
(Bandold):Bandhold.
Einstämmige Kürzung Band-,
Bando:Bando—Bante—Bonne(fries.). Patr. A.Banning—Panning—Bentinck.
Vklf. (l):Bandel(Bandelmann);Bandle—Pandel—Pantell—Bantel—Pendele—Bendel. (l + n):Bandelin. (k):Bandich—Bantke—Panneke. Gen.Bantjes(ostfries.). (z) Panzo, Benze:Pantz—Pantsch—Banse—Benz—Bense(Bensemann). (z + l) Patr. A.Benzler—Benseler.
Bann-, Banse, Bant-s.Band.
BaptistaII. griech. „der Täufer“; St. Johannes der Täufer.
FN.Battist.
FN.Battist.
Bar-, Bär-s. 1)Ber(V., einst. K.) — 2)Berin(V., einst. K.).
BARDI. ahd. barta „Barte“ (Axt) — altnord. bardi „Riese“ (mischt sich mit beraht).
FN. Bartholf:Bardolph.Einstämmige Kürzung Bard-.Bardo:Barde—Bahrdt.Vklf. (l) Bardilo:Bardel.
FN. Bartholf:Bardolph.
Einstämmige Kürzung Bard-.
Bardo:Barde—Bahrdt.
Vklf. (l) Bardilo:Bardel.
Bardelmess.Bartholomäus.
BardenheuerIII. „der Barten (ahd. parta, mhd. barte, Beil, Streitaxt) zuhaut“, anfertigt. Entstellt:Bardenheier;Badenheuer.
Bardolphs. a)Beraht(V.) b)Bard.
Barendss.Berin(V.).
BärenfängerIII. s.S. 41— auch allgem. „Bärenjäger“, da Bärenfang nicht bloß die angelegte Grube bed., in welcher sich B. fangen sollen, sondern auch überhaupt die Bärenjagd.
Bärenss.Berin(einst. K.).
-barg, -bargens.Berg.
BarfußIII. (schon im 12. Jh.) —Parfuß(österr.). Niederd. barft aus barfot, dah.Barfknecht.
Bargmanns.Bergmann.
Barnerts.Berin(V.).
BartIII. der „Bart“. Chonrad Mitembart, Ch. cum barba 13. Jh. Vgl. auch Eberhardim Barte, H. Ludwigmit dem Barte.
Seit dem 12. Jahrh. ward (nach Schultze Modenarrheiten S. 43) das glatte Gesicht die Regel, und alle Bartformen waren Ausnahmen, besonders bei hohem Alter und hoher Würde (der Fürsten) sich findend. Daher mußte ein bärtiges Gesicht um so mehr auffallen und konnte um so eher zu einem Beinamen Veranlassung geben.
Erst während der Reformationszeit begann man allgemeiner den Bart wachsen zu lassen, und während des dreißigjährigen Krieges war derselbe in den mannigfachsten Formen Mode. Als solche zählt Moscherosch auf: Zirkelbärtel, Schneckenbärtel, Jungfrauenbärtel, Dellerbärtel, Spitzbärtel, Entenwädele, Schmalbärtel, Zuckerbärtel, Türkenbärtel, spanisch Bärtel, italienisch Bärtel, Sonntagsbärtel, Osterbärtel, Lillbärtel, Spill-, Drill-, Schmutzbärtel, Stutz-, Trutzbärtel usw.
FN.Bart,Barth. — Zss.Breitbart.Buntebarth.Flachsbart.Judenbart.Rauschbart(vgl. Eberhard der Rauschebart).Rothbart.Schlitzbart.Schmalbart.Schweizerbarth.Spitzbart(„Everhardus der Spizebart“ Stark S. 153).Weißbart.
FN.Bart,Barth. — Zss.Breitbart.Buntebarth.Flachsbart.Judenbart.Rauschbart(vgl. Eberhard der Rauschebart).Rothbart.Schlitzbart.Schmalbart.Schweizerbarth.Spitzbart(„Everhardus der Spizebart“ Stark S. 153).Weißbart.
Bart-s.Beraht(V., einst. K.).
-barts. a) I.Berahtb) III.Bart.
Bartels. a) I.Beraht(einst. K.) b) II.Bartholomäus.
Bartha) I. s.Bardb) I. s.Berahtc) III. „der mit dem (langen) Barte“ (Golz mit dem Barte 1327) — auch ON.
Barthols. a) I.Berahtb) II.Bartholomäus.
BartholomäusII. hebr. „Sohn des Tolmaï“; Apostel. (Kal. 24. Aug.)
FN.Bartholomäus—Bartelmus—Barthelmeß—Bardelmes—Bartlme. Gen.Bartholomä—Bartholmey.Gewöhnlich wegen seiner Länge in zwei Hälften zerschnitten: 1)Barthol;Bartel(vgl. schweiz. Bartli, bayr. Bartl). 2)Mewes(mit eingeschobenem w, vgl. niederd. Bartelmeews, Meewsdag: 24. Aug., up ollen Bartelmeiwes: 5. Sept. nach dem alten, julianischen Kal. Berghaus, Sprachschatz der Sassen);Mews—Möwes;Möws— das w in b verhärtet:Mebus;Mebes—Möbus;Möbes. Latinis.:Mevius—Möbius. Patr. Zss.Mewissen.
FN.Bartholomäus—Bartelmus—Barthelmeß—Bardelmes—Bartlme. Gen.Bartholomä—Bartholmey.
Gewöhnlich wegen seiner Länge in zwei Hälften zerschnitten: 1)Barthol;Bartel(vgl. schweiz. Bartli, bayr. Bartl). 2)Mewes(mit eingeschobenem w, vgl. niederd. Bartelmeews, Meewsdag: 24. Aug., up ollen Bartelmeiwes: 5. Sept. nach dem alten, julianischen Kal. Berghaus, Sprachschatz der Sassen);Mews—Möwes;Möws— das w in b verhärtet:Mebus;Mebes—Möbus;Möbes. Latinis.:Mevius—Möbius. Patr. Zss.Mewissen.
Bartsch, Bärtschis.Ber(einst. K.).
Barza) I. s.Ber(einst. K.) b) III. ON. (in Mecklenb.).
BaslerIII. „einer aus Basel“. AuchBäsler.
BassünerIII. mhd. busûnaere, mittelniederd. basûner „Posaunenbläser“.
Bast-s.Sebastianus.
BastinellerIII. (Tirol) „einer aus Bastianello“.
Bath-, Bätkes.Bad(einst. K.).
Batt-s.Bad(V., einst. K.).
Bättgers.Bad(V.).
Batsch, Batz-s.Bad(einst. K.).
BauchIII. in einigen Zss.:Breitenbauch(der mit dem br. B.).Gutschebauch.Schmerbauch.
Baucks.Baug.
Baudissin, von III. altes lausitzisches Adelsgeschlecht, Stammort Bautzen (früher Baudissin).
BauerIII. mhd. bûr (auch bûwaere, ahd. pûâri, bûâri) „der den Ackerbaut“, Gegensatz zu herre (Ritter), später auch zu burgaere.
FN.Bauer, in älterer F.Baur. Südd.Paur;Pauer. Niederd.Buhr— in Ostfriesland mit Artikelde Buhr, in holländischer Schreibungde Boer(S. 40).Vklf. (l): Bäuerle (schwäb.); Bäuerlein.Zss. (bes. zahlreich im eigentlichen Bayern): mit Vornamen:Christlbauer.Kasparbauer— mit Eigenschaften:Jungbauer.Neubauer; -pauer; niederd.Niebuhr— nach der Beschaffenheit des Hofes:Großbauer.Hallbauer; niederd.Halbuer(Halb-) — nach der Lage:Bruckbauer.Kreuzbauer.Oberbauer;Oberpaur.Mitterbauer.Holzbauer; niederd.Holtbuer.Moosbauer(Moor-).Seebauer— nach den Erzeugnissen:Rosenbauer.Rubenbauer(Rüben-).Gerstbauer.Waitzenbauer— nach der Zugehörigkeit und Verpflichtung:Hoffbauer;Hofpauer.Kirchenpauer.Königsbauer.
FN.Bauer, in älterer F.Baur. Südd.Paur;Pauer. Niederd.Buhr— in Ostfriesland mit Artikelde Buhr, in holländischer Schreibungde Boer(S. 40).
Vklf. (l): Bäuerle (schwäb.); Bäuerlein.
Zss. (bes. zahlreich im eigentlichen Bayern): mit Vornamen:Christlbauer.Kasparbauer— mit Eigenschaften:Jungbauer.Neubauer; -pauer; niederd.Niebuhr— nach der Beschaffenheit des Hofes:Großbauer.Hallbauer; niederd.Halbuer(Halb-) — nach der Lage:Bruckbauer.Kreuzbauer.Oberbauer;Oberpaur.Mitterbauer.Holzbauer; niederd.Holtbuer.Moosbauer(Moor-).Seebauer— nach den Erzeugnissen:Rosenbauer.Rubenbauer(Rüben-).Gerstbauer.Waitzenbauer— nach der Zugehörigkeit und Verpflichtung:Hoffbauer;Hofpauer.Kirchenpauer.Königsbauer.
Bauerfeinds.Baurenfeind.
Bauermann, (ostfries.) Boerma.
BauermeisterIII. vom mhd. bûr Wohnung, eine städtische Obrigkeit = „Bürgermeister“, auch auf ländliche Gemeinden angewandt (z. B. in der Umgegend von Münden in Hannover, Pauli II, 27).
FN.Burmeister—Baurmeister;Bauermeister. Niederd.Burmester(mit langem e in der mittleren Silbe).
FN.Burmeister—Baurmeister;Bauermeister. Niederd.Burmester(mit langem e in der mittleren Silbe).
BAUGI. ahd. pouc, mhd. bouc „Ring“, Spange für Hals, Haupt oder Arm, von biugan „biegen“. Die bouge waren ein sehr begehrter Schmuck für Frauen und auch Männer. Baugulf 8.
FN. Bougrat:Peukert.Einstämmige Kürzung Baug-.Bauco:Bauke;Bauck—Pauck. Gen.Baukes;Bauken.
FN. Bougrat:Peukert.
Einstämmige Kürzung Baug-.
Bauco:Bauke;Bauck—Pauck. Gen.Baukes;Bauken.
BaumIII. ahd. poum, boum, mhd. boum, altsächs. bôm, mittels dativischer Ellipse zu ON. verwendet, zuerst im 11. Jh. in Budenbomen — gegenwärtig nicht viel unter 200 bewohnte O. auf -baumin Deutschland (außerhalb Deutschlands z. B. Oranienbaum).
Andere FN. sind durch Häusernamen vermittelt, wie ein Haus „zum Mulboum“ 1315 zu Mainz, im 12. Jh. zu Basel war (s.Buck, oberd. Flurnamenbuch S. 176 unter Maulbeerbaum) — noch andere sind unmittelbar von den Baumnamen abgeleitet; eine Scheidung ist schwer durchzuführen.
Vgl. Henr. Nuzboum 1223. Hinrik Heisterbom 1413. (Franz. Cerisier, Poirier).
FN.Baum. — Zss.Apfelbaum.Birnbaum.Eichbaum;Eichelbaum.Eschbaum.Grünbaum.Holderbaum;Hollinderbaum.Honigbaum.Kienbaum.Kirschbaum.Krähenbaum.Kriechenbaum.Nußbaum.Pappelbaum.Pfraumbaum.Quittenbaum.Rosenbaum.Schlöhbaum.Weidenbaum. —halbniederd.:Appelbaum.Beerbaum.Blöbaum.Busenbaum.Dannenbaum.Kassebaum.Kreikenbaum.Nottebaum;Nuttebaum—ganz niederd.:Bohm.Beerboom.Cassebohm.Dannenbohm.Lindeboom.Nottebohm.Plumbohm.Rosenbohm.Ableitung auf -er(Conrad Holderbäumer 1285. Heinr. dict. Kirsbaumer 1297).1)Baumer(z. B. von dem O. Bauma im Tößtal, Schweiz. Tobler-Meyer).Bierbaumer.Eschbaumer(Münch.).Kerschbaumer(tirol.).Nußbaumer.2)Bäumer.Altenbäumer.Brinkbäumer.Hägerbäumer.Hasenbäumer.Hollinderbäumer.Strothbäumer— alle in Westfalen, wo auch mehr vereinzelt.3) niederd. -bömer:Burgböhmer.Steinbömer.
FN.Baum. — Zss.Apfelbaum.Birnbaum.Eichbaum;Eichelbaum.Eschbaum.Grünbaum.Holderbaum;Hollinderbaum.Honigbaum.Kienbaum.Kirschbaum.Krähenbaum.Kriechenbaum.Nußbaum.Pappelbaum.Pfraumbaum.Quittenbaum.Rosenbaum.Schlöhbaum.Weidenbaum. —
halbniederd.:Appelbaum.Beerbaum.Blöbaum.Busenbaum.Dannenbaum.Kassebaum.Kreikenbaum.Nottebaum;Nuttebaum—
ganz niederd.:Bohm.Beerboom.Cassebohm.Dannenbohm.Lindeboom.Nottebohm.Plumbohm.Rosenbohm.
Ableitung auf -er(Conrad Holderbäumer 1285. Heinr. dict. Kirsbaumer 1297).
1)Baumer(z. B. von dem O. Bauma im Tößtal, Schweiz. Tobler-Meyer).Bierbaumer.Eschbaumer(Münch.).Kerschbaumer(tirol.).Nußbaumer.
2)Bäumer.Altenbäumer.Brinkbäumer.Hägerbäumer.Hasenbäumer.Hollinderbäumer.Strothbäumer— alle in Westfalen, wo auch mehr vereinzelt.
3) niederd. -bömer:Burgböhmer.Steinbömer.
BaumIII. zur Bildung von Gerät-N. im Sinne von „Stange, Balken“ — bes. „Schlagbaum“ (Lipp. Reg.).
FN.Heubaum.Leiterbaum.Maibaum, niederd.v. Meibom.Schierbaum.Schurbaum(wenn = Schürbaum).Schnitzelbaum.Wallbaum.Wiesbaum.Zugbaum.
FN.Heubaum.Leiterbaum.Maibaum, niederd.v. Meibom.Schierbaum.Schurbaum(wenn = Schürbaum).Schnitzelbaum.Wallbaum.Wiesbaum.Zugbaum.
BaumannIII. mhd. bûman „Ackerbauer“. (In manchen Gegenden Pommerns die Formel: „der ehr- und achtbareBaumannund Wirt“ in Grabschriften bis in die Gegenwart herein die stehende Bezeichnung des bäuerlichen Besitzers.)
FN.Baumann. Niederd.Bumann(Eutin).Paumann(südd.).
FN.Baumann. Niederd.Bumann(Eutin).Paumann(südd.).
BäumerIII. „Inhaber oder Anwohner eines Schlagbaums an der Grenze oder Zollstätte“. Niederd.Böhmer(Preuß, Lipp. FN. S. 32). Gen.Beumers(niederrh.). Zss.Schuckenbäumer(Johann vor dem Schuckenbome 1507).
BaumstarkIII. „stark wie ein Baum“.
BaurenfeindIII. der „Bauernfeind“, vgl. Joh. Purenfint 1348. Heintz v. Redwitz, Bawrnfeind genannt 15. Jh.
FN.Baurenfeind;Paurnfeindt(vermutlich daraus des übeln Sinnes wegen umgeändert:Bauernfreund) —Bauerfeind.
FN.Baurenfeind;Paurnfeindt(vermutlich daraus des übeln Sinnes wegen umgeändert:Bauernfreund) —Bauerfeind.
Baxs. a)Bad(einst. K.) b)Bag(einst. K.).
BayerIII. derBayer, mit dem altertümlichen y, welches auch in der amtlichen Schreibung des Volks- und Landesnamens in Bayern immer noch festgehalten wird. (Vgl. aber auch beier, baier = Eber Grimm DW.)
Bebels.Bad(zweist. K.).
-bechers.Bach.
BechererIII. Verfertiger hölzerner Trinkgefäße, der Becher (ahd. bechar) und der Schleifkannen. Förstemann, Progr. S. 4 (der hinzufügt, daß die Nordhäuser Gilde der Becherer im 15. Jh. verschwunden sei, vermutlich weil nun die metallenen und gläsernen Trinkgefäße mehr in Gebrauch gekommen).
Becht-s.Beraht(V., einst. K.).
BeckIII. ahd. peccho, mhd. becke, aus der Schriftsprache durch „Bäcker“ verdrängt; in oberdeutschen Mundarten noch jetzt der „Beck“, Mehrh. die „Becken“.
FN.Beck,Beckh,Bäck(München 1876: 49 mal Beck, nur 17 mal Becker).Zss. (S. 44).Brodbeck(mhd. brôtbecke).Fesenbeck.Hofbeck.Jungbeck.Kleinbeck.Kornbeck(„Korn“ hier wohl in dem engeren Sinne von Roggen).Sauerbeck.Täglichsbeck.Wasserbäch(Württ. — vgl. Bertram der Waterbeck 1379 Lipp. Reg.).
FN.Beck,Beckh,Bäck(München 1876: 49 mal Beck, nur 17 mal Becker).
Zss. (S. 44).Brodbeck(mhd. brôtbecke).Fesenbeck.Hofbeck.Jungbeck.Kleinbeck.Kornbeck(„Korn“ hier wohl in dem engeren Sinne von Roggen).Sauerbeck.Täglichsbeck.Wasserbäch(Württ. — vgl. Bertram der Waterbeck 1379 Lipp. Reg.).
-becks. 1)Bach2)Beck.
BeckenhubeIII. „Pickelhaube“, vgl. Peckelhub 1434. Übrigens 1610 in Waldsee eine Wirtschaft „zur Beckelhaube“.
BeckerIII. ahd. bakâri, mhd. becker der „Bäcker“.
FN.Becker(mit seltenen Ausnahmen noch in der alten Schreibung mit e), hin und wiederBekker, welches auf niederländische Einflüsse zurückzugehen scheint (s.Dekker). In Ostfriesland auch ohne Umlaut:Backer,Bakker(Borkum), vgl. neuniederl. bakker. Gen.Beckers(niederrhein.).Zss. 1) nach der Art des Gebäckes:Kuchenbecker.Semmelbecker.Stollenbecker.Weckbecker.Weißbecker—2) nach der Art des Backens und dem dabei verwendeten Geräte:Kohlenbecker.Pfannenbecker.Waterbecker—3) nach Unterschieden, die in der Person des Bäckers selbst liegen:Jungbecker.Neubecker; niederd.Niebecker.
FN.Becker(mit seltenen Ausnahmen noch in der alten Schreibung mit e), hin und wiederBekker, welches auf niederländische Einflüsse zurückzugehen scheint (s.Dekker). In Ostfriesland auch ohne Umlaut:Backer,Bakker(Borkum), vgl. neuniederl. bakker. Gen.Beckers(niederrhein.).
Zss. 1) nach der Art des Gebäckes:Kuchenbecker.Semmelbecker.Stollenbecker.Weckbecker.Weißbecker—
2) nach der Art des Backens und dem dabei verwendeten Geräte:Kohlenbecker.Pfannenbecker.Waterbecker—
3) nach Unterschieden, die in der Person des Bäckers selbst liegen:Jungbecker.Neubecker; niederd.Niebecker.
-beckers. a)Beckerb) von ON. auf-beck, z. B.Walbecker.
Beckert, Beckhardts.Big.
Beedes.Bad(einst. K.).
Beelkes.Bil.
Beer-s. 1)Ber(V.) 2)Berin(einst. K.).
BeerboomIII. niederd. „Birnbaum“. Halbniederd.Beerbaum.
BeethovenIII. (flam.) „Rübengarten“.Ludwig van B.
Behl-s.Bil.
Behms.Böhme.
Behn-s.Berin(V., einst. K.).
Behr-s.Ber(V., einst. K.).
BeiderbeckeIII. halbniederd. „bei dem Bache“.
BeiderlindenIII. „bei der Linde“. Conradus apud tiliam 1313. Andreas under der Linden.
BeiderwidenIII. „bei der Weide“.
Beierles.Baier.
Beila) I. s.Bilb) III. mhd. bîl das Werkzeug, mit den Zss.Breitbeil.Eisenbeil.Klingbeil(Klemp. Klinckebil).
Beilhardt, Beilings.Bil.
BeimgrabenIII. „beim Graben“.
Beina) I. s. 1)Win:Widebein2)Berin. b) III. das Körperglied, in mannigfachen Zss.:Dünnebein.Einbein.Hochbein;Hobein.Holbein;Hohlbein.Huckelbein.Klapperbein.Krummbein.Langbein.Löffelbein.Schönbein.Streckbein— besonders auch nach Tieren:Hasenbein.Hühnerbein.Kuhbein(vgl. Kuhfuß).Otterbein.Vosbein.Ziegenbein.
(DochSchiefelbeinist ON., Städtchen in den früher zur Neumark gehörigen Teilen Pommerns — und in süddeutschen ON. tritt nach Bacmeister S. 23 bisweilen bein an Stelle von -beund = bünd.)
BeinhauerIII. der „Fleischer“ (Knochenhauer).
Beink-s.Berin(einst. K.).
BeißenhirzIII. Satz-N. „beiß den Hirsch“, wohl einen eifrigen Jäger bezeichnend. AuchBeißenherz.
BekeIII. niederd. „Bach“, inBekemeyer.
Bell-s. 1)Bil(V., einst. K.) 2)Bald(V.).
Bellachini, Zauberkünstler aus dem Posenschen, namensBellach, der sich — durch bloße Geschwindigkeit, ohne Hexerei! — in Bellachini veritalienert hat.
Bellmers.Bald(V.).
Bencks.Berin(einst. K.).
Bend-s.Band.
Benders. a) I.Bandb) III.Binder.
Benditt, Bendixs.Benedictus.
Beneckes.Berin(einst. K.).
BenedictusII. lat. „der Gesegnete“; Benedict von Nursia, Stifter des Benedictiner-Ordens im 6. Jahrh.
FN.Benedict;Benditt;Benedick—Benedix;Bendix. Gen.Bendixen. — Südd. Patr.Benedicter.Mit Kürzung im Anlaut:Dictus;Dict—Dix.
FN.Benedict;Benditt;Benedick—Benedix;Bendix. Gen.Bendixen. — Südd. Patr.Benedicter.
Mit Kürzung im Anlaut:Dictus;Dict—Dix.
Benhelms.Berin(V.).
Benings.Berin(einst. K.).
Benk-s.Berin(einst. K.).
Benn-s.Berin(V., einst. K.).
Bens-, Benz-s. 1)Band(einst. K.) 2)Berin(einst. K.).
BERI. ahd. bero, mhd. bere „Bär“, ehemals in der Anschauung des Nordens König der Tiere.
FN. Berhard:Berardt.Berachar:Behrer.Perlaic, Berlah:Berlich,Berleck;Berlach—Barlach—Bierlich;Bierlick.Berman:Bermann,Behrmann,Bärmann—Baarmann.Bernot:Bernot—Biernoth.Paradeo:Bardey—Parthey.Beroald:Bärwald—Berold;Beerhold—Börold—Berletmit der Zss.Gutberlet—Berlitt;Berlt—Perlett—Biehrhold—Pyroldt. Gen.Berholz—Bierholz.Beroward:Berward;Beerwarth—Bierwerth;Bierwirth(Preuß 8).Beriwich:Barwig.Berewin:Berwin—Bärwein.Berulf:Bärwolf.Einstämmige Kürzung Ber-.Bero:Behre;Bär,Bähr— niederd.Bahre;Baar. Gen.Behrs—Bahrs. Patr. A.Bering;Bähring—Pering—Berring—Baring—Bierung.Vklf. (l) Berilo:Berle—Perl—Bierl—Birle;Birla. Patr. A.Perling—Bierling. (l+n)Bärlein. (k) Berico:Berke—Bährecke—Bierig. Patr. A.Berking. (z) Berzo, Bezzo (Stark S. 86 — doch auch für beraht S. 84. 87):Bertz—Pertz—Pertsch—Betz(Zss.Schmidtbetz) —Petz(dah. Beiname des Bären) —Pätsch—Barz—Bartsch—Bärtschi(schweiz.). (z+l):Betzel—Petzel—Bessel.
FN. Berhard:Berardt.
Berachar:Behrer.
Perlaic, Berlah:Berlich,Berleck;Berlach—Barlach—Bierlich;Bierlick.
Berman:Bermann,Behrmann,Bärmann—Baarmann.
Bernot:Bernot—Biernoth.
Paradeo:Bardey—Parthey.
Beroald:Bärwald—Berold;Beerhold—Börold—Berletmit der Zss.Gutberlet—Berlitt;Berlt—Perlett—Biehrhold—Pyroldt. Gen.Berholz—Bierholz.
Beroward:Berward;Beerwarth—Bierwerth;Bierwirth(Preuß 8).
Beriwich:Barwig.
Berewin:Berwin—Bärwein.
Berulf:Bärwolf.
Einstämmige Kürzung Ber-.
Bero:Behre;Bär,Bähr— niederd.Bahre;Baar. Gen.Behrs—Bahrs. Patr. A.Bering;Bähring—Pering—Berring—Baring—Bierung.
Vklf. (l) Berilo:Berle—Perl—Bierl—Birle;Birla. Patr. A.Perling—Bierling. (l+n)Bärlein. (k) Berico:Berke—Bährecke—Bierig. Patr. A.Berking. (z) Berzo, Bezzo (Stark S. 86 — doch auch für beraht S. 84. 87):Bertz—Pertz—Pertsch—Betz(Zss.Schmidtbetz) —Petz(dah. Beiname des Bären) —Pätsch—Barz—Bartsch—Bärtschi(schweiz.). (z+l):Betzel—Petzel—Bessel.
Ber-s.Ber(V., einst. K.).
BERAHTI. got. baírhts, ahd. peraht, beraht mhd. perht, berht „glänzend“.