Chapter 50

FN.Kopfvgl. Chono der Chophe 1175. Ulric. der Chopf 1225.Mannigfache Zss., sämtlich wohl in dem Sinne des Körperteils:Breitkopf.Großkopf.Hartkopf; halbniederd.Hardekopf.Krauskopf; niederd.Kruskop.Rothkopf.Ruhkopf(halbniederd. = Rauhkopf).Schönkopff.SchwartzkopffWeißkopf; niederd.Wittkop.Wullkopf; niederd.Wullkop—nach Tieren (z. T. vermutlich durch Häuserzeichen vermittelt, aber auch durch Flurnamen):Hönerkopf(halbniederd. = Hünerkopf).Ochsenkopf; niederd.Ossenkopp.Rehkopf.Rindskopf.Roßkopf.Schellkopf.Wedderkop.Welskopp—nach Pflanzen:MohnkopundMahnkopf.Köpkes.Jacobus.Kopmanns.Kaufmann.KopperschmidtIII. (niederd.) „Kupferschmied“.Koppolds.God(V., Godebald).KörberIII. „Korbmacher“. AuchKorber.Kord-s.Kun(V.).KornIII. got. kaurn, ahd. mhd. korn „Fruchtkorn, Getreidekorn“ (mundartl. = Roggen).FN.Korn. Zss.Fernkorn,Viernkornvom Eigenschaftsw. fern „vorig“ (Firnewein u. a.).Gerstenkorn.Grünkorn.Haferkorn;Haberkorn(Ruprecht Haberkorn 1385).Hirsekorn;Hirschkorn.Klöwekorn(Spaltkorn, in welchem Sinne? oder imperativisch = Haarspalter vgl. Klövesand — Pott).Pfefferkorn(Walcher Phefferkorn 1282).Senfkorn(Ev. Matth. 13, 31).Sommerkorn.Weitzkorn.KornbluhmIII. deutlicher Pflanzen-N. (centaurea cyanus).Kornbrusts.Probst.KörnerIII. 1) vom got. quairnus, ahd. quirn, mhd. kürn Mühle, also „Müller“ 2) von Korn: „Kornkäufer“ 3) = Kordener, Körtener patronym. zu Konrad (Preuß 17).FN.Kürner—Kirner—Körner—Kerner— selten noch in der älteren FormQuerner. Zss.Körnerknecht(„Mühlknappe“).KornmesserIII. mhd. kornmeȥȥer „vereidigter Getreidemesser“, ein öffentlicher Beamter.Kort-, Kört-s. a) I.Kun(V.) b) III. nied. = kurz, inKortenkampu. a.KortumIII. niederd. „kurz um“, nach dem Bremer Wörterb. ein kleiner, hurtiger Mensch. AuchKortüm.Kos-s.Goz(V.).Köster-s.Küster.KostezzerIII. (Zürich) „einer aus Konstanz“ (gesprochen: Kostetz — Tobler-M.).Kothea) I. s.Godb) III. geringeres Bauernhaus, urspr. ohne Feld und Hofstätte, nur mit einem Garten; es ist dann freilich auch vielfach etwas Land mit solcher Kothe vereinigt worden, doch nicht bis zu einer vollen Hufe. Hauptsächlich niederdeutsches Wort, auch in ON. ziemlich häufig: -kathe, -kathen, -kothen, -kotten.FN.Kothe(auchKothé— das é soll die betreffende Familie für schweres Geld vom Landesherrn erstanden haben, s. Pauli II, S. 5).Zss.Roßkoth. —Hollkott.Oldenkott.Weskott.Horstkotte. —Geilenkotten.Vierkotten. (Henricus Bernekotte Köln. Univers. Matr. 1390). —Kothmeyer—Kottmeyer—Kothmüller.KötherIII. „Inhaber einer Kothe“.FN.Köther. Zss.Buschköter(der K. in dem Busche).Eikenköter(Hannov.).Leimköter(doch wohl = Lehmk.). Auch der N.Fetkötergehört hierher, wie die Nebenff.Vettkötter(Vegesack) undFettkotterbeweisen.In Nordost-D. heißt die Kothe: Kathe, Kathen, daher:Käthner;Kathmann— in WestfalenKotte, daher „Kötter“ (s. Immermann Münchhausen III, 56: „daß ich den Halbhüfner, den Kötter und wer es sonst sein mag, jeden nach seiner Gebühr nennen muß“). In dieser F. ist das Wort reich an Zss., die alle in Westfalen heimisch sind:FN.Baumkötter.Berkenkötter.Buschkötter.Feldkötter.Flurkötter.Grundkötter.Heitkötter(Haid-).Holtkötter.Horstkötter.Kampkötter.Kuhlenkötter.Marschkötter.Ostenkötter.Pohlkötter.Rietkötter.Sandkötter.Strotkötter.Vennekötter.Winkelkötter.Wieskötter— sämtlich wohl nach der Wohnstätte benannt, währendJacobskötter,MörtenkötterZss. mit den VN. Jacob, Martin sind.Anderer Art sindNeukötter.Hundekötter(vgl. den niederd. Maler Hondekoeter).Schniederkötter.Schultenkötter(der K. des Schulzen).Schüttenkötter.-köters.Köther.Kott-s. a) I.God(V., einst. K.) b) III.Kothe.-kott, -kotte, -kottens.Kothe.-kötters.Köther.Kottlofs.God.Kotz-s. 1)God(einst. K.) 2)Goz.v. KotzebueIII. von dem altmärk. O. Kossebau, früher Kossebu. (Adelslex.).Koxs.Koch.KrabatIII. (Gottschee) „Kroat“.Krachts.Kraft.KradolferIII. „einer aus Kradolf“, urspr. Kradorf (Thurgau).KRAFTI. ahd. mhd. kraft „Kraft; Heeresmacht“.FN. Kraftheri:Krefter.Einst. Kürzung Craft, Craht:Krafft—Kracht. Patr. A.Krefting.Krägen-III. mhd. krâ, kraeje, kreie „Krähe“ in Zss. wieKrägenbrink.Kramers.Krämer.KrämerIII. ahd. chrâmâri, mhd. krâmaere, krâmer, kraemer der „Krämer“, Kleinhändler, im Gegensatz zum „Kaufmann“, der mehr den Großhändler bezeichnet. Dem Krämer fiel zum Handel alles anheim, was „Pfennigsgewerbe“ war. (Schon 1175 Chunrad Chramar).FN.Krämer, Cremer — Kramer, Cramer. Gen.Kramers(niederrhein.). Zss.Eisenkrämer.Krahn, KrohnIII. mittelniederd. krân, krôn „Kranich“.Auch in Zss.:Kranepohlu. a.KranefußIII. „Kranichfuß“. AuchKrohnfuß.KranewitterIII. vom ahd. khranawitu „Wacholder“. ON. in mannigfachen FF. Entstellt inKronawetter;Kronebitter;Kronenbitter(Steub).KranichIII. der bekannte Zugvogel. Vgl. franz. Lagrue. 1) Hauszeichen (S. 61) 2) Eigenschaft bezeichnend, namentlich die Schlankheit (S. 49).Kranolds.Hraban.KranzIII. mit den Zss.Maikranz(S. 45, doch auch ON.).Rautenkranz.Rosenkrantz(auch ON.).Vklf.Kränzlein—Kränzl.Kratz-, Krätzels.Pancratius.Kraumes.Hrom.Kraus, KraußIII. 1) s.Krause2) der „Krug“; so namentlich in der Zss.Steinkrauß„Steinkrug“.KrauseIII. von dem Eigenschaftsw., der „Kraushaarige“ (Crispus). Hainrich der kruse 1304 (S. 50).FN.Krause;Kraus(letzteres süddeutsch, z. B. in München 1876: 44 mal Kraus und Krauß, Krause nur 3 mal, dagegen in der Preuß. Rang- und Quartierliste von 1874 Krause 50 mal, Kraus (Krauß) nur 4 mal).Niederd.Kruse,Cruse. — Latinis.Crusius.KraushaarIII. = dem Vorhergehenden. Volz von Nüwenegge den man da nemmet Crushar 1347 (Bacm.). In demselben SinneKrauskopf.KräuterIII. „Gemüsegärtner und -Händler“ (auch Apotheker). Niederd.Krüdener(Crudiner 13. Jh.).Krautwigs.Hrod(V.).KrawathIII. „Kroat“. AuchKrabot.KreftIII. (mit langem offenem e) niederd. =Krebs. (Hans Krewet 1473). AuchKrebsscherfindet sich als FN.Kreft-s.Kraft.Krege, KreieIII. mhd. kraeje, kreie „Krähe“, in Zss. wieKregenbrink,Kreienkamp,Kreymeyeru. a.KreikenbaumIII. (halbniederd.) mhd. kriechenboum von krieche d. i. schlechte Pflaume.KreiserIII. „Feldhüter“ (z. B. in Hessen).KreithIII. = Greut, Gereute von „reuten“;Kreitmeyer= Greutmaier (Steub S. 13).KrempelsetzerIII. zur Tuchmacherei gehörig (Krempel = Wollkamm).Krestels.Christianus.KretschmerIII. mitteld. crecimer, aus dem slaw. karczmarz „Schenkwirt“, bes. in Schlesien, Posen, der Lausitz, wo auch die Dorfschenke „Kretscham“ heißt. Seit dem 14. Jh. von Osten her bis nach Thüringen und weiterverbreitet, im 16. Jh. z. B. Luthern ganz geläufig, jetzt zurückgewichen und auf die östlichen Grenzländer beschränkt.FN.Kretschmar,Cretzschmar(mit Bewahrung des ursprüngl. a);Kretschmer—Kretzmer. AuchKretschmann.KreuchauffIII. Satz-N. „Kriechauf!“Kreunerts.Gron.KridewißIII. „kreideweiß“.KriechenbaumIII. mhd. krieche, niederd. krike „Schlehenpflaume“. AuchKriegbaum—Grichbaum.Kriebaum(zu dem Kriechbovme 1449).KriegnerIII. „einer aus Kriegen“ (Österr.).Krim-s.Grim.Kring-s.Hring.Krist-II. s.Christianus.Krögers.Krüger.Krohns. a) I.Gronb) III.Krahn.Krohnfußs.Kranefuß.Krolls. a) I.Hrod(einst. K.) b) III. „gekräuselt“ vgl. niederd. Krulle „krause Haarlocke“.Kroloffs.Hrod(V.).Krom-, Kröms.Hrom.KronIII. a) in Adels-N. von dem Hauptw. „Krone“:v. Abercron. v. Ohlen u. Adlerskron— dagegenb) von „Kranich“, niederd. kran, kron in:Kronbiegel(Kranichbühl, vgl. Kronschnabel, Crohnsnest).Kronemeyer.Kronfuß.Kronawetter, Kronenbitters.Kranewitter.Kroner, Krön-s.Gron.Kronymuss.Hieronymus.Kropps.Hrod(zweist K.).Kröters.Hrod(V.).Krüdeners.Kräuter.Krudewigs.Hrod(V.).Krudups.Hrod(Hrodulf).KrugIII. in vielen ON. Zss.Fahrenkrug;Fahrenkrog. Niederd. Krog inKrogmann.KrügerIII. mhd. krüeger „Schenkwirt“ (auf dem Lande).FN.Krüger,Crüger;Krieger(bayr. österr. vgl. Hiebner). Zss.Altkrüger.Fahrenkrüger.Heidkrüger(der Besitzer des Heidekruges). Niederd.Kröger. Zss.Buschkröger.KrukemeyerIII. s.Hrod(Chrodico).Krumbiegel, Krumbügels.Bühel.Krunert, Krün-s.Gron.Kruses.Krause.KruskopIII. niederd. „Krauskopf“ (s.Kopf).Kruttges.Hrod(einst. K.).Krutwigs.Hrod(V.).Krystianss.Christianus.KüblerIII. 1) Verfertiger von Kübeln. „Bötticher“ 2) „Häusler“, = Köbler (Franken und Oberpfalz).KuchenIII. in mehrfachen Zusammens.:Eierkuchen.Pfannkuche.Pustkuchen(Aschenkuchen).Matzkuchen(die ungesäuerten „Matzen“ s. Matzbecker).KuchenbeißerIII. vgl. Fleischfresser.KüchenmeisterIII. magister coquinae, vornehmere Bezeichnung für Koch.KüchlerIII. „Kuchenbecker“.KuckuckIII. ON., (10 mal Rud.). AuchKukuk.KüferIII. mhd. küefaere 1) der „Kufen und andere große Gefäße macht“, daher auch Großbinder und Schwarzbinder genannt, zum Unterschiede von den Kleinbindern, Weißbindern oder Rotbindern, welches die gemeinen Bötticher sind. 2) „Diener und Aufwärter in großen Kellereien“, bes. in Weinkellern und Weinhäusern.FN.Kufer—Küfer—Köfer— (mit der mittel- und oberdeutschen Aussprache des ü)Kiefer.Mit dem n der schwachen Bildung:Kufner—Küffner.Niederd.Küper—Köper.de Kuyper(Rheinbach). Gen.Kuypers(Geldern).KugelIII. ahd. cucula, mhd. kugele, gugel, kogel, vom lat. cucullus „Kappe, über den Kopf zu ziehen, Kapuze“.FN.Leinekugel—Linnekugel, auchLinkogel,Linnekuhl,Linnenkohl; daraus umgedeutetLindenkohl.Reifenkugel;Riefkohl.Rothkugel; niederd.Rodekogel— entstelltRodenkohl.Wittkugel.Schlapkohl.KühfaberIII. entstellt aus Kiffhaber s.Haber.KuhleIII. niederd. „Grube“; in Ortsbezeichnungen.FN.Goldkuhle.Lehmkuhl(O. Lehmkuhle).Leimkuhl.Sandkuhl—Sandkaul.Silberkuhl.Voßkuhl. Zss.Kuhlmann. —Kulenkamp.Ableitung auf -er(bes. westfälisch):Buschkühler.Flaßkühler(Flachs-).Lehmkühler;Leimkühler.Sandkühler.Steinkühler.Kuhl-, Kulb-, Külb-s.Kol.-kühlers.Kuhle.Kuhn-, Kühn-s.Kun(V., einst. K.).KühnapfelIII. verderbt aus Kienapfel, wie Kühnbaum aus Kienbaum.Kuhr-s.Kun(V.).KükenbiterIII. niederd. „Kükenboißer“, ein kleiner Raubvogel.Kummer, Kümm-s. 1)Gund(V.) 2)Kun(V.).Kümpels. 1)Gund(zweist. K.) 2)Kun(V.).Kümperss.Gund(V.).KumpfmüllerIII. „Besitzer einer oberschlächtigen Mühle, deren Schöpfrad mit Kümpfen (Sohöpfeimern) versehen ist“.KUNI. 1) got. kuni, ahd. kunni, chunni, mhd. künne „Geschlecht, Sippe“ (lat. genus) 2) ahd. kuoni, chuoni, mhd. küene „kühn“.FN. Chunipald:Kümpel—Kümmel.Chuniger:Königer—Könker—Keuncker.Chunihard:Kunhardt;Cunardt;Kuhnert;Kuhnat; zsgz.Kuhnt—Kunnert—Kühnert—Conard;Kohnert—Köhnert—Kaunert. Gen.KonertzPatr. A.Conerding.Chunihari:Kuner—Kühner—Koner. Gen.Kuhners—Coners. Patr. A.Conring.Khunemar:Kummer. Vklf. (l):Kümmerl—Kimmerle(schwäb.).Kunimund:Kunimund—Kühnemund.Chunrad, Chuonrat:Kunrath—Conrath;Conrad— zsgz.Kuhrt—Curt(latinis.Curtius) —Korth,Koordt—Korte—Körte—mit den Zss.Curtmann—Cordemann—Kortmann—Ackerkurt;Großkurth;Jungcurt—Mühlenkord;Schäferkord—Kordvahr(1640: Kortvader) —Kauert—Kauer—Kuhr—Kohr. Gen.Conradts,Konrads—Koenraads(sprich: Kôn-, ostfries.) —Curdes—Kordes—Koerts(ostfries.) —Kohrs,Coers—Kauers. Patr. A.Körting—Köhring—Kauring—Conradter. Patr. Zss.Cordsen—Corssen.Cunirih:Kühnreich.Kuniald:Kunwald,Kunold—Künold;Kühnelt;Kühnhold. Gen.Köhnholz.Einstämmige Kürzung Kun-.Kuno, Chuono, Cono:Cuno;Kuhne—Kühne;Khün—Kiehne—Künne—Cone;Kohn—Köne—Keune. Gen.Koens(spr. Kôns, ostfries.);Kohnen. Patr. A.Kuning—Künning. Gen.Könings(Cleve).Vklf. (i):Kuoni(schweiz.),Kuny. (l) Chunulo:Kuhnle—Kühnell;Kühndel—Kienle—Kohnle—Konle. (l + n):Kühnlein—Köhnlein. (k) Chunico:Kunicke;Kunig—Künnecke—Könnicke—Köhnke—König—Köng—Küng—Keunecke. Gen.Könkes. (k + l):Kunigel. (z) Chunizo:Kunitz—Kunze—Cuontz—Conz. Gen.Kuntzen. Zss.Kunzmann—Hoffkuntz;Jungkunz;Schmidkunz—Schmidkonz.Oberkonz. (z + l):Kunzelmann—Küntzel;Künzli(schweiz.) —Kienzle—Kintzle(Luxemburg) —Kinsele. Patr. A.Küntzling. (z + l + n):Künzlin.Unorg. Bildung:Küntzer—Küntzler.Kün-s.Kun(einst. K.).Kunt-s.Gund(V., einst. K.).Kunz-, Künz-s. 1)Gund(einst. K.) 2)Kun(einst. K.).Kuonis.Kun.Küpers.Küfer.KüppenbenderIII. (Düren) „Küfer“ 1).Kurbisch, KurpisIII. „Kürbis“.Kürners.Körner.KürschnerIII. mhd. kürsenaere, vom ahd. chursinna, mhd. kürsen „Pelzkleid“. In Mitteldeutschland (Sachsen) Kirschner gesprochen.FN.Kürschner; in älterer F.Kürssener.Kierschner—Kirschner—Girschner(s. Förstemann Progr. S. 8).Kürstens.Christianus.Kurts.Kun(Chunrad).KurzhalzIII. = Kurzhals (s.Hals).Küssewetters.Kiesewetter.Küstenmachers.Kistmacher.KüstenpfennigIII. Satz-N. „küsse den Pfennig“ (Geizhals). AuchKüssenpfennig.Kusters.Küster.KüsterIII. ahd. custor, mhd. kuster aus lat. custos (templi), urspr. Hüter des Kirchenschatzes und der heiligen Geräte, dann der bekannte Kirchendiener, hauptsächlich im protestantischen Norden noch in Geltung.FN.Küster. Gen.Küsters(Heinsberg). Zss.Küstermann. — Ohne Umlaut:Kuster(Kustermann);Kusterer(württ).Vklf.Kusterle(Gottschee).Niederd.Köster,Cöster;Coster(Jeverland). Gen.Kösters(Borken). Zss.Köstermann. Patr. A.Köstering(Lippe).Mit dem n der schwachen BildungKüstner—Köstner.KüterIII. ein „Hausschlächter, so in den Garküchen schlachtet“ (Frisch). In Pommern (Klemp. Kuter — „Kütertor“ in Stralsund), Brandenburg. „Wursthof“ oder „Küterhof“, ältestes bekanntes Berliner Schlachthaus im 16. Jh. bei dem Heiligengeist-Hospital.KüttnerIII. „einer aus Kutten“ (Provinz Sachsen). AuchKittner.KuttrufIII. ein Trinkgefäß (S. 45).

FN.Kopfvgl. Chono der Chophe 1175. Ulric. der Chopf 1225.Mannigfache Zss., sämtlich wohl in dem Sinne des Körperteils:Breitkopf.Großkopf.Hartkopf; halbniederd.Hardekopf.Krauskopf; niederd.Kruskop.Rothkopf.Ruhkopf(halbniederd. = Rauhkopf).Schönkopff.SchwartzkopffWeißkopf; niederd.Wittkop.Wullkopf; niederd.Wullkop—nach Tieren (z. T. vermutlich durch Häuserzeichen vermittelt, aber auch durch Flurnamen):Hönerkopf(halbniederd. = Hünerkopf).Ochsenkopf; niederd.Ossenkopp.Rehkopf.Rindskopf.Roßkopf.Schellkopf.Wedderkop.Welskopp—nach Pflanzen:MohnkopundMahnkopf.

FN.Kopfvgl. Chono der Chophe 1175. Ulric. der Chopf 1225.

Mannigfache Zss., sämtlich wohl in dem Sinne des Körperteils:Breitkopf.Großkopf.Hartkopf; halbniederd.Hardekopf.Krauskopf; niederd.Kruskop.Rothkopf.Ruhkopf(halbniederd. = Rauhkopf).Schönkopff.SchwartzkopffWeißkopf; niederd.Wittkop.Wullkopf; niederd.Wullkop—

nach Tieren (z. T. vermutlich durch Häuserzeichen vermittelt, aber auch durch Flurnamen):Hönerkopf(halbniederd. = Hünerkopf).Ochsenkopf; niederd.Ossenkopp.Rehkopf.Rindskopf.Roßkopf.Schellkopf.Wedderkop.Welskopp—

nach Pflanzen:MohnkopundMahnkopf.

Köpkes.Jacobus.

Kopmanns.Kaufmann.

KopperschmidtIII. (niederd.) „Kupferschmied“.

Koppolds.God(V., Godebald).

KörberIII. „Korbmacher“. AuchKorber.

Kord-s.Kun(V.).

KornIII. got. kaurn, ahd. mhd. korn „Fruchtkorn, Getreidekorn“ (mundartl. = Roggen).

FN.Korn. Zss.Fernkorn,Viernkornvom Eigenschaftsw. fern „vorig“ (Firnewein u. a.).Gerstenkorn.Grünkorn.Haferkorn;Haberkorn(Ruprecht Haberkorn 1385).Hirsekorn;Hirschkorn.Klöwekorn(Spaltkorn, in welchem Sinne? oder imperativisch = Haarspalter vgl. Klövesand — Pott).Pfefferkorn(Walcher Phefferkorn 1282).Senfkorn(Ev. Matth. 13, 31).Sommerkorn.Weitzkorn.

FN.Korn. Zss.Fernkorn,Viernkornvom Eigenschaftsw. fern „vorig“ (Firnewein u. a.).Gerstenkorn.Grünkorn.Haferkorn;Haberkorn(Ruprecht Haberkorn 1385).Hirsekorn;Hirschkorn.Klöwekorn(Spaltkorn, in welchem Sinne? oder imperativisch = Haarspalter vgl. Klövesand — Pott).Pfefferkorn(Walcher Phefferkorn 1282).Senfkorn(Ev. Matth. 13, 31).Sommerkorn.Weitzkorn.

KornbluhmIII. deutlicher Pflanzen-N. (centaurea cyanus).

Kornbrusts.Probst.

KörnerIII. 1) vom got. quairnus, ahd. quirn, mhd. kürn Mühle, also „Müller“ 2) von Korn: „Kornkäufer“ 3) = Kordener, Körtener patronym. zu Konrad (Preuß 17).

FN.Kürner—Kirner—Körner—Kerner— selten noch in der älteren FormQuerner. Zss.Körnerknecht(„Mühlknappe“).

FN.Kürner—Kirner—Körner—Kerner— selten noch in der älteren FormQuerner. Zss.Körnerknecht(„Mühlknappe“).

KornmesserIII. mhd. kornmeȥȥer „vereidigter Getreidemesser“, ein öffentlicher Beamter.

Kort-, Kört-s. a) I.Kun(V.) b) III. nied. = kurz, inKortenkampu. a.

KortumIII. niederd. „kurz um“, nach dem Bremer Wörterb. ein kleiner, hurtiger Mensch. AuchKortüm.

Kos-s.Goz(V.).

Köster-s.Küster.

KostezzerIII. (Zürich) „einer aus Konstanz“ (gesprochen: Kostetz — Tobler-M.).

Kothea) I. s.Godb) III. geringeres Bauernhaus, urspr. ohne Feld und Hofstätte, nur mit einem Garten; es ist dann freilich auch vielfach etwas Land mit solcher Kothe vereinigt worden, doch nicht bis zu einer vollen Hufe. Hauptsächlich niederdeutsches Wort, auch in ON. ziemlich häufig: -kathe, -kathen, -kothen, -kotten.

FN.Kothe(auchKothé— das é soll die betreffende Familie für schweres Geld vom Landesherrn erstanden haben, s. Pauli II, S. 5).Zss.Roßkoth. —Hollkott.Oldenkott.Weskott.Horstkotte. —Geilenkotten.Vierkotten. (Henricus Bernekotte Köln. Univers. Matr. 1390). —Kothmeyer—Kottmeyer—Kothmüller.

FN.Kothe(auchKothé— das é soll die betreffende Familie für schweres Geld vom Landesherrn erstanden haben, s. Pauli II, S. 5).

Zss.Roßkoth. —Hollkott.Oldenkott.Weskott.Horstkotte. —Geilenkotten.Vierkotten. (Henricus Bernekotte Köln. Univers. Matr. 1390). —Kothmeyer—Kottmeyer—Kothmüller.

KötherIII. „Inhaber einer Kothe“.

FN.Köther. Zss.Buschköter(der K. in dem Busche).Eikenköter(Hannov.).Leimköter(doch wohl = Lehmk.). Auch der N.Fetkötergehört hierher, wie die Nebenff.Vettkötter(Vegesack) undFettkotterbeweisen.

FN.Köther. Zss.Buschköter(der K. in dem Busche).Eikenköter(Hannov.).Leimköter(doch wohl = Lehmk.). Auch der N.Fetkötergehört hierher, wie die Nebenff.Vettkötter(Vegesack) undFettkotterbeweisen.

In Nordost-D. heißt die Kothe: Kathe, Kathen, daher:Käthner;Kathmann— in WestfalenKotte, daher „Kötter“ (s. Immermann Münchhausen III, 56: „daß ich den Halbhüfner, den Kötter und wer es sonst sein mag, jeden nach seiner Gebühr nennen muß“). In dieser F. ist das Wort reich an Zss., die alle in Westfalen heimisch sind:

FN.Baumkötter.Berkenkötter.Buschkötter.Feldkötter.Flurkötter.Grundkötter.Heitkötter(Haid-).Holtkötter.Horstkötter.Kampkötter.Kuhlenkötter.Marschkötter.Ostenkötter.Pohlkötter.Rietkötter.Sandkötter.Strotkötter.Vennekötter.Winkelkötter.Wieskötter— sämtlich wohl nach der Wohnstätte benannt, währendJacobskötter,MörtenkötterZss. mit den VN. Jacob, Martin sind.Anderer Art sindNeukötter.Hundekötter(vgl. den niederd. Maler Hondekoeter).Schniederkötter.Schultenkötter(der K. des Schulzen).Schüttenkötter.

FN.Baumkötter.Berkenkötter.Buschkötter.Feldkötter.Flurkötter.Grundkötter.Heitkötter(Haid-).Holtkötter.Horstkötter.Kampkötter.Kuhlenkötter.Marschkötter.Ostenkötter.Pohlkötter.Rietkötter.Sandkötter.Strotkötter.Vennekötter.Winkelkötter.Wieskötter— sämtlich wohl nach der Wohnstätte benannt, währendJacobskötter,MörtenkötterZss. mit den VN. Jacob, Martin sind.

Anderer Art sindNeukötter.Hundekötter(vgl. den niederd. Maler Hondekoeter).Schniederkötter.Schultenkötter(der K. des Schulzen).Schüttenkötter.

-köters.Köther.

Kott-s. a) I.God(V., einst. K.) b) III.Kothe.

-kott, -kotte, -kottens.Kothe.

-kötters.Köther.

Kottlofs.God.

Kotz-s. 1)God(einst. K.) 2)Goz.

v. KotzebueIII. von dem altmärk. O. Kossebau, früher Kossebu. (Adelslex.).

Koxs.Koch.

KrabatIII. (Gottschee) „Kroat“.

Krachts.Kraft.

KradolferIII. „einer aus Kradolf“, urspr. Kradorf (Thurgau).

KRAFTI. ahd. mhd. kraft „Kraft; Heeresmacht“.

FN. Kraftheri:Krefter.Einst. Kürzung Craft, Craht:Krafft—Kracht. Patr. A.Krefting.

FN. Kraftheri:Krefter.

Einst. Kürzung Craft, Craht:Krafft—Kracht. Patr. A.Krefting.

Krägen-III. mhd. krâ, kraeje, kreie „Krähe“ in Zss. wieKrägenbrink.

Kramers.Krämer.

KrämerIII. ahd. chrâmâri, mhd. krâmaere, krâmer, kraemer der „Krämer“, Kleinhändler, im Gegensatz zum „Kaufmann“, der mehr den Großhändler bezeichnet. Dem Krämer fiel zum Handel alles anheim, was „Pfennigsgewerbe“ war. (Schon 1175 Chunrad Chramar).

FN.Krämer, Cremer — Kramer, Cramer. Gen.Kramers(niederrhein.). Zss.Eisenkrämer.

FN.Krämer, Cremer — Kramer, Cramer. Gen.Kramers(niederrhein.). Zss.Eisenkrämer.

Krahn, KrohnIII. mittelniederd. krân, krôn „Kranich“.

Auch in Zss.:Kranepohlu. a.

Auch in Zss.:Kranepohlu. a.

KranefußIII. „Kranichfuß“. AuchKrohnfuß.

KranewitterIII. vom ahd. khranawitu „Wacholder“. ON. in mannigfachen FF. Entstellt inKronawetter;Kronebitter;Kronenbitter(Steub).

KranichIII. der bekannte Zugvogel. Vgl. franz. Lagrue. 1) Hauszeichen (S. 61) 2) Eigenschaft bezeichnend, namentlich die Schlankheit (S. 49).

Kranolds.Hraban.

KranzIII. mit den Zss.Maikranz(S. 45, doch auch ON.).Rautenkranz.Rosenkrantz(auch ON.).

Vklf.Kränzlein—Kränzl.

Vklf.Kränzlein—Kränzl.

Kratz-, Krätzels.Pancratius.

Kraumes.Hrom.

Kraus, KraußIII. 1) s.Krause2) der „Krug“; so namentlich in der Zss.Steinkrauß„Steinkrug“.

KrauseIII. von dem Eigenschaftsw., der „Kraushaarige“ (Crispus). Hainrich der kruse 1304 (S. 50).

FN.Krause;Kraus(letzteres süddeutsch, z. B. in München 1876: 44 mal Kraus und Krauß, Krause nur 3 mal, dagegen in der Preuß. Rang- und Quartierliste von 1874 Krause 50 mal, Kraus (Krauß) nur 4 mal).Niederd.Kruse,Cruse. — Latinis.Crusius.

FN.Krause;Kraus(letzteres süddeutsch, z. B. in München 1876: 44 mal Kraus und Krauß, Krause nur 3 mal, dagegen in der Preuß. Rang- und Quartierliste von 1874 Krause 50 mal, Kraus (Krauß) nur 4 mal).

Niederd.Kruse,Cruse. — Latinis.Crusius.

KraushaarIII. = dem Vorhergehenden. Volz von Nüwenegge den man da nemmet Crushar 1347 (Bacm.). In demselben SinneKrauskopf.

KräuterIII. „Gemüsegärtner und -Händler“ (auch Apotheker). Niederd.Krüdener(Crudiner 13. Jh.).

Krautwigs.Hrod(V.).

KrawathIII. „Kroat“. AuchKrabot.

KreftIII. (mit langem offenem e) niederd. =Krebs. (Hans Krewet 1473). AuchKrebsscherfindet sich als FN.

Kreft-s.Kraft.

Krege, KreieIII. mhd. kraeje, kreie „Krähe“, in Zss. wieKregenbrink,Kreienkamp,Kreymeyeru. a.

KreikenbaumIII. (halbniederd.) mhd. kriechenboum von krieche d. i. schlechte Pflaume.

KreiserIII. „Feldhüter“ (z. B. in Hessen).

KreithIII. = Greut, Gereute von „reuten“;Kreitmeyer= Greutmaier (Steub S. 13).

KrempelsetzerIII. zur Tuchmacherei gehörig (Krempel = Wollkamm).

Krestels.Christianus.

KretschmerIII. mitteld. crecimer, aus dem slaw. karczmarz „Schenkwirt“, bes. in Schlesien, Posen, der Lausitz, wo auch die Dorfschenke „Kretscham“ heißt. Seit dem 14. Jh. von Osten her bis nach Thüringen und weiterverbreitet, im 16. Jh. z. B. Luthern ganz geläufig, jetzt zurückgewichen und auf die östlichen Grenzländer beschränkt.

FN.Kretschmar,Cretzschmar(mit Bewahrung des ursprüngl. a);Kretschmer—Kretzmer. AuchKretschmann.

FN.Kretschmar,Cretzschmar(mit Bewahrung des ursprüngl. a);Kretschmer—Kretzmer. AuchKretschmann.

KreuchauffIII. Satz-N. „Kriechauf!“

Kreunerts.Gron.

KridewißIII. „kreideweiß“.

KriechenbaumIII. mhd. krieche, niederd. krike „Schlehenpflaume“. AuchKriegbaum—Grichbaum.Kriebaum(zu dem Kriechbovme 1449).

KriegnerIII. „einer aus Kriegen“ (Österr.).

Krim-s.Grim.

Kring-s.Hring.

Krist-II. s.Christianus.

Krögers.Krüger.

Krohns. a) I.Gronb) III.Krahn.

Krohnfußs.Kranefuß.

Krolls. a) I.Hrod(einst. K.) b) III. „gekräuselt“ vgl. niederd. Krulle „krause Haarlocke“.

Kroloffs.Hrod(V.).

Krom-, Kröms.Hrom.

KronIII. a) in Adels-N. von dem Hauptw. „Krone“:v. Abercron. v. Ohlen u. Adlerskron— dagegen

b) von „Kranich“, niederd. kran, kron in:Kronbiegel(Kranichbühl, vgl. Kronschnabel, Crohnsnest).Kronemeyer.Kronfuß.

Kronawetter, Kronenbitters.Kranewitter.

Kroner, Krön-s.Gron.

Kronymuss.Hieronymus.

Kropps.Hrod(zweist K.).

Kröters.Hrod(V.).

Krüdeners.Kräuter.

Krudewigs.Hrod(V.).

Krudups.Hrod(Hrodulf).

KrugIII. in vielen ON. Zss.Fahrenkrug;Fahrenkrog. Niederd. Krog inKrogmann.

KrügerIII. mhd. krüeger „Schenkwirt“ (auf dem Lande).

FN.Krüger,Crüger;Krieger(bayr. österr. vgl. Hiebner). Zss.Altkrüger.Fahrenkrüger.Heidkrüger(der Besitzer des Heidekruges). Niederd.Kröger. Zss.Buschkröger.

FN.Krüger,Crüger;Krieger(bayr. österr. vgl. Hiebner). Zss.Altkrüger.Fahrenkrüger.Heidkrüger(der Besitzer des Heidekruges). Niederd.Kröger. Zss.Buschkröger.

KrukemeyerIII. s.Hrod(Chrodico).

Krumbiegel, Krumbügels.Bühel.

Krunert, Krün-s.Gron.

Kruses.Krause.

KruskopIII. niederd. „Krauskopf“ (s.Kopf).

Kruttges.Hrod(einst. K.).

Krutwigs.Hrod(V.).

Krystianss.Christianus.

KüblerIII. 1) Verfertiger von Kübeln. „Bötticher“ 2) „Häusler“, = Köbler (Franken und Oberpfalz).

KuchenIII. in mehrfachen Zusammens.:Eierkuchen.Pfannkuche.Pustkuchen(Aschenkuchen).Matzkuchen(die ungesäuerten „Matzen“ s. Matzbecker).

KuchenbeißerIII. vgl. Fleischfresser.

KüchenmeisterIII. magister coquinae, vornehmere Bezeichnung für Koch.

KüchlerIII. „Kuchenbecker“.

KuckuckIII. ON., (10 mal Rud.). AuchKukuk.

KüferIII. mhd. küefaere 1) der „Kufen und andere große Gefäße macht“, daher auch Großbinder und Schwarzbinder genannt, zum Unterschiede von den Kleinbindern, Weißbindern oder Rotbindern, welches die gemeinen Bötticher sind. 2) „Diener und Aufwärter in großen Kellereien“, bes. in Weinkellern und Weinhäusern.

FN.Kufer—Küfer—Köfer— (mit der mittel- und oberdeutschen Aussprache des ü)Kiefer.Mit dem n der schwachen Bildung:Kufner—Küffner.Niederd.Küper—Köper.de Kuyper(Rheinbach). Gen.Kuypers(Geldern).

FN.Kufer—Küfer—Köfer— (mit der mittel- und oberdeutschen Aussprache des ü)Kiefer.

Mit dem n der schwachen Bildung:Kufner—Küffner.

Niederd.Küper—Köper.de Kuyper(Rheinbach). Gen.Kuypers(Geldern).

KugelIII. ahd. cucula, mhd. kugele, gugel, kogel, vom lat. cucullus „Kappe, über den Kopf zu ziehen, Kapuze“.

FN.Leinekugel—Linnekugel, auchLinkogel,Linnekuhl,Linnenkohl; daraus umgedeutetLindenkohl.Reifenkugel;Riefkohl.Rothkugel; niederd.Rodekogel— entstelltRodenkohl.Wittkugel.Schlapkohl.

FN.Leinekugel—Linnekugel, auchLinkogel,Linnekuhl,Linnenkohl; daraus umgedeutetLindenkohl.Reifenkugel;Riefkohl.Rothkugel; niederd.Rodekogel— entstelltRodenkohl.Wittkugel.Schlapkohl.

KühfaberIII. entstellt aus Kiffhaber s.Haber.

KuhleIII. niederd. „Grube“; in Ortsbezeichnungen.

FN.Goldkuhle.Lehmkuhl(O. Lehmkuhle).Leimkuhl.Sandkuhl—Sandkaul.Silberkuhl.Voßkuhl. Zss.Kuhlmann. —Kulenkamp.Ableitung auf -er(bes. westfälisch):Buschkühler.Flaßkühler(Flachs-).Lehmkühler;Leimkühler.Sandkühler.Steinkühler.

FN.Goldkuhle.Lehmkuhl(O. Lehmkuhle).Leimkuhl.Sandkuhl—Sandkaul.Silberkuhl.Voßkuhl. Zss.Kuhlmann. —Kulenkamp.

Ableitung auf -er(bes. westfälisch):

Buschkühler.Flaßkühler(Flachs-).Lehmkühler;Leimkühler.Sandkühler.Steinkühler.

Kuhl-, Kulb-, Külb-s.Kol.

-kühlers.Kuhle.

Kuhn-, Kühn-s.Kun(V., einst. K.).

KühnapfelIII. verderbt aus Kienapfel, wie Kühnbaum aus Kienbaum.

Kuhr-s.Kun(V.).

KükenbiterIII. niederd. „Kükenboißer“, ein kleiner Raubvogel.

Kummer, Kümm-s. 1)Gund(V.) 2)Kun(V.).

Kümpels. 1)Gund(zweist. K.) 2)Kun(V.).

Kümperss.Gund(V.).

KumpfmüllerIII. „Besitzer einer oberschlächtigen Mühle, deren Schöpfrad mit Kümpfen (Sohöpfeimern) versehen ist“.

KUNI. 1) got. kuni, ahd. kunni, chunni, mhd. künne „Geschlecht, Sippe“ (lat. genus) 2) ahd. kuoni, chuoni, mhd. küene „kühn“.

FN. Chunipald:Kümpel—Kümmel.Chuniger:Königer—Könker—Keuncker.Chunihard:Kunhardt;Cunardt;Kuhnert;Kuhnat; zsgz.Kuhnt—Kunnert—Kühnert—Conard;Kohnert—Köhnert—Kaunert. Gen.KonertzPatr. A.Conerding.Chunihari:Kuner—Kühner—Koner. Gen.Kuhners—Coners. Patr. A.Conring.Khunemar:Kummer. Vklf. (l):Kümmerl—Kimmerle(schwäb.).Kunimund:Kunimund—Kühnemund.Chunrad, Chuonrat:Kunrath—Conrath;Conrad— zsgz.Kuhrt—Curt(latinis.Curtius) —Korth,Koordt—Korte—Körte—mit den Zss.Curtmann—Cordemann—Kortmann—Ackerkurt;Großkurth;Jungcurt—Mühlenkord;Schäferkord—Kordvahr(1640: Kortvader) —Kauert—Kauer—Kuhr—Kohr. Gen.Conradts,Konrads—Koenraads(sprich: Kôn-, ostfries.) —Curdes—Kordes—Koerts(ostfries.) —Kohrs,Coers—Kauers. Patr. A.Körting—Köhring—Kauring—Conradter. Patr. Zss.Cordsen—Corssen.Cunirih:Kühnreich.Kuniald:Kunwald,Kunold—Künold;Kühnelt;Kühnhold. Gen.Köhnholz.Einstämmige Kürzung Kun-.Kuno, Chuono, Cono:Cuno;Kuhne—Kühne;Khün—Kiehne—Künne—Cone;Kohn—Köne—Keune. Gen.Koens(spr. Kôns, ostfries.);Kohnen. Patr. A.Kuning—Künning. Gen.Könings(Cleve).Vklf. (i):Kuoni(schweiz.),Kuny. (l) Chunulo:Kuhnle—Kühnell;Kühndel—Kienle—Kohnle—Konle. (l + n):Kühnlein—Köhnlein. (k) Chunico:Kunicke;Kunig—Künnecke—Könnicke—Köhnke—König—Köng—Küng—Keunecke. Gen.Könkes. (k + l):Kunigel. (z) Chunizo:Kunitz—Kunze—Cuontz—Conz. Gen.Kuntzen. Zss.Kunzmann—Hoffkuntz;Jungkunz;Schmidkunz—Schmidkonz.Oberkonz. (z + l):Kunzelmann—Küntzel;Künzli(schweiz.) —Kienzle—Kintzle(Luxemburg) —Kinsele. Patr. A.Küntzling. (z + l + n):Künzlin.Unorg. Bildung:Küntzer—Küntzler.

FN. Chunipald:Kümpel—Kümmel.

Chuniger:Königer—Könker—Keuncker.

Chunihard:Kunhardt;Cunardt;Kuhnert;Kuhnat; zsgz.Kuhnt—Kunnert—Kühnert—Conard;Kohnert—Köhnert—Kaunert. Gen.KonertzPatr. A.Conerding.

Chunihari:Kuner—Kühner—Koner. Gen.Kuhners—Coners. Patr. A.Conring.

Khunemar:Kummer. Vklf. (l):Kümmerl—Kimmerle(schwäb.).

Kunimund:Kunimund—Kühnemund.

Chunrad, Chuonrat:Kunrath—Conrath;Conrad— zsgz.Kuhrt—Curt(latinis.Curtius) —Korth,Koordt—Korte—Körte—

mit den Zss.Curtmann—Cordemann—Kortmann—Ackerkurt;Großkurth;Jungcurt—Mühlenkord;Schäferkord—Kordvahr(1640: Kortvader) —

Kauert—Kauer—Kuhr—Kohr. Gen.Conradts,Konrads—Koenraads(sprich: Kôn-, ostfries.) —Curdes—Kordes—Koerts(ostfries.) —Kohrs,Coers—Kauers. Patr. A.Körting—Köhring—Kauring—Conradter. Patr. Zss.Cordsen—Corssen.

Cunirih:Kühnreich.

Kuniald:Kunwald,Kunold—Künold;Kühnelt;Kühnhold. Gen.Köhnholz.

Einstämmige Kürzung Kun-.

Kuno, Chuono, Cono:Cuno;Kuhne—Kühne;Khün—Kiehne—Künne—Cone;Kohn—Köne—Keune. Gen.Koens(spr. Kôns, ostfries.);Kohnen. Patr. A.Kuning—Künning. Gen.Könings(Cleve).

Vklf. (i):Kuoni(schweiz.),Kuny. (l) Chunulo:Kuhnle—Kühnell;Kühndel—Kienle—Kohnle—Konle. (l + n):Kühnlein—Köhnlein. (k) Chunico:Kunicke;Kunig—Künnecke—Könnicke—Köhnke—König—Köng—Küng—Keunecke. Gen.Könkes. (k + l):Kunigel. (z) Chunizo:Kunitz—Kunze—Cuontz—Conz. Gen.Kuntzen. Zss.Kunzmann—Hoffkuntz;Jungkunz;Schmidkunz—Schmidkonz.Oberkonz. (z + l):Kunzelmann—Küntzel;Künzli(schweiz.) —Kienzle—Kintzle(Luxemburg) —Kinsele. Patr. A.Küntzling. (z + l + n):Künzlin.

Unorg. Bildung:Küntzer—Küntzler.

Kün-s.Kun(einst. K.).

Kunt-s.Gund(V., einst. K.).

Kunz-, Künz-s. 1)Gund(einst. K.) 2)Kun(einst. K.).

Kuonis.Kun.

Küpers.Küfer.

KüppenbenderIII. (Düren) „Küfer“ 1).

Kurbisch, KurpisIII. „Kürbis“.

Kürners.Körner.

KürschnerIII. mhd. kürsenaere, vom ahd. chursinna, mhd. kürsen „Pelzkleid“. In Mitteldeutschland (Sachsen) Kirschner gesprochen.

FN.Kürschner; in älterer F.Kürssener.Kierschner—Kirschner—Girschner(s. Förstemann Progr. S. 8).

FN.Kürschner; in älterer F.Kürssener.Kierschner—Kirschner—Girschner(s. Förstemann Progr. S. 8).

Kürstens.Christianus.

Kurts.Kun(Chunrad).

KurzhalzIII. = Kurzhals (s.Hals).

Küssewetters.Kiesewetter.

Küstenmachers.Kistmacher.

KüstenpfennigIII. Satz-N. „küsse den Pfennig“ (Geizhals). AuchKüssenpfennig.

Kusters.Küster.

KüsterIII. ahd. custor, mhd. kuster aus lat. custos (templi), urspr. Hüter des Kirchenschatzes und der heiligen Geräte, dann der bekannte Kirchendiener, hauptsächlich im protestantischen Norden noch in Geltung.

FN.Küster. Gen.Küsters(Heinsberg). Zss.Küstermann. — Ohne Umlaut:Kuster(Kustermann);Kusterer(württ).Vklf.Kusterle(Gottschee).Niederd.Köster,Cöster;Coster(Jeverland). Gen.Kösters(Borken). Zss.Köstermann. Patr. A.Köstering(Lippe).Mit dem n der schwachen BildungKüstner—Köstner.

FN.Küster. Gen.Küsters(Heinsberg). Zss.Küstermann. — Ohne Umlaut:Kuster(Kustermann);Kusterer(württ).

Vklf.Kusterle(Gottschee).

Niederd.Köster,Cöster;Coster(Jeverland). Gen.Kösters(Borken). Zss.Köstermann. Patr. A.Köstering(Lippe).

Mit dem n der schwachen BildungKüstner—Köstner.

KüterIII. ein „Hausschlächter, so in den Garküchen schlachtet“ (Frisch). In Pommern (Klemp. Kuter — „Kütertor“ in Stralsund), Brandenburg. „Wursthof“ oder „Küterhof“, ältestes bekanntes Berliner Schlachthaus im 16. Jh. bei dem Heiligengeist-Hospital.

KüttnerIII. „einer aus Kutten“ (Provinz Sachsen). AuchKittner.

KuttrufIII. ein Trinkgefäß (S. 45).


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