K.

K.KabelmacherIII. „Verfertiger von Schiffstauen“.KächlerIII. „Kachelmacher, Töpfer“, vom ahd. chachala, mhd. kachele irdenes Geschirr („Kachel“ noch schweizerisch, tirolisch in diesem Sinne).KahleIII. „Kahlkopf“. Hans de Kale 1430 (Lipp. Reg.).Kählers.Köhler.Kahrss.Gar(einst. K.).KaiserIII. s.S. 42; auch in der SchreibungKayser,Keiser. — Selten in der ursprünglichen lat. F.Caesar.KalbIII. zu den Tiernamen (S. 49.61), vgl. Cuonrad calf, calp vitulus 1219. Cuonrad dict. Kelbelin.FN.Kalb. Niederd.Kalff. Vklf.Kälble. Zss.Sommerkalb(Barthold genannt Sumerkalf 1358 — Lipp. Reg.).Sonnenkalb. —Kalbskopf.Kalffs.Kalb.KaltschmidtIII. ahd. chaltsmit, mhd. kaltsmit „Schmied, der ohne Feuer arbeitet, Kesselschmied“.-kams.KampIII.v. KameckeIII. Stammort Camminke auf der Insel Usedom.-kamer, -kammers.HeimIII.Kamm-, Kämm-s.Gamal.KämmererIII. ahd. chamarâri, mhd. kameraere, nach dem mittellat. camerarius 1) „Hofbeamter, der die Aufsicht hat über die fürstlichen Gemächer“, namentlich über die Schatzkammer, auch sonst aufwartet und auf Ordnung hält 2) in Klöstern und Gemeinden „Verwalter der Einkünfte“.FN.Cammerer—Kämmerer.KämmerlingIII. ahd. chamarlinc, mhd. kemerlinc „Kammerdiener“. (Das Wort noch im ital. camerlengo).KAMPI. ahd. champh, mhd. kampf „Kampf“ (urspr. Eifer, Wetteifer).FN. Kamphard:Kempert—Kempfert.Einstämmige Kürzung Camp-.Campo(noch fries. VN.), Chempho:Campo;Campe—Kampf—Kempe—Kämpffe;Kempf. Gen.Kamps;Kampen. Patr. A.Overkämping(Westf.).Vklf. (k):Kempke. Gen.Kempkens.KampIII. aus dem lat. campus, welches schon früh in das Niederdeutsche und Friesische herübergenommen ist, namentlich ein eingeschlossenes, umhegtes Feld bezeichnend, das einem einzelnen Bebauer zusteht. Alte ON. auf -camp aus dem 9.-11. Jh.; heutige auf-kamp, auch verhochdeutscht -kampfen,-kämpfen.Eine große Menge FN. auf-kampfindet sich inWestfalen, hergenommen von einzelnen solchen Kämpen, an denen dieser Landstrich so reich ist (S. 75). Dabei tritt auch das niederdeutsche Sprachelement hier sehr in den Vordergrund.FN.Von dem Kampe.Van Kampen(Kleve; Kampen Stadt in Holland).Zss.1)nach dem, was auf dem Kampe wächst:Appelkamp(Äpfel-).Birkenkamp;Berkenkamp.Bohnenkamp.Bökenkamp(Buchen-).Buschkamp.Distelkamp.Eichelkamp.Ellerkamp.Flaßkamp.Füchtenkamp.Graßkamp.Haverkamp;Haberkamp.Hasselkamp.Heisterkamp.Holtkamp.Horstkamp.Kirschkamp.Kleekamp.Lihnkamp(Lein-).Lohkamp.Nettelkamp.Roggenkamp.Röbekamp;Röwekamp.Schleenkamp.Wiedenkamp—odersich dort aufhält (Tiere):Ahlkamp.Hasenkamp.Immenkamp.Kreienkamp.Uhlenkamp.Wolfkamp—oderüberhaupt sich dort befindet:Brüggenkamp(Brücken-).Gallenkamp(aus Galgen-).Kiesekamp.Kleinemoorkamp.Kottenkamp.Kreutzkamp.Kulenkamp.Moorkamp.Mühlenkamp.Pohlkamp(Pfuhl-).Sandkamp(auch Dorf in Hannover).Steinkamp.Wasserkamp.2)Nach der Lage und Beschaffenheit des Kampes:Altkamp.Bredenkamp(auf dem breiten K.).Hoffkamp.Hokamp—Hogenkamp(elliptisch: auf dem hohen K.).Kortenkamp.Langenkamp.Ostkamp;Osterkamp.Veltkamp.Westerkamp.3)Nach dem Besitzer:Nonnenkamp.Verhochdeutscht in-kampf:Erlekampf.v. Heidekampf(vgl. O. Heidekamp in Holstein).Flaßkampf.Lindenkampf.Lohkampff.Mühlenkampf.Oberkampf.Siedenkampf.Tellkampf.Weidekampf.Abgestumpft in-kam:Breitenkam.Gerstenkamm.Kleekam.Osterkam.Ableitung auf-er(westf.):Kämper,Kemper. Gen.Kempers. — Zss.Berkenkemper.Elfenkämper.Engelkemper.Fahlenkemper.Haarkämper(Haar = Anhöhe auf einer Heide).Hasenkämper.Heidkämper.Holtkemper.Kieskemper.Kortenkemper.Kottenkemper.Krützkemper(Kreuz-).Lehmkämper.Lohkemper.Nordkämper.Ossenkämper.Pagenkämper(Page = Pferd).Pierenkemper(Regenwürmer-?).Roggenkämper.Stegkämper.Strotkemper. Stutenkemper.Südkemper.Weidenkämper.Auch alsersterTeil der Zusammensetzung findet sich Kamp in:Kampmann;Oberste Kampmann.Kampmeyer—Kampfmeyer—Kammeyer.Kampfmüller.Kampfwirth.Kampfschulte. —Kampfranz.Kamp-s. a)KampI. b)KampIII.-kamps.KampIII.Kämp-s.KampI.Kampea) s.KampI. b) Ortsbezeichnung s.KampIII.KampfenkelI. III. der „Henkel vom Kampe“ (s.Hagan).-kämpers.KampIII.Kampf-s. a)KampI. b)KampIII.-kampfs.KampIII.Kämpf-s.KampI.KamphausIII. Fleischermeister in St., nennt sich, seit es einen Finanz-Minister Camphausen in Preußen gegeben:Kamphausen.KändlerIII. (bayr.). mhd. kandeler „Kannengießer“.KannengießerIII. „Zinngießer“; man sieht aus dem N., daß das Gießen von Kannen einst die wichtigste Arbeit in diesem Handwerke war („Kannengießer-Straße“ in Braunschweig).FN.Kannegießer;Kanngießer,Canngießer. Niederd.Cannegieter(Klemp. Kannegeter).Kant, Kantzs.Gand.KanzlerIII. ahd. chancilâri, mhd. kanzelaere aus mittellat. cancellarius „Vorgesetzter der Kanzlei“.FN.Kanzler,Cantzler. Mit UmlautKentzler.KapeterIII. (Württ.) eig. Hausname casa Petri, wie Cahannes, Capaul (Buck).KaphengstIII. vom mhd. kappen „verschneiden“.Kappellers.Capelle.Kappers.Kaspar.KapphammelIII. vom mhd. kappen „verschneiden“.KARALI. ahd. charal, karl „Mann“ (Kerl).FN. Karlman:Karlmann.Einstämmige Kürzung Karal-.Carol:Karel—Karle;Karl,Carl— (zerdehnt)Kardel—Kerl—Keerl. Gen.Carels—Karls—Kerlen. Patr. A.Kerling. Patr. Zss.Carlsohn.Vklf. (i):Karli(schweiz.).KärcherIII. oberd. „Kärrner“, von Karch „Karren“, ahd. karruh aus lat. carruca Reisewagen.FN.Kärcher—Karcher.Kardels.Karal.Karges, Kariuss.Macarius.Karlaufs.Gar(V.).Karmanns.Gar.KarrerIII. „Kärrner“. AuchKarner.Karsjens, Karst- s.Christianus.KaschubeIII. ein „Kassube“ (S. 78). Auch verkürztKaschub.KasemeierIII. umgestaltet aus Kasimir (1788 Detmold).KasparII. persisch Kansbar „Schatzmeister“, nach der Legende einer der h. drei Könige (Kal. 6. Jan.).FN.Kaspar,Caspar;Casper— süddeutschKapper(s. Melchior Meyr, Erzählungen aus dem Ries). Gen.Caspary(auch jüdisch) — Caspers —Gaspers(Heinsberg).Vklf.Kasperl(bayr.). — Zss.Kasparbauer.Mit Erweichung des k (schon bei Klemp. nebeneinander Kaspar, Gaspar, Jaspar):Jasper. Gen.Jaspers(ostfries.). Patr. Zss.Jespersen.KassebaumIII. halbniederd. statt karseboom „Kirschbaum“. AuchKessebohm. (KassebohmO. in Mecklenb.).KassebeerIII. niederd. statt Karsebeere „Kirsche“ (lat. cerasum).KasserollerIII. „Kasserollen-Verfertiger“.Kassens, Kast-s.Christian.KastnerIII. „Verwalter des Kornkastens“ d. i. Getreidespeichers, dann, weil aus den Getreide- und Fruchtzinsen sich die Steuern entwickelten, hie und da = Amtmann über alle Einkünfte „Rentmeister“. So an Höfen ein Hofkastner, in Klöstern ein Pater Kastner.FN.Kastner—Kästner,Kestner—Khöstner(Gottschee).Kathmann, Käthners.Köther.KathreinerIII. „einer aus (St.) Kathrein“.Kauer-s.Kun(V.).KaufmannIII. ahd. choufman, mhd. koufman „Handelsmann“ (s.Krämer).FN.Kaufmann, häufigKauffmann. NiederdeutschKopmann,Koopmann. Gen.Koopmanns.KaulbarsIII. deutlicher Fischname.KaulfußIII. „Klumpfuß“, von Kaule = Kugel, schon mhd. kugele zsgz. kûle.Kaunerts.Kun(V.).Kauperts.Gaw.Kauwertzs.Gaw.Keb-s.Gab(V., einst. K.).Keerls.Karal.Kehr-s.Gar(einst. K.).KehreinIII. Satz-N. „kehr ein“.Keils.Gail.KeiperIII. „Fischmeister“, Aufseher über Fischereien (ostpreuß.).Keisers.Kaiser.Keith, Keitzs.Gaid.KellerIII. mhd. kellaere aus lat. cellarius 1) „Kellermeister“, Schaffner 2) Kammerbeamter; wie vom herrschaftlichen Kasten ein Kastner, so bekam vom herrschaftlichen Keller einKeller(Kellner) als Rentbeamter seinen Namen (cellarii am Hofe Karls d. Gr.), welcher urspr. die Weinberge u. Weingülten samt den andern Einkünften, die in die Keller einzuliefern waren, zu verwalten hatte; bei geistlichen Stiftern der Beamte, welcher die Einkünfte verwaltet, die für den Tisch geordnet sind — oft mit dem Kastner eins 3) Inhaber eines „Kellerhofes“, einer Art Hofgüter in einigen Teilen Schwabens und der Schweiz. (Walter der Kellaer 1288).FN.Keller. Lat (rücklatinis.)Cellarius. AuchKellerer.Kellermann.Kellermanns.Keller.KellnerIII. mittellat. cellenarius, ahd. kelnâri, mhd. kelnaere = keller (Conrade Kelner, auch C. Keller genannt 1379 Bacm.).Kemp-s.KampI.-kempers.KampIII.Kentels.Gand.Kentzlers.Kanzler.KerkeIII. niederd. „Kirche“, in Zss. wieKerkenbrock(Kirchenbruch);Kerkhei.Kerl-- s.Karal.Kermss.Gar(zweist. K.).KernerIII. 1) =Körner2) „Kärrner“.Kerschsteins.Christianus.KerseIII. „Kirsche“, aus lat. cerasum, in Zss. wieKersenbrock(-bruch),Kerßenbroick—Kersemeyer.Kerst-s.Christianus.KessebohmIII. „Kirschbaum“.KesselIII. der Kessel als bedeutsames Hausgerät, das zu sinnbildlichen Rechtshandlungen und abergläubigen Gebräuchen diente. Vgl. H. de Eschenowe dictus Brukeȥȥel (Braukessel) 1263.KesselerIII. „Kesselschmied“. AuchKeßler.KesselhakeIII. Haken, an welchem der Kessel über dem Feuer aufgehängt wird.KesselhutIII. eine „Pickelhaube in Kesselform“. Auch niederd.Ketelhod.Kest-s.Christianus.Kestners.Kastner.KetelböterIII. niederd. „Kesselflicker“ (böten = hd. büßen, d. i. urspr. bessern).Ketelhods.Kesselhut.Keudel, Keutels.Gaid.Keun-s.Kun(V., einst. K.).KieckebuschIII. ON. (in Brandenb.).Kiefers.Küfer.Kiehnes.Kun(einst. K.).KiekuthIII. niederd. Satz-N.: „schau aus“ — doch zunächst wohl ON. (auf Rügen) und von daher übertragen.KienbaumIII. mhd. kinboum „Kiefer“.Kienles.Kun(einst. K.).Kiep-s.Gab(V., einst. K.).Kier-s.Gir.Kierschners.Kürschner.Kies-s.Gis.Kiesel-s.Gisal.KieserIII. „Prüfer“; in den Städten Deutschlands waren solche K. besonders für Getränke und andere Lebensmittel angestellt.KiesewetterIII. Satz-N. „der das Wetter prüft, Wetterspäher“ (Gudrun 903: Fruote bî dem luftekiesendô began). EntstelltKüssewetter(Wien).Kieß-s.Gis(Gisal).KiewittIII. niederd. der Kiebitz, sprichwörtl. wegen seines Zickzackfluges; daher „Kiebitzgang“. (Everhardus Kyvit Köln. Univ. Matr. 1390).Kilberts.Gisal.KilianII. ein Schotte, Apostel der Franken im 7. Jh.FN.Kilian;Killian—Kilgan.Killmers.Gisal.Kimmerles.Kun(V.).Kipps.Gab, Gib (einst. K.).KircheIII. ahd. kiricha, mhd. kirche, altsächs. kirika, kerika, altfries. kerke, karke (wohl aus griech. κυριακόν „Haus des Herrn, Gotteshaus“). In ON.-kirch,-kirchen(elliptischer Dativ); niederd.-kerk.FN.1)Altenkirch.Neukirch.Taufkirch(O. -en 8 mal Rud.).v. Tippelskirch.2)Giesenkirchen.Herrenkirchen.Odenkirchen.Rodenkirchen.Rommerskirchen.Halbniederd.Nienkirchen(Mecklenburg); hochdeutschNeunkirchen(häufig ON., wohl aus Neuenkirchen zsgz., zumal bei Dörfern, wo eine solche Menge von Kirchen doch nicht anzunehmen).3)Bovenkerk.Ableitung auf-er(oberd.):1)-er:Feldkircher(O. -kirch).2)-ner:Feldkirchner(O. -kirchen).Neukirchner.Seekirchner.Steinkirchner.KircherIII. mhd. kirchaere „Küster“ 2) gekürzt aus Kirchherr, d. i. „Pfarrer“. AuchKilcher.KirchhoffIII. „der am Kirchhofe“, vgl. fries. Urkund.: roleff bi den kerkhoue (Pott. S. 549).Kirchmanna) I. ahd. Kirihman (aus dem 9. Jh. als PN. nachgewiesen durch Förstemann, vgl. auch den rhein. NamenKirchartz, der auf einen altd. Nomin. Kirihhart zurückweist) b) III. mhd. kirchman Eingesessener einer Gemeinde, „Gemeindeglied“, im Gegensatz zum Ausmann, ûȥman.KirchnerIII. mhd. kirchenaere „Küster, Mesner“, bes. im sächsischen Vogtlande üblich.-kirchners.Kirche.KirieleisII. aus dem kirchlichen Rufe (griech.) kyrie eleïson „Herr, erbarme dich“, vgl. Bechtold Kyrieleyson 1366 (Weistümer 3, 419). Noch weiter verkürztCyrlis—Corleis.KirmesIII. aus mhd. kirchmesse, „Fest zum Andenken an die Einweihung einer Kirche“ — (Zeitname, vgl. Tag).FN.Kirmes;Kirmß.Kirners.Körner.Kirschners.Kürschner.Kirschsteins.Christianus.Kirscht-, Kirst-s.Christianus.Kirwalds.Gir.Kißs.Gis.Kists.Christianus.KistenfegerIII. der „Kisten fegt d. i. ausräumt“, plündert.KistmacherIII. der „Kisten macht“, Tischler. Niederd.Kistemaker; latinis.Chelopoeus. EntstelltKüstenmacher. AuchKistner.KittelIII. mhd. Kittel, ein Kleidungsstück — mit der Zss.Weißkittel.Klaas, Klag-, Klas-, Klaß-s.Nicolaus.Klau-s.Glaw.Klaus, Kläuslis.Nicolaus.KlebsattelIII. „kühner mit dem Sattel eng verbundener Reiter“ (Andresen). DarausKleesattel.KleeIII. früher volkstüml. auch der mit Kleeblumen bunt gezierte Rasen (Kleemeister = Wasenmeister) — mit der Zss.Grüneklee. AuchKleeblatt(vielleicht mit mystischer Beziehung als Sinnbild der Dreieinigkeit, wie in Irland, wo es sogar in diesem Sinne Nationalzeichen ist).Kleemann.Kleemeyer.Schubert Edler von dem Kleefelde. (S. 59). Niederd.Klewer.KleienstäuberIII. nach Hoffmann, Kasseler Namenb. S. 69, Bezeichnung des „Müllers“.FN.Kleyenstäuber, zsgz.Kleinstäuber— auchKleyenstüber;Kleinstüber. Vgl. Joh. Fäsenstaub, Müller 1408 (Tobler-Meyer), von Fese = Hülse.Klein, KleineIII. der „Kleine“. Doch weisen FN. wieKleinhard,Kleinert(Gen.Kleinertz),Kleinlein,Kleineckedarauf hin, daß dieser Stamm schon im Altdeutschen zur Namenbildung verwendet worden, dann im Sinne von „fein, sauber“.KleinknechtIII. „unterer Knecht“ gegenüber dem Großknecht.KleinschmidtIII. Gegensatz zum Grobschmied: ein Schmied, der kleine, d. i. feine Arbeiten macht; bez. hauptsächlich der „Schlosser“, dann der Büchsenschmied, Sporer, Uhrmacher.KleinsorgeIII. der sich wenig d. i. (bes. nach mhd. Ausdrucksweise) gar keine Sorge macht.Kleisl, Kleißls.Nicolaus.Klemens, -ts.Clemens.Kliebenschedels.Klubeschedel.KliefothIII. niederd. statt Kliefuß, vom ad. cliuwa Kugel, Knäuel, also = Klumpfuß.v. KlinckowströmIII. Martin Klinckows Söhne wurden im 17. Jh. von der schwedischen Regierung geadelt. (Adelslex.)KlingIII. ahd. chlinga, mhd. klinge „Gebirgsbach, rauschender Bergstrom“, ON. und in Zss. wieKlingmüller. AuchKlingel, wie in der Pfalz viele Bäche heißen. Daher FN.Klincke,Klingmit der Ableit.Klinger.Klingelhage.KlingbeilIII. Satz-N. urspr. Klinckebyl „laß das Beil klingen!“.KlingsporIII. „mit klingendem Sporn“. Klingspor 1571.KlobelauchIII. ahd. klobelouh, mhd. clobelouch von kliuban spalten, entstellt knobelouch „Knoblauch“ (auch ON.).Knobloch—Knoblich.KlockeIII. a) I. s.Hlod(einst. K.) b) niederdeutsch „Glocke“ inKlockemeyer.Klöckners.Glöckner.Klodes.Hlod(einst. K.).Kloos, Klos-, Kloss-s.Nicolaus.KlostermannIII. mhd. klôsterman „Mönch“.Klöters.Hlod(V.).Kloth, Klöthis.Hlod(einst. K.).Klötsch, Klotts.Hlod(einst. K.).Klotza) I. s.Hlodb) III. „vierschrötiger, plumper Mensch“. vgl. Marquardus dictus Block (Truncus).Klubertzs.Glaw.KlubeschedelIII. Satz-N. „ein Schädelspalter“ (S. 52), von „klöben“ ahd. klioban, mhd. klieben und klûben spalten. AuchKluibenschädel(Tirol).KlubescheltIII. Satz-N. „der Scheite spaltet“.Klußmeyers.Nicolaus.Klute, Klüt-s.Hlod(einst. K.).Klüters.Hlod(V.).KlutendreterIII. (Aachen) der „Erdklöße tritt“, Spottname für einen Landbauer.Klutts.Hlod(einst. K.).KnabeIII. ahd. chnabo, mhd. knabe „Knabe, junger Bursche“, bes. ein im Dienste eines Höheren stehender; mit knappe, kneht mehrfach gleichbedeutend. AuchKnape. Gen.Knabben(niederrhein.).KnappeIII. Nebenf. zu Knabe (wie Rappe zu Rabe) ahd. chnappo, mhd. knappe 1) Knabe, Jüngling, bes. „der Ritter werden will“ 2) „Diener, Lehrling, Geselle“.FN.Knappe;Knapp.Knaubel, Knaup, Knauths.Knod.KnechtIII. mhd. kneht sinnverwandt mit knabe und knappe, daher auch in der Bed. „Lehrling, Geselle“, wie in smidekneht.FN.Knecht. Zss.Ackerknecht.Frommknecht.Futterknecht.Gutknecht; niederdeutschGodknecht.Haußknecht.Holzknecht.Kammerknecht.Kleinknecht.Mahlknecht(Müllergeselle).Packknecht.Schildknecht.Stallknecht.Schuknecht.Wagenknecht.KnickIII. „niedriger lebendiger Zaun zur Einhegung der Felder“. AuchKnigge.KnieIII. „ein im Waldwinkel liegendes Stück Land“, in FN. wieKniemeyer,-möller.KnieriemIII. ein „Gurt über dem Knie“, das unentbehrliche Beistück der kurzen Landsknechtshosen, jetzt nur noch ein Geräte der Schuhmacher. Vgl. Cunrad cognom. bintriemo 1239.Knirim—Cnyrim.Knobbe, Knobels.Knod.Knoblauch, Knoblichs.Klobelauch.KnochenhauerIII. „Schlächter, Fleischer“, noch jetzt in Braunschweig die übliche Bezeichnung, wo sich schon 1380 der FN. Knokenhowere findet (in Hannover eine Knochenhauer-Straße).Knockes.Knod.KNODI. zu got. knôds, ahd. chnuat „Geschlecht, Stamm“. Chnodomar 4.FN. (Knoderich):Gnörich.Einstämmige Kürzung Knod-.Knuto:Knode—Knothe—Knott—Knuth—Knauth. Patr. A.Knudsen.Vklf. (l, Knodilo):Knolle. (k):Knocke.Zweistämmige Kürzung Knodb-.(Knobo):Knobbe—Knop—Knopf—Knaup.Vklf. (l):Knobel—Knöpfel—Knaubel.Knolle, Knop-, Knothe, Knott, Knudsen, Knuths.Knod.Kob-, Köb-s. a) I.Godb) II.Jacobus.KochIII. ahd. choch, mhd. koch, altsächs. kok aus lat. coquus.FN.Koch. Gen.Kochs. Äußerlich verlateintCochius— in anderer WeiseCoccejus. Gen.Cocceji(S. 65).Vklf. (l):Köchle(schwäb.);Köchly(schweiz.). —Köchlin.Niederd.Kock; auchKoock,Koke(Kok Gött. UB. I. ums J. 1373, Klemp. Coke neben der Bezeichnung Meisterkock = ouerste kokenmeister). Gen.Kox,Cox(niederrhein.).Der N. Kock findet sich lange vor der französischen Einwanderung und ist jetzt in verschiedenen Gegenden Norddeutschlands unter der Landbevölkerung verbreitet, so in Westfalen, Mörs, Schleswig; er kann daher nicht franz. Ursprungs (aus coq Hahn) sein.Köch-, Kocks.Koch.KochlöffelIII. s.S. 44.Kodels.God(V.).Koen-s.Kun(V., einst. K.).Koertss.Kun(V.).-kofen, -kofers.Hof.Köfers.Küfer.KöglerIII. mittelniederd. Kogeler „Gaukler“.-kohlin Zss. wieHerrenkohl,Linnenkohls.Kugel= Kapuze.Kohl-s. 1)Kol2)Hlod.KöhlerIII. „Kohlenbrenner“. SeltenKohler—Kähler— auchKöller(Preuß). Zss.Dammköhler.Kohn-, Köhn-s.Kun(V., einst. K.).Kohr-, Köhrings.Kun(V.).KOLI. wohl zu altnord. kollir „Helm“.FN. Colobert:Kolbert.(Colohart):Kohlhardt.(Coloman):Kollmann—Kohlmann.Einstämmige Kürzung Kol-.Colo:Kohl—Kölle—Kuhle. Patr. A.Köhling.Vklf. (i):Kohli—Kuhley.Zweistämmige Kürzung Kolb-.(Kolbo):Kolbe;Kolb—Kulbe—Külb.Vklf. (l):Kölbl—Külbel.Kolbs.Kol(V., zweist. K.).Koll-s. 1)God(V.) 2)Kol.KommalleinIII. bemerkenswerter Satz-N. (auf die Einladung zu einem Stelldichein deutend?).Komperts.Gund(V.).Kon-s.Kun(V.).Kön-s.Kun(V., einst. K.).KönigIII. häufiger FN., durch verschiedene Ursachen veranlaßt 1) durch persönliches Hervorragen in der Umgebung (Schützenkönig u. a., jetzt Eisenbahnkönig usw.), Friedrich de Kuninc 1314. 2) durch N. von Häusern, bes. wohl von Gasthöfen (König von Spanien u. a.). — Vgl. franz. Leroy.FN.König;Königk. Gen.Königs. (Doch ist bei diesen N. auch der altd. Stamm Kun zu vergleichen). Zss.Rübenkönig.Könnickes.Kun(einst. K.).Koocks.Koch.Koopss.Jacobus.Koordts.Kun(V., Chunrad).Köpers.Küfer.KopfIII. ahd. chuph, copf, mhd. kopf aus mittellat. cuppa Faß 1) Trinkschale, Becher (so Glaßkopf FN. 15. Jh. = Glasbecher, Glasnapf). 2) Hirnschale, Kopf.

K.

KabelmacherIII. „Verfertiger von Schiffstauen“.

KächlerIII. „Kachelmacher, Töpfer“, vom ahd. chachala, mhd. kachele irdenes Geschirr („Kachel“ noch schweizerisch, tirolisch in diesem Sinne).

KahleIII. „Kahlkopf“. Hans de Kale 1430 (Lipp. Reg.).

Kählers.Köhler.

Kahrss.Gar(einst. K.).

KaiserIII. s.S. 42; auch in der SchreibungKayser,Keiser. — Selten in der ursprünglichen lat. F.Caesar.

KalbIII. zu den Tiernamen (S. 49.61), vgl. Cuonrad calf, calp vitulus 1219. Cuonrad dict. Kelbelin.

FN.Kalb. Niederd.Kalff. Vklf.Kälble. Zss.Sommerkalb(Barthold genannt Sumerkalf 1358 — Lipp. Reg.).Sonnenkalb. —Kalbskopf.

FN.Kalb. Niederd.Kalff. Vklf.Kälble. Zss.Sommerkalb(Barthold genannt Sumerkalf 1358 — Lipp. Reg.).Sonnenkalb. —Kalbskopf.

Kalffs.Kalb.

KaltschmidtIII. ahd. chaltsmit, mhd. kaltsmit „Schmied, der ohne Feuer arbeitet, Kesselschmied“.

-kams.KampIII.

v. KameckeIII. Stammort Camminke auf der Insel Usedom.

-kamer, -kammers.HeimIII.

Kamm-, Kämm-s.Gamal.

KämmererIII. ahd. chamarâri, mhd. kameraere, nach dem mittellat. camerarius 1) „Hofbeamter, der die Aufsicht hat über die fürstlichen Gemächer“, namentlich über die Schatzkammer, auch sonst aufwartet und auf Ordnung hält 2) in Klöstern und Gemeinden „Verwalter der Einkünfte“.

FN.Cammerer—Kämmerer.

FN.Cammerer—Kämmerer.

KämmerlingIII. ahd. chamarlinc, mhd. kemerlinc „Kammerdiener“. (Das Wort noch im ital. camerlengo).

KAMPI. ahd. champh, mhd. kampf „Kampf“ (urspr. Eifer, Wetteifer).

FN. Kamphard:Kempert—Kempfert.Einstämmige Kürzung Camp-.Campo(noch fries. VN.), Chempho:Campo;Campe—Kampf—Kempe—Kämpffe;Kempf. Gen.Kamps;Kampen. Patr. A.Overkämping(Westf.).Vklf. (k):Kempke. Gen.Kempkens.

FN. Kamphard:Kempert—Kempfert.

Einstämmige Kürzung Camp-.

Campo(noch fries. VN.), Chempho:Campo;Campe—Kampf—Kempe—Kämpffe;Kempf. Gen.Kamps;Kampen. Patr. A.Overkämping(Westf.).

Vklf. (k):Kempke. Gen.Kempkens.

KampIII. aus dem lat. campus, welches schon früh in das Niederdeutsche und Friesische herübergenommen ist, namentlich ein eingeschlossenes, umhegtes Feld bezeichnend, das einem einzelnen Bebauer zusteht. Alte ON. auf -camp aus dem 9.-11. Jh.; heutige auf-kamp, auch verhochdeutscht -kampfen,-kämpfen.

Eine große Menge FN. auf-kampfindet sich inWestfalen, hergenommen von einzelnen solchen Kämpen, an denen dieser Landstrich so reich ist (S. 75). Dabei tritt auch das niederdeutsche Sprachelement hier sehr in den Vordergrund.

FN.Von dem Kampe.Van Kampen(Kleve; Kampen Stadt in Holland).Zss.1)nach dem, was auf dem Kampe wächst:Appelkamp(Äpfel-).Birkenkamp;Berkenkamp.Bohnenkamp.Bökenkamp(Buchen-).Buschkamp.Distelkamp.Eichelkamp.Ellerkamp.Flaßkamp.Füchtenkamp.Graßkamp.Haverkamp;Haberkamp.Hasselkamp.Heisterkamp.Holtkamp.Horstkamp.Kirschkamp.Kleekamp.Lihnkamp(Lein-).Lohkamp.Nettelkamp.Roggenkamp.Röbekamp;Röwekamp.Schleenkamp.Wiedenkamp—odersich dort aufhält (Tiere):Ahlkamp.Hasenkamp.Immenkamp.Kreienkamp.Uhlenkamp.Wolfkamp—oderüberhaupt sich dort befindet:Brüggenkamp(Brücken-).Gallenkamp(aus Galgen-).Kiesekamp.Kleinemoorkamp.Kottenkamp.Kreutzkamp.Kulenkamp.Moorkamp.Mühlenkamp.Pohlkamp(Pfuhl-).Sandkamp(auch Dorf in Hannover).Steinkamp.Wasserkamp.2)Nach der Lage und Beschaffenheit des Kampes:Altkamp.Bredenkamp(auf dem breiten K.).Hoffkamp.Hokamp—Hogenkamp(elliptisch: auf dem hohen K.).Kortenkamp.Langenkamp.Ostkamp;Osterkamp.Veltkamp.Westerkamp.3)Nach dem Besitzer:Nonnenkamp.Verhochdeutscht in-kampf:Erlekampf.v. Heidekampf(vgl. O. Heidekamp in Holstein).Flaßkampf.Lindenkampf.Lohkampff.Mühlenkampf.Oberkampf.Siedenkampf.Tellkampf.Weidekampf.Abgestumpft in-kam:Breitenkam.Gerstenkamm.Kleekam.Osterkam.Ableitung auf-er(westf.):Kämper,Kemper. Gen.Kempers. — Zss.Berkenkemper.Elfenkämper.Engelkemper.Fahlenkemper.Haarkämper(Haar = Anhöhe auf einer Heide).Hasenkämper.Heidkämper.Holtkemper.Kieskemper.Kortenkemper.Kottenkemper.Krützkemper(Kreuz-).Lehmkämper.Lohkemper.Nordkämper.Ossenkämper.Pagenkämper(Page = Pferd).Pierenkemper(Regenwürmer-?).Roggenkämper.Stegkämper.Strotkemper. Stutenkemper.Südkemper.Weidenkämper.Auch alsersterTeil der Zusammensetzung findet sich Kamp in:Kampmann;Oberste Kampmann.Kampmeyer—Kampfmeyer—Kammeyer.Kampfmüller.Kampfwirth.Kampfschulte. —Kampfranz.

FN.Von dem Kampe.Van Kampen(Kleve; Kampen Stadt in Holland).

Verhochdeutscht in-kampf:Erlekampf.v. Heidekampf(vgl. O. Heidekamp in Holstein).Flaßkampf.Lindenkampf.Lohkampff.Mühlenkampf.Oberkampf.Siedenkampf.Tellkampf.Weidekampf.

Abgestumpft in-kam:Breitenkam.Gerstenkamm.Kleekam.Osterkam.

Ableitung auf-er(westf.):

Kämper,Kemper. Gen.Kempers. — Zss.Berkenkemper.Elfenkämper.Engelkemper.Fahlenkemper.Haarkämper(Haar = Anhöhe auf einer Heide).Hasenkämper.Heidkämper.Holtkemper.Kieskemper.Kortenkemper.Kottenkemper.Krützkemper(Kreuz-).Lehmkämper.Lohkemper.Nordkämper.Ossenkämper.Pagenkämper(Page = Pferd).Pierenkemper(Regenwürmer-?).Roggenkämper.Stegkämper.Strotkemper. Stutenkemper.Südkemper.Weidenkämper.

Auch alsersterTeil der Zusammensetzung findet sich Kamp in:Kampmann;Oberste Kampmann.Kampmeyer—Kampfmeyer—Kammeyer.Kampfmüller.Kampfwirth.Kampfschulte. —Kampfranz.

Kamp-s. a)KampI. b)KampIII.

-kamps.KampIII.

Kämp-s.KampI.

Kampea) s.KampI. b) Ortsbezeichnung s.KampIII.

KampfenkelI. III. der „Henkel vom Kampe“ (s.Hagan).

-kämpers.KampIII.

Kampf-s. a)KampI. b)KampIII.

-kampfs.KampIII.

Kämpf-s.KampI.

KamphausIII. Fleischermeister in St., nennt sich, seit es einen Finanz-Minister Camphausen in Preußen gegeben:Kamphausen.

KändlerIII. (bayr.). mhd. kandeler „Kannengießer“.

KannengießerIII. „Zinngießer“; man sieht aus dem N., daß das Gießen von Kannen einst die wichtigste Arbeit in diesem Handwerke war („Kannengießer-Straße“ in Braunschweig).

FN.Kannegießer;Kanngießer,Canngießer. Niederd.Cannegieter(Klemp. Kannegeter).

FN.Kannegießer;Kanngießer,Canngießer. Niederd.Cannegieter(Klemp. Kannegeter).

Kant, Kantzs.Gand.

KanzlerIII. ahd. chancilâri, mhd. kanzelaere aus mittellat. cancellarius „Vorgesetzter der Kanzlei“.

FN.Kanzler,Cantzler. Mit UmlautKentzler.

FN.Kanzler,Cantzler. Mit UmlautKentzler.

KapeterIII. (Württ.) eig. Hausname casa Petri, wie Cahannes, Capaul (Buck).

KaphengstIII. vom mhd. kappen „verschneiden“.

Kappellers.Capelle.

Kappers.Kaspar.

KapphammelIII. vom mhd. kappen „verschneiden“.

KARALI. ahd. charal, karl „Mann“ (Kerl).

FN. Karlman:Karlmann.Einstämmige Kürzung Karal-.Carol:Karel—Karle;Karl,Carl— (zerdehnt)Kardel—Kerl—Keerl. Gen.Carels—Karls—Kerlen. Patr. A.Kerling. Patr. Zss.Carlsohn.Vklf. (i):Karli(schweiz.).

FN. Karlman:Karlmann.

Einstämmige Kürzung Karal-.

Carol:Karel—Karle;Karl,Carl— (zerdehnt)Kardel—Kerl—Keerl. Gen.Carels—Karls—Kerlen. Patr. A.Kerling. Patr. Zss.Carlsohn.

Vklf. (i):Karli(schweiz.).

KärcherIII. oberd. „Kärrner“, von Karch „Karren“, ahd. karruh aus lat. carruca Reisewagen.

FN.Kärcher—Karcher.

FN.Kärcher—Karcher.

Kardels.Karal.

Karges, Kariuss.Macarius.

Karlaufs.Gar(V.).

Karmanns.Gar.

KarrerIII. „Kärrner“. AuchKarner.

Karsjens, Karst- s.Christianus.

KaschubeIII. ein „Kassube“ (S. 78). Auch verkürztKaschub.

KasemeierIII. umgestaltet aus Kasimir (1788 Detmold).

KasparII. persisch Kansbar „Schatzmeister“, nach der Legende einer der h. drei Könige (Kal. 6. Jan.).

FN.Kaspar,Caspar;Casper— süddeutschKapper(s. Melchior Meyr, Erzählungen aus dem Ries). Gen.Caspary(auch jüdisch) — Caspers —Gaspers(Heinsberg).Vklf.Kasperl(bayr.). — Zss.Kasparbauer.Mit Erweichung des k (schon bei Klemp. nebeneinander Kaspar, Gaspar, Jaspar):Jasper. Gen.Jaspers(ostfries.). Patr. Zss.Jespersen.

FN.Kaspar,Caspar;Casper— süddeutschKapper(s. Melchior Meyr, Erzählungen aus dem Ries). Gen.Caspary(auch jüdisch) — Caspers —Gaspers(Heinsberg).

Vklf.Kasperl(bayr.). — Zss.Kasparbauer.

Mit Erweichung des k (schon bei Klemp. nebeneinander Kaspar, Gaspar, Jaspar):Jasper. Gen.Jaspers(ostfries.). Patr. Zss.Jespersen.

KassebaumIII. halbniederd. statt karseboom „Kirschbaum“. AuchKessebohm. (KassebohmO. in Mecklenb.).

KassebeerIII. niederd. statt Karsebeere „Kirsche“ (lat. cerasum).

KasserollerIII. „Kasserollen-Verfertiger“.

Kassens, Kast-s.Christian.

KastnerIII. „Verwalter des Kornkastens“ d. i. Getreidespeichers, dann, weil aus den Getreide- und Fruchtzinsen sich die Steuern entwickelten, hie und da = Amtmann über alle Einkünfte „Rentmeister“. So an Höfen ein Hofkastner, in Klöstern ein Pater Kastner.

FN.Kastner—Kästner,Kestner—Khöstner(Gottschee).

FN.Kastner—Kästner,Kestner—Khöstner(Gottschee).

Kathmann, Käthners.Köther.

KathreinerIII. „einer aus (St.) Kathrein“.

Kauer-s.Kun(V.).

KaufmannIII. ahd. choufman, mhd. koufman „Handelsmann“ (s.Krämer).

FN.Kaufmann, häufigKauffmann. NiederdeutschKopmann,Koopmann. Gen.Koopmanns.

FN.Kaufmann, häufigKauffmann. NiederdeutschKopmann,Koopmann. Gen.Koopmanns.

KaulbarsIII. deutlicher Fischname.

KaulfußIII. „Klumpfuß“, von Kaule = Kugel, schon mhd. kugele zsgz. kûle.

Kaunerts.Kun(V.).

Kauperts.Gaw.

Kauwertzs.Gaw.

Keb-s.Gab(V., einst. K.).

Keerls.Karal.

Kehr-s.Gar(einst. K.).

KehreinIII. Satz-N. „kehr ein“.

Keils.Gail.

KeiperIII. „Fischmeister“, Aufseher über Fischereien (ostpreuß.).

Keisers.Kaiser.

Keith, Keitzs.Gaid.

KellerIII. mhd. kellaere aus lat. cellarius 1) „Kellermeister“, Schaffner 2) Kammerbeamter; wie vom herrschaftlichen Kasten ein Kastner, so bekam vom herrschaftlichen Keller einKeller(Kellner) als Rentbeamter seinen Namen (cellarii am Hofe Karls d. Gr.), welcher urspr. die Weinberge u. Weingülten samt den andern Einkünften, die in die Keller einzuliefern waren, zu verwalten hatte; bei geistlichen Stiftern der Beamte, welcher die Einkünfte verwaltet, die für den Tisch geordnet sind — oft mit dem Kastner eins 3) Inhaber eines „Kellerhofes“, einer Art Hofgüter in einigen Teilen Schwabens und der Schweiz. (Walter der Kellaer 1288).

FN.Keller. Lat (rücklatinis.)Cellarius. AuchKellerer.Kellermann.

FN.Keller. Lat (rücklatinis.)Cellarius. AuchKellerer.Kellermann.

Kellermanns.Keller.

KellnerIII. mittellat. cellenarius, ahd. kelnâri, mhd. kelnaere = keller (Conrade Kelner, auch C. Keller genannt 1379 Bacm.).

Kemp-s.KampI.

-kempers.KampIII.

Kentels.Gand.

Kentzlers.Kanzler.

KerkeIII. niederd. „Kirche“, in Zss. wieKerkenbrock(Kirchenbruch);Kerkhei.

Kerl-- s.Karal.

Kermss.Gar(zweist. K.).

KernerIII. 1) =Körner2) „Kärrner“.

Kerschsteins.Christianus.

KerseIII. „Kirsche“, aus lat. cerasum, in Zss. wieKersenbrock(-bruch),Kerßenbroick—Kersemeyer.

Kerst-s.Christianus.

KessebohmIII. „Kirschbaum“.

KesselIII. der Kessel als bedeutsames Hausgerät, das zu sinnbildlichen Rechtshandlungen und abergläubigen Gebräuchen diente. Vgl. H. de Eschenowe dictus Brukeȥȥel (Braukessel) 1263.

KesselerIII. „Kesselschmied“. AuchKeßler.

KesselhakeIII. Haken, an welchem der Kessel über dem Feuer aufgehängt wird.

KesselhutIII. eine „Pickelhaube in Kesselform“. Auch niederd.Ketelhod.

Kest-s.Christianus.

Kestners.Kastner.

KetelböterIII. niederd. „Kesselflicker“ (böten = hd. büßen, d. i. urspr. bessern).

Ketelhods.Kesselhut.

Keudel, Keutels.Gaid.

Keun-s.Kun(V., einst. K.).

KieckebuschIII. ON. (in Brandenb.).

Kiefers.Küfer.

Kiehnes.Kun(einst. K.).

KiekuthIII. niederd. Satz-N.: „schau aus“ — doch zunächst wohl ON. (auf Rügen) und von daher übertragen.

KienbaumIII. mhd. kinboum „Kiefer“.

Kienles.Kun(einst. K.).

Kiep-s.Gab(V., einst. K.).

Kier-s.Gir.

Kierschners.Kürschner.

Kies-s.Gis.

Kiesel-s.Gisal.

KieserIII. „Prüfer“; in den Städten Deutschlands waren solche K. besonders für Getränke und andere Lebensmittel angestellt.

KiesewetterIII. Satz-N. „der das Wetter prüft, Wetterspäher“ (Gudrun 903: Fruote bî dem luftekiesendô began). EntstelltKüssewetter(Wien).

Kieß-s.Gis(Gisal).

KiewittIII. niederd. der Kiebitz, sprichwörtl. wegen seines Zickzackfluges; daher „Kiebitzgang“. (Everhardus Kyvit Köln. Univ. Matr. 1390).

Kilberts.Gisal.

KilianII. ein Schotte, Apostel der Franken im 7. Jh.

FN.Kilian;Killian—Kilgan.

FN.Kilian;Killian—Kilgan.

Killmers.Gisal.

Kimmerles.Kun(V.).

Kipps.Gab, Gib (einst. K.).

KircheIII. ahd. kiricha, mhd. kirche, altsächs. kirika, kerika, altfries. kerke, karke (wohl aus griech. κυριακόν „Haus des Herrn, Gotteshaus“). In ON.-kirch,-kirchen(elliptischer Dativ); niederd.-kerk.

FN.1)Altenkirch.Neukirch.Taufkirch(O. -en 8 mal Rud.).v. Tippelskirch.2)Giesenkirchen.Herrenkirchen.Odenkirchen.Rodenkirchen.Rommerskirchen.Halbniederd.Nienkirchen(Mecklenburg); hochdeutschNeunkirchen(häufig ON., wohl aus Neuenkirchen zsgz., zumal bei Dörfern, wo eine solche Menge von Kirchen doch nicht anzunehmen).3)Bovenkerk.Ableitung auf-er(oberd.):1)-er:Feldkircher(O. -kirch).2)-ner:Feldkirchner(O. -kirchen).Neukirchner.Seekirchner.Steinkirchner.

Ableitung auf-er(oberd.):

KircherIII. mhd. kirchaere „Küster“ 2) gekürzt aus Kirchherr, d. i. „Pfarrer“. AuchKilcher.

KirchhoffIII. „der am Kirchhofe“, vgl. fries. Urkund.: roleff bi den kerkhoue (Pott. S. 549).

Kirchmanna) I. ahd. Kirihman (aus dem 9. Jh. als PN. nachgewiesen durch Förstemann, vgl. auch den rhein. NamenKirchartz, der auf einen altd. Nomin. Kirihhart zurückweist) b) III. mhd. kirchman Eingesessener einer Gemeinde, „Gemeindeglied“, im Gegensatz zum Ausmann, ûȥman.

KirchnerIII. mhd. kirchenaere „Küster, Mesner“, bes. im sächsischen Vogtlande üblich.

-kirchners.Kirche.

KirieleisII. aus dem kirchlichen Rufe (griech.) kyrie eleïson „Herr, erbarme dich“, vgl. Bechtold Kyrieleyson 1366 (Weistümer 3, 419). Noch weiter verkürztCyrlis—Corleis.

KirmesIII. aus mhd. kirchmesse, „Fest zum Andenken an die Einweihung einer Kirche“ — (Zeitname, vgl. Tag).

FN.Kirmes;Kirmß.

FN.Kirmes;Kirmß.

Kirners.Körner.

Kirschners.Kürschner.

Kirschsteins.Christianus.

Kirscht-, Kirst-s.Christianus.

Kirwalds.Gir.

Kißs.Gis.

Kists.Christianus.

KistenfegerIII. der „Kisten fegt d. i. ausräumt“, plündert.

KistmacherIII. der „Kisten macht“, Tischler. Niederd.Kistemaker; latinis.Chelopoeus. EntstelltKüstenmacher. AuchKistner.

KittelIII. mhd. Kittel, ein Kleidungsstück — mit der Zss.Weißkittel.

Klaas, Klag-, Klas-, Klaß-s.Nicolaus.

Klau-s.Glaw.

Klaus, Kläuslis.Nicolaus.

KlebsattelIII. „kühner mit dem Sattel eng verbundener Reiter“ (Andresen). DarausKleesattel.

KleeIII. früher volkstüml. auch der mit Kleeblumen bunt gezierte Rasen (Kleemeister = Wasenmeister) — mit der Zss.Grüneklee. AuchKleeblatt(vielleicht mit mystischer Beziehung als Sinnbild der Dreieinigkeit, wie in Irland, wo es sogar in diesem Sinne Nationalzeichen ist).Kleemann.Kleemeyer.Schubert Edler von dem Kleefelde. (S. 59). Niederd.Klewer.

KleienstäuberIII. nach Hoffmann, Kasseler Namenb. S. 69, Bezeichnung des „Müllers“.

FN.Kleyenstäuber, zsgz.Kleinstäuber— auchKleyenstüber;Kleinstüber. Vgl. Joh. Fäsenstaub, Müller 1408 (Tobler-Meyer), von Fese = Hülse.

FN.Kleyenstäuber, zsgz.Kleinstäuber— auchKleyenstüber;Kleinstüber. Vgl. Joh. Fäsenstaub, Müller 1408 (Tobler-Meyer), von Fese = Hülse.

Klein, KleineIII. der „Kleine“. Doch weisen FN. wieKleinhard,Kleinert(Gen.Kleinertz),Kleinlein,Kleineckedarauf hin, daß dieser Stamm schon im Altdeutschen zur Namenbildung verwendet worden, dann im Sinne von „fein, sauber“.

KleinknechtIII. „unterer Knecht“ gegenüber dem Großknecht.

KleinschmidtIII. Gegensatz zum Grobschmied: ein Schmied, der kleine, d. i. feine Arbeiten macht; bez. hauptsächlich der „Schlosser“, dann der Büchsenschmied, Sporer, Uhrmacher.

KleinsorgeIII. der sich wenig d. i. (bes. nach mhd. Ausdrucksweise) gar keine Sorge macht.

Kleisl, Kleißls.Nicolaus.

Klemens, -ts.Clemens.

Kliebenschedels.Klubeschedel.

KliefothIII. niederd. statt Kliefuß, vom ad. cliuwa Kugel, Knäuel, also = Klumpfuß.

v. KlinckowströmIII. Martin Klinckows Söhne wurden im 17. Jh. von der schwedischen Regierung geadelt. (Adelslex.)

KlingIII. ahd. chlinga, mhd. klinge „Gebirgsbach, rauschender Bergstrom“, ON. und in Zss. wieKlingmüller. AuchKlingel, wie in der Pfalz viele Bäche heißen. Daher FN.Klincke,Klingmit der Ableit.Klinger.Klingelhage.

KlingbeilIII. Satz-N. urspr. Klinckebyl „laß das Beil klingen!“.

KlingsporIII. „mit klingendem Sporn“. Klingspor 1571.

KlobelauchIII. ahd. klobelouh, mhd. clobelouch von kliuban spalten, entstellt knobelouch „Knoblauch“ (auch ON.).Knobloch—Knoblich.

KlockeIII. a) I. s.Hlod(einst. K.) b) niederdeutsch „Glocke“ inKlockemeyer.

Klöckners.Glöckner.

Klodes.Hlod(einst. K.).

Kloos, Klos-, Kloss-s.Nicolaus.

KlostermannIII. mhd. klôsterman „Mönch“.

Klöters.Hlod(V.).

Kloth, Klöthis.Hlod(einst. K.).

Klötsch, Klotts.Hlod(einst. K.).

Klotza) I. s.Hlodb) III. „vierschrötiger, plumper Mensch“. vgl. Marquardus dictus Block (Truncus).

Klubertzs.Glaw.

KlubeschedelIII. Satz-N. „ein Schädelspalter“ (S. 52), von „klöben“ ahd. klioban, mhd. klieben und klûben spalten. AuchKluibenschädel(Tirol).

KlubescheltIII. Satz-N. „der Scheite spaltet“.

Klußmeyers.Nicolaus.

Klute, Klüt-s.Hlod(einst. K.).

Klüters.Hlod(V.).

KlutendreterIII. (Aachen) der „Erdklöße tritt“, Spottname für einen Landbauer.

Klutts.Hlod(einst. K.).

KnabeIII. ahd. chnabo, mhd. knabe „Knabe, junger Bursche“, bes. ein im Dienste eines Höheren stehender; mit knappe, kneht mehrfach gleichbedeutend. AuchKnape. Gen.Knabben(niederrhein.).

KnappeIII. Nebenf. zu Knabe (wie Rappe zu Rabe) ahd. chnappo, mhd. knappe 1) Knabe, Jüngling, bes. „der Ritter werden will“ 2) „Diener, Lehrling, Geselle“.

FN.Knappe;Knapp.

FN.Knappe;Knapp.

Knaubel, Knaup, Knauths.Knod.

KnechtIII. mhd. kneht sinnverwandt mit knabe und knappe, daher auch in der Bed. „Lehrling, Geselle“, wie in smidekneht.

FN.Knecht. Zss.Ackerknecht.Frommknecht.Futterknecht.Gutknecht; niederdeutschGodknecht.Haußknecht.Holzknecht.Kammerknecht.Kleinknecht.Mahlknecht(Müllergeselle).Packknecht.Schildknecht.Stallknecht.Schuknecht.Wagenknecht.

FN.Knecht. Zss.Ackerknecht.Frommknecht.Futterknecht.Gutknecht; niederdeutschGodknecht.Haußknecht.Holzknecht.Kammerknecht.Kleinknecht.Mahlknecht(Müllergeselle).Packknecht.Schildknecht.Stallknecht.Schuknecht.Wagenknecht.

KnickIII. „niedriger lebendiger Zaun zur Einhegung der Felder“. AuchKnigge.

KnieIII. „ein im Waldwinkel liegendes Stück Land“, in FN. wieKniemeyer,-möller.

KnieriemIII. ein „Gurt über dem Knie“, das unentbehrliche Beistück der kurzen Landsknechtshosen, jetzt nur noch ein Geräte der Schuhmacher. Vgl. Cunrad cognom. bintriemo 1239.Knirim—Cnyrim.

Knobbe, Knobels.Knod.

Knoblauch, Knoblichs.Klobelauch.

KnochenhauerIII. „Schlächter, Fleischer“, noch jetzt in Braunschweig die übliche Bezeichnung, wo sich schon 1380 der FN. Knokenhowere findet (in Hannover eine Knochenhauer-Straße).

Knockes.Knod.

KNODI. zu got. knôds, ahd. chnuat „Geschlecht, Stamm“. Chnodomar 4.

FN. (Knoderich):Gnörich.Einstämmige Kürzung Knod-.Knuto:Knode—Knothe—Knott—Knuth—Knauth. Patr. A.Knudsen.Vklf. (l, Knodilo):Knolle. (k):Knocke.Zweistämmige Kürzung Knodb-.(Knobo):Knobbe—Knop—Knopf—Knaup.Vklf. (l):Knobel—Knöpfel—Knaubel.

FN. (Knoderich):Gnörich.

Einstämmige Kürzung Knod-.

Knuto:Knode—Knothe—Knott—Knuth—Knauth. Patr. A.Knudsen.

Vklf. (l, Knodilo):Knolle. (k):Knocke.

Zweistämmige Kürzung Knodb-.

(Knobo):Knobbe—Knop—Knopf—Knaup.

Vklf. (l):Knobel—Knöpfel—Knaubel.

Knolle, Knop-, Knothe, Knott, Knudsen, Knuths.Knod.

Kob-, Köb-s. a) I.Godb) II.Jacobus.

KochIII. ahd. choch, mhd. koch, altsächs. kok aus lat. coquus.

FN.Koch. Gen.Kochs. Äußerlich verlateintCochius— in anderer WeiseCoccejus. Gen.Cocceji(S. 65).Vklf. (l):Köchle(schwäb.);Köchly(schweiz.). —Köchlin.Niederd.Kock; auchKoock,Koke(Kok Gött. UB. I. ums J. 1373, Klemp. Coke neben der Bezeichnung Meisterkock = ouerste kokenmeister). Gen.Kox,Cox(niederrhein.).Der N. Kock findet sich lange vor der französischen Einwanderung und ist jetzt in verschiedenen Gegenden Norddeutschlands unter der Landbevölkerung verbreitet, so in Westfalen, Mörs, Schleswig; er kann daher nicht franz. Ursprungs (aus coq Hahn) sein.

FN.Koch. Gen.Kochs. Äußerlich verlateintCochius— in anderer WeiseCoccejus. Gen.Cocceji(S. 65).

Vklf. (l):Köchle(schwäb.);Köchly(schweiz.). —Köchlin.

Niederd.Kock; auchKoock,Koke(Kok Gött. UB. I. ums J. 1373, Klemp. Coke neben der Bezeichnung Meisterkock = ouerste kokenmeister). Gen.Kox,Cox(niederrhein.).

Der N. Kock findet sich lange vor der französischen Einwanderung und ist jetzt in verschiedenen Gegenden Norddeutschlands unter der Landbevölkerung verbreitet, so in Westfalen, Mörs, Schleswig; er kann daher nicht franz. Ursprungs (aus coq Hahn) sein.

Köch-, Kocks.Koch.

KochlöffelIII. s.S. 44.

Kodels.God(V.).

Koen-s.Kun(V., einst. K.).

Koertss.Kun(V.).

-kofen, -kofers.Hof.

Köfers.Küfer.

KöglerIII. mittelniederd. Kogeler „Gaukler“.

-kohlin Zss. wieHerrenkohl,Linnenkohls.Kugel= Kapuze.

Kohl-s. 1)Kol2)Hlod.

KöhlerIII. „Kohlenbrenner“. SeltenKohler—Kähler— auchKöller(Preuß). Zss.Dammköhler.

Kohn-, Köhn-s.Kun(V., einst. K.).

Kohr-, Köhrings.Kun(V.).

KOLI. wohl zu altnord. kollir „Helm“.

FN. Colobert:Kolbert.(Colohart):Kohlhardt.(Coloman):Kollmann—Kohlmann.Einstämmige Kürzung Kol-.Colo:Kohl—Kölle—Kuhle. Patr. A.Köhling.Vklf. (i):Kohli—Kuhley.Zweistämmige Kürzung Kolb-.(Kolbo):Kolbe;Kolb—Kulbe—Külb.Vklf. (l):Kölbl—Külbel.

FN. Colobert:Kolbert.

(Colohart):Kohlhardt.

(Coloman):Kollmann—Kohlmann.

Einstämmige Kürzung Kol-.

Colo:Kohl—Kölle—Kuhle. Patr. A.Köhling.

Vklf. (i):Kohli—Kuhley.

Zweistämmige Kürzung Kolb-.

(Kolbo):Kolbe;Kolb—Kulbe—Külb.

Vklf. (l):Kölbl—Külbel.

Kolbs.Kol(V., zweist. K.).

Koll-s. 1)God(V.) 2)Kol.

KommalleinIII. bemerkenswerter Satz-N. (auf die Einladung zu einem Stelldichein deutend?).

Komperts.Gund(V.).

Kon-s.Kun(V.).

Kön-s.Kun(V., einst. K.).

KönigIII. häufiger FN., durch verschiedene Ursachen veranlaßt 1) durch persönliches Hervorragen in der Umgebung (Schützenkönig u. a., jetzt Eisenbahnkönig usw.), Friedrich de Kuninc 1314. 2) durch N. von Häusern, bes. wohl von Gasthöfen (König von Spanien u. a.). — Vgl. franz. Leroy.

FN.König;Königk. Gen.Königs. (Doch ist bei diesen N. auch der altd. Stamm Kun zu vergleichen). Zss.Rübenkönig.

FN.König;Königk. Gen.Königs. (Doch ist bei diesen N. auch der altd. Stamm Kun zu vergleichen). Zss.Rübenkönig.

Könnickes.Kun(einst. K.).

Koocks.Koch.

Koopss.Jacobus.

Koordts.Kun(V., Chunrad).

Köpers.Küfer.

KopfIII. ahd. chuph, copf, mhd. kopf aus mittellat. cuppa Faß 1) Trinkschale, Becher (so Glaßkopf FN. 15. Jh. = Glasbecher, Glasnapf). 2) Hirnschale, Kopf.


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