The Project Gutenberg eBook ofDie KugelThis ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.Title: Die KugelAuthor: Otto Zur LindeRelease date: April 3, 2007 [eBook #20965]Language: GermanCredits: Produced by Norbert H. Langkau, Evelyn Kawrykow and theOnline Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KUGEL ***
This ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.
Title: Die KugelAuthor: Otto Zur LindeRelease date: April 3, 2007 [eBook #20965]Language: GermanCredits: Produced by Norbert H. Langkau, Evelyn Kawrykow and theOnline Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
Title: Die Kugel
Author: Otto Zur Linde
Author: Otto Zur Linde
Release date: April 3, 2007 [eBook #20965]
Language: German
Credits: Produced by Norbert H. Langkau, Evelyn Kawrykow and theOnline Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KUGEL ***
DIE KUGELEine Philosophie in VersenvonOTTO ZUR LINDECHARONVERLAGGr. Lichterfelde1909.Dr. Charles Humphrey Clarkegewidmetim Jahre 1902.
Dr. Charles Humphrey Clarkegewidmetim Jahre 1902.
Seite
Kam uns aus Betlehem die KundeVon einer Lieb im Weltenrunde;In Cusa sprach ein weiser Mund:Lieb, Welt, und All und eins ist rund.Als Drittes lernet noch hinzu:Das Ipse stirbt und schafft das Tu.So wird aus Etwas Nichts und All,Erlöst aus Egos Höllenqual.Die Lieb ist eins, von eins zu eins,Und Eins und Eins und Eins ist eins;So drei zwei eins ist urselbstein,Wo's All ist muss ein Nichts auch sein –Das aber ist der Sündenfall:Etwas und Ego, Teil und Zahl.
Kam uns aus Betlehem die KundeVon einer Lieb im Weltenrunde;In Cusa sprach ein weiser Mund:Lieb, Welt, und All und eins ist rund.Als Drittes lernet noch hinzu:Das Ipse stirbt und schafft das Tu.So wird aus Etwas Nichts und All,Erlöst aus Egos Höllenqual.Die Lieb ist eins, von eins zu eins,Und Eins und Eins und Eins ist eins;So drei zwei eins ist urselbstein,Wo's All ist muss ein Nichts auch sein –Das aber ist der Sündenfall:Etwas und Ego, Teil und Zahl.
Umlernen muss die Mathematik,Astronomie auch, und Physik.Und wollen wir das Heil ergründen:Nur in der Kugel lässt sich's finden.Das Nichts, der Punkt, die Kugel, All –Rund ist der Cubus und der Ball.Der schnellste Weg? Die Grade sei's?Das ist allein der Kugelkreis.Werft fort die Kraft- und RichtungsellUnd greift zum Kugelparallel,Das alles Endes Anfang ist:Dieweil es seiner selbst vergisst:Im Anschaun seinerselbst sich schafftMit urselbsteiner Opferkraft:Und urselbsteiner Stell und StundAls Nichts und All sich fügt zum Rund ...Es stösst im Raum sich das Quadrat,Dieweil's kein Immerwannszentrum hat;Und in der Zeit rückt es nicht fort:Ihm fehlt der Allerwo'smittelort.Doch wollen wir das Heil ergründen:Nur in der Kugel lässt sich's finden.
Umlernen muss die Mathematik,Astronomie auch, und Physik.
Und wollen wir das Heil ergründen:Nur in der Kugel lässt sich's finden.
Das Nichts, der Punkt, die Kugel, All –Rund ist der Cubus und der Ball.
Der schnellste Weg? Die Grade sei's?Das ist allein der Kugelkreis.
Werft fort die Kraft- und RichtungsellUnd greift zum Kugelparallel,
Das alles Endes Anfang ist:Dieweil es seiner selbst vergisst:
Im Anschaun seinerselbst sich schafftMit urselbsteiner Opferkraft:
Und urselbsteiner Stell und StundAls Nichts und All sich fügt zum Rund ...
Es stösst im Raum sich das Quadrat,Dieweil's kein Immerwannszentrum hat;
Und in der Zeit rückt es nicht fort:Ihm fehlt der Allerwo'smittelort.
Doch wollen wir das Heil ergründen:Nur in der Kugel lässt sich's finden.
Suh – suh – die Welt ist rund,Ein Traum, ein Urakkord;Terz und Quint aus Gottes Mund,Septime Menschenwort.
Suh – suh – die Welt ist rund,Ein Traum, ein Urakkord;Terz und Quint aus Gottes Mund,Septime Menschenwort.
1.Tausend Gründe dawider zählt ihr an Fingern und Daumen,Gleich als hab' ich noch nie gründen und zählen gelernt.2.Was ihr selber nicht seht, ein anderes Auge wohl sieht es. –Was ihr euch aber getraut, traut es auch anderen zu.3.Hinter dem Busch, wo ihr sitzet, haben auch andre gesessen,Haben das Gras gedrückt, das folgendes Morgens sich hob.4.Über den Anger bin ich gegangen,Habe die Blumen blühen gesehn.Farbige Lieder dufteten, sangen,Aus der Allunitas fühlt ich ein Wehn.Aber mein Auge nur sieht: mein OhrHört: der Zwietracht gemischten Chor.5.Was ich gelernt in Sünde segmentarisch erscheint es;Aber der Unschuld Kreis hab ich im Herzen gefühlt.6.Stosst euch an Ecken und Enden, reisst euch an Disteln und Dornen,Blutet von Schnitt und Schlag – aber die Welt ist rund.7.Klagten nicht Hirn so und Herz mir, schmerzten nicht Arme und Beine,Würd' ich wohl dann noch sagen: rund ist die Welt und gut?8.Wenn ich ein Esel nicht wär, der Distelköpfe gefressen,Würd' ich wohl sagen, dass ihr Distelköpfe fresst?9.Wenn ich nicht immer noch frässe stachlige Distelköpfe,Spräch ich von Ananas euch, Brüder im langen Ohr?10.Könnt ich beweisen, was ich im innersten Herzen glaube,Glaube Beweis und ich schwänden im schwebenden Rund.11.An der Erscheinung in mir [Eder und Angeln und Ecken]Raten mögt ich ihr und regeln, aber rund ist das Sein.12.Innen und aussen nur Schein, Narren und Narrenhäuser,Drinnen ich, draussen ihr – ist doch jeder ein Narr.
1.
Tausend Gründe dawider zählt ihr an Fingern und Daumen,Gleich als hab' ich noch nie gründen und zählen gelernt.
2.
Was ihr selber nicht seht, ein anderes Auge wohl sieht es. –Was ihr euch aber getraut, traut es auch anderen zu.
3.
Hinter dem Busch, wo ihr sitzet, haben auch andre gesessen,Haben das Gras gedrückt, das folgendes Morgens sich hob.
4.
Über den Anger bin ich gegangen,Habe die Blumen blühen gesehn.Farbige Lieder dufteten, sangen,Aus der Allunitas fühlt ich ein Wehn.Aber mein Auge nur sieht: mein OhrHört: der Zwietracht gemischten Chor.
5.
Was ich gelernt in Sünde segmentarisch erscheint es;Aber der Unschuld Kreis hab ich im Herzen gefühlt.
6.
Stosst euch an Ecken und Enden, reisst euch an Disteln und Dornen,Blutet von Schnitt und Schlag – aber die Welt ist rund.
7.
Klagten nicht Hirn so und Herz mir, schmerzten nicht Arme und Beine,Würd' ich wohl dann noch sagen: rund ist die Welt und gut?
8.
Wenn ich ein Esel nicht wär, der Distelköpfe gefressen,Würd' ich wohl sagen, dass ihr Distelköpfe fresst?
9.
Wenn ich nicht immer noch frässe stachlige Distelköpfe,Spräch ich von Ananas euch, Brüder im langen Ohr?
10.
Könnt ich beweisen, was ich im innersten Herzen glaube,Glaube Beweis und ich schwänden im schwebenden Rund.
11.
An der Erscheinung in mir [Eder und Angeln und Ecken]Raten mögt ich ihr und regeln, aber rund ist das Sein.
12.
Innen und aussen nur Schein, Narren und Narrenhäuser,Drinnen ich, draussen ihr – ist doch jeder ein Narr.
13.Abdruck nicht bin ich des Schöpfers, mögt mich Analogon nennen,Ungeboren, unsterblich – bin ich Gott parallel.14.Ja und Nein und Vielleicht, Punkt-Kugel-Allkonzentrisch;Schwindet die Kugel ins Nichts, schwillt der Punkt zum All.15.Alles dasselbe – »und doch siehst du es tausendfältig?«Einfalt! lernet daraus, dass ihr es tausendfaltseht.16.»Sprichst uns von Kugel und Kreis .... Und all die Winkel und Ecken,Linien, Flächen und Würfel? Weiser, du bist verrückt.«17.Recht verrückt gesprochen! Das eben ist die Verrückung,Dass ihr die Wahrheit verrückt, dass ihr den Kreis quadriert.18.»Also willst du das Viereck uns zum Unendlicheck zirkeln?Willst das Verrückte verrücken, machst uns das Grade krumm?«19.Schwätzt nicht von Rücken und Drehen! Schwindelt euch auf der Erde?Hängt ihr des Tags an den Füssen, steht ihr des Nachts auf dem Kopf.20.»Stellst Du uns auf den Kopf, so strömt uns das Blut ins Gehirne.«Ach! da habt ihr wohl recht, euer Gehirn ist im Weg.
13.
Abdruck nicht bin ich des Schöpfers, mögt mich Analogon nennen,Ungeboren, unsterblich – bin ich Gott parallel.
14.
Ja und Nein und Vielleicht, Punkt-Kugel-Allkonzentrisch;Schwindet die Kugel ins Nichts, schwillt der Punkt zum All.
15.
Alles dasselbe – »und doch siehst du es tausendfältig?«Einfalt! lernet daraus, dass ihr es tausendfaltseht.
16.
»Sprichst uns von Kugel und Kreis .... Und all die Winkel und Ecken,Linien, Flächen und Würfel? Weiser, du bist verrückt.«
17.
Recht verrückt gesprochen! Das eben ist die Verrückung,Dass ihr die Wahrheit verrückt, dass ihr den Kreis quadriert.
18.
»Also willst du das Viereck uns zum Unendlicheck zirkeln?Willst das Verrückte verrücken, machst uns das Grade krumm?«
19.
Schwätzt nicht von Rücken und Drehen! Schwindelt euch auf der Erde?Hängt ihr des Tags an den Füssen, steht ihr des Nachts auf dem Kopf.
20.
»Stellst Du uns auf den Kopf, so strömt uns das Blut ins Gehirne.«Ach! da habt ihr wohl recht, euer Gehirn ist im Weg.
21.Wollt' ich's in Prosa zerlegen, bräche die Kugel in Scherben;Aber im Verse geglüht schmelzen die Teile zum All.22.Körbchen dutzendweis senden wollt' ich dir, lieber Freund Humphrey,Würdest sie leeren und lernen ..... Aber das Publikum auch?23.Schwach ist ihr Magen, und kurz die Windung ihrer Gedärme;Füll ich zu viel und zu schnell, geht es unverdaut ab.24.Segmentarische Hirne denken nur in Segmenten;Also stopf ich den Kreis segmentarisch hinein.25.Haben sie erst gehäuft der Kugel Teile im Schädel,Quirlt eine glückliche Stunde das Chaos wohl zum Rund.
21.
Wollt' ich's in Prosa zerlegen, bräche die Kugel in Scherben;Aber im Verse geglüht schmelzen die Teile zum All.
22.
Körbchen dutzendweis senden wollt' ich dir, lieber Freund Humphrey,Würdest sie leeren und lernen ..... Aber das Publikum auch?
23.
Schwach ist ihr Magen, und kurz die Windung ihrer Gedärme;Füll ich zu viel und zu schnell, geht es unverdaut ab.
24.
Segmentarische Hirne denken nur in Segmenten;Also stopf ich den Kreis segmentarisch hinein.
25.
Haben sie erst gehäuft der Kugel Teile im Schädel,Quirlt eine glückliche Stunde das Chaos wohl zum Rund.
26.Um sich selber der Punkt dreht sich im ewigen Stillstand;Ewig unbewegt wirbelt der Kreis ohne Rast.27.Auf der Peripherie kreist Gottes grenzlose Weisheit;Aber die Mathematik rutscht auf der Achse begrenzt.28.Alles, alles ist rund: Punkt und Fläche und Körper;Überall ist Gott – mitten zwischen der Mensch.29.Mag er wohl wandern vom Punkt zu jedem Peripheriepunkt,Kehrt er zum Mittelpunkt nie kreisend als Mensch zurück.30.Also schafft sich der Mensch ewiggetrennte Grenzen;Grenzend schlägt er die Brücke hinter sich, vor sich, ab.31.Eilt die Grade dahin ruhelos in die Zukunft,Kehrt sie sausend zurück aus der Vergangenheit.32.Ist die Grade geründet, rollen die Ewigkeiten;Ist die Grade gerad, holpert und stolpert die Zeit.
26.
Um sich selber der Punkt dreht sich im ewigen Stillstand;Ewig unbewegt wirbelt der Kreis ohne Rast.
27.
Auf der Peripherie kreist Gottes grenzlose Weisheit;Aber die Mathematik rutscht auf der Achse begrenzt.
28.
Alles, alles ist rund: Punkt und Fläche und Körper;Überall ist Gott – mitten zwischen der Mensch.
29.
Mag er wohl wandern vom Punkt zu jedem Peripheriepunkt,Kehrt er zum Mittelpunkt nie kreisend als Mensch zurück.
30.
Also schafft sich der Mensch ewiggetrennte Grenzen;Grenzend schlägt er die Brücke hinter sich, vor sich, ab.
31.
Eilt die Grade dahin ruhelos in die Zukunft,Kehrt sie sausend zurück aus der Vergangenheit.
32.
Ist die Grade geründet, rollen die Ewigkeiten;Ist die Grade gerad, holpert und stolpert die Zeit.
33.Gott ist original; nimmer dieselbe StreckeGehet er zweimal ab, nimmer im Pendelgang.34.Gleitend von A nach B vorwärts stürmt er ins Allrund,Vorwärts, immer im Kreis schwingt er nach A zurück.35.Ist der ängstliche Mensch von A nach B gegangen,Starrt er von B ins Leere, flieht er nach A zurück.36.Aber von A ins Nicht schaut er und pendelt rückwärts.So – zwischen Nichts und Nichts hängt er am schwebenden Reck.37.Aber die Grade A B, die schwimmende Scholle im Weltmeer,Trägt uns nach Ost und West, trägt uns nach Nord und Süd.38.Hat uns die Mathematik errettet aus drohendem Tode,Hält sie auf treibender Scholle hungernd uns festgebannt.39.Aber die Elle, die uns unser Gefängnis quadrieretOder zum Cubus zwingt – ist trotz ein Kreissegment.40.Menschen endliche Zahl, Gottes unendliche Unzahl;Schneidet der Mensch sich Stullen, fügt sie Gott zum Leib.
33.
Gott ist original; nimmer dieselbe StreckeGehet er zweimal ab, nimmer im Pendelgang.
34.
Gleitend von A nach B vorwärts stürmt er ins Allrund,Vorwärts, immer im Kreis schwingt er nach A zurück.
35.
Ist der ängstliche Mensch von A nach B gegangen,Starrt er von B ins Leere, flieht er nach A zurück.
36.
Aber von A ins Nicht schaut er und pendelt rückwärts.So – zwischen Nichts und Nichts hängt er am schwebenden Reck.
37.
Aber die Grade A B, die schwimmende Scholle im Weltmeer,Trägt uns nach Ost und West, trägt uns nach Nord und Süd.
38.
Hat uns die Mathematik errettet aus drohendem Tode,Hält sie auf treibender Scholle hungernd uns festgebannt.
39.
Aber die Elle, die uns unser Gefängnis quadrieretOder zum Cubus zwingt – ist trotz ein Kreissegment.
40.
Menschen endliche Zahl, Gottes unendliche Unzahl;Schneidet der Mensch sich Stullen, fügt sie Gott zum Leib.
41.Aber der Kreis, was ist er? Quadrat mit zahllosen Ecken?Nein, es ist das Quadrat vielfach gezählt ein Kreis.42.Sind wir in Sünde geboren, messen unser Gefängnis,Zwischen Unschuld und Allschuld zählen wir zagend die Schuld.43.Zwischen Nichts und All, kriechen von Etwas zu Etwas,Ausgestossen vom Nichts, ausgeschlossen vom All.
41.
Aber der Kreis, was ist er? Quadrat mit zahllosen Ecken?Nein, es ist das Quadrat vielfach gezählt ein Kreis.
42.
Sind wir in Sünde geboren, messen unser Gefängnis,Zwischen Unschuld und Allschuld zählen wir zagend die Schuld.
43.
Zwischen Nichts und All, kriechen von Etwas zu Etwas,Ausgestossen vom Nichts, ausgeschlossen vom All.
44.Aber wasistder Kreis? Punkt hier nenn ich die Unschuld,Und im Kerker der Schuld Christus Heiland den Kreis.45.Mensch geworden der Gott, Symbolon: endlich – unendlich. –Unschuld Allwissenheit zeugten Etwas aus Nichts und All.46.Vater Sohn Heiliger Geist schafften mit Wissen und WollenDrei Symbole: Punkt-Geist, Kugel-Vater, Kreis-Sohn.
44.
Aber wasistder Kreis? Punkt hier nenn ich die Unschuld,Und im Kerker der Schuld Christus Heiland den Kreis.
45.
Mensch geworden der Gott, Symbolon: endlich – unendlich. –Unschuld Allwissenheit zeugten Etwas aus Nichts und All.
46.
Vater Sohn Heiliger Geist schafften mit Wissen und WollenDrei Symbole: Punkt-Geist, Kugel-Vater, Kreis-Sohn.
47.Da hätt ich selbst mir wiedersprochen?Das Nichts und All sei ohne End;Nun wärs vom Etwas unterbrochen,Wo man doch End und Anfang kennt.Fast dauern mich die armen Seelen,Kurz ist der Menschen Unverstand.Da haben sie trotz allem ZählenFünf Finger nur an jeder Hand.Beim Kleinsten kaum den Anfang nommen,Beim Daumen schon ans Ziel gekommen.
47.
Da hätt ich selbst mir wiedersprochen?Das Nichts und All sei ohne End;Nun wärs vom Etwas unterbrochen,Wo man doch End und Anfang kennt.
Fast dauern mich die armen Seelen,Kurz ist der Menschen Unverstand.Da haben sie trotz allem ZählenFünf Finger nur an jeder Hand.
Beim Kleinsten kaum den Anfang nommen,Beim Daumen schon ans Ziel gekommen.
48.Können sie nichts dawider, gar nichts dawider mir sagenWasich ihnen gesagt – tadeln sie,wieich's gesagt.49.»Über das holprige Pflaster rasselt dein Distichonkarren;Zwischen der Achse Geächz langhin hallet dein Hüh.«50.»Jämmerlich jeglichen Vers hackt die Zäsur in zwei Verse.Freund! Deine Distichen sind triplex quadruplex gebaut.«51.Lest ihr so akkurat meiner Distichen Bauplan?Freunde! wenn sie nun gar keine Distichen sind?52.Ja sie taumeln im Hipphopp, zweimal zwei Rummeldumhälften,Griechisch, gallisch, germanisch, leider auch alliteriert.53.Hammerschläge ein Dutzend, knisternd sprühen die Funken.Saust der Hammer hernieder, kläppert der glühende Stahl.54.Sekundieren am Ambos zwei Schmiedegesellen den Meister.Viermal wechselt der Dreischlag – schnell mit dem Stahl ins Bad.
48.
Können sie nichts dawider, gar nichts dawider mir sagenWasich ihnen gesagt – tadeln sie,wieich's gesagt.
49.
»Über das holprige Pflaster rasselt dein Distichonkarren;Zwischen der Achse Geächz langhin hallet dein Hüh.«
50.
»Jämmerlich jeglichen Vers hackt die Zäsur in zwei Verse.Freund! Deine Distichen sind triplex quadruplex gebaut.«
51.
Lest ihr so akkurat meiner Distichen Bauplan?Freunde! wenn sie nun gar keine Distichen sind?
52.
Ja sie taumeln im Hipphopp, zweimal zwei Rummeldumhälften,Griechisch, gallisch, germanisch, leider auch alliteriert.
53.
Hammerschläge ein Dutzend, knisternd sprühen die Funken.Saust der Hammer hernieder, kläppert der glühende Stahl.
54.
Sekundieren am Ambos zwei Schmiedegesellen den Meister.Viermal wechselt der Dreischlag – schnell mit dem Stahl ins Bad.
Wohl schreitet die Sehnsucht brückendes SchrittesVon Berg zu Berg übers Tal,Von Stern zu Stern; die Spur ihres TrittesLeuchtet im Weltenall.Sie schreitet, schreitet auf glühenden SohlenEwig im ewigen Raum;Wo End und Anfang zeitlos rollen,Schleift ihrer Schleppe Saum.Sie schreitet, schreitet mit suchenden FüssenVom Vollen ins leerste Nichts;Und wo sie hintritt, im Dunkel spriessenBrennende Blumen des Lichts.Und wo sie hintritt, im ewig LeerenUrewige Fülle aufquillt;Urewig des Endes AnfangbegehrenDes Anfangs Ende stillt.So über die Weiten und über die ZeitenVom Nirgendwo zum NiemalMag wohl die Sehnsucht brückend schreitenVon Berg zu Berg übers Tal.
Wohl schreitet die Sehnsucht brückendes SchrittesVon Berg zu Berg übers Tal,Von Stern zu Stern; die Spur ihres TrittesLeuchtet im Weltenall.
Sie schreitet, schreitet auf glühenden SohlenEwig im ewigen Raum;Wo End und Anfang zeitlos rollen,Schleift ihrer Schleppe Saum.
Sie schreitet, schreitet mit suchenden FüssenVom Vollen ins leerste Nichts;Und wo sie hintritt, im Dunkel spriessenBrennende Blumen des Lichts.
Und wo sie hintritt, im ewig LeerenUrewige Fülle aufquillt;Urewig des Endes AnfangbegehrenDes Anfangs Ende stillt.
So über die Weiten und über die ZeitenVom Nirgendwo zum NiemalMag wohl die Sehnsucht brückend schreitenVon Berg zu Berg übers Tal.
Suh – suh – ein Ton in mirDer schwillt und ebbt im AllZur Weltenfuge Klanggewirr,Zur Einheit Urchoral.Ruh – Ruh – so singt der TonDer Seele Sehnsuchtslied,So schreit die Möve sturmentflohnDer übers Meer herzieht;So heult der Sturm den Brausesang,So brüllt das Meer im Grund,Des Weltenwütens Sterbedrang,Der Tod am Leben wund.Weh – weh – ein Ton in mirZur Meeresbrandung schwillt,Die aller Ufer QualrevierMit bangem Schrei erfüllt.Bis einst des Schweigens Abgrund weitDen Mutterschooss auftut,Und alles Leben, alles LeidErlöst im Tode ruht.
Suh – suh – ein Ton in mirDer schwillt und ebbt im AllZur Weltenfuge Klanggewirr,Zur Einheit Urchoral.
Ruh – Ruh – so singt der TonDer Seele Sehnsuchtslied,So schreit die Möve sturmentflohnDer übers Meer herzieht;
So heult der Sturm den Brausesang,So brüllt das Meer im Grund,Des Weltenwütens Sterbedrang,Der Tod am Leben wund.
Weh – weh – ein Ton in mirZur Meeresbrandung schwillt,Die aller Ufer QualrevierMit bangem Schrei erfüllt.
Bis einst des Schweigens Abgrund weitDen Mutterschooss auftut,Und alles Leben, alles LeidErlöst im Tode ruht.
Im GedrängeDer MengeUrseiender WahrheitZu sehenVerstehenDie werdende Klarheit;Im kleinenErscheinenDas grosse »An-sich«,Beim Zahl-vielAns All-zielErinnere dich.Da drinnenBeginnen,Da draussen das Ende; –Dass im InnernErinnernDas Aussen fände,Lern nennenLern kennenWas aussen ist;Werde jetztWas zuletztVon Anfang du bist.GewärtigUnfertigDie Einzelheit,Doch vorwärtsUnd rückwärtsDie Ewigkeit.Das LebenEin SchwebenUm zuckende Flammen;Folg allen,Sie fallenZur Sonne zusammen.Folg einer,Stets kleinerZum Nichts sie verschwindet.Tauchst dort du, immerfort du,Ohne Rast du, so hast duIm Nichts das All ergründet.Du magst,Wo du fragstWohl Antwort erwerben,Vom EinenZum KeinenZum All wohl sterben.Magst zählen,Magst schwellen,Zum Endlosen streben.Durch TodZu Gott;Zu Gott durch Leben.Im InnernErinnernUnd aussen Lernen.Doch immerGeflimmerVon bekannten Sternen.Wusstest schonDie LektionVorm Unterricht,Siehst ebenIm LebenDein eigen Gesicht.Was gewesen,Was du vergessen,Sagt dir Erinnerung.Was altWird baldIm Gedächtnis jung –Stets nurDie SpurVondeinemSein.Erinnern im innernUnd Lernen im Fernen;Hier, dort, das Urselbstein.
Im GedrängeDer MengeUrseiender WahrheitZu sehenVerstehenDie werdende Klarheit;Im kleinenErscheinenDas grosse »An-sich«,Beim Zahl-vielAns All-zielErinnere dich.Da drinnenBeginnen,Da draussen das Ende; –Dass im InnernErinnernDas Aussen fände,Lern nennenLern kennenWas aussen ist;Werde jetztWas zuletztVon Anfang du bist.GewärtigUnfertigDie Einzelheit,Doch vorwärtsUnd rückwärtsDie Ewigkeit.Das LebenEin SchwebenUm zuckende Flammen;Folg allen,Sie fallenZur Sonne zusammen.Folg einer,Stets kleinerZum Nichts sie verschwindet.Tauchst dort du, immerfort du,Ohne Rast du, so hast duIm Nichts das All ergründet.Du magst,Wo du fragstWohl Antwort erwerben,Vom EinenZum KeinenZum All wohl sterben.Magst zählen,Magst schwellen,Zum Endlosen streben.Durch TodZu Gott;Zu Gott durch Leben.Im InnernErinnernUnd aussen Lernen.Doch immerGeflimmerVon bekannten Sternen.Wusstest schonDie LektionVorm Unterricht,Siehst ebenIm LebenDein eigen Gesicht.Was gewesen,Was du vergessen,Sagt dir Erinnerung.Was altWird baldIm Gedächtnis jung –Stets nurDie SpurVondeinemSein.Erinnern im innernUnd Lernen im Fernen;Hier, dort, das Urselbstein.
Aus deinem Innern sollst du's heben,Im Innern kreist die ganze Welt.In dich hinein das AussenlebenIn einen tiefen Abgrund fällt.Aus dir heraus – bist stets am Ende;Hinauf, hinab, rundum ..... nur Wände.Oh wolle nicht nach Aussen schweifen,Wo deine Kerze flickernd tropft.Erkennen nenne nicht Begreifen,Gefühl nicht, wenn dein Finger klopft.Dem Spiegel wuchsen keine Flügel,Und doch siehst du die Welt – im Spiegel.Oh trachte nicht dich auszudehnen!Sink in dein Inneres still hinab.Lass draussen der Erscheinung Wähnen,Steig aus dem engen Weltengrab;Dort wolle nicht zur Tiefe sinken –Kann doch in dir das All ertrinken.Woll' nicht der Gründe Grund ergründen,Und nicht durchmessen Raum und Zeit!Nur in der Seele kannst du's finden:Das »Welteneng«, das »Weltenweit«.Da ordnen sich des Chaos Trümmer:Das Nichts, das All, das Ja, das Nimmer.Der Kugel All ist ohne Ende,In Punktes Nichts ist kein Beginn.Von innen dich nach aussen wendeZurück zum Innerstinnen hin.Die Welt des Seins, das Nichts des Scheines,Das Ipse, Tu – Allselbst, Alleines.
Aus deinem Innern sollst du's heben,Im Innern kreist die ganze Welt.In dich hinein das AussenlebenIn einen tiefen Abgrund fällt.Aus dir heraus – bist stets am Ende;Hinauf, hinab, rundum ..... nur Wände.
Oh wolle nicht nach Aussen schweifen,Wo deine Kerze flickernd tropft.Erkennen nenne nicht Begreifen,Gefühl nicht, wenn dein Finger klopft.Dem Spiegel wuchsen keine Flügel,Und doch siehst du die Welt – im Spiegel.
Oh trachte nicht dich auszudehnen!Sink in dein Inneres still hinab.Lass draussen der Erscheinung Wähnen,Steig aus dem engen Weltengrab;Dort wolle nicht zur Tiefe sinken –Kann doch in dir das All ertrinken.
Woll' nicht der Gründe Grund ergründen,Und nicht durchmessen Raum und Zeit!Nur in der Seele kannst du's finden:Das »Welteneng«, das »Weltenweit«.Da ordnen sich des Chaos Trümmer:Das Nichts, das All, das Ja, das Nimmer.
Der Kugel All ist ohne Ende,In Punktes Nichts ist kein Beginn.Von innen dich nach aussen wendeZurück zum Innerstinnen hin.Die Welt des Seins, das Nichts des Scheines,Das Ipse, Tu – Allselbst, Alleines.
I.Der Mensch ist allwissend, nur weiss er es nicht.Es sendet die Sonne ihr strahlendes LichtHinaus ins weite Weltenrund.Der Sonne aber wird es nicht kund,Dass sie das Universum erhellt.Sie selber schaut sich um in der WeltFragend und zagend von Stern zu SternUnd sieht in jeglicher HimmelsfernDie eine urewige finstere NachtUnd nichts von all der leuchtenden Pracht.Die Sonne sendet das schaffende LichtUnd sucht es in Sehnsucht und findet es nicht.II.Der Mensch ist allwissend, und dunkel er's fühlt.In seinem Innern er suchend wühltUnd findet langsam Stück um Stück.Und heller und heller wird sein Blick,Den ihm sein Ego so gänzlich getrübt.Und wie den Säugling die säugende AmmeSo liebt das Ipse die leuchtende Flamme,Das eine urewige Objekt, das Tu.So stirbt das Subjekt und findet die Ruh.Allwissenheit schaff ich durch eigenen Tod,Ich war, ich bin, ich werde – – Gott.
I.
Der Mensch ist allwissend, nur weiss er es nicht.Es sendet die Sonne ihr strahlendes LichtHinaus ins weite Weltenrund.Der Sonne aber wird es nicht kund,Dass sie das Universum erhellt.Sie selber schaut sich um in der WeltFragend und zagend von Stern zu SternUnd sieht in jeglicher HimmelsfernDie eine urewige finstere NachtUnd nichts von all der leuchtenden Pracht.Die Sonne sendet das schaffende LichtUnd sucht es in Sehnsucht und findet es nicht.
II.
Der Mensch ist allwissend, und dunkel er's fühlt.In seinem Innern er suchend wühltUnd findet langsam Stück um Stück.Und heller und heller wird sein Blick,Den ihm sein Ego so gänzlich getrübt.Und wie den Säugling die säugende AmmeSo liebt das Ipse die leuchtende Flamme,Das eine urewige Objekt, das Tu.So stirbt das Subjekt und findet die Ruh.Allwissenheit schaff ich durch eigenen Tod,Ich war, ich bin, ich werde – – Gott.
I.Demut steigt in sich hineinMilliarden Weltenaxen weit.Ist so unermesslich kleinIn des Punktes Rätselewigkeit.Innenwärts zum Innenmeere,Niederwärts zum Abgrund, zum Gefühle;Untertauchen in das Leere,Zu des Nichts unendlichem Gewühle.Einwärts, kleinwärts, selbstwärts sinken –Wenn ich erst das Zauberwort gefunden,Kann ich in mir selbst ertrinken –Schrumpfen, Sterben, Schwinden, Nichts, Entschwunden.
I.Demut steigt in sich hineinMilliarden Weltenaxen weit.Ist so unermesslich kleinIn des Punktes Rätselewigkeit.
I.
Innenwärts zum Innenmeere,Niederwärts zum Abgrund, zum Gefühle;Untertauchen in das Leere,Zu des Nichts unendlichem Gewühle.
Einwärts, kleinwärts, selbstwärts sinken –Wenn ich erst das Zauberwort gefunden,Kann ich in mir selbst ertrinken –Schrumpfen, Sterben, Schwinden, Nichts, Entschwunden.
II.Liebe geht aus sich herausIn die allerfernste Weltenferne;Breitet ihren Mantel ausÜberdeckend Milliarden Sterne.Aussenwärts zur letzten SphäreÜberflügelt sie das letzte Licht,Wo das Volle und das Leere:Kugellall und Punktes Nichts sich trifft.Demut, Liebe, aus und ein,Sucht mir was euch eint das Zauberwort,Urselbstein, und Ja und Nein,Grundzweck, Schale-Kern, und Hier und Dort.
II.Liebe geht aus sich herausIn die allerfernste Weltenferne;Breitet ihren Mantel ausÜberdeckend Milliarden Sterne.
II.
Aussenwärts zur letzten SphäreÜberflügelt sie das letzte Licht,Wo das Volle und das Leere:Kugellall und Punktes Nichts sich trifft.
Demut, Liebe, aus und ein,Sucht mir was euch eint das Zauberwort,Urselbstein, und Ja und Nein,Grundzweck, Schale-Kern, und Hier und Dort.
Als sich der Mensch die Sprache schufIn seiner Sünden Wildnis,Was konnt sein Werk wohl anders seinDenn seines Jammers Bildnis?Denn Sehnsucht nach dem ParadiesUnd Schmerz des Gottvertriebnen,Denn Trotz der eignen WillenskraftUnd Trost des Gottgebliebnen?Ja, was von Gott kommt, kehrt zu ihm.Durchmisst den Kreis der Sünden.Was ist und ward und wird – es mussSich alles, alles ründen.Wohl in der Sprache hat der MenschDen halben Kreis vollendet;Doch leuchtet sie ihn auf der Bahn,Die rück zu Gott sich endet.Der Sünden grösste war das Wort,Doch auch der Strafen schwerste;Der Ausfahrt fernste Endstation,Doch auch der Heimfahrt erste.Nun suchen wir den Weg zurück,Da muss das Wort uns scheinen.So kommen wir vom Schein zum Sein,Zum Glauben durch das Meinen.Denn was ich meine, das ist mein,Und ist ans Ich gebunden,Und muss auch sterben mit dem Ich,Wenn wir das Du gefunden.Und brennt der Worte Fackel hell,Sie zehrt am eignen Stamme;Je näher sie dem letzten StumpfJe höher loht die Flamme.So wandeln wir den Weg dahinIm Wortschein irdscher Klarheit,So leuchtet uns der Sprache LichtZur Sonne ewger Wahrheit.Das ist des Scheines leuchtend Amt,Dass es zum Sein uns lenke;Das ist des Menschen Fluch und Trost,Dass er im Irrtum – denke.Das ist der Zweck der Konsequenz,Die Busse unserer Sünden:Das sündgend wir von Schuld zu SchuldDen Weg zur Unschuld finden.Es führt vom Schein kein Weg zurückAuf vor-befahrnen Gleisen;Uns muss der Schein vorwärts durch ScheinZum Sein den Weg uns weisen.Gott gebe, dass die Fackel brenn',Bis wir zum Ziele kommen;Und dass des Glaubens Licht strahl', wennDer Worte Schein verglommen.
Als sich der Mensch die Sprache schufIn seiner Sünden Wildnis,Was konnt sein Werk wohl anders seinDenn seines Jammers Bildnis?
Denn Sehnsucht nach dem ParadiesUnd Schmerz des Gottvertriebnen,Denn Trotz der eignen WillenskraftUnd Trost des Gottgebliebnen?
Ja, was von Gott kommt, kehrt zu ihm.Durchmisst den Kreis der Sünden.Was ist und ward und wird – es mussSich alles, alles ründen.
Wohl in der Sprache hat der MenschDen halben Kreis vollendet;Doch leuchtet sie ihn auf der Bahn,Die rück zu Gott sich endet.
Der Sünden grösste war das Wort,Doch auch der Strafen schwerste;Der Ausfahrt fernste Endstation,Doch auch der Heimfahrt erste.
Nun suchen wir den Weg zurück,Da muss das Wort uns scheinen.So kommen wir vom Schein zum Sein,Zum Glauben durch das Meinen.
Denn was ich meine, das ist mein,Und ist ans Ich gebunden,Und muss auch sterben mit dem Ich,Wenn wir das Du gefunden.
Und brennt der Worte Fackel hell,Sie zehrt am eignen Stamme;Je näher sie dem letzten StumpfJe höher loht die Flamme.
So wandeln wir den Weg dahinIm Wortschein irdscher Klarheit,So leuchtet uns der Sprache LichtZur Sonne ewger Wahrheit.
Das ist des Scheines leuchtend Amt,Dass es zum Sein uns lenke;Das ist des Menschen Fluch und Trost,Dass er im Irrtum – denke.
Das ist der Zweck der Konsequenz,Die Busse unserer Sünden:Das sündgend wir von Schuld zu SchuldDen Weg zur Unschuld finden.
Es führt vom Schein kein Weg zurückAuf vor-befahrnen Gleisen;Uns muss der Schein vorwärts durch ScheinZum Sein den Weg uns weisen.
Gott gebe, dass die Fackel brenn',Bis wir zum Ziele kommen;Und dass des Glaubens Licht strahl', wennDer Worte Schein verglommen.