Chapter 17

[56]Zum Unbestand cf. das Unzulänglich der 66. Rede, in fine; dann auch die 28., die, nebenbei gesagt, in der recht buddhistischen Einleitung zum 3. Buche derYājñavalkyasmṛtigut monographiert ist:gantrī vasumatī nāśam udadhir daivatāni cādi.— Es ist mit dem siam. Texteagammayatāzu lesen; die Varianteatammayatā‚Unmittelbarkeit‘ (vergl. die 137. Rede gegen Ende) passt hier nicht, wäresīlasmiṃ, wietammayoin der 47.,sīlamayoin der 78. Rede. AehnlichTejabindūpaniṣatv. 4:agamyagamyakartā: a0, yadanyair agamyaṃ sthalaṃ tad api prayatnena gamyaṃ karoti yaḥ saḥ.Desgl. MERSWIN, bei den Neun Felsen. — Der Spruch=Suttanipāto588, 757a b. Dieariyāvāsāgammayatāmag nach dem Ende der 53. Rede, p. 358,vijjāsampannegelten: die vorangehendepaṭipadāabercaraṇasampanne; beide zusammen alsovijjācaraṇasampanne.[57]Cf. das Gleichniss von den reflektierten Sonnenstrahlen,Saṃyuttakanikāyovol. V. p. 218.[58]Der letzte Absatz͠=BṛhadāraṇyakopaniṣatII, 4, letzter Absatz.Das Gesetz der Wandelbarkeit, von dem diese Rede handelt, arbeitet eigentlich schon mit den variablen Infinitesimalen, wie sie den Indern von alters her geläufig waren (cf.kuṭṭakādi); das selbe Gesetz wird in der 137sten, bei Darstellung der sechsunddreißig Fesselpfade, seinem Inhalte nach genau gekennzeichnet. Es ist, beiläufig bemerkt, auch von EPICHARMOSrichtig erkannt worden, Fragm. philos. Graec. ed. MULLACHvol. I. p. 142:εν μεταλλαγᾳ δε παντες εντι παντα τον χρονον·ὁ δε μεταλλασσει κατα φυτιν κωυποκ’ εν τωυτῳ μενει.Desgleichen von SENECAin seinem durchaus indischen 36. Briefe: omnia quae videntur perire mutari.[59]Mitantamaso mālāguṇaparikkhittā pi, bis herab zu der blumengeschmückten Tänzerin, vergl. man die Paralleleantamaso tiracchānagatāya[*]pi, bis herab zur thierischen Liebe, nämlich mit einer Dirne — nicht etwa „mit einem Thier“, wie noch OLDENBERGhat, Buddha, 3. Aufl. S. 401, nach SPIEGEL,Kammavākyamp. 9, etc. Diese Berichtigung stammt von ROBERTL’ORANGE.[*]tiracchānagatā=gemeine Person, cf.:tiracchānakatthā=gemeines Gespräch.[60]Vergl.YājñavalkyadharmaśāstreII, 77:na dadāti ca yaḥ sākṣyaṃ jānannapietc.[61]Κρατης λεγεται ὁ Θηβαιος τοις στασιαζουσιν οικοις επιφοιτων λογοις ειρηνης διακρινειν τας εριδας.[62]Ein solches Betragen wie hier dargestellt, und wie es Asoko vom ersten bis zum letzten seiner Edikte praktisch verherrlicht, hat PLATONals Orphisches Leben beschrieben; wozu ERASMUSin den Adagia s. v. sehr schön bemerkt: »Orphicam vitam PLATOlibro de legibus sexto [p. 782] dixit vitam innoxiam, et a luxu sanguinolentisque dapibus puram. — Videtur ORPHEUShoc connatus apud Thraces, quod PYTHAGORAStentavit apud Ionios, NUMAapud Romanos.« Unter den Thrakern sind vornehmlich die asketischen Κτισται zu verstehn, von denen POSEIDINIOS, bei STRABOp. 296, ausführlich berichtet und sie δικαιοτατους ανθρωπους nennt.[**]In diesem Zusammenhange darf hier noch an die trefflichen beiden Reden PLUTARCHSüber die Sarkophagie erinnert und endlich auch der drei Merkmale gedacht werden, die MANES, der Brāhmane und Jünger desBuddas, als welchen ihn SUIDASbezeichnet, dem Christenthum viel zu edel und unkirchlich zugrunde legen mochte.[**]Das Lob jener rechtschaffenen Menschen ist schon in der Ilias XIII Anf. gepriesen, bei STRABOnur wiederholt.[63]atthi yiṭṭham=yaṣṭavyam iti nirṇayas, 60. Kap.S̀āntiparvaṇi.[64]Es ist richtig, wie vol. I. p. 390, passim, 0bajjhamzu lesen. Zum Begriffe despariniṭṭhitabhāvocf. denpariniṣṭhitakāryasimS̀āntiparva, loc. cit. v. 20. — Das heilsame Bemühn ähnlich bei PINDAR, letzte Pythionike i. f.: ει δε τις ολβος εν ανθρωποισιν, ανευ καματου | ου φαινεται.[65]Ausführung und Wiederholung gehört in die Sphäre des späterenVaipulyam.[66]Mit dem Inhalte dieser Rede ist die siebzehnte des ersten Bandes zu vergleichen; auch dasDvayatānupassanāsuttamdesSuttanipāto.Der Topus von der kurzen und von der ausgeführten Darstellung,saṉkhittenaundvitthārena, wie oben und oft gebraucht, ist auch bei Asoko auf seinem letzten Felsenedikte alssaṃkhitenaundvistat[e]nawiederzufinden.[67]Aehnlich bei SENECA, epist. LXXV. i. f., des Weisen tranquillitas animi et, expulsis erroribus, absoluta libertas; non homines timere, non deos; in se ipsum habere maximam potestatem: inaestimabile bonum est suum fieri. Kürzer und noch genauer von DEMOKRITOSals σοφιη αθαμβος αξιη παντων gekennzeichnet, τιμιωτατη εουσα. — Vergl. Anm. 132;Lieder der Mönche v. 187.[68]Vergl. die 9. Rede, S. 86 der Uebersetzung.[69]Der Text der P. T. S. ist hier, wie passim, unbrauchbar.[70]nāmarūpam, eindvaṃdvasamāsas, dessen letztes, nach indischem Usus wichtigere Glied voran zu übersetzen ist. — Die Erläuterungen der Kommentatoren, wieBuddhaghosoimVisuddhimaggo, haben natürlich wenig Werth; vielmehr die schönennāmarūpam-Parallelen und -Gleichnisse der alten Upanischaden, die man nach JACOBSUpaniṣadvākyakośasaufsuchen mag: wo eben wie bei uns »Bild und Begriff« überall zutrifft. Cf. auch Anmerkung 90 und Längere Sammlung Bd. II, S. 99.[71]Vergl.MahābhāratamXIV, 44, 20:sarvaṃ kṛtaṃ vināśāntam, undYogasūtramII, 15:pariṇāmatāpasaṃskāraduḥkhair, guṇavṛttivirodhācca, sarvaṃ duḥkham eva vivekinaḥ.[72]»alle crêatûre tragent inne bitterkeit«: ECKHARTp. 300.[73]»each thing’s a thief« heißt es, positiv, im Timon IV, 3, gegen Ende.[74]der Erderoberer,cakkavattī, schonMaitryupaniṣatI, 4 genannt und alssārvabhaumaserklärt; in späteren Zeiten dafürpṛthivīvallabhasallgemeinesvirudam. Cf. FLEETin der Epigraphia Indica vol. VI, p. 168, Anm. 6, zu welcher man nochVikramorvaśīyamIV, v. 19 beifügen mag, wo sich der König zu erkennen giebt alssvayaṃ vṛtaḥ patir dvābhyām,Urvaśyā ca bhuvā ca yaḥ.[75]sakkattaṃ, mārattam, brahmattaṃ kareyya.— »Ich weiz wol, kein vrouwe mac zuo dem himel komen, si enwerde ê ein man. Daz sult ir alsô verstân: sie müezen menlîchiu werc wirken unde müezen menlîchiu herzen hân mit voller kraft, daz sie in selber mügen widerstân und allen gebresthaften dingen«: Schwester KATREIzu ECKHART, p. 456. Das ewig Weibliche, das Jungfrauengemüth ist denn auch bei ECKHARTnur Vorstufe zur höheren Entwickelung, eine Phase des zunehmenden Menschen, p. 346.[76]Ein gleicher TitelreichthumDīghanikāyoI, 1, Ende; vergl. die Wiener Zeitschr. f. d. Kunde d. Morgenl. XI, 159 f.Ein quasi signaculum despaṭiccasamuppādo(S. 164 f.) findet sich, recht auffällig, in den auch sonst so merkwürdigen, schönen Episteln JACOBI, und zwar 1,14,15, worauf mich DELORENZOhingewiesen. Gerade diese Stelle aber hat der aegyptische ANTONIOSinniger Betrachtung empfohlen, bei ATHANASIOSp. 32. Besser noch freilich hat der Pythagoriker BRYSONmit indischer, oder sagen wir kantischer Konzinnität die kausale Verkettung gelehrt: Οὑτως εχει ποτ’ αλλαλα τ’ ανθρωπινα πραγματα καθαπερ και τας ἁλυτιος τοι κρικοι. τηνοι τε γαρ εξ αλλαλων αρτηνται, αλλαλοις τ’ ακολουθιοντι, και ἑνος εξ αυτων ἑλκυσθεντος ὁποιου δη ποκα το τε ὁλον και τα εξ αρχας ακολουθει· και των τω βιω δε πραγματων ὁποια αν βουλῃ ἑλεσθαι, εὑρησεις και τα λοιπα εξ αναγκας κατα το ἑξης αλλαλοις ἑπομενα. — Και τ’ αλλα δε παντα, μαστευομενος και ανερευνων, οὑτως εὑρησεις εχοντα ποτ’ αλλαλα. STOB. Flor. LXXXV. 15. — Dieṭhānāṭṭhānakusalata, Kunde des Möglichen und Unmöglichen, in dieser Rede theils ungemischt, theils mythisch versetzt überliefert, erscheint im Christenthum als Kenntniss der futuribilia scholastisch dogmatisiert.[77]Der siam. Text hat richtigimassa kho pana bhikkhave Isigilissa pabbatassa.[78]paccekabuddhā.[79]Es wirdNīpozu lesen sein; cf.Theragāthā84. Der Name kommt schon in derṚksaṃhitāund dann öfters imBhāratamund in denPurāṇenvor.[80]Die außerhalb des Textes angefügte Liste ist tertiäre Zuthat; das Intermezzo an sich apokryphe Improvisation. Doch braucht man darum den Begriff despaccekabuddhonicht etwa schlechthin als mythisch zu betrachten, darf ihn vielmehr im ächt antiken Sinne mit SOKRATESdahin auslegen, ὁτι τον σοφον αυτον αὑτῳ μαλιστα δει σοφον ειναι, wie er es im größeren Hippias als uralte Maxime giebt. Vergl. auch Lieder der Mönche S. 241 Anm.; und als Parallele hierzu die S. ROSALIA, Breviar. Rom. 4. Sept.[81]Die Redner der Regenzeit sind irreguläre Asketen, die nur während dieser drei Monate Genossenschaften bilden. — Vergl. die 77. Rede, S. 316 der Uebersetzung.Mit demdvayaṃ,sāsavañcānāsavañca, S. 174–179, vergl. dasmano dvividhaṃ,śuddhañcāśuddhañca, unddhyānaṃ saguṇaṃ nirguṇaṃ,Maitriśāṇḍilyādyup. Zumariyamaggo, dem heiligen Wege, cf. denparamahaṃsamārgasder Upanischaden; auch PINDARSverwandten Ausdruck ει δε νοῳ τις εχει θνατων αλαθειας ὁδον, v. 103 der 3. Pythionike, sowie ECKHARTS»ûf dem wege stên zur êwigen sêlikeit«, p. 128.Der Titel der Rede ist von ungefähr demCātvāriṃśam brāhmaṇam, dasPāṇiniskannte, beigeordnet. — Nach Form und Gehalt verschieden, aber quasi quossum analog ist des IACOBUSSARUGENSISdritte Homilie mit der Auflösung der Zahl Vierzig in vier Elemente u. a. m., alter Ueberlieferung folgend, beschäftigt, bei ZINGERLES. 29–36. »Quadragenarium numerum ueteres magna obseruatione colebant«, hat AGRIPPArichtig bemerkt.[82]Zur Offenbarung: nämlich der Ordensregel; und zwar im Herbste, am Ende der Regenzeit, zum letzen Mal vor Beginn der Wanderschaft. Vergl. die 108. Rede, S. 86, und die 65., S. 167 der Uebersetzung. — Eine gleiche Einrichtung hatte S. FRANCESCOalljährlich für Pfingsten getroffen.Im allgemeinen zur Mondnacht cf. die 32. u. 146. Rede,DīghanikāyoNo. 2, Lieder der Mönche v. 1234. Der ganze Zauber der herbstlichen Lunarien, wie er da und sonst mit ein paar Strichen angedeutet, ist in eine GemmeKālidāsas’meisterhaft eingeschnitten,ṚtusaṃhāramIII, 22:S̀aradi kumudasaṉgād vāyavo vānti śītā,vigatajaladavṛndā digvibhāgā manojñaḥ,vigatakaluṣam ambhaḥ śyānapaṉkā dharitrī,vimalakiraṇacandraṃ vyoma tārāvicitram.[83]Cf. Lieder der Mönche Seite 276 Anm. 1.[84]Cf. BERNARDICASINENSISSpeculum monachorum I, 1,1,2: »Omnium bonorum operum officina cella est et stabilis perseverantia.« — »Impossibile est hominem fideliter figere in uno animum suum, qui non prius in aliquo loco perseveranter affixerit corpus suum.«Vergl. noch PASCAL, Pensées I, 7,1: »C’est pourquoi... j’ai souvent dit que tout le malheur des hommes vient de ne savoir pas se tenir en repos dans une chambre.«[85]Est dies, in quo color in alium colorem mutatur, et pro colore vitae color mortuorum induitur: EPHRAEMICarmen Nisibenum ultimum, ed. BICKELL77,11.[86]Αποβλεψατε γαρ προς το τελος ἑκαστου των γενομεμων βασιλεων, ὁτι τον κοινον πασι θανατον απεθανον: IUSTINUSMartyr, Apol. 1, 18.[87]Das selbe Gleichniss behandelt MAKARIOSim 1. Th. der 20. Homilie.[88]Cf. das vedische Gleichniss, e. g.BṛhadāraṇyakamII, 4,11,Sayathā sarvāsām apāṃ samudra ekāyanam evamādi; PraśnopaniṣatVI, 5,Sayathemā nadyaḥ syandamānāḥ samudrāyaṇāḥ samudraṃ prāpyās taṃ gacchanti, bhidyete tāsāṃ nāmarūpe, samudra ityevaṃ procyate, etc.; und ebensoTao-te-kingKap. 32 i. f., MERSWIN, Neun Felsen p. 138. — Vergl. Ilias XXI, 195–197: βαθυρρειταο μεγα σθενος Ωκεανοιο, εξ οὑ περ παντες ποταμοι και πασα θαλασσα και πασαι κρηναι και φρειατα μακρα ναουσιν.[89]Holzscheit und Reibholz stellen das vedische und ebenso altgriechische Feuerzeug dar, wie es z. B. des SOPHOKLESPhiloktet bei sich in der Höhle verwahrt, v. 36. Der erste Feuerreiber ist bekanntlich Prometheus,pramanthayas, gewesen, dessen Thätigkeit von DIOGENES, im Widerspruch zur dichterischen Darstellung aber im Einklang mit unserem obigen Gleichnisse, als eine unheilsame bezeichnet wurde, δια την εὑρεσιν και μεταδοσιν του πυρος, ὡς αρχην τουτ’ ον και αφορμην τοις ανθρωοις μαλακιας και τρυφης, bei MULLACH, Fragm. philos. Graec. vol. II. p. 327.[90]Και ὡσπερ τι παιδιον μικρᾳ ψηφιδι τειχος βεβληκος ουδεν ηνησεν, κτλ.: MAKARIOS, De elevatione mentis cap. XVI.[91]Diese hier dargebotenen drei Doppelgleichnisse können als meisterliche Ausführung vonBṛhadāraṇyakamI, 5, Ende gelten, so zu sagen als Auflösung des dort gegebenen Siegels:Tasmād ekam eva vrataṃ caret, prāṇyāccaivāpānyācca, nenmā pāpmā mṛtyur āpnuvad: iti yadyucaret samāpipayiṣet.— Cf. noch S. FRANCESCO, bei CELANOI, 16: Docebat eos non solum mortificare vitia et carnis incentiva reprimere, verum etiam et ipsos exteriores sensus, per quos mors intrat ad animam.[92]So auch das sokratische Gleichniss von den vollen Fässern, im Gorgias p. 493/4.[93]Vergl.Kaṭhādyup.III, 3:Ātmānaṃ rathinaṃ viddhi|śarīraṃ ratham eva tu|buddhin tu sārathiṃ viddhi|manaḥ pragraham eva ca|. — S. BERNARDUS, Serm. 49 i. m.: »Est ergo discretio non tam virtus quam quaedam moderatrix etauriga virtutumordinatrixque affectuum et morum doctrix.« Das selbe ritterliche Gleichniss »discretio auriga virtutum« von S. FRANCESCOgebraucht, bei BONAVENTURAcap. 5 in med. Vor ihnen schon vom säligen MAKARIOS, ed. PRITIUS, Homil. 15 § 34 & 40 § 5 i. f., και γαρ ὁ νους ἡνιοχος εστι κτλ. Und wiederum auch bei PLATON, e. g. im Phaidros p. 247.[94]Lies hierarati-r-atisaho.[95]Die klassische Leichenbetrachtung, wie oben S. 199 f., mit dem Ende »Gebeine, verwest, in Staub zerfallen«, erinnert an die grandiose Szene in SENECASHercules Oetaeus i. f., wo Alcmena mit der Aschenurne ihres Sohnes im Arme auftritt:Timete, Superi, fata: tam parvus cinisHerculeus est: huc ille decrevit gigas.O quanta, Titan, in nihil moles abit:Anilis, heu me, recipit Alciden sinus.Hic tumulus illi est. Ecce, vix totam HerculesComplevit urnam; quam leve est pondus mihi,Cui totus aether pondus incubuit leve.Kürzer gefasst im Hamlet, Todtengräberszene, Schlussverse:Imperious Caesar, dead and turn’d to clay,Might stop a hole to keep the wind away:O, that that earth which kept the world in aweShould patch a wall t’expel the winter’s flaw!Auch GOETHESGeistesgruß klingt hier an.[96]Wie hier und oftdevā dīghāyukāhat EMPEDOKLESθεοι δολιχαιωνες, den αθανατοισιν HOMERSund der anderen entgegen, gesagt: ist also identische Uebersetzung. — Wenn man die vornehmlich indischen Bilder und Gleichnisse, in die EMPEDOKLESseine Lehre gekleidet hat, und nun noch das obige, an sich zwar belanglose, eben darum aber so vielsagende Paralipomenon betrachtet, lässt sich die Vermuthung eines auch historischen Zusammenhanges, bez. frühen Verkehrs zwischen Hindustan und Magna Graecia — durch Ariana-Media, Syrien-Aegypten — nicht mehr verschweigen.[97]paranimmitavasavattino devā͠=sa brahmaṇaḥ para etā bhavati... akṣayyam aparimitam anāmayaṃ sukham aśnute:MaitryupaniṣatIV, i. 4.[98]Liesvā. — Nb. die Uebereinstimmung mit dem wunderbarenPuruṣasūktam,ṚgvedasX, 90,1:Sahasraśīrṣā puruṣaḥ... bhūmiṃ viśvato vṛtvā atyatiṣṭhad daśāṉgulaṃ.Die wahre Bedeutung vonvṛtvāhier ergiebt sich aus unserem entsprechendenpharitvā. Vergl. WESTERGAARDSRadices s. v.vṛNo. 4 ferre. —BhagavadgītāX, 42.[99]Es ist das ursprünglichesubho jotimāwiederherzustellen, wie die ed. Siam., e. g. vol. II. p. 333, richtig hat. — Vergl.dosinā-jyotsnā.[100]Ebenso hat PINDARin der vierten Nemeonike i. f. ὁ χρυτος ἑψομενος αυγας εδειξεν ἁπασας, und die erste Olympionike begonnen: ὁ δε χρυσος αιθομενον πυρ ἁτε διαπρεπει νυκτι μεγανορος εξοχα πλουτου. Ein gleiches Bild dann bei unserem GOTTFRIED, Tristan, v. 12944f.:in dem tigele gebrantUnd geliutert als ein golt.[101]Das Leitmotiv dieser Rede, das Thema von der Allmacht der Uebung, wird auch am Ende vonGautamas’ Dharmaśāstramintoniert, beiManusVI, 80 phrasiert. Es ist im Abendlande vielleicht von keinem so innig erkannt und bekräftigt worden wie vom großen DIOGENES: ουδεν γε μην ελεγε το παραπαν εν τῳ βιῳ χωρις ασκητεως κατορθουσθαι, δυντην δε ταυτην παν εκνικησαι, DIOG. LAERT. VI, 71. Vor ihm hatte schon PERIANDROSgesagt: Μελετη το παν.Dem Verständnisse der Phaenomena vom tausendfachen Brahmā durch immer höhere und höhere Kreise bis zu den letzten Noumena möglicher Wahrnehmung kann, wie DELORENZObemerkt hat, unsere kantische Naturgeschichte und Theorie des Himmels als würdiger Eingang dienen.[102]Es ist, wie der siam. Text richtig hat,vigatavalikamundkhāṇukaṇṭakaddhānamzu lesen. Desgl.adhimuccatietc. etc. etc. — Vergl. die 127. Rede.[103]Dieparisuddhā paramānuttarā suññatāfindet sich in einigen Upanischaden, wieTejabindūp. v. 11 alssarvaṃ tat paramaṃ śūnyam, Ātmaprabodhop.ed. Bomb. p. 397aādiśūnyas»Der Urarme«,Maitryup.II, 4sa vā eṣa śuddhaḥ pūtaḥ śūnyādi.Vergl. ECKHART, p. 418: »Daz ist diu allernêhste armuot des geistes, wan ez ist nieman rehte arm, wan der niht enwil unde niht enweiz unde niht enhât, weder ûzwendic noch inwendic.« Ib. 283: Diu hoehste, diu klâreste unde diu nêhste armuot; 22: Sîns selbes und aller dinge wüeste sîn; 27: »Aller stillest stân und aller lêrest ist dâ dîn allerbestez.« Etc. — Cf. noch zur Antwort auf Ānandos Frage, S. 219, das bündige Wort des MAKARIOSbei FLOSSp. 163: »melior omnibus est paupertas«; sowie die Anm. 214.[104]Mit dem siam. Textetattha tahāgatenazu lesen. — Aller Vorstellungen sich begeben: πτωχευσαι απο παντων των φαινομενων, MAKARIOS, Homil. XI § 6 i. f.; paupertatem colere, quasi coelestem vitam agere in terris, ab omni caducarum rerum cura et cupiditate alienam, nach BERNARDUS. Dieajjhattaṃ suññatā=der inwendigen Armuth, der Armuth des inneren Menschen, ECKHARTp. 280, 626.[105]Zur Armuth innen und außen cf. den Gedanken PASCALSII, 17,82: »Si j’avais le coeur aussi pauvre que l’esprit, je serais bienheureux; car je suis merveilleusement persuadé que la pauvreté est un grand moyen pour faire son salut.« Die scheinbare Antinomie vom Aufnehmen der Armuth ist in den Versen eines großen, unendlich reichen asketischen, d. i. wohl eingeübten Geistes angemessen gelöst:La lieta povertà, fugiendo, acquistaOgni tesor, nè pensa come o quando;Secur nei boschi, in panni rozzi e bigi,Fuor d’obrigi, di cure e di letigi.Letzterem Hinweise, den ich DELORENZO, dem genauen Kenner MICHELANGELOS, verdanke, mag noch in diesem Zusammenhange die so anschauliche Illustration Meister ECKHARTS, p. 576, beigefügt sein: »Dar umbe sprach der, der in der kuofen blôz saz, zuo dem grôzen Alexander, der alle welt under ime hete: ‚ich bin‘, sprach er, ‚vil ein groezer herre denne dû bist; wan ich hân mêr versmêhet denne dû besezzen hâst. Daz dû grôz ahtest ze besitzenne, daz ist mir ze kleine ze versmêhenne.‘« Das Helldunkel einer solchen einmüthig erfahrenen indo-ārischen Armuth, die heiter über Kaiser und Könige wegblickt, findet man denn auch im Bildnisse eines kynischen Pilgers und kosmopolitischen Palitanten auf einem jüngst entdeckten pompejanischen Fresko zu Boscoreale und zwar voce melius beglaubigt, »daz ist wortelôs«.[106]Der siam. Text hat richtigyo kho imesu pañcasu kāmaguṇesu chandarāgo so me appahīno.Etc. — Zur Selbsterforschung cf. die 15. u. 151. Rede͠=Aureum Pythagoreorum carmen v. 40–44.[107]Der Text hat richtigsotum.[108]Liesmucchā nikāmayati.[109]Der Schluss der Rede,yo sāro so ṭhassati, ist mit v. 204 der Lieder der Mönche,sāram buddhāna sāsanam, nebst Anmerkung zu vergleichen. — Ein ähnliches BildS̀āṭyāyanīyopaniṣadante:Ekākṣarapradātāraṃ|yo guruṃ nābhinandati|tasya śrutaṃ tathā jñānaṃ|sravatyāmaghaṭāmbuvat|; fernerVāsiṣṭhadharmaśāstreVI, 31 f.:Āmapātre yathā nyastaṃkṣīraṃ dadhi ghṛtaṃ madhuvinaśyet pātradaurlabhyāt,kṣatapātram rasāśca te:evaṃ gā vā hiraṇyaṃ vāvastram aśvaṃ mahīṃ tilānavidvān pratigṛhṇānobhasmībhavati kāṣṭhavat.DELORENZOweist mit Recht darauf hin, dass HORAZdas selbe, so anschaulich lehrreiche Gleichniss gewählt hat, im berühmten 2. Briefe des 1. Buches. Er schreibt mir: „Il versoSincerum est nisi vas, quodcumque infundis acescit allude proprio a vasi di creta; prima di tutto perchè i romani e i greci non adoperavano che tali vasi, e non di metallo, e poi perchè ORAZIOstesso alla fine della medesima epistola spiega ancor meglio il paragone con i versi:Nunc adbibe puroPectore verba, puer, nunc te melioribus offer.Quo semel est imbuta recens servabit odoremTesta diu.I quali versi corrispondono esattamente alla chiusa del discorso 122: »Darum aber mögt ihr mit Liebe mir begegnen und nicht mit Feindschaft; das wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen.«“Mit Liebe und nicht mit Feindschaft dem Meister begegnen, Gehör leihen u. s. w. hat MAKARIOSgetreu nachempfunden, bei FLOSSp. 205: Ου γαρ πιστευειν μονον δει Χριστῳ, αλλα και συμρασχειν αυτῳ:und AGATHONhat auch zugleich Vertrauen schlechthin wie oben S. 236–238 sehr besonnen als Ohnmacht und Unbill erkannt, ib. p. 151: Non est peior altera passio quam fiducia: genetrix est enim omnium passionum; convenit ergo operatio monacho non sumere fiduciam, vel si solus sit in cella.Die ewige Stille, S. 229 (asāmāyikam akuppam~asamayavimokhoNo. 29 i. f.), ist wohl zumeist von ECKHARTbeschrieben worden, theils in Paradoxen wie ‚Alle Beweglichkeit ist sterben‘, p. 536, oder ‚Ganze Ruhe ist Freiheit aller Bewegungen‘, 605, theils gegenüber der ‚Unstetigkeit und dem Sturme des Weltenflusses‘, 247, als ‚das Wesen in einer stillen Stillheit‘, 389; ferner als wesentliche Stillheit 668, heimliche Stillheit der Einigkeit 520, Tiefe der Stillheit 517, lautere Stillniss 120, unbewegliche Stillekeit 583, stete Stillheit 600, stille Ewigkeit 375, etc. Vergl. Anmerkung 195.Zur BezeichnungSakkerin dieser Rede undSakyerin der vorhergehenden sei bemerkt, dass die Namen, obwohl an sich identische Denominativa von √śak»vermögen«, insofern leicht differenziert erscheinen, als einige nördlichere Städte und Burgen wie etwa Kapilavatthu oder Devadaham stetig denSakkern, und wieder andere südlichere wie z. B. Nagarakam oder Metāḷumpam stetig denSakyernzugesprochen sind. Gotamo nennt seinen VaterSakko, in der 36. und 85. Rede: er selbst aber wird allgemeinSakyaputto, Sohn derSakyer, geheißen, so in der 41. Rede etc. Der engere KreisSakkos, des stolzenS̀akras’, als der er gegolten, und seinerSakker,S̀ākrer, mag sich immerhin dem umfassenderen derSakyer,S̀ākyer, eingeordnet haben, die Linie der Dynastie, der Zweig dem Stamme. Darum also haben auch die nächsten Verwandten Gotamos auf der Urneninschrift um die krystallene Phiole, die sie den Aschenresten ihres erlauchten Bruders gewidmet, sich selber alsSakyerbekannt:Das ist ein Leichenschrein des Erwachten, Erhabenen:Der Sakyer Stiftung, der Brüder mit Schwestern, mit Kindern und Frauen.Diesem nüchternen und doch beredten Epitaph ist wohl ferner noch zu entnehmen, dass die Brüder, bez. Halbbrüder Gotamos das ErbeSakkosgemeinsam angetreten hatten. Zerstörender Habsucht an 2400 Jahre verborgen wurde Urne und Phiole im Januar 1898 aus einem kostbar schützenden Topenhügel bei Piprāvā an der nepālischen Gränze ausgegraben und noch von BÜHLERals das erste historischeSakyer-Dokument erkannt, Journ. Roy. As. Soc. 1898 p. 389, die Inschrift aber erst von PISCHELim 56. Bande d. Zeitschr. deutsch. morgenländ. Ges. S. 157 f. richtig erklärt. — Der Unfug mit demS̀akaśākagargādibhyo yañist späterer Missverstand, wie die gute alteTheragāthā533 u. 536 zeigt.[110]Sälige Gestalt,tusito kāyo, im Reiche der Säligen Götter, vor der Herabkunft zur Erde. — Zubodhisatto, erwachsam, d. h. der Erwachung angeschlossen sein, ihr nachhängen, sie erringen, cf. die Anmerkung 5 des ersten Bandes. Asokos Eigenbericht auf dem VIII. Felsenedikte,Piyadasi rājā dasavasābhisito saṃto ayāya saṃbodhiṃ, entspricht sehr schön unserem Topus, e. g. erster Band l. c.,pubbe ’va sambodhā bodhisatto ’va santo: man hat also damals die wahre Etymologie vonbodhisattonoch recht wohl verstanden. Später haben dann die nordbuddhistischen Uebersetzer und Bearbeiter das so natürliche, mit dem Sprachgebrauche vollkommen übereinstimmendetatpuruṣam(bodhisaktas) aus Unkenntniss in ein gekünsteltes, barbarisches, ja unmöglichesbahuvrīhi(bodhisattvas) verballhornt und der wüsten tibetischen Spekulation vorgearbeitet.[111]asuryā nāma te lokāḥ, andhena tamasāvṛtāḥ:BṛhadāraṇyakeIV, 4,14; weiterhin bloßalokasgenannt, sc.cakravālas, e. g.RaghuvaṃśeI, 68. — Vergl. die syntopischen ParallelenMahāvastuI, 230,Divyāvadānamp. 204,LalitavistarasV, v. 77. Irgendwie vermittelt ist diese Vorstellung bei den Scholastikern als Lehre vom Limbus rezipiert: »Juxta s. THOMAMlimbus Patrum et infernus qualitate quidem locorum differunt, at situ probabiliter sunt quasi idem tractus continuus, sic tamen, ut magno spatio una commoratio ab altera distet«; rursus: »Multi cum s. THOMAin spatio intermedio purgatorium situm esse censent«: VIDMAR, Comp. rep. theol. dogm. p. 599. — Eine gleiche Phraseologie vom Lichtglanze durch die ganze Welt etc. im langen Hymnus des syrischen Propheten EPHRAEMauf die Geburt des göttlichen Knaben.[112]Die spezielle Parallele hierzu im MAKARIOS, Apophthegm. ed. PRITIUSp. 266, bei εκ μερους τις θεωρει tτο προσωπον του ἑτερου, κτλ. — Die zehntausendfache Welt, wie die zehntausend Wesen imTao-te-kingKap. 16, passim, oder die homerischen δμωες μαλα μυριοι, Od. XVII, 422, s. v. a. unzählig manigfach, unendlich reich.

[56]Zum Unbestand cf. das Unzulänglich der 66. Rede, in fine; dann auch die 28., die, nebenbei gesagt, in der recht buddhistischen Einleitung zum 3. Buche derYājñavalkyasmṛtigut monographiert ist:gantrī vasumatī nāśam udadhir daivatāni cādi.— Es ist mit dem siam. Texteagammayatāzu lesen; die Varianteatammayatā‚Unmittelbarkeit‘ (vergl. die 137. Rede gegen Ende) passt hier nicht, wäresīlasmiṃ, wietammayoin der 47.,sīlamayoin der 78. Rede. AehnlichTejabindūpaniṣatv. 4:agamyagamyakartā: a0, yadanyair agamyaṃ sthalaṃ tad api prayatnena gamyaṃ karoti yaḥ saḥ.Desgl. MERSWIN, bei den Neun Felsen. — Der Spruch=Suttanipāto588, 757a b. Dieariyāvāsāgammayatāmag nach dem Ende der 53. Rede, p. 358,vijjāsampannegelten: die vorangehendepaṭipadāabercaraṇasampanne; beide zusammen alsovijjācaraṇasampanne.

[56]Zum Unbestand cf. das Unzulänglich der 66. Rede, in fine; dann auch die 28., die, nebenbei gesagt, in der recht buddhistischen Einleitung zum 3. Buche derYājñavalkyasmṛtigut monographiert ist:gantrī vasumatī nāśam udadhir daivatāni cādi.— Es ist mit dem siam. Texteagammayatāzu lesen; die Varianteatammayatā‚Unmittelbarkeit‘ (vergl. die 137. Rede gegen Ende) passt hier nicht, wäresīlasmiṃ, wietammayoin der 47.,sīlamayoin der 78. Rede. AehnlichTejabindūpaniṣatv. 4:agamyagamyakartā: a0, yadanyair agamyaṃ sthalaṃ tad api prayatnena gamyaṃ karoti yaḥ saḥ.Desgl. MERSWIN, bei den Neun Felsen. — Der Spruch=Suttanipāto588, 757a b. Dieariyāvāsāgammayatāmag nach dem Ende der 53. Rede, p. 358,vijjāsampannegelten: die vorangehendepaṭipadāabercaraṇasampanne; beide zusammen alsovijjācaraṇasampanne.

[57]Cf. das Gleichniss von den reflektierten Sonnenstrahlen,Saṃyuttakanikāyovol. V. p. 218.

[57]Cf. das Gleichniss von den reflektierten Sonnenstrahlen,Saṃyuttakanikāyovol. V. p. 218.

[58]Der letzte Absatz͠=BṛhadāraṇyakopaniṣatII, 4, letzter Absatz.Das Gesetz der Wandelbarkeit, von dem diese Rede handelt, arbeitet eigentlich schon mit den variablen Infinitesimalen, wie sie den Indern von alters her geläufig waren (cf.kuṭṭakādi); das selbe Gesetz wird in der 137sten, bei Darstellung der sechsunddreißig Fesselpfade, seinem Inhalte nach genau gekennzeichnet. Es ist, beiläufig bemerkt, auch von EPICHARMOSrichtig erkannt worden, Fragm. philos. Graec. ed. MULLACHvol. I. p. 142:εν μεταλλαγᾳ δε παντες εντι παντα τον χρονον·ὁ δε μεταλλασσει κατα φυτιν κωυποκ’ εν τωυτῳ μενει.Desgleichen von SENECAin seinem durchaus indischen 36. Briefe: omnia quae videntur perire mutari.

[58]Der letzte Absatz͠=BṛhadāraṇyakopaniṣatII, 4, letzter Absatz.

Das Gesetz der Wandelbarkeit, von dem diese Rede handelt, arbeitet eigentlich schon mit den variablen Infinitesimalen, wie sie den Indern von alters her geläufig waren (cf.kuṭṭakādi); das selbe Gesetz wird in der 137sten, bei Darstellung der sechsunddreißig Fesselpfade, seinem Inhalte nach genau gekennzeichnet. Es ist, beiläufig bemerkt, auch von EPICHARMOSrichtig erkannt worden, Fragm. philos. Graec. ed. MULLACHvol. I. p. 142:

εν μεταλλαγᾳ δε παντες εντι παντα τον χρονον·ὁ δε μεταλλασσει κατα φυτιν κωυποκ’ εν τωυτῳ μενει.

εν μεταλλαγᾳ δε παντες εντι παντα τον χρονον·ὁ δε μεταλλασσει κατα φυτιν κωυποκ’ εν τωυτῳ μενει.

εν μεταλλαγᾳ δε παντες εντι παντα τον χρονον·ὁ δε μεταλλασσει κατα φυτιν κωυποκ’ εν τωυτῳ μενει.

εν μεταλλαγᾳ δε παντες εντι παντα τον χρονον·

ὁ δε μεταλλασσει κατα φυτιν κωυποκ’ εν τωυτῳ μενει.

Desgleichen von SENECAin seinem durchaus indischen 36. Briefe: omnia quae videntur perire mutari.

[59]Mitantamaso mālāguṇaparikkhittā pi, bis herab zu der blumengeschmückten Tänzerin, vergl. man die Paralleleantamaso tiracchānagatāya[*]pi, bis herab zur thierischen Liebe, nämlich mit einer Dirne — nicht etwa „mit einem Thier“, wie noch OLDENBERGhat, Buddha, 3. Aufl. S. 401, nach SPIEGEL,Kammavākyamp. 9, etc. Diese Berichtigung stammt von ROBERTL’ORANGE.

[59]Mitantamaso mālāguṇaparikkhittā pi, bis herab zu der blumengeschmückten Tänzerin, vergl. man die Paralleleantamaso tiracchānagatāya[*]pi, bis herab zur thierischen Liebe, nämlich mit einer Dirne — nicht etwa „mit einem Thier“, wie noch OLDENBERGhat, Buddha, 3. Aufl. S. 401, nach SPIEGEL,Kammavākyamp. 9, etc. Diese Berichtigung stammt von ROBERTL’ORANGE.

[*]tiracchānagatā=gemeine Person, cf.:tiracchānakatthā=gemeines Gespräch.

[*]tiracchānagatā=gemeine Person, cf.:tiracchānakatthā=gemeines Gespräch.

[60]Vergl.YājñavalkyadharmaśāstreII, 77:na dadāti ca yaḥ sākṣyaṃ jānannapietc.

[60]Vergl.YājñavalkyadharmaśāstreII, 77:na dadāti ca yaḥ sākṣyaṃ jānannapietc.

[61]Κρατης λεγεται ὁ Θηβαιος τοις στασιαζουσιν οικοις επιφοιτων λογοις ειρηνης διακρινειν τας εριδας.

[61]Κρατης λεγεται ὁ Θηβαιος τοις στασιαζουσιν οικοις επιφοιτων λογοις ειρηνης διακρινειν τας εριδας.

[62]Ein solches Betragen wie hier dargestellt, und wie es Asoko vom ersten bis zum letzten seiner Edikte praktisch verherrlicht, hat PLATONals Orphisches Leben beschrieben; wozu ERASMUSin den Adagia s. v. sehr schön bemerkt: »Orphicam vitam PLATOlibro de legibus sexto [p. 782] dixit vitam innoxiam, et a luxu sanguinolentisque dapibus puram. — Videtur ORPHEUShoc connatus apud Thraces, quod PYTHAGORAStentavit apud Ionios, NUMAapud Romanos.« Unter den Thrakern sind vornehmlich die asketischen Κτισται zu verstehn, von denen POSEIDINIOS, bei STRABOp. 296, ausführlich berichtet und sie δικαιοτατους ανθρωπους nennt.[**]In diesem Zusammenhange darf hier noch an die trefflichen beiden Reden PLUTARCHSüber die Sarkophagie erinnert und endlich auch der drei Merkmale gedacht werden, die MANES, der Brāhmane und Jünger desBuddas, als welchen ihn SUIDASbezeichnet, dem Christenthum viel zu edel und unkirchlich zugrunde legen mochte.

[62]Ein solches Betragen wie hier dargestellt, und wie es Asoko vom ersten bis zum letzten seiner Edikte praktisch verherrlicht, hat PLATONals Orphisches Leben beschrieben; wozu ERASMUSin den Adagia s. v. sehr schön bemerkt: »Orphicam vitam PLATOlibro de legibus sexto [p. 782] dixit vitam innoxiam, et a luxu sanguinolentisque dapibus puram. — Videtur ORPHEUShoc connatus apud Thraces, quod PYTHAGORAStentavit apud Ionios, NUMAapud Romanos.« Unter den Thrakern sind vornehmlich die asketischen Κτισται zu verstehn, von denen POSEIDINIOS, bei STRABOp. 296, ausführlich berichtet und sie δικαιοτατους ανθρωπους nennt.[**]In diesem Zusammenhange darf hier noch an die trefflichen beiden Reden PLUTARCHSüber die Sarkophagie erinnert und endlich auch der drei Merkmale gedacht werden, die MANES, der Brāhmane und Jünger desBuddas, als welchen ihn SUIDASbezeichnet, dem Christenthum viel zu edel und unkirchlich zugrunde legen mochte.

[**]Das Lob jener rechtschaffenen Menschen ist schon in der Ilias XIII Anf. gepriesen, bei STRABOnur wiederholt.

[**]Das Lob jener rechtschaffenen Menschen ist schon in der Ilias XIII Anf. gepriesen, bei STRABOnur wiederholt.

[63]atthi yiṭṭham=yaṣṭavyam iti nirṇayas, 60. Kap.S̀āntiparvaṇi.

[63]atthi yiṭṭham=yaṣṭavyam iti nirṇayas, 60. Kap.S̀āntiparvaṇi.

[64]Es ist richtig, wie vol. I. p. 390, passim, 0bajjhamzu lesen. Zum Begriffe despariniṭṭhitabhāvocf. denpariniṣṭhitakāryasimS̀āntiparva, loc. cit. v. 20. — Das heilsame Bemühn ähnlich bei PINDAR, letzte Pythionike i. f.: ει δε τις ολβος εν ανθρωποισιν, ανευ καματου | ου φαινεται.

[64]Es ist richtig, wie vol. I. p. 390, passim, 0bajjhamzu lesen. Zum Begriffe despariniṭṭhitabhāvocf. denpariniṣṭhitakāryasimS̀āntiparva, loc. cit. v. 20. — Das heilsame Bemühn ähnlich bei PINDAR, letzte Pythionike i. f.: ει δε τις ολβος εν ανθρωποισιν, ανευ καματου | ου φαινεται.

[65]Ausführung und Wiederholung gehört in die Sphäre des späterenVaipulyam.

[65]Ausführung und Wiederholung gehört in die Sphäre des späterenVaipulyam.

[66]Mit dem Inhalte dieser Rede ist die siebzehnte des ersten Bandes zu vergleichen; auch dasDvayatānupassanāsuttamdesSuttanipāto.Der Topus von der kurzen und von der ausgeführten Darstellung,saṉkhittenaundvitthārena, wie oben und oft gebraucht, ist auch bei Asoko auf seinem letzten Felsenedikte alssaṃkhitenaundvistat[e]nawiederzufinden.

[66]Mit dem Inhalte dieser Rede ist die siebzehnte des ersten Bandes zu vergleichen; auch dasDvayatānupassanāsuttamdesSuttanipāto.

Der Topus von der kurzen und von der ausgeführten Darstellung,saṉkhittenaundvitthārena, wie oben und oft gebraucht, ist auch bei Asoko auf seinem letzten Felsenedikte alssaṃkhitenaundvistat[e]nawiederzufinden.

[67]Aehnlich bei SENECA, epist. LXXV. i. f., des Weisen tranquillitas animi et, expulsis erroribus, absoluta libertas; non homines timere, non deos; in se ipsum habere maximam potestatem: inaestimabile bonum est suum fieri. Kürzer und noch genauer von DEMOKRITOSals σοφιη αθαμβος αξιη παντων gekennzeichnet, τιμιωτατη εουσα. — Vergl. Anm. 132;Lieder der Mönche v. 187.

[67]Aehnlich bei SENECA, epist. LXXV. i. f., des Weisen tranquillitas animi et, expulsis erroribus, absoluta libertas; non homines timere, non deos; in se ipsum habere maximam potestatem: inaestimabile bonum est suum fieri. Kürzer und noch genauer von DEMOKRITOSals σοφιη αθαμβος αξιη παντων gekennzeichnet, τιμιωτατη εουσα. — Vergl. Anm. 132;Lieder der Mönche v. 187.

[68]Vergl. die 9. Rede, S. 86 der Uebersetzung.

[68]Vergl. die 9. Rede, S. 86 der Uebersetzung.

[69]Der Text der P. T. S. ist hier, wie passim, unbrauchbar.

[69]Der Text der P. T. S. ist hier, wie passim, unbrauchbar.

[70]nāmarūpam, eindvaṃdvasamāsas, dessen letztes, nach indischem Usus wichtigere Glied voran zu übersetzen ist. — Die Erläuterungen der Kommentatoren, wieBuddhaghosoimVisuddhimaggo, haben natürlich wenig Werth; vielmehr die schönennāmarūpam-Parallelen und -Gleichnisse der alten Upanischaden, die man nach JACOBSUpaniṣadvākyakośasaufsuchen mag: wo eben wie bei uns »Bild und Begriff« überall zutrifft. Cf. auch Anmerkung 90 und Längere Sammlung Bd. II, S. 99.

[70]nāmarūpam, eindvaṃdvasamāsas, dessen letztes, nach indischem Usus wichtigere Glied voran zu übersetzen ist. — Die Erläuterungen der Kommentatoren, wieBuddhaghosoimVisuddhimaggo, haben natürlich wenig Werth; vielmehr die schönennāmarūpam-Parallelen und -Gleichnisse der alten Upanischaden, die man nach JACOBSUpaniṣadvākyakośasaufsuchen mag: wo eben wie bei uns »Bild und Begriff« überall zutrifft. Cf. auch Anmerkung 90 und Längere Sammlung Bd. II, S. 99.

[71]Vergl.MahābhāratamXIV, 44, 20:sarvaṃ kṛtaṃ vināśāntam, undYogasūtramII, 15:pariṇāmatāpasaṃskāraduḥkhair, guṇavṛttivirodhācca, sarvaṃ duḥkham eva vivekinaḥ.

[71]Vergl.MahābhāratamXIV, 44, 20:sarvaṃ kṛtaṃ vināśāntam, undYogasūtramII, 15:pariṇāmatāpasaṃskāraduḥkhair, guṇavṛttivirodhācca, sarvaṃ duḥkham eva vivekinaḥ.

[72]»alle crêatûre tragent inne bitterkeit«: ECKHARTp. 300.

[72]»alle crêatûre tragent inne bitterkeit«: ECKHARTp. 300.

[73]»each thing’s a thief« heißt es, positiv, im Timon IV, 3, gegen Ende.

[73]»each thing’s a thief« heißt es, positiv, im Timon IV, 3, gegen Ende.

[74]der Erderoberer,cakkavattī, schonMaitryupaniṣatI, 4 genannt und alssārvabhaumaserklärt; in späteren Zeiten dafürpṛthivīvallabhasallgemeinesvirudam. Cf. FLEETin der Epigraphia Indica vol. VI, p. 168, Anm. 6, zu welcher man nochVikramorvaśīyamIV, v. 19 beifügen mag, wo sich der König zu erkennen giebt alssvayaṃ vṛtaḥ patir dvābhyām,Urvaśyā ca bhuvā ca yaḥ.

[74]der Erderoberer,cakkavattī, schonMaitryupaniṣatI, 4 genannt und alssārvabhaumaserklärt; in späteren Zeiten dafürpṛthivīvallabhasallgemeinesvirudam. Cf. FLEETin der Epigraphia Indica vol. VI, p. 168, Anm. 6, zu welcher man nochVikramorvaśīyamIV, v. 19 beifügen mag, wo sich der König zu erkennen giebt als

svayaṃ vṛtaḥ patir dvābhyām,Urvaśyā ca bhuvā ca yaḥ.

svayaṃ vṛtaḥ patir dvābhyām,Urvaśyā ca bhuvā ca yaḥ.

svayaṃ vṛtaḥ patir dvābhyām,Urvaśyā ca bhuvā ca yaḥ.

svayaṃ vṛtaḥ patir dvābhyām,

Urvaśyā ca bhuvā ca yaḥ.

[75]sakkattaṃ, mārattam, brahmattaṃ kareyya.— »Ich weiz wol, kein vrouwe mac zuo dem himel komen, si enwerde ê ein man. Daz sult ir alsô verstân: sie müezen menlîchiu werc wirken unde müezen menlîchiu herzen hân mit voller kraft, daz sie in selber mügen widerstân und allen gebresthaften dingen«: Schwester KATREIzu ECKHART, p. 456. Das ewig Weibliche, das Jungfrauengemüth ist denn auch bei ECKHARTnur Vorstufe zur höheren Entwickelung, eine Phase des zunehmenden Menschen, p. 346.

[75]sakkattaṃ, mārattam, brahmattaṃ kareyya.— »Ich weiz wol, kein vrouwe mac zuo dem himel komen, si enwerde ê ein man. Daz sult ir alsô verstân: sie müezen menlîchiu werc wirken unde müezen menlîchiu herzen hân mit voller kraft, daz sie in selber mügen widerstân und allen gebresthaften dingen«: Schwester KATREIzu ECKHART, p. 456. Das ewig Weibliche, das Jungfrauengemüth ist denn auch bei ECKHARTnur Vorstufe zur höheren Entwickelung, eine Phase des zunehmenden Menschen, p. 346.

[76]Ein gleicher TitelreichthumDīghanikāyoI, 1, Ende; vergl. die Wiener Zeitschr. f. d. Kunde d. Morgenl. XI, 159 f.Ein quasi signaculum despaṭiccasamuppādo(S. 164 f.) findet sich, recht auffällig, in den auch sonst so merkwürdigen, schönen Episteln JACOBI, und zwar 1,14,15, worauf mich DELORENZOhingewiesen. Gerade diese Stelle aber hat der aegyptische ANTONIOSinniger Betrachtung empfohlen, bei ATHANASIOSp. 32. Besser noch freilich hat der Pythagoriker BRYSONmit indischer, oder sagen wir kantischer Konzinnität die kausale Verkettung gelehrt: Οὑτως εχει ποτ’ αλλαλα τ’ ανθρωπινα πραγματα καθαπερ και τας ἁλυτιος τοι κρικοι. τηνοι τε γαρ εξ αλλαλων αρτηνται, αλλαλοις τ’ ακολουθιοντι, και ἑνος εξ αυτων ἑλκυσθεντος ὁποιου δη ποκα το τε ὁλον και τα εξ αρχας ακολουθει· και των τω βιω δε πραγματων ὁποια αν βουλῃ ἑλεσθαι, εὑρησεις και τα λοιπα εξ αναγκας κατα το ἑξης αλλαλοις ἑπομενα. — Και τ’ αλλα δε παντα, μαστευομενος και ανερευνων, οὑτως εὑρησεις εχοντα ποτ’ αλλαλα. STOB. Flor. LXXXV. 15. — Dieṭhānāṭṭhānakusalata, Kunde des Möglichen und Unmöglichen, in dieser Rede theils ungemischt, theils mythisch versetzt überliefert, erscheint im Christenthum als Kenntniss der futuribilia scholastisch dogmatisiert.

[76]Ein gleicher TitelreichthumDīghanikāyoI, 1, Ende; vergl. die Wiener Zeitschr. f. d. Kunde d. Morgenl. XI, 159 f.

Ein quasi signaculum despaṭiccasamuppādo(S. 164 f.) findet sich, recht auffällig, in den auch sonst so merkwürdigen, schönen Episteln JACOBI, und zwar 1,14,15, worauf mich DELORENZOhingewiesen. Gerade diese Stelle aber hat der aegyptische ANTONIOSinniger Betrachtung empfohlen, bei ATHANASIOSp. 32. Besser noch freilich hat der Pythagoriker BRYSONmit indischer, oder sagen wir kantischer Konzinnität die kausale Verkettung gelehrt: Οὑτως εχει ποτ’ αλλαλα τ’ ανθρωπινα πραγματα καθαπερ και τας ἁλυτιος τοι κρικοι. τηνοι τε γαρ εξ αλλαλων αρτηνται, αλλαλοις τ’ ακολουθιοντι, και ἑνος εξ αυτων ἑλκυσθεντος ὁποιου δη ποκα το τε ὁλον και τα εξ αρχας ακολουθει· και των τω βιω δε πραγματων ὁποια αν βουλῃ ἑλεσθαι, εὑρησεις και τα λοιπα εξ αναγκας κατα το ἑξης αλλαλοις ἑπομενα. — Και τ’ αλλα δε παντα, μαστευομενος και ανερευνων, οὑτως εὑρησεις εχοντα ποτ’ αλλαλα. STOB. Flor. LXXXV. 15. — Dieṭhānāṭṭhānakusalata, Kunde des Möglichen und Unmöglichen, in dieser Rede theils ungemischt, theils mythisch versetzt überliefert, erscheint im Christenthum als Kenntniss der futuribilia scholastisch dogmatisiert.

[77]Der siam. Text hat richtigimassa kho pana bhikkhave Isigilissa pabbatassa.

[77]Der siam. Text hat richtigimassa kho pana bhikkhave Isigilissa pabbatassa.

[78]paccekabuddhā.

[78]paccekabuddhā.

[79]Es wirdNīpozu lesen sein; cf.Theragāthā84. Der Name kommt schon in derṚksaṃhitāund dann öfters imBhāratamund in denPurāṇenvor.

[79]Es wirdNīpozu lesen sein; cf.Theragāthā84. Der Name kommt schon in derṚksaṃhitāund dann öfters imBhāratamund in denPurāṇenvor.

[80]Die außerhalb des Textes angefügte Liste ist tertiäre Zuthat; das Intermezzo an sich apokryphe Improvisation. Doch braucht man darum den Begriff despaccekabuddhonicht etwa schlechthin als mythisch zu betrachten, darf ihn vielmehr im ächt antiken Sinne mit SOKRATESdahin auslegen, ὁτι τον σοφον αυτον αὑτῳ μαλιστα δει σοφον ειναι, wie er es im größeren Hippias als uralte Maxime giebt. Vergl. auch Lieder der Mönche S. 241 Anm.; und als Parallele hierzu die S. ROSALIA, Breviar. Rom. 4. Sept.

[80]Die außerhalb des Textes angefügte Liste ist tertiäre Zuthat; das Intermezzo an sich apokryphe Improvisation. Doch braucht man darum den Begriff despaccekabuddhonicht etwa schlechthin als mythisch zu betrachten, darf ihn vielmehr im ächt antiken Sinne mit SOKRATESdahin auslegen, ὁτι τον σοφον αυτον αὑτῳ μαλιστα δει σοφον ειναι, wie er es im größeren Hippias als uralte Maxime giebt. Vergl. auch Lieder der Mönche S. 241 Anm.; und als Parallele hierzu die S. ROSALIA, Breviar. Rom. 4. Sept.

[81]Die Redner der Regenzeit sind irreguläre Asketen, die nur während dieser drei Monate Genossenschaften bilden. — Vergl. die 77. Rede, S. 316 der Uebersetzung.Mit demdvayaṃ,sāsavañcānāsavañca, S. 174–179, vergl. dasmano dvividhaṃ,śuddhañcāśuddhañca, unddhyānaṃ saguṇaṃ nirguṇaṃ,Maitriśāṇḍilyādyup. Zumariyamaggo, dem heiligen Wege, cf. denparamahaṃsamārgasder Upanischaden; auch PINDARSverwandten Ausdruck ει δε νοῳ τις εχει θνατων αλαθειας ὁδον, v. 103 der 3. Pythionike, sowie ECKHARTS»ûf dem wege stên zur êwigen sêlikeit«, p. 128.Der Titel der Rede ist von ungefähr demCātvāriṃśam brāhmaṇam, dasPāṇiniskannte, beigeordnet. — Nach Form und Gehalt verschieden, aber quasi quossum analog ist des IACOBUSSARUGENSISdritte Homilie mit der Auflösung der Zahl Vierzig in vier Elemente u. a. m., alter Ueberlieferung folgend, beschäftigt, bei ZINGERLES. 29–36. »Quadragenarium numerum ueteres magna obseruatione colebant«, hat AGRIPPArichtig bemerkt.

[81]Die Redner der Regenzeit sind irreguläre Asketen, die nur während dieser drei Monate Genossenschaften bilden. — Vergl. die 77. Rede, S. 316 der Uebersetzung.

Mit demdvayaṃ,sāsavañcānāsavañca, S. 174–179, vergl. dasmano dvividhaṃ,śuddhañcāśuddhañca, unddhyānaṃ saguṇaṃ nirguṇaṃ,Maitriśāṇḍilyādyup. Zumariyamaggo, dem heiligen Wege, cf. denparamahaṃsamārgasder Upanischaden; auch PINDARSverwandten Ausdruck ει δε νοῳ τις εχει θνατων αλαθειας ὁδον, v. 103 der 3. Pythionike, sowie ECKHARTS»ûf dem wege stên zur êwigen sêlikeit«, p. 128.

Der Titel der Rede ist von ungefähr demCātvāriṃśam brāhmaṇam, dasPāṇiniskannte, beigeordnet. — Nach Form und Gehalt verschieden, aber quasi quossum analog ist des IACOBUSSARUGENSISdritte Homilie mit der Auflösung der Zahl Vierzig in vier Elemente u. a. m., alter Ueberlieferung folgend, beschäftigt, bei ZINGERLES. 29–36. »Quadragenarium numerum ueteres magna obseruatione colebant«, hat AGRIPPArichtig bemerkt.

[82]Zur Offenbarung: nämlich der Ordensregel; und zwar im Herbste, am Ende der Regenzeit, zum letzen Mal vor Beginn der Wanderschaft. Vergl. die 108. Rede, S. 86, und die 65., S. 167 der Uebersetzung. — Eine gleiche Einrichtung hatte S. FRANCESCOalljährlich für Pfingsten getroffen.Im allgemeinen zur Mondnacht cf. die 32. u. 146. Rede,DīghanikāyoNo. 2, Lieder der Mönche v. 1234. Der ganze Zauber der herbstlichen Lunarien, wie er da und sonst mit ein paar Strichen angedeutet, ist in eine GemmeKālidāsas’meisterhaft eingeschnitten,ṚtusaṃhāramIII, 22:S̀aradi kumudasaṉgād vāyavo vānti śītā,vigatajaladavṛndā digvibhāgā manojñaḥ,vigatakaluṣam ambhaḥ śyānapaṉkā dharitrī,vimalakiraṇacandraṃ vyoma tārāvicitram.

[82]Zur Offenbarung: nämlich der Ordensregel; und zwar im Herbste, am Ende der Regenzeit, zum letzen Mal vor Beginn der Wanderschaft. Vergl. die 108. Rede, S. 86, und die 65., S. 167 der Uebersetzung. — Eine gleiche Einrichtung hatte S. FRANCESCOalljährlich für Pfingsten getroffen.

Im allgemeinen zur Mondnacht cf. die 32. u. 146. Rede,DīghanikāyoNo. 2, Lieder der Mönche v. 1234. Der ganze Zauber der herbstlichen Lunarien, wie er da und sonst mit ein paar Strichen angedeutet, ist in eine GemmeKālidāsas’meisterhaft eingeschnitten,ṚtusaṃhāramIII, 22:

S̀aradi kumudasaṉgād vāyavo vānti śītā,vigatajaladavṛndā digvibhāgā manojñaḥ,vigatakaluṣam ambhaḥ śyānapaṉkā dharitrī,vimalakiraṇacandraṃ vyoma tārāvicitram.

S̀aradi kumudasaṉgād vāyavo vānti śītā,vigatajaladavṛndā digvibhāgā manojñaḥ,vigatakaluṣam ambhaḥ śyānapaṉkā dharitrī,vimalakiraṇacandraṃ vyoma tārāvicitram.

S̀aradi kumudasaṉgād vāyavo vānti śītā,vigatajaladavṛndā digvibhāgā manojñaḥ,vigatakaluṣam ambhaḥ śyānapaṉkā dharitrī,vimalakiraṇacandraṃ vyoma tārāvicitram.

S̀aradi kumudasaṉgād vāyavo vānti śītā,

vigatajaladavṛndā digvibhāgā manojñaḥ,

vigatakaluṣam ambhaḥ śyānapaṉkā dharitrī,

vimalakiraṇacandraṃ vyoma tārāvicitram.

[83]Cf. Lieder der Mönche Seite 276 Anm. 1.

[83]Cf. Lieder der Mönche Seite 276 Anm. 1.

[84]Cf. BERNARDICASINENSISSpeculum monachorum I, 1,1,2: »Omnium bonorum operum officina cella est et stabilis perseverantia.« — »Impossibile est hominem fideliter figere in uno animum suum, qui non prius in aliquo loco perseveranter affixerit corpus suum.«Vergl. noch PASCAL, Pensées I, 7,1: »C’est pourquoi... j’ai souvent dit que tout le malheur des hommes vient de ne savoir pas se tenir en repos dans une chambre.«

[84]Cf. BERNARDICASINENSISSpeculum monachorum I, 1,1,2: »Omnium bonorum operum officina cella est et stabilis perseverantia.« — »Impossibile est hominem fideliter figere in uno animum suum, qui non prius in aliquo loco perseveranter affixerit corpus suum.«Vergl. noch PASCAL, Pensées I, 7,1: »C’est pourquoi... j’ai souvent dit que tout le malheur des hommes vient de ne savoir pas se tenir en repos dans une chambre.«

[85]Est dies, in quo color in alium colorem mutatur, et pro colore vitae color mortuorum induitur: EPHRAEMICarmen Nisibenum ultimum, ed. BICKELL77,11.

[85]Est dies, in quo color in alium colorem mutatur, et pro colore vitae color mortuorum induitur: EPHRAEMICarmen Nisibenum ultimum, ed. BICKELL77,11.

[86]Αποβλεψατε γαρ προς το τελος ἑκαστου των γενομεμων βασιλεων, ὁτι τον κοινον πασι θανατον απεθανον: IUSTINUSMartyr, Apol. 1, 18.

[86]Αποβλεψατε γαρ προς το τελος ἑκαστου των γενομεμων βασιλεων, ὁτι τον κοινον πασι θανατον απεθανον: IUSTINUSMartyr, Apol. 1, 18.

[87]Das selbe Gleichniss behandelt MAKARIOSim 1. Th. der 20. Homilie.

[87]Das selbe Gleichniss behandelt MAKARIOSim 1. Th. der 20. Homilie.

[88]Cf. das vedische Gleichniss, e. g.BṛhadāraṇyakamII, 4,11,Sayathā sarvāsām apāṃ samudra ekāyanam evamādi; PraśnopaniṣatVI, 5,Sayathemā nadyaḥ syandamānāḥ samudrāyaṇāḥ samudraṃ prāpyās taṃ gacchanti, bhidyete tāsāṃ nāmarūpe, samudra ityevaṃ procyate, etc.; und ebensoTao-te-kingKap. 32 i. f., MERSWIN, Neun Felsen p. 138. — Vergl. Ilias XXI, 195–197: βαθυρρειταο μεγα σθενος Ωκεανοιο, εξ οὑ περ παντες ποταμοι και πασα θαλασσα και πασαι κρηναι και φρειατα μακρα ναουσιν.

[88]Cf. das vedische Gleichniss, e. g.BṛhadāraṇyakamII, 4,11,Sayathā sarvāsām apāṃ samudra ekāyanam evamādi; PraśnopaniṣatVI, 5,Sayathemā nadyaḥ syandamānāḥ samudrāyaṇāḥ samudraṃ prāpyās taṃ gacchanti, bhidyete tāsāṃ nāmarūpe, samudra ityevaṃ procyate, etc.; und ebensoTao-te-kingKap. 32 i. f., MERSWIN, Neun Felsen p. 138. — Vergl. Ilias XXI, 195–197: βαθυρρειταο μεγα σθενος Ωκεανοιο, εξ οὑ περ παντες ποταμοι και πασα θαλασσα και πασαι κρηναι και φρειατα μακρα ναουσιν.

[89]Holzscheit und Reibholz stellen das vedische und ebenso altgriechische Feuerzeug dar, wie es z. B. des SOPHOKLESPhiloktet bei sich in der Höhle verwahrt, v. 36. Der erste Feuerreiber ist bekanntlich Prometheus,pramanthayas, gewesen, dessen Thätigkeit von DIOGENES, im Widerspruch zur dichterischen Darstellung aber im Einklang mit unserem obigen Gleichnisse, als eine unheilsame bezeichnet wurde, δια την εὑρεσιν και μεταδοσιν του πυρος, ὡς αρχην τουτ’ ον και αφορμην τοις ανθρωοις μαλακιας και τρυφης, bei MULLACH, Fragm. philos. Graec. vol. II. p. 327.

[89]Holzscheit und Reibholz stellen das vedische und ebenso altgriechische Feuerzeug dar, wie es z. B. des SOPHOKLESPhiloktet bei sich in der Höhle verwahrt, v. 36. Der erste Feuerreiber ist bekanntlich Prometheus,pramanthayas, gewesen, dessen Thätigkeit von DIOGENES, im Widerspruch zur dichterischen Darstellung aber im Einklang mit unserem obigen Gleichnisse, als eine unheilsame bezeichnet wurde, δια την εὑρεσιν και μεταδοσιν του πυρος, ὡς αρχην τουτ’ ον και αφορμην τοις ανθρωοις μαλακιας και τρυφης, bei MULLACH, Fragm. philos. Graec. vol. II. p. 327.

[90]Και ὡσπερ τι παιδιον μικρᾳ ψηφιδι τειχος βεβληκος ουδεν ηνησεν, κτλ.: MAKARIOS, De elevatione mentis cap. XVI.

[90]Και ὡσπερ τι παιδιον μικρᾳ ψηφιδι τειχος βεβληκος ουδεν ηνησεν, κτλ.: MAKARIOS, De elevatione mentis cap. XVI.

[91]Diese hier dargebotenen drei Doppelgleichnisse können als meisterliche Ausführung vonBṛhadāraṇyakamI, 5, Ende gelten, so zu sagen als Auflösung des dort gegebenen Siegels:Tasmād ekam eva vrataṃ caret, prāṇyāccaivāpānyācca, nenmā pāpmā mṛtyur āpnuvad: iti yadyucaret samāpipayiṣet.— Cf. noch S. FRANCESCO, bei CELANOI, 16: Docebat eos non solum mortificare vitia et carnis incentiva reprimere, verum etiam et ipsos exteriores sensus, per quos mors intrat ad animam.

[91]Diese hier dargebotenen drei Doppelgleichnisse können als meisterliche Ausführung vonBṛhadāraṇyakamI, 5, Ende gelten, so zu sagen als Auflösung des dort gegebenen Siegels:Tasmād ekam eva vrataṃ caret, prāṇyāccaivāpānyācca, nenmā pāpmā mṛtyur āpnuvad: iti yadyucaret samāpipayiṣet.— Cf. noch S. FRANCESCO, bei CELANOI, 16: Docebat eos non solum mortificare vitia et carnis incentiva reprimere, verum etiam et ipsos exteriores sensus, per quos mors intrat ad animam.

[92]So auch das sokratische Gleichniss von den vollen Fässern, im Gorgias p. 493/4.

[92]So auch das sokratische Gleichniss von den vollen Fässern, im Gorgias p. 493/4.

[93]Vergl.Kaṭhādyup.III, 3:Ātmānaṃ rathinaṃ viddhi|śarīraṃ ratham eva tu|buddhin tu sārathiṃ viddhi|manaḥ pragraham eva ca|. — S. BERNARDUS, Serm. 49 i. m.: »Est ergo discretio non tam virtus quam quaedam moderatrix etauriga virtutumordinatrixque affectuum et morum doctrix.« Das selbe ritterliche Gleichniss »discretio auriga virtutum« von S. FRANCESCOgebraucht, bei BONAVENTURAcap. 5 in med. Vor ihnen schon vom säligen MAKARIOS, ed. PRITIUS, Homil. 15 § 34 & 40 § 5 i. f., και γαρ ὁ νους ἡνιοχος εστι κτλ. Und wiederum auch bei PLATON, e. g. im Phaidros p. 247.

[93]Vergl.Kaṭhādyup.III, 3:Ātmānaṃ rathinaṃ viddhi|śarīraṃ ratham eva tu|buddhin tu sārathiṃ viddhi|manaḥ pragraham eva ca|. — S. BERNARDUS, Serm. 49 i. m.: »Est ergo discretio non tam virtus quam quaedam moderatrix etauriga virtutumordinatrixque affectuum et morum doctrix.« Das selbe ritterliche Gleichniss »discretio auriga virtutum« von S. FRANCESCOgebraucht, bei BONAVENTURAcap. 5 in med. Vor ihnen schon vom säligen MAKARIOS, ed. PRITIUS, Homil. 15 § 34 & 40 § 5 i. f., και γαρ ὁ νους ἡνιοχος εστι κτλ. Und wiederum auch bei PLATON, e. g. im Phaidros p. 247.

[94]Lies hierarati-r-atisaho.

[94]Lies hierarati-r-atisaho.

[95]Die klassische Leichenbetrachtung, wie oben S. 199 f., mit dem Ende »Gebeine, verwest, in Staub zerfallen«, erinnert an die grandiose Szene in SENECASHercules Oetaeus i. f., wo Alcmena mit der Aschenurne ihres Sohnes im Arme auftritt:Timete, Superi, fata: tam parvus cinisHerculeus est: huc ille decrevit gigas.O quanta, Titan, in nihil moles abit:Anilis, heu me, recipit Alciden sinus.Hic tumulus illi est. Ecce, vix totam HerculesComplevit urnam; quam leve est pondus mihi,Cui totus aether pondus incubuit leve.Kürzer gefasst im Hamlet, Todtengräberszene, Schlussverse:Imperious Caesar, dead and turn’d to clay,Might stop a hole to keep the wind away:O, that that earth which kept the world in aweShould patch a wall t’expel the winter’s flaw!Auch GOETHESGeistesgruß klingt hier an.

[95]Die klassische Leichenbetrachtung, wie oben S. 199 f., mit dem Ende »Gebeine, verwest, in Staub zerfallen«, erinnert an die grandiose Szene in SENECASHercules Oetaeus i. f., wo Alcmena mit der Aschenurne ihres Sohnes im Arme auftritt:

Timete, Superi, fata: tam parvus cinisHerculeus est: huc ille decrevit gigas.O quanta, Titan, in nihil moles abit:Anilis, heu me, recipit Alciden sinus.Hic tumulus illi est. Ecce, vix totam HerculesComplevit urnam; quam leve est pondus mihi,Cui totus aether pondus incubuit leve.

Timete, Superi, fata: tam parvus cinisHerculeus est: huc ille decrevit gigas.O quanta, Titan, in nihil moles abit:Anilis, heu me, recipit Alciden sinus.Hic tumulus illi est. Ecce, vix totam HerculesComplevit urnam; quam leve est pondus mihi,Cui totus aether pondus incubuit leve.

Timete, Superi, fata: tam parvus cinisHerculeus est: huc ille decrevit gigas.O quanta, Titan, in nihil moles abit:Anilis, heu me, recipit Alciden sinus.Hic tumulus illi est. Ecce, vix totam HerculesComplevit urnam; quam leve est pondus mihi,Cui totus aether pondus incubuit leve.

Timete, Superi, fata: tam parvus cinis

Herculeus est: huc ille decrevit gigas.

O quanta, Titan, in nihil moles abit:

Anilis, heu me, recipit Alciden sinus.

Hic tumulus illi est. Ecce, vix totam Hercules

Complevit urnam; quam leve est pondus mihi,

Cui totus aether pondus incubuit leve.

Kürzer gefasst im Hamlet, Todtengräberszene, Schlussverse:

Imperious Caesar, dead and turn’d to clay,Might stop a hole to keep the wind away:O, that that earth which kept the world in aweShould patch a wall t’expel the winter’s flaw!

Imperious Caesar, dead and turn’d to clay,Might stop a hole to keep the wind away:O, that that earth which kept the world in aweShould patch a wall t’expel the winter’s flaw!

Imperious Caesar, dead and turn’d to clay,Might stop a hole to keep the wind away:O, that that earth which kept the world in aweShould patch a wall t’expel the winter’s flaw!

Imperious Caesar, dead and turn’d to clay,

Might stop a hole to keep the wind away:

O, that that earth which kept the world in awe

Should patch a wall t’expel the winter’s flaw!

Auch GOETHESGeistesgruß klingt hier an.

[96]Wie hier und oftdevā dīghāyukāhat EMPEDOKLESθεοι δολιχαιωνες, den αθανατοισιν HOMERSund der anderen entgegen, gesagt: ist also identische Uebersetzung. — Wenn man die vornehmlich indischen Bilder und Gleichnisse, in die EMPEDOKLESseine Lehre gekleidet hat, und nun noch das obige, an sich zwar belanglose, eben darum aber so vielsagende Paralipomenon betrachtet, lässt sich die Vermuthung eines auch historischen Zusammenhanges, bez. frühen Verkehrs zwischen Hindustan und Magna Graecia — durch Ariana-Media, Syrien-Aegypten — nicht mehr verschweigen.

[96]Wie hier und oftdevā dīghāyukāhat EMPEDOKLESθεοι δολιχαιωνες, den αθανατοισιν HOMERSund der anderen entgegen, gesagt: ist also identische Uebersetzung. — Wenn man die vornehmlich indischen Bilder und Gleichnisse, in die EMPEDOKLESseine Lehre gekleidet hat, und nun noch das obige, an sich zwar belanglose, eben darum aber so vielsagende Paralipomenon betrachtet, lässt sich die Vermuthung eines auch historischen Zusammenhanges, bez. frühen Verkehrs zwischen Hindustan und Magna Graecia — durch Ariana-Media, Syrien-Aegypten — nicht mehr verschweigen.

[97]paranimmitavasavattino devā͠=sa brahmaṇaḥ para etā bhavati... akṣayyam aparimitam anāmayaṃ sukham aśnute:MaitryupaniṣatIV, i. 4.

[97]paranimmitavasavattino devā͠=sa brahmaṇaḥ para etā bhavati... akṣayyam aparimitam anāmayaṃ sukham aśnute:MaitryupaniṣatIV, i. 4.

[98]Liesvā. — Nb. die Uebereinstimmung mit dem wunderbarenPuruṣasūktam,ṚgvedasX, 90,1:Sahasraśīrṣā puruṣaḥ... bhūmiṃ viśvato vṛtvā atyatiṣṭhad daśāṉgulaṃ.Die wahre Bedeutung vonvṛtvāhier ergiebt sich aus unserem entsprechendenpharitvā. Vergl. WESTERGAARDSRadices s. v.vṛNo. 4 ferre. —BhagavadgītāX, 42.

[98]Liesvā. — Nb. die Uebereinstimmung mit dem wunderbarenPuruṣasūktam,ṚgvedasX, 90,1:Sahasraśīrṣā puruṣaḥ... bhūmiṃ viśvato vṛtvā atyatiṣṭhad daśāṉgulaṃ.Die wahre Bedeutung vonvṛtvāhier ergiebt sich aus unserem entsprechendenpharitvā. Vergl. WESTERGAARDSRadices s. v.vṛNo. 4 ferre. —BhagavadgītāX, 42.

[99]Es ist das ursprünglichesubho jotimāwiederherzustellen, wie die ed. Siam., e. g. vol. II. p. 333, richtig hat. — Vergl.dosinā-jyotsnā.

[99]Es ist das ursprünglichesubho jotimāwiederherzustellen, wie die ed. Siam., e. g. vol. II. p. 333, richtig hat. — Vergl.dosinā-jyotsnā.

[100]Ebenso hat PINDARin der vierten Nemeonike i. f. ὁ χρυτος ἑψομενος αυγας εδειξεν ἁπασας, und die erste Olympionike begonnen: ὁ δε χρυσος αιθομενον πυρ ἁτε διαπρεπει νυκτι μεγανορος εξοχα πλουτου. Ein gleiches Bild dann bei unserem GOTTFRIED, Tristan, v. 12944f.:in dem tigele gebrantUnd geliutert als ein golt.

[100]Ebenso hat PINDARin der vierten Nemeonike i. f. ὁ χρυτος ἑψομενος αυγας εδειξεν ἁπασας, und die erste Olympionike begonnen: ὁ δε χρυσος αιθομενον πυρ ἁτε διαπρεπει νυκτι μεγανορος εξοχα πλουτου. Ein gleiches Bild dann bei unserem GOTTFRIED, Tristan, v. 12944f.:

in dem tigele gebrantUnd geliutert als ein golt.

in dem tigele gebrantUnd geliutert als ein golt.

in dem tigele gebrantUnd geliutert als ein golt.

in dem tigele gebrant

Und geliutert als ein golt.

[101]Das Leitmotiv dieser Rede, das Thema von der Allmacht der Uebung, wird auch am Ende vonGautamas’ Dharmaśāstramintoniert, beiManusVI, 80 phrasiert. Es ist im Abendlande vielleicht von keinem so innig erkannt und bekräftigt worden wie vom großen DIOGENES: ουδεν γε μην ελεγε το παραπαν εν τῳ βιῳ χωρις ασκητεως κατορθουσθαι, δυντην δε ταυτην παν εκνικησαι, DIOG. LAERT. VI, 71. Vor ihm hatte schon PERIANDROSgesagt: Μελετη το παν.Dem Verständnisse der Phaenomena vom tausendfachen Brahmā durch immer höhere und höhere Kreise bis zu den letzten Noumena möglicher Wahrnehmung kann, wie DELORENZObemerkt hat, unsere kantische Naturgeschichte und Theorie des Himmels als würdiger Eingang dienen.

[101]Das Leitmotiv dieser Rede, das Thema von der Allmacht der Uebung, wird auch am Ende vonGautamas’ Dharmaśāstramintoniert, beiManusVI, 80 phrasiert. Es ist im Abendlande vielleicht von keinem so innig erkannt und bekräftigt worden wie vom großen DIOGENES: ουδεν γε μην ελεγε το παραπαν εν τῳ βιῳ χωρις ασκητεως κατορθουσθαι, δυντην δε ταυτην παν εκνικησαι, DIOG. LAERT. VI, 71. Vor ihm hatte schon PERIANDROSgesagt: Μελετη το παν.

Dem Verständnisse der Phaenomena vom tausendfachen Brahmā durch immer höhere und höhere Kreise bis zu den letzten Noumena möglicher Wahrnehmung kann, wie DELORENZObemerkt hat, unsere kantische Naturgeschichte und Theorie des Himmels als würdiger Eingang dienen.

[102]Es ist, wie der siam. Text richtig hat,vigatavalikamundkhāṇukaṇṭakaddhānamzu lesen. Desgl.adhimuccatietc. etc. etc. — Vergl. die 127. Rede.

[102]Es ist, wie der siam. Text richtig hat,vigatavalikamundkhāṇukaṇṭakaddhānamzu lesen. Desgl.adhimuccatietc. etc. etc. — Vergl. die 127. Rede.

[103]Dieparisuddhā paramānuttarā suññatāfindet sich in einigen Upanischaden, wieTejabindūp. v. 11 alssarvaṃ tat paramaṃ śūnyam, Ātmaprabodhop.ed. Bomb. p. 397aādiśūnyas»Der Urarme«,Maitryup.II, 4sa vā eṣa śuddhaḥ pūtaḥ śūnyādi.Vergl. ECKHART, p. 418: »Daz ist diu allernêhste armuot des geistes, wan ez ist nieman rehte arm, wan der niht enwil unde niht enweiz unde niht enhât, weder ûzwendic noch inwendic.« Ib. 283: Diu hoehste, diu klâreste unde diu nêhste armuot; 22: Sîns selbes und aller dinge wüeste sîn; 27: »Aller stillest stân und aller lêrest ist dâ dîn allerbestez.« Etc. — Cf. noch zur Antwort auf Ānandos Frage, S. 219, das bündige Wort des MAKARIOSbei FLOSSp. 163: »melior omnibus est paupertas«; sowie die Anm. 214.

[103]Dieparisuddhā paramānuttarā suññatāfindet sich in einigen Upanischaden, wieTejabindūp. v. 11 alssarvaṃ tat paramaṃ śūnyam, Ātmaprabodhop.ed. Bomb. p. 397aādiśūnyas»Der Urarme«,Maitryup.II, 4sa vā eṣa śuddhaḥ pūtaḥ śūnyādi.

Vergl. ECKHART, p. 418: »Daz ist diu allernêhste armuot des geistes, wan ez ist nieman rehte arm, wan der niht enwil unde niht enweiz unde niht enhât, weder ûzwendic noch inwendic.« Ib. 283: Diu hoehste, diu klâreste unde diu nêhste armuot; 22: Sîns selbes und aller dinge wüeste sîn; 27: »Aller stillest stân und aller lêrest ist dâ dîn allerbestez.« Etc. — Cf. noch zur Antwort auf Ānandos Frage, S. 219, das bündige Wort des MAKARIOSbei FLOSSp. 163: »melior omnibus est paupertas«; sowie die Anm. 214.

[104]Mit dem siam. Textetattha tahāgatenazu lesen. — Aller Vorstellungen sich begeben: πτωχευσαι απο παντων των φαινομενων, MAKARIOS, Homil. XI § 6 i. f.; paupertatem colere, quasi coelestem vitam agere in terris, ab omni caducarum rerum cura et cupiditate alienam, nach BERNARDUS. Dieajjhattaṃ suññatā=der inwendigen Armuth, der Armuth des inneren Menschen, ECKHARTp. 280, 626.

[104]Mit dem siam. Textetattha tahāgatenazu lesen. — Aller Vorstellungen sich begeben: πτωχευσαι απο παντων των φαινομενων, MAKARIOS, Homil. XI § 6 i. f.; paupertatem colere, quasi coelestem vitam agere in terris, ab omni caducarum rerum cura et cupiditate alienam, nach BERNARDUS. Dieajjhattaṃ suññatā=der inwendigen Armuth, der Armuth des inneren Menschen, ECKHARTp. 280, 626.

[105]Zur Armuth innen und außen cf. den Gedanken PASCALSII, 17,82: »Si j’avais le coeur aussi pauvre que l’esprit, je serais bienheureux; car je suis merveilleusement persuadé que la pauvreté est un grand moyen pour faire son salut.« Die scheinbare Antinomie vom Aufnehmen der Armuth ist in den Versen eines großen, unendlich reichen asketischen, d. i. wohl eingeübten Geistes angemessen gelöst:La lieta povertà, fugiendo, acquistaOgni tesor, nè pensa come o quando;Secur nei boschi, in panni rozzi e bigi,Fuor d’obrigi, di cure e di letigi.Letzterem Hinweise, den ich DELORENZO, dem genauen Kenner MICHELANGELOS, verdanke, mag noch in diesem Zusammenhange die so anschauliche Illustration Meister ECKHARTS, p. 576, beigefügt sein: »Dar umbe sprach der, der in der kuofen blôz saz, zuo dem grôzen Alexander, der alle welt under ime hete: ‚ich bin‘, sprach er, ‚vil ein groezer herre denne dû bist; wan ich hân mêr versmêhet denne dû besezzen hâst. Daz dû grôz ahtest ze besitzenne, daz ist mir ze kleine ze versmêhenne.‘« Das Helldunkel einer solchen einmüthig erfahrenen indo-ārischen Armuth, die heiter über Kaiser und Könige wegblickt, findet man denn auch im Bildnisse eines kynischen Pilgers und kosmopolitischen Palitanten auf einem jüngst entdeckten pompejanischen Fresko zu Boscoreale und zwar voce melius beglaubigt, »daz ist wortelôs«.

[105]Zur Armuth innen und außen cf. den Gedanken PASCALSII, 17,82: »Si j’avais le coeur aussi pauvre que l’esprit, je serais bienheureux; car je suis merveilleusement persuadé que la pauvreté est un grand moyen pour faire son salut.« Die scheinbare Antinomie vom Aufnehmen der Armuth ist in den Versen eines großen, unendlich reichen asketischen, d. i. wohl eingeübten Geistes angemessen gelöst:

La lieta povertà, fugiendo, acquistaOgni tesor, nè pensa come o quando;Secur nei boschi, in panni rozzi e bigi,Fuor d’obrigi, di cure e di letigi.

La lieta povertà, fugiendo, acquistaOgni tesor, nè pensa come o quando;Secur nei boschi, in panni rozzi e bigi,Fuor d’obrigi, di cure e di letigi.

La lieta povertà, fugiendo, acquistaOgni tesor, nè pensa come o quando;Secur nei boschi, in panni rozzi e bigi,Fuor d’obrigi, di cure e di letigi.

La lieta povertà, fugiendo, acquista

Ogni tesor, nè pensa come o quando;

Secur nei boschi, in panni rozzi e bigi,

Fuor d’obrigi, di cure e di letigi.

Letzterem Hinweise, den ich DELORENZO, dem genauen Kenner MICHELANGELOS, verdanke, mag noch in diesem Zusammenhange die so anschauliche Illustration Meister ECKHARTS, p. 576, beigefügt sein: »Dar umbe sprach der, der in der kuofen blôz saz, zuo dem grôzen Alexander, der alle welt under ime hete: ‚ich bin‘, sprach er, ‚vil ein groezer herre denne dû bist; wan ich hân mêr versmêhet denne dû besezzen hâst. Daz dû grôz ahtest ze besitzenne, daz ist mir ze kleine ze versmêhenne.‘« Das Helldunkel einer solchen einmüthig erfahrenen indo-ārischen Armuth, die heiter über Kaiser und Könige wegblickt, findet man denn auch im Bildnisse eines kynischen Pilgers und kosmopolitischen Palitanten auf einem jüngst entdeckten pompejanischen Fresko zu Boscoreale und zwar voce melius beglaubigt, »daz ist wortelôs«.

[106]Der siam. Text hat richtigyo kho imesu pañcasu kāmaguṇesu chandarāgo so me appahīno.Etc. — Zur Selbsterforschung cf. die 15. u. 151. Rede͠=Aureum Pythagoreorum carmen v. 40–44.

[106]Der siam. Text hat richtigyo kho imesu pañcasu kāmaguṇesu chandarāgo so me appahīno.Etc. — Zur Selbsterforschung cf. die 15. u. 151. Rede͠=Aureum Pythagoreorum carmen v. 40–44.

[107]Der Text hat richtigsotum.

[107]Der Text hat richtigsotum.

[108]Liesmucchā nikāmayati.

[108]Liesmucchā nikāmayati.

[109]Der Schluss der Rede,yo sāro so ṭhassati, ist mit v. 204 der Lieder der Mönche,sāram buddhāna sāsanam, nebst Anmerkung zu vergleichen. — Ein ähnliches BildS̀āṭyāyanīyopaniṣadante:Ekākṣarapradātāraṃ|yo guruṃ nābhinandati|tasya śrutaṃ tathā jñānaṃ|sravatyāmaghaṭāmbuvat|; fernerVāsiṣṭhadharmaśāstreVI, 31 f.:Āmapātre yathā nyastaṃkṣīraṃ dadhi ghṛtaṃ madhuvinaśyet pātradaurlabhyāt,kṣatapātram rasāśca te:evaṃ gā vā hiraṇyaṃ vāvastram aśvaṃ mahīṃ tilānavidvān pratigṛhṇānobhasmībhavati kāṣṭhavat.DELORENZOweist mit Recht darauf hin, dass HORAZdas selbe, so anschaulich lehrreiche Gleichniss gewählt hat, im berühmten 2. Briefe des 1. Buches. Er schreibt mir: „Il versoSincerum est nisi vas, quodcumque infundis acescit allude proprio a vasi di creta; prima di tutto perchè i romani e i greci non adoperavano che tali vasi, e non di metallo, e poi perchè ORAZIOstesso alla fine della medesima epistola spiega ancor meglio il paragone con i versi:Nunc adbibe puroPectore verba, puer, nunc te melioribus offer.Quo semel est imbuta recens servabit odoremTesta diu.I quali versi corrispondono esattamente alla chiusa del discorso 122: »Darum aber mögt ihr mit Liebe mir begegnen und nicht mit Feindschaft; das wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen.«“Mit Liebe und nicht mit Feindschaft dem Meister begegnen, Gehör leihen u. s. w. hat MAKARIOSgetreu nachempfunden, bei FLOSSp. 205: Ου γαρ πιστευειν μονον δει Χριστῳ, αλλα και συμρασχειν αυτῳ:und AGATHONhat auch zugleich Vertrauen schlechthin wie oben S. 236–238 sehr besonnen als Ohnmacht und Unbill erkannt, ib. p. 151: Non est peior altera passio quam fiducia: genetrix est enim omnium passionum; convenit ergo operatio monacho non sumere fiduciam, vel si solus sit in cella.Die ewige Stille, S. 229 (asāmāyikam akuppam~asamayavimokhoNo. 29 i. f.), ist wohl zumeist von ECKHARTbeschrieben worden, theils in Paradoxen wie ‚Alle Beweglichkeit ist sterben‘, p. 536, oder ‚Ganze Ruhe ist Freiheit aller Bewegungen‘, 605, theils gegenüber der ‚Unstetigkeit und dem Sturme des Weltenflusses‘, 247, als ‚das Wesen in einer stillen Stillheit‘, 389; ferner als wesentliche Stillheit 668, heimliche Stillheit der Einigkeit 520, Tiefe der Stillheit 517, lautere Stillniss 120, unbewegliche Stillekeit 583, stete Stillheit 600, stille Ewigkeit 375, etc. Vergl. Anmerkung 195.Zur BezeichnungSakkerin dieser Rede undSakyerin der vorhergehenden sei bemerkt, dass die Namen, obwohl an sich identische Denominativa von √śak»vermögen«, insofern leicht differenziert erscheinen, als einige nördlichere Städte und Burgen wie etwa Kapilavatthu oder Devadaham stetig denSakkern, und wieder andere südlichere wie z. B. Nagarakam oder Metāḷumpam stetig denSakyernzugesprochen sind. Gotamo nennt seinen VaterSakko, in der 36. und 85. Rede: er selbst aber wird allgemeinSakyaputto, Sohn derSakyer, geheißen, so in der 41. Rede etc. Der engere KreisSakkos, des stolzenS̀akras’, als der er gegolten, und seinerSakker,S̀ākrer, mag sich immerhin dem umfassenderen derSakyer,S̀ākyer, eingeordnet haben, die Linie der Dynastie, der Zweig dem Stamme. Darum also haben auch die nächsten Verwandten Gotamos auf der Urneninschrift um die krystallene Phiole, die sie den Aschenresten ihres erlauchten Bruders gewidmet, sich selber alsSakyerbekannt:Das ist ein Leichenschrein des Erwachten, Erhabenen:Der Sakyer Stiftung, der Brüder mit Schwestern, mit Kindern und Frauen.Diesem nüchternen und doch beredten Epitaph ist wohl ferner noch zu entnehmen, dass die Brüder, bez. Halbbrüder Gotamos das ErbeSakkosgemeinsam angetreten hatten. Zerstörender Habsucht an 2400 Jahre verborgen wurde Urne und Phiole im Januar 1898 aus einem kostbar schützenden Topenhügel bei Piprāvā an der nepālischen Gränze ausgegraben und noch von BÜHLERals das erste historischeSakyer-Dokument erkannt, Journ. Roy. As. Soc. 1898 p. 389, die Inschrift aber erst von PISCHELim 56. Bande d. Zeitschr. deutsch. morgenländ. Ges. S. 157 f. richtig erklärt. — Der Unfug mit demS̀akaśākagargādibhyo yañist späterer Missverstand, wie die gute alteTheragāthā533 u. 536 zeigt.

[109]Der Schluss der Rede,yo sāro so ṭhassati, ist mit v. 204 der Lieder der Mönche,sāram buddhāna sāsanam, nebst Anmerkung zu vergleichen. — Ein ähnliches BildS̀āṭyāyanīyopaniṣadante:Ekākṣarapradātāraṃ|yo guruṃ nābhinandati|tasya śrutaṃ tathā jñānaṃ|sravatyāmaghaṭāmbuvat|; fernerVāsiṣṭhadharmaśāstreVI, 31 f.:

Āmapātre yathā nyastaṃkṣīraṃ dadhi ghṛtaṃ madhuvinaśyet pātradaurlabhyāt,kṣatapātram rasāśca te:evaṃ gā vā hiraṇyaṃ vāvastram aśvaṃ mahīṃ tilānavidvān pratigṛhṇānobhasmībhavati kāṣṭhavat.

Āmapātre yathā nyastaṃkṣīraṃ dadhi ghṛtaṃ madhuvinaśyet pātradaurlabhyāt,kṣatapātram rasāśca te:evaṃ gā vā hiraṇyaṃ vāvastram aśvaṃ mahīṃ tilānavidvān pratigṛhṇānobhasmībhavati kāṣṭhavat.

Āmapātre yathā nyastaṃkṣīraṃ dadhi ghṛtaṃ madhuvinaśyet pātradaurlabhyāt,kṣatapātram rasāśca te:evaṃ gā vā hiraṇyaṃ vāvastram aśvaṃ mahīṃ tilānavidvān pratigṛhṇānobhasmībhavati kāṣṭhavat.

Āmapātre yathā nyastaṃ

kṣīraṃ dadhi ghṛtaṃ madhu

vinaśyet pātradaurlabhyāt,

kṣatapātram rasāśca te:

evaṃ gā vā hiraṇyaṃ vā

vastram aśvaṃ mahīṃ tilān

avidvān pratigṛhṇāno

bhasmībhavati kāṣṭhavat.

DELORENZOweist mit Recht darauf hin, dass HORAZdas selbe, so anschaulich lehrreiche Gleichniss gewählt hat, im berühmten 2. Briefe des 1. Buches. Er schreibt mir: „Il verso

Sincerum est nisi vas, quodcumque infundis acescit allude proprio a vasi di creta; prima di tutto perchè i romani e i greci non adoperavano che tali vasi, e non di metallo, e poi perchè ORAZIOstesso alla fine della medesima epistola spiega ancor meglio il paragone con i versi:

Nunc adbibe puroPectore verba, puer, nunc te melioribus offer.Quo semel est imbuta recens servabit odoremTesta diu.

Nunc adbibe puroPectore verba, puer, nunc te melioribus offer.Quo semel est imbuta recens servabit odoremTesta diu.

Nunc adbibe puroPectore verba, puer, nunc te melioribus offer.Quo semel est imbuta recens servabit odoremTesta diu.

Nunc adbibe puro

Pectore verba, puer, nunc te melioribus offer.

Quo semel est imbuta recens servabit odorem

Testa diu.

I quali versi corrispondono esattamente alla chiusa del discorso 122: »Darum aber mögt ihr mit Liebe mir begegnen und nicht mit Feindschaft; das wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen.«“

Mit Liebe und nicht mit Feindschaft dem Meister begegnen, Gehör leihen u. s. w. hat MAKARIOSgetreu nachempfunden, bei FLOSSp. 205: Ου γαρ πιστευειν μονον δει Χριστῳ, αλλα και συμρασχειν αυτῳ:und AGATHONhat auch zugleich Vertrauen schlechthin wie oben S. 236–238 sehr besonnen als Ohnmacht und Unbill erkannt, ib. p. 151: Non est peior altera passio quam fiducia: genetrix est enim omnium passionum; convenit ergo operatio monacho non sumere fiduciam, vel si solus sit in cella.

Die ewige Stille, S. 229 (asāmāyikam akuppam~asamayavimokhoNo. 29 i. f.), ist wohl zumeist von ECKHARTbeschrieben worden, theils in Paradoxen wie ‚Alle Beweglichkeit ist sterben‘, p. 536, oder ‚Ganze Ruhe ist Freiheit aller Bewegungen‘, 605, theils gegenüber der ‚Unstetigkeit und dem Sturme des Weltenflusses‘, 247, als ‚das Wesen in einer stillen Stillheit‘, 389; ferner als wesentliche Stillheit 668, heimliche Stillheit der Einigkeit 520, Tiefe der Stillheit 517, lautere Stillniss 120, unbewegliche Stillekeit 583, stete Stillheit 600, stille Ewigkeit 375, etc. Vergl. Anmerkung 195.

Zur BezeichnungSakkerin dieser Rede undSakyerin der vorhergehenden sei bemerkt, dass die Namen, obwohl an sich identische Denominativa von √śak»vermögen«, insofern leicht differenziert erscheinen, als einige nördlichere Städte und Burgen wie etwa Kapilavatthu oder Devadaham stetig denSakkern, und wieder andere südlichere wie z. B. Nagarakam oder Metāḷumpam stetig denSakyernzugesprochen sind. Gotamo nennt seinen VaterSakko, in der 36. und 85. Rede: er selbst aber wird allgemeinSakyaputto, Sohn derSakyer, geheißen, so in der 41. Rede etc. Der engere KreisSakkos, des stolzenS̀akras’, als der er gegolten, und seinerSakker,S̀ākrer, mag sich immerhin dem umfassenderen derSakyer,S̀ākyer, eingeordnet haben, die Linie der Dynastie, der Zweig dem Stamme. Darum also haben auch die nächsten Verwandten Gotamos auf der Urneninschrift um die krystallene Phiole, die sie den Aschenresten ihres erlauchten Bruders gewidmet, sich selber alsSakyerbekannt:

Das ist ein Leichenschrein des Erwachten, Erhabenen:Der Sakyer Stiftung, der Brüder mit Schwestern, mit Kindern und Frauen.

Das ist ein Leichenschrein des Erwachten, Erhabenen:Der Sakyer Stiftung, der Brüder mit Schwestern, mit Kindern und Frauen.

Das ist ein Leichenschrein des Erwachten, Erhabenen:Der Sakyer Stiftung, der Brüder mit Schwestern, mit Kindern und Frauen.

Das ist ein Leichenschrein des Erwachten, Erhabenen:

Der Sakyer Stiftung, der Brüder mit Schwestern, mit Kindern und Frauen.

Diesem nüchternen und doch beredten Epitaph ist wohl ferner noch zu entnehmen, dass die Brüder, bez. Halbbrüder Gotamos das ErbeSakkosgemeinsam angetreten hatten. Zerstörender Habsucht an 2400 Jahre verborgen wurde Urne und Phiole im Januar 1898 aus einem kostbar schützenden Topenhügel bei Piprāvā an der nepālischen Gränze ausgegraben und noch von BÜHLERals das erste historischeSakyer-Dokument erkannt, Journ. Roy. As. Soc. 1898 p. 389, die Inschrift aber erst von PISCHELim 56. Bande d. Zeitschr. deutsch. morgenländ. Ges. S. 157 f. richtig erklärt. — Der Unfug mit demS̀akaśākagargādibhyo yañist späterer Missverstand, wie die gute alteTheragāthā533 u. 536 zeigt.

[110]Sälige Gestalt,tusito kāyo, im Reiche der Säligen Götter, vor der Herabkunft zur Erde. — Zubodhisatto, erwachsam, d. h. der Erwachung angeschlossen sein, ihr nachhängen, sie erringen, cf. die Anmerkung 5 des ersten Bandes. Asokos Eigenbericht auf dem VIII. Felsenedikte,Piyadasi rājā dasavasābhisito saṃto ayāya saṃbodhiṃ, entspricht sehr schön unserem Topus, e. g. erster Band l. c.,pubbe ’va sambodhā bodhisatto ’va santo: man hat also damals die wahre Etymologie vonbodhisattonoch recht wohl verstanden. Später haben dann die nordbuddhistischen Uebersetzer und Bearbeiter das so natürliche, mit dem Sprachgebrauche vollkommen übereinstimmendetatpuruṣam(bodhisaktas) aus Unkenntniss in ein gekünsteltes, barbarisches, ja unmöglichesbahuvrīhi(bodhisattvas) verballhornt und der wüsten tibetischen Spekulation vorgearbeitet.

[110]Sälige Gestalt,tusito kāyo, im Reiche der Säligen Götter, vor der Herabkunft zur Erde. — Zubodhisatto, erwachsam, d. h. der Erwachung angeschlossen sein, ihr nachhängen, sie erringen, cf. die Anmerkung 5 des ersten Bandes. Asokos Eigenbericht auf dem VIII. Felsenedikte,Piyadasi rājā dasavasābhisito saṃto ayāya saṃbodhiṃ, entspricht sehr schön unserem Topus, e. g. erster Band l. c.,pubbe ’va sambodhā bodhisatto ’va santo: man hat also damals die wahre Etymologie vonbodhisattonoch recht wohl verstanden. Später haben dann die nordbuddhistischen Uebersetzer und Bearbeiter das so natürliche, mit dem Sprachgebrauche vollkommen übereinstimmendetatpuruṣam(bodhisaktas) aus Unkenntniss in ein gekünsteltes, barbarisches, ja unmöglichesbahuvrīhi(bodhisattvas) verballhornt und der wüsten tibetischen Spekulation vorgearbeitet.

[111]asuryā nāma te lokāḥ, andhena tamasāvṛtāḥ:BṛhadāraṇyakeIV, 4,14; weiterhin bloßalokasgenannt, sc.cakravālas, e. g.RaghuvaṃśeI, 68. — Vergl. die syntopischen ParallelenMahāvastuI, 230,Divyāvadānamp. 204,LalitavistarasV, v. 77. Irgendwie vermittelt ist diese Vorstellung bei den Scholastikern als Lehre vom Limbus rezipiert: »Juxta s. THOMAMlimbus Patrum et infernus qualitate quidem locorum differunt, at situ probabiliter sunt quasi idem tractus continuus, sic tamen, ut magno spatio una commoratio ab altera distet«; rursus: »Multi cum s. THOMAin spatio intermedio purgatorium situm esse censent«: VIDMAR, Comp. rep. theol. dogm. p. 599. — Eine gleiche Phraseologie vom Lichtglanze durch die ganze Welt etc. im langen Hymnus des syrischen Propheten EPHRAEMauf die Geburt des göttlichen Knaben.

[111]asuryā nāma te lokāḥ, andhena tamasāvṛtāḥ:BṛhadāraṇyakeIV, 4,14; weiterhin bloßalokasgenannt, sc.cakravālas, e. g.RaghuvaṃśeI, 68. — Vergl. die syntopischen ParallelenMahāvastuI, 230,Divyāvadānamp. 204,LalitavistarasV, v. 77. Irgendwie vermittelt ist diese Vorstellung bei den Scholastikern als Lehre vom Limbus rezipiert: »Juxta s. THOMAMlimbus Patrum et infernus qualitate quidem locorum differunt, at situ probabiliter sunt quasi idem tractus continuus, sic tamen, ut magno spatio una commoratio ab altera distet«; rursus: »Multi cum s. THOMAin spatio intermedio purgatorium situm esse censent«: VIDMAR, Comp. rep. theol. dogm. p. 599. — Eine gleiche Phraseologie vom Lichtglanze durch die ganze Welt etc. im langen Hymnus des syrischen Propheten EPHRAEMauf die Geburt des göttlichen Knaben.

[112]Die spezielle Parallele hierzu im MAKARIOS, Apophthegm. ed. PRITIUSp. 266, bei εκ μερους τις θεωρει tτο προσωπον του ἑτερου, κτλ. — Die zehntausendfache Welt, wie die zehntausend Wesen imTao-te-kingKap. 16, passim, oder die homerischen δμωες μαλα μυριοι, Od. XVII, 422, s. v. a. unzählig manigfach, unendlich reich.

[112]Die spezielle Parallele hierzu im MAKARIOS, Apophthegm. ed. PRITIUSp. 266, bei εκ μερους τις θεωρει tτο προσωπον του ἑτερου, κτλ. — Die zehntausendfache Welt, wie die zehntausend Wesen imTao-te-kingKap. 16, passim, oder die homerischen δμωες μαλα μυριοι, Od. XVII, 422, s. v. a. unzählig manigfach, unendlich reich.


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