XXVII

XXVII

Es waren rauhe Herbsttage, die nun folgten. Selten hatte der Wind so geblasen und den schäumenden Gischt des Rheins so hoch an die Ufermauer hinaufgespritzt. Selten hatte die große Prozession, die sich, wie alljährlich um diese Zeit, auf die Wallfahrt zur Mutter Gottes nach Kevelaar begab, so ungünstiges Wetter gehabt. Aber nicht Regen, nicht Sturm hielt die frommen Pilger ab; nie war der endlose Zug endloser gewesen, der Düsseldorf betend passierte und dem sich hier noch endlose Beter anschlossen. Es waren der bekümmerten Seelen heuer mehr denn je, die in der Kapelle, darin schon so viele geopferte Wachsgebilde an den Wänden hängen, vor’m wunderwirkenden Gnadenbild neue wächserne Füße und Hände niederlegten.

Schwarz hing das Kartoffelkraut auf dem Acker, modrig roch es auf den Feldern, die Störche sammelten sich auf den Hammer Wiesen, die Schwalben zogen fort, und frostig waren die Nächte.

Vorsichtige Leute bestellten Kohlen und suchten die warmen Sachen aus der Mottenkiste, bald war der Winter da – aber, ob auch der Friede?

Es gab eine bittere Enttäuschung. Hatten doch selbst die Soldaten aus dem Felde an die Ihren von baldiger Heimkehr geschrieben; aber Sedan hatte den Frieden nicht gebracht. Wohl saß Napoleon auf Wilhelmshöhe, wohl hatte Straßburg kapituliert und Orleans war erstürmt, doch noch immer mußten die deutschen Jungen vor Metz im Morast liegen, frieren und sich langweilen.

Ganze Waggons wollener Hemden, wollener Strümpfe, wollener Leibbinden gingen von der Stadt dorthin ab. Besorgt sah man die Rheinnebel steigen und sinken, schüttelte den Kopf über die unendlichen Regengüsse, lief verdrießlich mit Schnupfen und roter Nase umher – wie sollte es jetzt erst den Armen in den sumpfigen Metzer Gräben ergehen? Und wie vor Paris?! Man war des langen Krieges recht herzlich müde. Täglich bohrten sich tausende begieriger Augen in die Spalten der Zeitung: ›Kleine Ausfälle bei Metz, nichts Neues vor Paris‹ – das war die stete Losung. Wann denn, wann denn endlich?! Sollten die armen Jungen nicht einmal Weihnachten zu Hause feiern?

Ängstliche Seelen nahmen’s als schlechtes Zeichen, daß im Nordwesten der Stadt eines Abends ein Nordlicht auftauchte; man brauchte gar nicht auf die Sternwarte zu rennen, ein jeder sah’s mit bloßem Auge. Voll unheimlichen Scheines, groß und seltsam, mit rotem Kranz stand es über dem Strom. Warum kam das hierher, wiehatte sich das vom Polar an den Rhein verirrt? Das bedeutete Blut, noch viel Blut.

Es half nichts – Metz halsstarrig, vor Paris nichts Neues – man mußte sich auf den Winter gefaßt machen. Der Pelzmarkt war im Gang, seufzend kaufte manches Bäuerlein sich ein Paar Winterfäustlinge und dachte dabei an seinen frierenden Sohn – da kam die Nachricht: ›Metz hat kapituliert!‹

Wohl war die Freude groß, und die Stadt ließ sich nicht lumpen mit Festesglanz, aber es war nichts gegen den Jubel von Sedan. Jetzt verlangte das Herz zu sehr nach Frieden.

Der November brachte bitteren Frost, die Kartoffeln wurden teurer, und die Kohlenpreise stiegen rapide. Kinder von ausgerückten Landwehrmännern trippelten Mittags in die Häuser der Wohlhabenden und ließen sich die Suppentöpfchen füllen für sich und ihre Mütter und die hungernden Geschwister. Im Hofgarten lasen arme Buben Holz auf, Wohlthätigkeitsvereine verteilten Feuerung. Nun galt es nicht allein, Charpie zu zupfen, nun hieß es auch: Strümpfe stricken, Röcke nähen, Hemdchen zuschneiden, Mäntel zurechtmachen für die Familien der fernen Krieger. Und der Bedürftigen waren viele.

Auch Josefine gab – Gott sei Dank, sie konnte ja geben! – wenn auch alle Geschäfte klagten, ihr Lädchen ging. Sie hatte ihren Halt an der Kaserne, die gab ihr Kundschaft, die verließ sie nicht. Die alte Kaserne! Sie fühlte sich wieder ganz darin zu Hause.

Treppauf treppab, von Block zu Block, von Bett zu Bett.

Nun hatte sie viele neue Gesichter unter ihren Kranken, kaum einige der ersten Gäste waren noch da. Sechzig lagen draußen auf der neuzugekauften Parzelle des Kirchhofs, und der Winterschnee deckte sie zu.

Unteroffizier Schmidt mit seinem Eisernen Kreuz war längst wieder seiner Kompagnie nachgerückt. »Der wird schon wieder Schwung in die Gesellschaft bringen,« hatte der Oberstleutnant gesagt. »Ein Kerl wie der ist unbezahlbar. Immer fidel. Und namentlich zum Requirieren wie geschaffen. Treibt keiner ein Pfund Fleisch mehr auf, der kommt gewiß noch mit ’ner fetten Gans unter’m Arm!«

Auch die in der Kaserne Zurückgebliebenen vermißten Schmidt; er hatte sie alle aufgekratzt. Aber in Paris mußte er doch mit einziehen, das war sein Traum. Und dann wurde die ›Juste‹ geheiratet, hatte sie ihm doch eine selige Antwort gegeben und dem Bengel die Hand zum Gruß geführt: ›Lieba Vata!‹ –

Der Rhein trieb mit Eis, es war so kalt, so grimmig kalt, wie sich’s die ältesten Düsseldorfer nicht erinnern konnten, und doch kamen die jämmerlichen Franzosen durch ohne Mäntel, ohne Schuhe, zerrissene Lappen um die Füße gewickelt. Viele gar ohne Strümpfe, mit erfrorenen Zehen. Wenn’s hoch kam, hatte einer noch die Lumpen einer Pferdedecke. Das waren die Kriegsgefangenen, die Reste der großen Armee, die nach der Festung Wesel eskortiert wurden, nach Minden, oder nach den Baracken aufder Wahner Heide. Durch die Eifel waren sie marschiert, über die öden, endlosen Hochlandsstrecken, auf die der Schnee fiel wie ein Leichentuch. Sie hatten den Winterstürmen nichts mehr entgegenzusetzen gehabt: keinen gesättigten Magen, keine warmumhüllten Glieder, vor allem kein hoffendes Herz mehr – diegloireverloren, alles verloren! Verstohlen blieb manch einer zurück. Der Zug war endlos – wer merkte das Fehlen eines einzelnen? Mutlos streckte er den ausgemergelten Körper in den Schnee und starb.

Josefine war zugegen, als solch ein Zug in Düsseldorf ankam. Ein eisiger Winterregen, der wie mit spitzigen Eisstückchen peitschte, ging nieder. In den halbzerflossenen Schnee des Exerzierplatzes hatten sich die Unglücklichen hingeworfen. Sie waren zu Tode erschöpft. Sterbenden glichen sie alle, und Sterbende waren auch unter ihnen. Dort trug man einen in’s Stroh des nächsten Stalles; bis auf den Platz war er noch gewankt, nun hatte er geendet. Und hier schrie einer in höchsten Nöten: »Mon dieu, mon dieu! Ah, comme je suis malheureux!«

Allen klapperten die Zähne, alle waren blau vor Frost, allen bluteten die Füße. Halbnackt streckten sich ihre mageren Glieder aus den abgerissenen Uniformen; alle ohne Haltung, alle ohne Disciplin. Sie hörten auf kein Kommando mehr; den Nonnen rissen sie die Blechnäpfe mit heißer Suppe aus den Händen, packten die Gefäße und stülpten sie sich in der Gier des Trinkens fast über den Kopf.

Josefine konnte nicht mehr an sich halten; im ersten Impuls unendlichen Mitgefühls kniete sie nieder und stützte die Elendesten. Blut, Wunden, Kanonendonner, Todesröcheln – es war nichts gegen dies! Die Thränen gossen ihr herab, sie hatte keine Hand frei, und so tropften sie in die Suppe, die sie den Verschmachteten reichte.

Allen wurden die Füße verbunden – eine kurze Rast – und dann hieß es weiter. Aber die Unglücklichen wollten nicht weiter, sie blieben im Schnee liegen; hier wollten sie sterben.

Es hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, nicht wenige unter ihnen weinten. Ein armer Arbeiter zog plötzlich seine Stiefel aus und reichte sie einem der Franzosen, der nur Lappen um die Füße gewickelt hatte; dabei fluchte er. Und auch andre stießen Verwünschungen aus – nicht die Besiegten, die hatten nicht einmal Kraft mehr zu einer Verwünschung – sie, die Siegreichen, verwünschten den Krieg. Nur Friede, Friede! Was man an Geld in der Tasche hatte, gab man her.

Josefine war nach Haus gestürzt; auch sie mußte geben, den Armen geben, was sie besaß an Hemden, Strümpfen, Kleidern. Die Sachen ihres Peter hatte sie nie, nie hergeben wollen – diese teuren Kleidungsstücke, diese heiligen Andenken – nun gab sie sie doch. Ein häßlicher Schwarzer warf seine zerlumpten Hosen weg und kroch mit Zähnefletschen in die ihres Peter, und ein todblasser Tambourmajor hüllte sich in den großen Mantel, den ihr Ältester noch von seinem Vater geerbt. Alles gabsie hin. Nun hatte sie nichts mehr. Mit schmerzlichem Bedauern zeigte sie ihre leeren Hände.

Heute fühlte sie sich zum erstenmal erschöpft, heute fühlte sie zum erstenmal die Kälte des Winters und den schneidenden Wind, der ihr die Haare um die Schläfen peitschte. Heute mußte sie zum erstenmal einen Augenblick ruhn. Als sie heim kam, waren der Bruder und Fritz nicht da. Thüren und Schränke und Kommoden hatten sie offen gelassen – wohin? Aber schon kamen sie atemlos zurück; der Knabe führte den Invaliden, der auf dem Glatteis höchst mühselig ging. Doch Ferdinand lamentierte nicht.

»Finchen,« schrie er im Eintreten und wischte sich den Schweiß der Anstrengung ab, »die armen Teufel! Heiliges Kanonenrohr, wie is da unser einer gegen dran! Fina, schimpf’ nit, aber ich hab’ denen mein’ andre Bux’ un auch wat Unterzeug un ne Rock mitgegeben – ich hab’ ja so viel!«

Da nickte sie ihm zu.

*

In die ernsten Stunden trüber Wintertage brachte der Besuch von Bruder Friedrich ein freundliches Licht. Ruhig, aber doch von einem gewissen Selbstbewußtsein erfüllt, teilte der Schlosser der Familie mit, daß er demnächst die Aussicht habe, selbständig zu werden, das heißt so gut wie selbständig: ein Konsortium von Geldleuten hatte ihn,neben einem kaufmännischen Direktor, zum technischen Leiter eines neu zu gründenden großen Etablissements für Fabrikation von Eisenbahnschwellen und Schienen ausersehen. Mit Beendigung des Krieges sollte das Unternehmen in’s Leben treten, bedeutendes Kapital stand zur Verfügung; und sein Kontrakt war unterzeichnet.

»Ja,« schloß er mit aufquellender Freude, »dat wär’ früher nit e so leicht passiert, nur ene simple Schlosser, und so en Stell’! Aber heutzutag’ jeht dat. In der Industrie wird nur jefragt: ›Wat leist’ de Mann?‹ Hör’, du, meine Jung’« – er legte dem interessiert lauschenden Fritz die Hand auf den Kopf –, »du sollst ordentlich in de Lehr’! Direktor – dat is mir noch lang’ nit jenug für dich, selber dein ’hören muß sie, die Fabrick!«

Herr Schnakenberg war Feuer und Flamme, als er von des Stiefsohnes Aussichten hörte. Wenn der Junge Kaution stellen mußte, er kam dafür auf!

»Ne, danke,« hatte der Schlosser mit Stolz gesagt, »Kaution brauch’ ich nit. De Krupp sagt für mich jut, un dat is jenug!«

Krupp konnte schon gutsagen, dessen Kanonen spieen die französischen Festungen an – Thionville, Montmédy und wie sie alle hießen –, daß sie klein beigaben. Und gar das große Paris schien zu zittern vor dem Gebrüll der Geschütze von Friedrich Krupp.

Mit Ungeduld wartete man auf die Kapitulation von Paris. Wenn Paris fiel, das ›große Sündenbabel,‹ dann mußte es doch Friede werden!

Weihnachten war gekommen, jedoch Christkindleinssanfte Lieder wurden noch immer übertönt von rauher Kriegsmusik. Aber die unschuldigen Kinder sangen doch unverzagt:

›O du fröhliche, o du selige,gnadenbringende Weihnachtszeit!‹

›O du fröhliche, o du selige,gnadenbringende Weihnachtszeit!‹

›O du fröhliche, o du selige,gnadenbringende Weihnachtszeit!‹

›O du fröhliche, o du selige,

gnadenbringende Weihnachtszeit!‹

Wer hätte sie schweigen heißen mögen?!

Und auch in der Kaserne erklangen Weihnachtslieder. Für mächtige Tannenbäume war gesorgt. Viele Abende hatte Josefine mit den Nonnen an dem Riesenbaum, der auf dem größten Krankensaal, dem Offizierskasino, stehen sollte, geschmückt. Die junge Schwester Daria mit den roten Wangen war unermüdlich im Schneiden bunter Papierketten und zierlicher Körbchen. Und sie war so voller Lust dabei, in ihrer schwarzen Tracht so heiter, als wäre sie eine glückliche Mutter, die ihren Kindern den Christbaum putzt. Josefine mußte sie oft erstaunt, fast bewundernd ansehen, diese still freundlichen Gestalten in den schwarzen Kutten; sie fühlte die alte Neigung wieder erwachen, die sie einst als Kind zu den lieben Nönnchen hingezogen – diese hier waren wahrhaft ehrwürdig!

›Gloria in excelsis deo‹ leuchtete in bunten Farben vom Spruchband des Engels auf dem Transparent im Weihnachtssaal. Ein ganzes Jahr hatte das Transparent versteckt gestanden in irgend einem verstaubten Winkel. Nun hatten geschäftige Hände es hervorgeholt und unter’m Tannenbaum aufgestellt. Josefine hatte nichts davon gewußt, nun sah sie es plötzlich bei der Bescherung im vollenLichterglanz, und das Herz stand ihr still vor freudigem Schreck – das war ja das Werk ihres Sohnes! Das war von ihm übrig geblieben hier in der Kaserne:Gloria in excelsis deo!

Und in die Freude mischte sich der Schmerz. Aber der Schmerz übermannte sie nicht, ein heiliges Entzücken trug ihr Empfinden höher. Sie schlang die Finger ineinander und hörte still das uralte Weihnachtsevangelium an, das der Geistliche verlas: ›Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen!‹

Ein Chor sang, Schwester Darias Sopran schwebte hoch und hell über den rauhen Männerstimmen. Alte, vertraute Weihnachtslieder und ein Duft vom Tannenbaum – da fiel auch Josefine ein mit voller, kräftiger Stimme.

Andächtig hörten die Franzosen zu, als die ›prussiens‹ sangen. Sie kannten nicht die deutsche Weihnachtsfeier, aber sie gefiel ihnen. Wie die Kinder streckten sie die Hände aus nach den Äpfeln und Nüssen und nach dem Korinthenplatz: »Ah, weiße Brot,oh, merci, merci, weiße Brot,très-bon!«

Dann baten sie, auch ihrerseits etwas vortragen zu dürfen. Zwei rotbehoste Kerle traten an – der eine trug noch den Arm verbunden, der andere den Kopf – und führten eine Scene auf mit Gesang und Tanz. Hei, wie die Fußspitzen flogen! Immer dem andern bis an die Nase. Die Verwundeten, die noch zu krank waren, ihre Betten längs der Saalwand zu verlassen, ließen sichstützen, um mit gereckten Hälsen auch etwas von der Aufführung zu ergattern. Urdrollige Kerls! Die Zuschauer verstanden nichts, aber sie wanden sich vor Lachen.

Eine harmlose Fröhlichkeit wurde allgemein. Manch deutscher Landwehrmann, der bangend gedacht, es an diesem Abend vor Heimweh nach seinen Kindern nicht aushalten zu können, amüsierte sich königlich. Und die Franzosen sprangen immer höher und tanzten immer feuriger; heute war alles ›malheur‹ vergessen, sie wiegten sich auf dem Beifall, sie genossen das bescheidene Glück, bewundert zu werden.

Leise stahl sich Josefine hinaus. Rauh war draußen die Winternacht, durch die sie schritt, die Erde, auf die ihr Fuß trat, hart gefroren. Kahl standen die Ahornbäume, erstarrt wie im Todesschlaf; aber ihr Herz schlug warm und lebensvoll und doch voll Ruhe.

Gloria in excelsis deo– in ihr war Friede.

*

Am 18. Januar ließ sich der greise König Wilhelm im Hauptquartier zu Versailles vom starken Bismarck die junge Krone des auferstandenen Deutschland auf die Stirn drücken.

Das war eine Erfüllung.

Der Rhein rauschte mächtig, und in sein Rauschenmischte sich der Jubelhall der Ufer. Nun waren Wünsche erfüllt, die man längst als hoffnungslos begraben.

Warum hatte man denn einst laut gemurrt und die rote Fahne gehißt auf den Barrikaden? Warum hatte man ein ununterdrückbares Sehnen getragen all die Jahre? Warum hatte man des Volkes Jugend hingegeben auf Schlachtfeldern? Alles nur darum.

Es war ja die alte Märchenkrone, die so lange im Rhein geruht, tief unten. Nun sollte sie erstehen in neuem Glanz; sie blinkte golden wie die Sonne.

Und wie die Sonne würde sie glänzen, mit gleicher Fülle über alle, über ein einiges und über ein freies Volk.

Manch alter Achtundvierziger, manch roter Demokrat jubelte mit; alles Volk freute sich.

Zwar kamen noch immer Verwundete, zwar rückte noch immer neuer Landwehrersatz aus; aber man glaubte nicht mehr an Schlachten. Das große Paris kapitulierte, das so hartnäckige Belfort folgte – nun war das Eis gebrochen.

Und Tauwetter flutete über die so lange winterliche Natur. Das erste Starenpaar war in Josefines Gärtchen erschienen und bezog häuslich den Kasten im Birnbaum. Der Lenz brach also wirklich an.

Ach, nun war auch die weiße Taube des Friedens gewiß nicht mehr fern!

Bald kam sie geflogen und baute ihr Nest für ewige Zeiten unter’m Giebel des Hauses.

Am 28. Februar meldete eine Depesche für ganz Deutschland:

Friede!


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