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Ich traf sie beim Morgenlicht; sie erschraken, da sie mich sahen, als ob ein Gespenst sie überrascht hätte. Und ich – gelassen bot ich des Emirs Grüße und in dem Pferde ein letztes versöhnendes Geschenk an Sobeide. Er habe sie nicht mehr sehen wollen und sei auf dem lahmen Tier langsam zu den Seinen verritten.

Sobeide beugte sich über meine Hand und schluchzte leise:

»Und du, Vater?«

Irgend etwas lachte in mir zornig und gepeinigt, ich starrte über die glühende Steppe und trotzte dem Gott, der mich verfolgte, indes mein Herz wie ein gefangen Wild in seinem Kerker tobte.

»Ich fahre mit euch in die alte Heimat!« schrie ich rauh. Aber sie blickten mich erstaunt an und hörten mich nicht; die Worte blieben mir in der Kehle stecken.


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