III.LIEBE
Ofra wäscht ihre KleiderIn meiner Tränen Flut,Ofra trocknet die KleiderAn ihres Auges Glut.Ofra braucht keine BronnenBei meines Auges Quell,Ofra braucht keine Sonnen,Denn ihr Auge ist hell.
Ofra wäscht ihre KleiderIn meiner Tränen Flut,Ofra trocknet die KleiderAn ihres Auges Glut.Ofra braucht keine BronnenBei meines Auges Quell,Ofra braucht keine Sonnen,Denn ihr Auge ist hell.
Ofra wäscht ihre KleiderIn meiner Tränen Flut,Ofra trocknet die KleiderAn ihres Auges Glut.
Ofra wäscht ihre Kleider
In meiner Tränen Flut,
Ofra trocknet die Kleider
An ihres Auges Glut.
Ofra braucht keine BronnenBei meines Auges Quell,Ofra braucht keine Sonnen,Denn ihr Auge ist hell.
Ofra braucht keine Bronnen
Bei meines Auges Quell,
Ofra braucht keine Sonnen,
Denn ihr Auge ist hell.
Ich wiegt’ auf dem SchoßeDen Liebsten so schön,Da sah er sein BildchenIm Auge mir stehn.Der Schelm! Sieh, da küßt’ erMein Auge so wild:Mein Auge nicht küßt’ er,Er küßte sein Bild.
Ich wiegt’ auf dem SchoßeDen Liebsten so schön,Da sah er sein BildchenIm Auge mir stehn.Der Schelm! Sieh, da küßt’ erMein Auge so wild:Mein Auge nicht küßt’ er,Er küßte sein Bild.
Ich wiegt’ auf dem SchoßeDen Liebsten so schön,Da sah er sein BildchenIm Auge mir stehn.
Ich wiegt’ auf dem Schoße
Den Liebsten so schön,
Da sah er sein Bildchen
Im Auge mir stehn.
Der Schelm! Sieh, da küßt’ erMein Auge so wild:Mein Auge nicht küßt’ er,Er küßte sein Bild.
Der Schelm! Sieh, da küßt’ er
Mein Auge so wild:
Mein Auge nicht küßt’ er,
Er küßte sein Bild.
Das Mädchen spricht:Was drängt ihr mich also,Ihr Frager, ihr flinken,Im Meere der LiebeDa sollt’ ich versinken.Da trat seine SohleZum donnernden Strande: –Da ging ich im Meere,Als ging ich im Lande.Der Knabe spricht:Im Garten der SchönheitErwarbst du ein Land,Das grenzenlos reichtBis zum ewigen Strand.Und wolltest die SterneZum Schmucke du han,Sie sprängen dir gerneVon himmlischer Bahn.
Das Mädchen spricht:Was drängt ihr mich also,Ihr Frager, ihr flinken,Im Meere der LiebeDa sollt’ ich versinken.Da trat seine SohleZum donnernden Strande: –Da ging ich im Meere,Als ging ich im Lande.Der Knabe spricht:Im Garten der SchönheitErwarbst du ein Land,Das grenzenlos reichtBis zum ewigen Strand.Und wolltest die SterneZum Schmucke du han,Sie sprängen dir gerneVon himmlischer Bahn.
Das Mädchen spricht:Was drängt ihr mich also,Ihr Frager, ihr flinken,Im Meere der LiebeDa sollt’ ich versinken.
Das Mädchen spricht:
Was drängt ihr mich also,
Ihr Frager, ihr flinken,
Im Meere der Liebe
Da sollt’ ich versinken.
Da trat seine SohleZum donnernden Strande: –Da ging ich im Meere,Als ging ich im Lande.
Da trat seine Sohle
Zum donnernden Strande: –
Da ging ich im Meere,
Als ging ich im Lande.
Der Knabe spricht:Im Garten der SchönheitErwarbst du ein Land,Das grenzenlos reichtBis zum ewigen Strand.
Der Knabe spricht:
Im Garten der Schönheit
Erwarbst du ein Land,
Das grenzenlos reicht
Bis zum ewigen Strand.
Und wolltest die SterneZum Schmucke du han,Sie sprängen dir gerneVon himmlischer Bahn.
Und wolltest die Sterne
Zum Schmucke du han,
Sie sprängen dir gerne
Von himmlischer Bahn.
Mein Lieb, wir müssen uns schicken,Nun scheid’ ich aus dem Tal:Laß dir ins Auge blickenZum allerletzten Mal!Ich fürcht’, ich kann nicht zwingenDas Herz in sein Revier:Heraus wird es mir springenUnd laufen hinter dir.
Mein Lieb, wir müssen uns schicken,Nun scheid’ ich aus dem Tal:Laß dir ins Auge blickenZum allerletzten Mal!Ich fürcht’, ich kann nicht zwingenDas Herz in sein Revier:Heraus wird es mir springenUnd laufen hinter dir.
Mein Lieb, wir müssen uns schicken,Nun scheid’ ich aus dem Tal:Laß dir ins Auge blickenZum allerletzten Mal!
Mein Lieb, wir müssen uns schicken,
Nun scheid’ ich aus dem Tal:
Laß dir ins Auge blicken
Zum allerletzten Mal!
Ich fürcht’, ich kann nicht zwingenDas Herz in sein Revier:Heraus wird es mir springenUnd laufen hinter dir.
Ich fürcht’, ich kann nicht zwingen
Das Herz in sein Revier:
Heraus wird es mir springen
Und laufen hinter dir.
Gedenke der Tage liebender Lust,Und ich will denken der Nächte:Wie du mir ziehst durch die träumende Brust,Auch ich, auch ichDurch deine Träume möchte.
Gedenke der Tage liebender Lust,Und ich will denken der Nächte:Wie du mir ziehst durch die träumende Brust,Auch ich, auch ichDurch deine Träume möchte.
Gedenke der Tage liebender Lust,Und ich will denken der Nächte:Wie du mir ziehst durch die träumende Brust,Auch ich, auch ichDurch deine Träume möchte.
Gedenke der Tage liebender Lust,
Und ich will denken der Nächte:
Wie du mir ziehst durch die träumende Brust,
Auch ich, auch ich
Durch deine Träume möchte.
Ein Meer von Tränen zwischen uns rollt,Ich kann nicht hinübereilen;Doch wenn deine Liebe herüber wollt’,– Die Wogen würden sich teilen.
Ein Meer von Tränen zwischen uns rollt,Ich kann nicht hinübereilen;Doch wenn deine Liebe herüber wollt’,– Die Wogen würden sich teilen.
Ein Meer von Tränen zwischen uns rollt,Ich kann nicht hinübereilen;Doch wenn deine Liebe herüber wollt’,– Die Wogen würden sich teilen.
Ein Meer von Tränen zwischen uns rollt,
Ich kann nicht hinübereilen;
Doch wenn deine Liebe herüber wollt’,
– Die Wogen würden sich teilen.
Ach, daß ich einst in dunklen GrabesräumenDen Ton des Glöckleins über mir erlauschte,Das leise klingt an deinen Kleidersäumen!Ach, daß ich noch im Tode mich berauschte,Wenn du mich grüßt und fragst in meinen Träumen,Und ich dann Gruß und Frage mit dir tauschte!
Ach, daß ich einst in dunklen GrabesräumenDen Ton des Glöckleins über mir erlauschte,Das leise klingt an deinen Kleidersäumen!Ach, daß ich noch im Tode mich berauschte,Wenn du mich grüßt und fragst in meinen Träumen,Und ich dann Gruß und Frage mit dir tauschte!
Ach, daß ich einst in dunklen GrabesräumenDen Ton des Glöckleins über mir erlauschte,Das leise klingt an deinen Kleidersäumen!
Ach, daß ich einst in dunklen Grabesräumen
Den Ton des Glöckleins über mir erlauschte,
Das leise klingt an deinen Kleidersäumen!
Ach, daß ich noch im Tode mich berauschte,Wenn du mich grüßt und fragst in meinen Träumen,Und ich dann Gruß und Frage mit dir tauschte!
Ach, daß ich noch im Tode mich berauschte,
Wenn du mich grüßt und fragst in meinen Träumen,
Und ich dann Gruß und Frage mit dir tauschte!
Du hast einen Mord begangen,Darum verklag’ ich dich:Deine roten Lippen und WangenDie sollen zeugen für mich!Deine roten Lippen und Wangen,Was sind sie denn so rot? –Nun mußt du schweigen und bangen:Mein Blut auf deinen Wangen,Das zeugt von meinem Tod.
Du hast einen Mord begangen,Darum verklag’ ich dich:Deine roten Lippen und WangenDie sollen zeugen für mich!Deine roten Lippen und Wangen,Was sind sie denn so rot? –Nun mußt du schweigen und bangen:Mein Blut auf deinen Wangen,Das zeugt von meinem Tod.
Du hast einen Mord begangen,Darum verklag’ ich dich:Deine roten Lippen und WangenDie sollen zeugen für mich!
Du hast einen Mord begangen,
Darum verklag’ ich dich:
Deine roten Lippen und Wangen
Die sollen zeugen für mich!
Deine roten Lippen und Wangen,Was sind sie denn so rot? –Nun mußt du schweigen und bangen:Mein Blut auf deinen Wangen,Das zeugt von meinem Tod.
Deine roten Lippen und Wangen,
Was sind sie denn so rot? –
Nun mußt du schweigen und bangen:
Mein Blut auf deinen Wangen,
Das zeugt von meinem Tod.
Willst du wirklich meinen Tod?Ach, ich bete nur um Leben,Um es jung und frisch und rotDeinen Jahren zuzugeben.Ach, du raubtest mir die Ruh’Meiner Nächte, süße Fraue!Leg’ sie dir auf deine Braue:Schlummre, schlummre du!
Willst du wirklich meinen Tod?Ach, ich bete nur um Leben,Um es jung und frisch und rotDeinen Jahren zuzugeben.Ach, du raubtest mir die Ruh’Meiner Nächte, süße Fraue!Leg’ sie dir auf deine Braue:Schlummre, schlummre du!
Willst du wirklich meinen Tod?Ach, ich bete nur um Leben,Um es jung und frisch und rotDeinen Jahren zuzugeben.
Willst du wirklich meinen Tod?
Ach, ich bete nur um Leben,
Um es jung und frisch und rot
Deinen Jahren zuzugeben.
Ach, du raubtest mir die Ruh’Meiner Nächte, süße Fraue!Leg’ sie dir auf deine Braue:Schlummre, schlummre du!
Ach, du raubtest mir die Ruh’
Meiner Nächte, süße Fraue!
Leg’ sie dir auf deine Braue:
Schlummre, schlummre du!
All’ meine Tränen bliebenIm Feuer deiner Lust,All’ deine Tränen zerriebenDie Steine in meiner Brust.Durch Feuer und Wasser zusammenSchritt mein zitterndes Herz:Das waren deine Flammen,Das war mein weinender Schmerz.
All’ meine Tränen bliebenIm Feuer deiner Lust,All’ deine Tränen zerriebenDie Steine in meiner Brust.Durch Feuer und Wasser zusammenSchritt mein zitterndes Herz:Das waren deine Flammen,Das war mein weinender Schmerz.
All’ meine Tränen bliebenIm Feuer deiner Lust,All’ deine Tränen zerriebenDie Steine in meiner Brust.
All’ meine Tränen blieben
Im Feuer deiner Lust,
All’ deine Tränen zerrieben
Die Steine in meiner Brust.
Durch Feuer und Wasser zusammenSchritt mein zitterndes Herz:Das waren deine Flammen,Das war mein weinender Schmerz.
Durch Feuer und Wasser zusammen
Schritt mein zitterndes Herz:
Das waren deine Flammen,
Das war mein weinender Schmerz.
Zwischen Bittre, zwischen SüßeMuß mein Herz sich jetzt bequemen:Honig sind mir deine Küsse,Bitter ist das Abschiednehmen!
Zwischen Bittre, zwischen SüßeMuß mein Herz sich jetzt bequemen:Honig sind mir deine Küsse,Bitter ist das Abschiednehmen!
Zwischen Bittre, zwischen SüßeMuß mein Herz sich jetzt bequemen:Honig sind mir deine Küsse,Bitter ist das Abschiednehmen!
Zwischen Bittre, zwischen Süße
Muß mein Herz sich jetzt bequemen:
Honig sind mir deine Küsse,
Bitter ist das Abschiednehmen!
Aller Reichtum dieser WeltIst mir eitel Trug,Deiner Lippen rote Schnur,Deiner Lenden Gürtel nurWäre mir genug.All mein süßer Honig fließtDort, wo ich dich küßte,Meiner Narde sich ergießt,Alle meine Myrrhe sprießtRund um deine Brüste.
Aller Reichtum dieser WeltIst mir eitel Trug,Deiner Lippen rote Schnur,Deiner Lenden Gürtel nurWäre mir genug.All mein süßer Honig fließtDort, wo ich dich küßte,Meiner Narde sich ergießt,Alle meine Myrrhe sprießtRund um deine Brüste.
Aller Reichtum dieser WeltIst mir eitel Trug,Deiner Lippen rote Schnur,Deiner Lenden Gürtel nurWäre mir genug.
Aller Reichtum dieser Welt
Ist mir eitel Trug,
Deiner Lippen rote Schnur,
Deiner Lenden Gürtel nur
Wäre mir genug.
All mein süßer Honig fließtDort, wo ich dich küßte,Meiner Narde sich ergießt,Alle meine Myrrhe sprießtRund um deine Brüste.
All mein süßer Honig fließt
Dort, wo ich dich küßte,
Meiner Narde sich ergießt,
Alle meine Myrrhe sprießt
Rund um deine Brüste.
Der Frauen Ehre ist ihr edles Tun,Doch alles Tun veredelt sich durch dich.
Der Frauen Ehre ist ihr edles Tun,Doch alles Tun veredelt sich durch dich.
Der Frauen Ehre ist ihr edles Tun,Doch alles Tun veredelt sich durch dich.
Der Frauen Ehre ist ihr edles Tun,
Doch alles Tun veredelt sich durch dich.
Viel tausend Garben stehenWohl in der Liebe Tal:Vor deiner Garbe beugen,Vor deiner Garbe neigenSich alle allzumal.
Viel tausend Garben stehenWohl in der Liebe Tal:Vor deiner Garbe beugen,Vor deiner Garbe neigenSich alle allzumal.
Viel tausend Garben stehenWohl in der Liebe Tal:Vor deiner Garbe beugen,Vor deiner Garbe neigenSich alle allzumal.
Viel tausend Garben stehen
Wohl in der Liebe Tal:
Vor deiner Garbe beugen,
Vor deiner Garbe neigen
Sich alle allzumal.
Unter deinen leichten FüßenHeimlich süße Keime sprießen,Balsamknospe, Myrrhenblüt’:Möchte doch mein Leben glückenNur so lange, bis ich pflücken,Sehen kann, wie alles blüht.
Unter deinen leichten FüßenHeimlich süße Keime sprießen,Balsamknospe, Myrrhenblüt’:Möchte doch mein Leben glückenNur so lange, bis ich pflücken,Sehen kann, wie alles blüht.
Unter deinen leichten FüßenHeimlich süße Keime sprießen,Balsamknospe, Myrrhenblüt’:Möchte doch mein Leben glückenNur so lange, bis ich pflücken,Sehen kann, wie alles blüht.
Unter deinen leichten Füßen
Heimlich süße Keime sprießen,
Balsamknospe, Myrrhenblüt’:
Möchte doch mein Leben glücken
Nur so lange, bis ich pflücken,
Sehen kann, wie alles blüht.
Deine Stimme hör’ ich nimmer,Aber leise hör’ ich immerKlingen wie ein fernes GrüßenIn den Tiefen meiner SeeleDeine Kettchen an den Füßen.
Deine Stimme hör’ ich nimmer,Aber leise hör’ ich immerKlingen wie ein fernes GrüßenIn den Tiefen meiner SeeleDeine Kettchen an den Füßen.
Deine Stimme hör’ ich nimmer,Aber leise hör’ ich immerKlingen wie ein fernes GrüßenIn den Tiefen meiner SeeleDeine Kettchen an den Füßen.
Deine Stimme hör’ ich nimmer,
Aber leise hör’ ich immer
Klingen wie ein fernes Grüßen
In den Tiefen meiner Seele
Deine Kettchen an den Füßen.
Mein Herz wird bitter,Da es gedenkt: –Noch hängt ja, hängtAn den Lippen die Süße,Noch fühl’ ich die Küsse,Die du mir geschenkt. –
Mein Herz wird bitter,Da es gedenkt: –Noch hängt ja, hängtAn den Lippen die Süße,Noch fühl’ ich die Küsse,Die du mir geschenkt. –
Mein Herz wird bitter,Da es gedenkt: –Noch hängt ja, hängtAn den Lippen die Süße,Noch fühl’ ich die Küsse,Die du mir geschenkt. –
Mein Herz wird bitter,
Da es gedenkt: –
Noch hängt ja, hängt
An den Lippen die Süße,
Noch fühl’ ich die Küsse,
Die du mir geschenkt. –
Wach doch auf aus deiner Ruh;Daß ich mich an deinem Bilde labe!Träumest du von Küssen, süßer Knabe? –Ich kann Träume deuten, du!
Wach doch auf aus deiner Ruh;Daß ich mich an deinem Bilde labe!Träumest du von Küssen, süßer Knabe? –Ich kann Träume deuten, du!
Wach doch auf aus deiner Ruh;Daß ich mich an deinem Bilde labe!Träumest du von Küssen, süßer Knabe? –Ich kann Träume deuten, du!
Wach doch auf aus deiner Ruh;
Daß ich mich an deinem Bilde labe!
Träumest du von Küssen, süßer Knabe? –
Ich kann Träume deuten, du!
Wie die Sonne über Sphären schreitet,Herrschst du in der Welt mit Kraft und Mut:Deine Augen wilde Pfeile schießen,Männerherzen Ströme Blutes fließen:Mädchen, deine Pfeile treffen gut.Wilde Blumen stehn in deinem Garten,Rote Blumen, die das Pflücken wert:Doch du stelltest zu des Gartens Schutze,An die Pforte stelltest du zum TrutzeHin das zuckende, das Flammenschwert.
Wie die Sonne über Sphären schreitet,Herrschst du in der Welt mit Kraft und Mut:Deine Augen wilde Pfeile schießen,Männerherzen Ströme Blutes fließen:Mädchen, deine Pfeile treffen gut.Wilde Blumen stehn in deinem Garten,Rote Blumen, die das Pflücken wert:Doch du stelltest zu des Gartens Schutze,An die Pforte stelltest du zum TrutzeHin das zuckende, das Flammenschwert.
Wie die Sonne über Sphären schreitet,Herrschst du in der Welt mit Kraft und Mut:Deine Augen wilde Pfeile schießen,Männerherzen Ströme Blutes fließen:Mädchen, deine Pfeile treffen gut.
Wie die Sonne über Sphären schreitet,
Herrschst du in der Welt mit Kraft und Mut:
Deine Augen wilde Pfeile schießen,
Männerherzen Ströme Blutes fließen:
Mädchen, deine Pfeile treffen gut.
Wilde Blumen stehn in deinem Garten,Rote Blumen, die das Pflücken wert:Doch du stelltest zu des Gartens Schutze,An die Pforte stelltest du zum TrutzeHin das zuckende, das Flammenschwert.
Wilde Blumen stehn in deinem Garten,
Rote Blumen, die das Pflücken wert:
Doch du stelltest zu des Gartens Schutze,
An die Pforte stelltest du zum Trutze
Hin das zuckende, das Flammenschwert.
Das Silber läßt sich gründenIm Schachte des Gesteins,Wer aber wollte findenEin Liebchen so wie meins?Wie Städte fest verbündetMit Mauern und Gestämm:Wie Tirza hochgegründetUnd wie Jerusalem!
Das Silber läßt sich gründenIm Schachte des Gesteins,Wer aber wollte findenEin Liebchen so wie meins?Wie Städte fest verbündetMit Mauern und Gestämm:Wie Tirza hochgegründetUnd wie Jerusalem!
Das Silber läßt sich gründenIm Schachte des Gesteins,Wer aber wollte findenEin Liebchen so wie meins?
Das Silber läßt sich gründen
Im Schachte des Gesteins,
Wer aber wollte finden
Ein Liebchen so wie meins?
Wie Städte fest verbündetMit Mauern und Gestämm:Wie Tirza hochgegründetUnd wie Jerusalem!
Wie Städte fest verbündet
Mit Mauern und Gestämm:
Wie Tirza hochgegründet
Und wie Jerusalem!
Was wendet sie sich allerwärts,Zu suchen ein Gezelt,Da doch mein großes, weites HerzDas Tor ihr offen hält?
Was wendet sie sich allerwärts,Zu suchen ein Gezelt,Da doch mein großes, weites HerzDas Tor ihr offen hält?
Was wendet sie sich allerwärts,Zu suchen ein Gezelt,Da doch mein großes, weites HerzDas Tor ihr offen hält?
Was wendet sie sich allerwärts,
Zu suchen ein Gezelt,
Da doch mein großes, weites Herz
Das Tor ihr offen hält?
Dein Gesicht voll Rosen eine Küste:Meine Augen knicken sie;Aepfel der Granate deine Brüste:Meine Hände pflücken sie.Hoch auf deinem LippenpaareLodern wilde Feuerschlangen:Meiner Küsse FeuerzangenReißen sie mir vom Altare.
Dein Gesicht voll Rosen eine Küste:Meine Augen knicken sie;Aepfel der Granate deine Brüste:Meine Hände pflücken sie.Hoch auf deinem LippenpaareLodern wilde Feuerschlangen:Meiner Küsse FeuerzangenReißen sie mir vom Altare.
Dein Gesicht voll Rosen eine Küste:Meine Augen knicken sie;Aepfel der Granate deine Brüste:Meine Hände pflücken sie.Hoch auf deinem LippenpaareLodern wilde Feuerschlangen:Meiner Küsse FeuerzangenReißen sie mir vom Altare.
Dein Gesicht voll Rosen eine Küste:
Meine Augen knicken sie;
Aepfel der Granate deine Brüste:
Meine Hände pflücken sie.
Hoch auf deinem Lippenpaare
Lodern wilde Feuerschlangen:
Meiner Küsse Feuerzangen
Reißen sie mir vom Altare.
Wie zwei Abendwölfe fahrenAus des Waldes dunklen Nächten,Also steigen aus den HaarenDir zwei rabenschwarze Flechten.Doch da ist ein Licht, ein schnelles,Von der Wange eingedrungen,Und dein Antlitz steht wie hellesMorgenlicht in Dämmerungen.
Wie zwei Abendwölfe fahrenAus des Waldes dunklen Nächten,Also steigen aus den HaarenDir zwei rabenschwarze Flechten.Doch da ist ein Licht, ein schnelles,Von der Wange eingedrungen,Und dein Antlitz steht wie hellesMorgenlicht in Dämmerungen.
Wie zwei Abendwölfe fahrenAus des Waldes dunklen Nächten,Also steigen aus den HaarenDir zwei rabenschwarze Flechten.
Wie zwei Abendwölfe fahren
Aus des Waldes dunklen Nächten,
Also steigen aus den Haaren
Dir zwei rabenschwarze Flechten.
Doch da ist ein Licht, ein schnelles,Von der Wange eingedrungen,Und dein Antlitz steht wie hellesMorgenlicht in Dämmerungen.
Doch da ist ein Licht, ein schnelles,
Von der Wange eingedrungen,
Und dein Antlitz steht wie helles
Morgenlicht in Dämmerungen.
Keine Nacht besteht vor ihrem Lichte,Und ihr Licht erlöscht in keinem Dunkeln:Leuchtet es im Tagesangesichte,Wächst es an zu siebenfachem Funkeln.
Keine Nacht besteht vor ihrem Lichte,Und ihr Licht erlöscht in keinem Dunkeln:Leuchtet es im Tagesangesichte,Wächst es an zu siebenfachem Funkeln.
Keine Nacht besteht vor ihrem Lichte,Und ihr Licht erlöscht in keinem Dunkeln:Leuchtet es im Tagesangesichte,Wächst es an zu siebenfachem Funkeln.
Keine Nacht besteht vor ihrem Lichte,
Und ihr Licht erlöscht in keinem Dunkeln:
Leuchtet es im Tagesangesichte,
Wächst es an zu siebenfachem Funkeln.
Zeigte Liebchen mir die Wangen,– Mitternächt’ge Stunde war’s –:Um die zarten Schläfen hangenTief die Schleier ihres Haars.Von Rubinen hell umgossenIhre frohe Wange war,Und vom klarsten Licht umflossenSchien die dunkle Locke gar.Wie die Sonne, wenn im holdenMorgenstrahl die Flamme loht: –Dunkle Wolken werden golden,Dunkle Wolken werden rot.
Zeigte Liebchen mir die Wangen,– Mitternächt’ge Stunde war’s –:Um die zarten Schläfen hangenTief die Schleier ihres Haars.Von Rubinen hell umgossenIhre frohe Wange war,Und vom klarsten Licht umflossenSchien die dunkle Locke gar.Wie die Sonne, wenn im holdenMorgenstrahl die Flamme loht: –Dunkle Wolken werden golden,Dunkle Wolken werden rot.
Zeigte Liebchen mir die Wangen,– Mitternächt’ge Stunde war’s –:Um die zarten Schläfen hangenTief die Schleier ihres Haars.
Zeigte Liebchen mir die Wangen,
– Mitternächt’ge Stunde war’s –:
Um die zarten Schläfen hangen
Tief die Schleier ihres Haars.
Von Rubinen hell umgossenIhre frohe Wange war,Und vom klarsten Licht umflossenSchien die dunkle Locke gar.
Von Rubinen hell umgossen
Ihre frohe Wange war,
Und vom klarsten Licht umflossen
Schien die dunkle Locke gar.
Wie die Sonne, wenn im holdenMorgenstrahl die Flamme loht: –Dunkle Wolken werden golden,Dunkle Wolken werden rot.
Wie die Sonne, wenn im holden
Morgenstrahl die Flamme loht: –
Dunkle Wolken werden golden,
Dunkle Wolken werden rot.
Liebe Sänger, singt den TrautenHolde Lieder zu den LautenIn dem schönsten Wechselsang!Singet den verhüllten Blicken,Die verstohlen schaun und nickenDurch des Fensters Seidenhang.Sie, die Keuschen hinter Gittern,Die da lernten von den MütternRein zu halten Herz und Leib;Und die doch mit Pfeilen spielen,Kindlich mit dem Bogen zielenAhnungslosen Zeitvertreib.Weh, geschossen und getroffen!Klaffend steht die Wunde offen:Ach, sie ahnten keinen Harm;Sie, die nie an Schwerter rührtenUnd als einz’ge Waffe führtenIhren Alabasterarm.Sie, die Schwachen, Müden, Süßen,Die das Kettlein an den Füßen,Allzu schwer das Ringlein drückt;Deren Auge bei den LastenIhrer seidnen WimperquastenKaum ein stiller Aufschlag glückt.Aber wenn es einmal blickenUnd empor zur Sonne schickenSeine heißen Flammen wollt’,Schwarz verbrennen in der FerneWürd’ an diesem FeuersterneAll der Sonne rotes Gold.„Werde Licht!“ so spricht die Wange,„Werde Nacht!“ die LockenschlangeDieser holdgeliebten Schar.Ihre weißen Kleider hülletLicht der Liebe, Nacht erfüllet,Leidesnacht ihr dunkles Haar.O ihr Leuchten meines Lebens,Ist mein Herz nicht eures SchwebensFirmamentisch Himmelszelt?Rollt ihr nicht in ew’gen GleisenUnd in immer neuen KreisenDurch dies Herze, diese Welt?Ach, ihr zarten, freudereichen,Traubenschwerem Weine gleichen,Wie er Zweig und Wurzel trägt!Ach, ihr Lippen, Schönheitsboten,Wie ihr eure doppelt rotenPolster um die Perlen legt!Zürne, Herze, nicht den Kecken,Wenn gar ihres Auges NeckenFalsch aus falschem Fenster schaut:Diese Aepfel, wie sie hangen,Diese Lilien auf den WangenSind ein süßes Heilekraut.Sieh den Wuchs gleich einer Palme,Der gleich windbewegtem HalmeLieblich seine Hüften wiegt!Jedes Herze, mußt du wissen,Kaum gefangen, schon zerrissenBlutend ihr zu Füßen liegt.Soll man sie nun schuldig sprechen,Da sie nur, um sich zu rächen,Gegen unsre Herzen gehn?Für die Blumen, die wir FrechenTäglich von den Beeten brechen,Die in Wangenblüte stehn?Auf, zum Richter will ich schreiten:Seine Schwingen, seine weiten,Sind der Weisheit Schutz und Hort.Er, der über Tod und LebenRichtet, soll die Antwort geben:Still, er kündet Gottes Wort! – –– – – –
Liebe Sänger, singt den TrautenHolde Lieder zu den LautenIn dem schönsten Wechselsang!Singet den verhüllten Blicken,Die verstohlen schaun und nickenDurch des Fensters Seidenhang.Sie, die Keuschen hinter Gittern,Die da lernten von den MütternRein zu halten Herz und Leib;Und die doch mit Pfeilen spielen,Kindlich mit dem Bogen zielenAhnungslosen Zeitvertreib.Weh, geschossen und getroffen!Klaffend steht die Wunde offen:Ach, sie ahnten keinen Harm;Sie, die nie an Schwerter rührtenUnd als einz’ge Waffe führtenIhren Alabasterarm.Sie, die Schwachen, Müden, Süßen,Die das Kettlein an den Füßen,Allzu schwer das Ringlein drückt;Deren Auge bei den LastenIhrer seidnen WimperquastenKaum ein stiller Aufschlag glückt.Aber wenn es einmal blickenUnd empor zur Sonne schickenSeine heißen Flammen wollt’,Schwarz verbrennen in der FerneWürd’ an diesem FeuersterneAll der Sonne rotes Gold.„Werde Licht!“ so spricht die Wange,„Werde Nacht!“ die LockenschlangeDieser holdgeliebten Schar.Ihre weißen Kleider hülletLicht der Liebe, Nacht erfüllet,Leidesnacht ihr dunkles Haar.O ihr Leuchten meines Lebens,Ist mein Herz nicht eures SchwebensFirmamentisch Himmelszelt?Rollt ihr nicht in ew’gen GleisenUnd in immer neuen KreisenDurch dies Herze, diese Welt?Ach, ihr zarten, freudereichen,Traubenschwerem Weine gleichen,Wie er Zweig und Wurzel trägt!Ach, ihr Lippen, Schönheitsboten,Wie ihr eure doppelt rotenPolster um die Perlen legt!Zürne, Herze, nicht den Kecken,Wenn gar ihres Auges NeckenFalsch aus falschem Fenster schaut:Diese Aepfel, wie sie hangen,Diese Lilien auf den WangenSind ein süßes Heilekraut.Sieh den Wuchs gleich einer Palme,Der gleich windbewegtem HalmeLieblich seine Hüften wiegt!Jedes Herze, mußt du wissen,Kaum gefangen, schon zerrissenBlutend ihr zu Füßen liegt.Soll man sie nun schuldig sprechen,Da sie nur, um sich zu rächen,Gegen unsre Herzen gehn?Für die Blumen, die wir FrechenTäglich von den Beeten brechen,Die in Wangenblüte stehn?Auf, zum Richter will ich schreiten:Seine Schwingen, seine weiten,Sind der Weisheit Schutz und Hort.Er, der über Tod und LebenRichtet, soll die Antwort geben:Still, er kündet Gottes Wort! – –– – – –
Liebe Sänger, singt den TrautenHolde Lieder zu den LautenIn dem schönsten Wechselsang!Singet den verhüllten Blicken,Die verstohlen schaun und nickenDurch des Fensters Seidenhang.
Liebe Sänger, singt den Trauten
Holde Lieder zu den Lauten
In dem schönsten Wechselsang!
Singet den verhüllten Blicken,
Die verstohlen schaun und nicken
Durch des Fensters Seidenhang.
Sie, die Keuschen hinter Gittern,Die da lernten von den MütternRein zu halten Herz und Leib;Und die doch mit Pfeilen spielen,Kindlich mit dem Bogen zielenAhnungslosen Zeitvertreib.
Sie, die Keuschen hinter Gittern,
Die da lernten von den Müttern
Rein zu halten Herz und Leib;
Und die doch mit Pfeilen spielen,
Kindlich mit dem Bogen zielen
Ahnungslosen Zeitvertreib.
Weh, geschossen und getroffen!Klaffend steht die Wunde offen:Ach, sie ahnten keinen Harm;Sie, die nie an Schwerter rührtenUnd als einz’ge Waffe führtenIhren Alabasterarm.
Weh, geschossen und getroffen!
Klaffend steht die Wunde offen:
Ach, sie ahnten keinen Harm;
Sie, die nie an Schwerter rührten
Und als einz’ge Waffe führten
Ihren Alabasterarm.
Sie, die Schwachen, Müden, Süßen,Die das Kettlein an den Füßen,Allzu schwer das Ringlein drückt;Deren Auge bei den LastenIhrer seidnen WimperquastenKaum ein stiller Aufschlag glückt.
Sie, die Schwachen, Müden, Süßen,
Die das Kettlein an den Füßen,
Allzu schwer das Ringlein drückt;
Deren Auge bei den Lasten
Ihrer seidnen Wimperquasten
Kaum ein stiller Aufschlag glückt.
Aber wenn es einmal blickenUnd empor zur Sonne schickenSeine heißen Flammen wollt’,Schwarz verbrennen in der FerneWürd’ an diesem FeuersterneAll der Sonne rotes Gold.
Aber wenn es einmal blicken
Und empor zur Sonne schicken
Seine heißen Flammen wollt’,
Schwarz verbrennen in der Ferne
Würd’ an diesem Feuersterne
All der Sonne rotes Gold.
„Werde Licht!“ so spricht die Wange,„Werde Nacht!“ die LockenschlangeDieser holdgeliebten Schar.Ihre weißen Kleider hülletLicht der Liebe, Nacht erfüllet,Leidesnacht ihr dunkles Haar.
„Werde Licht!“ so spricht die Wange,
„Werde Nacht!“ die Lockenschlange
Dieser holdgeliebten Schar.
Ihre weißen Kleider hüllet
Licht der Liebe, Nacht erfüllet,
Leidesnacht ihr dunkles Haar.
O ihr Leuchten meines Lebens,Ist mein Herz nicht eures SchwebensFirmamentisch Himmelszelt?Rollt ihr nicht in ew’gen GleisenUnd in immer neuen KreisenDurch dies Herze, diese Welt?
O ihr Leuchten meines Lebens,
Ist mein Herz nicht eures Schwebens
Firmamentisch Himmelszelt?
Rollt ihr nicht in ew’gen Gleisen
Und in immer neuen Kreisen
Durch dies Herze, diese Welt?
Ach, ihr zarten, freudereichen,Traubenschwerem Weine gleichen,Wie er Zweig und Wurzel trägt!Ach, ihr Lippen, Schönheitsboten,Wie ihr eure doppelt rotenPolster um die Perlen legt!
Ach, ihr zarten, freudereichen,
Traubenschwerem Weine gleichen,
Wie er Zweig und Wurzel trägt!
Ach, ihr Lippen, Schönheitsboten,
Wie ihr eure doppelt roten
Polster um die Perlen legt!
Zürne, Herze, nicht den Kecken,Wenn gar ihres Auges NeckenFalsch aus falschem Fenster schaut:Diese Aepfel, wie sie hangen,Diese Lilien auf den WangenSind ein süßes Heilekraut.
Zürne, Herze, nicht den Kecken,
Wenn gar ihres Auges Necken
Falsch aus falschem Fenster schaut:
Diese Aepfel, wie sie hangen,
Diese Lilien auf den Wangen
Sind ein süßes Heilekraut.
Sieh den Wuchs gleich einer Palme,Der gleich windbewegtem HalmeLieblich seine Hüften wiegt!Jedes Herze, mußt du wissen,Kaum gefangen, schon zerrissenBlutend ihr zu Füßen liegt.
Sieh den Wuchs gleich einer Palme,
Der gleich windbewegtem Halme
Lieblich seine Hüften wiegt!
Jedes Herze, mußt du wissen,
Kaum gefangen, schon zerrissen
Blutend ihr zu Füßen liegt.
Soll man sie nun schuldig sprechen,Da sie nur, um sich zu rächen,Gegen unsre Herzen gehn?Für die Blumen, die wir FrechenTäglich von den Beeten brechen,Die in Wangenblüte stehn?
Soll man sie nun schuldig sprechen,
Da sie nur, um sich zu rächen,
Gegen unsre Herzen gehn?
Für die Blumen, die wir Frechen
Täglich von den Beeten brechen,
Die in Wangenblüte stehn?
Auf, zum Richter will ich schreiten:Seine Schwingen, seine weiten,Sind der Weisheit Schutz und Hort.Er, der über Tod und LebenRichtet, soll die Antwort geben:Still, er kündet Gottes Wort! – –– – – –
Auf, zum Richter will ich schreiten:
Seine Schwingen, seine weiten,
Sind der Weisheit Schutz und Hort.
Er, der über Tod und Leben
Richtet, soll die Antwort geben:
Still, er kündet Gottes Wort! – –
– – – –
Was geht noch auf die Sonne,Was leuchtet sie uns noch?Der Mädchen AllerschönsteVerdunkelte sie doch.Magst, Sonne, du errötenVor ihrem holden Glanz,Mag aus den Bahnen tretenDer Sterne lichter Kranz!Was braucht die süße TaubeNoch eure hohe Welt? –Sie macht die MyrtenlaubeSich selbst zum Himmelszelt.
Was geht noch auf die Sonne,Was leuchtet sie uns noch?Der Mädchen AllerschönsteVerdunkelte sie doch.Magst, Sonne, du errötenVor ihrem holden Glanz,Mag aus den Bahnen tretenDer Sterne lichter Kranz!Was braucht die süße TaubeNoch eure hohe Welt? –Sie macht die MyrtenlaubeSich selbst zum Himmelszelt.
Was geht noch auf die Sonne,Was leuchtet sie uns noch?Der Mädchen AllerschönsteVerdunkelte sie doch.
Was geht noch auf die Sonne,
Was leuchtet sie uns noch?
Der Mädchen Allerschönste
Verdunkelte sie doch.
Magst, Sonne, du errötenVor ihrem holden Glanz,Mag aus den Bahnen tretenDer Sterne lichter Kranz!
Magst, Sonne, du erröten
Vor ihrem holden Glanz,
Mag aus den Bahnen treten
Der Sterne lichter Kranz!
Was braucht die süße TaubeNoch eure hohe Welt? –Sie macht die MyrtenlaubeSich selbst zum Himmelszelt.
Was braucht die süße Taube
Noch eure hohe Welt? –
Sie macht die Myrtenlaube
Sich selbst zum Himmelszelt.
Mög’ des Paares holder BundIsrael zum Segen frommen!Tu’ das nächste Jahr uns kund,Daß ein neuer Stern entglommen.Daß in ihren Tagen dannFroh man meinem Volke kündet: –Des Erlösers Leuchte hatGott dir angezündet.
Mög’ des Paares holder BundIsrael zum Segen frommen!Tu’ das nächste Jahr uns kund,Daß ein neuer Stern entglommen.Daß in ihren Tagen dannFroh man meinem Volke kündet: –Des Erlösers Leuchte hatGott dir angezündet.
Mög’ des Paares holder BundIsrael zum Segen frommen!Tu’ das nächste Jahr uns kund,Daß ein neuer Stern entglommen.
Mög’ des Paares holder Bund
Israel zum Segen frommen!
Tu’ das nächste Jahr uns kund,
Daß ein neuer Stern entglommen.
Daß in ihren Tagen dannFroh man meinem Volke kündet: –Des Erlösers Leuchte hatGott dir angezündet.
Daß in ihren Tagen dann
Froh man meinem Volke kündet: –
Des Erlösers Leuchte hat
Gott dir angezündet.