1848.
Ein wilder Sturm ist in die Welt gefahren,Durchwühlt die Völker, wie ein brausend Meer.Prophetenstimmen aus verklung’nen JahrenZieh’n wie Posaunentöne vor ihm her.Entfesselt sind der Geister wilde SchaarenUnd die Empörung schwingt den blut’gen Speer.Es ist ein Toben und ein wildes Kämpfen,Als wälzte sich die Zeit in schweren Krämpfen.Wer ist der Steuermann in solchen Wettern,Wer ist der Geist, der über’n Wassern schwebt?Ein Herrscher, der das Schiff aus morschen BretternMaschinenmäßig durch die Wellen hebt?Ein Feldmarschall, der unter BombenschmetternSich in die Weichen der Empörung gräbt?Kann Menschenweisheit jenem Sturm gebieten,Gibt uns ein Machtwort den verlor’nen Frieden?Wohl mag einSternuns aus den Wogen retten,Doch keiner, der auf Uniformen blinkt,Wohl eineHandvermag uns warm zu betten,Doch keine, die ein irdisch Scepter schwingt.Und für das Schiff gibt’s neue, sich’re Ketten,Doch keine, die uns um die Freiheit bringt.Wo Geister kämpfen mit der wilden Brandung,Führt nur ein Geist die Ringenden zur Landung.DerStern, dieStella maris, die wir kennen,Wir seh’n ihn hehr und schön vom Himmel schauen,’s ist kein Pilot, der ihn nicht weiß zu nennen,Den süßen Namen Uns’rer Lieben Frauen.Wo gibt’s Fanale, die so glänzend brennen,Wenn uns die Nacht umfängt und Tod und Grauen?Das ist der Stern, vor dem in SturmesreigenDie Wogen ihre stolzen Häupter neigen.DieHand, das ist die Hand der Braut des Herren,Die lehrend sich herab zum Schiffer neigt,Die, wenn sich Fels auf Fels entgegensperren,Ihm winkt und ihm die Fahrt zum Hafen zeigt,Und, daß die Wogen ihn nicht abwärts zerren,Den Segen ihres hohen Bräut’gams reicht.WodieseHand regiert, von Gottes wegen,Da geht das Schiff dem sichern Port entgegen.DieKette, die es hält für alle Zeiten,Reicht von der Erde in die Ewigkeit,Die Kette zweier Welten, die in beidenUns zur Gemeinschaft aller Heil’gen reiht –Im Siegen, wie im Sterben und im Leiden,In Nacht und Trübsal, Gnad’ und Herrlichkeit –Das ist die Kette von Demant und Eisen,Die keine Stürme dieser Welt zerreißen.O süßer Meerstern, der vom Himmel d’robenSo mild und freundlich auf uns niederschaut,O zarte Hand, der, wenn die Wellen toben,Der Schiffer demuthsvoll den Kahn vertraut,O diamantnes Band, von Gott gewoben, –Ja, wenn es uns in Nacht und Stürmen graut –Und wenn wir nichts mehr hoffen, nichts mehr lieben,Wir glauben noch, dennihrseid uns geblieben.
Ein wilder Sturm ist in die Welt gefahren,Durchwühlt die Völker, wie ein brausend Meer.Prophetenstimmen aus verklung’nen JahrenZieh’n wie Posaunentöne vor ihm her.Entfesselt sind der Geister wilde SchaarenUnd die Empörung schwingt den blut’gen Speer.Es ist ein Toben und ein wildes Kämpfen,Als wälzte sich die Zeit in schweren Krämpfen.Wer ist der Steuermann in solchen Wettern,Wer ist der Geist, der über’n Wassern schwebt?Ein Herrscher, der das Schiff aus morschen BretternMaschinenmäßig durch die Wellen hebt?Ein Feldmarschall, der unter BombenschmetternSich in die Weichen der Empörung gräbt?Kann Menschenweisheit jenem Sturm gebieten,Gibt uns ein Machtwort den verlor’nen Frieden?Wohl mag einSternuns aus den Wogen retten,Doch keiner, der auf Uniformen blinkt,Wohl eineHandvermag uns warm zu betten,Doch keine, die ein irdisch Scepter schwingt.Und für das Schiff gibt’s neue, sich’re Ketten,Doch keine, die uns um die Freiheit bringt.Wo Geister kämpfen mit der wilden Brandung,Führt nur ein Geist die Ringenden zur Landung.DerStern, dieStella maris, die wir kennen,Wir seh’n ihn hehr und schön vom Himmel schauen,’s ist kein Pilot, der ihn nicht weiß zu nennen,Den süßen Namen Uns’rer Lieben Frauen.Wo gibt’s Fanale, die so glänzend brennen,Wenn uns die Nacht umfängt und Tod und Grauen?Das ist der Stern, vor dem in SturmesreigenDie Wogen ihre stolzen Häupter neigen.DieHand, das ist die Hand der Braut des Herren,Die lehrend sich herab zum Schiffer neigt,Die, wenn sich Fels auf Fels entgegensperren,Ihm winkt und ihm die Fahrt zum Hafen zeigt,Und, daß die Wogen ihn nicht abwärts zerren,Den Segen ihres hohen Bräut’gams reicht.WodieseHand regiert, von Gottes wegen,Da geht das Schiff dem sichern Port entgegen.DieKette, die es hält für alle Zeiten,Reicht von der Erde in die Ewigkeit,Die Kette zweier Welten, die in beidenUns zur Gemeinschaft aller Heil’gen reiht –Im Siegen, wie im Sterben und im Leiden,In Nacht und Trübsal, Gnad’ und Herrlichkeit –Das ist die Kette von Demant und Eisen,Die keine Stürme dieser Welt zerreißen.O süßer Meerstern, der vom Himmel d’robenSo mild und freundlich auf uns niederschaut,O zarte Hand, der, wenn die Wellen toben,Der Schiffer demuthsvoll den Kahn vertraut,O diamantnes Band, von Gott gewoben, –Ja, wenn es uns in Nacht und Stürmen graut –Und wenn wir nichts mehr hoffen, nichts mehr lieben,Wir glauben noch, dennihrseid uns geblieben.
Ein wilder Sturm ist in die Welt gefahren,Durchwühlt die Völker, wie ein brausend Meer.Prophetenstimmen aus verklung’nen JahrenZieh’n wie Posaunentöne vor ihm her.Entfesselt sind der Geister wilde SchaarenUnd die Empörung schwingt den blut’gen Speer.Es ist ein Toben und ein wildes Kämpfen,Als wälzte sich die Zeit in schweren Krämpfen.
Ein wilder Sturm ist in die Welt gefahren,
Durchwühlt die Völker, wie ein brausend Meer.
Prophetenstimmen aus verklung’nen Jahren
Zieh’n wie Posaunentöne vor ihm her.
Entfesselt sind der Geister wilde Schaaren
Und die Empörung schwingt den blut’gen Speer.
Es ist ein Toben und ein wildes Kämpfen,
Als wälzte sich die Zeit in schweren Krämpfen.
Wer ist der Steuermann in solchen Wettern,Wer ist der Geist, der über’n Wassern schwebt?Ein Herrscher, der das Schiff aus morschen BretternMaschinenmäßig durch die Wellen hebt?Ein Feldmarschall, der unter BombenschmetternSich in die Weichen der Empörung gräbt?Kann Menschenweisheit jenem Sturm gebieten,Gibt uns ein Machtwort den verlor’nen Frieden?
Wer ist der Steuermann in solchen Wettern,
Wer ist der Geist, der über’n Wassern schwebt?
Ein Herrscher, der das Schiff aus morschen Brettern
Maschinenmäßig durch die Wellen hebt?
Ein Feldmarschall, der unter Bombenschmettern
Sich in die Weichen der Empörung gräbt?
Kann Menschenweisheit jenem Sturm gebieten,
Gibt uns ein Machtwort den verlor’nen Frieden?
Wohl mag einSternuns aus den Wogen retten,Doch keiner, der auf Uniformen blinkt,Wohl eineHandvermag uns warm zu betten,Doch keine, die ein irdisch Scepter schwingt.Und für das Schiff gibt’s neue, sich’re Ketten,Doch keine, die uns um die Freiheit bringt.Wo Geister kämpfen mit der wilden Brandung,Führt nur ein Geist die Ringenden zur Landung.
Wohl mag einSternuns aus den Wogen retten,
Doch keiner, der auf Uniformen blinkt,
Wohl eineHandvermag uns warm zu betten,
Doch keine, die ein irdisch Scepter schwingt.
Und für das Schiff gibt’s neue, sich’re Ketten,
Doch keine, die uns um die Freiheit bringt.
Wo Geister kämpfen mit der wilden Brandung,
Führt nur ein Geist die Ringenden zur Landung.
DerStern, dieStella maris, die wir kennen,Wir seh’n ihn hehr und schön vom Himmel schauen,’s ist kein Pilot, der ihn nicht weiß zu nennen,Den süßen Namen Uns’rer Lieben Frauen.Wo gibt’s Fanale, die so glänzend brennen,Wenn uns die Nacht umfängt und Tod und Grauen?Das ist der Stern, vor dem in SturmesreigenDie Wogen ihre stolzen Häupter neigen.
DerStern, dieStella maris, die wir kennen,
Wir seh’n ihn hehr und schön vom Himmel schauen,
’s ist kein Pilot, der ihn nicht weiß zu nennen,
Den süßen Namen Uns’rer Lieben Frauen.
Wo gibt’s Fanale, die so glänzend brennen,
Wenn uns die Nacht umfängt und Tod und Grauen?
Das ist der Stern, vor dem in Sturmesreigen
Die Wogen ihre stolzen Häupter neigen.
DieHand, das ist die Hand der Braut des Herren,Die lehrend sich herab zum Schiffer neigt,Die, wenn sich Fels auf Fels entgegensperren,Ihm winkt und ihm die Fahrt zum Hafen zeigt,Und, daß die Wogen ihn nicht abwärts zerren,Den Segen ihres hohen Bräut’gams reicht.WodieseHand regiert, von Gottes wegen,Da geht das Schiff dem sichern Port entgegen.
DieHand, das ist die Hand der Braut des Herren,
Die lehrend sich herab zum Schiffer neigt,
Die, wenn sich Fels auf Fels entgegensperren,
Ihm winkt und ihm die Fahrt zum Hafen zeigt,
Und, daß die Wogen ihn nicht abwärts zerren,
Den Segen ihres hohen Bräut’gams reicht.
WodieseHand regiert, von Gottes wegen,
Da geht das Schiff dem sichern Port entgegen.
DieKette, die es hält für alle Zeiten,Reicht von der Erde in die Ewigkeit,Die Kette zweier Welten, die in beidenUns zur Gemeinschaft aller Heil’gen reiht –Im Siegen, wie im Sterben und im Leiden,In Nacht und Trübsal, Gnad’ und Herrlichkeit –Das ist die Kette von Demant und Eisen,Die keine Stürme dieser Welt zerreißen.
DieKette, die es hält für alle Zeiten,
Reicht von der Erde in die Ewigkeit,
Die Kette zweier Welten, die in beiden
Uns zur Gemeinschaft aller Heil’gen reiht –
Im Siegen, wie im Sterben und im Leiden,
In Nacht und Trübsal, Gnad’ und Herrlichkeit –
Das ist die Kette von Demant und Eisen,
Die keine Stürme dieser Welt zerreißen.
O süßer Meerstern, der vom Himmel d’robenSo mild und freundlich auf uns niederschaut,O zarte Hand, der, wenn die Wellen toben,Der Schiffer demuthsvoll den Kahn vertraut,O diamantnes Band, von Gott gewoben, –Ja, wenn es uns in Nacht und Stürmen graut –Und wenn wir nichts mehr hoffen, nichts mehr lieben,Wir glauben noch, dennihrseid uns geblieben.
O süßer Meerstern, der vom Himmel d’roben
So mild und freundlich auf uns niederschaut,
O zarte Hand, der, wenn die Wellen toben,
Der Schiffer demuthsvoll den Kahn vertraut,
O diamantnes Band, von Gott gewoben, –
Ja, wenn es uns in Nacht und Stürmen graut –
Und wenn wir nichts mehr hoffen, nichts mehr lieben,
Wir glauben noch, dennihrseid uns geblieben.