Am Anfange der Osterferien.

Am Anfange der Osterferien.

1826.

Auf, auf, mein Herz, der Frühling ist da,Laß schweigen das nächtliche Sehnen,Hast wacker gekämpft, die Stunde sie naht,Wo Kronen der Liebe dich krönen!Auf, auf, mein Herz, die Lerche schwirrt,Es senket der Lenz seine Flügel,Auf, auf, nach der Heimath durch Wald und Flur,Hinaus über grünende Hügel!Warum so still, wenn die Freude Dir lacht?Hast Du nicht dem Himmel vertraut?Und hat der beglückende Frieden in DirNicht gold’ne Palläste gebaut?Hast Du nicht errungen das Wonnegefühl,Gekämpft und gesieget zu haben?Hast du in den niederen Gängen der LustDie Hoffnung der Eltern begraben?Warum so still, wenn der Frühling Dir lacht?Wenn himmlische Freuden Dir winken?Bald sollst Du an liebender VaterbrustDie Wonne des Wiederseh’ns trinken!„Wohl bin ich so still, ob die Freude mir lacht,„Wohl hab’ ich dem Himmel vertraut;„Wohl hat der beglückende Frieden in mir„Die gold’nen Dächer gebaut;“„Wohl schwirret die Lerche, es lächelt so klar„Der Aether in freundlicher Bläue,„Wohl nahen die Freuden, die himmlischen all’,„Mit Kränzen der Liebe und Treue:“„Doch ach, mein Harren und Sehnen ist hin,„Das innig und heiß mich durchglühte,„Ich kann nicht mehr wünschen, mein Hoffen ist hin,„Gepflückt ist die köstlichste Blüthe.“„Ach! süßer entfloh’n, und ich wußte es nicht,„Im Harren und Sehnen die Stunden,„Die Frucht ist gereift, die Blüthe verwelkt,„Die Krone der Freude empfunden!“

Auf, auf, mein Herz, der Frühling ist da,Laß schweigen das nächtliche Sehnen,Hast wacker gekämpft, die Stunde sie naht,Wo Kronen der Liebe dich krönen!Auf, auf, mein Herz, die Lerche schwirrt,Es senket der Lenz seine Flügel,Auf, auf, nach der Heimath durch Wald und Flur,Hinaus über grünende Hügel!Warum so still, wenn die Freude Dir lacht?Hast Du nicht dem Himmel vertraut?Und hat der beglückende Frieden in DirNicht gold’ne Palläste gebaut?Hast Du nicht errungen das Wonnegefühl,Gekämpft und gesieget zu haben?Hast du in den niederen Gängen der LustDie Hoffnung der Eltern begraben?Warum so still, wenn der Frühling Dir lacht?Wenn himmlische Freuden Dir winken?Bald sollst Du an liebender VaterbrustDie Wonne des Wiederseh’ns trinken!„Wohl bin ich so still, ob die Freude mir lacht,„Wohl hab’ ich dem Himmel vertraut;„Wohl hat der beglückende Frieden in mir„Die gold’nen Dächer gebaut;“„Wohl schwirret die Lerche, es lächelt so klar„Der Aether in freundlicher Bläue,„Wohl nahen die Freuden, die himmlischen all’,„Mit Kränzen der Liebe und Treue:“„Doch ach, mein Harren und Sehnen ist hin,„Das innig und heiß mich durchglühte,„Ich kann nicht mehr wünschen, mein Hoffen ist hin,„Gepflückt ist die köstlichste Blüthe.“„Ach! süßer entfloh’n, und ich wußte es nicht,„Im Harren und Sehnen die Stunden,„Die Frucht ist gereift, die Blüthe verwelkt,„Die Krone der Freude empfunden!“

Auf, auf, mein Herz, der Frühling ist da,Laß schweigen das nächtliche Sehnen,Hast wacker gekämpft, die Stunde sie naht,Wo Kronen der Liebe dich krönen!

Auf, auf, mein Herz, der Frühling ist da,

Laß schweigen das nächtliche Sehnen,

Hast wacker gekämpft, die Stunde sie naht,

Wo Kronen der Liebe dich krönen!

Auf, auf, mein Herz, die Lerche schwirrt,Es senket der Lenz seine Flügel,Auf, auf, nach der Heimath durch Wald und Flur,Hinaus über grünende Hügel!

Auf, auf, mein Herz, die Lerche schwirrt,

Es senket der Lenz seine Flügel,

Auf, auf, nach der Heimath durch Wald und Flur,

Hinaus über grünende Hügel!

Warum so still, wenn die Freude Dir lacht?Hast Du nicht dem Himmel vertraut?Und hat der beglückende Frieden in DirNicht gold’ne Palläste gebaut?

Warum so still, wenn die Freude Dir lacht?

Hast Du nicht dem Himmel vertraut?

Und hat der beglückende Frieden in Dir

Nicht gold’ne Palläste gebaut?

Hast Du nicht errungen das Wonnegefühl,Gekämpft und gesieget zu haben?Hast du in den niederen Gängen der LustDie Hoffnung der Eltern begraben?

Hast Du nicht errungen das Wonnegefühl,

Gekämpft und gesieget zu haben?

Hast du in den niederen Gängen der Lust

Die Hoffnung der Eltern begraben?

Warum so still, wenn der Frühling Dir lacht?Wenn himmlische Freuden Dir winken?Bald sollst Du an liebender VaterbrustDie Wonne des Wiederseh’ns trinken!

Warum so still, wenn der Frühling Dir lacht?

Wenn himmlische Freuden Dir winken?

Bald sollst Du an liebender Vaterbrust

Die Wonne des Wiederseh’ns trinken!

„Wohl bin ich so still, ob die Freude mir lacht,„Wohl hab’ ich dem Himmel vertraut;„Wohl hat der beglückende Frieden in mir„Die gold’nen Dächer gebaut;“

„Wohl bin ich so still, ob die Freude mir lacht,

„Wohl hab’ ich dem Himmel vertraut;

„Wohl hat der beglückende Frieden in mir

„Die gold’nen Dächer gebaut;“

„Wohl schwirret die Lerche, es lächelt so klar„Der Aether in freundlicher Bläue,„Wohl nahen die Freuden, die himmlischen all’,„Mit Kränzen der Liebe und Treue:“

„Wohl schwirret die Lerche, es lächelt so klar

„Der Aether in freundlicher Bläue,

„Wohl nahen die Freuden, die himmlischen all’,

„Mit Kränzen der Liebe und Treue:“

„Doch ach, mein Harren und Sehnen ist hin,„Das innig und heiß mich durchglühte,„Ich kann nicht mehr wünschen, mein Hoffen ist hin,„Gepflückt ist die köstlichste Blüthe.“

„Doch ach, mein Harren und Sehnen ist hin,

„Das innig und heiß mich durchglühte,

„Ich kann nicht mehr wünschen, mein Hoffen ist hin,

„Gepflückt ist die köstlichste Blüthe.“

„Ach! süßer entfloh’n, und ich wußte es nicht,„Im Harren und Sehnen die Stunden,„Die Frucht ist gereift, die Blüthe verwelkt,„Die Krone der Freude empfunden!“

„Ach! süßer entfloh’n, und ich wußte es nicht,

„Im Harren und Sehnen die Stunden,

„Die Frucht ist gereift, die Blüthe verwelkt,

„Die Krone der Freude empfunden!“


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