Des armen Kindes heiliger Christ.[10]

Des armen Kindes heiliger Christ.[10]

Die Nacht war kalt und schaurig –Du arme kleine Marie!Sie wandert’ allein und traurig,Und haucht’ in die Händchen und schrie.Und sinket ermattet nieder,Vom Froste starret das Blut.„O könnt’ ich die bebenden GliederBeleben in wärmender Gluth!Wie blinket das schöne Gebäude,Erleuchtet vom Kerzenschein!Da kehrte mit köstlicher FreudeDer heilige Christ wohl ein.Er kam aus dem Feenlande,Mit goldener Kron’ im Haar,Im prächtigen Purpurgewande,So herrlich und wunderbar.Und bracht’ ein flimmerndes Bäumchen,Und Aepfel und Nüsse daran.Ach! wer doch beim flimmernden BäumchenHeut’ Abend sich freuen kann!Nichts bracht’ er mir, nichts mir Armen!Wie stürmet der brausende Wind!Ach, wer, wer hat doch ErbarmenMit dem armen Bettlerkind?“Und wie sie die müden GliederNun ruhet auf kaltem Stein,Und senket die Augenlieder,Und schlummert ermattet ein:Da kam er zu ihr im Traume,Mit goldener Kron’ im Haar,Im Kleide mit purpurnem Saume,So herrlich und wunderbar.Und schüttete köstliche Gaben,Und goldene Früchte aus:„Das Alles, Marie, sollst Du haben,Willst Du mit mir geh’n in mein Haus.Ich geb’ auch ein Bäumchen mit vielenHell flimmernden Lichtern Dir,Und die Engel soll’n mit Dir spielen,Komm, liebliches Kind, mit mir.“Da that das Kind MillionenHell leuchtender Lichtchen seh’n,Und es denkt, dort muß er wohnen!Und es will mit dem Christe geh’n.Und als nun die goldene FrüheVerscheuchet die schaurige Nacht,Da ist die kleine MarieNicht wieder aufgewacht.

Die Nacht war kalt und schaurig –Du arme kleine Marie!Sie wandert’ allein und traurig,Und haucht’ in die Händchen und schrie.Und sinket ermattet nieder,Vom Froste starret das Blut.„O könnt’ ich die bebenden GliederBeleben in wärmender Gluth!Wie blinket das schöne Gebäude,Erleuchtet vom Kerzenschein!Da kehrte mit köstlicher FreudeDer heilige Christ wohl ein.Er kam aus dem Feenlande,Mit goldener Kron’ im Haar,Im prächtigen Purpurgewande,So herrlich und wunderbar.Und bracht’ ein flimmerndes Bäumchen,Und Aepfel und Nüsse daran.Ach! wer doch beim flimmernden BäumchenHeut’ Abend sich freuen kann!Nichts bracht’ er mir, nichts mir Armen!Wie stürmet der brausende Wind!Ach, wer, wer hat doch ErbarmenMit dem armen Bettlerkind?“Und wie sie die müden GliederNun ruhet auf kaltem Stein,Und senket die Augenlieder,Und schlummert ermattet ein:Da kam er zu ihr im Traume,Mit goldener Kron’ im Haar,Im Kleide mit purpurnem Saume,So herrlich und wunderbar.Und schüttete köstliche Gaben,Und goldene Früchte aus:„Das Alles, Marie, sollst Du haben,Willst Du mit mir geh’n in mein Haus.Ich geb’ auch ein Bäumchen mit vielenHell flimmernden Lichtern Dir,Und die Engel soll’n mit Dir spielen,Komm, liebliches Kind, mit mir.“Da that das Kind MillionenHell leuchtender Lichtchen seh’n,Und es denkt, dort muß er wohnen!Und es will mit dem Christe geh’n.Und als nun die goldene FrüheVerscheuchet die schaurige Nacht,Da ist die kleine MarieNicht wieder aufgewacht.

Die Nacht war kalt und schaurig –Du arme kleine Marie!Sie wandert’ allein und traurig,Und haucht’ in die Händchen und schrie.

Die Nacht war kalt und schaurig –

Du arme kleine Marie!

Sie wandert’ allein und traurig,

Und haucht’ in die Händchen und schrie.

Und sinket ermattet nieder,Vom Froste starret das Blut.„O könnt’ ich die bebenden GliederBeleben in wärmender Gluth!

Und sinket ermattet nieder,

Vom Froste starret das Blut.

„O könnt’ ich die bebenden Glieder

Beleben in wärmender Gluth!

Wie blinket das schöne Gebäude,Erleuchtet vom Kerzenschein!Da kehrte mit köstlicher FreudeDer heilige Christ wohl ein.

Wie blinket das schöne Gebäude,

Erleuchtet vom Kerzenschein!

Da kehrte mit köstlicher Freude

Der heilige Christ wohl ein.

Er kam aus dem Feenlande,Mit goldener Kron’ im Haar,Im prächtigen Purpurgewande,So herrlich und wunderbar.

Er kam aus dem Feenlande,

Mit goldener Kron’ im Haar,

Im prächtigen Purpurgewande,

So herrlich und wunderbar.

Und bracht’ ein flimmerndes Bäumchen,Und Aepfel und Nüsse daran.Ach! wer doch beim flimmernden BäumchenHeut’ Abend sich freuen kann!

Und bracht’ ein flimmerndes Bäumchen,

Und Aepfel und Nüsse daran.

Ach! wer doch beim flimmernden Bäumchen

Heut’ Abend sich freuen kann!

Nichts bracht’ er mir, nichts mir Armen!Wie stürmet der brausende Wind!Ach, wer, wer hat doch ErbarmenMit dem armen Bettlerkind?“

Nichts bracht’ er mir, nichts mir Armen!

Wie stürmet der brausende Wind!

Ach, wer, wer hat doch Erbarmen

Mit dem armen Bettlerkind?“

Und wie sie die müden GliederNun ruhet auf kaltem Stein,Und senket die Augenlieder,Und schlummert ermattet ein:

Und wie sie die müden Glieder

Nun ruhet auf kaltem Stein,

Und senket die Augenlieder,

Und schlummert ermattet ein:

Da kam er zu ihr im Traume,Mit goldener Kron’ im Haar,Im Kleide mit purpurnem Saume,So herrlich und wunderbar.

Da kam er zu ihr im Traume,

Mit goldener Kron’ im Haar,

Im Kleide mit purpurnem Saume,

So herrlich und wunderbar.

Und schüttete köstliche Gaben,Und goldene Früchte aus:„Das Alles, Marie, sollst Du haben,Willst Du mit mir geh’n in mein Haus.

Und schüttete köstliche Gaben,

Und goldene Früchte aus:

„Das Alles, Marie, sollst Du haben,

Willst Du mit mir geh’n in mein Haus.

Ich geb’ auch ein Bäumchen mit vielenHell flimmernden Lichtern Dir,Und die Engel soll’n mit Dir spielen,Komm, liebliches Kind, mit mir.“

Ich geb’ auch ein Bäumchen mit vielen

Hell flimmernden Lichtern Dir,

Und die Engel soll’n mit Dir spielen,

Komm, liebliches Kind, mit mir.“

Da that das Kind MillionenHell leuchtender Lichtchen seh’n,Und es denkt, dort muß er wohnen!Und es will mit dem Christe geh’n.

Da that das Kind Millionen

Hell leuchtender Lichtchen seh’n,

Und es denkt, dort muß er wohnen!

Und es will mit dem Christe geh’n.

Und als nun die goldene FrüheVerscheuchet die schaurige Nacht,Da ist die kleine MarieNicht wieder aufgewacht.

Und als nun die goldene Frühe

Verscheuchet die schaurige Nacht,

Da ist die kleine Marie

Nicht wieder aufgewacht.


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