In einer protestantischen Kirche.[12]

In einer protestantischen Kirche.[12]

(Bruchstück aus einem ungedruckten Drama: „Der Katholik“.)

Kind.

Sieh Vater, offen ist die Thüre, laßZum erstenmal mich eine Kirche sehen.Wie herrlich muß es sein in Gottes Hause!

Sieh Vater, offen ist die Thüre, laßZum erstenmal mich eine Kirche sehen.Wie herrlich muß es sein in Gottes Hause!

Sieh Vater, offen ist die Thüre, laßZum erstenmal mich eine Kirche sehen.Wie herrlich muß es sein in Gottes Hause!

Sieh Vater, offen ist die Thüre, laß

Zum erstenmal mich eine Kirche sehen.

Wie herrlich muß es sein in Gottes Hause!

(Sie treten ein.)

O Vater, sieh wie hoch die Bogen dortSich wölben und sich himmelaufwärts heben!Sieh, wie die riesig großen Pfeiler streben.Man sieht wohl gleich, daß hier ein heil’ger Ort.’s ist schauerlich so hoch hinauf zu schauen.Wer mochte, Vater, doch die Kirche bauen?

O Vater, sieh wie hoch die Bogen dortSich wölben und sich himmelaufwärts heben!Sieh, wie die riesig großen Pfeiler streben.Man sieht wohl gleich, daß hier ein heil’ger Ort.’s ist schauerlich so hoch hinauf zu schauen.Wer mochte, Vater, doch die Kirche bauen?

O Vater, sieh wie hoch die Bogen dortSich wölben und sich himmelaufwärts heben!Sieh, wie die riesig großen Pfeiler streben.Man sieht wohl gleich, daß hier ein heil’ger Ort.’s ist schauerlich so hoch hinauf zu schauen.Wer mochte, Vater, doch die Kirche bauen?

O Vater, sieh wie hoch die Bogen dort

Sich wölben und sich himmelaufwärts heben!

Sieh, wie die riesig großen Pfeiler streben.

Man sieht wohl gleich, daß hier ein heil’ger Ort.

’s ist schauerlich so hoch hinauf zu schauen.

Wer mochte, Vater, doch die Kirche bauen?

Vater.

O, das Gebäude ist schon alt, mein Sohn!In finstern Zeiten, vor dreihundert Jahren,Als überall noch Aberglauben herrschte,Und alle Leute noch katholisch waren.Da hat dies Gotteshaus schon hier gestanden,Das sie „zu Uns’rer Lieben Frauen“ nannten.

O, das Gebäude ist schon alt, mein Sohn!In finstern Zeiten, vor dreihundert Jahren,Als überall noch Aberglauben herrschte,Und alle Leute noch katholisch waren.Da hat dies Gotteshaus schon hier gestanden,Das sie „zu Uns’rer Lieben Frauen“ nannten.

O, das Gebäude ist schon alt, mein Sohn!In finstern Zeiten, vor dreihundert Jahren,Als überall noch Aberglauben herrschte,Und alle Leute noch katholisch waren.Da hat dies Gotteshaus schon hier gestanden,Das sie „zu Uns’rer Lieben Frauen“ nannten.

O, das Gebäude ist schon alt, mein Sohn!

In finstern Zeiten, vor dreihundert Jahren,

Als überall noch Aberglauben herrschte,

Und alle Leute noch katholisch waren.

Da hat dies Gotteshaus schon hier gestanden,

Das sie „zu Uns’rer Lieben Frauen“ nannten.

Kind.

Da waren’s wohl die Heiden, die’s gebaut?

Da waren’s wohl die Heiden, die’s gebaut?

Da waren’s wohl die Heiden, die’s gebaut?

Da waren’s wohl die Heiden, die’s gebaut?

Vater.

Nein, Katholiken haben’s aufgeführt.

Nein, Katholiken haben’s aufgeführt.

Nein, Katholiken haben’s aufgeführt.

Nein, Katholiken haben’s aufgeführt.

Kind.

Hu, Katholiken! Später, wie ich denke,Erhielten wir’s von denen zum Geschenke?

Hu, Katholiken! Später, wie ich denke,Erhielten wir’s von denen zum Geschenke?

Hu, Katholiken! Später, wie ich denke,Erhielten wir’s von denen zum Geschenke?

Hu, Katholiken! Später, wie ich denke,

Erhielten wir’s von denen zum Geschenke?

Vater.

Nein, Kind, wir haben’s ihnen weggenommen.So ist die Kirche nun auf uns gekommen.

Nein, Kind, wir haben’s ihnen weggenommen.So ist die Kirche nun auf uns gekommen.

Nein, Kind, wir haben’s ihnen weggenommen.So ist die Kirche nun auf uns gekommen.

Nein, Kind, wir haben’s ihnen weggenommen.

So ist die Kirche nun auf uns gekommen.

Kind.

Oh! und wer ist denn Uns’re Liebe Frau?

Oh! und wer ist denn Uns’re Liebe Frau?

Oh! und wer ist denn Uns’re Liebe Frau?

Oh! und wer ist denn Uns’re Liebe Frau?

Vater.

Das ist die heilige Maria, Kind,Die Jesum Christum unsern Herrn geboren.Die Katholiken glaubten auch andie,Und warfen sich vor ihrem Bild’ auf’s Knie.

Das ist die heilige Maria, Kind,Die Jesum Christum unsern Herrn geboren.Die Katholiken glaubten auch andie,Und warfen sich vor ihrem Bild’ auf’s Knie.

Das ist die heilige Maria, Kind,Die Jesum Christum unsern Herrn geboren.Die Katholiken glaubten auch andie,Und warfen sich vor ihrem Bild’ auf’s Knie.

Das ist die heilige Maria, Kind,

Die Jesum Christum unsern Herrn geboren.

Die Katholiken glaubten auch andie,

Und warfen sich vor ihrem Bild’ auf’s Knie.

Kind.

Maria? Ei so hieß auch meine Mutter,D’rum war sie auch so eine liebe Frau,Wie ich’s noch heut’ in ihrem Bilde schau’.Sie hatte mich so lieb, sie war so milde,Und d’rum, Papa, hast du vor ihrem BildeOft selbst geweint und auf den Knie’n gelegen.Doch was mir, Vater, nicht gefällt, das ist,Daß hier kein Schmuck und keine Bilder sind.

Maria? Ei so hieß auch meine Mutter,D’rum war sie auch so eine liebe Frau,Wie ich’s noch heut’ in ihrem Bilde schau’.Sie hatte mich so lieb, sie war so milde,Und d’rum, Papa, hast du vor ihrem BildeOft selbst geweint und auf den Knie’n gelegen.Doch was mir, Vater, nicht gefällt, das ist,Daß hier kein Schmuck und keine Bilder sind.

Maria? Ei so hieß auch meine Mutter,D’rum war sie auch so eine liebe Frau,Wie ich’s noch heut’ in ihrem Bilde schau’.Sie hatte mich so lieb, sie war so milde,Und d’rum, Papa, hast du vor ihrem BildeOft selbst geweint und auf den Knie’n gelegen.Doch was mir, Vater, nicht gefällt, das ist,Daß hier kein Schmuck und keine Bilder sind.

Maria? Ei so hieß auch meine Mutter,

D’rum war sie auch so eine liebe Frau,

Wie ich’s noch heut’ in ihrem Bilde schau’.

Sie hatte mich so lieb, sie war so milde,

Und d’rum, Papa, hast du vor ihrem Bilde

Oft selbst geweint und auf den Knie’n gelegen.

Doch was mir, Vater, nicht gefällt, das ist,

Daß hier kein Schmuck und keine Bilder sind.

Vater.

Wir sind ja keine Katholiken, Kind!Wir beten nur zu unserm Gott allein,Zu keinem Bild, das würde Sünde sein.

Wir sind ja keine Katholiken, Kind!Wir beten nur zu unserm Gott allein,Zu keinem Bild, das würde Sünde sein.

Wir sind ja keine Katholiken, Kind!Wir beten nur zu unserm Gott allein,Zu keinem Bild, das würde Sünde sein.

Wir sind ja keine Katholiken, Kind!

Wir beten nur zu unserm Gott allein,

Zu keinem Bild, das würde Sünde sein.

Kind.

Es wär’ auch gar zu dumm, zu Bildern beten,Ein Bild kann ja nicht hören und nicht reden.Und dennoch ist’s so schön in deiner Stube,Wo du die hohen Gäste gern empfängst,Auch einsam wohl an meine Mutter denkst.Ich weiß, obgleich ich noch ein kleiner Bube,Daß mir’s einmal gelang, hinein zu schauen.D’rin hängen Bilder, viel, mit gold’nen Rahmen.Auch sah ich d’rinnen Uns’re Liebe Frauen,Und wie sie Jesus von dem Kreuze nahmen.Von allen Häusern hätt’ ich auf der WeltMir Gottes Haus am schönsten vorgestellt.

Es wär’ auch gar zu dumm, zu Bildern beten,Ein Bild kann ja nicht hören und nicht reden.Und dennoch ist’s so schön in deiner Stube,Wo du die hohen Gäste gern empfängst,Auch einsam wohl an meine Mutter denkst.Ich weiß, obgleich ich noch ein kleiner Bube,Daß mir’s einmal gelang, hinein zu schauen.D’rin hängen Bilder, viel, mit gold’nen Rahmen.Auch sah ich d’rinnen Uns’re Liebe Frauen,Und wie sie Jesus von dem Kreuze nahmen.Von allen Häusern hätt’ ich auf der WeltMir Gottes Haus am schönsten vorgestellt.

Es wär’ auch gar zu dumm, zu Bildern beten,Ein Bild kann ja nicht hören und nicht reden.Und dennoch ist’s so schön in deiner Stube,Wo du die hohen Gäste gern empfängst,Auch einsam wohl an meine Mutter denkst.Ich weiß, obgleich ich noch ein kleiner Bube,Daß mir’s einmal gelang, hinein zu schauen.D’rin hängen Bilder, viel, mit gold’nen Rahmen.Auch sah ich d’rinnen Uns’re Liebe Frauen,Und wie sie Jesus von dem Kreuze nahmen.Von allen Häusern hätt’ ich auf der WeltMir Gottes Haus am schönsten vorgestellt.

Es wär’ auch gar zu dumm, zu Bildern beten,

Ein Bild kann ja nicht hören und nicht reden.

Und dennoch ist’s so schön in deiner Stube,

Wo du die hohen Gäste gern empfängst,

Auch einsam wohl an meine Mutter denkst.

Ich weiß, obgleich ich noch ein kleiner Bube,

Daß mir’s einmal gelang, hinein zu schauen.

D’rin hängen Bilder, viel, mit gold’nen Rahmen.

Auch sah ich d’rinnen Uns’re Liebe Frauen,

Und wie sie Jesus von dem Kreuze nahmen.

Von allen Häusern hätt’ ich auf der Welt

Mir Gottes Haus am schönsten vorgestellt.

Vater.

Du mußt nicht denken, daß hier Gottes Wohnung.Gott ist an jedem Orte, kein Revier,Kein Raum und keine Mauer schließt ihn ein.Er ist sowohl in meiner Stub’ als hier.

Du mußt nicht denken, daß hier Gottes Wohnung.Gott ist an jedem Orte, kein Revier,Kein Raum und keine Mauer schließt ihn ein.Er ist sowohl in meiner Stub’ als hier.

Du mußt nicht denken, daß hier Gottes Wohnung.Gott ist an jedem Orte, kein Revier,Kein Raum und keine Mauer schließt ihn ein.Er ist sowohl in meiner Stub’ als hier.

Du mußt nicht denken, daß hier Gottes Wohnung.

Gott ist an jedem Orte, kein Revier,

Kein Raum und keine Mauer schließt ihn ein.

Er ist sowohl in meiner Stub’ als hier.

Kind.

Wenn ich Gott wär’, ich wär’ am liebsten hier,Und prächtig schmücken ließ’ ich Alles mir.Weißt du noch Vater, als du meiner MutterDie schöne neue Laub’ im Garten bautest,Die wir so gern nach ihrem Namen nennen,Und die ihr so gefiel, weil du sieihrGewidmet und geschmückt; wo sie am liebstenAn jedem Abend mit uns Kindern weilte?Da weilst du auch nun stets am liebsten, da,So sagst du, ist sie dir noch immer nah.Ja, wenn ich Gott wär’, unter allen ZonenThät’ ich am liebsten in der Kirche wohnen.Da müßten an der Wand und in den Gängen,Wie bei’m Papa, die schönsten Bilder hängen,Und meine Mutter müßte bei mir sein.Doch was bedeutet das Gefäß von Stein,Dicht bei der Thüre zierlich eingemauert?Ein Becken scheint’s, um Wasser zu bewahren,Doch ist es nicht benutzt seit vielen Jahren,Denn siehe, einsam haben Spinnen obenDie grauen Schleier d’rüber her gewoben.

Wenn ich Gott wär’, ich wär’ am liebsten hier,Und prächtig schmücken ließ’ ich Alles mir.Weißt du noch Vater, als du meiner MutterDie schöne neue Laub’ im Garten bautest,Die wir so gern nach ihrem Namen nennen,Und die ihr so gefiel, weil du sieihrGewidmet und geschmückt; wo sie am liebstenAn jedem Abend mit uns Kindern weilte?Da weilst du auch nun stets am liebsten, da,So sagst du, ist sie dir noch immer nah.Ja, wenn ich Gott wär’, unter allen ZonenThät’ ich am liebsten in der Kirche wohnen.Da müßten an der Wand und in den Gängen,Wie bei’m Papa, die schönsten Bilder hängen,Und meine Mutter müßte bei mir sein.Doch was bedeutet das Gefäß von Stein,Dicht bei der Thüre zierlich eingemauert?Ein Becken scheint’s, um Wasser zu bewahren,Doch ist es nicht benutzt seit vielen Jahren,Denn siehe, einsam haben Spinnen obenDie grauen Schleier d’rüber her gewoben.

Wenn ich Gott wär’, ich wär’ am liebsten hier,Und prächtig schmücken ließ’ ich Alles mir.Weißt du noch Vater, als du meiner MutterDie schöne neue Laub’ im Garten bautest,Die wir so gern nach ihrem Namen nennen,Und die ihr so gefiel, weil du sieihrGewidmet und geschmückt; wo sie am liebstenAn jedem Abend mit uns Kindern weilte?Da weilst du auch nun stets am liebsten, da,So sagst du, ist sie dir noch immer nah.Ja, wenn ich Gott wär’, unter allen ZonenThät’ ich am liebsten in der Kirche wohnen.Da müßten an der Wand und in den Gängen,Wie bei’m Papa, die schönsten Bilder hängen,Und meine Mutter müßte bei mir sein.Doch was bedeutet das Gefäß von Stein,Dicht bei der Thüre zierlich eingemauert?Ein Becken scheint’s, um Wasser zu bewahren,Doch ist es nicht benutzt seit vielen Jahren,Denn siehe, einsam haben Spinnen obenDie grauen Schleier d’rüber her gewoben.

Wenn ich Gott wär’, ich wär’ am liebsten hier,

Und prächtig schmücken ließ’ ich Alles mir.

Weißt du noch Vater, als du meiner Mutter

Die schöne neue Laub’ im Garten bautest,

Die wir so gern nach ihrem Namen nennen,

Und die ihr so gefiel, weil du sieihr

Gewidmet und geschmückt; wo sie am liebsten

An jedem Abend mit uns Kindern weilte?

Da weilst du auch nun stets am liebsten, da,

So sagst du, ist sie dir noch immer nah.

Ja, wenn ich Gott wär’, unter allen Zonen

Thät’ ich am liebsten in der Kirche wohnen.

Da müßten an der Wand und in den Gängen,

Wie bei’m Papa, die schönsten Bilder hängen,

Und meine Mutter müßte bei mir sein.

Doch was bedeutet das Gefäß von Stein,

Dicht bei der Thüre zierlich eingemauert?

Ein Becken scheint’s, um Wasser zu bewahren,

Doch ist es nicht benutzt seit vielen Jahren,

Denn siehe, einsam haben Spinnen oben

Die grauen Schleier d’rüber her gewoben.

Vater.

’s ist ein Gefäß, aus dem sie Wasser nahmen,Benetzend sich, wenn sie zur Kirche kamen,In Vaters, Sohns und heil’gen Geistes Namen.

’s ist ein Gefäß, aus dem sie Wasser nahmen,Benetzend sich, wenn sie zur Kirche kamen,In Vaters, Sohns und heil’gen Geistes Namen.

’s ist ein Gefäß, aus dem sie Wasser nahmen,Benetzend sich, wenn sie zur Kirche kamen,In Vaters, Sohns und heil’gen Geistes Namen.

’s ist ein Gefäß, aus dem sie Wasser nahmen,

Benetzend sich, wenn sie zur Kirche kamen,

In Vaters, Sohns und heil’gen Geistes Namen.

Kind.

Warum?

Warum?

Warum?

Warum?

Vater.

Ich weiß nicht, ’s war so hergebracht,Und darum haben wir’s nicht nachgemacht.

Ich weiß nicht, ’s war so hergebracht,Und darum haben wir’s nicht nachgemacht.

Ich weiß nicht, ’s war so hergebracht,Und darum haben wir’s nicht nachgemacht.

Ich weiß nicht, ’s war so hergebracht,

Und darum haben wir’s nicht nachgemacht.

Kind.

Sieh, Vater, hier das große Eisengitter,Dahinter seh’ ich der Verwüstung Spuren,Und Mörtel, Steine, Bretter und Figuren,Im Wirrwarr liegt’s vergessen und verlassen.Unheimlich dämmrig ist’s an diesem Orte,Wär’ ich allein, mich würde Furcht erfassen.

Sieh, Vater, hier das große Eisengitter,Dahinter seh’ ich der Verwüstung Spuren,Und Mörtel, Steine, Bretter und Figuren,Im Wirrwarr liegt’s vergessen und verlassen.Unheimlich dämmrig ist’s an diesem Orte,Wär’ ich allein, mich würde Furcht erfassen.

Sieh, Vater, hier das große Eisengitter,Dahinter seh’ ich der Verwüstung Spuren,Und Mörtel, Steine, Bretter und Figuren,Im Wirrwarr liegt’s vergessen und verlassen.Unheimlich dämmrig ist’s an diesem Orte,Wär’ ich allein, mich würde Furcht erfassen.

Sieh, Vater, hier das große Eisengitter,

Dahinter seh’ ich der Verwüstung Spuren,

Und Mörtel, Steine, Bretter und Figuren,

Im Wirrwarr liegt’s vergessen und verlassen.

Unheimlich dämmrig ist’s an diesem Orte,

Wär’ ich allein, mich würde Furcht erfassen.

Vater.

Mein Kind, da stand der alte Hochaltar,Nebst Tabernakel, wie’s gebräuchlich war.Auf eines Heil’gen Grab ein großer Stein,Geweiht zum Dienst des heil’gen Opfers ein.Mit Blumen reich geschmückt von frommen Händen,Und Bildern, Crucifix und Ornamenten;Im gold’nen Meßgewand und CingulumBeging der Priester das Mysterium,Und Alles büßend sich zur Erde neigte,Wenn er die Hostie dem Volke zeigte.Nun liegt das Ding zerbrochen und zerschlagen,Ein traurig Denkmal aus vergang’nen Tagen.

Mein Kind, da stand der alte Hochaltar,Nebst Tabernakel, wie’s gebräuchlich war.Auf eines Heil’gen Grab ein großer Stein,Geweiht zum Dienst des heil’gen Opfers ein.Mit Blumen reich geschmückt von frommen Händen,Und Bildern, Crucifix und Ornamenten;Im gold’nen Meßgewand und CingulumBeging der Priester das Mysterium,Und Alles büßend sich zur Erde neigte,Wenn er die Hostie dem Volke zeigte.Nun liegt das Ding zerbrochen und zerschlagen,Ein traurig Denkmal aus vergang’nen Tagen.

Mein Kind, da stand der alte Hochaltar,Nebst Tabernakel, wie’s gebräuchlich war.Auf eines Heil’gen Grab ein großer Stein,Geweiht zum Dienst des heil’gen Opfers ein.Mit Blumen reich geschmückt von frommen Händen,Und Bildern, Crucifix und Ornamenten;Im gold’nen Meßgewand und CingulumBeging der Priester das Mysterium,Und Alles büßend sich zur Erde neigte,Wenn er die Hostie dem Volke zeigte.Nun liegt das Ding zerbrochen und zerschlagen,Ein traurig Denkmal aus vergang’nen Tagen.

Mein Kind, da stand der alte Hochaltar,

Nebst Tabernakel, wie’s gebräuchlich war.

Auf eines Heil’gen Grab ein großer Stein,

Geweiht zum Dienst des heil’gen Opfers ein.

Mit Blumen reich geschmückt von frommen Händen,

Und Bildern, Crucifix und Ornamenten;

Im gold’nen Meßgewand und Cingulum

Beging der Priester das Mysterium,

Und Alles büßend sich zur Erde neigte,

Wenn er die Hostie dem Volke zeigte.

Nun liegt das Ding zerbrochen und zerschlagen,

Ein traurig Denkmal aus vergang’nen Tagen.

Kind.

Sieh, ein zerschlag’ner Arm ist noch zu schauen,Von Stein, zwei große Schlüssel in der Hand.Wer that das, Vater? Immer sagtest du,Altäre seien heilig, und in Ruh’Soll man die Gräber und Altäre lassen.Du lehrtest mich tief in der Seele grauen,Als du erzähltest, wie das RömervolkDie christlichen Altäre einst zerschlagen,An denen fromme Menschen betend lagen.O sicher stürzten dieses HeiligthumDie Katholiken oder Römer um.

Sieh, ein zerschlag’ner Arm ist noch zu schauen,Von Stein, zwei große Schlüssel in der Hand.Wer that das, Vater? Immer sagtest du,Altäre seien heilig, und in Ruh’Soll man die Gräber und Altäre lassen.Du lehrtest mich tief in der Seele grauen,Als du erzähltest, wie das RömervolkDie christlichen Altäre einst zerschlagen,An denen fromme Menschen betend lagen.O sicher stürzten dieses HeiligthumDie Katholiken oder Römer um.

Sieh, ein zerschlag’ner Arm ist noch zu schauen,Von Stein, zwei große Schlüssel in der Hand.Wer that das, Vater? Immer sagtest du,Altäre seien heilig, und in Ruh’Soll man die Gräber und Altäre lassen.Du lehrtest mich tief in der Seele grauen,Als du erzähltest, wie das RömervolkDie christlichen Altäre einst zerschlagen,An denen fromme Menschen betend lagen.O sicher stürzten dieses HeiligthumDie Katholiken oder Römer um.

Sieh, ein zerschlag’ner Arm ist noch zu schauen,

Von Stein, zwei große Schlüssel in der Hand.

Wer that das, Vater? Immer sagtest du,

Altäre seien heilig, und in Ruh’

Soll man die Gräber und Altäre lassen.

Du lehrtest mich tief in der Seele grauen,

Als du erzähltest, wie das Römervolk

Die christlichen Altäre einst zerschlagen,

An denen fromme Menschen betend lagen.

O sicher stürzten dieses Heiligthum

Die Katholiken oder Römer um.

Vater.

Wir selber, Kind, die Protestanten thaten’s,Und der Altar war ein katholischer.

Wir selber, Kind, die Protestanten thaten’s,Und der Altar war ein katholischer.

Wir selber, Kind, die Protestanten thaten’s,Und der Altar war ein katholischer.

Wir selber, Kind, die Protestanten thaten’s,

Und der Altar war ein katholischer.

Kind.

Wie Schade! da erblick’ ich unter TrümmernEin schönes Antlitz, fein aus Holz geschnitzt.Wie lieblich seine sanften Züge schimmern!Auch Brust und Arm, und auf dem Arme sitztEin kleines Kind, dem sie die Hand zerschlagen.Was ist das für ein Bild, es gleicht der Mutter?

Wie Schade! da erblick’ ich unter TrümmernEin schönes Antlitz, fein aus Holz geschnitzt.Wie lieblich seine sanften Züge schimmern!Auch Brust und Arm, und auf dem Arme sitztEin kleines Kind, dem sie die Hand zerschlagen.Was ist das für ein Bild, es gleicht der Mutter?

Wie Schade! da erblick’ ich unter TrümmernEin schönes Antlitz, fein aus Holz geschnitzt.Wie lieblich seine sanften Züge schimmern!Auch Brust und Arm, und auf dem Arme sitztEin kleines Kind, dem sie die Hand zerschlagen.Was ist das für ein Bild, es gleicht der Mutter?

Wie Schade! da erblick’ ich unter Trümmern

Ein schönes Antlitz, fein aus Holz geschnitzt.

Wie lieblich seine sanften Züge schimmern!

Auch Brust und Arm, und auf dem Arme sitzt

Ein kleines Kind, dem sie die Hand zerschlagen.

Was ist das für ein Bild, es gleicht der Mutter?

Vater.

Das ist das Bildniß Uns’rer Lieben Frauen.Nun komm! daß wir den Küster nicht verdrießen.

Das ist das Bildniß Uns’rer Lieben Frauen.Nun komm! daß wir den Küster nicht verdrießen.

Das ist das Bildniß Uns’rer Lieben Frauen.Nun komm! daß wir den Küster nicht verdrießen.

Das ist das Bildniß Uns’rer Lieben Frauen.

Nun komm! daß wir den Küster nicht verdrießen.

Kind.

Laß mich noch einmal dieses Bild beschauen,Dann mag der Küster seine Kirche schließen.Bei diesem Bilde schwindet alles Grauen.Wie blickt es mich so wunderlieblich an!Du liebe Frau, was hast du denn gethan,Daß sie dich brachen, und dein Kind zerstießen?Gern nähm’ ich’s mit in unser Haus, und träumte:Ich sähe meine Mutter, und ich leimteDem Jesuskind’ ein and’res Händchen an.

Laß mich noch einmal dieses Bild beschauen,Dann mag der Küster seine Kirche schließen.Bei diesem Bilde schwindet alles Grauen.Wie blickt es mich so wunderlieblich an!Du liebe Frau, was hast du denn gethan,Daß sie dich brachen, und dein Kind zerstießen?Gern nähm’ ich’s mit in unser Haus, und träumte:Ich sähe meine Mutter, und ich leimteDem Jesuskind’ ein and’res Händchen an.

Laß mich noch einmal dieses Bild beschauen,Dann mag der Küster seine Kirche schließen.Bei diesem Bilde schwindet alles Grauen.Wie blickt es mich so wunderlieblich an!Du liebe Frau, was hast du denn gethan,Daß sie dich brachen, und dein Kind zerstießen?Gern nähm’ ich’s mit in unser Haus, und träumte:Ich sähe meine Mutter, und ich leimteDem Jesuskind’ ein and’res Händchen an.

Laß mich noch einmal dieses Bild beschauen,

Dann mag der Küster seine Kirche schließen.

Bei diesem Bilde schwindet alles Grauen.

Wie blickt es mich so wunderlieblich an!

Du liebe Frau, was hast du denn gethan,

Daß sie dich brachen, und dein Kind zerstießen?

Gern nähm’ ich’s mit in unser Haus, und träumte:

Ich sähe meine Mutter, und ich leimte

Dem Jesuskind’ ein and’res Händchen an.

Vater.

So willst du dennoch, Karl, ein Schreiner werden?

So willst du dennoch, Karl, ein Schreiner werden?

So willst du dennoch, Karl, ein Schreiner werden?

So willst du dennoch, Karl, ein Schreiner werden?

(Der Küster zieht die Thurmglocke.)

Kind.

Noch eins! sag’, warum, wenn die Sonne scheidet,Die Glocke dreimal drei vom Thurme läutet.Es weiß es Niemand, was der Gruß bedeutet.

Noch eins! sag’, warum, wenn die Sonne scheidet,Die Glocke dreimal drei vom Thurme läutet.Es weiß es Niemand, was der Gruß bedeutet.

Noch eins! sag’, warum, wenn die Sonne scheidet,Die Glocke dreimal drei vom Thurme läutet.Es weiß es Niemand, was der Gruß bedeutet.

Noch eins! sag’, warum, wenn die Sonne scheidet,

Die Glocke dreimal drei vom Thurme läutet.

Es weiß es Niemand, was der Gruß bedeutet.

Vater.

Das schreibt sich auch noch her aus alter Zeit.Als nämlich Alles noch katholisch war,Da hat man so das Angelus geläut.Und wenn die Glocke dreimal drei erklungen,Dann nahmen alle Leut’ von jedem Stande,Der Städter, wie der Bauer auf dem Lande,Der Bettler auf dem Feld, der Prinz im Schlosse,Der arme Pilger, wie der Graf zu Rosse,Von ihrem Haupt den Hut, und betetenEin still Gebet zu Uns’rer Lieben Frauen.

Das schreibt sich auch noch her aus alter Zeit.Als nämlich Alles noch katholisch war,Da hat man so das Angelus geläut.Und wenn die Glocke dreimal drei erklungen,Dann nahmen alle Leut’ von jedem Stande,Der Städter, wie der Bauer auf dem Lande,Der Bettler auf dem Feld, der Prinz im Schlosse,Der arme Pilger, wie der Graf zu Rosse,Von ihrem Haupt den Hut, und betetenEin still Gebet zu Uns’rer Lieben Frauen.

Das schreibt sich auch noch her aus alter Zeit.Als nämlich Alles noch katholisch war,Da hat man so das Angelus geläut.Und wenn die Glocke dreimal drei erklungen,Dann nahmen alle Leut’ von jedem Stande,Der Städter, wie der Bauer auf dem Lande,Der Bettler auf dem Feld, der Prinz im Schlosse,Der arme Pilger, wie der Graf zu Rosse,Von ihrem Haupt den Hut, und betetenEin still Gebet zu Uns’rer Lieben Frauen.

Das schreibt sich auch noch her aus alter Zeit.

Als nämlich Alles noch katholisch war,

Da hat man so das Angelus geläut.

Und wenn die Glocke dreimal drei erklungen,

Dann nahmen alle Leut’ von jedem Stande,

Der Städter, wie der Bauer auf dem Lande,

Der Bettler auf dem Feld, der Prinz im Schlosse,

Der arme Pilger, wie der Graf zu Rosse,

Von ihrem Haupt den Hut, und beteten

Ein still Gebet zu Uns’rer Lieben Frauen.

(Das Kind sinkt auf die Knie.)

Was bet’st du Junge, bist du nicht gescheid?Ein protestantisch Kind hier auf den Knien?

Was bet’st du Junge, bist du nicht gescheid?Ein protestantisch Kind hier auf den Knien?

Was bet’st du Junge, bist du nicht gescheid?Ein protestantisch Kind hier auf den Knien?

Was bet’st du Junge, bist du nicht gescheid?

Ein protestantisch Kind hier auf den Knien?

Kind.

O, laß mich beten wie kathol’sche Leut’.Lagst du doch vor der Mutter auf den Knien.Laß mich bei Uns’rer Lieben Frauen beten!Das Schreinerhandwerk will ich nicht betreten,Doch bitt’ ich, Vater, daß ich auf der ErdenWeit lieber noch ein Katholik soll werden.

O, laß mich beten wie kathol’sche Leut’.Lagst du doch vor der Mutter auf den Knien.Laß mich bei Uns’rer Lieben Frauen beten!Das Schreinerhandwerk will ich nicht betreten,Doch bitt’ ich, Vater, daß ich auf der ErdenWeit lieber noch ein Katholik soll werden.

O, laß mich beten wie kathol’sche Leut’.Lagst du doch vor der Mutter auf den Knien.Laß mich bei Uns’rer Lieben Frauen beten!Das Schreinerhandwerk will ich nicht betreten,Doch bitt’ ich, Vater, daß ich auf der ErdenWeit lieber noch ein Katholik soll werden.

O, laß mich beten wie kathol’sche Leut’.

Lagst du doch vor der Mutter auf den Knien.

Laß mich bei Uns’rer Lieben Frauen beten!

Das Schreinerhandwerk will ich nicht betreten,

Doch bitt’ ich, Vater, daß ich auf der Erden

Weit lieber noch ein Katholik soll werden.

Vater.

Nun komm, die Nacht bricht ein, hier ist kein Zaudern.Du plauderst grade, wie die Kinder plaudern.

Nun komm, die Nacht bricht ein, hier ist kein Zaudern.Du plauderst grade, wie die Kinder plaudern.

Nun komm, die Nacht bricht ein, hier ist kein Zaudern.Du plauderst grade, wie die Kinder plaudern.

Nun komm, die Nacht bricht ein, hier ist kein Zaudern.

Du plauderst grade, wie die Kinder plaudern.

(Sie verlassen die Kirche.)


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