Maria![13]
O Du süßester von allen Namen!Wie so sanft durch meiner Harfe Saiten,So melodisch, Deine Töne gleiten!Wie Accorde, die von jenseits kamen,Die aus unbekannten HerrlichkeitenLeise Lüfte zu mir her geleiten, –Lieblich, wie ein fernes sel’ges Amen,Tönst Du, Name der Gebenedeiten:Maria.Dunkel ist die Nacht. Verirrt und müdeHebt empor der Pilger seine Hände,Daß ein Stern ihm Licht und Tröstung sende.Da, wie wenn der Osten Purpur sprühte,Wie wenn die Natur in Lieb’ entbrennte,Wie das Morgenroth am Firmamente, –Also flammt Dein Nam’ in mein Gemüthe,Und ich nenn’ ihn tausendmal ohn’ Ende:Maria.Ja, den Morgen fühl’ ich in mir tagen,Meine Seele glüht in heil’ger Freude,Wenn Du einziehst, lieblichste der Bräute,Wie ein Königsweib auf gold’nem Wagen.Meine Blumen steh’n im Festgeschmeide,Alle Berge steh’n in ros’gem Kleide,Und die Glocken meines Innern schlagenEin unendlich liebliches Geläute:Maria!O Du Heil’ge! Sieh in anderm Bilde(Denn wie Du bist, singen keine Lieder)Nahst Du schöner meiner Seele wieder.Nacht und Graus bedecken die Gefilde,Mit dem Racheschwert aus Blitzen zieht erHoch einher der Herr und Weltgebieter, –Plötzlich unter Donnerwetter, milde,Blickst Du, Mond der Liebe, auf mich nieder,Maria!Wenn ich so die alten Lieder zähle,Die ich frisch, von Melodien durchdrungen,Froh und weinend in die Welt gesungen,Fühl’ ich schmerzlich eine schwere Fehle.Wo ein Kranz mir rund und schön gelungen,Für die Welt nur hatt’ ich ihn geschlungen;Keiner hat geheiligt meine Seele,Kein Lied, keines ist für Dich erklungen,Maria!Sieh, mein Götze war ein ird’sches Lieben,Ruhm und Ehre meine gold’nen Sterne,All mein Dichten, Blüthen ohne Kerne,Mein Talent im Dienst von eiteln Trieben.Deine Bilder hatt’ ich lieb’ und gerne,Doch Du selber bliebst mir ewig ferne.Ferne? Nein, Du bist mir nah’ geblieben:Meine Harfe tönt’, ich lausch’, ich lerne:Maria!Nun und ewig nur zuDeinemRuhme,Will ich rauschend meine Saiten schwingen,Will sieDirzum Weihgeschenke bringen,Segne sie zu Deinem Heiligthume!Wenn sich tönend Reim’ um Reime schlingen,SollDeinsüßer Name sie durchklingen,Und mein letztes Lied, Du Himmelsblume,Jubelnd Deine Herrlichkeiten singen,Maria!O, ein Psalm ist schon allein Dein Name,Und er tönt in allen Erdenkreisen.Also laß auch mich Dein Sänger heißen,Sei Du, Jungfrau, meine heil’ge Dame!Lehr’ mein Lied nur einen einz’gen leisenWiederhall von jenen Himmelsweisen,Meine Stimme, daß sie nicht erlahme,Deine Schönheit für und für zu preisen,Maria!Du dagegen wollest für mich bitten!Des Allmächt’gen donnernde GewaltenHätten längst mein sünd’ges Herz zerspalten,Wenn nicht Jesus an dem Kreuz gelitten.Bitt’ für mich, damit sie gnädig walten,Und den Fluch von meinem Haupte halten!Laß zu Jesus sich die Lieb’ inmittenMeiner Seele wie die Blum’ entfalten!Maria!Und zum andern woll’st Du mir erflehen,Daß ich spät und früheDeingedenke,Treu und warm Dir meine Andacht schenke,Und auf Dich stets meine Augen sehen.DaßDeinliebes Bild sich zu mir senke,Wenn mit Gaukelbildern mir die RänkeEiner eiteln Welt den Sinn verdrehen,Daß ich nimmer Deine Liebe kränke,O Mutter!Mutter! welch ein Schmerz in diesem Worte!Ach, ich seh’ Dich mit den bleichen Wangen,Wie die Söldner ihre Geißeln schwangen,Seh’ Dich dringen durch die wilde Horde,Und vergeh’n in jammervollem Bangen,Als die heil’gen Lippen: Mutter! klangen,Seh’, wie bei dem blut’gen GottesmordeDir das Schwert durch’s keusche Herz gegangen,O Mutter!Dennoch gibt dies Wort mir Trost und süßenMuth, verherrlicht und geehrt wie Keine,Thronst Du ja in ew’gem Glorienscheine,Und die Engel ruh’n zu Deinen Füßen.Mutter! o wie ich vor Freude weine,Daß Du, Mutter Gottes, auch die meine,Daß ich Dich mit diesem Namen grüßen,Zu Dir sagen darf, Du himmlisch Reine:O Mutter!Bitt’ für mich, bei Deines Sohnes Wunden!Laß nicht seine Liebe von mir weichen,Laß mich mehr und mehr Dir, Mutter, gleichen!Und dann, in der letzten meiner Stunden,Mutter, gib mir dann ein freundlich Zeichen,Daß ich froh Dir mag die Hände reichen,Und mein Herz dem ew’gen Licht gesunden,Maria!
O Du süßester von allen Namen!Wie so sanft durch meiner Harfe Saiten,So melodisch, Deine Töne gleiten!Wie Accorde, die von jenseits kamen,Die aus unbekannten HerrlichkeitenLeise Lüfte zu mir her geleiten, –Lieblich, wie ein fernes sel’ges Amen,Tönst Du, Name der Gebenedeiten:Maria.Dunkel ist die Nacht. Verirrt und müdeHebt empor der Pilger seine Hände,Daß ein Stern ihm Licht und Tröstung sende.Da, wie wenn der Osten Purpur sprühte,Wie wenn die Natur in Lieb’ entbrennte,Wie das Morgenroth am Firmamente, –Also flammt Dein Nam’ in mein Gemüthe,Und ich nenn’ ihn tausendmal ohn’ Ende:Maria.Ja, den Morgen fühl’ ich in mir tagen,Meine Seele glüht in heil’ger Freude,Wenn Du einziehst, lieblichste der Bräute,Wie ein Königsweib auf gold’nem Wagen.Meine Blumen steh’n im Festgeschmeide,Alle Berge steh’n in ros’gem Kleide,Und die Glocken meines Innern schlagenEin unendlich liebliches Geläute:Maria!O Du Heil’ge! Sieh in anderm Bilde(Denn wie Du bist, singen keine Lieder)Nahst Du schöner meiner Seele wieder.Nacht und Graus bedecken die Gefilde,Mit dem Racheschwert aus Blitzen zieht erHoch einher der Herr und Weltgebieter, –Plötzlich unter Donnerwetter, milde,Blickst Du, Mond der Liebe, auf mich nieder,Maria!Wenn ich so die alten Lieder zähle,Die ich frisch, von Melodien durchdrungen,Froh und weinend in die Welt gesungen,Fühl’ ich schmerzlich eine schwere Fehle.Wo ein Kranz mir rund und schön gelungen,Für die Welt nur hatt’ ich ihn geschlungen;Keiner hat geheiligt meine Seele,Kein Lied, keines ist für Dich erklungen,Maria!Sieh, mein Götze war ein ird’sches Lieben,Ruhm und Ehre meine gold’nen Sterne,All mein Dichten, Blüthen ohne Kerne,Mein Talent im Dienst von eiteln Trieben.Deine Bilder hatt’ ich lieb’ und gerne,Doch Du selber bliebst mir ewig ferne.Ferne? Nein, Du bist mir nah’ geblieben:Meine Harfe tönt’, ich lausch’, ich lerne:Maria!Nun und ewig nur zuDeinemRuhme,Will ich rauschend meine Saiten schwingen,Will sieDirzum Weihgeschenke bringen,Segne sie zu Deinem Heiligthume!Wenn sich tönend Reim’ um Reime schlingen,SollDeinsüßer Name sie durchklingen,Und mein letztes Lied, Du Himmelsblume,Jubelnd Deine Herrlichkeiten singen,Maria!O, ein Psalm ist schon allein Dein Name,Und er tönt in allen Erdenkreisen.Also laß auch mich Dein Sänger heißen,Sei Du, Jungfrau, meine heil’ge Dame!Lehr’ mein Lied nur einen einz’gen leisenWiederhall von jenen Himmelsweisen,Meine Stimme, daß sie nicht erlahme,Deine Schönheit für und für zu preisen,Maria!Du dagegen wollest für mich bitten!Des Allmächt’gen donnernde GewaltenHätten längst mein sünd’ges Herz zerspalten,Wenn nicht Jesus an dem Kreuz gelitten.Bitt’ für mich, damit sie gnädig walten,Und den Fluch von meinem Haupte halten!Laß zu Jesus sich die Lieb’ inmittenMeiner Seele wie die Blum’ entfalten!Maria!Und zum andern woll’st Du mir erflehen,Daß ich spät und früheDeingedenke,Treu und warm Dir meine Andacht schenke,Und auf Dich stets meine Augen sehen.DaßDeinliebes Bild sich zu mir senke,Wenn mit Gaukelbildern mir die RänkeEiner eiteln Welt den Sinn verdrehen,Daß ich nimmer Deine Liebe kränke,O Mutter!Mutter! welch ein Schmerz in diesem Worte!Ach, ich seh’ Dich mit den bleichen Wangen,Wie die Söldner ihre Geißeln schwangen,Seh’ Dich dringen durch die wilde Horde,Und vergeh’n in jammervollem Bangen,Als die heil’gen Lippen: Mutter! klangen,Seh’, wie bei dem blut’gen GottesmordeDir das Schwert durch’s keusche Herz gegangen,O Mutter!Dennoch gibt dies Wort mir Trost und süßenMuth, verherrlicht und geehrt wie Keine,Thronst Du ja in ew’gem Glorienscheine,Und die Engel ruh’n zu Deinen Füßen.Mutter! o wie ich vor Freude weine,Daß Du, Mutter Gottes, auch die meine,Daß ich Dich mit diesem Namen grüßen,Zu Dir sagen darf, Du himmlisch Reine:O Mutter!Bitt’ für mich, bei Deines Sohnes Wunden!Laß nicht seine Liebe von mir weichen,Laß mich mehr und mehr Dir, Mutter, gleichen!Und dann, in der letzten meiner Stunden,Mutter, gib mir dann ein freundlich Zeichen,Daß ich froh Dir mag die Hände reichen,Und mein Herz dem ew’gen Licht gesunden,Maria!
O Du süßester von allen Namen!Wie so sanft durch meiner Harfe Saiten,So melodisch, Deine Töne gleiten!Wie Accorde, die von jenseits kamen,Die aus unbekannten HerrlichkeitenLeise Lüfte zu mir her geleiten, –Lieblich, wie ein fernes sel’ges Amen,Tönst Du, Name der Gebenedeiten:Maria.
O Du süßester von allen Namen!
Wie so sanft durch meiner Harfe Saiten,
So melodisch, Deine Töne gleiten!
Wie Accorde, die von jenseits kamen,
Die aus unbekannten Herrlichkeiten
Leise Lüfte zu mir her geleiten, –
Lieblich, wie ein fernes sel’ges Amen,
Tönst Du, Name der Gebenedeiten:
Maria.
Dunkel ist die Nacht. Verirrt und müdeHebt empor der Pilger seine Hände,Daß ein Stern ihm Licht und Tröstung sende.Da, wie wenn der Osten Purpur sprühte,Wie wenn die Natur in Lieb’ entbrennte,Wie das Morgenroth am Firmamente, –Also flammt Dein Nam’ in mein Gemüthe,Und ich nenn’ ihn tausendmal ohn’ Ende:Maria.
Dunkel ist die Nacht. Verirrt und müde
Hebt empor der Pilger seine Hände,
Daß ein Stern ihm Licht und Tröstung sende.
Da, wie wenn der Osten Purpur sprühte,
Wie wenn die Natur in Lieb’ entbrennte,
Wie das Morgenroth am Firmamente, –
Also flammt Dein Nam’ in mein Gemüthe,
Und ich nenn’ ihn tausendmal ohn’ Ende:
Maria.
Ja, den Morgen fühl’ ich in mir tagen,Meine Seele glüht in heil’ger Freude,Wenn Du einziehst, lieblichste der Bräute,Wie ein Königsweib auf gold’nem Wagen.Meine Blumen steh’n im Festgeschmeide,Alle Berge steh’n in ros’gem Kleide,Und die Glocken meines Innern schlagenEin unendlich liebliches Geläute:Maria!
Ja, den Morgen fühl’ ich in mir tagen,
Meine Seele glüht in heil’ger Freude,
Wenn Du einziehst, lieblichste der Bräute,
Wie ein Königsweib auf gold’nem Wagen.
Meine Blumen steh’n im Festgeschmeide,
Alle Berge steh’n in ros’gem Kleide,
Und die Glocken meines Innern schlagen
Ein unendlich liebliches Geläute:
Maria!
O Du Heil’ge! Sieh in anderm Bilde(Denn wie Du bist, singen keine Lieder)Nahst Du schöner meiner Seele wieder.Nacht und Graus bedecken die Gefilde,Mit dem Racheschwert aus Blitzen zieht erHoch einher der Herr und Weltgebieter, –Plötzlich unter Donnerwetter, milde,Blickst Du, Mond der Liebe, auf mich nieder,Maria!
O Du Heil’ge! Sieh in anderm Bilde
(Denn wie Du bist, singen keine Lieder)
Nahst Du schöner meiner Seele wieder.
Nacht und Graus bedecken die Gefilde,
Mit dem Racheschwert aus Blitzen zieht er
Hoch einher der Herr und Weltgebieter, –
Plötzlich unter Donnerwetter, milde,
Blickst Du, Mond der Liebe, auf mich nieder,
Maria!
Wenn ich so die alten Lieder zähle,Die ich frisch, von Melodien durchdrungen,Froh und weinend in die Welt gesungen,Fühl’ ich schmerzlich eine schwere Fehle.Wo ein Kranz mir rund und schön gelungen,Für die Welt nur hatt’ ich ihn geschlungen;Keiner hat geheiligt meine Seele,Kein Lied, keines ist für Dich erklungen,Maria!
Wenn ich so die alten Lieder zähle,
Die ich frisch, von Melodien durchdrungen,
Froh und weinend in die Welt gesungen,
Fühl’ ich schmerzlich eine schwere Fehle.
Wo ein Kranz mir rund und schön gelungen,
Für die Welt nur hatt’ ich ihn geschlungen;
Keiner hat geheiligt meine Seele,
Kein Lied, keines ist für Dich erklungen,
Maria!
Sieh, mein Götze war ein ird’sches Lieben,Ruhm und Ehre meine gold’nen Sterne,All mein Dichten, Blüthen ohne Kerne,Mein Talent im Dienst von eiteln Trieben.Deine Bilder hatt’ ich lieb’ und gerne,Doch Du selber bliebst mir ewig ferne.Ferne? Nein, Du bist mir nah’ geblieben:Meine Harfe tönt’, ich lausch’, ich lerne:Maria!
Sieh, mein Götze war ein ird’sches Lieben,
Ruhm und Ehre meine gold’nen Sterne,
All mein Dichten, Blüthen ohne Kerne,
Mein Talent im Dienst von eiteln Trieben.
Deine Bilder hatt’ ich lieb’ und gerne,
Doch Du selber bliebst mir ewig ferne.
Ferne? Nein, Du bist mir nah’ geblieben:
Meine Harfe tönt’, ich lausch’, ich lerne:
Maria!
Nun und ewig nur zuDeinemRuhme,Will ich rauschend meine Saiten schwingen,Will sieDirzum Weihgeschenke bringen,Segne sie zu Deinem Heiligthume!Wenn sich tönend Reim’ um Reime schlingen,SollDeinsüßer Name sie durchklingen,Und mein letztes Lied, Du Himmelsblume,Jubelnd Deine Herrlichkeiten singen,Maria!
Nun und ewig nur zuDeinemRuhme,
Will ich rauschend meine Saiten schwingen,
Will sieDirzum Weihgeschenke bringen,
Segne sie zu Deinem Heiligthume!
Wenn sich tönend Reim’ um Reime schlingen,
SollDeinsüßer Name sie durchklingen,
Und mein letztes Lied, Du Himmelsblume,
Jubelnd Deine Herrlichkeiten singen,
Maria!
O, ein Psalm ist schon allein Dein Name,Und er tönt in allen Erdenkreisen.Also laß auch mich Dein Sänger heißen,Sei Du, Jungfrau, meine heil’ge Dame!Lehr’ mein Lied nur einen einz’gen leisenWiederhall von jenen Himmelsweisen,Meine Stimme, daß sie nicht erlahme,Deine Schönheit für und für zu preisen,Maria!
O, ein Psalm ist schon allein Dein Name,
Und er tönt in allen Erdenkreisen.
Also laß auch mich Dein Sänger heißen,
Sei Du, Jungfrau, meine heil’ge Dame!
Lehr’ mein Lied nur einen einz’gen leisen
Wiederhall von jenen Himmelsweisen,
Meine Stimme, daß sie nicht erlahme,
Deine Schönheit für und für zu preisen,
Maria!
Du dagegen wollest für mich bitten!Des Allmächt’gen donnernde GewaltenHätten längst mein sünd’ges Herz zerspalten,Wenn nicht Jesus an dem Kreuz gelitten.Bitt’ für mich, damit sie gnädig walten,Und den Fluch von meinem Haupte halten!Laß zu Jesus sich die Lieb’ inmittenMeiner Seele wie die Blum’ entfalten!Maria!
Du dagegen wollest für mich bitten!
Des Allmächt’gen donnernde Gewalten
Hätten längst mein sünd’ges Herz zerspalten,
Wenn nicht Jesus an dem Kreuz gelitten.
Bitt’ für mich, damit sie gnädig walten,
Und den Fluch von meinem Haupte halten!
Laß zu Jesus sich die Lieb’ inmitten
Meiner Seele wie die Blum’ entfalten!
Maria!
Und zum andern woll’st Du mir erflehen,Daß ich spät und früheDeingedenke,Treu und warm Dir meine Andacht schenke,Und auf Dich stets meine Augen sehen.DaßDeinliebes Bild sich zu mir senke,Wenn mit Gaukelbildern mir die RänkeEiner eiteln Welt den Sinn verdrehen,Daß ich nimmer Deine Liebe kränke,O Mutter!
Und zum andern woll’st Du mir erflehen,
Daß ich spät und früheDeingedenke,
Treu und warm Dir meine Andacht schenke,
Und auf Dich stets meine Augen sehen.
DaßDeinliebes Bild sich zu mir senke,
Wenn mit Gaukelbildern mir die Ränke
Einer eiteln Welt den Sinn verdrehen,
Daß ich nimmer Deine Liebe kränke,
O Mutter!
Mutter! welch ein Schmerz in diesem Worte!Ach, ich seh’ Dich mit den bleichen Wangen,Wie die Söldner ihre Geißeln schwangen,Seh’ Dich dringen durch die wilde Horde,Und vergeh’n in jammervollem Bangen,Als die heil’gen Lippen: Mutter! klangen,Seh’, wie bei dem blut’gen GottesmordeDir das Schwert durch’s keusche Herz gegangen,O Mutter!
Mutter! welch ein Schmerz in diesem Worte!
Ach, ich seh’ Dich mit den bleichen Wangen,
Wie die Söldner ihre Geißeln schwangen,
Seh’ Dich dringen durch die wilde Horde,
Und vergeh’n in jammervollem Bangen,
Als die heil’gen Lippen: Mutter! klangen,
Seh’, wie bei dem blut’gen Gottesmorde
Dir das Schwert durch’s keusche Herz gegangen,
O Mutter!
Dennoch gibt dies Wort mir Trost und süßenMuth, verherrlicht und geehrt wie Keine,Thronst Du ja in ew’gem Glorienscheine,Und die Engel ruh’n zu Deinen Füßen.Mutter! o wie ich vor Freude weine,Daß Du, Mutter Gottes, auch die meine,Daß ich Dich mit diesem Namen grüßen,Zu Dir sagen darf, Du himmlisch Reine:O Mutter!
Dennoch gibt dies Wort mir Trost und süßen
Muth, verherrlicht und geehrt wie Keine,
Thronst Du ja in ew’gem Glorienscheine,
Und die Engel ruh’n zu Deinen Füßen.
Mutter! o wie ich vor Freude weine,
Daß Du, Mutter Gottes, auch die meine,
Daß ich Dich mit diesem Namen grüßen,
Zu Dir sagen darf, Du himmlisch Reine:
O Mutter!
Bitt’ für mich, bei Deines Sohnes Wunden!Laß nicht seine Liebe von mir weichen,Laß mich mehr und mehr Dir, Mutter, gleichen!Und dann, in der letzten meiner Stunden,Mutter, gib mir dann ein freundlich Zeichen,Daß ich froh Dir mag die Hände reichen,Und mein Herz dem ew’gen Licht gesunden,Maria!
Bitt’ für mich, bei Deines Sohnes Wunden!
Laß nicht seine Liebe von mir weichen,
Laß mich mehr und mehr Dir, Mutter, gleichen!
Und dann, in der letzten meiner Stunden,
Mutter, gib mir dann ein freundlich Zeichen,
Daß ich froh Dir mag die Hände reichen,
Und mein Herz dem ew’gen Licht gesunden,
Maria!