9. Kap. Die höheren Gedächtnisleistungen
Aus der Erforschung der Reproduktionsvorgänge wissen wir, wie es geschehen kann, daß etwa der Anblick eines Apfels mich an einen Landaufenthalt erinnern oder, genauer gesprochen, die Vorstellung jenes Landaufenthaltes wachrufen kann. Es weckt da nicht der Anblick des gesehenen Apfels die Vorstellung eines anderen, damals gesehenen, und die Vorstellung von diesem die mit ihr vereinigten Bilder der Umgebung jenes früher gesehenen Apfels, sondern unmittelbar bringt der wahrgenommene Apfel die gesamte Erinnerungsvorstellung ins Bewußtsein, nach jenem allgemeinen Gesetz: eine Vorstellung hat die Tendenz, sich zur Gesamtvorstellung zu ergänzen. Damit ist nun freilich wohl der Reproduktionsvorgang, aber noch nicht die Gedächtnisleistung erklärt. Denn jede Gedächtnisleistung besagt, daß ich das reproduzierte Bild alsmein früheres Erlebniserkenne. Außer der Vorstellungserneuerung ist also begreiflich zu machen, warum die reproduzierte Vorstellung als mein Erlebnis und warum sie als mein früheres Erlebnis erscheint.
Das erste Problem ist nach den neueren Untersuchungen über die Vorstellungen gelöst bzw. auf ein allgemeineres verschoben: da die absolute Vorstellung sich nicht von der absoluten Wahrnehmung unterscheidet (S. 102 ff.), so finde ich mich in der Vorstellung auf dieselbe Weise gegenwärtig wie in der Wahrnehmung. Und ebenso wie ich in der Wahrnehmung in der Regel eine Beziehung auf mein Ich vorfinde, so auch in der Vorstellung. An diesem Umstande ändern auch die zur absoluten Vorstellung hinzukommenden Beziehungserfassungen nichts. Wenigstens gilt dies für die entwickelte Situationsvorstellung. Die Vorstellung eines vereinzelten Gegenstandes jedoch wird entweder nicht als mein Erlebnis bewußt oder sie gewinnt diesen Zug aus anderen Kriterien, die die Erfahrung uns als unseren Erlebnissen anhaftend kennen lehrte.
Das erste Problem ist nach den neueren Untersuchungen über die Vorstellungen gelöst bzw. auf ein allgemeineres verschoben: da die absolute Vorstellung sich nicht von der absoluten Wahrnehmung unterscheidet (S. 102 ff.), so finde ich mich in der Vorstellung auf dieselbe Weise gegenwärtig wie in der Wahrnehmung. Und ebenso wie ich in der Wahrnehmung in der Regel eine Beziehung auf mein Ich vorfinde, so auch in der Vorstellung. An diesem Umstande ändern auch die zur absoluten Vorstellung hinzukommenden Beziehungserfassungen nichts. Wenigstens gilt dies für die entwickelte Situationsvorstellung. Die Vorstellung eines vereinzelten Gegenstandes jedoch wird entweder nicht als mein Erlebnis bewußt oder sie gewinnt diesen Zug aus anderen Kriterien, die die Erfahrung uns als unseren Erlebnissen anhaftend kennen lehrte.
Schwieriger abzuleiten ist der andere Zug, dasVergangenheitsmoment. Wie kommt überhaupt eine zeitliche Bestimmung in das Vorstellungsbild hinein? Ein Bild ist doch an und für sich zeitlos; es kann ebensogut ein niemals geschehendes, wie ein vergangenes, gegenwärtiges oder zukünftiges Ereignis darstellen. Ein erster Lösungsversuchberief sich auf ein Bekanntheitsgefühl oder eineBekanntheitsqualität, die früher wahrgenommenen Dingen ebenso anhaftet wie vertrauten Vorstellungen früherer Erlebnisse (Höffding). In der Tat verspüren wir oft ein solches Gefühl, und es vermittelt uns wirklich und scheinbar ohne weiteres die Sicherheit, einem alten Bekannten gegenüberzustehen. Man erklärte dann dieses Gefühl dadurch, daß der früher schon erlebte Eindruck lebhafter und allseitiger als nichterlebte die Reproduktion der mit ihm verbundenen Vorstellungen anrege, was in uns ein eigenartiges Gefühl des Angenehmen wecke. Die angeführte Tatsache wie ihre weitere Deutung wird man gelten lassen müssen, aber wie daraus der Vergangenheitscharakter entspringen soll, ist nicht einzusehen; es sei denn, jenes Bekanntheitsgefühl erwecke unmittelbar auf Grund einer apriorischen Zuordnung die angeborene Idee der Vergangenheit.
A.Lehmannzeigte experimentell, daß Gerüche als bekannt beurteilt wurden, wenn sie assoziativ Vorstellungen früherer Erlebnisse wachriefen. Aber nehmen wir auch an, von dem Bild des früheren Erlebnisses führe eine lückenlose Reihe anderer Erlebnisvorstellungen bis auf meine gegenwärtige Situation, so hätte ich in dieser Vorstellungskette doch noch nicht das zeitliche Moment, wenn es nicht von vornherein in jeder einzelnen Vorstellung wäre. Es könnte ja eine solche Bilderreihe reine Phantasie sein, und wie soll man spontan auftretende Phantasiebilder von Erinnerungen unterscheiden, wenn nicht gerade durch den zeitlichen Charakter? Darum hilft auch der LösungsversuchClaparèdesu. a. nichts, die Bekanntheit in der Verbindung mit dem Ich zu suchen. Denn auch die Phantasievorstellungen können aufs innigste mit dem Ich des Bewußtseins verbunden sein.
A.Lehmannzeigte experimentell, daß Gerüche als bekannt beurteilt wurden, wenn sie assoziativ Vorstellungen früherer Erlebnisse wachriefen. Aber nehmen wir auch an, von dem Bild des früheren Erlebnisses führe eine lückenlose Reihe anderer Erlebnisvorstellungen bis auf meine gegenwärtige Situation, so hätte ich in dieser Vorstellungskette doch noch nicht das zeitliche Moment, wenn es nicht von vornherein in jeder einzelnen Vorstellung wäre. Es könnte ja eine solche Bilderreihe reine Phantasie sein, und wie soll man spontan auftretende Phantasiebilder von Erinnerungen unterscheiden, wenn nicht gerade durch den zeitlichen Charakter? Darum hilft auch der LösungsversuchClaparèdesu. a. nichts, die Bekanntheit in der Verbindung mit dem Ich zu suchen. Denn auch die Phantasievorstellungen können aufs innigste mit dem Ich des Bewußtseins verbunden sein.
Das Rätsel des Sicherinnerns läßt sich lösen, wenn man zwei Faktoren berücksichtigt, welche die bisherige Diskussion außer acht ließ: das Beziehungswissen und das Zeiterleben. Lassen wir einen Ton für einen Augenblick erklingen, so ist die in uns geweckte Tonempfindung nicht mit dem Aufhören des physikalischen Reizes schon verschwunden; sie steht noch im unmittelbaren Gedächtnis, und wir können ihr allmähliches Verlöschen beobachten. Die einzelnen Stadien dieses Verlöschens sind uns nicht diskontinuierlich wie mikroskopische Schnitte gegeben, sondern wir erleben das Verlöschen des Klangbildes kontinuierlich mit: wir erlebenes, daß der Eindruck, der stark war, schwach wird (vgl.S. 130 f.). In solchen anschaulichen Zeiterlebnissen erfassen wir die Zusammenhangsrelation: zu einer Bewußtseinserscheinung von eigenartiger Schwäche, Verblasenheit usw. gehört eine andere, lebhaftere, aus der jene schwache hervorging. Aus der Verallgemeinerung dieser Erfahrungen werden Eigentümlichkeiten wie die Verblasenheit von Bewußtseinserscheinungen zu einem Kriterium der Zugehörigkeit zu einem anderen Eindruck, aus dem sie hervorgingen, d. h. eben zu einem Kriterium der Vergangenheit.
Zu diesenFundamentalkriterientreten im Verlauf der Entwicklung andere hinzu, die sich in der Regel mit ihnen vereint finden. So die relative Festigkeit einer Erinnerungsvorstellung gegenüber einer Phantasievorstellung, die Möglichkeit, von der Erinnerungsvorstellung bis auf die augenblickliche Lage des Subjektes eine geschlossene Bildreihe herzustellen, die Tatsache, daß Erwartungen, die von Erinnerungsvorstellungen geweckt werden, sich durch die folgende Wahrnehmung bestätigen, endlich das eigenartige Vertrautheitsgefühl, das Erinnerungsvorstellungen häufig begleitet. G. E.Müllerhat aus den Selbstbeobachtungen bei Gedächtnisversuchen eine erstaunliche Menge derartiger Kriterien gesammelt. Die meisten dieserKriteriendürftensekundärer Natursein. Es können also die verschiedenen älteren Erklärungsversuche nebeneinander bestehen, nur weisen sie nicht auf den Kernpunkt, die Entstehung des Zeitmerkmales in einer Vorstellung hin.
Zu diesenFundamentalkriterientreten im Verlauf der Entwicklung andere hinzu, die sich in der Regel mit ihnen vereint finden. So die relative Festigkeit einer Erinnerungsvorstellung gegenüber einer Phantasievorstellung, die Möglichkeit, von der Erinnerungsvorstellung bis auf die augenblickliche Lage des Subjektes eine geschlossene Bildreihe herzustellen, die Tatsache, daß Erwartungen, die von Erinnerungsvorstellungen geweckt werden, sich durch die folgende Wahrnehmung bestätigen, endlich das eigenartige Vertrautheitsgefühl, das Erinnerungsvorstellungen häufig begleitet. G. E.Müllerhat aus den Selbstbeobachtungen bei Gedächtnisversuchen eine erstaunliche Menge derartiger Kriterien gesammelt. Die meisten dieserKriteriendürftensekundärer Natursein. Es können also die verschiedenen älteren Erklärungsversuche nebeneinander bestehen, nur weisen sie nicht auf den Kernpunkt, die Entstehung des Zeitmerkmales in einer Vorstellung hin.
DasWiedererkennenverhält sich zur Erinnerung ähnlich wie die Begründung zum Schluß. Nehmen wir einen früher gesehenen Gegenstand wahr, so weckt sein Bild vielleicht die Vorstellung von jener ersten Wahrnehmung, und zwar erscheint nach dem Gesagten jene Wahrnehmungssituation als mein früheres Erlebnis. Die Identität des Gegenstandes ist uns dabei implizite gegeben, und wir wissen deshalb: der in der Wahrnehmung vor mir stehende Gegenstand ist derselbe, mit dem ich es schon einmal, und zwar bei jener Gelegenheit, zu tun hatte. Aus solchen ausführlichen Wiedererkennungsvorgängen lernen wir die mit ihnen regelmäßig verbundenen Begleiterscheinungen alsKriterien der Bekanntheitkennen. Noch bevor die ausführliche Wiedererkennung eintritt, verspüren wir die eigenartigen Zustände der einsetzenden Reproduktion (man denke an denZustand, den wir durchmachen, wenn uns ein gesuchter Name „auf der Zunge liegt“), schwache Lustgefühle, eine merkwürdige Steigerung unseres Interesses für jenen Gegenstand. Da solche Erlebnisse in der Regel von dem Wiedererkennen gefolgt sind, werden sie uns selbst zu den Symptomen der Bekanntheit (Bekanntheitsqualität). Aber nur darum, weil sich mit ihnen das Beziehungswissen verbindet: solche Zustände sind die Wirkung bekannter Eindrücke, vermitteln sie uns das Bekanntheitsbewußtsein. Ohne ein solches Wissen käme es höchstens wie beim Tier zu einer besonderen Weise der Reaktion, wie sie gewohnten und darum zumeist auch lustbetonten Eindrücken gegenüber zu beobachten ist.
Nach unserer Darlegung müßte in der Entwicklung des Menschen zuerst die Erinnerung und dann das Wiedererkennen auftreten. Es wird schwer sein, dies beim Kinde festzustellen, da zweifellos beim Kinde die soeben genannten, auch beim Tier zu beobachtenden Reaktionsweisen gegenüber gewohnten Dingen zuerst einsetzen und ein Wiedererkennen vorzutäuschen imstande sind.Auch unsere Erklärung der Erinnerung wie des Wiedererkennens greift auf dieReproduktionsvorgängezurück. Das könnte bedenklich erscheinen, weil Reproduktion und Erinnerung verschiedenen Gesetzmäßigkeiten folgen. Allein die Leistung ist in beiden Fällen eine ganz andere: die Reproduktion hat einen bestimmten Vorstellungsinhalt selbst vorzuführen; mit Stellvertretern, Symptomen u. dgl. ist ihr nicht gedient. Das Wiedererkennen hingegen hat ein Beziehungswissen zu wecken und kann sich dazu mannigfacher Symptome bedienen. Und drittens können diese Symptome — wohl nach einer allgemeinen Gesetzmäßigkeit der Beziehungserlebnisse (vgl.S. 178) — schon wirksam werden, wenn sie eben die Bewußtseinsschwelle überschritten haben, während eine Reproduktionsaufgabe in diesem Zustande noch nicht als gelöst gelten kann.
Nach unserer Darlegung müßte in der Entwicklung des Menschen zuerst die Erinnerung und dann das Wiedererkennen auftreten. Es wird schwer sein, dies beim Kinde festzustellen, da zweifellos beim Kinde die soeben genannten, auch beim Tier zu beobachtenden Reaktionsweisen gegenüber gewohnten Dingen zuerst einsetzen und ein Wiedererkennen vorzutäuschen imstande sind.
Auch unsere Erklärung der Erinnerung wie des Wiedererkennens greift auf dieReproduktionsvorgängezurück. Das könnte bedenklich erscheinen, weil Reproduktion und Erinnerung verschiedenen Gesetzmäßigkeiten folgen. Allein die Leistung ist in beiden Fällen eine ganz andere: die Reproduktion hat einen bestimmten Vorstellungsinhalt selbst vorzuführen; mit Stellvertretern, Symptomen u. dgl. ist ihr nicht gedient. Das Wiedererkennen hingegen hat ein Beziehungswissen zu wecken und kann sich dazu mannigfacher Symptome bedienen. Und drittens können diese Symptome — wohl nach einer allgemeinen Gesetzmäßigkeit der Beziehungserlebnisse (vgl.S. 178) — schon wirksam werden, wenn sie eben die Bewußtseinsschwelle überschritten haben, während eine Reproduktionsaufgabe in diesem Zustande noch nicht als gelöst gelten kann.
Reproduktion früherer Eindrücke, anhebende Reproduktionen, Gefühle, die durch letztere angeregt werden, Beziehungserfassungen, Reproduktion eines Beziehungswissens und endlich, was bisher noch nicht genannt wurde, Beurteilungen und Schlüsse auf Grund mannigfacher Kriterien können zusammenwirken, um eine Vorstellung als Bild eines früheren Erlebnisses oder einen neuen Eindruck als die Wahrnehmungeines bekannten Gegenstandes erscheinen zu lassen. Von jedem einzelnen dieser Faktoren wissen wir nun, daß er gelegentlich versagen kann, und dürfen darum erwarten, daß aus solchem Versagen Erinnerungstäuschungen bzw. Erinnerungsausfälle entstehen.
Klingen die Reproduktionstendenzen an, ist aber die vollständige Reproduktion behindert, so erscheint uns ein Gegenstand bekannt, aber wir wissen nicht, „wo wir ihn hintun sollen“. Werden auch die ersten Ansätze zur Reproduktion nicht lebendig, so halten wir den Gegenstand für neu. Wir können aber anderswoher wissen, daß der betreffende Gegenstand uns doch bekannt sein muß, und so mag das eigenartigeFremdfindenbedingt sein: spricht man ein geläufiges Wort der Muttersprache oftmals rasch hintereinander aus, so klingt es mit einemmal merkwürdig fremd und sinnlos. Vermutlich werden durch das rasche Aufsagen die mit dem Wort assoziierten Vorstellungen nicht mehr angeregt, entsprechend dem allgemeinen Gesetz der Bahnung; das Wort besagt uns also nichts mehr, während wir doch gleichzeitig wissen, daß es einen Sinn hat. Die sog. Entfremdung der Wahrnehmungswelt dürfte jedoch damit nur teilweise erklärt sein.Dem Ausfall der Erinnerung steht deren Fälschung gegenüber. Man könnte füglich eine teilweise und eine vollständige unterscheiden. Bei derteilweisen Fälschungvermischen sich infolge der Konstellation fremde Vorstellungselemente mit der Erinnerungsvorstellung. Tragen diese eingeschobenen Elemente keine von der Erinnerungsvorstellung stark abweichenden Züge, so werden auch sie als Bilder früherer Erlebnisse genommen, namentlich wenn die Gesamtvorstellung unmittelbar als Erinnerung aufgefaßt wird. Findet eine eigentliche Beurteilung, ob wirklich erlebt oder nicht, statt, so wird es unter anderem auch von der Begabung des Individuums abhängen, ob es einer Erinnerungstäuschung verfällt oder nicht. Kinder unterliegen deshalb leichter diesen Täuschungen als Erwachsene. Bei ihnen kommt auch die totale Erinnerungsfälschung in der Form der Phantasielügen häufig vor: während sie am Erzählen sind, drängt sich ihnen das Phantasiebild mit der gleichen Leichtigkeit und Klarheit wie das Erinnerungsbild auf und wird darum als solches ausgegeben. Wegen ihrer reicheren Phantasiebegabung sind darum auch Frauen derartigen Täuschungen mehr ausgesetzt als Männer.Eine andere Art der Erinnerungsanomalie täuscht nicht hinsichtlich des Inhaltes, sondern desAktes: ein neuer Eindruck erscheint fälschlich als bekannt. Namentlich in pathologischen Fällen wird die Bekanntheitsqualität durch neue Eindrücke ausgelöst,ohne daßder Kranke von der Neuheit der Eindrücke überzeugt ist. (Reduplizierende Paramnesie.) Anders bei dem oft besprochenendéjà vu: obwohlwir genau wissen, daß die Lage, in der wir uns augenblicklich befinden, völlig neu ist, haben wir doch den überwältigenden Eindruck, genau das gleiche schon einmal erlebt zu haben. Bekanntlich stützt sich die Lehre von der Seelenwanderung mit Vorliebe auf solche Erlebnisse. Die allgemeine Erklärung dieser Erscheinung ist wohl folgende: Durch irgendeinen Umstand wird der Bekanntheitseindruck hervorgerufen, während wir doch gleichzeitig, auf andere Gründe gestützt, genau wissen, daß wir zum erstenmal dies erleben. Ist der Bekanntheitseindruck von einem lebhaften Gefühl begleitet, so mag er durch einen ganz nebensächlichen Zug an dem Erlebnis ausgelöst sein, er wird sich über das Gesamterlebnis ausbreiten und dieses selbst als bekannt erscheinen lassen. Nach meinen bisherigen Beobachtungen möchte ich zwei Arten des déjà vu unterscheiden: Bei der ersten regt ein (nebensächlicher) Zug der Wahrnehmung eine Reproduktion an, die weiter nicht beachtet wird, aber das Bekanntheitsgefühl auslöst, das fälschlich auf das Gesamterlebnis bezogen wird. Diese Fälle sind niemals so überraschend wie die alsbald zu besprechenden. Es gelingt auch häufig, den Reproduktionsvorgang rückschauend festzustellen. Dementsprechend zeigen sich allmähliche Übergänge von dem falschen Wiedererkennen zu der ganz normalen Reproduktion im Anschluß an eine Wahrnehmung. Die andere Art habe ich vor Jahren zum erstenmal auf Grund einer zuverlässigen Beobachtung beschrieben (ArPs 15 [1909]) und kann sie heute durch neue Beobachtungen sicherstellen. Das Schema des ganzen Vorganges ist dieses: Eine flüchtige Wahrnehmung wird unterbrochen oder eine alsbald erfolgende Wahrnehmung wird in der Vorstellung vorweggenommen. Darauf tritt eine Ablenkung ein, durch die der Bewußtseinszusammenhang bei dem ermüdeten oder psychasthenischen Individuum für einen Augenblick abgebrochen wird. — Die nervöse Erschöpfung ist nach den UntersuchungenHeymanseine besonders günstige Vorbedingung des falschen Wiedererkennens, weshalb auch diese Erscheinung in der Pubertätszeit besonders häufig ist. — Gleich nach der kurzen Ablenkung wendet man sich wieder der Wahrnehmung zu. Da somit derselbe Bewußtseinsinhalt wiederkehrt, der unmittelbar vor der Ablenkung uns beschäftigte, erscheint das Erlebnis als bekannt, ohne daß wir den Bekanntheitseindruck erklären können, während wir anderseits sehr wohl wissen: die Situation ist neu. Ein Beispiel. Ich gehe mit einigen Begleitern einen Gartenweg entlang. „Haben Sie schon gehört ...“, beginnt einer von ihnen und kündigt eine mir sehr wohl bekannte Geschichte an, die mir nunmehr als Ganzes im Bewußtsein steht. Weil sie mich aber langweilt, befasse ich mich beim Weitergehen mit den Blumen am Wege. Als wir nun am Ende des Weges umkehren wollen, erlebe ich ein ganz ausgesprochenes déjà vu, und zwar besagt es: genau diese individuelle Situation mit all ihren Einzelheiten hast du schon erlebt. Da ich damals schon meine Theorieder Fausse Reconnaissance veröffentlicht hatte, besinne ich mich darauf, wo eine Wiederholung eines Teiles der Wahrnehmung vorliege, finde jedoch keine und stelle mit Bedauern fest, daß die Theorie hier versage. Erst nach einiger Zeit kommt mir der Augenblick wieder zu Bewußtsein, wo die Erzählung angekündigt worden war. Die Erklärung des Phänomens lag nun zutage. Bei der Ankündigung der Erzählung hatte ich sie in der Vorstellung vorweggenommen. Dann wurde ich durch das Betrachten der Blumenbeete abgelenkt. Als ich am Ende des Weges wohl oder übel wieder einen Teil der Erzählung anhören mußte, wurde die Eingangssituation reproduktiv angeregt, konnte aber infolge einer an diesem Tage sehr merklichen Schlaffheit, sowie wegen der unmittelbar vorausgegangenen Ablenkung nicht hinreichend reproduziert werden, weshalb ein unerklärliches Bekanntheitsgefühl verspürt wurde, das sich nach Art aller Gefühle auf die gesamte Lage verbreitete. Wegen der augenblicklichen Reproduktionsstörung konnte natürlich auch die das ganze Erlebnis bedingende Eingangslage nicht sofort wieder bewußt werden, die Theorie mußte für den Augenblick als unzureichend erscheinen, wodurch eine ganz vorzügliche Kontrolle der Zuverlässigkeit der Beobachtung gegeben war. Die wichtige Voraussetzung dieser Erklärung, daß durch die vorstellungsmäßige Vorwegnahme einer Wahrnehmung schon ein Bekanntheitseindruck bedingt wird, läßt sich übrigens experimentell nachweisen.
Klingen die Reproduktionstendenzen an, ist aber die vollständige Reproduktion behindert, so erscheint uns ein Gegenstand bekannt, aber wir wissen nicht, „wo wir ihn hintun sollen“. Werden auch die ersten Ansätze zur Reproduktion nicht lebendig, so halten wir den Gegenstand für neu. Wir können aber anderswoher wissen, daß der betreffende Gegenstand uns doch bekannt sein muß, und so mag das eigenartigeFremdfindenbedingt sein: spricht man ein geläufiges Wort der Muttersprache oftmals rasch hintereinander aus, so klingt es mit einemmal merkwürdig fremd und sinnlos. Vermutlich werden durch das rasche Aufsagen die mit dem Wort assoziierten Vorstellungen nicht mehr angeregt, entsprechend dem allgemeinen Gesetz der Bahnung; das Wort besagt uns also nichts mehr, während wir doch gleichzeitig wissen, daß es einen Sinn hat. Die sog. Entfremdung der Wahrnehmungswelt dürfte jedoch damit nur teilweise erklärt sein.
Dem Ausfall der Erinnerung steht deren Fälschung gegenüber. Man könnte füglich eine teilweise und eine vollständige unterscheiden. Bei derteilweisen Fälschungvermischen sich infolge der Konstellation fremde Vorstellungselemente mit der Erinnerungsvorstellung. Tragen diese eingeschobenen Elemente keine von der Erinnerungsvorstellung stark abweichenden Züge, so werden auch sie als Bilder früherer Erlebnisse genommen, namentlich wenn die Gesamtvorstellung unmittelbar als Erinnerung aufgefaßt wird. Findet eine eigentliche Beurteilung, ob wirklich erlebt oder nicht, statt, so wird es unter anderem auch von der Begabung des Individuums abhängen, ob es einer Erinnerungstäuschung verfällt oder nicht. Kinder unterliegen deshalb leichter diesen Täuschungen als Erwachsene. Bei ihnen kommt auch die totale Erinnerungsfälschung in der Form der Phantasielügen häufig vor: während sie am Erzählen sind, drängt sich ihnen das Phantasiebild mit der gleichen Leichtigkeit und Klarheit wie das Erinnerungsbild auf und wird darum als solches ausgegeben. Wegen ihrer reicheren Phantasiebegabung sind darum auch Frauen derartigen Täuschungen mehr ausgesetzt als Männer.
Eine andere Art der Erinnerungsanomalie täuscht nicht hinsichtlich des Inhaltes, sondern desAktes: ein neuer Eindruck erscheint fälschlich als bekannt. Namentlich in pathologischen Fällen wird die Bekanntheitsqualität durch neue Eindrücke ausgelöst,ohne daßder Kranke von der Neuheit der Eindrücke überzeugt ist. (Reduplizierende Paramnesie.) Anders bei dem oft besprochenendéjà vu: obwohlwir genau wissen, daß die Lage, in der wir uns augenblicklich befinden, völlig neu ist, haben wir doch den überwältigenden Eindruck, genau das gleiche schon einmal erlebt zu haben. Bekanntlich stützt sich die Lehre von der Seelenwanderung mit Vorliebe auf solche Erlebnisse. Die allgemeine Erklärung dieser Erscheinung ist wohl folgende: Durch irgendeinen Umstand wird der Bekanntheitseindruck hervorgerufen, während wir doch gleichzeitig, auf andere Gründe gestützt, genau wissen, daß wir zum erstenmal dies erleben. Ist der Bekanntheitseindruck von einem lebhaften Gefühl begleitet, so mag er durch einen ganz nebensächlichen Zug an dem Erlebnis ausgelöst sein, er wird sich über das Gesamterlebnis ausbreiten und dieses selbst als bekannt erscheinen lassen. Nach meinen bisherigen Beobachtungen möchte ich zwei Arten des déjà vu unterscheiden: Bei der ersten regt ein (nebensächlicher) Zug der Wahrnehmung eine Reproduktion an, die weiter nicht beachtet wird, aber das Bekanntheitsgefühl auslöst, das fälschlich auf das Gesamterlebnis bezogen wird. Diese Fälle sind niemals so überraschend wie die alsbald zu besprechenden. Es gelingt auch häufig, den Reproduktionsvorgang rückschauend festzustellen. Dementsprechend zeigen sich allmähliche Übergänge von dem falschen Wiedererkennen zu der ganz normalen Reproduktion im Anschluß an eine Wahrnehmung. Die andere Art habe ich vor Jahren zum erstenmal auf Grund einer zuverlässigen Beobachtung beschrieben (ArPs 15 [1909]) und kann sie heute durch neue Beobachtungen sicherstellen. Das Schema des ganzen Vorganges ist dieses: Eine flüchtige Wahrnehmung wird unterbrochen oder eine alsbald erfolgende Wahrnehmung wird in der Vorstellung vorweggenommen. Darauf tritt eine Ablenkung ein, durch die der Bewußtseinszusammenhang bei dem ermüdeten oder psychasthenischen Individuum für einen Augenblick abgebrochen wird. — Die nervöse Erschöpfung ist nach den UntersuchungenHeymanseine besonders günstige Vorbedingung des falschen Wiedererkennens, weshalb auch diese Erscheinung in der Pubertätszeit besonders häufig ist. — Gleich nach der kurzen Ablenkung wendet man sich wieder der Wahrnehmung zu. Da somit derselbe Bewußtseinsinhalt wiederkehrt, der unmittelbar vor der Ablenkung uns beschäftigte, erscheint das Erlebnis als bekannt, ohne daß wir den Bekanntheitseindruck erklären können, während wir anderseits sehr wohl wissen: die Situation ist neu. Ein Beispiel. Ich gehe mit einigen Begleitern einen Gartenweg entlang. „Haben Sie schon gehört ...“, beginnt einer von ihnen und kündigt eine mir sehr wohl bekannte Geschichte an, die mir nunmehr als Ganzes im Bewußtsein steht. Weil sie mich aber langweilt, befasse ich mich beim Weitergehen mit den Blumen am Wege. Als wir nun am Ende des Weges umkehren wollen, erlebe ich ein ganz ausgesprochenes déjà vu, und zwar besagt es: genau diese individuelle Situation mit all ihren Einzelheiten hast du schon erlebt. Da ich damals schon meine Theorieder Fausse Reconnaissance veröffentlicht hatte, besinne ich mich darauf, wo eine Wiederholung eines Teiles der Wahrnehmung vorliege, finde jedoch keine und stelle mit Bedauern fest, daß die Theorie hier versage. Erst nach einiger Zeit kommt mir der Augenblick wieder zu Bewußtsein, wo die Erzählung angekündigt worden war. Die Erklärung des Phänomens lag nun zutage. Bei der Ankündigung der Erzählung hatte ich sie in der Vorstellung vorweggenommen. Dann wurde ich durch das Betrachten der Blumenbeete abgelenkt. Als ich am Ende des Weges wohl oder übel wieder einen Teil der Erzählung anhören mußte, wurde die Eingangssituation reproduktiv angeregt, konnte aber infolge einer an diesem Tage sehr merklichen Schlaffheit, sowie wegen der unmittelbar vorausgegangenen Ablenkung nicht hinreichend reproduziert werden, weshalb ein unerklärliches Bekanntheitsgefühl verspürt wurde, das sich nach Art aller Gefühle auf die gesamte Lage verbreitete. Wegen der augenblicklichen Reproduktionsstörung konnte natürlich auch die das ganze Erlebnis bedingende Eingangslage nicht sofort wieder bewußt werden, die Theorie mußte für den Augenblick als unzureichend erscheinen, wodurch eine ganz vorzügliche Kontrolle der Zuverlässigkeit der Beobachtung gegeben war. Die wichtige Voraussetzung dieser Erklärung, daß durch die vorstellungsmäßige Vorwegnahme einer Wahrnehmung schon ein Bekanntheitseindruck bedingt wird, läßt sich übrigens experimentell nachweisen.
Literatur
M.Rosenberg, Über die Erinnerungstäuschungen usw. ZPaPs 1 (1912).
M.Rosenberg, Über die Erinnerungstäuschungen usw. ZPaPs 1 (1912).
Ein wichtiges Anwendungsgebiet unseres Problems hat eingehende experimentelle Untersuchung erfahren, die Zeugenaussage. Man ließ Kinder und Erwachsene Bilder betrachten oder zuvor verabredeten Begebenheiten beiwohnen und teils unmittelbar darauf, teils nach bestimmter Frist frei über das Erfahrene berichten, sowie in einem sorgfältig vorbereiteten Verhör entsprechende Fragen beantworten. Die Erinnerungstäuschungen, die hierbei unterliefen, waren nun überraschend zahlreich. Allgemeingültige Zahlenwerte lassen sich begreiflicherweise nicht anführen, da die Fehlermenge sich ebensowohl mit dem Subjekt wie mit dem Gegenstand wie endlich mit der Art der Aussage ändert. Im allgemeinen gilt etwa folgendes: Ein Zeugnis ist niemals im ganzen zu bewerten, da auch ein zuverlässiger Zeuge Erinnerungstäuschungen unterworfen ist. Der unbeeinflußte Bericht kann bisweilen genau sein, von einem Verhör darf man das nie erwarten. Fragt man, wie in den Versuchen, nachallenEinzelheiten eines Erlebnisses, so darf man mit ungefähr einem Drittel falscher Antworten rechnen. Die Fehlerzahl steigt, wenn die Fragen eine bestimmte Antwortnahelegen (Suggestivfragen), namentlich bei Kindern. Kinderaussagen sind überhaupt nur mit größter Vorsicht zu veranlassen und zu bewerten. Werden dieselben Fragen in einem Verhör wiederholt, so wächst die Zahl der Antworten, aber auch die der Fehler. Hinsichtlich des zu berichtenden Vorfalles gilt, daß Aussagen über Vorgänge nur dann zuverlässig sind, wenn die Vorgänge mit Aufmerksamkeit und ohne zu große Gemütsbeteiligung beobachtet wurden. Aussagen über Nebenumstände sind überhaupt von fraglichem Wert, namentlich über Farben, Zeit- und Größenverhältnisse. Diese Versuche bestätigen sehr hübsch die theoretisch bedeutsame Tatsache, daß uns keine gesonderten Erinnerungsvorstellungen zu Gebote stehen, sondern daß alle unsere Vorstellungen zu Erinnerungen werden können, je nachdem sie sich mit den Kriterien der Erinnerungen auszustatten vermögen.Die Aussageist aber mehr als eine Erinnerung. Sie istein Urteil, das gleichzeitig über den vorgestellten Sachverhalt abgegeben wird, daß man ihn eben erlebt habe. Es hängt darum die Aussage nicht allein von den Erinnerungskriterien ab, die sich an die auftauchenden oder nahegelegten Vorstellungen anschließen; es müssen diese Kriterien auch beurteilt werden. Da macht sich nun stark die individuelle Urteilsbereitschaft geltend, ferner die Urteilseinstellung auf die Behauptung, etwas erlebt zu haben, endlich alle die Beweggründe, die zu einem Urteil führen können: das Interesse an dem Grundsachverhalt, das Interesse an dem Begleitsachverhalt, der Gewißheit, und an dem Urteilsakt, wie etwa der Wunsch, ein ergiebiger Zeuge zu sein.
Ein wichtiges Anwendungsgebiet unseres Problems hat eingehende experimentelle Untersuchung erfahren, die Zeugenaussage. Man ließ Kinder und Erwachsene Bilder betrachten oder zuvor verabredeten Begebenheiten beiwohnen und teils unmittelbar darauf, teils nach bestimmter Frist frei über das Erfahrene berichten, sowie in einem sorgfältig vorbereiteten Verhör entsprechende Fragen beantworten. Die Erinnerungstäuschungen, die hierbei unterliefen, waren nun überraschend zahlreich. Allgemeingültige Zahlenwerte lassen sich begreiflicherweise nicht anführen, da die Fehlermenge sich ebensowohl mit dem Subjekt wie mit dem Gegenstand wie endlich mit der Art der Aussage ändert. Im allgemeinen gilt etwa folgendes: Ein Zeugnis ist niemals im ganzen zu bewerten, da auch ein zuverlässiger Zeuge Erinnerungstäuschungen unterworfen ist. Der unbeeinflußte Bericht kann bisweilen genau sein, von einem Verhör darf man das nie erwarten. Fragt man, wie in den Versuchen, nachallenEinzelheiten eines Erlebnisses, so darf man mit ungefähr einem Drittel falscher Antworten rechnen. Die Fehlerzahl steigt, wenn die Fragen eine bestimmte Antwortnahelegen (Suggestivfragen), namentlich bei Kindern. Kinderaussagen sind überhaupt nur mit größter Vorsicht zu veranlassen und zu bewerten. Werden dieselben Fragen in einem Verhör wiederholt, so wächst die Zahl der Antworten, aber auch die der Fehler. Hinsichtlich des zu berichtenden Vorfalles gilt, daß Aussagen über Vorgänge nur dann zuverlässig sind, wenn die Vorgänge mit Aufmerksamkeit und ohne zu große Gemütsbeteiligung beobachtet wurden. Aussagen über Nebenumstände sind überhaupt von fraglichem Wert, namentlich über Farben, Zeit- und Größenverhältnisse. Diese Versuche bestätigen sehr hübsch die theoretisch bedeutsame Tatsache, daß uns keine gesonderten Erinnerungsvorstellungen zu Gebote stehen, sondern daß alle unsere Vorstellungen zu Erinnerungen werden können, je nachdem sie sich mit den Kriterien der Erinnerungen auszustatten vermögen.
Die Aussageist aber mehr als eine Erinnerung. Sie istein Urteil, das gleichzeitig über den vorgestellten Sachverhalt abgegeben wird, daß man ihn eben erlebt habe. Es hängt darum die Aussage nicht allein von den Erinnerungskriterien ab, die sich an die auftauchenden oder nahegelegten Vorstellungen anschließen; es müssen diese Kriterien auch beurteilt werden. Da macht sich nun stark die individuelle Urteilsbereitschaft geltend, ferner die Urteilseinstellung auf die Behauptung, etwas erlebt zu haben, endlich alle die Beweggründe, die zu einem Urteil führen können: das Interesse an dem Grundsachverhalt, das Interesse an dem Begleitsachverhalt, der Gewißheit, und an dem Urteilsakt, wie etwa der Wunsch, ein ergiebiger Zeuge zu sein.
Literatur
W.Stern, Beiträge zur Psychologie der Aussage. 2 Bde. 1903/6.W. und Cl.Stern, Erinnerung, Aussage und Lüge in der ersten Kindheit. 1909.
W.Stern, Beiträge zur Psychologie der Aussage. 2 Bde. 1903/6.
W. und Cl.Stern, Erinnerung, Aussage und Lüge in der ersten Kindheit. 1909.