KRIEGSHYMNEN

KRIEGSHYMNEN

Kriegshymnen san net schlecht. Gar net schlecht!So Worttrompeten, Wortetrommeln, Wortgeratter:Auf in den Kampf, auf in den Tod! Zum Siege!Dochschmerzlicherdient man dem Vaterlandemit einem Leberschuß, einem Schuß in die Niere,in die Nabelgegend!Man muß es dann nämlichtragen,Jahrelang, auch wenn die Kriegsbegeisterungvorbeiist,undNüchternheiteneinziehn in die Seelen!Nüchternberauscht sein, das war ewigdie DevisemeinesHerzens! Künstlertum imLeben!Nichtberauschtberauscht, und nicht nüchternnüchtern!Sondernnüchternberauscht!BegeisterunginheiligenFriedenszeiten!Der Krieg begeistert jeden schonvon selbst!Was braucht man da noch Trommeln und Trompeten?!?Jedoch im heiligen Frieden wird wieder allesschlappundmüde,und trottet fort inschäbigemGeleise!InFriedenszeiten, Dichter, Philosophen,rufet die Menschenwachundaufzu Lügelosigkeit, Einfachheit, Askese undvornehmer Gesinnungdurchunddurch!Auf daß ein nächster Kriegunmöglichwerde und seinSchreckenslärm,und ebensoKriegshymnen-Blech!

Kriegshymnen san net schlecht. Gar net schlecht!So Worttrompeten, Wortetrommeln, Wortgeratter:Auf in den Kampf, auf in den Tod! Zum Siege!Dochschmerzlicherdient man dem Vaterlandemit einem Leberschuß, einem Schuß in die Niere,in die Nabelgegend!Man muß es dann nämlichtragen,Jahrelang, auch wenn die Kriegsbegeisterungvorbeiist,undNüchternheiteneinziehn in die Seelen!Nüchternberauscht sein, das war ewigdie DevisemeinesHerzens! Künstlertum imLeben!Nichtberauschtberauscht, und nicht nüchternnüchtern!Sondernnüchternberauscht!BegeisterunginheiligenFriedenszeiten!Der Krieg begeistert jeden schonvon selbst!Was braucht man da noch Trommeln und Trompeten?!?Jedoch im heiligen Frieden wird wieder allesschlappundmüde,und trottet fort inschäbigemGeleise!InFriedenszeiten, Dichter, Philosophen,rufet die Menschenwachundaufzu Lügelosigkeit, Einfachheit, Askese undvornehmer Gesinnungdurchunddurch!Auf daß ein nächster Kriegunmöglichwerde und seinSchreckenslärm,und ebensoKriegshymnen-Blech!

Kriegshymnen san net schlecht. Gar net schlecht!

So Worttrompeten, Wortetrommeln, Wortgeratter:

Auf in den Kampf, auf in den Tod! Zum Siege!

Dochschmerzlicherdient man dem Vaterlande

mit einem Leberschuß, einem Schuß in die Niere,

in die Nabelgegend!

Man muß es dann nämlichtragen,Jahre

lang, auch wenn die Kriegsbegeisterungvorbeiist,

undNüchternheiteneinziehn in die Seelen!

Nüchternberauscht sein, das war ewig

die DevisemeinesHerzens! Künstlertum imLeben!

Nichtberauschtberauscht, und nicht nüchternnüchtern!

Sondernnüchternberauscht!Begeisterungin

heiligenFriedenszeiten!

Der Krieg begeistert jeden schonvon selbst!

Was braucht man da noch Trommeln und Trompeten?!?

Jedoch im heiligen Frieden wird wieder alles

schlappundmüde,

und trottet fort inschäbigemGeleise!

InFriedenszeiten, Dichter, Philosophen,

rufet die Menschenwachundauf

zu Lügelosigkeit, Einfachheit, Askese und

vornehmer Gesinnungdurchunddurch!

Auf daß ein nächster Kriegunmöglich

werde und seinSchreckenslärm,

und ebensoKriegshymnen-Blech!


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