MEINE SCHWESTER GRETL

MEINE SCHWESTER GRETL

„Also, mit 69 Jahren warst du von allen Ärzten aufgegeben, Vater, und ich habe dich doch noch durchgebracht bis auf 85! Ich habe für dich gekocht, dich gewaschen, und für absoluten Frieden gesorgt. Freilich, Geliebter, hast du nicht viel davon gehabt. Einige deiner Lieblingsspeisen, deine sieben Trabukkos täglich, deine Ruhe, Tamar Indien Grillon, deine Zeitungsblätter, und im Sommer Aussee, Bauernhaus Nr. 73 im Bergwalde. Für einen zu alten Mann kann man nichts besonderes mehr leisten. Aber du hast es stets gespürt, daß ich dich liebhabe!Das, dashast du Gott sei Dank immer gespürt, trotz deines natürlichen und selbstverständlichenAlteregoismus!

Ich weine mir fortan die Augen heraus, daß ich dir, Vater, nicht mehr dienen kann!“


Back to IndexNext