Chapter 12

Fig. 244.

Fig. 244.

10.Blätt. schmal lanzettl. (1 : 10), unterseits weiß, seidenhaarig-filzig, am Rande etwas umgerollt, fast ganzrand. (Fig.244); Frkn. seidenhaarig, Stiel viel kürzer als die linealische Drüse; Griffel lang; Narben sehr lang, bogig gekrümmt (Fig.245); Zweige schlank, zähe, anfangs filzig. 3. 4. Ufer, Gebüsche, häufig

Korb-W.,S. viminálisL.

Fig. 245.

Fig. 245.

— Blätt. breiter

11

11.Griffel lang (länger als die Narbe)[A] (Fig.246); Kätzchen meist mit den Blätt. zugleich erscheinend; Blätt. im Alter unterseits meist kahl

17

— Griffel kurz od. fehlend (höchstens so lang als die Narben)[17]; Kätzchen oft lange vor den Blättern erscheinend. Blätt. bei den häufigen Arten unterseits graufilzig

12

Fig. 246.

Fig. 246.

12.Blätt. unterseits graufilzig; Kätzchen dichtblütig

15

— Ältere Blätt. beiderseits kahl od. fast kahl. Seltene Arten

13

13.Blätt. klein (bis 3 cm l.), rundl.-eif. bis längl. (1 : 1½-2½), jung flaumhaarig, zuletzt meist kahl, tiefgrün, unterseits blaugrün; Stempelkätzchen lockerblütig, zuletzt nickend; Kätzchenschuppen gelb, zuw. mit rötlicher Spitze; Knospen rötlich, kahl; Zweige lang und dünn. H. bis 1 m. 4. 5. Sümpfe, Brüche, selten. Im östlichen Gebiet und in Baden (Pfohren) und Bayern (am Laim bei München)

Bleiche W.,S. lívidaWahlenberg

— Blätt. größer. Größere Sträucher von 1–3 m Höhe

14

14.Blätt. beiderseits fast gleichfarb., dunkelgrün, breit eif. (1 : 1½-2) (Fig.247), kurz zugespitzt, jung häufig braunrot, unterseits auf den Adern kurzhaarig; Zweige kahl; Frkn. kahl od. seidenhaarig. 5. 6. Feuchte Orte in den Sudeten

Schlesische W.,S. silesíacaWilld.

— Blätt. unterseits bläulichgrün, kurzflaumig, längl.-lanzettl. od. längl.-eif. (6–15 cm l.) (Fig.248); junge Zweige weichhaarig; Frkn. filzig. 5. Voralpen

Großblättrige W.,S. grandifóliaSeringe

Fig. 247.

Fig. 247.

15.(12.) Junge verholzte Zweige u. Knospen graufilzig; Blätt. längl. od. lanzettl.-verkehrt-eif. (1 : 2–3), oberseits schmutziggrün, glanzlos, etwas kurzhaarig, jung beiderseits graufilzig; Stbfäden unten behaart; Griffel meist so lang als die meist aufrecht-abstehend. Narben. 3. 4. Gräben, Ufer, häufig

Graue W.,S. cinéreaL.

Fig. 248.

Fig. 248.

— Junge Zweige u. Knospen kahl od. etwas kurzhaarig; Blätt. jung seidenglänzend-weißfilzig; Griffel sehr kurz od. fehlend

16

16.Zweige dick; Blätt. rundl. bis elliptisch (1 : 1–2½) (Fig.249), 5–10 cm lang, ziemlich flach, zuletzt oberseits kahl u. rein grün, etwas glänzend, unterseits blaugrau, Adernetz wenig ausgeprägt; Stbfäden kahl; Frkn. sehr lang gestielt; Narben längl., meist zusammenneigend. 3. 4. Waldränder, Hecken, Wiesen, gemein

Sal- od. Palm-W.,S. cápreaL.

Fig. 249.

Fig. 249.

— Zweige dünn; Blätter verkehrt-eif. od. längl.-verkehrt-eif. (1 : 1½-2), bis 4 cm lang, im vorderen Drittel am breitesten, meist mit kurz aufgesetzter, zurückgekrümmter Spitze (Fig.250), wellig gesägt, runzlig, zuletzt oberseits trübgrün, kurzhaarig, glanzlos, unterseits bläulichgrün, Adernetz ausgeprägt; Stbfäden unten etwas behaart; Narben sehr kurz, meist aufrecht abstehend.(Pfl. in allen Teilen kleiner alsS. capreau.cinerea). 4. 5. Gräben, Wald- u. Wegränder, häufig

Ohr-W.,S. aurítaL.

Fig. 250.

Fig. 250.

17.(11.) Frkn. weiß od. weißgrau behaart; Stbfäden kahl

20

— Frkn. kahl(nur beiS. nigricansselten behaart); Stbfäden kahl od. am Grunde zottig behaart

18

18.Stbfäden kahl; Kätzchenschuppen von gekräuselten Haaren zottig; Frknstiel etwa so lang als die Drüse; junge Zweige behaart, später kahl, braun; Blätt. elliptisch od. verkehrt-eif. (1 : 1½), unterseits blaßgrün; Nebenblätt. groß, halb-herzf. 5. 6. Mährisches Gesenke, Harz (am alten Stolberg), Vogesen (Ammeltal)

Spießförmige W.,S. hastátaL.

— Stbfäden am Grunde zottig behaart; Blätt. getrocknet schwarz werdend

19

19.Frknstiel 2–4mal so lang als die Drüse; junge Zweige grau behaart; Blätt. rundl. bis längl. elliptisch (1 : 1–3), oberseits dunkelgrün, unterseits heller, grau od. blaugrün. 4. 5. Ufer, Wiesen, Moore. Ziemlich verbreitet, aber stellenweise selten od. ganz fehlend (z. B. im Nordwesten, im Schwarzwald, in Schlesien und Sachsen)

Schwarzwerdende W.,S. nígricansSmith

— Frknstiel etwas kürzer als die Drüse; Stbbeutel purpurrot, später gelb; junge Zweige kahl; Blätt. elliptisch oder verkehrt-eif. (1–1¾), kahl, oberseits stark glänzend, unterseits hellblau bereift. 5–7. Abhänge, Geröll. Oberbayern

Kahle W.,S. glabraScopoli

20.(17.) Blätt. unterseits weißgrau-filzig, lanzettl. bis längl. (1 : 3–4); Frknstiel kürzer als die Drüse; Griffel dünn; Narben linealisch. 5. 6. Riesengebirge, mährisches Gesenke, Ostpreußen

Lappländische W.,S. lappónumL.

— Blätt. unterseits kahl, graugrün bis bläulichweiß, elliptisch, verkehrt-eif. od. lanzettl. (1 : 2–2½); Frknstiel etwas längerals die Drüse. 5. 6. Riesengebirge, Brocken, Vogesen (Hoheneck)

Zweifarbige W.,S. bícolorEhrh.

21.(9.) Blätt. längl.-lanzettl. (1 : 3½-5); Zweige brüchig; Nebenblätt. halb-herzf.; Kätzchen groß, dick. 3. 4. Flußufer, am Seestrande. Oft angepfl.

Schimmel-W.,S. daphnoídesVillars

— Blätt. linealisch-lanzettl. (1 : 6–7); Zweige zähe, rotbraun; Nebenblätt. lanzettl.; Kätzchen kleiner und dünner. 3. 4. Oft angepfl.

Kaspische W.,S. acutifóliaWilld.

22.(8.) Frkn. meist graufilzig, sein Stiel 2–3mal so lang als die Drüse; Kätzchenschuppen vorn schwärzlich, beiderseits behaart; Blätt. eif. bis linealisch-lanzettl. (1 : 2–10), anfangs beiderseits seidenhaarig, oberseits später meist kahl, trüb- od. sattgrün, unterseits stets seidenhaarig. Ältere Zweige braun od. gelb. 4. 5. Moorboden, Wiesen, Wald- und Wegränder, nicht selten

Kriech-W.,S. repensL.

Kommt in 2 Formen vor: a)vulgárisKoch, Blätt. eif. bis elliptisch-lanzettlich (1 : 1–5), am Rande umgerollt, mit zurückgekrümmter Spitze, zuweilen beiderseits seidenhaarig (f. argénteaSmith), oft höher, mit elliptischen Blätt. (f. fusca Smith); b)rosmarinifóliaKoch, Blätt. sehr schmal (1 : 5–10), flach, mit gerader Spitze; Kätzchen meist kugelig.

— Frkn. kahl, sein Stiel 4–6mal so lang als die Drüse; Kätzchenschuppen vorn rötlich, unterseits behaart; Blätt. rundl. bis elliptisch (1 : 2–3), zuletzt kahl, oberseits dunkelgrün, unterseits blaugrün. 5. 6. Waldige Torfsümpfe, selten

Moor-W.,S. myrtilloídesL.

23.(7.) Frkn. gestielt, kahl; Griffel verlängert; Narben fast so lang als der Griffel; Stbfäden nur am Grunde verwachsen; Kätzchenschuppen gelb, nur bei den Stbbltn an der Spitze dunkler gefärbt, kahl oder am Rande gewimpert; Kätzchen gekrümmt; Blätt. linealisch-lanzettl. od. linealisch (1 : 6–12), unterwärts weißfilzig. 4. 5. Steinige Flußufer, im südl. Teile Schlesiens und an den Alpenflüssen bis zur Donau

Ufer-W.,S. incánaSchrank

— Frkn. sitzend, weißfilzig; Griffel fast fehlend; Narben kopff.; Stbfäden bis zur Spitze verwachsen; Stbbeutel anfangs rot; Kätzchenschuppen beiderseits behaart; Blätt. lanzettl. oder linealisch-lanzettlich, vorn breiter und scharf gesägt, unterwärts keilf. verschmälert, zuletzt kahl, unterseits meist blaugrün, beim Welken schwarz. 3. 4. Ufer, Wiesen, Gräben, verbreitet

Purpur-W.,S. purpúreaL.

Die Weiden zeigen eine große Neigung zur Bastardbildung, wodurch das ohnehin nicht leichte Studium derselben noch mehr erschwert wird. Eine sichere Bestimmung der Bastarde wird nur dem möglich sein, der eine genaue Kenntnis der reinen Arten besitzt. Die hervorstechendsten Merkmale der Stammeltern finden sich mehr oder weniger auch bei den Kreuzungen wieder und kann daraus ein Schluß auf die Natur des Bastardes gezogen werden. So weisen z. B. stark verlängerte, unterseits seidenhaarige Blätt., lange und dünne Drüsen, Griffel und Narben darauf hin, daßS. viminalisan der Kreuzung beteiligt ist;S. albaverrät sich durch die anfangs seidenhaarigen Blätt., und den kurzen Frknstiel,S. purpureadurch die z. T. verwachsenen Stbfäden, die keilf., vorn scharf gesägten Blätt. usw. Doch ist zu beachten, daß diese Merkmale bei den Bastarden stets viel weniger hervortreten als bei den Eltern.

1.Blätt. unterseits rein grün

5

— Blätt. unterseits weiß od. grünlichweiß

2

2.Blattstiele seitlich stark zusammengedrückt; Blätt. wenigstens in der Jugend (besonders unten) filzig; Kätzchenschuppen zottig gewimpert

4

— Blattstiele mehr rundl., höchstens am Ende etwas platt; Blätt. kahl od. wenig behaart; Kätzchenschuppen kahl

3

3.Blätt. nebst ihren Stielen kahl, am Grunde abgerundet od. schwach herzf., meist merklich länger als breit; Zweige rundl. 4. Angepflanzt

Balsam P.,P. balsamíferaL.

— Blätt. am Rande nebst ihren Stielen kurzhaarig, meist herzf., fast so breit wie lang; jüngere Zweige oft etwas kantig. 4. Angepflanzt

Ontario-P.,P. cándicansAiton

Fig. 251.

Fig. 251.

4.Jüngere Äste, Knospen und Blattunterseite schneeweiß filzig; Blätt. meist buchtig gelappt (Fig.251), unterseits bleibend filzig; Kätzchenschuppen nicht od. schwach eingeschnitten, wenig gewimpert. 3. 4. Süddeutschl. Häufig angepfl.

Silber-P.,P. albaL.

— Jüngere Äste, Knospen und Blattunterseite dünn graufilzig; Kätzchenschuppen deutlich eingeschnitten, stärker bewimpert. 4. Vereinzelt.(P. alba × tremula)

Grau-P.,P. canéscensKoch

5.Blätt. fast kreisrund (Fig.252); Kätzchenschuppen am Rande stark behaart. 3. 4. Wälder, häufig

Zitter-P.,P. trémulaL.

— Blätt. im Umriß mehr 3eckig od. schief 4eckig (Fig.253); Kätzchenschuppen kahl od. wenig behaart

6

Fig. 252.

Fig. 252.

6.Jüngere Zweige rundl. od. an kräftigen Lohden (Stockausschläge) etwas kantig; Blätt. am Grunde mehr od. weniger keilig, nur an den Lohden zuw. gerade abgestutzt; Narben stets 2; Fr. 2klappig.(Ändert ab: Äste aufrecht; Krone pyramidenf. =P. itálicaDuroi). 4. Wälder, Ufer, oft angepfl.

Schwarz-P.,P. nigraL.

— Jüngere Zweige nicht kantig; Blätt. wenigstens an den Sommertrieben am Grunde gerade abgestutzt

7

Fig. 253.

Fig. 253.

7.Blätt. am Grunde mehr od. weniger herzf., sehr groß; Zweige scharfkantig, an Lohden flügelig kantig; Kätzchenschuppen kerbzähnig. 3. 4. Angepfl.

Karolina-P.,P. angulátaAiton

— Blätt. am Grunde nicht od. kaum herzf.; Zweige weniger kantig; Kätzchenschuppen zerschlitzt

8

8.Größere Blätt. bis 12 cm breit, die der Frühjahrstriebe am Grunde keilig; Blattstiel grün; Narben fast sitzend. 4. Angepfl.

Kanada-P.,P. canadénsisMoench

— Größere Blätt. bis 9 cm breit, alle am Grunde in der Regel abgestutzt; Blattstiele innen etwas rötl.; Narben langgestielt. 4. Angepfl.

Rosenkranz-P.,P. monilíferaAiton

Blätt. lanzettl., etwas gesägt; Staubkätzchen bis 1½ cm lang. Stempelkätzchen 5–6 mm lang (Fig.254). Kleiner Strauch bis 1,5 m Höhe. 4. 5. Torfmoore, sehr zerstr., besonders im nördl. Gebiet

M. galeL.

Fig. 254.

Fig. 254.

1.Stempelbltn in gestielten, kugelig. Köpfchen (Fig.255); Blätt. längl.-eif., eingeschnitten-gesägt, mit größerem Endzahn, zuw. ganzrand. 6–10. Aus Südeuropa. Schutt, selt. u. unbeständig

Pillen-B.,U. pilulíferaL.

— Alle Bltn in Rispen

2

Fig. 255.

Fig. 255.

2.Bltnrispen mit Staub- u. Stempelbltn, meist kürzer als der Blattstiel; Blätt. eif. od. elliptisch, eingeschnitten-gesägt, stumpfl. (Fig.256). H. 15–45 cm. 7–9. Schutt, bebauter Boden, gemein

Kleine B.,U. urensL.

Fig. 256.

Fig. 256.

— Bltnrispen nur mit Staub- od. Stempelbltn, länger als die Blattstiele; Blätt. längl., grob gesägt, lang zugespitzt (Fig.257). H. 60–150 cm. 7–10. Zäune, Wälder, gemein

Große B.,U. dioécaL.

Fig. 257.

Fig. 257.

Stengel aufrecht, meist einfach; Blätt. groß (Fig.67), glasartig-glänzend; Bltnhülle der Stbbltn nicht verläng., so lang als die Stbblätt. 7–10. Mauern, Zäune, zerstr.

Aufrechtes G.,P. officinálisL.

Stengel ausgebreitet, meist äst.; Blätt. klein, 1–3 cm lang, eif.; Bltnhülle der Stbbltn nach der Blütezeit verlängert, 2mal so lang als die Stbfäden. 7–10. Mauerritzen. Zerstr. im südl. u. westl. Gebiet

Ausgebreitetes G.,P. ramiflóraMoench

Blätt. gefingert, mit schmalen, gesägten Blättchen (Fig.200); Stbbltn in Rispen. 7. 8. Angebaut und verw.

C. satívaL.

Blätt. 3–5lappig, am Grunde herzf., lang gestielt. 7. 8. Ufer, feuchte Gebüsche, verbreitet

H. lúpulusL.

Blätt. oberseits glatt, dünn, zuw. gelappt (Fig.184); Bltnhülle der Stempelbltn am Rande kahl; Stempelbltnähre etwa so lang als ihr Stiel; Scheinbeere weißlich. 5. Angepfl.

Weißer M.,M. albaL.

Blätt. oberseits rauh, derb, sonst wie vor.; Bltnhülle der Stempelbltn am Rande rauhhaarig; Stempelbltnähre fast sitzend; Scheinbeere schwarzrot. 5. Angepfl.

Schwarzer M.,M. nigraL.

1.Bltn lang gestielt, hängend (Fig.258); Stbblätt. 6–8; Flügel der Fr. zottig gewimpert; Blätt. meist elliptisch, unterseits meist kurzhaarig. 3. 4. Wälder, Gebüsche, zerstr.

Flatter-U.,U. effúsaL.

Fig. 258.

Fig. 258.

— Bltn fast sitzend (Fig.259); Stbblätt. 3–6; Flügel der Fr. am Rande kahl; Blätt. meist breit eif. (Fig.169).

2

Fig. 259.

Fig. 259.

2.Blätt. 6–10 cm lang, oberseits glatt od. rauh, unterseits meist nur in den Nervenwinkeln bärtig; Blattstiel 8–15 mm lang, länger als die Knospen; einjährige Zweige meist kahl(Äste zuw. breit korkig geflügelt = var. suberósa Ehrh.); Same im oberen Teil der Fr. liegend (Fig.260). 3. 4. Wälder, oft angepfl.

Feld-U.,U. campéstrisL.

Fig. 260.

Fig. 260.

— Blätt. 8–16 cm lang, oberseits rauh, unterseits behaart; Blattstiel im Mittel 4–6 mm lang, kürzer als die Knospen, von der längeren Blatthälfte meist verdeckt; Äste sehr selten korkig geflügelt, die einjährigen meist fein behaart; Same in der Mitte der Frucht liegend (Fig.261). 3. 4. Verbreitet, besonders im Berglande

Berg-U.,U. montánaWithering

Fig. 261.

Fig. 261.

Zweige schwarzgrau; Beeren gelb

Loránthus87

Zweige gelblich; Beeren weiß

Viscum87

Blätt. eif.-längl.; Bltn in endst., lockeren Ähren. Auf Eichen. 3. 4. Nur an einigen Orten in Sachsen

L. europǣusJacquin

Blätt. lanzettl., spatelig (Fig.262), lederartig; Bltn in endst. Knäueln. 4. 5. Auf verschiedenen Bäumen, aber sehr selten auf Eichen

V. albumL.

Fig. 262.

Fig. 262.

Borke in kleinen Schuppen abblätternd; Blätt. 5winklig, kaum gelappt. 5. Anlagen Amerikanische Pl.,

P. occidentálisL.

Borke in großen Platten abblätternd; Blätt. tief 5lappig. 5. Anlagen

Morgenländische Pl.,P. orientálisL.

Die bei uns angepflanzten Platanen gehören fast sämtlich zuPl. acerifóliaWilld., einer Zwischenform zwischen den oben genannten Arten.

1.Jede Blüte nur von 1 Deckblatt gestützt; Stengel mit einem blütenlosen Blätterschopf endigend

5

— Unter jeder Blüte ein größeres und 2 kleinere Blättch. (Fig.263und264); Stengel an der Spitze ohne Blätterschopf

2

Fig. 263.

Fig. 263.

2.Bltnhülle zur Frzeit nur an der Spitze eingerollt, röhrig, mindestens so lang als die Fr. (Fig.263); Pfl. ohne Ausläufer

4

— Bltnhülle zur Frzeit bis auf den Grund eingerollt, viel kürzer als die Fr. (Fig.264)

3

Fig. 264.

Fig. 264.

3.Wurzelstock kurz, ohne Ausläufer; Blätt. lanzettl., 2–7 mm br., lang zugespitzt, stark 3nervig bis undeutl. 5nervig. 6–8. Bergwälder, Waldblößen, in Mittel- und Süddeutschl.

Berg-L.,Th. montánumEhrh.

— Wurzelstock kriechend, ausläufertreibend; Blätt. linealisch, 1–4 mm br., spitz, deutl. 1nervig od. schwach 3nervig. 6. 7. Bergwiesen, Waldränder, sehr zerstr.

Mittleres L.,Th. linophýllonL.

Hierher gehörtTh. humifúsumDC.: Stengel niederliegend od. aufsteigend; Blätt. linealisch, schwach 3nervig, obere nebst den Kanten der Ästchen gezähnelt-rauh; bltntragende Ästchen zuletzt wagerecht abstehend. Oolithberg bei Mtzz.

4.Blätt. 1nervig; Ästchen zur Frzeit aufrecht abstehend, einseitswendig; Bltnhülle meist 4zipflig. 6. 7. Bergwiesen, grasige Hügel, sehr zerstr.

Alpen-L.,Th. alpínumL.

— Blätt. schwach 3nervig; Ästchen zur Frzeit wagerecht abstehend, allseitswendig; Bltnhülle meist 5zipflig. 6. 7. Wie vor., in Mittel- und Süddeutschland

Wiesen-L.,Th. praténseEhrh.

5.Grundachse kriechend, ausläufertreibend; Bltnhülle zur Frzeit höchstens so lang als die eif. Fr. 5. 6. Grasige Hügel, Waldwiesen, sehr zerstr., im nördl. u. östl. Gebiet

Schopf-L.,Th. ebracteátumHayne

— Grundachse kurz, ohne Ausläufer; Bltnhülle zur Frzeit fast doppelt so lang als die fast kugelige, saftige, zitronengelbe Fr. 6. 7. Wiesen, Kies der Gebirgsflüsse. Im südl. Bayern und in Baden

Gelbes L.,Th. rostrátumM. u. K.

1.Blätt. kreuzweise gegenst., in 4 Reihen gestellt, dunkelgrün. 6. 7. Zuweilen verw. Gartenpfl.

Kreuzblättrige W.,E. láthyrisL.

— Blätt. wechselst. 2

2.Honigdrüsen halbmondförmig oder 2hörnig (Fig.266)

10

Fig. 265.

Fig. 265.

— Honigdrüsen rundl. oder quer-eif., ganzrandig (Fig.265)

3

Fig. 266.

Fig. 266.

3.Fr. glatt od. fein punktiert. (Bei E. villosa ist die Fr. zuweilen spärlich mit Warzen besetzt)

8

— Fr. mit Warzen besetzt; Samen glatt

4

4.Dolde vielstrahlig; Drüsen braungelb; Blätt. längl.-lanzettlich; Stengel dick, hohl; Pfl. kahl, etwa 1 m hoch, einer kleinen Weide ähnlich 5. 6. Ufer, zerstr.

Sumpf-W.,E. palústerLamarck

— Dolde 3–5strahlig; Pfl. kleiner

5

5.Drüsen zuletzt dunkelpurpurn; Fr. meist behaart; Blätt. kurzgestielt. 5. Laubwälder, selten

Süße W.,E. dulcisJacquin

— Drüsen gelb; Fr. kahl; Blätt. wenigstens vorn gesägt

6

6.Pfl. mit unterird. Stamm, aus dem zahlreiche liegende od. aufsteigende Stengel hervorgehen; die die einzelnen Bltn stützenden Deckblätt. kurz gestielt, am Grunde verschmälert. 5. 6. Sandige Orte, sehr selten (Süd- und Mitteldeutschl.)

Warzen-W.,E. verrucósaScopoli

— Pfl. steif aufrecht, ohne unterird. Stengel; Deckblättch. 3eckig eif.

7

7.Dolde meist 5strahlig; Warzen der 3–5 mm breiten Fr. halbkugelig, niedrig (Fig.267); Blätt. unterseits fein behaart. 7–9. Äcker, Gräben, zerstr., im nördl. Gebiet sehr selten

Breitblättr. W.,E. platyphýllaScopoli

Fig. 267.

Fig. 267.

— Dolde meist 3strahlig; Warzen kurz walzlich, dichtstehend (Fig.268); Fr. und Samen kleiner als bei vor.; Blätt. beiderseits kahl. 6–9. Gebüsch, Ufer, zerstreut, in Norddeutschl. selten

Steife W.,E. strictaL.

Fig. 268.

Fig. 268.

8.(3.) Blätt. beiderseits behaart; Samen glatt; Dolde vielstrahlig. 6. Schlesien, selten(E. procéraM. B.)

Zottige W.,E. villósaW. u. G.

— Blätt. kahl

9

9.Dolde meist 5strahlig; Blätt. keilf., vorn gesägt; Samen grubig. 6–10. Äcker, bebauter Boden, häufig

Sonnen-W.,E. helioscópiaL.

— Dolde vielstrahlig; Blätt. linealisch-lanzettl., blaugrün; Samen glatt. 6. 7. Sand- und Kalkhügel, sehr selten

Sand-W.,E. gerardiánaJacquin

10.(2.) Die unter den Bltn steh. Deckblättch. miteinander verwachsen, eine trichterf. Hülle bildend; Blätt. weichhaarig; Samen glatt. 4. 5. Waldblößen, selten

Mandel-W.,E. amygdaloídesL.

— Deckblätt. frei, nicht verwachsen

11

11.Dolde mit 3–5 Hauptstrahlen; Samen runzlig od. grubig

15

— Dolde vielstrahlig; Samen glatt

12

12.Blätt. nach dem Grunde verschmälert, über der Mitte am breitesten od. überall gleichbreit

14

— Blätt. von der Mitte nach der Spitze hin allmählich verschmälert, unter der Mitte am breitesten. H. 30–100 cm

13

13.Blätt. oberseits stark fettglänzend, am Grunde bis 16 mm breit; Deckblätt. so breit als lang. 6. 7. Weidengebüsche im östl. Deutschland

Glanz-W.,E. lúcidaW. u. K.

— Blätt. glanzlos od. schwach glänz., schmäler als bei vor.; Stengel rutenf.; Deckblätt. quer breiter. 5–7. Ackerränder, sehr selten (Bayern, Baden)

Ruten-W.,E. virgátaW. u. K.

14.Blätt. schmal linealisch (1–2 mm br.); Deckblätt. gelb, zuletzt rötlich. 4. 5. Wegränder, Sandfelder, häufig

Zypressen-W.,E. cyparíssiasL.

— Blätt. längl.-lanzettl. (4–8 mm br.), nach dem Grunde keilf. verschmälert. Wie vor., nicht selten

Esels-W.,E. ésulaL.

Ändert ab:var. pinifóliaLmk., alle Blätt. linealisch-lanzettl., spitz, fast grasgrün.

15.(11.) Blätt. gestielt, verkehrt eif. od. rundl.; Deckblätt. breit eif. od. herzf.; Fr. mit 2 erhabenen Längsstreifen. 7–10. Gemeines Gartenunkraut

Garten-W.,E. peplusL.

— Blätt. sitzend, lanzettl. od. linealisch; Deckblätt. zugespitzt od. stachelspitzig

16

16.Deckblätt. nierenf., breiter als lang (Fig.269); Dolde 5strahlig, wiederholt gabelig. 6–8. Selten eingeschleppt

Saat-W.,E. segetálisL.

— Deckblätt. so lang od. länger als breit

17

Fig. 269.

Fig. 269.

17.Blätt. linealisch; Deckblätt. mit breitem, fast herzf. Grunde, linealisch, mehrmals länger als breit (Fig.271). 6–9. Lehmäcker, meist häufig

Kleine W.,E. exíguaL.

Fig. 270.

Fig. 270.

— Blätt. lanzettl.; Deckblätt. eif. od. elliptisch, fein gezähnelt (Fig.270). 7. 8. Unter der Saat, in Mittel- und Süddeutschl.

Sichel-W.,E. falcátaL.

Fig. 271.

Fig. 271.

Stengel stielrund, einfach; Blätt. gestielt; Stempelbltn langgestielt. 4. 5. Laubwälder, häufig

Wald-B.,M. perénnisL.

Stengel 4kantig, ästig; Stempelbltn fast sitzend. 6–10. Schutt, Gartenland, Zäune, zerstr.

Schutt-B.,M. ánnuaL.

Bei Regensburg nochM. ovátaSternberg u. Hoppe, die sich vonM. perennisnur durch die sitzend. od. fast sitzend. Blätt. unterscheidet.

1.Blätt. alle linealisch, am Grunde breiter, obere nie zu einer Rosette gehäuft; Fr. mit breit geflügelten Kanten. 7–10. Gräben, selten

Herbst-W.,C. autumnálisL.

— Blätt. nach dem Grunde verschmälert oder doch nicht breiter, obere oft zu einer Rosette gehäuft und meist aus dem Wasser hervorragend

2

2.Narben sehr lang, zurückgekrümmt, früh abfallend. 7–9. Bäche, Gräben, wie die folgenden

Haken-W.,C. hamulátaKützing

— Narben aufrecht, nicht frühzeitig abfallend

3

3.Fr. rundl., mit breit geflügelt. Kanten (Fig.272); Narben bleibend; Blätt. meist alle rundlich-verkehrt-eif. 6–10

Teich-W.,C. stagnálisScopoli

— Fr. eif., mit sehr schmal geflügelten Kanten; Narbe zuletzt abfallend; unt. Blätt. linealisch. 5–10

Frühlings-W.,C. vernaL.

Fig. 272.

Fig. 272.

Blätt. eif. od. elliptisch (Fig.140). 3. 4. Gebirgige Orte Süd- und Westdeutschl., häufig angepflanzt

B. sempervírensL.

Blätt. nadelf. (Fig.273), unterseits weiß gekielt; Stbbltn rosa; Stempelbltn purpurn; Fr. schwarz. 4. 5. Heiden, Moore, sehr zerstr., besonders im nördl. Gebiet

E. nigrumL.


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