Fig. 298.
Fig. 298.
1.Blblätt. kürzer als der Kelch; Blätt. eif., 3–5nervig. 5. 6. Gebüsche, Wälder, gemein
Rippen-M.,M. trinérviaClairville
— Blblätt. länger als der Kelch; Blätt. fadenf. od. linealisch
2
2.Blblätt. und Kelchblätt. 4; Blätt. halbstielrund. 5–9. Feuchte, steinige Orte der Voralpen
Moos-M.,M. muscósaL.
— Blblätt. und Kelchblätt. 5; Blätt. linealisch. 6–8. Wie vor.
Alpen-M.,M. polygonoídesM. u. K.
Blätt. schmal linealisch, die unt. bis 10 cm l., steif aufrecht; Blblätt. viel länger als der Kelch. 6. 7. Sandige Wälder. Ostpreußen
Grasblättriges S.,A. graminifóliaSchrader
Blätt. eif., kurz; Blblätt. kürzer als der Kelch.(Ändert mit kleineren Bltn und dünnem, zartem Stengel ab: A. leptóclados Rchb.)
Quendel-S.,A. serpyllifóliaL.
Pfl. bläulichgrün, oben drüsig. 3–5. Grasplätze, nicht selten
H. umbellátumL.
1.Blätt. alle sitzend; Stengel 4kantig (besondere unten)
3
— Untere Blätt. gestielt; Stengel stielrund
2
2.Stengel mit einer einzigen Längsreihe von Haaren; Blblätt. so lang od. kürzer als der Kelch; Stbblätt. 5. 5–10. Bebauter Boden, Schutt, gemein.(Ändert ab: a) Pfl. hellgrün; Blblätt. fehlend; Stbblätt. 2–3 =St. pállidaPiré; b) Pfl. größer; Stbblätt. 10 =St. negléctaWeihe.)
Vogel-M.,St. médiaDillenius
— Stengel oberwärts ringsum zottig; Blblätt. doppelt so lang als der Kelch. 5–9. Schattige, feuchte Wälder
Hain-M.,St. némorumL.
3.Blblätt. bis zur Mitte 2spalt., 6–8 mm lang, etwa doppelt so lang als der Kelch; Deckblättch. (die am Grunde der Bltnstiele stehenden Blättch.) grün und krautig. 4. 5. Hecken, häufig
Stern-M.,St. holósteaL.
— Blblätt. bis fast auf den Grund geteilt
4
4.Stengel oberwärts rauh, ebenso der Rand und Mittelnerv der Blätt.; Blkr. so lang als der frisch undeutlich nervige Kelch. 6–9. Feuchte Wälder, Brüche. Thüringen (Paulinzella), Oberlausitz (Priebus), Schlesien (mehrfach), verbreitet in Ostpreußen.
Rauhe M.,St. longifóliaMühlenb.
— Stengel glatt
5
Fig. 299.
Fig. 299.
5.Kelch in frischem Zustande undeutlich nervig, länger als die 2–3 mm langen Blblätt.; Deckblättch. krautig. 7. 8. Torfwiesen, Brüche, besonders in Norddeutschland
Dickblättrige M.,St. crassifóliaEhrh.
— Kelch auch im frischen Zustande deutl. 3nervig
6
6.Blblätt. viel kürzer als der am Grunde trichterf. verschmälerte Kelch (Fig.299); Deckblättch. weiß, meist trockenhäutig. 5. 6. Gräben, Quellen, zerstr.
Sumpf-M.,St. uliginósaMurray
— Blblätt. wenigstens so lang als der am Grunde abgerundete Kelch (Fig.300)
7
Fig. 300.
Fig. 300.
7.Deckblättch. am Rande etwas behaart (Lupe) und meist auch die Laubblätt. am Grunde; Stengel schlaff. 5–10. Ackerränder, Grasplätze, gemein
Gras-M.,St. gramíneaL.
— Deckblättch. am Rande kahl; Stengel aufrecht; Blätt. meist meergrün. 6. 7. Wiesen, Gräben, zerstr. (St. glauca Withering)
Sumpf-M.,St. palústrisRetzius
Triften, Brachäcker. Nur im südl. und mittl. Gebiet. 4. 5.
M. eréctaFl. Wett.
Stengel schlaff; unterste Blätt. gestielt. 6–10. Gräben, Ufer, gemein
M. aquáticumFries
1.Griffel 3; Blblätt. fast doppelt so lang als der Kelch; Blätt. linealisch, am Rande nebst Kelch und Bltnstielen klebrigdrüsig. 5. 6. Sandige Triften (Schlesien, Frankfurt a. O., Metz, Worms, Müllheim, Pfalz)
Klebriges H.,C. anómalumW. u. K.
— Griffel 5
2
2.Blkr. doppelt so lang als der Kelch
7
— Blkr. etwa so lang als der Kelch
3
3.Kelch- und Blblätt. 4; Griffel 4, selten 3 od. 5; Stengel zuw. rötlich; Pfl. stark drüsig. 3. 4. Friesische Inseln, Helgoland
Viermänniges H., C. tetrándrum Curtis
— Kelch- und Blblätt. 5; Griffel in der Regel 5
4
4.Deckblättch. (wenigstens die oberen) wie die Kelchblätt. an der Spitze trockenhäut. und kahl
6
— Deckblättch. (Fig.301) sämtlich krautig, nebst den Kelchblätt. überall rauhhaarig
5
5.Pfl. gelbgrün; Frstiele etwa so lang als der Kelch. 3–10. Lehmäcker, Gebüsche, zerstr.
Knäuel-H.,C. glomerátumThuillier
— Pfl. graugrün; Frstiele 2–3mal so lang als der Kelch. 5. 6. Trock. Hügel, Abhänge, sehr zerstr.
Kleinblütiges H.,C. brachypétalumDesportes
6.Pfl. nur mit blühenden Trieben, gelbgrün; Stengel meist aufrecht, nicht am Grunde wurzelnd; Kelchblätt. an der Spitze meist gezähnelt. H. 3–20 cm. 3–5. Wegränder, Äcker, gemein.(Ändert ab: Untere Deckblätt. krautig =C. glutinósumFries)
Sand-H.,C. semidecándrumL.
— Pfl. mit blühenden und kurzen beblätt., nicht blühenden Trieben, dunkelgrün, die seitenst. Stengel an den Knoten oft wurzelnd; Kelchblätt. stets ganzr. 5–10. Wie vor., gemein
Gemeines H.,C. triviáleLink
7.(2.) Pfl. dicht weißfilzig; Stengel in den Blattachseln meist mit Blattsprossen. 5. 6. Gärten.
Filziges H.,C. tomentósumL.
— Pfl. nicht weißfilzig
8
8.Deckblätt. breit trockenhäutig berandet. 4. 5. Wegränder, gemein.
Acker-H.,C. arvénseL.
— Deckblätt. nicht od. schmal trockenhäutig berandet
9
9.Unterst. Blätt. gestielt, alle weich, zerstr. behaart, unt. Deckblättch. ganz krautig. H. 30–60 cm. 6. 7. Feuchte Wälder. Ostpreußen
Wald-H.,C. silváticumW. u. K.
— Blätt. alle sitzend, zuw. fast wollig behaart; alle Deckblättch. schmal hautrandig. H. 6–20 cm. 7. Oberbayern
Alpen-H.,C. alpínumL.
Zipfel der Bltnhülle eif., spitzlich, sehr schmal weiß berandet, zur Frzeit etwas abstehend; Bltn grünlich. 5–10. Äcker, Triften, gemein
Grüner K.,S. ánnuusL.
Zipfel der Bltnhülle linealisch-länglich, stumpf, breit weiß berandet, zur Frzeit fast geschlossen. 5–10. Sonnige Hügel, Abhänge, etwas seltener als vor.
Weißer K.,S. perénnisL.
Fig. 301.
Fig. 301.
Kelchzipfel breit weiß berandet; Blkr. sehr klein, weiß, meist geschlossen (Fig.279). 7–9. Feuchte, sandige Stellen
C. litorálisL.
1.Blätt. kahl od. nur am Grunde kurz gewimpert, längl., gelbgrün; Kelch kahl, kürzer als die Kapsel. 6–10. Brachäcker, Triften, verbreitet
Glattes T.,H. glabraL.
— Stengel, Blätt. und Kelch kurzhaarig
2
2.Bltn meist zu 10 in blattachselst. Knäueln; Kelchblätt. kurzhaarig und zugleich borstig-stachelspitzig. 7–10. Sandfelder, Ufer, besonders im südl. und mittl. Gebiet
Haariges T.,H. hirsútaL.
— Bltn meist zu 3 in blattachselst. Knäueln; Kelchblätt. gleichmäßig behaart, ohne Borsten. 5. 6. Auf der Mainspitze
Graues T.,H. incánaLamarck
Stengel niederliegend; Blätt. verkehrt-eif., kahl (Fig.278). 7. 8. Feuchter Sandboden, sehr zerstr.
I. verticillátumL.
Bltn grünlich. 8–10. Sandige Stellen, sehr selten eingewandert
P. tetraphýllumL.
Bltn gelb; Stbblätt. 12–20
Portuláca102
Bltn weiß, klein; Stbblätt. 3
Móntia102
Kelchblätt. auf d. Rücken stumpf gekielt; Stengel niederlieg. 6–9. Sandige Stellen, selt. eingeschleppt
Kohl-P.,P. oleráceaL.
Kelchblätt. auf dem Rücken geflügelt; Stengel aufrecht. 6–9. Als Gemüsepfl. gebaut
Garten-P.,P. satívaHaworth
1.Samen fast glanzlos, durch kleine Knötchen rauh; Stengel aufrecht, nebst den Blätt. gelblichgrün. 5. Feuchte, sandige Orte, zerstr.
Kleine M.,M. minorGmelin
— Samen glänzend
2
2.Stengel untergetaucht, flutend, nebst den Blätt. dunkelgrün; Samen fein punktiert. 5–10. Quellen, Bäche, sehr zerstr.
Bach-M.,M. rivulárisGmelin
— Stengel mehr aufrecht, nebst den Blätt. hellgrün; Samen stark glänzend. 5. Nur in Pommern und Westpreußen
Glanz-M.,M. lamprospérmaChamisso
Claytónia perfoliátaDonn mit langgestielten grundst. und 2 oberen, am Grunde breitverwachsenen, rundl. Blätt. ist hin und wieder aus Gärten verwildert.
1.Bltnhülle 5- (selten 3- od. 4-) spalt.; Zipfel fast gleich, ganz od. teilweise gefärbt, selten grün; Stbblätt. 5–8.
Polýgonum105
— Bltnhülle 6blättr.; Zipfel meist grün, zuweilen rötlich; Stbblätt. 6 od. 9
2
2.Innere Zipfel der Bltnhülle zur Frzeit vergrößert, aufrecht, die Fr. einschließend, oft außen mit einer Schwiele, die äußeren oft zurückgeschlagen; Stbblätt. 6
Rumex103
— Zipfel der Bltnhülle alle gleich; Stbblätt. 9; Blätt. sehr groß. Rhabarber
Rheum105
1.Blätt. pfeil- od. spießf., sauer schmeckend; Stbblätt. und Stempel in verschiedenen Bltn
13
— Blätt. am Grunde verschmälert, abgerundet od. herzf., nicht spieß- od. pfeilf.; Bltn fast stets mit Stbblätt. u. Stempeln
2
2.Innere Zipfel der Bltnhülle ganzrand. od. kaum gezähnt[20](Fig.304–306)
6
— Innere Zipfel der Bltnhülle mit kurzen oder borstenf. Zähnen, fast immer alle mit einer Schwiele (Fig.302)
3
3.Innere Zipfel der Bltnhülle jederseits mit 3 bis 8 Zähnen, die kürzer als der Längendurchmesser der Zipfel sind. Pfl. (außer R. pulcher) ausdauernd
5
Fig. 302.
Fig. 302.
— Innere Zipfel der Bltnhülle mit 2(-6) langen, borstenf. Zähnen (Fig.302). Pfl. nach der Frreife absterbend
4
4.Pfl. zur Frzeit rot; unt. Blätt. längl., in den Stiel verschmälert, obere linealisch, am Grunde abgestutzt, geöhrt; Bltnstand locker; innere Zipfel der Bltnhülle jederseits 3zähnig, Zähne länger als die Zipfel. 7. 8. Ufer. Nur in Posen und Westpreußen
Weichsel-A.,R. ucránicusBesser
— Pfl. zur Frzeit goldgelb od. grünlichgelb; Blätt. lanzettl. bis linealisch-lanzettl., in den Stiel verschmälert; Bltnstand dicht; innere Zipfel der Bltnhülle jederseits 2zähnig, Zähne von der Länge der Zipfel.(Ändert ab: var.palústerSmith. Pfl. höher (bis über 1 m), zur Frzeit grünlichgelb; Bltnstand lockerer, unterbrochen; innere Zipfel längl.-eif., länger als die Zähne.)7–9. Ufer, Gräben, zerstr.
Gold-A.,R. marítimusL.
Fig. 303.
Fig. 303.
5.Äste sperrig abstehend; unt. Blätt. fast geigenf. (Fig.303), geöhrt; Bltnstand meist bis zur Spitze beblätt.; innere Zipfel der Bltnhülle eif.-längl., grubig netzig, fast dornig vielzähnig. 5. 6. Äcker, Schutt. Nur in Baden und im Elsaß
Schöner A.,R. pulcherL.
— Äste aufsteigend; unt. Blätt. herz-eif.; Bltnstand von der Mitte an blattlos; innere Zipfel der Bltnhülle längl.-3eckig, am Grunde mit 3–5 Zähnen, oftnur einer schwielentragend. 7. 8. Feuchte Gebüsche, Wegränder, häufig
Stumpfblättriger A.,R. obtusifóliusL.
Ändert mit langgezähnten (var.fríesiiDöll) und fast ganzrand. Zipfeln ab (var.silvéstrisWallroth).
6.(2.) Innere Zipfel der Bltnhülle rundl. od. eif., zur Frzeit so lang oder wenig länger als breit (Fig.304–306), 3½-8 mm lang
8
— Innere Zipfel der Bltnhülle schmallängl., zur Frzeit mehrfach länger als breit, ca. 2–3 mm lang
7
7.Bltnstand fast bis zur Spitze beblätt.; innere Zipfel der Bltnhülle meist alle schwielig; Bltnstiele meist etwa in der Mitte gegliedert. 6–8. Ufer, Gräben, gemein
Knäuel-A.,R. conglomerátusMurray
— Bltnstand nur unten beblättert; meist nur ein Zipfel der Bltnhülle schwielentragend; Bltnstiele meist nahe über dem Grunde gegliedert. 6–8. Feuchte Gebüsche, zerstr.(R. sanguíneusL.)
Wald-A.,R. nemorósusSchrader
Kommt wie die vor. Art mit blutroten Stengeln, Blattstielen und Blattrippen vor.
8.(6.) Alle od. doch einer der inneren Zipfel der Bltnhülle mit einer Schwiele
11
— Alle inneren Zipfel der Bltnhülle schwielenlos od. undeutlich schwielig
9
9.Blattstiele oberseits flach; unt. Blätt. längl. od. breit eif.-lanzettl., etwas wellig-kraus, am Grunde abgerundet od. herzf.; innere Zipfel der Bltnhülle nierenf. od. sehr breit herzf. 7. 8. Wiesen, Triften. Nordschleswig, Ostfriesland, bei Hamburg
Haus-A.,R. domésticusHartmann
— Blattstiele oberseits rinnig (wenigstens nach der Blattfläche hin); innere Zipfel der Bltnhülle herz-eif.
10
10.Frstiele oberwärts kreiself. verdickt, unter der Fr. abgegliedert (Fig.304); unt. Blätt. rundl. od. eif., am Grunde herzf., stumpf. 7. 8. Feuchte Orte der höheren Gebirge
Alpen-A.,R. alpínusL.
Fig. 304.
Fig. 304.
— Frstiele oberwärts schwach verdickt, dünn, von der Bltnhülle nicht abgegliedert (Fig.305); unt. Blätt. herz-eif., meist spitz, sehr groß, zart, ihr Stiel nur nach der Blattfläche hin rinnig. 7. 8. Ufer, quellige Wiesen, zerstr.
Wasser-A.,R. aquáticusL.
Fig. 305.
Fig. 305.
11.(8.) Blattstiel oberseits rinnig; Blätt. dünn, flach, unt. eif.-lanzettl., zugespitzt; innere Zipfel der Bltnhülle rundl.-herzf., nur 1 schwielig. 7. 8. Als Gemüsepfl. gebaut
Garten-A.,R. patiéntiaL.
— Blattstiel oberseits flach; Blätt. derb, fast lederart.
12
12.Unt. Blätt. am Grunde gestutzt od. fast herzf., alle lanzettl., spitz, wellig kraus; Bltnstand schmal, oft locker; innere Zipfel der Bltnhülle breit herzförmig, 3½-5 mm lang, meist nur1 schwielig. 6–8. Wiesen, Wegränder, feuchte Äcker, sehr häufig
Krauser A.,R. crispusL.
— Blätt. alle am Grunde verschmälert, spitz, unt. sehr groß, aufrecht, längl.-lanzettl., flach; Bltnstand ausgebreitet, dick; innere Zipfel der Bltnhülle eif. (Fig.306), nicht herzf., alle oder 2 schwielentragend. 7. 8. Ufer, Sümpfe, häufig
Fluß-A.,R. hydrolápathumHudson
Fig. 306.
Fig. 306.
R. obtusifolius×crispuskommt in 2 Formen vor: a)praténsisM. u. K., untere Blätt. spitz; Bltnstand ununterbrochen; innere Zipfel der Bltnhülle mit deutl., 3eckig-pfrieml. Zähnen; b)bauériAschrs., untere Blätt. stumpf; Bltnstand unten unterbrochen; innere Zipfel der Bltnhülle schwach gezähnelt.R. hydrolapathum×aquaticus=R. máximusSchreber, Blätt. am Rande etwas wellig, unt. sehr groß, längl., am Grunde schief, abgerundet od. etwas herzf., innere Zipfel der Bltnhülle fast 3eckig, am Grunde schwach herzf., alle od. 2 schwielig.
Andere Bastarde:R. conglomeratus×crispus,R. obtusifolius×hydrolapathum,R. crispus×hydrolapathum,R. obtusifolius×nemorosusu. a.
13.(1.) Äußere Zipfel der Bltnhülle zur Frzeit dem Bltnstiele anliegend, wenigstens eine der inneren am Grunde mit einer kurzen Schwiele
15
— Äußere Zipfel der Bltnhülle stets aufrecht, innere schwielenlos
14
14.Blätt. fast geigenf. od. eif. (Fig.307), graugrün, langgestielt; innere Zipfel der Bltnhülle zur Frzeit vergrößert, länger als die Fr.; Bltnstiele gegliedert; Stengel niederliegend od. aufsteigend. 7. 8. Steinige Orte, Felsritzen. Am Rhein und in dessen Nebentälern, auch gebaut und verw.
Schild-A.,R. scutátusL.
Fig. 307.
Fig. 307.
— Blätt. lanzettl. od. linealisch (zuw. ohne Spießecken); Tuten silberweiß, zuletzt fransig zerschlitzt; innere Zipfel der Bltnhülle zur Frzeit nicht vergrößert, kaum so lang als die Fr. Bltnstiele kurz, ungegliedert. 5–8. Triften, gemein
Kleiner A.,R. acetoséllaL.
15.Tuten ganzrand.; Blätt. etwa 4–5 cm breit, am Grunde deutlich gerippt, dünn, weich, breit herzf.-dreieckig, mit fast wagerecht abstehend. Spießecken. 7. 8. Wiesen der höheren Gebirge
Berg-A.,R. arifóliusAllioni
— Tuten gezähnt od. zerschlitzt; Blätt. meist bis 3 cm breit, dicklich, derb, schmäler, schwach geadert
16
16.Bltnstand schlank, dünn; Blätt. eif.-längl., langgestielt; Fr. etwa 4 mm lang, an roten Stielen. 5. 6. Grasplätze, feuchte Wiesen, gemein
Sauerampfer,R. acetósaL.
— Bltnstand groß, reichbl., dicht; Blätt. schmal, oft kraus; Fr. ca. 3 mm lang, auf grünen Stielen. 7. Besonders an den Hauptströmen im nördl. Gebiet
Reichblütiger A.,R. thyrsiflórusFingerhuth
Rheum rhapónticumL., Rhabarber, mit rundl.-eif. Blätt. und unterseits gefurchten Blattstielen wird wie das ähnlicheRh. undulátumL., mit stark welligen, eif. Blätt. und unterseits nicht gefurchten Blattstielen in Gärten angepfl.
1.Stengel windend
14
— Stengel nicht windend
2
2.Fr. 3kantig, nur am Grunde von der Hülle umgeben; Blätt. breit herz-pfeilf. (Fig.308) (Buchweizen). Ackerpflanzen
13
Fig. 308.
Fig. 308.
— Fr. ganz von der Hülle eingeschlossen(vergl.P. raji!); Blätt. linealisch-lanzettl. bis elliptisch
3
3.Bltn einzeln od. (Fig.309) in kleinen Büscheln blattachselst.(selten die obersten in den Achseln blattloser Tuten scheinbar traubig); Griffel 3, sehr kurz
12
Fig. 309.
Fig. 309.
— Bltn in Scheinähren an der Spitze des Stengels und der Äste
4
4.Scheinähren locker, schlank (Fig.310a); Fr. beiderseits gewölbt
10
Fig. 310.
Fig. 310.
— Scheinähren dicht, gedrungen (Fig.310b), walzenf. (wenigstens zur Blütezeit)
5
5.Stengel ästig od. doch die Grundachse verzweigt; Griffel 2, selten 3, bis zur Mitte verwachsen
7
— Stengel einfach, mit einer einzigen dichten Scheinähre.
6
6.Blätt. etwas wellig, eif., am Grunde abgestutzt od. herzf., mit geflügeltem Stiel; Bltn rötlich-weiß. 5–7. Feuchte Wiesen, häufig
Wiesen-K.,P. bistórtaL.
— Blätt. am Rande umgerollt, eif.-lanzettl., nach beiden Enden verschmälert, mit ungeflügeltem Blattstiel; Bltn weiß; Ähre am Grunde oft mit Brutknospen. 6. 7. Mit den Alpenflüssen in die Ebene herabkommend
Knollen-K.,P. vivíparumL.
7.Blattstiel über der Mitte der Tute abgehend (Fig.311), Stbblätt. 5; Bltn rosa; Fr. beiderseits gewölbt; Blätt. längl. bis lanzettl. 6–9. Ausdauernde Pfl. mit kriechendem Wurzelstock, häufig
Wasser-K.,P. amphíbiumL.
Fig. 311.
Fig. 311.
Ändert ab: a) Stengel flutend; obere Blätt. lang gestielt, schwimmend, nebst den Tuten kahl (var.natansMoench); b) Stengel aufsteigend; Blätt. kurz gestielt, kurzhaarig (var.coenósumKoch); c) Stengel aufrecht, drüsig behaart, sonst wie b (var.terréstreLeers). Die 1. Var. findet sich im Wasser, die 2. auf Schlamm und die 3. am Ufer.
— Blattstiel unter der Mitte oder fast am Grunde der Tute abgehend (Fig.312); Stbblätt. meist 6; Fr. beiderseits flach od. vertieft, selten auf einer Seite gewölbt; Blätt. längl.-elliptisch bis lanzettl.
8
Fig. 312.
Fig. 312.
8.Bltnhülle wie die Bltnstiele drüsig rauh, meist grün, zur Frzeit hervorragend nervig, ca. 3 mm l.; Scheinähre kurz, stumpf; Fr. beiderseits vertieft; Blätt. unterseits drüsig punktiert und meist dünn graufilzig; Tuten locker. 7–10. Feuchte Äcker, Gräben, häufig(P. lapathifóliumAut.)
Acker-K.,P. tomentósumSchrank
— Bltnhülle und meist auch die Bltnstiele drüsenlos; Bltnhülle auch zur Frzeit mit wenig hervortretenden Nerven
9
9.Tuten locker, kurz und fein gewimpert; Scheinähren oft nickend, verlängert, oben meist dünner; Bltnhülle 2 mm l.; Bltn meist hellrosa; Fr. beiderseits vertieft; Stengel oft rot gefleckt, mit stark verdickten Knoten; Blätt. unterseits drüsig punktiert.(Ändert ab: var.prostrátumWimmer =P. danubiáleKerner. Stengel meist niederliegend; Blätt. rundl., oberseits schwarz gefleckt, unterseits oft weißlich.)7–10. Wie vor., gemein(P. nodósumPersoon)
Ampfer-K.,P. lapathifóliumL.
— Tuten eng anliegend, kurzhaarig, lang gewimpert; Scheinähren mäßig lang; Fr. nicht vertieft, zuweilen auf der einen Seite gewölbt; Blätt. oberseits meist schwarz gefleckt, unterseits zuweilen weißfilzig(var.incánumAschrs.), nicht drüsig. 7–10. Wie vor., gemein
Floh-K.,P. persicáriaL.
10.(4.) Tuten fast kahl, kurz bewimpert; Bltnhülle drüsig punktiert, meist 4teilig; Fr. höckerig rauh; Blätt. scharf schmeckend. 7–10. Feuchte Orte, häufig
Wasserpfeffer,P. hydrópiperL.
— Tuten kurzhaarig, lang bewimpert; Bltnhülle drüsenlos, selten schwach drüsig punktiert, 4–5teilig
11
11.Blätt. beiderseits verschmälert (Fig.313), mit deutl. Seitennerven; Tuten am Rande mit 3–5 mm langen, borstigen Wimpern; Bltnhülle 3–3½ mm l.; Stbblätt. meist 6. 7–10. Wie vor., zerstr.
Milder K.,P. miteSchrank
Fig. 313.
Fig. 313.
— Blätt. am Grunde abgerundet, bis zur Mitte gleichbreit (Fig.314), mit undeutl. Seitennerven; Tuten am Rande mit zahlreichen, ungleich langen Wimpern; Bltnhülle 2–2½ mm l.; Stbblätt. meist 5. 7–10. Wie vor., zerstr.
Kleiner K.,P. minusHudson
Fig. 314.
Fig. 314.
12.(3.) Fr. ca. 5 mm lang, doppelt so lang als die Bltnhülle, glänzend braun; Blätt. lanzettl., spitz; Stengel kräftig, bis 1 m lang. 7–9. Sandiger Meeresstrand. Rügen, Halbinsel Hela
Englischer K.,P. rajiBabington
— Fr. 2–3 mm lang, so lang od. wenig länger als die Bltnhülle, fast glanzlos, runzlig-gestreift; Stengel meist niederliegend. Sehr veränderlich. 6–10. Wege, Triften, Äcker, gemein
Vogel-K.,P. aviculáreL.
13.(2.) Kanten der Fr. scharf, ganzrand.; Bltn weiß od. rosenrot; Stengel zuletzt meist rot. 6–8. In sandigen Gegenden angebaut
Buchweizen, Heidekorn,P. fagopýrumL.
— Kanten der Fr. stumpfl., ausgeschweift gezähnt; Bltn grünlich; Stengel meist grün. 7–9. Äcker, wie vor.
Tatarischer Buchweizen,P. tatáricumGärtner
14.(1.) Bltnhülle (zur Frzeit) länger als der nahe unter derselben gegliederte Bltnstiel, äußere Zipfel auf dem Rücken stumpf gekielt; Fr. glanzlos; Blätt. herz-pfeilf. 7–10. Äcker, häufig
Winden-K.,P. convólvulusL.
— Bltnhülle so lang als der in der Mitte od. unter derselben gegliederte Stiel, äußere Zipfel häutig geflügelt; Fr. glänzend; Stengel kahl. 7–10. Gebüsche, Hecken, verbreitet
Hecken-K.,P. dumetórumL.
Pfl. kahl; Blätt. vorn ausgerandet (Fig.315); Bltn grünlich. 7–10. Dorfstraßen, bebauter Boden, zerstr.
A. blitumKunth
Fig. 315.
Fig. 315.
Pfl. hellgrün; Stengel kurzhaarig; Bltnhülle grün, halb so lang als die Deckblätt.; ob. Scheinähren in sehr dichter, endst. Rispe (Fig.316); Blätt. langgest., eif. 7–10. Schutt, Wegränder, zerstr.
Rauhhaariger A.,A. retrofléxusL.
A. paniculátusL. undA. caudátusL. (Fuchsschwanz) mit dunkelpurpurnen Bltn finden sich häufig in Gärten und verwildern zuweilen daraus.
Fig. 316.
Fig. 316.
Deckblätt. so lang als die Bltnhülle; Äste dünn und schlank (Fig.317); Fr. etwa 1 mm groß. 7–10. Sandige Äcker, zerstr.
Acker-K.,P. arvénseL.
Fig. 317.
Fig. 317.
Deckblätt. länger als die Bltnhülle; Äste ziemlich dick und steif; Blätt., Bltn und Fr. größer (letzt. fast 2 mm). 7–10. Brachäcker, Hügel, sehr zerstr.
Großes K.,P. majusA. Br.
1.Stengel blattlos, geglied. (Fig.318), fleischig, oft rötl.; Bltn in Vertiefung. d. Zweigend. eingesenkt
Salicórnia109
Fig. 318.
Fig. 318.
— Stengel beblättert, nicht gegliedert
2
2.Blätt. breit (wenigstens die unteren)
6
— Blätt. schmal-linealisch od. pfriemlich, selten über 5 mm breit; Bltn zu 1–3 blattachselst.
3
Fig. 319.
Fig. 319.
3.Blätt. stechend, mit dorniger Spitze (Fig.319); Bltnhülle 5blättr., zur Frzeit auf dem Rücken quergeflügelt; Bltn einzeln
Sálsola109
— Blätt. nicht stechend, nicht od. kurz stachelspitzig
4
4.Bltn nur von einer weißberandeten Schuppe überdeckt (Fig.320), sonst ohne jede Hülle od. außerdem von 1–3 durchsichtigen, häutigen Schüppchen umgeben; Fr. geflügelt (Fig.322–323)
Corispérmum109
— Bltnteile 5teilig
5
5.Pfl. (wenigstens im Bltnstande) behaart; Bltnhülle zur Frzeit dornig od. mit flügelart. Anhängseln
Kóchia110
— Pfl. kahl; Bltnhülle zur Frzeit ohne Anhängsel und nicht dornig; Bltn meist zu 3 (Fig.321)
Suaeda109