Fig. 409.
Fig. 409.
(Bastarde:N. silvestre×amphibium=N. ancepsDC.,N. amphibium×austriacum=N. armoracloidesTausch.)
1.Reife Schoten merklich dicker als ihre Stiele; ob. Blätt. ungeteilt, gezähnt
3
— Reife Schoten kaum dicker als ihre Stiele; alle Blätt. gefied. od. fiederteilig; Blblätt. fast doppelt so lang als der Kelch
2
2.Unt. Blätt. mit 8–10 Paar rundl. Seitenblättch. und größeren rundl. Endblättch.; Schoten 4–7 cm lang, fast aufrecht. 4. 5. Selten eingeschleppt
Frühes B.,B. praecoxR. Br.
— Unt. Blätt. mit 3–5 Paar lanzettl. Seitenblättch. und kleinerem, linealisch-längl. Endblättch.; Schoten 2–3 cm lang, mehr abstehend. 4. 5. Kleeäcker, Wege. Rheingegend, sonst selten verschleppt
Mittleres B.,B. intermédiaBoreau
3.Schoten steif aufrecht, dem gemeinschaftl. Bltnstiele angedrückt; Blblätt. nicht viel länger als der Kelch; gefiederte Blätt. mit großem, längl.-eif. Endblättch. und sehr viel kleineren Seitenblättch. 5. 6. Feuchte Orte, nicht häufig
Steifes B.,B. strictaAndrzj.
— Schoten aufrecht abstehend, seltener bogenf. aufsteigend(B. arcuátaRchb.); Blblätt. doppelt so lang als der Kelch; gefied. Blätt. mit rundlich. Endblättch. 5. 6. Wie vor., zerstr.
Echtes B.,B. vulgárisR. Br.
Wälder, steinige Hügel, häufig. 6. 7.
T. glabraL.
1.Blätt. (außer den grundst.) mit herz- od. pfeilf. Grunde stengelumfassend
7
— Blätt. gestielt oder mit verschmälert. Grunde sitzend(nur bei A. bellidifolia halb um den Stengel herumgreifend)
2
2.Samen breit geflügelt. Pfl. der Alpen und Voralpen mit glänzend., ganzrand. od. schwach gezähnten Blätt. und aufrechten, gedrängten Schoten; Bltn weiß
6
— Samen nicht od. kaum geflügelt; Schoten abstehend (nur bei A. ciliata aufrecht abstehend); Bltn weiß od. rötlich
3
3.Grundst. Blätt. in den Blattstiel verschmälert, nicht deutlich gestielt, rosettig; Bltn weiß; Schoten gedrängt, 6. 7. Oberbayern
Gewimperte G.,A. ciliátaR. Br.
— Grundst. Blätt. mit deutlich abgesetztem Stiele; Schoten entfernt, abstehend
4
4.Stengel und Blätt. rauhhaarig; grundst. Blätt. rosettig, leierf.-schrotsägig, mit 6–9 Läppchen auf jeder Seite (Fig.410); Bltn lila od. weiß. 4–7. Sandfelder
Sandkresse,A. arenósaScopoli
— Stengel und Blätt. kahl od. sehr schwach behaart
5
5.Mittl. und ob. Blätt. deutlich gestielt, die unt. langgestielt, leierf.-fiedert., mit rundl. od. eif. Endlappen od. ungeteilt; Bltn weiß od. blaßrot; Schoten gedunsen. 4–8. Gebirgswiesen Mitteldeutschlands, nicht häufig
Quellkresse,A. hallériL.
— Mittl. und ob. Blätt. sitzend, die grundst. aufrecht, längl.-verkehrt-eif., ganzrand. od. jederseits 3–4zähnig; Bltn weiß; Schoten fast flach. 4. 5. Kalkfelsen, selten (Harz, Bayern)
Steinkresse,A. petrǣaLamarck
6.(2.) Stengel außer den grundst. noch mit 2–3 sitzenden, mit gabeligen Härchen bestreuten Blätt.; Bltn ca. 8 mm lang. H. 5–10 cm. 7. 8. Von den Alpen mit den Flüssen in die Täler herabsteigend
Zwergkresse.,A. púmilaJacquin
— Stengel über dem Grunde mit 7–12 kahlen od. fast kahlen, halbstengelumfassenden Blätt.; Bltn 4–5 mm lang. H. 15 bis 40 cm. Wie vor.
Glanzkresse,A. bellidifóliaJacquin
7.(1.) Blätt. nebst dem Stengel völlig kahl, ganzr., blau bereift, die grundst. langgestielt; Bltn weiß. 5. 6. Schattige Bergabhänge, selten, fehlt im Norden
Kohlkresse,A. pauciflóraGarcke
— Blätt. nebst dem Stengel behaart
8
8.Schoten auf kurzen, aufrechten Stielen sichelf. abwärts gekrümmt, sehr lang; Samen breit geflügelt; Bltn gelblichweiß. 5. 6. Felsen. Im Rheintal und dessen Nebentälern, fränkischer Jura
Turmkresse,A. turrítaL.
— Schoten aufrecht od. abstehend, nicht abwärts gekrümmt; Bltn weiß
9
9.Reife Schoten aufrecht
11
— Reife Schoten abstehend
10
Fig. 410.
Fig. 410.
10.Blblätt. 8–10 mm lang, verkehrt-eif.; Samen schmal geflügelt; Blätt. buchtig gezähnt. Pfl. mit nichtblühend. Blatttrieben. 5–8. Felsen, selten. Südharz, Westfalen (Brilon), Riesengebirge (kl. Schneegrube), Süddeutschland
Alpenkresse,A. alpínaL.
In Gärten die ähnlicheA. álbidaSteven mit grauhaarigen Blätt. und fast aufrechten Schoten.
— Blblätt. 4–6 mm lang, linealisch-längl.; Samen ungeflügelt; grundst. Blätt zur Blütezeit meist verwelkt, die übrigen ganzr. od. schwach gezähnt; Traube etwas hin u. her gebogen; Schotekaum dicker als ihr kurzes Stielchen. 4. 5. Sonnige Kalkberge Mitteldeutschl., selten
Öhrchenkresse,A. auriculátaLamarck
11.Stengelumfassende Blätt. nebst ihren Öhrchen vom Stengel abstehend, am Grunde gestutzt od. schwach herzf.; Stengel unterwärts abstehend rauhhaarig, mäßig dicht beblätt. 5. 6. Gebüsche, Hügel, nicht selten, fehlt im Nordwesten
Rauhe Gänsekresse,A. hirsútaScopoli
Ändert ab: var.sagittátaDC., obere Blätt. mit spitzen Öhrchen; Stengel unterwärts zerstr. behaart, oberwärts kahl. So seltener.
— Stengelumfassende Blätt. nebst ihren abwärts gerichteten Öhrchen dem Stengel anliegend; Pfl. angedrückt behaart, dicht beblätt. 5. 6. Wiesen, feuchte Wälder, selten
Hainkresse,A. gerárdiBesser
1.Blätt. sämtlich 3zählig, langgestielt, alle od. bis auf 1 grundst. 7. 8. Feuchte Bergwälder Schlesiens.
Klee-Sch.,C. trifóliaL.
— Blätt. (wenigstens die oberen) gefiedert
2
2.Unterste Blätt. ungeteilt, die höherstehenden 3teilig oder 2–3paarig gefied. 7. 8. Riesengebirge und Alpen
Stein-Sch.,C. resedifóliaL.
— Blätt. alle gefiedert
3
3.Blblätt. längl., 3–5 mm lang, aufrecht, 2mal so lang als der Kelch, weiß (bei C. impatiens zuw. fehlend)
5
— Blblätt. breit eif., ca. 10 mm lang, ausgebreitet, meist 3mal so lang als der Kelch, lila od. weiß
4
4.Stengel hohl, rund; Stbblätt. mit gelben Stbbeuteln, halb so lang als die blaßlila od. weißen Blblätt. 3–5. Wiesen, gemein
Wiesen-Sch.,C. praténsisL.
— Stengel markig, kantig; Stbblätt. mit violetten Stbbeuteln, fast so lang als die weißen Blblätt. 4. 5. Quellen, feuchte Wälder, zerstr.
Bitteres Sch.,C. amáraL.
5.Blattstiel am Grunde mit pfeilf. Öhrchen; Blättch. der unteren Blätt. tief fingerf. geteilt; Bltn sehr klein. 5–7. Schattige Wälder, zerstr.
Spring-Sch.,C. impátiensL.
— Blattstiel am Grunde ohne Öhrchen
6
6.Blättchen der unteren Blätt. längl. (Fig.411b), ganzrand., meist sitzend; Stengel zart, hin und her gebogen, kahl. 6. 7. Feuchter Sandboden, selten
Kleinblütiges Sch.,C. parviflóraL.
— Blättchen der unt. Blätt. rundl. (Fig.411a), geschweift od. gezähnt, gestielt; Stengel aufrecht, meist behaart
7
Fig. 411.
Fig. 411.
7.Frstiele abstehend; Stengel reichlich beblätt., meist einzeln; Stbblätt. meist 6; Griffel so lang als die Breite der Schote. 4–6. Feuchte Wälder, zerstr.
Wald-Sch.,C. silváticaLink
— Frstiele aufrecht; Stengel wenig beblätt., meist mehrere; Stbblätt. 4, selten 6; Griffel kürzer als die Breite der Schote 3–5. Wie vor., selten
Behaartes Sch.,C. hirsútaL.
1.Blätt. 3–5zählig gefingert
3
— Blätt. alle gefiedert od. die oberen ungeteilt; Bltn lila, blaßrot od. weiß
2
2.Obere Blätt. ungeteilt; Stengel reichblättr., mit kleinen, schwärzlichen Zwiebeln in den Blattachseln. 5. 6. Laubwälder, zerstr., fehlt in Nordwestdeutschland
Zwiebel-Z.,D. bulbíferaL.
— Alle Blätt. gefiedert; Stengel 3–5blättr., ohne Zwiebeln in den Blattachseln. 4. 5. Gebirgswälder Süddeutschl.
Fieder-Z.,D. pinnátaLamarck
3.Bltn gelblichweiß; Stbblätt. so lang als die Blkr. 4. 5. Gebirgswälder, selten
Weiße Z.,D. enneaphýllosL.
— Bltn purpurn od. rosenrot; Stbblätt. kürzer als die Blkr.
4
4.Blätt. quirlst., alle 3zählig; Bltn purpurn. 4. 5. Gebirgswälder in Schlesien
Drüsige Z.,D. glandulósaW. u. K.
— Blätt. wechselst., die unt. 5-, die ob. 3zählig; Bltn rosenrot. 5–7. Gebirgswälder Süddeutschl.
Finger-Z.,D. digitátaLamarck
Bltn violett, selten weiß. 5. 6. Häufig in Gärten und daraus verw.
H. matronálisL.
1.Blätt. sämtlich ungeteilt, gezähnt; Schoten lang; Bltn goldgelb. 6. 7. Flußufer, selten
Straffe R.,S. strictíssimumL.
— Blätt. alle od. doch die unteren fiederteilig
2
2.Blätt. sehr fein zerteilt, 2–3fach gefied., mit linealischen, fast borstlichen Zipfeln. 5–10. Schutt, sehr häufig, aber nicht überall
Besen-R.,S. sóphiaL.
— Blätt. einfach schrotsägig-fiederteilig, mit größerem Endblättchen
3
3.Schoten aufrecht, dem Stengel dicht angedrückt, pfriemenf. zugespitzt (Fig.412), ca. 1 cm lang, endst. Blattzipfel sehr groß, spießf. 5–10. Wegränder, Schutt, gemein
Wege-R.,S. officináleScopoli
Fig. 412.
Fig. 412.
— Schoten abstehend, viel länger, überall gleich dick
4
4.Blattzipfel am Grunde mit Öhrchen (Fig.413); Schoten so dick od. wenig dicker als ihre kurzen Stiele abstehend
7
— Blattzipfel ohne Öhrch.; Schoten merkl. dicker als ihre Stiele
5
Fig. 413.
Fig. 413.
5.Stengel und unt. Blätt. rauhhaarig; reife Schoten etwa doppelt so lang als ihre Stiele, einwärts gekrümmt, auf abstehenden Stielen, die jüngeren die goldgelben Bltn nicht überragend. 5–10. Schutt, stellenweise
Lösels R.,S. loeséliiL.
— Stengel und Blätt. kahl od. kaum borstig; Schote vielmals länger als ihre Stiele, abstehend
6
6.Jüngere Schoten überragen die kleinen, hellgelben Bltn; Blattzipfel längl. od. lanzettl., der endst. verlängert spießf. 6–8. Schutt, Mauern, selten.
Langblättrige R.,S. írioL.
— Jüngere Schoten überragen die goldgelben Bltn nicht; Blattzipfel 3eckig od. lanzettl., der endst. aus breitem Grunde 3eckig od. lanzettl. verschmälert, nicht spießf. 5. 6. Felsen, Mauern, selten.
Österreichische R.,S. austríacumJacquin
7.Kelch weit abstehend; Zipfel der ob. Blätt. schmal linealisch, ganzr., Endlappen nicht spießf.; Bltn gelblichweiß. Pfl. unten rauhhaarig, oben kahl und bereift. 5. 6. Schutt, Sandboden, oft eingeschleppt
Ungarische R.,S. sinapístrumCrantz
— Kelch aufrecht; Zipfel der ob. Blätter. lanzettl., gezähnt, Endlappen verlängert spießf.; Bltn blaß, schwefelgelb. Pfl. weichhaarig. 6. 7. Wie vor.(S. colúmnaeJacquin)
Orientalische R.,S. orientáleL.
Blätt. mit gabelsp. Haaren besetzt. 4. 5. und Herbst. Brachäcker, Dämme, häufig
St. thaliánumCelakovsky
Gebüsche, gemein. 5. 6.
A. officinálisAndrzj.
Blätt. buchtig fiedersp., dunkelgrün; Bltn sehr klein, weiß. 7. 8. Flußufer bei Metz
Br. supínaKoch
1.Bltnstielchen kürzer als der Kelch
4
— Bltnstielchen so lang od. länger als der Kelch
2
2.Schoten grün, fast kahl, etwa 2mal so lang als ihre Stiele; Bltnstiele 2–3mal so lang als der Kelch. 5. 6. und Herbst. Schutt, Äcker, gemein.
Acker-Sch.,E. cheiranthoídesL.
— Schoten grauhaarig, vielmal länger als ihre Stiele; Bltnstiele etwa so lang als der Kelch
3
3.Bltn goldgelb; Blätt. mit 3spalt. Haaren besetzt, keine unfruchtbaren Äste in den Blattachseln; Schoten aufrecht, gleichfarbig. 6. 7. Flußufer, Schutt, ziemlich selten
Ruten-Sch.,E. hieracifóliumL.
Ändert ab: Blätt. breiter, geschweift gezähnt =E. strictumFl. Wett. und Blätt. schmäler, ganzrand. =E. virgátumRoth.
— Bltn hellgelb; Blätt. fast nur mit 2spalt. Haaren besetzt, mit unfruchtbaren Ästen in den Blattachseln; Schoten grau, mit kahleren, grünen Kanten. 5–7. Schutt, selten eingeschleppt
Grauer Sch.,E. canéscensRoth
Fig. 414.
Fig. 414.
4.Reife Schoten etwa so dick als ihre Stiele, wie diese wagerecht abstehend (Fig.414); Bltn sehr klein; Blblätt. höchstens 7–8 mm lang, außen behaart. 6. 7. Äcker, Wegränder, selten
Sperriger Sch.,E. repándumL.
— Reife Schoten merkl. dicker als ihre Stiele, nicht weit abstehend (Fig.415); Blblätt. mindestens 1 cm lang
5
Fig. 415.
Fig. 415.
5.Bltn zitronengelb, schwach wohlriech.; Schoten scharf 4kant., graufilz., mit grün. Kant.; Blätt. an d. Spitze gerade. 6. 7. Kalkberge, in Thüringen u. Böhmen, selten
Wohlriechender Sch.,E. odorátumEhrh.
— Bltn hellschwefelgelb, geruchlos; Schoten stumpfkant., gleichfarbig; Blätt. an der Spitze meist zurückgebogen. 5. 6. Abhänge, Wege, sehr zerstr.
Bleicher Sch.,E. crepidifóliumRchb.
Schoten abstehend. 5–7. Kalkäcker, zerstr., mitunter verschleppt
Orientalische C.,C. orientálisAndrzj.
In Bayern (Lechfeld, München, Passau) findet sich noch seltenC. austríacaRchb., österreichische C., mit hellgelben Bltn und 8 kantigen, aufrechten Schoten.
1.Schoten aufrecht, nebst ihren Stielen dem Stengel dicht angedrückt, 1–2 cm lang, selten etwas länger, kurz geschnäbelt (Fig.416); Blätt. alle gestielt; Kelch zuletzt weit abstehend. 6. 7. Flußufer, nicht häufig
Schwarzer Senf,B. nigraKoch
Fig. 416.
Fig. 416.
— Schoten dem Stengel nicht dicht angedrückt, viel länger, langgeschnäbelt (Fig.394); obere Blätt. sitzend
2
2.Stbfäden alle aufrecht; Bltn hellgelb; Samen glatt; Blätt. alle kahl, die oberen längl. 5. 6. Wie die folgenden in vielen Abarten gebaut.
Gemüse-Kohl,B. oleráceaL.
— Kürzere Stbfäden aufstrebend; Bltn goldgelb; Samen eingedrückt punktiert; untere Blätt. meist behaart, obere mit tiefherzf. Grunde stengelumfassend
3
3.Bltnknospen von den geöffneten Bltn überragt; untere Blätt. steifhaarig; Kelch zuletzt wagerecht abstehend
Rübsen,B. rapaL.
— Bltnknospen überragen die geöffneten Bltn; unt. Blätt. etwas behaart; Kelch zuletzt aufrecht abstehend
Raps,B. napusL.
Eingeschleppt sind:B. elongátaEhrh., Frstiele abstehend; Blätt. buchtig fiedersp., mit länglichen Zipfeln, unterseits blaugrün, die ob. linealisch-elliptisch, ganzrand.; Traube verlängert, nicht beblätt.;B. lanceolétaLange (Sinapis juncea Aut.), Sareptasenf. Pfl. kahl; Blätt. blaugrün, unt. leierf.-gefied., obere lanzettl., ganzr.; Kelch und Frstiele aufrecht abstehend.
1.Kelch aufrecht; Blätt. tief fiedersp. od. gefied.; Schoten absteh., kahl. 6–9. Rheingegend, selten
Lack-S.,S. cheiránthusKoch
— Kelch wagerecht abstehend
2
2.Blätt. ungeteilt, unt. etwas gelappt; Schoten kahl od. selt. kurzborst.; Sam. schwarz. 6. 7. Unt. d. Saat, häufig
Acker-S.,S. arvénsisL.
— Blätt. gefiedert; Schoten meist steifborstig (Fig.393); Samen gelblich. 6. 7. Gebaut und verw.
Weißer S.,S. albaL.
1.Schoten kurz, aufrecht, dem Stengel anliegend, kurz gestielt. 5–7. Mauern, Schutt, selten, besonders von Basel bis Maxau
Graue H.,E. incánumKoch
— Schoten abstehend; Blätt. tief fiedersp.
2
2.Untere Bltn mit blattart. Deckblättchen; Kelch aufrecht; Bltn hellgelb, grün geadert. 5–10. Ackerränder, Schutt, selten
Acker-H.,E. pollíchiiSch. u. Sp.
— Bltn ohne Deckblättchen, zitronengelb; Kelch wagerecht abstehend. 6–8. Äcker, sehr selten verschleppt
Stumpfkantige H.,E. obtusángulumRchb.
1.Stengel bis oben hin beblätt., am Grunde etwas holzig; Schoten über dem Kelch noch kurz gestielt (Fig.417); Bltn wohlriechend. 6–10. Unbebaute Orte, im Süden und Westen
Schmalblättrige R.,D. tenuifóliaDC.
Fig. 417.
Fig. 417.
— Stengel nur am Grunde beblätt., krautig
2
2.Blblätt. rundl.-verkehrt-eif., plötzlich in den kurzen Nagel zusammengezogen; Bltnstiele so lang als die sich öffnenden Bltn. 5–10. Äcker, Schutt, Mauern, häufig im südl. Gebiet, sonst selten
Mauer-R.,D. murálisDC.
— Blblätt. längl.-verkehrt-eif., allmählich in den Nagel verschmäl., keilf.; Bltnstiele kürzer als die sich öffnenden Bltn. 6. 7. Äcker, Weinberge. Süd- u. Mitteldeutschl., selten
Ruten-R.,D. vimíneaDC.
Verwandt istErúca satívaLmk., Ruke, Schoten dem Stengel angedrückt, mit langem, schwertf. Schnabel; Samen 2reihig, kugelig; Blätt. leierf.-fiedert. Im südl. Gebiet gebaut und verw., sonst verschleppt.
1.Schötchen kahl; Stbfäden am Grunde mit 1 stumpfen Zahne (Fig.402); Bltn goldgelb; Stengel unten etwas holzig. 4. 5. Felsen, selten, auch angepflanzt
Gebirgs-St.,A. saxátileL.
— Schötchen behaart
2
2.Bltn bleichgelb, zuletzt weiß; Fr. bei der Reife noch vom Kelch umgeben (Fig.418). 5. 7. Äcker, sonnige Hügel, meist häufig
Kelch-St.,A. calýcinumL.
— Bltn goldgelb; Kelch zur Frzeit abfallend. 3–5. Felsen, sonnige Orte, zerstr.
Berg-St.,A. montánumL.
Fig. 418.
Fig. 418.
Außerdem finden sich noch eingeschleppt und mitunter völlig eingebürgert:A. petrǣumArduino, mit kahlen, in der Mitte aufgeblasenen Schötchen. Am Domberg bei Suhl.
A. argénteumAllioni, mit behaarten Schötchen, reingelben Bltn und oberseits grünen, unterseits grauen oder silberweißen Blätt. Bei Erfurt verw.
A. campéstreL., mit zur Frzeit abfallend. Kelche, sonst wie A. calycinum. Verwandt ist die in der Nähe von Bonn vorkommende gelbblühendeVesicária utriculátaLmk., mit kahl. Schötchen, deren Fäch. 6 bis mehrsamig sind.
Schötchen elliptisch; Blätt. lanzettl. 6–10. Hügel, Ackerränder, zerstr., fehlt im Erzgebirge
B. incánaDC.
Schötchen elliptisch-lanzettlich, an beiden Enden spitz (Fig.419); alle Blätt. gestielt. 5. 6. Feuchte Laubwälder, fehlt in Nordwestdeutschland
Spitzes S.,L. redivívaL.
Fig. 419.
Fig. 419.
Schötchen breit eif., an beiden Enden stumpf (Fig.420); obere Blätt. sitzend. 4. 5. Häufige Gartenzierpfl.
Stumpfes S.,L. ánnuaL.
Fig. 420.
Fig. 420.
1.Blätt. grundst., gewimpert, starr, dicht rosettig; Bltn gelb. 4–6. Felsen in Süddeutschland
Immergrünes H.,D. aizoídesL.
— Stengel bis oben beblätt.
2
2.Bltn weiß; Bltnstielchen doppelt so lang als das kahle Schötchen. 4–5. Felsen, Weinberge, sehr zerstr.
Mauer-H.,D. murálisL.
— Bltn gelb; Bltnstielchen 2–3mal so lang als das behaarte oder kahle Schötchen. 5. 6. Nur in Posen und bisweilen verschleppt
Hain-H.,D. nemorósaL.
Äcker, Hügel, Grasplätze, gemein. 3–5.(Draba vernaL.)
E. vernaE. Meyer
1.Obere Blätt. mit herzf. Grunde stengelumfassend
3
— Obere Blätt. nicht stengelumfassend
2
2.Untere Blätt. herzf., ½-2 cm lang, die mittleren 3- od. 5lappig, die obersten lanzettlich. H. 10–20 cm. 5. 6. Meeresstrand
Dänisches L.,C. dánicaL.
— Grundst. Blätt. sehr groß, bis 30 cm und darüber lang, die obersten linealisch. H. ½-1 m. 6. 7. Gebaut und verw.
Meerrettich,C. armoráciaL.
3.Untere Blätt. breit.-eif., schwach herzf. 5. 6. Meeresstrand, Salzquellen
Echtes L.,C. officinálisL.
— Untere Blätt. längl.-eif., am Grunde abgerundet od. in den Blattstiel verschmälert. Wie vor.
Englisches L.,C. ánglicaL.
Die beiden letzten Arten werden auch zu einer Art vereinigt.
Schötchen etwa 2mal so lang als der Griffel (Fig.421); ohne diesen 5–6 mm lang; Schötchenstiele aufrecht abstehend; Blätt. aufrecht; Frtraube verlängert. 5–7. Schutt, unbebaute Orte, nicht häufig
Kleinfrüchtiger D.,C. microcárpaAndrzj.
Fig. 421.
Fig. 421.
Schötchen 3–4mal länger als der Griffel (Fig.422); ohne diesen 8–12 mm lang; Schötchenstiele wagerecht abstehend; Blätt. abstehend, ganzrand., kaum gezähnt od.(v. dentátaPers.)buchtig-gezähnt bis fast fiederspaltig; Frtraube kurz. 6. 7. Äcker, besonders unter Lein
Leindotter,C. satívaCrantz
Fig. 422.
Fig. 422.
Fischteiche, unter Wasser und am Rande desselben, sehr selten. 6. 7.
S. aquáticaL.
1.Bltn violett; Frtraube kurz, die Fr. daher fast alle in gleicher Höhe; Schötchen kaum ausgerandet, sehr schmal geflügelt; grundst. Blätt. rundl. 7. 8. Mit den Flüssen von den Alpen heruntersteigend
Violettes H.,Th. rotundifóliumGaudin
— Bltn weiß, mitunter zuletzt etwas rötlich; Frtraube verlängert; Schötchen deutlich ausgerandet
2
2.Schötchen 15–18 mm breit, fast kreisrund, ringsum breit geflügelt (Fig.423); Samen runzlig; Stengel kantig; Blätt. mit pfeilf. Grunde, hellgrün. 5–10. Lehmäcker, gemein
Acker-H.,Th. arvénseL.
Fig. 423.
Fig. 423.
— Schötchen merklich kleiner, keilf. od. rundl. verkehrt-herzf., meist nur vorn breit geflügelt; Samen glatt; Stengel stielrund
3
3.Griffel sehr kurz, von den Flügeln weit überragt (Fig.424a); Blätt. am Grunde herzf., blaugrün; nichtblühende Blattrosetten fehlen. 3–5. Kalk- und Lehmäcker. Mitteldeutschl.
Öhrchen-H.,Th. perfoliátumL.
Fig. 424.
Fig. 424.
— Griffel so lang od. länger als die Ausrandung des Schötchens (Fig.424b); Blattrosetten vorhanden
4
4.Stbbeutel anfangs gelb, später schwarzviolett; Blblätt. kaum länger als der Kelch; Schötchen mit 4–8samigen Fächern, am Grunde verschmälert (Fig.424b). 4. 5. Bergwiesen, Hügel, Mitteldeutschl.
Gebirgs-H.,Th. alpéstreL.
Fig. 425.
Fig. 425.
— Stbbeutel gelb; Blblätt. 2–3mal länger als der Kelch; Schötchen mit 2samigen Fächern, am Grunde abgerundet (Fig.425). 4. 5. Kalkfelsen, Mitteldeutschl.
Berg-H.,Th. montánumL.
Blätt. leierf.-fiedersp. 4. 5. Sandige Äcker, Hügel, verbreitet, aber nicht überall
T. nudicāūlisR. Br.
Blätt. stumpf, vorn beiderseits mit 2–3 stumpfen Zähnen; Schötchen oben mit 2 kleinen Flügellappen (Fig.426); Bltn weiß, selten hellviolett. 5–8. Äcker, Weinberge, selten. Oft in Gärten
Traubige Schl.,I. amáraL.
Fig. 426.
Fig. 426.
— Blätt. zugespitzt, die oberen ganzrandig; Schötchen mit 2 großen Flügellappen (Fig.427); Bltn hellrot. Gartenzierpfl. und verw. 6.
Doldige Schl.,I. umbellátaL.
Bei Boppard am Rhein nochI. intermédiaGuersent mit meist weißen Bltn., zugespitzten Blätt. und stumpfwinklig ausgerand. 2lappigen Schötchen.
Fig. 427.
Fig. 427.
Pfl. unterwärts steifhaarig; Blätt. sitzend. 5–7. Sandhöhen, Kiefernwälder, selten, fehlt im Norden
B. laevigátaL.
1.Bltn gelb; Schötchen rundl.; Stengel kahl. 5. 6. Eingeschleppt
Durchwachsene K.,L. perfoliátumL.
— Bltn weiß (od. nur 4 grüne Kelchblätt.)
2
2.Obere Blätt. mit pfeilf. Grunde stengelumfassend, alle ungeteilt
7
— Obere Blätt. nicht stengelumfassend
3
3.Schötchen deutl. ausgerandet; unt. Blätt. fiederteil.
5
— Schötchen vorn abgerundet od. spitz (Fig.428–429)
4
Fig. 428.
Fig. 428.
4.Schötchen eif., spitz (Fig.428), kahl; grundst. Blätt. in den Blattstiel verschmälert, längl. od. spatelig, gesägt od. am Grunde fiederspaltig, obere sehr schmal linealisch. 6–9. Rheingegend, selten
Grasblättrige K.,L. graminifóliumL.
— Schötchen rundl. (Fig.429), weichhaarig; grundst. Blätt. langgestielt, eif., ungeteilt, obere eif.-lanzettlich. 6. 7. Meeresstrand, salzhaltige Orte
Breitblättrige K.,L. latifóliumL.
5.Blblätt. vorhanden; Schötchen breit geflügelt, dem Stengel angedrückt. Pfl. kahl, blaugrau bereift. 6. 7. Gebaut und verw.
Garten-K.,L. satívumL.
— Blblätt. fast stets fehlend; Schötchen nicht breit geflügelt
6
Fig. 429.
Fig. 429.
6.Pfl. übelriechend. Ob. Blätt. lineal., ganzr.; Schötchen nicht od. kaum geflügelt. 5–10. Schutt, meist häufig
Schutt-K.,L. ruderáleL.
— Pfl. geruchlos, höher. Obere Blätt. scharf eingeschnitten gesägt; Schötchen deutlich geflügelt. 5–10. Schutt, stellenweise eingeschleppt
Dichtblütige K.,L. densiflórumSchrader
7.Schötchen herzf., zugespitzt, ungeflügelt (Fig.430a), auf abstehenden, langen Stielen; Griffel lang. 5. 6. Schutt, Wegränder, sehr zerstr.
Pfeil-K.,L. drabaL.