Chapter 19

Fig. 430.

Fig. 430.

— Schötchen eif., deutlich ausgerandet, vorn breit geflügelt (Fig.430b), abstehend; Griffel sehr kurz. 5. 6. Kalkäcker, sehr zerstr.

Feld-K.,L. campéstreR. Br.

Stengel ästig, bis oben beblätt.; Blblätt. kaum länger als der Kelch; Fr. vorn stumpf (Fig.431). 4. 5. Kalkhügel, sehr selten

Stein-G.,H. petrǣaR. Br.

Fig. 431.

Fig. 431.

Stengel einfach, nur am Grunde beblätt.; Blblätt. etwa 2mal so lang als der Kelch; Fr. vorn spitz (Fig.432). 5–7. Geröll der Gießbäche

Alpen-G.,H. alpínaR. Br.

Fig. 432.

Fig. 432.

Schötchen 3eckig-verkehrt-herzf. (Fig.433); Blblätt. länger als die grünen Kelchblätt., mitunter fehlend.(BeiC. rubéllaReuter sind die rötlichen Blblätt. kaum länger als der meist rötlich angelaufene Kelch.)3–10. Schutt, gemein

Hirten-T.,C. bursa pastórisMoench

Fig. 433.

Fig. 433.

Schötchen eif. od. elliptisch (Fig.434); Stengel fadenf. 5. Salzhaltige Orte des Binnenlandes

Kleines T.,C. procúmbensFries

Fig. 434.

Fig. 434.

Schötchen rundl., ringsum breit geflügelt; Blätt. schmal, bläulichgrün. 5. 6. Isarkies bei Landshut

A. saxátileR. Br.

Schötchen nierenf. (Fig.435a), mit kurzem, dickem Griffel; Bltnstiele kürzer als die Bltn. 7. 8. Dorfstraßen, Wege, meist häufig, aber nicht überall.

Echter K.,C. ruélliiAllioni

Fig. 435.

Fig. 435.

Schötchen 2knotig, beiderends zur Frzeit ausgerand. (Fig.435b); Griffel fehlend. Unbebaute Orte, sehr selten

Knotiger K.,C. dídymusSmith

Blätt. bläulichgrün. 5. 6. Felsen Süd- und Mitteldeutschl., auch gebaut

I. tinctóriaL.

Unter der Saat, selten eingeschleppt. 5. 6.

M. perfoliátumL.

Unter der Saat, in Nordwestdeutschl. selten, sonst meist häufig. 5–7.

N. paniculátaDesvaux

Brachfelder, am Mittel- und Niederrhein. 5. 6.

C. corvíniDesvaux

Schötchen schief-eif. (Fig.401b), ungeflügelt, 2fächerig; Bltn goldgelb. 6. 7. Wüste Plätze, mitunter eingeschleppt

Morgenländische Z.,B. orientálisL.

Schötchen 4kantig, an den Kanten mit gezackten Flügeln (Fig.401a), 4fächerig; Bltn hellgelb. 6. 7. Selten eingeschleppt

Keulchen-Z.,B. erucágoL.

Seestrand, besonders auf Dünen, häufig. 7–9.

C. marítimaScopoli

Griffel kegelf., kürzer als das ob. Glied des Schötchens (Fig.436a); unt. Blätt. fiedersp. 6. 7. Hügel, Ackerränder, selten. (Prov. Sachsen, Thüring., Bayern)

Echter W.,R. perénneAllioni

Griffel fadenf., so lang od. länger als das obere Glied des kurzborstigen Schötchens (Fig.436b), untere Blätt. leierf. 6. 7. Wie vor. Rheintal (Basel bis Mainz), Maintal, Thüringen

Runzliger W.,R. rugósumAllioni

Ostseestrand, selten

C. marítimaL.

Schoten perlschnurf. eingeschnürt (Fig.389b), in 1samige Glieder zerfallend; Kelch aufrecht; Bltn hellgelb od. weiß. 6–8. Gemeines Ackerunkraut

Hederich,R. raphanístrumL.

Schoten nicht eingeschnürt, schwammig verdickt (Fig.389a), nicht zerfallend; Bltn violett od. weiß. 5. 6. Als Gemüsepfl. gebaut

Rettich und Radieschen,R. satívusL.

Fig. 436.

Fig. 436.

1.Fr. eine kugelige od. keulenf. Kapsel, die sich unter der sitzenden 4–20strahligen Narbe mit Löchern öffnet (Fig.437–440)

Mohn,Papáver146

— Fr. eine verlängerte, schotenf., 2klappige Kapsel; Griffel kurz, mit 2lappiger Narbe

2

2.Milchsaft gelb; Bltn doldig

Schellkraut,Chelidónium146

— Milchsaft farblos; Bltn ansehnlich, einzeln, endst.

Glāūcium146

1.Blätt. wenig geteilt, kahl, die oberen stengelumfassend; Bltn weiß oder violett. 6. 7. Angebaut

Schlafmohn,P. somníferumL.

— Blätt. fiedert., behaart, nicht stengelumfassend

2

Fig. 437.

Fig. 437.

2.Stbfäden oberwärts breiter; Kapsel borstig, selten kahl

4

— Stbfäden oben und unten gleich breit; Kapsel kahl

3

3.Bltnstiel wie die ganze Pfl. abstehend behaart; Kapsel verkehrt-eif., am Grunde abgerundet (Fig.437); Narbenstrahlen sich mit ihren Rändern deckend; Bltn scharlachrot. 5–7 und Herbst. Äcker, häufig, im Nordwesten selten

Klatschmohn,P. rhoeasL.

— Bltnstiel mit anlieg., Stengel u. Blätt. mit abstehend. Haaren; Kapsel längl.-keulenf., nach unten allmähl. verschmälert (Fig.438); Narbenstrahlen getrennt; Bltn scharlachrot. 5–7. Sandige Äcker, zerstr.

Saatmohn,P. dúbiumL.

Fig. 438.

Fig. 438.

4.Kapsel keulenf. (Fig.439), meist mit aufrechten Borsten besetzt; Narbe 4–5strahlig; Bltn dunkelrot, am Grunde schwarz. 5–7. Äcker, gemein.

Sandmohn,P. argemóneL.

Fig. 439.

Fig. 439.

— Kapsel rundl. od. elliptisch (Fig.440), mit abstehend., gekrümmt. Borsten besetzt; Narbe 6–10strahlig; Bltn ziegelrot. 5–7. Äcker, selten.

Bastardmohn,P. hýbridumL.

Fig. 440.

Fig. 440.

Bltn gelb; Stengel fast kahl. 6. 7. Sandige Stellen, selten (Prov. Sachsen, Thüringen, Kassel)

Gelber H.,G. flavumCrantz

Bltn hochrot, mit schwarzem Fleck(trícolorBernhardi: der schwarze Fleck weiß umsäumt);Steng. behaart. 6. 7. Sandboden, selten (Prov. Sachsen, Thüringen, Pfalz, Nürnberg)

Roter H.,G. corniculátumCurtis

Bltn gelb. 4–10. Schutt, Mauern, gemein

Ch. majusL.

1.Bltn ungespornt; Blblätt. 4, die 2 inneren 3spalt., die 2 äußeren ungeteilt

Hypécoum148

— Bltn gespornt

2

Fig. 441.

Fig. 441.

2.Fr. schotenf., vielsamig; Sporn meist verlängert (Fig.441)

Corýdalis147

— Fr. kugelig, 1samig; Sporn sackf. (Fig.442); Blblätt. mit schwarzgefleckten Spitzen

Fumária147

1.Pfl. kletternd; obere Blätt. an der Spitze mit Ranken; Bltn gelblichweiß. 6–9. Gebüsche, von Schleswig bis Westfalen

Kletternder L.,C. claviculátaDC.

— Pfl. nicht kletternd; Blätt. ohne Ranken

2

2.Bltn goldgelb; Deckblättchen linealisch, gezähnt. 7–9. Mauerritzen, verw.

Gelber L.,C. lúteaDC.

— Bltn purpurn od. violett, seltener weiß

3

3.Deckblättchen fingerf. eingeschnitten

5

— Deckblättchen ganzrandig, selten 2–3spaltig

4

4.Traube 1–5blütig, zur Fruchtzeit überhängend; Stengel im unteren Teile mit einem rinnenf., braunen Blättchen; Wurzelknollen nicht hohl. H. 10–15 cm. 4. 5. Gebüsche, zerstr.(C. fabáceaPersoon)

Mittlerer L.,C. intermédiaP. M. E.

— Traube 10–20blütig, stets aufrecht; Stengel am Grunde ohne ein rinnenf. Blättchen; Knollen hohl. H. 15–30 cm. 4. 5. Gebüsche, meist häufig, im Nordwesten sehr selten

Hohler L.,C. cavaSchw. u. K.

5.Kapsel so lang als die Fruchtstiele; Traube vielblütig; Sporn am Ende etwas abwärts gekrümmt. 4. 5. Laubwälder, Gebüsche, zerstr., im Norden selten.

Gefingerter L.,C. sólidaSmith

— Kapsel 3mal so lang als die Fruchtstiele; Traube 1–8blütig; Sporn gerade oder fast gerade. 3. 4. Gebüsche, selten

Zwerg-L.,C. púmilaRchb.

1.Stengel lang kriechend od. kletternd; Blattstiele oft rankend; reife Früchte ganz glatt

7

— Stengel aufrecht od. aufsteigend, nicht kletternd; Blattstiele nicht rankend; reife Früchte höckerig-rauh

2

2.Die (leicht abfallenden) Kelchblätt. sehr klein, ½-1 mm lang (Fig.442b)

5

— Kelchblätt. größer, ½-⅓ so lang als die Blkr. ohne Sporn (Fig.442a)

3

Fig. 442.

Fig. 442.

3.Kelchblätt. schmäler als die Kronröhre, ⅓ so lang als die Blkr. (Fig.442a); Fr. plattkugelig, vorn ausgerandet od. abgestutzt (Fig.443); Blkr. purpurn, an der Spitze dunkler, mit grünem Kiel. 5–10. Äcker, Schutt, gemein

Echter E.,F. officinálisL.

Fig. 443.

Fig. 443.

— Kelchblätt. so breit od. breiter als die Kronröhre, ½ so lang als die Blkr.; Bltn rosa bis weiß, an der Spitze dunkel purpurrot

4

Fig. 444.

Fig. 444.

4.Äußere Blblätt. an der Spitze geschnäbelt (Fig.444); Fr. mit kurzer Spitze; Frstiele etwa doppelt so lang als die Fr., so lang od. etwas länger als die Deckblättch. 6–9. Bebaute Orte, sehr zerstr.

Schnabel-E.,F. rostellátaKnaf

— Äußere Blblätt. nicht geschnäbelt; Fr. stumpf; Frstiele so lang als die Fr., so lang od. etwas länger als die Deckblättch.

Dichtblütiger E.,F. densiflóraDC.

5.Bltn dunkelrot (selten weiß); Fruchtstiele 2–3mal so lang als das Deckblättch.; Fr. kugel., mit bleib. Spitze. 6–9. Äcker. Mittel- u. Süddeutschl.

Dunkler E.,F. schleichériSoyer-Willemet

— Bltn blaßrot od. weiß, mit dunkl. Spitzenfleck; Fruchtstiele höchstens 2mal so lang als das Deckblättchen

6

6.Reife Fr. stumpf (Fig.445); Bltn blaßrot; Kelchblätt. kaum sichtbar, schmäler als der Bltnstiel; Blattzipfel flach. 6–9. Äcker, Weinberge, sehr zerstr.

Buschiger E.,F. vaillántiiLoiseleur

Fig. 445.

Fig. 445.

— Reife Fr. eif.-rundl., zugespitzt (Fig.446); Bltn milchweiß; Kelchblätt. so breit als der Bltnstiel; Blattzipfel rinnig. 6–9. Äcker, selten am Rhein und Main

Zarter E.,F. parviflóraLamarck

Fig. 446.

Fig. 446.

7.Bltn weiß, mit purpurn. Spitze; Frstiel zurückgebogen; Pfl. niederliegend, oft rankend. 6–9. Gartenland, Schutt, sehr selten

Ranken-E.,F. capreolátaL.

— Bltn purpurn; Fruchtstiel abstehend. 6–9. Nur bei Hamburg

Mauer-E.,F. murálisSonder

Bltn gelb. 6. 7. Äcker, mit fremd. Samen eingeschl.

H. péndulumL.

In GärtenDicéntra spectábilisBorkhausen, flammendes Herz, mit langen, einseitswendigen, nickenden Bltntrauben.

1.Kelch und Blkr. 4teilig; Bltn blaßgelb; Stengel steif aufrecht, mit schmal-lanzettl., ungeteilt. Blätt. H. 0,60–1 m. 6–8. Wegränder, Schutt, zerstr.

Färber-W.,R. lutéolaL.

— Kelch u. Blkr. 6-, selten 5teilig. H. 15–50 cm

2

2.Blätt. alle unget. od. nur die ober. 3spalt.; Bltn gelbl.-weiß, wohlriech. 7–10. Gartenpfl.

Wohlriech. Reseda,R. odorátaL.

— Blätt. alle fiederteilig od. 3spalt. bis doppelt 3spalt.

3

3.Bltn weiß, wohlriechend; Blätt. fiedert. 7–10. Zierpfl.

Weißer W.,R. albaL.

— Bltn hellgelb, geruchlos; Blätt. 3spalt. od. doppelt 3spalt. 7. 8. Sonnige Plätze, sehr zerstr.

Gelber W.,R. lúteaL.

1.Blätt. alle wechselst.; Bltn einzeln, seitenst., gelb. 6–10. Sonnige Sand- und Kalkhügel, selten

Zwerg-S.,H. fumánaMiller

— Blätt. alle od. nur die unteren gegenst.; Bltn traubig

2

2.Stengel aufrecht, krautig; obere Blätt. wechselst.; Griffel fast fehlend; Bltn gelb. 6–9. Sandboden, selten

Tüpfel-S.,H. guttátumMiller

— Stengel niederliegend od. aufsteigend, holzig; alle Blätt. gegenst.; Griffel so lang od. länger als der Frkn.

3

3.Blätt. mit lanzettl. Nebenblätt.; Griffel 2–3mal so lang als der Frkn.; Bltn zitronengelb. 7–10. Sonnige Stellen, meist nicht selten.(Variiert mit pfriemlichen Nebenblätt., weißen Bltn und stumpfen, inneren Kelchzipfeln =H. polifóliumL.)

Gemeines S.,H. chamaecístusMiller

— Blätt. ohne Nebenblätt.; Griffel so lang als der Frkn.; Bltn goldgelb. 5. 6. Kalkberge, Mittel- und Süddeutschland

Berg-S.,H. oelándicumWahlenberg

1.Blätt. quirlst., sitzend; Bltn grünlich. 7. 8. Teiche, Sümpfe, zerstr.

Quirl-T.,E. alsinástrumL.

— Blätt. gegenst.; Bltn rötlichweiß

2

2.Blkr. 4blättr.; Stbblätt. 8. 6–8. Wie vor., zerstr.

Pfeffer-T.,E. hydrópiperL.

— Blkr. 3blättr.; Stbblätt. 3 oder 6

3

3.Bltn sitzend; Stbblätt. 3; Kelch 2teilig. 6–9. Wie vor., selten

Kreuz-T.,E. triándraSchkuhr

— Bltn gestielt; Stbblätt. 6; Kelch 3teilig. 6–9. Wie vor., zerstr.

Stiel-T.,E. hexándraDC.

Blätt. schuppenf., 2–3 mm lang; Deckblättchen länger als die Bltnstielchen. 6. 7. Kiesige Flußufer, sehr selten im südl. Gebiet

Deutsche T.,M. germánicaDesvaux

1.Stengel aufrecht

3

— Stengel niederliegend od. aufsteigend

2

2.Stengel stielrund, nebst den Blätt. behaart, am Grunde wurzelnd; Kelchblätt. eif., drüsig gefranst. 8. 9. Torfmoore, Westdeutschl., selten

Sumpf-H.,H. helódesL.

— Stengel fast 2schneidig, fadenf., nebst den Blätt. kahl; Kelchblätt. längl., ganzrand., drüsenlos. 6–9. Sandige, feuchte Äcker, zerstr.

Liegendes H.,H. humifúsumL.

3.Kelchblätt. am Rande drüsig-gesägt oder gefranst

6

— Kelchblätt. ganzrand., selten am Rande mit einigen Drüsen

4

4.Stengel mit 2 erhabenen Leisten, markig; Kelchblätt. sehr spitz, zur Blütezeit doppelt so lang als der Frkn. 7–9. Ackerränder, gemein

Tüpfel-H.,H. perforátumL.

— Stengel 4kantig, hohl; Kelchblätt. zur Blütezeit so lang oder kürzer als der Frkn.

5

5.Stengel geflügelt 4kantig; Kelchblätt. zugespitzt; Blätt. sehr dicht und fein punktiert. 7. 8. Feuchte Orte, häufig

Flügel-H.,H. tetrápterumFries

— Steng. schwach 4kant.; Kelchblätt. stumpf; Blätt. zerstr. grob punktiert. 7–9. Wie vor.

Kanten-H.,H. quadrángulumL.

6.Stengel u. Blätt. behaart; Samen sammethaarig. 7. 8. Laubw., zerstr. (In Norddeutschl. selt.)

Rauhes H.,H. hirsútumL.

— Stengel kahl

7

7.Kelchblätt. sehr stumpf, eif. (Fig.447), fein drüsig gesägt; Blätt. herz-eif.; Stengel stielrund. 7–9. Gebirgswälder, Abhänge, sehr zerstr.

Schönes H.,H. pulchrumL.

Fig. 447.

Fig. 447.

— Kelchblätter spitz, mit gestielten Drüsen (Fig.448)

8

Fig. 448.

Fig. 448.

8.Bltn meist wenige, gedrängt (Fig.449), fast kopfig, blaßgelb; obere Blätt. durchscheinend punktiert; Stengel stielrund, oben wenig beblätt. 6–8. Gebüsche, Wälder, zerstr.

Berg-H.,H. montánumL.

Fig. 449.

Fig. 449.

— Bltnstand verlängert; Blätt. a. umgerollten Rande schwarz, sonst durchscheinend punkt.; Steng. oberwärts fast 2schneid. 6. 7. Sonnige Kalk- u. Sandsteinfelsen, selten (Thüringen, Halle).

Zierliches H.,H. élegansStephan

1.Pfl. mit einem beblätt., oberirdischen Stengel; Bltn langgestielt, blattachselst.; Kelchblätt. zugespitzt[25]

10

— Pfl. ohne einen entwickelt. oberirdisch. Stengel; Bltn entspringen in den Achseln grundst. Laubblätter; Kelchblätter stumpf

2

2.Narbe hakig umgebogen, schnabelf. (Fig.450a); Frstiele niederliegend, gerade

5

Fig. 450.

Fig. 450.

— Narbe in ein schiefes Scheibchen ausgebreitet (Fig.450b); Frstiele aufrecht, an der Spitze hakig. Sumpfpfl.

3

3.Nebenblätt. bis zur Mitte mit dem Blattstiel verwachsen; Blätt. herzeif., über 2mal so lang als breit, braundrüsig, mit bis nach unten schmal geflügeltem Stiel; Bltn hellviolett. 3. 4. Moorwiesen, selten

Moor-V.,V. uliginósaSchrader

— Nebenblätt. frei; Blätt. nierenf., etwa so lang als breit; Blattstiel höchstens oben etwas geflügelt; Bltn lila

4

4.Blätt. kahl; Blattstiel ungeflüg.; Bltnstiel in od. etwas unter der Mitte mit 2 schuppenf. Blättch.; Bltn blaßviolett, dunkler gestreift, selten über 1 cm lang. 5. 6. Torfige Wiesen, nicht selten

Sumpf-V.,V. palústrisL.

— Blätt. meist unterseits kurzhaarig; Blattstiel oben etwas geflügelt; Bltnstiel über der Mitte mit 2 Blättch.; Bltn nicht dunkler geadert, größer als an vor. 5. Wie vor., sehr selten

Torf-V.,V. epípsilaLedebour

5.(2.) Pfl. mit kriechenden Ausläufern

8

— Ausläufer fehlend od. sehr kurz

6

6.Blattfläche kahl, höchstens am Rande etwas gewimpert; Blattstiel schwach kurzhaarig; Sommerblätter pergamentartig. 4. 5. Nur an den Rabenfelsen bei Liebau (Schlesien)

Rotbraunes V.,V. porphýreaUechtritz

— Blattfläche abstehend behaart; Blattstiel rauhhaarig

7

7.Blätt. am Grunde durch einen tiefen, engen Ausschnitt herzf.; Nebenblätt. langgefranst, am Rande nebst den Fransen fein rauhhaarig. Wohlriechend. 4. 5. Hügel, Hecken, selten, im Nordwesten fehlend

Hügel-V.,V. collínaBesser

— Blätt. am Grunde durch eine seichte, weite Ausbuchtung herzf.; Nebenblätt. kurz gefranst, am Rande nebst den Fransen kahl. Geruchlos. 4. 5. Hügel, Gebüsche, zerstr., im Nordwesten sehr selten

Rauhes V.,V. hirtaL.

8.Bltnstiel weit unter der Mitte mit 2 schuppenf. Blättch.; Blätt. zur Blütezeit kahl, lebhaft grün, fettglänzend; Nebenblätt. lang zugespitzt, kahl; Frkn. ganz kahl; Bltn kornblumenblau. 3. 4. Wiesen, Zäune, sehr selten (Schlesien, Bayern)

Kornblumenblaues V.,V. cyáneaCelakovsky

— Bltnstiel in od. üb. der Mitte mit 2 schuppenf. Blättch.; Frkn. behaart

9

9.Bltn weiß, mit grünem Sporn; Blätt. fast 3eckig herzf., weichhaarig; Nebenblätt. drüsig gefranst. Ausläufer im 1. Jahre blühend. 4. 5. Kalkberge, Hecken, selten

Weißes V.,V. albaBesser

— Bltn dunkelviolett, selten rosa od. weiß; Blätt. rundl.-nierenf. bis herzeif., fein behaart; Nebenblätt. am Rande kahl. Ausläufer im 2. Jahre blühend. 3. 4. Gebüsche, Hecken, zerstr., häufig in Gärten

März-V.,V. odorátaL.

Fig. 451.

Fig. 451.

10.(1.) Die beiden mittl. Blblätt. nach oben gerichtet, die oberen m. den Rändern deckend (Fig.451); Bltn gelb, gelblichweiß od. 3farbig

19

— Die beiden mittl. Blblätt. seitlich abstehend und darum nur 2 Blblätt. nach oben gerichtet (Fig.452); Bltn blau, violett, seltener weiß

11

Fig. 452.

Fig. 452.

11.Stengel u. Blattstiele 1reihig behaart; Blätt. breit herzf.; Pfl. anfangs ohne entwickelten oberirdischen Stengel; Bltn blaßlila, wohlriechend. 4. 5. Bergwälder, zerstr., in einigen Gegenden fehlend

Wunder-V.,V. mirábilisL.

— Stengel u. Bltnstiele kahl od. behaart, aber nicht mit einer einzigen Längsreihe von Haaren; Bltn geruchlos

12

Fig. 453.

Fig. 453.

12.Wurzelstock am oberen Ende mit einer Blattrosette (od. dichtgedrängten Nebenblätt.), in deren Achseln Blätt. tragende Stengel entspringen

17

— Wurzelstock ohne Blattrosette, in den gestreckten, am Grunde verzweigt., beblätt. Steng. übergehend

13

13.Nebenblätt. klein, wenig gefranst, kürzer als der halbe, ungeflügelte Blattstiel; Blätt. eif. od. längl.-eif., am Grunde mehr od. weniger tief herzf. (Fig.453); Steng. niederlieg. od. nur am Grunde bog.; Bltn dunk., selt. hellviolett; Sporn weißl. od. gelbl. 5. 6. Gebüsche, Wälder, Wiesen, häufig

Hunds-V.,V. canínaL.

Ändert ab: a)flavicórnisSmith, Blätt. klein, rundl. herzeif.; Stengel kurz; Sporn gelblich; b)ericetórumSchrader, Stengel niederliegend; Blätt. mehr länglich, kürzer gestielt; c)lucórumRchb., Stengel aufrecht, bis 30 cm hoch; Blätt. und Bltn größer; Sporn weißl.

— Nebenblätt. groß, gefranst-gesägt, die mittl. meist so lang als der halbe, wenigstens oben geflügelte Blattstiel, die oberen blattart.; Blätt. längl., am Grunde keilf. gestutzt od. seicht herzf.; Stengel aufrecht

14

14.Blätt. lanzettl., keilf. in den breit geflügelten (Fig.454) Blattstiel verschmälert, bis 5mal so lang als breit; Nebenblätt. groß, blattart., die mittl. länger als der Blattstiel; Bltn hellviolett, dunkl. geadert. H. 5–15 cm. 5. 6. Wiesen

Niedriges V.,V. púmilaChaix

Fig. 454.

Fig. 454.

— Blätt. schwach keilf. od. (meistens) flach herzf.; Blattfläche 2–4mal so lang als breit

15

15.Stengel oberwärts nebst den Blätt. flaumhaarig; unt. Blätt. schwach herzf., obere gestutzt; Nebenblätt. wie vor.; Blkr. groß, hellblau, am Grunde m. einem großen, weißen Fleck. H. 15–20 cm. 5. 6. Gebüsche, Waldränder

Hochwüchsiges V.,V. elátiorFries

— Stengel kahl; mittl. Nebenblätt. halb so lang od. doch kürzer als der Blattstiel

16

16.Pfl. hellgrün, zart; Blätt. längl.-lanzettl., so lang als der schwach geflügelte Blattstiel (Fig.455b); Blkr. klein, milchweiß od. violett angelaufen. 5. 6. Gräben, Teichränder, feuchte Wiesen

Gräben-V.,V. stagnínaKitaibel

— Pfl. dunkelgrün; Blätt. eif.-längl., mit oben geflügelt. Blattstiel (Fig.455a); Blkr. ziemlich groß, hellblau. 5. 6. Wälder, Gebüsche

Steifes V.,V. strictaHornemann

Fig. 455.

Fig. 455.

17.Blätt. rundl.-herzf., 6–8 mm lang u. ebenso br., graugrün; Steng. sehr kurz (2–8 cm); Kapselfein behaart; Bltn blau, lila bis weiß. 5. 6. Sandhügel, zerstr.

Sand-V.,V. arenáriaDC.

— Blätt. breit herzeif., stets länger als breit, größer als an vor. Pfl. 8–25 cm hoch

18

18.Sporn hellviolett, schlank, unten kaum gefurcht, 5–6 mm lang; Bltn violett; höchstens 2 cm im Durchmesser; Blblätt. schmal längl., sich nicht deckend; Nebenblätt. lang, kammartig gefranst. 4. 5. Wälder, häufig

Wald-V.,V. silváticaL.

— Sporn weiß, dick, gefurcht, 3 mm lang; Bltn hellblau, ca. 2½ cm im Durchmesser; Blblätt. breit, sich mit den Rändern deckend; Nebenblätt. fein gefranst. Blüht etwas später als vor. Gebüsche, lichte Wälder

Rivin's V.,V. riviniánaRchb.

19.Nebenblätt. eif., ganzrand.; Blätt. nierenf.; Narbe flach, fast 2lappig; Bltn gelb, braungestreift. 5–8. Feuchte Täler, sehr selten in Mittel- u. Süddeutschl.

Zweiblütiges V.,V. biflóraL.

— Nebenblätt. leierf.-fiederspalt. od. handf. geteilt; Narbe groß, krugf.

20

20.Nebenblätt. fiederspalt., mit längerem Endzipfel; Bltn weißlich, gelb oder 3farbig. 5–10. Äcker, Hügel, Wiesen, gemein

Stiefmütterchen,V. trícolorL.

Ändert ab: a)vulgárisKoch, Blblätt. sämtlich violett od. die 4 oberen violett und das untere gelblich oder auch die seitlichen gelb, meist länger als der Kelch; b)arvénsisMurray, Blblätt. gelblichweiß, das untere dunkler, kürzer als der Kelch.

— Nebenblätt. fingerf.-geteilt, mit fast gleichen Zipfeln; Bltn gelb, selten die oberen od. alle violett. 5–7. Gebirgswiesen

Gelbes V.,V. lúteaSmith

In dieser Gattung kommen zahlreiche Bastarde vor.

Blätt. beiderseits kahl, unterseits blaugrün, in den Aderwinkeln braunbärtig; Fr. dünnschalig, undeutlich kantig; Bltn zu 5 bis 11. Wälder, besonders im Osten, häufig angepflanzt. 6. 7.

Winter-L.,T. ulmifóliaScopoli

Blätt. unterseits (besonders auf den Adern) kurzhaarig, in den Aderwinkeln weißbärtig, beiderseits grün; Fr. holzig, 5kantig; Bltn zu 2–5. Wie vor., selten wild. 6.

Sommer-L.,T. platyphýllosScopoli

Zuw. angepflanztT. platyphyllos×T. ulmifolia=T. intermédiaDC. Desgl.argénteaDesf., Silber-L., mit unterseits weißfilzigen Blätt.

1.Äußere Hülle (Außenkelch) 6–9spalt.

Althǣa154

— Außenkelch 3blättr. od. 3spaltig

2

2.Außenkelch getrenntblättr., die kleinen Blättchen am Grunde mit dem Kelch verwachsen

Malva154

— Außenkelch 3spalt.; Blättchen den Kelch überragend, nicht mit demselben verwachsen

Lavatéra154

1.Blätt. 5–7lappig, nicht tief geteilt, herzf. rundl. (Fig.456)

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