Fig. 477.
Fig. 477.
6.(4.) Kelchzipfel zurückgeschlagen; Blätt. verkehrt-eif., nach dem Grunde keilf. verschmälert, an der Spitze gezähnt (Fig.477b); Blblätt mit 2 gelben Punkten. 5–8. Vogesen, Schwarzwald
Stern-St.,S. stellárisL.
— Kelchzipfel aufrecht od. abstehend; Blätt. ganzrand. od. bis zum Grunde gesägt
7
7.Stengel 2–6blütig; Blätt. vom Grunde an bogig zurückgekrümmt, 7punktig. H. 3–8 cm. 7. 8. Alpen und Täler der Alpenflüsse in Bayern
Blaugrüner St.,S. cǣsiaL.
— Stengel reichblütig; Blätt. zungenf. (Fig.477a), gesägt; Bltn weiß, meist rot punktiert. H. 10–30 cm. 6. 7. Felsritzen höherer Gebirge
Trauben-St.,S. aizóonJacquin
8.(2.) Blätt. alle grundst., verkehrt-eif. bis spatelig; Bltn weiß. 7. Riesengebirge (Kl. Schneegrube)
Schnee-St.,S. niválisL.
— Blätt. auch höher am Stengel
9
9.Untere Blätt. spatelf., ungeteilt od. 3lappig, obere keilf., 3spalt.; Blkr. klein, weiß. H. 5–15 cm. 4. 5. Mauern, Felsen, Sandfelder, zerstr.
Finger-St.,S. tridactylítesL.
— Untere Blätt. nierenf. H. 15–60 cm
10
10.Stengel am Grunde kleine Zwiebeln tragend; Kelch fast bis zur Mitte mit dem Frkn. verwachsen; Bltn weiß. 5. 6. Grasige Hügel, Waldränder, meist häufig.
Körner-St.,S. granulátaL.
— Stengel am Grunde ohne Zwiebeln; Kelch bis fast auf den Grund geteilt; Bltn weiß, unter der Mitte goldgelb, darüber rot punktiert. 6–8. Feuchte Orte der Alpen und Voralpen
Nieren-St.,S. rotundifóliaL.
11.(1.) Bltn grünlich-gelb, sehr klein; Blätt. ungeteilt od. linealisch keilf. 3spalt.; Stengel nur oberwärts drüsig od.(S. moschátaWulfen)nebst den Bltnstielen und Blätt. ganz mit Drüsenhaaren besetzt. 6. 7. Riesengebirge, Alpen
Drüsen-St.,S. muscoídesWulfen
— Bltn hell- od. goldgelb; Blätt. ungeteilt
12
12.Stengel 1–5blütig (zuweilen noch einige Bltn in den oberen Blattachseln)
14
— Stengel mehrblütig
13
13.Blätt. schmal (2–3 mm br.), zugespitzt, borstig gewimpert, an der Spitze mit einem erhabenen Punkte; Bltn goldgelb od. rotbraun. 7. 8. Alpen und Voralpen
Borsten-St.,S. aizoídesL.
— Blätt. breiter (bis zu 10 mm), zungenf. (Fig.477a), am Rande vielpunktig; Bltnstand sehr reichblütig; Bltn pomeranzengelb. 6–8. Wie vor.
Kies-St.,S. mutátaL.
14.Stengel 2–8 cm hoch; Kelchzipfel kurz-stachelspitzig, aufrecht; Bltn hellgelb; Blättertriebe dichte, fast kugelige Rasen bildend. 7. 8. Riesengebirge, Alpen
Moosartiger St.,S. bryoídesL.
— Stengel 10–25 cm hoch, oberwärts rötlich behaart; Kelchzipfel stumpf, zurückgeschlagen; Bltn goldgelb. 7. 8. Torfwiesen, zerstr.
Moor-St.,S. hírculusL.
Fig. 478.
Fig. 478.
Blätt. wechselst. (Fig.478). 4. 5. Quellige Stellen, Waldsümpfe, meist häufig
Wechselblättriges M.,Ch. alternifóliumL.
Blätt. gegenst. 5. 6. Waldbäche, besonders im Gebirge, seltener als vor.
Gegenblättriges M.,Ch. oppositifóliumL.
Stengel kantig; grundst. Blätt. langgestielt; Bltn. weiß. 7–9. Nasse Wiesen, verbreitet
P. palústrisL.
1.Kräuter
15
— Bäume od. Sträucher
2
2.Blätt. aus vollständig getrennten Blättchen zusammengesetzt, gefingert od. gefied.
12
— Blätt. nicht aus völlig getrennten Blättchen zusammengesetzt
3
3.Bltn gelb, meist gefüllt
Kérria171
— Bltn nicht gelb
4
Fig. 479.
Fig. 479.
4.Frkn. mit dem Blütenboden verwachsen, der auf seinem oberen Rande Kelch, Blkr. u. Stbblätt. trägt (Fig.479)(Längsschnitt durch die Blüte!); Frkn. und der zuletzt fleischige Bltnboden bilden eine apfel- od. beerenart. Fr.
6
— Frkn. frei, nicht mit dem Bltnboden verwachsen (Fig.480)
5
Fig. 480.
Fig. 480.
5.Frkn. und Griffel 1; Fr. eine Steinfrucht. Mandeln, Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen
Prunus169
— Frkn. und Griffel 5; Fr. kapselartig, trocken. Ziersträucher
Spirǣa171
6.Blätt. gesägt, gekerbt od. gelappt
9
— Blätt. völlig ganzrand. od. nur an der Spitze fein gesägt, unterseits filzig
7
7.Bltn zu 2–10, in blattachselst. Trauben od. Rispen, rötlich, klein (½ cm br.); Fr. kugelig, erbsengroß, mit 3–5 frei hervorragenden Steinen
Cotoneáster169
— Bltn einzeln, sitzend, bedeutend größer
8
8.Kelchblätt. lanzettlich, ganzrand., länger als die Blblätt.; Blätt. viel länger als breit
Mispel,Méspilus169
— Kelchblätt. länglich-eif., gezähnelt, kürzer als die Blblätt.; Blätt. nicht od. wenig länger als breit
Quitte,Cydónia169
9.Blätt. gelappt (Fig.486); Zweige dornig; Bltn in Doldenrispen, weiß; Stbbeutel rot; Fr. oben mit einer offenen Scheibe und mit 1–2 Steinen
Cratǣgus169
— Blätt. ungeteilt, gefied. od. gelappt(im letzteren Falle die Äste nicht dornig und die Stbbeutel nicht rot)
10
10.Blätt. in den Achseln mit einem (nicht selten fehlenden) Dorn (Fig.179); Bltn groß, scharlachrot, selten weiß. Strauch
Cydónia169
— Blätt. ohne Dornen in den Achseln
11
11.Blblätt. keilf.-lanzettl., viel länger als breit; Bltn in Trauben; Fr. beerenart., schwarz
Felsenmispel,Amelánchier169
— Blblätt. rundlich, wenig länger als breit; Bltn in Dolden oder Doldenrispen. Äpfel, Birnen od. gelbe und rote Beeren tragende Ebereschen
Pirus168
12.(2.) Pfl. mit Stacheln
14
— Pfl. ohne Stacheln
13
13.Bltn gelb; Blätt. gefied., mit ganzrand. Fiederblättchen. Zierstrauch
Potentílla189
— Bltn weiß; Blätt. gefied., mit gesägten Fiederblättchen. Bäume
Pirus168
14.Bltnboden krugf., die gestielten Frkn. einschließ., zur Fruchtzeit fleischig (Hagebutte); Blätt. gefied.
Rose,Rosa192
— Bltnboden kegelf.; Früchtchen zu einer saftigen Scheinbeere verwachsen; Blätt. gefingert (nur bei der Himbeere gefied.)
Himbeere, Brombeere,Rubus172
15.(1.) Bltn grün, gelblichgrün od. dunkelrotbraun
25
— Bltn weiß od. rein gelb (bei Geum rivale außen rötl.)
16
16.Blätt. ungeteilt, gekerbt, unterseits weißfilzig; Blblätt. 8–9, weiß
Dryas172
— Blätt. gefied. od. gefingert; Blblätt. 4–6
17
17.Kelch mit 4–5 Zipfeln
22
— Kelch mit 8–10 Zipfeln, die in 2 Kreisen stehen und meist abwechs. größer und kleiner sind (Fig.481)
18
18.Bltn gelb od. rötlichgelb
20
— Bltn weiß
19
19.Blätt. stets 3zählig; Blblätt. an der Spitze nicht ausgerandet; Fr. eine saftige Beere.
Erdbeere,Fragária188
— Blätt. gefied., 5–7zählig gefing. od. 3zählig; Fr. trocken; Blblätt. zuw. ausgerandet (Fig.481)
Potentílla189
Fig. 481.
Fig. 481.
20.(18.) Griffel lang, bleibend und dadurch die reifende Fr. geschwänzt (Fig.488); unt. Blätt. unterbrochen gefied., mit großem Endblättch.
Geum172
— Griffel kurz, abfallend
21
21.Stbblätt. und Frkn. zahlreich; Blkr. meist länger als der Kelch; Blätt. gefing. od. gefied.
Potentílla189
— Stbblätt. und Frkn. 5 (selten 10); Blkr. kürzer als der Kelch; Blätt. 3zählig
Sibbáldia191
22.(17.) Bltn gelb; Frbecher gefurcht, bestachelt (Fig.482); Blätt. unterbrochen gefied. (Fig.8)
Agrimónia192
Fig. 482.
Fig. 482.
— Bltn weiß
23
23.Blätt. unterbrochen gefied.; Bltn in ästigen Trugdolden
Ulmária172
— Blätt. nicht unterbrochen gefiedert
24
24.Bltn einzeln od. fast doldig; Fr. saftig, rot; Blätt. 3zählig
Rubus172
— Bltn in langen, reichblüt., rispig angeordneten Ährchen; Fr. trocken, kapselart.; Blätt. 3zählig doppelt gefied.
Arúncus171
25.(14.) Bltn in kugelig. od. eif. Köpfchen (Fig.505–506), grün od. rotbraun; Blätt. gefied.
Sanguisórba192
— Bltn nicht in Köpfchen
26
26.Blkr. dunkelpurpurn, viel kürzer als der inwendig dunkelbraune Kelch; Blätt. gefied., oberwärts 3zählig
Cómarum191
— Bltn gelblichgrün, klein; Stbblätt. 4 od. 1; Blätt. gelappt od. handf. gespalten (Fig.503–504)
Alchemílla191
1.Bltn selten bis 2 cm im Durchmesser, in vielblüt. Doldenrispen; Frfächer dünnhäutig(SorbusL.).
Ebereschen3
— Bltn groß (über 2 cm br.), in wenigblütigen Dolden; Frfächer (Kerngehäuse) pergamentart.
Apfel- und Birnbaum2
2.Bltn weiß; Stbbeutel rot; Griffel frei. 4. 5. Wälder und in vielen Abarten angepflanzt
Birnbaum,P. commúnisL.
— Bltn rötlichweiß; Stbbeutel gelb; Griffel am Grunde verwachsen. 5. Wie vor.
Apfelbaum,P. malusL.
3.Blätt. ungeteilt, oft gelappt, selten am Grunde gefied.; Bltn weiß od. rot
5
— Blätt. unpaarig gefied.; Bltn weiß
4
4.Knospen filzig, trocken; Griffel meist 3; Fiederblättch. ungleich stachelspitzig gezähnt; Blblätt. kahl; Fr. erbsengroß, rot. 5. 6. Wälder, Gebüsche, häufig
Vogelbeere,P. aucupáriaGaertner
— Knospen kahl, klebrig; Griffel 5; Fiederblättchen gleichmäßig scharf gesägt; Blblätt. am Grunde wollig; Fr. rot od. gelb, kirschengroß. 5. Wälder, Mittel- und Süddeutschl. Auch angepflanzt
Speierling,P. domésticaSmith
5.Blblätt. rosenrot, aufrecht, schmal. H. 0,60 bis 1,25 m. 6. 7. Felsige Abhänge im Riesengebirge (Teufelsgärtchen), Schwarzwald (Feldberg) und in den Vogesen (Hoheneck)
Zwerg-E.,P. chamaeméspilusDC.
— Blblätt. weiß, abstehend
6
Fig. 483.
Fig. 483.
6.Blätt. im Alter beiderseits kahl, gelappt, Lappen ungleich gesägt, zugespitzt (Fig.483); Fr. lederbraun. 5. 6. Bergwälder, zerstr., im nördlichen Deutschl. selten
Elsbeere,P. torminálisEhrh.
— Blätt. unterseits filzig
7
7.Blätt. ungleich doppelt gesägt od. klein gelappt, Läppchen und Sägezähne von der Mitte des Blattes nach dem Grunde hin an Größe abnehmend (Fig.484); Fr. gelb od. braunrot. 5. Gebirgswälder, zerstreut
Mehlbeere,P. áriaEhrh.
Fig. 484.
Fig. 484.
— Blätt. stärker gelappt (Fig.485)
8
Fig. 485.
Fig. 485.
8.Blätt. meist 1½mal so lang wie breit, mit 5–8 Seitennervenpaaren, unterseits grau- od. gelbgrau filzig; Fr. orangerot. 5. 6. Pommern, Westpreußen, mehrfach angepfl. (P. scándica Babington)
Schwedische E.,P. suécicaGarcke
— Blätt. zuw. fast 2mal so lang wie breit, mit 8–12 Seitennervenpaaren, unterseits mehr weißlich; Fr. rot. 6. Vogesen.
Vogesen-E.,P. mougeótiiSoyer-Willemet u. Godron
Bastarde:P. aria×aucuparia=P. hýbridaSmith, mit am Grunde gefied. Blätt. undP. aria×torminalis=P. latifóliaLindley, mit unterseits graufilzigen, zuletzt kahlen Blätt.
Blätt. eif., unterseits filzig; Bltn weiß. 4. 5. Felsen, selten
A. vulgárisMoench
Fr. gelb, filzig; Bltn rötlichweiß. 5. 6. Angepfl.
C. vulgárisPersoon
Hierher gehört auch die japanische Quitte,Cydónia japónicaPersoon, ein dorniger Zierstrauch mit scharlachroten Bltn und feingesägten, kahlen Blätt.
1.Kelch und Bltnstiele weiß-filzig; Blätt. elliptisch, abgerundet stumpf; Fr. rot, meist aufrecht. 5. Felsen im südl. Gebiet
Filzige Zw.,C. tomentósaLindley
— Kelch nur am Rande nebst den Bltnstielen etwas weichhaarig; Blätt. rundl. eif.
2
2.Bltnstiele abwärts gebog.; Fr. rot, häng.; Blätt. oberseits kahl. 4. 5. Steinige Hügel in Mittel- und Süddeutschl., auch angepfl.(C. vulgárisLindley)
Echte Zw.,C. integérrimaMedicus
— Bltnstiele aufrecht; Fr. schwarz; junge Blätt. oberseits weichhaarig. 5. Nur im östl. Gebiet (Lyck, Schweetz)
Schwarze Zw.,C. nigraWahlenberg
Fr. braun, mit einer breiten Scheibe, walnußgroß; Bltn weiß. 5. 6. Wälder im mittl. und südl. Gebiet, häufig angepflanzt
M. germánicaL.
Griffel meist 1; Bltnstiele meist behaart; Fr. längl., meist mit 1 Stein; Blätt. ziemlich tief gespalten, mit 3–5 spitzen Lappen (Fig.486). 5. 6. Hecken, Waldränder und außerdem in Anlagen in vielen Abarten (auch rotblühend) angepflanzt
Eingriffelig. W.,C. monógynaJacquin
Fig. 486.
Fig. 486.
Griffel 2; Fr. kugel., meist mit 2 Steinen; Bltnstiele nebst den schwach 3–5 stumpflapp. Blätt. (Fig.487) kahl. 5. 6. Wie vor.
Zweigriffeliger W.,C. oxyacánthaGaertner
Zwischen den beiden Arten kommt ein Bastard vor.
Fig. 487.
Fig. 487.
1.Bltn in gestielten, aufrechten od. hängend. Trauben
14
— Bltn nicht in gestielten Trauben
2
2.Frkn.[27]und Fr. kahl; Bltn weiß
7
— Frkn. und Fr. behaart, zuw. filzig; Bltn rot od. weiß
3
3.Bltnstiel länger als der Blütenboden, kahl; Bltn rosa, meist gefüllt, im Mittel 2½-3 cm breit; Blätt. scharf und tief gesägt, vorn zuw. fast 3lappig (Fig.174). 3. 4. Zierpfl.
Mandelbäumchen,P. trílobaLindley
— Bltn kurzgestielt od. sitzend
4
4.Bltnboden langröhrig, etwa 3mal so lang als der fein gesägte Kelch; Bltn dunkelrosa bis weiß; Blätt. meist verkehrt lanzettl., kahl, regelmäßig fein gesägt. 3. 4. Zierstrauch.
Zwergmandel,P. nanaStokes
— Bltnboden mehr od. weniger weitglockig, bis 2mal so lang als der Kelch
5
5.Bltn anfangs rötl., später weiß; Blblätt. rundl.; Bltnboden meist rötl., am Grunde sammethaarig; Fr. mit saftigem Frfleisch und scharfkantigem Stein; Blätt. rundl. (Fig.178), bis 3 cm lang gestielt. 4. Angepfl.
Aprikose,P. armeníacaL.
— Bltn bleibend rosa, selten schon beim Aufblühen weiß; Blätt. lanzettl. od. elliptisch, fein gesägt
6
6.Bltn einzeln, selten zu 2; Kelchblätt. außen fast ganz wollig; Fr. mit saftigem Frfleisch und tiefgefurchtem Stein; Blattstiel kürzer als die halbe Blattbreite. 3. 4. Angepfl.
Pfirsich,P. pérsicaStokes
— Bltn zu 2, selten einzeln; Kelchblätt. außen weniger wollig; Fr. nicht saftig, bei der Reife aufspringend; Blattstiel länger als die halbe Blattbreite. 3. 4. Angepfl.
Echte Mandel,P. commúnisStokes
7.Bltn langgestielt, in kleinen Büscheln aus einer Knospe hervorbrechend; Blätt. in der Knospe gefaltet; Fr. unbereift
11
— Bltn bis 2 cm lang gestielt, einzeln od. zu 2; Blätt. in der Knospe eingerollt; Fr. bereift
8
8.Bltn ziemlich klein, 10–17 mm im Durchmesser; Blblätt. selten über 8 mm lang; junge Zweige meist filzig behaart; Blätt. meist nicht über 4–5 cm lang. Stark dorniger Strauch. 4. 5. Hecken, Waldränder, häufig
Schwarzdorn, Schlehe,P. spinósaL.
— Bltn größer, meist nicht unter 2 cm im Durchmesser
9
9.Junge Zweige behaart; Bltn meist zu 2; Bltnstiele weichhaarig; Fr. fast kugelig, blauschwarz od. grünlich (Reineclaude). 4. 5. Angepfl.
Haferpflaume,P. insitítiaL.
— Junge Zweige kahl
10
10.Bltn meist zu 2, grünlichweiß; Bltnstiele meist behaart; Blätt. im Mittel über 8 cm lang; Fr. kugelig od. längl. 4. 5. Angepfl.
Pflaume, Zwetsche,P. domésticaL.
— Bltn meist einzeln, weiß; Bltnstiele kahl; Blätt. im Mittel 4 bis 6 cm lang; Fr. kugelig.(Ändert ab: mit roten Blätt. und zuw. rötl. Bltn =P. pissárdiCarr.). 4. 5. Angepfl.
Kirschpflaume,P. cerasíferaEhrh.
11.(7.) Blätt. im Mittel kaum über 4–5 cm lang und selten über 1 cm lang gestielt, an d. Spitze abgerundet od. stumpf (Fig.161); Blblätt. verkehrt eif., meist tief ausgerandet; Fr. dunkelrot, mit spitzem Steine. Strauch von ½-1 m Höhe. 4. 5. Trockene Wälder, Abhänge. Westpreußen, Posen
Zwerg-Kirsche,P. fruticósaPall.
— Blätt. länger; Blattstiel nicht unter 12 mm lang
12
12.Bltndolde nur von Knospenschuppen umhüllt; Blätt. ziemlich dünn, bis 15 cm lang, oberseits etwas runzelig, unterseits mehr od. weniger bleibend behaart; Blattstiele meist 2drüsig (Fig.180); 4. 5. Wild im mittl. und südl. Deutschl., sonst überall angepfl.
Süßkirsche,P. áviumL.
— Bltndolde am Grunde außer von braunen Schuppen auch noch von 1–2 kleinen grünen Blätt. umhüllt, die aus derselben Knospe hervorkommen; Blätt. mehr od. weniger derb, glänzend, bald ganz kahl
13
13.Strauch mit schlaffen, dünnen, überhängenden Ästen und Zweigen; Blätt. ziemlich derb; Blattstiel meist mit 1–2 Drüsen; Fr. ziemlich klein, mit eif. Steine. 4. 5. Angepfl. und verwild.
Strauchkirsche,P. ácidaKoch
— Pfl. meist baumart., mit stärkeren, wenigstens anfangs aufrechten od. aufstrebenden Ästen; Blätt. weniger derb; Blattstiel meist drüsenlos; Fr. größer, mit rundl. Steine. 4. 5. Häufig angepfl.
Sauerkirsche,P. cérasusL.
14.(1.) Bltntrauben hängend, vielblütig; Blätt. elliptisch. 5. Wälder, auch angepfl.
Traubenkirsche,P. padusL.
— Bltntrauben aufrecht, doldig, armblütig; Blätt. rundl. od. eif. (Fig.176). 5. Rheingegend, Metz, Bayern
Weichselkirsche,P. máhalebL.
1.Blätt. gelappt; Bltn rötlich bis weiß, in gewölbten Trauben; Fr. rötlich, aufgeblasen, beim Zerdrücken knackend. 6. Zierstrauch
Schneeballblättr. Sp.,Sp. opulifóliaL.
— Blätt. ungeteilt, nicht gelappt, aber gesägt
2
2.Bltn in dicht., rispigen, pyramidenf. Traub., rosa od. weiß; Blätt. längl.-lanzettl., kahl. 6. 7. Angepfl. u. verw.
Weidenblättr. Sp.,Sp. salicifóliaL.
— Blüten in Doldentrauben, weiß; Blätter eilanzettlich, flaumig gewimpert. 5. 6. Angepflanzt
Ulmenblättr. Sp.,Sp. ulmifóliaScopoli
Verwandt istKérria japónicaDC., Zierstrauch aus Japan, mit grünen, rutenf. Ästen, lang zugespitzten Blätt. und ansehnlichen, dottergelben, oft gefüllten Bltn.
Bltn weiß; Fiederblättch. doppelt gesägt, Endblättchen größer. 6. Feuchte Bergwälder, stellenweise in Mittel- und Süddeutschl.
A. silvésterKosteletzky
Fiederblättch. groß, mindestens 3 cm lang, ungeteilt, nur das größere Endblättchen 3–5spalt. 6–8. Feuchte Stellen, häufig
Echtes M.,U. pentapétalaGilibert
Fiederblättch. höchstens 1½ cm lang, alle fiedersp. eingeschnitten. 6. 7. Trockene Wiesen, Anhöhen, zerstr., stellenweise fehlend
Kleines M.,U. filipéndulaA. Br.
Mit den Alpenflüssen in die bayrische Hochebene herabkommend. 6–8.
D. octopétalaL.
1.Stengel 1-, selten 2blütig; Griffel in der Mitte nicht hakig gebogen; Endblättchen sehr groß, fast herzf.; Bltn ansehnlich, goldgelb. 5. 6. Riesengebirge
Berg-N.,G. montánumL.
— Stengel mehrblütig; Griffel in der Mitte hakig gegliedert
2
2.Bltn nickend, gelb, außen rötlich; unt. Griffelglied am Grunde behaart, das obere wenig kürzer, behaart (Fig.488a); Blblätt. lang benagelt; Kelch stets aufrecht; Frköpfchen lang gestielt. 5. 6. Feuchte Laubwälder, verbreitet
Bach-N.,G. riváleL.
— Bltn aufrecht, gelb; Frkelch zurückgeschlagen
3
3.Unteres Griffelglied kahl, 3–4mal länger als das am Grunde etwas behaarte obere (Fig.488b); Blblätter verkehrt eiförmig; Fr. kurzborstig. 6–10. Gebüsche, Laubwälder
Echte N.,G. urbánumL.
— Unteres Griffelglied am Grunde borstig, doppelt so lang als das fast bis zur Spitze behaarte obere; Blblätt. breit eif., größer als an vor.; Fr. langborstig. 7. 8. Nur im östl. Gebiet
Steife N.,G. strictumAiton
Zwischen den einzelnen Arten kommen Bastarde vor.
Fig. 488.
Fig. 488.
Bearbeitet von F. Erichsen.
1.Stengel verholzend, 2- bis mehrjährig; Nebenblätt. linealisch-lanzettlich, dem Blattstiel angewachsen
3
— Stengel krautig, 1jähr.; Nebenblätt. br. u. frei; H. 8–25 cm
2
2.Blätt. gelappt, herznierenf.; Bltn einzeln; Fr. zuerst rot, dann orangegelb. Sumpfige Orte. Riesengebirge, Pommern, Ostpreußen, Oldenburg
Schellbeere,R. chamaemórusL.
— Blätt. 3zählig; Rispe 3–10blütig; Fr. glänzend rot. Feuchte Laubwälder, besonders auf Kalk, zerstreut
Steinbeere,R. saxátilisL.
3.Blätt. 3–7zählig gefiedert, unterseits meist weißfilzig; Fr. rot, selten gelb, löst sich bei der Reife leicht vom kegelf. Frboden; Bltn klein. Wälder, in Gärten
Himbeere,R. idǣusL.
Häufig angepflanzte, mitunter verwildernde Ziersträucher mit roten Blüten aus Nordamerika sindR. odorátusL. mit 5lappigen Blätt. undR. spectábilisPursh mit 3zähligen Blätt.
— Blätt. 3–7zählig gefingert; Fr. schwarz oder schwarzrot, oft bereift, fällt mit dem kegelf. Frboden zusammen ab. Brombeeren
4
4.Sch. aufrecht od. hochbogig, mit der Spitze nicht wurzelnd, ganz oder fast kahl; Blattstiel rinnig; Blätt. unterseits grün, im Herbst abfallend; Nebenblätt. breit linealisch; Blblätt. fast immer ausgerandet; Kz. grün, weiß berandet
1. Gr.,Suberécti174
— Sch. bogig od. kriechend, im Herbst mit der Spitze wurzelnd
5
5.Nebenblätt. lanzettl.; äußere Blättchen sitzend od. sehr kurz gestielt (Fig.489). Sch. kriechend od. flachbogig, meistens bereift, oft mit Stieldrüsen; Fr. sehr großpflaumig.
12. Gr.,Corylifólii188
— Nebenblätt. linealisch bis fädig; äußere Blättch. deutlich gestielt
6
6.Sch. und Bltnstände ohne Stieldrüsen; Schstch. kräftig, ungefähr gleich groß; Blätt. 5zähl.; Stbblätt. nach der Blüte zusammenneigend
7
— Sch. und Bltnstand mit Stieldrüsen
9
7.Sch. bogig, behaart (im Herbst oft spärlich); Schblätt. unterseits oft stark behaart, graufilzig; Blättch. deutlich gestielt; Kz. graufilzig
4. Gr.,Villicāūles177
— Sch. hochwüchsig, kahl od. wenig behaart; Kelchzipfel graugrün, weiß berandet
8