Chapter 22

Fig. 489.

Fig. 489.

8.Sch. früh stark verästelt; Blättchen klein gesägt

2. Gr.,Rhamnifólii175

— Sch. nicht, oder im Herbst verästelt; Blättch. ungleich grob gesägt, unterseits, besonders in der Jugend stets weißlich; Rispe lang und schmal

3. Gr.,Candicántes176

9.Sch. mit Stacheln, Stachelhöckern, Drüsenborsten, Stieldrüse und Haaren in allen Zwischenformen dicht besetzt (Fig.490); Blätt. unterseits fast immer grün

15

— Sch. mit gleichartigen, größeren Stacheln ohne Übergangsgebilde

10

10.Sch. mit wenig od. sehr spärlichen Stieldrüsen; Bltnstand mit meist zahlreicheren Stieldrüsen

11

— Sch. von meist zahlreichen Stieldrüsen, sowie von Höckern und Borsten rauh

14

11.Stbblätt. kürzer als die Griffel; Blätt. unterseits grün; Kz. zur Blütezeit nicht zurückgeschlagen (so bei R. gremlii, 4. Gr. 12)

6. Gr.,Sprengeliáni179

— Stbblätt. so lang od. länger als die Griffel

12

12.Blätt. (besonders die jüngeren und im Bltnstand) oberseits mit Sternhärchen und graufilzig, unterseits weißfilzig, 3zählig bis fußf. 5zählig; Rispe meist lang u. schmal

5. Gr.,Tomentósi179

— Blätt. oberseits ohne Sternhärchen

13

13.Sch. spärlich behaart

7. Gr.,Adenóphori180

— Sch. dicht u. oft wirr behaart; Blattunterseite mehr od. weniger weichhaarig od. filzig; Nerven 2zeilig behaart; Rispenäste zottig reichdrüsig

8. Gr.,Vestíti182

14.Stldrüs. der Bltnstle z. T. sehr lang u. überrag. d. Behaarung (Fig.499)

7. Gr.,Adenóphori180

— Stieldrüsen der Bltnstiele kurz und nicht länger als deren Querdurchm.

9. Gr.,Rádulae183

15.Größ. Stacheln schmal, doch kräftig (Fig.490); Bltnstände rispig.

10. Gr.,Koehleriáni185

Fig. 490.

Fig. 490.

— Alle Stacheln schwach, pfriemlich und borstig (Fig.491); Bltnstand im oberen Teil stets traubig; Kelchzipfel an der Frucht aufgerichtet (Fig.502)

11. Gr.,Glandulósi186

Fig. 491.

Fig. 491.

1.Stacheln schwach; Blätt. oft 7zählig (Fig.492); äußere Blättchen kaum gestielt; Fr. schwarzrot

2

Fig. 492.

Fig. 492.

— Stacheln kräftig, am Grunde breit und zusammengedrückt (Fig.494); Blätt. 5zähl.; Früchte schwarz

3

2.Stacheln zerstreut, kurz, oft kegelförmig (Fig.492) und schwarzrot; Blätt. oberseits fast kahl, glänzend; Stbblätt. länger als die Gr. Lichte Wälder und Gebüsche, verbr.

R. suberéctusAnderson

Fig. 493.

Fig. 493.

— Stacheln zahlreich, pfriemlich, grünlich (Fig.493). Blätt. faltig, oberseits stets behaart, nicht glänzend; Stbblätt. so lang wie die Gr. Moorheiden, Waldränder, Norddeutschland

R. fissusLindley

Fig. 494.

Fig. 494.

3.Stbblätt, überrag. die Gr. nicht; Blättch. gefaltet, sich oft deckend, die äußeren anfangs sitzend; Fruchtkelch abstehend (Fig.495). Waldungen, Wegränder, gemein

R. plicátusWh. N.

Fig. 495.

Fig. 495.

Verwandte Kleinarten sind:R. bertrámiiG. Br.,R. opácusFocke undR. ammóbiusFocke.

— Stbblätt. länger als die Gr.; die äußeren Blättch. stets gestielt

4

4.Bltnstand traubig; Sch. kantig, tief gefurcht (vgl. Fig.494); Frkelch zurückgeschlagen (Fig.496). Wälder, zerstr.

R. sulcátusVest

— Bltnstand rispig verzweigt; Sch. nicht oder selten wenig gefurcht

5

5.Bltnstiele mit spärlichen, sehr schwachen Stacheln; Blättch. groß, sämtlich langgestielt, unterseits fast samtartig; Endblättch. rundlich; Frkelch zurückgeschlagen. Wälder, Wegränder, in Schleswig-Holstein z. T. häufig

R. holsáticusErichsen

— Bltnstiele mit zahlreichen Stch.; Blättch. klein; Endblättch. elliptisch

6

6.Junge Blättch. flach, oberseits glänzend; Bltnstand mit gekrümmten Stacheln. Feuchte Gebüsche, zerstreut, im Westen häufiger

R. nítidusWh. N.

(HierherR. divaricátusP. J. Müller.)

— Blättch. anfangs gefaltet; Bltnstand mit pfriemlichen Stacheln. Bergwälder; Mitteldeutschl.

R. montánusWirtgen

Fig. 496.

Fig. 496.

1.Sch. unverzweigt od. im Herbste mit vereinzelten Ästen, scharfkantig, mit kräftigen, schwach gebogenen, gelben Stacheln; Blättch. gefaltet, unterseits weichhaarig; Bltnstiele mit vielen gelben Nadelstacheln. Sehr zerstr., Holstein bis Niederrhein

R. carpinifóliusWhe.

— Sch. besonders im Herbste stark verästelt; Blättch. selten (nur bei R. vulgaris) gefaltet

2

2.Sch. unten rundlich, in der Mitte stumpfkantig, fast immer kahl, mit langen, geraden Stacheln; Blättch. kurz gestielt, sich mit den Rändern deckend (vergl. Fig.460), oberseits dunkelgrün; Endblättch. breit-herzeif.; Kronblätt. aufwärts gebogen. Sehr zerstr. in Nordwestdeutschl.

R. affínisWh. N.

— Sch. in der Mitte deutlich kantig, oft gefurcht; Blättch. länger gestielt, decken sich nicht mit den Rändern.

3

3.Sch. flachseitig, glänzend, oft bereift, früh stark verästelt und schirmartig ausgebreitet; Blättch. klein, verkehrt eif., oberseits glänzend, unterseits grün, nur auf den Nerven behaart. Sehr zerstr. in Nordwestdeutschland.

R. māāssiiFocke

— Sch. wenigstens im oberen Teile gefurcht; Blättch. unterseits reichlich behaart und weißlich od. graugrün

4

4.Blättch. fein gesägt, mit plötzlich aufgesetzter Spitze, unterseits mehr od. weniger graufilzig, junge Blättch. oft weißfilzig; Endblättch. langgestielt, oft wenig länger als der Stiel; Sch. tief gefurcht. Sehr zerstr., Nordwestdeutschl., Baden

R. rhamnifóliusWh. N.

(Hierher als UnterartR. lindebérgiiP. J. M.)

— Blättch. gröber, ungleich od. doppelt gesägt, allmählich zugespitzt, am Rande wellig

5

5.Sch. gefurcht; Blättch. durch anliegende, seidige Haare u. Sternfilz grau-weißschimmernd, mit langer, schmaler Spitze, am Grunde ausgerandet u. gleichm. scharf gesägt; Rispe am Grunde breit, nach oben zu verschmälert; Blblätt. rosa. Buschige Hügel; sehr zerstr. in Nordwestdeutschl.

R. argénteusWhe.

— Sch. in der Mitte flachseitig, nur an der Spitze gefurcht; Blättch. unterseits mehr od. weniger, oft schwach graufilzig, unregelmäß. gesägt, am Grunde nie ausgerandet; Rispe locker, oben wenig schmäler. Zerstr. in Nordwestdeutschl., Schwarzwald

K. vulgárisWh. N.

(Verwandt istR. lindleyánus Lees.)

1.Blättch. rundl., fast so breit wie lang, mit dichtem, abstehendem, samtartigem Filz; Bltnstand lang, steif, nach oben dicht. Gebirgsabhänge in Westdeutschl.

R. brachyphýllusP. J. M.

(R. arduennénsisFocke, von Libert.)

— Blättch. bedeutend länger als breit

2

2.Sch. reichlich behaart

3

— Sch. fast kahl od. zerstr. büschelhaarig, wenigstens oben tief gefurcht, mit kräftig., fast geraden Stch.; Blätt. unterseits angedrückt grau od. weißfilzig; Bltnstand lang, schmal, straußförmig, locker, nach oben wenig verschmälert. Zerstr.

B. thyrsoídeusWimmer

(Zerfällt in die Unterarten:R. cándicansWeihe,R. grabówskiiWhe. undR. phyllostáchysP. J. M.)

3.Sch. gefurcht, mit kräftigen, breit aufsitzenden, gekrümmten Stch. gleich dem Bltnstand stets ohne Stieldrüsen; Blättch. lang gestielt, sich nicht deckend, die jüngeren unterseits weißfilzig; Bltnstand lang, nach oben verschmälert u. dicht, mit starken, gekrümmten Stch. an der Achse. Sehr zerstr. im Nordwesten

R. pubéscensWhe.

— Sch. flachseitig, mit kurz., pfrieml., geraden Stch., gleich dem Bltnstand oft mit einzeln. Stieldrüs.; Blättch. kurz gestielt, sich mit den Rändern deckend, unterseits blaßgrün (vergl. 7. Gr. Adenophori, 21)

R. silesíacusWeihe

1.Blättch. oberseits fast kahl, unterseits kurz weißfilzig; Sch. mit sehr kräftigen Stch.; Fruchtkelch zurückgeschlagen (Discolóres)

2

— Blättch. oberseits striegelhaarig, unterseits grün und behaart, selten in der Jugend graufilzig (Silvatici)

7

2.Sch. gefurcht, bläulich bereift; Blätt. 5zählig; Blättch. klein, unterseits durch dichten Sternfilz weiß; Rispenachsen mit kräftigen Stch., gleich den Bltnstielen angedrückt weißfilzig; Blblätt. fast rundl., lebhaft rosa; Stbblätt. so hoch wie die rötl. Gr. Weit verbreitete südl. Art; bei uns nur um Aachen und im Schwarzwald

R. ulmifóliusSchott fil.

— Sch. unbereift; Bltnstiele abstehend behaart; Stbblätt. überragen die Gr.

3

3.Sch. in seinem größten Teile nicht gefurcht, auffällig braunrot; Blätt. 3zählig od. fußf. 5zählig, unterseits stets schneeweiß; Rispe mit Nadelstach.; Blblätt. verkehrt-eif., lebhaft rosa, oft kraus; Gr. grün. Sehr zerstr. in Süd- und Westdeutschl.; Oberlausitz

R. bifronsVest

(Hierher als UnterartR. macroacánthosWh. N.)

— Sch. gefurcht, selten flachseitig; Blätt. gefingert 5zählig, im Alter und Schatten blaß.

4

4.Blätt. unterseits von anliegend., seidigen Haaren schimmernd, mit abgesetzter, langer Spitze; Bltn rosa

5

— Blätt. unterseits nicht seidig schimmernd, kurz od. allmählich zugespitzt

6

5.Sch. gefurcht; Endblättch. am Grunde ausgerandet; Bltnstand mit zerstreut. Stieldrüsen

R. argénteusWh. N. (s. 2. Gr. Rhamnifolii, 5)

— Sch. flachseitig od. schwach gefurcht, oft etwas bereift; Endblättch. am Grunde abgerundet; Bltnstand bis über die Mitte locker. Sehr zerstr. in Westdeutschl.(R. argentátusP. J. M.)

=R. godróniLec. et Lam.

(Verwandt istR. geniculátusKaltenb. mit kahlem Sch. und zahlreichen, langen Stacheln im Blütenstand.)

6.Sch. scharfkantig und meist gefurcht; Endblättch. breit elliptisch bis fast rundlich, kurz zugespitzt; Kz. locker zurückgeschlag.; Bltn rosenrot. Zerstr. in Süd- und Westdeutschland

R. macrostémonFocke

(Hierher der seiner Früchte wegen oft angebauteR. armeníacusFocke aus dem Kaukasus.)

— Sch. stets gefurcht; Endblättch. schmal eif. od. elliptisch, allmählich lang zugespitzt; Kz. zurückgeschlagen, da die Kelchblätter tief ausgehöhlt sind, stehen jedoch die Spitzen ab; Bltn meist weiß

R. pubéscensWh. (vgl. 3. Gr. Candicántes, 3)

7.Kz. zurückgeschlagen

8

— Kz. abstehend od. aufrecht

14

8.Sch. schwach behaart, die jüngeren Blätt. nicht selten graufilzig.

9

— Sch. dicht, wenn auch oft kurz behaart

11

9.Sch. stumpfkantig, flachseitig; Stch. mäßig kräftig bis schwach, mit rückwärts gekrümmter Spitze; Endblättch. rautenf. elliptisch, lang zugespitzt; Bltnstiele feinstachelig; Blblätt. schmal, nebst Stbblätt. und Gr. lebhaft rosa. Sehr zerstr. von Schleswig bis Rheinland; Posen, Schlesien.

R. rhombifóliusWhe.

— Sch. kantig, oft gefurcht; Endblättch. breit elliptisch bis rundl., kurz zugespitzt; Bltnstiele mit langen Stch. und nicht selten einzelnen Drüsen; Blblätt. umgekehrt eif., weiß od. blaßrosa

10

10.Sch. kantig, mit mehr oder weniger, oft schwach gekrümmten Stch.; Blätt. groß und oft schlaff, am Grunde oft schwach ausgerandet; Stch. der Rispenachse und der Bltnstiele stets etwas gekrümmt; Stb. kahl; Gr. oft rötl. Zerstr. in Nord- und Mitteldeutschl., nach Süden seltener.

R. villicāūlisKöhler

— Sch. scharfkantig, oft gefurcht, ebenso wie die Rispenachse mit sehr kräftig., langen, meist wagerecht abstehend. Stch.; Blätt. klein, lederig, am Grunde meist abgerundet, unterseits graufilzig, im Schatten blässer; Rispe sehr schmal und oben gedrängt; Gr. stets grün; Stbblätt. behaart. Sehr zerstr. von Pommern bis zur Rheinprovinz, in Schleswig-Holstein häufig

R. atrocāūlisP. J. M.

(R. lángeiG. Jensen;R. rectangulátusMaaß.)

11.Sch. stumpfkantig, dicht abstehend behaart, mit zahlreichen schwach. Stacheln; Blätt. beiderseits weichhaarig, unterseits stets grün; Endblättch. schmal elliptisch, am Grunde abgerundet; Frknoten zottig. Verbreitet von Schleswig bis Westfalen

R. silváticusWhe. N.

(Eine verwandte Kleinart istR. myrícaeFocke.)

— Sch. mit zerstreuten, kräftig. Stch.; Endblättch. meist am Grunde ausgerandet; Frknoten kahl od. spärlich behaart

12

12.Rispe schmal und gedrungen, meist mit Stieldrüsen; Blblätt. schmal; Stbblätt. etwa griffelhoch. Vorberge der Alpen, Böhmerwald, Schwarzwald

R. grémliiFocke

— Rispe locker; Blblätt. breit; Stb. länger als die Gr.

13

13.Sch. besonders an der Spitze dicht kurzfilzig, oft sehr kräftig und lang; Blätt. groß; Blättch. langgestielt; Endblättch. aus breitherzf. Grunde allmähl. zugespitzt, oft gewölbt; Bltnstand mit oberem gestutzt., blattlosem Teil und entfernten unteren Ästen, nicht selten mit Stieldrüsen; Kz. zottig bis graufilzig; Bltn mäßig groß, oft blaßrosa, zerstr., nach Osten seltener

R. macrophýllusWh. N.

(Hierher die UnterartR. schlechtendáliiWhe. mit kurz zugespitzten, am Grunde gestutzten Endblättchen und groß. Bltn.)

— Sch. locker behaart, mit pfrieml. Stch.; Blätt. hellgrün; Endblättch. eif. od. elliptisch, lang und schmal zugespitzt; Rispe ziemlich lang und schmal; Kz. graugrün; Bltn groß, weiß. Zerstr. in Nordwestdeutschl.

R. leucánderFocke

14.Sch. kantig, dicht behaart, meist braunrot, mit vielen Sitzdrüsen und vielen, mäßig kräftigen, im oberen Teile gelblich. Stch.; Endblättch. l. gestielt, mit aufgesetzter, schmaler Spitze; Rispe pyramidal, im ob. Teile schmal und blattlos.; Kz. oftaufrecht abstehend; Stb. behaart. Verbreitet in Schlesw.-Holstein, ferner Niedersachsen, Harz(R. dánicusFocke)

R. leptothýrsosG. Braun

— Sch. wenig od. locker behaart (od. stärker behaart u. dann stumpfkantig); Rispe locker, oft bis oben durchblättert

15

Fig. 497.

Fig. 497.

15.Sch. scharfkantig, oft gefurcht und spärlich behaart, mit zerstr. kräft., gleichart., kantenständig. Stch.; Blätt. gefingert 5zählig; Endblättch. am Grunde abgerundet od. seicht herzf., zugespitzt, langgestielt, sich mit den Rändern nicht deckend (Fig.497); Bltn groß; Kz. ohne od. mit vereinzelt. Stch.; Blblätt. meist, Stbblätt. immer (wenigstens am Grunde) blaßrosa. Auf leichtem Boden; verbreitet von Schleswig bis zum Niederrhein, sonst selten

R. gratusFocke

— Sch. stumpfkantig, locker behaart, mit zahlreich. kurz., am Grunde br. Stch. auf den Kanten und vereinzelten kleineren auf den Seitenflächen; Blätt. fußf. 5zählig; Blättch. kurz gestielt, mit den Rändern sich deckend (Fig.498); Endblättch. mit ausgeprägt herzf. Grunde; Kz. mit vielen kleinen gelb. Stch.; Bltn mittelgroß, nebst den Stbblätt. stets reinweiß; Stb. stark behaart. Auf leichtem Boden, häufig auf dem Mittelrücken Schleswig-Holsteins; Hannover

R. sciáphilusLange

Fig. 498.

Fig. 498.

Endblättch. rautenf., mit keilf. verschmälert. Grunde; Bltn klein und weiß. Verbreitet in Süd- und Mitteldeutschl.

R. tomentósusBorkh.

1.Stb. etwa halb so l. wie die Gr. od. kürzer

2

— Stb. beim Aufblühen etwa griffelhoch, später etwas kürzer

4

2.Sch. sehr spärlich behaart; Blättch. unterseits dicht samtig-weichhaarig, grob und unregelmäßig gesägt; Endblättch. aus breit-herzf. Grunde eif. od. rundl., allmähl. zugespitzt; Kz. l. zugespitzt, aufgerichtet, die Fr. umfassend; Blblätt. fast kreisrund. Sehr zerstr. in Schleswig-Holstein, im nördl. Hannover

R. címbricusFocke

— Sch. locker abstehend behaart; Blättch. unterseits nicht samtig, mit kurz aufgesetzter Spitze; verwelkte Kronblätt. an der reifenden Fr. lange bleibend

3

3.Blätt. gefingert 5zählig; regelmäß. fein u. scharf gesägt, Endblättch. elliptisch; Kz. ohne od. mit sehr spärl. Stch.; Blblätt.rundl., nach oben gebogen; Stbblätt. sehr kurz. Zerstr. in Nordwestdeutschland

R. arrhéniiLange

(Die Bltn erinnern durch die weit hervortretenden Gr. an die von Geum. Verwandt istR. leyiiFocke.)

— Blätt. fußf. 5zähl. od. 3zähl. mit gelappt. Seitenblättch., vorn ungleich gesägt; Endblättch. verkehrt breit-eif., oberhalb der Mitte am breitesten; Kz. mit zahlr. gelbl. Stchchen; Blblätt. stets weiß, schmal, durch den nach unten umgerollten Rand noch schmäler erscheinend. Holstein

R. echinocályxErichsen

4.Blätt. gefingert 5zähl.; Blättch. langgestielt, Endblättch. elliptisch, l. zugespitzt, am Grunde abgerundet; Rispe l. und schmal, meist hoch hinauf durchblättert; Kz. anfangs abstehend, später zurückgeschlagen; Bltn weiß. Zerstr. Hannover bis Mecklenburg

R. chlorothýrsosFocke

(HierherR. scánicusAreschoug, eine schwächere Form mit oft 3zähligen Blätt.)

— Rispe kurz, locker, sperrig; Blätt. fußf. 5zähl. od. 3zähl.

5

5.Schstch. gekrümmt; Bltnstiele spärlich bestachelt; Frkn. behaart; Blblätt. schön rosa, fast immer kraus. Verbreitet in Norddeutschl.

R. sprengéliiWhe

— Schstch. fast gerade; Bltnstiele dicht nadelstachelig; Frkn. kahl; Bltn weiß. Selten in Rheinland und Westfalen

R. hemistémonP. J. M.

1.Kz. abstehend

2

— Kz. zurückgeschlagen

9

2.Stbblätt. länger als die Gr.

3

— Stbblätt. etwa griffelhoch; Seitenblättchen sehr kurz gestielt

7

3.Endblättch. aus herzf. Grunde br. elliptisch od. umgekehrt eif., oft rundl., mit plötzl. aufgesetzter Spitze

4

— Endblättch. am Grunde abgerundet, zugespitzt

5

4.Rispe locker; Bltnstiele mit wenigen, langen, geraden Nadelstch. und mit weit die Behaarung überragenden Drüsenborsten; Bltn groß; Blblätt. elliptisch; Stbblätt. sehr lang. Verbreitet in Schleswig-Holstein, selten in Hannover und Schlesien

R. mucronátusBloxam

— Rispe oberwärts schmal; die kurzen Bltnstiele mit vielen Stieldrüsen von der Länge der Behaarung und vielen gekrümmt., gelb. Stch.; Bltn klein; Blblätt. rundl.; Stbblätt. wenig länger als die Gr. Schlesw.-Holstein, sonst nur in Westdeutschland(R. drejeriG. Jensen)

R. horridicāūlisP. J. M.

Fig. 499.

Fig. 499.

5.Sch. braunrot; Seitenblättch. sehr kurz gestielt; Blblätt., Stbblätt. und Gr. lebhaft rot; Bltnstiele mit die Behaarung z. T. weit überragend. Stieldrüsen und spärlich. Nadelstch. (Fig.499). Sehr zerstr. von Holstein bis Niederrhein

R. bádiusFocke

— Seitenblättch. deutlich gestielt, Endblättch. meist verkehrt-eif.; Bltn weiß od. blaßrosa

6

6.Sch. spärl. behaart; Blätt. regelmäß. scharf gesägt; Rispe unten locker, oben stark verschmälert. Sehr zerstr. in Nordwestdeutschl.

R. conothýrsosFocke

— Sch. meist reichl. behaart; Blättch. ungleich scharf gesägt; Rispe zylindrisch, wenig verschmälert; Bltnstiele mit zahlreichen Nadelstch. Südwestdeutschl.

R. uncinátusFocke

7.Sch. rundl.; Blätt. meist 3zählig, unterseits weiß- od. graufilzig, abblassend; Bltn klein, rot. Selten (Glatz, Bayern)

R. salisburgénsisFocke

— Sch. kantig, anfangs aufrecht; Blätt. 3-, bis fußf. 5zählig; Bltn mittelgroß, weiß od. blaßrosa

8

8.Sch. stumpfkantig, fast kahl, mit spärl. Stch., gleich der Rispe wenig drüsig; Blättch. groß, gleichmäßig fein gesägt, unterseits samtig weichhaarig, grün; Blblätt. schmal elliptisch. Zerstr. in Norddeutschl., im Osten fehlend.

K. hypomálacusFocke

— Sch. kantig, behaart, mit gr., kräftig., kantenständigen u. viel. kleineren flächenständig. Stch. und Stieldrüsen; Blättch. ungleich scharf gesägt, anfängl. unterseits graufilzig; Blblätt. rundl. Zerstr. von Thüringen bis Westfalen

R. inféstusWhe.

9.Blätt. unterseits (besond. in der Jugend) grau- od. weißfilzig

10

— Blätt. unterseits grün, selten etwas grauschimmernd

17

10.Blättch. gefingert 5zählig; Sch. kantig, schwach behaart; Rispe oben gedrungen

11

— Blättch. 3- od. fußf. 5zählig

12

11.Endblättch. br. verkehrt-eif. od. rundl., mit aufgesetzter Spitze; Blblätt. rundl., rosa; Frkn. behaart. Niederrhein, Ostschleswig

(R. polyánthemusLindeberg)R. pulchérrimusNeumann

— Endblättch. elliptisch, l. zugespitzt; Blblätt. eif., weiß; Frkn. kahl. Bremen, Ostschleswig

R. gelértiiFriderichsen

12.Sch. mit aus br. Grunde pfrieml. Stch.; Blättch. fein gesägt; Endblättch. elliptisch od. verkehrt-eif., kurz zugespitzt; Rispe verlängert, zugespitzt; Stbblätt. griffelhoch od. kürzer; Bltn klein. Bergwälder, zerstr. im Südwesten.

R. cunctátorFocke

— Stbblätt. länger als die Gr.

13

13.Sch. stark zottig behaart; Blätt. meist fußf. 5zählig; Blättch. ungleich grob gesägt; Bltn anfangs weiß, später Stb. rosa u. Gr. u. Bltnboden dunkelrot. Zerstr. am linken Rheinufer

R. erubéscensWirtgen

— Sch. spärlich behaart, innere Bltnteile nicht dunkelrot werdend

14

14.Sch. dünn, hellgrün, oft oberseits rotbraun anlaufend, mit viel. kurz., meist rötl. Stch., ohne Stchhöcker; Blätt. meist 3zähl., etwas lederig, Endblättch. verkehrt-eif., mit kurzer aufgesetzt. Spitze; Rispe l. und schmal; Bltn stets weiß. Zerstr. von Schleswig bis Westfalen, südlicher Schwarzwald

R. egrégiusFocke

— Sch. mit kräftig. Stch. und mehr od. weniger Stchhöckern

15

15.Sch. kantig, oft kahl; Endblättch. meist aus abgerundet. Grunde verkehrt-eif., kurz zugespitzt; Rispe schmal, gedrungen; Stieldrüsen der Bltnstiele z. T. die Behaarung weit überragend; Bltn blaßrosa. Sehr zerstr. von Holstein bis Rheinland, Schwarzwald, Vogesen

R. apiculátusWh. N.

— Rispe kurz und locker, oft sperrig; Endblättch. mit ausgerandetem Grunde

16

16.Sch. hochbogig, bereift, in der Mitte kantig u. flachseitig; Blätt. meist fußf. 5zählig; Endblättch. allmähl. zugespitzt. Sehr zerstr., Königr. Sachsen

R. acanthódesHofm.

— Sch. flachbogig, oben kantig, oft gefurcht; Blätt. 3- bis fußf. 5zählig; Endblättch. kurz zugespitzt. Zerstr. in Süddeutschl.

R. caflíschiiFocke

17.Endblättch. eif., verkehrt-eif. od. elliptisch

18

— Endblättch. br. herzeif., l. zugespitzt

21

18.Endblättch. allmähl. lang zugespitzt(vergl.R. grémliiFocke, 4. Gr.Villicaules12).

— Endblättch. kurz zugespitzt; Stbblätt. die Gr. überragend

19

19.Sch. rundl. bis stumpfkantig, reichl. behaart, mit fast gleichen, aus br. Grunde kurz pfrieml. Stch. ohne Stchöcker; Endblättch. längl. verkehrt-eif.; Rispe kurz, sperrig; Bltnstiele mit Stieldrüsen von verschied. Länge. Sehr zerstr., Schlesien, Posen, Sachsen, Brandenburg, Schwarzwald

R. glaucovírensMaaß

(Nahe verwandt istR. anglo-saxónicusGelert.)

— Sch. kantig, spärl. behaart od. fast kahl, mit Stchhöckern; Endblättch. schmal elliptisch od. eif.

20

20.Sch. meist auffallend dunkelbraun, fast kahl; Blättch. grob gesägt; Endblättch. eif.; Bltnstiele angedrückt filzig, mit den Filz überragend. Stieldrüsen; Bltn hellrosa. Rheinland, Westfalen

R. melanóxylonP. J. M. u. Wirtgen

— Blättch. gleichmäß. fein gesägt; Endblättch. meist schmal elliptisch; Bltnstiele mit dicht abstehend. Behaarung und darin versteckten kurzen Stieldrüsen. Schwarzwald, Vogesen

R. podophýllosP. J. M.

21.Sch. kräftig, kantig; Blätt. meist gefingert 5zähl.; Endblättch. allmähl. zugespitzt; Bltnstiele dünnfilzig. Sehr zerstr. in Ostdeutschland (vergl. 3. Gr. Candicantes, 3)

R. silesíacusWeihe

— Sch. rundl. bis stumpfkantig; Blätt. 3zähl.; Endblättch. groß, plötzlich in eine l. Spitze verschmälert; Bltnstiele abstehend behaart. Sehr zerstr., Thüringen, Sachsen, Süddeutschl.

R. helvéticusGremli

1.Kz. an der Fr. zurückgeschlagen (nach dem Verblühen oft zuerst locker abstehend)

2

— Kz. an der Fr. abstehend od. aufrecht (zur Blütezeit oft locker zurückgeschlagen)

6

2.Sch. kantig, rot, locker abstehend behaart, ohne od. mit spärl. Stieldrüsen und kräftig., gerad. Stch.; Blätt. 5zähl., grob u. ungleich gesägt; unterseits samtig weichhaarig, grün; Rispe pyramidenf.; Kz. anfangs locker abstehend; Bltn blaßrosa. Zerstr. in Nord- und Mitteldeutschland

R. pyramidálisKaltenbach

— Sch. stumpfkantig od. rundl., verworren behaart od. kurzhaarig, und dann mit reichl. Drüsen und Stchchen

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3.Blätt. br., oft rundlich; Sch. violettbraun

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— Blätt. verkehrt-eif. od. elliptisch; Bltn schön rosa

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4.Sch. dicht verworren behaart; Bltnstiele filzig zottig; Blättch. unterseits samtig-weichhaarig, oft graufilzig; Rispe oben gleich br.; Bltn weiß bis lebhaft rosa. Verbreitet im Rheingebiet, Niedersachsen, Schleswig-Holstein

R. vestítusWh. N.

(Nahe verwandte Kleinarten sindR. dasýcladosKerner u.R. lasiócladosFocke.)

— Sch. und Bltnstiele kurzhaarig filzig; Blättch. unterseits angedrückt weißfilzig; Rispe oben verschmälert; Bltn lebhaft rot, Rheingebiet

R. conspícuusP. J. M.

5.Sch. kantig, braun, dicht verworren behaart, mit spärl. Stieldrüsen; Blätt. fußf. 5zähl., unterseits samtig weichhaarig, oft graufilzig; Endblättch. allmähl. kurz zugespitzt; Rispe sehr l. und schmal; Bltnstiele mit spärl. Stieldrüsen. Holstein, Harz

R. macrothýrsosLange

(Hierher auch der süddeutscheR. festívusP. J. M.)

— Sch. abgerundet kantig, locker kurzhaarig, mit reichl. Stieldrüsen und Stchch.; Blätt. 3- fußf. 5zählig, unterseits flaumig weichhaarig; Endblättch. l. zugespitzt; Rispe locker, oft kurz. Nur um Malmedy

R. lejeuniiWh. N.

6.Stchborsten und Stieldrüsen des Sch. zieml. gleichartig, viel kleiner als die Stch.; Blätt. regelmäßig fein gesägt, unterseits weichhaarig, grün; Rispe kurz; Bltn blaß- bis lebhaft rosa. Verbreitet in Westdeutschland

R. obscúrusKaltenbach

[Eine Sammelart, welcheR. inscricátusP. J. M.,R. rubicúndusP. J. M., und den am weitesten nach Nordost (Nordhannover, Sächs. Schweiz) verbreitetenR. decórusP. J. M. (=R. cruentátusP. J. M.) umfaßt.]

— Sch. mit vielen ungleichen Stchborsten und Stieldrüsen

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7.Sch. oben rotbraun, dicht behaart, mit gedrängt. Stieldrüsen, Stchborsten und Stch. von verschiedener Länge; Blätt. stets 5zählig; Endblättch. aus herzf. Grunde br. elliptisch; Bltn u. Stb. lebh. rosa. Zerstr. im Rheingebiet

R. fusco-áterWh. N.

— Sch. ohne Übergänge zwisch. Stchborsten und größeren Stch.; Blätt. stets od. z. T. 3zählig; Endblättch. meist eif. oder verkehrt-eif.; Bltn weiß od. blaßrosa. Zerstr. in Westdeutschl., sonst selten (Holstein, Schlesien)

R. ménkeiWh. N.

(Sammelart, die neben der Hauptart nochR. bregutiénsisA. Kern,R. teretiúsculusKaltenb.,R. hirsútusWirtgen,R. suavifóliusGremli undR. macranthélosMarsson umfaßt.)

1.Bltnstiele kurzfilzig, mit kurzen, den Filz überragenden Stieldrüsen; Kz. abstehend

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— Bltnstiele abstehend zottig behaart, mit selten die Haare überragenden Stieldrüsen

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2.Sch. kräftig, kantig, gefurcht, kahl od. spärl. behaart; Blätt. meist 5zählig, ungleich grob gesägt, unterseits dünn graufilzig; Rispe ausgebreitet, sperrig; Blblätt. klein, blaßrosa; Stbblätt. wenig länger als die Gr. Zerstr., fehlt im Osten

R. rudisWh. N.

— Sch. schwächlich, rundl., bereift, dicht kurzhaarig; Blätt. meist 3zählig, fein gesägt, fast lederig, unterseits grün; Rispe verlängert, zugespitzt; Blblätt. klein, weiß; Stb. die Gr. weit überragend. Sehr zerstr. in Mittel- und Südwestdeutschl., sonst selten

R. scaberWh. N.

(Hierher als UnterartR. tereticaulisP. J. M.)

3.Blätt. unterseits (besonders in der Jugend) mehr od. weniger graufilzig; Kz. zurückgeschlagen

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— Blätt. unterseits grün; Sch. stark behaart

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