Fig. 543.
Fig. 543.
18.Alle Blättchen gleich kurz gestielt; Nebenblätt. am Grunde nicht breiter (Fig.543); Bltn goldgelb. 6. 7. Wiesen, Triften, häufig(T. āūreumPollich)
Gold-K.,T. agráriumL.
— Mittlere Blättchen länger gestielt als die seitlichen; Nebenblättch. eif., am Grunde breiter (Fig.544); Bltn goldgelb, bei einer Abart mit kleineren Köpfchen auch hellgelb. 6–9. Triften, gemein
Feld-K.,T. procúmbensL.
T. resupinátumL., mit rosa Bltn, an denen die Fahne nach unten gerichtet ist, ist zuweilen mit fremdem Kleesamen eingeführt.
Fig. 544.
Fig. 544.
Obere Blätt. 1–5paarig, Endblättch. größer; Kelch bauchig, filzig.(Ändert ab: Stengel dünner, höher, aufrecht, meist starr, ästiger, stärk. behaart; Köpfch. zahlreich; Bltn klein. =var. marítimaSchweigger. So nur am Meeresstrande.)5–10. Trockene Wiesen, Triften
A. vulneráriaL.
Blättch. seidenhaarig; Hülsen kugelig; Stengel unten holzig. 5. 6. Abhänge und sonnige Grasplätze im Isar- und Loisachgebiete
D. suffruticósumVillars
Dolden meist 5blütig; Kelchzähne vor dem Aufblühen zusammenschließend; Stengel markig oder engröhrig. 5–9. Wiesen, Wegränder, gemein
Wiesen-H.,L. corniculátusL.
Ändert mit linealischen od. länglich., blaugrünen Blätt. und länglich-verkehrt-eif. Flügeln ab =L. tenuifóliusRchb. So besonders auf Salzboden.
Dolden 10–12blütig; Kelchzähne vor dem Aufblühen zurückgekrümmt; Stengel aufrecht, weitröhrig. 6. 7. Feuchte Orte, verbreitet
Sumpf-H.,L. uliginósusSchkuhr
Wegränder, feuchte Wiesen, sehr zerstr. 5. 6.
T. siliquósusRoth
Ufer, Sumpfwiesen, nur im südöstl. Deutschl., sonst angepfl. und verw. 6–8.
G. officinálisL.
Amórpha fruticósaL., Unform, Zierstrauch mit klein., kurzgestielt. Bltn, deren Stbblätt. länger als die allein vorhand., dunkelviolette Fahne sind. Nicht selten in Anlagen.
Hülse geschlossen, ca. 6–7 cm lang; Bltn gelb. 6. 7. Buschige Hügel, Süddeutschl. Häufig in Anlagen.
Gelber B.,C. arboréscensL.
Hülse oben mit einem Spalt, 3 cm lang; Bltn rotgelb. 6. 7. Zierstrauch in Anlagen
Roter B.,C. orientálisMiller
Blätt. 2paarig; Bltn einzeln. 5. 6. Zierstrauch in Anlagen
Kleiner E.,C. frutéscensDC.
Blätt. 4–6paarig; Bltn doldig. 5. Wie vor.
Großer E.,C. arboréscensLamarck
Zweige dornig; Bltn weiß. 5. 6. Zierbaum, zuweilen verwildert
Falsche Akazie,R. pseudacáciaL.
R. viscósaVentenat, mit rötlichweißen Bltn und klebrigen Zweigen und Hülsen findet sich ebenfalls angepfl.
Hülsen aufrecht, linealisch; Trauben viel länger als das Blatt; Nebenblätt. frei. 6. 7. Hügel, trockenes Grasland, sehr zerstr.
O. pilósaDC.
1.Blätt. u. Bltn grundst., da ein oberirdischer Stengel fehlt; Bltn schwefelgelb; Pfl. sehr zottig. 5. 6. Steinige Hügel, Weinberge, sehr selten in Mitteldeutschl.
Stengelloser Tr.,A. excápusL.
— Oberirdischer Stengel vorhanden
2
2.Bltn rötlich od. bläulich, selten weiß
4
— Bltn hellgelb od. grünlichgelb
3
3.Stengel anliegend behaart; Blätt. 8–12paarig; Bltn hellgelb; Hülsen rauhhaarig, rundl., aufgeblasen. 6–8. Wegränder, sonnige Hügel, zerstr.
Kicher-Tr.,A. cicerL.
— Stengel fast kahl; Blätt. 4–7paarig; Bltn grünlichgelb; Hülsen kahl, linealisch, gebogen. 6–8. Gebüsche, lichte Wälder, meist häufig
Bärenschote,A. glycyphýllusL.
4.Frkn. im Kelche gestielt; Hülsen rundl.-eif., rauhhaarig; Blätt. 8–11paarig; Bltn violett; Kelch schwarz behaart. 5. 6. Trockene Wiesen, Wegränder, sehr zerstr.
Wiesen-Tr.,A. dánicusRetzius
— Frkn. im Kelche sitzend
5
5.Bltntraube kopfig, vielblütig; Hülsen eif., zugespitzt; Fahne fast doppelt so lang als die Flügel; Blätt. 7–12paarig; Bltn purpurn. 6. 7. Wiesen, Triften. In Bayern an einigen Stellen eingeschleppt
Fahnen-Tr.,A. onóbrychisL.
— Bltntraube locker, 4–8blütig; Hülsen linealisch-längl.; Blätt. 3–4paarig; Bltn hellpurpurn. 6. 7. Sandige Hügel, Kiefernwälder, sehr zerstr., im nordwestl. Gebiet fehlend
Sand-Tr.,A. arenáriaL.
1.Blkr. bunt (Fahne rosa, Flügel weiß, Schiffchen weiß, mit violetter Spitze); Nebenblätt. nicht zusammengewachsen. 6–9. Wegränder, Raine, zerstr.
Bunte K.,C. váriaL.
— Blkr. gelb
2
2.Nagel (Stiel) der Blkr. 3mal so lang als der Kelch; Dolden 2- bis 4blütig; Hülsen fast stielrund. 5–7. Strauch. Gebüsche, im südlichen Gebiet.
Strauchige K.,C. émerusL.
— Nagel der Blkr. etwa so lang als der Kelch; Hülsen 4flügelig od. 4kantig
3
Fig. 545.
Fig. 545.
3.Dolden 6–10blütig; Bltnstiel so lang als der Kelch; Nebenblätt. eif., groß, zusammengewachsen (Fig.545); Blätt. 3- bis 4paarig; Stengel unten holzig, gestreckt. 5–7. Sonnige Kalkhügel, selten
Scheiden-K.,C. vaginálisLamarck
— Dolden 15–20blütig; Bltnstiel 3mal so lang als der Kelch; Nebenblätt. klein, hinfällig, die unteren zusammengewachsen; Stengel krautig, aufrecht. 6. 7. Auf Kalkboden in Bergwäldern
Berg-K.,C. montánaScopoli
Kelchzähne eif., 3mal kürzer als die Röhre; Bltn 2 mm groß, weißlich, Fahne rot gestreift, Schiffchen gelblich; Stengel niederliegend. 5–7. Sandboden, zerstr.
Kleine Kl.,O. perpusíllusL.
Kelchzähne pfrieml., etwa so lang als die Kelchröhre; Bltn 6 mm groß, rosa; Stengel aufstrebend. 6–8. Als Futterpflanze gebaut
Serradella,O. satívaBrotero
Dolde 4–10blütig; Blätt. 5–7paarig; Nebenblätt. frei, hinfällig(dadurch von der ähnlichenCoronilla vaginaliszu unterscheiden). 5–7. Sonnige Kalkhügel, zerstr. in Mittel- und Süddeutschl.
H. comósaL.
Blätt. 5–9paar.; Nebenblätt. in 2spalt., blattgegenst. Blättch. verwachs. 7. 8. Feuchte Felsen der höh. Gebirge.
H. obscúrumL.
Blätt. 9–12paar.; Fr. stachel. gezähnt. 5–7. Kalkhügel u. Bergwiesen in Mittel- u. Süddeutschl. Oft gebaut.
O. viciaefóliaScopoli
1.Bltn in langgestielten arm- od. reichblütigen Trauben (Fig.546), Stiele zuweilen nur mit einer einzigen Blüte
9
Fig. 546.
Fig. 546.
— Bltn zu 1–6 in kurzgestielten Trauben (Fig.547)
2
Fig. 547.
Fig. 547.
2.Blätt. 4–8paar. gefied., am Ende m. verzweigt. Wickelranke
5
— Blätt. 2–3paarig gefiedert
3
3.Bltn klein (etwa 7 mm lang), einzeln, hellviolett; Kelchzähne fast gleichlang; Blätt. mit Stachelspitze od. mit kurzer, einfacher Ranke. 4. 5. Kurz begraste Orte
Platterbsen-W.,V. lathyroídesL.
— Bltn groß, zu 2–6; die 3 unt. Kelchzähne viel länger als die beiden oberen; größere Blättchen über 2 cm breit
4
4.Blätt. mit Wickelranken; Bltn dunkelpurpurn, violett od. bunt; Hülsen an den Rändern von behaarten Höckern rauh; Stengel aufsteigend. 5. 6. Nur im südl. Baden, sonst zuweilen angebaut und verw.
Maus-W.,V. narbonénsisL.
— Blätt. mit Stachelspitze; Bltn weiß, mit schwarzgefleckten Flügeln; Hülsen kurzhaarig, mit ebenen Kanten; Stengel aufrecht. 7. 8. Gebaut
Pferde- od. Saubohne,V. fabaL.
5.Fahne behaart; Bltn weißlichgelb oder blaßbräunlich, seltener(var.purpurásceasKoch)rötl.; Stengel und Blätt. behaart. 5–7. Zuweilen eingeschleppt.
Ungarische W.,V. pannónicaJacquin
— Fahne kahl
6
6.Blkr. hellgelb; Kelchzähne ungleich; Hülsen rauhhaarig; Blättch. längl. od. linealisch. 7. 8. Unter der Saat in Süddeutschl. und im westl. Mitteldeutschl.
Gelbe W.,V. lúteaL.
— Blkr. rötlich oder bläulich
7
7.Bltn zu 3–5, schmutzig violett; Kelchzähne ungleich, 2–3mal kürzer als die Kelchröhre (Fig.548a); Fr. kahl. 5–8. Zäune, Wiesen, Wälder, gemein
Zaun-W.,V. sépiumL.
Fig. 548.
Fig. 548.
— Bltn zu 1–2; Kelchzähne ziemlich gleich, etwa so lang als die Kelchröhre (Fig.548b)
8
8.Fahne und Flügel rot; reife Hülsen kahl, glatt, schwarz 5–7. Äcker, Grasplätze, Gebüsche.
Feld-W.,V. angustifóliaAllioni
— Fahne blau, Flügel rot; reife Hülsen behaart, uneben, braun. 5–7. Überall gebaut
Saat-W.,V. satívaL.
9.(1.) Bltn klein (höchstens 1 cm lang), blaßviolett od. bläulichweiß; Bltnstiele 1–6blütig
17
— Bltn mittelgroß (meist über 1 cm lang); Bltnstiele 5- bis vielblütig
10
10.Blätt. 6- bis vielpaarig
12
— Blätt. 3–5paarig; Blättch. 1½-2½ cm breit
11
11.Bltn hellgelb, in gedrungener Traube; Blättch. rundl.-eif.; Nebenblätt. halbpfeilf., durch die unterst. Blättch. verdeckt. 6–8. Sonnige Hügel, Laubwälder, sehr zerstr., fehlt im Nordwesten
Erbsen-W.,V. pisifórmisL.
— Bltn rotviolett, später schmutzigweiß; Blättchen eif., die halbmondf., haarspitzig gezähnten Nebenblätt. (Fig.549) nicht verdeckend. 6–8. Gebüsche, Waldränder, sehr zerstr.
Hecken-W.,V. dumetórumL.
Fig. 549.
Fig. 549.
12.Blätt. ohne Ranke, mit einer Stachelspitze endend, 10–12paarig gefied.; Bltn weiß, violett geadert. 5. 6. Eichengestrüpp, Heidefelder, nur in Nordschleswig und im Spessart
Heide-W.,V. órobusKittel
— Blätt. mit einer Wickelranke endend
13
13.Blkr. weiß, Fahne violett geadert; Nebenblätt. halbmondf., vielspalt.; Pfl. kahl. 6–8. Schattige Gebirgswälder, zerstr.
Wald-W.,V. silváticaL.
— Blkr. rötlich od. bläulich. Pfl. meist behaart
14
14.Platte (das verbreiterte Ende) der Fahne ½ so lang als ihr Nagel (Fig.550); Bltn blauviolett; Blätt. 6–8paarig; Pfl. abstehend zottig behaart. 6–8. Unter der Saat zerstr., auch angebaut
Zotten-W.,V. villósaRoth
Fig. 550.
Fig. 550.
Ändert ab: Platte viel kürzer als der Nagel; Fahne meist weiß; Trauben kürzer gestielt, locker; Pfl. spärlich behaart oder kahl =V. váriaHost.
— Platte der Fahne wenigstens so lang als ihr Nagel; Blätter 9–13paarig
15
15.Blättchen längl.-eif., 3–7 mm breit, mit vielen Seitennerven (Fig.551a); Bltn meist zu 6–10, rotviolett; Bltnstiel 1–2 cm lang; Fr. kurz, fast rautenf. 6. 7. Trockene Wälder, buschige Hügel, stellenweise
Kassuben-W.,V. cassúbicaL.
Fig. 551.
Fig. 551.
— Blättchen länglich-linealisch bis lanzettl. (Fig.551b), 1–5 mm breit; Bltn zahlreich, in länger gestielten Trauben.
16
16.Platte der Fahne etwa so lang als ihr Nagel; Frstiel kürzer als die Kelchröhre; Blättch. mit bogigen Seitenrändern; Bltn blauviolett. 6–8. Grasplätze, Wiesen, Gebüsche, häufig
Vogel-W.,V. craccaL.
— Platte der Fahne doppelt so lang als ihr Nagel; Frstiel so lang als die Kelchröhre; Blättchen oft mit geraden Seitenränd.; Bltn hellblau. 6. 7. Gebüsche, lichte Laubwälder, zerstr.
Feinblättrige W.,V. tenuifóliaRoth
17.(9.) Blätt. am Ende mit Stachelspitze, meist 10paarig; Traube meist 2blütig; Hülsen fast perlschnurartig eingeschnürt (Fig.552); Bltn weißlich, violett gestreift. 6. 7. Unter der Saat, besonders in der Rheingegend
Linsen-W.,V. ervíliaWilld.
Fig. 552.
Fig. 552.
— Blätt. am Ende mit Wickelranke, 2–8paarig
18
18.Nebenblätt. ungleich, eins sitzend, ungeteilt, das andere gestielt, halbmondf., vielspaltig (Fig.553); Bltnstiele 1blütig; Bltn lila. 6–8. Äcker, besonders am Rhein, auch zuw. gebaut und verw.
Einblütige W.,V. monánthaKoch
— Nebenblätt. gleich
19
19.Blätt. 4–8paarig gefied.; Trauben 2–6blütig; Hülsen weichhaarig; Bltn bläulichweiß. 6. 7. Äcker, Gesträuch, häufig
Rauhhaarige W.,V. hirsútaKoch
— Blätt. 2paarig gefiedert; Trauben 1–3blütig; Hülsen kahl
20
Fig. 553.
Fig. 553.
20.Hülsen meist 4samig; Bltn 4–6 mm lang, blaßviolett; Traubenstiel nicht über den Stiel der letzten Blüte verlängert. 6. 7. Wie vor., meist häufig.
Viersamige W.,V. tetraspérmaMœnch
— Hülsen meist 5samig; Bltn 7–8 mm lang, hellblau, dunkler geadert; Traubenstiel über dem Stiel der letzten Blüte grannenart. verlängert. 6. 7. Äcker, sehr selten (Rhein, Thüringen)
Schlanke W.,V. grácilisLoiseleur
Obere Blätt. meist 6paarig. 6–7. Gebaut und verw.
L. esculéntaMœnch
Bltn reinweiß; Samen kugelig, hellgelb. 5–7. Überall gebaut
Saat-E.,P. satívumL.
Fahne bläulich, Flügel rot, Schiffchen weiß; Samen graugrün, braun punktiert. 5–7. Gebaut
Acker-E.,P. arvénseL.
1.Alle Blätt. 1–6paarig gefiedert
3
— Stengel nur mit einfachen Blätt. besetzt(die Fiederblättch. fehlen od. sind nur unten an der Pfl. ausgebildet)
2
2.Ranken vorhanden; Nebenblätt. groß, eif., am Grunde spießf., gegenst. (Fig.209); Bltn gelb, einzeln. 6. 7. Äcker in Süd- und Mitteldeutschl., zerstr.
Ranken-P.,L. áphacaL.
— Ranken fehlen; Nebenblätt. sehr klein; Blattstiel blattart. verbreit., lanzettl.; Bltn zu 1–2, purpurn. 5–7. Äcker, Wiesenränder, selten
Gras-P.,L. nissóliaL.
3.Blattstiel in eine Stachelspitze auslaufend; Stengel aufrecht
14
— Blattstiel in eine Wickelranke auslaufend; Stengel kletternd
4
4.Bltn gelb; Blätt. 1paarig gefiedert; Stengel nicht geflügelt, kantig; Pfl. meist weichhaarig. 6–8. Wiesen, Hecken
Wiesen-P.,L. praténsisL.
— Bltn. rötlich oder bläulich, seltener weiß
5
5.Stengel geflügelt
7
— Stengel kantig, nicht geflügelt
6
6.Blätt. 1paarig gefied.; Bltn dunkelrosenrot, wohlriechend; Stengel unter der Erde mit haselnußgroßen Knollen. 7. 8. Äcker, stellenweise häufig
Erdnuß,L. tuberósusL.
— Blätt. meist 4paarig gefied.; Bltn rotbunt; Nebenblätt. pfeilf., fast so groß als die elliptischen Blättchen. 7. 8. Sandiger Meeresstrand, selten
Strand-P.,L. marítimusBigelow
7.Bltn einzeln (selten 2), weiß, seltener rötlich oder bläulich; Blätt. 1paarig gefied.; Hülsen kahl, oben 2flügelig. 5. 6. Zuweilen gebaut
Kicherling,L. satívusL.
— Bltn zu 2 bis vielen
8
8.Blätt. 2- bis mehrpaarig gefiedert, wenigstens die oberen
12
— Blätt. 1paarig gefiedert
9
9.Trauben 2blütig; Hülsen rauhhaarig; Blkr. violett, später blau. 5. 6. Unter der Saat in Mittel- und Süddeutschland
Haarige P.,L. hirsútusL.
— Trauben 4- bis vielblütig
10
10.Flügel d. Blattstiele beträchtl. schmäler als d. d. Stengels; Blätt. grasgrün, mit lanzettl. (bis 1 cm breiten) Blättchen; Fahne innen rosenrot, Flügel purpurn, Schiffchen grünlich. 7. 8. Waldränder, Gebüsche, verbreitet
Wald-P.,L. silvésterL.
— Flügel der Blattstiele etwa so breit als die des Stengels
11
11.Traube mehrmals länger als ihr Blatt; Bltn rosenrot. 7. 8. Sehr selten wild, häufig in Gärten und daraus verw.
Garten-P.,L. latifóliusL.
— Traube so lang oder kaum länger als das Blatt; Fahne innen rosenrot, Schiffchen schmutziggelb. 7. 8. Laubwälder, zerstr.
Flachblättrige P.,L. platyphýllusRetzius
12.Untere Blätt. 1paarig, obere 2–3paarig gefiedert; Blattstiele schmal geflügelt; Traube reichblütig; Bltn purpurrot. 7. 8. Gebirgswälder, sehr zerstr. in Mittel- und Süddeutschland
Verschiedenblättrige P.,L. heterophýllusL.
— Alle Blätt. 2–5paarig gefiedert
13
13.Blättch. 2–3paarig; Nebenblätt. viel kleiner als die Blättch.; Traube armblütig; Bltn schmutzigblau. 6–8. Sumpfwiesen, stellenweise
Sumpf-P.,L. palústerL.
— Blättch. 3–5paarig; Nebenblätt. etwa so groß als die Blättch.; Traube oft reichblütig; Bltn trüb dunkelrot. 6. 7. Wälder, im östl. Gebiet selten
Erbsenartige P.,L. pisifórmisL.
14.(3.) Stengel etwas geflüg.; Blättch. 2–3paarig, unterseits blaugrün; Traube 4–6blütig; Bltn purpurn, später blau. 4–6. Trock. Wälder, meist häufig
Berg-P.,L. montánusBernhardi
— Stengel flügellos od. nur oberwärts schmal geflügelt
15
15.Bltn purpurn od. blau(beiL. nigersehr selten weiß)
17
— Bltn gelb, weiß od. gelblich-weiß
16
16.Blättch. 2–3paarig; Wurzelfasern verdickt, walzlich oder spindelf.(var.macrorrhízusNeilreich); Bltn weiß od. gelblichweiß; Fahne auf dem Rücken oft hellrötlich. 5. 6. Bergwiesen, steinige Orte. Hirschauer Berg bei Tübingen
Ungarische P.,L. pannónicusGarcke
— Blättch. meist 4paarig, bis über 4 cm breit; Kelchzähne sehr kurz; Bltn gelb. 6. 7. Laubwälder bei Insterburg
Gelbe P.,L. lúteusPetermann
17.Blätt. meist 5–6paarig gefied., unterseits blaugrün, kahl, beim Trocknen schwarz werdend; Traube 4–6blütig, wenig länger als das Blatt. 6. 7. Gebüsche, lichte Laubwälder, verbreitet
Schwarze P.,L. nigerBernhardi
— Blätt. 2–3- (selten 4-)paarig gefied.
18
18.Blättch. eif., lang zugespitzt, unterseits glänzend; Traube meist 4blütig, etwa so lang als ihr Blatt. 4. 5. Wälder, nicht selten
Frühlings-P.,L. vernusBernhardi
— Blättch. schmal, linealisch od. linealisch-lanzettl.; Traube meist 5blütig, viel länger als ihr Blatt. 6. Wälder, auf dem schwäbischen Jura
Schwertblättrige P.,L. ensifóliusGay
Trauben kürzer als das Blatt; Hülsen glatt; Bltn meist weiß; Stengel windend od. (Ph. nanusL.) niedrig, aufrecht. 6–9. Häufig gebaut
Schnitt-B.,Ph. vulgárisL.
Trauben länger als das Blatt; Hülsen rauh; Bltn weiß od. scharlachrot; Stengel stets windend. 6–9. Gebaut
Feuer-B.,Ph. multiflórusWilld.
Blätt. linealisch oder linealisch-lanzettl.; Bltn einzeln (Fig.554); Pfl. gelblichgrün. 7. 8. Trockene Anhöhen, Ackerränder, gern auf Kalk. Sehr zerstr. in Mittel- und Süddeutschland
Th. passerínaCosson u. Germain
1.Bltn grünlichgelb. in kurzen, blattachselst., überhängend., meist 5blütigen Trauben; Blätt. immergrün. 3. Gebirgswälder bei Kandern (Baden)
Gelber K.,D. lauréolaL.
— Bltn rot
2
2.Bltn vor den (im Herbste abfallend.) Blätt. erscheinend, sitzend, meist zu 3 in den Achseln abgefallener Blätt.; Fr. rot. 3. 4. Bergwälder, zerstr.
Seidelbast,D. mezéreumL.
— Blätt. immergrün; Bltn in endst., kurzgestielten Büscheln, behaart; Fr. zuletzt braun. 5. 6. Trockene Waldstellen, selten. Nur im südl. Gebiet
Heideröschen,D. cneórumL.
Fig. 554.
Fig. 554.
Sehr dorniger und ästiger Strauch. Bltn in kopfigen Ähren; Stbbltn mit tief 2teiligem, Stempelbltn mit röhrigem Kelch; Scheinbeere orange. 5. 6. Küstendünen und Ufer der Alpenflüsse
H. rhamnoídesL.
Blätt. lanzettl., ganzrand.; Bltn aufrecht; Fr. trocken. 6. Zierstrauch
E. angustifóliaL.
1.Stbblätt. 2–6; Bltn einzeln, blattachselst., violettrot. 7–9. Feuchte, sandige Triften, Gräben, zerstr., im nordwestl. und nördlichsten Gebiet fehlend.
Violetter W.,L. hyssopifóliaL.
— Stbblätt. 12; Bltn in verlängerter Ähre, quirlig um den Stengel gestellt; unt. Blätt. gegenst. od. quirlig; Bltn purpurn
2
2.Kelchzähne gleichlang; Blätt. am Grunde verschmälert, abgerundet. 6. 7. Feuchte Orte, sehr selten (Schlesien)
Ruten-W.,L. virgátumL.
— Kelchzähne abwechselnd länger u. kürzer; Blätt. herzf. 7–9. Wie vor., gemein
Blut-W.,L. salicáriaL.
Blätt. verkehrt eif., kurzgestielt (Fig.80); Bltn einzeln, blattachselst. 6–9. Gräben, Teichränder, nicht selten
P. pórtulaL.
Blätt. zu 8–12 quirlst.; Bltn blattachselst., sehr klein, grünlich. 6–8. Stehende Gewässer, zerstr.
H. vulgárisL.
1.Deckblätt. der Bltn laubblattart., alle kammf.-fiedersp., so lang od. länger als die Bltnquirle. 6–8. Stehende Gewässer, meist häufig
Quirliges T.,M. verticillátumL.
— Bltn in scheinbar nackter Ähre, da die oberen, ungeteilten Deckblätter kürzer als die Bltnquirle sind
2
2.Junge Ähren aufrecht; Bltn alle in Quirlen; untere Deckblätt. fiedersp. 6–8. Wie vor., häufig.
Ähriges T.,M. spicátumL.
— Junge Ähren überhängend; Stbbltn einzeln, wechselst.; Blattzipfel haarfein. 6–8. Wie vor., selten
Wechselblütiges T.,H. alterniflórumDC.
1.Bltnhülle einfach, grünlich
Isnárdia215
— Bltn mit Kelch und Blkr.
2
2.Blkr. 2blättr. (Fig.104); Stbblätt. 2
Circæa214
— Blkr. 4blättr.; Stbblätt. 8
3
3.Bltn gelb
Oenothéra214
— Bltn rot od. weißlich
Epilóbium212
1.Unt. Blätt. gegenst. od. quirlst.; Blkr. trichterf. (Fig.102); Stbblätt. aufrecht
4
— Blätt. alle wechselst.; Blkr. ausgebreitet; Stbblätt. und Griffel abwärts geneigt
2
2.Blblätt. gestielt; Blätt. 1–2½ cm breit, unterseits etwas graugrün, mit hervortretend. Seitennerven; Bltntraube verlängert. 7. 8. Trockene Waldstellen, Heiden, meist häufig
Wald-W.,E. angustifóliumL.
— Blblätt. nicht gestielt; Blätt. meist nur bis ½ cm breit, unterseits nur der Mittelnerv deutlich, auf beiden Seiten fast gleichfarbig grün
3
3.Griffel so lang als die längeren Stbblätt., nur am Grunde behaart, zuletzt gerade; Blätt. meist ganzrand.; Stengel aufrecht. 7. 8. Kiesige Flußufer, Abhänge, selten (Schlesien, Süddeutschl.)
Ufer-W.,E. dodonǣiVillars
— Griffel so lang als die kürzeren Stbblätt., bis zur Mitte behaart, stets gekrümmt; größere Blätt. gezähnelt; Stengel aufsteigend. 8. Geröll der Alpenflüsse.
Gletscher-W.,E. fleischériHochstetter
4.(1.) Narbe keulen- od. kopff. (Fig.555a)
9
Fig. 555.
Fig. 555.
— Entwickelte Narbe 4spaltig ausgebreitet (Fig.555b); Stengel stielrund, ohne erhabene Längsleisten
5
5.Untere Blätt. kürzer od. länger gestielt (Fig.556–557); Stengel mit anliegenden Haaren, nicht zottig; junge Bltn meist nickend
7
— Blätt. sitzend oder sehr kurz gestielt, oft am Stengel etwas herablaufend; Stengel fast stets abstehend behaart; junge Bltn aufrecht
6
6.Bltn groß, 2–2½ cm breit, purpurrot; Blätt. halbstengelumfassend, etwas herablauf.; Stengel sehr ästig, oberwärts etwas drüsig. H. 1–1,25 m. 7–9. Ufer, Gräben, häufig
Zottiges W.,E. hirsútumL.
— Bltn etwa ½ so groß, hellviolett; Blätt. nicht stengelumfassend und nicht herablaufend; Stengel drüsenlos. H. 0,16–0,60 m. 6. 7. Wie vor., häufig.
Bach-W.,E. parviflórumSchreber
7.Blätt. mit deutlichem, 3–7 mm langem Stiel, am Grunde keilf. verschmälert (Fig.556), die mittl. grobgezähnt. 6–8. Bergwälder, zerstr.
Lanzettl. W.,E. lanceolátumSebastiani u. Mauri
Fig. 556.
Fig. 556.
— Blätt. kürzer gestielt, am Grunde abgerundet, herzförmig od. fast herzf. (Fig.557)
8
Fig. 557.
Fig. 557.
8.Stengel meist vom Grunde an ästig; Blätt. derb, etwas graugrün, klein (1–4 cm lang, 5–15 mm breit), geschweift-gezähnt; Bltn 4–6 mm lang. 6–9. Steinige, felsige Orte, verbreitet
Hügel-W.,E. collínumGmelin
— Stengel einfach od. wenig verzweigt; Blätt. ziemlich groß, gezähnt, grasgrün; Bltn 8–12 mm lang. 7–9. Wälder, Gebüsche, häufig
Berg-W.,E. montánumL.
Hierher gehört nochE. hypericifóliumTausch, von der böhmischen Grenze, mit ganzrand. Blätt. und 5–6 mm langen Blüten, ebensoE. duriǣlGay, aus dem Wasgenwalde, mit niederliegendem, am Grunde wurzelndem Stengel, ansehnlichen Bltn und mit an beiden Enden verschmälerten Samen.
9.(4.) Stengel ohne erhabene Längsleisten, stielrund, meist weichhaarig, am Grunde mit fadenf., roten Ausläufern; Blätt. mit keilf. Grunde sitzend, lanzettl., ganzr.; Samen an beiden Enden verschmälert. 7. 8. Gräben, Torfwiesen
Sumpf-W.,E. palústreL.
— Stengel mit 2–4 erhabenen Längsleisten
10
10.Blätt. zu 3–4 quirlst., sitzend, untere meist kurz und breit gestielt, auf den Nerven weichhaarig. 7. 8. Gebirgsschluchten, selten
Dreikantiges W.,E. trigónumSchrank
— Untere Blätt. gegenst., obere wechselst.
11
11.Kleine Gebirgspfl. von höchstens 25 cm Höhe; Samen an beiden Enden verschmälert, zuweilen mit einem durchsichtigen Anhängsel
15
— Pfl. 0,30–1 m hoch; Samen eif., am oberen Ende abgerund.
12
12.Blätt. ziemlich lang gestielt (1 cm), nach beiden Enden verschmälert; Bltn erst weiß, dann rosa. 7–9. Feuchte Orte, zerstr.
Rosiges W.,E. róseumSchreber
— Blätt. entweder sitzend od. sehr kurz gestielt
13
13.Pfl. mit verlängerten, entf. beblätt. Ausläufern; Stengel mit schwachen Längsleisten, sehr ästig, oben flaumhaarig; Blätt. mattgrün; junge Bltn nickend. 6–10. Feuchte Wälder, Bäche, zerstr.
Dunkelgrünes W.,E. obscúrumSchreber
— Pfl. am Grunde mit Blattrosetten, die sich während od. kurz nach der Blütezeit entwickeln; Bltn stets aufrecht
14
14.Blätt. hellgrün, schmal lanzettl., ca. 8 cm lang, gezähnelt, mittl. mit jedem ihrer beiden Ränder bis zum nächsten gesondert herablaufend; Stengel fast 4kantig; Bltn 4–6 mm lang. 7. 8. Gräben, zerstr.
Kanten-W.,E. adnátumGrisebach
— Blätt. graugrün, nicht herablaufend, ca. 3–4 cm lang, entfernt und seicht gezähnelt; Bltn 5–8 mm lang. 6–8. Hügel, Wälder, sehr zerstr.
Graugrünes W.,E. lámyiF. Schultz
15.(11.) Stengel mit unterirdischen Ausläufern; Blätt. eif.-lanzettl., entfernt gezähnelt, glänzend, etwas fleischig; Bltn ansehnl., 8–12 mm lang. 7. 8. Quellige Orte der höheren Gebirge, selten
Meirich-W.,E. alsinifóliumVillars
— Stengel mit oberirdischen, entfernt beblätt. Ausläufern; Bltn ½ so groß als bei vor.
16
16.Stengel einzeln, oben weichhaarig; Blätt. sitzend od. kurz gestielt; Kapsel behaart; Samen feinhöckerig. 7. 8. Wie vor.
Nickendes W.,E. nutansSchmidt
— Pfl. blühende und nicht blühende Stengel treibend, die nur auf den erhabenen Linien behaart sind; untere Blätt. ziemlich lang gestielt; Kapsel fast kahl; Samen glatt. 7. 8. Bäche und Quellen der höheren Gebirge
Gauchheil-W.,E. anagallidifóliumLamarck
In der GattungEpilobiumkommen zahlreiche Bastarde vor.
Blattrosette des 1. Jahres mit längl.-verkehrteif., stumpfen, stachelspitzigen Blätt.; Blblätt. länger als die Stbblätt. 6–8. Gebaut und auf Sandfeldern verwildert. Stammt aus Nordamerika
Zweijährige N.,O. biénnisL.
Blattrosette des 1. Jahres mit schmal lanzettl., zugespitzten Blätt.; Blblätt. etwa so lang als die Stbblätt., kleiner als bei vor. 6–9. Flußufer, selten
Stachelige N.,O. muricátaL.
DerO. muricátaähnlich, aber durch viel größere Bltn und schmälere Rosettenblätt. von ihr verschieden istO. ammóphilaFocke. Auf den ostfriesischen Inseln und an der Nordseeküste unweit Duhnen beobachtet.
1.Bltnstiele am Grunde ohne Deckblätt.; Fr. mit gleich. Fächern; Blätt. eif., zuw. schwach herzf.; Stengel meist weichhaarig. 7. 8. Laubwälder, verbreitet
Großes H.,C. lutetiánaL.
— Bltnstiele am Grunde mit kleinen, borstenf., abfälligen Deckblätt.; Blätt. am Grunde deutlich herzf.; Stengel kahl
2
2.Narbe ausgerandet, 2lappig; Blblätt. so lang als der Kelch;Fr. fast kugelig-verkehrt-eif., 2fächerig. H. 15–25 cm. 7. 8. Wie vor., selten.
Mittleres H.,C. intermédiaEhrh.
— Narbe kaum ausgerandet; Blblätt. kürzer als der Kelch; Fr. schief birnf., zusammengedrückt, 1fächerig. H. 8–25 cm. 6–8. Wälder, Erlenbrüche, sehr zerstr.
Kleines H.,C. alpínaL.
Stengel am Grunde wurzelnd; Bltn einzeln, blattachselst. 7. 8. Gräben, schlammige Ufer, selten
I. palústrisL.
Bltn einzeln, blattachselst.; Fr. 4dornig. 6. 7. Stehende Gewässer, sehr zerstr.
T. natansL.
1.Pfl. distelart., stachelig; Bltn in Köpfchen mit dornigen Hüllblättchen (Fig.587–589)
Erýngium222
— Pfl. nicht distelartig
2
2.Blätt. tief geteilt od. gefied. od. 3zählig
4
— Blätt. ungeteilt
3
3.Bltn gelb; Dolde zusammengesetzt; Blätt. ganzrandig
Buplēūrum224
— Bltn weiß od. rötl., in Köpfch.; Blätt. schildf. (Fig.558), gekerbt
Hydrocótyle222