Fig. 607.
Fig. 607.
5.Narbe doppelt so breit als der von d. Blkr. eingeschlossene Griffel; Kelchblätt. 3eckig-eif.; Bltn rosa od. weiß. 6. 7. Wälder, meist häufig
Kleines W.,P. minorL.
— Narbe höchstens so breit als der Ring an der Spitze des aus der Blkr. hervorragend., schwach gebogenen Griffels; Kelchblätt. eif.-lanzettl.; Bltn weiß. 6. 7. Wie vor., sehr zerstr.
Mittleres W.,P. médiaSwartz
6.Kelchzipfel lanzettl., zugespitzt, an der Spitze zurückgekrümmt, ½ so lang als die weiße od. rötl.-weiße Blkr.; Traube zieml. reichblütig; Stengel stumpfkantig. H. 15–30 cm. 6. 7. Schattige Wälder, zerstr.
Großes W.,P. rotundifóliaL.
Ändert ab: var.arenáriaKoch. Pfl. kleiner; Blätt. kleiner, spitzl.; Traube armblütig; Kelchzipfel breiter, ziemlich stumpf. Besonders auf Norderney.
— Kelchzipfel rundl.-eif., angedrückt, ⅓-¼ so lang als die grünlichweiße Blkr.; Traube 3–7blütig; Stengel unten scharfkantig. 6. 7. Trockene Wälder, zerstr.
Bleiches W.,P. chloránthaSwartz
Stengel an der Spitze übergeneigt, zur Frzeit aufrecht, fleischig, unterwärts schuppig; Blblätt. am Grunde höckerig; Bltn in gedrängten Trauben, kahl(var.glabraRoth)od. behaart(var.hirsútaRoth). 6–8. Humusreiche Wälder, verbreitet
M. hypópitysL.
1.Blätt. kammf. fiedert. (Fig.608); Blkr. hellrosa, am Schlunde gelb. Wasserpfl.
Hottónia236
Fig. 608.
Fig. 608.
— Blätt. ungeteilt
2
2.Blätt. alle grundst., höchstens kleine Blättch. unter den Bltnständen
8
— Stengel bis oben beblätt.
3
3.Bltnhülle einfach, rosa; Bltn einzeln, blattachselst.
Glaux237
— Bltn mit Kelch und Blkr.
4
Fig. 609.
Fig. 609.
4.Blätt. fast alle im ob. Teil des Stengels quirlig zusammengedrängt (Fig.609); Bltn weiß, langgestielt; Blkr. meist 7teilig
Trientális234
— Nicht alle Blätt. quirlig zusammengedrängt
5
5.Blätt. gegenst. od. quirlig
7
— Blätt. wechselst.
6
6.Stbblätt. 10 (aber 5 ohne Stbbeutel); Blkr. 5teilig, weiß, länger als der Kelch; Bltn in später verläng. Traube; Blätt. fleischig, die unt. spatelig, rosettig. H. 7–30 cm
Sámolus237
— Stbblätt. 4; Blkr. 4spalt., weiß od. rötl.; Bltn einzeln, blattachselst.; Blätt. eif., sehr kurz gestielt. H. 2–8 cm (Fig.610)
Centúnculus235
Fig. 610.
Fig. 610.
7.Bltn gelb; Blkr. tief geteilt
Lysimáchia234
— Bltn rot od. blau
Anagállis235
8.Zipfel d. Blkr. zerschlitzt (Fig.611)
Soldanélla236
Fig. 611.
Fig. 611.
— Zipfel der Blkr. nicht zerschlitzt
9
9.Blkr. mit 5 langen, zurückgeschlagenen Zipfeln (Fig.612); Bltn einzeln
Cyclámen237
— Blkr. glockig od. trichterf.; Zipfel nicht zurückgeschlagen
10
10.Blkrröhre oben sehr verengt, kürzer als der Saum; Bltn weiß od. rötlich
Andrósace235
— Blkrröhre oben nicht verengt, länger als der Saum; Bltn gelb od. rot
Prímula236
Fig. 612.
Fig. 612.
Untere Blätt. klein, einzeln, obere größer, elliptisch. 5. 6. Wälder, zerstr.
T. europæaL.
1.Bltn in dichten, blattachselst., gestielten Trauben (Fig.613), klein (etwa 4 mm br.), meist mit 6–7 Stbblätt.; Stengel aufrecht; Blätt. lanzettl. bis linealisch-lanzettl., mit stengelumfassendem Grunde sitzend. 6. 7. Gräben, Sümpfe, zerstr.
Strauß-F.,L. thyrsiflóraL.
— Bltn nicht in dichten, gestielten Trauben, mittelgroß, mit 5 Stbblätt.
2
Fig. 613.
Fig. 613.
2.Bltn einzeln, blattachselst.; Stengel niederliegend; Stbfäden frei od. nur am Grunde zusammengewachsen. H. 10–45 cm
4
— Bltn in endst. Rispen od. Trauben; Stengel aufrecht; Stbfäden bis zur Mitte verwachsen. H. 50–120 cm
3
3.Blkrzipfel am Rande kahl; Kelchzipfel rötlich berandet; Blätt. meist gegenst.; Stengel undeutlich kantig. 6–8. Ufer, Gebüsch, häufig
Gilbweiderich,L. vulgárisL.
— Blkrzipfel drüsig gewimpert; Kelch nicht berandet; Blätt. meist quirlst.; Stengel 4kantig, mit schmal geflügelten Kanten; 6. 7. Zierpfl., zuweilen verw.
Punkt-F.,L. punctátaL.
4.Blkr. groß (etwa 15 mm lang), innen braun punktiert; Kelchzipfel schmal, kaum 1 mm breit; Bltnstiele etwa so lang als das rundl., stumpfe Blatt. 6. 7. Wiesen, Gräben, Wälder, gemein
Pfennigkraut,L. nummuláriaL.
— Blkr. kleiner (etwa 7 mm l.); Kelchzipfel herz-eif., 3–6 mm breit; Bltnstiele meist länger als das eif., spitze Blatt. 5–8. Wälder, Haine, zerstr.
Hain-F.,L. némorumL.
1.Blkr. 2–3mal länger als der Kelch, rosenrot; Stengel fadenf., kriechend; Blätt. gestielt. 7. 8. Torfmoore (Westfalen, Rheinprovinz, Baden, Württemberg)
Zarter G.,A. tenéllaL.
— Blkr. kaum länger als der Kelch; Blätt. sitzend (Fig.614)
2
2.Bltn blau; Blblätt. gezähnelt, fast drüsenlos. 6–10. Kalk- und Tonäcker, besonders in Süd- und Mitteldeutschland
Blauer G.,A. coerúleaSchreber
— Bltn ziegelrot, selten fleischrot, rosa oder weiß; Blblätt. gewimpert. 6–10. Äcker, Gärten, gemein.
Roter G.,A. arvénsisL.
Fig. 614.
Fig. 614.
Feuchte Äcker, zerstr., oft wegen seiner Kleinheit übersehen. 6–9.
C. mínimusL.
1.Blätt. ganzrand.; Pfl. ausdauernd, außer den blütentragenden Stengeln mit nichtblühenden Blattrosetten
4
— Blätt. gezähnt; Pfl. 1–2jähr., ohne nichtblühende Blattrosetten
2
2.Blkr. länger als der kahle Kelch, weiß, am Schlunde gelb; Hüllblätt. schmal, ziemlich klein. 5. 6. Sandige Brachäcker, selten
Nordischer M.,A. septentrionálisL.
— Blkr. kürzer als der behaarte Kelch
3
3.Bltnstiele viel länger als die Hüllblätt.; Bltn wie bei vor. 5. Äcker, sonnige Lehnen, selten.
Langer M.,A. elongátaL.
— Bltnstiele kürzer als die Hüllblätt. (zur Frzeit etwa 2mal so lang); Bltn weiß od. rötlich. 4. 5. Unter Getreide und an Kalkbergen in der mittleren Rheingegend
Großer M.,A. máximaL.
4.Stengel und Kelche kahl; Blätt. linealisch, kahl od. spärlich gewimpert; Bltnstiele armblütig. 6–8. Kalkfelsen, auf der schwäb. Alb und im badischen Donaugebiet
Kahler M.,A. lácteaL.
— Stengel und Bltnstiele behaart
5
5.Blkr. fleischfarben; Kelch kahl; Blätt. linealisch, vom Grunde bis nach der Spitze verschmälert; Bltnstiele etwa so lang wie die Hüllblätt. 5–7. Nur auf dem Gipfel des Sulzer Belchen in den Vogesen
Roter M.,A. cárneaL.
— Blkr. blaßrötlich; Kelch behaart; Blätt. lanzettl., nach beiden Enden verschmälert, gewimpert; Bltnstiele länger als die Hüllblätt. 6. 7. Am Basalt der kleinen Schneegrube im Riesengebirge
Stumpfer M.,A. obtusifóliaAllioni
1.Junge Blätt. mit nach unten eingerollten Rändern; Kelch meist deutlich kantig
3
— Junge Blätt. mit nach oben eingerollten Rändern; Kelch nicht kantig
2
2.Blkr. gelb, am Schlunde mehlig; Blätt. verkehrt-eif., wenigstens in der Jugend mehlig bestäubt. 3. 4. Im Schwarzwald und in der bayrischen Hochebene.(Die in den Gärten unter dem Namen »Aurikel« gezogene Pfl. istP. auricula×viscosa=P. pubéscensJacquin.)
Aurikel,P. aurículaL.
— Blkr. rosenrot; Blätt. keilf., vorn gestutzt und gezähnt, kahl. 6. 7. Riesengebirge und in Bayern bei Berchtesgaden, oberhalb 1300 m
Zwerg-Sch.,P. mínimaL.
3.Blätt. glatt, unterseits dicht mehlig bestäubt; Bltn fleischrot; Nerven des Kelches wenig vorspring.; Bltnst. aufrecht; Bltn fleischrot. 5. 6. Moorwiesen, selten.
Mehl-Sch.,P. farinósaL.
— Blätt. runzlig, unterseits meist behaart; Nerven des Kelches kantig vorspringend; Bltnstiele überhängend; Bltn gelb
4
4.Blätt. u. d. einblütigen Bltnstiele grundst. (selt. eine kurzgestielte Dolde vorhanden); Kelch u. Bltnstiele langhaarig; Blkr. etwa 30 mm br.; Blätt. allmählich in den Stiel verschmälert. 3. 4. Wälder, Gebüsche, selten
Erd-Sch.,P. acāūlisJacquin
— Bltn in langgestielten Dolden
5
5.Blkr. schwefelgelb, am Schlunde mit einem dottergelben Ringe, mit flach ausgebreiteten Zipfeln (Fig.615), 15–20 mm breit; Kelch an den Kanten grün, mit lang zugespitzten Zähnen. 3–5. Wiesen, Wälder, verbreitet, in Ost- und Westpreußen fehlend
Hohe Sch.,P. elátiorJacquin
Fig. 615.
Fig. 615.
— Blkr. dottergelb, mit 5 orangefarbenen Flecken am Schlunde, ihre Zipfel glockig zusammenneig. (Fig.616), 8–15 mm br.; Kelch bleich, bauchig erweitert, mit eif., kurz zugespitzten Zähnen. Wohlriechend. 3. 4. Trockene Wiesen, Wälder, meist häufig
Duftende Sch.,P. officinálisJacquin
Zwischen den letzten 3 Arten kommen Bastarde vor.
Fig. 616.
Fig. 616.
Bltn in endst., quirlig. Trauben; Bltnstiele drüsig behaart. 5. 6. Gräben, Sümpfe, zerstr.
H. palústrisL.
Blätt. herzf.-rundl., undeutl. gekerbt; Bltnstiele drüsig flaumig; Bltn blau. H. 20–30 cm. 5–7. Oberbayern. Bayrischer Wald und bei Passau
Berg-T.,S. montánaWilld.
Blätt. rundl. nierenf., ganzrand.; Bltnstiele drüsig rauh; Bltn blau, mit dunkleren Streifen. H. 5–12 cm. Auf dem Feldberge im Schwarzwald
Alpenglöckchen,S. alpínaL.
Grundachse knollig; Blätt. rundl. herzf.; Bltn purpurn. 8–10. Voralpen
C. europǣumL.
Salzboden, feuchte Wiesen. 6–9
S. valerándiL.
Blätt. fleischig, gegenst., gedrängt stehend. 5–7. Meeresstrand und salzhaltige Stellen des Binnenlandes.
G. marítimaL.
Bltn in dichten Köpfchen (Fig.96); Blätt. grasart.
Arméria237
Bltn in einseitswend. Ähren (Fig.97); Blätt. breit
Státice237
1.Blätt. lanzettl., 6–10 mm br., 3–7nervig; äußere Hüllblätt. haarspitzig, innere sehr stumpf und stachelspitzig. H. 30 bis 50 cm. 6. 7. Sandboden zwischen Mainz und Nieder-Ingelheim und verw. bei Oberstein (Nahe)
Wegerich-G.,A. plantagíneaWilld.
— Blätt. schmal linealisch, höchstens 3 mm br., 1–3nervig
2
2.Blätt. 1nervig (mit schwachen Seitennerven); Stengel kahl, 20–40 cm hoch; innere Hüllblätt. sehr stumpf, durch den auslaufenden Nerven stachelspitzig, äußere stumpf zugespitzt. 5–7. Trockene Grasplätze, zerstr.
Gemeine G.,A. vulgárisWilld.
Ändert ab: a) Äußere Hüllblätt. sehr klein, aus breitem, eif. Grunde kurz zugespitzt; Stengel niedriger = var.hallériWallroth; b) Stengel feinhaarig, niedrig (5–15 cm, selten länger), äußere Hüllblättch. ohne Stachelspitze oder mit kurzer dicker Spitze = var.marítimaWilld. Die 1. Unterart kommt am Harze vor, die 2. am Meeresstrande.
Eine Mittelform zwischenA. vulgárisundmarítimaistA. ambifáriaFocke.
— Blätt. meist 3nervig; innere Hüllblättchen ohne Spitze; Bltn dunkelpurpurn. 7. 8. Nur an einigen Stellen in Baden und Bayern
Dunkle G.,A. purpúreaKoch
Stengel stielrund; Äste des Bltnstandes abstehend, zuletzt überhängend, dicht mit Bltn besetzt. H. 20–50 cm. 8. 9. Meeresstrand
Echter W.,St. limóniumL.
Stengel kantig; Äste des Bltnstandes aufrecht abstehend; Bltn entfernt stehend. H. 10–20 cm. 8. 9. Auf den Inseln Aarö und Röm
Lockerblütiger W.,St. bahusiénsisFries
Blätt. längl.-lanzettl., meist gegenst.; Bltn weiß; Beeren meist schwarz. 6. 7. Wälder, Gebüsche, Süd- und Mitteldeutschl., häufig zu Hecken angepfl.
L. vulgáreL.
1.Blätt. breit-eif., am Grunde herzf.; Blkr. bläulich, lila, rötlich od. weiß. 5. 6. In Anlagen.
Gemeiner F.,S. vulgárisL.
— Blätt. am Grunde verschmälert
2
2.Saum der Blkr. flach; Blätt. eif.-lanzettl., 2–4 cm breit. 5. 6. Wie vor.
Chinesischer F.,S. chinénsisWilld.
— Saum der Blkr. etwas vertieft; Blätt. schmal-lanzettl., am Grunde breiter, etwa 1½ cm breit. 5. 6. Wie vor.
Persischer F.,S. pérsicaL.
Bltnhülle fehl. (Fig.617); Blättch. 9–13, sitz., gesägt. Hoh. Baum. 4. 5. Wäld., oft angepfl.
F. excélsiorL.
Fig. 617.
Fig. 617.
Verwandt istForsýthia suspénsaThunberg, mit goldgelben Bltn, überhängenden Ästen u. oft 3zähl. Blätt. Zierstrauch.
1.Blätt. 3zählig; Blkr. trichterf., rötlich-weiß, ihre Zipfel innen bärtig
Menyánthes239
— Blätt. einfach
2
2.Wasserpfl. mit schwimmenden Blätt.
Limnánthemum239
— Landpfl. Blätt. fast stets gegenst.
3
3.Griffel sehr kurz od. fehlend; Narben d. Spitze des ob. verschmälerten Frkn. aufsitzend (Fig.618); Bltn blau, violett oder gelb(im letzteren Falle sehr ansehnlich und oben an der Pfl. quirl. gehäuft)
6
Fig. 618.
Fig. 618.
— Griffel fadenf., vom Frkn. deutl. abgesetzt (Fig.619); Bltn fleischrot, goldgelb, selt. weiß(bei d. gelbblühenden Arten ist jede Blüte zieml. langgestielt)
4
Fig. 619.
Fig. 619.
4.Blkr. fleischrot, selten weiß, mit langer, dünner, oben etwas zusammengezogener Röhre (Fig.620); Stbbeutel nach dem Verblühen schraubenf. gedreht
Erythrǣa242
— Bltn goldgelb
5
Fig. 620.
Fig. 620.
5.Zartes, 3–12 cm hohes Pflänzchen; Bltn sehr klein, selten geöffnet; Stbblätt. 4; Blkr. 4spalt.
Cicéndia242
— Pfl. 15–30 cm hoch; Stbblätt. 6–8; Blkr. 6–8spalt.; Pfl. blaugrün bereift.
Chlora239
6.Blkr. fast bis zum Grunde 5teilig, ihre Zipfel mit 2 Honiggruben (Fig.621); Bltn stahlblau, dunkler punktiert, am Grunde grünlich; Bltnstiele geflügelt 4kantig
Swēērtia239
— Blkr. mit längerer Röhre (nur bei der gelbblühenden G. lutea radf.), ihre Zipfel ohne Honiggruben
Gentiána239
Fig. 621.
Fig. 621.
Bltn in Trauben, rötlichweiß od. weiß. 5. 6. Sumpfige Orte, zerstr.
M. trifoliátaL.
Blkr. gelb, radf., am Schlunde bärtig. Pfl. einer klein. Seerose ähnlich. 7. 8. Stehende Gewässer, selten
L. nymphaeoídesLink
Blätt. 3eckig-eif., der ganzen Breite nach am Grunde verwachsen; Kelchzipfel pfriemlich, kürzer als die Blkr.; Blkrzipfel stumpf. 6–8. Torfige Wiesen im Rheintal zwischen Basel u. Mainz, selten
Sommer-B.,Ch. perfoliátaL.
Blätt. eif. oder eif.-lanzettl., nur am abgerundeten Grunde verwachsen; Kelchzipfel lanzettl.-pfrieml., etwa so lang als die Blkr.; Blkrzipfel ziemlich spitz. 8–10. Wie vor.
Herbst-B.,Ch. serótinaKoch
Grundst. Blätt. langgestielt, elliptisch, obere sitzend, spitzlich. 6. 7. Torfmoore, stellenweise
S. perénnisL.
1.Blkr. mit 4 Zipfeln, die in ihrer unt. Hälfte am Rande lang gefranst sind; Schlund kahl; Bltn einzeln, groß, blau; Blätt. linealisch, spitz. 8–10. Kalkboden, sehr zerstr., stellenweise häufiger
Fransen-E.,G. ciliátaL.
— Blkr. mit 4–5 nicht gefransten Zipfeln
2
2.Zipfel der Blkr. am Grunde mit einer zerschlitzten Schuppe und daher der Eingang zur Blkrröhre bärtig
10
— Zipfel der Blkr. am Grunde ohne zerschlitzte Schuppe; Eingang zur Blkrröhre kahl
3
3.Bltn einzeln in den oberen Blattachseln od. zu 1–2 endst. 6
— Bltn in den oberen Blattachseln und an der Spitze des Stengels quirlig zusammengedrängt
4
4.Blkr. außen blaugrau, innen himmelblau, 4spalt., ihre Röhre keulenf.; unt. Blätt. am Grunde zu einer langen, die ob. zu einer kurzen Scheide zusammengewachsen. 6–8. Trockene Wiesen, Hügel, zerstr., stellenweise fehlend
Kreuz-E.,G. cruciátaL.
— Bltn gelb
5
5.Blkr. fast bis zum Grunde 5–6teilig, radf., die Zipfel 3mal so lang als die Röhre. 7. 8. Bergtriften Süddeutschl., sehr selten
Gelber E.,G. lúteaL.
— Blkr. 6spalt., glockig, die Zipfel ¼ so lang als die Röhre; Bltn hellgelb, schwarz punktiert. 7. 8. Mährisches Gesenke
Punkt-E.,G. punctátaL.
6.(3.) Blkr. mit walzlicher Röhre und flach ausgebreit. Saum, stieltellerf., ihre Zipfel deutlich abstehend (Fig.622); Bltn blau
9
Fig. 622.
Fig. 622.
— Blkr. mit nach oben erweiterter Röhre und dadurch keulenf.-glockig, ihre Zipfel nicht scharf abgesetzt (Fig.623)
7
7.Stengel 1blütig, 5–10 cm hoch; Blätt. etwas lederart., grundst. rosettig, lanzettl. bis elliptisch, spitz; Blkr. außen grünlich, innen azurblau. 7. 8. Alpenwiesen in Oberbayern.
Erd-E.,G. acāūlisL.
— Stengel meist mehrblütig, 15–60 cm hoch
8
8.Blätt. linealisch-lanzettl., 1nervig, die untersten schuppenf.; Kelchröhre wenig länger als ihre Zipfel; Blkr. dunkelblau, grün punktiert, außen mit 5 grünen Streifen. 7–9. Torfwiesen, zerstr.
Lungen-E.,G. pneumonántheL.
— Blätt. eif.-lanzettl., 3–5nervig; Kelchröhre 4–5mal so lang als ihre Zipfel (Fig.623); Bltn gegenst., azurblau, dunkler punkt. 8–10. Waldwiesen, Bergabhänge (Riesengebirge, Tafelfichte, Süddeutschl.)
Würger-E.,G. asclepiádeaL.
Fig. 623.
Fig. 623.
9.(6.) Kelch aufgeblasen, mit breit geflügelten Kanten; Griffel 2spalt.; Stengel ohne nichtblühende Blattrosetten. 6–8. Feuchte Wiesen Süddeutschl. und bei Mainz
Schlauch-E.,G. utriculósaL.
— Kelch röhrig, mit schmal geflügelten Kanten; Griffel ungeteilt; Stengel mit nichtblühenden Blattrosetten. 4–8. Gebirgswiesen, sehr selten in der Ebene.
Frühlings-E.,G. vernaL.
10.(2.) Kelch und Blkr meist 5spaltig
12
— Kelch fast bis zum Grunde 4teilig, seine Zipfel ungleich; Blkr. 4spalt., violett; Fr. fast sitzend
11
11.Stengel zur Blütezeit noch mit den Keimblätt. und nur wenigen großen, eif. od. lanzettl. Grundblätt., die nach dem Grunde zu am breitesten sind; unt. Stengelblätt. eif.-lanzettl., spitz. 8. 9. Sand. Strandweid., kurzgrasige Wiesen, gesellig. Nord- u. Mitteldeutschl. bis Bayern.
Baltischer E.,G. bálticaMurbeck
— Grundst. Blätt. spatelig, nach der Spitze zu am breitesten, abgerundet stumpf, mit bräunlich häutigen Resten vorjähriger Blätt. untermischt. 8. 9. Wiesen, Triften, fast nur im Gebirge
Feld-E.,G. campéstrisL.
Findet sich in einer Sommerform mit stumpfen, mittl. Stengelblätt. und 3–5 Stengelgliedern, die viel länger als die Blätt. sind [G. suécicaMurbeck] und einer Herbstform mit spitzen, mittl. Stengelblätt. und 4–11 kurzen Stengelgliedern, die fast kürzer als die Blätt. sind [G. germánicaFroelich nicht Willd.].
12.Kelch ganz od. wenigstens am Rande, am Mittelnerven und an den Kanten der Röhre flaumhaarig, seine Zipfel mit scharf zugespitzten Buchten zusammenstoßend, 3eckig, lang zugespitzt, länger als die Kelchröhre, die Ränder an der Röhre als grüne, geflügelte Kanten herablaufend; Blkr. 25–45 mm lang, violett. 6–9. Triften, Wiesen, Hügel (Thüringen, Sachsen, Bayern).
Rauher E.,G. ásperaHegetschweiler
Die Sommerform (G. nóricaA. und J. Kerner) hat 3–5 lange Stengelglieder und stumpfe mittl. Blätt., die Herbstform (G. sturmiánaA. und J. Kerner) 5–14 kurze Stengelglieder und spitze mittl. und obere Stengelblätt.
— Kelch ganz kahl
13
13.Frkn. und Fr. fast sitzend (d. h. der Frkn. sitzt mit seiner Basis dem Kelche auf. (Kelch und Blkr. aufschlitzen!) (Fig.624); Blkr. meist klein, 9–20 mm lang, nach oben nicht od. kaum erweitert; Kelchzipfel meist nicht umgerollt; Blätt. lanzettl. od. linealisch lanzettl., am Grunde breiter
15
Fig. 624.
Fig. 624.
— Frkn. und Fr. stets deutl. gestielt (Fig.625); Blkr. 18–15 mm lang, nach oben erweitert; Kelchzipfel am Rande oft umgerollt
14
Fig. 625.
Fig. 625.
14.Buchten des Kelches abgerundet (Fig.626a); Kelchzipfel linealisch, so lang als die ungeflügelte Röhre; Blkr. violett, trocken oft blaßgelb. 8–10. Hochgelegene Wiesen und Triften im Riesengebirge
Karpaten-E.,G. carpáticaWettstein
— Buchten des Kelches scharf zugespitzt; Kelchzipfel 3eckig, lang zugespitzt, am Rande oft umgerollt, länger als die Kelchröhre, ihre Ränder als grüne Rippen herablaufend (Fig.626b); Blkr. violett, oft mit weißl. Röhre, selten ganz weiß od. gelb. 8–10. Triften, Wiesen, Hügel, zerstr. in Mittel- und Süddeutschl.
Deutscher E.,G. germánicaWilld.
Ändert ab: Mittl. Blätt. fast stets stumpf, ob. eif.-lanzettl.; Kelchzipfel meist elliptisch-lanzettl., stumpfl. =v. spathulátaBartling.
Fig. 626.
Fig. 626.
15.Grundst. Blätt. lanzettl., spitz; Kelchzipfel über 2mal so lang als die Kelchröhre, ungleich, die beiden längeren den Grund der Blkrzipfel erreichend oder etwas überragend; Blkr. trübviolett, selten schmutzigweiß. 8–10. Feuchte Wiesen, Triften, in Nord- und Mitteldeutschl.
Sumpf-E.,G. uliginósaWilld.
— Grundst. Blätt. zungenf. od. spatelig, stumpf; Kelchzipfel fast gleich od. 2 mehr lanzettl.; Blkr. rötlichlila, selten gelblichweiß. 8–10. Wiesen, Triften, Kalkberge, in Nord- und Mitteldeutschl.
Bitterer E.,G. amaréllaL.
Zerfällt in eine Sommerform mit stumpfen, mittl. Blätt. (G. lingulátaAgardh,G. livónicaEschscholtz) und eine Herbstform mit spitzen, mittl. Stengelblätt. =G. axillárisRchb.
Bltn lang gestielt (Fig.627); Kelch 4zähnig. 7–9. Feuchter Sandboden, stellenweise, besonders in Nordwestdeutschland.(Micrócala filif. Link u. Hoffmannsegg.)
C. filifórmisDelarbre
Fig. 627.
Fig. 627.
1.Unt. Blätt. nicht rosettig; Bltn alle gestielt; Blkr. trichterf., hellpurpurn; Stengel sehr ästig. H. 5–15 cm. 7–9. Feuchte Wiesen, salzliebend
Kleines T.,E. pulchéllaFries
— Unt. Blätt. rosettig; endst. Bltn anfangs fast sitzend; Blkr. mit ausgebreitetem Saum, rosa. H. 8–45 cm
2
2.Blätt. längl.-eif., spitz; Kelch beim Aufblühen ½ so lang als die Blkrröhre; Bltn fast immer gleich hoch. 7–10. Wiesen, Triften, nicht selten
Echtes T.,E. centāūriumPersoon
— Blätt. linealisch od. linealisch-längl., stumpf; Kelch beim Aufblühen fast so lang als die Blkrröhre; Bltn später in verschiedener Höhe. 8. 9. Wiesen, Triften, salzliebend, sehr zerstr.(E. linariifólia Persoon).
Schmales T.,E. litorálisFries
Phacélia tanacetifóliaBentham, mit gefiederten Blätt., rauhhaarigen Kelchen und hellblauen Bltn, die in langen, dichten, einseitswend., schneckenf. eingerollten, ährenf. Trauben stehen, ist an einigen Orten als Bienenfutter angepfl. und massenhaft verwild.
Bltn. blattachselst., gestielt; Kelch kahl. 4. 5. Gebüsche, Hügel, im südl. Gebiet. Häufig angepfl.
V. minorL.
Bltn gelblichweiß, in blattachselst. Trugdolden; Blkr. radf. (Fig.628). 6. 7. Trockene Wälder, Gebüsch, verbreitet, in der nordwestdeutschen Tiefebene fehlend
V. officináleMoench
Asclépias syríacaL., Seidenpflanze, mit doldigen, fleischroten, starkriechend. Bltn und unterseits graufilzigen Blätt., findet sich kultiviert und verw.