Chapter 29

Fig. 628.

Fig. 628.

1.Kelch nicht von 2 großen Deckblätt. umhüllt; Bltn weiß oder rosa, außen rotgestreift; Blätt. spieß- oder pfeilf. 6–10. Weg- und Ackerränder, gemein.

Acker-W.,C. arvénsisL.

— Kelch von 2 großen, grünen Deckblätt. umhüllt

2

2.Blätt. nierenf.; Blkr. rötlich; Deckblätt. eif., stumpf; Stengelliegend, kaum windend. 7. 8. Auf Borkum, Juist, Langeoog und unweit Cuxhaven.

Meerstrands-W.,C. soldanéllaL.

— Blätt. pfeilf., kahl; Bltn reinweiß (selten rosa); Deckblätt. herzf., spitz. 7–10. Hecken, Gebüsche, gemein.

Zaun-W.,C. sépiumL.

Außerdem noch in Gärten als Ziergewächse:C. dahúricusSims, mit kurzhaarigen Blätt. und rosa Bltn;C. trícolorL., mit sitzenden Blätt., blauen Bltn und rauhhaariger Kapsel;Pharbítis híspidaChoisy, mit meist purpurnen Bltn und ungeteilter, kopfiger Narbe.

1.Griffel verwachsen (Bltn daher scheinbar 1griffelig); Bltn in ährenf. Rispen; Blkrröhre doppelt so lang als ihr Saum; Stengel bindfadendick; Fr. erbsengroß. 7. 8. Feuchte Gebüsche, auf Weiden, Pappeln, Beifuß usw., stellenweise(C. monógynaAut.)

Große S.,C. lupulifórmisKrocker

— Bltn knäuelart. gehäuft; Griffel 2, getrennt

2

2.Bltn alle sitzend; Griffel gleichlang; Narben fadenf.

4

— Bltn wenigstens teilweise gestielt; Griffel ungleich lang; Narben kopff.

3

3.Saum der Blkr. ½ so lang als deren Röhre, abstehend; Fr. mit schwammig verdickten Wandungen; Stengel orangegelb. 7–9. Stammt aus Amerika, stellenweise auf Äckern und Weiden

Amerikanische S.,C. gronóviiWilld.

— Saum der Blkr. etwa so lang als deren Röhre, zurückgebogen; Stengel dick. 7–9. Auf Weiden am Rhein- und Mainufer

Weidenwürger,C. cesatiánaBertoloni

C. racemósaMartius, traubige S., mit gelbl. Stengel und gestielten Bltn, deren Schlund durch zerschlitzte Schuppen geschlossen ist, wird zuweilen mit fremdem Samen eingeführt. Auf Luzerne schmarotzend.

4.Röhre der Blkr. kugelig, doppelt so lang als ihre Zipfel; Stengel blaßgrün. 6–8. Auf Lein, zerstr.

Flachsseide,C. epilínumWeihe

— Röhre der Blkr. walzlich, so lang als ihre Zipfel

5

5.Griffel länger als der Frkn.; Eingang zur Blkrröhre durch 5 Schuppen verschlossen.(Ändert ab: var.trifóliiBabington, Pfl. kräftiger; Bltn größer, bleicher. Auf Klee.)7–9. Auf Heide, Thymian, Ginster usw.

Thymian-S.,C. epíthymumL.

— Griffel höchstens so lang als der Frkn.; Schuppen der Blkrröhre anliegend, den Eingang nicht verschließend. 6–8. Auf Nesseln, Hanf, Hopfen, zerstr.

Hopfen-S.,C. europǣaL.

Bltn himmelblau od. weiß, in Rispen. 6. 7. Feuchte Wiesen, selten, häufig in Gärten

P. coerúleumL.

Blätt. sitzend, lanzettl.; Schlund der Blkr. erweitert. 6. 7. Hier und da verw., aus Nordamerika stammend. Zierpfl.

C. grandiflóraDouglas

1.Blkr. mit ungleichen Zipfeln, fast 2lippig; Stbblätt. ungleich, nebst dem Griffel aus der Blüte hervorragend (Fig.629)

Échium247

Fig. 629.

Fig. 629.

— Blkr. mit gleichen oder fast gleichen Zipfeln

2

2.Blkr. lang glockenf., mit sehr kurz. Saum (Fig.630), hängend, innen mit 5 spitzen, kegelf. zusammenneigenden Schuppen; Blätt. mit ihren Rändern am Stengel herablaufend

Sýmphytum246

Fig. 630.

Fig. 630.

— Pfl. anders gestaltet

3

3.Blkr. mit 5 Hohlschuppen[34], die den Eingang zur Röhre mehr od. weniger verschließen (Fig.631)

9

Fig. 631.

Fig. 631.

— Blkr. ohne solche Schuppen

4

4.Pfl. ganz kahl, blaugrün, bereift; Bltn gelb; Blätt. stengelumfassend

Cerinthe247

— Pfl. mehr oder weniger behaart, niemals ganz kahl

5

5.Kelch bis auf den Grund geteilt

7

— Kelch höchstens bis zur Mitte geteilt

6

6.Bltn dunkelpurpurbraun, fast schwärzlich; jede Blüte von einem Deckblatt gestützt; Frkelch aufgeblasen

Nónnea246

— Bltn rot, blau od. violett: Blkr. am Schlunde mit 5 Haarbüscheln; Bltntraube nur unten mit Deckblätt.

Pulmonária246

7.Frkn. zur Blütezeit ungeteilt; Bltn in langen, deckblattlosen Ähren, weißlich

Heliotrópium245

— Frkn. zur Blütezeit 4teilig (Fig.114a)

8

8.Blkr. walzig-glockig, allmählich in den 5zähnigen Saum übergehend (Fig.632), mittelgroß; Bltn gelblich. Sandige Kiefernwälder am Main

Onósma247

— Blkr. trichterf. od. stieltellerf. mit einer vom Saum deutlich abgesetzten Röhre, weißlichgelb od. blau.

Lithospérmum247

9.(3.) Stengel mit zurückgekrümmten Stacheln. niederliegend; Kelch zur Frzeit sehr vergrößert, zusammengedrückt, buchtig gezähnt; Bltn violett, einzeln, blattachselst.

Asperúgo246

— Stengel ohne zurückgekrümmte Stacheln; Kelch zur Frzeit nicht buchtig gezähnt

10

10.Fr. (und auch Frkn) mit kleinen Stacheln besetzt

17

— Fr. nicht bestachelt

11

11.Bltn dunkelbraun, fast schwarz; Kelch zur Frzeit aufgeblasen

Nónnea246

— Bltn gelblich, weißlich, blau od. violett; Frkelch nicht aufgeblasen

12

Fig. 632.

Fig. 632.

12.Jede einzelne Blüte von einem Deckblatt gestützt

14

— Alle od. doch wenigstens die obersten Bltn des Bltnstandes ohne Deckblätt.

13

13.Unterste Blätt. lang gestielt, herz-eif.; Hohlschuppen weiß. Gartenpfl.

Omphalódes245

— Unterste Blätt. sitzend od. kurzgestielt, längl. od. spatelf., niemals herzf.; Hohlschuppen gelb. Vergißmeinnicht.

Myosótis248

14.(12.) Blkr. mit spitzen Zipfeln (Fig.633), radf., etwa 1½ cm breit, blau; Stbblätt. aus der Röhre hervorragend

Borágo246

Fig. 633.

Fig. 633.

— Blkr. mit stumpfen Zipfeln; Staubblätt. in der Röhre eingeschlossen

15

15.Bltn weißlich od. gelblich, klein; Fr. weißlich, glänzend

Lithospérmum247

— Bltn blau od. violett, selten weiß, mit gelbem Schlunde

16

16.Hohlschuppen weiß, sammetart. behaart; Blkrröhre zuweilen gekrümmt

Anchúsa246

— Hohlschuppen gelb; Blätt. z. T. gegenst.; Stengel niederlieg. (Pfl. einem Vergißmeinnicht ähnl.)

Omphalódes245

17.(9.) Fr. auf d. ganz. Oberfläche bestach. (Fig.634); Bltn braunrot od. rotviolett.

Cynoglóssum245

— Fr. 3kantig, nur an den Kanten bestach.; Bltn blau

Láppula245

Fig. 634.

Fig. 634.

Bebaute Orte, selten (Rheingegend). 7. 8.

H. europǣumL.

Nüsse am Rande mit 2 Stachelreihen; Bltnstiele zuletzt aufrecht; Blätt. mit anliegenden Haaren. 6. 7. Mauern, Schutt, Weinberge, zerstr.

Klettenartiger I.,L. myosótisMoench

Nüsse am Rande mit 1 Reihe Stacheln; Bltnstiele zuletzt herabgebogen; Blätt. mit abstehend. Haaren. 6. Steinige Orte im Gebirge, sehr selten.

Herabgebogener I.,L. defléxaGarcke

Blätt. dünn graufilzig; Bltn braunrot, selten weiß; Nüsse mit verdicktem Rande. Pfl. unangenehm riechend. 5. 6. Wegränder, Hügel, zerstr.

Echte H.,C. officináleL.

Blätt. oberseits fast kahl, glänzend grün; Bltn rotviolett; Nüsse ohne hervortretend. Rand. 6. 7. Gebirgswälder, selten

Deutsche H.,C. germánicumJacquin

Hohlschuppen gelb; Bltn hellblau, alle mit Deckblätt.; unt. Blätt. spatelf. 4. 5. Gebüsche, selten, im Nordwesten fehlend.

Gedenkemein,O. scorpioídesSchrank

Hohlschuppen weiß; Bltn himmelblau, die obersten ohne Deckblätt.; unt. Blätt. herz-eif. 4. 5. Zierpfl.

Männertreu,O. vernaMoench

Gartenpfl., zuweilen verwildert. 6. 7.

B. officinálisL.

1.Blkrröhre knief. gekrümmt (Fig.635); Hohlschuppen rauhhaarig; Bltn blau. 5–10. Äcker, Brachen, gemein

Krummhals,A. arvénsisM. B.

Fig. 635.

Fig. 635.

— Blkrröhre gerade

2

2.Hohlschuppen eif., von kurzen Haaren sammetart.; Bltn violett, selten blau od. weiß. 8–10. Wegränder, nicht selten

Echte O.,A. officinálisL.

— Hohlschuppen längl., mit langen, pinselart. Haaren besetzt; Blätt. wellig, glänzend; Bltn schön blau. 5–7. Äcker, Wege, sehr selten (Elsaß)

Italienische O.,A. itálicaRetzius

Bltn dunkelbraun, selten hellgelb od. fast weiß. 5. 6. Zerstr. in Mittel- und Süddeutschl.

N. pullaDC.

Schutt, Wegränder, zerstr. 5. 6.

A. procúmbensL.

1.Obere Blätt. bis zum folgenden Blatt herablaufend; Stengel von unten an ästig; Bltn schmutzig-purpurn, rosaviolett od. gelblichweiß. 5–9. Nasse Wiesen, Gräben, häufig

Schwarzwurz,S. officináleL.

S. peregrínumLedebour (obere Blätt. mit sehr schmal herablaufenden Rändern, unt. Blätt. am Grunde abgerundet) wird neuerdings mehrfach unter dem Namen Comfrey als Viehfutter angebaut.

— Obere Blätt. nur halb bis zum folgend. Blatt herablaufend; Stengel einfach od. oberwärts gabelig; Bltn gelblich

2

2.Hohlschuppen über die Blkr. hervorragend; unterirdischer Stengel kriechend, mit rundl. Knollen; Bltn hellgelb. 5. 6. Weinberge Süddeutschl.

Knolliger B.,S. bulbósumSchimper

— Hohlschuppen in der Blkr. eingeschlossen; unterirdischer Stengel fleischig verdickt; Bltn gelblichweiß. 4. 5. Feuchte Wälder, selten, im Norden und Nordwesten nur in der Nähe von Hamburg

Dickwurzliger B.,S. tuberósumL.

1.Grundst. Blätt. plötzl. in den lang. Stiel übergeh. (Fig.636) oberw. mit kleinen Höckerch., herzeif., weißl. gefleckt; Bltn erst rot dann blauviolett. 3. 4. Laubwälder, zerstr.(Ändert mit ungefleckten od. hellgrün gefleckten Blätt. ab =P. obscúraDumortier).

Gebräuchliches L.,P. officinálisL.

Fig. 636.

Fig. 636.

— Grundst. Blätt. in den Stiel verschmälert, oberwärts ohne Höckerchen

2

2.Grundst. Blätt. obers. m. steif. Borsten; Stengel oberwärts nebst d. Bltnstielen sehr borstig u. rauh, drüsenl. od. wenig drüsig

4

— Grundst. Blätt. oberseits mit weichen Haaren; Stengel oberwärts nebst den Bltnstielen drüsig-klebrig

3

3.Blätt. graugrün, sammetweich, plötzl. in d. Blattstiel verschmälert, der länger als die Blattfl. ist (Fig.637); Stbbeutel gelb. 4. Sehr selten, nur in Bayern (Passau, Fischstein im Regnitzgebiet)

Weiches L.,P. mollíssimaKerner

Fig. 637.

Fig. 637.

— Blätt. freudiggrün, allmählich in den Blattstiel verschmäl., der so lang als die Blattfl. ist (Fig.638); Stbbeutel schwarzviolett. 4. Felsige, schattige Orte, selten, fehlt im Norden.

Berg-L.,P. montánaLejeune

Fig. 638.

Fig. 638.

4.Grundst. Blätt. 4–5mal läng. als br.; Bltnstand m. langgestielt. Drüsen u. gleichlangen Borsten besetzt, Frkelch am Grunde bauchig-glockig; Bltn dunkelviolett. 4. 5. Schattige Orte, im westl. u. südwestl. Gebiet.

Knolliges L.,P. tuberósaSchrank

— Grundst. Blätt. ca. 8mal läng. als br.; Bltnstand m. kurzgestielt. Drüsen u. ungleich. Borsten besetzt; Frkelch nicht bauchig-glockig; Bltn blau. 4. 5. Laubwälder, zerstr., besonders im mittl. und östl. Deutschl.

Blaues L.,P. angustifóliaL.

P. sacharátaMiller, mit weiß gefleckten, allmählich in den schmal geflügelten Blattstiel verschmälert. Blätt., findet sich hier und da in Gärten angepflanzt.

Blätt. mit Borsten, die auf einem kahlen Knötchen sitzen. 5. 6. Nur zwischen Mainz und Ingelheim.

O. arenáriumW. u. K.

Blkr. bis über ⅓ ihrer Länge 5spalt, mit aufrecht-zusammenschließenden Zipfeln. 5–7. Selten in Süd- und Mitteldeutschl.

Kleine W.,C. minorL.

Blkr. 5zähnig; Zähne eif., zurückgekrümmt. 6–8. Mit den Alpenflüssen in die Ebene herabsteig.

Alpen-W.,C. alpínaKitaibel

Bltn erst rötlich, dann blau. 6–9. Unbebaute Orte, Wegränder, gemein

E. vulgáreL.

1.Blkr. anfangs rot, dann blau, ca. ½ cm lang; nichtblühende Stengel später niederliegend, an der Spitze wurzelnd. 5. 6. Kalkige Gebirgswälder in Mittel- und Süddeutschl.

Berg-St.,L. purpúreo-coerúleumL.

— Blkr. weiß od. gelblich, selten blau, kleiner als vor.

2

2.Fr. glatt, glänzend, weiß; Bltn grünlich-gelb. 5–7. Sonnige Hügel, Gebüsche, zerstr.

Echter St.,L. officináleL.

— Fr. runzlig, fast glanzlos, braun; Bltn weiß. 4–6. Äcker, gemein

Acker-St.,L. arvénseL.

1.Kelch mit abstehenden, meist hakig gebogenen Haaren

3

— Kelch mit angedrückten Haaren

2

2.Stengel kantig; Kelch (auf ⅓ seiner Länge) 5zähnig; Griffel so lang als der Kelch; Bltn himmelblau. 5–8. Gräben, Sümpfe, häufig

Sumpf-V.,M. palústrisRoth

— Stengel stielrund; Kelch fast bis zur Mitte 5spaltig; Griffel ½ so lang als der Kelch. 6–8. Sonst wie vor.

Rasiges V.,M. caespitósaSchultz

3.Saum der etwa 6–10 mm breiten Blkr. flach ausgebreitet

8

— Saum der 2–4 mm breiten Blkr. meistens trichterf. vertieft

4

4.Frkelch offen

7

— Frkelch geschlossen

5

5.Bltn anfangs gelbl., dann hellblau, zuletzt dunkelblau, Kronröhre zuletzt doppelt so lang als der Kelch; Frstiele etwa von Länge des Kelches. 3–6. Äcker, Triften, stellenweise häufig

Buntes V.,M. versícolorSmith

— Bltn blau

6

6.Frstiele meist doppelt so lang als der Kelch, gerade abstehend; Bltn dunkelblau. 6–8. Äcker, Wälder, gemein

Acker-V.,M. intermédiaLink

— Frstiele kürzer od. höchstens so lang als der Kelch; Bltn hellblau. 5. 6. Sandige Äcker, gemein.

Sand-V.,M. arenáriaSchrader

7.Frstiele zurückgeschlagen, mehrmals länger als der Kelch; Bltnstand armblütig, am Grunde meist beblätt. 5. 6. Wälder, Gebüsche, sehr zerstr., mehr im Osten

Busch-V.,M. sparsiflóraMikan

— Frstiele wagerecht abstehend, etwa so lang als der Kelch; Bltn dunkelblau, alle ohne Deckblättch. 5.-7. Trockene Plätze, meist häufig

Rauhes V.,M. híspidaSchlechtendal

8.Kelch mit hakigen Haaren reichlich besetzt; Frstiele 1½ bis 2mal so lang als der Kelch. 5–7. Laubwälder. zerstr.

Wald-V.,M. silváticaHoffmann

— Kelch mit wenigen hakigen und vielen angedrückten Haaren besetzt, weißgrau; Frstiele wenig länger als der Kelch; Bltn lebhaft himmelblau. 6. 7. Wild in höheren Gebirgen, häufig in Gärten als Zierpfl.

Alpen-V.,M. alpéstrisSchmidt

1.Stbbeutel zusammengeschlossen. (Fig.639); Blkr. radförmig, 5spalt.; Fr. eine saftige Beere

Solánum249

— Stbbeut. getrennt(bei Physalis und Nicandra etwas zusammenneig., aber nicht zusammengeschlossen)

2

Fig. 639.

Fig. 639.

2.Strauch. Zweige schlank, häng.; Blätt. ganzrand.; Blkr. trichterf., violettr.; Fr. eine rote Beere

Lýcium249

— Kräuter

3

3.Blätt. buchtig gezähnt

7

— Blätt. ganzrand., oft etwas geschweift

4

4.Blkr. schmutzigweiß, radf.; Bltn einzeln, nickend; Fr. eine kugel. Beere, von dem scharlachroten, aufgeblasenen Kelche umgeben; Blätt. zieml. langgestielt, eif., die ob. zu 2.

Phýsalis250

— Bltn grünlichgelb, rot od. bräunlich

5

5.Kelch 5zähnig; Bltn einzeln, hängend, außen glänzend braun, innen olivengrün.

Scopólia250

— Kelch 5teilig od. 5spaltig

6

6.Blkr. glockig (Fig.640), violettbraun; Bltn einzeln; Fr. eine glänzend schwarze Beere. Tollkirsche

Átropa250

Fig. 640.

Fig. 640.

— Blkr. trichterf. od. stieltellerf., rosenrot od. grünlichgelb Bltn in vielblütigen Rispen od. Trauben. Tabak

Nicotiána250

7.Stengel zottig-klebrig; Blätt. tief buchtig gezähnt, die ob. stengelumfassend; Blkr. mit 5lappigem Saum, schmutziggelb, violett geadert, am Schlunde dunkelviolett; Fr. eine Kapsel.

Hyoscýamus250

— Stengel kahl; Bltn weiß od. blau

8

8.Blkr. lang trichterf., faltig, mit plötzlich feinzugespitzten Zipfeln (Fig.641), weiß (selten blauviolett); Fr. eine stachelige Kapsel

Datúra250

Fig. 641.

Fig. 641.

— Blkr. glockig, hellblau, am Grunde weiß; Kelch scharf 5kantig, zur Frzeit aufgeblasen; Fr. eine saftlose Beere

Nicándra250

Zweige oft dornig; Blätt. lanzettl. bis elliptisch, schmal, allmählich in den Stiel verschmälert (Fig.642); Beeren rot. 5–10. Häufig verwildert. Zierstrauch

Meldenblättriger T.,L. halimifóliumMiller

Fig. 642.

Fig. 642.

Zweige meist dornenlos; Blätt. breit, plötzlich in den Stiel verschmälert u. dadurch fast rautenf. (Fig.643); Beeren an der Spitze eingedrückt vertieft. 6–10. Angepfl. u. verw.

Rautenblättriger T.,L. rhombifóliumDippel

Fig. 643.

Fig. 643.

1.Blätt. gefied. 6–8. Überall gebaut

Kartoffel,S. tuberósumL.

— Blätt. nicht gefied.

2

2.Bltn violett; Stengel strauchig, kletternd; Blätt. längl.-eif., die obersten oft spießf. 6–8. Ufer, feuchte Gebüsche, häufig

Bittersüß,S. dulcamáraL.

— Bltn weiß; Stengel krautig

3

3.Pfl. fast kahl oder mit zerstreuten, einwärtsgekrümmten Haaren; Beeren schwarz od. grünlichgelb. 6–10. Schutt, unbebaute Orte, Gemüsegärten, häufig.

Schwarzer N.,S. nigrumL.

— Pfl. dichter behaart, fast filzig-zottig; Äste stumpfkantig; Beeren gelb(Ändert mit fast flügelig-kantigen Ästen, weniger dichter Behaarung und mennigroten Fr. ab = v.alátumMoench.)6–10. Wie vor., zerstr., stellenweise fehlend

Zottiger N.,S. villósumLamarck

S. lycopérsicumL., Liebesapfel, Tomate, mit gefied. Blätt., gelben Bltn und großen scharlachroten Fr. wird nicht selten angebaut.

Zuweilen verschleppt od. verw.S. heterodóxumDunal. Blätt. doppelt fiedersp., wie der Stengel gelbstachelig; Bltn blaulila; Kelch sehr stachelig;S. rostrátumDunal, der vor. sehr ähnlich, aber mit lebhaft gelben Bltn;S. triflórumNuttall, dem S. nigrum ähnlich, aber Blätt. tief fiedersp., langgestielt; Bltnstände 1–3blütig; Frstiele hakenf. zurückgekrümmt; Beeren grün.

Schutt, Weinberge, öfters angepfl. 6. 7.

Ph. alkekéngiL.

Bltn einzeln, überhängend. 7–9. Zuweilen angepfl., in Gärten und auf Schutt verw.

N. physaloídesGärtner

Bltn nickend; obere Blätt. zu 2, das eine kleiner. 6. 7. Schattige Bergwälder, zerstr.

A. belladónnaL.

Blätt. gestielt, längl. od. eif.; H. bis 40 cm. 4. 5. Seltener verw. (Ostpreußen, Schlesien)

Sc. carniólicaJacquin

Schutt, Zäune, nicht selten. 6. 7.

H. nigerL.

1.Bltn grünlichgelb; Blätt. gestielt. 7. 8. Gebaut, wie die folg.

Bauern-T.,N. rústicaL.

— Bltn rosa; Blätt. (wenigstens die unteren) herablaufend

2

2.Bltnrispe ausgebreitet; Blätt. längl.-lanzettl., die unt. herablaufend, ihre Seitennerven spitzwinklig vom Mittelnerven ausgehend. 7. 8.

Virginischer T.,N. tabácumL.

— Bltnrispe zusammengezogen; Blätt. breit, am Grunde geöhrt, ihre Seitennerven fast rechtwinklig vom Mittelnerven ausgehend. 7. 8.

Maryland-T.,N. latíssimaMiller

Blkr. weiß, selten blaßviolett; Blätt. gestielt, kahl. 7. 8. Schutt, Gärten, Weinberge, zerstr.

D. stramóniumL.

Ändert ab: Stengel, Bltnstiel und Blattnerven violett; Blkr. blauviolett =D. tátulaL. Zuweilen verwildernde Zierpflanze.

1.Blkr. 2lippig (Fig.647), seltener nur die Unterlippe deutlich ausgebildet (Fig.644)

4

— Blkr. glockig od. trichterf., mit 4–5 fast gleich großen Zipfeln (Fig.645)

2

Fig. 644.

Fig. 644.

2.Stbblätt. 2; Bltn weiß, innen rot punktiert

Lýcopus255

Fig. 645.

Fig. 645.

— Stbblätt. 4; Bltn rot od. violett

3

3.Bltnquirle[35]einseitswendig, dicht gedrängt und daher der Bltnstand scheinbar ährenf.; Deckblätt. breit eif., einseitswend. (Fig.646)

Elshóltzia254

Fig. 646.

Fig. 646.

— Bltnquirle voneinander entfernt oder an der Spitze der Zweige kopfig od. ährenf. gedrängt, den Stengel rings umgebend; Bltn rötlichlila

Mentha254

4.(1.) Blkr. mit deutlich ausgebildeter Ober- und Unterlippe

6

— Blkr. nur mit deutlich ausgebildeter Unterlippe

5

5.Oberlippe sehr kurz, 2lappig; Unterlippe 3lappig (Fig.644a); Blkrröhre innen mit Haarring

Ájuga261

— Oberlippe gespalten, ihre beiden Zipfel mit der Unterlippe verbunden (diese daher scheinbar 5spalt. — Fig. 644b); Blkrröhre innen ohne Haarring

Tëucrium261

6.Stbblätt. 2; Oberlippe seitlich zusammengedrückt

Sálvia255

— Stbblätt. 4

7

7.Stbblätter kürzer als die Oberlippe, nicht über diese hinausragend

10

— Stbblätt. (wenigstens die 2 läng.) und Griffel länger als die Oberlippe, diese überragend (Fig.647)

8


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